Slowakische
Republik / Slovenska Republika
Bahnen
in der Hohen Tatra
 
 
Um
die Hohe Tatra für den Tourismus besser zu erschließen wurde im Jahr 1908
die elektrische meterspurige Schmalspurbahn von Poprad-Tatry nach Stary
Smokovec in Betrieb genommen. Bereits 1911 folgte die Verbindung nach
Tatranská Lomnica und 1912 konnte man dann bis Strbské Pleso fahren.
Am 04.07.2009 war der gut gepflegte Museumszug im Einsatz. Das Bild zeigt
den Museumstriebwagen 26.001 im Bahnhof Strbské Pleso beim Rangieren.
Im Planeinsatz befinden sich auf der Tatrabahn heute ausschließlich von
Stadler gebaute Gelenktriebwagen. Das Bild zeigt 425 954 bei der Einfahrt
in Stary Smokovec.
Auf dem Bahnhof Tatranska Lomnica kann man in den normalspurigen Gelenktriebwagen
der ZSSK einsteigen und über Studený Potok ebenfalls Poprad-Tatry erreichen.
Der GTW trägt in der Slowakei die Baureihenbezeichnung 840.
Der Ort Strbské Pleso wird neben der elektrischen Tatrabahn auch über
eine im Bahnhof Strba beginnende meterspurige Zahnradbahn erreicht. Diese
ist nachdem bereits bis 1932 eine dampfbetriebene Zahnradbahn existierte
1970 neu in Betrieb gegangen. Seitdem verkehren dort die Triebwagen der
BR 405 (Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur). Das
Bild zeigt den Triebwagen 405 951 kurz vor der Einfahrt in die Bahnhofshalle
von Strba (Udo Kunze, 21.07.09).
Fotozugveranstaktung
im Bereich Jihlava
 

Vom 11. bis 15. Oktober gab es eine Fotozugveranstaktung im Bereich Jihlava
(Tschechien) sowie in der Niederen Tatra (Slowakei). Die CD/ZSR-Dampfloks
556.0506, 464.001, 475.196 und 477.013 bespannten verschiedene Güter-
und Personenzüge auf landschaftlich reizvollsten Strecken und herrlichstem
Herbstwetter (Henry Riedel, LoRie,
www.plandamfteam.de,
20.10.08).
Strecke
Krivan - Detva
 
Zu den bekanntesten Motiven slowakischer Bahnstrecken gehört der
Abschnitt Kriva-Detvan der Strecke von Lucenc nach Zvolen. Hier konnte
ich am 24.09.2008 innerhalb kurzer Zeit drei Züge erleben. Dabei
entschädigte der Sound der Bullerloks für das teils miserable
Wetter.
Zunächst hielt die 750 110 mit einem Regionalzug nach Zvolen im Haltepunkt
Podkrivan. Nur wenig später mühte sich ein Stahlzug mit einer
Doppeltraktion aus Richtung Detvan, geführt von 751 056, zum Scheitelpunkt
herauf.
Unmittelbar darauf zeigte das Signal der Gegenrichtung schon wieder grün
und 742 286 dröhnte mit einem Rangierzug Richtung Detvan die Steigung
hinauf, um anschließend im Bahnhof Krivan weitere Wagen aufzunehmen
(Reinhard Hirsch, 27.09.08).
Dieselstrecken
bei Vrutky
 

Am 19.09.2008 war auf einer der schönen slowakischen Dieselstrecken
von Ruttek/Vrutky über Oberstuben/Horna Stubna nach Krickerhau/Handlova
bzw. Zvolen/Altsohl sehr interessanter Betrieb zu erleben. Los ging es
mit 742 056 bei der Ausfahrt aus Ruttek/Vrutky nach St. Martin/Sv. Martin
mit nur einem Wagen, dafür aber mindestens 4 Personen im Führerstand.
Wenig später schaukelte in der Gegenrichtung 751 027 mit einem der
hier noch üblichen Gz-Begleitwagen Richtung St. Martin/Sv. Martin.
In
Oberstuben/Horna Stubna dröhnte kurz darauf ein Kohlezug mit Zuglok
751 174 und den Schiebeloks 751 043+046 aus Richtung Krickerhau/Handlova
die Steigung hinauf und durch die 180 Grad-Kehre vor dem Bahnhof, wo der
Zug Kopf machte und die bisherige Zuglok nach dem Umsetzen wieder talwärts
Richtung Krickerhau/Handlova rollte. Interessanterweise kommt die Krickerhauer
Strecke aus dem Tal, aber überquert die Strecke Ruttek-Altsohl, wodurch
Steigung und enge Kurven den Maschinen alles an Leistung abverlangen.
In
kurzer Folge kam dann die Reko-Brotbüchse 913 007 aus Martin (links
im Bild ist die Krickerhauer Strecke zu sehen) und folgte nach Kehrtwende
der 751 174 ebenfalls talwärts Richtung Krickerhau/Handlova. Anschließend
verließ 750 094 Oberstuben/Horna Stubna mit ihrem Pz nach Martin.
Dann endlich setzen auch 751 043+046 mit ihrem Kohlezug unter einer gehörigen
Abgaswolke ihre Fahrt nach Ruttek/Vrutky fort (Reinhard
Hirsch, 22.09.08).
Zwischen
Hoher Tatra und Donau
 
In Liptovský Michal, am Fuße der Hohen Tatra, befördert eine Doppellokomotive
der BR 131 am 10.08.2008 einen Güterzug in Richtung Košice. Der Bau des
im Hintergrund erkennbaren Liptovská Mara (Liptauer Stausees) im Jahre
1965 bis 1975 machte es erforderlich, die Streckenführung zu ändern. Dabei
entstand eine kurvenreiche Strecke.
An der KBS 152 Štúrovo - Levice liegt der Ort Tekovské Lužany. Am Abend
des 12.08.2008 verlassen 810 625-4 und 011 031-9 den Ort als Zug 5910
von Levice in Richtung in Štúrovo (Heiko
Müller, 19.08.08).
Fotozüge
"Tatra 2"
 
Am 10. sowie von 11. bis 15. Oktober sind wieder Fotozüge in Tschechien
bzw. der Slowakei unterwegs. Am 10.10. bespannt die tschechische Personenzugtenderlok
464.202 einen Fotozug von Olomouc (Olmütz) nach Krnov (Jägerndorf)
und zurück.
Die Maschine hat im nächsten Jahr Fristablauf und eine Aufarbeitung
ist sehr fraglich. Anschießend wird es 4 Tage Volldampf in den slowakischen
Bergen geben. Höhepunkt ist der Einsatz der erst seit kurzem wieder
betriebsfähigen Dreizylinder-Personenzugtenderlok 477.013.
Nähere Infos erhält man unter www.plandampfteam.de
> Termine. Anmeldungen sind noch möglich (Henry
Riedel, 19.07.08).
Dampflok
477.013 reaktiviert
Nach vierjähriger Abstell- und Instandsetzungspause bewegte sich
die slowakische Dreizylinder-Tenderlok 477.013 am 14.07.08 wieder mit
eigener Kraft. Die Probefahrt auf der Strecke Poprad Tatry - Strba war
erfolgreich (Bildbericht in Slowakisch: http://www.railpage.net/modules/news/article.php?storyid=1764).
Der erste Zugeinsatz ist am im Oktober vor einem LoRie-Fotopersonzug auf
der Strecke Poprad Tatry - Stara Lubovna (- Plavec) und zurück geplant
(siehe die LR-Terminseite "Slowakei 2" vom 11.-15.10.2008) (Henry
Riedel, 17.07.08).
Breitspurausbau
bis zur österreichischen Grenze?
Die österreichische
Tageszeitung „Die Presse“ berichtet, dass der derzeitige
slowakische Ministerpräsident Fico und der scheidende russische Regierungschef
Viktor Subkow den Bau einer Breitspurlinie von der ukrainischen Grenze
bei Cierna nad Tisou bis zur österreichischen Grenze favorisieren.
Die Realisierung würde allerdings viele Arbeitsplätze beim Umladevorgang
an der slowakisch-ukrainischen Grenzen ausgerechnet in einer strukturschwachen
Region einsparen. Außerdem ist das Gelände für den Bau
einer Breitspurbahn sehr ungünstig, da die zentrale Slowakei sehr
gebirgig ist (Matthias
Schenkel, www.donaulaender.at,
10.04.08).
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