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Historischer
Dampfzug tingelt wieder durch das Dourotal
Romantiker aufgepasst: Bis zum 9. Oktober 2010 fährt ein nostalgischer
Dampfzug Urlauber durch das idyllische Dourotal in Nordportugal.
Jeden Samstag macht sich die antike Lokomotive mit fünf historischen
Waggons und 250 Sitzplätzen auf den Weg von Régua über Pinhão nach Tua
und wieder zurück.
Die romantische Fahrt bei 30 Kilometern pro Stunde führt durch eine
atemberaubende Landschaft, die besonders durch die Schönheit der Weinberge
geprägt ist. Architekturfans kommen bei den Zwischenstopps an den ältesten
Bahnhöfen der Region in Régua und Pinhão auf ihre Kosten. Besonders
das historische Bahnhofsgebäude in Pinhão beeindruckt durch einzigartige
Azulejos (Fliesenbilder), auf denen die Arbeit in den Weinbergen dargestellt
ist.
In Pinhão haben Weinliebhaber die Möglichkeit, das berühmte Weinhaus
zu besichtigen, dessen besonderen Charme ebenfalls liebevoll gemalte
Azulejos ausmachen.
Weitere Details zu den Dampfzug-Fahrten erhalten Sie telefonisch unter
00351/221 052 524, per E-Mail: cohistorico@cp.pt
oder unter www.cp.pt.
(Pressemeldung Portugiesisches Fremdenverkehrsamt, 08.07.10).
Minister
erwägt Zerschlagung und Privatisierung der CP
Nach einer jüngst getätigten Aussage der portugiesischen Ministers für
öffentliche Arbeiten, Verkehr und Kommunikation, Herrn António Mendonça,
es durchaus überlegenswert die portugiesische Staatsbahn (CP) zuerst
in einzelne Sparten aufzuteilen und dann an private Investoren zu veräußern.
Immerhin wurde im letzten Jahr mit der Umwandlung der Güterverkehrssparte
zu einer eigenständige AG innerhalb der CP bereits ein erster Anfang
der Zerschlagung gemacht.
Der Minister verweist in diesem Zusammenhang auf eine bereits in anderen
Staaten gängige Praxis und kann sich das auch sehr gut für Portugal
vorstellen (Helge Deutgen, Quelle verschiedene portugiesische Tageszeitungen,
27.02.10).
Konsortium
Vla Porto wird die Metro Porto für fünf Jahre betreiben
Das Konsortium Via Porto, bestehend aus den Firmen Barraqueiro (Fertagus
und Metro do Sul), dem Bauunternehmen Manvia und den Betreibern Arriva
und Keolis werden ab dem 01.04.2010 für fünf Jahre die Metro Ligero
Porto betreiben. Der Vertrag über eine Summe von 170 Millionen Euro
wurde dieser Tage unterschrieben.
Das Konsortium konnte sich damit gegen andere Bewerber wie die Veolia
durchsetzen.
Die im Jahr 2002 eröffnete Metro Ligero de Porto in der Regelspurweite
bedient fünf Linien mit einer Gesamtlänge von ca. 70 km und 60 Stationen.
Die Strecken verlaufen zu großen Teilen auf dem umgebauten ehemaligen
Meterspurnetz der CP im Raum Porto. Die Gesellschaft beförderte im vergangenen
Jahr ca. 50 Millionen Fahrgäste.
Um die gesteigenen Fahrgastzahlen bewältigen zu können wurden Anfang
des Jahres 2010 dreißig Fahrzeuge des Typs Flexity Swift in Dienst gestellt.
An einer Erweiterung des Netzes wird zur Zeit gearbeitet (Helge Deutgen,
Quelle Via Libre,
12.02.10).
Joint
Venture zur Wartung von Siemens-Lokomotiven in Portugal
Siemens
Mobility hat mit dem portugiesischen Wartungsunternehmen EMEF, einem
Tochterunternehmen der portugiesischen Staatsbahn „Comboios de
Portugal“ (CP), ein Joint Venture zur Wartung von Siemens-Lokomotiven
in Portugal gegründet.
Das Gemeinschaftsunternehmen soll insgesamt 54 Eurosprinter-Lokomotiven,
davon 25 Lokomotiven des Typs LE 4700 und 29 Lokomotiven des Typs LE
5600, zehn Jahre lang warten und instand halten. Die gemeinsamen Wartungsarbeiten
stärken die strategische Partnerschaft zwischen Siemens Portugal
und der portugiesische Eisenbahngesellschaft. An dem Joint Venture ist
Siemens mit 49 Prozent und EMEF mit 51 Prozent beteiligt.
Siemens ist das erste private Unternehmen, das sich in Portugal an der
Wartung von Schienenfahrzeugen für einen Kunden beteiligen darf.
Landesweit verfügt CP über ein Schienennetzwerk von mehr als
3.000 Kilometern und befördert jährlich über 133 Millionen
Passagiere und 10 Millionen Tonnen Güter.
Das Joint Venture ist das Resultat einer langjährigen Partnerschaft
von Siemens Portugal mit CP und EMEF.
Bei den zu wartenden Lokomotiven handelt es sich um elektrische Loks
der von Siemens entwickelten Eurosprinter-Plattform, die im Personen-
und Güterverkehr unterwegs sind. Hierzu zählen die Hochleistungs-Universallokomotive
LE 5600, von denen Siemens alle Fahrzeuge bis 1996 an CP geliefert hat,
sowie 25 Elektroloks des Typs LE 4700, die die Staatsbahn im Dezember
2005 bestellt hat. Die erste Lok dieser Typenklasse wurde im Februar
dieses Jahres ausgeliefert, die letzte Lokomotive wurde im September
– sogar fünf Monate vor dem vereinbarten Termin – an
den Kunden übergeben. Drei Lokomotiven dieses Typs wurden komplett
bei Siemens in München produziert. Bei den übrigen 22 Loks
erfolgten Rohbau und Vormontage in Deutschland, während die Endmontage
bei EMEF in Portugal vorgenommen wurde (Pressemeldung Siemens, 16.09.09)
CP
führt 24-Stundenfahrschein für Lissabon ein
Die CP (Comboios de Portugal) hat für den Großraum Lissabon einen 24-Stundenfahrschein
eingeführt. Er umfasst die Nahverkehrslinien nach Sintra, Cascais und
Azambuja.
Dieser Fahrschein ist an Schaltern und Automaten erhältlich und gilt
ab Kauf für 24 Stunden für die beliebige Benutzung der genannten Strecken.
Die Preise für den Fahrschein betragen je nach Zone zwischen 3,60 Euro
für die Zone 1 bis 10,80 Euro für die Zone 8. Mit diesem Angebot sollen
vor allem die Touristen angesprochen werden (Pressemeldung
SBB, 03.09.09).
Meterspurstrecken
vorübergehend mit Schienenersatzverkehr
Nachdem die Linha do Tua nach mehreren Unfällen bereits seit geraumer
Zeit zwischen Tua und Cachão im SEV betrieben wird, hat Comboios de
Portugal (CP) am 25. März 2009 mit zwei knappen Mitteilungen bekannt
gegeben, daß auch die Linha do Corgo zwischen Peso da Régua und Vila
Real sowie die Linha da Tâmega zwischen Livração und Amarante im Schienenersatzverkehr
bedient werden. CP-Fahrscheine werden in den Bussen akzeptiert, wenngleich
diese Busse nicht exakt jeden Bahnhof an der Strecke anfahren.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung geben CP als Betreiber und REFER
EP als Netzbetreiber »unaufschiebbare Arbeiten zu Sicherstellung eines
sicheren Betriebes, nachdem an beiden Strecken Sicherheitsmängel festgestellt
wurden« als Grund für diesen Schritt an. Die Arbeiten sollen vier Monate
dauern, ein Datum für die Wiedereröffnung wurde allerdings nicht genannt
(Martin Deutgen, Mitteilungen CP und REFER EP, 13.05.09).
Takargo
wird erster privater Anbieter in Portugal
Takargo ist der Handelsname von Cargo Rail, dem ersten privaten portugiesischen
Anbieter im Schienenverkehr. Mit einem Stammkapital von 500.000 EURO
und vorgesehenen Aufwendungen in Höhe von 80 Millionen Euro bis 2012
für Material, von denen allein 56 Millionen für die Beschaffung von
Lokomotiven gedacht sind, steigt der neue Anbieter ab Oktober 2008 mit
eigenem Material in das portugiesische Güterverkehrsgeschäft ein.
Bis zum Jahr 2012 möchte man einen Anteil von 25 Prozent an diesem Beförderungsgeschäft
erreichen. Takargo wird Containerzüge auf den Breitspurnetzen der iberischen
Halbinsel mit eigenem Material befördern. Dazu werden die 14 bei Vossloh
(Valencia) bestellten sechsachsigen Dieselokomotiven der Ausführung
EURO 4000 mit den in Spanien und Portugal geforderten Sicherheitssystemen
ausgerüstet, die es erlauben 600 m lange Güterzüge grenzüberschreitend
ohne den Austausch der Lokomotiven zu befördern.
Weiterhin werden auch mehr als 250 Containertragwagen eingekauft. Damit
sollen Containerverkehre zwischen den portugiesischen Stützpunkten und
den spanischen Ballungsräumen, wie Madrid, Valencia und Barcelona durchgeführt
werden.
Vorerst wird die Takargo keine eigenen Elektrolokomotiven beschaffen,
denn ihre Aufgabe sieht die Firma darin, auch den letzten Kilometer
zum Kunden zu fahren. Das erfordere nach Aussage der Präsidenten der
Takargo, Herrn Pires da Fonseca, den Einsatz der universelleren Diesellokomotive.
Die Takargo (Cargo Rail) gehört zu 100 Prozent der Gruppe MOTA ENGIL,
einem portugiesischen Baukonzern, der über Beteiligungen auch schon
im Straßentransportwesen und in der Touristik vertreten ist.
Die Cargo Rail erhielt die Zulassung für das portugiesische Netz bereits
am 30.12.2006. Für die Aufgaben, die sich aus der Nutzung des spanischen
Netzes ergeben wurde eine Zusammenarbeit mit dem spanischen Anbieter
COMSA vereinbart. Bis zum Einsatz des eigenen Materials lässt Takargo
ihre Transportleistungen durch die CP und die Renfe ausführen. Für interne
Aufgaben hat die Takargo drei ehemalige Maschinen der Reihe 1400 von
der CP erworben (Helge Deutgen, Quelle VIA LIBRE, Heft 5/2008, 08.07.08).
Fotografieren
nicht überall gern gesehen
Als
ich im Bahnhof Cais do Sódre der 3-kV-Strecke nach Cascais die
Züge und Bahnhof filmen wollte, wurde ich von einem Polizisten
aufgefordert, hier nicht zu filmen. Bei meinem Besuch in dieser Zeit
waren insgesamt in drei Bahnhöfen (Cais do Sódre, Rossio
und Apollona) Polizisten zu finden.
Auch eine größere Anzahl an Überwachungskameras konnte
ich, seit meinen letzten Besuch im letzten Jahr feststellen. Zu dieser
Zeit gab es noch keine Probleme, dort Aufnahmen zu machen.
Wer jedoch Ärger aus dem Weg gehen möchte, sollte, wie ich
es tat, mit einen Zug mitfahren und sich
kleinere Zwischenstationen aussuchen. So konnte ich in Estoril einige
Aufnahmen machen, dort konnte ich allerdings auch Überwachungskameras
feststellen (Ralf Beloch, 08.06.07).
SMA
unterstützt den Bau des Hochgeschwindigkeitsnetzes RAVE
Rede Ferroviária de Alta Velocidade S. A. (RAVE), die für das portugiesische
Hochgeschwindigkeitsnetz zuständige Planungsgesellschaft, hat mit SMA
und Partner AG einen Rahmenvertrag für die betrieblich-konzeptionelle
Gestaltung der zwei geplanten Neubaustrecken abgeschlossen.
2010 sollen die Baumassnahmen für die 207 km lange Strecke Lissabon
– spanische Grenze (- Madrid) beginnen. Die Fertigstellung ist für 2013
geplant. Die zweite Strecke, die 295 km lange Nord-Süd-Linie zwischen
den beiden wichtigsten Wirtschaftsmetropolen Lissabon und Porto, soll
2015 fertig gestellt sein. Die Fahrzeit reduziert sich dann von 3 Stunden
auf unter 1½ Stunden bei einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 300
km/h. Die Baukosten für beide Strecken werden auf insgesamt 8,2 Mrd.
Euro geschätzt. Mitfinanziert werden die Projekte u.a. durch den portugiesischen
Staat (40%) und der Europäischen Union (22%).
Die zentralen Fragestellungen an SMA sind die Integration der Neubaustrecken
(in internationaler UIC-Spur) mit dem bestehenden Eisenbahnnetz (in
iberischer Breitspur) sowie dessen Etappierung. Je nach lokalen Gegebenheiten
und der zu erwartenden Nachfrage werden die Umsteigebahnhöfe mit neuen
seitlich der bestehenden Anlagen gelegenen Gleisen ausgestattet oder
mit Hilfe von Dreischienengleisen erreicht. Für die Erschließung der
Landesteile abseits der Neubaustrecken kommen auch Hochgeschwindigkeitszüge
mit automatischer Umspurung in Frage (Pressemeldung SMA und Partner
AG, 20.04.07).