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Flagge PolenPolen / Polska

RechteckPESA stellt SWING-Straßenbahn für Warschau vor
Foto PESAFoto PESA
Am 12.05.10 präsentierte PESA Bydgoszcz SA mit dem SWING die erste von 186 fünfteiligen Nieder-flurstraßenbahnen mit Klimaanlage, die aufgrund der Ausschreibung und des unterzeichneten Vertrags im letzten Jahr nach Warschau geliefert werden.
Unter anderem nahmen der Vize-Präsident von Warschau, Jacek Wojciechowicz, und der Direktor des Warschauer Verkehrsbetriebs ZTM, Leszek Ruta, an der Präsentation teil. Obwohl die Käufer und künftigen Betreiber während der Projekt-Realisierung auf über 40 Sitzungen jederzeit informiert wurden, zeigten sie sich von dem Projekt am Ende sehr beeindruckt.
Am gleichen Tag wurde das Fahrzeug auch dem Vizepräsidenten der Stadt Bydgoszcz, Maciej Grzeskowiak, und dem Vorsitzenden des Vorstandes der MZK Bydgoszcz, Pawel Czyrny, sowie dem Vorstandsmitglied und Vize Direktor fü Finanzen, Andrzej Financial Wadynski, vorgestellt. Auch Bydgoszcz soll das Fahrzeug angeboten werden, wenn die bereits angekündigte Ausschreibung erfolgen wird (Pressemeldung PESA Bydgoszcz S.A. Holding, 20.05.10).

RechteckDB Schenker Rail Polska S.A. verdreifacht Steinkohletransporte
Bis Ende des Monats April wird DB Schenker Rail Polska S.A. das Frachtvolumen für Steinkohletransporte im Auftrag der Vattenfall S.A. aus dem weißrussischen Brest nach Warschau verdreifachen. Die in Zusammenarbeit mit den Russischen Einbahnen (RZD) und der Weißrussischen Staatsbahn (BC) aus dem russischen Kohlerevier Kusbass transportierte Fracht wird in Brest umgeladen und dort von DB Schenker Rail Polska S.A. übernommen.
Bis Ende des Monats sollen ca. 12.000 Tonnen Kohle per Schiene befördert werden. Dafür werden 9 Züge fahren. Der Verkehr wird für den größten russischen Exporteur OAO SUEK organisiert, der in diesem Jahr insgesamt rund zwei Millionen Tonnen Kohle nach Polen exportieren wird.
"Wir haben den Transportauftrag erst im Februar bekommen. Die rasche Ausweitung des Geschäfts ist für uns ein wichtiger Schritt, um an dem ständig wachsenden Markt von Massengutverkehren zwischen Russland und Polen teilzuhaben. Unser Produktionskonzept bietet unseren Kunden Preisvorteile auf der polnischen Strecke und beschleunigt bei unseren Partnern RZD und BC die Wagenumlaufzeiten. Das senkt die Kosten und erhöht die Effizienz," sagt Hans-Georg Werner, CEO DB Schenker Rail Polska S.A. und Leiter Region East bei DB Schenker Rail.
DB Schenker Rail Polska S.A. ist die größte private Güterbahn in Polen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 6.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2009 einen Umsatz von rund 300 Mio. Euro. DB Schenker Rail Polska S.A. besteht aus mehreren regional operierenden Unternehmen, die sich vor allem auf Transporte von Kohle, Chemieprodukten und Baustoffen spezialisiert haben. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen Hafenanlagen und Containerterminals in Szczecin und Swinoujscie (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.04.10).

RechteckBombardier liefert 11 elektrische TRAXX-Lokomotiven an Koleje Mazowieckie
Foto Bombardier
Bombardier Transportation und der polnische Betreiber „Koleje Mazowieckie – KM“ Sp. z o.o. haben einen Vertrag über die Lieferung von elf elektrischen TRAXX-Lokomotiven unterzeichnet. Der Auftragswert beläuft sich auf ungefähr 41 Millionen Euro (54 Millionen US-Dollar). Die Auslieferung der Lokomotiven ist für den Sommer 2011 geplant.
Die elf TRAXX P160 DC-Lokomotiven können mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h betrieben werden und sind bei Koleje Mazowieckie für den Wendezugbetrieb von Doppelstockwagen vorgesehen. Derzeit setzt Koleje Mazowieckie 37 Doppelstockwagen, die ebenfalls von Bombardier gebaut wurden, im täglichen Fahrgastbetrieb ein.
Der Vertrag umfasst zudem Vereinbarungen bezüglich der Wartung für einen Zeitraum von vier Jahren ab Auslieferung der Lokomotiven. Bombardier übernimmt in diesem Zusammenhang auch die Schulung der Mitarbeiter von Koleje Mazowieckie.
Artur Radwan, Vorsitzender des Vorstandes von Koleje Mazowieckie, sagte: „Die TRAXX-Lokomotiven von Bombardier sind für Koleje Mazowieckie wie maßgeschneidert. Dieser Kauf ist ein wichtiger Schritt hin zu einer verbesserten Effizienz unseres Transportangebots. Dank der neuen Lokomotiven werden wir künftig in der Lage sein, die Möglichkeiten unserer Bombardier-Doppelstockwagen im Wendezugbetrieb voll auszuschöpfen und unseren Fahrgästen noch bessere Leistungen anzubieten.“
Åke Wennberg, Präsident der Division Locomotives and Equipment von Bombardier Transportation, ergänzte: „TRAXX-Lokomotiven sind auf dem Markt sehr erfolgreich. Mehr als 1.450 dieser Lokomotiven sind europaweit im Einsatz oder von unseren Kunden bestellt. Auf dem polnischen Markt ist dies der erste Kauf von TRAXX-Lokomotiven für den Personenverkehr. Diese Premiere freut uns natürlich besonders, zumal die Produktion der Wagenkästen wie bei allen TRAXX-Lokomotiven in unserem Werk in Wroclaw stattfindet.“
Die TRAXX-Produktfamilie ist für die Güter- wie auch die Personenbeförderung im nationalen und im grenzüberschreitenden Verkehr in allen Netzen konzipiert. Sie bietet drei elektrische Varianten (Mehrsystem-, Wechselstrom- und Gleichstromlokomotiven) und eine dieselelektrische Ausführung. Alle TRAXX-Lokomotiven zeichnen sich aus durch ihre modulare Bauweise und ihre innovativen BOMBARDIER MITRAC-Antriebs- und Steuerungssysteme, die weltweit bereits in über 3.800 Lokomotiven im Einsatz sind (Pressemeldung Bombardier, 22.04.10).

RechteckBahnhofsgebäude Gorzów Wlkp. renoviert
Foto IGOBFoto IGOB
Foto IGOB
Das Bahnhofsgebäude des Bahnhofes in Gorzów Wlkp. ist wieder für Kunden der Ostbahn nach grundhafter Renovierung und Modernisierung nutzbar. Es wurden von der PKP für die Renovierung - Außenfassade und Innenmodernisierung - insgesamt 2,6 Mio EUR investiert (Wärmedämmung, neue Fliesen, neue Belüftung, Sitze, Lautsprecheranlage, neuer Anstrich).
"Ein völlig neuer Bahnhof", freut sich der Prokurist der IGOB- EWIV Jacek Jeremicz. "Jetzt ist die Stadtverwaltung Gorzów Wlkp. dabei, das geplante Konzept für die Bahnhofsumfeldgestaltung umzusetzen".
Bemerkung: Aus Sicht der IGOB-EWIV hätten wir uns gewünscht, dass die Beschilderung unserem Standard und Anspruch für die Ostbahn folgt - polnisch-deutsch-englisch. Auf dem deutschen Teil bedeutet das bei neuen Investitionen eine Beschriftung in deutsch- polnisch- englisch - wie beim einheitlichen touristischen Informations- und Wegeleitsystem TILO an der Ostbahn. Das sollte in Zukunft auch bei solchen Projekten grundsätzlich realisiert werden. Wir werden und erlauben, eine Nachbesserung anzuregen (Pressemeldung IGOB Interessengemeinschaft Eisenbahn Berlin-Gorzów EWIV, 22.03.10).

RechteckPolen: PESA liefert ELF für SKM Warschau
Foto PESAFoto PESA
Am 16. März 2010 unterschrieb PESA Bydgoszcz SA auf dem Gelände des Flughafen F. Chopin in Warschau einen Vertrag mit Fast City Railway [Szybka Kolej Miejska] aus Warschau zur Lieferung von 13 Niederflur-Triebzügen ELF. Die Züge sind für den Vorortverkehr mit hohem Passagieraufkommen entwickelt worden und sollen den Frederick Chopin Airport mit der Stadt verbinden.
Alle Fahrzeuge werden als 6-Wagen-Einheiten mit über 107 m Länge ausgeliefert. Es werden die längsten elektrische Triebzüge in Polen sein, die bis zu 900 Fahrgäste transportieren können. Verschiedene Anordnungen von Sitzen können eingebaut werden, so in Reihe, vis-a-vis oder mit dem Rücken zum Fenster. Mit 12 Türen und Ausstiegen auf Bahnsteighöhe ist ein schneller Austausch der Fahrgäste möglich. Es wird auch speziellen Raum für große Gepäckstücke geben.
Alle Einheiten sind mit einer hocheffizienten Klimaanlage und modernen Informationssystemen ausgestattet sowie behindertengerecht gebaut
(WKZ, Pressemeldung PESA Bydgoszcz S.A. Holding, 22.03.10).

RechteckFlirt für 160 km/h zugelassen
Foto StadlerFoto Stadler
Vierzehn von Stadler für die Provinzen Masowien und Schlesien produzierte Flirt-Züge wurden von der polnischen Sicherheitsbehörde "Urzad Transportu Kolejowego" für den Betrieb auf dem polnischen Netz mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h zugelassen. Der FLIRT ist der erste polnische Triebfahrzeug mit dieser Genehmigung. Die entsprechende vorläufige Zulassung wurde bereits im Mai 2008 erteilt.
Stadler Fahrzeuge sind modern, sicher und komfortabel, und werden deshalb von den Fahrgästen in Polen gewürdigt.
Darüber hinaus können die Züge in Mehrfachtraktion betrieben werden und haben sehr günstige Lebenszykluskosten, da die Ausgaben für Energieverbrauch, Wartung und technischen Dienst sehr niedrig sind. Diese Kosten müssen über den gesamten Lebenzzyklus des Zuges für eine Zeit von etwa 30 Jahren bewertet werden, und sind somit noch wichtiger als der ursprünglichen Kaufpreis der Züge
(WKZ, Pressemeldung Stadler Polska, 17.02.10).

Rechteck"Kalinka" auf dem Abstellgleis
Das Zugpaar 7/8 Gdynia – Kaliningrad fuhr am 07.02.2010 vorerst letztmalig. Damit ist ein Teil der „Ostbahn“ inklusive des Grenzübergangs Braniewo/Braunsberg – Mamonovo/Heiligenbeil ohne Personenzugverkehr, und das Königsberger Gebiet nur noch über den zeitraubenden Umweg über Litauen erreichbar.
Bereits zum Fahrplanwechsel am 14.12.2009 wurden die von diesem Zugpaar beförderten durchgehenden Kurswagen Berlin - Königsberg abgeschafft. Lediglich im Sommer soll das Zugpaar vom 30.05. bis 04.10.2010 wieder verkehren (Hans-Jürgen Schulz, 08.02.10).

RechteckKleinpolen und Westpommern bestellen PESA-Fahrzeuge
Grafik PESAGrafik PESA
Am 28. Januar 2010 wurde zwischen der Woiwodschaft Kleinpolen in Kraków und PESA Bydgoszcz SA ein Vertrag über die Lieferung von fünf elektrischen Niederflurtriebzügen abgeschlossen.
Die Fahrzeuge wurden speziell für den Ballungsraum mit regionalen und interregionalen elektrifizierten Strecken mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h entwickelt. Die Fahrzeuge sind für 350 Passagiere zugelassen, darunter 180 Sitzplätze. Der Beginn der Lieferung ist innerhalb von 11 Monaten geplant, das Ende acht Monate später.
Zehn Diesel-Triebzüge Atribo wurden von der polnischen Woiwodschaft Westpommern bei PESA bestellt. Am 29. Januar 2010 unterzeichnete der PESA-Vorstand in Stettin den Vertrag für die Lieferung dieser Fahrzeuge. Geliefert werden 3-Wagen-Züge, wie sie auch schon in Italien in Betrieb sind.
Die Fahrzeuge sind für 350 Passagiere zugelassen, darunter 157 Sitzplätze. Der Vertrag wird von September 2010 bis Mai 2012 durchgeführt (Pressemeldung SBB, 02.02.10).

RechteckChinesische Waggons aus Stettin bald auf dem europäischen Markt?
Die Vorbereitungen zur Gründung einer Joint venture-Gesellschaft mit Beteiligung der PKP CARGO S.A. - des polenweit größten Schienenverkehrsunternehmens - und der China CNR Corporation Limited – des chinesischen Waggonproduzenten laufen auf Hochtouren. Zu den Geschäftsaktivitäten der gemeinsamen Firma würden die Montage der in China produzierten Waggonbauteile sowie der Vertrieb von fertigen Wagen auf dem polnischen und europäischen Markt gehören.
Daniel Ryczek, Vorstand International der PKP CARGO S.A. sagt: „Ein aus Vertretern der beiden Partner bestehendes Arbeitsteam ist gerade dabei, die Machbarkeitsstudie für diese Investition vorzubereiten. Die Studienarbeiten sollen in den nächsten drei Monaten abgeschlossen sein.
Zur gleichen Zeit betreibt die Firma CNR intensive Aktivitäten in der Schweiz mit dem Ziel, die Verfahren zur Zertifizierung der von dieser Unternehmensgruppe zu bauenden Waggons unter Dach und Fach zu bringen, was zukünftig die Betriebszulassung für den europäischen Markt erleichtern soll.
Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung zur Gründung einer solchen Gesellschaft wurde von Vertretern der PKP CARGO i China CNR Corporation Limited bereits im September 2009 unterzeichnet. Im Vorstand der PKP CARGO wird betont: „Die gemeinsame Investition wird nur dann umgesetzt, wenn die Machbarkeitsstudie den Beweis für die Richtigkeit der anfänglichen Annahmen liefert, wonach die Waggonmontage aus chinesischen Bauteilen in Stettin wesentlich dazu beitragen wird, die Beschaffungskosten für Eisenbahnfahrzeuge zu senken“.
Das Ausmaß der geplanten Produktion soll jedoch nicht nur die Nachfrage der PKP CARGO in diesem Bereich befriedigen, sondern auch das Anbieten von Schienenfahrzeugen an andere inländische und europäische Traktionäre ermöglichen (Pressemeldung PKP CARGO S.A., 16.12.09).

RechteckFahrplanwechsel 2009/10
Foto  Hans-Jürgen Schulz
EN57-1035 am 06.12.2009 in Bazanowice, gelegen an jenem Teil der KBS 147, auf dem ab Fahrplan-wechsel kein Zug mehr fahren wird.
Wie jedes Jahr gibt es hier eine Übersicht zu den Streckeneinstellungen und -wiedereröffnungen im ab 13.12.2009 gültigen Jahresfahrplan 2009/10. Besonders erwähnenswert ist die Einstellung von Teilstücken der „Kohlenmagistrale“ (KBS 315) sowie dem grenzüberschreitenden Verkehr auf der KBS 147 nach Teschen.
Wieder voll in Betrieb geht die KBS 126, dessen Teilstück Kolbuszowa – Ocice vorher umfassend saniert wurde. Außerdem führt Przewozy Regionalne zwei IR-Zugpaare über die Güterstrecke Paczyna/Patschin – Lubliniec/Lublinitz, da die Trasse über Krupski Mlyn/Kruppamühle für die Relation Kluczbork/Kreuzburg (Oberschles) – Katowice/Kattowitz schneller ist als die über Kalety.
Ein Teil der genannten Strecken verlor den Reisezugverkehr bereits mit dem letzten Verkehrstag der saisonalen Sommerzüge. Der Rückzug von PKP Intercity geht weiter, insbesondere dort, wo kein Fahrdraht hängt und man auf eine (z. B. von der Konzerntochter PKP Cargo) anzumietende Diesellok angewiesen wäre. Demzufolge werden diese Züge gleich ganz gestrichen und es gibt beispielsweise gar keinen Fernverkehr mehr nach Zgorzelec/Görlitz-Moys (außer den DB-Zugpaaren), Mikolajki/Nikolaiken (Ostpr), Kudowa Zdrój/Bad Kudowa-Sackisch oder Zagórz.
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Einstellung:
• KBS 100/109 Wloszczowa Pln. – Zelislawice
• KBS 100/113 Idzikowice – Deba Opoczynska (bereits am 4.5.2009)
• KBS 114 Slotwiny - Zakowice Pld. (bereits am 30.8.2009)
• KBS 114 Galkówek - Mikolajów (bereits am 1.9.2009)
• KBS 116/121 Przeworsk Gorliczyna – podg. Przeworsk PK (bereits am 31.8.2009)
• KBS 131 Biecz – Jaslo (bereits am 31.8.2009)
• KBS 147 Goleszów/Golleschau – Ceský Tesín/Teschen Hbf
• KBS 315 Herby Nowe/Neu Herby – Chorzew Siemkowice
• KBS 315 Zdunska Wola Karsznice – podg. Dionizów (bereits am 1.9.2009)
• KBS 315 Zdunska Wola – Kraski
• KBS 315 Kraski – podg. Boryslawice (bereits am 1.9.2009)
• KBS 355 Jerzmanice Lubuskie/Hermania – podg. Drzensko/Drenzig (bereits am 1.9.2009)
• KBS 368 Szczecin Gl./Stettin Hbf – Sz. Wzgórze Hetmanskie – Szczecin Gumience/Scheune
• KBS 430 Nowa Wies Wielka/Großneudorf (Westpr) – Bydgoszcz Wschód Tow./Bromberg Ost (bereits 1.9.2009)
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Wiedereröffnung:
KBS 126 Kolbuszowa – Tarnobrzeg
KBS 180 Paczyna/Patschin – Lubliniec/Lublinitz
KBS 240 Szklarska Poreba Górna/Ober Schreiberhau – Harrachov/Strickerhäuser (vsl. ab 1.5.2010)
KBS 400/550 podg. Warszawa Michalów – podg. Warszawa Goclawek
(Hans-Jürgen Schulz, 16.12.09).

RechteckThales liefert die erste ETCS-Strecke für Polen
Thales hat vom polnischen Bahnbetreiber Polskie Koleje Panstwowe (PKP) einen 10 Millionen Euro Auftrag über die Lieferung und Installation des europäischen Zugsicherungssystems ETCS (European Train Control System) Level 1 auf der 224 km langen Bahnstrecke zwischen Grodzisk Mazowiecki und Zawiercie erhalten.
Durch das ETCS-System werden sowohl die Effizienz als auch die Betriebssicherheit im gesamten Netz verstärkt. Wenn das System im Juni 2011 in Betrieb sein wird, werden die Züge auf der Strecke Grodzisk Mazowiecki/Zawiercie mit Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h verkehren können. Die Fahrgäste werden ihr Ziel schneller und sicherer als je zuvor erreichen.
Das ETCS-System wird damit zum ersten Mal in Polen eingesetzt werden, einem der dichtesten Schienenetze Europas. Mit 20.660 Schienenkilometern ist dieses Netz im Herz Europas das drittgrößte dieses Kontinents und dient als Knotenpunkt für die Netze mehrerer Nachbarstaaten. Der erteilte Auftrag stellt daher eine große Investition zur Sicherung der Interoperabilität zwischen den polnischen Eisenbahnstrecken und allen europäischen Strecken dar.
"Wir haben uns aufgrund des konkurrenzfähigen Angebots und der erprobten Kompetenz von Thales im weltweiten Einsatz von ETCS-Lösungen für Thales entschieden. Mit der ETCS-Technik wird PKP das polnische Schienennetz attraktiver, effizienter und sicherer machen können", erklärt Marek Pawlik, Vice President von PKP.
"Ich bin sehr stolz, dass PKP sich für Thales als Lieferant der ersten ETCS-Strecke in Polen entschieden hat. Wir haben uns in Polen engagiert mit dem Ziel, ein wichtiger Player bei der Modernisierung dieses großen europäischen Schienennetzes zu werden. Dieser Auftrag bestätigt uns in unserer Strategie und PKP kann sich darauf verlassen, dass wir dieses Projekt erfolgreich ausführen werden", erklärte Jean-Pierre Forestier, Managing Director Rail Signalling bei Thales. Dieser erneute Auftrag nach der Modernisierung des inzwischen voll in Betrieb befindlichen Bahnknotens in Poznan stärkt die Präsenz von Thales in Polen. Es handelt sich dabei um das größte in den letzten zehn Jahren in Polen realisierte Projekt im Bereich der Eisenbahnsignaltechnik (Pressemeldung Thales, 14.12.09).

RechteckFinanzkrise erzwang Restrukturierung des Personalbestandes der PKP CARGO
Für PKP CARGO – das mit Abstand größte in Polen und eines der größten Schienenverkehrs-unternehmen in Europa – geht das Jahr 2009 unter dem Zeichen der erfolgreichen Umsetzung eines präzedenzlosen Umstrukturierungsprozesses im Personalbereich zu Ende, in dessen Zuge mehr als fünftausend Mitarbeiter die Firma verlassen haben.
Der Personalbestand der PKP CARGO geht sukzessive seit dem Zeitpunkt der Entstehung der Gesellschaft im Herbst 2001 zurück. In den letzten acht Jahren verringerte sich die Mitarbeiterzahl von über 51 Tausend bis auf nur beinahe 30 Tausend, was einen Rückgang um mehr als 40 % bedeutet.
Zwei Umstände waren dabei von hervorragender Bedeutung, nämlich die Ausgliederung der Beschäftigten des Traktionsdienstes in die Gesellschaften des Personenverkehrs, die zur PKP-Gruppe gehören, wovon in der zweiten Hälfte 2008 fast sechs Tausend Kollegen betroffen wurden.
Zweitens ist das in diesem Jahr umgesetzte Programm von freiwilligen Abgängen zu nennen, das fast 5,3 Tausend Beschäftigte umfasste. Im internationalen Vergleich ein kaum zu schlagender Erfolg im Hinblick auf die Tatsache, dass es nicht die geringsten Proteste der im Unternehmen aktiven Gewerkschaften hervorrief, die sich äußerst verantwortungsbewusst der Notwendigkeit gegenüberstellten, die Firmenkosten auf dem von der Wirtschaftskrise stark in Mitleidenschaft gezogenen Güterverkehrsmarkt weitgehend zu minimieren.
Von den fast 5,3 Tausend Personen, die dem Programm von freiwilligen Abgängen beigetreten waren, entfielen 4,7 Tausend auf Beschäftigte mit Arbeiterstatus und etwa sechshundert auf sonstige Mitarbeiter. Die aus dem Programm erwachsenden Kosten - als Abfindungen und Gratifikationen für die scheidenden Mitarbeiter zu verstehen - in Höhe von rund 250 Mio. Zloty werden vom Unternehmen aus eigenen Mitteln getragen.
Im Ergebnis der im Jahre 2009 getroffenen Umbaumaßnahmen im Personalbereich (neben dem Programm von freiwilligen Abgängen sind Ruhestandsversetzungen und das Auslaufen von befristeten Arbeitsverträgen sowie Gruppenentlassungen in der Zentrale und zwei weiteren regionalen Betrieben der Gesellschaft zu nennen) wird die Mitarbeiterzahl bei PKP CARGO 2009 jahresbezogen von über 37,6 Tausend auf 29,1 Tausend, d.h. um mehr als 8 Tausend (über 22 % aller Beschäftigten) zurückgehen. Vom Anfang 2008 verringert sich die Beschäftigtenzahl insgesamt um über 14 Tausend, also um ein Drittel des Personalbestandes vor dem Beginn der Umstrukturierung.
„Dank der Kostensenkung infolge dieses Prozesses konnten wir unsere Konkurrenzfähigkeit steigern. Sollte es keine Überraschungen geben, so zum Beispiel eine zweite Krisenwelle, wird das Jahr 2010 wesentlich besser als das laufende. Wir ruhen uns aber nicht auf den Lorbeeren und sind gewillt, auch im kommenden Jahr weitere Sanierungsmaßnahmen fortzusetzen, in deren Fokus diesmal eine Kostenreduzierung in den Bereichen Produktion und Instandhaltung von Fahrzeugen stehen wird“ sagt Wojciech Balczun, Vorstandsvorsitzender der PKP CARGO (Pressemeldung PKP Cargo, 11.12.09).

RechteckPCC Rail S.A. in DB Schenker Rail Polska S.A. umfirmiert
Mit der erfolgten Eintragung in das polnische Handelsregister firmiert die Gesellschaft PCC Rail S.A. ab sofort unter dem Namen DB Schenker Rail Polska S.A.
Mit der Akquisition der PCC Logistics Gruppe im Juli dieses Jahres hat die Deutsche Bahn (DB) mehrere Gesellschaften erworben, die sukzessive auf die neue Marke „DB Schenker“ bzw. „DB“ umgestellt und umfirmiert werden. Mit der Umbenennung in DB Schenker Rail Polska S.A. ist nun ein entscheidender Schritt zur weiteren Integration der Unternehmen unter dem Dach der DB getan. Gegenüber den Kunden wird mit dem neuen Firmennamen DB Schenker Rail Polska S.A. die Zugehörigkeit zu der Marke DB Schenker dokumentiert.
DB Schenker steht weltweit für den alle Verkehrsträger umfassenden Transport- und Logistikbereich der DB und damit für die Kompetenz eines erfolgreichen Dienstleisters für integrierte Logistik und Europas größten Schienengüterverkehrsanbieter. Unter dieser Marke operieren die Geschäftsfelder DB Schenker Rail und DB Schenker Logistics des Ressorts Transport und Logistik der Deutschen Bahn (Pressemeldung Deutsche Bahn, 13.11.09).

RechteckEurosprinter-Lokomotive für PKP Intercity unterwegs

Intercity-Zug Neptun mit der Siemens-Lokomotive ES64U4 mit der Loknummer 183 601 am Messe-Bahnhof Gdansk-Oliwa und ES64U4 auf dem Freigelände der Messe TRAKO 2009 in Danzig. Fotos Siemens.

Am 8. Oktober 2009 erhielt die Eurosprinter-Lokomotive vom Typ ES64U4 ihre vorläufige Betriebszulassung für Polen. Sechs Monate lang muss sich die Viersystemlokomotive im täglichen Betrieb bewähren, um die endgültige Zulassung vom polnischen Bahnministerium zu erhalten.
Die polnische Staatsbahn Polskie Koleje Panstwow-Intercity (PKP Intercity) bestellte im Sommer 2008 zehn Eurosprinter vom Typ ES64U4 mit einem Auftragsvolumen von mehr als 44 Millionen Euro. Nur ein Jahr nach Auftragseingang übergab Siemens Mobility die erste Lokomotive der Baureihe 183 601 an den Kunden, der die Lok auf den Namen „Husarz“ taufte.
Die vorläufige Zulassung kam rechtzeitig zur diesjährigen Schienenfahrzeugmesse TRAKO, die vom 14. bis 16. Oktober 2009 in Danzig stattgefunden hat. Siemens präsentierte zusammen mit PKP Intercity den zweiten Prototyp der „Husarz“-Lokomotive mit der Loknummer 183 602.
Im Rahmen des Ernest Malinowski-Wettbewerbs wurde Siemens für das beste Produkt in der Kategorie Schienenfahrzeuge ausgezeichnet. Siemens erhielt diese Auszeichnung für die ES64U4. Die Lokomotive überzeugte nicht nur mit dem im Jahr 2006 aufgestellten Weltrekord von 357 Kilometern pro Stunde für Serienlokomotiven, sondern auch mit ihren technischen Eigenschaften, die den durchgängigen Verkehr über Ländergrenzen hinweg ermöglicht. Der Preis wurde von den Organisatoren der Trako-Messe in Danzig verliehen.
Die erste offizielle Fahrt absolvierte die Eurosprinter-Lokomotive mit dem Intercity-Zug „Neptun“ am 14. Oktober 2009 von Warschau nach Danzig. Auch während der nachfolgenden Messetage führte die PKP Intercity erfolgreich den Intercity-Verkehr mit der Siemens-Lok zwischen Warschau und Danzig durch.
Die für den polnischen Verkehr ausgestatteten Lokomotiven sollen später im grenzüberschreitenden Verkehr von Polen nach Deutschland, Tschechien und Österreich zum Einsatz kommen. Zusammen mit den Reisezugwagen der PKP Intercity ermöglichen die Lokomotiven den schnellen IC-/EC-Verkehr auf den Strecken Warschau-Berlin, Warschau-Prag und Warschau-Wien.
Die Lokomotive ist Teil der bewährten Eurosprinterfamilie von Siemens Mobility, von der weltweit über 1.500 Lokomotiven bestellt wurden. Die Serienauslieferung der neuen Loks startet im Frühjahr 2010. Die Lokomotiven werden im Siemens-Werk in München-Allach sowie im Werk des Technischen Service der Österreichischen Bundesbahnen in Linz gefertigt. Zusätzlich zur Lieferung der Lokomotiven hat Siemens auch einen Wartungsvertrag für die Lokomotiven erhalten, der durch Siemens abgewickelt wird. Nach der Auslieferung werden die Lokomotiven in einem Depot der PKP Intercity in Warschau gewartet (Pressemeldung Siemens, 05.11.09).

RechteckBydgoszcz (Bromberg) baut neue Straßenbahnstrecken
Beendet ist der Wettbewerb des Auswahlverfahrens für das Projekt Straßenbahn in Bydgoszcz. Die neue Straßenbahn erschließt das Wohnungsviertel Fordon.
Gewonnen hat die Ausschreibung die franzosische Firma EGIS. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das Jahr 2010 vorgesehen.
In Bydgoszcz (Bromberg) fahren Straßenbahnen mit einer Spurweite von 1000 mm (Jozef Trzionka, Franz Straka, mit freundlicher Genehmigung von www.strassenbahn-europa.at, 01.10.09).

Rechteck35 PESA-Straßenbahnen für Gdansk
Foto PESAFoto PESA
Am 9. September 2009 unterzeichnete PESA Bydgoszcz SA mit dem Danziger Verkehrsbetrieb Zakladem Komunikacji Miejskiej w Gdansku (ZKM Gdansk) den Vertrag zur Lieferung von 35 Niederflur-Straßenbahnen.
Unter den Gästen waren der Bürgermeister von Gdansk, Herr Pawel Adamowicz, Vertreter der kommunalen Verkehrsträger, des Verbandes der Verkehrsbetriebe (Pomorskie Stowarzyszenie Sympatyków Transportu Miejskiego) und Vertreter von ZKM Gdansk und PESA.
Die Auslieferung der Straßenbahnen ist von Januar bis Dezember 2011 geplant. Ein Zug wird zu einem früheren Zeitpunkt geliefert wird, um die Fahrer zu trainieren.
Die Fahrzeuge werden auf der neuen Linie nach Nowa Lódzka eingesetzt, einer Verlängerung der Chelminska-Linie. Der Wert des Auftrags beläuft sich auf fast 305 Mio. PLN brutto.
Die Straßenbahnen sind zu 100% in Niederflurbauweise gebaut, eine Gleitrampe erleichtert den Einstieg mit einem Rollstuhl oder einem Kinderwagen. Die Fahrzeuge besitzen eine Klimaanlage und TV-Überwachung. Die fünfgliedrige Straßenbahn bietet Platz für 201 Fahrgäste, darunter 40 Sitzplätze. Die Länge der Straßenbahn beträgt 30.120 mm (Pressemeldung PESA, 11.09.09).

RechteckPersonenzugverkehrseinstellungen
Foto  Hans-Jürgen Schulz
SU45-246 am 18.8.2009 mit D 22105 (Bydgoszcz-) Rejowiec - Zamosc bei Izbica.
Zum 01.09.2009 streicht PKP Intercity einen Teil seines Zugangebots zusammen, was mit schlechter Auslastung und auf den nichtelektrifizierten Strecken mit zu hohen Kosten begründet ist. Eine vor zwei Monaten bekanntgewordene Streichliste von zirka 70 Zügen wurde fast komplett umgesetzt, lediglich der Raum Gorzów Wlkp./Landsberg(Warthe) blieb nach Verhandlungen davon verschont.
Insbesondere die Region um Zamosc, wo die Schnellzüge nur noch das einzige Zugangebot darstellten, verliert dadurch vollkommen den Schienenpersonenverkehr. Es wird teilweise Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. "Eventuelle Fahrplanänderungen sind zum Fahrplanwechsel im Dezember möglich", heißt es aus der Pressestelle von PKP Intercity ...
Einstellung des Personenzugverkehrs ab 01./02.09.2009:
• KBS 105 Bukowno - Jaworzno Szczakowa
• KBS 123 Horyniec Zdrój - Hrebenne (SEV)
• KBS 125 Debica - Tarnobrzeg (SEV)
• KBS 154 Chybie - Zory/Sohrau
• KBS 235 Nysa/Neisse - Kamieniec Zabk./Kamenz (Schles)
• KBS 431 Brodnica/Strasburg (Westpr) - Dzialdowo/Soldau (SEV)
• KBS 554 Rejowiec - Hrebenne (SEV)
• KBS 554 Zawada - Zamosc (SEV)
• KBS 556 Stalowa Wola Pld. - Zwierzyniec (SEV)
Außerdem gibt es Zugstreichungen im Nahverkehr, was folgende Streckeneinstellungen zur Folge hat:
• KBS 130 Nowy Sacz/Neu Sandez - Nowy Sacz Miasto
• KBS 249 Legnica/Liegnitz - Jerzmanice Zdrój/Hermsdorf Bad
• KBS 252 Luban Sl./Lauban - Zgorzelec/Görlitz-Moys
• KBS 514 Mragowo/Sensburg - Elk/Lyck
Die ersten drei genannten Strecken wurden erst zum letzten Fahrplanwechsel reaktiviert, was allerdings eher eine Farce war.
Die Einstellung der KBS 514, welche die touristisch interessante Region um Mikolajki/Nikolaiken (Ostpr) mitten in Masuren betrifft, ist schwer nachvollziehbar; das Zugangebot hätte eher einer Ausweitung als einer Einstellung bedurft (Hans-Jürgen Schulz, 01.09.09).

RechteckLetzte Chance für eine Fahrt auf der Schmalspurbahn Smigiel - Wielichowo
Foto Stefan UntergutschFoto Stefan Untergutsch
Foto Stefan UntergutschFoto Stefan Untergutsch Am kommenden Sonntag, 30.08., verkehrt zum letzten Mal - zumindest planmäßig für diese Saison - ein Triebwagen als Touristenzug "Smigielanin" auf der Schmalspurbahn Smigiel-Wielichowo. Dies ist auch die letzte Saison für den Triebwagen MBxd2-222 vor der Modernisierung, MBxd-2-226 und 218 in Smigiel sind bereits modernisiert.
Da die Gleise nach Angaben des Personals keine Rollwagen mehr tragen können, ist der Güterverkehr auf der Strecke eingestellt und findet wie auch der planmäßige Personenverkehr nur noch auf dem Restabschnitt Smigiel nach Stare Bojanowo statt, wo sich der Bahnhof der Normalspur befindet. Die Strecke verläuft streckenweise durch einen "grünen Tunnel", den sich der Triebwagen regelrecht selbst freischneidet. Fahrpreis: 26 Zloty h/r (ca. 6 EUR).
Die Strecke läßt sich als Tagesausflug per Bahn von Berlin mit Umsteigen in Posen erreichen (06:29-11:00 / 15:26-22:20, rückwärts bleibt Zeit für die Stadt und/ oder ein Abendessen). Möglich ist auch, dies mit einem Besuch des nahegelegenen Dampf-Bw Wolsztyn oder der Gnesener Schmalspurbahn zu verbinden. Diese verkehrt Sa + So zwischen Gniezno und Anastazewo - direkt über den Strand des Powidzer Sees. Dies ist ebenfalls das letzte Wochenende in dieser Saison, aber die Chancen, daß diese Bahn kommendes Jahr wieder fährt, sind sicher besser (Stefan Untergutsch, 26.08.09).

RechteckWaldeisenbahn Cisna verlängert
Die historische Waldeisenbahn in den polnischen Bieszczady (Waldkarpaten) wurde jetzt um einen vier Kilometer langen Streckenabschnitt verlängert. Die 1890 eröffnete Strecke führt nun auf 37 km entlang der polnisch-slowakischen Grenze von Wola Michalowa bis Smolnik. Tickets kosten von 12 bis 25 Zl oty, umgerechnet drei bis sechs Euro. Die Bieszczady sind eine dünn besiedelte und urtümliche Mittelgebirgsregion an der südöstlichen Spitze Polens. Große Teile der Region sind als Nationalpark geschützt (Horst Schinzel, HS-Kulturkorrespondenz, 19.08.09).

RechteckErweiterung des Fahrzeugparks von Arriva PCC
Foto Jacek GozdziewiczFoto Jacek Gozdziewicz
Am 3. August 2009 konnte der Fahrzeugpark von Arriva PCC um vier neue Bei-/Steuerwagen SA113
zu den Schienenbussen der Baureihe SA106 erweitert werden. Die feierliche Präsentation der Wagen durch den Marschall der Wojwodschaft Kujawien-Pommern, Piotr Calbecki, fand im Bahnhof von Chelmza statt.
Vier neue, von der Firma PESA Bydgoszcz hergestellte Wagen, sind vorgesehen, um die Bedienung der am meisten befahrenen Strecken von Arriva PCC zu verstärken. Der Kauf der Wagen wurde mit Mitteln des Programmes zur regionalen Entwicklung der Wojwodschaft Kujawien-Pommern finanziert.
Die Beiwagen mit 78 Sitzplätzen, Klimatisierung und ökologischem, geschlossenen Toilettensystem sind mit einem Führerstand ausgestattet, so dass es möglich ist, den mit ihnen gebildeten Zugverband sowohl von der Spitze wie auch vom Ende aus zu steuern. In Polen - wo man bisher (abgesehen von den neuesten Dosto-Einheiten der KM = Koleje Mazowieckie) keine "Push-pull"-Züge kennt - sind diese Züge neu.
PESA jetzt insgesamt fünf Steuerwagen SA123 geliefert, und zwar
• SA123-001 für PKP PR (zur Bedienung der Strecke Bydgoszcz - Unislaw - Chelmza) sowie
• SA123-002 bis 005 für Arriva PCC (zur Verstärkung der Züge von Arriva PCC auf den von Bydgoszcz (Bromberg) und Torun (Thorn) ausgehenden Strecken)
(Rüdiger Lüders, Quelle Pressemeldung Arriva PCC, Fotos Jacek Gozdziewicz, 10.08.09).

RechteckOstbahn Kostrzyn - Krzyz
Foto  Hans-Jürgen Schulz
SU45-241 mit Zug 78803 Poznan-Kostrzyn am 31.7.2009 in Landsberg (Warthe)
Anlässlich des diesjährigen "Woodstock"-Festes vom 30.7.-3.8.2009 in Kostrzyn/Küstrin fuhren auch auf der Ostbahn im Abschnitt Kostrzyn/Küstrin - Neustadt Hbf - Krzyz/Kreuz wieder zahlreiche Sonderzüge. Neben der roten SU45-079 waren zahlreiche grüne SU45 vor Wagen der Gattungen Bh und/oder Bhp im Einsatz. Außerdem wurden am 30./31.7. und 2./3.8. alle Personenzugleistungen, die sonst durch Triebwagen erbracht werden, mit lokbespannten Garnituren gefahren. Es fuhren damit rund um die Uhr Züge mit ausreichendem Platzangebot.
Angesichts des Vorhabens von PKP IC, zum 1.9. alle Schnellzüge außer dem "Moniuszko" (welcher erst zum Fahrplanwechsel entfällt) auf der Ostbahn wegfallen zu lassen, hatte das kurzzeitig herrschende hervorragende Angebot doch einen bitteren Beigeschmack.
In der Innenstadt von Gorzów Wlkp./Landsberg (Warthe) wurden währenddessen Unterschriften gegen die Einstellungsabsichten gesammelt. Immerhin verlautete aus dem Infrastrukturministerium, dass es zwar noch keine offizielle Entscheidung gäbe, aber die drei Schnellzüge "Hetman", "Portowiec" und "Kopernik" auf der Ostbahn nicht gestrichen und finanziell gestützt werden sollen (Hans-Jürgen Schulz, 04.08.09).

RechteckErste Lok der neuen Baureihe ST45 fertiggestellt
Foto  Hans-Jürgen Schulz
Ein Blick über den Zaun bei PESA Bydgoszcz SA ergab, dass mit ST45-01 die erste Lok der neuen Baureihe ST45 fertiggestellt ist. Es handelt sich hierbei um die ehemalige SU45-112, die für zukünftige Einsätze im Güterzugdienst bei PKP Cargo angepasst wurde. Probefahrten finden bereits seit Ende Mai statt. Die mit einem neuen MTU-Motor ausgestattete Lok soll im CT Bydgoszcz stationiert werden (Hans-Jürgen Schulz, 29.07.09).

RechteckPESA erhält Auftrag über "ELF"
Foto PESA
PESA Bydgoszcz SA hat die Ausschreibungen zur Lieferung von elektrischen Niederflurtriebwagen der Reihe "ELF" in die Regionen Masowien und Schlesien gewonnen.
20 Fahrzeuge sind für die Gesellschaft "Koleje Mazowieckie - KM" bestimmt und 8 Stück werden in der Wojewodschaft Schlesien in Betrieb gehen (Pressemeldung PESA Bydgoszcz S.A. Holding, 17.07.09).

RechteckStraßenbahneinstellung in Gliwice
Foto Martin Kubik
Den Betrieb der Straßenbahnlinien 1 und 4 in Gliwice (Gleiwitz) will Bürgermeister Zygmunt Frankiewicz ab 1. August 2009 einstellen, wie er in einem Statement auf der Internetseite der Stadt Gliwice bekannt gibt.
Bei zwei Enthaltungen hätte der Vorstand des für den Raum Katowice/Gliwice/Bytom zuständigen niederschlesischen Verkehrsverbundes KZK GOP (Komunikacyjny Zwiazek Komunalny Górnoslaskiego Okregu Przemyslowego) mit sechs Stimmen seinem Vorschlag zugestimmt.
Die Infrastruktur befände sich in einem schlechten Zustand und die Stadt könne sich moderne Niederflurstraßenbahnen nicht leisten. Mit modernen Bussen könne auf derselben Strecke ein 10-Minuten-Takt zu geringerem Preis angeboten werden.
"Ich hoffe, Sie akzeptieren meine Entscheidung" schließt der Bürgermeister sein Statement (Martin Kubik, 11.07.09).

Rechteck"InterREGIO"-Züge ab Gdynia
Foto Jacek GozdziewiczFoto Jacek Gozdziewicz
Foto Jacek GozdziewiczFoto Jacek Gozdziewicz
Seit 14.06.2009 (am Wochenende) sowie vom 20.06.-31.08.2009 täglich verkehren ab Gdynia Gl. je ein Zugpaar von PKP Przewozy Regionalne unter der Bezeichnung "InterREGIO" nach Poznan (über Bydgoszcz) sowie nach Sieradz (über Torun - Lodz).
Während das Zugpaar IR 51512/15512 Gdynia - Siedradz - Gdynia aus einer EN57-Einheit gebildet wird (Fahrzeit pro Richtung 7 h 40 min), wird das Zugpaar 75113/57112 Gdynia - Poznan aus einer EU07 und 2.Klasse-Wagen gebildet.
Die Fotos zeigen IR 57112 vor der Abfahrt in Gdynia Gl (Jacek Gozdziewicz, 17.06.09).

RechteckKBS 247 Sedzislaw - Lubawka - Královec
Foto  Hans-Jürgen Schulz
SA134-006 am 10.8.2008 beim Unterwegshalt in Blazkowa/Blasdorf.
Nach langen Verhandlungen über die Finanzierung fahren ab dem 06.06.2009 wieder Züge über den Grenzübergang Lubawka/Liebau(Schles) - Královec/Königshan.
Vom 6. Juni bis (vorerst) 31. August 2009 verkehren drei Zugpaare zwischen Jelenia Góra/Hirschberg (Rsgb) und Trutnov/Trautenau. An Sonntagen wendet ein Zugpaar bereits in Sedzislaw/Ruhbank (Hans-Jürgen Schulz, 08.06.09).

RechteckGeschwindigkeitsrekord auf polnischen Gleisen
Foto  SiemensFoto  Siemens
Bei Messfahrten am 29. Mai 2009 erreichte die Siemens-Lokomotive ES64U4 eine Geschwindigkeit von 235 km/h auf dem Streckenabschnitt Psary – Góra Wlodowska. Foto Siemens.
Bei Messfahrten am 29. Mai 2009 erreichte die Siemens-Lokomotive ES64U4 eine Geschwindigkeit von 235 km/h auf dem Streckenabschnitt Psary – Góra Wlodowska. Dies ist die höchste Geschwindigkeit eines Zuges auf dem polnischen Streckennetz. Der Messzug bestand aus zwei Lokomotiven vom Typ ES64U4 und drei Personenwagen der polnischen Eisenbahn Polskie Koleje Panstwow-Intercity (PKP Intercity). Der bisherige Geschwindigkeitsrekord einer lokbespannten Zuggarnitur betrug 222 km/h.
Der Auftrag vom August 2008 beinhaltet die Lieferung und Instandhaltung von 10 Lokomotiven des Typs ES64U4 an die polnische Staatsbahn PKP Intercity. Die Lokomotive ist Teil der bewährten Eurosprinterfamilie von Siemens Mobility, von der weltweit über 1.500 Lokomotiven bestellt wurden. Nach der Auslieferung werden die Lokomotiven in einem Depot der PKP Intercity in Warschau gewartet.
Die für den polnischen Verkehr ausgestatteten Lokomotiven sollen später im grenzüberschreitenden Verkehr von Polen nach Deutschland, Tschechien und Österreich zum Einsatz kommen. Zusammen mit den Reisezugwagen der PKP Intercity ermöglichen die Lokomotiven den schnellen IC-/EC-Verkehr auf den Strecken Warschau-Berlin, Warschau-Prag und Warschau-Wien. Die Serienauslieferung der neuen Loks startet im Frühjahr 2010. Die Lokomotiven werden im Siemens-Werk in München-Allach sowie im Werk des Technischen Service der Österreichischen Bundesbahnen in Linz gefertigt (Pressemeldung Siemens, 30.05 6.09).

RechteckUnterzeichnung des Vertrags zur Warschauer Straßenbahn
Foto PESAFoto PESA

Foto PESAFoto PESA
Am 29. Mai 2009 unterzeichneten Vertreter von PESA Bydgoszcz SA und der Warschau Straßenbahn (Tramwaje Warszawskie,TW) in Warschau den Vertrag über die Lieferung von 186 Straßenbahnen für die Hauptstadt.
Die Unterzeichnung des Vertrages fand auf dem Gelände des Depots in Zoliborz statt.
Unter den Gästen waren die Präsidentin von Warschau, Hanna Gronkiewicz-Waltz, der Marschall der Region Mazowieckie, Struzik Adam, der Direktor vom "City Transportation Board" in Warschau (Zarzadu Transportu Miejskiego w Warszawie), Leszek Ruta, ein Vertreter der Stadt Bydgoszcz, Ambrozy Pawlewski und die Vertreter der beiden Unternehmen.
Der Wert des Auftrags beläuft sich auf fast 1,5 Mrd. PLN. Die erste Straßenbahnen wird im September 2010 ausgeliefert, der Abschluss des Vertrages wird für Ende 2013 erwartet. Die Straßenbahnen werden zu 100% als Niederflurfahrzeuge ausgeliefert, ein zusätzlich Eingang in das Fahrzeug wird durch Verwendung eines automatischen Rampe ermöglicht. Der Komfort wird durch eine Klimaanlage, Großraumausführung und eine Videoüberwachung gewährleistet. Die Züge bieten bei einer länge von 30.120 mm Platz für 201 Passagiere, darunter 40 Sitzplätze (WKZ, Pressemeldung PESA, 02.06.09).

RechteckBielsko-Biala
Foto Matthias SchenkelFoto Matthias Schenkel
Bielsko-Biala besitzt einen denkmalgeschützten Bahnhof, an dem vier Bahnstrecken ankommen. Von Czechowice-Dziedzice, Cieszyn (-> Tschechien), Zwardon (->Slowakei) und Krakau über die Karpatenvortiefe. Es bestehen IC-Verbindungen nach Warschau und Schnellzüge in alle Regionen Polens. Der Nahverkehr nach Katowice sowie Zywiec ist stark frequentiert.
Innerhalb von Bielsko-Biala gibt es einen kleinen Tunnel zwischen dem Hotel Prezydent und dem Theater (linkes Foto EN57 871 vom Nordportal aus). Inzwischen sind Loks der CD keine Seltenheit mehr (rechtes Foto 163 044 mit einem Osobowy) (Matthias Schenkel, www.donaulaender.at, 21.05.09).

RechteckKeine Regionalbahn zwischen Cottbus und Zielona Gora
Die vom Brandenburgischen Infrastrukturminister Reinhold Dellmann in der Pressemitteilung 092/2008 vom 30.05.2008 angekündigte Eisenbahnverbindung zwischen Cottbus und Zielona Gora wird ihren Betrieb auch im Fahrplanjahr 2008/2009 nicht aufnehmen.
Ersten Informationen von polnischen Seite zufolge, sollte der Zugverkehr auf der polnischen Kursbuchstrecke 333 zwischen Zielona Gora und Guben im Dezember 2008 aufgenommen werden. Später verschob man den Termin auf den 01.06.2009 und veröffentlichte einen entsprechenden Fahrplan im Internet (der Link wurde inzwischen gelöscht). Nun wurde der geplante Zugverkehr für das Fahrplanjahr 2008/2009 gänzlich abgesagt. Als Grund wurde von der polnischen Seite fehlende Fahrzeuge angegeben (Frank Gutschmidt, 16.05.09).

RechteckKeine Regionalbahn zwischen Guben und Czerwiensk
Der für den 01.06.2009 geplante Zugverkehr zwischen Zielona Gora und Guben wird polnischen Quellen zufolge noch nicht eingeführt. Als Grund wurde Fahrzeugmangel an Triebwagen der Reihe SA 105 genannt (Frank Gutschmidt, 16.05.09).

RechteckStrecke Reda - Hel
Foto JGFoto JG
Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden, wird auf der Strecke Gdynia - Reda - Hel seit kurzem eine Doppeleinheit der Triebwagen der Baureihe SA103 eingesetzt, in deren Mitte ein modernisierter Personenwagen 2. Klasse eingestellt ist. Der Wagen ist mit einer Steuerleitung ausgrüstet, so dass bei de Triebwagen in Vielfachtraktion von einem Führerstand aus bedient werden können und der Fahrtrichtungswechsel ohne Umsetzen möglich ist.
Das Foto zeigt SA103-006 und SA103-011 in Gdynia Glówna als Zug 9327 am 09.05.2009 (JG, 16.05.09).

RechteckStraßenbahn-Ausschreibung Warschau geht an PESA
PESA Bydgoszcz SA steht kurz von der Unterzeichnung des Vertrages für die Lieferung von 186 Straßenbahnen für Warschau im Wert über 1,5 Mrd. PLN (Der LOK Report berichtete). Der Vorsitzende der Warschauer Straßenbahnen (Tramwaje Warszawskie Sp.zo.o.), Krzysztof Karos, kündigte an, dass die Vertragsunterzeichnung Ende Mai/Anfang Juni stattfinden kann.
Diese Botschaft kann bereits als offiziell gewertet werden, da einer der Bieter - das Alstom-Konsortium - nach Ablehnung eines Einspruchs durch die Warschauer Straßenbahn keinen weiteren Einspruch vor dem Berufungsgericht der Nationalen Kammer (Krajowej Izby Odwolawczej) mehr eingelegt hatte und damit das Verfahren nicht mehr blockiert.
Die Warschauer Straßenbahn kündigte an, die Ausschreibungsdokumentation bis zum 5. Mai an das Amt für öffentliches Beschaffungswesen (Urzedu Zamówien Publicznych) schicken zu wollen. Wenn keine Fehler festgestellt werden, ist der Weg zur Unterzeichnung des Vertrages frei.
Die erste Lieferung der Fahrzeuge soll dann im September 2010 erfolgen. Die übrigen Fahrzeuge werden bis Ende 2013 ausgeliefert (Pressemeldung PESA, 13.05.09).

RechteckOpolskie und Dolnoslaskie
Foto Robert KeilhoferFoto Robert Keilhofer
Foto Robert KeilhoferFoto Robert Keilhofer
Die polnischen Wojewodschaften Opolskie und Dolnoslaskie im Süden des Landes bieten neben schönen Landschaften auch abwechslungsreichen Bahnbetrieb. Insbesondere die Strecken ins Gebirge sind sehr schön, wenn auch unendlich langsam. Neben den Bahnhöfen in den großen Städten findet man allerorten verträumte Haltepunkte und kleine Landbahnhöfe. Betrieblich dominieren EU07, EP07, ET22, EN57 und auf den nichtelektrifizierten Strecken Triebwagen (Robert Keilhofer, 11.05.09).

RechteckexKBS 344 Gorzów Wlkp. - Myslibórz
Foto  Hans-Jürgen SchulzFoto  Hans-Jürgen Schulz
FPL 66004 mit Güterzug in Gorzów Wlkp., Ol49-59 mit Sonderzug in Sciechów.
Auf der Strecke Gorzów Wlkp./Landsberg (Warthe) - Myslibórz/Soldin wurde am 24.03.2009 der Güterverkehr nach Swiatki/Tempelhof (Neumark) wieder aufgenommen. Die Güterzüge, welche mit Class-66-Loks der Privatbahn FPL bespannt sind, verkehren nach Bedarf. Es verkehren Züge mit Baustoffen, die zum Bau einer Schnellstraße dort entladen werden.
Die Firma Berger Bau GmbH hat die brachliegende Strecke dafür wiederherrichten lassen und will sie befristet auf zwei Jahre dafür nutzen. Nach Ende der Transporte droht der Strecke der Abriss, will man doch einen Teil der Trasse für die zu errichtende Straße nutzen. Das letzte Wort ist aber wohl noch nicht gesprochen, denn es regte sich von lokaler Seite schon der Wunsch, die Strecke auf ganzer Länge (der kurze, weiterführende Abschnitt von Tempelhof bis Soldin blieb unberührt) wieder zu reaktivieren und Personenverkehr (Gorzów - Myslibórz - Szczecin) einzurichten.
Am 18.4.2009 gab es eine Sonderfahrt mit einem dampfbespannten Personenzug von Wolsztyn/Wollstein nach Tempelhof. Der nördliche Abschnitt von Soldin bis Baczyna/Beyersdorf (Neumark) hatte bereits seit 1991 keine Reisezüge (Güterverkehr noch bis 1999) mehr gesehen, auf dem südlichen Abschnitt endete der Güterverkehr 2001 (Hans-Jürgen Schulz, 01.05.09).

RechteckKampf vor Gericht um Straßenbahn-Ausschreibung Warschau
Foto PESA
Am 19. März 2009 fand in der Geschäftszentrale der Warschauer Straßenbahn-Verkehrsgesellschaft Tramwaje Warszawskie (TW) die offizielle Eröffnung der Angebote und Entscheidung zur Ausschreibung für die Lieferung von 186 Niederflur-Straßenbahnen für die polnische Hauptstadt statt. Vier Hersteller gaben ihre Angebote ab, die nun nach den Kriterien "Preis" (70%) und "Technologie" (30%) von der TW-Wettbewerbskommmission bewertet werden können:
Pojazdy Szynowe PESA Bydgoszcz Spólka Akcyjna Holding
Angebot: netto: 1 227 600 000,00 PLN / brutto: 1 497 672 000,00 PLN
Stadler Pankow GmbH
Angebot: netto: 3 052 249 707,00 PLN / brutto: 3 723 744 642,00 PLN
Konsorcjum Wykonawców (Alstom Konstal S.A. und Alstom Transport SA)
Angebot: netto: 2 348 236 000,00 PLN / brutto: 2 864 847 920,00 PLN
Konsorcjum Wykonawców (AnsaldoBreda S.p.A. und Newag S.A.)
Angebot: netto: 342 204 820,00 € / brutto: 417 489 880,40 €
Die Firma PESA Bydgoszcz gibt in einer Pressemitteilung an, als einzige das vorgeschriebene Budget von 1,8 Mrd. PLN nicht überschritten zu haben und damit den Vorgaben der Ausschreibung am nächsten zu sein. Die Angebote zweier Bieter (Stadler und Alstom, die Redaktion) überschritten diesen Betrag signifikant. Der vierte Bieter (AmsaldoBreda/Newag) läge zwar gerade noch im Rahmen des Budgets, hätte aber einen Preis in Euro genannt, was den Ausschreibungsspezifikationen zur Angabe in PLN widersprach.
Aus diesem Grund hat PESA Beschwerde bei der Nationalen Beschwerdekammer eingelegt, diese aber wollte das Angebot des Konsortiums Ansaldo/Newag zulassen. Gegen den Bescheid hat PESA dann das Bezirksgericht Warschau angerufen, welches aber am 10.03.09 die Beschwerde verwarf. So war der Weg für die Wettbewerbskommission frei, das Verfahren zu eröffnen.
Die von PESA für die Ausschreibung angebotenen Straßenbahnen (siehe Grafik) sind 30,1 m lang und haben eine Kapazität für 201 Fahrgäste, darunter 40 Sitzplätze. Sie werden mit einer Klimaanlage sowohl für die Fahrerkabine als auch für den Fahrgastraum ausgestattet.
Die Fahrzeuge sollen zwischen Mitte 2010 und Ende 2013 ausgeliefert werden. Ob sich der Termin halten lässt, dürfte auch von möglicherweise zu erwartenden neuen Gerichtsverfahren abhängen
(WKZ, Pressemeldungen PESA Bydgoszcz und Tramwaje Warszawskie, 23.03.09).

RechteckWieder Zugverkehr auf der Strecke 415
Foto Jacek GozdziewiczFoto Jacek Gozdziewicz
Wie von Hans-Jürgen Schulz schon im Dezember angekündigt, ist jetzt auf der Strecke Torun (Thorn) - Malbork (Marienburg) zwischen Grudziadz (Graudenz) und Kwidzyn (Marienwerder) der Reisezugverkehr wieder aufgenommen worden, den die PKP vor einigen Jahren eingestellt hatte. Betreiber ist jetzt die polnische Bahngesellschaft Arriva-PCC, die bereits seit 2007 im Auftrag der Wojwodschaft Kujawien-Pommern regionalen Schienenpersonenverkehr im Gebiet zwischen Chojnice, Bydgoszcz, Torun und Brodnica anbietet.
Am 01.03.2009 fuhren die ersten planmäßigen Züge, doch am 02.03. kam für die örtliche "Prominenz" noch ein Sonderzug von Grudziadz nach Malbork zum Einsatz, der allerdings wie der Planzug "nur" aus einem (von der DSB übernommenen) MR/MRD-Doppeltriebwagen gebildet war (Text Rüdiger Lüders, Fotos Jacek Gozdziewicz, 10.03.09).

RechteckOlivgrüne Waggons wieder in Wolsztyn im Einsatz
Foto Wojtek LisFoto Wojtek Lis
Dank der Bemühungen des Vereins der Freunde des Wolsztyner Bw fahren seit dem 24. Februar die olivgrünen Waggons 120A (Bh) auf der Strecke Wolsztyn - Poznan wieder!
Die Waggons kamen in Wolsztyn am 25.02.09 um 17:46 Uhr mit dem Planzug 77330 mit der Ol49-59 an. Mit den Zügen 77325 und 77330 fahren drei und mit den Zügen 77324 und 77331 zwei olivgrüne Waggons (Wojtek Lis, www.parowozy.com.pl, 26.02.09).

RechteckWalbrzych - Klodzko
Ein neuer Schienenbus der Niederschlesischen Eisenbahn (Koleje Dolnosla skie) verbindet die Stadt Walbrzych (Waldenburg) mit dem weiter südlich gelegenen Klodzko (Glatz). Die rund 50 km lange Strecke mit neun Brücken und drei Tunnel führt durch verschiedene Abschnitte der Sudeten und zählt zu den schönsten Bahntrassen Niederschlesiens.
Die Strecke war in den vergangenen vier Jahren nicht mehr im Betrieb. Für die nahe Zukunft plant die polnische Woiwodschaft auch die Reaktivierung anderer attraktiver Strecken in den schlesischen Sudeten, wie der Höllentalbahn von Klodzko nach Kudowa Zdrój (Bad Kudowa) oder der Bieletalbahn nach Stronie Slaskie (Seitenberg). Infos: www.kolejedolnoslaskie.eu (Horst Schinzel, HS-Kulturkorrespondenz, 23.02.09).

RechteckPCC SE verkauft Logistik-Sparte an die Deutsche Bahn
Die PCC SE hat den überwiegenden Teil ihrer Logistik-Aktivitäten "PCC Logistics" an die Deutsche Bahn-Gruppe (DB), Europas größten Güterbahn-Betreiber, verkauft. Die entsprechenden Verträge wurden am 29.01.09 in Warschau unterzeichnet. Sie werden vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien und Kartellbehörden voraussichtlich Mitte 2009 umgesetzt.
Über Einzelheiten der Transaktion und insbesondere den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Nicht Gegenstand des Verkaufs ist die Mehrheitsbeteiligung der PCC SE an der PCC Intermodal S.A., die im dynamisch wachsenden polnischen Markt für Containertransporte tätig ist und in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird.
Nach dem Einstieg ins Logistikgeschäft in 2000 durch Übernahme der PCC Spedkol hat sich PCC durch internes Wachstum, vor allem aber durch erfolgreiche, weitere Akquisitionen zum größten privaten Bahn-Transportunternehmen in Polen entwickelt. Die zur Sparte "Logistik" zählenden PCC-Gesellschaften und -Beteiligungen betreiben heute etwa 400 Lokomotiven und 7.700 Waggons, erwirtschaften mit rund 5.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 350 Mio. EUR und halten gemeinsam einen Marktanteil von rund 8 Prozent.
PCC-Gründer und -Alleinaktionär Waldemar Preussner zeigt sich mit der Transaktion zufrieden: "Wir haben den idealen Partner für unser Eisenbahngeschäft gefunden. Die DB stellt sicher, dass der von PCC eingeschlagene Wachstumspfad weiter beschritten wird und sich den Unternehmen und ihren Mitarbeitern interessante neue Perspektiven eröffnen."
Zum Abschluss der Verhandlungen sagte DB-Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn: "Mit diesem Kauf baut die DB Leistungen und Service für ihre Kunden in einem wachsenden Europa weiter aus. Polen ist Deutschlands größter Handelspartner in Osteuropa, gleichzeitig ist Deutschland für Polen der größte Exportmarkt. Unsere international operierende Güterbahn DB Schenker Rail und die PCC Logistics werden gemeinsam mehr Verkehr auf die Schiene holen und damit Arbeitsplätze in Polen und auch in Deutschland sichern. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen wir damit ein Zeichen für unsere Zukunftsfähigkeit."
Mit dem Verkauf der Logistiksparte setzt PCC die Strategie eines aktiven Beteiligungsmanagements erfolgreich um. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits Ende vergangenen Jahres getan, als PCC Rokita die im Bereich der Pflanzenschutzmittel tätige Tochtergesellschaft Rokita Agro an einen der Weltmarktführer veräußerte. Auch zukünftig wird die PCC darauf abzielen, in eigenen Projekten und Gruppengesellschaften geschaffene Werte durch vollständige oder teilweise Veräußerungen zu realisieren.
Nicht zuletzt aufgrund der strategisch wichtigen Positionen, die die nun verkauften Logistik- und Chemieunternehmen innehaben, konnte die PCC attraktive Kaufpreise erzielen, die dazu beitragen werden, dass das PCC-Konzernergebnis (EBT) im Jahr 2009 im dreistelligen Millionenbereich liegen wird. Die zufließenden Mittel werden zum einen dazu verwendet werden, Verbindlichkeiten abzubauen und die Kapitalbasis unserer Tochtergesellschaften zu stärken. Zum anderen werden bereits in Vorbereitung befindliche Investitionsprojekte in den verbleibenden Konzernsparten "Chemie" und "Energie" weiter vorangetrieben. Im Zentrum dieser Aktivitäten stehen Kraftwerksprojekte mit Schwerpunkt im Bereich erneuerbarer Energien sowie die Ausweitung unserer Chemieaktivitäten. Neben dem weiteren Ausbau des PCC Rokita-Werks in Polen werden neben weiteren Unternehmensakquisitionen auch "Greenfield"-Projekte außerhalb Europas geprüft. Im Logistikbereich wird PCC im Bereich Container- und Intermodaltransport vor allem in den Auf- und Ausbau von Umschlag¬terminals investieren.
Der Erfolg, den PCC nun mit dem Verkauf der Logistik-Aktivitäten erzielen konnte, wäre in diesem Maße nicht möglich gewesen ohne die langjährige, treue Unterstützung durch die Zeichner der PCC-Inhaberschuldverschreibungen seit der Erstemission im Oktober 1998. Nicht zuletzt dieses verlässliche und flexible Finanzierungsinstrument hat die PCC SE in die Lage versetzt, schnell auf Investitionsgelegenheiten zu reagieren und so insbesondere Unternehmenskäufe auch gegen erheblichen Wettbewerb vorzunehmen. Für die PCC-Gruppe wird die Begebung von Inhaberschuldverschreibungen an einen breiten Kreis privater Anleger daher auch zukünftig ein zentraler Baustein ihrer Finanzierungsstrategie sein (Pressemeldung PCC SE, 31.01.09).

RechteckKeine Sommerpause mehr in Wolsztyn
Bei Radio Merkury teilte Stanislaw Taciak, Amtsleiter für Bahnverkehr beim Marschallamt in Poznan mit, dass Dampflokomotiven das ganze Jahr durch, d.h. auch im Juli und August, eingesetzt werden.
Bitte schreiben Sie Ihre Meinung dazu unter http://www.radiomerkury.pl/index.php?art=31441 (Radio Merkury). Auf der Seite unten klicken Sie auf "skomentuj". Schreiben Sie bitte in Ihrer Muttersprache, deutsch oder englisch u.s.w! Je mehr Einträge desto besser (Wojtek Lis, 12.01.09).

RechteckPKP-Kursbuch im VBB-Infocenter
Das VBB-Infocenter vertreibt ab sofort wieder das aktuelle Kursbuch der polnischen Staatsbahn PKP. Es kann telefonisch oder online bestellt oder direkt am Hardenbergplatz abgeholt werden.
Eigentlich war es bei seiner Aufnahme in das Sortiment des VBB-Infocenters im Jahr 2006 nur zur Abrundung des Angebots gedacht: das Kursbuch der polnischen Staatsbahn PKP. Überraschend wurde es aber geradezu zu einem Verkaufsschlager: Wer oft in Polen mit der Eisenbahn unterwegs ist, weiß es zu schätzen. Hinzu kommen eingeschworene Eisenbahnfreunde und Sammler.
Das zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember frisch erschienene polnische Kursbuch ist jetzt im VBB-Infocenter zu haben. Man kann es entweder direkt am Hardenbergplatz 2 (gegenüber dem Bahnhof Zoo) abholen oder telefonisch unter 030 / 25 41 41 41 oder im Internet unter www.vbbonline.de/bestellservice zum Versand nach Hause bestellen. Es kostet 15 Euro (Pressemeldung VBB, 30.12.08).

RechteckÄnderungen zum Fahrplanwechsel
Im PKP-Streckennetz kommt es mit dem ab 14.12.2008 gültigen neuen Fahrplan zu folgenden Änderungen:
Reaktivierung des Reiseverkehrs
KBS 130 Nowy Sacz - Nowy Sacz Miasto
KBS 151 Tychy - Tychy Miasto
KBS 200/315 podg Borszewice - podg Dionizów
KBS 230 Miedzylesie - Lichkov
KBS 245 Walbrzych Gl. - Klodzko Gl.
KBS 246 Brzeg - Nysa
KBS 249 Legnica - Jerzmanice Zdrój
KBS 252 Luban Sl. - Zgorzelec (vorerst bis 5.1.09)
KBS 267 Lubin Górniczy - Rudna Gwizdanów
KBS 300/315 podg Zamków - Ponetów
KBS 333 Czerwiensk - Guben (ab 1.6.09)
KBS 361/370 podg Sz. Dabie SDA - podg Sz. Dabie SDC
KBS 415 Kwidzyn - Grudziadz (geplant ab 1.3.09)
KBS 420/601 Zgierz - Lódz Widzew
Einstellung des Reiseverkehrs
KBS 106 Koniecpol - Starzyny
KBS 247 Sedzislaw - Královec (bereits 28.9.08)
KBS 345/355 Kostrzyn - Kostrzyn Tow.
KBS 382 Mscice - Mielno (bereits 31.8.08)
KBS 614 podg Goclawek - podg Antoninów (bereits 30.8.08) (Hans-Jürgen Schulz, 17.12.08).

RechteckD448 "Stanislaw Moniuszko" erreicht Berlin
Foto Tobias Pohlman
Foto Tobias Pohlman
Foto Tobias Pohlman
Ankunft des D448 in Berlin-Lichtenberg. Bartlomiej Buczek (Direktor Nord PKP-Intercity), Urszula Stolarska (Vize-Stadtpräsidentin der Stadt Gorzow), Karl-Heinz Boßan (IGOB), Andrzej Chojecki (Direktor PKP-PLK) und Dr. Jürgen Murach (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin) begleiteten die Ankunft.
Über die Oderlandbahn (Ostbahn) reist man pünktlich: Zwei Minuten vor der planmäßigen Ankunftszeit kam am 14.12.08 um 8.04 Uhr zum ersten Mal der neue Nachtzug „Stanislaw Moniuszko“ in Berlin-Lichtenberg an. Mit einem musikalischen Gruß wurde der lang ersehnte neue deutsch-polnische Fernzug in Empfang genommen, der jetzt von Warszawa-Wschodnia kommend, so wichtige polnische Städte wie Torun, Bydgoszcz und Gorzow direkt mit Berlin-Gesundbrunnen verbindet.
In den neun Wagen langen Zug eingereiht waren zudem die Kurswagen aus Gdynia, Kaliningrad und Krakow. Damit stellt der D448/D449 ein attraktives Reiseangebot zu einer Vielzahl von touristischen Zielen dar.
Doch nicht bloß für den Freizeittourismus ist der neue Fernreisezug interessant, denn aufgrund der vorteilhafteren Ankunfts- und Abfahrtszeiten (Warszawa-Wschodnia an/ab: 8:27/21:18 Uhr; Berlin-Gesundbrunnen an/ab: 8:29/20:48 Uhr) bietet er sich auch für Geschäftsreisende an, wie der Vertreter des Berliner Senats, Dr. Jürgen Murach bemerkte. Er ermunterte die PKP, weitere Fernverkehrsangebote nach Berlin zu entwickeln und unterstrich das „Interesse des Landes Berlin an gemeinsamen Vermarktungsprojekten mit der PKP“.
Bartlomiej Buczek, zuständiger Direktor von PKP-Intercity, wies auf die breite Palette von günstigen Sondertarifen hin, mit denen der neue Nachtzug benutzt werden kann. VBB-Fahrkarten werden allerdings nicht akzeptiert, hier sei man aber noch in Verhandlungen.
Die Vize-Stadtpräsidentin der Stadt Gorzow, Urszula Stolarska erwartet eine positive Nachfrage, da in Berlin viele Polen aus Gorzow leben und arbeiten. Wegen der Fahrzeit von 90 Minuten, benutzt man zwischen beiden Städten „heute nicht mehr das Auto, sondern den Zug“. Sie dankte Karl-Heinz Boßan, von der IGOB Interessengemeinschaft Eisenbahn Berlin-Gorzów, der für 2009 weitere Initiativen zur Reaktivierung des Fernreiszugverkehrs auf der Ostbahn ankündigte (Tobias Pohlman, 15.12.08).

RechteckEinweihung der neuen Eisenbahngrenzbrücke über die Oder
Foto Tobias PohlmanFoto Tobias Pohlman
Foto Tobias PohlmanFoto Tobias Pohlman
Foto Tobias PohlmanFoto Tobias Pohlman
Foto Tobias PohlmanFoto Tobias Pohlman
Obere Zeile: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vor der neuen Oderbrücke. Die neue Oderbrücke vom polnischen Flussufer aus gesehen.
Zweite Zeile: Alter Stromüberbau. Der Sonderzug überquert die neue Oderbrücke
Dritte Zeile: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee mit Lokführercrew. Der Vizeminister für Infrastruktur Juliusz Engelhardt, Wolfgang Tiefensee, Otto Wiesheu (Vorstand Wirtschaft und Politik Deutsche Bahn), Marek Prawda (Polnischer Botschafter in Deutschland) und Reinhold Dellmann (Minister für Infrastruktur in Brandenburg) durchschneiden das Eröffnungsband.
Untere Zeile: Juliusz Engelhardt, Polnischer Vizeminister für Infrastruktur und Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Fotos Tobias Pohlman.

Nach weniger als zehn Monaten Bauzeit ist am 12.12.08 im Rahmen einer festlichen Zeremonie der nahezu vollendete Neubau der Eisenbahnbrücke über die Oder gefeiert worden. Mit der Inbetriebnahme der neuen Brücke am Samstagabend gegen 23.00 Uhr wird damit rechtzeitig zum Fahrplanwechsel am 14.12.2008 ein empfindliches Nadelöhr im Zuge der wichtigen Eisenbahnmagistrale Berlin - Warschau geschlossen.
Aufgrund des maroden Zustandes war die Vorgänger-Brücke zuletzt nur noch eingleisig und mit stark verminderter Geschwindigkeit befahrbar. Während der Demontage der alten und dem Einschieben der neuen Brückenfelder kam es seit dem 17.10.2008 wegen der Streckensperrung zur teilweise weiträumigen Umleitung von annähernd 9600 Reise- und Güterzügen.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und der Vizeminister aus dem polnischen Infrastrukturministerium, Juliusz Engelhardt sowie Otto Wiesheu, Vorstand Wirtschaft und Politik der Deutschen Bahn lobten die Bauzeit im Rekordtempo und die gute deutsch-polnische Zusammenarbeit bei Planung und Genehmigung der neuen Brücke.
Mit einem Augenzwinkern bemerkte Tiefensee, dass es ihm „ein persönliches Anliegen war“, dieses deutsch-polnische Eisenbahnbrückenprojekt schneller fertig zu stellen, als ein vergleichbares deutsch-französisches Vorhaben.
Otto Wiesheu sieht die Bedeutung der neuen Brücke im Zuge einer Europa und Asien verbindenden Landbrücke, die zu einer „Renaissance des Verkehrsträgers Schiene“ beiträgt.
Die „partnerschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen den deutschen und den polnischen Netzbetreibern DB Netz und PKP Polskie Linie Kolejowe, solle auch beim Neubau der Eisenbahnbrücke über die Neiße bei Horka im nächsten Jahr fortgesetzt werden, so die Erwartung von Juliusz Engelhardt.
Die Baukosten in Höhe von 25 Millionen Euro werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen, die gemäß dem deutsch-polnischen Abkommen vom 26.2.2008 für den Neubau und die Unterhaltung der Grenzbrücke verantwortlich ist. Die neue Oderüberquerung misst insgesamt 443 Meter, der Stromüberbau hat eine Länge von 104 Metern und ist zum ersten Mal bei einer zweigleisigen Strecke in Deutschland als Netzwerk-Bogenbrücke ausgeführt. Hier sind dann Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h zulässig, über die dann ab dem Fahrplanwechsel täglich wieder ca. 54 Güter- und 16 Reisezüge verkehren werden (Tobias Pohlman, 13.12.08).

RechteckWolsztyn
Foto Ronny SdunzikFoto Ronny Sdunzik
Foto Ronny SdunzikFoto Ronny Sdunzik
Diese polnische Kleinstadt ist bei vielen Eisenbahnfreunden in ganz Europa bekannt. Hier werden noch immer regelmäßig historische Dampflokomotiven vor planmäßig verkehrenden Reisezügen eingesetzt. Am 13.12.08 war OL 49-59 auf der Strecke nach Poznan im Einsatz. Schulklassen nutzen diesen Tag für einen Ausflug zum Bw Wolsztyn. Den staunenden Kindern wurde die historische Technik erklärt (Ronny Sdunzik, 10.12.08).

RechteckVTG stärkt Waggonvermietgeschäft
Ab dem 1. Januar 2009 stärkt die VTG Aktiengesellschaft, eines der führenden Schienenlogistik- und Waggonvermietunternehmen in Europa, durch eine Kooperation mit Waggon Service Sp. z o.o. das Waggonvermietgeschäft in Polen. Mit diesem Schritt erwartet der Hamburger Konzern, seine Marktposition in Polen noch weiter auszubauen. Seiji Kamide, der Inhaber des bisherigen Agenten Millsharp Limited Sp. z o.o., geht zum Ende des Jahres 2008 in den Ruhestand und beendet damit seine Aktivitäten in Polen.
Für die Zukunft ist geplant, neben dem Waggonvermietgeschäft auch die technische Betreuung der Waggons in Polen zu entwickeln. Zudem soll ein stärkerer Fokus auf den Markt für Chemiekessel- und Güterwaggons gelegt werden. „Das polnische Infrastrukturministerium erwartet laut einer aktuellen Studie bei Eisenbahngüterverkehren ein 24 prozentiges Wachstum der Transportleistung von etwa 50 Milliarden Tonnenkilometer im Jahr 2005 auf 62 Milliarden Tonnenkilometer in 2010. An diesem Wachstum werden wir durch die Stärkung unserer Präsenz in Polen teilhaben“, so Dr. Heiko Fischer, Vorstandsvorsitzender der VTG Aktiengesellschaft.
Mit diesem Schritt setzt die VTG ihre internationale Wachstumsstrategie fort. „Wir freuen uns sehr, mit einem so erfolgreichen Partner wie der VTG zukünftig zusammenzuarbeiten“, sagt Malgorzata Smogorzewska, Geschäftsführerin der Waggon Service Sp. z o.o. „So können wir unser derzeitiges Geschäftsfeld der speditionellen Dienstleistungen intensivieren und dies um die Waggonvermietung erweitern.“ (Pressemeldung VTG, 02.12.08).

RechteckWielkopolska für Eisenbahnfreunde
Der Geruch von altem Schmieröl und verbrannter Kohle liegt in der Luft. Besucher wähnen sich in einer anderen Zeit, wandeln mit leuchtenden Augen über das Gelände, möchten am liebsten alles anfassen. Betagtere Erwachsene fühlen sich plötzlich ganz jung und Kinder mächtig groß. Jedes Jahr in den ersten Maitagen treffen sich zehntausende Fans aus aller Welt bei der dreitägigen Dampflokparade in Wolsztyn (Wollstein). Die Kleinstadt liegt in der westpolnischen Woiwodschaft Wielkopolska (Großpolen), einer Region, die Eisenbahnfreunden geradezu paradiesische Verhältnisse bietet.
Das Dampflok-Zeitalter ist in Wielkopolska nicht nur Geschichte, sondern auch Gegenwart. So verkehrt jeden Tag zwischen der Kleinstadt Wolsztyn und der Woiwodschafts-Hauptstadt Poznan (Posen) noch ein Dampfzug. Zweimal täglich kann man in beide Richtungen fahren und zum Preis einer normalen Fahrkarte das Retro-Feeling erleben. An besonderen Tagen zieht die „Piekna Helena“, die „ Schöne Helena“ den Zug. Sie wurde in den 1930er Jahren gebaut und gilt mit Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h als die schnellste Dampflok Polens.
Auch zahlreiche andere Sonderzüge verkehren in der Region: zum Beispiel der „ Blues-Express“. Weil der Blues ganz hervorragend mit den Geräuschen der Dampflok harmoniert, treten Musiker bei dieser Sonderfahrt im Zug und auf den Bahnhöfen auf. An der Endstation Zakrzewo treffen sich die Fans zu einer Blues-Nacht, bevor der Zug am frühen Morgen wieder nach Poznan zurückkehrt.
Auch Freunde der Schmalspurbahnen kommen in der Region auf ihre Kosten: Die Züge verkehren meist in den Sommermonaten, zum Beispiel von Gniezno, der ersten Hauptstadt Polens, ins 30 Kilometer entfernte Dorf Anastazewo. Drei Stunden braucht der Zug, der mit zehn Kilometern pro Stunde an malerischen Dörfern und einem schönen See vorbei fährt. Wahre Eisenbahnfreunde können dieses Erlebnis noch ausdehnen, denn einmal im Jahr gibt es auch eine zwölfstündige Sonderfahrt auf dieser Strecke – mit allerlei Sondereinlagen unterwegs. Schon um 4 Uhr früh sind die ersten Fahrgäste beim Anheizen der Dampflok mit dabei.
Wer nicht mit anderen teilen möchte, kann sich auch einen ganzen Zug mieten. Wahlweise eine Dampflok mit Waggons für die Normalstrecke oder eine Schmalspurbahn. In den Museumswaggons der Schmalspurbahn von Gniezno kann man beispielsweise eine außergewöhnliche Hochzeit, Geburtstags- oder Firmenfeier mit bis zu 250 Gästen arrangieren. Eisenbahnfans können sich sogar ihren größten Wunsch seit Kindertagen in der polnischen Region erfüllen: einmal selber Lokführer sein. Bei der Schmalspurbahn von Smigiel kann man im Lokführerstand mitfahren und lernt unterwegs, wie man eine Dampf- oder Diesellok steuert. Das Bahnbetriebswerk in Wolsztyn bietet ebenfalls Mitfahrten auf dem Führerstand an. Die Mitreisenden erfahren, wie die Dampflok funktioniert und dürfen dem Lokführer beim Kohleschaufeln helfen. Das Bahnbetriebswerk organisiert wöchentlich solche Kurse für Dampflokfans aus aller Welt – sie sind allerdings schon bis 2010 vorgebucht.
Statt auf Kohle und Diesel kann man in der Region auch auf die eigene Muskelkraft setzen. Draisinenfahrten auf ausrangierten Bahngleisen werden in den Orten Biezyn, Grodzisk und Sroda Wielkopolska auf unterschiedlich langen Strecken angeboten. Einige der Fahrzeuge stehen unter Denkmalschutz, so wie die 90 Jahre alte „Piekna Ela“, die „Schöne Ela“ aus Grodzisk. Seit einigen Jahren messen sich Fans der Handdraisinen bei einem sportlichen Wettkampf im August. Vier Mannschaften müssen dabei in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten.
Neben den Fahrzeugen verdienen auch die Anlagen eine besondere Aufmersamkeit. Viele Bahnhöfe in Wielkopolska stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Damals war Polen von der politischen Landkarte Europas getilgt und die Region gehörte zu Preußen. Viele Anlagen aus dieser Zeit stehen heute unter Denkmalschutz. Interessant ist zum Beispiel der 1895 errichtete Bahnhof in Bialosliwie, weil dort normal- und schmalspurige Gleise miteinander verflochten sind. Rund 60 verschiedene Fahrzeuge aus mehr als 100 Jahren Eisenbahngeschichte werden dort in einem Eisenbahnmuseum ausgestellt. Andere sehenswerte Gebäude und Fahrzeugausstellungen findet man beispielsweise in Gniezno, Smigiel oder Grodzisk. Einen Blick in vergangene Jahrzehnte erlaubt die Firma Interlok in Pila (Schneidemühl) interessierten Eisenbahnfreunden. Mit historischem Werkzeug werden dort Dampfloks erneuert sowie Hand- und Fahrraddraisinen nach alten Plänen neu gebaut.
Wichtigster Besichtigungspunkt für Eisenbahnfans ist das mehr als 100 Jahre alte Bahnbetriebswerk in Wolsztyn. Es gibt dort ein kleines Museum und eine beeindruckende Sammlung von 28 historischen Dampfloks. Die Anlagen und Werkstätten aus dem frühen 20. Jahrhundert werden bis heute im täglichen Betrieb genutzt. Fachkundige Führungen werden dort organisiert. Für 35 Zloty, umgerechnet etwa zehn Euro pro Person, kann man auch im Bahnbetriebswerk übernachten und wird morgens vom Pfeifen der ersten Dampflok geweckt, die von der riesigen Drehscheibe aus ihre tägliche Fahrt aufnimmt.
Infos: Die Touristikorganisation von Wielkopolska hat eine deutschsprachige Broschüre mit den wichtigsten Angeboten und Adressen für Eisenbahnfreunde in der Region erstellt. Erhältlich beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 71, 10709 Berlin, Tel. 030-210092-0, www.polen.travel. Ausführliche Informationen in deutscher Sprache enthält die Website des Bahnbetriebswerks in Wolsztyn, www.parowozowniawolsztyn.pl (Horst Schinzel, HS-Kulturkorrespondenz, 08.12.08).

RechteckMünchner Linienbus für Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Ein Bus aus dem Liniennetz der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) fährt künftig für die Holocaust-Gedenkstätte Auschwitz- Birkenau in Polen. Er wird im Shuttleverkehr zwischen dem ehemaligen Stammlager Auschwitz und dem ehemaligen Lager Birkenau eingesetzt.
MVG-Chef Herbert König übergab das weiß-blaue Fahrzeug am 31.10.08 auf dem Münchner Marienplatz an Krystyna Oleksy, Vizedirektorin der Gedenkstätte. Der Übergabe wohnten auch Oberbürgermeister Christian Ude, Alt-Oberbürgermeister und Bundesjustizminister a. D. Dr. Hans-Jochen Vogel, Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees und Elzbieta Sobotka, Generalkonsulin der Republik Polen in München, bei (Pressemeldung MVG, 01.11.08).

RechteckNeues zur ST44
Foto Sylvio ScholzFoto Sylvio Scholz
Die Remo ST44.12 sind nun seit Januar 2008 bei der PKP im Einsatz. In diesen Tagen wird die neue ST44-1212 das PKP Werk "PESA Bydgoszcz" verlassen. Ab der ST44-1208 bekamen die Loks den neuen PKP CARGO Lack in blau mit etwas gelb verpasst. Die Lackierung steht den Maschienen gut zu Gesicht.
Im letzten Monat wurde auch die ST44-1204 aus Tarnowskie-Gory und ST44-1205 aus Inowroclaw in diesen neuen PKP CARGO Lack umlackiert. Die restlichen ST44.12, die noch in grün durch die Lande fahren, werden in Kürz folgen, so dass der dunkelgrüne Farbton Geschichte sein wird.
ST44-1206 kam dieses Jahr im Mai das erstemal in die Einsatzstelle Suwalki und wurde dort mit großen Augen vom Personal begutachtet. Dann bekam diese Woche die ST44-1038, die zuvor aus Czeremcha nach Szczecinek umgesetzt wurde, einen Neuanstrich in dem bekannten Grün, den nun auch die meisten ST44 tragen, verpasst. Auch im Oktober wurde die ST44-282 von Bydgoszcz aus der Einsatzstelle Inowroclaw zum Werk Szczecinek bzw. der Einsatzstelle Krzyz umgesetzt. Im September 2008 bekam ST44-360 aus Zamosc bei der PESA Bydgoszcz eine Hauptuntersuchung in dem bekannten PKP-Grün.
Auch die ST44-1201 aus Tarnowskie-Gory ist nun bei PESA Bydgoszczin blau umlackiert (Sylvio Scholz, 25.10.08).

RechteckNach dem Stopp der "Via Baltica" fordern die Grünen den Ausbau der "Rail Baltica"
Am 16. September 2008 hat das oberste Verwaltungsgericht in Polen den Bau der "Via Baltica" durch das Rospuda-Tal gestoppt. Das Straßenprojekt "Via Baltica" verbindet Warschau mit den baltischen Staaten und Finnland. Dazu erklärt Michael Cramer, MdEP und verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament:
"Wir begrüßen die Entscheidung des obersten Gerichtes in Polen, den Bau des Via Baltica in dem einzigartigen Naturgebiet des Rospuda-Flusstals, ein EU-Natura 2000 Naturschutzgebiet, zu blockieren.
Die polnische Regierung sollte diese Entscheidung als Chance begreifen, ihre Planungen für den Ausbau der Verkehrsadern in Richtung Norden grundlegend zu überdenken. Um den wachsenden Güter- und Personenverkehr zu meistern, sollte Polen auf die "Rail Baltica" setzen. Die Bahnverbindung ist die sicherere und nachhaltigere Lösung.
Obwohl das Projekt zu den sechs Vorrangsprojekten der Transeuropäischen Netze zählt und 200 Millionen Euro im EU-Etat für ihre Realisierung bereitgestellt ist, wurde es bisher von polnischer wie auch baltischer Seite hinausgezögert. Polen und das Baltikum sollten die günstige Gelegenheit für die Modernisierung und Entwicklung ihrer Verkehrsinfrastrukturen jetzt nutzen. Dies wäre auch ein wichtiger Schritt, um die Verkehrssicherheit in Augustow und an anderen Orten der Podlasie Region, die unter dem LKW-Transitverkehr leiden, zu verbessern." (Pressemeldung Michael Cramer, 26.09.08).

RechteckARCADIS erhält Zuschlag für grosse Infrastruktur-Projekte
ARCADIS, der internationale Anbieter von Beratungs-, Projektmanagement- und Ingenieurleistungen, hat heute bekanntgegeben, dass er den Zuschlag für mehrere grosse Infrastrukturprojekte in Polen erhalten hat. Der Gesamtwert für das Unternehmen beläuft sich auf ca. 20 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich um zwei Strassenbauvorhaben und zwei Eisenbahnaufträge. Polen, subventioniert von der EU, plant bis 2013 ca. 28 Milliarden Euro in die Strassen- und Bahn-Infrastruktur zu investieren.
Die beiden Bahnprojekte dienen als Machbarkeitsstudien für die Modernisierung von zwei Abschnitten der Bahnlinie von Miedzylesie nach Wroclaw und von Kostrzyn nach Szczecin. 85% der Finanzierung für dieses Projekt werden vom EU Kohäsions-Fonds getragen (gedeckt)werden. Konsortien an denen ARCADIS beteiligt ist, werden für beide Abschnitte die Vorentwurfsplanung vorbereiten. Das schliesst auch die technische und Kostenanalyse, Umweltverträglichkeitsprüfungen und die Dokumente, die benötigt werden, um EU-Subventionen zu erhalten, mit ein. Diese Modernisierung wird schnellere Geschwindigkeiten für Güterzüge (120 km/h) und Personenzüge (160 km/h) ermöglichen, die Kapazität erhöhen und Sicherheit und Komfort für die Fahrgäste verbessern.
"Wir profitieren deutlich von der starken Nachfrage nach Infrastrukturdienstleistungen auf dem polnischen Markt," sagt Michiel Jaski, Vorstandsmitglied von ARCADIS."In der Bahnbranche zeigt es sich jetzt, dass die schon früher in diesem Jahr vorgenommene Akquisition von Elekol, einem Unternehmen, das sich auf Eisenbahnentwicklung spezialisiert hat, eine gute Entscheidung gewesen ist. Unsere Kompetenz im Bereich Infrastruktur und unser Know-how in Sachen Umweltschutz machen uns zu einem führenden Unternehmen auf dem polnischen Markt."
(Pressemeldung Arcadis, 25.09.08).

RechteckKBS 333 Gubin - Czerwiensk
Foto Ronny SdunzikFoto Ronny Sdunzik
Foto Ronny SdunzikFoto Ronny Sdunzik
Güterverkehr der PKP und privater EVU kann man auf dieser Strecke beobachten. Die PKP setzt überwiegend ST43 ein. Bei den privaten EVU sind verschiedene Lokbaureihen anzutreffen. Geduld ist mitzubringen, da die neuen Kreuzungsmöglichkeiten noch nicht im Betrieb sind (Ronny Sdunzik, 17.09.08).

RechteckKBS 345 Kostrzyn - Krzyz
Foto Ronny SdunzikFoto Ronny Sdunzik
Derzeit kommt es regelmäßig zu Einsätzen einer M62 der Firma Rail Polska. Diese bringt mit Schotter beladene Ea-Wagen nach Strzelze Kraj. Der Zug wird in Strzelce Kraj. Wschod. geteilt und in mehreren Wagengruppen zur Entladestelle gefahren (Ronny Sdunzik, 17.09.08).

RechteckFotofahrt Gryfice
Foto Steffen KnitterFoto Steffen Knitter
Px48-3916 war am Wochenende auf Fototour im Raum Gryfice (Steffen Knitter, 16.09.08).

RechteckDampfgeführte-Fotozüge für Autobegleiter
Foto Dietmar Kramer Foto Dietmar Kramer
Dampfgeführte-Fotozüge für Autobegleiter im authentischen PKP Erscheinungsbild der achtziger Jahre sind auf der landschaftlich schönsten Mittelgebirgsstrecke Polens von Chabowka nach Nowy Sacz vom 03. - 05.10.2008 geplant. Ty2 (BR 52) und Tkt48 sind typische Maschinen aus der Plandampfzeit dieser Strecke. Die neu aufgearbeitete 1'D1' Tenderlok Tkt48 191 ist die letzte an die PKP übergebene Dampflokomotive, Baujahr 1957. Zusätzlich kommen am 05.10.2008, Ol12 7 und Tr12 25 mit typischen Zügen aus den 1960-er Jahren zum Einsatz. Anmeldeschluß ist der 14.09.2008 (Dietmar Kramer, 08.09.08).

RechteckWolsztyn
Foto  Dr. Jochen ChristophFoto  Dr. Hartmut Klocke
Foto  Dr. Jochen ChristophFoto  Dr. Jochen Christoph
Foto  Dr. Hartmut KlockeFoto  Dr. Jochen Christoph
Nach der Sommerpause fuhr seit Mittwoch den 13.08. durchgehend bis Monatsende die Ol 49-69 das morgendliche Zugpaar nach Poznan Gl. (77425/77426). Die anderen Züge des Dampfumlaufes wurden mit Dieselloks bespannt. So stellt sich auch die Situation Anf. September noch dar.
Die Pt 47-112 wurde am 29.08. zum Drehen nach Leszno gefahren, um am Samstag den 30.08.08 den Sonderzug "Wolsztyn Experience" nach Breslau zu fahren. Die Fotos zeigen die Lok am Morgen des 30.08.08 im BW Wolsztyn beim Aufrüsten sowie die Ausfahrt. Leider kam der Zug nicht weit, da er auf einem Bahnübergang bei Perkowo mit einem Treckergespann kollidierte. Hierbei wurde die Lok im Frontbereich beschädigt. Der Zug wurde sodann von einer Diesellok wieder nach Wolsztyn zurückgeschleppt und fiel somit dann aus. Die Lok wurde im Bw kalt gemacht und die wohl nur kleineren Schäden werden repariert.
Das Foto zeigt die an den Lampen und im Frontbereich beschädigte Pt 47-112 nach der Rückkehr im Bw Wolsztyn. Sehr schön äußerlich aufgearbeitet präsentiert sich die Pt 47-106, die gegenüber dem BW auf den ehem. Ladegleisen steht (Dr. Jochen Christoph, zwei Fotos Dr. Hartmut Klocke, 08.09.08).

RechteckKBS 247 Sedzislaw - Lubawka - Královec
Foto  Hans-Jürgen Schulz
Der Wochenendbetrieb auf der am 05.07.2008 wiedereröffneten grenzüberschreitenden Strecke Sedzislaw/Ruhbank - Lubawka/Liebau (Schles) - Královec/Königshan wurde unverändert über den Termin 31.08.2008 hinaus verlängert bis Ende September 2008. Im Jahresfahrplan 2008/09 soll die Verbindung dauerhaft angeboten werden.
Die Auslastung der Züge, insbesondere die mit den PKP-SA134-Triebwagen gefahrenen "Langläufe" (Lwówek Sl./Löwenberg (Schles) -) Jelenia Góra/Hirschberg (Rsgb) - Trutnov hl.n./Trautenau, ist sehr gut. Wegen Abwartens des oft verspätet aus Wroclaw/Breslau kommenden R-221 verzögert sich die morgentliche Abfahrt in Ruhbank meist um ca. 30 Minuten. Die Züge werden südlich von Liebau von PKP-Personal mit Viamont-Lotsen gefahren. Das bereits in Liebau wendende Mittagszugpaar wird dagegen von Viamont allein mit einem Triebwagen der Baureihe 810 gefahren.
Der Grenzbahnhof Liebau ist in einem jämmerlichen Zustand. Das imposante Bahnhofsgebäude verfällt weiter, nur ein kleiner Teil davon ist noch bewohnt, der Rest mit einem Notdach "gesichert". Unter dem hohen Gras im Gleisbereich ist zunächst nur das Gleis am Hausbahnsteig erkennbar, nur aus nächster Nähe ist zu sehen, dass auch noch Gütergleise im hinteren Bereich blank sind. Es wird noch ein Schrotthändler und das Sägewerk bedient (Hans-Jürgen Schulz, 06.09.08).

RechteckStrandbahn Mscice – Mielno Koszalinskie reaktiviert
Foto  Hans-Jürgen SchulzFoto  Hans-Jürgen Schulz
Seit dem 19.07.2008 fahren auf der stillgelegten Strecke Mscice/Güdenhagen – Mielno Koszalinskie/Großmöllen, welche die Großstadt Koszalin/Köslin mit dem Meer verbindet, wieder Züge. Binnen eines Monats wurde die genau fünf Kilometer lange Strecke wieder für 60 km/h befahrbar gemacht. Die Strecke wurde vom Bewuchs befreit, ein paar schadhafte Stellen ausgebessert und die Signal- und BÜ-Technik erneuert.
Vorerst befristet auf die Sommersaison verkehren bis zum 31.8.2008 16 Zugpaare täglich ungefähr im Stundentakt. Der Erfolg zeigte sich umgehend, denn allein am Wochenende werden ca. 5700 Personen befördert und im zweiteiligen SA110-Triebwagen sind selbst die Stehplätze belegt. Dass der Stadtbusverkehr, welcher auf dem Kösliner Bahnhofsvorplatz mit einem Posten in Warnweste bekleidet die Leute abwirbt, keine gute Alternative ist, zeigt sich auf der parallelen Straße, wo sich weiterhin der Verkehr staut.
Von 1913 bis 1938 fuhr auf der 1905 als Kleinbahn eröffneten Strecke sogar mal eine Straßenbahn, welche aber kurz vor Güdenhagen abschwenkte und bis nach Köslin hinein führte. Von Großmöllen gab es auch eine Verlängerung bis Uniescie/Nest, welche nach 1945 wieder abgebaut wurde. Zu PKP-Zeiten wurde dagegen die Kleinbahnstrecke im Jahr 1989 elektrifiziert.
Mit einem recht dürftigen Fahrplan endete der mit Elektrotriebwagen der Baureihe EN57 durchgeführte Verkehr jedoch bereits 1994 wieder. Nach Diebstählen an der Oberleitung wurden 2002 die Reste der Fahrleitung abgebaut, es sind jedoch noch die Masten vorhanden und auch von der Straßenbahnzeit finden sich noch Fundamentstümpfe im Gras (Hans-Jürgen Schulz, 09.08.08).

RechteckWeitere zwei Diesel-Fahrzeuge für die Region Wielkopolska
Foto PESA
Am 24. Juli 2008 wurde in Poznan zwischen der Region Wielkopolska und Pesa Bydgoszcz SA ein Vertrag über die Lieferung von zwei weiteren Diesel-Triebzügen unterschrieben. Es werden zweiteilige Triebwagen der Serie 218Md bis Ende 2008 geliefert. Nach deren Inbetriebnahme werden 13 Triebfahrzeuge von PESA in der Region im Einsatz sein.
Die Diesel-Triebzüge können bis zu 300 Fahrgäste befördern, davon sind 165 Sitzplätze. Für die Sicherung eines hohen Fahrkomforts sind die Fahrzeuge komplett mit Klimaanlage ausgestattet. Sie wurden auch angepasst an die Bedürfnisse behinderter Menschen mit Rollstühlen (Pressemeldung PESA Bydgoszcz S.A., 28.07.08).

RechteckDiesel-Triebzüge für die Woiwodschaft Opole (Oppeln)
Foto PESA Bydgoszcz SA
Am 9. Juli 2008 unterzeichnete Pesa Bydgoszcz SA einen Vertrag mit dem Vorstand der Woiwodschaft Opole für die Lieferung von fünf Diesel-Triebzügen. Es sind zweiteilige Fahrzeuge, die für die regionale Passagierverkehre auf nichtelektrifizierten Strecken gedacht sind. Das erste Fahrzeug wird noch in diesem Jahr ausgeliefert, weitere zwei im Jahr 2009, und die letzten beiden im Jahr 2010.
Die Fahrzeuge werden auf den Strecken von Opole und Nysa nach Kluczbork und von Nysa nach Kedzierzyn-Kozle verkehren. Sie können 276 Fahrgäste befördern und haben 136 Sitzplätze. Dank moderner Sitze und Klimaanlagen sowie einem geräumigen Innenraum entsteht ein hoher Fahrkomfort. Die Fahrzeuge sind auch für Fahrgäste in Rollstühlen geeignet.
Die Akquisition von neuen Diesel-Triebzügen anstelle der derzeit betriebenen Diesel-Lokomotiven mit hohem Abgasausstoß dient dem Umweltschutz in der Region
(Pressemeldung PESA Bydgoszcz SA, 12.07.08).

RechteckPKP-Dampf-Fotozüge für Autobegleiter
Foto Dietmar Kramer Foto Dietmar Kramer
Dampfgeführte Personenzüge im authentischen PKP Erscheinungsbild der achtziger Jahre sind auf der landschaftlich schönsten Mittelgebirgsstrecke Polens von Chabowka nach Nowy Sacz, etwa 50 Kilometer südlich von Krakow geplant. Diese bis heute gut erhaltene Strecke war schon zur planmäßigen Dampflokzeit unter Fotografen sehr bekannt und geschätzt. Bis heute bietet sie alte mechanische Signale, schöne Bahnhöfe, Telegrafenleitungen, Brücken, sehr starke Steigungen (Scheitelpunkt ca. 900 m ÜNN) und eine reizvolle Mittelgebirgslandschaft.
Derzeit stehen mit Ty2 911 (ex DR 52 1346) Ty2 953 (ex DR 52 2817) und Tkt48 191 drei typische Maschinen für diese Strecke zur Verfügung. Die neu aufgearbeitete 1'D1' Tenderlok der Reihe Tkt48 ist die letzte an die PKP übergebene Dampflokomotive, Baujahr 1957. Zusätzlich kommen am ersten Programm Tag Ol12 7 und Tr12 25 mit Zügen aus den 1960’er Jahren zum Einsatz.
Auf der Strecke ruht der planmäßige Verkehr, so ergeben sich optimale fotografische Bedingungen diese Veranstaltung für Autobegleiter durchzuführen. Besonders die Tagesrandlagen mit tief stehender Sonne und starker Dampfentwicklung werden wir intensiv nutzen. Nachtaufnahmen mit Beleuchtungstechnik sind vorgesehen. Zeitweise kommt eine Vorspannmaschine (Ty2+Ty2) zum Einsatz.
Sehr sehenswert ist auch das PKP Cargo Museum in Chabowka. Anmeldschluß ist der 20.08.2008
(Dietmar Kramer, 12.07.08).

RechteckFotogüterzüge auf den Schmalspurbahnen in Sroda und Smigiel
Foto Claus NossekFoto Claus Nossek
Foto Claus NossekFoto Claus Nossek
Am 05.07.2008 und am 06.07.2008 fuhren Fotogüterzüge auf der ehemaligen Schrodaer Kreisbahn zwischen Sroda (Schroda) und Zaniemysl (Santomischel) und der einstellungsgefährdeten Schmiegeler Kreisbahn Smigiel (Schmiegel) - Stare Bojanowo (Alt Boyen).
PX48 1756 war auf der 14 km langen Strecke zwischen Sroda und Zaniemysl aktiv, PX48 1919 (mit grünem Führerhaus) bewältigte die mehrfachen Pendelfahrten zwischen der 5 km langen Strecke Smigiel und Stare Bojanowo (Anbindung zur Normalspurstrecke Poznan - Leszno).
In Stare Bojanowo wurde ein bestellter vierachsiger Normalspurgüterwagen (Eaos) auf einen Rollwagen verladen, in den Zug eingereiht und transportiert. Die Fahrten wurden in bewährter Weise von Dietmar Kramer aus Braunschweig organisiert.
Es waren gelungene Fahrten bei schönem Fotowetter, mit interessierten Teilnehmern und Personalen, und hohem Spassfaktor (Claus Nossek, 09.07.08).

RechteckReaktivierung Lubawka - Kralovec
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Seit 5.Juli 2008 ist polnische Eisenbahnstrecke Sedzislaw (Ruhbank) - Lubawka (Liebau (Schles)) und weiter über Kralovec (Königshan) ins tschechische Trutnov (Trautenau) reaktiviert. Leider ist zu diesem Tag auch die tschechische Strecke zwischen Kralovec und Zacler (Schatzlar) bis auf weiteres eingestellt wordene. Zwei Zugpaare fahren nun Sa und So bis zum 31.August 2008.
Die Fotos zeigen SA 134-005 beim ersten (!) regulären Personenverkehr Lubawka - Kralovec seit dem Jahr 1945 in Lubawka und Trutnov am 5. Juli 2008 (Martin Kubik, 07.07.08).

RechteckDoppelstock-Wendezüge für die Region Masowien
Bombardier Transportation hat am 04.07.08 während einer Veranstaltung am Standort Görlitz die ersten 37 zweistöckigen Wendezüge für die polnische Region Masowien vorgestellt. Die Produktion der neuen Fahrzeuge erfolgte auf Basis eines Vertrages über 37 zweistöckige Wagen mit einem Auftragsvolumen von 55 Millionen Euro, den Bombardier Transportation mit dem Marschall der Woiwodschaft Masowien im Juli 2007 abgeschlossen hat.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter der Woiwodschaft Masowien und des Bahnbetreibers Koleje Mazowieckie (KM) teil. Anwesend waren auch Gäste aus den beiden benachbarten Regionen Dolny Slask (Niederschlesien) und Sachsen.
Die neue Generation der zweistöckigen Wagen wird eingesetzt auf dem hoch frequentierten Regionalbahn-Netz der KM in der Region Masowien rund um die polnische Hauptstadt Warschau. 26 Mittelwagen sollen noch im Juli 2008 ausgeliefert werden, die restlichen 11 Steuerwagen folgen Ende des Jahres.
Die Wagen sind voll klimatisiert, haben eine hervorragende Schalldämpfung und bieten komfortables Reisen, auch dank Luftfederung. Der Steuerwagen verfügt über Abteile der ersten und zweiten Klasse mit 85 Sitzen, die Mittelwagen sind mit 133 Sitzen ausgestattet. Besondere Aufmerksamkeit bei der Gestaltung der Wagen galt Menschen mit Behinderung. Deshalb gibt es eine automatisch ausklappbare Rampe und Platz für Rollstühle im Einstiegsbereich mit direktem Zugang zu den behindertenfreundlichen WCs.
Die neue Generation von Doppelstockwagen, die nun nach Polen geliefert wird, erfreut sich auch bei Fahrgästen in anderen Ländern großer Beliebtheit, unter anderem in Deutschland, Luxemburg, Dänemark und Israel. Seit 1990 wurden mehr als 2.300 Doppelstockwagen hergestellt.
Allein in Deutschland transportieren über 1.800 zweistöckige Wagen täglich Passagiere auf den Gleisen der Deutschen Bahn (Pressemeldung Bombardier, 04.07.08).

RechteckWolsztyn
Informationen über Wolsztyn finden Sie unter www.parowozy.com.pl
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