Spanien
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Mallorca
 
 
Am Samstag wurde während eines 3-tägigen Wochenend-Kurzurlaubs eine Reise
mit der FERROCARRIL DE Soller von Palma nach Soller unternommen. Triebwagen
4 zog den "Roten Blitz". In Soller vor dem Bahnhof besteht Anschluss an
die Straßenbahn nach Port de Sóller, im Einsatz waren überwiegend
sozusagen als Wendezug ex Lissabonner Straßenbahnen, eine vorne und eine
hinten, dazwischen zwei 4-achsige Beiwagen. Zwischendurch wurde eine Garnitur
gegen den orginal-Mallorca Triebwagen 3 mit 4-achsigem Beiwagen ausgetauscht,
im Schuppen stand noch ein uriger TVT (Folke
Brockmann, www.deutsche-reichsbahn.webseite.ms,
10.03.10).
Bombardier
rüstet Teilstrecke der LAV Levante mit Signaltechnik aus
Im Rahmen der jüngsten Zuweisung eines Betrages von mehr als 350 Millionen
Euro für den weiteren Ausbau der LAV-Levante durch das Ministerio de Fomento
erhielt die Firma Bombardier den Auftrag, den Streckenbereich Albacete
- La Encina (Strecke Madrid - Albacete - Alicante) mit modernster Signaltechnik
auszurüsten.
Der Wert des Auftrages beläuft sich auf 39 M€. Er soll in fünf Teilschritten
entsprechen dem Ausbaufortschritt des 90 km langen Streckenteils innerhalb
eines Jahres abgewickelt werden (Helge Deutgen, Quelle La Tiza, 05.03.10).
Südexpress
verkehrt ab März 2010 als Hotelzug mit Talgo IV Material
Recht spannend haben es die Spanier und Portugiesen gemacht. Der bei Portugiesen
und Interrailern so beliebte Südexpress (SUREX) zwischen Irun und Lissabon-Oriente
konnte nur bis zum 28.02.2010 bei der Renfe oder CP aufgerufen werden.
Das heizte natürlich die Gerüchteküche stark an; selbst in spanischen
Foren wurde nur gemutmasst.
In buchstäblich letzter Minute veröffentlichte die Renfe am 23.02.2010
mit einer Pressemeldung die Vermietung von zwei Talgo IV Trenhoteleinheiten
an die CP und somit die Fortführung der Verbindung über Ende Februar hinaus
(Helge Deutgen, aus Pressemeldung Renfe, 26.02.10).
Talgo/Bombardier
bauen 15 Triebzüge der Reihe S 130 zu Hybridzügen um
 
S 130 auf dem Weg nach Madrid bei Villena (Mai 2008)
und im Bahnhof Valencia Norte (Mai 2008).
Die Renfe hat das Konsortium Talgo/Bombardier beauftragt, 15 der 45 Einheiten
des S 130 (Talgo 250, auch Patito genannt) auf Hybridtechnik umzubauen.
Der Auftragswert beläuft sich auf rund 78 Millionen Euro.
Die so entstehenden Zweikrafteinheiten sind für die von Madrid ausgehenden
Verkehre nach Galicia (Vigo und A Coruña) und die Region Murcia gedacht.
Als Fahrzeuge mit dem Talgo Spurwechselsystem werden sie bei Ihren Fahrten
bis Albacete oder Zamora (ab ca. 2012) die Regelspurstrecken und dann
nach durchfahren der Umspuranlagen die nicht elektrifizierten Breitspurstrecken
zu Ihren Bestimmungsorten fahren. Die Renfe erhofft sich dadurch einen
schnelleren Durchsatz der Züge. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende 2012
umgebaut in Betrieb gehen.
Es ist daran gedacht, die notwendigen Dieselmotoren in die Wagen hinter
den Triebköpfen unterzu-bringen. Das Platzangebot dieser Wagen würde dann
verringert werden. Als Motoren stehen ein 12 Zylinder Maschinen mit einer
Leistung von 1800 kW bei 1800 U/min von MTU zur Debatte.
Eine Schwierigkeit stellen sowohl der einzubauende Motor als auch das
elektrische System dar, da eine zulässige Achslast der umgebauten Wagen
der ersten und zweiten Klasse nicht überschritten werden darf. Diese schwierigen
Ingenieursleistungen bedingen auch die anscheinend verhältnismäßig hohen
Kosten für den Umbau der 15 Triebzüge (Helge Deutgen, Quellen mehrere
span. Zeitungen, 15.02.10).
Straßenbahn
für Leon wird 150 Millionen Euro kosten
Die Schmalspurbahngesellschaft FEVE, das Ministerium für Bau und Verkehr
und die Stadt Leon (rund 130.000 Einw.) haben sich auf den Bau einer innerstädtischen
Straßenbahn verständigt. Danach soll in den nächsten Jahren ein aus zwei
Linien bestehendes Straßenbahnnetz in der Spurweite 1000 mm gebaut werden.
Die FEVE wird dazu einen Teil ihrer Strecke in das Netz einbinden. Die
Regionalzüge auf der Strecke nach Cistierna/Bilbao werden dann bereits
außerhalb der Stadt enden. Dort wird ein Übergang zur Straßenbahn geschaffen.
Die Kosten für die erste ca. 6,5 km lange Linie werden mit rund 80 Millionen
Euro beziffert. Der Bau einer zweiten Linie wird mit weiteren 70 Millionen
Euro veranschlagt (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, 10.02.10).
Renfe
leitet die Beschaffung von zehn AVE-Einheiten für Frankreich ein
Für den Bahnverkehr zwischen Frankreich und Spanien wird die Renfe zehn
neue Hochgeschwindig-keitszüge beschaffen. Bis zum 10 Februar ist die
Industrie aufgerufen, sich um die Ausschreibung, die einen Wert von rund
270 Millionen Euro haben soll, zu bewerben. Die Vergabe soll noch im ersten
Halbjahr 2010 erfolgen.
Der erste Einsatz ist ab Ende 2012 zwischen Madrid und Paris über die
bis dahin durchgängige Regelspurverbindung über Barcelona Sants und Figueres
vorgesehen. Die Renfe verlangt, dass ihre Werkstätten mit 20 Prozent an
der Fertigung der Fahrzeuge beteiligt wird.
Ab Barcelona wird noch eine provisorische Verbindung in Richtung französische
Grenze benutzt, da der neue AVE-Bahnhof Barcelona Sagrera noch nicht fertig
sein wird (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 01.02.10).
Elektrifizierungsarbeiten
der Strecke Vigo nach A Coruña vergeben
Wie aus einer Veröffentlichung des spanischen Ministerio de Fomento hervorgeht,
wird eine Bietergemeinschaft, an der auch die Firma Siemens beteiligt
ist, für rund 65 Millionen Euro die Elektrifizierungsarbeiten der Verbindung
Vigo - A Coruña (Atlantische Achse) ausführen. Elektrifiziert wird eine
insgesamt 155,2 km lange Strecke in der Spannung 25 kV und 50 Hz.
Die auch als "Eje Atlantico" bezeichnete Strecke wird seit einigen Jahren
zu einer Hochgeschwindig-keitsstrecke (vorerst in der Spurweite 1668 mm)
ausgebaut. Eine spätere Umspurung auf Regelspur ist durch die Verwendung
entsprechender Betonschwellen kurzfristig möglich (Helge Deutgen, Quelle
MFOM, 27.01.10).
Provinz
Tarragona erhält einen weiteren AVE Bahnhof

Für rund 54, 7 Millionen Euro wird in der Nähe des Flughafens Reus (Provinz
Tarragona) ein weiterer AVE Bahnhof entstehen. Er wird an der im Bau befindlichen
Verbindungsstrecke des Corredor Mediteraneo zur LAV Madrid-Barcelona errichtet
werden. Die Entfernung des neuen Bahnhofs zur Provinzhauptstadt Tarragona
wird etwa 6 km betragen und damit erheblich näher an Tarragona liegen
als der AVE Bahnhof Camp de Tarragona.
Der neue Bahnhof ist für sechs Gleise vorgesehen, davon sollen zwei als
Durchgangsgleise und vier als Haltegleise dienen. Es sind jedoch für alle
Gleise Bahnsteige geplant. Die inneren beiden Bahnsteige werden je 10
m breit und 400 m lang und für den Fernverkehr ausgebaut, die beiden Äußeren
jedoch nur 226 m lang und 8 m breit. Sie sind für die kürzeren Züge des
Regionalverkehrs vorgesehen. Des weiteren wird der Bahnhof mit einer Spurwechselanlage
ausgestattet (Helge Deutgen, Quelle Ministerio de Fomento, 25.01.10).
Renfe
will sich von bis zu 50 Lokomotiven trennen
Nach einer Mitteilung im offiziellen Amtsblatt der spanischen Regierung
(BOE) werden bis zu 50 nicht mehr benötigte Lokomotiven der elektrischen
Baureihen 269, 279 und 289 zum Verkauf ausgeschrieben. Die Maschinen sind
durch die Neubeschaffung der Elektrobaureihe 253 (Traxx von Bombardier)
entbehrlich geworden.
Die Renfe wird über ihren Werkstättenbereich Renfe Integria eine Betreuung
der Maschinen für fünf Jahre gewährleisten. Man hofft, dass sich vor allem
der südamerikanische Markt für diese Maschinen interessiert, wurden doch
in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Verkäufe an rollendem Material
dorthin abgewickelt.
Bei den betroffenen Maschinen handelt es sich um Lokomotiven japanischer
Konstruktion, welche von spanischen Firmen in Lizenz in den Jahren 1967
bis 1985 nachgebaut wurden. In Spanien galten sie als die "Locomotoras
Japoneses". Mit dem geplanten Verkauf dürften zumindest die im Norden
beheimateten Baureihen 279 und 289.0 aus dem aktiven Dienst verschwinden
(Helge Deutgen, Quelle BOE, 14.01.10).
Neue
Straßenbahn von Palma könnte bereits 2013 in Betrieb gehen
Dank einer Zuweisung in Höhe von 35 M € an die autonome Region der Balearen
durch das spanische Bau- und Verkehrsministerium kann noch im Jahr 2010
mit dem Bau der ersten Linie der neuen Straßenbahn von Palma begonnen
werden. Diese Linie wird Palma über El Arenal mit dem Flughafen verbinden.
Die voraussichtlichen Kosten für die rund 10,8 km lange Neubaustrecke
werden einschließlich des rollenden Materials mit rund 170 Millionen Euro
angegeben. Als frühester Fertigstellungstermin wird der Mai 2013 genannt.
Als spätester Termin gilt der Februar 2014.
Die Linie zum Flughafen ist Teil eines zukünftigen Straßenbahnnetzes der
Stadt Palma, welches die Stadt Palma nach Osten mit El Arenal und einem
Abzweig zum Flughafen und nach Westen mit dem Ferienort Santa Ponsa verbinden
wird. Palma selbst wird zum einen über den Paseo Maritim und auf einem
zweiten Weg über den Inneren Ring vorbei am Plaza de España durchquert.
Am Plaza de España ist der Übergang zu den Bahnen von Soller und der SFM
gegeben.
Damit ist der Plan einer direkten Metrolinie vom Tiefbahnhof am Plaza
der España zum Flughafen von Palma endgültig zu den Akten gelegt. Diese
nur rund 7,4 km lange Strecke hätte mehr als 345 M € gekostet und würde
auf Grund der Streckenführung auch nicht die erwarteten Fahrgastzahlen
von mehr als 10 Millionen erreichen (Helge Deutgen, Quellen versch. spanische
Zeitungen, 08.01.10).
Vollautomatisierte
U-Bahn in Barcelona nimmt Linienbetrieb auf
Mit der Linie 9 ist in Barcelona die erste vollständig automatisierte
U-Bahn-Linie Spaniens in den Linienbetrieb gegangen. Der Verkehr wird
zunächst auf einem Abschnitt von vier Kilometern mit fünf Stationen
aufgenommen. Das System wurde von Siemens Mobility und Dimetronics (Invensys-Gruppe)
gemeinsam im Auftrag der Behörde für Infrastruktur in Cataluña
– kurz GISA –, des Eigentümers der Bahn-Infrastruktur
IFERCAT und der Betreibergesellschaft TMB errichtet.
Die Linie 9 hat eine Gesamtlänge von 49 Kilometern mit 50 Stationen
und wird die größte einzelne Nahverkehrslinie Europas. Die
neue Strecke soll das zentrale Rückgrat des gesamten Nahverkehrsnetzes
Barcelonas werden, das bisher aus fünf Linien, sechs Zug-Bahnhöfen
sowie dem Bahnhof am Flughafen der Stadt besteht.
Siemens als Konsortialführer der U-Bahn-Automatisierung installierte
das Zugbeeinflussungssystem Trainguard MT CBTC (Computer Based Train Control)
für den fahrerlosen Betrieb. Der Lieferumfang umfasst sowohl die
Strecken- als auch die Fahrzeugausrüstung, die den Zug vollautomatisch
und somit sicher ohne Zugbegleitung steuert. Für die automatische
Zugüberwachung kommt Vicos CBTC zum Einsatz, für die Gleisfreimeldung
die bewährte Siemens-Lösung FTGS-Gleisstromkreise. Das Relaisstellwerk
vom Typ Westrace wurde von Dimetronics geliefert. Die Betriebsleitzentrale
einschließlich des SCADA- und Kommunikationssystems kommt von dem
Siemens-Partner EMTE sistemas.
Der Linienbetrieb in Barcelona stärkt die Position von Siemens als
führenden Lieferanten für ATC (Automatic-Train-Control)-Lösungen
im Personennahverkehr. Trainguard MT CBTC ist bereits in Paris bei der
vollautomatisierten Linie 14, in New York bei der L-Linie sowie im chinesischen
Guangzhou und in Peking in Betrieb. Darüber hinaus wird das Zugbeeinflussungssystem
bei den derzeit laufenden Projekten in Algier, Budapest, Helsinki und
São Paulo sowie bei Modernisierungslösungen von drei Linien
in Paris zum Einsatz kommen (Pressemeldung Siemens, 15.12.09).
Weitere
1,56 Milliarden Euro für das Hochgeschwindigkeitsnetz
Am 11. Dezember hat das spanische Kabinett die bisher größte
Summe für den weiteren Ausbau des Hochgeschwindigkeitsschienenverkehrs
durch das Ministerio de Fomento freigegeben. Die mehr als 1,5 Milliarden
Euro sind für folgende Vorhaben gedacht:
• 677
M€ für die Tunnelstrecke Barcelona Sants - Sagrera und den neuen AVE Bahnhof
Sagrera
•
340 M€ an die LAV Levante. u. a. Baufreigabe der ersten Strecken zwischen
Valencia und Castellón und Fertigstellung begonnener Vorhaben
•
40 M€ an die LAV Corredor Noroeste für aquatechnische Massnahmen im Bereich
Leon - Asturias
• 281
M€ an die LAV Madrid - Galicia für weitere Baulose zwischen Lubian (Zamora)
und Orense
• 85
M€ an die LAV Antequera (Bobadilla) - Granada für Bauarbeiten im Bereich
von Antequera und Einbindung der Strecke in die LAV Cordoba - Malaga
• 127
M€ an die LAV Madrid - Extremadura - Portugal für weitere Teilstrecken
und
• 28
M€ für Erhaltungsmassnahmen an bestehenden LAV Strecken (Helge Deutgen,
Quelle MFOM).
CAF
liefert Triebwagen für Metro Medellin
Am
2. Dezember 2009 haben der spanische Hersteller für Schienenverkehrstechnik
CAF und die Stadt Medellin (Kolumbien) einen Vertrag zur Lieferung von
12 elektrischen Triebwageneinheiten für die Metro Medellin unterzeichnet.
Die zukünftigen Fahrzeuge werden dreiteilig ausgeführt; davon sind die
Endwagen jeweils für 1500 V= motorisiert. Eine Einheit hat eine Länge
von 69 m und kann bis zu 1.145 Fahrgäste aufnehmen. Damit ergänzt die
Metro ihren bisherigen Bestand von 42 Triebzügen, die sie auf den Metrolinien
A und B einsetzt (Helge Deutgen, 11.12.09).
Ministerium
vergibt den Bau zweier Teilstrecken der LAV Valladolid - Burgos
Das spanische Verkehrsministerium hat für 116 M€ den Bau zweier weiterer
Teilstrecken der LAV Valladolid - Burgos vergeben. Mit diesen Vergaben
befinden sich sämtliche Teilabschnitte im Bauzustand. Die Bauarbeiten
schließen drei Brückenbauwerke und einen Tunnel mit einer Länge von 870
m ein. Die beiden Teilstrecken (Villazopeque - Estepar und Estepar - Variante
de Burgos) sind zusammen 23 km lang.
Die Trassenbauarbeiten der 11.5 km langen Strecke Villazopeque - Estépar
wurden für 35,808 M€ an an eine Bietergemeinschaft aus den Firmen Extraco
Construcciones e Proxectos und Joca Ingeniería y Construcciones vergeben.
Die Strecke erhält ein Brückenbauwerk über den Rio Hormazuela mit einer
Länge von 380 m und eine weitere Brücke über eine Landesstrasse mit 28
m Länge. Die Fertigstellung soll innerhalb der nächsten 18 Monate erfolgen.
Die Trassenbauarbeiten der ebenfalls 11,5 km langen Teilstrecke Estépar
- Variante Ferroviaria de Burgos wird die Gemeinschaft aus Altec Infraestructuras
und Torrescámara Cía de Obras durchführen. Dieser Streckenabschnitt erhält
einen 870 m langen zweigleisigen Tunnel und ein Brückenbauwerk von rund
200 m Länge. Die Kosten werden mit 80,334 M€ veranschlagt. Die Bauzeit
soll 28 Monate betragen.
Die Strecke Valladolid - Burgos ist Teil der zukünftigen Hochgeschwindigkeitsverbindung
Madrid - Frankreich (über Irun/Hendaya). Die Teilstrecke schliesst in
Valladolid an die LAV Madrid-Valladolid an und führt von Burgos weiter
nach Vitora/Gasteiz, wo sie an die ebenfalls im Bau befindliche LAV Y-Vasca
anschließt. Die Neubaustrecke wird wie alle Neubauvorhaben zweigleisig
in der Regelspurweite 1435 mm ausgeführt und mit 25 kV / 50 Hz elektrifiziert.
Diese Strecke ist für den gemischten Verkehr vorgesehen (Helge Deutgen,
Quelle MFOM,
ADIF, 02.12.09).
Talgo
liefert zwei Hochgeschwindigkeitszüge an die usbekische Eisenbahn
 
Die Bilder zeigen je einen Talgo 250 in Valencia
und in Alicante.
Der spanische Hersteller von Schienenverkehrstechnik Patentes Talgo und
die usbekische Eisenbahn haben in Taschkent einen Vertrag zur Lieferung
von zwei Hochgeschwindigkeitszügen unterzeichnet. Die Fahrzeuge werden
technisch und im Aussehen denen des Talgo 250 entsprechen.
Von diesem Typ laufen bereits 45 Einheiten mit Spurweitenveränderung als
S 130 auf dem spanischen Netz. Der Auftragswert beläuft sich auf etwas
mehr als 40 Millionen Euro und beinhaltet auch Unterstützung bei der Wartung
der Fahrzeuge.
Der erste der beiden Züge soll im August 2011 an den Besteller abgeliefert
werden. Die usbekische Eisenbahn bekundet schon jetzt ein Interesse an
weiteren Einheiten, macht dieses aber vom Erfolg der beiden ersten Einheiten
abhängig (Helge
Deutgen, Quelle MFOM, 01.12.09).
FEVE
wird weitere Triebwagen nach Costa Rica verkaufen
 
 
Triebwagen 2405/5455/2455 in El Berrón.
Die ersten 14 Einheiten hatten anfangs einen Mittelwagen (März 1996).
Triebwagen 2413/2463 ebenfalls in El Berrón (September 2003)
Untere Zeile: Triebwagen 2423/2460 bei Cartagena (März 1999). Triebwagen
2406/2456 nur noch zweiteilig in Fuso de la Reina (Asturien) (April 1995).
Fotos Helge Deutgen.
Der Präsident der Ferrocarriles Españoles de Vía Estrecha (FEVE) Ángel
Villalba Álvarez und sein Amtskollege vom Instituto de Ferrocarriles Costarricense
(INCOFER) Miguel Carabaguíaz haben haben den Verkauf weiterer vier Triebwagen
der Serie FEVE 2400 nach Costa Rica vereinbart.
Die Triebwagen werden innerhalb der nächsten drei Monate über einen nordspanischen
Hafen nach Costa Rica verschifft. Damit erhält die INCOFER nach der Lieferung
von zwei Fahrzeugen im Jahr 1993 und fünf weiteren im Frühjahr 2009 erneut
vier Fahrzeuge dieser auch als "Apolo" bekannten Triebwagenserie.
Die Fahrzeuge werden für den Einsatz in Costa Rica auf die Spurweite von
1067 mm gebracht. Die FEVE wird der INCOFER sämtliche für den Betrieb
und die Wartung notwendigen Unterlagen zukommen lassen. Die für Betrieb
und Wartung zuständigen Personale der INCOFER werden durch Mitarbeiter
der FEVE eingewiesen.
Die FEVE erhielt in den Jahren 1983 bis 1986 29 Triebwagen dieser Baureihe
von den Firmen MTM und Macosa. Die Fahrzeuge befinden sich trotz ihres
Alters von rund 25 Jahren in einem technisch ordentlichen Zustand. Sie
wurden im Rahmen einer um die Jahrtausendwende erfolgten Grunderneuerung
auch mit neuen Motoren versehen.
Dennoch wird sich die FEVE mittelfristig von dieser Baureihe trennen.
Sie werden durch 23 zweiteilige Triebwagen der Reihe 2700 ersetzt. Die
ersten dieser von CAF/Sunsundegui gebauten Einheiten werden zur Zeit in
der Region Asturien erprobt (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, 30.11.09).
Vereinbarung
über ein Verkehrsnetz der
Region Murcia und der Stadt Cartagena
 
 
Ehemalige MAN-Triebwagen und neue Fahrzeuge der
Reihe 2600.
Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung haben sich der Präsident der
FEVE, Ángel Villalba, der Präsident der Region Murcia, Ramón Luis Valcárce,l
und die Bürgermeisterin von Cartagena, Frau Pilar Barreiro, am 23. November
auf einen zukünftigen elektrisch betriebenen Nahverkehr im Raum Cartagena
festgelegt. Unter Einbindung der 18 km langen FEVE-Strecke Cartagena -
Los Nietos sollen ein urbanes Straßenbahnnetz in Cartagena und ein
Abzweig von La Union zum Badeort Balsica de Mar Menor entstehen.
Die FEVE wird im Vorgriff ihre Strecke elektrifizieren und für den Betrieb
vier geeignete Fahrzeuge beschaffen. Die vorgesehen Kosten der FEVE werden
mit mehr als 20 Millionen Euro beziffert. Eine Ausschreibung der Fahrzeuge
und der Arbeiten zur Elektrifizierung soll noch in diesem Jahr erfolgen.
Die Umstellung des Betriebes auf der FEVE Strecke könnte dann noch im
Jahr 2010 erfolgen.
Die nicht mehr benötigten Dieseltriebwagen werden wohl an das Stammnetz
der FEVE in Nordspanien zurückgegeben (Helge Deutgen, Pressemeldung Feve,
27.11.09).
Albacete
erhält eine Umspuranlage
Rechtzeitig zur Eröffnung der für Ende 2010 vorgesehenen Eröffnung der
neuen Hochgeschwindigkeits-strecke von Madrid nach Valencia und Albacete
wird in Albacete eine Umspuranlage entstehen. Das Ministerium hat die
Vergabe der Bauarbeiten an die Firma Vias y Construcciones für einen Auftragswert
von 6,8 Millionen Euro veranlasst. In 10 Monaten soll die Anlage zur Spurweitenveränderung
nach den Systemen CAF und Talgo fertiggestellt sein.
In dieser Anlage werden nach der Inbetriebnahme der Neubaustrecke die
weiterführenden Züge in Richtung Alicante und Murcia, soweit sie die Neubaustrecke
bis Albacete benutzt haben, umgespurt. Damit wird für Fernzüge der Weg
über Alcazar de San Juan entfallen.
Die Fahrtzeiten zwischen Madrid und der Levante verkürzen sich erheblich.
Die bisherige Breitspurstrecke kann nach dem Wegfall vieler Fernzüge zwischen
Madrid und Valencia auch mehr Güterverkehr aufnehmen (Helge Deutgen, Quelle
MFOM, 24.11.09).
Cuenca
erhält einen zusätzlichen AVE Bahnhof
 
 
Der derzeitige Bahnhof NORTE könnte seine zentrale
Bedeutung verlieren, bliebe aber ein Baudenkmal. Fotos Estacion del Norte.
Bis zur geplanten Inbetriebnahmen der Neubaustrecke von Madrid nach Valencia
und Albacete soll außerhalb der Provinzhauptstadt Cuenca eine neuer AVE
Bahnhof entstehen. Die dafür vorgesehenen Kosten werden mit knapp 20 Millionen
Euro veranschlagt.
Der zukünftige Bahnhof wird eine Fläche von 3.625 m² beanspruchen. Es
wird ein Licht durchfluteter Bau mit einer Höhe von 10 Metern und einer
Länge von 100 Metern werden. Die vorgesehen beiden seitlichen Bahnsteige
werden 10 Meter breit und 400 lang ausfallen. Neben Parkmöglichkeiten
für 250 Fahrzeuge sind auch Bussteige für die Verbindung zur Stadt vorgesehen.
Die Fertigstellung soll rechtzeitig zur Streckeneröffnung erfolgen.
Die Stadt Valencia erhält vorerst einen provisorischen Endbahnhof neben
der Estacion del Norte. Dieser ist bereits im Bau. Für die Zukunft ist
eine neuer unterirdischen Bahnhof im Zentrum geplant. Dieser ist jedoch
stark von der weiteren Zukunft der Mittelmeerstrecke Barcelona - Valencia
abhängig (Helge
Deutgen, Quelle MFOM, 24.11.09).
Renfe
tauscht rollendes Material auf dem Corredor Mediteraneo
 
 
Die Renfe hat auf dem Streckenabschnitt Alicante/Valencia - Barcelona
sämtliche Triebzüge der Reihe 101 (Alstom) durch die neue Reihe 130 (Bombardier/Talgo)
ausgetauscht. Die Reihe 101 war die Breitspurausführung des 1992 in Betrieb
genommenen AVE-Hochgeschwindigkeitszuges der Reihe 100 (ebenfalls Alstom).
Der Triebzug 100 verkehrt auch heute noch nach einer in den letzten beiden
Jahren erfolgten Erneuerung der Serie vorwiegend auf der Strecke Madrid
- Sevilla.
Vor zwei Jahren hat die Renfe entschieden auch die sechs vorhandenen Einheiten
der Serie 101 einer Grundüberholung zu unterziehen und sie zukünftig mit
Drehgestellen in Regelspurweite auszurüsten. Sie sind danach für Einsätze
auf den AVE-Netz in der Spurweite 1435 mm vorgesehen. Als Ersatzfahrzeug
wird nunmehr die Reihe 130 (Patito) auf dem Corredor Mediterraneo eingesetzt.
Dieses Fahrzeug ist ein Triebzug der Hersteller Bombardier (Triebköpfe)
und Talgo (Zwischenwagen). Der Triebzug kann nach dem System Talgo umgespurt
werden und somit auf beiden spanischen Netzen verkehren.
Der Patito hat nun die Reihe S 101 ersetzt. Von den 45 bestellten Einheiten
dieses Typs, die bis 2010 alle in Betrieb sein sollen, werden 18 für den
Dienst auf dem Corredor Mediteraneo vorgehalten (Helge Deutgen, Quelle
Via Libre, 20.11.09).
Spanien:
Fast jeder vierte Fahrgast der Tram Alicante ist ein Tourist
 
 
Die Tram Alicante als Betriebsteil der FGV (Ferrocarrils de la Generalitat
Valenciana) lebt im besonderen von den Touristen. Nahezu 36,6 Prozent
der im Jahr 2008 gezählten Fahrgäste waren Urlauber der Provinz Alicante.
Jeder vierte der fast vier Millionen Benutzer des Angebots war dabei ein
ausländischer Tourist.
Die Tram Alicante hat in den letzten Jahren erhebliche Aufwendungen für
das Netz und das rollende Material vorgenommen. Die FGV hat so ihre Fahrgastzahlen
in den letzten Jahren ständig um zweistellige Prozentpunkte erhöhen können.
Das bescherte dem regionalen Anbieter besonders im Raum Alicante erhebliche
Fahrgastzuwächse. Durch die abgeschlossenen Elektrifizierung bis Benidorm
konnten Fahrtzeiten und Zugfolgen erheblich erhöht werden.
Zwischen Alicante und Benidorm setzt die FGV zur Zeit neun TramTren Einheiten
der Serie 4100 von Vossloh ein. Der reine Straßenbahnverkehr im Raum Alicante
wird mit bis zu 11 Einheiten der Serie 4200 von Bombardier durchgeführt.
Auf dem nicht elektrifizierten Streckenteil zwischen Benidorm und Alicante
sind sechs zweiteilige umgebaute Dieseltriebwagen der Serie 2500 (ex MAN)
im Einsatz (Helge Deutgen, Quelle FGV, 16.11.09).
FGC
kauft 24 neue Triebwageneinheiten bei Alstom/CAF
 

Triebwagen der Reihe 112 bei Las Arenas, 111 in
der Station Plaza de Catalunya, 112 im Bahnof Las Arenas und 111 im Stadtgebiet
Barcelona. Fotos Helge Deutgen.
Am 04.11.2009 hat der Aufsichtrat der FGC (Ferrocarrils de la Generalitat
de Catalunya) die Beschaffung von 24 neuen Triebwageneinheiten im Wert
von 155 Millionen Euro beschlossen. Der Auftrag zur Lieferung der Einheiten
ging an die Herstellergemeinschaft Alstom/CAF.
Ausgerichtet auf einen Massenverkehr werden die Einheiten vierteilig ausgeführt,
eine Länge von 80 m haben und je Seite über 12 Doppeltüren verfügen. Ihnen
ist die Baureihe 113 zugedacht. Im Aussehen werden sie der im Einsatz
befindlichen Reihe 112 ähneln. Sie werden ab dem Jahr 2013 im Nahverkehr
auf dem in 1500 Volt Gleichstrom elektrifizierten Netz Barcelona - Valles
eingesetzt.
Diese Vorortbahn der FGC in der Spurweite 1435 mm verbindet den unterirdischen
gelegenen Bahnhof mit den Zielen Avenida de Tibidabo, Reina Elisienda
und die Vorstädte Terrassa und Sabadell. Strecken-verlängerungen in Terrassa
und Sabadell sowie ein allgemein gestiegenes Verkehrsaufkommen machten
diese Beschaffung erforderlich.
Zur Zeit verfügt die FGC für dieses Netz über 20 dreiteilige Einheiten
der Baureihe 111 und 22 Einheiten der Baureihe 112. In einer zweiten Beschaffungsperiode
werden ab 2015 weitere 20 Einheiten der Reihe 113 bestellt werden, da
die inzwischen 26 Jahre alte Baureihe 111 demnächst abgängig sein wird.
Für die Aufrechterhaltung eines Taktbetriebes benötigt die FGC zur Zeit
mindestens 37 Einheiten (Helge Deutgen, Quelle Pressemeldung FGC, 09.11.09).
Ferrocarril
de Soller a Palma stellt für 8 Wochen den Betrieb ein
Wegen dringender Renovierungsarbeiten am Schienennetz wird die
die FS (Ferrocarril de Soller a Palma) zwischen dem 8 Dezember 2009 und
dem 1. Februar 2010 den Betrieb einstellen. Die Strassenbahn von Soller
nach Puerto Soller wird aus den gleichen Gründen zwischen dem 13. und
20. Dezember 2009 nicht fahren.
Die Firma gibt an, sich bewusst diese Zeit ausgesucht zu haben. Naturgemäss
beginnt die Saison erst wieder mit der Mandelblüte zu Anfang Februar (Helge
Deutgen, Quelle Netzseite der Bahngesellschaft, 07.11.09).
José
Blanco stellt Planungen zur Schienenverbindung Mittelmeer-Cantabrien vor
Der
spanische Minister für Infrastruktur José Blanco stellte am 4. November
2009 in der spanischen Stadt Zaragoza eine Studie zur geplanten Hochgeschwindigkeitsverbindung
zwischen dem Mittelmeerraum und Cantabrien vor.
Der vorgesehene und im strategischen Plan PEIT 2005-2020 enthaltene Streckenausbau
soll in einigen Jahren den Raum Valencia über Teruel, Zaragoza, den Bereich
Logroño und Pamplona mit den Küstenstädten San Sebastian, Bilbao und Santander
verbinden.
Die zukünftige durchgängige zweigleisige Strecke wird die Spurweite 1435
mm erhalten und mit 25 kV/50 Hz elektrifiziert werden.
Neben der Verringerung von Fahrtzeiten im Personenverkehr ist vor allem
an den Güterverkehr gedacht. Die Strecke wird als wichtige Verbindung
der Küsten- und Hafenstädte zum Großraum Zaragoza angesehen. In Zaragoza
kann die neue Verbindung Anschluss an die ebenfalls vorgesehene Wiederherstellung
der Verbindung zu Frankreich über Canfranc finden.
Die Strecken werden die jetzt schon durchgeführten Ausbaumaßnahmen zwischen
Teruel und Zaragoza sowie die eingeleiteten Maßnahmen im Raum Zaragoza-Castejon
und auch Teile der zukünftigen Y-Vasca einschließen.
Noch nicht entschieden ist über eine Verbindung Bilbao - Santander. Hier
ist eine Teilübernahme der Trasse der Schmalspurgesellschaft FEVE im Gespräch
(Helge Deutgen, Quelle Ministerio de Fomento, 06.11.09).
Weitere
fünf Milliarden Euro für den Ausbau des LAV-Netzes
 
Der spanische Minister für strukturelle Entwicklung, José Blanco, der
Präsident der europäischen Investitionsbank, Philippe Maystadt und der
Präsident der ADIF (spanischer Netzbetreiber), Antonio Gonzáles Marin,
haben am 26.10.2009 mit ihren Unterschriften den Weg weiterer Kredite
durch die Europäische Investitionsbank (BEI) in Höhe von fünf Milliarden
Euro für den Bau spanischer Hochgeschwindigkeitsstrecken freigemacht.
Die bereitgestellten Mittel dienen im Zeitraum von 2010 bis 2015 dem Weiterbau
folgender Strecken:
• LAV Madrid - Badajoz - (Lissabon)
• LAV Madrid - Alicante - Murcia (Fortführung der LAV Madrid - Cuenca
Albacete/Valencia, die Ende 2010 in Betrieb gehen wird)
• LAV Valladolid - Burgos - Vitoria als Fortführung der bestehenden
LAV Madrid - Valladolid
• LAV Tunnel Madrid Chamartin - Madrid Atocha, der die Netze Barcelona/Madrid/Sevilla
und Malaga mit der LAV Madrid - Valladolid und den zukünftigen Strecken
in den Norden Spaniens verbinden soll.
Die jüngst getroffene Finanzierungsvereinbarung ist die dritte dieser
Art nach 2002 und 2006 über je 10 Milliarden Euro (Helge Deutgen, Quelle
Ministerio de Fomento, 04.11.09).
Lastprobefahrten
auf der Neubaustrecke Cuenca - Motilla del Palancar - Valencia
Das Bild zeigt den Lückenschluß des Viaduktes über
den Stausee von Contreras. Der Abdruck des Bildes erfolgt mit freundlicher
Genehmigung des spansichen Ministerio de Fomento.
Im Auftrag des spanischen Ministerio de Fomento finden auf dem knapp 240
km langen Abschnitt Cuenca-Motilla del Palancar-Valencia Lastproben mit
Zügen statt. Mit diesen Maßnahmen wird dieser Abschnitt der zukünftigen
LAV Madrid-Valencia/Albacete sicherheitstechnisch überprüft. Dabei geht
es neben der Strecke auch um 76 Viadukte mit einer Gesamtlänge von 16,6
km und 16 Unterführungen.
Die längsten Viadukte befinden sich im Bereich des Stausees von Contreras.
Es sind der von Cuesta Negra mit 220 m, Stausee von Contreras mit 587
m und der von Istmo mit 830 m. Ein weiterer langer Viadukt ist der von
Turia mit 572 m Länge.
Die Eröffnung der zukünftigen LAV Madrid-Valencia/Albacete ist für Ende
2010 vorgesehen (Helge Deutgen, 28.10.09).
Ausbau
der Bahnstrecke zwischen Bobadilla und Algeciras

In den nächsten Jahren wird der spanische Staat rund 800 Millionen Euro
in den Ausbau der Strecke Bobadilla (Antequera Santa Ana) - Algeciras
stecken. Der Hafen von Algeciras als wichtiges Verbindungsglied zum afrikanischen
Kontinent sowie Industriefirmen in diesem Bereich sind auf gute Bahnverbindungen
in Richtung Madrid und Valencia angewiesen.
Der Personenfernverkehr nach Algeciras benötigt ebenfalls neue Impulse,
denn die Fahrt von Madrid nach Algeciras soll zukünftig um etwa 2 Stunden
kürzer ausfallen und dann nur noch 3 Stunden und 40 Minuten dauern.
Als
erstes wird der Streckenteil zwischen Ronda und San Pablo ausgebaut. Hierfür
sind 400 Millionen Euro eingeplant. Während der Bauarbeiten wird die Strecke
ab dem 26. Oktober 2009 für etwa fünf Monate voll gesperrt. Der Personenverkehr
wird nach Angaben der Renfe Operadora zwischen Algeciras und Antequera
Santa Ana durch Busersatzverkehr bedient. Der wichtige Containerverkehr
aus dem Hafen Algeciras wird per LKW zwischen Algeciras und Sevilla abgewickelt
und geht dort erst auf die Bahn (Helge Deutgen, Quellen Renfe und Adif,
27.10.09).
Projekt
für ein Metro-Netz der Stadt San Sebastian wurde angestossen
Für einen Auftragswert von 2,2 Millionen Euro vergab das Departement für
Verkehr der autonomen Region Baskenland über die dortige Netzgesellschaft
Euskal Trenbide Sarea einen Auftrag für die Studie zu einem zukünftigen
Metronetz der Stadt San Sebastian (Donostia) an ein Planungsbüro.
Der Planungsauftrag beinhaltet vorerst zwei neue Linien unter Einbindung
bereits vorhandener Trassen der Euskotren. Die möglichen Baukosten werden
mit etwa 700 Millionen Euro angegeben.
Zur Verbesserung des Schienennahverkehrs der Euskotren im Bereich der
Stadt San Sebastian laufen bereits verschiedene Bauarbeiten, wie der zweigleisiger
Ausbau vorhandener Strecken und der Bau neuer Stationen (Helge Deutgen,
17.10.09).
Stadt
Elda plant zweiten O-Bus Betrieb in Spanien
Nach dem im Jahr 2007 eröffneten O-Bus Betrieb von Castellón de la Plana,
könnte es ab 2011 einen zweiten Betrieb in der Stadt Elda (Provinz Alicante)
geben. Nach den Vorstellungen der Bürgermeisterin der Stadt Frau Adela
Pedrosa ist geplant, ein System für die Stadt Elda (56.000 Einw.) zu bauen.
Eine Projektstudie ist bereits vorhanden und liegt öffentlich aus. Die
Anbindung der Nachbarstädte Petrer (32.000 Einw.) und Novelda (25.000
Einw.) ist ebenfalls vorgesehen.
Sollte das Projekt Wirklichkeit werden, so müßten dafür mehr als 23 Millionen
Euro aufgewendet werden
(Helge Deutgen, 15.10.09).
Zaragoza
beginnt mit dem Bau einer Straßenbahn

Bis zum Jahr 2013 wird in Zaragoza eine
12,8 km lange Straßenbahnstrecke neu entstehen. Dann werden knapp
37 Jahre ohne Straßenbahn enden. Zaragoza hatte als letzte spanische Großstadt
im Januar 1976 den regulären Straßenbahnbetrieb eingestellt.
Im Rahmen der Wiedergeburt der Straßenbahnen rührten sich auch in Zaragoza
Begehrlichkeiten für ein neues modernes Straßenbahnnetz. Erste Planungsansätze
für ein neues Netz gab es ab dem Jahr 2004.
Nach fast 5 Jahren intensiver Planungen wurden im Juni 2009 die Verträge
mit den Baufirmen geschlossen.
In der zweiten Septemberhälfte wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen.
Bereits 2011 soll ein erstes Teilstück eröffnet werden. Daran schließt
sich die Erstellung des zweiten Teilstücks an, das dann im Jahr 2013 fertiggestellt
sein soll.
Die Fahrzeuge für die Straßenbahn wird der Hersteller CAF liefern
(Helge Deutgen, 08.10.09).
Startschuß
für den Wiederaufbau der Strecke Manacor - Inca
Mit der Aufnahme der Bauarbeiten auf gleich
drei Teilstrecken wird mit dem Wiederaufbau der ehemalige Strecke Manacor
- Arta begonnen. Dieser Abschnitt, damals noch in der Spurweite 914 mm,
wurde am 20.06.1977 stillgelegt, aber nicht vollständig abgebaut. Es sind
noch weite Teile der Trassen und einige der ehemaligen Bahnhofsbereiche
vorhanden.
Die voraussichtlichen Kosten für die drei Bauabschnitte teilen sich wie
folgt auf. Der Abschnitt von Manacor nach Son Carrió wird mit 33 M€, der
von Son Carrió nach Son Servera mit 30,5 M€ und der von Son Servera nach
Artá mit 38 M€ veranschlagt.
Insgesamt werden 35 km Strecke in der neuen Spurweite 1000 mm wiederhersgestellt.
Die Fertigstellung samt Elektrifizierung soll bis 2011 erfolgen. Sechs
Fahrzeuge der Tram-Tren Serie von Vossloh wurden bereits im Juni 2009
bestellt (Helge Deutgen, 07.10.09).
Zweigleisiger
Ausbau der Strecke Inca - Empalme ist abgeschlossen
Nach etwa einem Jahr Bauzeit wurde der
zweigleisige Ausbau der Strecke Inca - Empalme, dort teilt sich die Strecke
der SMF in die weiterführenden Strecken nach Sa Pobla und Manacor, abgeschlossen.
Die Kosten für diese Maßnahmen betrugen rund 13,7 Millionen Euro.
Damit sind nunmehr weitere etwa 5 km der Inselbahn zweigleisig. Der Ausbau
ist Teil der geplanten Verlängerung der Strecke über Sa Pobla hinaus bis
Alcudia (Helge Deutgen, 07.10.09).
Strecke
Vigo - A Coruña wird elektrifiziert
Das spanische Ministerio de Fomento hat für weitere 70 Millionen Euro
Aufträge zur Elektrifizierung der Strecke Vigo - A Coruña (Atlantische
Achse) vergeben. Die Bauarbeiten sollen in 30 Monaten abgeschlossen sein.
Sie umfassen die Elektrifizierung der 155,2 km langen Strecke zwischen
beiden Städten und die Errichtung von Einspeisestationen.
Die zukünftige Stromversorgung wird 25 kV / 50 Hz betragen und damit bereits
den späteren Wechsel auf die Regelspur und die Einbindung dieser Strecke
in das zukünftige spanische AVE Netz berücksichtigen. Die bisher eingleisige
Strecke Vigo - A Coruña wird zur Zeit als zweigleisige Hochgeschwindigkeits-strecke
ausgebaut.
Die zusätzlichen Trassenbauarbeiten befinden sich in der Endphase. Teile
der Strecke sind bereits in Betrieb. Mit der Gesamtinbetriebnahme der
umgebauten Strecke ist für Ende 2012 zu rechnen (Helge Deutgen, Quelle
MFOM, 01.09.09).
FEVE
nimmt neues Kontrollzentrum und neuen Triebwagen in Betrieb

Minister Jose Blanco inmitten der repräsentanten der FEVE. Foto MFOM.
Im Beisein des Ministers für Bau und Verkehr (Ministerio de Fomento) Herrn
Jose Blanco und des Generaldirektors der FEVE Herrn Amador Robles wurde
in El Berrón (Asturien) ein neues zentrales Kontrollzentrum für das Schmalspurnetz
der FEVE in Betrieb genommen. Es gilt als das zur Zeit modernste seiner
Art in Spanien. Es wird rund 200 km Strecke im asturischen Raum überwachen.
Das betrifft täglich 360 Zugbewegungen, die Überwachung von 82 Stationen
und rund 600 signaltechnische Einrichtungen, sowie weitere Einrichtungen.
Ferner wurde der erste neue Dieseltriebwagen der Reihe 2700 in Betrieb
genommen. Insgesamt 29 dieser Fahrzeuge werden von dem spanischen Hersteller
CAF an die FEVE ausgeliefert werden. Er ist nach neuesten Gesichtspunkten
im Hinblick auf den Fahrgastkomfort und der Berücksichtigung von Fahrgästen
mit eingeschränkter Beweglichkeit gebaut.
Das bis zu 120 km/h schnelle Fahrzeug wird zukünftige auf allen nicht
elektrifizierten Strecken der FEVE eingesetzt werden. Damit verbunden
ist dann eine schrittweise Ausmusterung älterer Baureihen, wie die der
Reihe 2400 (Apolo und Miniapolo).
Die FEVE wird so bis Ende 2011 über einen der modernsten Fahrzeugparks
auf Schmalspurnetzen verfügen (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 21.08.09).
Gewitter
legt AVE-Strecke lahm
Am
Montag sorgte ein schweres Gewitter bei La Sagra in der Provinz Toledo
für Unterspülungen der AVE Strecke Madrid - Sevilla. Die Betriebsunterbrechung
ab Montag 21:15 Uhr betraf 176 Züge und 22.956 Reisende. Diese wurden
im Ersatzverkehr zwischen Puertollano und La Sagra mit dem Bus befördert.
Die umgehend eingeleiteten Reparaturarbeiten an der Strecke führten am
Dienstag Nachmittag zur Freigabe des ersten Gleises. Das zweite Gleis
wurde nach 41 Stunden erst am Mittwoch freigegeben.
Da die Strecke in dem betroffenen Bereich vorerst nur mit 30 km/h befahren
werden kann kommt es bis auf weiteres zu Verspätungen von bis zu einer
Stunde (Helge Deutgen, 13.08.09).
Bereits
65 Prozent der LAV Bilbao - Vitoria sind im Bau

Der Verlauf des baskischen "Y" zwischen
Bilbao, Vitoria und San Sebastian (weiss gestrichelt). Grafik LOK Report
Reiseführer 2008/2009.
65 Prozent der Strecken der zukünftigen LAV Bilbao - Vitoria sind bereits
im Bau. Diese Strecke wird Teil des baskischen "Y", welches
die Provinzhauptstädte Vitoria, Bilbao und San Sebastian verbinden soll.
Während sich die Strecken im Bereich San Sebastian noch im Planungszustand
befinden, wird seit geraumer Zeit auf den Abschnitten Bilbao-Vitoria gebaut.
Von 18 Bauabschnitten befinden sich 13 Abschnitte mit einer Länge von
53 km im Bau.
Die gesamte Länge des baskischen "Y" wird 180 km betragen. Sie
wird wie alle Neubauvorhaben zweigleisig in der Spurweite 1435 mm errichtet
und mit 25 kV / 50 hz elektrifizeirt. Das baskische "Y" wird
auch für Güterzüge freigegeben. Bei Irun ist der Anschluss an das europäische
Normalspurnetz vorgesehen (Helge Deutgen, 31.07.09).
Neuer
Triebwagen der Baureihe 449 im Einsatz
Seit dem 14. Juli wird der schnelle Regionalverkehr zwischen Madrid und
Jaen mit Elektrotriebwagen der Baureihe 449 abgewickelt, Sie ersetzen
die bisher auf dieser Verbindung eingesetzten Fahrzeuge der Reihen 470
und 598. Es werden täglich vier Verbindungen angeboten.
Diese schnellen Regionalzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h
halten auf ihren Weg an nur fünf Unterwegsbahnhöfen und ermöglichen somit
eine Fahrtzeit von drei Stunden und 45 Minuten. Damit werden 20 Minuten
eingespart.
Ab dem 22. Juli werden diese Fahrzeuge auch auf der Verbindung Sevilla
Cadiz eingesetzt. Auch hier wird die bisherige Fahrtzeit verringert.
Für die Benutzung der Regionalzüge der Reihe 449 (Hersteller CAF) besteht
Reservierungspflicht (Helge Deutgen, 29.07.09).
FGV
erprobt sein erstes Fahrzeug mit fünf Modulen

Das Bild zeigt einen der neuen Triebwagen der Reihe 4300 (Vossloh) in
der Station Flughafen Manises im Mai 2008. Foto Helge Deutgen.
Im September diesen Jahres wird die FGV auf ihrem Netz der Metro Valencia
ein erstes fünfteiliges Metrofahrzeug der Reihe 4300 im Probebetrieb einsetzen.
Die FGV reagiert damit auf die stetig steigenden Fahrgastzahlen. Diese
stiegen auf den Strecken im Bereich Valencia von 57,6 Mio. im Jahr 2004
auf 68,3 Mio. im Jahr 2008. Vorgesehen sind bei einem erfolgreichen Test
die Verlängerung von Bahnsteigen und die Beschaffung von bis zu 20 zusätzlichen
Mittelwagen (Helge Deutgen, 28.07.09).
Straßenbahn
von Vitoria wird von den Einwohnern angenommen
Mehr als 1,4 Mio. Fahrgäste benutzten die erste Teilstrecke der neuen
Straßenbahn Vitoria (Provinz Alava) in den ersten sechs Monaten ihres
Bestehens. Mit mehr als 11.000 Fahrgästen an Werktagen ist sie bereits
ein wichtiger Faktor im ÖPNV der Hauptstadt der Provinz geworden. An Sonnabenden
zählte man im Schnitt 8.500 und sonntags 5.000 Nutzer.
Die Straßenbahn Vitoria ist ein Betrieb der Euskotran. Eingesetzt werden
Fahrzeuge der Serie 500 des Herstellers CAF. Diese sind baugleich mit
den in Bilbao fahrenden Wagen der Reihe 400 (Helge Deutgen, 28.07.09).
Rezession
trifft staatliche spanische Eisenbahnunternehmen
Die staatliche spanische Eisenbahngesellschaft RENFE OPERADORA
hat in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 Rückgänge ihrer Transportleistungen
hinnehmen müssen. Im Personenverkehr betrug der Rückgang 8,6 Prozent.
Noch stärker war der Einbruch im Güterverkehr mit einem Rückgang von 32
Prozent. Damit steuert die Renfe auf das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte
hin.
Hochrechnungen lassen für das Jahr 2009 nur noch eine Güterbeförderung
von etwa 17 Mio. Tonnen erwarten. Schuld an diesem Rückgang ist neben
der Wirtschaftskrise aber auch das verstärkte Aufkommen privater Anbieter
wie Comsa Rail Transport, Acciona Rail Service, Continental Rail und Euro
Cargo.
Etwas besser sieht es bei der staatlichen Schmalspurgesellschaft FEVE
aus. Hier stiegen die Beförderungszahlen in den ersten vier Monaten um
+ 3,44 Prozent im Personenverkehr. Grund hierfür sind unter anderem verbesserte
Angebote im Regionalen Bereich. Der Güterverkehr war mit - 4,50% nur geringfügig
niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Eine Belebung des Güterverkehrs auf dem Meterspurnetz der FEVE wird mit
der Aufnahme des Güterverkehrs für ein Zellstoffwerke in Nava und der
geplanten Wiederanbindung der SNIACE in Barreda erfolgen (Helge Deutgen,
08.07.09).
FEVE
investiert in das asturische Netz
Zwischen 2008 und 2012 wird die FEVE (Ferrocarriles de Via Estrecha) für
einen voraussichtlichen Aufwand von 144,3 Millionen Euro ihr asturisches
Netz verbessern. Von dieser Summe werden knapp 100 M€ in die Sicherheit
und gut 41 M€ in die Verbesserung der Angebote fließen. 2,9 M€ sind für
die Verbesserung der Effizienz gedacht.
Nachdem für 2008 bereits 19,1 M € verfügt wurden, werden 23,1 M € im Jahr
2009, 34,4 M € im Jahr 2010, 37,7 M € im Jahr 2011 und 29,7 M € im Jahr
2012 aufgebracht werden (Helge Deutgen, 07.07.09).
Letztes
Teilstück der LAV Orense-Santiago der Compostela vergeben
Ende des Monats Juni wurden die Bauarbeiten für die etwa 3,6 km lange
Einfädelung der zukünftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke Orense - Santiago
de Compostela im Bahnhofsbereich der Stadt Santiago de Compostela vergeben.
Die voraussichtlichen Kosten für diese Maßnahmen werden mit 39,2 M€ beziffert.
Damit sind alle Baulose der zukünftigen LAV Orense-Santiago de Compostela
im Bau oder in Bauvorbereitung. Diese Strecke ist Teil der zukünftigen
AVE-Verbindung Madrid - A Coruña. Sie wird eine Länge von 85,6 km haben
und zeichnet sich durch 30 Tunnel und 35 Viadukte aus. Davon sind derzeit
19 Tunnel und 25 Viadukte im Bau. Die Strecke wird wie alle Neubauvorhaben
Spaniens zweigleisig in der Regelspurweite und einer Elektrifizierung
von 25 kV/50 Hz ausgeführt. Die voraussichtlichen Gesamtkosten des Bauvorhabens
werden mit mehr als 1600 M€ beziffert.
Für die zukünftige Elektrifizierung der Strecke wurden ebenfalls Aufträge
im Wert von knapp 20 M € vergeben. Diese Vorhaben umfassen im wesentlichen
Arbeiten an den zukünftigen Versorgungsstationen für die spätere Stromversorgung
(Helge Deutgen, Quelle MFOM, 06.07.09).
Flughafen
Reus erhält einen AVE Bahnhof
Nach dem Willen des spanischen Bau- und Verkehrsministeriums soll der
Flughafen
Reus bei Tarragona einen AVE-Bahnhof erhalten. Dieser wird an der
zukünftigen Verbindung des Corredor Mediteraneo (Strecke Valencia - Barcelona)
zur LAV Madrid Barcelona liegen.
Nach Angaben des Ministeriums werden dafür knapp 65 M€ eingestellt. Damit
erhält die Provinz Tarragona nach dem Bahnhof Camp der Tarragona einen
zweiten AVE Bahnhof. Der direkte Stadtbereich von Tarragona wird davon
aber nicht profitieren, denn die Verbindung Corredor Mediteraneo - LAV
Madrid Barcelona wird südwestlich an Tarragona vorbeiführen.
Der zukünftige Bahnhof wird sechs Gleise erhalten. Davon werden zwei als
Durchgangsgleise und vier als Nebengleise gebaut werden. Alle Gleise erhalten
einen Bahnsteig, von denen zwei die Abmaße 400 m x 10 m und zwei die Maße
226 m x 8 m erhalten. Der Bau von Umspuranlagen ist ebenfalls vorgesehen
(Helge Deutgen, Quelle MFOM, 06.07.09).
Talgo
baut den Prototyp eines Talgo 300 für beide Spurweiten
 
Vorläufermodell Talgo 250 im Mai 2008 bei Alicante.
Fotos Helge Deutgen.
Talgo wird einen noch schnelleren Triebzug mit Spurweitenveränderung für
beide spanischen Spurweiten (1435/1668 mm) bauen. Dieses Fahrzeug wird
sich in seinen wesentlichen Merkmalen an den bereits im Einsatz befindlichen
Triebzug der Reihe 130 anlehnen.
Der neue Zug wird benötigt, um etwa ab 2012 beide Netzte zu befahren.
Bis dahin wird die neue Strecke Madrid - Valencia/Albacete in Betieb gehen.
Auf den Strecken Richtung Norden und Nordwesten wird es möglicherweise
mehrere Spurwechsel je Zugfahrt geben, da die Neubaustrecken nicht durchgängig
fertiggestellt sein werden (Helge Deutgen, 03.07.09).
Cretschmar
Española und Rail Cargo Austria starten Kooperation
L.W. Cretschmar Española S.A., europäischer Anbieter von logistischen
Komplettlösungen, und der Kontraktlogistikbereich der Rail Cargo Austria
(RCA), einem Unternehmen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), haben
ihr Logistikangebot verbessert. Dieser neue Service mit einem einzigartigen
Konzept bietet schnelle und kostengünstige Transportlösungen für Sammelgut
zwischen Spanien und Österreich.
Die Kooperation mit Cretschmar Española bietet die Möglichkeit, Sendungen
in drei verschiedene Regionen Spaniens zu transportieren - sowohl Barcelona,
Madrid, als auch Irún werden direkt bedient. Dadurch gewinnen unsere Kunden
wertvolle Transportzeit in und von diese/r Wirtschaftsregionen. Besonders
der direkte Service nach Madrid ist hervorzuheben, da die Standardlösungen
des Wettbewerbs alle via Irún oder Barcelona ausgerichtet sind.
Als Gegenleistung bietet RCA Kontraktlogistik dem neuen Partner die Benutzung
des eigenen Netzwerks, das alle Destinationen innerhalb Österreichs und
den Zugang in 9 osteuropäische Länder umfasst.
Die neue Partnerschaft ist für beide Parteien von großer strategischer
Bedeutung. Rail Cargo Austria hat im Rahmen der europäischen Expansion
für ihr europäisches Sammelgutnetz einen starken Partner in Spanien gewonnen,
während Cretschmar Española als marktführendes, solides Mittelstandsunternehmen
über Rail Cargo den eigenständigen Zugang zu Österreich und den interessanten
umliegenden CEE Ländern bekommt. "Somit können wir nun auch mit Spanien
alle europäischen Länder mit führenden Transportkonzepten unseren Kunden
zur Verfügung stellen", erklärt Oliver Rüter, Direktor Europa von Cretschmar
und Geschäftsführer von der Española. "Deshalb freuen wir uns, Cretschmar
Española in unserem Agenturnetz begrüßen zu dürfen", fügt Burkhard Knapp,
der Leiter des Bereiches Business Development bei RCA, hinzu (Pressemeldung
ÖBB, 02.07.09).
Zukünftige
Hochgeschwindigkeitstrecke Sevilla - Huelva wird Planungsprojekt
Planung LAV Sevilla - Huelva (gestrichelt). Grafik:
LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009.
Die zukünftige Hochgeschwindigkeitsverbindung (LAV) zwischen Huelva und
Sevilla wird etwa 96 km lang werden. Die Strecke wird zweigleisig in der
internationalen Spurweite von 1435 mm gebaut und elektrifiziert. Es sind
fünf Planungsabschnitte vorgesehen:
• Teilstrecke 1: Majarabique -- Valencina de la Concepción
(9,2 km)
• Teilstrecke 2: Valencina de la Concepción -- Sanlúcar
la Mayor (23,5)
• Teilstrecke 3: Sanlúcar la Mayor -- La Palma del Condado
(22,5 km)
• Teilstrecke 4: La Palma del Condado -- Niebla (20,5 km)
• Teilstrecke 5: Niebla -- Huelva (20,2 km)
Die Kosten für die Projektplanung werden sich auf etwa 7,4 M €
belaufen (Helge Deutgen, 26.06.09).
Museum
Madrid Delicias plant betriebsfähige Aufarbeitung einer MIKADO
 
Die erste von North British gebaute Maschine 141-F-2101
im Museum Villanova y la Geltru, rechts davon die 2348. Letztere wurde
im Jahr 1975 als letzte Dampflok der Renfe abgestellt.
Mit Unterstützung der Sparkasse von Navarra soll die Mikado Lokomotive
141-F-2316 des Museums Madrid Delicias wieder in einen betriebsfähigen
Zustand gebracht werden. Diese Lokomotive mit der Achsfolge 1D1 ist eine
der zwischen 1953 und 1960 gebauten 242 Lokomotiven dieses Typs. Sie wurde
von verschiedenen Herstellern gebaut.
Die ersten 25 Maschinen 141-F-2101 bis 2125 wurden von North British hergestellt,
Die weiteren Maschinen 141-F-2101 bis 2417 entstanden in Spanien bei den
Herstellern Macosa, Maqunista, Euskalduna und Babcock und Wilcox.
Die 141-F-2348 wurde im Jahr 1975 als letzte Dampflok der RENFE abgestellt.
Sie gehört heute zum Bestand des Museums Villanova y la Geltru. Die restaurierte
Lokomotive soll dann zukünftig vor Sonderzügen eingesetzt werden (Helge
Deutgen, 26.06.09).
Schnellbahn
auf Teneriffa nimmt Gestalt an
Ende Mai 2009 hat der Aufsichtsrat der Metropolitano von Teneriffa (MTSA)
den Weg für die Planung einer zukünftigen Schnellbahnverbindung, der sogenannten
METRO TENERIFE, freigegeben. Der Wert der Ausschreibung für die Planung
wird mit knapp 15 M€ angegeben. Damit wird es in einigen Jahren eine Schienenverbindung
zwischen den beiden Flugfhäfen der Insel geben. Darüber hinaus werden
die Touristenzentren Playas de Americas und Puerto der la Cruz über die
Inselhauptstadt mit der Schiene verbunden.
Die Länge der zu bauenden Strecke wird 80 km betragen und sieben Bahnhöfe/Stationen
erhalten. Eine Verlängerung der Gesamtstrecke wird vorgesehen. Die zukünftige
Spurweite soll 1435 mm betragen. Die höchste Betriebsgeschwindigkeit wird
auf 220 km/h festgelegt. Der Anteil der Tunnelstrecken wird 29 % betragen
können. Man erwartet bis zu 30.000 Fahrgäste je Tag.
Vorgesehen ist eine Zugfrequenz von 15 Minuten. Die Fahrtzeiten zwischen
der Hauptstadt Santa Cruz und dem südlichen Flughafen soll höchstens 32
Minuten betragen. Das zukünftige Bauvorhaben wird in acht Baulose eingeteilt.
Die Planung der Büro-, Betriebs- und Werkstattgebäude ist ebenfalls Bestandteil
der Planungsausschreibung (Helge Deutgen, 22.06.09).
Vossloh
erhält Zuschlag über sechs TramTren für Manacor - Artá
 
Nach einer Mitteilung der Regierung der Balearen erhielt die Firma Vossloh
España mit dem Firmensitz in Albuixech bei Valencia den Zuschlag für die
Lieferung von sechs dreiteiligen elektrischen Triebwagen ihrer Tram-Tren
Reihe. Vossloh konnte sich damit gegen den Mitbewerber CAF durchsetzen.
Die bestellten Einheiten haben die Reihung Motorwagen-Zwischenwagen-Motorwagen.
Sie sollen auf dem Netz der SFM (Serveris Ferroviaris de Mallorca) unter
Bahnbedingungen bis zu 100 km/h und unter Straßenbahnbedingungen bis zu
70 km/h schnell laufen. Die Einheiten verfügen über 92 Sitzplätze und
bis zu 209 Stehplätze. Die erste Einheit soll bereits in 20 Monaten an
die SFM abgeliefert werden.
Die bestellten Fahrzeuge sind im Aussehen und technisch an die Baureihe
4100 der FGV (Netz Alicante) angelehnt (siehe Fotos). Der Betrieb auf
der Strecke Manacor - Artá, der vor ziemlich genau 22 Jahren am 20.06.1977
eingestellt wurde, soll nach der Wiederherstellung der Strecke in der
neuen Spurweite von 1000 mm bis zum Jahr 2011 wieder aufgenommen werden.
Die Gesamtstrecke zwischen Palma und Artá ist auch für die durchgehende
Elektrifizierung vorgesehen (Helge Deutgen, 22.06.09).
Dampflok
für Museumsbetrieb auf FEVE Strecken wird aufgearbeitet
Die Tenderlokomotive VA 8 des asturischen Kleinbahnmuseums in
Gijón hat ihren Platz in der Halle des ehemaligen Bahnhofs der NORTE mit
dem Ziel einer Aufarbeitung verlassen.
Die im Jahr 1958 durch Babcock und Wilcox gebaute Lokomotive mit der Achsfolge
1D1 lief bei der Sociedad General de Ferrocarril Vasco Asturiana unter
der Nummer 8. Nach ihrer Ausmusterung gelangte sie zur Bergwerksgesellschaft
Hunosa ebenfalls als Nr. 8. Nach ihrer endgültigen Abstellung wurde sie
von der Hunosa dem asturischen Kleinbahnmuseum übergeben.
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Daten der Lok:
Hersteller Babcock & Wilcox
Fabr. Nr. / Bj. 727/1958
Achsfolge 1D1
Spurweite 1000 mm (Helge Deutgen, 10.06.09).
Studie
zur Schienenverbindung von Las Palmas de Gran Canaria nach Arucas
Das Parlament der Insel Gran Canaria gibt 220.000 Euro für die
Studie zu einer Schienenverbindung zwischen der Inselhauptstadt Las Palmas
und Arucas frei.
Nach den Wünschen des Inselparlaments soll das Hafengebiet (Santa Catalina)
der Hauptstadt Las Palmas mit dem Ort Arucas verbunden werden. Vorgesehen
ist entweder eine Metro Ligero (Straßenbahn) oder eine Tram-Tren-Verbindung
nach dem Muster Alicante - Benidorm. Die zukünftige Verbindung soll Höchstgeschwindigkeiten
von bis zu 100 km/h erlauben (Helge Deutgen, 10.06.09).
FEVE
überholt Lokomotiven der Reihe 1900
 
 
Alstom BB44 in Mieres (Asturien). Alstom BB44 in
Fuso de la Reina Asturien. Reihe 1900 vor dem Transcantabrico in Cabezón
de la Sal (Cantabrien). Reihe 1900 vor einem Tren de Bobinas bei Llanes.
Fotos: Helge Deutgen.
Innerhalb der nächsten acht Monate wird die FEVE in ihren Betriebswerken
El Berrón (Asturien), Santander (Cantabrien) und Balmaseda (Vizcaya) ihre
17 dualen Lokomotiven der Baureihe 1900 einer technischen Aufarbeitung
unterziehen. Vordringlich wird das Kühlsystem der Lokomotiven verbessert.
Es sind aber auch Maßnahmen des Schallschutzes für die Personale vorgesehen.
Die Arbeiten werden mit einem Volumen von 1.398.000 Euro beziffert.
Die dualen Lokomotiven 1901 bis 1910 entstanden neu unter Verwendung von
Teilen der Alstom Lokomotiven des Typs BB 44 (FEVE Reihe 100 bzw. 1050).
Die Lokomotiven 1911 bis 1917 sind Neubauten. Am Bau der Lokomotiven war
auch die Firma Sunsundegui beteiligt. Die Baureihe 1900 kann sowohl auf
den nicht eletrifizierten Strecken der FEVE als auch unter Draht fahren.
Die Umschaltung von Diesel auf Strom kann allerdings nur im Stillstand
erfolgen.
Der Einsatz erfolgt vor allen vor Stahlrollenzügen zwischen Aviles und
der baskischen Region. Aber auch der Transcantabrico und andere Touristenzüge
werden von Lokomotiven der Reihe 1900 geführt (Helge Deutgen, 02.06.09).
Baskisches
Eisenbahnmuseum nimmt restaurierte Lokomotive 1158 in Betrieb
Das baskische Eisenbahnmuseum Azpeitia hat die Diesellokomotive 1158 ihres
Museumsbestandes wieder in den betriebsfähigen Zustand zurückversetzten
lassen. Von dieser vierachsigen durch Creusot entwickelten Lokomotive
wurden 1958 in Lizenz durch SECN (Sociedad Española de Construccion Naval)
20 Maschinen gebaut.
Sie gelangten im Rahmen eines Beschaffungsprogramms des Staates an verschiedene
Schmalspurgesellschaften und wurden dort in den Nummernkreisen 1101 bis
1110 und 1151 bis 1160 geführt. Die Lokomotiven 1101 bis 1104 waren zeitweise
auch auf Mallorca eingesetzt. Die Maschine 1158 gelangte als einzig erhaltene
Lokomotive nach ihrer Abstellung Ende der 80-er Jahre durch die FEVE an
das Museum Azpeitia und wurde dort in nicht betriebsfähigem Zustand gezeigt.
Das Museum Azpeitia wird diese Maschine nun im Rahmen ihrer Museumsfahrten
zwischen Azpeitia und Lassao einsetzen.
Die Kosten der betriebsfähigen Aufarbeitung in Höhe von 150.000 € wurden
durch die Firma Ingeteam übernommen. Ingeteam ist auch am Bau der 12 neuen
Güterzuglokomotiven der EuskoKargo (Baureihe TD 2000) beteiligt. Von diesen
Maschinen sind bisher zwei Ausführungen an den Besteller abgeliefert worden
und befinden sich in der Phase der Erprobung auf dem Netz der baskischen
Eisenbahnen (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, Foto Museo Vasco del Ferrocarril,
01.06.09).
Nahverkehrszone
Madrid erhält bis 2015 weitere 5 Milliarden Euro
Der spanische Staat wird in den nächsten sechs Jahren rund 5 Milliarden
Euro für den weiteren Ausbau der Nahverkehrszone Madrid (Netz der ADIF)
ausgeben. Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:
• neue Achse vom Osten über das Zentrum von Madrid nach Südwesten
für geschätzte Kosten von 1.300 Millionen €
• Neubaustrecke von Madrid Chamartin zum neuen Terminal T4 des Flughafens
Madrid Barajas mit drei neuen Stationen. So soll der Flughafen zukünftig
innerhalb von 10 Minuten aus dem Stadtzentrum zu erreichen sein.
• Verlängerungen der bestehenden Linien in die nördlichen neuen
Trabantenstädte
• neue Anbindungen der Zentren der Vorstädte Majadahonda und Las
Rozas
Bis 2015 werden 115 km Neubaustrecken und 66 km durch die Verlängerung
bestehender Strecken neu entstehen. Darüber hinaus werden 25 neue Stationen
gebaut und 55 bestehende Stationen umfassen modernisiert (Helge Deutgen,
Quelle MFOM, 25.05.09).
Geplante
Linie Nord soll Santa Cruz mit Los Realejos verbinden
Nach Angaben der Regierung der Kanareninsel Teneriffa ist geplant, bis
2020 eine durchgehende Schienenverbindung zwischen der Inselhauptstadt
Santa Cruz de Tenerife und dem Ort Los Realejos im Tal von Orotava über
Puerto de la Cruz herzustellen.
Die vorgesehenen 38 km Strecke werden sieben Stationen erhalten. Neben
dem Ausgangspunkt Santa Cruz (Intercambiador) sollen weitere Stationen
in La Laguna, Flughafen Nord, Tacoronte, La Victoria, Puerto de la Cruz
und Los Realejos entstehen. Die Kosten für das Projekt werden mit 900
bis 1000 M€ vorausgesagt (Helge Deutgen, Quelle Europa Press, 23.05.09).
Teófilo
Serrano wird neuer Generaldirektor der RENFE
Der Bauingenieur Teófilo Serrano (Jahrgang 1950) wurde von spanischen
Ministerrat in Folge der Regierungsumbildung zum neuen Generaldirektor
der staatlichen spanischen Eisenbahngesellschaft RENFE OPERADORA ernannt.
Teófilo Serrano war zuvor der Eisenbahnbeauftragte der Regionalregierung
von Andalusien. Er löst den bisherigen Generaldirektor Jose Salgueiro
ab (Helge Deutgen, 19.05.09).
Absichtserklärung
zur Fahrzeugzulassung zwischen Frankreich und Spanien
Zwei Absichtserklärungen zur gegenseitigen Anerkennung von Zulassungen
für Schienenfahrzeuge (Lokomotiven, konventionelle und Hochgeschwindigkeitspersonenwagen,
sonstige Wagen) wurden zwischen dem Generaldirektor der EPSF, Michel Aymeric
und dem Generaldirektor von Ferrocariles, Luis Santiago Perez, unterzeichnet.
Diese neuen Regelungen erleichtern und verkürzen die Genehmigungsverfahren
für Antragsteller und tragen dazu bei, den Marktzugang für die
Betreiber in beiden Ländern zu erleichtern (Pressemeldung Établissement
public de sécurité ferroviaire, 15.05.09).
Bilbao
nimmt neue Metrofahrzeuge in Betrieb
Am 5. und 11. Mai 2009 wurden die ersten neuen Fahrzeuge der Serie 600
in Betrieb genommen. Sie sind Teil einer Bestellung über neun neue Fahrzeuge
der Serie 600 und sind gegenüber den bereits eingesetzten Fahrzeugen der
baugleichen Serien 500 (24 Einheiten im Jahr 1996) und 550 (13 Einheiten
im Jahr 2000/2001) erheblich geräuschärmer und auch kundenfreundlicher
gestaltet.
Die vierteiligen bis zu 80 km/h schnellen Triebwagen mit einer Gesamtlänge
von 17,8 m bieten maximal 568 Fahrgästen Platz. Davon sind 144 Sitzplätze.
Alle Fahrzeuge der Metro Bilbao wurden von CAF gebaut. Die Metro Bilbao
reagiert mit der Erhöhung ihres Triebfahrzeugbestandes auf die ständige
Ausweitung ihres Netzes in Meterspur (Helge Deutgen, 14.05.09).
Fünf
Leichtverletzte bei Zusammenstoß zweier Straßenbahnen in Soller
Bei einem Zusammenstoß zweier Straßenbahnen der Travia de
Soller a Port Soller (Mallorca) am 12.05.2009 gegen 13:45 gab es fünf
Leichtverletzte. Darunter befabnd sich nach Angaben der örtlichen Presse
auch der verursachende Strassenbahnfahrer. Die Strecke war für einige
Stunden gesperrt.
Es handelte sich um zwei der älteren Fahrzeuge der Serie 1-4. Das eröffnet
den ehemaligen Lissaboner Wagen den Einsatz im Regelverkehr (Helge Deutgen,
14.05.09).
Madrid
- Valencia ab Ende 2010 in weniger als zwei Stunden
Verlauf
der LAV Levante. Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid - Valencia, Teil der 914 km langen
LAV (Linea de Alta Velocidad) Levante, wird nach Angaben des spanischen
Netzbetreibers ADIF für eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h zugelassen
werden. Die Strecke wird mit der neuesten Generation des europäischen
ERMTS Level 1 und 2 ausgestattet. Somit können die Züge, die in der zweiten
Jahreshälfte des Jahres 2010 den Betrieb aufnehmen sollen, eine vorgesehene
Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h fahren. Damit wird sich die zukünftige
Fahrzeit mehr als halbieren.
Die LAV Levante zweigt südlich von Madrid von der LAV Madrid-Sevilla ab,
erschliesst die Regionen Valencia und Murcia für höhere Geschwindigkeiten
und bindet sie an das spanische Hochgeschwindig-keitsnetz an. Die LAV
Levante wird in der Spurweite 1435 mm zweigleisig gebaut und mit 25 kV/50
Hz elektrifiziert. Die Trassenbauarbeiten sind bis auf die Einbindung
von Valencia nahezu abgeschlossen. Zur Zeit laufen die vorgeschriebenen
Belastungsproben an den Viadukten.
Das Gesamtvorhaben der 914 km langen Strecke wird voraussichtlich 12,4
Milliarden Euro kosten, wovon ein Teil aus den Töpfen der EU stammt. Die
endgültige Fertigstellung ist für das Jahr 2014 angestrebt (Helge Deutgen,
12.05.09).
José
Blanco López wird neuer Minister für Bau- und Verkehr
Im Rahmen einer Umbildung des spanischen Ministerrats (Kabinett)
wurde Herr José Blanco López zum neuen Minister für das Bau- und Verkehrswesen
ernannt. Der spanische Premier Herr Zapatero hofft mit dieser Kabinettsumbildung
der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise, die Spanien insbesondere
im Verkehrs- und Bauwesen getroffen hat, besser begegnen zu können.
Herr José Blanco López löst die zuletzt glücklos handelnde Ministerin
Frau Magdalena Alvarez ab. Diese geriet nach den Verzögerungen der Eröffnung
der AVE Strecke Madrid - Barcelona und nicht zuletzt nach dem Unfall der
Spanair im vergangenen Jahr politisch in arge Bedrängnis (Helge Deutgen,
Foto Ministerio de Fomento, 17.04.09).
Elektrifizierung
A Coruña - Vigo wird beschlossen
Der spanische Ministerrat hat die Elektrifizierung der Atlantischen Achse
(Strecke Vigo - A Coruña) für einen Kostenrahmen in Höhe von 77,3 Millionen
Euro beschlossen. Die bisher eingleisige Strecke wird derzeit zu einer
zweigleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Spurweite 1668 mm ausgebaut
und soll die Fahrtzeiten zwischen a Coruña und Vigo nahezu halbieren.
Die verwendeten Betonschwellen lassen jedoch eine kurzfristige Umrüstung
auf die spätere Spurweite von 1435 mm zu. Die Elektrifizierung hingegen
wird in 25 kV/50 Hz erfolgen (Helge Deutgen, Quelle MFOM,
16.04.09).
RENFE
beschafft weitere 32 Civia Einheiten
Für ihre Nahverkehrslinien wird die RENFE weitere 32 Triebwageneinheiten
der CIVIA Baureihen (462 bis 465) für 318 Millionen Euro beschaffen. Die
Ausschreibung der Fahrzeuge beinhaltet auch einen auf 14 Jahre festgelegten
Wartungsvertrag mit dem Hersteller der Fahrzeuge.
Zur Zeit sind 237 dieser 2- bis 5-teiligen Einheiten bestellt oder bereits
im Einsatz. Mit dieser fünften Bestellung wird sich der Bestand auf 269
Einheiten erhöhen. Der Hersteller steht noch nicht fest.
Die Civia Einheiten sollen das Verkehrsangebot in den zur Zeit 12 Nahverkehrszonen
der RENFE (Málaga, Madrid, Barcelona, Valencia, Murcia-Alicante, Sevilla,
Cádiz, Bilbao, San Sebastián, Asturias, Santander y Zaragoza) verbessern
helfen. Bis zur Auslieferung der ersten Einheiten der fünften Serie im
Jahr 2013 könnte noch die geplante Nahverkehrszone Lleida (Lerida) hinzukommen
(Helge Deutgen, Quelle Renfe,
16.04.09).
Sevilla
nimmt Metrolinie 1 in Betrieb
Am 2. April eröffnet die Stadt Sevilla (700.000 Einwohner) nach erfolgreich
verlaufenem Probebetrieb die erste von vier geplanten Metrolinien. Die
Linie 1 hat eine Streckenlänge von 18 km und verfügt über 22 Stationen.
Vorläufig werden 17 Stationen bedient.
Im Einzugsbereich der Linie 1 wohnen 228.000 Personen. Der Fahrbetrieb
von Montag bis Donnerstag läuft von 6:30 bis 23:00 Uhr. Am Freitag und
vor Festtagen von 6:30 bis 2:00 Uhr (nachts). Am Samstag von 7:30 bis
2:00 und sonntags von 7:30 bis 23:00 Uhr.
Die Fahrzeuge verkehren zu Spitzenzeiten im 5 Minuten Takt. Man erwartet
eine Zahl von 20 Millionen Fahrgästen im Jahr.
Zum Einsatz kommen fünfteilige Fahrzeuge des Herstellers CAF. Die Metro
Sevilla hat ab 2006 16 dieser Einheiten übernommen. Sie wurden bereits
auf der früher eröffneten oberirdischen Straßenbahnline der Stadt Sevilla
erprobt. Sie bieten 227 Fahrgästen Platz und können bis zu 70 km/h schnell
sein.
Die Metro Sevilla erwartet eine mittlere Reisegeschwindigkeit von knapp
30 km/h (Helge Deutgen, Quelle Metro Sevilla, Foto CAF, 02.04.09).
Konsortium
aus FCC und Comsa baut Linie 1 der Tranvia Murcia
Nach
einem fast zweijährigen Probebetrieb auf einer ca. 1 km langen Teststrecke
hat die Stadt Murcia den Bau der ersten Straßenbahnlinie vergeben. Die
zukünftige Linie 1 soll einschließlich der schon bestehende Probestrecke
16,7 km lang werden.
17 Haltestellen, davon sieben als Übergangshaltestellen zum Busverkehr,
sollen bis zu 5,5 Millionen Fahrgäste im ersten Betriebsjahr bringen.
Die Kosten für die Strecke samt des zu beschaffenden rollenden Materials
werden sich auf 264 Millionen Euro belaufen. Die Fertigstellung soll bis
Ende 2010 erfolgen. Danach wird ab Januar 2011 ein sechsmonatiger Probebetrieb
folgen.
Das mit dem Bau beauftragte Konsortium bestehend aus FCC (60 %) und COMSA
(40 %) hat auch die Konzession zum Betrieb, der Wartung und der Ausweitung
des Netzes der Straßenbahn für die folgenden 40 Jahre zuerkannt bekommen.
Über die Fahrzeuge ist noch nichts bekannt, die bisher dort eingesetzten
Triebwagen waren aber zwei Fahrzeuge von Alstom (Citadis) aus dem Bestand
der Tranvia Madrid (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, 31.03.09).
FEVE
stellt erstes Fahrzeug der neuen Serie 3500 vor
Am
13. März hat die FEVE, Betreiber eines mehr als 1.200 km langen Schmalspurnetzes
in Nordspanien, seinen ersten umgebauten Triebwagen der ehemaligen Reihe
3500 vorgestellt. Die Serie 3500 wurde von 1977 bis 1984 von der damalige
FEVE Norte bei CAF beschafft.
15 Einheiten mit den Betriebsnummern 3501 bis 3515 wurden der Eusko Trenbideak
mitgegeben. Die FEVE behielt 21 Einheiten mit den Betriebsnummern 3515
bis 3537 und setzte sie in den Räumen Santander und Oviedo ein. Etliche
der ursprünglich dreiteiligen Einheiten wurden zu zweiteiligen Einheiten
umgebaut. Die FEVE entschied sich für den erneuten Umbau dieser Triebwagen
und ließ diese Umbauarbeiten von den Firmen Fonit Rail und Ingeteam durchführen.
Die Umbaumerkmale bestehen in der Erneuerung der Elektrik und einer damit
verbundenen Verbesserung des Wirkungsgrades. Gleichzeitig wurde die Geschwindigkeit
von 80 km/h auf nunmehr 100 km/h angehoben.
Die Fahrzeuge erhielten die neue Baureihenbezeichnung 3300. Der Triebwagen
der Reihe 3300 wird im Regionalverkehr der elektrifizierten Netze Cantabriens
und Asturiens eingesetzt. Bis August 2009 sollen weitere Einheiten umgebaut
werden (Helge Deutgen, Quelle FEVE, 30.03.09).
CAF
schließt das Jahr 2008 mit einem Nettogewinn von 105,7 M €
ab
Der
spanische Hersteller von Schienenverkehrstechnik CAF (Construcciones y
Auxiliar de Ferrocarriles S.A.) setzte im abgelaufenen Jahr 2008 1.005
M€ um und steigerte damit sein Ergebnis um 135 M€ (14,9 %).
Der Der Nettogewinn wurde um 21 % auf 105,7 M€ gesteigert.
CAF verfügte zum 31. Dezember 2008 über einen Auftragsbestand
von 4.137,4 M€. Dieser lag damit um 21,3 % höher als zum gleichen
Stichtag des Vorjahres. Davon entfallen etwa 50 % auf das Auslandsgeschäft.
Im abgelaufenen Jahr 2008 lieferte CAF Fahrzeuge und Schienenverkehrstechnik
für die RENFE, die Straßenbahnen von Vitoria und Sevilla, und
die Metrobetriebe von Madrid und Barcelona. Im Ausland zählten die
Türkische Staatsbahn, die Straßenbahn von Antalya, die Metro
Brüssel, Algerien und in Übersee Mexico und die USA zu den Empfängern
der Erzeugnisse von CAF (Helge Deutgen, Quelle CAF, 28.03.09).
Neue
Umspuranlage in Alcolea (Cordoba) verkürzt Fahrtzeiten
 
Ministerin Alvarez inmitten der Repräsentanten von
ADIF, Renfe und der betroffenen Orte und Regionen vor einem S 121 Triebwagen
(Foto MFOM), rechts ein Wagen der Serie 449 (Foto CAF).
Die am 20. März 2009 in Betrieb genommene Umspuranlage von Alcolea (ca.
8 km östlich von Cordoba) ermöglicht den umspurfähigen Triebwagen der
neuen Baureihe S 121 auf ihrem Weg von Jaen nach Sevilla und Cadiz die
Benutzung der LAV ab Alcolea bis Sevilla. Die dabei erzielte Verringerung
der Fahrtzeiten beträgt nach Sevilla 28 und Cadiz gar 44 Minuten.
Der Bau der neuen Umspuranlage für die Systeme CAF und Talgo erforderte
einen Aufwand von rund 16,4 M€. Der nunmehr zum Einsatz kommende Schnelltriebwagen
der Reihe S 121 zwischen Jaen und Sevilla/Cadiz wurde von CAF gebaut.
Es ist ein vierteiliger Elektrotriebwagen für den Einsatz auf den Netzen
der Spurweiten 1668 mm und 1435 mm. Der Triebwagen ist 107,4 m lang und
bietet bis zu 270 Fahrgästen Platz. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt
250 km/h. Die Leistung unter 25 kV/50 Hz beträgt 4.800 kW unter 3 kV DC
allerdings nur 3.200 kW.
Weiter wurde bekannt gegeben, dass zwischen Jaen und Madrid auf der Breitspurstrecke
zukünftig Elektrotriebwagen der Baureihe 449 verkehren werden. Diese Fahrzeuge
wurden ebenfalls von CAF gebaut. Die fünfteiligen Triebfahrzeuge bieten
bei einer Fahrzeuglänge von 98,1 m 263 Fahrgästen Platz. Die Reihe 449
verfügt über eine Leistung von 2.400 kW und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit
von bis zu 160 km/h (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 26.03.09).
Zahnradbahn
auf den Montserrat nimmt wieder den Betrieb auf
Nach
einer Betriebsunterbrechung von mehr als 2 Monaten (Der LOK Report berichtete)
hat am 13. März 2009 die Zahnradbahn auf den Berg Montserrat wieder den
Betrieb aufgenommen. Im Dezember des Vorjahres wurde die Strecke durch
Geröllabgänge in Mitleidenschaft gezogen. Die Fangnetze konnten die schweren
Geröllmassen nicht abfangen. Der Betrieb ruhte seitdem.
Die FGC (Ferrocarriles de la Generalidad de Cataluña) hat die Schäden
beseitigt und den Schutz der Strecke noch einmal verbessert. Dafür wurden
mehr als eine Mio. Euro aufgebracht. Der Zugang zu den Klosteranlagen
war über die Seilbahn und die bereits früher eröffnete Straßenverbindung
gewährleistet. Wie die Regionalregierung von Katalonien mitteilte sind
weitere Sicherungsmaßnahmen in Millionenhöhe erforderlich, um die Zahnradbahn
im oberen Bereich des Massivs vor Geröllabgängen zu schützen (Helge Deutgen,
Quelle Pressemeldung FGC, 25.03.09).
Velaro
E in Spanien feiert den ersten Geburtstag
Die Begeisterung der spanischen Bevölkerung über den
von Siemens gefertigten Hochgeschwindigkeitszug Velaro E ist weiterhin
groß. Laut der jüngsten Statistik des spanischen Verkehrsministeriums
hat sich die Anzahl der Fahrgäste durch den Einsatz des neuen Hochgeschwindigkeitszuges
verdreifacht. Seit der Inbetriebnahme des Velaro E am 20. Februar 2008
haben insgesamt 2,3 Millionen Personen die AVE-Hochgeschwindigkeitsstrecke
zwischen Madrid und Barcelona genutzt. Damit stieg der Marktanteil des
Velaro E auf dieser Strecke von 11,8 Prozent auf 48,2 Prozent.
Unter den Fahrgästen genießt der Hochgeschwindigkeitszug vor
allem wegen der Zeitersparnis, der Zuverlässigkeit und des hohen
Komforts einen großen Zuspruch. Durch den Velaro E hat sich die
Fahrzeit um über 2½ Stunden verkürzt. Für die 621
Kilometer lange Strecke zwischen Madrid und Barcelona braucht der Triebzug
nur noch 2 Stunden und 38 Minuten. Wie das spanische Verkehrsministerium
weiter mitteilt, beträgt die Pünktlichkeit der Verbindung 99,18
Prozent.
Diese Faktoren haben einen großen Einfluss darauf, dass die von
den Benutzern des AVE Madrid - Barcelona empfundene Qualität mit
durchschnittlich 8,04 von 10 Punkten beurteilt wird. Neben Sauberkeit
und Schnelligkeit wurde die Pünktlichkeit mit 9,27 Punkten am besten
bewertet – und ist damit auch ein Verdienst des Velaro E (Pressemeldung
Vossloh, 20.03.09).
Vossloh
erhält Auftrag aus Valencia über 128 Mio. Euro für Metrozüge
Der Nahverkehrsbetreiber in der spanischen Region Valencia, Ferrocarriles
de la Generalitat Valenciana (F.G.V.), setzt auch künftig auf Schienenfahrzeuge
von Vossloh. F.G.V. orderte jetzt 22 weitere Metrozüge von Vossloh
España.
Der Auftragswert beträgt rund 128 Millionen Euro. Die ersten der
aus jeweils vier Wagen bestehenden Einheiten sollen 2010 in Dienst gestellt
werden. Die hochmodernen Bahnen sind rund 60 Meter lang und bieten –
bei 116 Sitzplätzen – Platz für mehr als 450 Passagiere
(Pressemeldung Vossloh, 13.03.09).
CAF
erhält Großauftrag aus den USA
Der spanische Hersteller CAF wird 103 Straßenbahnfahrzeuge für die Metro
Houston liefern. Die bestellten Einheiten bestehen aus fünf Modulen und
haben als 100 prozentige Niederflurfahrzeuge eine Länge von 31,2 Metern.
CAF lieferte bereits Stadt- und Straßenbahnfahrzeuge in die Städte Amsterdam,
Sacramento und Pittsburg (USA). Buenos Aires, Sevilla, Malaga, Vitoria,
Bilbao und Edimburg. Der nunmehr an CAF ergangene Auftrag hat einen Wert
von 320 Millionen USD und beinhaltet auch die Wartung für acht Jahre.
Die Fertigung der Fahrzeuge erfolgt im Werk Elmira (New York).
Ein erstes Teillos umfasst die Lieferung von 29 Einheiten im Wert von
118 Millionen USD. Die Auslieferung wird ab Frühjahr 2012 bis Sommer 2014
erfolgen. Der Einsatz der Fahrzeuge wird auf sechs Strecken der texanischen
Stadt Houston erfolgen (Helge Deutgen, Quelle CAF, 11.03.09).
Zaragoza
leitet den Bau einer ersten Straßenbahnlinie ein
Im Jahr 2013 möchte die Stadt Zaragoza wieder eine Straßenbahnlinie in
Betrieb nehmen. Die neu zu bauende Linie wird eine Länge von 12,8 km haben
und den Norden der Stadt mit den südlichen Bereichen verbinden.
Insgesamt 33 Haltestellen sind vorgesehen. Für den Betrieb werden 25 Straßenbahnfahrzeuge
angeschafft. Diese sollen bei einer Wagenlänge von 32 Metern bis zu 220
Personen aufnehmen können. Man hofft so bis zu 100.000 Fahrgäste je Tag
zu befördern.
Ein besonderes Merkmal der Bahn wird ein Streckenbereich ohne Oberleitung
sein. Mit den Bauarbeiten soll im Sommer diesen Jahres begonnen werden.
Eine erste Bauphase wird im ersten Halbjahr 2011 abgeschlossen sein. Der
Beginn der zweiten Baustufe ist der Juli 2011. Die Fertigstellung der
ersten Gesamtstrecke soll dann bis Juni 2013 erfolgen.
Die voraussichtlichen Kosten an Strecken und Fahrzeugen werden mit 400
Millionen Euro beziffert. Davon werden 130 Millionen von der Regierung
der Region Aragón und 190 Millionen von der späteren Betreibergesellschaft
gestellt. Die restlichen 80 Millionen werden mischfinanziert (Helge Deutgen,
09.03.09).
Erstes
Teilstück der Linie 2 der Tranvia Tenerife fertiggestellt
 
Triebwagen
in der Innenstadt von Santa Cruz de Tenerife. Fotos Helge Deutgen.
Am 4. März 2009 wurden erste Probefahrten auf dem neuen 1.200 m langen
Teilstück der Linie 2 bis Tincer aufgenommen. Die Linie 2 wird sechs Haltestellen
haben und die Endpunkte La Cuesta und Tincer über die Haltestellen El
Rosario, El Cardonal, Hospital Universitario und Parque der Ofra miteinander
verbinden. Sie wird zwischen El Taco und dem Rondell von Las Mantecas
die bestehende Linie 1 mit benutzen.
Die Abzweige zu den Endpunkten befinden sich jeweils in Tunnelstrecken
und wurden beim Bau der Linie 1 Santa Cruz (Intercambiador) nach La Laguna
(Avd. Trinidad) bereits berücksichtigt. Die reine Neubaustreckenlänge
beträgt ca. 3 km (Helge Deutgen, 06.03.09).
COMSA
erhält Auftrag für neue Nahverkehrsstation Barcelona Sagrera-Meridiana
In unmittelbarer Nähe zur späteren AVE Stationen Barcelona Sagrera wird
auf dem Gelände des seit Jahren nicht mehr genutzten gleichnamigen innerstädtischen
Güterbahnhofs eine neue Nahverkehrsstation für die Linien R3, R4 und R7
gebaut.
Der Bahnhof wird so angelegt, dass ein Übergang zu den Metrolinien L1
und L4 sowie den zukünftigen Linien L4 und L9 gewährleistet ist. Es ist
eine Bauzeit von 17 Monaten ab Baubeginn vorgesehen. Die Aufwendungen
sollen sich auf rund 34 Millionen Euro belaufen.
Der Nahverlkehrsbahnhof wird damit eher fertig werden als der zukünftige
AVE Bahnhof Barcelona Sagrera (Helge Deutgen, 03.03.09).
FGV
Valencia beginnt mit der Ausmusterung älterer Fahrzeuge
Am 25.02.2009 hat die FGV (Ferrocarriles de la Generalitat Valenciana)
mit der Abstellung und Ausmusterung von Triebwageneinheiten der Serie
3700 begonnen. Von diesem Fahrzeugtyp beschaffte die FGV zwischen 1987
und 1991 40 Einheiten.
Während ihrer mehr als 15 Dienstjahren erbrachten die Fahrzeuge eine Gesamtleistung
von über 100 Millionen Kilometern und beförderten dabei vornehmlich auf
der Linie 1 rund 264 Millionen Fahrgäste. Inzwischen entsprechen sie nicht
mehr den Anforderungen an eine Modernes Stadtbahnnetz.
Daher wird die FGV diese Einheiten durch neue von Vossloh beschaffte 34
Einheiten der Serie 4300 ersetzten. Vossloh España wird die Fahrzeuge
der Serie 3700 übernehmen und sie für einen zukünftigen Einsatz in Lateinamerika
umbauen (Helge Deutgen, 03.03.09).
Thales
erhält Auftrag für LVG Barcelona - Figueras
Thales hat gemeinsam mit Dimetronic Signals vom spanischen Bahninfrastrukturbetreiber
Administrador de Infraestructuras Ferroviarias (ADIF) einen Auftrag in
Höhe von 157 Millionen Euro erhalten für die Erbringung von Wartungsleistungen
sowie die Lieferung von Eisenbahnsignaltechnik und ETCS-Lösungen (European
Train Control System).
Darüber hinaus umfasst der Auftrag an das Konsortium Thales/Dimetronic
Signals die Lieferung von Festnetztelekommunikationstechnik einschließlich
optischer Kabel, Daten- und Sprachübertragungs- und -vermittlungstechnik,
den Ausbau des Überwachungssystems des optischen Netzes und die Lieferung
eines Netzmanagementsystems.
Das Projekt wird in zwei Abschnitten auf der 130 Kilometer langen Strecke
zwischen Barcelona und Figueras ausgeführt. Die erste Phase beinhaltet
den 110 Kilometer langen Abschnitt zwischen Figueras und Mollet, in dem
innerhalb eines geplanten Zeitraums von 18 Monaten internationale Bahnverbindungen
realisiert werden sollen. Die zweite Phase, die in den darauf folgenden
zehn Monaten ausgeführt werden soll, umfasst die Strecke zwischen Mollet
und Barcelona Sants, den zukünftigen Hauptbahnhof von Barcelona. Die Fahrzeit
auf der Strecke soll von derzeit eineinhalb Stunden auf 45 Minuten verkürzt
werden.
Die Projekt-Leistungen von Thales umfassen die Planung, Installation und
Wartung von ETCS Level 1 und 2 einschließlich Streckenzentralen (RBC)
mit Nachbarzentralenübergang, Gleisstromkreisen, Radsensoren und Hilfseinrichtungen
sowie die vollständige Realisierung der gesamten Festnetztelekommunikationstechnik.
Jesús Sánchez Bargos, Geschäftsführer von Thales Rail Signalling Solutions
in Spanien, erklärte: "Dieser Auftrag bedeutet für uns die Anerkennung
unserer langjährigen hervorragenden Leistungen und Erfahrungen im Bereich
Leit-, Sicherungs- und ETCS-Technik für Bahnen. Mit diesem Projekt wird
Thales für ADIF nicht nur eine verbesserte Hochgeschwindigkeitsverbindung
schaffen, sondern darüber hinaus den Anschluss von Spanien an das übrige
Europa über eine Hochgeschwindigkeitsschienenverbindung unterstützen."
Thales hat in Spanien auch an den Hochgeschwindigkeitsstrecken Madrid
- Sevilla, Madrid - Toledo, Atlantikachse, Córdoba - Málaga, Madrid -
Segovia - Valladolid und Lérida - Tarragona - Barcelona mitgewirkt (Pressemeldung
Thales, 02.03.09).
Strecke
Manacor - Artá soll im Stadtbereich von Manacor oberirdisch verlaufen
Die Trasse der wieder aufzubauenden Schmalspurstrecke der SFM (Serveris
Feroviaris de Mallorca) von Manacor nach Artá (Cala Ratjada) soll
entgegen ursprünglicher Planungen nun doch oberirdisch durch die
Stadt Manacor geführt werden. Eine unterirdische Trassenführung
hätte einen 15 Meter breiten Graben durch die Stadt gezogen und Baukosten
von mehr als 44 Millionen Euro verursacht. Das war den Entscheidern dann
gegenüber der billigeren oberirdischen Variante auf der alten Trasse
mit nur knapp 14 Millionen Euro doch zu teuer.
Die Züge - man strebt eine TramTren Lösung wie im Bereich Alicante
an - fahren dann aber im Stadtbereich von Manacor nur noch eine Geschwindigkeit
von 50 km/h. Ein weiteres Argument für die oberirdische Streckenführung
auf der alten Trasse ist auch die voraussichtliche Bauzeit von nur zehn
Monaten gegenüber 24 Monaten bei unterirdischer Streckenführung
(Helge
Deutgen, 25.02.09).
Ausbau
des Nahverkehrs in Barcelona
 
Nicht an jedem Bahnsteig passen diese Einheiten
der Serie 447, wenn es gleich zwei sind, wie im Oktober 2007 in Manresa.
Auch die Doppelstocktriebwagen der Reihe 450 können in vielen Fällen nur
als eine Einheit fahren, wie hier im Oktober 2007 in Garaf bei Sitges.
Fotos Helge Deutgen.
Das spanische Ministerium für Infrastruktur stellt dem spanischen
Ministerrat den langfristigen Plan zum Nahverkehr der Metropole Barcelona
für den Zeitraum 2008 bis 2015 vor. Danach werden etwa vier Milliarden
Euro in den Nahverkehr Barcelona (Renfe/Adif) investiert. Eckpunkte sind:
• der zweigleisige Ausbau aller Strecken und der Neubau weiterer
Strecken mit einer Gesamtlänge von 25 km.
• Erneuerung des Oberbaus und die Verbesserung der Signalgebung
sowie die Ausrüstung auf die neuesten Sicherungssysteme wie ERTMS
und GSMR.
• Modernisierung aller 107 Stationen und die Verlängerung der
Bahnstege auf ein Mindestmaß von 200 m. • Behindertengerechter
Zugang zu allen Stationen.
• Neubau von neun neuen Stationen und 11 Übergängen zu
anderen Trägern des öffentlichen Nahverkehrs entstehen. Zudem
sind fast 7000 Parkplätze geplant (Helge Deutgen, Pressemeldung MFOM,
23.02.09).
Bau
der LGV Perpignan - Figueres beendet, aber Betrieb nicht vor 2010
Die Strecke zwischen beiden Städten hat eine Länge
von 44,4 km (davon liegen 19,8 km auf spanischer und 24,6 km auf französischer
Seite). Sie schließt den 8.350 m langen Tunnel von Le Perthus mit
zwei Röhren ein. Neben dem Tunnel kennzeichnen fünf Viadukte
auf der spanischen und vier auf der französischen Seite die zweigleisige
elektrifizierte Neubaustrecke. Die Strecke ist für eine erlaubte
Höchstgeschwindigkeit von bis zu 350 km/h ausgebaut.
Die Strecke wurde privat finanziert. Die Konzession für den Betrieb
der ersten 25 Jahre wurde dem Konsortium TP Ferro erteilt. Dieses Konsortium,
geformt von den Firmen ACS Dragados (E) und Eiffage (F) war auch Erbauer
der Strecke. Die Baukosten beliefen sich auf rund 1 Milliarde Euro.
Eine Inbetriebnahme ist jedoch nicht vor Ende 2010 vorgesehen, da die
Weiterführung der spanischen Hochgeschwindigkeitsstrecke ab Figueres
noch nicht fertiggestellt ist. Knackpunkte sind neben den Ortsdurchfahrten
von Figueres und Girona insbesondere die innerstädtische Linienführung
in Barcelona
(Helge Deutgen, 20.02.09).
Andalusische
Provinzhaupstadt Jaen erhält eine Straßenbahn
Die Stadt Jaen (107.000 Einw.), Hauptstadt der gleichnamigen
Provinz (646.000 Einw.) in der Region Andalusien erhält eine Straßenbahn.
Das gab dieser Tage das Bauministerium von Andalusien bekannt.
Bis Ende 2010 soll eine 4,7 km lange Strecke mit 10 Haltestellen entstehen.
Dafür wurden 96,54 Millionen Euro eingestellt.
Die neue Straßenbahn von Jaen ist im Infrastruktur Programm für Andalusien
(PISTA 1007-1013) enthalten. Die neue Linie wird in Nord-Süd Richtung
verlaufen und den Bahnhof der ADIF mit der Stadt verbinden. Am vorläufigen
Endpunkt im Norden der Stadt Jaen werden auch Gebäude für die Unterstellung
der Wagen und Werkstätten zu deren Wartung entstehen. Die Bauzeit wird
mit 20 Monaten veranschlagt
(Helge Deutgen, 12.02.09).
Flughafen
Loui der Stadt Bilbao erhält einen Bahnanschluss
Der Beauftragte für das Bau und Transportwesen der baskischen Regierung,
Herr Nuria Lopez hat am 30.01.2009 das Projekt des Tunnels von Artxanda
(Bilbao) vorgestellt. Der Bau dieses 1.875 m langen Tunnels ist Teil eines
ersten zweigleisigen Streckenabschnitts mit einer Länge von 3.085 m.
Die neue Verbindung zum Flughafen wird von der Station Matiko (Strecke
Deustu-Lezama der EuskoTren) abgehen. Die Kostenerwartung für die ersten
Baumaßnahmen werden mit rund 37 Millionen Euro angegeben.
Die erste Baustufe des gesamten Vorhabens sieht die Erschließung des Stadtbezirks
La Ola vor. Dazu gehört auch der Ausbau der Station Matiko zu einer multifunktionalen
Station mit Übergang zur zukünftigen Metrolinie 3.
In einer zweiten Stufe wird dann die Strecke bis zum Flughafen verlängert.
Dadurch wird es möglich werden, in sieben Minuten vom Flughafen in die
Innenstadt von Bilbao zu gelangen Helge Deutgen, 09.02.09).
TramAlicante
steigert im Jahr 2008 die Fahrgastzahlen um 45 %
Die
Schmalspurgesellschaft der autonomen Region Valencia konnte die Fahrgastzahlen
ihres Betriebsteils TramAlicante im Jahr 2008 um 45 % auf 3.948.364 steigern.
Das sind 1.221.482 mehr Fahrgäste als 2007. Im täglichen Schnitt waren
das 10.817 Fahrgäste gegenüber nur 7.470 aus dem Vorjahr. Davon waren
2.335.627 Straßenbahnfahrgäste während 1.612.737 Personen die Eisenbahnangebote
in den Zügen der Reihe 4100, 2300 und 2500 nutzten.
Ursache für den Fahrgastzuwachs war zum einen die Verlängerung der innerstädtischen
Straßenbahn bis zur Station Markthalle und die Aufnahme des elektrischen
Betriebes bis Benidorm. Gleichzeitig wurde der Fahrplan verdichtet.
So verkehrt zwischen Alicante Markthalle und Benidorm alle 30 Minuten
ein Triebwagen der Reihe 4100 (Vossloh) als TramTren. Ab Benidorm verkehren
die Dieseltriebzüge der Reihe 2300 (MAN) und deren Umbau, die Reihe 2500
(Sunsundegui), bis Denia im Stundentakt. Zwischen Alicante Markthalle
und Venta Lanuza, beziehungsweise zwischen Alicante Puerta del Mar und
Avenidas de Naciones verkehren zusätzlich Straßenbahnen der Baureihe 4200
(Bombardier) mit eigenem Fahrplan.
Auch der Betriebsteil MetroValencia konnte im abgelaufenen Jahr Fahrgastzuwächse
erzielen. Insgesamt 68.275.490 Fahrgäste nutzten das Angebot der Bahn.
Mit allerdings nur einem Prozent fiel die Steigerung bescheidener aus.
Dennoch hat die FGV in beiden Betriebsteilen seit 2003 ihre Fahrgastzahlen
von 52,8 Mio. auf 72,1 Mio im Jahr 2008 steigern können (Helge Deutgen,
03.02.09).
Neuer
Hotelzug löst den Estrella Galicia zwischen Barcelona und A Coruña
ab
Die Renfe nimmt am 26.01.2009 den neuen Hotelzug zwischen Katalonien und
Galizien in Betrieb. Damit gehört der bisher auf dieser Verbindung verkehrende
>Estrella Galicia< der Vergangenheit an.
Der neue Zug der Luxusklasse bietet insgesamt 348 Fahrgästen Platz. 192
der Plätze sind Sitzplätze mit gehobenem Komfort. 156 Plätze befinden
sich in den Kabinen der Luxusklasse. Diese verfügen neben den Betten auch
über ein eigenes WC und Dusche.
Verbunden mit dem neuen Zug sind allerdings auch neue Preise die von 98,30
€ für den Sitzplatz bis zu 221 € für den besten Bettplatz je Richtung
reichen.
Der neue Hotelzug wird auch die Fahrtzeit zwischen Barcelona und A Coruña
beziehungsweise Vigo um etwas mehr als 1,5 Stunden verringern. Das wird
durch die Benutzung der Neubaustrecke (1435 mm) zwischen Barcelona und
Zaragoza möglich. Zudem ist die Neubaustrecke um 64 km kürzer als die
alte Breitspurverbindung. Die Umspurvorgänge finden in Zaragoza statt.
In Monforte de Lemos werden die Zugteile in Richtung Vigo und A Coruña
getrennt oder zusammengefügt.
Ein Wermutstropfen ist das Abhängen des Stadtbahnhofs von Tarragona sowie
der Wegfall der Halte in Monzon Rio Rinca und Reus auf der alten Breitspurstrecke.
Die neuen Hotelzüge sind die ersten von 10 bei Talgo in Auftrag gegebenen
Zügen dieser Art. Die erste Auslieferung der unter anderem in Malaga hergestellten
Einheiten war ursprünglich für 2010 vorgesehen (Helge Deutgen, 27.01.09).
FEVE
will ihr Drehkreuz El Berrón ausbauen
Die FEVE beabsichtigt den Kreuzungsbereich El Berrón im Norden Spaniens
um zwei weitere Abzweigungen zu erweitern. Damit soll es möglich werden,
Züge aus Richtung Gijón oder Laviana direkt auf die Strecke nach Santander
zu führen.
In El Berrón kreuzen sich höhengleich im Winkel von 90 Grad die Strecken
von Oviedo nach Santander und die von Gijón nach Laviana (ehemalige Ferrocarril
de Langreo). In westliche Richtung bestehen bereits Verbindungsgleise,
so daß Züge aus Richtung Gijón oder Laviana auf direktem Wege nach Oviedo
gelangen können.
Das will man nun auch durch den Bau zwei weiterer Verbindungsgleise in
die östliche Richtung schaffen. Umsteigevorgänge und Wartezeiten für Fahrgäste
entfallen somit. Sie können unter erheblichem Zeitgewinn ihre Ziele östlich
von El Berrón erreichen.
Des Weiteren kündigte der Präsident der FEVE, Herr Ángel Villalba, ab
Juni diesen Jahres den Einsatz von drei neuen Triebwagen der dieselhydraulischen
Baureihe 2700 auf der Direktverbindung Oviedo-Gijón an. Ein Triebwagen
der Reihe 2700 besteht aus zwei Motorwagen, ist für 90 Fahrgäste vorgesehen
und kann bis zu 120 km/h schnell sein.
Die im September des letzten Jahres eingerichtete Direktverbindung von
Gijón nach Oviedo wird je Fahrrichtung zur Zeit von fast 500 Fahrgästen
je Tag in Anspruch genommen. Die FEVE erwartet noch in diesem Jahr eine
Steigerung auf 700 Fahrgäste täglich (Helge Deutgen, 15.01.09).
AVE-Bypass
bei Madrid geht in Betrieb
 
Abzweig am Bypass (Foto ADIF) und Karte der LAV-Strecken
(weiss) südlich von Madrid (Grafik LOK Report Reiseführer).
Die ADIF (El Administrador de Infraestructuras) hat die Verbindung zwischen
der LAV Madrid-Cordoba und der LAV Madrid-Barcelona fertiggestellt. Dieser
5,25 km lange "Bypass" zwischen den beiden Strecken verringert
die Gesamtstrecke zwischen Barcelona und Andalusien um 21 km und vermeidet
für direkte Züge zwischen Barcelona und Andalusien den Bahnhof
Madrid-Atocha.
Die schwierigsten Elemente dieser rund 92 Millionen teuren Verbindung
bei Getafe (im Süden von Madrid) waren der 650 m lange Viadukt über
den Rio Manzanares und ein 395 m langer künstlicher Tunnel im Bereich
der Ortschaft Perales del Rio.
Ab dem 10.1.2009 wird zum Beispiel der AVE 03990 von Barcelona nach Malaga
nur noch 5 Stunden und 45 Minuten benötigen, während bis dahin
sein Vorgänger der AVE 03692 über Madrid-Atocha noch 6 Stunden
und 30 Minuten unterwegs ist (Helge Deutgen,
Quelle und Foto ADIF, 05.01.09).
Betrieb
der Zahnradbahn zum Kloster Montserrat nach Erdrutsch eingestellt
 
 
Obere reihe: Fahrzeug
der Bahn auf der Brücke über den Rio Lobregat. Diese Brücke erspart der
Bahn gegenüber der alten Strecke einige km Fahrt. Untere Reihe: Triebwagen
AM1 mit dem Namen EL CAVALL BERNAT im Bahnhof von Monistrol de Montserrat.
Fotos helge Deutgen.
Erdrutsche nach erneuten Unwettern mit Sturm und Schnee haben den Zugang
zum Kloster Montserrat, dem heiligen Berg der Katalanen unterbrochen.
Das aus einem Konglomerat verschiedener Gesteinsarten besehende Bergmassiv
nordwestlich von Barcelona war derart aufgeweicht, so dass es zu Abgängen
größerer Gesteinsformationen kam. Dadurch wurden die Verkehrswege zum
Kloster unterbrochen. Das betraf zwei Straßenzugänge aber auch die Zahnradbahn.
Diese ist zwar von der Bergseite her durch Fangzäune vor Steinschlag geschützt,
doch der Menge von fast 200 Tonnen Geröll konnten sie keinen ernsthaften
Widerstand leisten Personen kamen nicht zu Schaden.
Die Evakuierung der eingeschlossenen etwa 1500 Besucher des Klosters wurde
über die Seilbahn durchgeführt.
Der Betrieb der Zahnradbahn ist nach Aussagen der betreibenden FGC (Ferrocarrils
de la Generalitat de Catalunya) bis auf weiteres eingestellt (Helge Deutgen,
Quelle El Pais, 31.12.08).
Euskotren
beauftragt CAF mit der Herstellung von 27 neuen Triebwagen
Die Sociedad Pública Eusko Trenbideak (Euskotren) erneuert einen Teil
ihres Triebfahrzeugbestandes mit der Bestellung von 27 neuen Elektrotriebwagen.
Der an die Firma Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles (CAF) ergangene
Auftrag hat einen Wert von 128.9 Millionen Euro und umfasst die Entwicklung
und Herstellung der 27 dreiteiligen Einheiten. Der Auftrag soll in 50
Monaten abgeschlossen sein, der erste Triebwagens soll in 27 Monaten an
die Euskotren abgeliefert werden.
Die neuen Triebwagen werden 330 Fahrgästen Platz bieten. Davon sind 160
Sitzplätze. Die Fahrzeuge werden behindertengerecht nach den neuesten
Vorgaben erstellt. Dafür sind 14 Plätze je Einheit vorgesehen. Außerdem
wird die Möglichkeit der Fahrradmitnahme berücksichtigt.
Die neuen Einheiten werden aus zwei Motorwagen und einem Mittelwagen bestehen.
Ein Motorwagen verfügt über je zwei 180 kW leistenden Motoren. Diese verleihen
dem Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h
(Helge Deutgen, Quelle Revista Via Libre, 23.12.08).
FEVE
verkauft Triebwagen nach Costa Rica
Der Präsident der FEVE (Ferrocarriles de Vía Estrecha), Herr Angel Viallalba
und sein Amtskollege Herr Miguel Carabaguiaz der INCOFER (Instituto Costarricense
de Ferrocarriles) haben eine Vereinbarung über die Lieferung von vier
Dieseltriebwagen der FEVE Baureihe 2400 (auch Apolo genannt) an die INCOFER
unterzeichnet.
Die Triebwagen werden vor ihrer Auslieferung nach Costa Rica in den Werkstätten
der FEVE von Grund auf überholt und der dort vorhandenen Spurweite von
1067 mm angepasst.
Des weiteren hilft die FEVE der INCOFER technisch und organisatorisch
bei der Einführung der Fahrzeuge in Costa Rica. Das umfasst neben der
Ausbildung von Triebfahrzeugführern auch das Erstellen von geordneten
Betriebsabläufen für den Schienenverkehr.
Die Vereinbarung hat einschließlich der Fahrzeuglieferung einen Umfang
von 2 Millionen Euro und soll von 2009 bis 2012 laufen (Helge Deutgen,
Pressemeldung FEVE, 22.12.08).
Renfe
überholt ihre Breitspur-TGV
 
Euromed 01 bei Valencia und Euromed 04 bei Alicante.
Fotos Helge Deutgen.
Die staatliche spanische Eisenbahngesellschaft Renfe Operadora wird ihre
sechs TGV der Baureihe S 101 von Grund auf überholen. Diese Einheiten
waren ursprünglich für den Verkehr auf den normalspurigen AVE-Strecken
vorgesehen. Die Renfe ließ jedoch 1994/1995 sechs der 24 bestellten Einheiten
mit Breitspurdrehgestellen ausrüsten, um sie auf der Mittelmeerstrecke
zwischen Barcelona und Alicante als EUROMED einzusetzten.
Nach nunmehr fast 15 Jahren im täglichen Betriebsdienst werden die Fahrzeuge
von Grund auf überholt. Diese Arbeiten schließen sich an die derzeit laufende
Überholung der normalspurigen TGV an. Der Ersatzverkehr wird unter anderem
mit den Hochgeschwindigkeits-Triebwagen der Serie 130 durchgeführt. Diese
sind in der Lage auf den ausgebauten Abschnitten des Corredor Mediteraneo
die erlaubten Geschwindigkeiten von bis zu 220 km/h zu fahren. Damit erobern
die "Patito" genannten S 130 auch die Küstenstrecke am Mittelmeer (Helge
Deutgen, 16.12.08).
Der
Lusitania Madrid-Lissabon verkehrt wieder über Valencia de Alcantara
Mehrere Entgleisungen des Lusitania (Hotelzug) zwischen Madrid und Lissabon
über Caceres und Valencia de Alcántara machten die Grunderneuerung eines
31 km langen Abschnitts zwischen Caceres und der portugiesischen Grenze
notwendig.
Diese Maßnahme, die rund 11,8 Millionen Euro kostete und zu 50 % von der
EU mit getragen wurde, zwang den Lusitania auf den Laufweg Madrid-Avila-Salamana-Fuentes
de Onóro und dann weiter nach Lissabon. Das hatte eine um 19 Minuten längere
Fahrtzeit zur Folge
(Helge Deutgen, 15.12.08).
Umfahrung
der Stadt Burgos geht in Betrieb
Im Beisein der zuständigen Ministerin Frau Magdalena Alvarez beginnen
am 12. Dezember 2008 die Anpassungsarbeiten für die Einbindung der neuen
Umfahrung der Stadt Burgos an die Strecke Miranda de Ebro Valladolid.
Diese Strecke teilt bisher die Stadt Burgos und ist mit ihren vielen höhengleichen
Bahnübergängen stets ein Ärgernis gewesen. Mit der Betriebsaufnahme der
neuen nördlichen Umfahrung am 14.12.2008 wird dieser Zustand beendet.
Die Umfahrung ist Teil eines Bauloses von 20,7 km der zukünftigen LAV
Valladolid-Vitoria-französische Grenze. Diese ist im Bereich der Umfahrung
von Burgos mit drei Gleisen versehen. Die eingleisigen Anschlußstrecken
an die bisherige Breitspurstrecke sind insgesamt 9,3 km lang.
Der alte Bahnhof von Burgos wird damit seine Bedeutung verlieren, er wird
durch den vorläufigen Bahnhof Rosa de Lima ersetzt. Die Kosten für die
Baumaßnahmen wurden mit 242 Millionen Euro. angegeben (Helge Deutgen,
05.12.08).
Adif
setzt Fahrplanauskunftssystem HAFAS ein
Das spanische Infrastrukturunternehmen Adif betreibt das spanische Eisenbahnnetz
sowie nahezu alle Bahnhöfe in Spanien und ist darüber hinaus
für die Fahrplanauskunft und drei Call-Center verantwortlich. In
einer europaweiten Ausschreibung hat sich HaCon mit dem Partner Indra
gegen fünf Wettbewerber durchgesetzt. Die Fahrplanauskunft HAFAS
soll Anfang kommenden Jahres zum Einsatz kommen und das aktuelle System
ablösen.
Erstmals
zum Einsatz wird der HAFAS
Editor HER als webbasiertes Tool zur Erfassung und Verwaltung von
Fahrplandaten kommen.
Das Fahrplanauskunftssystem HAFAS setzt sich damit immer mehr durch. Neben
Installationen in Nordamerika und Japan wird HAFAS dann in 15 Europäischen
Ländern als Auskunftssystem eingesetzt (Pressemeldung
Hafas, 04.12.08).
Madrid
baut sein Nahverkehrsnetz in Breitspur aus
Die Ministerin des Ministeriums de Fomento, Frau Magdalena Alvarez,
hat dem Kabinett einen Entwicklungsplan für das Nahverkehrsnetz (Cercanias)
der Haupstadt Madrid vorgelegt. Danach sollen für den Großraum Madrid
im Zeitraum 2008 bis 2015 voraussichtlich 5 Milliarden Euro aufgebracht
werden.
Der Großraum Madrid hat zur Zeit 5,4 Millionen Einwohner. Sein Nahverkehrsnetz
ist 363 km lang und hat 99 Stationen sowie 21 Umsteigepunkte (Intercambiadores).
Es verbindet die Hauptstadt mit 36 Umlandgemeinden.
Bis 2015 sollen für rund 5 Milliarden Euro weitere 115 km Strecke mit
24 neuen Stationen und 5 Umsteigepunkten gebaut werden. Diese werden dann
weitere 9 Orte des Umlandes der Hauptstadt näher bringen. Des weiteren
sollen 66 km Strecke viergleisig ausgebaut werden. 55 der vorhandenen
Stationen sollen erneuert werden (Helge Deutgen, 01.12.08).
Neue
Triebwagen für die FGC
 
Reihe 211 in Vincenc dels Horts im Mai
2008 und Reihe 312 bei San Vincenc dels Horts auch Mai 2008.
Die FGC (Ferrocarriles de la Generalitat de Catalunya) nahm am 26.11.2008
den ersten vom weiteren neun Triebwagen der Serie 213 für ihre Meterspurnetz
in Betrieb. Die FGC verfügt bereits über 33 Einheiten dieses Fahrzeugs.
Darüber hinaus hat sie noch 10 Triebwagen der Vorgängerbaureihe 211 in
ihrem Bestand. Diese setzt sie aber nur zu Verkehrsspitzenzeiten ein.
Die neuen Fahrzeuge sollen nunmehr die Reihe 211 ablösen. Diese sind als
Ersatzteilspender für die normalspurigen Fahrzeuge der Reihe 111 vorgesehen.
Bis April werden die weiteren acht Einheiten der Reihe 213 an die FGC
ausgeliefert. Der dreiteilige Triebwagen der Baureihe 213 wurde in Gemeinschaft
von den Firmen Alstom, CAF und Bombardier hergestellt. Ab 2008 wird der
Typ 213 dann das einzige Triebfahrzeug der FGC für den Personenverkehr
auf dem Meterspurnetz sein (Helge Deutgen, 01.12.08).
Die
Baureihe S-130 erobert das spanischen Netz
 
 
Von der typischen Form der Triebköpfe leitet sich
der Name Patito (Entchen ab). Ein S-130 als Alvia 01187 auf dem Weg nach
Madrid bei Villena. Abfahrbereit steht der Alvia 04183 nach Santander
im Bahnhof Alicante (alles im Mai 2008). Ruhepause eines S-130 im Bahnhof
Valencia Norte (Okt. 2008). Fotos Helge Deutgen.
Bereits mehr als die Hälfte der 45 bestellten Einheiten des Hochgeschwindigkeitstriebwagens
der Reihe S-130 sind an die Renfe ausgeliefert worden. Der Baureihe ist
ein Fahrzeug mit der Möglichkeit des Spurweitenveränderung nach dem System
Talgo. Es besteht aus zwei Triebköpfen (Bombardier) und bis zu 11 Zwischenwagen
von Talgo. Es wird auch in Anlehnung an seinen großen Bruder der Reihe
S-102 (Talgo 350, genannt El Pato = die Ente) Patito (Entchen) genannt.
Die Höchstgeschwindigkeit auf AVE-Strecken beträgt 250 km/h. Auf ausgebauten
Breitspurstrecken sind 220 km/h erlaubt. Das Fahrzeug kann so auf beiden
Netzen eingesetzt werden.
Am Anfang erfolgte der Einsatz auf der Verbindung von Madrid nach Gijon
mit täglich drei Zugpaaren. Diese nehmen seit der Eröffnung der LAV Madrid
- Valladolid den Weg über die Schnellfahrstrecke. Dadurch konnte die Fahrzeit
gegenüber dem zuvor eingesetzten Talgo verkürzt werden.
Ein Blick in ein Kursbuch aus dem Jahr 1958 weist eine Fahrtzeit von 10
Stunden und 35 Minuten auf, nach der durchgehenden Eletrifizierung benötigte
ein Electrotren im Jahr 1978 dann nur noch 7 Std und 10 Minuten. Der Talgo
benötigte 5 Stunden und 50 Minuten. Heute ist der Weg in 5 Stunden und
5 Minuten zu schaffen.
Durch die Auslieferung von bisher mehr als der Hälfte der bestellten Einheiten
konnte das Angebot auf den spanischen Strecken deutlich erhöht werden.
Zur Zeit gibt es täglich ein Zugpaar zwischen Alicante und Gijon bzw.
Alicante und Santander. Aber auch die Verbindungen Madrid - Alicante/Valencia
oder von Madrid nach Gijon (4), Santander (3), Bilbao (1) und San Sebastian
(1) werden täglich mit dem S-130 gefahren. Auf der Strecke Castellón/Valencia
nach Madrid kommt der Patito inzwischen ebenfalls zum Einsatz (Helge Deutgen,
03.11.08).
Renfe
baut eine neue Werkstatt für Nahverkehrsfahrzeuge in Cadiz
Die Renfe hat an die Firma TECSA den Bau einer neuen Halle zur Wartung
von Nahverkehrsfahrzeugen der Nahverkehrszone Cadiz an die Firma TECSA
vergeben. Das neue Gebäude wird auf den Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs
von Cadiz entstehen. Die Kosten werden mit 5 Millionen Euro angesetzt.
Die Bauzeit soll sieben Monate betragen.
Die neue Werkstatthalle der RENFE Integria dient der Wartung der in Cadiz
eingesetzten Triebwagen der Baureihe CIVIA. Die Anlage wird eine Grundfläche
von 2.475 m² haben, und drei elektrifizierte Gleise erhalten. Davon werden
sich zwei 100 m lange Gleise in der Halle befinden. Ein weiteres mit einer
Länge von 110 m befindet sich im Außenbereich (Helge Deutgen, 31.10.08).
ABONO
135 - Tagesfahrscheine in den Nahverkehrszonen der RENFE
Tagesfahrscheine
gab in den Nahverkehrszonen der RENFE bis zum Jahr 2008 nicht. Eine Ausnahme
bildeten die Verbundfahrscheine der verschiedenen Anbieter in den Millionenstädten
Madrid und Barcelona. In anderen Nahverkehrszonen waren diese bis 2007
nicht möglich. Der einzige Weg, zu einer preiswerten Fahrt im Nahverkehr
zu kommen, bestand im Kauf einer Rückfahrkarte oder eines BONOTREN-Fahrscheines
(10 Fahrten).
Das hat sich im Laufe des Jahres 2008 geändert. Von den nunmehr 10 Nahverkehrszonen
bieten die Bereiche Asturien, Santander, San Sebastian, Valencia, Murcia/Alicante,
Malaga, Sevilla und Cadiz das ABONO 135 an. Das ist eine Tageskarte für
eine festgelegte Anzahl von Tarifzonen in einer Nahverkehrszone mit einer
Geltungsdauer von einem, drei oder fünf aufeinander folgenden Tagen. Einzig
Barcelona, Madrid und Zaragoza bieten noch den BONOTREN-Fahrschein an.
Hat die betreffende Nahverkehrszone mehr Tarifzonen als das ABONO 135
hergibt, so können gegen Aufpreis die nächsten Tarifzonen hinzugekauft
werden.
Näheres zu Geltungsbereichen und Preisen steht auf der Netzseite der RENFE
(www.renfe.es) unter
Cercanias/Precios und ABONO 135 (Helge Deutgen, 07.10.08).
FEVE
richtet neuen Direktverkehr zwischen Oviedo und Gijon ein
Die staatliche spanische Schmalspurgesellschaft FEVE (Ferrocarriles de
Via Estrecha), die in Nordspanien ein fast 1250 km langes Meterspurnetz
betreibt, hat ihre Angebote im Nahverkehr des Raumes Asturien erweitert.
Seit dem 29.09.2008 fährt die FEVE auf ihrem Netz täglich 16 direkte Zugleistungen
zwischen Gijon und Oviedo. Der Laufweg der direkten Züge führt von
Gijon über El Berrón nach Oviedo. Eine Fahrt dauert ohne Zwischenhalt
30 Minuten.
Die FEVE ist damit zwischen beiden Städten um fünf Minuten schneller als
die Linie C 1 der RENFE. Deren Züge haben allerdings zehn Zwischenhalte.
Die ersten Züge, die im Stundentakt verkehren, verlassen Oviedo um 6:50
Uhr bzw. Gijon um 6:22 Uhr, die letzten um 21:50 Uhr bzw. 21:22 Uhr.
Weiterhin wurden die Verkehrsleistungen nach Pola de Siero/Nava und Infiesto
(Strecke in Richtung Santander) durch zusätzliche Angebote erweitert und
somit dem gestiegenen Bedarf angepasst (Helge Deutgen, Pressemeldung FEVE,
02.10.08).
Längster
Tunnel der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid-Valencia durchstochen
 
Links: Der Delegierte der Regierung, Ricardo Peralta,
die Ministerin für öffentliche Arbeiten, Magdalena Alvarez, und der Präsident
der ADIF, Antonio Gonzalez Marin, vor den beiden Tunnelröhren (Foto
Ministerio de Fomento). Rechts: Verlauf (gestrichelt) der neuen AVE-Strecke
mit dem Tunnel von La Cabrera. Grafik LOK Report Europa Reiseführer
2008/2009.
Im Beisein der Ministerin für Infrastruktur Frau Magdalena Alvarez wurde
der längste Tunnel der zukünftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid
- Valencia (Levante) durchstoßen. Der Tunnel bei La Cabrera hat zwei Röhren
und eine Länge von 7.250 Metern. Er liegt im Bauabschnitt Siete Aguas
- Buñol der zukünftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke. Während der Tunnelbohrarbeiten
wurde mit einer höchsten Tagesleistung von 92,8 Metern, ein bis dahin
in der Welt nicht erreichter Wert erzielt.
Für die 6.000 m lange Bohrstrecke wurde eine Doppelschild TBM der deutschen
Firma Herrenknecht eingesetzt. Ende 2010 soll die Verbindung Madrid -
Valencia fertiggestellt sein und die Fahrzeit zwischen beiden Großstädten
von knapp 3,5 Stunden auf der Breitspurstrecke auf unter 2 Stunden verringern.
Die Fertigstellung der weiteren Strecken des Vorhabens bis Alicante und
Murcia soll bis spätestens 2012/2013 abgeschlossen sein (Helge Deutgen,
01.10.08).
CAF
erhält den Zuschlag zur Lieferung von Fahrzeugen für die Metro
Madrid
Der spanische Hersteller für Schienenverkehrstechnik CAF hat einen weiteren
Auftrag zur Herstellung und Lieferung für die Metro Madrid erhalten. Bei
dem erteilten Auftrag handelt es sich um 60 Metrozüge (bestehend aus 302
Wagen) zu einem Gesamtwert von rund 400 Millionen Euro. Diese wird die
Metro Madrid für einem Zeitraum von 17 Jahren von der Firma CAF mieten.
Darin eingeschlossen ist ein Wartungsvertrag über den gleichen Zeitraum
im Wert von fast 200 Millionen Euro.
27 der bestellten Fahrzeuge werden 6-teilig sein und für die Erneuerung
des Fahrzeugparks auf der Linie 6 bestimmt sein. Die restlichen Einheiten
sind für die wachsenden Verkehre auf den Linien 2, 8, 9, 10 und 11 bestimmt.
Das Gesamtvolumen der Vereinbarung über die Laufzeit von 17 Jahren wird
den Betrag von mehr als 900 Millionen Euro erreichen (Helge Deutgen, Quelle
CAF,
29.09.08)
Straßenbahn
von Vitoria (Alava) nimmt den Probebetrieb auf
Nach fast dreijähriger Bauzeit soll am Mittwoch, dem 24.09.2008 der Fahrdraht
der ersten Teilstrecke der neuen Straßenbahn der baskischen Stadt Vitoria
(Provinz Alava) freigeschaltet werden. Eine Woche später beginnen dann
die ersten Probefahrten mit Fahrzeugen von CAF. Die Fahrzeuge entsprechen
denen der Straßenbahn Bilbao.
Die erste 7,8 km lange Teilstrecke der in der Spurweite von 1000 mm und
einer Spannung von 750 Volt Gleichstrom errichteten zweigleisigen Strecke
wird zu Weihnachten 2008 endgültig in Betrieb gehen. (Helge Deutgen, Quelle
Elcorreodigital,
22.09.08)
Start
des Tunnelbaues Barcelona Sants -- Sagrera
Am 19.08.2008 beginnt der Bau der Tunnelstrecke Barcelona Sants -- Sagrera.
Die ADIF (Betreiber des spanischen Eisenbahnnetzes) teilt in einer Pressemitteilung
vom 12.08.2008 mit, dass am 19.08.2008 die ersten vorbereitenden Bauarbeiten
des AVE Verbindungstunnels Barcelona Sants -- Barcelona Sagrera beginnen
werden. Es handelt sich dabei um Arbeiten, wie die Verlegung von Versorgungsleitungen
und Sicherungsmaßnahmen im Bereich der Calle Mallorca.
Der spätere Tunnel, der mit einer Länge von 5,64 km den zentralen Bahnhof
Barcelona Sants mit dem neuen AVE Bahnhof Sagrera verbinden wird, ist
auf 4,8 km eine reine Tunnelstrecke, die mit Vortriebsmaschinen hergestellt
wird. Die restliche Strecke wird in offener Bauweise erstellt und später
abgedeckt.
Nach wie vor gibt es jedoch starke Vorbehalte wegen der unmittelbaren
Nähe des neuen Tunnels zum Gaudi-Bau "La
Sagrada Familia". Allein schon wegen dieser Schwierigkeiten wird ein
durchgehender Betrieb Madrid -- Barcelona - Französische Grenze nicht
vor dem Jahr 2012 erwartet.
Zwischen Figueres, dem Endpunkt des mit privaten Geldes fast fertiggestellten
Abschnitts Perpignan -- Figueres, und Barcelona wird ein vorläufiger Verkehr
mit umspurfähigen Fahrzeugen (Reihe 120 und 130) angedacht (Helge Deutgen,
13.08.08).
Palma
- Inca wird ab 2010 elektrisch bedient
Es ist kein Gerücht mehr. Die zweigleisige Strecke Palma -- Inca der SFM
wird innerhalb der nächsten 20 Monate für 25 Millionen Euro elektrifiziert.
Die Stromversorgung wird der der neuen Metro Palma, die kürzlich nach
fast 10 Monaten Unterbrechung wieder den Betrieb aufnahm, angepasst.
Die Regierung der Balearen wird den elektrischen Betrieb im Laufe des
Jahres 2010 mit 11 neuen elektrischen Fahrzeugen aufnehmen. Den Auftrag
dazu wird die Firma CAF erhalten, der Auftragswert beläuft sich auf 54
Millionen EURO.
Die Fahrzeuge, die in Anlehnung des Typs 71 der Metro Palma gebaut werden,
bieten 122 Sitzplätze und bis zu 390 Stehplätze. Sie lassen eine Höchstgeschwindigkeit
von bis zu 100 km/h zu und werden die Fahrtzeiten zwischen Palma und Inca
um 8 Minuten (20 %) verringern. Sie können zu Verkehrsspitzenzeiten mehrfach
gekuppelt werden.
Die Firma CAF hatte bereits im Jahr 2006 für die Metro Palma vier elektrische
Triebwagen der Serie 71 an die SFM abgeliefert.
Weiter wurde bekannt, dass der zweigleisige Ausbau der Strecke Inca -
Empalme (Abzweig nach Sa Pobla) für 10,2 Millionen Euro in Auftrag gegeben
wurde. Beginnen wird man im September 2008. Innerhalb von 8 Monaten soll
die Firma COMSA den Auftrag fertigstellen (Helge Deutgen, Quelle verschiedene
spanische Zeitungen, 07.08.08).
Die
Autometro blickt auf erfolgreiche sechs Monate zurück
 
Ein Zug der Autometro geführt von der 254 02 auf
seinem Weg nach Barclona im Bahnhof San Vicenc dels Horts. Das zweite
Standbein der FGC sind Kalitransporte aus den Werken Sallent und Suria
nach Martorell und Barcelona. Fotos Helge Deutgen.
Seit der Fahrt des ersten Zuges mit Automobilen aus dem SEAT-Werk Martorell
zum Hafen von Barcelona am 18.01.2008 haben bereits mehr als 40.000 Fahrzeuge
das Werk mit der Bahn verlassen. Es konnten somit mehr als 12.000 Lastwagenfahrten
vermieden werden.
Die Autometro ist die Gründung einer Transportgesellschaft für Automobile
durch die Firmen COMSA Rail (privater Eisenbahnanbieter) und der Pecovasa
Waggonvermietung. Die Gründung geschah auf Veranlassung der zum VW Konzern
gehörenden SEAT Gruppe. Deren Ziel war es, die immer uneffektiver werdenden
Autotransporte per Lastwagen auf die Schiene zu bringen. In der Folge
gingen 60% des Anteils an der Autometro an die katalanische Schmalspurgesellschaft
FGC über.
Für die Verlagerung der Autotransporte auf die Schiene wurden für mehr
als 6 Mio.Euro Gleisanschlüsse im Bereich des SEAT Werkes Martorell und
des Hafens von Barcelona gebaut. Die FGC beschaffte 38 modulare Autotransportwagen
des Herstellers Tafesa.
Mit eigenen Lokomotiven der FGC Baureihe 254 werden werktäglich zwei Züge
wischen Martorell und dem Hafen von Barcelona gefahren. Eine Fahrt dauert
eine Stunde und 20 Minuten. Lkw Fahrten benötigten auf den ständig überfüllten
Straßen bis zu 8 Std. Zudem gab es etliche Ausfälle durch Unglücke (Helge
Deutgen, 28.07.08).
Der
Fahrdraht erreicht Benidorm
 

Triebwagen 4212 und 4103 in der unterirdischen Station
Alicante Mercado. Die zur Zeit abgestellten Lokomotiven des LimonenExpress
in Alicante. Triebwagen 4107 in Alicante la Marina. Dieseltriebwagen 2503
neben 2512 in La Creuta. Fotos vom Mai 2008 Helge Deutgen.
Der Ausbau der Elektrifizierung bis Benidorm beschert der Tram Alicante
enorme Zuwächse an Fahrgästen. So konnten die Fahrgastzahlen der ersten
sechs Monate des Jahres 2008 gegenüber denen des Jahres 2007 um 452.128
(37,27 %) auf 1.665.309 gesteigert werden. Dabei schnitt der Monat Juni
2008 mit 416.762 Beförderungsfällen besonders erfolgreich ab. Im Monat
Juni 2008 wurde der elektrische Betrieb bis Benidorm freigegeben. Damit
wurde ein durchgehender Betrieb ohne Umsteigen von Benidorm bis in die
Innenstadt von Alicante möglich.
Zur Zeit stellt sich folgende Betriebssituation dar. Die Straßenbahnwagen
der Serie 4200 (Bombardier) verkehren zwischen Mercado (Alicante) und
Venta Lanuza auf der Linie L3 und zwischen Puerta de Mar (Alicante) und
Avenida Naciones auf der Linie L4. Zwischen El Mercado und Benidorm verkehren
die TramTren Fahrzeuge der Reihe 4100 (Vossloh) auf der Linie L1. Ab Benidorm
muß für die weitere Fahrt in Richtung Denia zur Zeit umgestiegen werden.
Ab dort verkehren Dieseltriebwagen der Reihe 2500 auf der Linie L9.
Die Elektrifizierung der Strecke bis Altea ist noch in Ausführung. Der
zur Zeit eingestellte Verkehr des Limonenexpress soll nach Fertigstellung
der Fahrdrahtarbeiten bis Altea dann wieder aufgenommen werden (Helge
Deutgen, 25.07.08).
Bombardier
beginnt Wartung von 45 Hochgeschwindigkeitszügen S-130
 
Triebwagen S-130 mit den Triebköpfen 130 009 und
130 010 am 25.Mai 2008 bei San Vicenta del raspeig (links) und Triebwagen
S130 mit den Triebköpfen 130 013 und 130 014 am 26.05.2008 abgestellt
in Alicante. Fotos Helge Deutgen.
Bombardier Transportation hat im Konsortium mit dem spanischen Hersteller
Talgo von der Spanischen Staatsbahn RENFE einen Auftrag zur Wartung von
45 AVE S-130 Hochgeschwindigkeitszügen erhalten. Die Vereinbarung
läuft über 14 Jahre. Die Wartungsarbeiten in den Madrider RENFE-Depots
Santa Catalina und Fuencarral werden bis 2022 durchgeführt. Der Anteil
von Bombardier Transportation am Auftragswert beträgt ca. 128 Millionen
Euro (202 Millionen US-Dollar).
Die
AVE S-130 Züge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von
250 km/h ausgelegt und mit modernsten technischen Komponenten wie Zweisystemantrieb,
bordseitigem Signalsystem und Spurwechselradsatz-Drehgestellen ausgerüstet.
Dadurch kann RENFE die Züge sowohl auf den neuen spanischen Hochgeschwindigkeitsstrecken
(Spurweite 1.435 mm, Spannungsversorgung 25 kV) als auch im herkömmlichen
Netz des Landes (Spurweite 1.668 mm, Spannungsversorgung 3 kV) einsetzen.
Außerdem sind die neuen Züge und Triebköpfe für den
Betrieb in vier verschiedenen Zugsicherungssystemen konzipiert: im European
Train Control System (ETCS), im LZB-System, im BOMBARDIER EBICAB 900-System
und im spanischen ASFA-System.
Der
Wartungsvertrag festigt Bombardiers Führungsposition im weitreichenden
spanischen Hochgeschwindigkeits-Bahnprogramm, einem der weltweit fortschrittlichsten
Projekte in diesem Bereich (Pressemeldung
Bombardier, 19.07.08).
CAF
erhält zwei Großaufträge aus Brasilien
CAF wird Triebwageneinheiten für den Nahverkehr und die Metro
von Sao Paulo (Brasilien) liefern. Der Gesamtwert der Aufträge beläuft
sich auf 626 Millionen Euro. Ein Vertrag wurde mit der CPTM (Compañía
Paulista de Trenes Metropolitanos) geschlossen.
Der Vertrag sieht die Lieferung von 40 Triebwageneinheiten zu je 8 Modulen
für das Netz der Gesellschaft vor. Der Wert der Vereinbarung beträgt 442
Millionen Euro. Die CPTM verbindet die Millionenstadt Sao Paulo (ca. 20
Mio. Einwohner) mit 22 Städten der Region und befördert täglich bis zu
1,5 Millionen Fahrgäste. Die nunmehr bestellten Fahrzeuge werden für neue
Aufgaben, die sich durch den Ausbau des Netzes der Gesellschaft ergeben,
benötigt.
Ein zweiter Auftrag umfasst die Lieferung von 17 Triebwageneinheiten zu
je 6 Modulen für die innerstädtische Metro von Sao Paulo. Die Einheiten
sollen dort auf den Linien 1 und 3 eingesetzt werden. Der Wert des Auftrages
beläuft sich auf 184 Millionen Euro.
Die Metro von Sao Paulo wurde im Jahr 1974 eröffnet und bedient ein Streckennetz
von mehr als 60 km mit 55 Stationen. Sie gilt als einer der modernsten
Metrobetriebe des amerikanischen Kontinents. Die CAF hat bereits Fahrzeuge
für die Metrobetriebe in Mexico und Santiago de Chile geliefert (Helge
Deutgen, Quelle Pressemeldung CAF, 15.07.08).
CAF
liefert Nahverkehrseinheiten nach Izmir (Türkei)
Der spanische Hersteller CAF hat einen Auftrag zur Lieferung
von 33 Nahverkehrseinheiten an die türkische Stadt Izmir unterzeichnet.
Der Vertrag wurde mit der IZBAN, einer Gesellschaft, die zu 50% der TCDD
(türkische Staatsbahn) und zu 50 % der städtischen Transportgesellschaft
von Izmir gehört, geschlossen. Der Auftragswert beläuft sich auf 123 Millionen
Euro.
Die bestellten Einheiten werden aus drei motorisierten Modulen bestehen
und bei einer Länge von ca. 70 Metern bis zu 740 Personen befördern können.
Die Auslieferung der ersten Einheiten soll ab dem Jahr 2010 erfolgen.
Nach einem Auftrag über Lieferung von zehn Hochgeschwindigkeitszügen -
er wurde inzwischen auf 12 Einheiten aufgestockt - für die neue Schnellfahrstrecke
zwischen Ankara und Istanbul und der Beteiligung von CAF am Aufbau des
Straßenbahnnetzes von Antalya zusammen mit der türkischen Firma ALARCo,
ist dieses der dritte Auftrag aus der Türkei für den spanischen Hersteller.
CAF konnte im Jahr 2008 mit Aufträgen aus Saudi Arabien, Brasilien und
nunmehr der Türkei sein internationales Geschäft weiter ausbauen (Helge
Deutgen, Quelle Pressemeldung CAF, 15.07.08).
Madrid
nimmt zweiten Nahverkehrstunnel in Betrieb
Am 09.07.08 wurde in Anwesenheit der zuständigen Ministerin Frau Alvarez
der zweite Nahverkehrstunnel zwischen den Madrider Bahnhöfen Atocha und
Chamartin in Betrieb genommen. Die mehrjährigen Bauarbeiten erforderten
eine Aufwand von mehr als 550 Millionen Euro.
Die neue Station am Puerta del Sol, dem Herzen von Madrid, wird allerdings
erst im Laufe des Jahres 2009 eröffnet werden können.
Der neue Tunnel ermöglicht es, die Wege der Nahverkehrslinien C3 und C4
neu zu ordnen, da bisherige Umsteigevorgänge in Atocha und Chamartin entfallen.
Die Fahrtzeiten der betroffenen Linien verringern sich um bis zu 15 Minuten
(Helge Deutgen, Quelle MFOM, 10.07.08).
Siemens
Optiguide leitet Obusse in Castellon
Die spanische Stadt Castellon nahe Valencia hat vor kurzem eine neue Stadtbuslinie
mit drei Civis-Oberleitungs-omnibussen (Obus) der neuen Generation eröffnet.
Sie sind mit dem Optiguide-System von Siemens ausgestattet. Die zwei Kilometer
lange Strecke ist die erste ihrer Art in Spanien.
Dank des optischen Leitsystems Optiguide von Siemens kann das Fahrzeug
den Routenmarkierungen auf der Straße präzise folgen und so
nahe wie möglich an die Haltestellen heranfahren. Dadurch ist ein
sehr geringer Abstand zwischen Haltestelle und Bus möglich, so dass
alle Fahrgäste, auch Personen mit eingeschränkter Mobilität,
das Fahrzeug bequem auf Bodenhöhe betreten können.
Das Optiguide-System wird aber nicht nur an den Haltestellen, sondern
über die gesamte Strecke in Betrieb sein. Auch die Kurvenführung
ist so berechnet, dass ein maximaler Fahrkomfort für die Fahrgäste
gewährleistet ist.
Anfänglich sollen die Busse fünf Stationen zwischen der Universität
Jaume I und dem Ribalta-Park, einem schnell wachsenden Stadtteil, verbinden.
Die Stadt plant, diesen ersten Abschnitt möglicherweise in eine 20
Kilometer lange Strecke mit eigenen Fahrstreifen für die Obusse auszubauen.
Für die Strecke wurden 12 Meter lange Civis-Obusse von Irisbus Iveco
gewählt. Die Civis-Busse in Castellon bieten 22 Sitz-plätze,
vier davon etwas breiter für Personen mit eingeschränkter Mobilität,
und verfügen über einen Bereich für Rollstuhl-fahrer. Sie
sind mit Klimaanlage und mittel starken Iveco-Dieselmotoren ausgestattet,
die ausreichend Leistung bieten, wenn die Stromabnehmerstangen nicht mit
der Oberleitung verbunden sind (Pressemeldung Siemens, 08.07.08).
Saudiarabische
Eisenbahnen bestellen acht Komplettzüge bei CAF
Die Saudischen Eisenbahnen und der spanische Hersteller CAF haben einen
Vertrag über die Lieferung von acht kompletten Zügen, bestehend aus je
einer dieselelektrischen Lokomotive und fünf Wagen geschlossen. Der Vertrag
beinhaltet eine auf vier Jahre befristete Wartung der Einheiten. Der Gesamtwert
des Auftrage an CAF beträgt 104,9 Mio. Euro.
Damit hat CAF eine internationale Ausschreibung der Saudischen Eisenbahnen
aus dem Jahr 2006 gewonnen. Die Züge sollen mit eine Geschwindigkeit von
bis zu 200 km/h auf dem saudischen Schienennetz verkehren können.
Zudem sollen sie den dort herrschenden Tageshöchsttemperaturen von bis
zu 55 Grad Celsius strotzen können. Die Wagen werden neben der ersten
und zweiten Klasse auch über einen VIP Bereich verfügen. Die Wartung erfolgt
in einem Depot welches von CAF nach den modernsten Anforderungen gestaltet
wird (Helge Deutgen, Quelle CAF, 04.07.08).
FESUR
erhält die Zulassung als Bahnbetreiber
Das spanische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (Fomento) hat
der Firma Ferrocarriles del Suroeste (FESUR) am 19.06.2008 die Zulassung
als Bahnbetreiber erteilt. Die Firma Fesur gehört zur gleichen Teilen
den Gruppen Alfonso Gallardo und Gea 21.
Die Bahngesellschaft wurde im Jahr 2007 von beiden Firmen ins Leben gerufen.
Das Ziel beider Unternehmen ist es, über die gemeinsame Bahntochter, mehr
Verkehr auf die Schiene zu bringen um so einen Beitrag für einer sauberere
Umwelt zu leisten.
Fisur hat für die zukünftigen Aufgaben beim spanischen Hersteller CAF
insgesamt neun Lokomotiven und 400 Güterwagen bestellt. Damit sollen vor
allem die Produkte der Mutterfirmen im Raum Extremadura und Andalusien
auf der Schiene befördert werden.
Für Herstellung der Güterwagen im CAF Standort Linares wurde von CAF-Santana,
der Gruppe Gallardo und GEA 21 die gemeinsame Firma CVS (Compañía de Vagones
del Sur) gegründet. Die Firmengruppe Gallardo betreibt in Spanien Zementfabriken,
Raffinerien und Stahlwerke und in Deutschland das Stahlwerk Thüringen.
Die Firma erzeugt pro Jahr etwa 3,3 Mio. Tonnen Stahlprodukte, 6 Mio.
Tonnen Raffinerieprodukte und mehr als 3 Mio. Tonnen Zement und andere
Mineralstoffe. Die Gruppe GEA 21 ist hauptsächlich im Bau- und Konstruktionswesen
und in der Güterbeförderung tätig.
Die Aufnahme des eigenen Güterverkehrs ist für die erste Hälfte des Jahres
2009 vorgesehen. Über die Art der bei CAF bestellten Lokomotiven sind
noch keine Einzelheiten bekannt. Bei den Wagen dürfte es sich in Anlehnung
an die zu befördernden Erzeugnisse um Spezialwagen für die Erzeugnisse
und Rohstoffe der Gruppe Gallardo handeln (Helge Deutgen. Quelle Pressespiegel
der Gruppe Gallardo,
02.07.08).
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