Slowakische
Republik / Slovenska Republika
Funkwerk
erhält Auftrag für ESTW in ilina Teplicka
Elektronische Stellwerk-Systeme (ESTW) werden für den effizienten
und sicheren Betrieb im Bahnverkehr immer wichtiger. Gerade im Rangierbereich
lassen sich damit die Abläufe automatisieren und die Betriebskosten
senken. Das ausgereifte AlisterCargo System von Funkwerk ist eine technologisch
wegweisende Lösung auf diesem Gebiet. Jetzt erhielt der Spezialist
für Kommunikations-, Management- und Informationssysteme den ersten
Auftrag aus Osteuropa für ein elektronisches Rangierstellwerk: AlisterCargo
soll künftig den modernsten Rangierbahnhof der Slowakei in ilina
Teplicka steuern. Die Inbetriebnahme ist für 2011 vorgesehen.
ilina
Teplicka ist einer der bedeutendsten Bahnknotenpunkte des Landes: Über
ihn führt die wichtigste Bahnstrecke der Slowakei mit Verbindungen
nach Budapest, Prag, Wien und nach Kiew. Entsprechend hoch ist auch das
Rangierverkehrsaufkommen. Die Modernisierung des im Norden der Slowakei
gelege-nen Rangierbahnhofs ist daher wichtiger Bestandteil einer größeren
Gesamtmaßnahme, mit dem das Land seine Bahnverkehrsstrecken und
Bahnhöfe effizienter betreiben will.
Dass
die Wahl dabei auf die Funkwerk-Lösung AlisterCargo zur Steuerung
des Rangierbetriebs fiel, war das Ergebnis intensiver betriebswirtschaftlicher
Berechnungen und Analysen internationaler Referenzen. Ausschlaggebend
für das slowakische Signalbauunternehmen AD Bratislava als
Auftraggeber waren vor allem der kompakte, modulare Aufbau von AlisterCargo
und der Einsatz kostengünstiger Standardin-dustriekomponenten. Dieser
Ansatz ermöglicht die flexible Anpassung an die spezifischen Anforderun-gen
im Rangierbahnhof ilina Teplicka, sorgt für kurze Realisierungszeiten
und liefert ein modernes System mit geringen Lebenszykluskosten.
In ilina Teplicka wird AlisterCargo für eine vollautomatische
Laufwegsteuerung eingesetzt und dient als Rangierstellwerk zur Sicherung
von Rangierfahrten.
AlisterCargo
hat seine Praxistauglichkeit schon vielfach unter Beweis gestellt. So
setzt der schwedische Netzbetreiber Trafikverket das Rangierstellwerk
bereits seit 1997 ein. Auch der finnische Bahnbetreiber Finnish Transport
Agency FTA (früher: RHK) und die Dänischen Staatsbahnen DSB
nutzen AlisterCargo für eine intelligente Steuerung ihrer Depots
und Ablaufberge. Darüber hinaus ist das ESTW bei einem der weltweit
führenden Hersteller von Eisenerzprodukten für die Stahlindustrie
sowie in der Millionen-Metropole Jakarta (Indonesien) im Einsatz.
Mit
AlisterCargo kann AD Bratislava daher ein bewährtes, wirtschaftliches
Stellwerkssystem nutzen, das alle rangiertechnischen Funktionen wie die
Steuerung und Überwachung sämtlicher Fahrwegelemente (Signale,
Weichen, Bremsen, Gleisfreimeldungen etc.) sowie des Rangier- oder Ablaufbetriebs
mit integ-rierter Bremsensteuerung in einer Gesamtlösung vereint.
Auf
dem Gebiet der elektronischen Stellwerke eröffnet sich zunehmend
international ein neuer Markt für kostengünstige Systeme. Bei
Stellwerken für Rangiersysteme hat sich Funkwerk mit AlisterCargo
bereits einen signifikanten Marktanteil erobert und sieht hier in den
nächsten Jahren im Zuge der europaweiten Modernisierung im Bahnbereich
überdurchschnittliche Wachstumspotenziale (Pressemeldung
Funkwerk, 10.06.10).
Funkwerk
IT liefert AlisterCargo System in die Slowakei
Das slowakische Signalbauunternehmen AD Bratislava hat
die Funkwerk Information Technologies GmbH (Funkwerk IT) mit der Lieferung
einer AlisterCargo Ablaufsteuerung beauftragt. Im Rahmen einer größeren
Gesamtmaßnahme ist AD Bratislava für die Modernisierung
des Rangierbahnhofs ilina Teplicka im Norden der Slowakei zuständig.
Das AlisterCargo System wird dort für eine vollautomatische Laufwegsteuerung
am Ablaufberg eingesetzt und dient als Rangierstellwerk (SIL 2) zur Sicherung
von Rangierfahrten.
Ausschlaggebend für den Auftrag waren für AD Bratislava
der kompakte, modulare Aufbau von AlisterCargo und der Einsatz kostengünstiger
Standardindustriekomponenten. Dieser Ansatz ermöglicht die flexible
Anpassung an die spezifischen Anforderungen im Rangierbahnhof ilina
Teplicka, sorgt für kurze Realisierungszeiten und liefert ein modernes
System mit geringen Lebenszykluskosten. Die Inbetriebnahme des neuen Systems
ist für 2011 vorgesehen.
Mit AlisterCargo greift AD Bratislava auf eine bewährte Lösung
zurück, denn die zugrunde liegende Technik ist europaweit sowohl
im Bereich von Ablaufanlagen als auch als zentral gesteuertes Rangierstellwerk
seit Jahren erfolgreich im Einsatz (Pressemeldung Funkwerk, 13.05.10).
Bahnen
in der Hohen Tatra
 
 
Um
die Hohe Tatra für den Tourismus besser zu erschließen wurde im Jahr 1908
die elektrische meterspurige Schmalspurbahn von Poprad-Tatry nach Stary
Smokovec in Betrieb genommen. Bereits 1911 folgte die Verbindung nach
Tatranská Lomnica und 1912 konnte man dann bis Strbské Pleso fahren.
Am 04.07.2009 war der gut gepflegte Museumszug im Einsatz. Das Bild zeigt
den Museumstriebwagen 26.001 im Bahnhof Strbské Pleso beim Rangieren.
Im Planeinsatz befinden sich auf der Tatrabahn heute ausschließlich von
Stadler gebaute Gelenktriebwagen. Das Bild zeigt 425 954 bei der Einfahrt
in Stary Smokovec.
Auf dem Bahnhof Tatranska Lomnica kann man in den normalspurigen Gelenktriebwagen
der ZSSK einsteigen und über Studený Potok ebenfalls Poprad-Tatry erreichen.
Der GTW trägt in der Slowakei die Baureihenbezeichnung 840.
Der Ort Strbské Pleso wird neben der elektrischen Tatrabahn auch über
eine im Bahnhof Strba beginnende meterspurige Zahnradbahn erreicht. Diese
ist nachdem bereits bis 1932 eine dampfbetriebene Zahnradbahn existierte
1970 neu in Betrieb gegangen. Seitdem verkehren dort die Triebwagen der
BR 405 (Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur). Das
Bild zeigt den Triebwagen 405 951 kurz vor der Einfahrt in die Bahnhofshalle
von Strba (Udo Kunze, 21.07.09).
Fotozugveranstaktung
im Bereich Jihlava
 

Vom 11. bis 15. Oktober gab es eine Fotozugveranstaktung im Bereich Jihlava
(Tschechien) sowie in der Niederen Tatra (Slowakei). Die CD/ZSR-Dampfloks
556.0506, 464.001, 475.196 und 477.013 bespannten verschiedene Güter-
und Personenzüge auf landschaftlich reizvollsten Strecken und herrlichstem
Herbstwetter (Henry Riedel, LoRie,
www.plandamfteam.de,
20.10.08).
Strecke
Krivan - Detva
 
Zu den bekanntesten Motiven slowakischer Bahnstrecken gehört der
Abschnitt Kriva-Detvan der Strecke von Lucenc nach Zvolen. Hier konnte
ich am 24.09.2008 innerhalb kurzer Zeit drei Züge erleben. Dabei
entschädigte der Sound der Bullerloks für das teils miserable
Wetter.
Zunächst hielt die 750 110 mit einem Regionalzug nach Zvolen im Haltepunkt
Podkrivan. Nur wenig später mühte sich ein Stahlzug mit einer
Doppeltraktion aus Richtung Detvan, geführt von 751 056, zum Scheitelpunkt
herauf.
Unmittelbar darauf zeigte das Signal der Gegenrichtung schon wieder grün
und 742 286 dröhnte mit einem Rangierzug Richtung Detvan die Steigung
hinauf, um anschließend im Bahnhof Krivan weitere Wagen aufzunehmen
(Reinhard Hirsch, 27.09.08).
Dieselstrecken
bei Vrutky
 

Am 19.09.2008 war auf einer der schönen slowakischen Dieselstrecken
von Ruttek/Vrutky über Oberstuben/Horna Stubna nach Krickerhau/Handlova
bzw. Zvolen/Altsohl sehr interessanter Betrieb zu erleben. Los ging es
mit 742 056 bei der Ausfahrt aus Ruttek/Vrutky nach St. Martin/Sv. Martin
mit nur einem Wagen, dafür aber mindestens 4 Personen im Führerstand.
Wenig später schaukelte in der Gegenrichtung 751 027 mit einem der
hier noch üblichen Gz-Begleitwagen Richtung St. Martin/Sv. Martin.
In
Oberstuben/Horna Stubna dröhnte kurz darauf ein Kohlezug mit Zuglok
751 174 und den Schiebeloks 751 043+046 aus Richtung Krickerhau/Handlova
die Steigung hinauf und durch die 180 Grad-Kehre vor dem Bahnhof, wo der
Zug Kopf machte und die bisherige Zuglok nach dem Umsetzen wieder talwärts
Richtung Krickerhau/Handlova rollte. Interessanterweise kommt die Krickerhauer
Strecke aus dem Tal, aber überquert die Strecke Ruttek-Altsohl, wodurch
Steigung und enge Kurven den Maschinen alles an Leistung abverlangen.
In
kurzer Folge kam dann die Reko-Brotbüchse 913 007 aus Martin (links
im Bild ist die Krickerhauer Strecke zu sehen) und folgte nach Kehrtwende
der 751 174 ebenfalls talwärts Richtung Krickerhau/Handlova. Anschließend
verließ 750 094 Oberstuben/Horna Stubna mit ihrem Pz nach Martin.
Dann endlich setzen auch 751 043+046 mit ihrem Kohlezug unter einer gehörigen
Abgaswolke ihre Fahrt nach Ruttek/Vrutky fort (Reinhard
Hirsch, 22.09.08).
Zwischen
Hoher Tatra und Donau
 
In Liptovský Michal, am Fuße der Hohen Tatra, befördert eine Doppellokomotive
der BR 131 am 10.08.2008 einen Güterzug in Richtung Košice. Der Bau des
im Hintergrund erkennbaren Liptovská Mara (Liptauer Stausees) im Jahre
1965 bis 1975 machte es erforderlich, die Streckenführung zu ändern. Dabei
entstand eine kurvenreiche Strecke.
An der KBS 152 Štúrovo - Levice liegt der Ort Tekovské Lužany. Am Abend
des 12.08.2008 verlassen 810 625-4 und 011 031-9 den Ort als Zug 5910
von Levice in Richtung in Štúrovo (Heiko
Müller, 19.08.08).
Fotozüge
"Tatra 2"
 
Am 10. sowie von 11. bis 15. Oktober sind wieder Fotozüge in Tschechien
bzw. der Slowakei unterwegs. Am 10.10. bespannt die tschechische Personenzugtenderlok
464.202 einen Fotozug von Olomouc (Olmütz) nach Krnov (Jägerndorf)
und zurück.
Die Maschine hat im nächsten Jahr Fristablauf und eine Aufarbeitung
ist sehr fraglich. Anschießend wird es 4 Tage Volldampf in den slowakischen
Bergen geben. Höhepunkt ist der Einsatz der erst seit kurzem wieder
betriebsfähigen Dreizylinder-Personenzugtenderlok 477.013.
Nähere Infos erhält man unter www.plandampfteam.de
> Termine. Anmeldungen sind noch möglich (Henry
Riedel, 19.07.08).
Dampflok
477.013 reaktiviert
Nach vierjähriger Abstell- und Instandsetzungspause bewegte sich
die slowakische Dreizylinder-Tenderlok 477.013 am 14.07.08 wieder mit
eigener Kraft. Die Probefahrt auf der Strecke Poprad Tatry - Strba war
erfolgreich (Bildbericht in Slowakisch: http://www.railpage.net/modules/news/article.php?storyid=1764).
Der erste Zugeinsatz ist am im Oktober vor einem LoRie-Fotopersonzug auf
der Strecke Poprad Tatry - Stara Lubovna (- Plavec) und zurück geplant
(siehe die LR-Terminseite "Slowakei 2" vom 11.-15.10.2008) (Henry
Riedel, 17.07.08).
Breitspurausbau
bis zur österreichischen Grenze?
Die österreichische
Tageszeitung „Die Presse“ berichtet, dass der derzeitige
slowakische Ministerpräsident Fico und der scheidende russische Regierungschef
Viktor Subkow den Bau einer Breitspurlinie von der ukrainischen Grenze
bei Cierna nad Tisou bis zur österreichischen Grenze favorisieren.
Die Realisierung würde allerdings viele Arbeitsplätze beim Umladevorgang
an der slowakisch-ukrainischen Grenzen ausgerechnet in einer strukturschwachen
Region einsparen. Außerdem ist das Gelände für den Bau
einer Breitspurbahn sehr ungünstig, da die zentrale Slowakei sehr
gebirgig ist (Matthias
Schenkel, www.donaulaender.at,
10.04.08).
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