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Flagge RusslandRussland / Rossija

RechteckAlstom und Transmashholding unterzeichnen Vertrag zur Konstruktion der EP20
Patrick Kron, Chairman und CEO von Alstom, und Andrei Bokarev, Vorsitzender der Geschäftsführung von Transmashholding (TMH), haben am 29 Juni einen Vertrag im Wert von rund einer Milliarde Euro für die Entwicklung der neuen russischen Lokomotive EP20 unterzeichnet. Der Alstom-Anteil an dem Vertrag beträgt 450 Millionen Euro.
Transmashholding hatte vor einem Monat den Auftrag der Russischen Eisenbahn (RZD) zur Bereitstellung von 200 Lokomotiven für den Personenzugdienst erhalten. Alstom ist mit 25% an der Muttergesellschaft von TMH beteiligt.
Das 50/50 Joint Venture TRT (Tekhnologii Relsovogo Trans) zwischen Alstom und TMH wird die Entwicklung der Lokomotive EP20 im Werk von Nowotscherkassk übernehmen. Die Bildung eines zweiten 50/50 Joint Ventures zur Fertigung von Komponenten soll in Kürze erfolgen. Die Herstellung der EP20 erfolgt in Nowotscherkassk basierend auf der neuesten Technologie von Alstom.
Mit einer Leistung von 7200 kW wird die sechsachsige Lokomotive mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h bei Temperaturen bis zu -50 ° C betrieben werden können. Sie wird mit zwei Stromsystemen auf dem russischen Netz fahren können und die erste Neukonstruktion mit einer Spurweite von 1520 mm sein.
Eine Zusammenarbeit mit den Kasachstan Railways (KTZ) ist geplant
(WKZ, Quelle Pressemeldung Alstom/Transmashholding, 05.07.10).

RechteckSiemens und Sinara liefern 221 Lokomotiven an RZD
Die Russischen Eisenbahnen (RZD) haben 221 Lokomotiven bei „OOO Ural Locomotives“, einem Joint-Venture mit Siemens-Beteiligung, bestellt. Das neue Unternehmen zur Produktion von modernen Elektrolokomotiven am Standort Verkhnyaya Pyshma nahe Jekaterinburg war vergangene Woche mit dem russischen Hersteller von Güterlokomotiven, OJSC Sinara Transport Machines (Sinara), gegründet worden. Siemens hält an dem Gemeinschaftsunternehmen 49 Prozent der Anteile. Die Auftragsvergabe fand im Rahmen des internationalen Eisenbahnforums „Strategische Partnerschaft 1520“ in Sotschi an der russischen Schwarzmeerküste statt. Über die Höhe des Auftragsvolumens haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart. Darüber hinaus haben sich Siemens und die RZD auf den langfristigen Ausbau ihrer Partnerschaft verständigt. Eine diesbezügliche Grundsatzvereinbarung sieht vor, zukünftig auch Regionalzüge mit Siemens-Technik in Russland zu produzieren.
Der am 27.05.10 unterzeichnete Vertrag sieht die Lieferung von 221 elektrischen Güterlokomotiven vor, die ab 2011 von dem Unternehmen „OOO Ural Locomotives“ gefertigt werden. Siemens investiert mehr als 100 Mio. EUR in den Aufbau der modernen Güterlokfertigung, bei der rund 800 hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Im Rahmen des Joint-Ventures ist Siemens für die Lieferung der elektrischen Antriebskomponenten verantwortlich. Diese werden in Sankt Petersburg hergestellt, wo weitere rund 20 Mio. EUR investiert werden. Zeitgleich hat auch der Aufbau eines Engineeringzentrums für Schienenfahrzeuge in Moskau begonnen, das zusätzlich rund 200 Arbeitsplätze bei Siemens in Russland schaffen soll.
„Russland ist für die Bahntechnik ein strategischer Wachstumsmarkt. Mit unserem kompletten Portfolio für moderne und umweltfreundliche Verkehrstechnik sind wir bei Schienenfahrzeugen und Bahninfrastruktur bestens positioniert und wollen für die RZD auch weiterhin ein verlässlicher Partner sein. Dabei messen wir auch in Zukunft der lokalen Fertigung in Russland hohe Bedeutung bei“, sagte Division-CEO Hans-Jörg Grundmann (Pressemeldung Siemens, 28.05.10).

RechteckStudie über Breitspurbahn nach Wien
Verkehrsministerin Doris Bures berichtet nach einem Arbeitsessen mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin von positiven Gesprächen zur Verlängerung der Eisenbahnbreitspur von der Ostslowakei in den Raum Wien. Bures hat für dieses Projekt nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.
Dabei sollen die offenen Fragen wie Streckenführung, Kapazitäten, Terminalstandort, etc. in enger Abstimmung mit der Slowakei und Russland untersucht werden. Aus österreichischer und russischer Sicht gehe es bei diesem Projekt um die gemeinsame Zielsetzung der stärkeren Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene.
Außerdem hat die Verkehrsministerin heute nachmittag mit dem russischen Ministerpräsidenten über die laufenden Luftverkehrsverhandlungen gesprochen. Beide von Ministerin Bures angesprochenen Projekte können einen wichtigen Beitrag zur Stärkung Österreichs als Wirtschaftsstandort leisten und außerdem Österreich als Drehscheibe in Europa stärken (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 26.04.10).

RechteckAlstom erwirbt 25% des Kapitals der Transmashholding
Am 1. März 2010 haben Alstom und Transmashholding (TMH) in Anwesenheit von Dmitri Anatoljewitsch Medwedew, Präsident der Russischen Föderation, und Nicolas Sarkozy, Präsident von Frankreich, drei Dokumente zur Umsetzung der am 31.03.09 vereinbarten strategischen Partnerschaft unterzeichnet:
Ein Aktienübertragungsvertrag, der Alstom 25% + 1 Aktie der Transmashholding-Dachgesellschaft, Breakers Investment BV, überträgt.
Ein Änderungsvertrag für die gegenwärtigen Aktionäre zur Struktur und dem Management des Unternehmen.
Ein Rahmenkooperationsabkommen zwischen Transmashholding und Alstom Transport zur Regelung gemeinsamer Aktivitäten in der Entwicklung und Herstellung neuer Fahrzeuge und Komponenten für rollendes Material.
Alstoms Beteiligung an der TMH ist an bestimmte Bedingungen geknüpft. Sobald diese Bedingungen erfüllt sind, wird Alstom innerhalb von höchstens sechs Monaten eine erste Zahlung über 75 Millionen US-$ an TMH durchführen. Der Restbetrag wird im Jahr 2012 bezahlt werden, der genaue Betrag hängt von den Ergebnissen der Transmashholding für den Zeitraum 2008-2011 ab.
Unter den Bedingungen der Vereinbarung einer strategischen Partnerschaft am 31. März 2009 wird ein Vertreter von Alstom Transport als neuer stellvertretender Geschäftsführer der Transmashholding ernannt werden. Er führt in Russland ein Team französischer Experten als Spezialisten in der Produktion, der Technik sowie der Personal- und Finanzkontrolle.
Ein gemeinsames Engineering-Unternehmen - "Tekhnologii Relsovogo Transporta - TRT" wurde bereits in Russland eingerichtet und registriert. Diese Firma ist mit dem Aufbau russischer "Centres of Excellence" für die Entwicklung und Herstellung von Fahrzeugen und Schlüsselkomponenten beauftragt, die die Integration der neuesten Technologien von Alstom Transport und TMH zusammenfügen.
Das Engineering-Zentrum arbeitet bereits an der Gestaltung der elektrischen Personenzuglokomotive EP-20, die für Züge mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometer ein künftiges Angebot an neuen russischen Lokomotiven für verschiedene Verwendungszwecke bereitstellen soll (WKZ, Quelle Pressemeldung Transmashholding, 03.03.10).

Rechteck"Kalinka" auf dem Abstellgleis
Das Zugpaar 7/8 Gdynia – Kaliningrad fuhr am 07.02.2010 vorerst letztmalig. Damit ist ein Teil der „Ostbahn“ inklusive des Grenzübergangs Braniewo/Braunsberg – Mamonovo/Heiligenbeil ohne Personenzugverkehr, und das Königsberger Gebiet nur noch über den zeitraubenden Umweg über Litauen erreichbar.
Bereits zum Fahrplanwechsel am 14.12.2009 wurden die von diesem Zugpaar beförderten durchgehenden Kurswagen Berlin - Königsberg abgeschafft. Lediglich im Sommer soll das Zugpaar vom 30.05. bis 04.10.2010 wieder verkehren (Hans-Jürgen Schulz, 08.02.10).

RechteckSiemens erhält Aufträge über bis zu 54 Desiro
Siemens hat von der Russischen Eisenbahn AG (RZD) einen Auftrag zur Lieferung von bis zu 54 Regionalzügen für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi erhalten. Die Vereinbarung hat ein Volumen von bis zu 580 Millionen Euro.
Die ersten 38 Züge vom Typ Desiro im Wert von rund 410 Millionen Euro wurden fest bestellt und werden komplett im deutschen Siemens-Werk in Krefeld gefertigt. Für weitere 16 Einheiten wurde ein Vorvertrag unterzeichnet. Diese Züge sollen dann teilweise in Russland gebaut werden. Die Vereinbarungen wurden wenige Tage nach dem offiziellen Start des ebenfalls von Siemens gebauten Hochgeschwindigkeitszugs Velaro RUS unterzeichnet. Der Zug nahm am 17. Dezember den Fahrgastbetrieb zwischen Moskau und Sankt Petersburg auf.
In Russland sind die Bauarbeiten für die olympischen Winterspiele rund um Sotschi am Schwarzen Meer bereits in vollem Gange. So sollen der Flughafen, der Olympiapark und die Sportstätten umweltfreundlich über eine Bahnverbindung zu erreichen sein. Die Siemens-Züge vom Typ Desiro für den Regionalverkehr können eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h erreichen und sollen im Herbst 2013 in Betrieb gehen.
„Russland ist für Bahntechnik ein riesiger Wachstumsmarkt. Mit unserem kompletten Portfolio für umweltfreundliche Verkehrstechnik sind wir bei Schienenfahrzeugen und Bahninfrastruktur bestens positioniert und wollen der wichtigste ausländische Partner der RZD bleiben“, sagte Hans-Jörg Grundmann, CEO von Siemens Mobility. Die russische Bahn betreibt das längste Streckennetz in Europa.
Die Siemens-Division Mobility konnte in den letzten Jahren eine Reihe wichtiger Aufträge in Russland gewinnen. Erst kürzlich bestellte die RZD bei Siemens und einem russischen Partner 200 moderne Schlafwagen mit einem Auftragswert von rund 320 Millionen Euro für Siemens. Mit dem neuen Hochgeschwindigkeitszug „Sapsan“ verkehrt seit dem 17.Dezember das russische Modell des Velaro-Hochgeschwindigkeitszuges von Siemens auf der Strecke zwischen Moskau und Sankt Petersburg im Passagierbetrieb. Acht zehnteilige Züge und den Service für 30 Jahre im Wert von insgesamt 600 Millionen Euro hatte die Russische Bahn bei Siemens geordert (Pressemeldung Siemens, 31.12.09).

Rechteck"Sapsan"-Einsatz zwischen St. Petersburg und Moskau
Am 18.12.2009 wird der Hochgeschwindigkeitsverkehr mit den bei Siemens beschafften Triebzügen vom Typ Velaro RUS zwischen St. Petersburg und Moskau aufgenommen. Der russische ICE, welcher den Markennamen "Sapsan" (Wanderfalke) trägt, verkehrt ab dem 18.12.2009 auf der Strecke mit täglich drei Zugpaaren.
Die Fahrzeit für die 645 Kilometer lange Strecke beträgt ohne Zwischenhalte 3 Stunden und 45 Minuten. Das Nachmittagszugpaar legt Halte in Okulovka, Bologoe, Vysnij Volocek und Tver' ein und braucht daher eine halbe Stunde länger.
Der Basistarif beträgt in der 2. Klasse 3300 Rubel (ca. 75 EUR) und in der 1. Klasse 5300 Rubel (ca. 120 EUR). Zur Einführung gibt es bis zum 15. April 2010 Rabatte.
Fahrplan:
• 151 St. Petersburg 6.45 - Moskau 10.30 Uhr
• 152 Moskau 6.45 - St. Petersburg 10.30 Uhr
• 155 St. Petersburg 13.00 - Moskau 17.15 Uhr
• 156 Moskau 13.00 - St. Petersburg 17.15 Uhr
• 157 St. Petersburg 19.00 - Moskau 22.45 Uhr
• 158 Moskau 19.00 - St. Petersburg 22.45 Uhr (Hans-Jürgen Schulz, 30.11.09).

RechteckRussland: Jekaterienburg
Foto Rico EmerslebenFoto Rico Emersleben
Foto Rico EmerslebenFoto Rico Emersleben
Foto Rico EmerslebenFoto Rico Emersleben
Foto Rico EmerslebenFoto Rico Emersleben
Gibt man in die DB-Fahrplanauskunft "Jekaterienburg" ein, so erscheint "Swerdlowsk Pass" als Bahnhofsname. Ein Kuriosum, welches schon sehr ungewöhnlich ist. Von 1924 bis 1991 trug die wichtige Industrie- und Universitätsstadt den Namen "Swerdlowsk" und der Bahnhof hat diesen Namen bis heute behalten.
Jekaterienburg, gut 40 Kilometer östlich der durch den Ural verlaufenden imaginären Grenze zwischen Europa und Asien gelegen, zählt mit rund 1,3 Mio Einwohnern zur dritt wichtigsten Region Russlands. Daraus und durch die Lage an der Transsobirischen Eisenbahn ist hier viel auf der Schiene los. Schwere Güterzüge mit sehr leistungsfähigen E-Loks rollen Richtung Moskau (1816 km entfernt) oder Wladiwostok (7472 km entfernt).
Zudem kreuzen sich hier Strecken in den nördlichen Ural, nach Tscheljabinsk und Orsk. Lange Schlaf- und Liegewagenzüge im Fernverjehr, Triebwagen im Nahverkehr und auf OPNV mit Straßenbahn, Bus und O-Bussen sin zudem zu sehen.
Zwischen meinen Vorleseungen an der Ural-Universität und am Wochenende ist der Besuch der durch die Stadt führenden Strecken sehr lohnenswert. Mit dem neuen Outfit der russischen Staatsbahn (RZD) verschwindet nach und nach das alte grüne Farbschema im Wagenpark.
Dabei wirkt eine Rangierlok im neuen Look (der russischen Flagge mit den panslawischen Farben nachempfunden) doch schon ein wenig gewöhungsbedürftigt. Bevor in den nächsten Tagen der Winter mit bis zu 35Grad Minus hier im Osten Einzug hält, anbei einige Motive aus den letzten Tagen des Herbstes 2009 für die User des Lok-Reports (Rico Emersleben, 26.10.09).

RechteckTransmashholding liefert noch vor 2011 bis zu 100 neue Lokomotiven 2TE25A
Foto Transmashholding
Die Gesellschaften Transmashholding und Russische Eisenbahnen (RZD) haben eine Vereinbarung beschlossen, wonach in den Jahren 2009 und 2010 eine große Zahl neuer Diesellokomotiven der Baureihe 2TE25A (mit dem Beinamen “Witjas”, engl. "Vityaz") geliefert werden sollen.
Bei den Lokomotiven der Baureihe 2TE25A handelt es sich um zweiteilige, zwölfachsige Diesellokomotiven mit einer Leistung von 2 x 2500 kW, einem Dienstgewicht von 2 x 144 t und einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h für Betrieb auf 1.520 mm Spurweite.
Aus gut unterrichteter Quelle wurde bestätigt, dass der Vertrag die Lieferung von zunächst 25 Lokomotiven vorsieht mit der Option, diese auf 100 Lokomotiven zu erhöhen, wobei der Preis für eine Lokomotive nach Expertenangaben bei etwa 3,5 Mio. EUR liegt. Ein Rahmenabkommen über die Lieferung von 100 Lokomotiven der Baureihe 2TE25A war bereits im Mai 2008 zwischen TMH und RZD abgeschlossen worden.
Die Lokomotiv- und Maschinenbaufabrik Brjansk (BMZ) erhielt bereits das Konformitätszertifikat für die Herstellung der Vorserienlokomotiven. Sobald das Werk in Brjansk das Zertifikat für die Serienlieferung erhalten hat, soll die Produktion aufgenommen werden.
Die Lokomotiven der Baureihe 2TE25A sind die ersten Güterzuglokomotiven in Russland mit Asynchronfahrmotoren aus einheimischer Entwicklung und Produktion. Das Kernstück dieser Diesellokomotiven bildet der von "VNIKTI” entwickelte und durch die Firma "Electro SI" in Moskau hergestellte Traktionsumrichter. Die Dieselmotoren stammen aus der bekannten Fabrik in Kolomna, ebenfalls einem Betrieb der Transmashholding.
Auf der Basis der Baureihe 2TE25A soll eine ganze Familie von ein- und zweiteiligen Diesellokomotiven entstehen, darunter die leistungsstarke neue Baureihe TE35.
Die Baureihe 2TE25A erfüllt und überschreitet jetzt schon die Anforderungen der RZD. Bereits im Jahre 2007 konnte ein Prototyp während der Erprobung einen 7800-Tonnen-Güterzug ziehen, während die aktuelle Anforderung an eine 2TE10M-Diesellok nur bei 5200 Tonnen lag (Rüdiger Lüders, Quelle www.interfax.ru, Foto Transmashholding, 10.09.09).

RechteckSiemens als Lieferant der Vorortzüge für die Olymiade in Sotschi 2014 bestätigt
Die russische Staatsbahn RŽD und Siemens haben einen Vorvertrag über die Lieferung und Wartung von Voortzügen unterzeichet, die während der Olymischen Spiele im Jahr 2014 auf der Strecke Adler - Krasnaja Poljana eingesetzt werden sollen, wie die Zeitung “Vedomosti” berichtet. Nach Angaben der RŽD umfasst der Vertag die Lieferung von 38 Zügen, für deren Erwerb die RŽD einen staatlichen Zuschuss von 41,5 Mio. Rubel erhalten soll. Darüberhinaus kann die RŽD weitere Züge erwerben, diese jedoch auf eigene Rechnung.
Die russische Tageszeitung “Kommersant” bestätigt, dass die Zusammenarbeitsvereinbarung die Lieferung von 54 Zügen durch Siemens beinhaltet, von denen 38 Züge in Deutschland, die restlichen 16 Züge in Russland gebaut werden sollen. Der Preis eines Zuges liegt laut Dietrich Möller, Leiter der russischen Vertretung von Siemens in Russland, bei etwa 10 Mio. EURO, während der gesamte Vertrag einen Wert von ca. 600 Mio. EURO ausmacht.
Im Februar 2009 hatten die RŽD eine Auschreibung für die Lieferung der Züge veröffentlicht. Zur gleichen Zeit hatte bereits der Vizepräsident der RŽD, Valentin Gaspanowitsch, angekändigt, dass der Wettbewerb von der kanadischen Gesellschaft Bombardier gewonnen wäre. Laut “Vedomosti” konnte Bombardier bis Ende Juli davon ausgehen, den Auftrag zu gewinnen, doch nun sei die Entscheidung - zur Überraschung der Kanadier - zugunsten von Siemens gefallen. Bombardier will allerdings die Verhandlungen mit den RŽD fortsetzen.
Aus einer anderen Quelle verlautete, dass Siemens der Vorzug gegeben sei, weil sie die Forderung nach einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erfüllen könnten. Der von Bombardier angebotenen „Spacium“-Triebzug erreicht maximal 140 km/h, wohingegen die Höchstgeschwindigkeit des „Desiro“ von Siemens bei 160 km/h liegt (Quelle: www.lenta.ru, 05.08.09).

RechteckNeue Schlafwagen für russische Bahn
Die Russische Eisenbahn AG (RZD) hat bei Siemens und dem lokalen Waggonbauer Tverskoy Vagonostroitelny Zavod AG (TVZ) 200 moderne Schlafwagen bestellt. Auf Siemens entfällt ein Auftragsvolumen von rund 320 Mio. EUR. Aufgrund besonderer technischer Ausstattung können die Wagen von der RZD im grenzüberschreitenden Verkehr und in ganz Mittel- und Westeuropa eingesetzt werden.
Die entsprechenden Verträge wurden am 30.07.09 zwischen dem Präsidenten der RZD, Vladimir Yakunin, dem Generaldirektor der TVZ, Alexandr Vasilenko, sowie Hans-Jörg Grundmann, dem CEO der Mobility-Sparte von Siemens unterzeichnet. „Wir haben das klare Ziel, der bedeutendste ausländische Partner der RZD zu werden. Mit dem heutigen Auftrag sind wir diesem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen“, sagte Grundmann bei der Vertragsunterzeichnung. Diese fand im Rahmen einer VIP-Fahrt mit dem von Siemens gelieferten Hochgeschwindigkeitszug Velaro RUS statt, der bald in den regulären Fahrgastbetrieb geht.
Gebaut werden die Fahrzeuge ab 2010 im Siemens-Werk in Wien, Österreich, und im Wagonbauwerk der TVZ in Tver, nordwestlich von Moskau. Siemens liefert die für das europäische Bahnnetz benötigten Drehgestelle in Normalbreite, wesentliche Teile des Wagenkastens und Teile für den Innenausbau als Unterlieferant an die TVZ. Die Fertigung der Drehgestelle für die Fahrt auf der russischen Breitspur sowie den Rohbau der Waggons im Serienbetrieb übernimmt TVZ. Die neuen Schlafwagen gehören zu den international einsatzfähigen Reisezugwagen vom Typ RIC (Regolamento Internazionale delle Carrozze) und dürfen damit ohne gesonderte Zulassung bei allen diesem Abkommen angehörenden Bahnen verkehren.
Die TVZ mit Sitz in Tver ist ein führender Fahrzeughersteller in Russland, der sich auf die Großserienfertigung verschiedener Wagentypen – Abteilwagen, Schlafwagen, Großraumwagen – sowie die Lieferung von Bauteilen spezialisiert hat. Das Unternehmen gehört zur russischen ZAO Tansmashholding, dem mit mehr als 60.000 Mitarbeitern größten Bahntechnikunternehmen im Land (Pressemeldung Siemens, 31.07.09).

RechteckSiemens will mit Sinara Joint Venture gründen
Siemens, die Russischen Eisenbahnen AG (RZD) sowie der russische Hersteller von Frachtlokomotiven OJSC Sinara Transport Machines haben heute eine Grundsatzvereinbarung (Memorandum of Understanding) zur Fertigung und Lieferung moderner E Lokomotiven unterzeichnet. Ein Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und Sinara soll jährlich etwa 100 Doppel-Lokomotiven für die RZD bauen.
Im Rahmen des Forums „Strategische Partnerschaft 1520“ in Sotschi haben sich der CEO der Mobility-Sparte von Siemens, Hans-Jörg Grundmann, der Präsident der RZD, Vladimir Jakunin, sowie Dmitriy Pumpyanskiy, Präsident der Sinara Group, heute auf die grundsätzlichen Punkte einer Zusammenarbeit verständigt. Danach sollen ab 2010 in einem gemeinsamen Werk in der Nähe von Jekaterinburg etwa 100 elektrische Doppel-Lokomotiven pro Jahr für die RZD gefertigt werden. Details der Vereinbarung sollen in den kommenden Wochen zwischen den beteiligten Partnern ausgehandelt werden.
Für Siemens ist Russland einer der wichtigsten und zukunftsträchtigsten Märkte. Der Bahnmarkt Russland ist mit 85.000 Gleiskilometern, 1,3 Milliarden Fahrgästen jährlich und einer Jahresfracht von insgesamt 1,3 Milliarden Tonnen der mit Abstand größte in Europa.
Die geplante Fertigung und Lieferung von modernen E-Lokomotiven in Kooperation zwischen Siemens und Sinara ist ein wichtiger Schritt zur Erweiterung der strategischen Partnerschaft von Siemens mit der RZD, die zunächst im Bereich des Hochgeschwindigkeitsverkehrs begann. Ende 2008 übergab Siemens den ersten Hochgeschwindigkeitszug Sapsan (Velaro RUS) an die RZD (Pressemeldung Siemens, 29.05.09).

RechteckSNCF und RZD unterzeichnen Vereinbarung zur Zusammenarbeit
Eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit der französischen und russischen Bahnen wurde von Guillaume Pepy, Präsident der SNCF, und Vladimir Yakounine, Präsident der russischen Eisenbahn (RZD), am 28. Mai in Sotschi in Russland unterzeichnet.
Die vorrangigen Maßnahmen für die Zusammenarbeit betreffen mehrere Bereiche, darunter:
• Fahrscheindistribution;
• Ausbildung russischer Eisenbahner;
• Entwicklung des Gütertransports per Bahn, insbesondere für die Automobilindustrie zwischen Europa, Russland und Asien;
• Zusammenarbeit im Bereich der Organisation und Verwaltung der Bahnhöfe, beispielsweise durch die Einrichtung von Partnerschaften zwischen russischen und französischen Bahnhöfen und die Ausbildung der Bahnhofsvorstände;
• Zusammenarbeit im Bereich des Hochgeschwindigkeitsverkehrs, insbesondere bei der Durchführung der künftigen Hochgeschwindigkeitslinie zwischen Moskau und St. Petersburg.
Die Eröffnung einer Repräsentanz der SNCF in Moskau im vergangenen März ist als Zeichen für den Willen zu sehen, neue Ziele der Zusammenarbeit zwischen der SNCF und RZD zu entwickeln (WKZ, Pressemeldung SNCF, 29.05.09).

RechteckMit 281 km/h zwischen Moskau und Sankt Petersburg
Foto SiemensFoto Siemens
Der Hochgeschwindigkeitszug Velaro RUS von Siemens Mobility hat einen Geschwindigkeitsrekord auf russischen Gleisen aufgestellt. Bei Tests des Fahrwerks und der elektrischen Systeme passierte der in Russland „Sapsan“ (Wanderfalke) genannte Hochgeschwindigkeitszug am 2. Mai den Streckenabschnitt Okulowka – Mstinski Most zwischen Moskau und Sankt Petersburg mit der Geschwindigkeit von 281 km/h. „Eine solche Geschwindigkeit ist auf den Gleisen der russischen Eisenbahn zum ersten Mal erreicht worden“, sagte Valentin Gapanovich, Vize-Präsident der staatlichen Bahngesellschaft RZD.
Die bisher durchgeführten Tests ergaben, dass der Zug im regulären Betrieb mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h fahren kann. Nach der Modernisierung der Infrastruktur auf einem Großteil der 645-Kilometer Strecke zwischen Moskau und Sankt Petersburg kann die Geschwindigkeit sogar auf 230 km/h erhöht werden.
Im Rahmen der Prüfungen erfolgt das „Einfahren“ des Zuges auch auf zwei weiteren Strecken. So finden zusätzlich Probefahrten auf der Prüfstrecke Belorechenskaya – Maikop der Nord-Kaukasus-Eisenbahn statt, danach sind Probefahrten auf den Gleisen der Gorkovskaya-Eisenbahnstrecke geplant.
Die Prüfungen sollen bis November dieses Jahres abgeschlossen sein. Danach findet die erste reguläre Fahrt zwischen Moskau und Sankt Petersburg statt. Die Fahrgäste werden dann nur noch 3 Stunden 45 Minuten für die Fahrt zwischen den beiden Metropolen benötigen. Das bedeutet eine Zeitersparnis von fast einer Stunde. Die durchschnittliche Umlaufzeit wird acht Stunden betragen.
Der Termin für die Vertragsabnahme und Start des kommerziellen Betriebs ist auf Dezember 2009 gelegt. Siemens Mobility liefert acht Züge des Typs Velaro RUS an die RZD bis 2010. Den Auftrag für die Züge und deren Wartung über 30 Jahre hatte Siemens im Mai 2006 erhalten (Pressemeldung Siemens, 11.05.09).

RechteckAlstom und Transmashholding unterzeichnen strategischen Partnerschaftsvertrag
Alstom und Transmashholding (TMH), der größte Schienenfahrzeughersteller in Russland, unterzeichneten am 31. März 2009 eine technologische, industrielle und finanzielle strategische Vereinbarung. Gemäß dieser Vereinbarung, die an eine Absichtserklärung von Oktober 2008 anschließt, wird Alstom Transport die Modernisierung der Fertigungsstandorte von TMH und die Entwicklung einer neuen, an den russischen Markt angepassten Schienenfahrzeug-Generation unterstützen. Außerdem wird Alstom 25% (+ 1 Anteil) des Kapitals der TMH-Holdinggesellschaft zu einem Preis kaufen, der nach dem Finanzergebnis der TMH über den Zeitraum 2008-2011 festgelegt wird.
Der Vertrag beinhaltet zunächst die Unterstützung, die Alstom Transport bei der Modernisierung der Fertigungsstätten von TMH geben soll. Alstom Transport wird dabei technologische sowie methodische Unterstützung in punkto Fertigungsprozesse und Kompetenz leisten und wird einen stellvertretenden Generaldirektor zur Überwachung der internen Betriebsabläufe bei TMH ernennen. Die Anfangsphase dieser technologischen Kooperation, die bereits im März 2008 eingeleitet wurde, hat schon die Modernisierungsplanung von drei TMH-Werken in Demikhovo, Bryansk und Tsentrovarmash ermöglicht. Diese Planung wird noch auf neun weitere TMH-Werke ausgeweitet.
Alstom und TMH haben auch vereinbart, ein Joint Venture für die Entwicklung neuer Schienenfahrzeugmodelle zu gründen, die auf Alstom Transports sowie TMHs neuester Technik basieren - angepasst an den russischen Schienenfahrzeugmarkt. Dieses Unternehmen, das zu gleichen Teilen Alstom und TMH gehört, hat die Aufgabe, russische Kompetenzzentren zu schaffen, die das Fachwissen beider Parteien für die Konstruktion neuer Produkte einbringen.
TMHs Fertigung neuer Produkte für die Märkte Russlands und der GUS-Länder wird zu 75 bis 80% in Russland erfolgen. Das erste Produkt, das von dem neuen Joint Venture auf den Markt kommt, soll in TMHs Werk in Novotcherkassk gefertigt werden. Es handelt sich dabei um eine Elektrolokomotive auf Basis eines Plattformkonzeptes. Nach Planung der Partner soll die erste Lokomotive Mitte 2010 ausgeliefert werden.
Beide Unternehmen beabsichtigen auch, ihre Kooperation mit der Fertigung von doppelstöckigen Reisezugwagen fortzusetzen. Alstom und TMH nahmen im Oktober 2008 an einer Ausschreibung der Russischen Bahn (RZD) für die Konstruktion und Fertigung von Reisezugwagen in Russland teil und befinden sich zur Zeit in Verhandlungen mit dem Kunden, um zu einem endgültigen Vertrag zwischen den Parteien zu gelangen. Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich um Doppelstockwagen mit Schlaf- und Sitzabteilen, die mit einer Reihe von Annehmlichkeiten (Bar, Restaurant, Duschen) ausgestattet sind. Sie werden in der Region Tver gebaut.
Mit über 85.000 Gleiskilometern, 1,3 Mrd. Fahrgästen jährlich und einer Jahresfracht von insgesamt 1,3 Mrd. Tonnen ist der russische Schienenfahrzeugmarkt der größte in Europa. Mit dieser strategischen Partnerschaft wollen Alstom Transport und TMH ihre Stärken - höchstes technisches Fachwissen und beste Kenntnisse des russischen Marktes - vereinen, um so die Anforderungen dieses Marktes optimal zu erfüllen, zu seiner schnellen Modernisierung beizutragen und zusammen zum Marktführer in der russischen Schienenfahrzeugindustrie zu werden (Pressemeldung Alstom, 01.04.09).

RechteckLokwechsel in Vladimir
Foto Jörg KrügerFoto Jörg Krüger
Foto Jörg KrügerFoto Jörg Krüger
In Russland gibt es zwei unterschiedliche Stromsysteme, das Gebiet um Moskau ist mit 3 kV Gleichstrom elektrifiziert, viele weitere Strecken mit 25 kV 50 Hz Wechselstrom. Auf der Strecke Moskau - Nishnij Novgorod (eine Zufuhrstrecke zur Transsib) ist im Bahnhof Vladimir 190 km östlich von Moskau Systemwechsel. Die Bahnsteiggleise sind umschaltbar für den Lokwechsel.
Am 19.02.09 konnte ich den Lokwechsel beim Schnellzug Nr 62 Moskva - Nishnij Novgorod festhalten. CS7-276 hat den Zug mit Gleichstrom aus Moskau gebracht und übergibt an die CS4T-274 zur Weiterfahrt unter Wechselstrom. Die imposanten Loks beider Reihen stammen von Skoda aus der damaligen Tschechoslowakei (Jörg Krüger, 19.03.09).

RechteckTransmashholding und Alstom unterstützen Eisenbahn in Kasachstan
Transmashholding und JSC National Company Kazakh Railways (KTZh) unterzeichneten am 30.10.08 ein Memorandum der Zusammenarbeit für den Bau elektrischer Lokomotiven und von Reisezugwagen. Das Dokument wurde von Andrey Bokarev, Transmashholding-Vorsitzender, und Askar Mamin, Präsident der KTZh, in Anwesenheit der russischen und kasachischen Ministerpräsidenten unterzeichnet. Zwei neue Werke für Fahrzeuge sollen in Kasachstan errichtet werden.
Bis zu 100 moderne Reisezugwagen soll die jährliche Produktion im Werk Alma-Aty umfassen. Das Werk JSC Baiterek A ist für die Einführung der Produktion von 150 Hauptstrecken-Fracht-AC-Lokomotiven pro Jahr vorgesehen.
Eine weitere Zusammenarbeit kann sowohl durch eine erhöhte Produktion als auch eine Diversifizierung des gemeinsamen Projekt-Portfolios erfolgen. Zusätzlich sind Service-Center für die Instandhaltung der gemeinsam hergestellten Maschinen in Kasachstan vorgesehen.
Die französische Firma Alstom Transport wurde in die Projekte als strategischer Partner mit einbezogen. Ein Aktionsplan auf der Grundlage der Vereinbarung soll bis Ende 2008 ausgearbeitet werden (Pressemeldung Transmashholding, 03.11.08).

RechteckAlstom Transport und Transmashholding gründen strategische Partnerschaft
Alstom Transport und die russische Firma Transmashholding (TMH) geben die Unterzeichnung eines "Memorandum of Understanding" über eine strategische Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen bekannt. Darüber hinaus wollen Alstom Transport und TMH ein Joint-Venture zur Fertigung von Doppelstock-Wagen für den russischen Markt bilden.
Das Memorandum sieht die technische Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen vor und für Alstom Transport die Möglichkeit für den Kauf von 25 Prozent plus einer Transmash-Aktie (plus one share).
Darüber hinaus haben Alstom Transport und TMH ein Joint Venture im Bereich der Doppelstock-Wagen beschlossen. TMH wird eine 51%-Beteiligung an der neuen Firma unter dem Namen "TMH-Alstom DV" besitzen, Alstom Transport eine 49%-Beteiligung.
Das gemeinsame Unternehmen wurde zum Zweck der Beteiligung an einer Ausschreibung der Russischen Eisenbahn (RZD) zur Lieferung von 1210 Doppelstockwagen im Oktober 2008 gegründet. Als im Mai 2008 vorqualifizierter Partner hat TMH Alstom als technologischen Partner bei der Einführung einer modernen, innovativen Lösung für die RZD ausgesucht.
Die Fahrzeuge von TMH-DV Alstom wurden nie zuvor in Russland hergestellt. Es handelt sich um Doppelstock-"Hotel"-Wagen mit allem Komfort wie Liegemöglichkeiten, Restaurant und Duschen für den Personenverkehr über sehr lange Strecken. Wenn TMH-Alstom DV den Auftrag gewinnt, sollen diese Züge in der russischen Region Twer, nordwestlich von Moskau, hergestellt werden. Die Verbindung der Städte Sankt Petersburg, Moskau und Sotschi soll bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ermöglicht werden.
In der Zukunft planen Alstom Transport und TMH eine gemeinsame Plattform für die Herstellung von Güter- und Personenzuglokomotiven. Diese Plattform wird an russischen Eisenbahn-Standards angepasst und das Know-how von beiden Partnern in der Entwicklung und Herstellung von Lokomotiven umfassen. Russland hat bis 2030 einen potenziellen Markt von 1000 Lokomotiven jährlich.
Erst kürzlich waren Verhandlungen zwischen dem Bahn-Hersteller Bombardier aus Kanada und der Transmashholding über einen Einstieg gescheitert. Als Grund wurde der hohe Einstiegspreis für Bombardier genannt. Auch Siemens meldete Interesse an einer Zusammenarbeit an (WKZ, Quelle Pressemeldung Transmashholding, 07.10.08).

RechteckTransmashholding steigert Umsatz um 36% im ersten Halbjahr 2008
Der Umsatz des russischen Bahnfahrzeugherstellers CJSC Transmashholding belief sich im ersten Halbjahr 2008 auf fast 42 Milliarden russische Rubel, was einen Anstieg um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2007 entspricht.
Das Umsatzwachstum schloss alle Produktgruppen der Holding ein. Der Lokomotivumsatz erfuhr eine deutliche Steigerung: Der Umsatz an elektrischen Hauptstreckenlokomotiven stieg von 96 auf 159 Einheiten (+66%), bei dieselelektrischen Hauptstreckenlokomotiven und Rangierlokomotiven wuchs der Umsatz von 27 auf 43 (+ 59%) bzw. von 74 auf 94 Einheiten (+27%). Der Umsatz an Schienenbussen erfuhr eine 79%-ige Steigerung von 14 auf 25 Einheiten, während Reisezugwagen ein 30%-iges Wachstum von 445 auf 579 an den Tag legten. Kunden erhielten im ersten Halbjahr 2008 imsgesamt 1240 Güterwagen im Vergleich zu 967 im Frühjahr 2007 (+28%). Bei Dieselmotoren stieg der Umsatz um 27%, insgesamt wurden 334 Lokomotiv- und Schiffsdiesel-Motoren verkauft.
CJSC Transmashholding zahlte in der ersten Jahreshälfte 2008 insgesamt rund 4 Milliarden russische Rubel an Steuern und Extra-Finanzmitteln (Pressemeldung Transmashholding, 29.08.08).

RechteckDC-Lokomotive 2ES4K "Donchak" geht in Betrieb
Foto Transmashholding
Die erste russische vom Lokomotivwerk Nowotscherkassk entwickelte Hauptstrecken-DC-Güterzuglokomotive 2ES4K "Donchak" Nr. 001 hat das Fließband verlassen und nimmt im Lok-Depot Belovo der Westsibirischen Eisenbahn den Betrieb auf.
Das Lokomotivwerk in Nowotscherkassk fertigte 2006 den ersten Prototyp der Reihe 2ES4K. Im Juni 2008 erhielt das Werk eine Konformitätsbescheinigung für eine Pilotserie von 30 Lokomotiven 2ES4K. Das Werk Nowotscherkassk erwartet den Auftrag über 14 elektrischen Lokomotiven 2ES4K, die jeweils aus zwei Einheiten bestehen, im Jahr 2008.
Die DC-Lokomotive 2ES4K "Donchak" entspricht weitgehend der AC-Lokomotive 2ES5K "Ermak", die ebenfalls in Nowotscherkassk gebaut wird. Die 2ES4K besitzt aber den neuen Gleichrichter PSN235 U2 der Transconverter Limited Liability Company, einem Joint Venture zwischen Transmashholding und Siemens Aktiengesellschaft (Siemens AG, Deutschland).
Die Produktion der wichtigen Hauptstrecken-DC-Güterzuglokomotiven für die russische Eisenbahn wurde nun nach einer 27-jährigen Pause wieder aufgenommen. Die Werkstatt Nowotscherkassk beendete im Jahr 1981 die Produktion der vorherigen Generation VL10U (Pressemeldung Transmashholding, 25.07.08).

RechteckFunkwerk modernisiert Technik in großem Moskauer Fernbahnhof
Wer von Moskau mit dem Zug nach Südrussland, zum Beispiel auf die Krim, oder in die Ukraine fährt, der steigt am so genannten Kursker Bahnhof ein, einem der größten Fernbahnhöfe in der russischen Hauptstadt. Seit 1896 ist der Bahnhof Startpunkt für die beiden Hauptstrecken in Richtung Süden und Westen und bietet bis zu 11.000 Menschen gleichzeitig Platz.
Funkwerk sorgt jetzt dafür, dass die Informations- und Kommunikationstechnik in diesem bedeutenden Bahnhof auf dem neusten Stand der Technik ist. „Mit diesem Auftrag sind wir erfolgreich in den russischen Bahnmarkt eingestiegen“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Funkwerk, Dr. Hans Grundner, und ergänzte: „Und die Zeichen stehen gut, dass wir diesen Erfolg auch bei anderen Bahnhöfen in Russland wiederholen können.“
Der Kursker Bahnhof ist der erste von einer Vielzahl russischer Bahnhöfe, der im Rahmen eines breit angelegten Modernisierungsprogramms durch einen Generalunternehmer erneuert wird. Die Informations- und Kommunikationstechnik dazu liefert Funkwerk.
So bekommt jeder Fahrgast über eine Fahrgastinformationsanlage von Funkwerk auf großen Übersichtstafeln im Bahnhof und auf Anzeigern auf dem Bahnsteig stets alle wichtigen Informationen auf Basis des aktuellen Fahrplans. So findet er immer das richtige Gleis und wird rechtzeitig über Verspätungen oder Störungen informiert.
Über die komplett neue Beschallungsanlage für alle Bereiche des Kursker Bahnhofs erreichen diese Informationen die Fahrgäste auch per Lautsprecher. Standardansagen werden dabei auf Basis des Fahrplans über ein automatisches Ansagesystem gesteuert. Außerdem liefert Funkwerk Messagingserver, DECT-Basisstationen sowie Handsets und Systemtelefone für die Kommunikation der Mitarbeiter des Bahnhofes untereinander (Pressemeldung Funkwerk, 28.05.08).

RechteckBombardier und Transmashholding gründen drittes Joint Venture
Bombardier Transportation und Transmashholding haben die Gründung eines neuen Joint Ventures zur Entwicklung einer neuen Generation von Lokomotiven mit asynchroner Antriebstechnologie unterzeichnet. Das neue Joint Venture ist bereits das dritte Gemeinschaftsunternehmen von Bombardier Transportation, dem Weltmarktführer in der Produktion von elektrischen Lokomotiven, und der Transmashholding, dem Hauptlieferanten von Schienenfahrzeugen für die Russische Eisenbahn.
Der Vertrag wurde auf dem 3. Internationalen Eisenbahnforum in Sotschi von Wolfgang Tölsner, Chief Operating Officer von Bombardier Transportation, und Andrej Andreev, stellvertretender Generaldirektor der ZAO Transmashholding, in Gegenwart des Präsidenten von OAO Russian Railways (RZD), Vladimir Yakunin, unterzeichnet.
Das neue gemeinsame Unternehmen wird seinen Sitz in Russland haben. Die Vertragsparteien sind zu gleichen Teilen und mit gleichen Rechten an dem Unternehmen beteiligt. Hauptaufgabe ist die Entwicklung von neuen Lokomotiven für die Märkte in Russland und der GUS sowie für den Export in neue Märkte. Die beiden Partner bringen ihre jeweiligen Stärken in das Projekt ein: Transmashholding die langjährige und bewährte russische Konstruktionserfahrung und Bombardier das technologische Know-how als Weltmarktführer in der Entwicklung und Produktion von Schienenfahrzeugen.
Die Gründung des neuen Joint Ventures zur Entwicklung von Lokomotiven ist eine konsequente Weiterführung der Zusammenarbeit, die im letzten Jahr zwischen den beiden Unternehmen begann: Am 25. Mai 2007 war ein Vertrag über die Gründung von zwei Joint Ventures unterzeichnet worden. Hierzu gehören die Entwicklung von fortschrittlichen Antriebstechnologien für Schienenfahrzeuge und die Produktion von Kernkomponenten für elektrische Lokomotiven – vor allem Traktionsstromrichter, die auf Bombardiers bewährtem MITRAC-Antriebssystem basieren.
Im Laufe des Jahres 2007 wurde die Bombardier Transportation Transmashholding AG als Dach der beiden Tochterunternehmen „Transmashholding Bombardier Transportation (Engineering) Rus" (Konstruktionszentrum) und „Transmashholding Bombardier Transportation (Industrial) Rus" (Joint Venture zur Fertigung von Traktionsstromrichtern) gegründet.
Der russische Markt für angetriebene Schienenfahrzeuge ist einer der größten weltweit. Im Jahr 2007 hatten 72,5% bzw. 84,2% der elektrischen bzw. Diesellokomotiven der Russischen Eisenbahn (RZD) ihre vorgesehene Betriebsdauer überschritten. Daraus ergibt sich ein voraussichtlicher Bedarf der RZD an Lokomotiven aller Art von 11.675 Fahrzeugen im Zeitraum von 2008 bis 2015 und weiteren 11.722 Fahrzeugen im Zeitraum 2016 bis 2030.
„OAO RZD stellt strikte Anforderungen an seine Lieferanten, die sich an den neuesten technischen Lösungen orientieren“, so Andrej Andreev, stellvertretender Generaldirektor von ZAO Transmashholding. „Wir hoffen, dass unsere Kooperation mit Bombardier Transportation das Unternehmen in die Lage versetzt, Produkte herzustellen, die den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen der Bahnbetreiber entsprechen.“
André Navarri, President von Bombardier Transportation, sagte: „Bombardier kann auf langjährige und erfolgreiche strategische Partnerschaften in Russland zurückblicken. Wir haben mit der Russischen Eisenbahn und Transmashholding bereits eine Reihe von sehr produktiven Joint Ventures gegründet. Die Gründung eines neuen Unternehmens zur Entwicklung von Lokomotiven der neuen Generation ist ein weiterer Beweis für unsere Absicht, die langfristigen Partnerschaften mit russischen Unternehmen auszubauen." (Pressemeldung Bombardier/Transmashholding, 22.05.08).

RechteckTransmashholding steigerte 2007 den Umsatz um 19,9%
Die Produkte und Dienstleistungen der Transmashholding haben im Jahr 2007 einen Umsatz von rund 66 Milliarden Rubel ($ 2,7 Milliarden) erbracht. Wie in den vorangegangenen Jahren stieg der Umsatz in allen wichtigen Produktlinien der Transmashholding. Reisezugwagen brachten 17%, U-Bahn-Fahrzeuge 12%, Elektrotriebwagen 10%, und Lokomotiven verschiedener Arten 11% mehr Umsatz. Die Firma modernisierte und verkaufte für 10% mehr Umsatz verschiedenen Diesellokomotiven.
Die Bandbreite der Produkte wurde deutlich erweitert. Die Güterzuglokomotiven 3ES5K und E5K, neue Bauarten EP1M und EP1P von AC-Passagierlokomotiven und die Diesellokomotive 2TE70 sind 2007 in die Produktion gegangen. Die Güterzuglok 2TE25K, die DC-Personenzuglokomotive EP2K und die Zementwagen 19-3018 wurden Testreihen unterzogen. Die RA-2 Schienenbusse mit glattem Gehäuse werden demnächst ausgeliefert.
2007 hat auch die Entwicklung einer Plattform für russische Lokomotiven der neuen Generation begonnen. Ein Projekt für eine neue Zweisystem-Elektrolokomotive EP20 für den Personenverkehr wurde entwickelt, um die Grundlagen für eine neue Familie an Lokomotiven für verschiedene Anwendungen zu bilden.
Transmashholding verstärkte die Zusammenarbeit mit seinem wichtigsten Partner JSC RZD und ging Kooperationen mit ausländischen Top-Unternehmen wie Bombardier Transportation und Alstom ein (Pressemeldung Transmashholding, 04.03.08).

RechteckBombardier bestätigt Gespräche mit Transmashholding
Wie bereits in zahlreichen Medien berichtet, bestätigt Bombardier laufende Gespräche mit dem größten russischen Hersteller von Schienenverkehrstechnik, der Transmashholding. Da sich diese Gespräche in einem sehr frühen Stadium befinden und deren Ausgang noch völlig offen ist, macht Bombardier zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Aussagen dazu.
Der Weltmarktführer in der Schienenverkehrstechnik kann auf eine über 50-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit russischen Partnern zurückblicken und wird auch weiterhin Wachstumsmöglichkeiten in diesem wichtigen Markt prüfen.
Bombardier Transportation und Transmashholding haben bereits am 25. Mai 2007 eine Vereinbarung über ein gemeinsames Investment von insgesamt 12,5 Mio. Euro in zwei Joint Ventures verkündet. Während das eine gemeinschaftliche Unternehmen hochmoderne Antriebstechnologien entwickelt, produziert das andere Joint Venture Traktionsstromrichter auf der Basis des Bombardier MITRAC-Antriebssystems. Darüber hinaus diskutieren beide Partner über weitere Felder der Zusammenarbeit (Pressemeldung Bombardier, 04.12.07).

RechteckRZD gibt Serienzulassung für Simis-Stellwerkstechnik
Nach einjährigem Probebetrieb ist die elektronische Stellwerkstechnik Simis von Siemens Transportation Systems (TS) und dem russischen Partner Foratec AT vom russischen Bahnbetreiber RZD zugelassen worden.
In enger vierjähriger Zusammenarbeit haben russische und deutsche Fachleuten ein Produkt entwickelt, das Siemens TS in die Lage versetzt, die russische Eisenbahngesellschaft RZD bei ihren Modernisierungsaufgaben mit modernster Technik zu unterstützen. Kernbestandteil dieses Stellwerktyps ist der von Siemens TS gelieferte, weltweit eingesetzte Simis-Rechner.
Das erste mit dieser Technik ausgerüstete Stellwerk mit dem Namen Rozhdestwo, was so viel wie „Geburt“ oder „Weihnachten“ bedeutet, kommt bei der Jugo-Wostochnaja-Eisenbahn etwa 450 Kilometer südlich von Moskau zum Einsatz.
Das Projekt umfasst neben dem Herzstück Simis die Stellwerkssoftware, das Bedien- und Anzeige-Interface, die Anlagenstromversorgung sowie die Anpassung der Außenanlage aus russischer Herstellung an die neue Technik. Diese Arbeiten wurden vom russischen Partner Foratec AT durchgeführt, der auch die Projektierung und die Montage übernommen hat.
Die Zulassung des Gesamtsystems erfolgte durch das Prüfzentrum für Sicherungstechnik der staatlichen Eisenbahnuniversität in St. Petersburg (PGUPS). Für die Zulassung zur Serienproduktion war es unter anderem notwendig, für den von Siemens TS gelieferten Teil Sicherheitsnachweise gemäß den russischen Vorschriften zu erbringen.
Weitere Projekte, wie Stellwerke für die Stationen Ajdyrlja und Nikulino sind bereits von der RZD in Auftrag gegeben und in Planung. Außerdem wird weiter daran gearbeitet, die Anbindung der Außenanlagen zu optimieren (Pressemeldung Siemens, 16.10.07).

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