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Flagge SpanienSpanien / Espana

RechteckCAF liefert 130 Personenwagen an die AMTRAK
Im Rahmen der Erneuerung seines zum Teil noch aus den 50-er Jahren stammenden Wagenbestandes im Fernverkehr hat die staatliche amerikanische Bahngesellschaft AMTRAK 130 Personenwagen bei dem spanischen Hersteller CAF bestellt.
Der Auftrag hat einen Umfang von 298,1 Mio Dollar entsprechend 229 M€. Die Fertigung der Wagen erfolgt im amerikanischen Standort Elmira (bei New York). Mit der Auslieferung der ersten Wagen soll ab Oktober 2012 begonnen werden (Helge Deutgen, 28.07.10).

RechteckBauarbeiten zur Straßenbahn in Leon haben begonnen
Foto Helge Deutgen
Bereits zum Ende des Jahres 2011 soll auf der ersten Strecke einer zukünftigen Straßenbahn von Leon das erste Fahrzeug verkehren. Im Schnellverfahren wurde der Bau eines ersten 1,2 km langen Teilstücks für rund 8,4 M€ im Innenstadtbereich vergeben. Dieses zweigleisige Teilstrecke soll den Innenstadtbereich mit dem FEVE Bahnhof verbinden.
Ebenso geplant ist die Erstellung weiterer Strecken, wobei die bisherige FEVE Strecke im Bereich von Leon ausgebaut und elektrifiziert, und somit in das städtische System eingebunden wird. Als Fahrzeuge wurden vier TramTren-Einheiten von Vossloh bestellt. Diese entsprechen den im Raum Alicante eingesetzten Typen der Reihe 4100 (Helge Deutgen, 28.07.10).

RechteckSchnelltriebwagen der RENFE rast in eine Fußgängergruppe
Unglaublicher Leichtsinn beim Überqueren einer Bahnlinie forderte im katalanischen Badeort Castelldefells mindestens 12 Todesopfer und 14 zum Teil schwerstverletzte Personen.
Am 23.06.2010 nahm eine grössere Gruppe junger Leute nach dem Verlassen eines Nahverkehrszuges statt der vorhandenen Unterführung den Weg über die Gleise, um an den Strand zu gelangen. Just in diesem Moment durchfuhr ein Schnelltriebwagen der Reihe 490 (ALARIS) mit der Zugnummer 01202 aus Alicante kommend mit Ziel Barcelona den Haltepunkt Castelldefells und erfasste die Gruppe.
Das traurige Ergebnis dieses in Spanien durchaus üblichen Leichtsinns forderte die genannte Opferzahl. Die Strecke musste für mehrere Stunden gesperrt werden (Helge Deutgen, Quelle mehrere spanische Zeitungen, 25.06.10).

RechteckEIB bewilligt weitere Gelder zum Ausbau der LAV Levante
Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2010/2011
Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt weitere 500 M EUR als Kredit für den Ausbau der von Madrid ausgehenden LAV Levante bereit. Der Kredit ist auf 30 Jahre festgelegt.
Die LAV Levante verbindet die Landeshauptstadt Madrid mit den Mittelmeerregionen Valencia/Alicante und Murcia und ist seit Jahren im Bau.
Ende 2010 sollen die Teilabschnitte Madrid - Valencia und Motilla de Palnacar (Abzweigend von der Strecke Madrid-Valencia) - Albacete in Betrieb gehen.
Mit dem erneuten Kredit soll der Weiterbau der Linie bis Alicante und Murcia/Cartagena sichergestellt werden (Helge Deutgen, Quelle MFOM, Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2010/2011, 24.06.10).

RechteckTPS von Hacon für HVG zwischen Spanien und Frankreich
TP Ferro plant und koordiniert seine Trassen künftig mit der Software TPS von HaCon. Der spanisch-französiche Eisenbahninfrastrukturmanager wird das Planungstool auf der 44 Kilometer langen Neubau-strecke durch die Pyrenäen von Perpignan in Frankreich bis Figueres in Spanien einsetzen.
TP Ferro wurde gegründet von der spanischen ACS-Gruppe und dem französischen Bauunternehmen Eiffage, die jeweils 50 Prozent der Anteile von TP Ferro halten. Das binationale Unternehmen ist dafür verantwortlich, dass die Trassen auf der Hochgeschwindigkeitslinie Figueres-Perpignan konfliktfrei befahren werden - eine Kernfunktion von TPS.
Das System unterstützt Netzbetreiber dabei, ihre Kapazität entsprechend der europäischen Vorgaben einer diskriminierungsfreien Trassenvergabe zu verplanen.
TPS, das der staatliche Betreiber des französischen Schienennetzes Réseau Ferré de France (RFF) bereits erfolgreich einsetzt, verknüpft nun erstmals zwei aneinandergrenzende Netzbetreiber. Die Software "Made in Hannover" berücksichtigt bei der Planung und Disposition bereits das europäische Signalisierungssystem ETCS (European Train Control System) Level 2. "ETCS ist eine Komponente eines einheitlichen europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems in das sich TPS perfekt einreiht", erläutert HaCon-Projektleiter Claus Müller-Haude. Damit leiste TPS einen Beitrag zur Interoperabilität der europäischen Eisenbahnen.
Die nationalen Netzbetreiber in Frankreich und Spanien setzen zur Koordination und Kommunikation von Trassenbestellungen die webbasierte Plattform Pathfinder ein. Diese stellt RailNetEurope (RNE) seinen insgesamt 38 Mitgliedern zur Verfügung. Der Verband europäischer Eisenbahninfrastrukturbetreiber hat das Ziel, den internationalen Eisenbahnverkehr reibungsloser und effizienter zu gestalten. Hier schließt sich TPS nahtlos an: Mit internetbasierter Kommunikation zu Pathfinder, die sicherstellt, dass TP Ferro in die Trassenplanung von Frankreich und Spanien optimal eingebunden werden kann. Auch das lokale CTC (Centralised Traffic Control) wird mit TPS verknüpft.
HaCon wird TPS für seinen neuen Kunden TP Ferro zweisprachig zur Verfügung stellen, das bedeutet: Spanisch und Französisch im Parallelbetrieb. TP Ferro soll neben TPS für die langfristige Planung auch TPS Realtime erhalten. Damit kann der Infrastrukturmanager TPS auch als Dispositionssoftware für die sehr kurzfristige Planung einsetzen. Weil in TPS die Infrastruktur der Eisenbahnanlage exakt abgebildet ist, können Verspätungen sehr genau berechnet werden. Der Vorteil: Mögliche Konflikte durch Abweichungen vom Sollfahrplan lassen sich rechtzeitig und präzise voraussagen. Der Disponent kann auf verschiedene Lösungsszenarien zurückgreifen. So unterstützt TPS Realtime diesen optimal dabei, Konflikte zu lösen. TPS wird auch die so genannte "Tunnel Condition" einhalten, eine Sicherheitsvorschrift, die es untersagt, dass sich zwei Züge gleichzeitig in derselben Tunnelröhre aufhalten.
Ab Oktober soll TPS in der Betriebszentrale von TP Ferro in der Nähe des südfranzösischen Montesquieu les Albères bei Perpignan installiert werden. Schulung und Testbetrieb folgen. Im Dezember 2010 soll die Hochgeschwindigkeitslinie offiziell eröffnet werden und anschließend in Betrieb gehen. Auf der 44 Kilometer langen, zweispurig geführten Strecke, werden sowohl Personen- als auch Güterverkehrszüge verkehren. Sie befindet sich auf spanischem und französischem Boden und führt durch einen 8,2 Kilometer langen Tunnel unter den Pyrenäen (Pressemeldung Hacon, 16.06.10).

RechteckBis April 2010 fast 770 Millionen Euro für die LAV Valencia - Castellón bewilligt
Foto Peter Göbel
Nach den Worten des für den Bahnbau zuständigen Ministers Jose Blanco wurden bisher annähernd 770 Millionen Euro für die Verlängerung der LAV Madrid - Valencia über Valenica hinaus bis zur Provinzhauptstadt Castellón de la Plana eingestellt. Ab der Stadtgrenze Valencia bis Castellón sollen die Bauarbeiten der zweigleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke in Regelspur bis Ende 2014 soweit gediehen sein, dass ein Betrieb möglich ist.
Die Strecke wird für den Personen- und Güterverkehr gebaut. Daher wird es auf dem 67,7 km langen Streckenabschnitt zwei mehrgleisige Bereiche geben, um Güterzüge überholen zu können.
Nicht fertiggestellt wird bis zu diesem Zeitpunkt die unterirdische Strecke in Valencia einschliesslich eines neuen zentralen AVE-Bahnhofs.
Kostenschätzungen für diese Vorhaben belaufen sich auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Die Planungen für dieses ehrgeizige Vorhaben laufen bereits. Mit einer Fertigstellung ist jedoch nicht vor 2016 zu rechnen. Daher wird es eine Zwischenlösung des AVE Verkehrs zwischen Madrid und Castellón unter Einsatz von Umspuranlagen geben (hd, Quelle: spanisches Ministerio de Fomento, 26.04.10)

RechteckNordhessisches RegioTram-System als Vorbild für Mallorca
Auf Einladung des balearischen Umwelt- und Mobilitätsministers Gabriel Vicens i Mir haben sich letztes Wochenende ein dutzend Vertreterinnen und Vertreter der wichtigsten europäischen Nahverkehrsprojekte getroffen, um über die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs auf Mallorca zu diskutieren. Auch das nordhessische RegioTram-System wurde von NVV-Geschäftsführer Wolfgang Dippel präsentiert und stieß auf breites Interesse.
Besonders herausragend empfanden die Teilnehmer der Tagung die Idee des nordhessischen Konzeptes, einen Ballungsraum mit der Region und umgekehrt zu verbinden. Dies wird in Nordhessen ermöglicht, indem vorhandene Infrastruktur genutzt und bedarfsorientiert ausgebaut wurde, und alles in einem nachvollziehbaren finanziellen Rahmen mit nachweislich sehr guten Erfolgen bei den Fahrgastzahlen.
Wichtig für die balearische Insel mit kaum elektrifizierten Strecken ist auch das Diesel-Elektrofahrzeug (Hybrid), dass bisher weltweit einmalig ist und eigens für Nordhessen entwickelt wurde, damit es sowohl als Elektrofahrzeug im Straßen- und Eisenbahnbetrieb fahren als auch als Dieselfahrzeug auf nicht elektrifizierten Gleisen unterwegs sein kann.
Ziel der Konferenz ist es, aus der Vielzahl der vorhandenen Konzepte ein weiteres System für die Balearen zu finden, das den Anforderungen und Wünschen der Bewohnerinnen und Bewohnern von Mallorca am nächsten kommt und möglicherweise auch umzusetzen.
Seit 2007 gibt es auf der Insel eine Metroverbindung vom Zentrum Palmas zur Universität mit einer Länge von 8, 5 Kilometern, teilweise auf der alten Zugstrecke nach Inca, zwei Eisenbahnlinien von Palma über Inca nach Manacor und nach Sa Pobla sowie einen historischen Zug von Palma nach Soller. Bereits in der Planung ist eine weitere Straßenbahnlinie vom Flughafen in Palma an den Playa de Palma. Darauf haben sich der Umweltminister und die Bürgermeisterin von Palma und Calva bereits im Frühjahr 2009 geeinigt. Palma ist mit Madrid, Barcelona, Valencia und Bilbao eine der wenigen spanischen Metropolen mit einer Metro. Darüber hinaus hat die Insel ein dichtes Stadtbusangebot, mit dem sich alle Bereiche der Insel erschließen lassen.
Allerdings hat der Individualverkehr auf der "Autoinsel" Mallorca in den letzen Jahren drastisch zugenommen, so dass die balearische Regionalregierung nach Konzepten sucht, den Individualverkehr zu reduzieren und öffentliche Mobilität zu forcieren. Dabei soll sich der öffentliche Nahverkehr nachhaltig positiv auf die Erholungsqualität der Insel auswirken, den Schadstoffausstoß reduzieren und deutlich zur Luftreinhaltung beitragen.
Neben dem RegioTram-System aus Nordhessen wurden die Aktivitäten aus Nantes, Straßburg, Bordeaux, Berlin, Cagliari (Sardinien), Zagreb, Palma (Mallorca), Barcelona, Bilbao, Alicante und Teneriffa präsentiert. Daneben breiteten die wichtigsten europäischen Strassenbahnhersteller Alstom, Bombardier, CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles, spanischer Hersteller von Eisenbahnfahrzeugen aus dem Baskenland), Siemens und Vossloh ihre Visionen für die Zukunft von Fahrzeugen vor den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus.
Für die Zukunft haben der Geschäftsführer des NVV Wolfgang Dippel und der Generaldirektor für Mobilität Antoni Verger Martinez der balearischen Regierung vereinbart, sich regelmäßig über die jeweiligen Entwicklungen auszutauschen und zu unterstützen. Konkret wird der NVV bei der Entwicklung von Kommunikationskonzepten, Marktforschung und Bürgerbeteiligung bei Planungsprozessen unterstützend tätig sein.
Bereits für diesen Herbst ist ein Treffen in Nordhessen mit Vertretern der balearischen Regierung geplant, da nach dem Kongress großes Interesse besteht, das RegioTram-System live zu erleben und einen Einsatz für die Insel zwischen Manacor und Artà zu prüfen. Der NVV verspricht sich von den Kontakten weitere Einsatzländer für die RegioTram, so dass sich das nordhessische System in Europa weiter verbreitet und neue Anhänger findet (Pressemeldung NVV, 24.04.10).

RechteckMetro Granada wird Fahrzeuge von CAF erhalten
Die Regionalregierung von Andalusien hat den Auftrag über die ersten 13 Fahrzeuge der zukünftigen Metro Ligero der Stadt Granada an den spanischen Hersteller CAF-Santana in Linares vergeben. CAF-Santana ist ein Gemeinschaftsunternehmen von CAF (67%) und Santana Motors (33%).
Neben CAF hatten sich auch Vossloh España und Siemens beworben. Der Auftrag beinhaltet die Herstellung und Wartung der Fahrzeuge. Das Auftragsvolumen beträgt 43,94 Millionen Euro. Mit der Auslieferung der ersten Einheiten soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 begonnen werden.
Die zukünftigen Fahrzeuge sollen bis zu 200 Fahrgäste aufnehmen können. Davon sollen zwischen 25 und 30 Prozent Sitzplätze sein. Ferner wird gefordert, die Einheiten behindertengerecht zu bauen.
Der Betrieb der Metro Ligero de Granada erfolgt über 750 Volt Gleichstrom. Die Fahrzeuge sollen auch den Betrieb auf Strecken ohne Fahrdraht durchführen können (Helge Deutgen, Quelle Pressemeldung Junta de Andalucia
, 20.04.10).

RechteckBesuch bei den WUMAGs von Mallorca
Foto Jörg SeidelFoto Jörg Seidel
Foto Jörg SeidelFoto Jörg Seidel Der kleine Ort Sineu liegt etwa in der geographischen Mitte von Mallorca und ist als Ort des beliebten Mittwochsmarktes zahlreichen Touristen bekannt. Seit dem Jahr 2003 ist Sineu auch wieder mit der Inselbahn SFM erreichbar.
In Sichtweite des Bahnhofes, in einem Gewerbegebiet, liegt eine der Werkstätten der „Fundacio Ferrocaib“, der Museumsabteilung der mallorquinischen Eisenbahnfreunde.
Hier sind derzeit die beiden mallorquinischen Wumag-Wagen untergebracht.
Blicken wir zurück in die 20iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Zur Modernisierung ihres Fahrzeugparkes erhalten Bahnen aus Portugal zahlreiche Eisenbahnfahrzeuge aus Deutschland. Bekannt ist die Lieferung von Dampf- und Malletlokomotiven , sowie Personenwagen. Kaum bekannt ist dagegen die Lieferung von sechs meterspurigen Elektrotriebwagen, 12 Bei- und 12 Steuerwagen und zwei Gütertriebwagen in den Jahren 1927 und 1929 durch die Görlitzer Firma Wumag an die „Compania Ferroviara do Douro“. Diese Fahrzeuge mit Stahlaufbau waren von Siemens elektrisch ausgerüstet worden und damals hochmodern. Offenbar waren sie wie die Berliner U-Bahnfahrzeuge gelb gestrichen, wie bei der Restaurierung auf Mallorca gefundene Farbreste zeigen. Wumag lieferte damals auch an die Berliner U-Bahn Fahrzeuge.
Ob es sich bei den umfangreichen deutschen Bahnmateriallieferungen nach Portugal damals um Reparationsleistungen gehandelt hat, konnte leider nicht geklärt werden.
Glaubt man spanischen und englischen Literaturquellen, sollten die Fahrzeuge auf der „Linha do Vale do Lima“, einer mit 1500 Volt elektrifizierten Bahnstrecke längs des Rio Lima im Norden Portugals eingesetzt werden. Doch diese vom Atlantikhafen Viana Do Castelo ausgehende 21 Kilometer lange Strecke wurde entweder nie gebaut oder nie fertiggestellt. Da sind die Literaturangaben unterschiedlich. So stand schließlich irgendwo in Portugal ein nagelneuer, ungenutzter Fahrzeugpark für den es keine Nutzungsmöglichkeit gab.
Im Jahr 1942 wurde das Fahrzeugmaterial der spanischen Regierung angeboten, die mit der Vorortbahn Valencia – Moncaba – Gandia einen Abnehmer hatte. Für 12 Mio. portugiesische Escudos wechselten die Fahrzeuge mitten im zweiten Weltkrieg den Besitzer und mussten in Valencia aber zunächst an die neuen Betriebsverhältnisse angepasst werden, da dort mit einer Stromspannung von 600 Volt gefahren wird.
In Valencia bewährten sich die Fahrzeuge sehr gut, zwei Steuerwagen, darunter der Triebwagen 510, wurden sogar in der eigenen Werkstatt zu Triebwagen umgebaut. Einsätze erfolgten bis in das Jahr 1987.
Schon im Jahr 1981 wechselte der Beiwagen 315 auf die Insel Mallorca, wo er, zusammen mit der noch vorhandenen Diesellok 1207, als rollende Baubude für die Umspurung der Bahnstrecke Palma – Inca auf Meterspur eingesetzt wurde.
Was wurde aus den restlichen Fahrzeugen nach der Ausmusterung im Jahre 1987 ? Triebwagen 506, sowie die Beiwagen 304, 305, 309, 310, 313, 317, 318 und 323 sollen noch im Raum Valencia vorhanden sein. Triebwagen 510 verschlug es dagegen zum katalanischen Museo Pobla Lillet, wo er allerdings keine Verwendung fand. Der Museumsbetrieb des „Tren del Ciment“ findet dort auf 600 mm-Spur mit modernen Neubauloks von Schöma statt.
Hier wurde er im Jahre 2008 von den mallorquinischen Eisenbahnfreunden entdeckt und nach längeren Verhandlungen im September 2009 nach Sineu geholt. Dort traf er dann auf den Beiwagen 315, der seit dem Jahr 2005 in mühseliger Arbeit aufgearbeitet wird.
Der Beiwagen 315 wurde aus einer Ruine an Hand von alten Werkfotos aus dem Archiv von Wolfgang Theurich aus Görlitz fast völlig neu gebaut. Die Oberlichtfenster, die Holzarbeiten, eine wahre Meisterleistung ! Ähnliches hat man jetzt mit dem Triebwagen 510 vor.
Er wurde schon völlig entkernt, damit die Rostschäden beseitigt werden können. Motoren und Fahrschalter sind nach den ersten Erkenntnissen noch brauchbar. Ein Problem ist die auf Mallorca vorhandene Stromspannung von 1500 Volt, da der Triebwagen ja in Valencia direkt für 600 Volt Fahrspannung gebaut wurde. Hier ist die Hilfe einer Fachfirma erforderlich.
Geht es nach den Eisenbahnfreunden, sollen die Wumag-Wagen im Herbst 2011 zur Wiedereröffnung der Bahnstrecke Manacor - Arta zum Einsatz kommen. Zusammen mit den modernen „Tram-Trens“ von Vossloh-Kiepe.
Weitere Infos zu den Museumsaktivitäten auf Mallorca findet man im Netz unter www.ferrocaib.org (Jörg Seidel, 19.04.10).

RechteckTunnelvortriebsarbeiten des AVE-Tunnels in Barcelona haben begonnen
Foto ADIF
Im Beisein des zuständigen Staatsministers Jose Blanco und des Präsidenten der automonen Region Katalonien wurde die Tunnelvortriebmaschine "Barcino" zum Bau des AVE-Tunnel zwischen den Stationen Barcelona Sants und Barcelona Sagrera in Betrieb genommen.
In den nächsten Jahren wird die von der deutschen Firma Herrenknecht gebaute TMB (Tunnelvortriebsmaschine) eine 5,1 km lange Strecke zwischen beiden AVE-Bahnhöfen erstellen. Die Ausmaße der TMB sind beachtlich und betragen:
Gesamtlänge: 105 m
Gesamtgewicht: 2.300 t
Schildlänge: 12 m
Durchmesser: 11,55 m
Anpressdruck: 4,5 bar
Anzahl Motoren: 18
Gesamtleistung der TMB: 6.300 kW
Umdrehung des Schildes: 3 U/min
max. Vortrieb. 80 mm/min
Abraum: etwa 526.000 t (Helge Deutgen, Quelle ADIF, 08.04.10).

RechteckWeitere Teilstrecken der LAV Madrid - Caceres-Portugal erhalten Baufreigabe
Grafik MFOM
Drei weitere Teilstrecken der Hochgeschwindigkeitsverbindung Madrid-Caceres-Portugal wurden durch das spanische Ministerio de Fomento zum Bau freigegeben. Es handelt sich um die Trassenbauarbeiten eines insgesamt 20,9 km langen Abschnittes bestehend aus den drei Teilstrecken:
• Casas de Millán-Cañaveral (6,6 km) für 66,226 M€. Dieser Teilabschnitt wird zwei längere Talbrücken mit 782 und 1.614 m erhalten.
• Garrovillas-Casar de Cáceres (7,2 km) für 26,673 M€.
• Casar de Cáceres-Cáceres (7,1 km) für 20,230 M€
Die zukünftige Hochgeschwindigkeitsstrecke wird zweigleisig in der Spurweite 1435 mm gebaut und mit 25 kV/50 Hz elektrifiziert. Sie wird keine höhengleichen Bahnübergänge haben und die Signaltechnik ERMTS (Ebene 1 und Ebene 2) und ASFA erhalten. Sie wird nach ihrer Fertigstellung eine Strecke für den Personen- und Güterverkehr sein (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 01.04.10).

RechteckWiederaufbau der Bahnlinie Manacor-Arta auf Mallorca
Foto Jörg SeidelFoto Jörg Seidel
Foto Jörg SeidelFoto Jörg Seidel
Die Bilder zeigen den Ministerpräsidenten Francesc Antich bei seiner Ansprache, Verkehrsminister Gabriel Vicens (links) und den MP bei der Grundsteinlegung, das Viadukt bei Son Carrio und den Tunnel bei Son Servera. Fotos Jörg Seidel.
Unter der großer Beteiligung der örtlichen Bevölkerung startete der balearische Ministerpräsident der Francesc Antich i Oliver zusammen mit balearischen Verkehrsminister Gabriel Vicens i Mir am 27. März in Arta den Wiederaufbau der seit 1977 stillgelegten Bahnstrecke Manacor – Arta.
Begleitet von sechs Fernsehteams und zahlreichen Fotografen legten der Ministerpräsident und der Verkehrsminister den Grundstein in die erste Bahnschwelle der neuen Strecke. Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden zogen anschließend die Schwellenschrauben fest.
Schon im Jahre 1921 erreichten die Gleise der Inselbahn Arta. Der Bahnbetrieb wurde allerdings im Jahre 1977 vorübergehend eingestellt und Gleise und Bahnanlagen fielen in einen Dornröschenschlaf, aus dem sie jetzt wieder erweckt werden. Für die Wiederaufbau wird die alte Trasse über den Orte San Llorenc , Son Carrio und Son Servera verwendet. Die Touristenhochburgen Cala Millor und Sa Coma werden dabei nur am Rande berührt. Dennoch erreicht das staatliche mallorquinische Bahnnetz in diesem Bereich erstmals wieder das Mittelmeer.
Weist die alte Bahnstrecke noch den musealen Gleiskörper aus dem Jahr 1920 auf, so wird die neue Strecke mit fester Betonfahrbahn und Gleisen vom Profil UIC 54 ausgerüstet. Dazu erfolgt eine Elektrifizierung mit 1500 Volt Gleichstrom. Die recht gewöhnungsbedürftige feste Fahrbahn wird von den Verantwortlichen mit den geringeren Unterhaltungskosten begründet. Auch will man sich die Transportkosten für Schwellen und Schotter vom Festland sparen.
Lange umstritten war die Ortsdurchfahrt im Manacor. Hier hat sich die Stadt längs über die alten Bahngleise entwickelt. Der ehemalige Bahnkörper ist heute eine Palmenpromenade. In diesem Bereich wird ein Rillengleis mit dem Profil Phönix37N verlegt.
Aufwendig restauriert werde auch das Viadukt bei Son Carrio, sowie die beiden Tunnelstrecken bei San Llorenc und Son Servera.
Eingesetzt werden auf der rund 30 Kilometer langen Strecke ab Mitte 2011 sogenannte „Tram-Trens“, Elektrotriebzüge aus dem Hause Vossloh.
Da eine weitere Elektrifizierung zwischen Manacor und Palma fehlt, werden die Elektrozüge zunächst in Manacor enden und die Passagiere in die bisherigen Dieseltriebwagen umsteigen müssen. Dadurch geht man derzeit von einer Fahrzeit von rund 100 Minuten für die 96 Kilometer lange Gesamtstrecke aus (Jörg Seidel, 30.03.10).

RechteckLokomotivführer kommt bei schwerem Güterzugunfall ums Leben
In der Nacht vom 25. zum 26. März 2010 kam es um 0:25 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Arévalo (Ávila) zu einem folgenschweren Unfall zweier Güterzüge. Beide Güterzüge kamen aus Trasona (Asturien) und beförderten Erzeugnisse der Acelor Mittal mit dem Ziel Sagunt. Dabei übersah der Maschinist des zweiten mit Stahlrollen beladenen Zuges (Zuglok war die 251.009) aus 13 Wagen offensichtlich ein rotes Haltesignal und prallte auf den stehenden ersten Zug auf (Zuglok war hier die 251.028). Der Maschinist des auffahrenden Zuges kam dabei ums Leben. Die Bergung aus dem zerstörten Führerhaus dauerte mehr als 15 Stunden.
Als Folge des Unfalls war die so wichtige Breitspurstrecke Nr. 100 zwischen Avila und Medina del Campo unterbrochen. Für die Fernreisenden in und aus Richtung Nordwesten und Norden hatte die Renfe Ersatzmöglichkeiten unter Einbindung der LAV Madrid - Valladolid mit Umsteigevorgängen in Valladolid geschaffen.
Der Regionalverkehr in Richtung Norden wurde zwischen Avila und Medina del Campo mit Busersatzverkehr durchgeführt. Güterzüge wurden mit Hilfe von Diesellokomotiven auch über Salamanca geleitet (Helge Deutgen, Quelle spanische Zeitungen und RENFE, 29.03.10).

RechteckKatalanische FGC möchte die Metro de Valles verlängern
Die Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya (FGC) möchte ihre normalspurige Strecke (Metro de Valles) über Sabadell hinaus bis Castellar de Valles verlängern. Die Verlängerung könnte 4,4 km betragen und zwei zusätzliche Stationen erhalten. Der Kostenrahmen wird mit rund 329 € veranschlagt.
In den letzten Tagen wurde das Projekt als Informationsstudie öffentlich vorgestellt. Die Linie der Metro de Valles der FGC wird derzeit im Stadtbereich von Sabadell verlängert und vier neue Stationen erhalten. Sie verbindet das Zentrum Barcelonas mit den nordwestlichen Trabantenstädten Sabadell (206.000 Einw.) und Terrassa (210.000 Einw.) und ist neben der schmalspurigen Strecke nach Igualada und Manresa ein wichtiges Standbein der Gesellschaft. Im Jahr 2008 konnte sie knapp 60 Millionen Fahrgäste verbuchen (Helge Deutgen, 24.03.10).

RechteckEröffnung der Metro Malaga im Jahr 2011
Einen guten Termin für die Eröffnung der ersten Linie der zukünftigen Metro Malaga hat der Direktor der Gesellschaft, Herr Enrique Salvo, mit dem 11.11.2011 um 11:11 Uhr angekündigt.
Für die Liebhaber solcher Ereignisse bleibt also genug Zeit, sich einen günstigen Flug zu sichern oder ganz einfach im Rahmen eines Urlaubs an der Costa del Sol dieses Ereignis mitzunehmen.
Bleibt nur noch der Wunsch, dass das auch so geschehen wird. Die Bauarbeiten sollen bereits zu 77 Prozent fortgeschritten sein und die Fahrzeuge von CAF sind dann wohl auch fertig (Helge Deutgen, 23.03.10).

RechteckWiederaufbau der Strecke Manacor-Artá wurde eingeleitet
Gemäß einer offiziellen Verlautbarung des Staates vom 10. März 2010 wird die SFM 78,1 Mio. Euro für den Wiederaufbau des Netzes von Manacor nach Artá ausgeben. Die zukünftige Baumaßnahme ist in drei Teilabschnitte unterteilt.
• Der Abschnitt Manacor-Son Carrio ging für 34.968.390,67 € an ein Konsoortium aus den Firmen FCC Construcciones und Melchor Mascaró. Ausführungszeit ca. 25 Monate.
• Der Abschnitt Son Carrio-Son Servera wird vom Konsortium Ferrovial Agroman und Construccion Llull Sastre für 22.368.390,67 € wiederhergestellt. Ausführungszeit ca. 20 Monate.
• Der dritte Abschnitt von Son Servera nach Artá wird für 28.377.018,49 € von der Bietergemeinschaft TECSA-Dragados-Coexa gebaut. Ausführungszeit ca. 25 Monate.
• Ein weiterer Auftrag zur Überholung der Fahrzeuge der Dieselbaureihe 6100 ging für einen Betrag von 3.119.688,68 € an die Firma Desarrollos de Tecnología Avanzada, S.L. (Helge Deutgen, Quelle BOE, 13.03.10).

RechteckMallorca
Foto FBFoto FB
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Am Samstag wurde während eines 3-tägigen Wochenend-Kurzurlaubs eine Reise mit der FERROCARRIL DE Soller von Palma nach Soller unternommen. Triebwagen 4 zog den "Roten Blitz". In Soller vor dem Bahnhof besteht Anschluss an die Straßenbahn nach Port de Sóller, im Einsatz waren überwiegend sozusagen als Wendezug ex Lissabonner Straßenbahnen, eine vorne und eine hinten, dazwischen zwei 4-achsige Beiwagen. Zwischendurch wurde eine Garnitur gegen den orginal-Mallorca Triebwagen 3 mit 4-achsigem Beiwagen ausgetauscht, im Schuppen stand noch ein uriger TVT (Folke Brockmann, www.deutsche-reichsbahn.webseite.ms, 10.03.10).

RechteckBombardier rüstet Teilstrecke der LAV Levante mit Signaltechnik aus
Im Rahmen der jüngsten Zuweisung eines Betrages von mehr als 350 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der LAV-Levante durch das Ministerio de Fomento erhielt die Firma Bombardier den Auftrag, den Streckenbereich Albacete - La Encina (Strecke Madrid - Albacete - Alicante) mit modernster Signaltechnik auszurüsten.
Der Wert des Auftrages beläuft sich auf 39 M€. Er soll in fünf Teilschritten entsprechen dem Ausbaufortschritt des 90 km langen Streckenteils innerhalb eines Jahres abgewickelt werden (Helge Deutgen, Quelle La Tiza, 05.03.10).

RechteckSüdexpress verkehrt ab März 2010 als Hotelzug mit Talgo IV Material
Recht spannend haben es die Spanier und Portugiesen gemacht. Der bei Portugiesen und Interrailern so beliebte Südexpress (SUREX) zwischen Irun und Lissabon-Oriente konnte nur bis zum 28.02.2010 bei der Renfe oder CP aufgerufen werden. Das heizte natürlich die Gerüchteküche stark an; selbst in spanischen Foren wurde nur gemutmasst.
In buchstäblich letzter Minute veröffentlichte die Renfe am 23.02.2010 mit einer Pressemeldung die Vermietung von zwei Talgo IV Trenhoteleinheiten an die CP und somit die Fortführung der Verbindung über Ende Februar hinaus (Helge Deutgen, aus Pressemeldung Renfe, 26.02.10).

RechteckTalgo/Bombardier bauen 15 Triebzüge der Reihe S 130 zu Hybridzügen um
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
S 130 auf dem Weg nach Madrid bei Villena (Mai 2008) und im Bahnhof Valencia Norte (Mai 2008).
Die Renfe hat das Konsortium Talgo/Bombardier beauftragt, 15 der 45 Einheiten des S 130 (Talgo 250, auch Patito genannt) auf Hybridtechnik umzubauen. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 78 Millionen Euro.
Die so entstehenden Zweikrafteinheiten sind für die von Madrid ausgehenden Verkehre nach Galicia (Vigo und A Coruña) und die Region Murcia gedacht. Als Fahrzeuge mit dem Talgo Spurwechselsystem werden sie bei Ihren Fahrten bis Albacete oder Zamora (ab ca. 2012) die Regelspurstrecken und dann nach durchfahren der Umspuranlagen die nicht elektrifizierten Breitspurstrecken zu Ihren Bestimmungsorten fahren. Die Renfe erhofft sich dadurch einen schnelleren Durchsatz der Züge. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende 2012 umgebaut in Betrieb gehen.
Es ist daran gedacht, die notwendigen Dieselmotoren in die Wagen hinter den Triebköpfen unterzu-bringen. Das Platzangebot dieser Wagen würde dann verringert werden. Als Motoren stehen ein 12 Zylinder Maschinen mit einer Leistung von 1800 kW bei 1800 U/min von MTU zur Debatte.
Eine Schwierigkeit stellen sowohl der einzubauende Motor als auch das elektrische System dar, da eine zulässige Achslast der umgebauten Wagen der ersten und zweiten Klasse nicht überschritten werden darf. Diese schwierigen Ingenieursleistungen bedingen auch die anscheinend verhältnismäßig hohen Kosten für den Umbau der 15 Triebzüge (Helge Deutgen, Quellen mehrere span. Zeitungen, 15.02.10).

RechteckStraßenbahn für Leon wird 150 Millionen Euro kosten
Die Schmalspurbahngesellschaft FEVE, das Ministerium für Bau und Verkehr und die Stadt Leon (rund 130.000 Einw.) haben sich auf den Bau einer innerstädtischen Straßenbahn verständigt. Danach soll in den nächsten Jahren ein aus zwei Linien bestehendes Straßenbahnnetz in der Spurweite 1000 mm gebaut werden.
Die FEVE wird dazu einen Teil ihrer Strecke in das Netz einbinden. Die Regionalzüge auf der Strecke nach Cistierna/Bilbao werden dann bereits außerhalb der Stadt enden. Dort wird ein Übergang zur Straßenbahn geschaffen.
Die Kosten für die erste ca. 6,5 km lange Linie werden mit rund 80 Millionen Euro beziffert. Der Bau einer zweiten Linie wird mit weiteren 70 Millionen Euro veranschlagt (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, 10.02.10).

RechteckRenfe leitet die Beschaffung von zehn AVE-Einheiten für Frankreich ein
Für den Bahnverkehr zwischen Frankreich und Spanien wird die Renfe zehn neue Hochgeschwindig-keitszüge beschaffen. Bis zum 10 Februar ist die Industrie aufgerufen, sich um die Ausschreibung, die einen Wert von rund 270 Millionen Euro haben soll, zu bewerben. Die Vergabe soll noch im ersten Halbjahr 2010 erfolgen.
Der erste Einsatz ist ab Ende 2012 zwischen Madrid und Paris über die bis dahin durchgängige Regelspurverbindung über Barcelona Sants und Figueres vorgesehen. Die Renfe verlangt, dass ihre Werkstätten mit 20 Prozent an der Fertigung der Fahrzeuge beteiligt wird.
Ab Barcelona wird noch eine provisorische Verbindung in Richtung französische Grenze benutzt, da der neue AVE-Bahnhof Barcelona Sagrera noch nicht fertig sein wird (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 01.02.10).

RechteckElektrifizierungsarbeiten der Strecke Vigo nach A Coruña vergeben
Wie aus einer Veröffentlichung des spanischen Ministerio de Fomento hervorgeht, wird eine Bietergemeinschaft, an der auch die Firma Siemens beteiligt ist, für rund 65 Millionen Euro die Elektrifizierungsarbeiten der Verbindung Vigo - A Coruña (Atlantische Achse) ausführen. Elektrifiziert wird eine insgesamt 155,2 km lange Strecke in der Spannung 25 kV und 50 Hz.
Die auch als "Eje Atlantico" bezeichnete Strecke wird seit einigen Jahren zu einer Hochgeschwindig-keitsstrecke (vorerst in der Spurweite 1668 mm) ausgebaut. Eine spätere Umspurung auf Regelspur ist durch die Verwendung entsprechender Betonschwellen kurzfristig möglich (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 27.01.10).

RechteckProvinz Tarragona erhält einen weiteren AVE Bahnhof
Foto Ministerio de Fomento
Für rund 54, 7 Millionen Euro wird in der Nähe des Flughafens Reus (Provinz Tarragona) ein weiterer AVE Bahnhof entstehen. Er wird an der im Bau befindlichen Verbindungsstrecke des Corredor Mediteraneo zur LAV Madrid-Barcelona errichtet werden. Die Entfernung des neuen Bahnhofs zur Provinzhauptstadt Tarragona wird etwa 6 km betragen und damit erheblich näher an Tarragona liegen als der AVE Bahnhof Camp de Tarragona.
Der neue Bahnhof ist für sechs Gleise vorgesehen, davon sollen zwei als Durchgangsgleise und vier als Haltegleise dienen. Es sind jedoch für alle Gleise Bahnsteige geplant. Die inneren beiden Bahnsteige werden je 10 m breit und 400 m lang und für den Fernverkehr ausgebaut, die beiden Äußeren jedoch nur 226 m lang und 8 m breit. Sie sind für die kürzeren Züge des Regionalverkehrs vorgesehen. Des weiteren wird der Bahnhof mit einer Spurwechselanlage ausgestattet (Helge Deutgen, Quelle Ministerio de Fomento, 25.01.10).

RechteckRenfe will sich von bis zu 50 Lokomotiven trennen
Nach einer Mitteilung im offiziellen Amtsblatt der spanischen Regierung (BOE) werden bis zu 50 nicht mehr benötigte Lokomotiven der elektrischen Baureihen 269, 279 und 289 zum Verkauf ausgeschrieben. Die Maschinen sind durch die Neubeschaffung der Elektrobaureihe 253 (Traxx von Bombardier) entbehrlich geworden.
Die Renfe wird über ihren Werkstättenbereich Renfe Integria eine Betreuung der Maschinen für fünf Jahre gewährleisten. Man hofft, dass sich vor allem der südamerikanische Markt für diese Maschinen interessiert, wurden doch in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Verkäufe an rollendem Material dorthin abgewickelt.
Bei den betroffenen Maschinen handelt es sich um Lokomotiven japanischer Konstruktion, welche von spanischen Firmen in Lizenz in den Jahren 1967 bis 1985 nachgebaut wurden. In Spanien galten sie als die "Locomotoras Japoneses". Mit dem geplanten Verkauf dürften zumindest die im Norden beheimateten Baureihen 279 und 289.0 aus dem aktiven Dienst verschwinden (Helge Deutgen, Quelle BOE, 14.01.10).

RechteckNeue Straßenbahn von Palma könnte bereits 2013 in Betrieb gehen
Dank einer Zuweisung in Höhe von 35 M € an die autonome Region der Balearen durch das spanische Bau- und Verkehrsministerium kann noch im Jahr 2010 mit dem Bau der ersten Linie der neuen Straßenbahn von Palma begonnen werden. Diese Linie wird Palma über El Arenal mit dem Flughafen verbinden.
Die voraussichtlichen Kosten für die rund 10,8 km lange Neubaustrecke werden einschließlich des rollenden Materials mit rund 170 Millionen Euro angegeben. Als frühester Fertigstellungstermin wird der Mai 2013 genannt. Als spätester Termin gilt der Februar 2014.
Die Linie zum Flughafen ist Teil eines zukünftigen Straßenbahnnetzes der Stadt Palma, welches die Stadt Palma nach Osten mit El Arenal und einem Abzweig zum Flughafen und nach Westen mit dem Ferienort Santa Ponsa verbinden wird. Palma selbst wird zum einen über den Paseo Maritim und auf einem zweiten Weg über den Inneren Ring vorbei am Plaza de España durchquert. Am Plaza de España ist der Übergang zu den Bahnen von Soller und der SFM gegeben.
Damit ist der Plan einer direkten Metrolinie vom Tiefbahnhof am Plaza der España zum Flughafen von Palma endgültig zu den Akten gelegt. Diese nur rund 7,4 km lange Strecke hätte mehr als 345 M € gekostet und würde auf Grund der Streckenführung auch nicht die erwarteten Fahrgastzahlen von mehr als 10 Millionen erreichen (Helge Deutgen, Quellen versch. spanische Zeitungen, 08.01.10).

RechteckVollautomatisierte U-Bahn in Barcelona nimmt Linienbetrieb auf
Mit der Linie 9 ist in Barcelona die erste vollständig automatisierte U-Bahn-Linie Spaniens in den Linienbetrieb gegangen. Der Verkehr wird zunächst auf einem Abschnitt von vier Kilometern mit fünf Stationen aufgenommen. Das System wurde von Siemens Mobility und Dimetronics (Invensys-Gruppe) gemeinsam im Auftrag der Behörde für Infrastruktur in Cataluña – kurz GISA –, des Eigentümers der Bahn-Infrastruktur IFERCAT und der Betreibergesellschaft TMB errichtet.
Die Linie 9 hat eine Gesamtlänge von 49 Kilometern mit 50 Stationen und wird die größte einzelne Nahverkehrslinie Europas. Die neue Strecke soll das zentrale Rückgrat des gesamten Nahverkehrsnetzes Barcelonas werden, das bisher aus fünf Linien, sechs Zug-Bahnhöfen sowie dem Bahnhof am Flughafen der Stadt besteht.
Siemens als Konsortialführer der U-Bahn-Automatisierung installierte das Zugbeeinflussungssystem Trainguard MT CBTC (Computer Based Train Control) für den fahrerlosen Betrieb. Der Lieferumfang umfasst sowohl die Strecken- als auch die Fahrzeugausrüstung, die den Zug vollautomatisch und somit sicher ohne Zugbegleitung steuert. Für die automatische Zugüberwachung kommt Vicos CBTC zum Einsatz, für die Gleisfreimeldung die bewährte Siemens-Lösung FTGS-Gleisstromkreise. Das Relaisstellwerk vom Typ Westrace wurde von Dimetronics geliefert. Die Betriebsleitzentrale einschließlich des SCADA- und Kommunikationssystems kommt von dem Siemens-Partner EMTE sistemas.
Der Linienbetrieb in Barcelona stärkt die Position von Siemens als führenden Lieferanten für ATC (Automatic-Train-Control)-Lösungen im Personennahverkehr. Trainguard MT CBTC ist bereits in Paris bei der vollautomatisierten Linie 14, in New York bei der L-Linie sowie im chinesischen Guangzhou und in Peking in Betrieb. Darüber hinaus wird das Zugbeeinflussungssystem bei den derzeit laufenden Projekten in Algier, Budapest, Helsinki und São Paulo sowie bei Modernisierungslösungen von drei Linien in Paris zum Einsatz kommen (Pressemeldung Siemens, 15.12.09).

RechteckWeitere 1,56 Milliarden Euro für das Hochgeschwindigkeitsnetz
Am 11. Dezember hat das spanische Kabinett die bisher größte Summe für den weiteren Ausbau des Hochgeschwindigkeitsschienenverkehrs durch das Ministerio de Fomento freigegeben. Die mehr als 1,5 Milliarden Euro sind für folgende Vorhaben gedacht:
677 M€ für die Tunnelstrecke Barcelona Sants - Sagrera und den neuen AVE Bahnhof Sagrera
340 M€ an die LAV Levante. u. a. Baufreigabe der ersten Strecken zwischen Valencia und Castellón und Fertigstellung begonnener Vorhaben
40 M€ an die LAV Corredor Noroeste für aquatechnische Massnahmen im Bereich Leon - Asturias
281 M€ an die LAV Madrid - Galicia für weitere Baulose zwischen Lubian (Zamora) und Orense
85 M€ an die LAV Antequera (Bobadilla) - Granada für Bauarbeiten im Bereich von Antequera und Einbindung der Strecke in die LAV Cordoba - Malaga
127 M€ an die LAV Madrid - Extremadura - Portugal für weitere Teilstrecken und
28 M€ für Erhaltungsmassnahmen an bestehenden LAV Strecken (Helge Deutgen, Quelle MFOM).

RechteckCAF liefert Triebwagen für Metro Medellin
Am 2. Dezember 2009 haben der spanische Hersteller für Schienenverkehrstechnik CAF und die Stadt Medellin (Kolumbien) einen Vertrag zur Lieferung von 12 elektrischen Triebwageneinheiten für die Metro Medellin unterzeichnet.
Die zukünftigen Fahrzeuge werden dreiteilig ausgeführt; davon sind die Endwagen jeweils für 1500 V= motorisiert. Eine Einheit hat eine Länge von 69 m und kann bis zu 1.145 Fahrgäste aufnehmen. Damit ergänzt die Metro ihren bisherigen Bestand von 42 Triebzügen, die sie auf den Metrolinien A und B einsetzt (Helge Deutgen, 11.12.09).

RechteckMinisterium vergibt den Bau zweier Teilstrecken der LAV Valladolid - Burgos
Grafik ADIF
Das spanische Verkehrsministerium hat für 116 M€ den Bau zweier weiterer Teilstrecken der LAV Valladolid - Burgos vergeben. Mit diesen Vergaben befinden sich sämtliche Teilabschnitte im Bauzustand. Die Bauarbeiten schließen drei Brückenbauwerke und einen Tunnel mit einer Länge von 870 m ein. Die beiden Teilstrecken (Villazopeque - Estepar und Estepar - Variante de Burgos) sind zusammen 23 km lang.
Die Trassenbauarbeiten der 11.5 km langen Strecke Villazopeque - Estépar wurden für 35,808 M€ an an eine Bietergemeinschaft aus den Firmen Extraco Construcciones e Proxectos und Joca Ingeniería y Construcciones vergeben. Die Strecke erhält ein Brückenbauwerk über den Rio Hormazuela mit einer Länge von 380 m und eine weitere Brücke über eine Landesstrasse mit 28 m Länge. Die Fertigstellung soll innerhalb der nächsten 18 Monate erfolgen.
Die Trassenbauarbeiten der ebenfalls 11,5 km langen Teilstrecke Estépar - Variante Ferroviaria de Burgos wird die Gemeinschaft aus Altec Infraestructuras und Torrescámara Cía de Obras durchführen. Dieser Streckenabschnitt erhält einen 870 m langen zweigleisigen Tunnel und ein Brückenbauwerk von rund 200 m Länge. Die Kosten werden mit 80,334 M€ veranschlagt. Die Bauzeit soll 28 Monate betragen.
Die Strecke Valladolid - Burgos ist Teil der zukünftigen Hochgeschwindigkeitsverbindung Madrid - Frankreich (über Irun/Hendaya). Die Teilstrecke schliesst in Valladolid an die LAV Madrid-Valladolid an und führt von Burgos weiter nach Vitora/Gasteiz, wo sie an die ebenfalls im Bau befindliche LAV Y-Vasca anschließt. Die Neubaustrecke wird wie alle Neubauvorhaben zweigleisig in der Regelspurweite 1435 mm ausgeführt und mit 25 kV / 50 Hz elektrifiziert. Diese Strecke ist für den gemischten Verkehr vorgesehen (Helge Deutgen, Quelle MFOM
, ADIF, 02.12.09).

RechteckTalgo liefert zwei Hochgeschwindigkeitszüge an die usbekische Eisenbahn
Foto Estacion del NorteFoto Estacion del Norte
Die Bilder zeigen je einen Talgo 250 in Valencia und in Alicante.
Der spanische Hersteller von Schienenverkehrstechnik Patentes Talgo und die usbekische Eisenbahn haben in Taschkent einen Vertrag zur Lieferung von zwei Hochgeschwindigkeitszügen unterzeichnet. Die Fahrzeuge werden technisch und im Aussehen denen des Talgo 250 entsprechen.
Von diesem Typ laufen bereits 45 Einheiten mit Spurweitenveränderung als S 130 auf dem spanischen Netz. Der Auftragswert beläuft sich auf etwas mehr als 40 Millionen Euro und beinhaltet auch Unterstützung bei der Wartung der Fahrzeuge.
Der erste der beiden Züge soll im August 2011 an den Besteller abgeliefert werden. Die usbekische Eisenbahn bekundet schon jetzt ein Interesse an weiteren Einheiten, macht dieses aber vom Erfolg der beiden ersten Einheiten abhängig
(Helge Deutgen, Quelle MFOM, 01.12.09).

RechteckFEVE wird weitere Triebwagen nach Costa Rica verkaufen
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Triebwagen 2405/5455/2455 in El Berrón. Die ersten 14 Einheiten hatten anfangs einen Mittelwagen (März 1996). Triebwagen 2413/2463 ebenfalls in El Berrón (September 2003)
Untere Zeile: Triebwagen 2423/2460 bei Cartagena (März 1999). Triebwagen 2406/2456 nur noch zweiteilig in Fuso de la Reina (Asturien) (April 1995). Fotos Helge Deutgen.

Der Präsident der Ferrocarriles Españoles de Vía Estrecha (FEVE) Ángel Villalba Álvarez und sein Amtskollege vom Instituto de Ferrocarriles Costarricense (INCOFER) Miguel Carabaguíaz haben haben den Verkauf weiterer vier Triebwagen der Serie FEVE 2400 nach Costa Rica vereinbart.
Die Triebwagen werden innerhalb der nächsten drei Monate über einen nordspanischen Hafen nach Costa Rica verschifft. Damit erhält die INCOFER nach der Lieferung von zwei Fahrzeugen im Jahr 1993 und fünf weiteren im Frühjahr 2009 erneut vier Fahrzeuge dieser auch als "Apolo" bekannten Triebwagenserie.
Die Fahrzeuge werden für den Einsatz in Costa Rica auf die Spurweite von 1067 mm gebracht. Die FEVE wird der INCOFER sämtliche für den Betrieb und die Wartung notwendigen Unterlagen zukommen lassen. Die für Betrieb und Wartung zuständigen Personale der INCOFER werden durch Mitarbeiter der FEVE eingewiesen.
Die FEVE erhielt in den Jahren 1983 bis 1986 29 Triebwagen dieser Baureihe von den Firmen MTM und Macosa. Die Fahrzeuge befinden sich trotz ihres Alters von rund 25 Jahren in einem technisch ordentlichen Zustand. Sie wurden im Rahmen einer um die Jahrtausendwende erfolgten Grunderneuerung auch mit neuen Motoren versehen.
Dennoch wird sich die FEVE mittelfristig von dieser Baureihe trennen. Sie werden durch 23 zweiteilige Triebwagen der Reihe 2700 ersetzt. Die ersten dieser von CAF/Sunsundegui gebauten Einheiten werden zur Zeit in der Region Asturien erprobt (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, 30.11.09).

RechteckVereinbarung über ein Verkehrsnetz der Region Murcia und der Stadt Cartagena
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Ehemalige MAN-Triebwagen und neue Fahrzeuge der Reihe 2600.
Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung haben sich der Präsident der FEVE, Ángel Villalba, der Präsident der Region Murcia, Ramón Luis Valcárce,l und die Bürgermeisterin von Cartagena, Frau Pilar Barreiro, am 23. November auf einen zukünftigen elektrisch betriebenen Nahverkehr im Raum Cartagena festgelegt. Unter Einbindung der 18 km langen FEVE-Strecke Cartagena - Los Nietos sollen ein urbanes Straßenbahnnetz in Cartagena und ein Abzweig von La Union zum Badeort Balsica de Mar Menor entstehen.
Die FEVE wird im Vorgriff ihre Strecke elektrifizieren und für den Betrieb vier geeignete Fahrzeuge beschaffen. Die vorgesehen Kosten der FEVE werden mit mehr als 20 Millionen Euro beziffert. Eine Ausschreibung der Fahrzeuge und der Arbeiten zur Elektrifizierung soll noch in diesem Jahr erfolgen. Die Umstellung des Betriebes auf der FEVE Strecke könnte dann noch im Jahr 2010 erfolgen.
Die nicht mehr benötigten Dieseltriebwagen werden wohl an das Stammnetz der FEVE in Nordspanien zurückgegeben (Helge Deutgen, Pressemeldung Feve, 27.11.09).

RechteckAlbacete erhält eine Umspuranlage
Rechtzeitig zur Eröffnung der für Ende 2010 vorgesehenen Eröffnung der neuen Hochgeschwindigkeits-strecke von Madrid nach Valencia und Albacete wird in Albacete eine Umspuranlage entstehen. Das Ministerium hat die Vergabe der Bauarbeiten an die Firma Vias y Construcciones für einen Auftragswert von 6,8 Millionen Euro veranlasst. In 10 Monaten soll die Anlage zur Spurweitenveränderung nach den Systemen CAF und Talgo fertiggestellt sein.
In dieser Anlage werden nach der Inbetriebnahme der Neubaustrecke die weiterführenden Züge in Richtung Alicante und Murcia, soweit sie die Neubaustrecke bis Albacete benutzt haben, umgespurt. Damit wird für Fernzüge der Weg über Alcazar de San Juan entfallen.
Die Fahrtzeiten zwischen Madrid und der Levante verkürzen sich erheblich. Die bisherige Breitspurstrecke kann nach dem Wegfall vieler Fernzüge zwischen Madrid und Valencia auch mehr Güterverkehr aufnehmen (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 24.11.09).

RechteckCuenca erhält einen zusätzlichen AVE Bahnhof
Foto Estacion del NorteFoto Estacion del Norte
Foto Estacion del NorteFoto Estacion del Norte
Der derzeitige Bahnhof NORTE könnte seine zentrale Bedeutung verlieren, bliebe aber ein Baudenkmal. Fotos Estacion del Norte.
Bis zur geplanten Inbetriebnahmen der Neubaustrecke von Madrid nach Valencia und Albacete soll außerhalb der Provinzhauptstadt Cuenca eine neuer AVE Bahnhof entstehen. Die dafür vorgesehenen Kosten werden mit knapp 20 Millionen Euro veranschlagt.
Der zukünftige Bahnhof wird eine Fläche von 3.625 m² beanspruchen. Es wird ein Licht durchfluteter Bau mit einer Höhe von 10 Metern und einer Länge von 100 Metern werden. Die vorgesehen beiden seitlichen Bahnsteige werden 10 Meter breit und 400 lang ausfallen. Neben Parkmöglichkeiten für 250 Fahrzeuge sind auch Bussteige für die Verbindung zur Stadt vorgesehen. Die Fertigstellung soll rechtzeitig zur Streckeneröffnung erfolgen.
Die Stadt Valencia erhält vorerst einen provisorischen Endbahnhof neben der Estacion del Norte. Dieser ist bereits im Bau. Für die Zukunft ist eine neuer unterirdischen Bahnhof im Zentrum geplant. Dieser ist jedoch stark von der weiteren Zukunft der Mittelmeerstrecke Barcelona - Valencia abhängig
(Helge Deutgen, Quelle MFOM, 24.11.09).

RechteckRenfe tauscht rollendes Material auf dem Corredor Mediteraneo
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Die Renfe hat auf dem Streckenabschnitt Alicante/Valencia - Barcelona sämtliche Triebzüge der Reihe 101 (Alstom) durch die neue Reihe 130 (Bombardier/Talgo) ausgetauscht. Die Reihe 101 war die Breitspurausführung des 1992 in Betrieb genommenen AVE-Hochgeschwindigkeitszuges der Reihe 100 (ebenfalls Alstom). Der Triebzug 100 verkehrt auch heute noch nach einer in den letzten beiden Jahren erfolgten Erneuerung der Serie vorwiegend auf der Strecke Madrid - Sevilla.
Vor zwei Jahren hat die Renfe entschieden auch die sechs vorhandenen Einheiten der Serie 101 einer Grundüberholung zu unterziehen und sie zukünftig mit Drehgestellen in Regelspurweite auszurüsten. Sie sind danach für Einsätze auf den AVE-Netz in der Spurweite 1435 mm vorgesehen. Als Ersatzfahrzeug wird nunmehr die Reihe 130 (Patito) auf dem Corredor Mediterraneo eingesetzt. Dieses Fahrzeug ist ein Triebzug der Hersteller Bombardier (Triebköpfe) und Talgo (Zwischenwagen). Der Triebzug kann nach dem System Talgo umgespurt werden und somit auf beiden spanischen Netzen verkehren.
Der Patito hat nun die Reihe S 101 ersetzt. Von den 45 bestellten Einheiten dieses Typs, die bis 2010 alle in Betrieb sein sollen, werden 18 für den Dienst auf dem Corredor Mediteraneo vorgehalten (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, 20.11.09).

RechteckSpanien: Fast jeder vierte Fahrgast der Tram Alicante ist ein Tourist
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Die Tram Alicante als Betriebsteil der FGV (Ferrocarrils de la Generalitat Valenciana) lebt im besonderen von den Touristen. Nahezu 36,6 Prozent der im Jahr 2008 gezählten Fahrgäste waren Urlauber der Provinz Alicante. Jeder vierte der fast vier Millionen Benutzer des Angebots war dabei ein ausländischer Tourist.
Die Tram Alicante hat in den letzten Jahren erhebliche Aufwendungen für das Netz und das rollende Material vorgenommen. Die FGV hat so ihre Fahrgastzahlen in den letzten Jahren ständig um zweistellige Prozentpunkte erhöhen können. Das bescherte dem regionalen Anbieter besonders im Raum Alicante erhebliche Fahrgastzuwächse. Durch die abgeschlossenen Elektrifizierung bis Benidorm konnten Fahrtzeiten und Zugfolgen erheblich erhöht werden.
Zwischen Alicante und Benidorm setzt die FGV zur Zeit neun TramTren Einheiten der Serie 4100 von Vossloh ein. Der reine Straßenbahnverkehr im Raum Alicante wird mit bis zu 11 Einheiten der Serie 4200 von Bombardier durchgeführt. Auf dem nicht elektrifizierten Streckenteil zwischen Benidorm und Alicante sind sechs zweiteilige umgebaute Dieseltriebwagen der Serie 2500 (ex MAN) im Einsatz (Helge Deutgen, Quelle FGV, 16.11.09).

RechteckFGC kauft 24 neue Triebwageneinheiten bei Alstom/CAF
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen Triebwagen der Reihe 112 bei Las Arenas, 111 in der Station Plaza de Catalunya, 112 im Bahnof Las Arenas und 111 im Stadtgebiet Barcelona. Fotos Helge Deutgen.
Am 04.11.2009 hat der Aufsichtrat der FGC (Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya) die Beschaffung von 24 neuen Triebwageneinheiten im Wert von 155 Millionen Euro beschlossen. Der Auftrag zur Lieferung der Einheiten ging an die Herstellergemeinschaft Alstom/CAF.
Ausgerichtet auf einen Massenverkehr werden die Einheiten vierteilig ausgeführt, eine Länge von 80 m haben und je Seite über 12 Doppeltüren verfügen. Ihnen ist die Baureihe 113 zugedacht. Im Aussehen werden sie der im Einsatz befindlichen Reihe 112 ähneln. Sie werden ab dem Jahr 2013 im Nahverkehr auf dem in 1500 Volt Gleichstrom elektrifizierten Netz Barcelona - Valles eingesetzt.
Diese Vorortbahn der FGC in der Spurweite 1435 mm verbindet den unterirdischen gelegenen Bahnhof mit den Zielen Avenida de Tibidabo, Reina Elisienda und die Vorstädte Terrassa und Sabadell. Strecken-verlängerungen in Terrassa und Sabadell sowie ein allgemein gestiegenes Verkehrsaufkommen machten diese Beschaffung erforderlich.
Zur Zeit verfügt die FGC für dieses Netz über 20 dreiteilige Einheiten der Baureihe 111 und 22 Einheiten der Baureihe 112. In einer zweiten Beschaffungsperiode werden ab 2015 weitere 20 Einheiten der Reihe 113 bestellt werden, da die inzwischen 26 Jahre alte Baureihe 111 demnächst abgängig sein wird. Für die Aufrechterhaltung eines Taktbetriebes benötigt die FGC zur Zeit mindestens 37 Einheiten (Helge Deutgen, Quelle Pressemeldung FGC, 09.11.09).

RechteckFerrocarril de Soller a Palma stellt für 8 Wochen den Betrieb ein
Wegen dringender Renovierungsarbeiten am Schienennetz wird die die FS (Ferrocarril de Soller a Palma) zwischen dem 8 Dezember 2009 und dem 1. Februar 2010 den Betrieb einstellen. Die Strassenbahn von Soller nach Puerto Soller wird aus den gleichen Gründen zwischen dem 13. und 20. Dezember 2009 nicht fahren.
Die Firma gibt an, sich bewusst diese Zeit ausgesucht zu haben. Naturgemäss beginnt die Saison erst wieder mit der Mandelblüte zu Anfang Februar (Helge Deutgen, Quelle Netzseite der Bahngesellschaft, 07.11.09).

RechteckJosé Blanco stellt Planungen zur Schienenverbindung Mittelmeer-Cantabrien vor
Grafik Ministerio de Fomento Der spanische Minister für Infrastruktur José Blanco stellte am 4. November 2009 in der spanischen Stadt Zaragoza eine Studie zur geplanten Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen dem Mittelmeerraum und Cantabrien vor.
Der vorgesehene und im strategischen Plan PEIT 2005-2020 enthaltene Streckenausbau soll in einigen Jahren den Raum Valencia über Teruel, Zaragoza, den Bereich Logroño und Pamplona mit den Küstenstädten San Sebastian, Bilbao und Santander verbinden.
Die zukünftige durchgängige zweigleisige Strecke wird die Spurweite 1435 mm erhalten und mit 25 kV/50 Hz elektrifiziert werden.
Neben der Verringerung von Fahrtzeiten im Personenverkehr ist vor allem an den Güterverkehr gedacht. Die Strecke wird als wichtige Verbindung der Küsten- und Hafenstädte zum Großraum Zaragoza angesehen. In Zaragoza kann die neue Verbindung Anschluss an die ebenfalls vorgesehene Wiederherstellung der Verbindung zu Frankreich über Canfranc finden.
Die Strecken werden die jetzt schon durchgeführten Ausbaumaßnahmen zwischen Teruel und Zaragoza sowie die eingeleiteten Maßnahmen im Raum Zaragoza-Castejon und auch Teile der zukünftigen Y-Vasca einschließen.
Noch nicht entschieden ist über eine Verbindung Bilbao - Santander. Hier ist eine Teilübernahme der Trasse der Schmalspurgesellschaft FEVE im Gespräch (Helge Deutgen, Quelle Ministerio de Fomento, 06.11.09).

RechteckWeitere fünf Milliarden Euro für den Ausbau des LAV-Netzes
Foto Ministerio de FomentoFoto Ministerio de Fomento
Der spanische Minister für strukturelle Entwicklung, José Blanco, der Präsident der europäischen Investitionsbank, Philippe Maystadt und der Präsident der ADIF (spanischer Netzbetreiber), Antonio Gonzáles Marin, haben am 26.10.2009 mit ihren Unterschriften den Weg weiterer Kredite durch die Europäische Investitionsbank (BEI) in Höhe von fünf Milliarden Euro für den Bau spanischer Hochgeschwindigkeitsstrecken freigemacht.
Die bereitgestellten Mittel dienen im Zeitraum von 2010 bis 2015 dem Weiterbau folgender Strecken:
• LAV Madrid - Badajoz - (Lissabon)
• LAV Madrid - Alicante - Murcia (Fortführung der LAV Madrid - Cuenca Albacete/Valencia, die Ende 2010 in Betrieb gehen wird)
• LAV Valladolid - Burgos - Vitoria als Fortführung der bestehenden LAV Madrid - Valladolid
• LAV Tunnel Madrid Chamartin - Madrid Atocha, der die Netze Barcelona/Madrid/Sevilla und Malaga mit der LAV Madrid - Valladolid und den zukünftigen Strecken in den Norden Spaniens verbinden soll.
Die jüngst getroffene Finanzierungsvereinbarung ist die dritte dieser Art nach 2002 und 2006 über je 10 Milliarden Euro (Helge Deutgen, Quelle Ministerio de Fomento, 04.11.09).

RechteckLastprobefahrten auf der Neubaustrecke Cuenca - Motilla del Palancar - Valencia
Foto Ministerio de Fomento
Das Bild zeigt den Lückenschluß des Viaduktes über den Stausee von Contreras. Der Abdruck des Bildes erfolgt mit freundlicher Genehmigung des spansichen Ministerio de Fomento.
Im Auftrag des spanischen Ministerio de Fomento finden auf dem knapp 240 km langen Abschnitt Cuenca-Motilla del Palancar-Valencia Lastproben mit Zügen statt. Mit diesen Maßnahmen wird dieser Abschnitt der zukünftigen LAV Madrid-Valencia/Albacete sicherheitstechnisch überprüft. Dabei geht es neben der Strecke auch um 76 Viadukte mit einer Gesamtlänge von 16,6 km und 16 Unterführungen.
Die längsten Viadukte befinden sich im Bereich des Stausees von Contreras. Es sind der von Cuesta Negra mit 220 m, Stausee von Contreras mit 587 m und der von Istmo mit 830 m. Ein weiterer langer Viadukt ist der von Turia mit 572 m Länge.
Die Eröffnung der zukünftigen LAV Madrid-Valencia/Albacete ist für Ende 2010 vorgesehen (Helge Deutgen, 28.10.09).

RechteckAusbau der Bahnstrecke zwischen Bobadilla und Algeciras
Graffik LOK Report Europa Reiseführer
In den nächsten Jahren wird der spanische Staat rund 800 Millionen Euro in den Ausbau der Strecke Bobadilla (Antequera Santa Ana) - Algeciras stecken. Der Hafen von Algeciras als wichtiges Verbindungsglied zum afrikanischen Kontinent sowie Industriefirmen in diesem Bereich sind auf gute Bahnverbindungen in Richtung Madrid und Valencia angewiesen.
Der Personenfernverkehr nach Algeciras benötigt ebenfalls neue Impulse, denn die Fahrt von Madrid nach Algeciras soll zukünftig um etwa 2 Stunden kürzer ausfallen und dann nur noch 3 Stunden und 40 Minuten dauern.
Als erstes wird der Streckenteil zwischen Ronda und San Pablo ausgebaut. Hierfür sind 400 Millionen Euro eingeplant. Während der Bauarbeiten wird die Strecke ab dem 26. Oktober 2009 für etwa fünf Monate voll gesperrt. Der Personenverkehr wird nach Angaben der Renfe Operadora zwischen Algeciras und Antequera Santa Ana durch Busersatzverkehr bedient. Der wichtige Containerverkehr aus dem Hafen Algeciras wird per LKW zwischen Algeciras und Sevilla abgewickelt und geht dort erst auf die Bahn (Helge Deutgen, Quellen Renfe und Adif, 27.10.09).

RechteckProjekt für ein Metro-Netz der Stadt San Sebastian wurde angestossen
Für einen Auftragswert von 2,2 Millionen Euro vergab das Departement für Verkehr der autonomen Region Baskenland über die dortige Netzgesellschaft Euskal Trenbide Sarea einen Auftrag für die Studie zu einem zukünftigen Metronetz der Stadt San Sebastian (Donostia) an ein Planungsbüro.
Der Planungsauftrag beinhaltet vorerst zwei neue Linien unter Einbindung bereits vorhandener Trassen der Euskotren. Die möglichen Baukosten werden mit etwa 700 Millionen Euro angegeben.
Zur Verbesserung des Schienennahverkehrs der Euskotren im Bereich der Stadt San Sebastian laufen bereits verschiedene Bauarbeiten, wie der zweigleisiger Ausbau vorhandener Strecken und der Bau neuer Stationen (Helge Deutgen, 17.10.09).

RechteckStadt Elda plant zweiten O-Bus Betrieb in Spanien
Nach dem im Jahr 2007 eröffneten O-Bus Betrieb von Castellón de la Plana, könnte es ab 2011 einen zweiten Betrieb in der Stadt Elda (Provinz Alicante) geben. Nach den Vorstellungen der Bürgermeisterin der Stadt Frau Adela Pedrosa ist geplant, ein System für die Stadt Elda (56.000 Einw.) zu bauen.
Eine Projektstudie ist bereits vorhanden und liegt öffentlich aus. Die Anbindung der Nachbarstädte Petrer (32.000 Einw.) und Novelda (25.000 Einw.) ist ebenfalls vorgesehen.
Sollte das Projekt Wirklichkeit werden, so müßten dafür mehr als 23 Millionen Euro aufgewendet werden
(Helge Deutgen, 15.10.09).

RechteckZaragoza beginnt mit dem Bau einer Straßenbahn
Grafik Tranvia deZaragoza
Bis zum Jahr 2013 wird in Zaragoza eine 12,8 km lange Straßenbahnstrecke neu entstehen. Dann werden knapp 37 Jahre ohne Straßenbahn enden. Zaragoza hatte als letzte spanische Großstadt im Januar 1976 den regulären Straßenbahnbetrieb eingestellt.
Im Rahmen der Wiedergeburt der Straßenbahnen rührten sich auch in Zaragoza Begehrlichkeiten für ein neues modernes Straßenbahnnetz. Erste Planungsansätze für ein neues Netz gab es ab dem Jahr 2004.
Nach fast 5 Jahren intensiver Planungen wurden im Juni 2009 die Verträge mit den Baufirmen geschlossen.
In der zweiten Septemberhälfte wurde mit den ersten Bauarbeiten begonnen. Bereits 2011 soll ein erstes Teilstück eröffnet werden. Daran schließt sich die Erstellung des zweiten Teilstücks an, das dann im Jahr 2013 fertiggestellt sein soll.
Die Fahrzeuge für die Straßenbahn wird der Hersteller CAF liefern
(Helge Deutgen, 08.10.09).

RechteckStartschuß für den Wiederaufbau der Strecke Manacor - Inca
Mit der Aufnahme der Bauarbeiten auf gleich drei Teilstrecken wird mit dem Wiederaufbau der ehemalige Strecke Manacor - Arta begonnen. Dieser Abschnitt, damals noch in der Spurweite 914 mm, wurde am 20.06.1977 stillgelegt, aber nicht vollständig abgebaut. Es sind noch weite Teile der Trassen und einige der ehemaligen Bahnhofsbereiche vorhanden.
Die voraussichtlichen Kosten für die drei Bauabschnitte teilen sich wie folgt auf. Der Abschnitt von Manacor nach Son Carrió wird mit 33 M€, der von Son Carrió nach Son Servera mit 30,5 M€ und der von Son Servera nach Artá mit 38 M€ veranschlagt.
Insgesamt werden 35 km Strecke in der neuen Spurweite 1000 mm wiederhersgestellt. Die Fertigstellung samt Elektrifizierung soll bis 2011 erfolgen. Sechs Fahrzeuge der Tram-Tren Serie von Vossloh wurden bereits im Juni 2009 bestellt (Helge Deutgen, 07.10.09).

RechteckZweigleisiger Ausbau der Strecke Inca - Empalme ist abgeschlossen
Nach etwa einem Jahr Bauzeit wurde der zweigleisige Ausbau der Strecke Inca - Empalme, dort teilt sich die Strecke der SMF in die weiterführenden Strecken nach Sa Pobla und Manacor, abgeschlossen. Die Kosten für diese Maßnahmen betrugen rund 13,7 Millionen Euro.
Damit sind nunmehr weitere etwa 5 km der Inselbahn zweigleisig. Der Ausbau ist Teil der geplanten Verlängerung der Strecke über Sa Pobla hinaus bis Alcudia (Helge Deutgen, 07.10.09).

RechteckStrecke Vigo - A Coruña wird elektrifiziert
Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009
Das spanische Ministerio de Fomento hat für weitere 70 Millionen Euro Aufträge zur Elektrifizierung der Strecke Vigo - A Coruña (Atlantische Achse) vergeben. Die Bauarbeiten sollen in 30 Monaten abgeschlossen sein. Sie umfassen die Elektrifizierung der 155,2 km langen Strecke zwischen beiden Städten und die Errichtung von Einspeisestationen.
Die zukünftige Stromversorgung wird 25 kV / 50 Hz betragen und damit bereits den späteren Wechsel auf die Regelspur und die Einbindung dieser Strecke in das zukünftige spanische AVE Netz berücksichtigen. Die bisher eingleisige Strecke Vigo - A Coruña wird zur Zeit als zweigleisige Hochgeschwindigkeits-strecke ausgebaut.
Die zusätzlichen Trassenbauarbeiten befinden sich in der Endphase. Teile der Strecke sind bereits in Betrieb. Mit der Gesamtinbetriebnahme der umgebauten Strecke ist für Ende 2012 zu rechnen (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 01.09.09).

RechteckFEVE nimmt neues Kontrollzentrum und neuen Triebwagen in Betrieb
Foto MFOM
Minister Jose Blanco inmitten der repräsentanten der FEVE. Foto MFOM.

Im Beisein des Ministers für Bau und Verkehr (Ministerio de Fomento) Herrn Jose Blanco und des Generaldirektors der FEVE Herrn Amador Robles wurde in El Berrón (Asturien) ein neues zentrales Kontrollzentrum für das Schmalspurnetz der FEVE in Betrieb genommen. Es gilt als das zur Zeit modernste seiner Art in Spanien. Es wird rund 200 km Strecke im asturischen Raum überwachen. Das betrifft täglich 360 Zugbewegungen, die Überwachung von 82 Stationen und rund 600 signaltechnische Einrichtungen, sowie weitere Einrichtungen.
Ferner wurde der erste neue Dieseltriebwagen der Reihe 2700 in Betrieb genommen. Insgesamt 29 dieser Fahrzeuge werden von dem spanischen Hersteller CAF an die FEVE ausgeliefert werden. Er ist nach neuesten Gesichtspunkten im Hinblick auf den Fahrgastkomfort und der Berücksichtigung von Fahrgästen mit eingeschränkter Beweglichkeit gebaut.
Das bis zu 120 km/h schnelle Fahrzeug wird zukünftige auf allen nicht elektrifizierten Strecken der FEVE eingesetzt werden. Damit verbunden ist dann eine schrittweise Ausmusterung älterer Baureihen, wie die der Reihe 2400 (Apolo und Miniapolo).
Die FEVE wird so bis Ende 2011 über einen der modernsten Fahrzeugparks auf Schmalspurnetzen verfügen (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 21.08.09).

RechteckGewitter legt AVE-Strecke lahm
Am Montag sorgte ein schweres Gewitter bei La Sagra in der Provinz Toledo für Unterspülungen der AVE Strecke Madrid - Sevilla. Die Betriebsunterbrechung ab Montag 21:15 Uhr betraf 176 Züge und 22.956 Reisende. Diese wurden im Ersatzverkehr zwischen Puertollano und La Sagra mit dem Bus befördert.
Die umgehend eingeleiteten Reparaturarbeiten an der Strecke führten am Dienstag Nachmittag zur Freigabe des ersten Gleises. Das zweite Gleis wurde nach 41 Stunden erst am Mittwoch freigegeben.
Da die Strecke in dem betroffenen Bereich vorerst nur mit 30 km/h befahren werden kann kommt es bis auf weiteres zu Verspätungen von bis zu einer Stunde (Helge Deutgen, 13.08.09).

RechteckBereits 65 Prozent der LAV Bilbao - Vitoria sind im Bau
Grafik LOK Report Reiseführer 2008/2009
Der Verlauf des baskischen "Y" zwischen Bilbao, Vitoria und San Sebastian (weiss gestrichelt). Grafik LOK Report Reiseführer 2008/2009.
65 Prozent der Strecken der zukünftigen LAV Bilbao - Vitoria sind bereits im Bau. Diese Strecke wird Teil des baskischen "Y", welches die Provinzhauptstädte Vitoria, Bilbao und San Sebastian verbinden soll.
Während sich die Strecken im Bereich San Sebastian noch im Planungszustand befinden, wird seit geraumer Zeit auf den Abschnitten Bilbao-Vitoria gebaut. Von 18 Bauabschnitten befinden sich 13 Abschnitte mit einer Länge von 53 km im Bau.
Die gesamte Länge des baskischen "Y" wird 180 km betragen. Sie wird wie alle Neubauvorhaben zweigleisig in der Spurweite 1435 mm errichtet und mit 25 kV / 50 hz elektrifizeirt. Das baskische "Y" wird auch für Güterzüge freigegeben. Bei Irun ist der Anschluss an das europäische Normalspurnetz vorgesehen (Helge Deutgen, 31.07.09).

RechteckNeuer Triebwagen der Baureihe 449 im Einsatz
Seit dem 14. Juli wird der schnelle Regionalverkehr zwischen Madrid und Jaen mit Elektrotriebwagen der Baureihe 449 abgewickelt, Sie ersetzen die bisher auf dieser Verbindung eingesetzten Fahrzeuge der Reihen 470 und 598. Es werden täglich vier Verbindungen angeboten.
Diese schnellen Regionalzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h halten auf ihren Weg an nur fünf Unterwegsbahnhöfen und ermöglichen somit eine Fahrtzeit von drei Stunden und 45 Minuten. Damit werden 20 Minuten eingespart.
Ab dem 22. Juli werden diese Fahrzeuge auch auf der Verbindung Sevilla Cadiz eingesetzt. Auch hier wird die bisherige Fahrtzeit verringert.
Für die Benutzung der Regionalzüge der Reihe 449 (Hersteller CAF) besteht Reservierungspflicht (Helge Deutgen, 29.07.09).

RechteckFGV erprobt sein erstes Fahrzeug mit fünf Modulen
Foto Helge Deutgen
Das Bild zeigt einen der neuen Triebwagen der Reihe 4300 (Vossloh) in der Station Flughafen Manises im Mai 2008. Foto Helge Deutgen.

Im September diesen Jahres wird die FGV auf ihrem Netz der Metro Valencia ein erstes fünfteiliges Metrofahrzeug der Reihe 4300 im Probebetrieb einsetzen.
Die FGV reagiert damit auf die stetig steigenden Fahrgastzahlen. Diese stiegen auf den Strecken im Bereich Valencia von 57,6 Mio. im Jahr 2004 auf 68,3 Mio. im Jahr 2008. Vorgesehen sind bei einem erfolgreichen Test die Verlängerung von Bahnsteigen und die Beschaffung von bis zu 20 zusätzlichen Mittelwagen (Helge Deutgen, 28.07.09).

RechteckStraßenbahn von Vitoria wird von den Einwohnern angenommen
Mehr als 1,4 Mio. Fahrgäste benutzten die erste Teilstrecke der neuen Straßenbahn Vitoria (Provinz Alava) in den ersten sechs Monaten ihres Bestehens. Mit mehr als 11.000 Fahrgästen an Werktagen ist sie bereits ein wichtiger Faktor im ÖPNV der Hauptstadt der Provinz geworden. An Sonnabenden zählte man im Schnitt 8.500 und sonntags 5.000 Nutzer.
Die Straßenbahn Vitoria ist ein Betrieb der Euskotran. Eingesetzt werden Fahrzeuge der Serie 500 des Herstellers CAF. Diese sind baugleich mit den in Bilbao fahrenden Wagen der Reihe 400 (Helge Deutgen, 28.07.09).

RechteckRezession trifft staatliche spanische Eisenbahnunternehmen
Die staatliche spanische Eisenbahngesellschaft RENFE OPERADORA hat in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 Rückgänge ihrer Transportleistungen hinnehmen müssen. Im Personenverkehr betrug der Rückgang 8,6 Prozent. Noch stärker war der Einbruch im Güterverkehr mit einem Rückgang von 32 Prozent. Damit steuert die Renfe auf das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte hin.
Hochrechnungen lassen für das Jahr 2009 nur noch eine Güterbeförderung von etwa 17 Mio. Tonnen erwarten. Schuld an diesem Rückgang ist neben der Wirtschaftskrise aber auch das verstärkte Aufkommen privater Anbieter wie Comsa Rail Transport, Acciona Rail Service, Continental Rail und Euro Cargo.
Etwas besser sieht es bei der staatlichen Schmalspurgesellschaft FEVE aus. Hier stiegen die Beförderungszahlen in den ersten vier Monaten um + 3,44 Prozent im Personenverkehr. Grund hierfür sind unter anderem verbesserte Angebote im Regionalen Bereich. Der Güterverkehr war mit - 4,50% nur geringfügig niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Eine Belebung des Güterverkehrs auf dem Meterspurnetz der FEVE wird mit der Aufnahme des Güterverkehrs für ein Zellstoffwerke in Nava und der geplanten Wiederanbindung der SNIACE in Barreda erfolgen (Helge Deutgen, 08.07.09).

RechteckFEVE investiert in das asturische Netz
Zwischen 2008 und 2012 wird die FEVE (Ferrocarriles de Via Estrecha) für einen voraussichtlichen Aufwand von 144,3 Millionen Euro ihr asturisches Netz verbessern. Von dieser Summe werden knapp 100 M€ in die Sicherheit und gut 41 M€ in die Verbesserung der Angebote fließen. 2,9 M€ sind für die Verbesserung der Effizienz gedacht.
Nachdem für 2008 bereits 19,1 M € verfügt wurden, werden 23,1 M € im Jahr 2009, 34,4 M € im Jahr 2010, 37,7 M € im Jahr 2011 und 29,7 M € im Jahr 2012 aufgebracht werden (Helge Deutgen, 07.07.09).

RechteckLetztes Teilstück der LAV Orense-Santiago der Compostela vergeben
Ende des Monats Juni wurden die Bauarbeiten für die etwa 3,6 km lange Einfädelung der zukünftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke Orense - Santiago de Compostela im Bahnhofsbereich der Stadt Santiago de Compostela vergeben. Die voraussichtlichen Kosten für diese Maßnahmen werden mit 39,2 M€ beziffert.
Damit sind alle Baulose der zukünftigen LAV Orense-Santiago de Compostela im Bau oder in Bauvorbereitung. Diese Strecke ist Teil der zukünftigen AVE-Verbindung Madrid - A Coruña. Sie wird eine Länge von 85,6 km haben und zeichnet sich durch 30 Tunnel und 35 Viadukte aus. Davon sind derzeit 19 Tunnel und 25 Viadukte im Bau. Die Strecke wird wie alle Neubauvorhaben Spaniens zweigleisig in der Regelspurweite und einer Elektrifizierung von 25 kV/50 Hz ausgeführt. Die voraussichtlichen Gesamtkosten des Bauvorhabens werden mit mehr als 1600 M€ beziffert.
Für die zukünftige Elektrifizierung der Strecke wurden ebenfalls Aufträge im Wert von knapp 20 M € vergeben. Diese Vorhaben umfassen im wesentlichen Arbeiten an den zukünftigen Versorgungsstationen für die spätere Stromversorgung (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 06.07.09).

RechteckFlughafen Reus erhält einen AVE Bahnhof
Nach dem Willen des spanischen Bau- und Verkehrsministeriums soll der Flughafen Reus bei Tarragona einen AVE-Bahnhof erhalten. Dieser wird an der zukünftigen Verbindung des Corredor Mediteraneo (Strecke Valencia - Barcelona) zur LAV Madrid Barcelona liegen.
Nach Angaben des Ministeriums werden dafür knapp 65 M€ eingestellt. Damit erhält die Provinz Tarragona nach dem Bahnhof Camp der Tarragona einen zweiten AVE Bahnhof. Der direkte Stadtbereich von Tarragona wird davon aber nicht profitieren, denn die Verbindung Corredor Mediteraneo - LAV Madrid Barcelona wird südwestlich an Tarragona vorbeiführen.
Der zukünftige Bahnhof wird sechs Gleise erhalten. Davon werden zwei als Durchgangsgleise und vier als Nebengleise gebaut werden. Alle Gleise erhalten einen Bahnsteig, von denen zwei die Abmaße 400 m x 10 m und zwei die Maße 226 m x 8 m erhalten. Der Bau von Umspuranlagen ist ebenfalls vorgesehen (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 06.07.09).

RechteckTalgo baut den Prototyp eines Talgo 300 für beide Spurweiten
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Vorläufermodell Talgo 250 im Mai 2008 bei Alicante. Fotos Helge Deutgen.
Talgo wird einen noch schnelleren Triebzug mit Spurweitenveränderung für beide spanischen Spurweiten (1435/1668 mm) bauen. Dieses Fahrzeug wird sich in seinen wesentlichen Merkmalen an den bereits im Einsatz befindlichen Triebzug der Reihe 130 anlehnen.
Der neue Zug wird benötigt, um etwa ab 2012 beide Netzte zu befahren. Bis dahin wird die neue Strecke Madrid - Valencia/Albacete in Betieb gehen.
Auf den Strecken Richtung Norden und Nordwesten wird es möglicherweise mehrere Spurwechsel je Zugfahrt geben, da die Neubaustrecken nicht durchgängig fertiggestellt sein werden (Helge Deutgen, 03.07.09).

RechteckCretschmar Española und Rail Cargo Austria starten Kooperation
L.W. Cretschmar Española S.A., europäischer Anbieter von logistischen Komplettlösungen, und der Kontraktlogistikbereich der Rail Cargo Austria (RCA), einem Unternehmen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), haben ihr Logistikangebot verbessert. Dieser neue Service mit einem einzigartigen Konzept bietet schnelle und kostengünstige Transportlösungen für Sammelgut zwischen Spanien und Österreich.
Die Kooperation mit Cretschmar Española bietet die Möglichkeit, Sendungen in drei verschiedene Regionen Spaniens zu transportieren - sowohl Barcelona, Madrid, als auch Irún werden direkt bedient. Dadurch gewinnen unsere Kunden wertvolle Transportzeit in und von diese/r Wirtschaftsregionen. Besonders der direkte Service nach Madrid ist hervorzuheben, da die Standardlösungen des Wettbewerbs alle via Irún oder Barcelona ausgerichtet sind.
Als Gegenleistung bietet RCA Kontraktlogistik dem neuen Partner die Benutzung des eigenen Netzwerks, das alle Destinationen innerhalb Österreichs und den Zugang in 9 osteuropäische Länder umfasst.
Die neue Partnerschaft ist für beide Parteien von großer strategischer Bedeutung. Rail Cargo Austria hat im Rahmen der europäischen Expansion für ihr europäisches Sammelgutnetz einen starken Partner in Spanien gewonnen, während Cretschmar Española als marktführendes, solides Mittelstandsunternehmen über Rail Cargo den eigenständigen Zugang zu Österreich und den interessanten umliegenden CEE Ländern bekommt. "Somit können wir nun auch mit Spanien alle europäischen Länder mit führenden Transportkonzepten unseren Kunden zur Verfügung stellen", erklärt Oliver Rüter, Direktor Europa von Cretschmar und Geschäftsführer von der Española. "Deshalb freuen wir uns, Cretschmar Española in unserem Agenturnetz begrüßen zu dürfen", fügt Burkhard Knapp, der Leiter des Bereiches Business Development bei RCA, hinzu (Pressemeldung ÖBB, 02.07.09).

RechteckZukünftige Hochgeschwindigkeitstrecke Sevilla - Huelva wird Planungsprojekt

Planung LAV Sevilla - Huelva (gestrichelt). Grafik: LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009.
Die zukünftige Hochgeschwindigkeitsverbindung (LAV) zwischen Huelva und Sevilla wird etwa 96 km lang werden. Die Strecke wird zweigleisig in der internationalen Spurweite von 1435 mm gebaut und elektrifiziert. Es sind fünf Planungsabschnitte vorgesehen:
• Teilstrecke 1: Majarabique -- Valencina de la Concepción (9,2 km)
• Teilstrecke 2: Valencina de la Concepción -- Sanlúcar la Mayor (23,5)
• Teilstrecke 3: Sanlúcar la Mayor -- La Palma del Condado (22,5 km)
• Teilstrecke 4: La Palma del Condado -- Niebla (20,5 km)
• Teilstrecke 5: Niebla -- Huelva (20,2 km)
Die Kosten für die Projektplanung werden sich auf etwa 7,4 M € belaufen (Helge Deutgen, 26.06.09).

RechteckMuseum Madrid Delicias plant betriebsfähige Aufarbeitung einer MIKADO
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Die erste von North British gebaute Maschine 141-F-2101 im Museum Villanova y la Geltru, rechts davon die 2348. Letztere wurde im Jahr 1975 als letzte Dampflok der Renfe abgestellt.
Mit Unterstützung der Sparkasse von Navarra soll die Mikado Lokomotive 141-F-2316 des Museums Madrid Delicias wieder in einen betriebsfähigen Zustand gebracht werden. Diese Lokomotive mit der Achsfolge 1D1 ist eine der zwischen 1953 und 1960 gebauten 242 Lokomotiven dieses Typs. Sie wurde von verschiedenen Herstellern gebaut.
Die ersten 25 Maschinen 141-F-2101 bis 2125 wurden von North British hergestellt, Die weiteren Maschinen 141-F-2101 bis 2417 entstanden in Spanien bei den Herstellern Macosa, Maqunista, Euskalduna und Babcock und Wilcox.
Die 141-F-2348 wurde im Jahr 1975 als letzte Dampflok der RENFE abgestellt. Sie gehört heute zum Bestand des Museums Villanova y la Geltru. Die restaurierte Lokomotive soll dann zukünftig vor Sonderzügen eingesetzt werden (Helge Deutgen, 26.06.09).

RechteckSchnellbahn auf Teneriffa nimmt Gestalt an
Ende Mai 2009 hat der Aufsichtsrat der Metropolitano von Teneriffa (MTSA) den Weg für die Planung einer zukünftigen Schnellbahnverbindung, der sogenannten METRO TENERIFE, freigegeben. Der Wert der Ausschreibung für die Planung wird mit knapp 15 M€ angegeben. Damit wird es in einigen Jahren eine Schienenverbindung zwischen den beiden Flugfhäfen der Insel geben. Darüber hinaus werden die Touristenzentren Playas de Americas und Puerto der la Cruz über die Inselhauptstadt mit der Schiene verbunden.
Die Länge der zu bauenden Strecke wird 80 km betragen und sieben Bahnhöfe/Stationen erhalten. Eine Verlängerung der Gesamtstrecke wird vorgesehen. Die zukünftige Spurweite soll 1435 mm betragen. Die höchste Betriebsgeschwindigkeit wird auf 220 km/h festgelegt. Der Anteil der Tunnelstrecken wird 29 % betragen können. Man erwartet bis zu 30.000 Fahrgäste je Tag.
Vorgesehen ist eine Zugfrequenz von 15 Minuten. Die Fahrtzeiten zwischen der Hauptstadt Santa Cruz und dem südlichen Flughafen soll höchstens 32 Minuten betragen. Das zukünftige Bauvorhaben wird in acht Baulose eingeteilt. Die Planung der Büro-, Betriebs- und Werkstattgebäude ist ebenfalls Bestandteil der Planungsausschreibung (Helge Deutgen, 22.06.09).

RechteckVossloh erhält Zuschlag über sechs TramTren für Manacor - Artá
Foto Helge DeutgenFoto Helge Deutgen
Nach einer Mitteilung der Regierung der Balearen erhielt die Firma Vossloh España mit dem Firmensitz in Albuixech bei Valencia den Zuschlag für die Lieferung von sechs dreiteiligen elektrischen Triebwagen ihrer Tram-Tren Reihe. Vossloh konnte sich damit gegen den Mitbewerber CAF durchsetzen.
Die bestellten Einheiten haben die Reihung Motorwagen-Zwischenwagen-Motorwagen. Sie sollen auf dem Netz der SFM (Serveris Ferroviaris de Mallorca) unter Bahnbedingungen bis zu 100 km/h und unter Straßenbahnbedingungen bis zu 70 km/h schnell laufen. Die Einheiten verfügen über 92 Sitzplätze und bis zu 209 Stehplätze. Die erste Einheit soll bereits in 20 Monaten an die SFM abgeliefert werden.
Die bestellten Fahrzeuge sind im Aussehen und technisch an die Baureihe 4100 der FGV (Netz Alicante) angelehnt (siehe Fotos). Der Betrieb auf der Strecke Manacor - Artá, der vor ziemlich genau 22 Jahren am 20.06.1977 eingestellt wurde, soll nach der Wiederherstellung der Strecke in der neuen Spurweite von 1000 mm bis zum Jahr 2011 wieder aufgenommen werden. Die Gesamtstrecke zwischen Palma und Artá ist auch für die durchgehende Elektrifizierung vorgesehen (Helge Deutgen, 22.06.09).

RechteckDampflok für Museumsbetrieb auf FEVE Strecken wird aufgearbeitet
Die Tenderlokomotive VA 8 des asturischen Kleinbahnmuseums in Gijón hat ihren Platz in der Halle des ehemaligen Bahnhofs der NORTE mit dem Ziel einer Aufarbeitung verlassen.
Die im Jahr 1958 durch Babcock und Wilcox gebaute Lokomotive mit der Achsfolge 1D1 lief bei der Sociedad General de Ferrocarril Vasco Asturiana unter der Nummer 8. Nach ihrer Ausmusterung gelangte sie zur Bergwerksgesellschaft Hunosa ebenfalls als Nr. 8. Nach ihrer endgültigen Abstellung wurde sie von der Hunosa dem asturischen Kleinbahnmuseum übergeben.
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Daten der Lok:
Hersteller Babcock & Wilcox
Fabr. Nr. / Bj. 727/1958
Achsfolge 1D1
Spurweite 1000 mm (Helge Deutgen, 10.06.09).

RechteckStudie zur Schienenverbindung von Las Palmas de Gran Canaria nach Arucas
Das Parlament der Insel Gran Canaria gibt 220.000 Euro für die Studie zu einer Schienenverbindung zwischen der Inselhauptstadt Las Palmas und Arucas frei.
Nach den Wünschen des Inselparlaments soll das Hafengebiet (Santa Catalina) der Hauptstadt Las Palmas mit dem Ort Arucas verbunden werden. Vorgesehen ist entweder eine Metro Ligero (Straßenbahn) oder eine Tram-Tren-Verbindung nach dem Muster Alicante - Benidorm. Die zukünftige Verbindung soll Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erlauben (Helge Deutgen, 10.06.09).

RechteckFEVE überholt Lokomotiven der Reihe 1900
Foto  Helge DeutgenFoto  Helge Deutgen
Foto  Helge DeutgenFoto  Helge Deutgen
Alstom BB44 in Mieres (Asturien). Alstom BB44 in Fuso de la Reina Asturien. Reihe 1900 vor dem Transcantabrico in Cabezón de la Sal (Cantabrien). Reihe 1900 vor einem Tren de Bobinas bei Llanes. Fotos: Helge Deutgen.
Innerhalb der nächsten acht Monate wird die FEVE in ihren Betriebswerken El Berrón (Asturien), Santander (Cantabrien) und Balmaseda (Vizcaya) ihre 17 dualen Lokomotiven der Baureihe 1900 einer technischen Aufarbeitung unterziehen. Vordringlich wird das Kühlsystem der Lokomotiven verbessert. Es sind aber auch Maßnahmen des Schallschutzes für die Personale vorgesehen. Die Arbeiten werden mit einem Volumen von 1.398.000 Euro beziffert.
Die dualen Lokomotiven 1901 bis 1910 entstanden neu unter Verwendung von Teilen der Alstom Lokomotiven des Typs BB 44 (FEVE Reihe 100 bzw. 1050). Die Lokomotiven 1911 bis 1917 sind Neubauten. Am Bau der Lokomotiven war auch die Firma Sunsundegui beteiligt. Die Baureihe 1900 kann sowohl auf den nicht eletrifizierten Strecken der FEVE als auch unter Draht fahren. Die Umschaltung von Diesel auf Strom kann allerdings nur im Stillstand erfolgen.
Der Einsatz erfolgt vor allen vor Stahlrollenzügen zwischen Aviles und der baskischen Region. Aber auch der Transcantabrico und andere Touristenzüge werden von Lokomotiven der Reihe 1900 geführt (Helge Deutgen, 02.06.09).

RechteckBaskisches Eisenbahnmuseum nimmt restaurierte Lokomotive 1158 in Betrieb
Foto Museo Vasco del Ferrocarril
Das baskische Eisenbahnmuseum Azpeitia hat die Diesellokomotive 1158 ihres Museumsbestandes wieder in den betriebsfähigen Zustand zurückversetzten lassen. Von dieser vierachsigen durch Creusot entwickelten Lokomotive wurden 1958 in Lizenz durch SECN (Sociedad Española de Construccion Naval) 20 Maschinen gebaut.
Sie gelangten im Rahmen eines Beschaffungsprogramms des Staates an verschiedene Schmalspurgesellschaften und wurden dort in den Nummernkreisen 1101 bis 1110 und 1151 bis 1160 geführt. Die Lokomotiven 1101 bis 1104 waren zeitweise auch auf Mallorca eingesetzt. Die Maschine 1158 gelangte als einzig erhaltene Lokomotive nach ihrer Abstellung Ende der 80-er Jahre durch die FEVE an das Museum Azpeitia und wurde dort in nicht betriebsfähigem Zustand gezeigt. Das Museum Azpeitia wird diese Maschine nun im Rahmen ihrer Museumsfahrten zwischen Azpeitia und Lassao einsetzen.
Die Kosten der betriebsfähigen Aufarbeitung in Höhe von 150.000 € wurden durch die Firma Ingeteam übernommen. Ingeteam ist auch am Bau der 12 neuen Güterzuglokomotiven der EuskoKargo (Baureihe TD 2000) beteiligt. Von diesen Maschinen sind bisher zwei Ausführungen an den Besteller abgeliefert worden und befinden sich in der Phase der Erprobung auf dem Netz der baskischen Eisenbahnen (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, Foto Museo Vasco del Ferrocarril, 01.06.09).

RechteckNahverkehrszone Madrid erhält bis 2015 weitere 5 Milliarden Euro
Der spanische Staat wird in den nächsten sechs Jahren rund 5 Milliarden Euro für den weiteren Ausbau der Nahverkehrszone Madrid (Netz der ADIF) ausgeben. Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:
• neue Achse vom Osten über das Zentrum von Madrid nach Südwesten für geschätzte Kosten von 1.300 Millionen €
• Neubaustrecke von Madrid Chamartin zum neuen Terminal T4 des Flughafens Madrid Barajas mit drei neuen Stationen. So soll der Flughafen zukünftig innerhalb von 10 Minuten aus dem Stadtzentrum zu erreichen sein.
• Verlängerungen der bestehenden Linien in die nördlichen neuen Trabantenstädte
• neue Anbindungen der Zentren der Vorstädte Majadahonda und Las Rozas
Bis 2015 werden 115 km Neubaustrecken und 66 km durch die Verlängerung bestehender Strecken neu entstehen. Darüber hinaus werden 25 neue Stationen gebaut und 55 bestehende Stationen umfassen modernisiert (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 25.05.09).

RechteckGeplante Linie Nord soll Santa Cruz mit Los Realejos verbinden
Nach Angaben der Regierung der Kanareninsel Teneriffa ist geplant, bis 2020 eine durchgehende Schienenverbindung zwischen der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife und dem Ort Los Realejos im Tal von Orotava über Puerto de la Cruz herzustellen.
Die vorgesehenen 38 km Strecke werden sieben Stationen erhalten. Neben dem Ausgangspunkt Santa Cruz (Intercambiador) sollen weitere Stationen in La Laguna, Flughafen Nord, Tacoronte, La Victoria, Puerto de la Cruz und Los Realejos entstehen. Die Kosten für das Projekt werden mit 900 bis 1000 M€ vorausgesagt (Helge Deutgen, Quelle Europa Press, 23.05.09).

RechteckTeófilo Serrano wird neuer Generaldirektor der RENFE
Der Bauingenieur Teófilo Serrano (Jahrgang 1950) wurde von spanischen Ministerrat in Folge der Regierungsumbildung zum neuen Generaldirektor der staatlichen spanischen Eisenbahngesellschaft RENFE OPERADORA ernannt.
Teófilo Serrano war zuvor der Eisenbahnbeauftragte der Regionalregierung von Andalusien. Er löst den bisherigen Generaldirektor Jose Salgueiro ab (Helge Deutgen, 19.05.09).

RechteckAbsichtserklärung zur Fahrzeugzulassung zwischen Frankreich und Spanien
Foto EPSF
Zwei Absichtserklärungen zur gegenseitigen Anerkennung von Zulassungen für Schienenfahrzeuge (Lokomotiven, konventionelle und Hochgeschwindigkeitspersonenwagen, sonstige Wagen) wurden zwischen dem Generaldirektor der EPSF, Michel Aymeric und dem Generaldirektor von Ferrocariles, Luis Santiago Perez, unterzeichnet.
Diese neuen Regelungen erleichtern und verkürzen die Genehmigungsverfahren für Antragsteller und tragen dazu bei, den Marktzugang für die Betreiber in beiden Ländern zu erleichtern (Pressemeldung Établissement public de sécurité ferroviaire, 15.05.09).

RechteckBilbao nimmt neue Metrofahrzeuge in Betrieb
Am 5. und 11. Mai 2009 wurden die ersten neuen Fahrzeuge der Serie 600 in Betrieb genommen. Sie sind Teil einer Bestellung über neun neue Fahrzeuge der Serie 600 und sind gegenüber den bereits eingesetzten Fahrzeugen der baugleichen Serien 500 (24 Einheiten im Jahr 1996) und 550 (13 Einheiten im Jahr 2000/2001) erheblich geräuschärmer und auch kundenfreundlicher gestaltet.
Die vierteiligen bis zu 80 km/h schnellen Triebwagen mit einer Gesamtlänge von 17,8 m bieten maximal 568 Fahrgästen Platz. Davon sind 144 Sitzplätze.
Alle Fahrzeuge der Metro Bilbao wurden von CAF gebaut. Die Metro Bilbao reagiert mit der Erhöhung ihres Triebfahrzeugbestandes auf die ständige Ausweitung ihres Netzes in Meterspur (Helge Deutgen, 14.05.09).

RechteckFünf Leichtverletzte bei Zusammenstoß zweier Straßenbahnen in Soller
Bei einem Zusammenstoß zweier Straßenbahnen der Travia de Soller a Port Soller (Mallorca) am 12.05.2009 gegen 13:45 gab es fünf Leichtverletzte. Darunter befabnd sich nach Angaben der örtlichen Presse auch der verursachende Strassenbahnfahrer. Die Strecke war für einige Stunden gesperrt.
Es handelte sich um zwei der älteren Fahrzeuge der Serie 1-4. Das eröffnet den ehemaligen Lissaboner Wagen den Einsatz im Regelverkehr (Helge Deutgen, 14.05.09).

RechteckMadrid - Valencia ab Ende 2010 in weniger als zwei Stunden
Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009
Verlauf der LAV Levante. Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid - Valencia, Teil der 914 km langen LAV (Linea de Alta Velocidad) Levante, wird nach Angaben des spanischen Netzbetreibers ADIF für eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h zugelassen werden. Die Strecke wird mit der neuesten Generation des europäischen ERMTS Level 1 und 2 ausgestattet. Somit können die Züge, die in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2010 den Betrieb aufnehmen sollen, eine vorgesehene Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h fahren. Damit wird sich die zukünftige Fahrzeit mehr als halbieren.
Die LAV Levante zweigt südlich von Madrid von der LAV Madrid-Sevilla ab, erschliesst die Regionen Valencia und Murcia für höhere Geschwindigkeiten und bindet sie an das spanische Hochgeschwindig-keitsnetz an. Die LAV Levante wird in der Spurweite 1435 mm zweigleisig gebaut und mit 25 kV/50 Hz elektrifiziert. Die Trassenbauarbeiten sind bis auf die Einbindung von Valencia nahezu abgeschlossen. Zur Zeit laufen die vorgeschriebenen Belastungsproben an den Viadukten.
Das Gesamtvorhaben der 914 km langen Strecke wird voraussichtlich 12,4 Milliarden Euro kosten, wovon ein Teil aus den Töpfen der EU stammt. Die endgültige Fertigstellung ist für das Jahr 2014 angestrebt (Helge Deutgen, 12.05.09).

RechteckJosé Blanco López wird neuer Minister für Bau- und Verkehr
Foto Ministerio de Fomento
Im Rahmen einer Umbildung des spanischen Ministerrats (Kabinett) wurde Herr José Blanco López zum neuen Minister für das Bau- und Verkehrswesen ernannt. Der spanische Premier Herr Zapatero hofft mit dieser Kabinettsumbildung der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise, die Spanien insbesondere im Verkehrs- und Bauwesen getroffen hat, besser begegnen zu können.
Herr José Blanco López löst die zuletzt glücklos handelnde Ministerin Frau Magdalena Alvarez ab. Diese geriet nach den Verzögerungen der Eröffnung der AVE Strecke Madrid - Barcelona und nicht zuletzt nach dem Unfall der Spanair im vergangenen Jahr politisch in arge Bedrängnis (Helge Deutgen, Foto Ministerio de Fomento, 17.04.09).

RechteckElektrifizierung A Coruña - Vigo wird beschlossen
Der spanische Ministerrat hat die Elektrifizierung der Atlantischen Achse (Strecke Vigo - A Coruña) für einen Kostenrahmen in Höhe von 77,3 Millionen Euro beschlossen. Die bisher eingleisige Strecke wird derzeit zu einer zweigleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Spurweite 1668 mm ausgebaut und soll die Fahrtzeiten zwischen a Coruña und Vigo nahezu halbieren.
Die verwendeten Betonschwellen lassen jedoch eine kurzfristige Umrüstung auf die spätere Spurweite von 1435 mm zu. Die Elektrifizierung hingegen wird in 25 kV/50 Hz erfolgen (Helge Deutgen, Quelle MFOM
, 16.04.09).

RechteckRENFE beschafft weitere 32 Civia Einheiten
Für ihre Nahverkehrslinien wird die RENFE weitere 32 Triebwageneinheiten der CIVIA Baureihen (462 bis 465) für 318 Millionen Euro beschaffen. Die Ausschreibung der Fahrzeuge beinhaltet auch einen auf 14 Jahre festgelegten Wartungsvertrag mit dem Hersteller der Fahrzeuge.
Zur Zeit sind 237 dieser 2- bis 5-teiligen Einheiten bestellt oder bereits im Einsatz. Mit dieser fünften Bestellung wird sich der Bestand auf 269 Einheiten erhöhen. Der Hersteller steht noch nicht fest.
Die Civia Einheiten sollen das Verkehrsangebot in den zur Zeit 12 Nahverkehrszonen der RENFE (Málaga, Madrid, Barcelona, Valencia, Murcia-Alicante, Sevilla, Cádiz, Bilbao, San Sebastián, Asturias, Santander y Zaragoza) verbessern helfen. Bis zur Auslieferung der ersten Einheiten der fünften Serie im Jahr 2013 könnte noch die geplante Nahverkehrszone Lleida (Lerida) hinzukommen (Helge Deutgen, Quelle Renfe
, 16.04.09).

RechteckSevilla nimmt Metrolinie 1 in Betrieb
Foto CAF
Am 2. April eröffnet die Stadt Sevilla (700.000 Einwohner) nach erfolgreich verlaufenem Probebetrieb die erste von vier geplanten Metrolinien. Die Linie 1 hat eine Streckenlänge von 18 km und verfügt über 22 Stationen. Vorläufig werden 17 Stationen bedient.
Im Einzugsbereich der Linie 1 wohnen 228.000 Personen. Der Fahrbetrieb von Montag bis Donnerstag läuft von 6:30 bis 23:00 Uhr. Am Freitag und vor Festtagen von 6:30 bis 2:00 Uhr (nachts). Am Samstag von 7:30 bis 2:00 und sonntags von 7:30 bis 23:00 Uhr.
Die Fahrzeuge verkehren zu Spitzenzeiten im 5 Minuten Takt. Man erwartet eine Zahl von 20 Millionen Fahrgästen im Jahr.
Zum Einsatz kommen fünfteilige Fahrzeuge des Herstellers CAF. Die Metro Sevilla hat ab 2006 16 dieser Einheiten übernommen. Sie wurden bereits auf der früher eröffneten oberirdischen Straßenbahnline der Stadt Sevilla erprobt. Sie bieten 227 Fahrgästen Platz und können bis zu 70 km/h schnell sein.
Die Metro Sevilla erwartet eine mittlere Reisegeschwindigkeit von knapp 30 km/h (Helge Deutgen, Quelle Metro Sevilla, Foto CAF, 02.04.09).

RechteckKonsortium aus FCC und Comsa baut Linie 1 der Tranvia Murcia
Nach einem fast zweijährigen Probebetrieb auf einer ca. 1 km langen Teststrecke hat die Stadt Murcia den Bau der ersten Straßenbahnlinie vergeben. Die zukünftige Linie 1 soll einschließlich der schon bestehende Probestrecke 16,7 km lang werden.
17 Haltestellen, davon sieben als Übergangshaltestellen zum Busverkehr, sollen bis zu 5,5 Millionen Fahrgäste im ersten Betriebsjahr bringen. Die Kosten für die Strecke samt des zu beschaffenden rollenden Materials werden sich auf 264 Millionen Euro belaufen. Die Fertigstellung soll bis Ende 2010 erfolgen. Danach wird ab Januar 2011 ein sechsmonatiger Probebetrieb folgen.
Das mit dem Bau beauftragte Konsortium bestehend aus FCC (60 %) und COMSA (40 %) hat auch die Konzession zum Betrieb, der Wartung und der Ausweitung des Netzes der Straßenbahn für die folgenden 40 Jahre zuerkannt bekommen. Über die Fahrzeuge ist noch nichts bekannt, die bisher dort eingesetzten Triebwagen waren aber zwei Fahrzeuge von Alstom (Citadis) aus dem Bestand der Tranvia Madrid (Helge Deutgen, Quelle Via Libre, 31.03.09).

RechteckFEVE stellt erstes Fahrzeug der neuen Serie 3500 vor
Am 13. März hat die FEVE, Betreiber eines mehr als 1.200 km langen Schmalspurnetzes in Nordspanien, seinen ersten umgebauten Triebwagen der ehemaligen Reihe 3500 vorgestellt. Die Serie 3500 wurde von 1977 bis 1984 von der damalige FEVE Norte bei CAF beschafft.
15 Einheiten mit den Betriebsnummern 3501 bis 3515 wurden der Eusko Trenbideak mitgegeben. Die FEVE behielt 21 Einheiten mit den Betriebsnummern 3515 bis 3537 und setzte sie in den Räumen Santander und Oviedo ein. Etliche der ursprünglich dreiteiligen Einheiten wurden zu zweiteiligen Einheiten umgebaut. Die FEVE entschied sich für den erneuten Umbau dieser Triebwagen und ließ diese Umbauarbeiten von den Firmen Fonit Rail und Ingeteam durchführen. Die Umbaumerkmale bestehen in der Erneuerung der Elektrik und einer damit verbundenen Verbesserung des Wirkungsgrades. Gleichzeitig wurde die Geschwindigkeit von 80 km/h auf nunmehr 100 km/h angehoben.
Die Fahrzeuge erhielten die neue Baureihenbezeichnung 3300. Der Triebwagen der Reihe 3300 wird im Regionalverkehr der elektrifizierten Netze Cantabriens und Asturiens eingesetzt. Bis August 2009 sollen weitere Einheiten umgebaut werden (Helge Deutgen, Quelle FEVE, 30.03.09).

RechteckCAF schließt das Jahr 2008 mit einem Nettogewinn von 105,7 M € ab
Der spanische Hersteller von Schienenverkehrstechnik CAF (Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles S.A.) setzte im abgelaufenen Jahr 2008 1.005 M€ um und steigerte damit sein Ergebnis um 135 M€ (14,9 %). Der Der Nettogewinn wurde um 21 % auf 105,7 M€ gesteigert.
CAF verfügte zum 31. Dezember 2008 über einen Auftragsbestand von 4.137,4 M€. Dieser lag damit um 21,3 % höher als zum gleichen Stichtag des Vorjahres. Davon entfallen etwa 50 % auf das Auslandsgeschäft.
Im abgelaufenen Jahr 2008 lieferte CAF Fahrzeuge und Schienenverkehrstechnik für die RENFE, die Straßenbahnen von Vitoria und Sevilla, und die Metrobetriebe von Madrid und Barcelona. Im Ausland zählten die Türkische Staatsbahn, die Straßenbahn von Antalya, die Metro Brüssel, Algerien und in Übersee Mexico und die USA zu den Empfängern der Erzeugnisse von CAF (Helge Deutgen, Quelle CAF, 28.03.09).

RechteckNeue Umspuranlage in Alcolea (Cordoba) verkürzt Fahrtzeiten
Foto MFOMFoto CAF
Ministerin Alvarez inmitten der Repräsentanten von ADIF, Renfe und der betroffenen Orte und Regionen vor einem S 121 Triebwagen (Foto MFOM), rechts ein Wagen der Serie 449 (Foto CAF).
Die am 20. März 2009 in Betrieb genommene Umspuranlage von Alcolea (ca. 8 km östlich von Cordoba) ermöglicht den umspurfähigen Triebwagen der neuen Baureihe S 121 auf ihrem Weg von Jaen nach Sevilla und Cadiz die Benutzung der LAV ab Alcolea bis Sevilla. Die dabei erzielte Verringerung der Fahrtzeiten beträgt nach Sevilla 28 und Cadiz gar 44 Minuten.
Der Bau der neuen Umspuranlage für die Systeme CAF und Talgo erforderte einen Aufwand von rund 16,4 M€. Der nunmehr zum Einsatz kommende Schnelltriebwagen der Reihe S 121 zwischen Jaen und Sevilla/Cadiz wurde von CAF gebaut. Es ist ein vierteiliger Elektrotriebwagen für den Einsatz auf den Netzen der Spurweiten 1668 mm und 1435 mm. Der Triebwagen ist 107,4 m lang und bietet bis zu 270 Fahrgästen Platz. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Die Leistung unter 25 kV/50 Hz beträgt 4.800 kW unter 3 kV DC allerdings nur 3.200 kW.
Weiter wurde bekannt gegeben, dass zwischen Jaen und Madrid auf der Breitspurstrecke zukünftig Elektrotriebwagen der Baureihe 449 verkehren werden. Diese Fahrzeuge wurden ebenfalls von CAF gebaut. Die fünfteiligen Triebfahrzeuge bieten bei einer Fahrzeuglänge von 98,1 m 263 Fahrgästen Platz. Die Reihe 449 verfügt über eine Leistung von 2.400 kW und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 160 km/h (Helge Deutgen, Quelle MFOM, 26.03.09).

RechteckZahnradbahn auf den Montserrat nimmt wieder den Betrieb auf
Nach einer Betriebsunterbrechung von mehr als 2 Monaten (Der LOK Report berichtete) hat am 13. März 2009 die Zahnradbahn auf den Berg Montserrat wieder den Betrieb aufgenommen. Im Dezember des Vorjahres wurde die Strecke durch Geröllabgänge in Mitleidenschaft gezogen. Die Fangnetze konnten die schweren Geröllmassen nicht abfangen. Der Betrieb ruhte seitdem.
Die FGC (Ferrocarriles de la Generalidad de Cataluña) hat die Schäden beseitigt und den Schutz der Strecke noch einmal verbessert. Dafür wurden mehr als eine Mio. Euro aufgebracht. Der Zugang zu den Klosteranlagen war über die Seilbahn und die bereits früher eröffnete Straßenverbindung gewährleistet. Wie die Regionalregierung von Katalonien mitteilte sind weitere Sicherungsmaßnahmen in Millionenhöhe erforderlich, um die Zahnradbahn im oberen Bereich des Massivs vor Geröllabgängen zu schützen (Helge Deutgen, Quelle Pressemeldung FGC, 25.03.09).

RechteckVelaro E in Spanien feiert den ersten Geburtstag
Foto Siemens
Die Begeisterung der spanischen Bevölkerung über den von Siemens gefertigten Hochgeschwindigkeitszug Velaro E ist weiterhin groß. Laut der jüngsten Statistik des spanischen Verkehrsministeriums hat sich die Anzahl der Fahrgäste durch den Einsatz des neuen Hochgeschwindigkeitszuges verdreifacht. Seit der Inbetriebnahme des Velaro E am 20. Februar 2008 haben insgesamt 2,3 Millionen Personen die AVE-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Barcelona genutzt. Damit stieg der Marktanteil des Velaro E auf dieser Strecke von 11,8 Prozent auf 48,2 Prozent.
Unter den Fahrgästen genießt der Hochgeschwindigkeitszug vor allem wegen der Zeitersparnis, der Zuverlässigkeit und des hohen Komforts einen großen Zuspruch. Durch den Velaro E hat sich die Fahrzeit um über 2½ Stunden verkürzt. Für die 621 Kilometer lange Strecke zwischen Madrid und Barcelona braucht der Triebzug nur noch 2 Stunden und 38 Minuten. Wie das spanische Verkehrsministerium weiter mitteilt, beträgt die Pünktlichkeit der Verbindung 99,18 Prozent.
Diese Faktoren haben einen großen Einfluss darauf, dass die von den Benutzern des AVE Madrid - Barcelona empfundene Qualität mit durchschnittlich 8,04 von 10 Punkten beurteilt wird. Neben Sauberkeit und Schnelligkeit wurde die Pünktlichkeit mit 9,27 Punkten am besten bewertet – und ist damit auch ein Verdienst des Velaro E (Pressemeldung Vossloh, 20.03.09).

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