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Flagge SchwedenSchweden / Sverige

Rechteck1000 Züge verbanden Skandinavien und dem Kontinent über Dänemark
Hector Rail hat inzwischen über 1000 Züge von Skandinawien durch Dänemark auf den europäischen Kontinent befördert. Diese Operation ist möglich, da Hector Rail Lokomotiven einsetzt, die mit den besonderen Einrichtungen zur Überquerung der Öresund-Brücke versehen und in Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland zugelassen sind.
Am 26. Januar begann Hector Rail, als Zulieferer für TX Logistik den Non-Stop-Service Malmö - Duisburg fahren zu lassen. Der neue Vertrag mit TX Logistik hat eine Dauer von drei Jahren. Die gesamte Fahrt Malmö - Duisburg dauert etwa 13 Stunden. Die Entfernung beläuft sich auf über 900 Kilometer, die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt ca. 70 km/h durch alle drei Länder. Diese durchschnittliche Geschwindigkeit ist auch für andere von Hector Rail betriebene direkte Züge zwischen Skandinavien und dem Kontinent typisch.
Jeder Zug ersetzt fast 40 Lastwagen. Sowohl Standard-Anhänger als auch so genannte Mega-Trailer und Container können in den Zügen befördert werden. Die Lokomotiven erfüllen die höchsten Umwelt-standards, da sie mit Rückgewinnungsbremsen ausgestattet sind.
Die erste direkte Zugverbindung im Korridor Skandinavien - Deutschland wurde ab 4. Januar 2008 für den niederländischen Spediteur Van Dieren Maritime betrieben. Seitdem wurden mehr als 1000 Züge auf den Gleisen durch Dänemark geführt, dies entspricht über 35 000 Lkw-Ladungen (WKZ, Quelle Pressemeldung Hector Rail, 01.03.10).

RechteckBombardier liefert IORE aus
Foto Bombardier
Klas Wahlberg, Präsident von Bombardier Transportation AB (links) überreichte am 26.01.10 in Kiruna die erste IORE-Doppellok an Goran Heikkilä, Logistikchef von LKAB.
Insgesamt liefert Bombardier vier IORE-Doppelloks an die Erztransportgesellschaft MTAB (Malmtrafik i Kiruna AB), einer Tochtergesellschaft der LKAB (Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag), die den Transport von Erz aus Kiruna und Malmberget zu den Häfen in Luleå und Narvik in Norwegen gewährleistet. Die Lokomotive ist Teil der zweiten Bestellung von vier Lokomotiven durch MTAB im September 2007. Die erste Lieferung von neun Doppelloks im Betrieb in MTAB erfolgte seit dem Jahr 2000.
Die vier IORE- Lokomotiven erlauben es MTAB, mehrere der alten Dm3-Lokomotiven zu ersetzen. Die Lokomotiven haben ihre Zuverlässigkeit unter den extremen Bedingungen bewiesen. Zusammen mit einem neuen Wagentyp fährt MTAB diese Lokomotiven im Dauerbetrieb mit einer Standard-Last von 8 000 Tonnen.
Die Bombardier Transportation Service Division in Schweden betreibt seit 2006 für MTAB auch die Wartung und Ersatzteilversorgung der Loks (Bengt Dahlberg, Quelle Pressemedung Bombardier, 24.08.10).

RechteckBombardier erhält von Transitio Auftrag über elf dreiteilige CONTESSA-Züge
Bombardier Transportation hat von AB Transitio den Auftrag zur Lieferung von elf dreiteiligen BOMBARDIER CONTESSA-Zügen erhalten. Der Auftragswert liegt bei ca. 96 Millionen Euro (137 Millionen USD). Der Vertrag enthält eine Option für fünf weitere Züge. Die neuen Züge sind zum Leasing durch die schwedischen Betreiber Länstrafiken Kronoberg, Kalmar Läns Trafik und Hallandstrafiken bestimmt.
Vorgesehen sind die neuen Fahrzeuge für den Verkehr in der Region Öresund. Der Einsatz in Dänemark erfolgt auf Basis einer Kooperation zwischen den örtlichen Verkehrsbehörden in Öresund und der nationalen Verkehrsbehörde Trafikstyrelsen. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Züge, die durch verschiedene Kunden in Schweden und Dänemark bestellt wurden auf 111 (einschließlich der neuen Bestellung). Neunzig davon wurden bereits ausgeliefert und sind in Betrieb.
Die CONTESSA-Züge sind das tägliche Verkehrsmittel für tausende Pendler und ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Anbindung der wachstumsstarken Region Öresund. Die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und können die Brücke zwischen Dänemark und Schweden trotz der unterschiedlichen Schieneninfrastruktur der beiden Ländern problemlos überqueren. Dank eines hochentwickelten dualen Systems, das in den Fahrzeugen eingebaut ist, wechseln die Züge beim Überqueren der Grenze automatisch Signal- und Stromversorgungs-Systeme. Somit verbinden die Züge den gesamten südlichen Teil Schwedens mit Dänemark und dem Rest Europas. Zu den weiteren Merkmalen dieser Interregio-Züge zählen unter anderem das Niederflur-Design des Mittelwagens und Eingänge, die zum Beispiel körperbehinderten Fahrgästen und Passagieren mit schwerem Gepäck den Zustieg erleichtern.
Die Fahrzeuge und die Antriebtechnik werden bei Bombardier in Schweden entwickelt. Die Antriebstechnik wird am Bombardier-Standort im schwedischen Västerås gebaut. Die Fahrzeuge werden in Deutschland an den Bombardier-Standorten in Hennigsdorf und Görlitz gefertigt, während die Drehgestelle aus dem Bombardier-Standort Siegen kommen (Pressemeldung Bombardier, 24.12.09).

RechteckEuroMaint Rail übernimmt Servicewerkstatt Landskrona von Skandiatransport
EuroMaint Rail hat einen Vertrag über den Kauf der Wartungswerkstatt für Schienenfahrzeuge von Skandiatransport in Landskrona unterzeichnet.
In der Werkstatt werden Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten bei allen Arten von Schienenfahrzeugen für den Güter- und Fahrzeugtransport sowie bei Tankwaggons durchgeführt. Diese Werkstatt, die sowohl schwedische als auch internationale Akteure im Güterverkehr auf der Schiene zu ihren Kunden zählt, ist zurzeit die einzige schwedische Servicewerkstatt mit deutschem VPI-Zertifikat.
"Die Werkstatt hat einen sehr guten Ruf und eine hervorragende technische Ausstattung. Die Übernahme ist eine wichtige Verstärkung von EuroMaint Rails Angebot für den schwedischen und internationalen Güterverkehr. Dank der geografischen Abdeckung von EuroMaint Rail und der anerkannten Zertifizierungen sowie der technischen Erfahrung, die wir einbringen, können wir große, internationale Akteure davon überzeugen, dass es sich lohnt, anspruchsvolle Wartungsarbeiten in Schweden ausführen zu lassen", erklärt Mats Önner, Geschäftsführer von EuroMaint Rail.
EuroMaint Rail ist heute das zweitgrößte schwedische Wartungsunternehmen im Segment des schienengebundenen Güterverkehrs und dominiert den Markt in Nordschweden. Durch die Übernahme der Wartungswerkstatt von Skandiatransport in Landskrona verstärkt EuroMaint Rail seine Präsenz in Südschweden.
"Die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen ist heute paneuropäisch. Ein Netzwerk von technisch qualifizierten Wartungswerkstätten, das ganz Schweden abdeckt, ist wichtig für uns, da wir weiterhin verstärkt die europäischen Märkte im Blick haben", sagt Mats Önner abschließend.
Die Werkstatt, die heute 25 Personen beschäftigt und einen Jahresumsatz von 23 Mio. SEK erzielt, wird am 1. Januar 2010 von EuroMaint Rail übernommen (Pressemeldung EuroMaint Rail, 04.12.09).

RechteckDSB Småland AB gewinnt Ausschreibung Jönköping
Grafik DSB
DSB Småland AB, eine Tochtergesellschaft der DSB Sweden AB, hat die Ausschreibung von regionalem Zugverkehr im Raum Jönköping im südlichen Schweden gewonnen, wie der Verkehrsverbund Jönköping Länstrafik AB am 01.12.09 angekündigt hat.
Ein paar Monate, nachdem DSB First Väst AB bereits Nahverkehrsleistungen im Raum Göteborg gewonnen hat, konnte DSB ihre Position als erfolgreichster skandinawischer Bahnbetreiber konsolidieren. DSB wird mit über 20 Millionen Zug-Kilometern mehr Regionalverkehr in Schweden als in Dänemark betreiben, ein Drittel des Gesamtverkehrs der DSB wird in Schweden vollbracht.
Der Vertrag beinhaltet Nahverkehrsleistungen im Wert von 800 Millionen Kronen im Zeitraum von Dezember 2010 - Dezember 2018
auf den folgenden Strecken:
• Värnamo - Jönköping-Kronoberg
• Nässjö - Halmstad
• Nässjö - Hultsfred mit der Option auf Verlängerung bis Oskarshamn
• Nässjö - Alvesta
• Nässjö - Vetlanda
Der Service läuft über rund 2,1 Mio. Zug-Kilometer und beinhaltet 14 durch den Verkehrsverbund gestellte Züge.
Fünf Betreiber nahmen an der Ausschreibung teil, den zweiten Rang belegte DB (Deutsche Bahn) Sweden AB
(Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Pressemeldungen Jönköpings Länstrafik AB/DSB, 02.12.09).

RechteckDB Regio Sverige AB übernimmt den Betrieb von Östgötapendeln
Ab 12. Dezember 2010 übernimmt DB Regio Sverige AB den Betrieb auf der Strecke Östgötapendeln. Zur gleichen Zeit werden fünf neue Triebzüge der Serie X61 bereitgestellt, um den Fahrgastkomfort und die Zahl der Sitze in den Zügen zu erhöhen. Ferner wird Östgötapendeln bis Jönköping verlängert.
Die Züge werden auch weiterhin alle 20 Minuten zwischen Norrköping und Mjölby verkehren. Fahrgäste zwischen Jönköping und Östergötland erhalten jedoch die Möglichkeit, auf der gesamten Strecke ohne Umsteigen zu reisen. Zwischen Mjölby und Jönköping fahren die Züge im Stundentakt.
Die Deutsche Bahn übernimmt den Betrieb und die Wartung der Züge in der neuen Werkstatt in Linköping-Steninge.
"
Wir haben den Betrieb jetzt einem neuen und aufregenden Player des Schienenverkehrs anvertraut," sagt Paul Håkansson, CEO des Verkehrsverbundes Östgötatrafiken. "Wir haben hohe Erwartungen in die Deutsche Bahn und sind zuversichtlich, dass sie ihre Aufgabe auf eine gute Weise erledigt. Östgötapendeln ist seit Jahren einer der pünktlichsten Betriebe des Landes. Die Erwartungen in die Deutschen Bahn sind also sehr groß" (Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Pressemeldung ÖstgötaTrafiken, 20.11.09).

RechteckHector Rail fährt zwischen Oslo und Padborg für TX Logistik
Am 07.11.09 startete Hector Rail neue Zugverbindungen zwischen Oslo in Norwegen und Padborg in Dänemark. Hector Rail fungiert als Zulieferer für TX Logistik, die einen Non-Stop-Service Oslo - Rotterdam für Bring Frigoscandia und Bring Logistics betreiben.
Der Vertrag mit TX Logistik hat die Dauer von drei Jahren und erfordert den Einsatz einer Lokomotive mit spezieller Ausrüstung, um die Öresund-Brücke zu überqueren. Hector Rail hat zehn solcher Lokomotiven in seinem Bestand. Diese Lokomotiven sind für Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland zugelassen.
Zwischen Rotterdam und Padborg setzt TX Logistik eigene Lokomotiven ein. Für die gesamte Reise durch fünf Länder werden weniger als 30 Stunden benötigt.
Die Waren aus Norwegen sind hauptsächlich für Benelux und Frankreich bestimmt. Bis jetzt hat Bring für den Transport LKW eingesetzt. Jeder Zug ersetzt nun 32 LKW. Die Lieferung und Verteilung der Waren vor Ort erfolgt mit modernen Euro-5-Lkw, die zu den umweltfreundlichsten Fahrzeugen heutzutage auf dem Markt gehören. Auch die Lokomotiven erfüllen höchste Umweltstandards, da sie mit regenerativen Bremsen ausgestattet sind.
Zunächst beträgt die Frequenz der Transporte eine Fahrt pro Woche in jeder Richtung. Es ist geplant, die Zahl der Hin-und Rückfahrten im Jahr 2010 zu erhöhen (WKZ, Quelle Pressemeldung Hector Rail, 09.11.09).

RechteckPremierenfahrt ITINO C.L.E.A.N. auf der Nordic Rail 2009
Foto Bombardier
Bombardier Transportation feiert am 07.10.09 im Rahmen der Eisenbahnmesse Nordic Rail die Premiere seiner umweltfreundlichen C.L.E.A.N. Diesel-Antriebstechnologie. Der weltweit schadstoffärmste Dieselmotor in der 500kW-Klasse wird im schwedischen Jönköping bei einer Fahrt mit Kunden und Medienvertretern an Bord eines ITINO-Zuges vorgestellt. Der reguläre Betrieb der ITINO-Fahrzeuge mit C.L.E.A.N. Diesel-Technologie beginnt Ende des Jahres in Schweden und Deutschland.
Die C.L.E.A.N. Diesel-Technologie ist Teil des ECO4-Portfolios, das Bombardier im Rahmen seines Engagements für nachhaltige Mobilität entwickelt hat. C.L.E.A.N. ist die erste ECO4-Anwendung, die in den kommerziellen Betrieb geht. C.L.E.A.N steht für Catalyst based Low Emission ApplicatioN, auf Deutsch: katalysatorbasierte Anwendung mit niedrigen Emissionen
(Pressemeldung Bombardier, 08.10.09).

RechteckBanverket und Vägverket werden zu Trafikverket zusammengelegt
Die schwedische Regierung hat am 03.09.09 die Schaffung einer neuen Behörde für die Entwicklung des gesamten Verkehrssystems beschlossen. Die neue Behörde "Trafikverket" (Traffic Authority) mit Hauptsitz in Borlänge wird ihre Arbeit am 1. April 2010 aufnehmen.
Die neue Behörde soll eine einheitliche Verkehrsplanung für alle Verkehrsarten unter folgenden Gesichtspunkten erlauben:

• Funktionalität,
• Effizienz und
• Nachhaltigkeit des gesamten Verkehrssystems.
Trafikverket ist insbesondere zuständig für:
• langfristige Infrastrukturplanung für den Straßen-, Schienen-, See- und Luftverkehr
• Planung, Bau, Betrieb und Wartung der staatlichen Straßen und Eisenbahnen
Die Regierung wird die gesetzlichen Regelungen und Verfassungsänderungen zur Einführung der neuen Behörde und zur Regelung ihres Organisations- und Personalbedarfs umgehend in Angriff nehmen, um bis zum 1. April 2010 die Voraussetzungen zur Arbeitsaufnahme zu ermöglichen.
Der neuen Behörde werden folgende Aufgaben übertragen:

• Aktivitäten von Vägverket,
• Aktivitäten von Banverket,
• Tätigkeiten im Zusammenhang mit langfristiger Infrastrukturplanung und nationalen Interessen in der Seeschifffahrt,
• Tätigkeiten im Zusammenhang mit langfristiger Infrastrukturplanung, Betriebskostenzuschüssen und Kapitalzuschüssen für nichtstaatliche Flughäfen
Die Tätigkeiten von Vägverket und Banverket werden mit Wirkung vom 1. April 2010 eingestellt (Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Pressemeldung Näringsdepartementet, 04.09.09).

RechteckSDSB First Väst AB gewinnt Ausschreibung in West-Schweden
Grafik DSB First
Am 28.08.09 gab Västtrafik die Vergabeentscheidung für den erfolgreichen Bieter in der Ausschreibung "Regional- und S-Bahn-Verkehr in West-Schweden ab Ende 2010" bekannt. Die Ausschreibung wurde in Zusammenarbeit zwischen Västtrafik, Jönköping Länstrafik und Hallandstrafiken durchgeführt.
Ab 12.12.2010 wird DSB First West AB neuer Betreiber für den Regional- und S-Bahn-Verkehr in West-Schweden sein. Der Vertrag ist zunächst bis 8. Dezember 2018 gültig, kann aber bis Dezember 2020 verlängert werden. Die Bewertung der Angebote erfolgte zu drei Viertel über den Preis und zu einem Viertel über die Qualität.
Folgende Gesellschaften hatten sich beworben:
• DSB First West AB: 93,91 Punkte
• DB Regio Sverige AB: 90,06 Punkte
• Schwedisch Tågkompaniet AB: 85,89 Punkte
• Arriva Tåg AB: 75,71 Punkte
"Wir haben DSB First Väst AB mit dieser Aufgabe betraut", sagt Leif Blomqvist, Vorsitzender der Västtrafik. "DSB fährt schon seit Jahresende die Öresundzüge und wir haben große Hoffnung, dass sie in der neuen Vergabe eine ähnlich hohe Qualität liefern können. Abschließend möchten wir unserem aktuellen Betreiber, SJ, für eine sehr schöne Zusammenarbeit danken."
Der Vertrag umfasst insgesamt 11 verschiedene Linien mit einer Gesamtlänge von 961 km, die zur Zeit alle von SJ AB betrieben werden. Die vertraglich geregelten Aufgaben beinhalten Verkehrsplanung, Zugbereitstellung, Verkehrsmanagement, Bahn-Service und die tägliche Wartung der Züge. Das Fahrgastaufkommen beträgt 15 Mio. Passagiere bis 2012, danach wird mit Eröffnung der S-Bahn Älvängen - Göteborg das gesamte Passagieraufkommen voraussichtlich auf 20 Millionen wachsen:
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S-Bahn:
• Kungsbacka - Göteborg
• Alingsås - Göteborg
• Älvängen - Göteborg (ab Dezember 2012)
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Regionalzüge:
• Töreboda / Skövde - Herrljunga - Göteborg
• Åmål / Vänersborg - Göteborg
• Borås - Göteborg
• Uddevalla - Vänersborg - Herrljunga - Borås
• Borås - Varberg
• Töreboda / Skövde - Falköping - Engineering - Nässjö
• Nässjö - Engineering - Herrljunga - Göteborg
• Strömstad - Uddevalla - Stenungsund - Göteborg
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Zu Beginn der Vertragslaufzeit wird zunächst das bisherige Angebot bedient, ab dem 9. Dezember 2012 erfolgt mit Fertigstellung des zweigleisigen Ausbaues zwischen Göteborg, Trollhättan und Öxnered der Betrieb der neuen S-Bahn-Linie zwischen Älvängen und Göteborg. Zur gleichen Zeit sind auch zusätzliche Regionalzüge zwischen Vänersborg, Trollhättan und Göteborg peplant. "Das zukünftige Abkommen für einen weiteren Anstieg des Verkehrs gibt Spielraum, den Leistungsumfang um 75 Prozent zu erhöhen," sagte Lars Backström, Präsident von Västtrafik.
SJ AB hatte selbst kein Angebot abgegeben, da sich die Firma in der Lage sieht, eigene Verkehrsangebote ohne Bestellung durch Västtrafik ab Dezember 2010 durchführen zu können. Ab Anfang 2010 wird der Zugang zum schwedischen Schienennetz für alle Anbieter geöffnet, wofür SJ auch schon Trassen bei Banverket angemeldet hat.
Im Zusammenhang mit der Übernahme des Verkehrs durch DSB First Väst AB werden die verschiedenen Sorten der Fahrscheine von Västtrafik, Jönköping Länstrafik und Hallandstrafiken auch in den Regionalzügen gelten. So wird es viel einfacher, auf andere Linien und über Ländergrenzen zu wechseln (WKZ, Quelle Pressemeldung VÄSTTRAFIK AB, Grafik DSB First, 29.08.09).

RechteckTÅGAB steigt in den Personenzugverkehr für SJ AB ein
Die private Bahngesellschaft "Tågåkeriet i Bergslagen" (TÅGAB) nimmt zum Winterfahrplan den Personenzugverkehr auf der Strecke Göteborg - Skövde - Kristinehamn auf. Die Fahrten sollen in Zusammenarbeit mit SJ AB erfolgen und das gleiche Fahrkartensystem benutzen. TÅGAB fährt zur Zeit schon Güterzugleistungen für Green Cargo.

Der Service beginnt am 13. Dezember und umfasst eine Fahrt von Kristinehamn nach Göteborg am Morgen, eine Fahrt Göteborg - Skövde - Karlstad am Vormittag und eine Hin- und Rückfahrt zwischen Karlstad und Skövde am Nachmittag. Die Züge verkehren östlich des Vänersees über eine nicht mehr benutzte Verknüpfung zwischen der "Värmlandsbanan" und der "Västra stambanan" in Laxå, so dass sich eine Zeitersparnis von über einer Stunde ergibt.
TÅGAB wird modernisierte und für eine Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegte Reisezugwagen aus den 60er Jahren einsetzen und als Unternehmer für SJ AB auch deren Fahrkartensystem benutzen. Die Züge bieten in der ersten Klasse auch Internetanbindung und Kaffee an Bord (Bengt Dahlberg, WKZ, Pressemeldung TÅGAB, 08.07.09).

RechteckHector Rail befördert Veolia Transport Wochenendzüge
Mit dem Beginn der Deregulierung des Schienenpersonenverkehrs in Schweden am 1. Juli-Wochenende wird Veolia Transport den ersten privaten Wochenendzug auf der Strecke Stockholm - Malmö in den Dienst stellen (Der LOK Report berichtete). Veolia Transport hat Hector Rail mit der Beförderung dieser Züge beauftragt. Wie schon berichtet, stellt Hector Rail auch die Lokomotive für den Veolia Lappland-Express.
Hector Rail übernimmt dabei die Rolle eines Unterauftragnehmers für die Bereitstellung der Lokomotive.
Das Service-Konzept und das Angebot für den Reise-Markt liegen in der Verantwortung des Kunden, in diesem Fall Veolia Transport (WKZ, Pressemeldung Hector Rail, 01.07.09).

RechteckWieder Regionalzüge nach Trelleborg
Foto Volker Heesch
Im Bahnhof Malmö laufen die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme des Citytunnels am Hauptbahnhof, der den Verkehrsablauf wesentlich verbessern soll. Foto: Volker Heesch.
Die Region Schonen und die anliegenden Kommunen Malmö und Vellinge haben in dieser Woche zusammen mit der staatlichen Bahn-Infrastrukturgesellschaft Banverket eine Absichtserklärung zum Ausbau der Bahnstrecke Malmö - Trelleborg unterzeichnet, damit auf der Strecke zum wichtigen Fährhafen neben Güterzügen und einem Nachtzug Malmö - Berlin auch wieder Regionalzüge verkehren können.
Mit der Nutzung der 25 Kilometer langen, elektrifizierten Strecke wird der Fährhafen, von dem Schiffe nach Sassnitz und Rostock fahren, auch von Kopenhagen aus wieder gut erreichbar. Wenn der Fährhafen Sassnitz - Mukran auf Rügen wieder an den Reisezugverkehr angebunden wird, könnte die einst wichtige Ostsee-Verbindung Berlin - Malmö (- Kopenhagen) zu neuer Blüte gelangen.
Zurzeit fahren neben dem Nachtzug täglich 20 bis 25 Güterzüge auf der eingleisigen Strecke. Vorgesehen ist der Bau von neuen Ausweichstellen. Mit der Fertigstellung des neuen Citytunnels im Malmö im kommenden Jahr wird die Wiederbelebung der Strecke zum schwedischen Tor zum Kontinent unterstützt. Das Ausbauprojekt soll 490 Millionen schwedische Kronen kosten. Wann das Projekt realisiert wird, steht nicht fest (Volker Heesch, mit freundlicher Erlaubnis des Nordschleswigers, 26.06.09).

RechteckHector Rail stellt Lokomotive für Veolia Lappland-Express
Foto Anders Jansson
Der Veolia-Zug mit der Hector Rail-Lokomotive und den historischen Wagen, in denen das Essen auf Porzellan-Geschirr serviert wird. Foto Anders Jansson.
Veolia Verkehr hat Hector Rail beauftragt, die Lokomotive für den Nachtzug zwischen Malmö und Narvik zu stellen. Der Lappland-Dienst startet am 22. Juni und läuft bis zum 23. August. Veolia drängt derzeit mit einem innovativen Fahrgastkonzept auf den Markt. Hector Rail übernimmt dabei die Rolle eines Auftragnehmers bei der Bereitstellung der Lokomotive.
Veolia Transport nutzt die sich aus der Öffnung des zunehmend liberalisierten Eisenbahnmarktes in Schweden ergebenden Möglichkeiten. In diesem Sommer geht das Unternehmen mit dem Angebot einer Eisenbahnverbindung zwischen Malmö/Göteborg und Narvik und einem innovativen Konzept für den Bordservice auf den Markt. Dieses Konzept beinhaltet z. B. den DVD-Film-Verleih und einen klassischen Speisewagen, in dem das Essen auf echtem Porzellan aufgetischt wird. Alles zielt dabei auf die Schaffung eines attraktiven Reise-Erlebnisses.
Veolia Verkehr hat die Bereitstellung der Lokomotive zur Bewältigung der 2147 km langen Strecke an Hector Rail vergeben. Der Vertrag ist eine weitere Bestätigung der guten Beziehungen zwischen Veolia und Hector Rail, die im Winter 2007 mit der Bereitstellung der Lokomotive für eine ähnliche Leistung in den schwedischen Wintersportort Åre begannen.
Hector Rail übernimmt die Aufgabe eines Subunternehmers zur Bereitstellung der Lokomotive. Das Service-Konzept und das Angebot für den Reisemarkt liegen in der Verantwortung des Kunden, in diesem Fall Veolia Verkehr (WKZ, Pressemeldung Hector Rail, Foto Anders Jansson, 24.06.09).

RechteckVeolia bricht das SJ-Monopol auf der Strecke Malmö - Stockholm
Ab 3. Juli wird Veolia Wochenendzüge zwischen Malmö und Stockholm fahren. Veolia bricht damit das 150-jährige Monopol, dass SJ auf der Strecke Malmö - Stockholm hat. Das schwedische Parlament hat am 16.06.09 beschlossen, das Monopol von SJ nach und nach aufzuheben, beginnend mit dem Wochenende am 1. Juli.
"Jetzt ist der Weg frei, und wir freuen uns, den Passagieren eine neue Chance zu bieten, um mit dem Zug zwischen Malmö und Stockholm zu fahren", sagte Gunnar Wulff, Division Manager von Veolia Verkehr. "Es ist spannend, von Anfang an daran beteiligt zu sein, das SJ-Monopol zu brechen."
Veolia Transport wird am Freitag, Samstag und Sonntag am Mittag in Stockholm losfahren, die Rückkehr aus Malmö Syd nach Stockholm erfolgt am Nachmittag. Der Zug hält an folgenden Standorten: Süd-Malmö, Lund, Hässleholm, Alvesta, Nässjö, Linköping, Norrköping und Stockholm C.
Ein Speisewagen mit Panoramablick und ein Internet-Zugang sollen das Reisen angenehm gestalten. Die Fahrt Malmö - Stockholm wird als Festpreis 299 Kronen kosten. Junge Menschen bis 26 Jahre, Studenten und Rentner bekommen bis zu 30% Rabatt (Bengt Dahlberg, WKZ, Pressemeldung Veolia, 17.06.09).

RechteckSiemens errichtet neuartige Bahnstromumrichter für schwedische Eisenbahn
Siemens Mobility hat von der schwedischen Eisenbahnbehörde „Banverket“ den Auftrag erhalten, sechs Bahnstromumrichter vom neu entwickelten Typ Sitras SFC plus zu errichten. Dieses Modell ist besonders kompakt, umweltfreundlich und leise. Das Projekt umfasst die Lieferung, Aufstellung und Inbetriebnahme von fünf 17-Megawatt-Anlagen in Häggvik und einer weiteren in Eskilstuna. Der Auftragswert beläuft sich auf insgesamt rund 33 Mio. EUR (361 Mio. Schwedische Kronen). Die neuen Anlagen sollen im Sommer 2011 in Betrieb gehen.
Die schwedische Eisenbahnbehörde „Banverket“ hat bei Siemens Mobility sechs neuartige Bahnstromumrichter vom Typ Sitras SFC plus (Static Frequency Converter) mit je 17 Megawatt (MW) Leistung bestellt. Neben den statischen Frequenzumrichtern mit Transformatoren umfasst die Bestellung auch Leittechnik, Schutz, Regelung, Gebäude, Drehstrom- und Einphasenschaltanlage. Ein Umrichter entsteht in Eskilstuna, fünf weitere werden in Häggvik aufgestellt und den Großraum Stockholm versorgen. Sie wandeln den normalen, dreiphasigen Strom mit 50 Hertz in einphasigen Bahnstrom um, der mit 16,7 Hertz nur ein Drittel der Frequenz hat.
Das Besondere an Sitras SFC plus ist das Multilevel-Stromrichterkonzept: Es funktioniert mit einem modularen Aufbau mehrerer in Reihe geschalteter Halbleiterbausteine und Kondensatoren, die die gewünschte Spannung aus kleinen Stufen zusammensetzen. Den Siemens-Ingenieuren ist es gelungen, die Anzahl dieser Spannungsstufen zu erhöhen. Dadurch verringern sich die Schaltfrequenzen und folglich der Leistungsverlust um rund zehn Prozent, verglichen mit bisherigen Systemen. Auch der Geräuschpegel wurde gesenkt, wovon die Anwohner profitieren. Zudem brauchen die neuartigen Anlagen etwa 20 Prozent weniger Platz, weil sie kompakter gebaut werden als andere auf dem Markt angebotene Lösungen.
Der Markeintritt mit der neuen Technik gelang Siemens im Januar dieses Jahres, als die deutsche E.ON Kraftwerke GmbH den weltweit ersten Bahnstromumrichter vom Typ Sitras SFC plus bestellte. Sitras SFC plus ist Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von knapp 19 Mrd. EUR erwirtschaftete. Das entspricht rund einem Viertel des gesamten Siemens-Umsatzes (Pressemeldung Siemens, 19.05.09).

RechteckHector Rail und ERS erweitern Zusammenarbeit
Hector Rail AB und ERS Railways BV, haben vereinbart, die Zugverbindungen zwischen Gävle und Göteborg von drei auf vier pro Woche zu erhöhen und eine Fahrt nach Södertälje in der Nähe von Stockholm hinzuzufügen.
Der Verpackungshersteller Tetra Pak hat eine große Reederei mit dem Transport eines Großteils seiner Produktion von Gävle zu den Kunden auf der ganzen Welt beauftragt. Der derzeitige Shuttle-Service zwischen Gävle und dem Hafen von Göteborg, der seit gut über einem Jahr verkehrt, muss deshalb auf vier Abfahrten pro Woche erweitert werden.
Nach einem erfolgreichen ersten Jahr, in dem sich die Zahl der Fahrten von zwei auf drei pro Woche erhöhte, ist ERS Railways zuversichtlich, die gestiegene Nachfrage mit gutem Kunden-Support und der Erhöhung der Fahrten auf vier pro Woche bewältigen zu können. Hector Rail wird auch weiterhin eine qualitativ hochwertige und zuverlässige Traktion für dieses Produkt in guter Zusammenarbeit mit ERS Railways liefern.
Der Zusatz einer Anbindung von Södertälje wird zunächst einmal pro Woche erfolgen und kann je nach Bedarf erweitert werden (WKZ, Pressemeldung Hector Rail, 09.04.09).

RechteckPersonenverkehr auf BV-Bahnstrecken wird 2010 freigegeben
Am 26.03.09 hat die schwedische Verkehrsministerin gegenüber der Zeitung Dagens Nyheter (DN) mitgeteilt, dass es ab Dezember 2010 allen EVUs möglich sein wird, auf sämtlichen Bahnstrecken des schwedischen Netzbetreibers Banverket Personenverkehr betreiben zu dürfen. Dafür müssen allerdings spätestens im April 2010 Trassen bestellt werden.
Schon im kommenden Sommer dürfen "resttider " (Restzeiten) an Wochenenden von neuen Bahnbetreibern genutzt werden. Restzeiten sind jedoch zum Teil ungünstig im Fahrplan einzubauen, da mit ihnen häufig Wartezeiten an ungünstigen Stellen verbunden sind.
Ab Herbst 2009 gilt diese Regel statt nur an Wochenenden an allen Tagen. Banverket und seiner "Trefikledning" (Verkehrsleitung) stehen eine Menge Arbeit bevor (Bengt Dahlberg, 27.03.09).

RechteckAusschreibung Regional- und S-Bahn-Verkehr in West-Schweden
Västtrafik hat die Durchführung des Regional- und S-Bahn-Verkehrs in West-Schweden ausgeschrieben. Die ausgeschriebene Leistung beginnt Ende 2010 und umfasst eine Dauer von acht Jahren mit einer Option für weitere zwei Jahre. Aktuell werden die Leistungen von SJ und Veolia Transport gefahren.
Die Ausschreibung umfasst folgende Strecken:
• Göteborg - Strömstad,
• Göteborg - Vänersborg/Åmål,
• Göteborg - Skövde - Töreboda,
• Göteborg - Nässjö,
• Töreboda - Nässjö,
• Göteborg - Borås,
• Uddevalla - Borås,
• Borås - Varberg
• S-Bahn-Verkehr Göteborg - Kungsbacka,
• S-Bahn-Verkehr Göteborg - Alingsås
• S-Bahn-Verkehr Göteborg - Älvängen
Die Fahrzeuge werden von Västtrafik gestellt. Der Auftrag umfasst die Verkehrsdurchführung, die Wartung der Züge und den Service an Bord. Ein wesentlicher Teil der Leistungen in West-Schweden wird von SJ AB durchgeführt, wobei Västtrafik die Rechte für Fahrgäste mit Västtrafik-Fahrkarten von SJ kauft. Dazu gehören neben den Intercity-Zügen Göteborg - Skövde - Töreboda an der Strecke zwischen Göteborg und Stockholm auch die IC-Züge Göteborg - Trollhättan - Åmål auf der Strecke nach Karlstad.
Nach inoffiziellen Informationen der Zeitung Göteborgs-Posten haben sechs Unternehmen inzwischen ein Gebot abgegeben:
• Deutsche Bahn,
• DSB,
• NSB über die schwedische Tochtergesellschaft Tågkompaniet,
• SNCF über die Tochter Keolis,
• NS über die Tochter Nedrail
• Arriva.
Der private französische jetzige Betreiber Veolia hat kein Angebot vorgelegt. Chef Tomas Wallin ist der Auffassung, dass der Vertrag keinen Raum für Kreativität und Fähigkeiten zulasse.
Die schwedische SJ verzichtet auf die Teilnahme an der Ausschreibung. SJ sei in der Lage, das eigene Verkehrsangebot im heutigen Umfang eigenwirtschaftlich ohne Bestellung durch Västtrafik ab Dezember 2010 aufrechtzuerhalten. Bereits ab Anfang 2010 sei der Zugang zum schwedischen Schienennetz für alle Anbieter offen, wofür SJ auch schon Trassen bei Banverket angemeldet hätte.
Die Deutsche Bahn, eines der weltweit führenden Mobilitäts- und Logistikunternehmen, hat mit ihrem Geschäftsfeld DB Regio Sverige am 20.02.09 das Angebot für die Regional- und S-Bahn Verkehre in Göteborg abgegeben. Gemeinsam mit dem Besteller Västtrafik möchte die Deutsche Bahn als zuverlässiger und kompetenter Partner in der Region Västra Götaland Regional- und S-Bahnverkehre betreiben (Bengt Dahlberg, deutscher Text WKZ, 23.02.09).

RechteckModernisierungsprogramm für T44 und Rc2
Foto Mikael AnderssonFoto Mikael Andersson
Bombardier in Randers hat die erste modernisierte Litt T44, jetzt Litt Td, für Testfahrten ausgeliefert. Die Lok hat unter anderem jetzt statt anstelle eines EMD 12-645 einen MTU-Motor erhalten. Ein weiteres Vorausexemplar wird demnächst erwartet. Die Td kann in Vielfachsteuerung mit den alten EMD-Loks gefahren werden.
In den kommenden Jahren investiert Green Cargo über eine Milliarde Kronen für die Modernisierung von bis zu 80 Lokomotiven vom Typ Rc2 und Rc3 und 100 Diesel-Lokomotiven vom Typ T44. Der ersten modernisierten T44 und Rc2-Lokomotiven werden bis Herbst 2008 getestet, die Produktion wird Schätzungen zufolge im Jahr 2009 starten.Die umgebauten Rd sollen auch mit Traxx-Lokomotiven zusammen fahren können.
Die Fotos von Mikael Andersson in drei verschiedenen Farbvarianten entstanden in Hallsberg. Weitere Fotos finden Sie unter www.flickr.com/photos/31427565@N05/sets/72157613756837506/ (Bengt Dahlberg, 16.02.09).

RechteckNeue Führungspositionen bei Hectorrail
Henrik Koch ist vom 1. Januar an CFO für Hector Rail. In seiner früheren Position war er Project Manager im Nordic Leveraged Finance team bei der HSH Nordbank in Stockholm.
Als neuer Safety Manager ist Stephan Åström ab Februar tätig. Er hat zuvor für Bombardier in globalen Arbeitsprojekten innerhalb von Rail Control Solutions gearbeitet (Pressemeldung Hectorrail, 29.01.09).

RechteckNeuer Betreiber von Tunnelbanan wird MTR aus Hong Kong
Im Wettbewerb mit fünf weiteren Kandidaten gewann MTR aus Hong Kong den Kampf um die Ausschreibung der Stockholmer U-Bahn ab dem 2. November 2009. MTR hat das beste Angebot vorgelegt, so dass der Vorstand der Managementgesellschaft des Aufgabenträgers, AB Storstockholms Lokaltrafik (SL), beschlossen hat, das Vertrauen der U-Bahn in Stockholm für die nächsten acht Jahre in die Hände von MTR zu legen, so der SL-Vorsitzende Christer G Wennerholm.
Die sechs Bieter waren (in alphabetischer Reihenfolge):

• Arriva Skandinavien A / S / Keolis Nordic AB / Stockholm Tub
• Konsortium zwischen ISS TraffiCare AB, ISS Facility Services AB und Svenska Tågkompaniet
• MTR Corporation Ltd
• S-Bahn Berlin GmbH
• T-banebolaget Stockholm AB (Konsortium zwischen EurailCo SA und DSB Sverige AB)
• Veolia Transport Sverige AB
Der Auftrag erstreckt sich über den Betrieb und die Instandhaltung der Fahrzeuge, den Service auf den Bahnhöfen und die Reinigungsarbeiten und Schneeentfernung. Die Vereinbarung gilt für acht Jahre mit einer Option für weitere sechs Jahre.
Der Vertrag bedeutet mehr Personal und eine bessere Kundenbetreuung sowie Forderungen nach einer besseren Pünktlichkeit, weniger Ausfällen und einer besseren Reinigung der Züge. Es wird eine hohe Steigerung der Qualität zu im wesentlichen unveränderten Kosten geben.
Das neue Abkommen sieht Möglichkeiten für Prämien und Sanktionen vor. Dies bedeutet, dass die Höhe der Zahlungen an MTR von der Zufriedenheit der Fahrgäste wie Reinigung und Pünktlichkeit abhängt.
Das Gleisnetz und auch die Bahnhöfe bleiben weiter im Besitz der SL, die auch zuständig für deren Wartung ist. Während die Fahrzeuge ebenfalls im Besitz von SL bleiben, wird ihre Wartung von MTR übernommen.
Die U-Bahn Stockholm umfasst ein Streckennetz von 108 km Länge auf drei Linien mit 100 Bahnhöfen:
• Grüne Linie, eröffnet im Jahre 1950
• Rote Linie, eröffnet im Jahre 1964
• Blaue Linie, eröffnet im Jahre 1975.
Es sind 500 Fahrzeuge im Einsatz, davon 271 moderner Bauart. An einem typischen Wochentag befördert die U-Bahn 1,2 Millionen Fahrgäste. Derzeitiger Betreiber ist Veolia Transport Sverige AB (Bengt Dahlberg, WKZ, Pressemeldung SL, 21.01.09).

RechteckAlstom liefert 23 Regionalzüge Coradia Nordic
Die schwedische Bahngesellschaft AB Transitio hat einen Auftrag über 23 Regionalzüge Coradia Nordic im Wert von rund 148 Mio. Euro an Alstom vergeben. Die Züge sollen von den Verkehrsbetreibern Norrtåg AB in Nordschweden und Västtrafik AB in der Region von Västra Götaland (Südwestschweden) rund um Göteborg eingesetzt werden. Die neuen Züge für Norrtåg werden die neuen Strecken zwischen Sundsvall-Umeå und Umeå-Luleå sowie die bestehenden Strecken Sundsvall-Östersund-Storlien und Luleå-Kiruna bedienen. Dieser Auftrag ist Teil eines 10-Jahres-Planes für die Bahnentwicklung in Nordschweden. Die Züge für Västtrafik werden als komfortable S-Bahnzüge auf den Strecken Kungsbacka-Göteborg-Alingsås sowie Alependeln verkehren.
Bei den neuen Zügen handelt es sich um Coradia Nordic EMUs (Elektrotriebwagen) mit 4 Gelenkwagen, die bis zu 180 km/h schnell fahren können. Die Züge werden in Alstoms Werk in Salzgitter konstruiert und gebaut, während das ONIX-Antriebssystem in Tarbes (Frankreich) gefertigt wird. Die Lieferung der Züge erstreckt sich von Herbst 2010 bis Ende 2012.
Coradia Nordic-Züge sind dank der Dachanordnung ihrer technischen Ausrüstung (Antriebsumrichter, Klimaanlage etc.) besonders gut für extreme Winterbedingungen geeignet. Mit einer Fahrgastkapazität von bis zu 228 Personen bieten sie ein hohes Komfortniveau - vor allem dank ihrer guten Zugänglichkeit durch Niederflur und den Wegfall von Stufen. Die von Norrtåg eingesetzten Züge werden auch ein Bistroabteil aufweisen.
Die Coradia Nordic-Züge sind auch Teil von Alstoms Umweltschutzstrategie: Sie sind zu 95 % recyclebar und ihre Antriebsverteilung optimiert das Bremsen und Beschleunigen jedes Wagens, wodurch der Energieverbrauch verringert wird.
„Es ist schon der fünfte Auftrag, den wir für den Coradia Nordic erhalten haben und für uns ein schönes Weihnachtsgeschenk“, sagt Dr. Martin Lange, Geschäftsführer von Alstom Transport in Deutschland. Bis heute hat Alstom bereits 71 Regionalzüge an Stockholms Nahverkehrsbetreiber SL ausgeliefert. Weitere 49 Züge wurden vom Betreiber Skånetrafiken bestellt. Die Regionen Östergötland und Jönköping haben im Frühling fünf bzw. zwei Coradia Nordic bestellt. Alstom hat demnach insgesamt 150 Coradia Nordic an schwedische Betreiber verkauft.
Seit dem ersten Vertrag im Jahr 2002 hat Alstom insgesamt - mit diesem neuen Auftrag – knapp 300 Coradia Continental und Nordic an private und öffentliche Betreiber in Europa verkauft (Pressemeldung Alstom, 17.12.08).

RechteckNeue Holz-LKW machen der Bahn Konkurrenz
Foto Per PetterssonFoto Per Pettersson
Am 09.12.08 stellte das schwedische Forstforschungsinstitut Skogforsk neue LKW für den Holztransport mit einer größeren Ladekapazität und weniger Auswirkungen auf die Umwelt vor.
Das Fahrzeug erlaubt mit einer Länge von 30 Metern und einem Bruttogewicht von 90 Tonnen einen effizienteren Holztransport und soll die Umweltfreundlichkeit und Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.
In Zukunft können zwei dieser Holzfahrzeuge drei ältere Modelle von 25,25 m Länge ersetzen
(Bengt Dahlberg, Pressemeldung Skogforsk, Fotos Per Pettersson, 10.12.08).

RechteckGröna Tåget stellt neuen Geschwindigkeitsrekord für Schweden auf
Foto Bombardier
Der schwedische Gröna Tåget („Grüner Zug“) hat am 14.09.08 mit 303 km/h einen neuen nationalen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Dies ist ein echter Meilenstein für die BOMBARDIER REGINA-Plattform, auf der das Forschungsprojekt Gröna Tåget basiert.
Im täglichen Betrieb werden die REGINA-Züge in Schweden zurzeit mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h eingesetzt. Die Rekordfahrt zeigt, dass die REGINA-Züge, von denen über 1.200 Fahrzeuge nach Schweden und China verkauft wurden, auch auf normalen Trassen mit Geschwindigkeiten von über 303 km/h betrieben werden können.
Der Rekord wurde auf der Strecke zwischen Töreboda und Skövde in Südschweden aufgestellt. Die Zugführer stellte der staatliche Eisenbahnbetreiber SJ AB, ein Partner des schwedischen Forschungs- und Entwicklungsprojekts „Grüner Zug“. Das Projekt dient der Verbesserung der Attraktivität des Eisenbahnverkehrs in Schweden. Zentral ist dabei, die Höchstgeschwindigkeiten auf dem schwedischen Netz zu steigern.
Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den „gleisfreundlichen“, mit einer einzigartigen passiven Selbstlenkung ausgestatteten Drehgestellen. Zu den Vorteilen dieser Technik zählen eine höhere Laufruhe, niedrigere Reibungskräfte und ein geringerer Rad-Schiene-Verschleiß auf kurvenreichen Strecken. Der Zug ist mit einer aktiven seitlichen Federung für mehr Fahrgastkomfort und breiteren Wagenkästen für mehr Sitzmöglichkeiten ausgestattet.
Der Rekord unterstreicht Bombardiers Kompetenz im Very High Speed-Bereich und zeigt weitere Vorteile bei der Zugleistung auf, die das BOMBARDIER ECO4-Portfolio in den Bereichen Energieverbrauch, Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz schafft.
Im „Grünen Zug“ werden die folgenden beiden ECO4-Produkte eingesetzt: Der BOMBARDIER MITRAC Permanentmagnetmotor ist ein PM-Motor der zweiten Generation. Verbesserte Energieeffizienz, reduzierte Größe und Gewicht waren Entwicklungsziele des Konzeptes und führen zu geringeren Betriebskosten, einer verbesserten Umweltbilanz, einem höheren Wirkungsgrad und höheren Geschwindigkeiten.
Das BOMBARDIER EBI Drive 50 Fahrerassistenzsystem liefert dem Zugführer Empfehlungen zu Geschwindigkeit und Beschleunigung und spart so bis zu 15 Prozent der Antriebsenergie ein.
Der „Grüne Zug“ wurde speziell für den Einsatz unter den oft rauen Witterungsbedingungen in Skandinavien entwickelt. Die umgebauten Fahrzeuge bieten höhere Geschwindigkeiten, mehr Sicherheit und einen niedrigeren Streckenverschleiß.
Seit 2005 ist Bombardier einer der wichtigen und aktiven Partner dieses Projekts. Zu den weiteren „Gröna Tåget“-Partnern zählen: Die schwedische Eisenbahnbehörde Banverket, die Königlich Technische Hochschule (KTH), die Chalmers Universität für Technologie, Konstfack (Kunst- und Designhochschule), die schwedische Agentur für Innovationssysteme (Vinnova), das schwedische nationale Institut für Straßen- und Verkehrsforschung (VTI), AB Transitio, Branschföreningen Tågoperatörerna, SJ AB, Svenska Tågkompaniet AB, Interfleet Technology AB sowie Transrail Sweden AB (Pressemeldung Bombardier, 16.09.08).

RechteckMats Hellström an Bord der DB für Tunnelbana
Die Deutsche Bahn hat Mats Hellström, den ehemaligen schwedischen Außenhandelsminister und Botschafter in Deutschland, zum Repräsentanten für die laufende Ausschreibung zum Betrieb der Stockholmer U-Bahn berufen. In dieser Funktion vertritt er die DB gegenüber schwedischen Verhandlungspartnern aus Wirtschaft, Politik und Medien.
„Ich freue mich und fühle mich geehrt. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen in den schwedisch-deutschen Beziehungen kann ich die DB sicher gut unterstützen“, sagt Mats Hellström. „Die Deutsche Bahn steht für Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Sicherheit, Erfahrung und Wissen – alles Dinge, die auch Stockholmer U-Bahn-Reisenden schätzen.“
„Mit Mats Hellström haben wir eine herausragende Persönlichkeit gewinnen können. Das freut uns und verstärkt unsere Mannschaft für Stockholm“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrats der S-Bahn Berlin Hermann Graf von der Schulenburg.
DB Bahn Stadtverkehr bewirbt sich über ihre Tochter S-Bahn Berlin um die Ausschreibung der Tunnelbana in Stockholm. Das Geschäftsfeld Stadtverkehr führt die Geschäfte der Deutschen Bahn im Regionalbus- und Ballungsraumverkehr. Hierzu gehören ein Netzwerk von 22 Busgesellschaften, die S-Bahnen Berlin und Hamburg sowie über 70 Beteiligungen an Verkehrsunternehmen und -gemeinschaften in Deutschland. Das Unternehmen ist mit rund 12.200 Mitarbeitern und 3,4 Millionen Fahrgästen täglich die größte Nahverkehrsgesellschaft Deutschlands (Pressemeldung Deutsche Bahn, 06.09.08).

RechteckHector Rail fährt Biokraftstoff für SCA Skog AB
Hector Rail hat eine Vereinbarung mit SCA Skog AB - Norrbränsle über den Transport von Biokraftstoff von Terminals in Norrland zu verschiedenen Empfängern in Schweden geschlossen. Das jährliche Volumen wird zunächst rund 200 000 Tonnen betragen, wobei die Leistungsfähigkeit weiter ausgebaut werden kann. Der Kraftstoff wird in speziellen Behältern des österreichischen Unternehmens Innofreight GmbH transportiert. Neben der Bereitstellung von Lokomotiven und Lokführern ist Hector Rail für die Bereitstellung des Wagenparks verantwortlich.
Da Biokraftstoff kohlendioxidneutral ist, trägt er wenig zur globalen Erwärmung bei. Ebenso wenig werden die Transporte negative Auswirkungen auf das Klima haben, da elektrisch angetriebene Züge zum Einsatz kommen.
Der Einsatz von Biokraftstoff als Energiequelle befindet sich noch in einem frühen Stadium der Entwicklung und wird voraussichtlich einem kräftigen Wachstum unterliegen, vor allem unter Berücksichtigung der Preisentwicklung für ölbasierte Kraftstoffe. In den meisten Fällen werden Heizkraftwerke als Empfänger fungieren, die den Biokraftstoff in Fernwärme umwandeln.
Diese Vereinbarung ist die Fortführung der im Januar 2007 beschlossenen Zusammenarbeit zwischen Hector Rail und SCA Skog über den Transport von 1,8 Millionen Tonnen Rundholz (auch bekannt als die Töva-System).
Die Transportkette wird von einer Lokomotive, 23 Güterwagen und vier Lokführern bewältigt. Es handelt sich hier um einen neuen Service, der keine früheren Transportsysteme ersetzt. Der Markt für Biokraftstoffe erwartet ein schnelles Wachstum. Dies ist ein erster strategischer Schritt für den nachhaltigen Transport einer nachhaltigen Energiequelle (Pressemeldung Hector Rail, 27.08.08).

RechteckDeutsche Bahn beteiligt sich an Ausschreibung der U-Bahn Stockholm
Die Deutsche Bahn beteiligt sich mit ihrem Geschäftsfeld DB Bahn Stadtverkehr an der Ausschreibung der U-Bahn Stockholm („Tunnelbana Stockholm“). Die Bewerbung für die Verkehre in der schwedischen Hauptstadt erfolgt über die S-Bahn Berlin, die sich bereits im Frühjahr dieses Jahres beim schwedischen Aufgabenträger präqualifiziert hatte.
„Die S-Bahn Berlin genießt national wie auch international einen guten Ruf und steht für Erfahrung und Kompetenz im Stadtverkehr“, erläutert Hermann Graf von der Schulenburg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Stadtverkehr GmbH. „Im Mittelpunkt unseres Angebots stehen hohe Qualität und Zuverlässigkeit. Mit dem einzigartigen Know-how der S-Bahn Berlin in diesen Bereichen wollen wir die Ausschreibung gewinnen.“
Es handelt sich um eine der größten europäischen Ausschreibungen. Die Laufzeit beträgt mindestens acht Jahre. Eine Entscheidung des schwedischen Aufgabenträgers wird für Anfang nächsten Jahres erwartet.
Die U-Bahn Stockholm besteht aus einem Liniennetz von 113 Kilometern mit 100 Stationen, etwa 3.000 Mitarbeitern und 535 Fahrzeugen. Rund 303 Millionen Fahrgäste nutzen jährlich die U-Bahn Stockholm.
Vergleichbare Größenordnungen treffen auf die S-Bahn Berlin zu: Sie betreibt mit rund 3.000 Mitarbeitern 640 Fahrzeuge auf einem Liniennetz von 332 Kilometern Länge und 166 S-Bahnhöfen. Etwa 371 Millionen Fahrgäste nutzen jährlich die S-Bahn der Bundeshauptstadt.
DB Bahn Stadtverkehr führt die Geschäfte der Deutschen Bahn im Regionalbus- und Ballungsraumverkehr. Hierzu gehört ein Netzwerk von 22 Busgesellschaften, die S-Bahnen Berlin und Hamburg sowie über 70 Beteiligungen an Verkehrsunternehmen und -gemeinschaften in Deutschland. Das Unternehmen ist mit rund 12.200 Mitarbeitern und 3,4 Millionen Fahrgästen täglich die größte Nahverkehrsgesellschaft Deutschlands (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.08.08).

RechteckGröna Tåget zeigt die Zukunft der Hochgeschwindigkeitszüge
Foto BLS
Die schwedische Eisenbahnverwaltung Banverket und Bombardier Transportation haben heute gemeinsam mit weiteren Partnern die Ergebnisse ihres Projekts Gröna Tåget („Grüner Zug”) bei einer Testfahrt von Västerås nach Stockholm vorgestellt.
Das Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekt Gröna Tåget wurde 2005 gestartet und soll bis 2010/2011 laufen. Das Bahnforschungsprogramm, das auf einen BOMBARDIER REGINA-Zug zurückgreift, zielt auf die Entwicklung einer neuen Generation von Hochgeschwindigkeitszügen ab, welche die besonderen technischen und verkehrstechnischen Voraussetzungen in Skandinavien erfüllen. Einzigartig ist der Gröna Tåget außerdem durch seine Ausrüstung mit Komponenten der neuen BOMBARDIER ECO4-Technologien, die die Zugleistung optimieren und für einen energiesparenden Betrieb sorgen.
Per Kyhle, Senior Technical Strategist von Banverket, kommentiert: „Die Hauptziele des Projekts bestehen darin, den Energieverbrauch um 20 bis 30 Prozent zu reduzieren, Reisezeiten zu verkürzen und die Betriebskosten zu senken. Wir wollen einen möglichst schnellen und effizienten Betrieb unter Nutzung der bestehenden Infrastruktur erreichen, was bedeutet, dass wir uns oft eingleisige Strecken mit Güter- und Regionalzügen teilen müssen. Die Tests haben gezeigt, dass unsere Ziele realistisch sind. Wir haben große Fortschritte bei der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Schiene im Vergleich zu anderen Verkehrsarten erreicht.“
Ein Aspekt der erhöhten Wettbewerbsfähigkeit sind kürzere Reisezeiten. So wird das Hochgeschwindigkeitskonzept des Gröna Tåget die Fahrzeit von Stockholm nach Göteborg um 15 Minuten verkürzen. Der REGINA Testzug hat am 23.07.2008 mit 295 km/h einen neuen schwedischen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.
Die Testfahrt mit dem REGINA-Zug am 07.08.08 war auch das Debüt für die ECO4-Technologien von Bombardier, ein Portfolio innovativer Produkte und Technologien, die Bahnbetreibern leistungsstarke, umweltschonende und wirtschaftliche Leistung bieten.
Bei den zwei im „Grünen Zug" installierten ECO4-Produkten handelt es sich um:
• den BOMBARDIER MITRAC Permanent Magnet Motor, eine moderne Motortechnologie für eine höhere Effizienz des Antriebsstrangs, die zu niedrigeren Betriebskosten und einer geringeren Umweltbelastung führt;
• das BOMBARDIER EBI Drive 50 Driver assistance system, das bis zu 15 Prozent der Traktionsenergie einspart, in dem es den Fahrer mit Informationen zu der optimalen Geschwindigkeit und Traktionskraft versorgt.
„Dieses Projekt zeigt, warum wir bei Bombardier Transportation denken, dass das Klima tatsächlich reif für Züge ist. Die gemeinsame Arbeit beweist, dass unser ‚Grüner Zug’ nicht nur das richtige Fahrzeug für den Betrieb in Skandinavien ist, sondern gleichzeitig auch für eine neue Generation von energiesparenden Hochgeschwindigkeitszügen im Sinne nachhaltiger Mobilität steht. Unsere maßgeschneiderten ECO4-Technologien können die Leistung einer jeden Flotte erhöhen, wie wir heute bewiesen haben“, so Klas Wahlberg, Chief Country Representative von Bombardier Transportation Schweden.
Der Gröna Tåget wurde speziell für den Einsatz unter den oft rauen Witterungsbedingungen in Skandinavien entwickelt. Der umgebaute Zug zeichnet sich durch bessere Leistungen bei höheren Geschwindigkeiten aus, ist dabei sicherer und hinterlässt einen geringeren Streckenverschleiß.
Besondere Aufmerksamkeit galt den Drehgestellen, die „gleisfreundlich" sind (einzigartige passive Selbstlenkung). Zu den Vorteilen der gleisfreundlichen Drehgestelle zählen eine höhere Laufruhe, niedrigere Reibungskräfte und geringerer Rad-Schiene-Verschleiß auf der kurvenreichen Strecke. Der Zug ist mit einer aktiven seitlichen Federung für mehr Fahrgastkomfort und breiteren Wagenkästen für mehr Sitzmöglichkeiten ausgestattet.
Außerdem ist der Zug für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt. Er verfügt über Traktionsmotoren (davon zwei Permanentmagnetmotoren) an sechs Achsen und über einen Stromabnehmer für höhere Geschwindigkeiten bei vorhandener Oberleitung.
Zu den Partnern des Projekts „Grüner Zug“ gehören: Das schwedische Royal Institute of Technology (KTH), die Chalmers University of Technology, Konstfack (University College of Arts, Crafts and Design), die schwedische Governmental Agency for Innovation Systems (Vinnova), das schwedische National Road and Transport Research Institute (VTI), AB Transitio, Branschföreningen Tågoperatörerna, SJ AB, Svenska Tågkompaniet AB, Interfleet Technology AB und Transrail Sweden AB (Pressemeldung Bombardier, 09.08.08).

RechteckSchwedische Bahnbehörde für neuen Öresundtunnel
Die staatliche schwedische Bahnbehörde Banverket, die für den Unterhalt und den Ausbau des öffentlichen schwedischen Eisenbahnnetzes zuständig ist, schlägt den Bau einer weiteren Öresundverbindung zwischen Hälsingborg und Helsingør neben der bestehenden Brücke zwischen Kopenhagen und Malmö vor.
In einem neuen Bericht für die schwedische Regierung wird der Ausbau mehrerer Hauptstrecken in Schweden für Hochgeschwindigkeitszüge für Spitzentempo 320 km/h empfohlen. Neben der Verbindung Stockholm - Göteborg sollten auch die Linien von Stockholm und Göteborg in die Öresundregion für hohe Geschwindigkeit ausgebaut werden. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr sollte über Kopenhagen und Fehmarn bis Hamburg fortgesetzt werden.
Im Konzept »Europabanan« der Bahnbehörde wird darauf hingewiesen, dass die Kapazität der zweigleisigen Verbindung über die Öresundbrücke von Malmö nach Amager und Kopenhagen nicht den zu erwartenden steigenden Verkehr verkraften kann. Vor diesem Hintergrund sei es erforderlich, eine weitere Örsundquerung zu bauen. Banverket verweist auf große volkswirtschaftliche Gewinne, die ein Hochgeschwindigkeitsnetz für Schweden bringen könnte, das die Reisezeit von Stockholm nach Malmö auf 2 Stunden und 41 Minuten schrumpfen lassen würde.
Auf dänischer Seite ist der Vorschlag aus Schweden bisher nicht auf großes Interesse gestoßen. So meinte der Verkehrssprecher der Regierungspartei Venstre, Kristian Pihl Lorentzen, gegenüber dem Wirtschaftsblatt »Børsen«, dass Dänemark keine Milliarden in ein Projekt stecken werde, damit »schwedische Züge in Expresstempo durch Seeland brausen können«. Auch von einem Tunnel bei Helsingör halte er nichts – dort ist der Öresund nur rund vier Kilometer breit.
Verkehrsforscher Alex Landex von der Technischen Universität Dänemarks sieht längerfristig steigenden Druck auf Dänemark, sich für Hochgeschwindigkeitszüge zu öffnen. Derzeit spielt der Fernverkehr keine große Rolle beim Zugverkehr über die Örsundbrücke
(Volker Heesch, mit freundlicher Erlaubnis des Nordschleswigers, 18.07.08).

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