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Flirt
für 160 km/h zugelassen
 
Vierzehn von Stadler für die Provinzen Masowien und Schlesien produzierte
Flirt-Züge wurden von der polnischen Sicherheitsbehörde "Urzad
Transportu Kolejowego" für den Betrieb auf dem polnischen Netz
mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h zugelassen. Der FLIRT ist der erste
polnische Triebfahrzeug mit dieser Genehmigung. Die entsprechende vorläufige
Zulassung wurde bereits im Mai 2008 erteilt.
Stadler Fahrzeuge sind modern, sicher und komfortabel, und werden deshalb
von den Fahrgästen in Polen gewürdigt.
Darüber hinaus können die Züge in Mehrfachtraktion betrieben
werden und haben sehr günstige Lebenszykluskosten, da die Ausgaben
für Energieverbrauch, Wartung und technischen Dienst sehr niedrig
sind. Diese Kosten müssen über den gesamten Lebenzzyklus des
Zuges für eine Zeit von etwa 30 Jahren bewertet werden, und sind
somit noch wichtiger als der ursprünglichen Kaufpreis der Züge
(WKZ,
Pressemeldung Stadler Polska, 17.02.10).
"Kalinka"
auf dem Abstellgleis
Das Zugpaar 7/8 Gdynia – Kaliningrad fuhr am 07.02.2010 vorerst letztmalig.
Damit ist ein Teil der „Ostbahn“ inklusive des Grenzübergangs Braniewo/Braunsberg
– Mamonovo/Heiligenbeil ohne Personenzugverkehr, und das Königsberger
Gebiet nur noch über den zeitraubenden Umweg über Litauen erreichbar.
Bereits zum Fahrplanwechsel am 14.12.2009 wurden die von diesem Zugpaar
beförderten durchgehenden Kurswagen Berlin - Königsberg abgeschafft. Lediglich
im Sommer soll das Zugpaar vom 30.05. bis 04.10.2010 wieder verkehren
(Hans-Jürgen Schulz,
08.02.10).
Kleinpolen
und Westpommern bestellen PESA-Fahrzeuge
 
Am 28. Januar 2010 wurde zwischen der Woiwodschaft Kleinpolen in Kraków
und PESA Bydgoszcz SA ein Vertrag über die Lieferung von fünf
elektrischen Niederflurtriebzügen abgeschlossen.
Die Fahrzeuge wurden speziell für den Ballungsraum mit regionalen
und interregionalen elektrifizierten Strecken mit einer Höchstgeschwindigkeit
von 160 km/h entwickelt. Die Fahrzeuge sind für 350 Passagiere zugelassen,
darunter 180 Sitzplätze. Der Beginn der Lieferung ist innerhalb von
11 Monaten geplant, das Ende acht Monate später.
Zehn Diesel-Triebzüge Atribo wurden von der polnischen Woiwodschaft
Westpommern bei PESA bestellt. Am 29. Januar 2010 unterzeichnete der PESA-Vorstand
in Stettin den Vertrag für die Lieferung dieser Fahrzeuge. Geliefert
werden 3-Wagen-Züge, wie sie auch schon in Italien in Betrieb sind.
Die Fahrzeuge sind für 350 Passagiere zugelassen, darunter 157 Sitzplätze.
Der Vertrag wird von September 2010 bis Mai 2012 durchgeführt (Pressemeldung
SBB, 02.02.10).
Chinesische
Waggons aus Stettin bald auf dem europäischen Markt?
Die Vorbereitungen zur Gründung einer Joint venture-Gesellschaft
mit Beteiligung der PKP CARGO S.A. - des polenweit größten
Schienenverkehrsunternehmens - und der China CNR Corporation Limited –
des chinesischen Waggonproduzenten laufen auf Hochtouren. Zu den Geschäftsaktivitäten
der gemeinsamen Firma würden die Montage der in China produzierten
Waggonbauteile sowie der Vertrieb von fertigen Wagen auf dem polnischen
und europäischen Markt gehören.
Daniel Ryczek, Vorstand International der PKP CARGO S.A. sagt: „Ein
aus Vertretern der beiden Partner bestehendes Arbeitsteam ist gerade dabei,
die Machbarkeitsstudie für diese Investition vorzubereiten. Die Studienarbeiten
sollen in den nächsten drei Monaten abgeschlossen sein.
Zur gleichen Zeit betreibt die Firma CNR intensive Aktivitäten in
der Schweiz mit dem Ziel, die Verfahren zur Zertifizierung der von dieser
Unternehmensgruppe zu bauenden Waggons unter Dach und Fach zu bringen,
was zukünftig die Betriebszulassung für den europäischen
Markt erleichtern soll.
Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zur Gründung einer solchen
Gesellschaft wurde von Vertretern der PKP CARGO i China CNR Corporation
Limited bereits im September 2009 unterzeichnet. Im Vorstand der PKP CARGO
wird betont: „Die gemeinsame Investition wird nur dann umgesetzt,
wenn die Machbarkeitsstudie den Beweis für die Richtigkeit der anfänglichen
Annahmen liefert, wonach die Waggonmontage aus chinesischen Bauteilen
in Stettin wesentlich dazu beitragen wird, die Beschaffungskosten für
Eisenbahnfahrzeuge zu senken“.
Das Ausmaß der geplanten Produktion soll jedoch nicht nur die Nachfrage
der PKP CARGO in diesem Bereich befriedigen, sondern auch das Anbieten
von Schienenfahrzeugen an andere inländische und europäische
Traktionäre ermöglichen (Pressemeldung PKP CARGO S.A., 16.12.09).
Fahrplanwechsel
2009/10

EN57-1035 am 06.12.2009 in Bazanowice, gelegen an
jenem Teil der KBS 147, auf dem ab Fahrplan-wechsel kein Zug mehr fahren
wird.
Wie jedes Jahr gibt es hier eine Übersicht zu den Streckeneinstellungen
und -wiedereröffnungen im ab 13.12.2009 gültigen Jahresfahrplan
2009/10. Besonders erwähnenswert ist die Einstellung von Teilstücken
der „Kohlenmagistrale“ (KBS 315) sowie dem grenzüberschreitenden
Verkehr auf der KBS 147 nach Teschen.
Wieder voll in Betrieb geht die KBS 126, dessen Teilstück Kolbuszowa
– Ocice vorher umfassend saniert wurde. Außerdem führt
Przewozy Regionalne zwei IR-Zugpaare über die Güterstrecke Paczyna/Patschin
– Lubliniec/Lublinitz, da die Trasse über Krupski Mlyn/Kruppamühle
für die Relation Kluczbork/Kreuzburg (Oberschles) – Katowice/Kattowitz
schneller ist als die über Kalety.
Ein Teil der genannten Strecken verlor den Reisezugverkehr bereits mit
dem letzten Verkehrstag der saisonalen Sommerzüge. Der Rückzug
von PKP Intercity geht weiter, insbesondere dort, wo kein Fahrdraht hängt
und man auf eine (z. B. von der Konzerntochter PKP Cargo) anzumietende
Diesellok angewiesen wäre. Demzufolge werden diese Züge gleich
ganz gestrichen und es gibt beispielsweise gar keinen Fernverkehr mehr
nach Zgorzelec/Görlitz-Moys (außer den DB-Zugpaaren), Mikolajki/Nikolaiken
(Ostpr), Kudowa Zdrój/Bad Kudowa-Sackisch oder Zagórz.
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Einstellung:
• KBS 100/109 Wloszczowa Pln. – Zelislawice
• KBS 100/113 Idzikowice – Deba Opoczynska (bereits am 4.5.2009)
• KBS 114 Slotwiny - Zakowice Pld. (bereits am 30.8.2009)
• KBS 114 Galkówek - Mikolajów (bereits am 1.9.2009)
• KBS 116/121 Przeworsk Gorliczyna – podg. Przeworsk PK (bereits
am 31.8.2009)
• KBS 131 Biecz – Jaslo (bereits am 31.8.2009)
• KBS 147 Goleszów/Golleschau – Ceský Tesín/Teschen
Hbf
• KBS 315 Herby Nowe/Neu Herby – Chorzew Siemkowice
• KBS 315 Zdunska Wola Karsznice – podg. Dionizów (bereits
am 1.9.2009)
• KBS 315 Zdunska Wola – Kraski
• KBS 315 Kraski – podg. Boryslawice (bereits am 1.9.2009)
• KBS 355 Jerzmanice Lubuskie/Hermania – podg. Drzensko/Drenzig
(bereits am 1.9.2009)
• KBS 368 Szczecin Gl./Stettin Hbf – Sz. Wzgórze Hetmanskie
– Szczecin Gumience/Scheune
• KBS 430 Nowa Wies Wielka/Großneudorf (Westpr) – Bydgoszcz
Wschód Tow./Bromberg Ost (bereits 1.9.2009)
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Wiedereröffnung:
• KBS
126 Kolbuszowa – Tarnobrzeg
• KBS
180 Paczyna/Patschin – Lubliniec/Lublinitz
• KBS
240 Szklarska Poreba Górna/Ober Schreiberhau – Harrachov/Strickerhäuser
(vsl. ab 1.5.2010)
• KBS
400/550 podg. Warszawa Michalów – podg. Warszawa Goclawek
(Hans-Jürgen
Schulz, 16.12.09).
Thales
liefert die erste ETCS-Strecke für Polen
Thales hat vom polnischen Bahnbetreiber Polskie Koleje Panstwowe
(PKP) einen 10 Millionen Euro Auftrag über die Lieferung und Installation
des europäischen Zugsicherungssystems ETCS (European Train Control System)
Level 1 auf der 224 km langen Bahnstrecke zwischen Grodzisk Mazowiecki
und Zawiercie erhalten.
Durch das ETCS-System werden sowohl die Effizienz als auch die Betriebssicherheit
im gesamten Netz verstärkt. Wenn das System im Juni 2011 in Betrieb sein
wird, werden die Züge auf der Strecke Grodzisk Mazowiecki/Zawiercie mit
Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h verkehren können. Die Fahrgäste werden
ihr Ziel schneller und sicherer als je zuvor erreichen.
Das ETCS-System wird damit zum ersten Mal in Polen eingesetzt werden,
einem der dichtesten Schienenetze Europas. Mit 20.660 Schienenkilometern
ist dieses Netz im Herz Europas das drittgrößte dieses Kontinents und
dient als Knotenpunkt für die Netze mehrerer Nachbarstaaten. Der erteilte
Auftrag stellt daher eine große Investition zur Sicherung der Interoperabilität
zwischen den polnischen Eisenbahnstrecken und allen europäischen Strecken
dar.
"Wir haben uns aufgrund des konkurrenzfähigen Angebots und der erprobten
Kompetenz von Thales im weltweiten Einsatz von ETCS-Lösungen für Thales
entschieden. Mit der ETCS-Technik wird PKP das polnische Schienennetz
attraktiver, effizienter und sicherer machen können", erklärt Marek Pawlik,
Vice President von PKP.
"Ich bin sehr stolz, dass PKP sich für Thales als Lieferant der ersten
ETCS-Strecke in Polen entschieden hat. Wir haben uns in Polen engagiert
mit dem Ziel, ein wichtiger Player bei der Modernisierung dieses großen
europäischen Schienennetzes zu werden. Dieser Auftrag bestätigt uns in
unserer Strategie und PKP kann sich darauf verlassen, dass wir dieses
Projekt erfolgreich ausführen werden", erklärte Jean-Pierre Forestier,
Managing Director Rail Signalling bei Thales. Dieser erneute Auftrag nach
der Modernisierung des inzwischen voll in Betrieb befindlichen Bahnknotens
in Poznan stärkt die Präsenz von Thales in Polen. Es handelt sich dabei
um das größte in den letzten zehn Jahren in Polen realisierte Projekt
im Bereich der Eisenbahnsignaltechnik (Pressemeldung Thales, 14.12.09).
Finanzkrise
erzwang Restrukturierung des Personalbestandes der PKP CARGO
Für PKP CARGO – das mit Abstand größte in Polen
und eines der größten Schienenverkehrs-unternehmen in Europa
– geht das Jahr 2009 unter dem Zeichen der erfolgreichen Umsetzung
eines präzedenzlosen Umstrukturierungsprozesses im Personalbereich
zu Ende, in dessen Zuge mehr als fünftausend Mitarbeiter die Firma
verlassen haben.
Der
Personalbestand der PKP CARGO geht sukzessive seit dem Zeitpunkt der Entstehung
der Gesellschaft im Herbst 2001 zurück. In den letzten acht Jahren
verringerte sich die Mitarbeiterzahl von über 51 Tausend bis auf
nur beinahe 30 Tausend, was einen Rückgang um mehr als 40 % bedeutet.
Zwei Umstände waren dabei von hervorragender Bedeutung, nämlich
die Ausgliederung der Beschäftigten des Traktionsdienstes in die
Gesellschaften des Personenverkehrs, die zur PKP-Gruppe gehören,
wovon in der zweiten Hälfte 2008 fast sechs Tausend Kollegen betroffen
wurden.
Zweitens ist das in diesem Jahr umgesetzte Programm von freiwilligen Abgängen
zu nennen, das fast 5,3 Tausend Beschäftigte umfasste. Im internationalen
Vergleich ein kaum zu schlagender Erfolg im Hinblick auf die Tatsache,
dass es nicht die geringsten Proteste der im Unternehmen aktiven Gewerkschaften
hervorrief, die sich äußerst verantwortungsbewusst der Notwendigkeit
gegenüberstellten, die Firmenkosten auf dem von der Wirtschaftskrise
stark in Mitleidenschaft gezogenen Güterverkehrsmarkt weitgehend
zu minimieren.
Von
den fast 5,3 Tausend Personen, die dem Programm von freiwilligen Abgängen
beigetreten waren, entfielen 4,7 Tausend auf Beschäftigte mit Arbeiterstatus
und etwa sechshundert auf sonstige Mitarbeiter. Die aus dem Programm erwachsenden
Kosten - als Abfindungen und Gratifikationen für die scheidenden
Mitarbeiter zu verstehen - in Höhe von rund 250 Mio. Zloty werden
vom Unternehmen aus eigenen Mitteln getragen.
Im
Ergebnis der im Jahre 2009 getroffenen Umbaumaßnahmen im Personalbereich
(neben dem Programm von freiwilligen Abgängen sind Ruhestandsversetzungen
und das Auslaufen von befristeten Arbeitsverträgen sowie Gruppenentlassungen
in der Zentrale und zwei weiteren regionalen Betrieben der Gesellschaft
zu nennen) wird die Mitarbeiterzahl bei PKP CARGO 2009 jahresbezogen von
über 37,6 Tausend auf 29,1 Tausend, d.h. um mehr als 8 Tausend (über
22 % aller Beschäftigten) zurückgehen. Vom Anfang 2008 verringert
sich die Beschäftigtenzahl insgesamt um über 14 Tausend, also
um ein Drittel des Personalbestandes vor dem Beginn der Umstrukturierung.
„Dank
der Kostensenkung infolge dieses Prozesses konnten wir unsere Konkurrenzfähigkeit
steigern. Sollte es keine Überraschungen geben, so zum Beispiel eine
zweite Krisenwelle, wird das Jahr 2010 wesentlich besser als das laufende.
Wir ruhen uns aber nicht auf den Lorbeeren und sind gewillt, auch im kommenden
Jahr weitere Sanierungsmaßnahmen fortzusetzen, in deren Fokus diesmal
eine Kostenreduzierung in den Bereichen Produktion und Instandhaltung
von Fahrzeugen stehen wird“ sagt Wojciech Balczun, Vorstandsvorsitzender
der PKP CARGO (Pressemeldung PKP Cargo,
11.12.09).
PCC
Rail S.A. in DB Schenker Rail Polska S.A. umfirmiert
Mit der erfolgten Eintragung in das polnische Handelsregister
firmiert die Gesellschaft PCC Rail S.A. ab sofort unter dem Namen DB Schenker
Rail Polska S.A.
Mit der Akquisition der PCC Logistics Gruppe im Juli dieses Jahres hat
die Deutsche Bahn (DB) mehrere Gesellschaften erworben, die sukzessive
auf die neue Marke „DB Schenker“ bzw. „DB“ umgestellt
und umfirmiert werden. Mit der Umbenennung in DB Schenker Rail Polska
S.A. ist nun ein entscheidender Schritt zur weiteren Integration der Unternehmen
unter dem Dach der DB getan. Gegenüber den Kunden wird mit dem neuen
Firmennamen DB Schenker Rail Polska S.A. die Zugehörigkeit zu der
Marke DB Schenker dokumentiert.
DB Schenker steht weltweit für den alle Verkehrsträger umfassenden
Transport- und Logistikbereich der DB und damit für die Kompetenz
eines erfolgreichen Dienstleisters für integrierte Logistik und Europas
größten Schienengüterverkehrsanbieter. Unter dieser Marke
operieren die Geschäftsfelder DB Schenker Rail und DB Schenker Logistics
des Ressorts Transport und Logistik der Deutschen Bahn (Pressemeldung
Deutsche Bahn, 13.11.09).
Eurosprinter-Lokomotive
für PKP Intercity unterwegs
 
Intercity-Zug Neptun mit der Siemens-Lokomotive ES64U4 mit der Loknummer
183 601 am Messe-Bahnhof Gdansk-Oliwa und ES64U4 auf dem Freigelände der
Messe TRAKO 2009 in Danzig. Fotos Siemens.
Am 8. Oktober 2009 erhielt die Eurosprinter-Lokomotive vom Typ ES64U4
ihre vorläufige Betriebszulassung für Polen. Sechs Monate lang
muss sich die Viersystemlokomotive im täglichen Betrieb bewähren,
um die endgültige Zulassung vom polnischen Bahnministerium zu erhalten.
Die polnische Staatsbahn Polskie Koleje Panstwow-Intercity (PKP Intercity)
bestellte im Sommer 2008 zehn Eurosprinter vom Typ ES64U4 mit einem Auftragsvolumen
von mehr als 44 Millionen Euro. Nur ein Jahr nach Auftragseingang übergab
Siemens Mobility die erste Lokomotive der Baureihe 183 601 an den Kunden,
der die Lok auf den Namen „Husarz“ taufte.
Die vorläufige Zulassung kam rechtzeitig zur diesjährigen Schienenfahrzeugmesse
TRAKO, die vom 14. bis 16. Oktober 2009 in Danzig stattgefunden hat. Siemens
präsentierte zusammen mit PKP Intercity den zweiten Prototyp der
„Husarz“-Lokomotive mit der Loknummer 183 602.
Im Rahmen des Ernest Malinowski-Wettbewerbs wurde Siemens für das
beste Produkt in der Kategorie Schienenfahrzeuge ausgezeichnet. Siemens
erhielt diese Auszeichnung für die ES64U4. Die Lokomotive überzeugte
nicht nur mit dem im Jahr 2006 aufgestellten Weltrekord von 357 Kilometern
pro Stunde für Serienlokomotiven, sondern auch mit ihren technischen
Eigenschaften, die den durchgängigen Verkehr über Ländergrenzen
hinweg ermöglicht. Der Preis wurde von den Organisatoren der Trako-Messe
in Danzig verliehen.
Die erste offizielle Fahrt absolvierte die Eurosprinter-Lokomotive mit
dem Intercity-Zug „Neptun“ am 14. Oktober 2009 von Warschau
nach Danzig. Auch während der nachfolgenden Messetage führte
die PKP Intercity erfolgreich den Intercity-Verkehr mit der Siemens-Lok
zwischen Warschau und Danzig durch.
Die für den polnischen Verkehr ausgestatteten Lokomotiven sollen
später im grenzüberschreitenden Verkehr von Polen nach Deutschland,
Tschechien und Österreich zum Einsatz kommen. Zusammen mit den Reisezugwagen
der PKP Intercity ermöglichen die Lokomotiven den schnellen IC-/EC-Verkehr
auf den Strecken Warschau-Berlin, Warschau-Prag und Warschau-Wien.
Die Lokomotive ist Teil der bewährten Eurosprinterfamilie von Siemens
Mobility, von der weltweit über 1.500 Lokomotiven bestellt wurden.
Die Serienauslieferung der neuen Loks startet im Frühjahr 2010. Die
Lokomotiven werden im Siemens-Werk in München-Allach sowie im Werk
des Technischen Service der Österreichischen Bundesbahnen in Linz
gefertigt. Zusätzlich zur Lieferung der Lokomotiven hat Siemens auch
einen Wartungsvertrag für die Lokomotiven erhalten, der durch Siemens
abgewickelt wird. Nach der Auslieferung werden die Lokomotiven in einem
Depot der PKP Intercity in Warschau gewartet (Pressemeldung Siemens, 05.11.09).
Bydgoszcz
(Bromberg) baut neue Straßenbahnstrecken
Beendet ist der Wettbewerb des Auswahlverfahrens
für das Projekt Straßenbahn in Bydgoszcz. Die neue Straßenbahn erschließt
das Wohnungsviertel Fordon.
Gewonnen hat die Ausschreibung die franzosische Firma EGIS. Der Beginn
der Bauarbeiten ist für das Jahr 2010 vorgesehen.
In Bydgoszcz (Bromberg) fahren Straßenbahnen mit einer Spurweite von 1000
mm (Jozef Trzionka, Franz Straka, mit freundlicher Genehmigung von www.strassenbahn-europa.at,
01.10.09).
35
PESA-Straßenbahnen für Gdansk
 
Am 9. September 2009 unterzeichnete PESA Bydgoszcz SA mit dem Danziger
Verkehrsbetrieb Zakladem Komunikacji Miejskiej w Gdansku (ZKM Gdansk)
den Vertrag zur Lieferung von 35 Niederflur-Straßenbahnen.
Unter den Gästen waren der Bürgermeister von Gdansk, Herr Pawel
Adamowicz, Vertreter der kommunalen Verkehrsträger, des Verbandes
der Verkehrsbetriebe (Pomorskie Stowarzyszenie Sympatyków Transportu
Miejskiego) und Vertreter von ZKM Gdansk und PESA.
Die Auslieferung der Straßenbahnen ist von Januar bis Dezember 2011
geplant. Ein Zug wird zu einem früheren Zeitpunkt geliefert wird,
um die Fahrer zu trainieren.
Die Fahrzeuge werden auf der neuen Linie nach Nowa Lódzka eingesetzt,
einer Verlängerung der Chelminska-Linie. Der Wert des Auftrags beläuft
sich auf fast 305 Mio. PLN brutto.
Die Straßenbahnen sind zu 100% in Niederflurbauweise gebaut, eine
Gleitrampe erleichtert den Einstieg mit einem Rollstuhl oder einem Kinderwagen.
Die Fahrzeuge besitzen eine Klimaanlage und TV-Überwachung. Die fünfgliedrige
Straßenbahn bietet Platz für 201 Fahrgäste, darunter 40
Sitzplätze. Die Länge der Straßenbahn beträgt 30.120
mm (Pressemeldung PESA, 11.09.09).
Personenzugverkehrseinstellungen

SU45-246 am 18.8.2009 mit D 22105 (Bydgoszcz-) Rejowiec
- Zamosc bei Izbica.
Zum 01.09.2009 streicht PKP Intercity einen Teil seines Zugangebots zusammen,
was mit schlechter Auslastung und auf den nichtelektrifizierten Strecken
mit zu hohen Kosten begründet ist. Eine vor zwei Monaten bekanntgewordene
Streichliste von zirka 70 Zügen wurde fast komplett umgesetzt, lediglich
der Raum Gorzów Wlkp./Landsberg(Warthe) blieb nach Verhandlungen davon
verschont.
Insbesondere die Region um Zamosc, wo die Schnellzüge nur noch das einzige
Zugangebot darstellten, verliert dadurch vollkommen den Schienenpersonenverkehr.
Es wird teilweise Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. "Eventuelle
Fahrplanänderungen sind zum Fahrplanwechsel im Dezember möglich", heißt
es aus der Pressestelle von PKP Intercity ...
Einstellung des Personenzugverkehrs ab 01./02.09.2009:
• KBS 105 Bukowno - Jaworzno Szczakowa
• KBS 123 Horyniec Zdrój - Hrebenne (SEV)
• KBS 125 Debica - Tarnobrzeg (SEV)
• KBS 154 Chybie - Zory/Sohrau
• KBS 235 Nysa/Neisse - Kamieniec Zabk./Kamenz (Schles)
• KBS 431 Brodnica/Strasburg (Westpr) - Dzialdowo/Soldau (SEV)
• KBS 554 Rejowiec - Hrebenne (SEV)
• KBS 554 Zawada - Zamosc (SEV)
• KBS 556 Stalowa Wola Pld. - Zwierzyniec (SEV)
Außerdem gibt es Zugstreichungen im Nahverkehr, was folgende Streckeneinstellungen
zur Folge hat:
• KBS 130 Nowy Sacz/Neu Sandez - Nowy Sacz Miasto
• KBS 249 Legnica/Liegnitz - Jerzmanice Zdrój/Hermsdorf Bad
• KBS 252 Luban Sl./Lauban - Zgorzelec/Görlitz-Moys
• KBS 514 Mragowo/Sensburg - Elk/Lyck
Die ersten drei genannten Strecken wurden erst zum letzten Fahrplanwechsel
reaktiviert, was allerdings eher eine Farce war.
Die Einstellung der KBS 514, welche die touristisch interessante Region
um Mikolajki/Nikolaiken (Ostpr) mitten in Masuren betrifft, ist schwer
nachvollziehbar; das Zugangebot hätte eher einer Ausweitung als einer
Einstellung bedurft (Hans-Jürgen
Schulz, 01.09.09).
Letzte
Chance für eine Fahrt auf der Schmalspurbahn Smigiel - Wielichowo
 

Am kommenden Sonntag, 30.08., verkehrt zum letzten Mal - zumindest planmäßig
für diese Saison - ein Triebwagen als Touristenzug "Smigielanin" auf der
Schmalspurbahn
Smigiel-Wielichowo. Dies ist auch die letzte Saison für den Triebwagen
MBxd2-222 vor der Modernisierung, MBxd-2-226 und 218 in Smigiel sind bereits
modernisiert.
Da die Gleise nach Angaben des Personals keine Rollwagen mehr tragen können,
ist der Güterverkehr auf der Strecke eingestellt und findet wie auch der
planmäßige Personenverkehr nur noch auf dem Restabschnitt Smigiel nach
Stare Bojanowo statt, wo sich der Bahnhof der Normalspur befindet. Die
Strecke verläuft streckenweise durch einen "grünen Tunnel", den sich der
Triebwagen regelrecht selbst freischneidet. Fahrpreis: 26 Zloty h/r (ca.
6 EUR).
Die Strecke läßt sich als Tagesausflug per Bahn von Berlin mit Umsteigen
in Posen erreichen (06:29-11:00 / 15:26-22:20, rückwärts bleibt Zeit für
die Stadt und/ oder ein Abendessen). Möglich ist auch, dies mit einem
Besuch des nahegelegenen Dampf-Bw Wolsztyn oder der Gnesener
Schmalspurbahn zu verbinden. Diese verkehrt Sa + So zwischen Gniezno
und Anastazewo - direkt über den Strand des Powidzer Sees. Dies ist ebenfalls
das letzte Wochenende in dieser Saison, aber die Chancen, daß diese Bahn
kommendes Jahr wieder fährt, sind sicher besser (Stefan
Untergutsch, 26.08.09).
Waldeisenbahn
Cisna verlängert
Die historische Waldeisenbahn in den polnischen Bieszczady (Waldkarpaten)
wurde jetzt um einen vier Kilometer langen Streckenabschnitt verlängert.
Die 1890 eröffnete Strecke führt nun auf 37 km entlang der polnisch-slowakischen
Grenze von Wola Michalowa bis Smolnik. Tickets kosten von 12 bis 25 Zl
oty, umgerechnet drei bis sechs Euro. Die Bieszczady sind eine dünn besiedelte
und urtümliche Mittelgebirgsregion an der südöstlichen Spitze Polens.
Große Teile der Region sind als Nationalpark geschützt (Horst
Schinzel, HS-Kulturkorrespondenz, 19.08.09).
Erweiterung
des Fahrzeugparks von Arriva PCC
 
Am 3. August 2009 konnte der Fahrzeugpark von Arriva PCC um vier neue
Bei-/Steuerwagen SA113
zu den Schienenbussen der Baureihe SA106 erweitert werden. Die feierliche
Präsentation der Wagen durch den Marschall der Wojwodschaft Kujawien-Pommern,
Piotr Calbecki, fand im Bahnhof von Chelmza statt.
Vier
neue, von der Firma PESA Bydgoszcz hergestellte Wagen, sind vorgesehen,
um die Bedienung der am meisten befahrenen Strecken von Arriva PCC zu
verstärken. Der Kauf der Wagen wurde mit Mitteln des Programmes zur
regionalen Entwicklung der Wojwodschaft Kujawien-Pommern finanziert.
Die
Beiwagen mit 78 Sitzplätzen, Klimatisierung und ökologischem,
geschlossenen Toilettensystem sind mit einem Führerstand ausgestattet,
so dass es möglich ist, den mit ihnen gebildeten Zugverband sowohl
von der Spitze wie auch vom Ende aus zu steuern. In Polen - wo man bisher
(abgesehen von den neuesten Dosto-Einheiten der KM = Koleje Mazowieckie)
keine "Push-pull"-Züge kennt - sind diese Züge neu.
PESA jetzt insgesamt fünf Steuerwagen SA123 geliefert, und zwar
• SA123-001 für PKP PR (zur Bedienung der Strecke Bydgoszcz
- Unislaw - Chelmza) sowie
• SA123-002 bis 005 für Arriva PCC (zur Verstärkung der
Züge von Arriva PCC auf den von Bydgoszcz (Bromberg) und Torun (Thorn)
ausgehenden Strecken) (Rüdiger
Lüders, Quelle Pressemeldung Arriva PCC, Fotos Jacek
Gozdziewicz, 10.08.09).
Ostbahn
Kostrzyn - Krzyz

SU45-241 mit Zug 78803 Poznan-Kostrzyn am 31.7.2009
in Landsberg (Warthe)
Anlässlich des diesjährigen "Woodstock"-Festes vom 30.7.-3.8.2009 in Kostrzyn/Küstrin
fuhren auch auf der Ostbahn im Abschnitt Kostrzyn/Küstrin - Neustadt Hbf
- Krzyz/Kreuz wieder zahlreiche Sonderzüge. Neben der roten SU45-079 waren
zahlreiche grüne SU45 vor Wagen der Gattungen Bh und/oder Bhp im Einsatz.
Außerdem wurden am 30./31.7. und 2./3.8. alle Personenzugleistungen, die
sonst durch Triebwagen erbracht werden, mit lokbespannten Garnituren gefahren.
Es fuhren damit rund um die Uhr Züge mit ausreichendem Platzangebot.
Angesichts des Vorhabens von PKP IC, zum 1.9. alle Schnellzüge außer dem
"Moniuszko" (welcher erst zum Fahrplanwechsel entfällt) auf der Ostbahn
wegfallen zu lassen, hatte das kurzzeitig herrschende hervorragende Angebot
doch einen bitteren Beigeschmack.
In der Innenstadt von Gorzów Wlkp./Landsberg (Warthe) wurden währenddessen
Unterschriften gegen die Einstellungsabsichten gesammelt. Immerhin verlautete
aus dem Infrastrukturministerium, dass es zwar noch keine offizielle Entscheidung
gäbe, aber die drei Schnellzüge "Hetman", "Portowiec" und "Kopernik" auf
der Ostbahn nicht gestrichen und finanziell gestützt werden sollen (Hans-Jürgen
Schulz, 04.08.09).
Erste
Lok der neuen Baureihe ST45 fertiggestellt

Ein Blick über den Zaun bei PESA Bydgoszcz SA ergab, dass mit ST45-01
die erste Lok der neuen Baureihe ST45 fertiggestellt ist. Es handelt sich
hierbei um die ehemalige SU45-112, die für zukünftige Einsätze im Güterzugdienst
bei PKP Cargo angepasst wurde. Probefahrten finden bereits seit Ende Mai
statt. Die mit einem neuen MTU-Motor ausgestattete Lok soll im CT Bydgoszcz
stationiert werden (Hans-Jürgen
Schulz, 29.07.09).
PESA
erhält Auftrag über "ELF"
PESA
Bydgoszcz SA hat die Ausschreibungen zur Lieferung von elektrischen Niederflurtriebwagen
der Reihe "ELF" in die Regionen Masowien und Schlesien gewonnen.
20 Fahrzeuge sind für die Gesellschaft "Koleje
Mazowieckie - KM" bestimmt und 8 Stück werden in der Wojewodschaft
Schlesien in Betrieb gehen (Pressemeldung PESA Bydgoszcz S.A. Holding,
17.07.09).
Straßenbahneinstellung
in Gliwice

Den Betrieb der Straßenbahnlinien 1 und 4 in Gliwice (Gleiwitz) will Bürgermeister
Zygmunt Frankiewicz ab 1. August 2009 einstellen, wie er in einem Statement
auf der Internetseite der Stadt Gliwice bekannt gibt.
Bei zwei Enthaltungen hätte der Vorstand des für den Raum Katowice/Gliwice/Bytom
zuständigen niederschlesischen Verkehrsverbundes KZK GOP (Komunikacyjny
Zwiazek Komunalny Górnoslaskiego Okregu Przemyslowego) mit sechs
Stimmen seinem Vorschlag zugestimmt.
Die Infrastruktur befände sich in einem schlechten Zustand und die
Stadt könne sich moderne Niederflurstraßenbahnen nicht leisten.
Mit modernen Bussen könne auf derselben Strecke ein 10-Minuten-Takt
zu geringerem Preis angeboten werden.
"Ich hoffe, Sie akzeptieren meine Entscheidung" schließt
der Bürgermeister sein Statement (Martin
Kubik, 11.07.09).
"InterREGIO"-Züge
ab Gdynia
 
 
Seit 14.06.2009 (am Wochenende) sowie vom 20.06.-31.08.2009 täglich
verkehren ab Gdynia Gl. je ein Zugpaar von PKP Przewozy Regionalne unter
der Bezeichnung "InterREGIO" nach Poznan (über Bydgoszcz)
sowie nach Sieradz (über Torun - Lodz).
Während das Zugpaar IR 51512/15512 Gdynia - Siedradz - Gdynia aus
einer EN57-Einheit gebildet wird (Fahrzeit pro Richtung 7 h 40 min), wird
das Zugpaar 75113/57112 Gdynia - Poznan aus einer EU07 und 2.Klasse-Wagen
gebildet.
Die Fotos zeigen IR 57112 vor der Abfahrt in Gdynia Gl (Jacek
Gozdziewicz, 17.06.09).
KBS
247 Sedzislaw - Lubawka - Královec

SA134-006 am 10.8.2008 beim Unterwegshalt in Blazkowa/Blasdorf.
Nach langen Verhandlungen über die Finanzierung fahren ab dem 06.06.2009
wieder Züge über den Grenzübergang Lubawka/Liebau(Schles) - Královec/Königshan.
Vom 6. Juni bis (vorerst) 31. August 2009 verkehren drei Zugpaare zwischen
Jelenia Góra/Hirschberg (Rsgb) und Trutnov/Trautenau. An Sonntagen wendet
ein Zugpaar bereits in Sedzislaw/Ruhbank (Hans-Jürgen
Schulz, 08.06.09).
Geschwindigkeitsrekord
auf polnischen Gleisen
 
Bei Messfahrten am 29. Mai 2009 erreichte die Siemens-Lokomotive
ES64U4 eine Geschwindigkeit von 235 km/h auf dem Streckenabschnitt Psary
– Góra Wlodowska. Foto Siemens.
Bei Messfahrten am 29. Mai 2009 erreichte die Siemens-Lokomotive ES64U4
eine Geschwindigkeit von 235 km/h auf dem Streckenabschnitt Psary – Góra
Wlodowska. Dies ist die höchste Geschwindigkeit eines Zuges auf dem polnischen
Streckennetz. Der Messzug bestand aus zwei Lokomotiven vom Typ ES64U4
und drei Personenwagen der polnischen Eisenbahn Polskie Koleje Panstwow-Intercity
(PKP Intercity). Der bisherige Geschwindigkeitsrekord einer lokbespannten
Zuggarnitur betrug 222 km/h.
Der Auftrag vom August 2008 beinhaltet die Lieferung und Instandhaltung
von 10 Lokomotiven des Typs ES64U4 an die polnische Staatsbahn PKP Intercity.
Die Lokomotive ist Teil der bewährten Eurosprinterfamilie von Siemens
Mobility, von der weltweit über 1.500 Lokomotiven bestellt wurden. Nach
der Auslieferung werden die Lokomotiven in einem Depot der PKP Intercity
in Warschau gewartet.
Die für den polnischen Verkehr ausgestatteten Lokomotiven sollen später
im grenzüberschreitenden Verkehr von Polen nach Deutschland, Tschechien
und Österreich zum Einsatz kommen. Zusammen mit den Reisezugwagen der
PKP Intercity ermöglichen die Lokomotiven den schnellen IC-/EC-Verkehr
auf den Strecken Warschau-Berlin, Warschau-Prag und Warschau-Wien. Die
Serienauslieferung der neuen Loks startet im Frühjahr 2010. Die Lokomotiven
werden im Siemens-Werk in München-Allach sowie im Werk des Technischen
Service der Österreichischen Bundesbahnen in Linz gefertigt (Pressemeldung
Siemens, 30.05 6.09).
Unterzeichnung
des Vertrags zur Warschauer Straßenbahn
 
 
Am 29. Mai 2009 unterzeichneten Vertreter von PESA Bydgoszcz SA und der
Warschau Straßenbahn (Tramwaje
Warszawskie,TW) in Warschau den Vertrag über die Lieferung von
186 Straßenbahnen für die Hauptstadt.
Die Unterzeichnung des Vertrages fand auf dem Gelände des Depots
in Zoliborz statt. Unter
den Gästen waren die Präsidentin von Warschau, Hanna Gronkiewicz-Waltz,
der Marschall der Region Mazowieckie, Struzik Adam, der Direktor vom "City
Transportation Board" in Warschau (Zarzadu Transportu Miejskiego
w Warszawie), Leszek Ruta, ein Vertreter der Stadt Bydgoszcz, Ambrozy
Pawlewski und die Vertreter der beiden Unternehmen.
Der Wert des Auftrags beläuft sich auf fast 1,5 Mrd. PLN. Die erste
Straßenbahnen wird im September 2010 ausgeliefert, der Abschluss
des Vertrages wird für Ende 2013 erwartet. Die Straßenbahnen
werden zu 100% als Niederflurfahrzeuge ausgeliefert, ein zusätzlich
Eingang in das Fahrzeug wird durch Verwendung eines automatischen Rampe
ermöglicht. Der Komfort wird durch eine Klimaanlage, Großraumausführung
und eine Videoüberwachung gewährleistet. Die Züge bieten
bei einer länge von 30.120 mm Platz für 201 Passagiere, darunter
40 Sitzplätze (WKZ, Pressemeldung PESA, 02.06.09).
Bielsko-Biala
 
Bielsko-Biala besitzt einen denkmalgeschützten Bahnhof, an dem vier
Bahnstrecken ankommen. Von Czechowice-Dziedzice, Cieszyn (-> Tschechien),
Zwardon (->Slowakei) und Krakau über die Karpatenvortiefe. Es
bestehen IC-Verbindungen nach Warschau und Schnellzüge in alle Regionen
Polens. Der Nahverkehr nach Katowice sowie Zywiec ist stark frequentiert.
Innerhalb von Bielsko-Biala gibt es einen kleinen Tunnel zwischen dem
Hotel Prezydent und dem Theater (linkes Foto EN57 871 vom Nordportal aus).
Inzwischen sind Loks der CD keine Seltenheit mehr (rechtes Foto 163 044
mit einem Osobowy) (Matthias
Schenkel, www.donaulaender.at,
21.05.09).
Keine
Regionalbahn zwischen Cottbus und Zielona Gora
Die vom Brandenburgischen Infrastrukturminister Reinhold Dellmann
in der Pressemitteilung 092/2008 vom 30.05.2008 angekündigte Eisenbahnverbindung
zwischen Cottbus und Zielona Gora wird ihren Betrieb auch im Fahrplanjahr
2008/2009 nicht aufnehmen.
Ersten Informationen von polnischen Seite zufolge, sollte der Zugverkehr
auf der polnischen Kursbuchstrecke 333 zwischen Zielona Gora und Guben
im Dezember 2008 aufgenommen werden. Später verschob man den Termin
auf den 01.06.2009 und veröffentlichte einen entsprechenden Fahrplan
im Internet (der Link wurde inzwischen gelöscht). Nun wurde der geplante
Zugverkehr für das Fahrplanjahr 2008/2009 gänzlich abgesagt.
Als Grund wurde von der polnischen Seite fehlende Fahrzeuge angegeben
(Frank Gutschmidt, 16.05.09).
Keine
Regionalbahn zwischen Guben und Czerwiensk
Der für den 01.06.2009 geplante Zugverkehr
zwischen Zielona Gora und Guben wird polnischen Quellen zufolge noch
nicht eingeführt. Als Grund wurde Fahrzeugmangel an Triebwagen der Reihe
SA 105 genannt (Frank Gutschmidt, 16.05.09).
Strecke
Reda - Hel
 
Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, wird auf der Strecke Gdynia
- Reda - Hel seit kurzem eine Doppeleinheit der Triebwagen der Baureihe
SA103 eingesetzt, in deren Mitte ein modernisierter Personenwagen 2. Klasse
eingestellt ist. Der Wagen ist mit einer Steuerleitung ausgrüstet, so
dass bei de Triebwagen in Vielfachtraktion von einem Führerstand aus bedient
werden können und der Fahrtrichtungswechsel ohne Umsetzen möglich ist.
Das Foto zeigt SA103-006 und SA103-011 in Gdynia Glówna als Zug 9327 am
09.05.2009 (JG, 16.05.09).
Straßenbahn-Ausschreibung
Warschau geht an PESA
PESA Bydgoszcz SA steht kurz von der Unterzeichnung des Vertrages für
die Lieferung von 186 Straßenbahnen für Warschau im Wert über
1,5 Mrd. PLN (Der LOK Report berichtete). Der Vorsitzende der Warschauer
Straßenbahnen (Tramwaje Warszawskie Sp.zo.o.), Krzysztof Karos,
kündigte an, dass die Vertragsunterzeichnung Ende Mai/Anfang Juni
stattfinden kann.
Diese Botschaft kann bereits als offiziell gewertet werden, da einer der
Bieter - das Alstom-Konsortium - nach Ablehnung eines Einspruchs durch
die Warschauer Straßenbahn keinen weiteren Einspruch vor dem Berufungsgericht
der Nationalen Kammer (Krajowej Izby Odwolawczej) mehr eingelegt hatte
und damit das Verfahren nicht mehr blockiert.
Die Warschauer Straßenbahn kündigte an, die Ausschreibungsdokumentation
bis zum 5. Mai an das Amt für öffentliches Beschaffungswesen
(Urzedu Zamówien Publicznych) schicken zu wollen. Wenn keine Fehler
festgestellt werden, ist der Weg zur Unterzeichnung des Vertrages frei.
Die erste Lieferung der Fahrzeuge soll dann im September 2010 erfolgen.
Die übrigen Fahrzeuge werden bis Ende 2013 ausgeliefert (Pressemeldung
PESA, 13.05.09).
Opolskie
und Dolnoslaskie
 
 .jpg)
Die polnischen Wojewodschaften Opolskie und Dolnoslaskie im Süden des
Landes bieten neben schönen Landschaften auch abwechslungsreichen Bahnbetrieb.
Insbesondere die Strecken ins Gebirge sind sehr schön, wenn auch unendlich
langsam. Neben den Bahnhöfen in den großen Städten findet man allerorten
verträumte Haltepunkte und kleine Landbahnhöfe. Betrieblich dominieren
EU07, EP07, ET22, EN57 und auf den nichtelektrifizierten Strecken Triebwagen
(Robert Keilhofer, 11.05.09).
exKBS
344 Gorzów Wlkp. - Myslibórz
 
FPL 66004 mit Güterzug in Gorzów Wlkp., Ol49-59
mit Sonderzug in Sciechów.
Auf der Strecke Gorzów Wlkp./Landsberg (Warthe) - Myslibórz/Soldin wurde
am 24.03.2009 der Güterverkehr nach Swiatki/Tempelhof (Neumark) wieder
aufgenommen. Die Güterzüge, welche mit Class-66-Loks der Privatbahn FPL
bespannt sind, verkehren nach Bedarf. Es verkehren Züge mit Baustoffen,
die zum Bau einer Schnellstraße dort entladen werden.
Die Firma Berger Bau GmbH hat die brachliegende Strecke dafür wiederherrichten
lassen und will sie befristet auf zwei Jahre dafür nutzen. Nach Ende der
Transporte droht der Strecke der Abriss, will man doch einen Teil der
Trasse für die zu errichtende Straße nutzen. Das letzte Wort ist aber
wohl noch nicht gesprochen, denn es regte sich von lokaler Seite schon
der Wunsch, die Strecke auf ganzer Länge (der kurze, weiterführende Abschnitt
von Tempelhof bis Soldin blieb unberührt) wieder zu reaktivieren und Personenverkehr
(Gorzów - Myslibórz - Szczecin) einzurichten.
Am 18.4.2009 gab es eine Sonderfahrt mit einem dampfbespannten Personenzug
von Wolsztyn/Wollstein nach Tempelhof. Der nördliche Abschnitt von Soldin
bis Baczyna/Beyersdorf (Neumark) hatte bereits seit 1991 keine Reisezüge
(Güterverkehr noch bis 1999) mehr gesehen, auf dem südlichen Abschnitt
endete der Güterverkehr 2001 (Hans-Jürgen
Schulz, 01.05.09).
Kampf
vor Gericht um Straßenbahn-Ausschreibung Warschau
Am 19. März 2009 fand in der Geschäftszentrale der Warschauer
Straßenbahn-Verkehrsgesellschaft Tramwaje
Warszawskie (TW) die offizielle Eröffnung der Angebote und Entscheidung
zur Ausschreibung für die Lieferung von 186 Niederflur-Straßenbahnen
für die polnische Hauptstadt statt. Vier Hersteller gaben ihre Angebote
ab, die nun nach den Kriterien "Preis" (70%) und "Technologie"
(30%) von der TW-Wettbewerbskommmission bewertet werden können:
• Pojazdy Szynowe PESA Bydgoszcz Spólka Akcyjna Holding
Angebot: netto: 1 227 600 000,00 PLN / brutto: 1 497 672 000,00 PLN
• Stadler Pankow GmbH
Angebot: netto: 3 052 249 707,00 PLN / brutto: 3 723 744 642,00 PLN
• Konsorcjum Wykonawców (Alstom Konstal S.A. und Alstom
Transport SA)
Angebot: netto: 2 348 236 000,00 PLN / brutto: 2 864 847 920,00 PLN
• Konsorcjum Wykonawców (AnsaldoBreda S.p.A. und Newag
S.A.)
Angebot: netto: 342 204 820,00 € / brutto: 417 489 880,40 €
Die Firma PESA Bydgoszcz gibt
in einer Pressemitteilung an, als einzige das vorgeschriebene Budget
von 1,8 Mrd. PLN nicht überschritten zu haben und damit
den Vorgaben der Ausschreibung am nächsten zu sein. Die Angebote
zweier Bieter (Stadler und Alstom, die Redaktion) überschritten
diesen Betrag signifikant. Der vierte Bieter (AmsaldoBreda/Newag)
läge zwar gerade noch im Rahmen des Budgets, hätte aber einen
Preis in Euro genannt, was den Ausschreibungsspezifikationen zur Angabe
in PLN widersprach.
Aus diesem Grund hat PESA Beschwerde bei der Nationalen Beschwerdekammer
eingelegt, diese aber wollte das Angebot des Konsortiums Ansaldo/Newag
zulassen. Gegen den Bescheid hat PESA dann das Bezirksgericht Warschau
angerufen, welches aber am 10.03.09 die Beschwerde verwarf. So war der
Weg für die Wettbewerbskommission frei, das Verfahren zu eröffnen.
Die
von PESA für die Ausschreibung angebotenen Straßenbahnen (siehe
Grafik) sind 30,1 m lang und haben eine Kapazität für 201 Fahrgäste,
darunter 40 Sitzplätze. Sie werden mit einer Klimaanlage sowohl für
die Fahrerkabine als auch für den Fahrgastraum ausgestattet.
Die Fahrzeuge sollen zwischen Mitte 2010 und Ende 2013 ausgeliefert werden.
Ob sich der Termin halten lässt, dürfte auch von möglicherweise
zu erwartenden neuen Gerichtsverfahren abhängen (WKZ,
Pressemeldungen PESA Bydgoszcz und Tramwaje Warszawskie, 23.03.09).
Wieder
Zugverkehr auf der Strecke 415
 
Wie von Hans-Jürgen Schulz schon im Dezember angekündigt, ist jetzt auf
der Strecke Torun (Thorn) - Malbork (Marienburg) zwischen Grudziadz (Graudenz)
und Kwidzyn (Marienwerder) der Reisezugverkehr wieder aufgenommen worden,
den die PKP vor einigen Jahren eingestellt hatte. Betreiber ist jetzt
die polnische Bahngesellschaft Arriva-PCC, die bereits seit 2007 im Auftrag
der Wojwodschaft Kujawien-Pommern regionalen Schienenpersonenverkehr im
Gebiet zwischen Chojnice, Bydgoszcz, Torun und Brodnica anbietet.
Am 01.03.2009 fuhren die ersten planmäßigen Züge, doch am 02.03. kam für
die örtliche "Prominenz" noch ein Sonderzug von Grudziadz nach Malbork
zum Einsatz, der allerdings wie der Planzug "nur" aus einem (von der DSB
übernommenen) MR/MRD-Doppeltriebwagen gebildet war (Text Rüdiger
Lüders, Fotos Jacek Gozdziewicz,
10.03.09).
Olivgrüne
Waggons wieder in Wolsztyn im Einsatz
 
Dank der Bemühungen des Vereins der Freunde des Wolsztyner Bw fahren seit
dem 24. Februar die olivgrünen Waggons 120A (Bh) auf der Strecke Wolsztyn
- Poznan wieder!
Die Waggons kamen in Wolsztyn am 25.02.09 um 17:46 Uhr mit dem Planzug
77330 mit der Ol49-59 an. Mit den Zügen 77325 und 77330 fahren drei und
mit den Zügen 77324 und 77331 zwei olivgrüne Waggons (Wojtek
Lis, www.parowozy.com.pl,
26.02.09).
Walbrzych
- Klodzko
Ein neuer Schienenbus der Niederschlesischen Eisenbahn (Koleje Dolnosla
skie) verbindet die Stadt Walbrzych (Waldenburg) mit dem weiter südlich
gelegenen Klodzko (Glatz). Die rund 50 km lange Strecke mit neun Brücken
und drei Tunnel führt durch verschiedene Abschnitte der Sudeten und zählt
zu den schönsten Bahntrassen Niederschlesiens.
Die Strecke war in den vergangenen vier Jahren nicht mehr im Betrieb.
Für die nahe Zukunft plant die polnische Woiwodschaft auch die Reaktivierung
anderer attraktiver Strecken in den schlesischen Sudeten, wie der Höllentalbahn
von Klodzko nach Kudowa Zdrój (Bad Kudowa) oder der Bieletalbahn nach
Stronie Slaskie (Seitenberg). Infos: www.kolejedolnoslaskie.eu
(Horst Schinzel, HS-Kulturkorrespondenz,
23.02.09).
PCC
SE verkauft Logistik-Sparte an die Deutsche Bahn
Die PCC SE hat den überwiegenden Teil ihrer Logistik-Aktivitäten
"PCC Logistics" an die Deutsche Bahn-Gruppe (DB), Europas größten
Güterbahn-Betreiber, verkauft. Die entsprechenden Verträge wurden
am 29.01.09 in Warschau unterzeichnet. Sie werden vorbehaltlich der Zustimmung
der zuständigen Gremien und Kartellbehörden voraussichtlich
Mitte 2009 umgesetzt.
Über Einzelheiten der Transaktion und insbesondere den Kaufpreis
haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Nicht Gegenstand des Verkaufs
ist die Mehrheitsbeteiligung der PCC SE an der PCC Intermodal S.A., die
im dynamisch wachsenden polnischen Markt für Containertransporte
tätig ist und in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird.
Nach
dem Einstieg ins Logistikgeschäft in 2000 durch Übernahme der
PCC Spedkol hat sich PCC durch internes Wachstum, vor allem aber durch
erfolgreiche, weitere Akquisitionen zum größten privaten Bahn-Transportunternehmen
in Polen entwickelt. Die zur Sparte "Logistik" zählenden
PCC-Gesellschaften und -Beteiligungen betreiben heute etwa 400 Lokomotiven
und 7.700 Waggons, erwirtschaften mit rund 5.800 Mitarbeitern einen Umsatz
von 350 Mio. EUR und halten gemeinsam einen Marktanteil von rund 8 Prozent.
PCC-Gründer
und -Alleinaktionär Waldemar Preussner zeigt sich mit der Transaktion
zufrieden: "Wir haben den idealen Partner für unser Eisenbahngeschäft
gefunden. Die DB stellt sicher, dass der von PCC eingeschlagene Wachstumspfad
weiter beschritten wird und sich den Unternehmen und ihren Mitarbeitern
interessante neue Perspektiven eröffnen."
Zum
Abschluss der Verhandlungen sagte DB-Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn:
"Mit diesem Kauf baut die DB Leistungen und Service für ihre
Kunden in einem wachsenden Europa weiter aus. Polen ist Deutschlands größter
Handelspartner in Osteuropa, gleichzeitig ist Deutschland für Polen
der größte Exportmarkt. Unsere international operierende Güterbahn
DB Schenker Rail und die PCC Logistics werden gemeinsam mehr Verkehr auf
die Schiene holen und damit Arbeitsplätze in Polen und auch in Deutschland
sichern. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen wir damit
ein Zeichen für unsere Zukunftsfähigkeit."
Mit
dem Verkauf der Logistiksparte setzt PCC die Strategie eines aktiven Beteiligungsmanagements
erfolgreich um. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits Ende
vergangenen Jahres getan, als PCC Rokita die im Bereich der Pflanzenschutzmittel
tätige Tochtergesellschaft Rokita Agro an einen der Weltmarktführer
veräußerte. Auch zukünftig wird die PCC darauf abzielen,
in eigenen Projekten und Gruppengesellschaften geschaffene Werte durch
vollständige oder teilweise Veräußerungen zu realisieren.
Nicht
zuletzt aufgrund der strategisch wichtigen Positionen, die die nun verkauften
Logistik- und Chemieunternehmen innehaben, konnte die PCC attraktive Kaufpreise
erzielen, die dazu beitragen werden, dass das PCC-Konzernergebnis (EBT)
im Jahr 2009 im dreistelligen Millionenbereich liegen wird. Die zufließenden
Mittel werden zum einen dazu verwendet werden, Verbindlichkeiten abzubauen
und die Kapitalbasis unserer Tochtergesellschaften zu stärken. Zum
anderen werden bereits in Vorbereitung befindliche Investitionsprojekte
in den verbleibenden Konzernsparten "Chemie" und "Energie"
weiter vorangetrieben. Im Zentrum dieser Aktivitäten stehen Kraftwerksprojekte
mit Schwerpunkt im Bereich erneuerbarer Energien sowie die Ausweitung
unserer Chemieaktivitäten. Neben dem weiteren Ausbau des PCC Rokita-Werks
in Polen werden neben weiteren Unternehmensakquisitionen auch "Greenfield"-Projekte
außerhalb Europas geprüft. Im Logistikbereich wird PCC im Bereich
Container- und Intermodaltransport vor allem in den Auf- und Ausbau von
Umschlag¬terminals investieren.
Der
Erfolg, den PCC nun mit dem Verkauf der Logistik-Aktivitäten erzielen
konnte, wäre in diesem Maße nicht möglich gewesen ohne
die langjährige, treue Unterstützung durch die Zeichner der
PCC-Inhaberschuldverschreibungen seit der Erstemission im Oktober 1998.
Nicht zuletzt dieses verlässliche und flexible Finanzierungsinstrument
hat die PCC SE in die Lage versetzt, schnell auf Investitionsgelegenheiten
zu reagieren und so insbesondere Unternehmenskäufe auch gegen erheblichen
Wettbewerb vorzunehmen. Für die PCC-Gruppe wird die Begebung von
Inhaberschuldverschreibungen an einen breiten Kreis privater Anleger daher
auch zukünftig ein zentraler Baustein ihrer Finanzierungsstrategie
sein (Pressemeldung
PCC SE, 31.01.09).
Keine
Sommerpause mehr in Wolsztyn
Bei Radio Merkury teilte Stanislaw Taciak, Amtsleiter für Bahnverkehr
beim Marschallamt in Poznan mit, dass Dampflokomotiven das ganze Jahr
durch, d.h. auch im Juli und August, eingesetzt werden.
Bitte schreiben Sie Ihre Meinung dazu unter http://www.radiomerkury.pl/index.php?art=31441
(Radio Merkury). Auf der Seite unten klicken Sie auf "skomentuj". Schreiben
Sie bitte in Ihrer Muttersprache, deutsch oder englisch u.s.w! Je mehr
Einträge desto besser (Wojtek
Lis, 12.01.09).
PKP-Kursbuch
im VBB-Infocenter
Das VBB-Infocenter vertreibt ab sofort wieder das aktuelle Kursbuch der
polnischen Staatsbahn PKP. Es kann telefonisch oder online bestellt oder
direkt am Hardenbergplatz abgeholt werden.
Eigentlich war es bei seiner Aufnahme in das Sortiment des VBB-Infocenters
im Jahr 2006 nur zur Abrundung des Angebots gedacht: das Kursbuch der
polnischen Staatsbahn PKP. Überraschend wurde es aber geradezu zu
einem Verkaufsschlager: Wer oft in Polen mit der Eisenbahn unterwegs ist,
weiß es zu schätzen. Hinzu kommen eingeschworene Eisenbahnfreunde
und Sammler.
Das zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember frisch erschienene polnische Kursbuch
ist jetzt im VBB-Infocenter zu haben. Man kann es entweder direkt am Hardenbergplatz
2 (gegenüber dem Bahnhof Zoo) abholen oder telefonisch unter 030
/ 25 41 41 41 oder im Internet unter www.vbbonline.de/bestellservice zum
Versand nach Hause bestellen. Es kostet 15 Euro (Pressemeldung VBB, 30.12.08).
Änderungen
zum Fahrplanwechsel
Im PKP-Streckennetz kommt es mit dem ab 14.12.2008 gültigen neuen
Fahrplan zu folgenden Änderungen:
Reaktivierung des Reiseverkehrs
KBS 130 Nowy Sacz - Nowy Sacz Miasto
KBS 151 Tychy - Tychy Miasto
KBS 200/315 podg Borszewice - podg Dionizów
KBS 230 Miedzylesie - Lichkov
KBS 245 Walbrzych Gl. - Klodzko Gl.
KBS 246 Brzeg - Nysa
KBS 249 Legnica - Jerzmanice Zdrój
KBS 252 Luban Sl. - Zgorzelec (vorerst bis 5.1.09)
KBS 267 Lubin Górniczy - Rudna Gwizdanów
KBS 300/315 podg Zamków - Ponetów
KBS 333 Czerwiensk - Guben (ab 1.6.09)
KBS 361/370 podg Sz. Dabie SDA - podg Sz. Dabie SDC
KBS 415 Kwidzyn - Grudziadz (geplant ab 1.3.09)
KBS 420/601 Zgierz - Lódz Widzew
Einstellung des Reiseverkehrs
KBS 106 Koniecpol - Starzyny
KBS 247 Sedzislaw - Královec (bereits 28.9.08)
KBS 345/355 Kostrzyn - Kostrzyn Tow.
KBS 382 Mscice - Mielno (bereits 31.8.08)
KBS 614 podg Goclawek - podg Antoninów (bereits 30.8.08) (Hans-Jürgen
Schulz, 17.12.08).
D448
"Stanislaw Moniuszko" erreicht Berlin
 

Ankunft
des D448 in Berlin-Lichtenberg. Bartlomiej Buczek (Direktor Nord PKP-Intercity),
Urszula Stolarska (Vize-Stadtpräsidentin der Stadt Gorzow), Karl-Heinz
Boßan (IGOB), Andrzej Chojecki (Direktor PKP-PLK) und Dr. Jürgen Murach
(Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin) begleiteten die Ankunft.
Über die Oderlandbahn (Ostbahn) reist man pünktlich: Zwei Minuten
vor der planmäßigen Ankunftszeit kam am 14.12.08 um 8.04 Uhr
zum ersten Mal der neue Nachtzug „Stanislaw Moniuszko“ in
Berlin-Lichtenberg an. Mit einem musikalischen Gruß wurde der lang
ersehnte neue deutsch-polnische Fernzug in Empfang genommen, der jetzt
von Warszawa-Wschodnia kommend, so wichtige polnische Städte wie
Torun, Bydgoszcz und Gorzow direkt mit Berlin-Gesundbrunnen verbindet.
In den neun Wagen langen Zug eingereiht waren zudem die Kurswagen aus
Gdynia, Kaliningrad und Krakow. Damit stellt der D448/D449 ein attraktives
Reiseangebot zu einer Vielzahl von touristischen Zielen dar.
Doch nicht bloß für den Freizeittourismus ist der neue Fernreisezug
interessant, denn aufgrund der vorteilhafteren Ankunfts- und Abfahrtszeiten
(Warszawa-Wschodnia an/ab: 8:27/21:18 Uhr; Berlin-Gesundbrunnen an/ab:
8:29/20:48 Uhr) bietet er sich auch für Geschäftsreisende an,
wie der Vertreter des Berliner Senats, Dr. Jürgen Murach bemerkte.
Er ermunterte die PKP, weitere Fernverkehrsangebote nach Berlin zu entwickeln
und unterstrich das „Interesse des Landes Berlin an gemeinsamen
Vermarktungsprojekten mit der PKP“.
Bartlomiej Buczek, zuständiger Direktor von PKP-Intercity, wies auf
die breite Palette von günstigen Sondertarifen hin, mit denen der
neue Nachtzug benutzt werden kann. VBB-Fahrkarten werden allerdings nicht
akzeptiert, hier sei man aber noch in Verhandlungen.
Die Vize-Stadtpräsidentin der Stadt Gorzow, Urszula Stolarska erwartet
eine positive Nachfrage, da in Berlin viele Polen aus Gorzow leben und
arbeiten. Wegen der Fahrzeit von 90 Minuten, benutzt man zwischen beiden
Städten „heute nicht mehr das Auto, sondern den Zug“.
Sie dankte Karl-Heinz Boßan, von der IGOB Interessengemeinschaft
Eisenbahn Berlin-Gorzów, der für 2009 weitere Initiativen
zur Reaktivierung des Fernreiszugverkehrs auf der Ostbahn ankündigte
(Tobias Pohlman, 15.12.08).
Einweihung
der neuen Eisenbahngrenzbrücke über die Oder
 
 
 
 
Obere
Zeile: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vor der neuen Oderbrücke.
Die neue Oderbrücke vom polnischen Flussufer aus gesehen.
Zweite Zeile: Alter Stromüberbau. Der Sonderzug überquert die neue Oderbrücke
Dritte Zeile: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee mit Lokführercrew.
Der Vizeminister für Infrastruktur Juliusz Engelhardt, Wolfgang Tiefensee,
Otto Wiesheu (Vorstand Wirtschaft und Politik Deutsche Bahn), Marek Prawda
(Polnischer Botschafter in Deutschland) und Reinhold Dellmann (Minister
für Infrastruktur in Brandenburg) durchschneiden das Eröffnungsband.
Untere Zeile: Juliusz Engelhardt, Polnischer Vizeminister für Infrastruktur
und Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Fotos Tobias Pohlman.
Nach weniger als zehn Monaten Bauzeit ist am 12.12.08 im Rahmen einer
festlichen Zeremonie der nahezu vollendete Neubau der Eisenbahnbrücke
über die Oder gefeiert worden. Mit der Inbetriebnahme der neuen Brücke
am Samstagabend gegen 23.00 Uhr wird damit rechtzeitig zum Fahrplanwechsel
am 14.12.2008 ein empfindliches Nadelöhr im Zuge der wichtigen Eisenbahnmagistrale
Berlin - Warschau geschlossen.
Aufgrund des maroden Zustandes war die Vorgänger-Brücke zuletzt
nur noch eingleisig und mit stark verminderter Geschwindigkeit befahrbar.
Während der Demontage der alten und dem Einschieben der neuen Brückenfelder
kam es seit dem 17.10.2008 wegen der Streckensperrung zur teilweise weiträumigen
Umleitung von annähernd 9600 Reise- und Güterzügen.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und der Vizeminister aus dem
polnischen Infrastrukturministerium, Juliusz Engelhardt sowie Otto Wiesheu,
Vorstand Wirtschaft und Politik der Deutschen Bahn lobten die Bauzeit
im Rekordtempo und die gute deutsch-polnische Zusammenarbeit bei Planung
und Genehmigung der neuen Brücke.
Mit einem Augenzwinkern bemerkte Tiefensee, dass es ihm „ein persönliches
Anliegen war“, dieses deutsch-polnische Eisenbahnbrückenprojekt
schneller fertig zu stellen, als ein vergleichbares deutsch-französisches
Vorhaben.
Otto Wiesheu sieht die Bedeutung der neuen Brücke im Zuge einer Europa
und Asien verbindenden Landbrücke, die zu einer „Renaissance
des Verkehrsträgers Schiene“ beiträgt.
Die „partnerschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen den deutschen
und den polnischen Netzbetreibern DB Netz und PKP Polskie Linie Kolejowe,
solle auch beim Neubau der Eisenbahnbrücke über die Neiße
bei Horka im nächsten Jahr fortgesetzt werden, so die Erwartung von
Juliusz Engelhardt.
Die Baukosten in Höhe von 25 Millionen Euro werden von der Bundesrepublik
Deutschland getragen, die gemäß dem deutsch-polnischen Abkommen
vom 26.2.2008 für den Neubau und die Unterhaltung der Grenzbrücke
verantwortlich ist. Die neue Oderüberquerung misst insgesamt 443
Meter, der Stromüberbau hat eine Länge von 104 Metern und ist
zum ersten Mal bei einer zweigleisigen Strecke in Deutschland als Netzwerk-Bogenbrücke
ausgeführt. Hier sind dann Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h
zulässig, über die dann ab dem Fahrplanwechsel täglich
wieder ca. 54 Güter- und 16 Reisezüge verkehren werden (Tobias
Pohlman, 13.12.08).
Wolsztyn
 
 
Diese polnische Kleinstadt ist bei vielen Eisenbahnfreunden in ganz Europa
bekannt. Hier werden noch immer regelmäßig historische Dampflokomotiven
vor planmäßig verkehrenden Reisezügen eingesetzt. Am 13.12.08 war OL 49-59
auf der Strecke nach Poznan im Einsatz. Schulklassen nutzen diesen Tag
für einen Ausflug zum Bw Wolsztyn. Den staunenden Kindern wurde die historische
Technik erklärt (Ronny Sdunzik,
10.12.08).
VTG
stärkt Waggonvermietgeschäft
Ab
dem 1. Januar 2009 stärkt die VTG Aktiengesellschaft, eines der führenden
Schienenlogistik- und Waggonvermietunternehmen in Europa, durch eine Kooperation
mit Waggon Service Sp. z o.o. das Waggonvermietgeschäft in Polen.
Mit diesem Schritt erwartet der Hamburger Konzern, seine Marktposition
in Polen noch weiter auszubauen. Seiji Kamide, der Inhaber des bisherigen
Agenten Millsharp Limited Sp. z o.o., geht zum Ende des Jahres 2008 in
den Ruhestand und beendet damit seine Aktivitäten in Polen.
Für die Zukunft ist geplant, neben dem Waggonvermietgeschäft
auch die technische Betreuung der Waggons in Polen zu entwickeln. Zudem
soll ein stärkerer Fokus auf den Markt für Chemiekessel- und
Güterwaggons gelegt werden. „Das polnische Infrastrukturministerium
erwartet laut einer aktuellen Studie bei Eisenbahngüterverkehren
ein 24 prozentiges Wachstum der Transportleistung von etwa 50 Milliarden
Tonnenkilometer im Jahr 2005 auf 62 Milliarden Tonnenkilometer in 2010.
An diesem Wachstum werden wir durch die Stärkung unserer Präsenz
in Polen teilhaben“, so Dr. Heiko Fischer, Vorstandsvorsitzender
der VTG Aktiengesellschaft.
Mit diesem Schritt setzt die VTG ihre internationale Wachstumsstrategie
fort. „Wir freuen uns sehr, mit einem so erfolgreichen Partner wie
der VTG zukünftig zusammenzuarbeiten“, sagt Malgorzata Smogorzewska,
Geschäftsführerin der Waggon Service Sp. z o.o. „So können
wir unser derzeitiges Geschäftsfeld der speditionellen Dienstleistungen
intensivieren und dies um die Waggonvermietung erweitern.“ (Pressemeldung
VTG, 02.12.08).
Wielkopolska
für Eisenbahnfreunde
Der Geruch von altem Schmieröl und verbrannter Kohle liegt in der Luft.
Besucher wähnen sich in einer anderen Zeit, wandeln mit leuchtenden Augen
über das Gelände, möchten am liebsten alles anfassen. Betagtere Erwachsene
fühlen sich plötzlich ganz jung und Kinder mächtig groß. Jedes Jahr in
den ersten Maitagen treffen sich zehntausende Fans aus aller Welt bei
der dreitägigen Dampflokparade in Wolsztyn (Wollstein). Die Kleinstadt
liegt in der westpolnischen Woiwodschaft Wielkopolska (Großpolen), einer
Region, die Eisenbahnfreunden geradezu paradiesische Verhältnisse bietet.
Das Dampflok-Zeitalter ist in Wielkopolska nicht nur Geschichte, sondern
auch Gegenwart. So verkehrt jeden Tag zwischen der Kleinstadt Wolsztyn
und der Woiwodschafts-Hauptstadt Poznan (Posen) noch ein Dampfzug. Zweimal
täglich kann man in beide Richtungen fahren und zum Preis einer normalen
Fahrkarte das Retro-Feeling erleben. An besonderen Tagen zieht die „Piekna
Helena“, die „ Schöne Helena“ den Zug. Sie wurde in den 1930er Jahren
gebaut und gilt mit Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h als die schnellste
Dampflok Polens.
Auch zahlreiche andere Sonderzüge verkehren in der Region: zum Beispiel
der „ Blues-Express“. Weil der Blues ganz hervorragend mit den Geräuschen
der Dampflok harmoniert, treten Musiker bei dieser Sonderfahrt im Zug
und auf den Bahnhöfen auf. An der Endstation Zakrzewo treffen sich die
Fans zu einer Blues-Nacht, bevor der Zug am frühen Morgen wieder nach
Poznan zurückkehrt.
Auch Freunde der Schmalspurbahnen kommen in der Region auf ihre Kosten:
Die Züge verkehren meist in den Sommermonaten, zum Beispiel von Gniezno,
der ersten Hauptstadt Polens, ins 30 Kilometer entfernte Dorf Anastazewo.
Drei Stunden braucht der Zug, der mit zehn Kilometern pro Stunde an malerischen
Dörfern und einem schönen See vorbei fährt. Wahre Eisenbahnfreunde können
dieses Erlebnis noch ausdehnen, denn einmal im Jahr gibt es auch eine
zwölfstündige Sonderfahrt auf dieser Strecke – mit allerlei Sondereinlagen
unterwegs. Schon um 4 Uhr früh sind die ersten Fahrgäste beim Anheizen
der Dampflok mit dabei.
Wer nicht mit anderen teilen möchte, kann sich auch einen ganzen Zug mieten.
Wahlweise eine Dampflok mit Waggons für die Normalstrecke oder eine Schmalspurbahn.
In den Museumswaggons der Schmalspurbahn von Gniezno kann man beispielsweise
eine außergewöhnliche Hochzeit, Geburtstags- oder Firmenfeier mit bis
zu 250 Gästen arrangieren. Eisenbahnfans können sich sogar ihren größten
Wunsch seit Kindertagen in der polnischen Region erfüllen: einmal selber
Lokführer sein. Bei der Schmalspurbahn von Smigiel kann man im Lokführerstand
mitfahren und lernt unterwegs, wie man eine Dampf- oder Diesellok steuert.
Das Bahnbetriebswerk in Wolsztyn bietet ebenfalls Mitfahrten auf dem Führerstand
an. Die Mitreisenden erfahren, wie die Dampflok funktioniert und dürfen
dem Lokführer beim Kohleschaufeln helfen. Das Bahnbetriebswerk organisiert
wöchentlich solche Kurse für Dampflokfans aus aller Welt – sie sind allerdings
schon bis 2010 vorgebucht.
Statt auf Kohle und Diesel kann man in der Region auch auf die eigene
Muskelkraft setzen. Draisinenfahrten auf ausrangierten Bahngleisen werden
in den Orten Biezyn, Grodzisk und Sroda Wielkopolska auf unterschiedlich
langen Strecken angeboten. Einige der Fahrzeuge stehen unter Denkmalschutz,
so wie die 90 Jahre alte „Piekna Ela“, die „Schöne Ela“ aus Grodzisk.
Seit einigen Jahren messen sich Fans der Handdraisinen bei einem sportlichen
Wettkampf im August. Vier Mannschaften müssen dabei in verschiedenen Disziplinen
gegeneinander antreten.
Neben den Fahrzeugen verdienen auch die Anlagen eine besondere Aufmersamkeit.
Viele Bahnhöfe in Wielkopolska stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Damals
war Polen von der politischen Landkarte Europas getilgt und die Region
gehörte zu Preußen. Viele Anlagen aus dieser Zeit stehen heute unter Denkmalschutz.
Interessant ist zum Beispiel der 1895 errichtete Bahnhof in Bialosliwie,
weil dort normal- und schmalspurige Gleise miteinander verflochten sind.
Rund 60 verschiedene Fahrzeuge aus mehr als 100 Jahren Eisenbahngeschichte
werden dort in einem Eisenbahnmuseum ausgestellt. Andere sehenswerte Gebäude
und Fahrzeugausstellungen findet man beispielsweise in Gniezno, Smigiel
oder Grodzisk. Einen Blick in vergangene Jahrzehnte erlaubt die Firma
Interlok in Pila (Schneidemühl) interessierten Eisenbahnfreunden. Mit
historischem Werkzeug werden dort Dampfloks erneuert sowie Hand- und Fahrraddraisinen
nach alten Plänen neu gebaut.
Wichtigster Besichtigungspunkt für Eisenbahnfans ist das mehr als 100
Jahre alte Bahnbetriebswerk in Wolsztyn. Es gibt dort ein kleines Museum
und eine beeindruckende Sammlung von 28 historischen Dampfloks. Die Anlagen
und Werkstätten aus dem frühen 20. Jahrhundert werden bis heute im täglichen
Betrieb genutzt. Fachkundige Führungen werden dort organisiert. Für 35
Zloty, umgerechnet etwa zehn Euro pro Person, kann man auch im Bahnbetriebswerk
übernachten und wird morgens vom Pfeifen der ersten Dampflok geweckt,
die von der riesigen Drehscheibe aus ihre tägliche Fahrt aufnimmt.
Infos: Die Touristikorganisation von Wielkopolska hat eine deutschsprachige
Broschüre mit den wichtigsten Angeboten und Adressen für Eisenbahnfreunde
in der Region erstellt. Erhältlich beim Polnischen Fremdenverkehrsamt,
Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin, Tel. 030-210092-0, www.polen.travel.
Ausführliche Informationen in deutscher Sprache enthält die Website des
Bahnbetriebswerks in Wolsztyn, www.parowozowniawolsztyn.pl
(Horst Schinzel, HS-Kulturkorrespondenz,
08.12.08).
Münchner
Linienbus für Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
Ein Bus aus dem Liniennetz der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) fährt
künftig für die Holocaust-Gedenkstätte Auschwitz- Birkenau in Polen. Er
wird im Shuttleverkehr zwischen dem ehemaligen Stammlager Auschwitz und
dem ehemaligen Lager Birkenau eingesetzt.
MVG-Chef Herbert König übergab das weiß-blaue Fahrzeug am 31.10.08 auf
dem Münchner Marienplatz an Krystyna Oleksy, Vizedirektorin der Gedenkstätte.
Der Übergabe wohnten auch Oberbürgermeister Christian Ude, Alt-Oberbürgermeister
und Bundesjustizminister a. D. Dr. Hans-Jochen Vogel, Christoph Heubner,
Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees und Elzbieta Sobotka,
Generalkonsulin der Republik Polen in München, bei (Pressemeldung MVG,
01.11.08).
Neues
zur ST44
 
Die Remo ST44.12 sind nun seit Januar 2008 bei der PKP im Einsatz. In
diesen Tagen wird die neue ST44-1212 das PKP Werk "PESA Bydgoszcz" verlassen.
Ab der ST44-1208 bekamen die Loks den neuen PKP CARGO Lack in blau mit
etwas gelb verpasst. Die Lackierung steht den Maschienen gut zu Gesicht.
Im letzten Monat wurde auch die ST44-1204 aus Tarnowskie-Gory und ST44-1205
aus Inowroclaw in diesen neuen PKP CARGO Lack umlackiert. Die restlichen
ST44.12, die noch in grün durch die Lande fahren, werden in Kürz folgen,
so dass der dunkelgrüne Farbton Geschichte sein wird.
ST44-1206 kam dieses Jahr im Mai das erstemal in die Einsatzstelle Suwalki
und wurde dort mit großen Augen vom Personal begutachtet. Dann bekam diese
Woche die ST44-1038, die zuvor aus Czeremcha nach Szczecinek umgesetzt
wurde, einen Neuanstrich in dem bekannten Grün, den nun auch die meisten
ST44 tragen, verpasst. Auch im Oktober wurde die ST44-282 von Bydgoszcz
aus der Einsatzstelle Inowroclaw zum Werk Szczecinek bzw. der Einsatzstelle
Krzyz umgesetzt. Im September 2008 bekam ST44-360 aus Zamosc bei der PESA
Bydgoszcz eine Hauptuntersuchung in dem bekannten PKP-Grün.
Auch die ST44-1201 aus Tarnowskie-Gory ist nun bei PESA Bydgoszczin blau
umlackiert (Sylvio Scholz, 25.10.08).
Nach
dem Stopp der "Via Baltica" fordern die Grünen den Ausbau
der "Rail Baltica"
Am
16. September 2008 hat das oberste Verwaltungsgericht in Polen den Bau
der "Via Baltica" durch das Rospuda-Tal gestoppt. Das Straßenprojekt
"Via Baltica" verbindet Warschau mit den baltischen Staaten
und Finnland. Dazu erklärt Michael Cramer, MdEP und verkehrspolitischer
Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament:
"Wir
begrüßen die Entscheidung des obersten Gerichtes in Polen,
den Bau des Via Baltica in dem einzigartigen Naturgebiet des Rospuda-Flusstals,
ein EU-Natura 2000 Naturschutzgebiet, zu blockieren.
Die
polnische Regierung sollte diese Entscheidung als Chance begreifen, ihre
Planungen für den Ausbau der Verkehrsadern in Richtung Norden grundlegend
zu überdenken. Um den wachsenden Güter- und Personenverkehr
zu meistern, sollte Polen auf die "Rail Baltica" setzen. Die
Bahnverbindung ist die sicherere und nachhaltigere Lösung.
Obwohl
das Projekt zu den sechs Vorrangsprojekten der Transeuropäischen
Netze zählt und 200 Millionen Euro im EU-Etat für ihre Realisierung
bereitgestellt ist, wurde es bisher von polnischer wie auch baltischer
Seite hinausgezögert. Polen und das Baltikum sollten die günstige
Gelegenheit für die Modernisierung und Entwicklung ihrer Verkehrsinfrastrukturen
jetzt nutzen. Dies wäre auch ein wichtiger Schritt, um die Verkehrssicherheit
in Augustow und an anderen Orten der Podlasie Region, die unter dem LKW-Transitverkehr
leiden, zu verbessern." (Pressemeldung
Michael Cramer, 26.09.08).
ARCADIS
erhält Zuschlag für grosse Infrastruktur-Projekte
ARCADIS, der internationale Anbieter von Beratungs-, Projektmanagement-
und Ingenieurleistungen, hat heute bekanntgegeben, dass er den Zuschlag
für mehrere grosse Infrastrukturprojekte in Polen erhalten hat. Der
Gesamtwert für das Unternehmen beläuft sich auf ca. 20 Millionen
Euro. Hierbei handelt es sich um zwei Strassenbauvorhaben und zwei Eisenbahnaufträge.
Polen, subventioniert von der EU, plant bis 2013 ca. 28 Milliarden Euro
in die Strassen- und Bahn-Infrastruktur zu investieren.
Die beiden Bahnprojekte dienen als Machbarkeitsstudien für die Modernisierung
von zwei Abschnitten der Bahnlinie von Miedzylesie nach Wroclaw und von
Kostrzyn nach Szczecin. 85% der Finanzierung für dieses Projekt werden
vom EU Kohäsions-Fonds getragen (gedeckt)werden. Konsortien an denen
ARCADIS beteiligt ist, werden für beide Abschnitte die Vorentwurfsplanung
vorbereiten. Das schliesst auch die technische und Kostenanalyse, Umweltverträglichkeitsprüfungen
und die Dokumente, die benötigt werden, um EU-Subventionen zu erhalten,
mit ein. Diese Modernisierung wird schnellere Geschwindigkeiten für
Güterzüge (120 km/h) und Personenzüge (160 km/h) ermöglichen,
die Kapazität erhöhen und Sicherheit und Komfort für die
Fahrgäste verbessern.
"Wir profitieren deutlich von der starken Nachfrage nach Infrastrukturdienstleistungen
auf dem polnischen Markt," sagt Michiel Jaski, Vorstandsmitglied
von ARCADIS."In der Bahnbranche zeigt es sich jetzt, dass die schon
früher in diesem Jahr vorgenommene Akquisition von Elekol, einem
Unternehmen, das sich auf Eisenbahnentwicklung spezialisiert hat, eine
gute Entscheidung gewesen ist. Unsere Kompetenz im Bereich Infrastruktur
und unser Know-how in Sachen Umweltschutz machen uns zu einem führenden
Unternehmen auf dem polnischen Markt." (Pressemeldung
Arcadis, 25.09.08).
KBS
333 Gubin - Czerwiensk
 
 
Güterverkehr der PKP und privater EVU kann man auf dieser Strecke
beobachten. Die PKP setzt überwiegend ST43 ein. Bei den privaten
EVU sind verschiedene Lokbaureihen anzutreffen. Geduld ist mitzubringen,
da die neuen Kreuzungsmöglichkeiten noch nicht im Betrieb sind (Ronny
Sdunzik, 17.09.08).
KBS
345 Kostrzyn - Krzyz
 
Derzeit kommt es regelmäßig zu Einsätzen einer M62 der
Firma Rail Polska. Diese bringt mit Schotter beladene Ea-Wagen nach Strzelze
Kraj. Der Zug wird in Strzelce Kraj. Wschod. geteilt und in mehreren Wagengruppen
zur Entladestelle gefahren (Ronny Sdunzik,
17.09.08).
Fotofahrt
Gryfice
 
Px48-3916 war am Wochenende auf Fototour im Raum Gryfice (Steffen Knitter,
16.09.08).
Dampfgeführte-Fotozüge
für Autobegleiter
 
Dampfgeführte-Fotozüge für Autobegleiter im authentischen PKP Erscheinungsbild
der achtziger Jahre sind auf der landschaftlich schönsten Mittelgebirgsstrecke
Polens von Chabowka nach Nowy Sacz vom 03. - 05.10.2008 geplant. Ty2 (BR
52) und Tkt48 sind typische Maschinen aus der Plandampfzeit dieser Strecke.
Die neu aufgearbeitete 1'D1' Tenderlok Tkt48 191 ist die letzte an die
PKP übergebene Dampflokomotive, Baujahr 1957. Zusätzlich kommen am 05.10.2008,
Ol12 7 und Tr12 25 mit typischen Zügen aus den 1960-er Jahren zum Einsatz.
Anmeldeschluß ist der 14.09.2008 (Dietmar
Kramer, 08.09.08).
Wolsztyn
 
 
 
Nach der Sommerpause fuhr seit Mittwoch den 13.08. durchgehend bis Monatsende
die Ol 49-69 das morgendliche Zugpaar nach Poznan Gl. (77425/77426). Die
anderen Züge des Dampfumlaufes wurden mit Dieselloks bespannt. So stellt
sich auch die Situation Anf. September noch dar.
Die Pt 47-112 wurde am 29.08. zum Drehen nach Leszno gefahren, um am Samstag
den 30.08.08 den Sonderzug "Wolsztyn Experience" nach Breslau zu fahren.
Die Fotos zeigen die Lok am Morgen des 30.08.08 im BW Wolsztyn beim Aufrüsten
sowie die Ausfahrt. Leider kam der Zug nicht weit, da er auf einem Bahnübergang
bei Perkowo mit einem Treckergespann kollidierte. Hierbei wurde die Lok
im Frontbereich beschädigt. Der Zug wurde sodann von einer Diesellok wieder
nach Wolsztyn zurückgeschleppt und fiel somit dann aus. Die Lok wurde
im Bw kalt gemacht und die wohl nur kleineren Schäden werden repariert.
Das Foto zeigt die an den Lampen und im Frontbereich beschädigte Pt 47-112
nach der Rückkehr im Bw Wolsztyn. Sehr schön äußerlich aufgearbeitet präsentiert
sich die Pt 47-106, die gegenüber dem BW auf den ehem. Ladegleisen steht
(Dr. Jochen Christoph,
zwei Fotos Dr. Hartmut Klocke, 08.09.08).
KBS
247 Sedzislaw - Lubawka - Královec

Der Wochenendbetrieb auf der am 05.07.2008 wiedereröffneten grenzüberschreitenden
Strecke Sedzislaw/Ruhbank - Lubawka/Liebau (Schles) - Královec/Königshan
wurde unverändert über den Termin 31.08.2008 hinaus verlängert bis Ende
September 2008. Im Jahresfahrplan 2008/09 soll die Verbindung dauerhaft
angeboten werden.
Die Auslastung der Züge, insbesondere die mit den PKP-SA134-Triebwagen
gefahrenen "Langläufe" (Lwówek Sl./Löwenberg (Schles) -) Jelenia Góra/Hirschberg
(Rsgb) - Trutnov hl.n./Trautenau, ist sehr gut. Wegen Abwartens des oft
verspätet aus Wroclaw/Breslau kommenden R-221 verzögert sich die morgentliche
Abfahrt in Ruhbank meist um ca. 30 Minuten. Die Züge werden südlich von
Liebau von PKP-Personal mit Viamont-Lotsen gefahren. Das bereits in Liebau
wendende Mittagszugpaar wird dagegen von Viamont allein mit einem Triebwagen
der Baureihe 810 gefahren.
Der Grenzbahnhof Liebau ist in einem jämmerlichen Zustand. Das imposante
Bahnhofsgebäude verfällt weiter, nur ein kleiner Teil davon ist noch bewohnt,
der Rest mit einem Notdach "gesichert". Unter dem hohen Gras im Gleisbereich
ist zunächst nur das Gleis am Hausbahnsteig erkennbar, nur aus nächster
Nähe ist zu sehen, dass auch noch Gütergleise im hinteren Bereich blank
sind. Es wird noch ein Schrotthändler und das Sägewerk bedient (Hans-Jürgen
Schulz, 06.09.08).
Strandbahn
Mscice – Mielno Koszalinskie reaktiviert
 
Seit dem 19.07.2008 fahren auf der stillgelegten Strecke Mscice/Güdenhagen
– Mielno Koszalinskie/Großmöllen, welche die Großstadt Koszalin/Köslin
mit dem Meer verbindet, wieder Züge. Binnen eines Monats wurde die genau
fünf Kilometer lange Strecke wieder für 60 km/h befahrbar gemacht. Die
Strecke wurde vom Bewuchs befreit, ein paar schadhafte Stellen ausgebessert
und die Signal- und BÜ-Technik erneuert.
Vorerst befristet auf die Sommersaison verkehren bis zum 31.8.2008 16
Zugpaare täglich ungefähr im Stundentakt. Der Erfolg zeigte sich umgehend,
denn allein am Wochenende werden ca. 5700 Personen befördert und im zweiteiligen
SA110-Triebwagen sind selbst die Stehplätze belegt. Dass der Stadtbusverkehr,
welcher auf dem Kösliner Bahnhofsvorplatz mit einem Posten in Warnweste
bekleidet die Leute abwirbt, keine gute Alternative ist, zeigt sich auf
der parallelen Straße, wo sich weiterhin der Verkehr staut.
Von 1913 bis 1938 fuhr auf der 1905 als Kleinbahn eröffneten Strecke sogar
mal eine Straßenbahn, welche aber kurz vor Güdenhagen abschwenkte und
bis nach Köslin hinein führte. Von Großmöllen gab es auch eine Verlängerung
bis Uniescie/Nest, welche nach 1945 wieder abgebaut wurde. Zu PKP-Zeiten
wurde dagegen die Kleinbahnstrecke im Jahr 1989 elektrifiziert.
Mit einem recht dürftigen Fahrplan endete der mit Elektrotriebwagen der
Baureihe EN57 durchgeführte Verkehr jedoch bereits 1994 wieder. Nach Diebstählen
an der Oberleitung wurden 2002 die Reste der Fahrleitung abgebaut, es
sind jedoch noch die Masten vorhanden und auch von der Straßenbahnzeit
finden sich noch Fundamentstümpfe im Gras (Hans-Jürgen
Schulz, 09.08.08).
Weitere
zwei Diesel-Fahrzeuge für die Region Wielkopolska
Am 24. Juli 2008 wurde in Poznan zwischen der Region Wielkopolska und
Pesa Bydgoszcz SA ein Vertrag über die Lieferung von zwei weiteren
Diesel-Triebzügen unterschrieben. Es werden zweiteilige Triebwagen
der Serie 218Md bis Ende 2008 geliefert. Nach deren Inbetriebnahme werden
13 Triebfahrzeuge von PESA in der Region im Einsatz sein.
Die Diesel-Triebzüge können bis zu 300 Fahrgäste befördern,
davon sind 165 Sitzplätze. Für die Sicherung eines hohen Fahrkomforts
sind die Fahrzeuge komplett mit Klimaanlage ausgestattet. Sie wurden auch
angepasst an die Bedürfnisse behinderter Menschen mit Rollstühlen
(Pressemeldung PESA Bydgoszcz S.A., 28.07.08).
Diesel-Triebzüge
für die Woiwodschaft Opole (Oppeln)

Am 9. Juli 2008 unterzeichnete Pesa Bydgoszcz SA einen Vertrag mit dem
Vorstand der Woiwodschaft Opole für die Lieferung von fünf Diesel-Triebzügen.
Es sind zweiteilige Fahrzeuge, die für die regionale Passagierverkehre
auf nichtelektrifizierten Strecken gedacht sind. Das erste Fahrzeug wird
noch in diesem Jahr ausgeliefert, weitere zwei im Jahr 2009, und die letzten
beiden im Jahr 2010.
Die Fahrzeuge werden auf den Strecken von Opole und Nysa nach Kluczbork
und von Nysa nach Kedzierzyn-Kozle verkehren. Sie können 276 Fahrgäste
befördern und haben 136 Sitzplätze. Dank moderner Sitze und
Klimaanlagen sowie einem geräumigen Innenraum entsteht ein hoher
Fahrkomfort. Die Fahrzeuge sind auch für Fahrgäste in Rollstühlen
geeignet.
Die Akquisition von neuen Diesel-Triebzügen anstelle der derzeit
betriebenen Diesel-Lokomotiven mit hohem Abgasausstoß dient dem
Umweltschutz in der Region (Pressemeldung
PESA Bydgoszcz SA, 12.07.08).
PKP-Dampf-Fotozüge
für Autobegleiter
 
Dampfgeführte Personenzüge im authentischen PKP Erscheinungsbild
der achtziger Jahre sind auf der landschaftlich schönsten Mittelgebirgsstrecke
Polens von Chabowka nach Nowy Sacz, etwa 50 Kilometer südlich von
Krakow geplant. Diese bis heute gut erhaltene Strecke war schon zur planmäßigen
Dampflokzeit unter Fotografen sehr bekannt und geschätzt. Bis heute
bietet sie alte mechanische Signale, schöne Bahnhöfe, Telegrafenleitungen,
Brücken, sehr starke Steigungen (Scheitelpunkt ca. 900 m ÜNN)
und eine reizvolle Mittelgebirgslandschaft.
Derzeit stehen mit Ty2 911 (ex DR 52 1346) Ty2 953 (ex DR 52 2817) und
Tkt48 191 drei typische Maschinen für diese Strecke zur Verfügung.
Die neu aufgearbeitete 1'D1' Tenderlok der Reihe Tkt48 ist die letzte
an die PKP übergebene Dampflokomotive, Baujahr 1957. Zusätzlich
kommen am ersten Programm Tag Ol12 7 und Tr12 25 mit Zügen aus den
1960’er Jahren zum Einsatz.
Auf der Strecke ruht der planmäßige Verkehr, so ergeben sich
optimale fotografische Bedingungen diese Veranstaltung für Autobegleiter
durchzuführen. Besonders die Tagesrandlagen mit tief stehender Sonne
und starker Dampfentwicklung werden wir intensiv nutzen. Nachtaufnahmen
mit Beleuchtungstechnik sind vorgesehen. Zeitweise kommt eine Vorspannmaschine
(Ty2+Ty2) zum Einsatz.
Sehr sehenswert ist auch das PKP Cargo Museum in Chabowka. Anmeldschluß
ist der 20.08.2008 (Dietmar
Kramer, 12.07.08).
Fotogüterzüge
auf den Schmalspurbahnen in Sroda und Smigiel
 
 
Am 05.07.2008 und am 06.07.2008 fuhren Fotogüterzüge auf der
ehemaligen Schrodaer Kreisbahn zwischen Sroda (Schroda) und Zaniemysl
(Santomischel) und der einstellungsgefährdeten Schmiegeler Kreisbahn
Smigiel (Schmiegel) - Stare Bojanowo (Alt Boyen).
PX48 1756 war auf der 14 km langen Strecke zwischen Sroda und Zaniemysl
aktiv, PX48 1919 (mit grünem Führerhaus) bewältigte die
mehrfachen Pendelfahrten zwischen der 5 km langen Strecke Smigiel und
Stare Bojanowo (Anbindung zur Normalspurstrecke Poznan - Leszno).
In Stare Bojanowo wurde ein bestellter vierachsiger Normalspurgüterwagen
(Eaos) auf einen Rollwagen verladen, in den Zug eingereiht und transportiert.
Die Fahrten wurden in bewährter Weise von Dietmar Kramer aus Braunschweig
organisiert.
Es waren gelungene Fahrten bei schönem Fotowetter, mit interessierten
Teilnehmern und Personalen, und hohem Spassfaktor (Claus
Nossek, 09.07.08).
Reaktivierung
Lubawka - Kralovec
 
Seit 5.Juli 2008 ist polnische Eisenbahnstrecke Sedzislaw (Ruhbank) -
Lubawka (Liebau (Schles)) und weiter über Kralovec (Königshan) ins tschechische
Trutnov (Trautenau) reaktiviert. Leider ist zu diesem Tag auch die tschechische
Strecke zwischen Kralovec und Zacler (Schatzlar) bis auf weiteres eingestellt
wordene. Zwei Zugpaare fahren nun Sa und So bis zum 31.August 2008.
Die Fotos zeigen SA 134-005 beim ersten (!) regulären Personenverkehr
Lubawka - Kralovec seit dem Jahr 1945 in Lubawka und Trutnov am 5. Juli
2008 (Martin Kubik, 07.07.08).
Doppelstock-Wendezüge
für die Region Masowien
Bombardier Transportation hat am 04.07.08 während einer Veranstaltung
am Standort Görlitz die ersten 37 zweistöckigen Wendezüge für die polnische
Region Masowien vorgestellt. Die Produktion der neuen Fahrzeuge erfolgte
auf Basis eines Vertrages über 37 zweistöckige Wagen mit einem Auftragsvolumen
von 55 Millionen Euro, den Bombardier Transportation mit dem Marschall
der Woiwodschaft Masowien im Juli 2007 abgeschlossen hat.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter der Woiwodschaft Masowien und des
Bahnbetreibers Koleje Mazowieckie (KM) teil. Anwesend waren auch Gäste
aus den beiden benachbarten Regionen Dolny Slask (Niederschlesien) und
Sachsen.
Die neue Generation der zweistöckigen Wagen wird eingesetzt auf dem hoch
frequentierten Regionalbahn-Netz der KM in der Region Masowien rund um
die polnische Hauptstadt Warschau. 26 Mittelwagen sollen noch im Juli
2008 ausgeliefert werden, die restlichen 11 Steuerwagen folgen Ende des
Jahres.
Die Wagen sind voll klimatisiert, haben eine hervorragende Schalldämpfung
und bieten komfortables Reisen, auch dank Luftfederung. Der Steuerwagen
verfügt über Abteile der ersten und zweiten Klasse mit 85 Sitzen, die
Mittelwagen sind mit 133 Sitzen ausgestattet. Besondere Aufmerksamkeit
bei der Gestaltung der Wagen galt Menschen mit Behinderung. Deshalb gibt
es eine automatisch ausklappbare Rampe und Platz für Rollstühle im Einstiegsbereich
mit direktem Zugang zu den behindertenfreundlichen WCs.
Die neue Generation von Doppelstockwagen, die nun nach Polen geliefert
wird, erfreut sich auch bei Fahrgästen in anderen Ländern großer Beliebtheit,
unter anderem in Deutschland, Luxemburg, Dänemark und Israel. Seit 1990
wurden mehr als 2.300 Doppelstockwagen hergestellt.
Allein in Deutschland transportieren über 1.800 zweistöckige Wagen täglich
Passagiere auf den Gleisen der Deutschen Bahn (Pressemeldung Bombardier,
04.07.08).
Wolsztyn
Informationen über Wolsztyn finden Sie unter www.parowozy.com.pl.
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