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Flagge NiederlandeNiederlande / Nederland

RechteckArriva Niederlande kauft 99. GTW
Foto Stadler
Die Arriva Niederlande haben 38 weitere Gelenktriebwagen GTW bei Stadler Rail bestellt. Damit hat Arriva seit 2005 bereits 99 GTW für den Einsatz in verschiedenen Regionen der Niederlande bei Stadler Rail bestellt. Der Auftrag hat ein Volumen von rund EURO 140 Mio. Die Auslieferung erfolgt ab Herbst 2012. Der unterschriebene Vertrag umfasst 14 elektrische und 24 dieselelektrische Züge. Die Fahrzeuge wurden gegenüber den bereits erfolgreich im Einsatz stehenden GTW der Arriva in verschiedenen Bereichen weiterentwickelt. So wurde für die dieselelektrischen Fahrzeuge ein hochmoderner umweltfreundlicher Antrieb entwickelt.

Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales der Stadler Rail Group, freut sich sehr über den jüngsten Erfolg: „Dieser weitere Auftrag der Arriva ist ein eindrücklicher Beweis für die Zufriedenheit unseres Kunden mit der bisher ausgelieferten GTW-Flotte. Dank diesem Auftrag konnte Stadler inzwischen 539 GTW in 10 verschiedene Länder verkaufen.“
Die 14 elektrischen GTW sind für den Regionalverkehr auf der Strecke Zwolle – Emmen in den Provinzen Overijssel und Drenthe vorgesehen. Der Auftrag umfasst 6 zweiteilige und 8 dreiteilige Züge.
In der dieselelektrischen Ausführung werden 13 zweiteilige und 11 dreiteilige Fahrzeuge geliefert. Diese sind für nichtelektrifizierte Strecken der Konzession „Rivierenland-Achterhoek und Zutphen Apeldoorn“ in der Provinz Gelderland bestimmt. Arriva Netherlands betreibt in Holland verschiedene Regionalverkehrsnetze.
Die bestellten Züge sind eine Weiterentwicklung der vierten GTW-Generation, die bereits seit 2006 für Arriva in Holland erfolgreich im Einsatz steht. Die Züge für die Provinzen Overijssel und Drenthe werden mit einer speziell hochwertigen Innenausstattung ausgerüstet. Die Fahrzeuge erhalten eine bequeme Lounge, ein spezielles Businessabteil und ein abgetrenntes Ruheabteil. Mehrere Abteile verfügen über Tische und im Eingangsbereich der dreiteiligen GTW werden die Fahrgäste vom Zugbegleiter an einem speziellen Infodesk empfangen. Die dieselelektrischen Züge erhalten einen neuentwickelten, sehr umweltfreundlichen Antrieb. Dieser erfüllt die neuesten Abgasvorschriften Stage IIIB.
Alle Züge sind klimatisiert und verfügen über einen Niederfluranteil von 75%. Der Sitzabstand ist in allen Abteilen sehr grosszügig. Bis zu vier Züge können gemeinsam in Vielfachsteuerung verkehren. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt und verfügen somit über ein geringes Gewicht. Dadurch werden höhere Beschleunigungswerte erzielt und die Betriebskosten erheblich gesenkt (Pressemeldung Stadler, 03.07.10).

RechteckInbetriebnahmegenehmigung für 01 1075 in Deutschland
Nach erfolgreicher Nachrüstung mit dem Zugbeeinflussungssystem PZB 90 hat das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) am 27. April 2010 die Inbetriebnahmegenehmigung für die Dampflok 01 1075 erteilt. Das Triebfahrzeug erfüllt somit die heutigen Sicherheitsanforderungen und darf auf dem deutschen Schienennetz eingesetzt werden, teile der Sprecher der Behörde, Ralph Fischer, mit.
Gegenstand der Inbetriebnahmegenehmigung des EBA ist darüber hinaus der Einbau des niederlän-dischen Zugbeeinflussungssystems ATB-E. Damit kann das Fahrzeug auch grenzüberschreitend auf dem niederländischen und deutschen Eisenbahnnetz verkehren (Pressemeldung EBA, 29.04.10).

RechteckNeue Hochgeschwindigkeitsverbindung von Brüssel nach Amsterdam
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold Obere Zeile: Der Eröffnungs-Thalys an der niederländisch-belgischen Grenze in der Nähe von Rosendaal. Mittlere Zeile: Mit einem symbolischen Handschlag übergibt Luc Lallemand (CEO Infrabel, links im Bild) die Strecke an Marc Descheemaecker (CEO der SNCB, rechts im Bild) während einer Pressekonferenz an der niederländisch-belgischen Grenze. Der erste Thalys auf der Neubaustrecke überquert bei der Fahrt von den Niederlanden nach Belgien in der Nähe von Rosendaal (NL) die Grenze. Untere Zeile: Der Eröffnungszug mit zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft und Politik hat den Bahnhof Brüssel erreicht. Mit einer symbolischen Weichenstellung wurde am 8. Dezember die neue Hochgeschwindigkeits-Ära in Belgien eingeläutet.
Europa wächst weiter zusammen - zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 nimmt die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke von Brüssel nach Amsterdam den Betrieb auf. Bei Höchstgeschwindig-keiten bis zu 300 km/h verringert sich die Fahrzeit von Brüssel nach Amsterdam um fast eine Stunde von derzeit 2 Stunden 44 Minuten auf zukünftig 1 Stunde 53 Minuten.
Am 8. Dezember 2009 wurde die neue Strecke mit einer Sonderfahrt mit zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und der Presse offiziell eingeweiht. Mit einem Festakt und einer symbolischen Weichenstellung wurde anschliessend in Brüssel eine neue Epoche des europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs eingeläutet (Kai Michael Neuhold, www.kmn-network.de, 10.12.09).

RechteckZugunglück Barendrecht
Foto Sammlung LRFoto Sammlung LR
Foto Sammlung LRFoto Sammlung LR
In den Niederlanden sind am 24.09.09 bei Barendrecht zwei Güterzüge frontal zusammengestoßen, ein nachfolgender internationaler Schnellzug von Amsterdam nach Brüssel konnte noch abbremsen und fuhr nur leicht auf herumliegende Unfallteile auf. Der Unfall ereignete sich unter einer Brücke der Autobahn A15.
Im Personenzug gab es nur leichtverletzte Fahrgäste, aber der Lokführer des Zuges der Deutschen Bahn kam um das Leben, er hinterließ eine Familie mit vier Kindern.

Ersten Informationen zufolge ist ein Lokführer mit max. 40 km/h ungebremst am haltzeigenden Signal vorbeigefahren und mit dem entgegenkommenden Zug kollidiert, der mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h hätte fahren können. Beide Züge haben sich unter der Autobahnbrücke A15 kurz vor dem Tunnel getroffen. Dabei hatte der Lokführer auf der roten 6400 das Nachsehen gegenüber dem auf der robusten Class66. Das Führerhaus der 6400 ist zusammengedrückt worden. Bei der Class66 hat der lange Gehäusekasten als Knautschzone gewirkt und so dem Lokführer das Leben geschenkt.
Der Unfall könnte durch das Zugbeeinflussungssystem nicht verhindert worden sein. Das klassische Zugbeeinflussungssystem ATB-EG löst bei Geschwindigkeiten unter 40 km/h keine Zwangsbremsung aus, wenn ein Zug über ein haltzeigendes Signal fährt. Deshalb wurde das verbesserte System ATB-VV entwickelt, das streckenseitig in den Niederlanden einsatzbereit ist, aber mit dem ein Teil der Railion-6400 softwaremäßig noch nicht ausgerüstet sind.
Als Folge des Unfalls wird sich der Druck vom Netzbetreiber Pro Rail und dem Verkehrsministerium IVW auf die einzelnen Bahngesellschaften erhöhen, so schnell wie möglich die Software auf den jeweiligen Loks umzurüsten, dass betrifft auch die Baureihe 189. Der Druck kommt nun aus der Öffentlichkeit und wird an den Minister weitergegeben
(LR, 29.09.09).

RechteckNiederlande: Einweihung der HSL-Zuid
Foto NS HispeedFoto NS Hispeed
Foto NS HispeedFoto NS Hispeed
Foto NS HispeedFoto NS Hispeed
Foto NS HispeedFoto NS Hispeed
Der Minister für Verkehr und Schiffahrt, Camiel Eurlings, und der Direktor von NS Hispeed, Michiel van Roozendaal, haben am 6. September die Hochgeschwindigkeitsstrecke (hogesnelheidslijn) HSL-Zuid Amsterdam – Schiphol – Rotterdam eröffnet. Er tat dies zusammen mit den Bürgermeistern von Amsterdam (Cohen), Haarlemmermeer (Weterings) und Rotterdam (Aboutaleb). An Bord befanden sich eine Reihe von prominenten Vertretern aus Amsterdam und Rotterdam. Die neue Verbindung soll Zeitersparnisse von bis zu 20 Minuten bringen.
Ab 7. September können die Fahrgäste an Bord des "Fyra" die schnellste Verbindung von Amsterdam über Schiphol nach Rotterdam über die HSL-Zuid benutzen. Sie fahren in nur 43 Minuten von Amsterdam nach Rotterdam. Von Rotterdam zum Flughafen Schiphol sind es nur 26 Minuten Fahrzeit, dies ist nicht nur fast zwei Mal schneller als über die konventionelle Bahnstrecke, sondern auch 63% schneller als mit dem Auto.
Die ersten auf der Strecke betriebenen Züge werden von BOMBARDIER TRAXX-Lokomotiven mit 160 km/h gezogen. Die TRAXX-Mehrsystem-Lokomotiven zum Einsatz auf dieser Strecke sind von Angel Trains Cargo geleast, dem Geschäftsbereich für Lokomotiven-Leasing von Angel Trains International, einem der führenden Leasingunternehmen für Schienenfahrzeuge in Europa.
Schon am 13. Dezember soll man mit dem Thalys über die HSL-Zuid nach Paris fahren können. Die Stadt des Lichtes ist dann nur 3 Stunden und 18 Minuten von Amsterdam entfernt, während die Fahrzeit jetzt noch 4 Stunden und 9 Minuten beträgt.
Die neue Strecke ist 125 km lang, wovon 85 km auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr fallen. Sie wird mit 25.000 Volt Spannung versorgt. Es gibt 170 Hoch- und Tiefbauwerke, darunter 4 Tunnel, ein Aquädukt, Brücken und Viadukte
(WKZ, Quelle Pressemeldungen NS Hispeed, Bombardier, 08.09.09).

RechteckAart Klompe neuer Chef der DB Schenker Rail Nederland N.V.
Aart Klompe ist vom Vorstand der DB Schenker Rail GmbH mit Wirkung zum 1.September mit der Leitung der DB Schenker Rail Nederland N.V. betraut worden. Er tritt die Nachfolge von Detlef Heydt an, der das Unternehmen verlässt.
Klompe,(60), war bislang im Vorstand der DB Schenker Rail Nederland N.V. für den Bereich Finanzen zuständig.
"Aart Klompe ist ein erfahrener niederländischer Manager mit ausgewiesener Finanzkompetenz, der mit den besonderen Anforderungen vertraut ist, die an die Betriebsführung einer modernen Güterbahn gestellt werden", so Edmund Schlummer, Chef der Region Central von DB Schenker Rail. Neben der niederländischen Landesgesellschaft gehören die Gesellschaften in Deutschland, Dänemark, Italien und der Schweiz zu dieser Region innerhalb der europäischen Güterbahn DB Schenker Rail.
DB Schenker Rail Nederland N.V. ist mit rund 850 Mitarbeitern die größte Güterbahn der Niederlande. Als einziges Unternehmen offeriert die Gesellschaft in den Niederlanden einen Einzelwagenverkehr mit netzweiter Abdeckung. Größten Anteil an den Transporten haben Montan- und Chemie-Produkte. Leistungsfähige Verbindungen bestehen zwischen den Seehäfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam und zu den wichtigsten Wirtschaftsregionen in Deutschland (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.08.09).

RechteckNeuer Hochgeschwindigkeitszug Fyra präsentiert
Foto NS HighspeedFoto NS Highspeed
Michel Jadot (NMBS) und Michiel van Roozendaal (NS Hispeed) präsentierten den "Fyra". Fotos NS Highspeed.
Die SNCB und NS Hispeed haben am 7. Juli 2009 in Amsterdam die neuen Hochgeschwindigkeitszüge für die Strecke Brüssel - Amsterdam vorgestellt. Die von AnsaldoBreda in Italien gefertigten Züge vom Typ V250 werden den Namen "Fyra" tragen und ab dem Jahr 2010 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h auf den Strecken Amsterdam - Schiphol - Rotterdam - Antwerpen - Brüssel und Amsterdam - Schiphol - Rotterdam - Breda verkehren. Die Fahrzeit zwischen den Städten Amsterdam und Brüssel wird dann eine Stunde und fünfundvierzig Minuten, die zwischen Rotterdam und Schiphol nur noch zwanzig Minuten betragen.
Der vorgestellte Zug ist noch ein Prototyp, der im Inneren mit Mess- und Testeinrichtungen ausgerüstet ist. Die Prüffahrten werden in Kürze auf der HSL-Zuid (Hochgeschwindigkeitsstrecke Süd) in den Niederlanden und auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke L4 in Belgien erfolgen. Die Testfahrten werden unter der Regie von AnsaldoBreda durchgeführt. Sobald sie erfolgreich abgeschlossen sind, werden die Arbeiten am Zug in Italien vollendet.
NMBS und NS Hispeed werden über insgesamt 19 dieser Züge verfügen (3 bzw. 16 Stück). Nach Abschluss der TSI- und ERTMS-Zertifizierung werden dies die ersten Züge sein, die auf dem gesamten Netz der Europäischen Union einsatzbereit sind.
Etwa ein Jahr nach dem Start der Testfahrten sollen die Züge auf der Strecke Amsterdam - Brüssel in den Einsatz gelangen. Bei Inbetriebnahme der Hochgeschwindigkeitsstrecke werden vorerst noch Lokomotiv-bespannte Züge (TRAXX und ICR-Wagen) mit einer Geschwindigkeit von 160 km/Stunde fahren (WKZ, Pressemeldung SNCB/NS Highspeed, 09.07.09).

RechteckBalisen-Test
Foto Edwin HelsdingenFoto Edwin Helsdingen
Zur Zeit werden bei Watergraafsmeer die Balisen für die Strecke Utrecht - Amsterdam getestet. Im Dienst stand am 12.12.08 die RN 6427 mit der neuesten ERTMS-Einrichtung an Bord. Am nächsten Montag ist eine RN 189 an der Reihe, danach folgen noch ICE, Thalys und Traxx 186 (Edwin Helsdingen, 16.12.08).

RechteckStoomtram Hoorn - Medemblik
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Eine reizvolle Museumsbahn im Norden Hollands 20 km von Amsterdam entfernt ist die Stoomtram Hoorn - Medemblik, die während der Saison nicht nur am Wochenende fährt. Kombinationsreisen mit Schiff und Bus sind möglich.
Ein wirklich gut gepflegter Lok- und Wagenpark sowie eine richtige Kleinbahnatmosphäre bis ins Detail lassen einen Besuch zum Erlebnis werden. Am 09.08.08 waren die blankgeputzte Enkhuizen im Einsatz, während Bello als Reserve unter Dampf stand (Martin Wehmeyer, 08.08.08).

RechteckAufarbeitung des Nachbaues der Dampflok Arend
Die Dampflok-Werkstatt der Zuid Limburgse Stoomtrein Maatschappij hat den Auftrag bekommen für die Aufarbeitung des Kessels vom Nachbau der ersten Dampflok in Holland.
Die Arbeiten sind im vollen Gang. Alle Rauchrohre sind entfernt und alle Armaturen werden aufgearbeitet. Neben den Kesselarbeiten wurden auch die Schieber und Zylinder inspeziert. Die Nachbau der „Arend“ ist eine Maschine auf Breitspur 1950 mm.
Wenn die Dampflok wieder betriebsfertig ist, soll sie auf einer Breitspurstrecke im Eisenbahn Museum von Utrecht fahren (Pressemeldung ZLSM, Fotos R.Toxopeus, 26.06.08).

RechteckRoll Out des ersten "The Flying Dutchman" für Veolia
VEOLIA Transport und die Stadler Rail Group feierten am 25.06.08 gemeinsam den Roll Out des ersten elektrischen Gelenktriebwagens (EMU-GTW) „The Flying Dutchman“ in Bussnang. Die VEOLIA Transport hat am 9. Februar 2007 bei Stadler 8 EMU-GTW im Wert von EURO 29 Millionen bestellt. Die Fahrzeuge kommen auf der Strecke Maastricht – Kerkrade zum Einsatz.
Eine neue EMU-GTW Generation: VEOLIA Transport hat Anfang letzten Jahres bei Stadler fünf 2-teilige EMU-GTW 2/6 und drei 3-teilige EMU-GTW 2/8 bestellt, dies nachdem VEOLIA bereits 2006 insgesamt 16 diesel-elektrische GTW (DMU-GTW) von Stadler gekauft hatte. Ein gemischter Traktionsbetrieb der EMU-GTW und der DMU-GTW ist möglich. Beim Betrieb und Unterhalt können Synergien zwischen EMU und DMU ausgeschöpft werden.
Christian König, Sales Director Schweiz & Niederlande der Stadler Rail Group, freut sich über die erfolgreiche Abwicklung: „Wir sind stolz, dass wir für VEOLIA erneut innert nur 17 Monaten ein neues Fahrzeug herstellen und damit die Leistungsfähigkeit von Stadler unter Beweis stellen konnten.“
Herr Frank van Setten, Direktor von VEOLIA Transport: „Wir freuen uns, dass wir innert kurzer Zeit bereits die zweite Fahrzeugfamilie von Stadler in Betrieb nehmen können. Die DMU-GTW, die seit Dezember 2007 auf der Maaslijn in Einsatz sind, haben insgesamt schon 2 Millionen Kilometer zurückgelegt und sind bei Fahrgästen und Lokführern gleichermassen beliebt. Die Zusammenarbeit mit Stadler erfolgte in allen Belangen des Projektes zu unserer vollen Zufriedenheit.“
Bei den von VEOLIA Transport bestellten Triebzügen handelt es sich um die vierte GTW Generation, welche die neue, in den Niederlanden bereits geltende Crashnorm (EN 15227) für Regionalfahrzeuge der EU erfüllt. Merkmale der Fahrzeuge: Die 3-teiligen Triebzüge verfügen über 192 Sitzplätze und die 2-teiligen über 123 Sitzplätze.
Die gesamte Flotte ist einheitlich gemäss modernem VEOLIA-Design gestaltet. Alle Züge sind für behinderte Fahrgäste zugänglich und mit einem Videoüberwachungssystem in jedem Fahrgastabteil, einem geschlossenen WC-System, einem Informationssystem mit Flachbildschirmen, zwei Rollstuhlabteilen und einem Bereich für sechs Fahrräder ausgestattet. Darüber hinaus verfügen die Abteile der 1. Klasse über 220-Volt Anschlüsse.
Mit diesem Auftrag konnte Stadler bereits die zweite Bestellung für VEOLIA Transport und insgesamt die vierte für die Niederlande abwickeln (Pressemeldung Stadler, 26.06.08).

RechteckZüge ohne feste Abfahrzeiten zwischen Amsterdam, Utrecht und Eindhoven
Die Intercity-Züge der NS zwischen Amsterdam, Utrecht und Eindhoven werden ab 2010 ohne feste Abfahrzeiten fahren, wie der Vorsitzende des Infrastruktur-Verwalters ProRail, Bert Klerk, am 30.05.08 gegenüber der Zeitung "Volkskrant" erklärte. Ab 2012 könnte das System auf dem restlichen Streckennetz installiert werden.
Die Zahl der Züge zwischen den Städten wird ebenfalls auf 12 Züge pro Stunde erhöht, so dass Fahrgäste nie länger als zehn Minuten auf einen Zug zu warten brauchen. Die Züge haben dann auch keine festen Abfahrbahnsteige mehr. Ein "dynamisches Reise-Informationssystem" führt die Passagiere an den richtigen Bahnsteig. "In der Tat wird der Ablauf ähnlich dem der U-Bahn und des Nahverkehrs erfolgen", sagte Klerk.
Die Niederländische Bahn (NS) begrüßte die Nachricht und unterstützt das Konzept fahrplanfreier Züge. "Aber die Zahl der Züge wird von der Marktnachfrage abhängen", ergänzte ein Sprecher NS. "Amsterdam - Eindhoven ist eine beliebte Route, auf der eine Erhöhung der Zugfolge sicherlich möglich ist."
Die Strecken Amsterdam - Haarlem - Rotterdam und Utrecht - Arnhem kämen auch in Frage, sagte ProRail. Die Regierung rechnet mit einer Steigerung der Zahl der Reisenden von 5% pro Jahr (Volker Starrock, 02.06.08).

RechteckÄlteste Dampflok der Niederlande unterwegs auf der Miljoenenlijn
Die Dampflok “De Arend” war die erste Dampflok in den Niederlanden und wurde am 20. September 1839 in Betrieb genommen, mit einer Fahrt auf der ersten Eisenbahnstrecke der Niederlande: von Amsterdam nach Haarlem. 'De Arend' wurde in England mit einer Spurweite von 1945 mm gebaut und erreichte Spitzengeschwindigkeiten von 30 Stundenkilometern. Leider existiert die Original-Arend-Lok längst nicht mehr, doch 1938 baute man zu Ehren des hundertjährigen Bestehens der Eisenbahn in den Niederlanden diesen besonderen Nachbau. Der Nachbau befindet sich im Eigentum des Niederländischen Eisenbahnmuseums in Utrecht, zu bewundern in der Erlebniswelt 'Die große Entdeckung' ('De Grote Ontdekking'), in der John Middlemis (der erste Maschinist der Niederlande) den Besucher mit auf eine Tour durch ein englisches Bergarbeiterdorf nimmt und Wissenswertes über die Anfänge der Dampflokomotive in England erzählt.
Der Dampfkessel von 'De Arend' muss generalüberholt werden, damit die Dampflok in Zukunft wieder unter Dampf gesetzt werden kann. Dazu müssen die Flammrohre erneuert werden. In den Niederlanden gibt es nur noch wenige Organisationen, die über die nötigen Kenntnisse verfügen, eine davon ist die Südlimburgische Dampfeisenbahngesellschaft (Zuid-Limburgse Stoomtrein Maatschappij, ZLSM), die noch über eine Werkstatt verfügt - eine Besonderheit für eine Museumseisenbahn. Nach entsprechender Anfrage des Niederländischen Eisenbahnmuseums hat die ZLSM erörtert, ob sie die notwendigen Arbeiten verrichten kann. Die eigenen Kenntnisse, vor allem über das Verrohren, und die enge Zusammenarbeit mit dem Niederländischen Eisenbahnmuseum haben die ZLSM darin bestärkt, die Aufgabe zu übernehmen.
Direkt nach den Pfingsttagen wird 'De Arend' im Eisenbahnmuseum in Bereitschaft für den Transport gebracht und am Mittwoch, dem 14. Mai ins südlimburgische Simpelveld transportiert. In der Werkstatt der ZLSM werden die alten Flammrohre aus der Lokomotive entfernt und alle Verbindungen abmontiert. 'De Arend' bleibt für die Dauer der Arbeiten ungefähr vier Wochen in Simpelveld und ist während des gesamten Zeitraums an den Tagen mit regulärem ZLSM-Fahrbetrieb in der Werkstatt von Simpelveld zu sehen.
Nach Abschluss der Arbeiten wird die Dampflok ins Eisenbahnmuseum in Utrecht zurückgebracht, wo die Reparaturen in der Erlebniswelt 'Die große Entdeckung' noch zwei Wochen lang fortdauern. In Utrecht werden die 100 Flammrohre montiert und dampfdicht gemacht. Die Feuerkiste der Arend ist noch aus Kupfer, daher müssen Fachleute ans Werk. In der Werkstatt der ZLSM verfügt man noch über das nötige Fachwissen sowie alle notwendigen Gerätschaften. Nicht umsonst hat das Niederländische Eisenbahnmuseum die Kesselreparatur der Südlimburgischen Dampfeisenbahngesellschaft anvertraut (Pressemeldung Zuid-Limburgse Stoomtrein Maatschappij, 07.05.08).

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