Rumänien
/ Romania
Holzindustrie
Schweighofer hilft Hochwasseropfern in Rumänien
Das verheerende Hochwasser Ende Juni 2010 hat im nordöstlichen Bezirk
Suceava in Rumänien eine Spur der Verwüstung hinterlassen. An die 130
Häuser wurden zerstört, Brücken, Straßen und sogar Eisenbahnlinien wurden
schwer beschädigt. Viele Menschen verloren sowohl ihr Heim als auch
ihr gesamtes Hab und Gut. Das Sägewerk der Holzindustrie Schweighofer
in Radauti befindet sich ebenfalls im Katastrophengebiet und kann derzeit
aufgrund der beschädigten Eisenbahnlinie kein Schnittholz per Bahn zum
Exporthafen nach Constanta zu liefern. Jetzt hilft das Unternehmen beim
Wiederaufbau von Häusern.
"Ich war furchtbar schockiert, als ich das Ausmaß der Katastrophe gesehen
habe. Viele unserer Mitarbeiter und deren Familien sind selber betroffen.
Es stand für uns sofort fest, dass wir hier alles in unserer Macht stehende
tun müssen, um zu helfen!", erklärt der Eigentümer der Holzindustrie
Schweighofer, Gerald Schweighofer.
Unterstützt durch den Präfekt von Suceava fand man heraus, dass im Dorf
Granicesti viele Häuser wieder aufgebaut werden müssen. Zusammen mit
der Caritas wird nun Holzindustrie Schweighofer acht neue, zweigeschossige
Häuser bauen. Entworfen werden sie vom rumänischen Architekten Sergiu
Petrea , der ein Experte für den Bau von Häusern in Katastrophengebieten
ist.
"Wir werden einen hohen, sechsstelligen Eurobetrag zur Verfügung stellen
und hoffen, durch den Bau der Häuser die große Not einiger Menschen
zu lindern" sagt Gerald Schweighofer (Pressemeldung
SPB Beteiligungsverwaltung, 17.07.10).
Schwere
Unwetter zerstoeren Strecke Vama - Moldovita






Die schweren Unwetter, welche im Norden Rumaeniens wueteten, haben die
Strecke Vama - Moldovita unterbrochen: 500m vor dem Bahnhof Moldovita
wurde der Bahndamm auf einer Laenge von 200m weggespuelt.
Der Triebwagen 953 blieb am Bahnhof Moldovita eingesperrt, ohne Reparatur
der Strecke wird eine Bergung sehr schwierig bis unmoeglich sein.
Da sich da private EVU TFI nicht in der Lage sieht, die Strecke auf
eigene Rechnung zu sanieren, geht die Infrastruktur per 15.7.2010 wieder
zurueck an die CNCFR. Ueber die weitere Zukunft ist noch nichts entschieden,
Geruechten zu Folge soll die Zukunft der Strecke nicht gesichert sein.
Auch die Museumswaldbahn Moldovita wurde von den schweren Unwettern
beschaedigt, kam aber wesentlich glimpflicher davon als im Jahre 2008:
In einer Woche konnten alle Gleisunterspuelungen behoben werden. Die
Museumsbahn verkehrt jeden Samstag und Sonntag um 12.00 Uhr und um 15.00
Uhr auf einer Streckenlaenge von 6,7km. Fuer diese Saison wurde die
Gmeinder-Lokomotive hauptuntersucht und in Originalfarben lackiert (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
16.07.10).
Triebwagen
im Einsatz






Der Malaxa 78-1017/1019 hatte nach vielen Wochen Abstellzeit im Depoul
Arad am Pfingstsonntag wieder einen Einsatz. Der aus den 40er Jahren
stammende Triebwagen fuhr auf der Strecke Gurahont-Arad. Einen Tag später
war er wieder abgestellt im Depoul Arad 24.5.10, daneben 77.0966 und
77-0930 (beide zur Bereitstellung als Doppeltriebwagen nach Chinineu
Cris).
In Jimbolia, Rumänien, Grenzübergang und EU-Außengrenze nach Serbien,
kommt zweimal täglich aus Kikinda/Serbien ein Uerdinger Schienenbus.
Im Hintergrund warten Malaxa 77-0951+77-0970 auf die Rückfahrt nach
Timisoara Nord als Zug 9598.
Viele Leistungen im Banat werden bereits von Regiotrans gefahren, mit
ex französischen SNCF-(Caravelle-)Triebwagen. Das letzte Fotos zeigt
einen aus 3 Triebwagen gebildetem Zug bei der Ausfahrt aus Voiteni (Strecke
Timisoara Nord - Resita) am 27.05.10. (Dr.
Jochen Christoph, 07.07.10).
Die
letzten Malaxa




Liest man Reiseberichte und forscht bei Eisenbahn Fotografen nach, so
kristallisiert sich schnell heraus, dass es eigentlich nur noch zwei
rumänische Depots mit den alten Malaxa Triebwagen gibt. Ich erlebte
sie gerade in noch ansehnlicher Stückzahl im BW Timisoara. Das zweite
BW ist das Depot Arad.
In Timisoara war man über unseren Besuch und unser Interesse sehr erfreut
und führte uns fachkundig herum. Abgesehen von alten DR Triebwagen und
modernen Desiro waren hier ausnahmslos zweiachsige Veteranen der Malaxa
Garde Baureihe 900 vertreten.
Die meisten erstrahlten in neuer gelb-grüner Lackierung. Wenige trugen
noch grau-rot. Alt grüne Triebwagen entdeckten wir nicht mehr.
Nach dem Depot Besuch ging es auf die Strecke. Wir wurden schnell fündig.
Wir hatten am Abend zuvor beobachtet, dass zwei Altbau Triebwagen am
Dosto nach Jambolia mitgeführt wurden. Diese mussten ja irgendwo abgeblieben
sein. Wir fuhren nach Cärpinis, wo eine kleine Stichstrecke nach Ionel
abzweigt. Beim Fahrdienstleiter erhielten wir die Auskunft, dass der
von uns gesuchte Triebwagen in Ionel stände und zwei Mal am Tag zwischen
Cärpinis und Ionel pendele.
Am Bahnhof Ionel entdeckten wir das verlassene Fahrzeug. Beim Blick
in einen Nebenraum des herunter gekommenen Bahnhofs stießen wir auf
das in einem abgedunkelten Raum schlafende Fahrpersonal. Sie befanden
sich noch vom Vorabend im Ruhezustand.
Laut Fahrplan hatte die vierköpfige Mannschaft noch zwei Stunden Zeit.
Wir machten unterdessen die ersten Fotos und fuhren dann an die Strecke.
Wir befanden uns nahe dem serbischen Grenzgebiet. Somit hatten wir auch
Kontakt mit einer Polizeistreife. Gut, dass wir diesen Kontakt schon
auf der Hinfahrt nach Ionel hatten; denn bei der Verfolgung des Zuges
trafen wir im Bahnhof Pustinis erneut auf die Beamten. Sie kannten uns
bereits und wussten um unser Faible. So konnten wir den Zug bequem verfolgen
und mehrfach bis zur Einfahrt in Cärpinis fotografieren. Ein Zeitverlust
durch eine mögliche Kontrolle blieb uns somit erspart.
In Cärpinis gab es dann eine weitere Überraschung; denn aus Richtung
Timisoara kam ein weiteres Malaxa-Gespann, das schließlich in Richtung
Jimbolia weiter fuhr. Um diese Zugkreuzung komplett zu machen, gesellte
sich ein vierteiliger ex DR Triebwagen dazu, der genau in Gegenrichtung
verkehrte. Die heute silber-blau lackierten Triebwagen der ehemaligen
Deutschen Reichsbahn wirkten gegenüber den alten Malaxa-Fahrzeugen fast
schon modern.
Doch bei der Ausfahrt mussten auch sie dem schlechten Oberbau Tribut
zollen. Ihr Schaukeln und Wackeln unterschied sich kaum von dem der
alten Malaxa TW.
Fazit: Westlich von Timisoara und Arad kann man sie also noch erleben
– die Malaxa aus Bukarest. Aber wie lange noch? (Gerd
Hahn, 25.05.10).
232
685 in Timisoara eingetroffen


Frisch eingetroffen ist die ex DB-Lokomotive 232 685 in Timisoara. Sie
trägt bereits die rumänische Bezeichnung 92 530 06 1009 8. Zunächst
wurde sie nur im Bahnhofsvorfeld des Gara Nord in Timisoara von mir
gesichtet. Sie stand dort abgestellt.
Am 12.05.2010 beobachtete ich jedoch den ersten Einsatz der Lok. Sie
verließ abends ihren Stellplatz und setzte sich vor einen Güterzug in
Richtung Westen.
Die Bilder zeigen die abgestellte Lokomotive im Gara Nord am 10.05.2010
und bei der Ausfahrt vorbei am Wasserturm des Depots am 12.05.2010 (Gerd
Hahn, 18.05.10).
Die
letzten Malaxas im Banat






Auch nach der Übernahme zahlreicher Strecken durch Regiotrans kann man
im Banat noch zweiachsige Malaxa-Triebwagen im Einsatz erleben, wenngleich
diese Einsätze drastisch zurückgegangen sind. In Arad wird derzeit noch
ein viertägiger Plan mit Altlack-Fahrzeugen auf den nach Norden führenden
Strecken 310 und 317 gefahren.
Im Triebwagendepot Arad gibt man sich aber wenig Hoffnungen auf eine
längere Zukunft dieser Einsätze hin. Dort sind auch die eleganten zweiteiligen
Malaxa-Garnituren abgestellt und warten auf vielleicht bessere Zeiten.
Die ersten drei Bilder entstanden am 12.2.2010 in Santana und im Depot
Arad.
In Timisoara sind noch zahlreiche Fahrzeuge in alter und neuer Lackierung
beheimatet und können in freundlicher und hilfsbereiter Begleitung im
Depot besichtigt werden. Bei den Einsätzen auf den wenigen verbliebenen
Strecken stehen sie aber in hauseigener Konkurrenz mit den ebenfalls
überzähligen Reichsbahn-Ferkeltaxen. So werden auf der Strecke 922 nach
Stamora Moravita nur noch die CFR-Züge 9665 und 9667 mit den Malaxas
gefahren, die Züge 9661 und 9663 hingegen mit LVT. Die letzten drei
Bilder wurden am 13.2.2010 im Bahnhof und im Depot Timisoara aufgenommen
(Dr. Rainer Hartmann, 22.02.10).
Moldovita
mit 6,3 km Gleis statt 3,6 km




Das freundliche Herbstwetter liess es zu, heuer die befahrbare Strecke
in Moldovita beinahe zu verdoppeln: Mit Schienenmaterial der Welshpool-Railway
aus Grossbrittanien, der ehemaligen Feldbahnsammlung Valdo Longo sowie
anderer oesterreichischer Museumsbahnen konnten innerhalb von 2 Monaten
2,7km Gleis der Formen XXX, XIVa und S18 verbaut werden. Die Schwellen
wurden von den oesterreichischen Bundesbahnen, Linz-Wegscheid geliefert,
ein Grossteil der Kleinmaterialen stammen von der Murtalbahn in Oesterreich.
Bei Streckenkilometer 5,8 wurde eine 40m lange Ausweiche errichtet.
Die eine Weiche stammt von der Industriebahn Brad, die andere von der
Industriebahn Hunedoara.
Fuer das Jahr 2010 gibt es bereits zahlreiche Bestellungen fuer Sonderfahrten,
so etwa von den Gesellschaften Farrail und Intra Express. In den Sommermonaten
wird es wieder einen planmaessigen Museumsverkehr an Wochenenden geben.
Der Verein zur Erhaltung der Rumaenischen Schmalspurbahnen, welcher
in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat von Moldovita diese Strecke betreibt,
hat die Betriebskonsession gemaess Veranstaltungsgesetz beantragt (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
23.11.09).
Touristenwaldbahn
Moldovita verlängert




In Moldovita laufen die Bauarbeiten zur Streckenverlaengerung auf Hochtouren.
am 28.10.2009 konnte der KM 5,7 erreicht werden. in diesem Jahr, soferne
es die Witterung zulaesst, soll noch der KM 6,5 erreicht werden, wo
auch eine Umsetzmoeglichkeit errichtet wird. Am selben Tage wurde auch
eine interessante Sonderfahrt durchgefuehrt:
Die legendaere Draisine, welche nach der Streckenstillegung in Moldovita
nach Viseu gelangte, wurde in den Schmalspurwerkstaetten in Brad fuer
die Waldbahn Viseu de Sus hauptausgebessert. Die Inbetriebnahmefahrt
fand fuer die Sponsoren diese Projektes auf ihrer ehemaligen Stammstrecke
statt (Georg Hocevar, www.cfi.ro,
31.10.09).
Viel
Dampf in der herbstlichen Nachsaison der Wassertalbahn




Seit Anfang September und noch bis Ende Oktober fahren die dampfbespannten
08:30 Uhr Personenzüge jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag. Zusätzlich
bestellte Charterzüge sorgten in der letzten Septemberwoche für viel
Betrieb, im Einsatz waren 764.421 Elvetia, 764.211 Mariuta und die Krauss
763.193. Die Produktionszüge (mit Diesellok!) - z.Zt. je einer nach
Valea Babii und ins Novat-Tal - starten frühmorgens zwischen 06 und
07 Uhr.
Wichtig für Eisenbahnfreunde: Die Termine für die durch Michael Schneeberger
organisierten Fotowochen 2010 stehen fest. Winter/Frühlingsdampf vom
28.Februar bis 4.März 2010, Herbstdampf vom 19. bis 23. September 2010.
Auch die im 2009 ausverkauften Bahn-Erlebnisreisen "Von der Puszta
in die Karpaten" werden im 2010 wieder durchgeführt: 2. bis 11.
September 2010, 30. September bis 9. Oktober 2010 (Michael Schneeberger,
www.wassertalbahn.ch,
09.10.09).
Rumänien:
Sechs rumänische Dampflokomotiven werden international gesucht
Ein besonderer Fall in Sachen Behördenverfahren betrifft derzeit das
rumänische Unternehmen CFI Brad. Das Unternehmen ist unter anderen in
den Bereichen Fahrzeughandel, Fahrzeugreparatur sowie Bahntouristik
tätig und berichtet auch häufig im LOK Report über seine Aktivitäten.
Laut diversen Medienberichten, u.a. in einer österreichischen und einer
rumänischen Tageszeitung sowie lt Aussendung des Unternehmens
selbst wird CFI Brad von der rumänischen Polizei vorgeworfen, im Zeitraum
2002-2005 sechs rumänische Dampflokomotiven "illegal" nach Westeuropa
exportiert zu haben. Die Lokomotiven sind auf der polizeilichen
Liste gestohlener rumänischer Gegenstände im Internet angeführt.
Es handelt sich dabei um
• 230.301 ex ROMARM Orastie an Österreichische Gesellschaft
für Eisenbahngeschichte
• 40.003 ex Subcetate an Eisenbahnmuseum Bratislava
• 40.006 ex Subcetate an Eisenbahnmuseum Bratislava
• 764.427 ex Zementfabrik Turda an Jugoslawische Staatsbahnen
Mokra Gora
• 764.431 ex Zemtenfabrik Turda an Modelleisenbahner, Standort
Putbus
• 764.407 ex CFF Margina an Waldbahn Hronec, Slowakei
Laut Unternehmenseigner Georg Hocevar mache "die rumänische Kriminalpolizei
aus einem Geschäftsfall einen Kriminalfall" und setzt nach: "Trotz der
Tatsache, dass sich keine
dieser Lokomotiven auf der Liste der denkmalgeschützten Lokomotiven
befindet, ist die ermittelnde Behörde der Meinung, dass das Verbrechen
des Exportes von Kulturgutes, Bestechung und Diebstahles stattgefunden
hätte."
Der Österreicher ergänzt, er selbst gelte als Hauptverdächtiger, eine
Mitarbeiterin der Museumsdirektion des Bezirkes Hunedoara (Name der
LOK Report Redaktion bekannt) werde der Komplizenschaft beschuldigt.
Hovevar meint auch "keine dieser Lokomotiven würde es heute mehr geben,
wenn diese nicht Abnehmer in Westeuropa gefunden hätten, sie wären in
Rumänien alle verschrottet geworden." Laut Einschätzung des Unternehmers
sei "der komplexe Fall für westeuropäische Gewohnheiten einfach nicht
nachvollziehbar." Er zweifelt auch an der Qualität der behördlichen
Standards: "Die Art, in der die Ermittlungen durchgeführt werden, stellen
Kompetenz und Rechtschaffenheit der rumänischen Polizei absolut in Frage."
Die CFI Brad stellt der LOK Report-Redaktion ihre Darstellung zur Verfügung,
die wir im Originalwortlaut leicht gekürzt bringen:
"Am 17.06.2009 schafften sich ca. 30 Polizeibeamten, mit einem
Durchsuchungsbefehl für Kulturgut, Zutritt auf das Firmengelände der
Schmalspurbahn Brad. Im Zuge der 12 Stunden dauernden Durchsuchung wurden
sämtliche Buchhaltungsunterlagen der Jahre 2002-2009, sämtliche Computer
sowie 54 Steuerventile KE beschlagnahmt und abtransportiert. Der Umfang
des Durchsuchungsbefehls wurde dadurch rechtswidrig überschritten.
Über sämtliche im Firmengelände aufgefundenen Lokomotiven und Gebäude
wurden zur Absicherung des vermeintlich dem rumänischen Staat durch
den Verkauf der Dampflokomotiven entstandenen Schadens in der Höhe von
EUR 158.000,- ein Veräußerungsverbot ausgesprochen, ebenso über das
Privathaus von Georg Hocevar, welches zuvor durch die Polizei aufgebrochen
(!) wurde. Die beschlagnahmten Steuerventile und Buchhaltungsunterlagen
wurden erst nach sieben Wochen retourniert.
Am 22.07.2009 taetigte die rumaenische Polizei eine internationale Pressemitteilung
ueber diesen Fall, dessen Ermittlungen nicht abgeschlossen sind. Die
Unschuldsvermutung wurde dadurch verletzt. Aufgrund der Bekanntgabe
falscher Informationen wurden der Ruf der Schmalspurbahn Brad und von
Georg Hocevar national und international geschädigt.
Auf der Homepage der rumänischen Polizei erscheinen die sechs
erwaehnten, rechtmaessig exportierten und verkauften Lokomotiven unter
"gestohlenen Artikeln", wodurch auch der Ruf der Käufer
geschädigt und die Lokomotiven zur Hehlerware erklärt wurden. Der
Pressesprecher der Kreispolizei Hunedoara verkündete in der Presse,
dass die sechs Lokomotiven nach deren Auffinden sofort nach Rumänien
zurückgebracht werden.
Durch das durch die Polizei auferlegte Veräußerungsverbot ist die Handlungsfähigkeit
der Schmalspurbahn Brad komplett eingeschränkt, es können keine Kredite
mehr aufgenommen und keine einzige der im letzten Jahr vor der Verschrottung
bewahrten, reichlich vorhandenen L45H mehr verkauft werden. Der Abschluss
des Ermittlungsverfahrens wird noch lange dauern, da sich das rumänische
Rechtssystem derzeit auf Urlaub befindet. Der durch die mangelnde Kompetenz
der rumänischen Polizei dem Unternehmen entstandene Schaden kann noch
nicht beziffert werden."
Die Lok-Report-Redaktion betont, dass obige Darstellungen ausschließlich
auf einer österreichischen Tageszeitungsmeldung sowie einer Aussendung
der CFI Brad beruhen. Eine Stellungnahme der rumänischen Behörden wurde
angefragt und wird nach Vorliegen umgehend veröffentlicht (Redaktion
LOK Report, 05.08.09).
Comandauer
Festtage




Am 1. und 2. August 2009 fanden wie jedes Jahr die Festtage des Dorfes
Comandau statt, welche fuer den Riesenpilzeintopf und die Fahrten mit
der Waldbahn bekannt sind. Zum Einsatz kamen die (ehemalige Boehler
9) 762.209 sowie eine Ns3h.
Heuer wurde die Fahrtstrecke erheblich verlaengert, erstmals seit 12
Jahren wurde der Streckenkilometer 3 der Zweigstrecke nach Holom erreicht.
In diesem Bereich war die Strecke an vier Stellen durch Hochwasser unterbrochen.
Vom Bahnhof Comandau weg, einschliesslich des Abschnittes der Stammstrecke
Richtung Schraegaufzug bis zur Abzweigung Richtung Holom, ergibt sich
bis zum Streckenkilometer 3 bereits eine Streckenlaenge von 5km.
Um mit dem Kessel bergwaerts fahren zu koennen, wurde fuer das Wenden
der Lokomotiven auch das Gleisdreieck in Comandau wieder befahrbar gemacht.
Am Streckenkilometer 3 wurde eine Weiche eingebaut, wodurch das Umsetzen
des Zuges mittels "englischen Verschubes" moeglich ist. Das
Gleis Richtung Holom liegt im grossen und ganzen noch bis zum km 4,5,
aufgrund des Fehlen von etlichen Schienen ist die Befahrung aber nicht
moeglich. Die Komplettierung und Instandsetzung ist geplant. Fuer die
Zukunft ist vorgesehen, dass am Bahnhof in Comandau eine kleine Diesellok
gegen Voranmeldung gechartert werden kann (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
05.08.09).
Rumänien:
Talstrecke Covasna wird wieder planmaessig befahren




Ab Samstag, 7.8.2009 wird die Talstrecke in Covasna wieder planmaessig
befahren. Sozusagen als Auftakt wurde am Montag, 3.8.2009 die 762.209,
welche sich am Rueckweg von Comandau Richtung Moldovita befand, in Covasna
abgeladen und 4 Fahrten zwischen Voinesti und Siclau durchgefuehrt,
welche von den zahlreich anwesenden Touristen gerne angenommen wurden.
Die Strecke weiter zum Bahnhof ist wegen des erneuten Senkens der Hanko-Bruecke
und einer Vielzahl gestohlener Schienen im Bahnhofsbereich von Covasna
nicht mehr moeglich.
Die von der Gemeinde Covasna bestellen planmaessigen Fahrten werden
jeden Samstag und Sonntag, bis 27.9.2009 durchgefuehrt. Zum Einsatz
kommt entweder eine Ns3h oder eine Ns2h (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
05.08.09).
Grenzueberschreitender
Schnellzug vor dem Aus

Die von Mitte Juni bis 6. September 2009 eingerichtete Schnellzugverbindung
von Bukarest nach Varna über den Güterzug-Grenzübergang
Negru Voda - Kardam steht vor dem vorzeitigen Aus. Gemäß
Internetauftritt der CFR
ist der Zug ab 10. August nicht mehr im Einsatz.
Am
25. Juli trafen sich im Grenzbahnhof Kardam der rumänische Krabbenkutter
(60 1376), der den Zug von Medgidia her gebracht hat, und die bulgarische
Ludmilla, die den R 1131 bis Varna bringen wird. Die schlechte Besetzung
ist wohl der Grund für die Einstellung knapp einen Monat früher
als geplant (Werner Bischoff,
30.07.09).
Letztes
Reststueck der Industriebahn Hunedoara wird abgetragen




Nachdem im Dezember 2006 der letzte Auftraggeber der Bahn, ein Kalkwerk
bei KM 2,3 den Betrieb einstellte, ist es sehr ruhig geworden um die
Industriebahn Hunedoara.
Mittlerweile wurden alle Fahrzeuge verkauft (die L45H-084 kam ja an
die SDG, wir berichteten darueber) und mit dem Streckenabbau begonnen.
Bedauerlicherweise wurde bereits die schoene Bruecke bei KM 2,5 verschrottet,
die anderen beiden spektakulaeren Bruecken werden in Kuerze folgen (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
11.07.09).
Ergänzung
zu LR 6/2009




Letztes Wochenende machte ich einen Kurztrip nach Rumänien. Dabei konnte
ich folgendes festhalten. Der VT 78.1008/1009 absolvierte am 19.06.2009
eine Werksprobefahrt von Arad nach Santana (KBS 310) und retour als
R 3743/3744. Den Morgendlichen Umlauf (siehe LR 6/2009) absolvierte
VT 78.1017/1018. Somit sind in Arad wieder zwei Vierachser in Betrieb.
Auf der Strecke Nadab-Granicieri (KBS 313) versieht der VT 77.0924 Dienst,
obwohl die Strecke bereits von Regiotrans übernommen wurde. Morgens
erreicht der Triebwagen den Abzweigebahnhof Santana um den Anschluß
an den P 3123 (bespannt mit CFR 60) aus Arad herzustellen. Die aktuellen
Regiotrans-Fahrpläne gibt es auf http://www.regiotrans.ro/mersul_trenului.html.
Auf der Strecke Timisoara-Jimbolia (KBS 919) kommt es im Bahnhof Carpinis
gegen 20.10 Uhr zu einem Zweiachser-Happening der besonderen Art. Als
P 9756 aus Ionel und P 9780 aus Lovrin erreichen je zwei VT 77 die Station
um vereint als Vierfach-Triebwagenzug P 9780 nach Timisoara zu fahren.
Dafür erreichen im Gegenzug am Zugschluß des von einer VL 82 geführten
P 9589 auch vier Triebwagen um dieselbe Zeit ebenfalls Carpinis, zwei
davon fahren als P 9755 nach Ionel die beiden anderen fahren mit P 9589
nach Jimbolia und weiter nach Lovrin. Dieser Triebwagentausch findet
nach unseren Beobachtungen täglich statt (Gerold
Rauter, 25.06.09).
Modernisierte
L45H auf der Industriebahn Govora




Fuer die zum polnischen Ciech-Konzern gehoerenden Sodawerke Govora in
Suedrumaenien wurde in Zusammenarbeit zwischen der CFI Criscior und
der Firma MVJ Szombathely die FAUR-Lokomotive L45H-082 aufgearbeitet
und modernisert. Die Lokomotive wurde mit einem Caterpillar C18 Acert
Motor,und einem oellosen Knorr-Kompressor ausgestattet. Weiters wurden
eine Behr-Hydrostatik und eine Webasto-Klimaanlage eingebaut. Die Bremsanlage
stammt von der Firma Hepos in Skopie und ist elektropneumatisch ausgefuehrt.
Aufgrund der massiven Leistungssteigerung musste die Kuehlanlage komplett
umgebaut und vergroessert werden. Die Lokomotive wurde, den Konzernfarben
entsprechend, grau lackiert. Es duerfte sich nunmehr um die modernste
Schmalspurlokomotive Ost-Europas handeln (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
24.06.09).
Abrud
- Campeni wieder befahrbar
.jpg)
.jpg)
.jpg)
.jpg)
Nach Reparatur saemtlicher Schaeden am Gleis, dem Austausch von 300
Schwellen und dem Komplettieren der entwendeten Kleinmaterialien konnte
am 30.5.2009 der erste Zug in Bewegung gesetzt werden. Anlass fuer diesen
Sonderzug war eine Kranzniederlegung am Avram Iancu-Denkmal in Rosia
Montana.
Dies war nach ueber acht Monaten der erste Zug, welcher in Bewegung
gesetzt wurde. Am 13.und 14.6.2009 werden im 2-Stundentakt am 10.00
Uhr Zuege zwischen Abrud und Rosia Montana verkehren. Ein Zugspaar wird
auch an jedem der beiden Tage bis Campeni fahren (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
02.06.09).
Viel
Arbeit in Viseu de Sus




Fuer die bevorstehende Touristensaison in Viseu de Sus werden derzeit
saemtliche Waggons des Touristenzuges gewartet und in Schuss gebracht.
Auch die Abstellgruppe fuer die Personenwagen wurde komplett umgestaltet.
Das derzeitige Frachtaufkommen ist gigantisch. Taeglich sind 4-5 Zuege
unterwegs (Georg Hocevar, www.cfi.ro,
01.06.09).
CFR-Strecke
Vama - Moldovita wird durch den Kreisrat Suceava uebernommen
Gemaess einer Pressemitteilung
wird der Kreisrat Suceava die einstellungsbedrohte normalspurige Strecke
von Vama nach Moldovita uebernehmen.
Nach Aussagen des Kreisratspraesidenten Gheorghe Flutur soll auf der
gesamten Strecke eine dritte Schiene eingelegt werden und mit den Fahrzeugen
der touristischen Waldbahn Moldovita betrieben werden. Auch normaler
Personenverkehr soll weiterhin durchgefuehrt werden.
Die rumaenischen Staatbahnen seien damit prinzipiell einverstanden und
es soll in absehbarer Zeit ein Abkommen getroffen werden (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
25.05.09).
Instandsetzungsarbeiten
Abrud - Campeni




Fuer die alljaehrlich im Juni stattfindenden Abruder Stadttage wird
derzeit die Strecke zwischen Abrud und Campeni wieder befahrbar gemacht.
Ausser dem natuerlich Verfaulen der Holzschwellen machen die nicht in
den Griff zu bekommenden Kleineisendiebstaehle sowie Zerstoerungen der
Gleisanlagen durch Baumaschinen, welche die Gleise an nicht dafuer vorgesehenen
Stellen ueberqueren, sehr viel Arbeit. Die Fahrten werden am 13. und
14. Juni 2009 stattfinden (Georg Hocevar,
www.cfi.ro, 25.05.09).
Moldovita

Obwohl auf dem beigefügten Bild aus Moldovita alle Zeichen auf
STOP stehen, wird die Nebenbahn nach Vama auch nach dem 01.04.09 noch
mit vier Zügen am Tag von der CFR bedient. Hierzu war am 19.04.
der Stamm-Tw 77-0906-6 eingeteilt. Gefahren werden die Züge 5752
(V 7:02 - M 7:56) und 5753 - 5757 (M 14:00 - V 18:02); jeweils im Durchlauf
ab/bis Cimpulung Molddovenesc.
Die jeweils aktuellen Zug-Infos gibt es für max. 30 Tage im Voraus
auf www.infofer.ro
(Infomatii trenuri) (Roland Braun, 25.09.09).
Bukowinische
Lokalbahn wird eingestellt




Nachdem die CFR bereits am 05.03.2009 das Reisezugangebot auf der Strecke
Vama-Moldovita massivst
eingeschraenkt hatte, wurde nun bekannt, dass der Reisezugverkehr
am 1. April 2009 komplett eingestellt wird.
CFR Infrastruktur versuchte bereits mehrmals, diese nicht interoperablile
Strecke an
ein privates Unternehmen zu vergeben - ohne Erfolg.
Zur Zeit gibt es fuer den Teilabschnitt Vatra Moldovitei - Moldovita
Strecke noch
Hoffnung: Der Kreisrat von Moldovita moechte diesen Abschnitt durch
das Einlegen einer dritten Schiene fuer die Schmalspurzuege der Touristenwaldbahn
befahrbar machen. Dadurch wuerde der Touristenmagnet Kloster Moldovita
direkt an die Museumswaldbahn angeschlossen werden (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
23.03.09).
CFR-Fahrplan
auf Google Maps
Auf der Webseite http://cfr.webgis.ro/
können Abfahrten und Ankünfte von rumänischen Bahnhöfen auf einer Google
Maps Kartengrundlage abgerufen werden. Wer die Systemuhr seines Computers
auf Osteuropäische Zeit umstellt, kann sogar die Züge fahren sehen (Matthias
Schenkel, www.donaulaender.at,
09.03.09).
Fotowoche
auf der Wassertalbahn




Sechs Tage Volldampf auf der wiederhergestellten CFF Viseu de Sus: Anlässlich
der ersten Fotoveranstaltung seit der Hochwasserkatastrophe vom Juli
2008 kam neben den vier betriebsfähigen Dampfloks 764.421, 764.408R,
763.193, 764.211 als Gastlokomotive auch die 762.209 von Georg Hocevar
zum Einsatz.
Bitterkalte Minustemperaturen, Schnee, strahlende Frühlingssonne und
abwechslungsreiche Zugskompositionen sorgten für eine reichliche fotografische
Ausbeute.
Die Saison für die regulären Dampfpersonenzüge beginnt im Mai; über
Ostern fährt jeweils um 08:30 am 12./14./15./16. und bei genügend Fahrgästen
auch am 21. und 22.April ein Dampfzug hinauf ins Wassertal. Zusätzlich
feiert die Wassertalbahn mit einem grossen Bahnhoffest am (orthodoxen)
Ostermontag 20. April ihre Wiedereröffnung - selbstverständlich mit
viel Dampf (Michael Schneeberger, www.wassertalbahn.ch,
06.03.09).
Bau
der Donaubrücke II Vidin-Kalafat
Radio Bulgarien (BNR) berichtete am 28.7.2008, dass der Bau der zwei
Kilometer langen Schienen- und Straßenbrücke sich bereits
um sechs Monate verspätet habe. Ursprünglich sollte die Brücke
am 30.4. 2010 in Betrieb gehen (Matthias
Schenkel, www.donaulaender.at,
09.02.09).
Erster
Plandampf 2006 in Viseu de Sus


Am Montag 15. Dezember 2008 war es soweit: Faur-Diesellok Ecaterina
brachte die vereinseigene Resita 764.421 Elvetia von Bardau zurück nach
Viseu de sus. Für die Fahrt wurde an der Dampflok, welche über vier
Monate isoliert im Wassertal stand, die Antriebstangen ausgebaut; unterwegs
ständig die Achslager überprüft und kräftig geschmiert. Alles lief glatt,
weder kam es zu Entgleisungen noch zu sich erwärmenden Achsen.
Kurz vor Viseu feierte die begleitende Zugsmannschaft beim Diensthalt
Bar Valea Scradei die Rückführung des verlorenen Sohnes - coming home!
(Michael Schneeberger, www.wassertalbahn.ch,
19.12.08).
Wassertalbahn
wieder durchgehend befahrbar




Am Freitag, 12.Dezember 2008, um 06:00 Uhr startete in Viseu de Sus
der diesellokbespannte Arbeiterzug, 6:30 folgte ihm die Reghin-Dampflok
745.408R mit Mannschaftswagen und 14 (!) Holztrucks am Haken. Während
die Strecke von oben her bis Bardau (Km 24,1) bereits wiederhergestellt
war, arbeitete man von Viseu de Sus her fieberhaft auf den letzten Metern
zwischen Paltin und Bardau.
Nachmittags gegen 14 Uhr war es soweit: Mit dem ersten Zug nach dem
Hochwasser erreichte der Faur-Diesel 87 0033 die Station Bardau, wo
seit gut vier Monaten isoliert der komplette "Touristenzug"
inklusive Dampflok 764.421 "Elvetia" steht.
Geschafft! Der Abtransport der 7 Personen- und Aussichtswagen erfolgte
noch am gleichen Tag, während die Dampflok sorgfältig wenige Meter auf
ein Abstellgleis verschoben wurde. Ihre Rückführung ist für Montag 15.Dezember
geplant; nach der langen Standzeit oben im Tal muss die Lokomotive entsprechend
vorbereitet und sehr behutsam hinunter nach Viseu de Sus gezogen werden.
Die dem Verein "Hilfe für die Wassertalbahn" gehörende Maschine
wird dann in der bahneigenen Werkstatt revidiert. Obwohl man hofft,
dass dabei keine grösseren Schäden zutage treten, ist der Verein für
die Wiederinbetriebnahme der "Elvetia" (und die weiterlaufenden
Streckenreparaturen) dringend auf Spenden angewiesen (Michael Schneeberger,
www.wassertalbahn.ch,
15.12.08).
Weihnachts-Schmalspurbahn
im Zentrum von Suceava




Am 28. November 2008 wurde feierlich eine temporaere, 600m lange Schmalspurbahn
durch das Zentrum von Suceava eroeffnet. Der aus der Krauss-Lokomotive
762.209 und drei 2-achsigen Personenwagen bestehende Zug verkehrt taeglich,
bis einschliesslich 10. Jaenner 2009 auf Bestellung des Kreisrates Suceava
(Georg Hocevar, www.cfi.ro,
01.12.08).
Wieder
Holztransporte nach der Hochwasserkatastrophe






Die Ende Juli 2008 durch ein Hochwasser zerstörte Waldbahn von
Viseu de Sus hat den Holztransport wieder aufgenommen. Obwohl die Eisenbahnstrecke
im Wassertal noch nicht durchgängig befahrbar ist, wird seit Montag
23.November wieder täglich Rundholz per Bahn nach Viseu de Sus
gebracht.
Unter schwierigsten Bedingungen kommt der Wiederaufbau der verwüsteten
Waldbahn voran: Obwohl die Strecke dem rumänischen Staat gehört,
ist die aufwendige Wiederherstellung bisher einzig durch private Firmen,
Kredite und Spenden ermöglicht worden. Von staatlicher Seite wurde
zwar der Wiederaufbau zugesagt, aber bislang absolut keine finanzielle
Hilfe geleistet. Die totalen Kosten werden auf über 8 Millionen
Euro geschätzt.
Zusätzliche Schwierigkeiten bereitet der Wintereinbruch mit Minustemperaturen
und starkem Schneefall. Trotz härtester Arbeitsbedingungen ist
man in Viseu de Sus aber zuversichtlich, bis Weihnachten die gesamte,
über 40 Kilometer lange Strecke wieder befahren zu können.
Und hofft gleichzeitig, dass der rumänische Staat nach den Parlamentswahlen
endlich finanzielle Mittel für die von der Naturkatastrophe betroffene
Waldbahn zur Verfügung stellt (Michael Schneeberger, www.wassertalbahn.ch,
29.11.08).
U-Boot
kehrt heim


Die 219 159, nun als 83-0904 bezeichnet, kehrt nach Rumaenien zurueck,
hier neben der 142 044 im Bw Arad vor einigen Tagen. Sie wird, wie die
Ludmillas bei Logistic Center SRL Timisoara, einer Tochtergesellschaft
von Railion eingestellt.
Folgende 232 sind mittlerweile in Rumaenien eingetroffen: 232 617, 678
and 624. Sie werden in der Naehe von Deva eingesetzt werden. Die Aufnahme
von Anfang November zeigt die 232 617, eingereiht in einen Gueterzug
Arad - Simeria, auf dem Weg zum neuen Einsatzort (Werner
Bischoff, Fotos Silviu Darlea,
15.11.08).
Wiederaufbau
Wassertalbahn - Lückenschluss vor Weihnachten?




In unglaublich gehetztem Tempo kommen die Arbeiten an der vom Hochwasser
zerstörten Strecke voran. Die extrem betroffene Schlucht zwischen dem
Gleisdreieck und Cozia ist praktisch geschafft, die Arbeitszüge fahren
bereits bis Glimboaca (Km 16). Nächste Woche sollte Cozia (Km 18,5)
erreicht sein, wo bereits mit dem Holzschlag begonnen wurde; bald rollen
die ersten Holzzüge nach dem Hochwasser wieder hinunter nach Viseu de
Sus!
Begünstigt wurde der (mangels staatlicher Unterstützung leider etwas
provisorische) Wiederaufbau durch das ausnehmend trockene und milde
Herbstwetter. Lässt der Winter noch etwas auf sich warten, könnte die
ganze Strecke bis Weihnachten wieder befahrbar sein; vom Streckenende
her ist der Bahnhof Botizu (Km 26,2) bereits erreicht.
Hoffen wir das Beste, und drücken wir den wackeren Bautrupps unter Ingenieur
Koloszvari die Daumen! Die Fotos zeigen: Glimboaca nach der Flut am
09.08.2008 (zum Vergleich: Bahnhof Glimboaca am 10.11.08), das Verfüllen
von Steinkörben oberhalb Delta Novat und nachträgliche Betonverbauungen
bei Fabrica Km 3, wo der Verein die ersten Arbeiten initiiert hatte
(Michael Schneeberger, www.wassertalbahn.ch,
15.11.08).
Waldbahn
Moldovita zu Gast auf der Messe fuer Tourismus in Suceava




Anlaesslich der Messe fuer Tourismus in der Bukowina, welche zwischen
10. und 13. Oktober 2008 in der Naehe des Flughafens Suceava stattfand,
wurde im Ausstellungsgelaende eine ca 200m lange Strecke mit Spurweite
760 mm errichtet. Zum Einatz kamen die Krauss-Lokomotive 762.209 und
ein offener Personenwagen.
Bei der Eroeffnung war saemtliche Politikerprominenz des Kreises Suceava
(u.a. im Bild zu sehen Kreisratspraesident Gheorghe Flutur und PDL-Vorsitzender
Theodor Stolojan) anwesend und es wurde massive Unterstuetzung des Landkreises
fuer die Wiederinstandsetzung der Waldbahn Moldovita nach den schweren
Hochwaessern in Aussicht gestellt (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
14.10.08).
Inselbetrieb
im oberen, Vorrücken im unteren Streckenbereichder Wasertalbahn


Improvisiert und leider nur bedingt solide geht der Wiederaufbau der
Wassertalbahn voran: Im oberen Streckenteil haben die Schienen von Catarama
her (letzte Station vor dem Streckenende bei Comanu) wieder Lostun (oberhalb
Faina) erreicht. Die per LKW über eine abenteuerliche Forstrasse über
die Berge gebrachte Diesellok Cristina pendelt zwischen Stevioara-Valea
Babii und Catarama, wo das Rundholz verladen und per Lkw nach Baia Borsa-Viseu
de Sus gebracht wird. Angesichts der enorm Diesel, Maschinen und Zeit
kostenden Fahrten ist klar, das diese Transporte nur eine Notlösung
darstellen ? per Waldbahn ist die Holzabfuhr viel effizienter und ökonomischer!
Umso mehr wird der Wiederaufbau vorangetrieben, sowohl von Viseu de
Sus und vom oberen Streckenende her. Bereits ist von unten her die ehemalige
Wasserstelle bei Km 8.5 erreicht, und bis Mitte Oktober wird die Bahn
das Gleisdreieck bei Novat Delta erreicht habe. Aber die schwierigsten
Abschnitte, in der Schlucht zwischen Delta Novat und Cozia respektive
Bardau-Novicior-Botizu, werden in diesem Jahr wohl nicht mehr zu schaffen
sein.
Der Bauzugbetrieb wird überwiegend mit Dieselloks gefahren; um 6:30
verlässt der erste Zug mit den Arbeitern Viseu de Sus, danach pendelt
die Komposition je nach benötigtem Baumaterial ohne fixen Fahrplan.
Mitfahrt erlaubt! Die Bilder zeigen die Diesellok vor dem Bahnhof Valea
Babii und einen der (Saisonal bedingten) seltenen Einsätze der Krauss
763.193 in der wiederaufgebauten Kurve bei Km 7.5 (Michael Schneeberger,
www.wassertalbahn.ch,
03.10.08).
Arbeitszüge,
Diesellok-Transport und Expedition in ein leeres Tal ...




Es tut sich einiges im verwüsteten Wassertal: Während das weggespülte
Trassee oberhalb von Valea Scradei langsam wieder Formen annimmt, fahren
die Bau- und "Katastrophentourismus"-züge überwiegend mit Dampf, weil
die einzige in Viseu de sus verbliebene (betriebsbereite...) Diesellok
huckepack auf einem Lkw via Baia Borsa über die Berge nach Catarama,
ans Streckenende, verbracht wurde. Dort hat inzwischen der Holzschlag
wieder begonnen, und die Lok bringt auf den wiederhergestellten Kilometern
zwischen Comanu und Stevioara Rundholz nach Catarama, von wo es mühsam
und abenteuerlich per Lkw nach Viseu de sus transportiert wird. Kein
Dauerzustand, aber die Produktion verlangt nach Holz...
Vorige Woche wagte sich eine kleine Expedition zu Fuss bis nach Bardau,
wo der Touristenzug bewacht abgestellt ist. Da niemand weiss, wann diese
Komposition wieder auf Schienen nach Viseu de Sus zurückkehren kann,
mussten insbesondere an der Lokomotive "Elvetia" 764.421 fachmännische
(Dank an Gerhard Luft und "Strasshof-Wolfgang"!!!) Konservierungsarbeiten
ausgeführt werden. Denn wahrscheinlich wird die Lokomotive und ihr Zug
in den Bergen überwintern müssen...
Die Bilder zeigen die Grossbaustelle bei Km 7.5, Cozia-1 bei der Baustelle,
Adi Rac unterwegs nach Bardau und den verlassen Touristenzug in Bardau
(Michael Schneeberger, www.wassertalbahn.ch,
08.09.08).
Abtransport
von geretteten Schmalspurlokomotiven aus Targu Mures


Die Diesellokomotiven der Gattung L45H des Depots Targu Mures sind im
Vergleich zu den Lokomotiven der Depots Turda und Sibiu dank besserer
Bewachung in einem wesentlich kompletteren Zustand. Aus diesem Grunde
fanden zumindest 5 Lokomotiven neue Eigentuemer.
Die
Logistik fuer den Abtransport wurde durch die CFI Brad gestellt. Es
wurde eine temporaere Rampe errichtet und eine NS3 fuer die Verschub-
und Verladearbeiten nach Targu Mures ueberfuehrt.
Am
27.8.2008 wurde die Lokomotive 870004-9 des Vereins zur Hilfe der Wassertalbahn
verladen. Es ist sehr zu begruessen, das somit auch eine Altbau-L35H
ueberlebt. Die Lokomotive wurde nach Criscior ueberfuehrt und soll dort
betriebsfaehig gemacht werden.
Die
uebrigen Lokomotiven (8Stk.) erwartet ab Montag das Schicksal des Schneidbrenners
(Georg Hocevar, www.cfi.ro,
30.08.08).
Verschrottung
von CFR-Schmalspurmaterial geht weiter




Am 27.8.2008 waren die Verschrottungsarbeiten in Sibiu (Der LOK Report
berichtete) voll im Gange. Neben 4 Diesellokomotiven der Gattung L45H
werden auch die letzten 6 Personenwagen zerschnitten. Damit scheinen
sich wohl die letzten Hoffnungen auf eine Wiederinbetriebnahme entgueltig
zerschlagen zu haben (Georg Hocevar,
www.cfi.ro, 29.08.08).
Instandsetzung
der Wassertalbahn


Jetzt geht's richtig los! Nach der vom Verein "Hilfe für die Wassertalbahn"
initiierten (und bezahlten!) Instandsetzung des unterspülten Gleisabschnittes
bei "Fabrica 3", welche die "fremde" Brigade der CFI Brad als "Sturmtrupp"
innert 5 Tagen bravourös abschloss, wollten die lokalen Verantwortlichen
sich nicht länger blamieren: Die RGHolz begann endlich auch mit dem
Wiederaufbau, die Ehre der Maramures war herausgefordert.
Fieberhaft wird an der bös zerstörten Kurve oberhalb von Valea Scradei
gearbeitet, und täglich jeweils um 7 Uhr und gegen Abend fahren die
Arbeitszüge zur Baustelle bei Km 8 (Mitfahrt gratis, aber Spenden willkommen!).
Zur Freude der Touristen wird freitags und samstags die "Krauss" 763.193
eingesetzt - wenn sich genügend Dampf-Interessierte anmelden, auch an
anderen Wochentagen (Michael Schneeberger, www.wassertalbahn.ch,
28.08.08).
CFR-Schmalspurmaterial
geht in den Schrott




Die CFR-Tochter SFT (Societatea Feroviara pentru Turism), welche im
Jahre 2003 von der Regierung beauftragt wurde, die rumaenischen CFR-Strecken
Turda - Abrud, Sibiu - Agnita und Targu Mures- Band fuer den Touristenverkehr
wieder in Stand zusetzen und fuer diesen Zwecke saemtliches zu diesem
Zeitpunkt noch erhalten gewesenes Schmalspurbahnmaterial kostenlos bekommen
hat, trennt sich nun von einem Grossteil dieser Fahrzeuge, um mit dem
Erloes Schulden zu bezahlen.
Anlaesslich einer Versteigerung bei der rumaenischen Boerse wurden 27
Diesellokomotiven der Reihe L45H sowie 15 Reisezugwagen versteigert.
Saemtliche Reisezugwagen sowie 20 Lokomotiven wurden von einer grossen
Deutsch-Rumaenischen Schrottfirma erworben. Am 21.08.08 wurde die letzte
Lokomotive des Depots Turda verschrottet. Damit sind bereits 8 Lokomotiven
verschrottet. Ab 22.08.08 beginnen die Verschrottungsarbeiten in Sibiu.
Im
Bestand der SFT bleiben damit lediglich 4 Lokomotiven: 2 Stk. in Targu
Mures, 1 Stk. in Cluj und 1 Stk. in Sibiu.
------------------------------------
•
Depot Turda
870001-5 verschrottet
870020-5 CFI Brad
870021-3 verschrottet
870022-1 verschrottet
870028-8 verschrottet
870039-5 verschrottet
870042-9 verschrottet
870046-0 verschrottet
870048-6 verschrottet
------------------------------------
•
Depot TarguMures
870003-1 für Schrott
870004-9 Viseu
870007-2 für Schrott
870008-0 CFI Brad
870009-8 für Schrott
870012-2 Covasna
870013-0 für Schrott
870015-5 Viseu
870016-3 für Schrott
870018-9 für Schrott
870023-9 CFI Brad
870036-1 für Schrott
870044-5 für Schrott
------------------------------------
•
Depot Sibiu
870010-6 für Schrott
870011-4 für Schrott
870031-2 für Schrott
870037-9 für Schrott
870038-7 CFI Brad (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
22.08.08).
Wiederaufbau
der Wassertalbahn beginnt


Obwohl hinter den Kulissen immer noch politisch verhandelt wird, wer
wieviel und wann für den Wiederaufbau bezahlt, ist der Bann gebrochen:
Am Donnerstag 14. August bewegten sich erstmals wieder Räder auf der
Wassertalbahn!
Die "Krauss" 763.193 fuhr mit dem einzigen in Viseu de Sus verbliebenen
ex WAB-Personenwagen bis vor "Fabrica 3" vor Valea Scradei, wo wegen
der unterspülten Strecke Endstation war. Vorläufig, denn bereits am
Montag, 18. August beginnen hier die ersten Arbeiten. Das Gleis wird
Richtung Berg verschränkt und stabilisiert. Ende nächster Woche sollte
dieser Abschnitt provisorisch repariert sein, womit die Bahn über Valea
Scradei hinaus bis Km 8 wieder befahrbar ist.
Auf Anmeldung (spätestens am Vorabend) und sicher jeweils Freitag und
Samstag fährt die 763.193 einen "Baustellen-Touristenzug" - die Mitfahrt
ist gratis, Spenden für den Wiederaufbau aber hochwillkommen.
Nebenbei: Der Wiederaufbau bei "Fabrica 3" wird vollumfänglich vom Verein
"Hilfe für die Wassertalbahn" finanziert. Ein grosses Dankeschön allen
bisherigen Spendern!
Die Bilder zeigen den ersten Zug nach der Flut, die Krauss-Lok 763.193
vor dem unterspülten Gleisabschnitt bei "Fabrica 3" und den ersten Zug
"danach" mit Gruppenbild und Lokführer "Loici" (Michael Schneeberger,
www.wassertalbahn.ch,
18.08.08).
Touristen-Waldbahn
Moldovita vom Hochwasser zerstoert






Bei den schweren Hochwassern vom 26.07.2008 wurde auch die Touristen-Waldbahn
Moldovita schwer in Mitleidenschaft gezogen:
• KM 1,3: Gleise verworfen (40m)
• KM 1,4: Bahndamm weggespuelt (10m)
• KM 2,0: Bahndamm weggespuelt, Gleise zerstoert (30m)
• KM 2,6: Gleise verworfen (30m)
• KM 2,8 - 3,2 Gleise und Bahndamm komplett weggespuehlt
• KM 3,6 - 3,85 Gleise und Bahndamm komplett weggespuehlt.
Damit wurden auch 250m des erst im Maerz auf der alten Trasse mit privaten
Schienen und Stahlschwellen neu aufgebauten Streckenabschnittes 3,6-4,0
komplett zerstoert.
In Eigenregie wurde begonnen, die leichteren Schaeden bis KM 2,8 wieder
in Stand zu setzen, um den Touristenverkehr wieder aufnehmen zu koennen.
Am 13.8. wurde auf der noch befahrbaren Strecke bis KM 1,3 ein Sonderzug
fuer Schweizer Eisenbahnfreunde in Bewegung gesetzt.
Fuer die groesseren Zerstoerungen ab km 2,8 wird die Hilfe des Landkreises
Suceava benoetigt, wofuer derzeit leider noch keine Zusagen erlangt
werden konnten.
Wir ersuchen die Leser um Spenden fuer den Verein, welcher die Aufbauarbeiten
durchfuehrt: Asociatia pentru pastrarea liniilor inguste din Romania,
Str. uzinei Nr. 1, RO-337200 Criscior, Bankverbindung: Banca Comerciala
Romana, B-dul republicii Nr. 3, RO-335200 Brad, IBAN: RO08RNCB 016109884213
002, BIC: RNCBROBU, Zahlungszweck: Moldovita (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
15.08.08).
Privater
Fernverkehr

Am 7. August war der Fernzug Brasov - Constanta der "Regiontrans"
unterwegs auf seiner Fahrt zum Schwarzen Meer, hier bei der Durchfahrt
durch den renovierten Bahnhof von Mircea Voda, ca. 40 km vor seinem
Ziel.
Zwei ex-SNCF-Triebwagen (Caravelle) bilden die Garnitur. Waehrend der
im Bild hintere Triebwagen nur eine neue Lackierung erhalten hat, wurde
der vordere Zug mit neuen Stirnseiten ausgestattet. Der Zug hat einen
18-stuendigen Umlauf. Ansonsten betreibt Regiotrans hauptsaechlich Personenverkehr
auf frueheren CFR-Nebenbahnen (Werner
Bischoff, 09.08.08).
Dampffahrten
in Comandau waren ein voller Erfolg


Die am Wochenende 2.+ 3. Aufust 2008 in Comandau durchgefuehrten Dampffahrten
in Comandau waren ein voller Erfolg. Bei insgesamt 20 Fahrten an beiden
Tagen wurden 130km zurueckgelegt und ca. 2.000 Fahrgaeste befoerdert.
In Comandau sind langsame Fortschritte zu sehen, dass sich das entlegene
Holzfaellerdoerfchen in einen rustikalen Touristenort verwandelt.
Es wurden bereits die ersten Penionen und Ferienhaeuser errichtet, es
gibt ein Restaurant und sogar einen Skilift. Ein Grossteil der Touristen
kommt aus Bukarest und Ungarn. Die Lokalpolitik fordert vehement, dass
die Dampffahrten in Comandau zu einer staendigen Einrichtung werden.
Der Bezirksrat von Covasna arbeitet an der Uebernahme der Strecke von
dem in Konkurs befindlichen derzeitigen Eigentuemer, BRAFOR. Saemtliche
noch vorhandenen Gueterwagen wurden bereits durch den Bezirksrat angekauft
(Georg Hocevar, www.cfi.ro,
06.08.08).
Dampffahrten
in Comandau




Anlaesslich der Comandauer Festtage (2. + 3. August 2008) werden auch
heuer wieder Dampfzuege von Comandau Richtung Holom fahren. Zu diesem
Zwecke wurde die Krauss-Lokomotive 762.209 von der vom Hochwasser zerstoerten
Waldbahn Moldovita nach Comandau gebracht.
Fuer die Instandsetzungsarbeiten wurde noch die NS2h, welche normal
auf der Talsttrecke in Covasna stationiert ist, und ein zusaetzlicher
Personenwagen nach Comandau umgesetzt. Die befahrbare Strecke ist ca.
4km lang (Georg Hocevar, www.cfi.ro,
01.08.08).
Hochwasser
zerstört Wassertalbahn
Wie der Verein Hilfe für die Wassertalbahn meldet, ist nach lang
anhaltenden, extremen Niederschlägen in Nordrumänien die Wassertalbahn
am 26.07.08 schwer beschädigt worden: Das plötzlich einsetzende
Hochwasser überraschte einen Touristenzug, welcher im unberührten
Karpatental eingeschlossen wurde. Die Lokomotive 764.421 musste - teilweise
in Schlamm und Geröll - oberhalb von Bardau stehengelassen werden.
Die Schmalspurbahn ist auf weiten Abschnitten völlig zerstört.
Die Schäden an der Strecke sind schlimmer als beim letzten grossen
Hochwasser im Jahre 2001 und erinnern an die Schäden der Weißeritztalbahn.
Bilder
von der Zerstörung finden Sie auf der Seite der Wassertalbahn
(30.07.08).
Wengernalpbahnwagen
in Viseu de Sus eingetroffen


Die ersten beiden umgebauten Personenwagen der Wengernalpbahn (Berner
Oberland) sind in Viseu de Sus eingetroffen. Am Montag 21. Juli 2008
absolvierten sie anstandslos eine Testfahrt hinter der Resita 764.421
("Elvetia") nach Poiana Novat, dem Seitenast der Wassertalbahn. Bis
in einer Woche trifft auch der dritte umgespurte Wagen in Viseu de Sus
ein; zusammen mit dem neuen Tender/Packwagen (ex MAV) ist dann der "Schweizerzug"
komplett und einsatzbereit.
Für die Finanzierung des Umbaues dieser Wagen (und des Transports Schweiz-Rumänien)
hat der Verein "Hilfe für die Wassertalbahn" eine spezielle Spendenaktion
gestartet. Wer mitmacht, nimmt an einer Verlosung von schönen Preisen
(Gratis-Sonderfahrt, Gratisferien auf der Waldbahn etc.) teil.
Die jahrelang abgestellte, zuletzt auf der Waldbahn Moldovita beheimatete
Motordraisine (siehe Bild) wird z.Zt in Criscior von Georg Hocevar liebevoll
restauriert. Bis im Herbst 2008 soll sie zurück in Viseu de Sus sein
und endlich wieder fahren (Michael Schneeberger, www.wassertalbahn.ch,
22.07.08).
L18H-005
und L18H-006 wieder betriebsfähig




Am Sonntag, 06.07.2008 wurden in Criscior die beiden Diesellokomotiven
18010 und 18011 (ex L18H-005 und L18H-006) per Verladerampe auf LKW
verladen und nach Frankreich verschickt.
Die beiden Lokomotiven haben eine bewegte Geschichte hinter sich: Am
4.12.1984 wurden die beiden meterspurigen Maschinen L18H-005 (Fabr.Nr.
24.963) und L18H-006 (Fabr. Nr. 24.964) von den 23. August Werken Bukarest
(FAUR) an die Rohhuette Helbra ausgeliefert. Dort wurden sie bis zur
Schliessung der Huette Anfang der 90er Jahre fuer den Abtransport der
Kupferschlacke verwendet. Nach der Betriebseinstellung wurden die beiden
Lokomotiven an die IBS/BEG Brohltalbahn verkauft.
Da kein geeignetes Einsatzgebiet gefunden werden konnte, wurden die
Lokomotiven an die MALOWA (www.malowa-bahnwerkstatt.de)
in Klostermannsfeld abgegeben, kamen also in die Naehe Ihres urspruenglichen
Einsatzgebietes zurueck. MALOWA verkaufte sie im Jahre 2006 an die Schmalspurbahn
Criscior. Am 22.12.2006 erfolgte die Verladung auf einen rumaenischen
Privatwagen der Gattung Laads. Ziel des Transportes war Curtici, von
wo die Lokomotiven wegen einer kurzfristiger Gueterannahmesperre der
Bahnstrecke Arad - Brad per LKW in die Werkstaette Criscior gebracht
wurden.
Im Auftrage der Firma CFG Giragr (www.yves.ocquident.free.fr)
wurde mit der Hauptausbesserung und Modernisierung begonnen. In 18 Monaten
Bauzeit wurden die beiden Innenrahmenlokomotiven von Meterspur auf 600mm
umgespurt sowie der rumaenische MAN-Lizenzmotor durch einen Caterpillar-Motor
der Type C7 ersetzt. Nach der Umspurung haben die Lokomotiven nun einen
Aussenrahmen.
Der Entkunde, die Touristenbahn Île d'Oléron in Frankreich
(www.le-ptit-train.com),
wuenschte in Anlehnung an die karibische Touristenbahn St. Kitts (www.stkittsscenicrailway.com),
welche ebenfalls mit rumaenischen Diesellokomotiven (L30H ex Zuckerfabrik
Dobre/Polen) ausgestattet wurde, eine weisse Lackierung (Georg
Hocevar, www.cfi.ro,
07.07.08).