News - Europa
Schicken Sie eine Meldung

Flagge SchweizSchweiz / Suisse / Svizzera

RechteckBahnhof Sargans wird weiter ausgebaut
Am 15. März 2010 beginnt im Bahnhof Sargans die erste grosse Bauetappe. Unter anderem werden die Publikums- und Gleisanlagen modernisiert. Reisende benützen bis Ende Jahr zum Ein- und Aussteigen in die Züge den provisorischen Perron am Gleis 8.
Im und um den Bahnhof Sargans wird umgebaut. Der Auftakt dazu ist der offizielle Spatenstich am 18. März. Der erste Ausbauschritt zur Weiterentwicklung des Bahnhofs selbst beginnt bereits am 15. März. Die Bahnausbauten dauern bis voraussichtlich Mitte 2012 und haben keinen Einfluss auf den Zugfahrplan.
Im Rahmen der ersten Bauetappe werden im Bahnhof Sargans die Publikums- und Gleisanlagen auf der Seite Rheintal modernisiert und behindertengerecht ausgebaut. So werden die Perronkante am Gleis 6 um 55 cm angehoben und der Perron auf 300 Meter verlängert, wovon 93 Meter überdacht werden. Weiter wird eine 300 Meter lange Perronkante am Gleis 7 gebaut und mit einem Dach von 71 Metern Länge versehen.
Die neuen, erhöhten Perrons sind behindertengerecht und ermöglichen den Bahnkundinnen und Bahnkunden das stufenfreie Eintreten in die Züge. Zusätzlich zu den Arbeiten an den Perrons wird als Zugang zum Gleis 7 und zur neuen P+Rail-Anlage eine neue Personenunterführung gebaut.
Reisende werden ab dem 15. März 2010 statt wie bisher am Gleis 6 neu am provisorischen Perron am Gleis 8 in die Züge ein- und aussteigen. Bereits Ende Jahr wird dann der neue Perron am Gleis 6 in Betrieb genommen.
Die Arbeiten im Bahnhof sind mit 26 Mio. Franken budgetiert und sind Teil verschiedener Bahnausbauten zwischen Sargans und St. Margrethen, die eine Umsetzung der künftigen Angebote des Hochgeschwindigkeitsanschlusses Ostschweiz und der S-Bahn St. Gallen ermöglichen (Pressemeldung SBB, 11.03.10).

Rechteck0,5 Prozent Lohnerhöhungen und 650 Franken für jeden Mitarbeitenden
Die SBB stellt in diesem Jahr 0,5 Prozent der Lohnsumme für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung. Zudem erhalten die Mitarbeitenden als Dank und Anerkennung für die guten Leistungen 2009 einmalig eine Prämie in der Höhe von 650 Franken. Das hat das paritätische Schiedsgericht entschieden, nachdem die Gewerkschaften Ende 2009 die Lohnverhandlungen abgebrochen hatten. Insgesamt folgte das Schiedsgericht der Argumentation der SBB.
«Das ist ein guter, ausgewogener Entscheid. Er trägt der Lage der SBB und ihres Umfeldes Rechnung», erklärt SBB Personalchef Markus Jordi. Generelle Lohnerhöhungen wären bei einer Nullteuerung unangemessen gewesen: «Wir sind froh, dass das Schiedsgericht zum gleichen Schluss kam und den überrissenen Forderungen der Gewerkschaften nicht folgte.» Mit Lohnerhöhungen honoriert die SBB gute Leistungen individuell; mit der Prämie von 650 Franken für alle dankt die SBB ihren Mitarbeitenden für die guten Leistungen – namentlich in den Bereichen Pünktlichkeit/Qualität, Sicherheit und Jahresergebnis – im Jahr 2009.
Gemäss dem Urteil des Schiedsgerichts stellt die SBB 0,5 Prozent der Lohnsumme, umgerechnet rund 11 Millionen Franken, für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung. Zudem erhalten alle Mitarbeitenden eine Prämie in der Höhe von 650 Franken. Mitarbeitende mit einem Beschäftigungsgrad unter 50 Prozent erhalten 325 Franken. Insgesamt beläuft sich die Summe für die Prämie auf rund 16 Millionen Franken; sie wird einmalig ausbezahlt und ist nicht versichert. Generelle Lohnerhöhungen sieht das Schiedsgericht nicht vor. Die Entscheidung gilt für alle rund 27 000 SBB-Mitarbeitenden, die nach dem Gesamtarbeitsvertrag angestellt sind.
Die diesjährigen Lohnverhandlungen standen von Beginn weg unter einem schwierigen Stern, nachdem die Gewerkschaften zunächst Lohnerhöhungen von insgesamt 4,5 Prozent verlangt hatten. Bei den Lohnverhandlungen bestätigte sich, dass die Gewerkschaften die wirtschaftliche Lage wie auch die finanziellen Möglichkeiten der SBB angesichts des hohen Finanzierungsbedarfs für die Sanierung der Pensionskasse, der Erneuerung des Rollmaterials und des Nachholbedarfs im Unterhalt unrealistisch beurteilten und schliesslich die Lohnverhandlungen abbrachen. «Nach diesem Urteil hoffen wir, dass die nächsten Lohnverhandlungen auf einer realistischen Basis starten werden», hält Personalchef Markus Jordi fest.
Das Schiedsgericht wurde nach 2006 zum zweiten Mal einberufen. SBB und Gewerkschaften stellten je vier Mitglieder, präsidiert wurde es vom St. Galler CVP-Ständerat Eugen David (Pressemeldung SBB, 09.03.10).

RechteckSEV sieht keine nachhaltige Lohnerhöhung bei SBB
Das Schiedsgericht in Lohnfragen hat entschieden, dass die SBB für 2010 keine generelle Lohnerhöhung ausrichten muss. Es stehen somit nur bescheidene 0,5 Lohnprozent für individuelle Anpassungen zur Verfügung. Immerhin hat das Schiedsgericht die Prämie fürs gute Geschäftsjahr 2009 auf 650 Franken pro Mitarbeitenden erhöht.
SEV-Vizepräsident Manuel Avallone, der die Verhandlungsgemeinschaft der Gewerkschaften angeführt hat, beurteilt das Resultat zwiespältig: «Das Schiedsgericht hat die faktische Nullrunde bestätigt, aber die Erhöhung der Prämie bringt immerhin gerade für Leute mit tiefen Löhnen etwas hinzu. Insofern war es richtig, das Schiedsgericht anzurufen.» Dennoch kann der SEV mit dem gesamten Resultat nicht zufrieden sein: «Es ist unpassend, dass die SBB so gut abschliesst und überhaupt keine generelle Lohnerhöhung spricht», findet Avallone. Das Personal ist ohnehin schon stark belastet, trägt es doch seit Anfang Jahr zusätzlich zwei Lohnprozent an die Sanierung der Pensionskasse bei. Der SEV war mit dem Ziel in die Lohnverhandlungen gegangen, einen Kaufkraftverlust fürs Personal zu vermeiden; dies ist nun unter diesen Umständen nicht gelungen (Pressemeldung SEV, 09.03.10).

RechteckBundesrat erweitert Genfer Tram-Konzession um Neubaustrecke im Vorort Bernex
Der Bundesrat hat die Tramkonzession der Genfer Verkehrsbetriebe TPG für den Bau und den Betrieb der neuen Verlängerung im Vorort Bernex erweitert. Dank der 2,3 Kilometer langen Neubaustrecke können zwei neue Tramlinien in Betrieb gehen. Die eine führt von Bernex via den Hauptbahnhof Cornavin nach Meyrin, die zweite von Bernex zum SNCF-Bahnhof Eaux-Vives.
Die neue Tramstrecke ist Bestandteil des Projekts Tramway Cornavin – Onex – Bernex (TCOB). Sie ist Teil einer umfassenden Angebotsverbesserung des öffentlichen Verkehrs in der Genfer Agglomeration. Das Projekt wird vom Bund mit Mitteln aus dem Infrastrukturfonds unterstützt. Im kommenden Jahr ist das Plangenehmigungsverfahren vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen spätestens im Jahr 2013 beginnen, die Inbetriebnahme bis 2015 erfolgen (Pressemeldung BAV, 08.03.10).

RechteckBundesrat genehmigt Richtplan des Kantons Basel-Stadt
Der Bundesrat hat den Richtplan des Kantons Basel-Stadt genehmigt. Mit dem gesamthaft überarbeiteten Richtplan legt der Kanton die Stossrichtung der künftigen räumlichen Entwicklung fest.
Mit seiner Strategie und den erläuternden Konzeptkarten schafft der Kanton Basel-Stadt gute Voraussetzungen für die Steuerung der räumlichen Entwicklung in den nächsten 15 bis 20 Jahren. Als Stadtkanton misst Basel-Stadt dem Bereich Siedlung in seinem Richtplan besondere Bedeutung bei und behandelt die dazu gehörenden Fragen umfassend. Er bekennt sich klar zur Siedlungsentwicklung nach innen und zu einem sorgfältigen Umgang mit Siedlungserweiterungen. Beim Verkehr kommt dem Langsamverkehr als stadtgerechte Mobilitätsform besonderes Gewicht zu. Die örtlichen Festlegungen zu den Fliessgewässern, dem Natur- und Landschaftsschutz sowie der Land- und Waldwirtschaft bilden einen guten Rahmen für räumliche Tätigkeiten auch im Bereich Natur und Landschaft.
Der überarbeitete Richtplan verstärkt und ergänzt die bestehenden Instrumente, namentlich das Agglomerationsprogramm Siedlung und Verkehr, die Nutzungsplanung der drei Gemeinden des Kantons und die Planung des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB) (Pressemeldung SEV, 08.03.10).

RechteckSanierungskonzept für die Pensionskasse SBB genehmigt
Bei der Sanierung der Pensionskasse SBB sollen die Versicherten sowie die SBB den Hauptteil der Kosten tragen. An diese Bedingung ist der Bundesbeitrag von 1,148 Milliarden Franken geknüpft, den der Bundesrat an seiner heutigen Sitzung mit der Botschaft zur Sanierung der Pensionskasse SBB gutgeheissen hat. Die Bundeshilfe wird zudem nur geleistet, wenn die SBB und die PK SBB auf sämtliche Forderungen gegenüber dem Bund als Träger und Leistungsgarant der ehemaligen PHK definitiv verzichten.
Die Pensionskasse SBB (PK SBB) befindet sich bereits seit einigen Jahren in Unter­deckung. Ende 2009 belief sich diese auf rund 2,2 Milliarden Franken, was einem Deckungs­grad von 84,4 Prozent entspricht. Dazu kommt, dass die Kasse einen hohen Rentner­anteil auf­weist, was sie schwieriger sanierbar macht.
Die vom Bundesrat verabschiedete Botschaft sieht vor, dass der Bund die Unterdeckung der Altersrentner per Ende 2006 sowie die Kosten der Senkung des technischen Zinssatzes von 4 auf 3,5 Prozent bezahlt. Davon werden die von der Pensionskasse erlittenen Verluste aus nicht finan­zierten Leistungen (wie z.B. aus freiwilligen vorzei­tigen Pensionierungen) abg­zogen.
Die beantragte Lösung orientiert sich am Vorgehen bei der Bundespensionskasse PUBLICA. Sie trägt auch der Tatsache Rechnung, dass knapp 80 Prozent der Altersrentner der PK SBB ehemalige Bundesrentner sind, für die der Bund nach wie vor eine besondere Verantwortung trägt. Gleichzeitig wird mit die­ser Variante sicher­gestellt, dass die Steuerpflichtigen nicht für Verluste aus freiwilli­gen vorzeitigen Pen­sionie­rungen oder aus den Börsenverlusten, die infolge der Fi­nanz­marktkrise ent­standen sind, aufkommen müssen.
Sanierungskonzept
Mit dem Bundesbeitrag von 1,148 Milliarden Franken allein kann die PK SBB nicht saniert werden. Daher haben der Stiftungsrat der PK SBB und der Verwaltungs­rat der SBB im Sommer 2009 weitere Sanierungsmassnahmen beschlossen. Deren Eckwerte sehen wie folgt aus:
Die SBB als Arbeitgeberin kommt für einen weiteren Einschuss in der Höhe von 938 Millionen Franken per 1. Januar 2010 auf und trägt bis zum Erreichen des Deckungsgrads von 100 Prozent weitere Sanierungsbeiträge zwischen 2 und 2,5 Prozent.
Die Versicherten ihrerseits haben eine Erhöhung des Rücktrittsalters von 63,5 auf 65 Jahre sowie ebenfalls Sanierungsbeiträge zwischen 2 und 2,5 Prozent zu tragen. Ihre Altersguthaben werden zudem ab dem Jahr 2010 bis zu einem Deckungsgrad von 107,5 Prozent nur noch mit dem BVG-Mindestzins verzinst. Weiter erhalten die Rentner bis voraussichtlich 2019 keinen Teuerungsausgleich. 2009 haben die Versicherten bereits eine Nullverzinsung der Altersguthaben getragen.
Den Hauptteil der Sanierung tragen damit nicht die Steuerpflichtigen, sondern das Unter­nehmen SBB und sein Personal. Mit den Sanierungsmassnahmen der SBB und unter Einbezug des Bundeseinschusses von 1,148 Milliarden Franken liegt die Wahrscheinlich­keit, dass die PK SBB bis Ende 2019 einen Deckungsgrad von 100 Prozent erreicht, immerhin bei 74 Prozent. Das zeigt eine vom Bundesrat in Auftrag gegeben externe Expertise.
Verzicht auf alte Ausfinanzierungsbegehren
Die Bundeshilfe wird nur dann geleistet, wenn die SBB und die PK SBB auf sämtli­che Forderungen gegenüber dem Bund als Träger und Leistungsgarant der ehemali­gen Pensions- und Hilfskasse der SBB (PHK) definitiv verzichten. Die beiden Ausfinanzierungsbegeh­ren der SBB und der PK SBB gegenüber dem Bund vom 16. Mai 2008 in der Höhe von 3,276 bzw. 2,715 Milliarden Franken würden damit gegenstandslos (Pressemeldung Eidgenössisches Finanzdepartement, 08.03.10).

RechteckSEV verlangt korrekte Ausfinanzierung der PK SBB
Nach unverständlich langem Zögern hat der Bundesrat heute endlich entschieden, dem Parlament einen Beitrag an die Pensionskasse (PK) SBB zu beantragen. Für eine korrekte Ausfinanzierung wären aber nicht 1,148 Milliarden Franken nötig, sondern 3,4 Milliarden. Dafür wird sich der SEV weiterhin stark machen.
«Wir sind keine Bank: wir wollen keine Geschenke – aber wir wollen, was uns zusteht», kommentiert SEV-Präsident Giorgio Tuti den Entscheid des Bundesrats, lediglich 1,148 Milliarden Franken an die Sanierung der PK SBB beizutragen. Zwar anerkennt der Bundesrat damit, dass die Ausfinanzierung im Jahr 1999 nicht korrekt war, aber er begleicht seine Schuld dennoch nur unvollständig.
Selbst das Bundesamt für Sozialversicherungen anerkennt heute, dass die korrekte Ausfinanzierung einer Pensionskasse eine Wertschwankungsreserve in der Grössenordnung von 15 % umfasst. Doch genau diese verweigert der Bundesrat der PK SBB weiterhin, wie schon bei deren Gründung: Er korrigiert mit den beantragten 1,148 Milliarden lediglich die Lücken der damaligen Ausfinanzierung, nicht aber die fehlenden Schwankungsreserven.
Nun liegt der Ball beim Parlament. Der SEV hofft, dass es trotz Finanz- und Wirtschaftskrise, Sparplänen des Bundes und zusätzlichem Finanzbedarf für die Bahninfrastruktur eine korrekte Ausfinanzierung der PK SBB beschliessen wird. «Wie schon mit unserer Grosskundgebung im letzten Herbst werden wir uns weiterhin sicht- und hörbar machen, um den Parlamentariern den gerechten Anspruch der Betroffenen aufzuzeigen», kündigt Tuti an.
«Die aktiven Eisenbahnerinnen und Eisenbahner leisten seit Anfang Jahr einen zusätzlichen Sanierungsbeitrag von 2 Lohnprozenten; sie verstehen nicht, dass der Bund seine Schulden nicht begleicht», gibt er die Stimmung an der Basis wieder. Auch die Rentnerinnen und Rentner, die entgegen klaren Versprechen seit 2004 keinen Teuerungsausgleich mehr erhalten haben, sind empört und zunehmend kämpferisch. Nach wie vor hält der SEV daran fest, dass eine geschlossene Rentnerkasse mit Bundesgarantie die beste Lösung wäre.
Unbefriedigend ist zudem, dass der Bundesrat keine Aussagen macht, wie er zur Sanierung der Pensionskasse Ascoop beitragen will. Dabei muss er zumindest als Miteigentümer betroffener Verkehrsunternehmen mithelfen, zusammen mit den andern Eigentümern (Kantone, Gemeinden, Private), da sonst im schlimmsten Fall Betriebskonkurse drohen (Pressemeldung SEV, 08.03.10).

RechteckInternetseite optimiert den Firmenverkehr nach ökologischen Kriterien
Die Internetseite mobitool.ch sensibilisiert Unternehmen für den von ihnen verursachten Verkehr und zeigt konkrete Beispiele für nachhaltige Mobilitätslösungen auf. Die von SBB, Swisscom, BKW FMB Energie AG (BKW) und Öbu entwickelte Plattform wurde am 01.03.10 lanciert.
Die Emissionen aus dem Verkehr gefährden die Einhaltung der Schweizer Klimaschutzziele: Insgesamt stehen 55 bis 60 Prozent des Treibstoffverbrauches und der damit verbundenen Emissionen in direktem oder indirektem Zusammenhang mit Unternehmensentscheiden. Etwa einen Fünftel der Verkehrsemissionen verursacht der Güterverkehr.
Trotzdem beziehen viele Firmen beispielsweise den Pendlerverkehr ihrer Mitarbeiter oder die Anfahrt der Kunden zum Firmenstandort nicht in ihre Umweltbilanz mit ein. Hier setzt die neue Internetplattform «mobitool.ch» an: Sie zeigt den Firmen, wie gross der Hebel zur Verbesserung der eigenen Umweltleistung gerade im Mobilitätsbereich ist. «mobitool.ch» lädt ein, die betriebliche Mobilität auf den ökologischen Prüfstand zu stellen, die unternehmerischen Verkehrsprozesse zu optimieren und damit die Verkehrsemissionen in der Schweiz zu reduzieren.
Die Plattform «mobitool.ch» bietet den Unternehmen hilfreiche Instrumente:
Ein Kurzcheck erlaubt, mit wenigen Klicks die Umweltrelevanz des betrieblichen Verkehrs im Vergleich zu sonstigen Umweltauswirkungen des Unternehmens abzuschätzen. Zudem werden Tipps und Tricks für Massnahmen im Verkehrsbereich vorgestellt.
Zu finden sind darüber hinaus Bilanzierungshilfen für ein effektives Umweltmanagement des betrieblichen Verkehrs sowie aktuelle Umweltdaten von 84 verschiedenen Verkehrsmitteln. Im Regionalverkehr wird beispielsweise das Elektrovelo oder der Trolleybus angeboten; im nationalen und internationalen Verkehr lassen sich unter anderem die Bahn, das Auto mit verschiedenen Antriebstechnologien oder das Flugzeug auswählen. Auch der Güterverkehr und die «virtuelle» Mobilität in Form von Videokonferenzen und Teleworking ist abgebildet.
Ein interaktiver Vergleich stellt die Umweltbilanz zweier Verkehrsmittel einander gegenüber: Damit können nachhaltige Mobilitätslösungen für Firma und Umwelt identifiziert werden. Wie schneidet beispielsweise ein Personenwagen mit besonders niedrigem Treibstoffverbrauch im Vergleich mit einem Regionalzug ab? Wieviel effizienter sind Videokonferenzen? Dank der individuell anpassbaren Parameter «Auslastung», «Durchschnittsverbrauch» und «Fahrzeuggewicht» lassen sich beliebige Umweltvergleiche anstellen. Alle Umweltdaten und Berechnungsgrundlagen wurden durch das Paul-Scherrer-Institut (PSI) geprüft.
«mobitool.ch» wurde von SBB, Swisscom, BKW FMB Energie AG (BKW) und dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften (Öbu) mit Fördermitteln des Bundesamtes für Energie entwickelt und heute in Bern offiziell lanciert (Pressemeldung SBB, 02.03.10).

RechteckPro Bahn Schweiz sagt nein zu den bundesrätlichen Sparvorschlägen
Pro Bahn Schweiz sagt nein zu den bundesrätlichen Sparvorschlägen. Im öffentlichen Regionalverkehr zu sparen ist falsch. Das führt letztendlich zu einem ausgedünnten Angebot, wie es in Frankreich ausserhalb der Zentren anzutreffen ist. Eine massive Zunahme des Autoverkehrs wird die Folge sein.
Der Bundesrat hat ein Sparpaket vorgestellt, das wesentliche Abstriche an der Finanzierung des Regionalverkehrs durch den Bund vorsieht. Das heisst nichts anderes, als dass der Bund den einzelnen Kantonen überlassen will, wie stark diese den öffentlichen Verkehr auf den Zubringerlinien zu den Hauptverkehrsachsen noch unterstützen will.
Diese Politik weist in eine komplett falsche Richtung. Es führt zur Aushungerung von Bahnlinien wie La Chaux-de-Fonds – Les Ponts-de-Martel, Wattwil – Nesslau, Zweisimmen – Lenk und dürfte für zahlreiche Postauto-Linien im Berggebiet schlicht das Aus bedeuten. Damit wird der öffentliche Verkehr als Ganzes geschwächt, denn wer für die ersten oder letzten Kilometer seiner Reise auf das Auto angewiesen ist, steigt nicht plötzlich in Neuchâtel, Wil oder Thun auf den Interregio-Zug um.
Pro Bahn Schweiz wehrt sich entschieden gegen solche Beschlüsse, die einseitig die Benützerinnen und Benützer der öffentlichen Verkehrsmittel benachteiligen durch Ausdünnung des Angebotes in Randregionen.
Nicht alle Kantone werden diese Finanzlücken stopfen wollen und so würde sich die Schweiz französischen Verhältnissen nähern, wo der Bahnverkehr in der Fläche durch die Regionen finanziert wird und die Standards landesweit deshalb sehr differenzieren.
Gar nicht nachvollziehen kann Pro Bahn Schweiz, weshalb die geforderten CHF 850 Mio für den Unterhalt der SBB-Infrastruktur im Sparpaket mit keinem Wort erwähnt wurden. Zu einem funktionierenden öV gehört auch eine intakte Infrastruktur. Bahnreisende sind nicht gewillt, deswegen Verspätungen und Zugsausfälle hinzunehmen.
Auf den Verzicht von höheren Unterhaltsbeiträgen, verbunden mit dem gleichzeitigen Abbau der Leistungen im Regionalverkehr ist schlicht zu verzichten, sonst kann die Politik auch auf alle Diskussionen zu neuen Bahninvestitionen für ZEB und Bahn 2030 schlicht verzichten! Bitte so nicht (Pressemeldung Pro Bahn Schweiz, 27.02.10).

RechteckBernhard Rytz wird neuer Leiter Architektur und Qualität.
Die SBB Konzernleitung hat Bernhard Rytz per 1. Juni 2010 zum Informatik-Chefarchitekten und neuen Leiter des Informatikbereiches Architektur & Qualität ernannt.
Seit 1. Oktober 2009 führt Bernhard Rytz interimistisch die Unternehmensentwicklung der Informatik, nachdem er als Projektleiter die IT-Strategie betreut und seit 2006 den Bereich Unternehmensarchitektur bei SBB IT aufgebaut hatte. Bernhard Rytz war 2005 als Unternehmensarchitekt der Division Infrastruktur in die SBB eingetreten. Vorher war er als Entwickler, Projektleiter und Architekt während zwölf Jahren bei einem Schweizer Informatikdienstleister für Kunden aus den Bereichen Finanz, Telecom, Aerospace und Verwaltung tätig gewesen.
Bernhard Rytz studierte an der ETH Lausanne und Carnegie-Mellon-University (Pittsburgh, USA) Informatik.
Letztes Jahr hat er ein Executive MBA in Business Engineering an der Universität St. Gallen (HSG) erfolgreich abgeschlossen.
Als neuer Leiter wird Bernhard Rytz seine Schwerpunkte in erster Linie auf die kontinuierliche Weiterentwicklung in den Themen Unternehmensarchitektur, Technologiemanagement, Identity und Access Management (IAM) und Qualität legen (Pressemeldung SBB, 26.02.10).

RechteckReto Baumgartner neuer Finanzchef der BLS AG
Der Verwaltungsrat der BLS AG hat Reto Baumgartner zum neuen Leiter Finanzen und Mitglied der Geschäftsleitung der BLS AG gewählt. Er tritt seine neue Stelle am 1. Juni 2010 an. Baumgartner löst bei der BLS Hans Flury ab, der wie bereits bekannt für die BLS verstärkt strategische Beratungsaufgaben wahrnehmen und dafür nach 18jähriger Tätigkeit die operative Leitung Finanzen abgeben wird.
Reto Baumgartner leitet heute den Bereich Kurier, Innight und Systemlösungen von PostLogistics und ist Mitglied deren Geschäftsleitung. In dieser Funktion verantwortete er u.a. die Migration von Tochtergesellschaften auf SAP, ihre Integration in eine gemeinsame Systemplattform sowie die Zusammenführung von operativen Betriebsteilen in den Bereich Güter und Nachtlogistik (Innight). Zuvor war Baumgartner seit 1990 bei verschiedenen Geschäftsbereichen der Schweizerischen Post in leitenden Positionen in den Bereichen Informatik und Finanzen tätig.
Reto Baumgartner schloss 1997 sein Fachhochschulstudium als Betriebswirtschafter an der Höheren Fachschule für Wirtschaft in Bern ab. An der Graduate School of Business Administration in Zürich (GSBA) absolvierte er ein vierjähriges Weiterbildungsstudium, das er 2003 mit dem EMBA abschloss.
Reto Baumgartner ist 43 Jahre alt und lebt in Münchenbuchsee bei Bern. Er wird seine Stelle am 1.Juni 2010 antreten (Pressemeldung BLS, 23.02.10).

RechteckBund will die Finanzierung der gesamten Eisenbahn-Infrastruktur sicherstellen
Die Kosten für den Substanzerhalt der Eisenbahn-Infrastruktur von SBB und Privatbahnen sind aufgrund des Netzausbaus und der stärkeren Netzauslastung deutlich angestiegen. Der Bund setzt nun eine verwaltungsinterne Expertengruppe „Finanzierung Bahninfrastruktur“ unter der Leitung des BAV ein, welche Lösungen für die mittel- und langfristige Sicherung der Finanzierung der Bahninfrastruktur ausarbeiten wird. Dies gab BAV-Direktor Max Friedli heute an einer gemeinsamen Medienkonferenz mit der SBB bekannt.
Die von den Bahnen gemeldeten Kosten für Unterhalt und Erneuerung der Infrastruktur liegen deutlich über den im Finanzplan des Bundes eingestellten Beträgen für die Infrastruktur der SBB (Leistungsvereinbarung) und der Privatbahnen. Der Bundesrat hat am 16. Dezember 2009 entschieden, dass kurzfristig die Finanzierung der Bahninfrastruktur den allgemeinen Bundeshaushalt nicht zusätzlich belasten soll. Dies bedeutet, dass zusätzliche Mittel für den Substanzerhalt der Bahnen in anderen Bereichen des öffentlichen Verkehrs kompensiert werden müssen. Der Bundesrat beabsichtigt, im Sommer eine Botschaft für die Finanzierung der Bahninfrastruktur in den kommenden zwei Jahren an das Parlament zu verabschieden. Das UVEK wurde beauftragt, einen entsprechenden Entwurf auszuarbeiten, der auch die Vorentscheide des Bundesrates zum Konsolidierungsprogramm 2011-2013 (KOP 11/13) berücksichtigt.
Die mittel- und langfristige Sicherung der Finanzierung der Bahninfrastruktur (Ausbau und Substanzerhalt) wird von einer interdepartementalen Arbeitsgruppe BAV/EFV unter Leitung des Bundesamtes für Verkehr untersucht.
Dabei sollen ausgehend vom Ist-Zustand und unter Berücksichtigung des Willens des Parlaments betreffend Finanzierung von Bahn 2030 der künftige Finanzierungsbedarf ermittelt und Lösungsvorschläge für die Finanzierung entwickelt werden. Die bis Herbst 2010 vorliegenden Ergebnisse dieser Arbeiten werden die laufenden Arbeiten, die Entscheidfindung für die Weiterentwicklung der Bahninfrastruktur (Bahn 2030), das nächste Teilpaket der Bahnreform 2 und die übernächste Leistungsvereinbarung 2013-16 entscheidend beeinflussen.
Das durch die SBB in Auftrag gegebene Netzaudit, dessen Ergebnisse heute veröffentlicht wurden, geht für die Jahre 2010–16 von einem zusätzlichen durchschnittlichen Mittelbedarf von 850 Millionen pro Jahr aus. Angesichts der finanziellen Tragweite hat das BAV im Einverständnis mit der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) eine unabhängige Zweitmeinung zum Netzaudit in Auftrag gegeben. Darin soll insbesondere die angewandte Methodik und die Berechnung des ausgewiesenen Mittelbedarfs für den Substanzerhalt überprüft werden. Nach Vorliegen dieser Erkenntnisse wird festzulegen sein, ab wann und in welcher Höhe der Bund zusätzliche Mittel für den Substanzerhalt der SBB Infrastruktur zur Verfügung stellen kann.
Das Eisenbahnnetz kann auch ohne sofortige Aufstockung des Zahlungsrahmens für die SBB weiterhin sicher betrieben werden. Mittelfristig würde ein vernachlässigter Unterhalt aber zu mehr Störungen, Langsamfahrstellen und somit zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fahrplanstabilität führen.
Weitere Informationen:
Pressemeldung SBB
Bericht zum Netz-Audit (Pressemeldung BAV, 20.02.10).

RechteckSEV erwartet schnelle Zusage des Bundes
Die Bahninfrastruktur darf nicht weiter vernachlässigt werden. Das zeigt die Untersuchung von SBB Infrastruktur deutlich; sie bestätigt Befürchtungen, die der SEV seit langem äussert. Der Bund als Eigentümer ist in der Pflicht, die erforderlichen Mittel umgehend zu sprechen. Der Nachholbedarf betrifft nicht nur Stahl und Beton, sondern auch Personal.
«Seit vielen Jahren weist der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals darauf hin, dass die SBB zu wenig Zeit und Geld in den Netzunterhalt steckt», betont SEV-Präsident Giorgio Tuti. Die anhaltende Verkehrszunahme bewirkt sowohl eine stärkere Abnützung der Infrastruktur als auch verkürzte Zeitintervalle für deren Unterhalt. So mussten die Arbeiten auf den Baustellen auf das absolut Notwendige beschränkt werden.
Das heute präsentierte Netzaudit bestätigt diese Erkenntnisse. Der Bund als Eigentümer (sowohl des Bahnnetzes als auch der SBB) ist verpflichtet, sofort Abhilfe zu schaffen. Der SEV zeigte sich schon irritiert, als der Bundesrat bei der Erneuerung der Leistungsvereinbarung im letzten Dezember die erforderlichen Mittel nicht sprach. «Zusätzliche Mittel sind unumgänglich; diese können auch nicht einfach andernorts beim öffentlichen Verkehr eingespart werden, denn das gesamte System läuft bereits an seinen Grenzen», erläutert Tuti. Bei der Finanzierung müsse in jedem Fall im Vordergrund stehen, dass der öffentliche Verkehr weiterhin gefördert wird; die Massnahmen dürfen nicht zu einer Verlagerung von Passagieren oder Gütern von der Schiene auf die Strasse führen.
Auf SBB Infrastruktur kommen grosse Aufgaben zu. «Es wird äusserst anspruchsvoll sein, den ausgewiesenen, höheren Unterhalt zu leisten», erklärt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone und ergänzt: «Die Division Infrastruktur ist dabei auf qualifiziertes Personal angewiesen, das sich stark mit dem Unternehmen identifiziert. Dementsprechend sind klare, langfristig angelegte Strukturen erforderlich, um mit hoher Qualität arbeiten zu können.» Der SEV fordert, dass die SBB sofort die Rekrutierung von zusätzlichem Personal angeht und zudem die Anstrengungen verstärkt, das bestehende Personal auf die kommenden Herausforderungen weiter zu qualifizieren (Pressemeldung SEV, 20.02.10).

RechteckFamilienzone für IC und ICN
Die SBB legt Wert darauf, dass auch Eltern mit ihren Kindern die Reise im Zug noch mehr geniessen können. Zurzeit werden alle IC- und ICN-Kompositionen mit Familienzonen nachgerüstet. Ausserdem werden ab Sommer 2010 schrittweise sämtliche IC-Doppelstock-Steuerwagen zu Familienwagen erweitert.
Alle InterCity- (IC) und InterCity-Neigezüge (ICN) der SBB werden voraussichtlich bis im Frühling 2010 über eine Familienzone verfügen. Diese werden seit dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2009 schrittweise eingeführt. Sie befinden sich jeweils im Steuerwagen und bieten unter anderem genügend Platz für Kinderwagen. Durch ein Bär- und ein Kinderwagen-Piktogramm im und am Wagen werden Reisende darauf aufmerksam gemacht, dass es im Familien-Abteil etwas lauter zu- und hergehen kann. Für die jüngsten Fahrgäste stellt die SBB in den Familienzonen neu auch die beliebten Spiele «Eile mit Weile» und «Leiterlispiel» zur Verfügung. Dafür beklebt sie Seitenwandtische mit speziellen Spielfolien. Spielfiguren können beim Steward der SBB Minibar sowie im SBB Restaurant für zwei Franken gekauft oder von zu Hause mitgenommen werden. Im elektronischen Fahrplan sind diese Züge mit einem «FZ» für Familienzone gekennzeichnet.
Neben den Familienzonen gehören auch die beliebten Familienwagen mit Spielabteil im Oberdeck der Doppelstockzüge zum Angebot für Familien. In den Globi- und Dino-Wagen stehen verschieden Möglichkeiten für kurzweilige Reisen mit Kindern, von Rutschbahnen bis zu Spieltischen, zur Verfügung. Neben den 20 bereits bestehenden Familienwagen werden ab Ende Juni 2010 die restlichen 20 IC-Doppelstock-Steuerwagen in Familienwagen mit Spielgeräten umgebaut. Bis Ende 2011 werden dann alle 40 Doppelstockzüge mit einem Spielabteil unterwegs sein.
Die Bezeichnung «IC» stellt künftig ein Produktversprechen dar, das dem Kunden neben Familienzonen in der 2. Klasse noch weitere Vorteile bietet. So hat jeder IC-Zug bereits jetzt Verpflegungsmöglichkeiten (Bistro, Restaurant, Minibar) sowie – in der 1. Klasse – Business- und Ruhezonen garantiert. Zu den Business-zonen gehören auch Steckdosen. Bis jetzt sind 20 Prozent der Wagen aller Züge der 1. und 2. Klasse mit solchen ausgestattet, bis 2013 rüstet die SBB zusätzlich 1200 Fahrzeuge mit insgesamt über 35'000 Steckdosen aus (Pressemeldung SBB, 19.02.10).

RechteckSEV begrüsst die Gründung der Güterverkehrs-Allianz Xrail
Nach Jahren des ruinösen Konkurrenzkampfs haben am 18.02.10 grosse Güterbahnen Europas eine Zusammenarbeit vereinbart. Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, sieht darin eine gute Basis für weitere Kooperationen.
Der SEV begrüsst die Gründung der Güterverkehrs-Allianz Xrail als Schritt der Vernunft. «In den vergangenen Jahren haben die Güterbahnen Europas in blinder Konkurrenzwut gegeneinander gearbeitet ohne zu realisieren, dass sie damit ihrem grössten Konkurrenten, der Strasse in die Hand spielen», erklärt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone.
Die Bahnen müssen ihre Stärken gemeinsam ausspielen, um möglichst viele Güter auf die Schienen zu holen. Dazu gehören Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Sind diese gewährleistet, sind Kunden auch bereit, beim Preis Zugeständnisse zu machen, denn die Unsicherheiten der Strasse fliessen in diesem Fall in die Berechnungen ein.
Vorerst geht es bei der Allianz um den Wagenladungsverkehr, doch fordert der SEV die Bahnen auf, sich auch beim lukrativeren kombinierten und Ganzzugsverkehr auf die Gemeinsamkeiten zu besinnen. Mit der Wettbewerbsstrategie der letzten Jahre wurden zwar die Preise gedrückt, nicht aber der Modal Split zugunsten der Schiene verbessert.
«Wenn es gemeinsam gelingt, mehr Güter auf die Schiene zu holen, fördert dies auch die Rentabilität der Bahnen, was letztlich Arbeitsplätze sichert und schafft», unterstreicht Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn, der beim SEV für Cargo zuständig ist. Dies alles sei im Interesse der Staaten, die nach wie vor Eigentümer der Unternehmen und der Infrastruktur sind (Pressemeldung SEV, 19.02.10).

RechteckAlpen-Initiative zeigt Europa, was Alpenschutz ist
Foto Alpen-Initiative
Auf Einladung der Alpen-Initiative besuchten Mitte Februar zum ersten Mal EU-Abgeordnete, Mitarbeitende des neuen EU-Verkehrskommissars und Vize-Präsidenten der EU Kommission Siim Kallas sowie Vertreterinnen und Vertreter des Sekretariats des Verkehrsausschusses das Schwerverkehrszentrum in Ripshausen bei Erstfeld, UR.
Während einer zweitägigen Tour durch die Schweiz informierte die Alpen-Initiative die Gäste aus dem Europäischen Parlament und der EU-Kommission über die Verlagerungspolitik in der Schweiz. Als Abschluss zeigten der Urner Polizeikommandant Reto Habermacher und seine Mitarbeiter, wie sie in Ripshausen die Lastwagen auf der Gotthardroute kontrollieren. Die praxisnahen Ausführungen stiessen auf grosses Interesse.
Neben dem Schwerverkehrszentrum standen die Besichtigung der NEAT Baustelle in Erstfeld und verschiedene Referate zur Verlagerungspolitik auf dem Programm. Gestartet wurde die Informationsreise in Basel, wo Stadtpräsident Guy Morin die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüsste und über die Bedeutung Basels im Güterverkehr sprach. Basel stellt das Tor für über die Hälfte der im Norden in die Schweiz ein- und ausfahrenden Lastwagen dar. Markus Liechti, Stellvertreter der Leiterin Direktionsgeschäfte des Bundesamts für Verkehr, und Werner Marti, Verwaltungsratspräsident der AlpTransit Gotthard, erläuterten ihre Position zur Schweizer Verlagerungspolitik.
Die Schweiz ist dank der Unterstützung des Volks und dem Ja zur Alpen-Initiative 1994 in Europa in der Verlagerungspolitik vorausgegangen. Um das Ziel der Verlagerung der Güter von der Strasse auf die Schiene zu erreichen, ist ein Mitgehen der EU von hoher Wichtigkeit. Nebst einer guten Infrastruktur braucht es für eine zielführende Verlagerungspolitik die entsprechende Software, die Alpentransitbörse. Die Alpen-Initiative forderte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Schluss der Reise auf, sich auf europäischer Ebene für eine ökologischere Verkehrspolitik einzusetzen und die alpenweite Einführung der Alpentransitbörse zu unterstützen (Pressemeldung Alpen-Initiative, 18.02.10).

RechteckRoll-out des ersten Vorortszuges der Lausanne – Echallens – Bercher Bahn
Foto Stadler
Heute haben Regierungsrat François Marthaler, Vorsteher des Departements für Infrastruktur, Verwaltungsratspräsident der Lausanne – Echallens – Bercher Bahn (LEB), Yvan Nicolier, und Peter Spuhler, Inhaber und CEO von Stadler Rail, gemeinsam mit weiteren Gästen im Bahnhof Echallens den Roll-out des ersten von sechs neuen Triebzügen des Typs RBe 4/8 gefeiert.
Bei dieser Gelegenheit konnten sich die geladenen Gäste auf der ersten Fahrt von Echallens nach Bercher und zurück gleich selber von den Vorzügen des neuen Fahrzeuges überzeugen. Die neuen Züge kommen ab Mai 2010 in den fahrplanmässigen Einsatz. Bis dahin muss die Flotte die verschiedenen Tests für die Zulassung bestehen. Der Auftrag hat inklusive Reservematerial einen Wert von rund CHF 41 Mio. Die Fahrzeuge werden im Werk Altenrhein gefertigt, womit rund 80% der Wertschöpfung in der Schweiz er-bracht wird.
Die LEB und Stadler haben den Lieferungsvertrag kurz vor Weihnachten 2008 unterschrieben und schon 14 Monate später kann der erste dieser massgeschneiderten Vororts-Triebzüge dem Publikum vorgestellt und zu seiner Jungfernfahrt von Echallens nach Bercher und zurück eingesetzt werden. Das freut Peter Spuhler, Inhaber und CEO der Stader Rail Gruppe, ganz besonders: „Dieser ehrgei-zige Zeitplan konnte nur eingehalten werden dank der guten Zusammenarbeit zwischen den beiden Projektteams. Allen Beteiligten gilt deshalb mein ganz besonderer Dank. Ausserdem konnte Stadler einen weiteren Auftrag mit 80% Wertschöpfung in der Schweiz abwickeln und dabei ihre hohe Kompetenz bei der Entwicklung und Herstellung massgeschneideter Fahrzeuge unter Beweis stellen.“
Die neuen Züge kommen auf der LEB-Strecke Lausanne – Echallens – Bercher zum Einsatz. Diese Strecke verbindet das Stadtzentrum von Lausanne mit den Agglomerationsgemeinden im Raum. Echallens sowie der landschaftlich reizvollen Region Richtung Bercher im Herzen der Waadt. Die LEB verzeichnet dadurch sowohl einen starken Pendlerverkehr wie auch touristischen Verkehr.
Bis zum fahrplanmässigen Einsatz im Mai 2010 werden die Fahrzeuge getestet und zur Zulassung gebracht.
„Dieses Rollmaterial, für welches der Kanton eine Darlehensgarantie von über CHF 40 Mio. gewährt hat, bietet den Benutzern sowohl bezüglich Komfort als auch Zugänglichkeit ein klares „Mehr“. Im Weiteren sind diese Triebzüge unerlässlich für den Viertelstundentakt zwischen Cheseaux und Lausanne und dank ihrer Modernität können bestimmt neue Kunden für den öffentlichen Agglomerations-verkehr von Lausanne gewonnen werden. Im Übrigen gehört diese Angebotsverbesserung zu den Zielen des kantonalen Richtplans und des Agglomerationsprojektes Lausanne-Morges sowie des Massnahmeplanes ‚OPair’ “, sagt Regierungsrat François Marthaler.
Yvan Nicolier, Verwaltungsratspräsident der LEB, ergänzt: „Die LEB erlebt einen rasanten Anstieg ihres Verkehrs: + 100% in weniger als 10 Jahren! Wir erwarten viel von diesem neuen Rollmaterial: eine Verbesserung der Betriebsbedingungen dank höherer Leistung sowie einen zuverlässigen Be-trieb. Insbesondere wird der Niederflureinstieg einen zügigen Fahrgastwechsel erlauben und damit zur Fahrplanstabilität während der Stosszeiten beitragen. Die erleichterte Mitnahme von Velos beim Ein- und Aussteigen dürfte weitere Pendler und Ausflugreisende anziehen.“
Basierend auf bewährten Modulen konnte der RBe 4/8 auf die Bedürfnisse der LEB massgeschnei-dert werden. So konnten die unterschiedlichen Einstiegshöhen in den Haltepunkten (vom Gleis bis 550mm über Schienenoberkante) mittels zwei übereinanderliegenden Schiebetritten ausgeglichen werden. Beim RBe 4/8 handelt es sich um einen meterspurigen Triebzug mit mehr als 60% Nieder-fluranteil. Das Fahrzeug ist 42.1 m lang, bietet 306 Plätze, davon 118 Sitzplätze. Klimaanlage und luftgefederte Drehgestelle verbessern den Passagierkomfort. Acht Türen mit einer Lichtweite von 140 cm erlauben einen schnellen Fahrgastwechsel. Der Zug kann bei Bedarf um einen Zwischenwagen verlängert werden (Pressemeldung Stadler, 18.02.10).

RechteckJungfraubahn Gruppe erzielt hohen Ertrag
Im am 16.02.10 verschickten Brief an ihre Aktionäre teilt die Jungfraubahn Gruppe mit, dass sie im Jahr 2009 einen Verkehrsertrag von CHF 102 Millionen erreichte - den zweithöchsten in der Geschichte des Unternehmens. Nur im Jahr 2008 wurde dieser übertroffen, nämlich um 1,1 Prozent. Den Gewinn und Einzelheiten zum Ergebnis werden an der Bilanzmedienkonferenz am 15. April 2010 bekanntgegeben.
Die hochalpine Welt rund um den Aletschgletscher zog 2009 mehr Gäste an als im Jahr zuvor. 651'000 Personen besuchten das Jungfraujoch - Top of Europe. Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds verlief das Geschäftsjahr deutlich besser als erwartet. Die Unsicherheit wegen der Schweinegrippe, die Wirtschaftskrise und der starke Schweizer Franken führten dazu, dass viele asiatische Gäste fernblieben. Den Einbruch konnte die Jungfraubahn Gruppe dank Aktionen in der Schweiz und in Europa wettmachen.
Neben dem Jungfraujoch - Top of Europe waren auch die anderen Ausflugsziele, zu denen Kleine Scheidegg, First, Harder Kulm und Winteregg gehören, gut besucht. Die Firstbahn erzielte sogar einen Rekord: Sie verzeichnete 2009 den besten Sommer in ihrer Geschichte.
Die Generalversammlung der Jungfraubahn Holding AG findet am 17. Mai in Interlaken statt. Der Verwaltungsrat wird beantragen, Peter Baumann als zusätzliches Mitglied in den Verwaltungsrat zu wählen. Baumann ist Ingenieur ETH. Er wohnt in Grindelwald, womit die Vertretung dieser wichtigen Standortgemeinde im Verwaltungsrat der Jungfraubahn Holding AG wieder gewährleistet wird. Seit dem Jahr 2002 ist Baumann als Verwaltungsratsmitglied und Direktor Marketing und Verkauf für die Garaventa AG tätig. Er wird seine Erfahrung als international tätiger Unternehmer und sein fachspezifisches Wissen einbringen können.
Der vollständige Aktionärsbrief ist auf der Internetseite www.jungfraubahn.ch unter den Navigationspunkten "Investor Relations - Ad hoc Mitteilungen" einsehbar (Pressemeldung Jungfraubahn Holding AG , 17.02.10).

RechteckBahnhofumbau Olten verzögert
Die Eröffnungsfeierlichkeiten für den umgebauten Bahnhof Olten finden neu am 25. und 26. Juni 2010 statt. Das aussergewöhnlich kalte Winterwetter hat die Fertigstellung des Glaskubus’ verzögert. Das betrifft auch nachfolgende Arbeiten. Der moderne Personenlift im Kubus soll ab Mai in Betrieb gehen und mit den zwei neuen Treppen den Zugang zum Inselperron verbessern. Dank erhöhten Perrons treten zudem Reisende ab Juni ebenerdig in die Züge ein.
Das aussergewöhnlich kalte Winterwetter wirkt sich auf die Umbauarbeiten im Bahnhof Olten aus. Die Stahlkonstruktion für den neuen Glaskubus auf dem Inselperron ist fertig gestellt, doch wegen der tiefen Temperaturen können die Bauteams die bereitstehenden Glaselemente noch nicht montieren. Alle Folgearbeiten, die vom fertigen Kubus abhängen, können deshalb erst mit Verzug ausgeführt werden.
Die Eröffnungsfeierlichkeiten für den umgebauten Bahnhof finden darum nicht Ende März, sondern neu am 25. und 26. Juni 2010 statt. Voraussichtlich ab Mai steht im Kubus, neben den zwei Treppen – einer neuen und einer verbreiterten – der neue Personenlift von der Unterführung Martin-Disteli zum Inselperron bereit. Bis dahin stellt die SBB weiterhin sicher, dass gehbehinderte Menschen mit Hilfe von Securitrans-Mitarbeitenden ab dem Bahnhofplatz via Zulieferungslifte stufenfrei zum Inselperron gelangen. Auch die Perronerhöhungsarbeiten haben mehr Komfort für die Kundinnen und Kunden zum Ziel: Ab Juni können Reisende in Olten an allen Perrons bequem und ebenerdig in die Züge eintreten.
Im Rahmen der Umbauarbeiten hat die SBB zudem die Gebäude auf dem Inselperron aufgefrischt und den heutigen Kundenbedürfnissen angepasst. So eröffneten im Juni 2009 das öffentliche Personalrestaurant «Chez SBB» und das moderne Bahnreisezentrum, im November eine Drogerie, ein Multimediashop und das umgebaute Aperto-Lebensmittelgeschäft. Die Investitionen belaufen sich auf rund 27 Millionen Franken.
Weitere Informationen sind unter www.sbb.ch/olten zu finden (Pressemeldung SBB, 13.02.10).

Rechteck40 Prozent des Gotthard-Basistunnels bereit für Einbau der Bahntechnik
Im Herbst 2010 wird der Hauptdurchschlag im Gotthard-Basistunnel (GBT) stattfinden. Bereits im Frühjahr 2010 erfolgt mit dem Einbau der Bahntechnik ab dem Südportal ein grosser Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme 2017. Der Einbau der Bahntechnik ist komplex und mit Risiken für die Kosten- und Termineinhaltung verbunden. Die NEAT-Aufsichtsdelegation (NAD) verfolgt sehr aufmerksam, wie diese Aufgabe kosten- und termingerecht erfüllt wird.
Anfang Februar 2010 sind von insgesamt 151.84 Kilometer Tunnel, Schächte und Stollen des Gotthard-Basistunnels rund 142 Kilometer oder 94 Prozent ausgebrochen. Der Hauptdurchschlag zwischen Sedrun und Faido wird voraussichtlich im Herbst 2010 stattfinden. Noch müssen in beiden Tunnelröhren noch rund je 4 Kilometer ausgebrochen werden. Die Tunnelabschnitte Amsteg, Sedrun Nord und Bodio West sind bereits heute bereit für den Einbau der bahntechnischen Ausrüstung (Fahrbahn, Fahrstrom, Energieversorgung, Kommunikation und Sicherungsanlagen). Der Einbau ab dem Südportal in Bodio beginnt voraussichtlich im Mai 2010. Im 15 Kilometer langen südlichen Tunnelabschnitt wird ab Mitte 2011 ein Versuchsbetrieb stattfinden. Anfang 2012 soll der Einbau der gesamten bahntechnischen Ausrüstung von Norden, Anfang 2015 von Süden her erfolgen.
Die NAD hat sich eingehend mit der aktualisierten Risikoanalyse Bahntechnik der Alptransit Gotthard AG (ATG) und dem Management der Schnittstellen zwischen dem Bundesamt für Verkehr (BAV) als Aufsicht, der SBB als künftiger Betreiberin und der ATG als Projektverantwortliche auseinandergesetzt. Deren Vertreter wiesen darauf hin, dass die gewichtigen Risikofaktoren erkannt und entsprechende Massnahmen für den Ereignisfall geplant seien. Zwischen ATG, SBB und BAV sei ein konsequentes Änderungsmanagement mit klaren Verfahrensabläufen vereinbart und die Koordination verstärkt worden. Die Erfahrungen aus dem Lötschberg-Basistunnel würden wo immer möglich miteinbezogen. Die kommende Ausschreibung der Bahntechnik beim Ceneri-Basistunnel (CBT) werde zudem die Erfahrungen bei der Bahntechnik Gotthard berücksichtigen.
Der Werkvertrag für die Bahntechnik Gotthard mit einer Summe von rund 1,69 Milliarden Franken war am 29. April 2008 zwischen der ATG und der Arbeitsgemeinschaft Transtec Gotthard (TTG) unterzeichnet worden. Er umfasst u.a. die Planung der Sicherungsanlagen; die Ausführung mit ETCS wurde hingegen nur als Option ausgeschrieben. Diese Option wurde Ende 2009 ausgelöst und dem Bund damit ein Pauschalrabatt von 20 Millionen Franken gesichert. Gleichzeitig haben unter anderem neue Erkenntnisse aus dem Einsatz von ETCS beim Lötschberg-Basistunnel und der Neubaustrecke Bahn 2000 sowie das neue Fahrplankonzept ZEB zu Projektänderung im Bereich der Sicherungsanlagen geführt, die mit Mehrkosten von rund 33 Millionen Franken verbunden sind.
Die Delegation hat sich ferner mit den Antworten des Bundesrats auf zwei Empfehlungen der NAD vom November 2009 befasst. Ihre Bedenken bezüglich der zeitgerechten Realisierung der nördlichen Zufahrten zur NEAT in Deutschland (Rheintalachse) werden vom UVEK geteilt. Der Departementschef will sie bei seinem Treffen mit dem neuen Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, Herrn Peter Ramsauer, zur Sprache bringen. Die Auswirkungen des Bundesverwaltungsgerichtsentscheids zur Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) vom 21. Oktober 2009 auf den FinöV-Fonds – und damit auf die NEAT – werden zurzeit durch das EFD und das UVEK vertieft abgeklärt. Die NAD erwartet, vom Vorsteher UVEK an ihrer März-Sitzung über die substanziellen Fortschritte bei den beiden Dossiers orientiert zu werden (Pressemeldung NAD, 12.02.10).

RechteckBLS sichert 146 Bahnübergänge
Auf dem Streckennetz der BLS Netz AG gibt es 431 Bahnübergänge. Davon erfüllen 285 Übergänge die erhöhten Anforderungen der revidierten Eisenbahnverordnung. Die übrigen 146 sollen bis Ende 2014 saniert oder aufgehoben werden. Damit verbessert die BLS die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs weiter. Der Verwaltungsrat der BLS Netz AG hat dafür einen Kredit von 16,8 Millionen Franken bewilligt.
Die BLS Netz AG betreibt ein Schienennetz von rund 440 Kilometern. Darauf befinden sich 431 niveaugleiche Kreuzungen mit einer Strasse oder einem Weg. Bahnübergänge bergen Sicherheitsrisiken und sind bedeutende Quellen von betrieblichen Störungen.
Die BLS hat 242 Übergänge (56%) mit Schranken gesichert und 21 Übergänge (5%) mit Blinklichtsignalen ausgerüstet. Ein Übergang ist in eine Verkehrsregelungsanlage integriert. Die übrigen 167 Übergänge (39%) fallen in die Kategorie der unbewachten Bahnübergänge. Sie betreffen überwiegend Privatwege im ländlichen Raum, die als Zufahrten zu einzelnen Häusern oder Höfen dienen bzw. zu land- und forstwirtschaftlichen Zwecken benützt werden.
Die BLS konnte bisher pro Jahr rund 10 Übergänge sanieren oder aufheben, oft im Zusammenhang mit Streckenausbauten. Von den verbliebenen 167 unbewachten Bahnübergängen sind deren 21 auch künftig verordnungskonform, dank schwachem Verkehr, guten Sichtverhältnissen und weiteren Kriterien wie z.B. reinem Fussgängerverkehr oder tiefer Streckengeschwindigkeit. Demgegenüber entsprechen 146 Übergänge den erhöhten Anforderungen der Eisenbahnverordnung nicht mehr. Sie sollen innerhalb von fünf Jahren saniert oder geschlossen werden.
Der Verwaltungsrat der BLS Netz AG hat für das Sanierungsprogramm für die Jahre 2010 bis 2014 einen Kredit von 16,8 Millionen Franken bewilligt. Damit bezweckt er, 105 dieser Übergänge zu sanieren bzw. aufzuheben. Weitere 13 Übergänge werden im Rahmen von Infrastrukturprojekten angepasst. 9 Bahnübergänge betreffen ein Anschlussgleis, ihre Sanierung liegt somit in der Verantwortung der entsprechenden Eigentümer. Bei den 19 Übergängen auf der Strecke Sumiswald–Huttwil, die seit dem Fahrplanwechsel 2009 nicht mehr fahrplanmässig befahren wird, werden die zu treffenden Massnahmen im Rahmen der Überlegungen zur Zukunft der Strecke definiert.
Unter dem Aspekt der Sicherheit gibt die BLS bei der Lösungssuche der Aufhebung von Bahnübergängen oberste Priorität. Dabei stehen der Bau von Unter- oder Überführungen bzw. die rückwärtige Erschliessung im Vordergrund. Wo dies aus finanziellen Überlegungen nicht möglich ist oder zu unzumutbaren Umwegen führt, wird die Ausrüstung des Bahnübergangs mit einer aktiven Sicherungsanlage ins Auge gefasst. Ab Mitte 2010 steht dazu auch eine neue, kostengünstige Lösung zur Verfügung, an deren Entwicklung sich die BLS aktiv beteiligt hatte. Diese sogenannten Micro-Anlagen sind nur für den Einsatz an sehr schwach frequentierten Bahnübergängen konzipiert und zugelassen.
Die Kosten für die Sanierung von Bahnübergängen sind in jedem Fall zwischen Bahn und Strassen-eigentümern auszuhandeln, wobei das Eisenbahngesetz Richtlinien vorgibt. Die Realisierung der Projekte erfolgt in der Regel nach Eisenbahnrecht mit einem ordentlichen Plangenehmigungsverfahren (Pressemeldung BLS AG, 11.02.10).

RechteckKundenzufriedenheit 2009 praktisch konstant
Über 900 000 Kundinnen und Kunden reisen täglich mit der SBB. Um zu wissen, was die Fahrgäste bewegt, misst die SBB kontinuierlich die Kundenzufriedenheit. Sie befragt jedes Jahr 20 000 Reisende per Telefon. 2009 lag die Gesamtzufriedenheit der Reisenden praktisch auf dem Vorjahresniveau: Hatte der Gesamtzufriedenheitswert 2008 bei 75,7 Punkten gelegen, lag er 2009 0,1 Punkt darunter bei 75,6 Punkten. Veränderungen nach oben und unten gab es in einzelnen Unterkategorien.
Der Grossteil der über 900 000 Kundinnen und Kunden stellt der SBB und ihren Mitarbeitenden ein gutes Zeugnis aus. Dies zeigt sich in der kontinuierlichen Kundenbefragung der SBB. Die sogenannte «Kontinuierliche Erhebung Personenverkehr KEP» misst seit 1983 die Mobilität und Zufriedenheit der Schweizerinnen und Schweizer mit der Bahn. Jeden Monat befragt ein Marktforschungsinstitut im Auftrag der SBB telefonisch gegen 2000 Personen.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr belief sich der Wert der so gemessenen Gesamtzufriedenheit der Kunden auf 75,6 Punkte. Im Vorjahr hatte dieser Wert 75,7 Punkte betragen. Damit zeigte sich die Gesamtzufriedenheit der Kundinnen und Kunden stabil mit einer minimalen Veränderung um 0,1 Punkt.
Positiv entwickelten sich in den Augen der Kunden 2009 die Zufriedenheit mit dem (Fahrplan-) Angebot und der Leistung der SBB: Der Wert stieg von 73,0 Punkten (2008) auf 73,5 Punkte. Die Zufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis stieg von 59,8 Punkten (2008) auf 61,3 Punkte. Weiter beurteilten die Kunden die Bahnreisezeit und den Fahrplan ebenfalls besser.
Ebenfalls besser schnitt die SBB bei der Kundeninformation ab, die von 79,2 (2008) auf 79,4 Punkte anstieg. Insbesondere die Information bei Störungsfällen (2008: 69,2 Punkte, 2009: 69,8 Punkte) und die Information im Zug (2008: 81,1 Punkte, 2009: 81,5 Punkte) wurden besser beurteilt.
Auf der anderen Seite beurteilten die Kunden verschiedene Aspekte kritischer als im Vorjahr. Die «Freundlichkeit und Kompetenz» des Personals wurde zwar weiterhin mit einem guten Wert von 81,9 Punkten beurteilt; im Vergleich zum Vorjahr lag dieser Wert indes um 0,3 Punkte tiefer. Deutlich zurück ging das «Wohlbefinden» der Reisenden mit einem Wert von 71,8 Punkten (2008: 72,8). In der Kategorie «Wohlbefinden» eingeschlossen sind die Unterkategorien «Klima im Zug» (2008: 75,4 Punkte, 2009: 74,0 Punkte), «Sicherheit im Zug» (2008: 79,4 Punkte, 2009: 79,4 Punkte), «Sitzplatzangebot im Zug» (2008: 69,5 Punkte, 2009: 67,9 Punkte), die «Sauberkeit im Zug» (2008: 70,5 Punkte, 2009: 69,0 Punkte) sowie die «Sauberkeit am Bahnhof» (2008: 69,4 Punkte, 2009: 68,7 Punkte).
Die SBB unternimmt grosse Anstrengungen, die Qualität ihrer Leistungen trotz stark wachsender Kundenströme im dicht genutzten SBB-Netz hoch zu halten und nach Möglichkeit zu verbessern.
In ihrem Bemühen, den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden noch besser zu entsprechen, setzt die SBB seit Mitte April 2009 zudem 20 Testkunden ein. Diese beurteilen im Auftrag des Unternehmens Aufenthaltsqualität und Kundeninformation am Bahnhof und im Zug nach festgelegten Kriterien. Aus diesen Berichten werden die nötigen Massnahmen abgeleitet.
Zudem lancierte die SBB im Herbst 2009 einen Kundenbeirat mit 29 Mitgliedern. Diese bringen ihre Erfahrungen mit der SBB und ihre Erwartungen an das Unternehmen in die Diskussion ein. Gemeinsam wird nach Ideen und Lösungen gesucht, um die Leistungen für die Kundinnen und Kunden und damit auch die Kundenzufriedenheit weiter zu verbessern (Pressemeldung SBB, 11.02.10).

RechteckSBB modernisiert Bpm 51 und beschafft GTW
Angesichts der sich in den nächsten Jahren abzeichnenden Engpässe beim Rollmaterial treibt die SBB den Erneuerungsprozess von bestehenden Fahrzeugen weiter voran. Für 86 Mio. Franken saniert und klimatisiert die SBB bis 2013 180 einstöckige Reisezugwagen 2. Klasse des Typs Bpm 51. Damit wird deren schweizweiter Einsatz bis über 2020 hinaus möglich.
Weiter übernimmt die SBB 13 GTW-Triebzüge der BLS, um im Berner und Solothurner Jura ein Flügelzug-Konzept umzusetzen.
Der Rollmaterialpark des SBB Fernverkehrs stösst mit dem aktuellen Angebot an seine Kapazitätsgrenzen. Die Nachfrage steigt in den nächsten Jahren weiter an und erfordert Angebots-ausbauten. Die SBB ergreift zahlreiche Massnahmen, um die sich abzeichnenden Engpässe beim Rollmaterial zu beseitigen. Bis 2030 investiert die SBB rund 20 Mia. Franken eigener Mittel in moderne Züge. Im Frühsommer löst sie mit der Vergabe von neuen Doppelstockzügen für den Fernverkehr die grösste Rollmaterialbestellung ihrer Geschichte aus.
Die SBB wertet 180 ihrer 203 einstöckigen Reisezugwagen 2. Klasse des Typs Bpm 51 auf. Die SBB Industriewerke Olten und Bellinzona sanieren und klimatisieren die Wagen in den nächsten drei Jahren für 86 Mio. Franken. Die Fahrzeuge sind durchschnittlich 35 Jahre alt; dank der Aufwertung können sie weitere acht bis zehn Jahre auf Schweizer Schienen rollen. Auch künftig werden die Bpm 51 zwischen Genf und Brig, auf der Linie Basel–Aarau–Zürich–Ziegelbrücke–Chur, am Gotthard sowie je nach Bedarf zusätzlich eingesetzt.
Die Arbeiten umfassen den Einbau von Klimaanlagen, die Aufarbeitung der Drehgestelle, eine neue Notbremsanforderung, die Automatisierung der Einstiegstüren sowie den Einbau der seitenselektiven Türöffnung und die Rostsanierung der Wagenkasten. Die Wagen werden innen aufgefrischt und aussen neu lackiert. Dank der aufgewerteten Fahrzeuge macht die SBB einen weiteren Schritt in Richtung Qualitätssteigerung für den Fahrgast.
Die SBB setzt in ihrer Flottenstrategie nicht nur auf Modernisierungen, sondern beschafft auch zusätzliche Fahrzeuge. Von der BLS übernimmt sie 13 GTW-Züge des Herstellers Stadler Rail und richtet sie stärker auf die Kundenanforderungen aus. Der Verwaltungsrat der SBB hat den dafür nötigen Kredit von 61,9 Mio. Franken genehmigt.
Die GTW-Züge hat die BLS 2004 beschafft. Sie eignen sich bestens, um im Berner Jura – wie vom Besteller gefordert – ab dem Fahrplanwechsel 2013 ein Flügelzug-Konzept einzuführen. Ab diesem Zeitpunkt verkehren die Züge von Biel nach Sonceboz-Sombeval und werden dort getrennt: Ein Teil des Zuges fährt anschliessend nach La Chaux-de-Fonds weiter, der andere via Moutier nach Solothurn.
SBB und BLS haben bereits über das neue Linienmanagement ab Dezember 2010 im Raum Luzern West sowie im Berner und Solothurner Jura informiert. Bis das Flügelzug-Konzept mit den 13 GTW-Zügen umgesetzt wird, kommen im Jura zwischenzeitlich Domino-Züge zum Einsatz. Die GTW fahren während dieser Zeit in Luzern West (Pressemeldung SBB, 10.02.10).

RechteckPublikation «Verkehrspolitik des Bundes» in neuer Form erschienen
Die Publikation «Faktenblätter zur Verkehrspolitik des Bundes» ist in diesen Tagen auf dem Webportal des UVEK aufgeschaltet worden. Die Faktenblätter dokumentieren den Stellenwert der einzelnen Verkehrsträger in der Schweiz und zeigen auf, wie sich die Verkehrspolitik aus Sicht des Bundes entwickeln soll.
Neben den Verkehrsträgern selbst werden nach einer einheitlichen Systematik alle relevanten verkehrspolitischen Themen aufgeführt. Vorgestellt werden beispielsweise das Instrument der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) sowie Projekte wie die Alpentransitbörse oder das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS). Schliesslich wird detailliert auf die gegenseitige Abhängigkeit von Verkehr einerseits sowie den Politikfeldern Raumordnung und Umwelt andererseits eingegangen.
Der modulare Aufbau in Form von Faktenblättern erlaubt es, der Öffentlichkeit ein aktuelles verkehrspolitisches Handbuch zur Verfügung zu stellen. An Stelle der früheren isolierten Berichte wurde nun eine verkehrsübergreifende Internetpublikation zur Verkehrspolitik des Bundes entwickelt. Diese wird periodisch auf den neuesten Stand gebracht (Pressemeldung Eurotunnel, 08.02.10).

RechteckWerkvertrag für das Hauptlos der AlpTransit-Baustelle in Vezia unterzeichnet
Die AlpTransit Gotthard AG und die Arbeitsgemeinschaft CPV haben am 5. Februar 2010, den Werkvertrag für die Bauarbeiten am Hauptlos in Vezia bei Lugano unterzeichnet.
In der Arbeitsgemeinschaft CPV haben sich die Unternehmungen CSC SA aus Lugano und Pizzarotti SA aus Bellinzona zusammengeschlossen. Das Auftragsvolumen für das Baulos in Vezia (Los 854) beträgt rund 63 Millionen Franken. Die Arbeiten umfassen in erster Linie die Realisierung des Südportals des Ceneri-Basistunnels, den Bau von 200 Metern Tagbautunnel, Sprengvortrieb und die Verkleidung der beiden Röhren auf einer Länge von 300 Metern.
Die Vortriebsarbeiten beginnen in Vezia im März 2010 und enden im Jahr 2016. Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb des Ceneri-Basistunnels ist auf Ende 2019 geplant. „Die Unterzeichnung dieses Werkvertrages stellt einen weiteren wichtigen Schritt zur Realisierung der Flachbahn durch die Alpen dar”, sagte Renzo Simoni, Vorsitzender der Geschäftsleitung von AlpTransit Gotthard AG.
Mit einer Länge von 15.4 km zwischen dem Nordportal Vigana bei Camorino und dem Südportal in Vezia ist der Ceneri-Basistunnel nach dem Gotthard- und dem Lötschberg-Basistunnel das drittgrösste Tunnelprojekt in der Schweiz. Nur mit dem Ceneri-Basistunnel als Fortsetzung und Ergänzung des Gotthard-Basistunnels wird die neue Gotthardbahn zu einer durchgehenden Flachbahn für den Güterverkehr durch die Schweiz. Im Personenverkehr werden die Fahrzeiten zwischen der Deutschschweiz, dem Tessin und Italien beträchtlich verkürzt (Pressemeldung AlpTransit Gotthard AG, 06.02.10).

RechteckAufspaltung und Fokussierung der beiden Geschäftsfelder von SBB Cargo
Die SBB hat die strategischen Stossrichtungen für die Entwicklung ihres Güterbereiches weiter konkretisiert. Die internationalen Ganzzugsverkehre im alpenquerenden Transitverkehr werden in eine separate Gesellschaft ausgegliedert mit dem Ziel, dank schlanken Strukturen kostengünstiger produzieren zu können. Im Schweizer Wagenladungsverkehr will SBB Cargo ihre Dienstleistungen in Zukunft stärker standardisieren und ihr Angebot enger mit ihren Kunden verzahnen. Die Entscheide zur weiteren Umsetzung fallen im Laufe des Sommers.
Mit dem Entscheid zur Trennung und Fokussierung der beiden Geschäftsfelder hat die SBB die zukünftige strategische Stossrichtung ihres Güterbereichs festgelegt. Sie schafft damit die Voraussetzung, dass SBB Cargo die Zukunft des Unternehmens wirtschaftlich verbessern kann. Mit der strategischen Stossrichtung erfüllt SBB Cargo die berechtigten Interessen der Kunden nach einem verlässlichen, langfristig orientierten Partner. Die Umsetzung der Entscheide zur Weiterentwicklung von SBB Cargo wird wesentliche Schritte zur Kostensenkung und zur Verbesserung des Ergebnisses notwendig machen.
Im Schweizer Wagenladungsverkehr (WLV) wird SBB Cargo weiterhin ein vollständiges Produktportfolio für den Transport von Einzelwagen, Wagengruppen und Ganzzügen innerhalb der Schweiz anbieten. Die grosse Stärke von SBB Cargo ist dabei neben dem dichten Netzwerk die enge logistische Verzahnung mit den Grosskunden. Diese soll in Zukunft noch besser strukturiert und ausgebaut werden. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit über eine Standardisierung und eine Optimierung des auf die verladende Wirtschaft ausgerichteten Netzwerks mit zentralen Netzknoten zu verbessern. Ferner werden zusätzliche Leistungen verursachergerecht verrechnet.
Da der Wagenladungsverkehr stark von Import-/Exportverkehren primär von/nach Deutschland, Italien und Frankreich, abhängig ist, sollen diese Transportvolumen über bilaterale Kooperationsabkommen mit DB, SNCF und weiteren Partnern abgesichert werden. Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit werden dabei Standards für Qualität und Pünktlichkeit vereinbart. Zusätzlich soll die Qualität der Transporte mit X-Rail, einer Allianz von sieben europäischen Güterbahnen, verbessert und damit die Wettbewersbfähigkeit gegenüber der Strasse gestärkt werden.
Voraussetzung für den Erfolg dieser Stossrichtung sind zudem gesicherte, günstige und stabile Rahmenbedingungen (darunter das Nachtfahrverbot, Subventionen, Trassenpreise) und die Sicherung der notwendigen Kapazitäten auch während der Hauptverkehrszeit bei der Infrastruktur (Verfügbarkeit Trassen).
Bei den internationalen Ganzzugsverkehren – insbesondere im Transport von Containern und Wechselbehältern – konzentriert sich SBB Cargo in Zukunft auf die Rolle als Traktionär auf dem Nord-Süd Korridor zwischen den Nordseehäfen und Norditalien. Insbesondere der Kombinierte Verkehr (KV) ist ein langfristiger Wachstumsmarkt im internationalen Güterverkehr, wird aber auch in Zukunft ein niedermargiges Geschäft bleiben. Ziel ist es daher, mit einer schlanken, auf Kostenführerschaft abzielenden internationalen Güterbahn in diesem Bereich wirtschaftlich bestehen zu können, ohne dabei auf die Schweizer Qualität zu verzichten. Diese Weiterentwicklung ist notwendig, um auch in Zukunft auf der zentralen europäischen Güterachse tätig zu bleiben und einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrsverlagerung leisten zu können.
Die Bahnproduktion umfasst die Traktion von Kombinierten Verkehren auf der Nord-Süd-Achse sowie die Traktion von Ganzzugsverkehren mit engem Bezug zur Nord-Süd-Achse (hauptsächlich Transit und Im-/Export-Verkehre für Schweiz).
Im Rahmen der Ausarbeitung der eigenständigen Weiterentwicklung wurde deutlich, dass sich die Geschäftsfelder WLV Schweiz und «International» strukturell klar voneinander getrennt weiterentwickeln sollten. Während es sich beim Kombinierten Verkehr auf der internationalen Nord-Süd-Achse um ein niedermargiges Liniengeschäft handelt, basiert der Wagenladungsverkehr auf einer komplexen Netzwerkstruktur.
Der internationale Bereich von SBB Cargo wird in eine separate Gesellschaft überführt mit dem Ziel der Kostenführerschaft, schlanken Prozessen und Strukturen sowie einfachem IT-System. Der Standort der neuen Gesellschaft ist noch offen. Mit dem in Chiasso domizilierten Schweizer Kombioperateur Hupac laufen zurzeit Gespräche zur Beteiligung an der neuen Gesellschaft. Zudem wird geprüft, wie die Tochtergesellschaften von SBB Cargo in Deutschland und Italien in die neue Gesellschaft integriert werden.
Die eigenständige Weiterentwicklung von SBB Cargo wird zu Restrukturierungen führen. Dabei wird es auch zum Abbau von Stellen kommen. Der Stellenabbau wird sozialverträglich gestaltet werden. Die SBB wird dabei im Rahmen des Gesamtunternehmens Möglichkeiten zur Umqualifizierung anbieten und kann dank starkem Wachstum in anderen Bereichen auch neue Anstellungsschancen anbieten. Hierbei werden alle zur Verfügung stehenden Lösungen des konzernweiten Arbeitsmarktes inkl. Angebote in anderen Bereichen der SBB, Ausnutzen der Fluktuation, Frühpensionierungen und ggf. Outplacement (NOA) auszunutzen. In den kommenden Monaten werden die einzelnen strategischen Stossrichtungen im Detail ausgearbeitet. Entscheide zur konkreten Umsetzung sind im Laufe des Sommers zu erwarten (Pressemeldung SBB, 05.02.10).

RechteckAufspaltung von SBB Cargo wirft Fragen auf
Die Aufspaltung von SBB Cargo kommt für den SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals überraschend. Die Trennung wäre nicht nur wirtschaftlich, sondern auch rechtlich fragwürdig. Der SEV erwartet, dass die SBB und ihr Eigentümer Bund vor dem definitiven Entscheid nochmals über die Bücher gehen.
Es ist nur wenige Jahre her, dass SBB Cargo mit viel Aufwand (und dem Opfer Dutzender von Arbeitsstellen) die Geschäftsbereiche Schweiz und International operativ zusammenlegte – um Synergien zu nutzen. Nun heisst es: Rechtsumkehrt, alles wieder wie vorher, nur noch weiter auseinander. Für den SEV ist der Zeitpunkt unpassend: Bereits zeichnet sich die Trendwende beim Güterverkehr ab; den Tiefpunkt als Mass zu nehmen, ist verfehlt.
«Ein Slalomkurs ist das Einzige, das die SBB im Güterverkehr seit der Bahnliberalisierung erkennen lässt», hält SEV-Präsident Giorgio Tuti fest und ergänzt: «Immer hat das Personal den Preis bezahlt!» Er erwartet von der SBB, dass sie vor einem definitiven Entscheid nochmals über die Bücher geht und weitere Varianten einbezieht. Dabei ist auch der Bund als Eigentümer gefordert, der mit dem Verlagerungsauftrag klare Vorstellungen über die Zukunft des Güterverkehrs haben sollte. Diese gilt es hier in den Vordergrund zu stellen und dafür zu sorgen, dass die SBB einen beträchtlichen Beitrag an die Verlagerung leistet. Eine offensive Strategie sowohl für den Inland- als auch für den internationalen Güterverkehr ist erforderlich, wobei der SEV weiterhin Kooperationen – ohne die Firmenstruktur zu verändern – als geeignet erachtet.
Der Erhalt der Arbeitsplätze und die Qualität der Arbeitsbedingungen: Dies sind die Anliegen, die der SEV als die Gewerkschaft des Verkehrspersonals bei allen Richtungsentscheiden in den Vordergrund stellt. «Wir werden uns mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass diese Werte beim bevorstehenden Entscheid geachtet werden», betont der für die SBB zuständige Vizepräsident Manuel Avallone. Er warnt die SBB besonders davor, unter dem Eindruck des letztjährigen Verkehrseinbruchs (der notabene bei SBB Cargo recht moderat ausgefallen ist) Abbaupläne zu schmieden. Sämtliche europäischen Verkehrsexperten sind sich einig, dass der Güterverkehr auf der Schiene nach wie vor ein lang anhaltendes, massives Wachstum vor sich hat. Darauf haben sich die Bahnen vorzubereiten. Statt sich untereinander einen ruinösen Wettbewerb zu liefern, müssen sie sich in Kooperationen gemeinsam gegen den Konkurrenten Strasse stark machen (Pressemeldung SEV, 05.02.10).

RechteckPro Bahn zur Reorganisation von SBB Cargo
Mit einer Reorganisation wollen die SBB ihrem Güterverkehr zu neuen Höhenflügen verhelfen. Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Bahn- Bus- und Trambenützer, steht diesen Massnahmen nicht negativ gegenüber.
Das klare Bekenntnis der SBB zum Wagenladungsverkehr tönt ermutigend, auch wenn in diesem Bereich nur sogenannte standardisierte Lösungen angeboten werden. Ansprüche, welchen diesen Standard überschreiten, müssen Kunden besonders bezahlen. Dieses Konzept ist aber nur dann anwendbar, solange der Verkehrsträger „Schiene“ konkurrenzfähig ist. Wenn nicht, ist vorgesehen, den konkreten Fall dem Bund zu unterbreiten, damit er über eine allfällige Subventionierung entscheiden kann. Pro Bahn Schweiz legt Wert darauf, dass SBB Cargo im Wagenladungsverkehr flexibel in Bezug auf Leistung und Konditionen ist. Es darf nicht mehr vorkommen, dass bestehende Güter-Anschluss-Geleise nicht mehr genutzt werden, weil die Zusammenarbeit mit den Bahnorganen unergiebig oder die Preise zu hoch waren.
Gegen die im Transitverkehr vorgesehene Konzentration auf die Nord – Süd Achse hat Pro Bahn nichts einzuwenden. Ebenso wenig gegen die vorgesehene Errichtung einer Tochterfirma mit einer Minderheitsbeteiligung der Hupac AG, welche nicht nur auf der Nord – Süd – Achse sondern auch in West- und Osteuropa erfolgreich tätig ist. Dank der Erfahrung beider Partner wird SBB Cargo im harten europäischen Konkurrenzkampf des Güterverkehrs vermehrt bestehen und konkurrenzfähige Tür-zu-Tür Lösungen anbieten können.
Die Auswirkungen werden sich nach den Aussagen von CEO Andreas Meyer in Grenzen halten: Dank dem Wachstum der SBB in den Bereichen „Infrastruktur“ und „Personenverkehr“ werden sich für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Möglichkeiten ergeben.
Nachdem weder eine Kooperation mit der deutschen oder französischen Bahn machbar ist, ist auch für Pro Bahn Schweiz der Alleingang mit einem starken Partnern der richtige Weg in eine hoffentlich defizitfreie Zukunft bei SBB Cargo (Pressemeldung Pro Bahn Schweiz, 05.02.10).

RechteckSBB testet neues System für kürzere Wartezeiten
Die SBB testet in der Halle im Bahnhof Basel SBB ein neues Bediensystem vor den Billettschaltern. Ab Montag, 8. Februar, bis Sonntag, 21. Februar 2010, stehen Kundinnen und Kunden nicht mehr je Schalter an, sondern bei einer von zwei «englischen» Warteschlangen. Diese werden mittels Absperrbändern im Reissverschlusssystem zusammengeführt. Der Versuch soll zeigen, ob sich die Wartezeiten für die Kundinnen und Kunden so verkürzen lassen.
Vom Montag, 8. Februar, bis Sonntag, 21. Februar 2010, testet die SBB im Bahnhof Basel SBB ein neues Bediensystem. Kundinnen und Kunden stehen nicht mehr an einem der fünf Schalter in der Bahnhofshalle an, sondern bei einer von zwei Warteschlangen. Diese werden mittels Absperrbändern im Reissverschlusssystem zusammengeführt. Wer in der vereinigten Schlange zuvorderst steht, wird am nächsten frei gewordenen Schalter bedient.
Der Test soll aufzeigen, ob das neue System die Wartezeiten für die Kundinnen und Kunden verkürzt. Dahinter steht das «englische» Prinzip «first come, first served», sprich wer zuerst ansteht, soll auch zuerst bedient werden. Zudem prüft die SBB, ob das neue Bediensystem mit einer anstelle von mehreren Wartschlangen den Personenfluss in der Bahnhofshalle verbessert. Die Akzeptanz des neuen Systems ermittelt die SBB mit Kunden- und Mitarbeiterbefragungen. Zudem misst sie die Wartezeiten und vergleicht diese mit den bisherigen Wartezeiten.
Wie bisher stehen den Reisenden im Bahnhof Basel SBB neben den Billettschaltern 23 Billettautomaten mit Berührungsbildschirm zur Verfügung. Neben Tickets nach über 4500 Ortschaften können an diesen auch Mehrfahrtenkarten und Tageskarten gekauft werden, zahlbar mit Bargeld, EC- und Kreditkarten, Reka-Checks oder Postcard.
Für Beratung und Bestellungen ist zudem der Rail Service rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.) erreichbar. Über Internet sind sowohl Fahrplanauskünfte im Online-Fahrplan als auch Billette (www.sbb.ch/ticketshop) erhältlich. Neu können Billette nach einmaliger Registrierung auch direkt via Handy bezogen werden (www.sbb.ch/mobileworld) (Pressemeldung SBB, 03.02.10).

RechteckPeter Kummer ist neuer Leiter der SBB Informatik
Der neue Leiter der SBB Informatik heisst Peter Kummer. Als CIO gehört Kummer der erweiterten Konzernleitung der SBB an. Seit 1. November 2009 hatte Kummer diese Funktion bereits interimistisch inne und führte die SBB Informatik mit seinen rund 600 Vollzeitstellen.
Vor der Übernahme der interimistischen Leitung stand Peter Kummer seit 2007 als Chief Architect dem Bereich «Architecture & Quality» von SBB IT vor. Dieser umfasst neben den Architekturleistungen (EAM) auch ein Qualitätsmanagement, eine zentrale Testfactory und den Bereich IT-Plattformen. Projekte wie die Einführung von Outlook im 2008, die Bebauungsplanung zur Steuerung der IT-Landschaft, die Modernisierung und Konsolidierung der Plattformen sowie die Entwicklung des künftigen IT-Arbeitsplatzes der SBB (AQUA) fielen in seinen Verantwortungsbereich. 2009 wurde unter seiner Leitung die IT-Strategie überarbeitet.
Vor seinem Wechsel zur SBB im 2007 war Kummer bei einer Versicherungsgesellschaft als Bereichsleiter Unternehmensarchitektur tätig. Kummer, lic. rer. pol., studierte an der Universität Bern Betriebswirtschaft und Informatik. Der 44-Jährige ist verheiratet und Vater von vier Kindern.
Die Wahl von Peter Kummer steht für Kontinuität und Verlässlichkeit bei der Umsetzung der IT-Strategie und eine konsequente Ausrichtung der IT-Dienstleistungen auf die Bedürfnisse des Business und der SBB Kunden (Pressemeldung SBB, 01.02.10).

RechteckIm Zug ans WEF
Foto SBB RailAway
Gleich zwei ausländische Delegationen reisten dieses Jahr per Zug nach Davos und haben damit die Empfehlung des WEF, ökologisch anzureisen, mehr als eingehalten.
Lange bevor der Schnee kam, haben sich zwei ausländische Delegationen für die Anreise ans diesjährige WEF nach Davos mit dem Zug entschieden. Damit entgingen diese nicht nur den Unsicherheitsfaktoren „schwierige Strassenverhältnisse“ oder „schlechtem Flugwetter“, sondern konnten die Reise zusammen als ganze Delegation in ungestörter Atmosphäre geniessen, sich im Zug verpflegen und zudem dem Appell der WEF-Organisatioren folgen, nicht nur vom Klimawandel zu sprechen sondern auch etwas dagegen zu tun.
Ob in einem speziellen Extrazug mit den edel ausgestatteten Konferenzwagen Salon de Luxe oder in den noblen „Bundesratssalonwagen“ aus den 60er-Jahren – SBB RailAway nahm in Zusammenarbeit mit der RhB und der Polizei die Herausforderung solcher Transporte mit erhöhter Sicherheitsstufe an und fuhr sowohl den koreanischen Ministerpräsident als auch den chinesischen Vizepremierminister mit den entsprechenden Delegationen sicher und pünktlich nach Davos. Weitere Infos zu den Extrawagen finden Sie unter www.sbb.ch/charter (Pressemeldung SBB RailAway, 30.01.10).

RechteckKollision zweier Güterzüge bei Brig
Bei der Kollision zweier Güterzüge zwischen dem Bahnhof Brig und dem Tunnelportal des Simplon sind heute morgen mehrere Wagen entgleist. Es gab keine Verletzten. Die Güterzüge transportierten kein Gefahrgut. Die Bahnstrecke durch den Simplontunnel ist derzeit unterbrochen. Reisende nach Italien fahren über den Gotthard, Fahrgäste des Regionalverkehrs benützen die Bahnersatzbusse zwischen Brig und Iselle über den Simplonpass. Die SBB hat bei Fragen von Reisenden die kostenlose Hotline unter der Nummer 0800 99 66 33 aufgeschaltet.
Am Donnerstagmorgen um 2.40 Uhr kollidierten zwei Güterzüge zwischen dem Bahnhof Brig und dem Tunnelportal des Simplontunnels. Mehrere Wagen entgleisten, niemand wurde verletzt. Die Güterzüge transportierten kein Gefahrgut. Die Strecke zwischen Brig und Dommodossola ist für den Bahnverkehr unterbrochen. Die zwei betroffenen Güterzüge wurden geführt durch die BLS und Crossrail. Die unabhängige Unfalluntersuchungsstelle des Bundes ist vor Ort.
Die Dauer der Störung ist unbestimmt. Reisende nach Italien benützen mit Vorteil die Zugsverbindungen über den Gotthard. Zwischen Brig und Iselle verkehren Bahnersatzbusse. Der Autoverlad durch den Simplontunnel ist eingestellt (Pressemeldung TPG, 29.01.10).

RechteckBundesrat unterstützt Vorschlag für neues Bahnpolizeigesetz
Der Bundesrat unterstützt den Vorschlag aus dem Parlament für ein neues Bundesgesetz über die Sicherheitsorgane der Transportunternehmen im öffentlichen Verkehr (BGST). Den Gesetzesentwurf hat die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates (KVF-N) ausgearbeitet, nachdem der erste Vorschlag des Bundesrates vom Parlament zurückgewiesen worden war.
Das BGST soll das aus dem Jahr 1878 stammende Bahnpolizeigesetz ablösen. Nachdem der Entwurf des Bundesrates für ein neues Gesetz am 9. März 2009 abgelehnt worden war, arbeitete die KVF-N einen neuen Vorschlag aus.
Dieser beruht auf der ursprünglichen Bundesratsversion, modifiziert ihn aber in einigen Punkten. So wird klar zwischen einer mit polizeilichen Funktionen ausgestatteten Transportpolizei und einem Sicherheitsdienst mit weniger Kompetenzen unterschieden. Während die Transportpolizei in der Regel uniformiert ist und beispielsweise verdächtige Personen vorläufig festnehmen kann, darf der Sicherheitsdienst Personen zwar kontrollieren, aber nicht festnehmen. Nur die Aufgaben des Sicherheitsdienstes, nicht aber jene der Transportpolizei, können an private Organisationen übertragen werden. Während die SBB auf eine Transportpolizei setzt, können kleinere Verkehrsbetriebe sich mit einem Sicherheitsdienst begnügen.
Der Bundesrat hat nun seine Stellungnahme zur Parlamentarischen Initiative BGST der KVF-N verabschiedet. Er unterstützt den Gesetzesentwurf und begrüsst, dass die wesentlichen Ziele des Bundesrates mit der neuen Vorlage gewahrt bleiben. Der Gesetzesentwurf wird nun vom Parlament behandelt werden und soll auf den 1. Januar 2011 in Kraft treten (Pressemeldung BAV, 28.01.10).

RechteckLukas Bruhin wird neuer stellvertretender Generalsekretär des UVEK
Der neue stellvertretende Generalsekretär des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) heisst Lukas Bruhin. Der 41-jährige Fürsprecher tritt sein Amt am 1. Juni 2010 an und löst Hans Rudolf Dörig ab, der Ende Mai in den Ruhestand tritt.
Lukas Bruhin hat sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bern 1997 mit der Patentierung zum Fürsprecher abgeschlossen. Nach einer zweijährigen Assistenz an der gleichen Hochschule arbeitete er ab 1999 als Jurist im Amt für Raumordnung und Gemeinden des Kantons Bern. Er leitete dort das Projekt ,Gemeindereformen im Kanton Bern". Im Jahr 2000 wechselte Bruhin ins Generalsekretariat des UVEK, wo er im Stab des Generalsekretärs zuständig war für die öffentlichen Unternehmungen des Bundes, namentlich Post und Skyguide. 2004 trat er in die Dienste der Post, zuerst als Leiter der Regulierungsstrategie, ab 2005 als Leiter Internationales und Regulierungsfragen. Seit September 2009 ist er persönlicher Mitarbeiter des Konzernchefs.
Lukas Bruhin verfügt neben einer fundierten Ausbildung auf Universitätsstufe über eine erfolgreiche Berufs- und Führungserfahrung in verschiedenen Funktionen im Verwaltungsbereich sowie bei einem Unternehmen des Bundes. Mit diesem Leistungsausweis erfüllt er das Anforderungsprofil in allen Teilen. Zudem erzielte er in einem von einer externen Agentur durchgeführten Assessment ausgezeichnete Resultate.
Der neue stellvertretende Generalsekretär des UVEK nimmt seine Arbeit am 1. Juni 2010 auf. Er löst mit Hans Rudolf Dörig einen der beiden aktuellen stellvertretenden Generalsekretäre ab; dieser tritt per Ende Mai nach insgesamt 38 Dienstjahren in der Bundesverwaltung, davon 14 im Generalsekretariat des UVEK, in den Ruhestand. Der Bundesrat bedankt sich bereits jetzt bei Hans Rudolf Dörig für die geleisteten Dienste und seine ausgezeichnete Arbeit im Dienste der Eidgenossenschaft (Pressemeldung UVEK, 28.01.10).

RechteckVorbereitungsarbeiten zur Anbindung des Ceneri-Basistunnels
Im Raum Camorino zwischen Giubiasco und Cadenazzo haben am 25. Januar 2010 bei der bestehenden SBB-Linie Anpassungen an den bahntechnischen Installationen begonnen. Dabei handelt es sich um erste Vorbereitungsmassnahmen zur Anbindung des Ceneri-Basistunnels an das bereits bestehende Bahnnetz.
Unter anderem werden auf den neu erstellten Brückenbauwerken Morobbia und A2 Gleise verlegt und Fahrleitungen errichtet. Diese Arbeiten sind sehr anspruchsvoll, da sie den laufenden Bahnbetrieb nicht einschränken dürfen.
Mit den Ausführungsarbeiten für die Verlegung der Stammlinie Giubiasco – Cadenazzo hat die AlpTransit Gotthard AG die SBB beauftragt. Sie werden etappenweise realisiert und mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels im Jahr 2019 abgeschlossen (Pressemeldung AlpTransit Gotthard AG, 27.01.10).

RechteckAufrichtefeier für den Erweiterungsbau im Ausbildungszentrum in Murten
Das Centre Löwenberg in Murten ist das zentrale Ausbildungszentrum der SBB für die interne Aus- und Weiterbildung. Das 1984 eröffnete Zentrum wurde inzwischen zu klein und muss ausgebaut werden. Heute Montag feierte die SBB in Murten das Aufrichtefest des neuen Gebäudes M. Der Bau kostete 6 Millionen Franken.
Das Centre Löwenberg beherbergt einen Grossteil der internen Fachausbildung und der Weiterbildung innerhalb der SBB. Die SBB hatte anfangs der achtziger Jahre die Anlage mitsamt dem herrschaftlichen Manoir und Wirtschaftsgebäuden erworben, um hier die zuvor dezentrale Aus- und Weiterbildung des Unternehmens zusammenzubringen an einem zentralen Ort praktisch auf der Sprachgrenze zwischen Deutschschweiz und Romandie. Die SBB erstellte neue Gebäude für Ausbildung, Restaurant und Beherbergung der Kursteilnehmer. Seit 1984 ist das Centre Löwenberg in Betrieb.
Jetzt wird die Anlage ausgebaut. Ab kommendem Sommer steht in dem Gebäude M, dessen Aufrichte am Montag gefeiert wurde, auf zwei Etagen mit insgesamt 1200 m² zusätzlicher Raum zur Verfügung. Namentlich die Ausbildung der Fachleute der Bahninfrastruktur wird immer anspruchsvoller. Die Technologien etwa im Bereich Sicherheitseinrichtungen (Signalisation, Steuerung etc.) hätten sich in den letzten Jahren rasant weiter entwickelt, sagte Rainer Ducrey, Personalverantwortlicher von SBB Infrastruktur, am Montag anlässlich der Aufrichtefeier in Murten: «Auf dem SBB-Netz wird es immer enger: Mit gegen 9000 Zügen täglich ist das Netz in hohem Masse ausgelastet. Entsprechend anspruchsvoller wird der Unterhalt des Streckennetzes. Mit dem neuen Gebäude M erhalten wir die Kapazität für die nötige zusätzliche Ausbildung unsere Fachleute.» In den nächsten Monaten werden deshalb spezifische Infrastruktureinrichtungen in das neue Gebäude eingebaut für die Schulung der Infrastruktur-Fachleute: Sicherheits- und Stellwerkanlagen, ein Modell für die ETCS-Steuerung sowie eine Werkstätte für Weichenmechanik.
Die Bauarbeiten für das neue Gebäude wurden im Frühjahr 2009 aufgenommen und stehen mit der heutigen Aufrichte kurz vor dem Abschluss. «Das Gebäude wurde nach dem Minergie-Standard errichtet und schafft den dringend nötigen zusätzlichen Platz. Damit können die bestehenden Bauten entlastet werden. Davon profitieren die SBB-Mitarbeitenden ebenso wie die externen Teilnehmer von Kursen im Centre Löwenberg», erklärte Remo Zberg von SBB Immobilien. Die Kosten für den Neubau inklusive der technischen Installationen belaufen sich auf rund 6 Millionen Franken (Pressemeldung SBB, 26.01.10).

RechteckRail Service ab Ende Juni 2011 vollständig in Brig
Die SBB konzentriert die Contact-Center-Aktivitäten des Personenverkehrs per Ende Juni 2011 vollständig im SBB Contact Center in Brig, da die Zahl der Anrufe rückläufig ist. Die Aussenstellen in Zürich, Genève und Lugano werden in Brig zusammengeführt. Allen Mitarbeitenden wird eine neue Stelle in den Verkaufsregionen angeboten.
Heute werden Anrufe auf die Nummer 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.) im SBB Contact Center in Brig sowie in den Aussenstellen Genève, Lugano und Zürich beantwortet. In Brig bietet die SBB einen 24-Stunden-Betrieb an, die Aussenstellen unterstützen tagsüber.
Die Zahl der Anrufe geht jährlich um rund zehn Prozent zurück, der Aufwand pro Anruf steigt hingegen etwas an, allerdings nicht im selben Ausmass: Einfache Fahrplanauskünfte werden nicht mehr über den Rail Service, sondern über elektronische Medien wie Internet oder Handy eingeholt, intensive Beratungen dagegen telefonisch.
Aus Kosten- und Effizienzgründen werden die Aussenstellen in Genève, Lugano und Zürich per Ende Juni 2011 zu einem einzigen Rail Service Schweiz in Brig zusammengeführt. Dadurch werden 31 Vollzeitstellen nach Brig verlegt. Die SBB nimmt keine Entlassungen vor, den rund 50 betroffenen Mitarbeitenden wird in den Verkaufsregionen eine neue Stelle angeboten. Die Direktbetroffenen wurden informiert, ebenso die Sozialpartner (Pressemeldung SBB, 26.01.10).

RechteckSBB Infrastruktur konzentriert sich auf Kernaufgaben
Angesichts des stark gestiegenen Mittelbedarfs für die Bahninfrastrukturen setzt die SBB ein Kostensenkungsprogramm um. In der Verwaltung und Führung der Division Infrastruktur werden rund 60 Mio. Franken jährlich eingespart; betroffen sind 300 bis 350 Stellen. Der Stellenabbau erfolgt GAV-konform, das heisst, ohne Entlassungen und in enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern.
Die SBB will die Verwaltungskosten in der Division Infrastruktur nachhaltig senken und so Mittel für die Kernaufgaben wie Substanzerhalt oder Netzausbau freispielen. Diese Mittel werden dringend benötigt: Das Verkehrsaufkommen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, ebenso die Unterhaltskosten. Hinzu kommen grosse Investitionen in den Ausbau des Schienennetzes. Die SBB will ihren Beitrag an den steigenden Mittelbedarf leisten und reduziert wo immer möglich Kosten.
Die Supportorganisationen von SBB Infrastruktur werden künftig auf allen Stufen schlanker und leistungsfähiger gestaltet und die Verwaltungskosten um jährlich CHF 60 Mio. gesenkt. Das entspricht 300 bis 350 Stellen in Verwaltung und Führung sowie Einsparungen bei den Sachkosten (Mieten, Büroinfrastruktur etc.). In den vergangen Jahren sind die Verwaltungskosten bei SBB Infrastruktur stark angestiegen.
Der Stellenabbau erfolgt gemäss dem geltenden Gesamtarbeitsvertrag (GAV), es gibt keine Entlassungen. Die Umsetzung erfolgt gestaffelt im Jahr 2010 und in enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern nach dem gemeinsamen Leitfaden für Reorganisationen. Nicht vom Stellenabbau betroffen sind die direkt produktiven Stellen.
Bereits auf Anfang 2010 hat SBB Infrastruktur eine neue Organisation in Kraft gesetzt: Mit dem Programm „Infrastruktur 2014“ wird die Division auf eine starke Kundenorientierung und standardisierte Arbeitsweisen ausgerichtet; mittelfristig strebt sie das Erreichen von Business Exzellenz nach dem EFQM-Modell an (European Foundation for Quality Management).
Trotz schwieriger Wirtschaftslage hat die SBB 2009 neue Stellen geschaffen und beschäftigt heute mehr Mitarbeitende als vor Jahresfrist. Sie ist eine attraktive Arbeitgeberin für 28'000 Menschen in der Schweiz (Pressemeldung SBB, 23.01.10).

RechteckSBB übernimmt Instandhaltung von Crossrail-Loks
Der SBB ist seit anfangs Jahr für die Instandhaltung der Lokomotiv-Flotte der Schweizer Crossrail AG zuständig. Der schwere Unterhalt (Revisionen, Reparaturen) der fünf Lokomotiven des Typs Re 436 wird im SBB Industriewerk Bellinzona durchgeführt, die leichteren Wartungsarbeiten finden in den Serviceanlagen Basel, Brig und Zürich statt.
Die private Crossrail AGNeues Fenster mit Sitz in Muttenz BL fährt im europäischen Schienengüterverkehr Ganzzüge im transalpinen Korridor zwischen Italien, Deutschland, Belgien und Holland. In Italien betreibt das Unternehmen die Tochtergesellschaft Crossrail Italia S.r.l.
Per 1. Januar 2010 hat Crossrail die SBB mit der Instandhaltung ihrer Lokomotiv-Flotte betraut. Die über fünf Jahre laufende Vereinbarung sieht vor, dass die Revisionen und Reparaturen – der sogenannt «schwere Unterhalt» – der fünf Re 436-Lokomotiven im Industriewerk der SBB in Bellinzona durchgeführt werden. Die leichte Wartung findet in den Serviceanlagen der SBB in Basel, Brig und Zürich statt.
«Wir haben uns aus Qualitäts- und Kostengründen für die SBB entschieden», sagt Jeroen Le Jeune von Crossail. «Die SBB, die auch im Fahrzeugunterhalt für hohe Qualität steht, übernimmt die Wartung unserer Lokomotiven zu Konditionen, die absolut marktfähig sind.»
Die SBB verfügt über 265 baugleiche Lokomotiven: «Wir verfügen mit unserer eigenen grossen Flotte über die technischen Voraussetzzungen und das Knowhow. Damit konnten wir Crossrail ein attraktives Gesamtpaket anbieten», sagt Manfred Haller, Leiter Operating a.i. beim Personenverkehr SBB. «Die Unterzeichnung dieser Vereinbarung erlaubt uns, das Geschäftsvolumen mit Drittkunden auszuweiten», freut sich Sergio Pedrazzini, Leiter des Industriewerks Bellinzona (Pressemeldung SBB, 23.01.10).

RechteckStellenabbau bei der Infrastruktur der SBB macht der SEV Sorgen
Der angekündigte Stellenabbau bei der Infrastrukturdivision der SBB macht der Gewerkschaft SEV Sorgen. Der SEV befürchtet einen Knowhow-Verlust, den die SBB bald bereuen könnte. Er begleitet das Projekt deshalb konstruktiv, aber kritisch.
Im letzten Herbst hatte der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, die Abbaupläne bei SBB Infrastruktur publik gemacht und damit erreicht, dass ein Marschhalt erfolgt. In der Zwischenzeit haben zahlreiche Sitzungen stattgefunden, in welchen sich die SBB zu einem differenzierten, schrittweisen Vorgehen bereit erklärt hat. «Dem SEV und den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglicht dies eine kritische Begleitung des Projekts», hält SEV-Vizepräsident Manuel Avallone fest und ergänzt: «Der SEV wird seine Fachleute an der Basis in die kommenden Konsultationen der SBB einbeziehen, um die Optimierung der Division Infrastruktur zukunftsorientiert zu begleiten.»
Insgesamt wird die Division Infrastruktur in absehbarer Zeit grossen Rekrutierungsbedarf haben, dies angesichts des ausgewiesenen massiven Nachholbedarfs beim Netzunterhalt. «Der SEV legt grössten Wert darauf, dass die SBB jetzt nicht in einem Schnellschuss Stellen abbaut und damit Knowhow vernichtet, das ihr bald einmal schmerzhaft fehlen wird», betont der zuständige Gewerkschaftssekretär Urs Huber. Den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind langfristige Perspektiven aufzuzeigen, statt sie aus dem Arbeitsprozess auszugliedern und anschliessend mit grossem Aufwand neu zu integrieren.
Der SEV anerkennt allerdings, dass gerade angesichts der bevorstehenden Herausforderungen eine Überprüfung der Organisation angebracht ist. Dies muss aber gleichzeitig auch das Ende der sich in letzter Zeit mehrfach aufeinander folgenden Restrukturierungen bedeuten. Das Personal muss arbeiten können, ohne sich laufend in Reorganisationen zu verzetteln und sich dauernd um den Arbeitsplatz zu sorgen (Pressemeldung SEV, 23.01.10).

RechteckZertifizierungen beim Güterwagenunterhalt
Stellen, die den Unterhalt von Güterwagen planen und steuern, können sich auf freiwilliger Basis zertifizieren lassen. Um diese Vorteile auch für Schweizer Unternehmen im internationalen Güterverkehr nutzbar zu machen, schliesst sich die Schweiz einer Vereinbarung mehrerer EU-Länder an.
BAV-Direktor Max Friedli hat am 22.01.10 ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU ECM) bei der zwischenstaatlichen Organisation für den internationalen Eisenbahnverkehr (OTIF) in Bern unterzeichnet.
Das unterzeichnete Memorandum (MoU ECM) beabsichtigt die Harmonisierung eines minimalen Qualitätslevels beim Unterhalt von Güterwagen in ganz Europa. Dazu werden die organisatorischen Anforderungen definiert, die eine Stelle, die für den Unterhalt von Güterwagen zuständig ist, erfüllen soll. Zudem werden die Bedingungen und Verfahren für die Zertifizierung einer solchen Stelle festgelegt. International bezeichnet man solche Stellen mit Entity in Charge of Maintenance, daher die Abkürzung ECM.
Mit der Unterzeichnung des MoU ECM wird sicher gestellt, dass die Zertifizierungen von den unterzeichnenden Ländern gegenseitig anerkannt werden. Das Memorandum of Understanding gilt als Übergangslösung auf freiwilliger Basis, bis ein EU-weites Zertifizierungssystem für Stellen, die mit der Instandhaltung von Güterwagen betraut sind, in Kraft tritt. Die Übergangslösung wurde auf Anregung der Güterwagen-Branche geschaffen (Pressemeldung BAV, 23.01.10).

Rechteck32 neue Tango-Trams für die Genfer Verkehrsbetriebe TPG
Tango. So lautet der vielversprechende Name der neuen Trams, die ab Ende 2011 auf dem öffentlichen Verkehrsnetz der Region Genf unterwegs sein werden.
Im Juni 2009 wurden die Neuanschaffungen, die für die Umsetzung des kantonalen Richtplans für den öffentlichen Verkehr 2011–2014 nötig sind, öffentlich ausgeschrieben. Gewonnen hat die Ausschreibung das Schweizer Unternehmen Stadler Rail. Der Auftrag umfasst die Lieferung von 32 neuen Fahrzeugen im Zeitraum von 2011 bis 2014 und hat ein Gesamtvolumen von 154 Millionen Franken, exklusive Mehrwertsteuer. Die neuen Trams ergänzen die bestehende Fahrzeugflotte der TPG für das grosszügig ausgebaute Meterspurnetz und werden den Anforderungen einer zukunftsfähigen Mobilität in der Wachstumsregion Genf-Waadt-Frankreich gerecht.
Seit 2003 wurde das Genfer Tramnetz fast jedes Jahr um eine Linie oder eine Teilstrecke erweitert. Bereits Ende 2010 wird nun der Ausbau der Linien 14 und 16 bis zum CERN fertiggestellt (Projekt TCMC, 3. Etappe), und 2011 soll nach zwei intensiven Baujahren die Linie nach Bernex (Projekt TCOB) eröffnet werden. In diese letzte Etappe fällt die Lieferung der von TPG neu erworbenen Tango-Trams. Dieser Fahrzeugtyp des Schweizer Unternehmens Stadler Rail kommt unter anderem im Basler Tramnetz zum Einsatz.
Mit dem Ausbau ihrer Tramflotte reagieren die TPG auf die steigende Nachfrage und das vom Kanton Genf definierte Ziel, das Angebot im Zeitraum 2011 bis 2014 um 30 % zu erhöhen. Zusammen mit dem permanent verbesserten Tramnetz bietet sie somit der Bevölkerung eine noch leistungsfähigere öffentliche Infrastruktur. Das Schweizer Unternehmen Stadler Rail erhielt vom Verwaltungsrat der Genfer Verkehrsbetriebe am 21. Dezember 2009 den Zuschlag für die Lieferung von 32 neuen Fahrzeugen mit zwei Optionen für 14 bzw. 10 zusätzliche Trams. Das Angebot des Schweizer Herstellers über 154 Millionen Franken exklusive Mehrwertsteuer wurde ausgewählt, weil es die wirtschaftlichste Variante war (in Übereinstimmung mit der interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen, BoeB/VoeB).
Die neuen Trams für TPG sind als Zweirichtungsfahrzeuge mit 5 Gelenken ausgelegt, 44 Meter lang, 2,30 Meter breit sowie 57 Tonnen schwer und verfügen über 261 Plätze, davon 88 Sitzplätze. Die 7 Niederflureingänge mit Flügeltüren bieten ausreichend Platz für Rollstühle und erfüllen so die gesetzlichen Anforderungen für einen behindertengerechten öffentlichen Verkehr.
Die neuen Fahrzeuge sind als Trams der neusten Generation mit allem Komfort ausgestattet: Klimaanlage, Heizung, Klapprampen zwischen Fahrzeug und Perron, Kundeninformationssystem und Videoüberwachung. Sie bieten für Fahrgäste und Tramführer höchsten Komfort dank luftgefederter Drehgestelle mit ausgezeichneten Laufeigenschaften.
Die Genfer Verkehrsbetriebe freuen sich über diese neue Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus der Region. Die Schweizer Unternehmensgruppe Stadler Rail Group wurde 1942 gegründet und beschäftigt heute rund 2400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an acht Standorten, davon drei in der Schweiz (Bussnang, Altenrhein und Winterthur). Sie ist auf die Bereiche Regional- und Vorortsverkehr, Stadtbahnen (S-Bahn), Strassen- und Zahnradbahnen spezialisiert (Pressemeldung TPG, 22.01.10).

RechteckSBB sucht 90 neue Zugbegleiterinnen und -begleiter
Ab Juni 2011 werden Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter der SBB auf den Strecken Lausanne–Paris, Genf–Paris und Bern–Paris ihre Kolleginnen und Kollegen der französischen Bahngesellschaft SNCF durchgehend begleiten. Die SBB schreibt für die interessante Aufgabe 90 neue Stellen aus.
Auf den TGV-Strecken Genf–Paris, Lausanne–Paris und Bern–Paris werden sich ab Juni 2011 neben den SNCF-Zugbegleitenden auch Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter der SBB um das Wohl der Fahrgäste kümmern. Mit der Einführung der Hochgeschwindigkeitsstrecke «Rhin-Rhône» in Frankreich folgt ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 auch die Linie Zürich–Basel–Paris. Die SBB sucht für die neue Aufgabe 90 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Tochtergesellschaft von SBB und SNCF, TGV Lyria, hat der SBB die Zustimmung zum Aufbau der durchgehenden Zugbegleitung nach Paris gegeben. «Dass wir von unserem Partner Lyria den Auftrag zur Begleitung erhalten haben, stellt den Servicegedanken zu Gunsten unserer Kunden unter Beweis», sagt Toni Häne, Leiter Verkehrsmanagement Personenverkehr der SBB.
«Wir legen grossen Wert auf die "Swissness" im grenzüberschreitenden TGV-Verkehr», sagte Christian Rossi, Direktor von TGV Lyria. Die Kundinnen und Kunden sollen in ihrer Muttersprache begrüsst und betreut werden. Der Servicegedanke ist zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen SBB und TGV Lyria. Gleichzeitig erschliesst sich für das Zugpersonal der SBB ein neues und attraktives Einsatzgebiet im Ausland, wenn sie die TGV-Züge gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der französischen Staatsbahnen SNCF durchgehend bis Paris begleiten (Pressemeldung SBB, 22.01.10).

RechteckNeue Webseite der S-Bahn Bern
Die Betreiber der S-Bahn Bern, BLS AG und Regionalverkehr Bern–Solothurn RBS, haben die Website www.s-bahn-bern.ch neu aufgebaut. Die jährlich rund 50 Millio­nen Pendlerinnen und Pendler erhalten damit die Möglichkeit, mit wenigen Klicks zu wichtigen aktuellen Informationen zu gelangen. Themen wie Fahrpläne nach Linien, Fahrpläne nach einzelnen Haltepunkten, Netzplan, Tarife und Informationen zur aktuellen Verkehrslage sind direkt ab der Startseite zugänglich.
Wer sich in Themen wie kombinierte Mobilität, Rollmaterialeinsatz, Freizeit­angebote, den Kinderhütedienst «Chinderbahnhof» oder das Pendlervelo «S-Bike» vertiefen will, nimmt am «Beratungsschalter» Platz. Dort können die Besucherinnen und Besucher der Website am Bildschirm die Welt des regionalen öffentlichen Verkehrs erkunden. Schliesslich verdient auch die Link-Liste Beachtung: Anhand dieser Zusammenstellung wird deutlich, wie vernetzt und komplex die S-Bahn Bern ist. Der Bogen spannt sich von den Bestellern zu den Nutzern, von den Ämtern zu den Verbänden, von den Tarifverbunden zum Tourismus – und das in alle Himmelsrichtungen.
Die S-Bahn Bern wird betrieben durch die BLS AG (Linien S1 – S6) und den Regionalverkehr Bern–Solothurn RBS (Linien S7 – S9) (Pressemeldung BLS, 21.01.10).

RechteckMegatrucks bedrohen die Nord-Süd-Achse
Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) und die Alpen-Initiative, der Verein zum Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr, haben am Montag zeitgleich Medienkonferenzen in Basel und in Chiasso abgehalten. An den beiden Enden der Gotthardachse – symbolische Orte des Widerstands gegen den überbordenden Schwerverkehr – haben die zwei Organisationen vor den Gefahren einer erneuten Erhöhung der Gewichtslimite für Lastwagen gewarnt.
„Die 60-Tonnen-Lastwagen würden die Verlagerungspolitik gefährden und somit einen Eckpfeiler der Schweizer Verkehrspolitik. Es wird eine Verlagerung von der Bahn zu der Strasse stattfinden – ein Blödsinn!“, sagte Anita Lachenmeier-Thüring, Vorstandsmitglied der Alpen-Initiative und Basler Nationalrätin. „Sollten die 60-Tönner in Europa zugelassen werden, so wird der Bundesrat versucht sein, diese Regelung autonom nachzuvollziehen. Was uns aber mit den 40-Tönnern passiert ist, darf uns nicht nochmals passieren. Dies hätte katastrophale Folgen“, so Patrizia Bernasconi, Mitglied des Zentralvorstands des VCS und Basler Grossrätin: „Die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer würde stark gefährdet.“
Per Video wurden die Teilnehmer an den Pressekonferenzen in Basel und Chiasso zusammengeschaltet. Luigi Rigamenti, Gemeinderat von Chiasso, übermittelte dabei seine Opposition gegen die 60-Tonnen-Lastwagen nach Basel. Dabei lud er die Basler Regierung ein, sich ebenfalls offiziell gegen die Megatrucks auszusprechen.
Inzwischen wurden in allen Kantonen entlang der Nord-Süd-Achse parlamentarische Vorstösse vorbereitet, eingereicht oder verabschiedet. In ihnen wird der Bundesrat aufgefordert, gegen eine Zulassung der 60-Tonnen-Lastwagen Stellung zu beziehen. Laut einer Umfrage der Alpen-Initiative wollen 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer keine Megatrucks auf den Strassen. Auch in Europa ergaben verschiedene Umfragen eine breite Ablehnung der Megatrucks.
In Basel sowie im Tessin sind die kantonalen Vorstösse gegen die Megatrucks hängig. Für Guido Vogel, Basler Grossrat und Mitunterzeichner der Basler Standesinitiative „Keine Gigaliner in der Schweiz“, ist klar: „Das Schweizer Strassennetz ist nicht geeignet für 60 Tonnen schwere Lastwagen. Eine Anpassung durch Ausbauten würde sehr hohe Kosten verursachen. Die Kantone müssten davon einen grossen Teil selber zahlen.“ (Pressemeldung BAV, 19.01.10).

RechteckZwischenfall mit einer Gondel der Rougemont-Videmanette-Bahn
Die Betreiber der Kabinenbahn Rougemont-Videmanette haben das Bundesamt für Verkehr (BAV, Aufsichtsbehörde) über den Absturz einer leeren Gondel am 16. Januar um 11.50 Uhr orientiert. Die unabhängige Unfall-Untersuchungsstelle (UUS) des UVEK hat sich am Sonntag vor Ort begeben. Die Abklärungen über die Ursache des Zwischenfalls sind zurzeit noch im Gang.
Die vom Zwischenfall betroffene Bahn verfügt über eine Betriebsbewilligung und Konzession bis Ende April 2016. Die Anlage wurde 1959 erstellt und 1984 umgebaut. Bis auf weiteres haben die Betreiber den Betrieb der Anlage eingestellt. Gestützt auf seine Eigenverantwortung wird das Bahnunternehmen über den Zeitpunkt der Wieder-Inbetriebnahme entscheiden.
Die Aufsichtsbehörde - bei Seilbahnen mit Bundeskonzession das BAV - überwacht Bau, Betrieb und Instandhaltung der Seilbahnen risikoorientiert. Die Mittel dazu sind Betriebskontrollen und Audits. Die Sicherheitsaufsicht des BAV gliedert sich in Prävention und Überwachung. Für die Sicherheit des Betriebs von Seilbahnen ist nach dem Seilbahngesetz (SebG) der Inhaber der Betriebsbewilligung verantwortlich. Er muss die Bahn so betreiben und instand halten, dass die Sicherheit jederzeit gewährleistet ist (Art. 18 SebG) (Pressemeldung BAV, 19.01.10).

RechteckTariferhöhungen bei Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs
Der stetige Angebotsausbau im öffentlichen Verkehr führt zu höheren Kosten beim Personal, bei der Sicherheit, der Energie und dem Unterhalt. Zusätzlich sind hohe Investitionen für neues Rollmaterial nötig, alleine die SBB investiert in den nächsten Jahren über 20 Milliarden Franken in das Rollmaterial. Deshalb haben die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs auf 12. Dezember 2010 eine allgemeine Preiserhöhung von durchschnittlich 6,4 Prozent beschlossen. Darin enthalten ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 0,4 Prozent.
Am 5. März 2009 haben die Schweizer Transportunternehmungen aus Rücksicht auf die damalige Wirtschaftslage auf die ursprünglich geplanten Preiserhöhungen per Dezember 2009 verzichtet. Dies obwohl die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs ihre Angebote (seit Fahrplanwechsel Dezember 2007 beispielsweise SBB +6 Prozent Zugkilometer, BLS +13,5 Prozent, Postauto +14 Prozent Jahreskilometer) und den Service laufend ausbauen. Zudem belasten die Engpässe beim Rollmaterial und der Infrastrukturunterhalt die Budgets der einzelnen Unternehmen immer stärker. Damit die steigenden Kosten für den Betrieb gedeckt und die zukünftigen Investitionen gesichert werden können, sind die Transportunternehmungen zwingend auf mehr Erträge angewiesen.
Angesichts der angespannten Finanzlage von Bund und Kantonen muss davon ausgegangen werden, dass die öffentliche Hand nicht alle zusätzlichen Kostenfaktoren ausgleichen wird. Eine Preiserhöhung ist daher unvermeidlich. Deshalb hat das zuständige Organ der Schweizer Transportunternehmen des öffentlichen VerkehrsNeues Fenster beschlossen, die Tarife auf den kommenden 12. Dezember zu erhöhen.
Dabei sind sich die Transportunternehmungen ihrer sozialpolitischen Verantwortung bewusst und belassen die Tarife für GA Behinderte, GA Kind, GA Plus Familia Kind sowie für das GA Plus Familia Jugend auf dem heutigen Stand.
Gemäss den geltenden Bestimmungen läuft ab heute während 30 Tagen die Gesamtabstimmung bei über 200 am Tarif beteiligten Transportunternehmungen. Danach sind die Tarife definitiv und gelten ab Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2010 (Pressemeldung SBB, 15.01.10).

RechteckTreue Kunden extrem zur Kasse bitten ...
... lautet das neueste Motto der Bahnen in Zusammenhang mit den vorgeschlagenen Preiserhöhungen des Verbandes öffentlicher Verkehr. Ausgerechnet treue Kunden – also beispielsweise Inhaber eines 2 Jahre lang gültigen Halbtaxabonnements – müssen künftig fünfzig Franken oder 20 % mehr für ein neues Abonnement bezahlen. Kauft der oder die Kundin ein Halbtaxabonnement für ein Jahr, dann macht es nur noch 10 % aus. Fährt er oder sie noch seltener, beträgt der Aufschlag für ein normales Billet 3,4 %. Mit andern Worten: Je weniger man Bahn fährt, desto besser.
Für Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Bahn- Bus- und Trambenützer, ist diese Haltung nicht verständlich. Pro Bahn anerkennt zwar, dass die Preise angepasst werden müssen. dass aber ausgerechnet die treuen Stammkunden überdurchschnittlich belastet werden sollen, ist schlechter Stil. Kommt dazu, dass auch die Tageskarten und die beliebten Tageskarten Gemeinde verteuert werden, ihre Gültigkeit aber verkompliziert und eingeschränkt wird. Die neuen Bestimmungen der Tageskarten sind total misslungen und extrem kundenunfreundlich.
Pro Bahn hofft, dass die von den SBB vorgestellten Sicherheitsmassnahmen sowie die geplanten Rollmaterialmodernisierungen und –Investitionen im vorgesehenen Umfang mit den erhöhten Billettkosten auch zeitgerecht realisiert werden und die Kunden wenigstens davon profitieren können (Pressemeldung Pro Bahn Schweiz, 15.01.10).

RechteckAnna Barbara Remund verlässt die BLS
Anna Barbara Remund, Leiterin Personenverkehr und Mitglied der Geschäftsleitung der BLS AG, verlässt das Unternehmen nach gut acht Jahren erfolgreicher Tätigkeit.
Seit Anfang Dezember 2001 leitete und prägte Anna Barbara Remund den Geschäftsbereich Personenverkehr der BLS mit den fünf Geschäftsfeldern Regionalverkehr Bahn, Regionalverkehr Bus, Schifffahrt Berner Oberland, Autoverlad Lötschberg und Reisezentren.
Anna Barbara Remund gelang es in dieser Zeit, die S-Bahn Bern weiterzuentwickeln, die Verkehrs-leistung in mehreren Etappen erfolgreich auszubauen und die Qualität zu steigern. Das Angebot des ehemaligen Regionalverkehrs Mittelland wurde dabei nahtlos in die BLS integriert. Unter ihrer Federführung erfuhr die Fahrzeugflotte eine Modernisierung und Erneuerung. Die einst chronisch defizitäre Schifffahrt Berner Oberland richtete sie neu aus und verbesserte das Ergebnis dank neuen Angeboten deutlich. Auch das Busangebot des von Anna Barbara Remund präsidierten Tochterunternehmens Busland AG wurde per Ende 2009 stark ausgebaut.
Anna Barbara Remund verlässt die BLS, weil sie eine neue berufliche Herausforderung in der Branche öffentlicher Verkehr angenommen hat (Pressemeldung BLS, 14.01.10).

RechteckAnna Barbara Remund wechselt zur SBB
Anna Barbara Remund, Leiterin Personenverkehr der BLS, wechselt zur SBB. Sie übernimmt von Martin Bütikofer die Leitung des SBB Regionalverkehrs. Martin Bütikofer hat sich entschieden, eine neue Herausforderung ausserhalb der SBB anzunehmen.
Der SBB Regionalverkehr erhält eine neue Leitung: Anna Barbara Remund, Leiterin Personenverkehr der BLSNeues Fenster, wechselt zur SBB und tritt die Nachfolge von Martin Bütikofer an. Während über acht Jahren prägte Anna Barbara Remund als Mitglied der Geschäftsleitung BLS massgeblich deren Personenverkehr. Die 46-jährige diplomierte Forstingenieurin ETH ist in Bern wohnhaft und absolvierte an der Hochschule St. Gallen ein Executive MBA. Vor ihrer Tätigkeit bei der BLS war sie beim Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL, heute BAFU) und als Leiterin des Kreisforstamtes See- und unterer Broyebezirk im Kanton Freiburg engagiert. Sie bringt langjährige Erfahrung im Personenverkehr mit und ist mit den heutigen und künftigen Herausforderungen des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz bestens vertraut. Das Datum ihres Übertritts zur SBB ist noch offen.
Der bisherige Leiter des SBB Regionalverkehrs, Martin Bütikofer, hat sich nach viereinhalb Jahren Tätigkeit entschieden, per Ende Februar 2010 die SBB zu verlassen und eine neue Herausforderung ausserhalb des Unternehmens anzunehmen. Mit grossem Einsatz prägte er den öffentlichen Verkehr im Allgemeinen und den SBB Regionalverkehr im Speziellen. Dank seiner grossen Fachkompetenz in Aufbau und Betrieb von Regionalverkehrsnetzen setzte er in der ganzen Schweiz Akzente. Unter seiner Federführung wurden die Regionalverkehrsflotte erneuert, grosse Angebotsschritte unter anderem bei den S-Bahnen in Basel und Zürich realisiert und Tochtergesellschaften wie ThurboNeues Fenster, ZentralbahnNeues Fenster oder die SBB GmbH Deutschland weiterentwickelt. Konzern- und Divisionsleitung der SBB bedauern den Austritt von Martin Bütikofer, danken ihm für sein grosses Engagement und wünschen ihm für seine weitere berufliche Karriere alles Gute (Pressemeldung SBB, 14.01.10).

RechteckFunkwerk IT steuert Baulokomotiven im Gotthard-Basistunnel
Die Arbeitsgemeinschaft Transtec Gotthard (TTG), Generalunternehmer für die Bahntechnik im Gotthard Basistunnel, hat die Funkwerk Information Technologies GmbH mit der Lieferung eines Systems zur automatischen Standorterkennung und Steuerung von Bauzügen im Tunnel beauftragt. Das System überwacht und steuert den Zugverkehr in der Bauphase von Europas größtem und anspruchsvollsten Eisenbahnprojekt und sorgt für eine sichere und effiziente Abwicklung aller Schienentransporte für dieses große Bauvorhaben. Das Gesamtvolumen des bis 2017 laufenden Auftrags beträgt mehr als 8 Millionen CHF und damit über 5 Mio Euro.
Die automatische Standorterkennung und Steuerung der Baulokomotiven von Funkwerk IT ist ein wesentlicher Bestandteil der Logistikleistungen beim Einbau der Bahntechnik in den Tunnel. Die Anlage überwacht während der gesamten Bauphase den Bahnbetrieb auf den Installationsplätzen im Norden und Süden, den Zulaufstrecken zum Tunnel sowie in den beiden jeweils 57 km langen Tunnelröhren. Die Bedienung des Systems erfolgt zentral in den Leitstellen, die sich auf den Installationsplätzen Rynächt und Biasca befinden. Das System basiert auf dem elektronischen Stellwerk AlisterCargo von Funkwerk, das vielfach erfolgreich in Rangieranlagen eingesetzt wird, und bewährte Komponenten der Industrieautomatisierung mitbenutzt.
Die entwickelte Lösung erfüllt die hohen Anforderungen des Auftraggebers hinsichtlich der Flexibilität des eingesetzten Systems und berücksichtigt, dass sich der überwachte und gesteuerte Bereich in der Bauphase analog zum Baufortschritt vergrößern wird.
Die Fahrten auf den Installationsplätzen und in den temporären Bahnanlagen erfolgen auf Sicht, die Höchstgeschwindigkeit für Bauzüge beträgt dann 40 km/h. Im Zulauf und innerhalb des Tunnels erfolgt der Zugverkehr - sofern nicht anders angeordnet – signalisiert. Unter besonderen Bedingungen kann hier auf Basis einer Abschnittssignalisierung eine höhere Maximalgeschwindigkeit für einzelne Zugfahrten festgelegt werden.
Der erste Bauabschnitt, der Installationsplatz Biasca am Südportal des Tunnels, geht bis Mitte 2010 in Betrieb. Danach folgen gemäß Baufortschritt Streckensegmente im Zulauf und im Tunnel sowie auch der Installationsplatz Rynächt im Norden. Der Unterhalt der temporären Bahnanlagen ist für die gesamte Bauzeit vorgesehen. Zur geplanten Inbetriebnahme des Gotthard Basistunnels Ende 2017 werden alle Einrichtungen der Standorterkennung wieder vollständig zurückgebaut (Pressemeldung Funkwerk, 14.01.10).

Absatzlinie
Zur Europa-Übersichtsseite
Absatzlinie
Home../LeerbildTop../Leerbilde-mail