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Flagge UkraineUkraine - Ukraïna

RechteckReisebericht
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Das Wetter in der Ukraine war während meiner Reise vom 20. bis 24.01. eisig kalt, Temperaturen von -15 bis -20 Grad tagsüber, nachts noch kälter. In den Karpaten wurden lokal bis zu minus -34 Grad gemessen! Dazu schneite es im Süden und Osten intensiv, sodaß besonders dort Auto-, Bus und LKW Verkehr weitgehend zum Erliegen kamen. Erschwerend kam noch ein kräftiger Ostwind hinzu, der zur Bildung von Verwehungen und hohen Schneewächten führte. Die Züge der Staatsbahn UZ verkehrten dennoch fast planmäßig.
Am 21.01. besuchte ich das Kiewer Straßenbahnnetz. Die Linien 5 und 28 verkehren nur unregelmäßig und in sehr großen Intervallen. Die Rekonstruktion der Schnellstraßenbahnlinien 1K und 3 schreitet langsam voran. Anbei einige Bilder von den Strecken auf der linken Seite des Dnipro.
Am 22.01. blieb der nur noch drei Mal wöchentlich (mo/fr/so) verkehrende Schmalspurzug 6290 von Hajvoron nach Holovanivs'k bei Tauzhnja in einer Schneeverwehung stecken, und es konnte wegen Schneepressung die TU2-0165 mit ihrem Pafawag-Waggon nicht weiter bewegt werden. Nach Zuführung der Hilfslok TU2-071 aus Hajvoron und Ausschaufeln konnte die Fahrt nach Holovanivs'k mit 2 Stunden Verspätung fortgesetzt werden. Die Komposition als Wendezug "TU2-0165+ 1 Pafawag+Tu2-071" wurde bis Holovanivs'k und auch auf der Rückfahrt beibehalten.
Der Hajvoroner Schneepflug war zwar am 21.01. in Holovanivs'k und am 22.01. in Rudnycja, das größte Problem waren jedoch die Verwehungen. In Korostiv bei unserem Museum ZLZ wurden die Türen und Fenster der Fahrzeuge zum Schutz vor Vandalismus vorübergehend mit Brettern gesichert.
Zur Zeit erstellt das Projektinstitut der UZ in L'viv ein offizielles Bauprojekt für den Aufbau der Museumsbahn. Parallel versuchen wir vom Nachbarn einen Streifen Land zur Vergrößerung des Areals zu erwerben. Dort soll dann das Depot entstehen. Um Spenden wird gebeten (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 01.02.10).

RechteckUkraine: Neuer Regionalverkehr in L'viv (Lemberg)
Foto Bernhard DuschekFoto Bernhard Duschek
Foto Bernhard DuschekNach verzögertem Start nahm am 1.Dezember 2009, noch rechtzeitig vor den am 17.Jänner 2010 stattfindenden Präsidentschaftswahlen, der Pendeltriebwagen im Lemberger Stadtgebiet den Betrieb auf. Gefahren wird auf der Strecke vom Bahnhof Pidzamtsche (gelegen an der Hauptstrecke nach Kiev) über den Hauptbahnhof nach Sychiv auf der Linie nach Ivano-Frankivsk und wieder retour.
Insgesamt werden 7 Zugpaare mit einer Fahrzeit von etwa 45 Minuten (variiert leicht mit der Aufenthaltsdauer am Hauptbahnhof) angeboten. Als Triebfahrzeug steht der aus polnischer Produktion stammende Triebwagen 620M-004 zur Verfügung. Fällt dieser aus, werden auch die Züge abgesagt. Eine Fahrt kostet 1,50 Hryvnja (UAH), die man im Zug zu bezahlen hat, und liegt damit zwischen dem Preis für eine Straßenbahnfahrkarte (1 UAH) und dem für eine Fahrt mit dem Marschrutka (1,75 UAH).
Für diesen Pendelverkehr wurden in der 2. Jahreshälfte 2009 insgesamt 2 neue Haltestellen errichtet. Auch im Bahnhof Sychiv baute man gleich beim Lemberger Bahnhofskopf einen neuen Bahnsteig, um so näher an den Wohnhäusern halten zu können.
Grundsätzlich ist die Idee, die vorhandene Infrastruktur zu nützen, um den immer stärker werdenden innerstädtischen Verkehr in Griff zu bekommen, sehr lobenswert. In der Durchführung sollte man aber noch dazulernen, denn die Fahrzeit von 45 Minuten oder mehr ist alles andere als attraktiv und Möglichkeiten zur Fahrzeitverkürzung gibt es genug. So ist derzeit in jeder Haltestelle ein Aufenthalt von 2 Minuten eingeplant, was absolut nicht notwendig ist, und die Fahrzeiten zwischen den Haltestellen sind für den Einsatz des modernen Fahrzeuges viel zu großzügig berechnet. Beachtlich ist auch die Besetzung des Zuges mit 6 Bediensteten (2 am Führerstand, 2 zum Verkauf der Tickets, 2 Sicherheitsleute).
Die Frequenz der Züge war aber schon einen Monat nach der Verkehrsaufnahme recht gut und man beabsichtigt die Ausweitung der „S-Bahn“ zu den Plattenbausiedlungen in Rjasne an der Strecke nach Rawa-Ruska (siehe blaue Linie auf der Übersichtskarte, Quelle: UZ-Homepage).
Die Bilder zeigen den Triebwagen 620M-004 als Zug 858 am Neujahrstag 2010 in der unmittelbar vor den Einfahrsignalen des Bf. Pidzamtsche neu errichteten Haltestelle „Hnata Chotkjewitscha“ und bei der Wende am neuen Bahnsteig in Sychiv, wo sich eine der größten Stadtrandsiedlungen der über 800.000 Einwohner zählenden Stadt Lemberg befindet (Bernhard Duschek, 16.01.10).

RechteckWaldbahn-Schienenbus gerettet
Foto Wolfram Wendelin
Das historisch wertvolle zweiachsige Fahrzeug, welches in mehreren Umbauten aus einer Draisine der Serie Ua entstanden ist, war seit dem Jahr 2000 bei der isolierten Waldbahn von Myndunok Beskyds'kyj (Reststück der Waldbahn Vyhoda im oberen Svicha-Tal) stationiert und im Besitz des dortigen Forstmeisters, kam aber kaum zum Einsatz.
Vor wenigen Wochen wurde der Verkehr auf dem letzten Reststück dieses Netzes vorübergehend ganz eingestellt. Die Gründe dafür - ein Waldpächterwechsel und leider auch ganz massive Diebstähle und Beschädigungen an Inventar der Waldbahn (!).
Der betagte Mini-Schienenbus wurde nach Dolyna abtransportiert und unserer Initiative AZIZU angeboten. Mittels Spenden und über eine private Zwischenfinanzierung wurde das Fahrzeug im letzten Moment vor der Verschrottung gerettet, gekauft und bereits am 27.11. in Korostiv am Gelände der ZLZ wieder auf Schienen gestellt.
Es ist geplant im Sommer 2010 erste kleine Publikumsfahrten damit zu unternehmen.
Auch das zweite Fahrzeug des Forstmeisters von Myndunok B., eine TU6A aus Svaljava, haben wir vor dem drohenden Schneidbrenner bewahrt. Die Torfbahn von Prylisne trat als Käufer auf und wird die Lok auf ihrer Bahn wieder in Betrieb setzen (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 30.11.09).

RechteckVerkehrseinstellung Waldbahn Vyhoda/Myndunok Beskyds'kyj
Nach zwei Jahren Minimalbetrieb auf nur noch 2-3 km Streckenlänge in Myndunok Beskyds'kyj, dem entlegenen Rest des früheren südöstlichen Teils der Waldbahn Vyhoda, ist der Verkehr nun vorübergehend ganz eingestellt. Grund ist ein Wechsel des Waldpächters. Die Firma Uniplyt will hier in naher Zukunft den Verkehr wieder aufnehmen.
Vorerst allerdings wurde die kleine Draisine nach Dolyna zu einer Privatperson gebracht und auch die TU6A steht zum Verkauf. Nur die TU8-0267 verblieb im Depot in den Bergen und wartet auf bessere Zeiten (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 23.11.09).

RechteckMuseum ZLZ Korostiv
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Mitte September wurde in Korostiv im Zuge der zweiten Projekttage (auf Basis Zeltlager) mit Hilfe von zehn Freiwilligen (Studenten, Eisenbahner...) und drei Streckenarbeitern der Torfbahn Prylisne zahlreiche Arbeiten durchgeführt. Wir haben 300 neue geteerte Kiefernschwellen erworben und zugestellt bekommen. Etwa 2 x 150 m Schienen (18 kg/m) und zwei Weichen wurden in Velykyj Bychkiv händisch abgebaut und nach Korostiv transportiert. Hinzu kamen von dort sehr viel Kleineisen und eine Wagonete. Zwei altbrauchbare Kleincontainer aus L'viv wurden erworben, und herangeschafft, und ein bejahrter Klein-LKW UAZ wurde für lokale Bautransporte billig angeschafft, von Freiwilligen repariert und gleich danach intensiv zum Kleineisen- und Schienentransport genutzt.
Schließlich standen noch umfangreiche Planier- und Geländeverfüllungsarbeiten an, da in unserer Anfangsstation drei oder vier Stationsgleise geplant sind. Bis zum 21.09. wurden auf der Nordseite 85 m Gleis bis auf die Schotterung fertiggestellt. Die beiden gedeckten Güterwagen und der Schneepflug konnten schon am neuen Gleis aufgestellt werden. Um Spenden wird gebeten (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 05.10.09).

RechteckArbeitseinsatz der Museumsinitiative ZLZ
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Erfreuliche Neuigkeiten gib es von meiner Museumsinitiative ZLZ ("Goldene Waldeisenbahn") aus der Ukraine zu berichten. Unter der Flagge der Kiewer "Ukrainischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte /AZIZU" organisierten wir für den 23. bis 26.07. Projekttage in Korostiv. Es kamen bis zu 20 freiwillige Helfer aus verschiedenen Regionen der Ukraine, Jugendliche ebenso wie Leute im besten Alter. Der frühere und zukünftige Bahnhof Korostiv und etwa 200 m Strecke wurden vom dichten Busch-und Baumbewuchs befreit, die Wurzelstöcke ausgegraben und zerkleinert.
Danach wurde das Bahnhofsplanum mit einer Planierraupe eingeebnet und verbreitert. Darüber hinaus fanden umfangreiche Gespäche mit Politikern, Einheimischen und Journalisten statt. Vier aus Österreich mitgebrachte stabile Aluminiumtafeln mit den Aufschriften "ZOLOTA", "LISOVA", "ZALIZNYCJA", "ZLZ STANCIJA KOROSTIV" wurden als Überraschung dem Bezirkshauptmann und der Bürgermeisterin zur Aufbewahrung bis zur Eröffnung im heurigen Herbst überreicht.
Die gelungene Aktion wird Anfang September fortgesetzt. Inzwischen sollen schon Schotter, Schwellen und Schienen angeliefert werden. Wir bitten dringend um Spenden (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 01.08.09).

RechteckRabatte gegen Frachtrückgang - Über 200 neue Frachtkunden
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Obere Zeile: Personenzug Solotvyno-L'viv in der Station Vynohradiv am Abend des 17.06.2009. Stillgelegter Endbahnhof Krasnojil's'k (Nordbukowina) am 20.06.2009. Das Sägewerk, der letzte Frachtkunde dieser Bahn nahe der rumänischen Grenze, ist mittlerweile geschlossen.
Untere Zeile: Bedienungszug im Bahnhof Chudej (Mezhyrichchja) am 20.06.2009. Nach der Einstellung des Personenverkehrs werden alle Gleise für den starken Güterverkehr genützt. Das Sägewerk wurde mit einer neuen Weiche wieder angebunden. Zum Zeitpunkt der Aufnahme waren mehr als 30 (!) vierachsige Güterwagen im Bahnhof, beladen oder zur Beladung. Vormittagspersonenzug Czernowitz-Vyzhnycja, aufgenommen am 21.06.2009, kurz vor Erreichen des Endbahnhofs.

Nach einer Reise vom 17.-21.06.09 gibt es positive Neuigkeiten aus der Ukraine. Die Staatsbahn UZ kämpft zwar wegen der Wirtschaftskrise mit Frachtrückgängen von bis zu 31% gegenüber dem Vorjahr, beschreitet jedoch seit einigen Monaten einen vorbildhaften Weg um gegenzusteuern. Rabatte bis 50% und mehr sollen im Kurz- und Mittelstreckenverkehr und im internationalen Verkehr alte Kunden zurückholen und neue gewinnen.
Die Strategie ist erfolgreich - heuer wurden bereits über 200 neue Frachtkunden unter Vertrag genommen. Zum Vergleich - bei den österreichischen ÖBB vertreibt man aktuell mit Preiserhöhungen von 15% auch die besten und geduldigsten Kunden und wird so weitere rasante Rückgänge im Frachtgeschäft erwarten dürfen.
Das Museumsprojekt ZLZ Skole-Korostiv ("Zolota Lisova Zaliznycja=Goldene Waldeisenbahn") erfuhr durch eine Pressekonferenz am 18.06. in Lemberg einen starken Impuls. Die Pläne wurden im Beisein von Politikern und Wissenschaftlern der lokalen und nationalen ukrainischen Presse vorgestellt und stießen auf großes mediales Interesse.
Schon am 19.06. folgte ein weiterer Schritt - der gesamtukrainische TV Kanal "1+1" drehte in Skole und in Korostiv eine bunte Dokumentation über ZLZ. Mehr als 15 Artikel erschienen bei verschiedenen Nachrichtenagenturen und in Zeitungen. Damit war das Eis gebrochen und es konnte mit den maßgeblichen Politikern Einvernehmen über die weitere Vorgangsweise erzielt werden. So haben wir uns als wichtigsten Punkt auf einen Betrag zu monatlichen Pacht von 800 m Strecke auf 49 Jahre geeinigt. Die Vertragserrichtung ist derzeit im Gange.
Das Gelände wurde vermessen, die Grenzen fixiert. Vorarbeiten an der Strecke haben begonnen (Freischnitt...) und werden bei Projekttagen mit einem Freiwilligencamp vom 23-25. Juli intensiviert. Wenn alles klappt, werden im August die ersten Gleise verlegt und können noch heuer im Spätsommer erste Publikumsfahrten durchgeführt werden. Um Spenden - auch Bahnmaterial! - wird dringend gebeten - bitte den Verfasser kontaktieren (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 14.07.09).

RechteckReisebericht
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Tram Lviv am 14.02.2009. TU6A-3222 in Velykyj Bychkiv am 15.02.2009. Personenzug nach Irshava an der Haltestelle Khmil'nyk (Strecke Bahnhof Khmil'nyk-Irshava) am 15.02.2009. Triebwagen in Solotvyno am 15.02.2009.
Anbei einige Fotos und Neuigkeiten von einer Reise vom 12-16.02. in die Ukraine. Auf der Waldbahn Vyhoda läuft der Verkehr planmäßig. Am Freitag, 13.02. und am Montag 16.02. wurde die Strecke mit dem kleineren Schneepflug geräumt. Die Touristenzüge am 14. und 15.02. wurden wegen der Schneemassen abgesagt.
Die Borzhava-Bahn der UZ verkehrt weiterhin nach dem gewohnten Fahrplan. An den Markttagen in Vinohradiv, Donnerstag und Sonntag, verkehren über Mittag zwei Garnituren. Die zweite Garnitur besteht nur aus TU2+1 PV51 und verkehrt direkt auf der Trasse Berehove-(Leerzug)-Khmil'nyk-Irshava-Khmil'nyk-(Leerzug)-Berehove, ist daher eine günstige Möglichkeit um unteren Streckenteil eine Zugfahrt bei Tageslicht zu sehen. Das Personal ist sehr freundlich, verlängerte Stationshalte zu Fotozwecken werden gerne gewährt.
Auf der Normalspur wurde mit 01. Jänner der Personenverkehr auf den Abschnitten Storozhynets-Berehomet und Rava-Rus'ka-Chervonohrad eingestellt.
Während die Lemberger Straßenbahn mit ihren sanierten Trassen und mit den gebraucht erworbenen deutschen Wagen einen sehr soliden Eindruck macht, sieht es in Kiew nicht so gut aus. Der Gleis- und Fahrzeugzustandzustand ist allgemein sehr schlecht. Die Beschaffung von Neuwagen wurde verschoben, die Gleiserneuerung an der Schnelltram nach Südwesten ist zur Zeit wegen der allgegenwärtigen Wirtschaftskrise eingestellt.
In Velykyj Bychkiv versucht die Initiative ZLZ den Großteil der verbliebenen Plattformwagen zu erwerben und auch die letzte Lokomotive dort, die TU6A-3222. Das Material soll an ukrainische Torfbahnen gehen und so etwas Geld zum Ankauf eines Grundstücks für das geplante Museum hereinbringen. Außerdem werden damit die Fahrzeuge vor der sonst jetzt unabwendbaren Verschrottung gerettet. Um weitere Unterstützung wird gebeten! (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 23.02.09).

RechteckNebenbahn Zavallja - Vyzhnycja nach fast halbjähriger Sperre wiedereröffnet
Wie ukrainische Zeitungen melden, wird am Freitag, 05.12. die bukowinaer Nebenbahn Zavallja-Vyzhnycja nach fast halbjähriger Sperre wiedereröffnet. Bekanntlich war bei dem Jahrhunderthochwasser am 26.07. ein Pfeiler der großen Brücke bei km 5 der Strecke schwer beschädigt worden.
Wegen des schlechten Streckenzustands mußten vor Beginn der eigentlichen Reparaturarbeiten erst einmal Gleise und Oberbau bis zur Brücke totalsaniert werden, um mit schweren Kränen etc. überhaupt zufahren zu können.
Zu den Feierlichkeiten werden u. a. der ukrainische Verkehrminister und der Generaldirektor der UZ erwartet.
Es ist erfreulich daß diese romantische Nebenbahn nach dem Unglück im Juli trotz der gegenwärtigen schweren Wirtschaftskrise in der Ukraine saniert und für den Weiterbetrieb gesichert wurde (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 05.12.08)

RechteckReisebericht
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Arbeitszug mit TU2-066 in Antonivka und bei km 3.9.
Nach einem Ukraine-Aufenthalt vom 15-19.10. gibt es einige Neuigkeiten:
---- Schmalspur ----
• Waldbahn Vyhoda: Ist wieder bis nach Myndunok Solotvyns'kyj in Betrieb. Der Wiederaufbau der dortigen Brücke über den Fluß Myzunka, die kaum ein Jahr standhielt, soll im November erfolgen.
• UZ Vinohradiv-Irshava: Verkehr nach wie vor mit 5 ZP Vinohradiv-Chmil'nyk, 1 ZP weiter nach Irshava. Jedoch sind immer öfter kurze und kürzeste Züge (1-3 Waggons) zu beobachten. Es sind bestenfalls 2 TU2 betriebsbereit, meist nur eine Maschine.
• UZ Antonivka: Am 17.10. fuhr wurde von 8-17 Uhr ein Arbeitszug mit TU2-066 in Verkehr gesetzt. Es wurde von 5 Niederbordwagen Sand zur Sanierung des Oberbaus im Abschnitt Antonivka-Volodymyrec' händisch abgeladen.
• Basaltbahn Ljubomyrs'k: Derzeit Verkehr mit zwei Zugspaaren täglich. In den letzten Wochen gab es wegen schlechter Gleislage mehrere schwere Entgleisungen, die nur mit Hilfe von Raupenschleppern behoben werden konnten.
• Sägewerk Rokitne: Es wurde beschlossen, den Werksbahnbetrieb mittelfristig beizubehalten. Dazu wird derzeit der Motovoz MD-54-4 saniert. Danach soll der momentan noch den Verschub bewältigende MUZ-4 an die museale Initiative ZLZ in Antonivka verkauft werden. Wenn das nicht klappt droht dem einzigartigen Fahrzeug die Verschrottung. Um Spenden wird gebeten!
• Frühere Waldbahn Berehomet: Aufgefundene Fotodokumente belegen, daß auf Teilstrecken in den letzten Betriebjahren 1968/69 noch Diesellokomotiven der Reihen TU2MK und TU4 zum Einsatz gekommen sind. ---- Breitspur ----
• UZ Linie Hlyboka-Berehomet: Das tägliche Personenzugspaar verkehrt wieder fahrplanmäßig. Bedarfsgüterzüge gibt es für private Holzverlader in Berehomet, die staatlichen Werke dort scheinen inzwischen "konserviert" und inaktiv zu sein. Zwar bekam Berehomet eine neue Einfahrtsweiche, doch insgesamt hat sich der Gleiszustand der Stichbahn in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Einstellungsgefahr.
• UZ Linie Zavallja-Vyzhnycja: Nach wie vor kein Verkehr, da die Reparatur der großen Czeremosz-Brücke (1 Pfeiler im Juli durch Hochwasser beschädigt) noch nicht vollendet ist. Es werden jedoch im Bahnhof Gleisarbeiten durchgeführt. Ein Gerätewagen ist in Vyzhnycja eingeschlossen, jedoch kein Zug (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 27.10.08).

RechteckBrückenaufbau Waldbahn Vyhoda
Foto J. Kozak
Anbei ein Bild der wiederaufgebauten 200m-Brücke in Vyhoda, von der die ersten vier Felder beim Hochwasser im Juli zerstört worden sind (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", Foto J. Kozak, 08.10.08).

RechteckUkraine: Wiedereröffnung Waldbahn Vyhoda
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Foto J. KozakFoto J. Kozak
Die Waldbahn-Wiedereröffnung wurde am 26.09.08 gleichzeitig mit der Präsentation der Firma "Unikal'na Ukrajina von Jaroslav Kozak gefeiert. (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", Fotos J. Kozak, 01.10.08).

RechteckWaldbahn Vyhoda
Es gibt erfreuliche Nachrichten aus der Ukraine. Rund zwei Monate nach dem Jahrhunderthochwasser in den Waldkarpaten ging auf der Waldbahn Vyhoda der Abschnitt bis km 12 im Myzunka-Tal wieder in Betrieb. Am Dienstag, 23.09. fand eine Belastungsprobefahrt statt, die erfolgreich verlief.
Unter anderem wurde das größte Bauwerk der Bahn, die 200m - Brücke in Vyhoda, erneuert. Vier Pfeiler mußten neu gegründet werden. Die Reparaturarbeiten konnten in weniger als 4 Wochen fertiggestellt werden. Damit kann seit 24.09. im Abschnitt bis km 12 wieder touristischer Verkehr durchgeführt werden.
In 10-12 Tagen plant man, die Station Dubovyj Kut bei km 13 zu erreichen, noch im Oktober, rechtzeitig vor dem Winter, soll die Strecke bis Myndunok S. wieder für den Gesamtverkehr befahrbar gemacht werden. Dazu müssen noch mehrere Hangrutschungen beseitigt werden.
Am Samstag, 27.09. findet eine feierliche Präsentationsfahrt der neugegründeten Kiewer Tourismusfirma "Unikal'na Ukrajina" mit Direktor Jaroslaw Kozak statt (siehe www.uu-travel.com bzw. http://www.uu-travel.com/travels/weekend/karpatskii-tramvai/ (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 26.09.08).

RechteckWaldbahn Vyhoda
Gute Nachrichten aus der Westukraine! Der Direktor des Waldbahnbetreibers UNIPLYT in Vyhoda, Herr Kolos A. L., hat telefonisch mitgeteilt, dass nach dem Hochwasser Ende Juli nun die Reparaturen an der Mizunka-Linie begonnen haben.
Bereits in 3-4 Wochen hofft man Teilstrecken provisorisch für den Holz- und Touristenverkehr wieder freigeben zu können (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 29.08.08).

RechteckWaldbahn Vyhoda
Foto Wolfram WendelinFoto Wolfram Wendelin
Bei einem Ukraine-Aufenthalt 10-14.08. besuchte ich auch die Waldbahn Vyhoda. Die Hochwasserschäden vom 26/27.07. sind schlimm. Es wurden 5 Brücken und viele Trassenabschnitte beschädigt oder zerstört. Von der großen Brücke beim Gleisdreieck in Vyhoda brachen vier Felder zusammen. Hier sind größere Reparaturen notwendig. Große Probleme gibt es auch wieder besonders beim Flußknie bei km 11. Der Wiederaufbau soll am 25.08. beginnen - hoffentlich bleibt es dabei. Sogar am 11.08., zwei Wochen nach der Naturkatastrophe, war der Wasserstand der Svicha noch ungewöhnlich hoch.
Beim Inselbetrieb in Myndunok Beskyds'kyj werden zur Zeit nur 2 km Strecke vom Gleisdreieck bis zur früheren Klause Beskyd befahren, wo momentan Holz verladen wird. Die übrigen Streckenteile werden erst bei neuerlichem Holzeinschlag wieder repariert und in Betrieb genommen. Der örtliche Förster hat sich vor einiger Zeit eine TU6A (aus Svaljava?) gekauft, die jedoch ebenso wie die große Draisine mit Holzkasten nicht eingesetzt wird (Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 25.08.08).

RechteckZüricher Straßenbahnen in Vinitsa im Einsatz
Foto  Marcel SchuringFoto  Marcel Schuring
Am 04.08.08 waren vor dem Bahnhof Vinitsa die ersten ex-Züricher Straßenbahnen (Be 4/4) in Betrieb. Vorerst fuhr nur der Zug 245 + 246. die anderen Fahrzeuge waren vom Typ Tatra KT4SU (Marcel Schuring, 09.08.08).

RechteckWaldbahnen durch Hochwasser zerstört
Nach Angaben des Nachal'nyk von Myndunok Solotvyns'kyj auf der Waldbahn Vyhoda, Ihor T. Zatjuk ist die Bahn im Mizunka-Tal bei dem katastrophalen Jahrhundert-Hochwasser am 26. und 27.07. wieder schwer zerstört worden. Die Fluten waren schlimmer als im Jahr 1969, als zahllose Waldbahnen in den ganzen Karpaten eingestellt wurden.
In Vyhoda traten diesmal Schäden ähnlich wie im vorigen September auf, an den bereits bekannten Stellen, die ja auch stets nur provisorisch repariert wurden. Der Betrieb ist seit 26.07. eingestellt, das Personal wurde heimgeschickt, das Depot geschlossen, bis über eine mögliche Reparatur entschieden worden ist. Die Bahn ist damit zum zweiten Mal binnen 10 Monaten in ihrer gesamten Existenz akut gefährdet.
Große Zerstörungen gibt es auch rund um Osmoloda, wo nach neuesten Informationen nun doch wieder eine touristische Erneuerung der Linie nach Dar'iv geplant ist. Allerdings scheint das Projekt unrealistisch, da inzwischen nicht mehr viel Gleise und Trassen intakt sind. Das Hochwasser vom 26/27.07. war in Osmoloda schlimmer als jedes zuvor, hat die (früher bahnparallele) Straße nach Perehins'k an wenigstens 3 Stellen total weggerissen, den Ort überflutet, von der Umwelt abgeschnitten, und auch die meisten Forststraßen unbrauchbar gemacht.
Die Irshava-Bahn in der westlichen Karpato-Ukraine blieb unbeschädigt
(Wolfram Wendelin, "KARPATENDAMPF", 04.08.08).

RechteckInfrastruktur-Kooperationsvereinbarung mit Ukraine wurde unterzeichnet
In der Zeit vom 14. bis 16. Juli 2008 hielt sich Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer in Begleitung der Staatssekretärin für Forschung und Technologie im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) Christa Kranzl zu einem Arbeitsbesuch in Kiew auf. Im Rahmen des gegenständlichen Besuches wurden von Staatssekretärin Kranzl Gespräche mit dem ukrainischen Verkehrsminister Vinsky über eine Zusammenarbeit im Bereich Transportinfrastruktur und Technologietransfer geführt.
"Vor dem Hintergrund der Vorbereitungen für die Fußball-Europameisterschaft 2012 startet die Ukraine ein ambitioniertes Ausbauprogramm im Verkehrsbereich. Für Österreich ergeben sich dadurch langfristige Kooperationsmöglichkeiten", freut sich Staatssekretärin Kranzl.
Als konkretes Ergebnis der Gespräche erfolgte die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Verkehr und Kommunikation der Ukraine und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie der Republik Österreich über die Zusammenarbeit im Bereich Transportinfrastruktur und Technologietransfer die im gemeinsamen Interesse liegt.
Im Eisenbahnbereich liegt das besondere Interesse der ukrainischen Eisenbahn auf österreichischer Technologie beim Tunnelbau sowie im Bereich der Gleiswirtschaft. Für die Errichtung eines zweispurigen Tunnels für die Strecke Beskid - Skotarsjke wurde durch ein österreichisches Beratungsunternehmen bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt. Die technischen Unterlagen liegen bereits vor. Der Wert dieses Tunnelbauprojektes liegt bei über 27 Millonen Euro.
Besonderes Interesse der ukrainischen Seite liegt naturgemäß bei der direkten Vorbereitung der Spielstätten für die Fußball-Europameisterschaft 2012. So ist der Ausbau und die Modernisierung des Nahverkehrs in Kiew von großer Bedeutung (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 17.07.08).

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