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Flagge UngarnUngarn / Magyarorszag

RechteckRail Cargo Hungaria aus der Taufe gehoben
Vor rund 350 geladenen Gästen präsentierte gestern Abend die RCA-Tochter MÁV Cargo ihren neuen Namen. Künftig wird das Unternehmen unter dem Namen Rail Cargo Hungaria auftreten. Das ehemalige Güterverkehrsunternehmen der staatlichen MÁV wurde 2008 privatisiert. Rail Cargo Austria bekam damals als Höchstbieter den Zuschlag.
"Die Änderungen und Modernisierungen seit der Privatisierung führten unser Unternehmen in eine neue Epoche seiner Geschichte. Die Qualität unserer Dienstleistungen wurde stark verbessert, während gleichzeitig Betriebskosten erheblich reduziert wurden. Wir setzten uns neue Ziele und formulierten eine neue Mission. Struktur und Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens unterscheiden sich heute wesentlich vom Stand vor der Privatisierung. Diese positive Entwicklung nach dem Neustart unter Rail Cargo Austria unterstreichen wir nun mit der Namens- und Markenänderung", betonte Imre Kovács, Generaldirektor der Rail Cargo Hungaria Zrt. bei der feierlichen Präsentation vor rund 350 geladenen Kunden und Partnern.
Friedrich Macher, Sprecher des Vorstandes Rail Cargo Austria, erklärte in Budapest, dass der Konzern gemeinsam mit der ungarischen Tochtergesellschaft zum führenden Güterverkehrsunternehmen auf dem südosteuropäischen Markt wurde. Rail Cargo Austria ist mengenmäßig mittlerweile die Nummer 2 im europäischen Schienengüterverkehr. "Rail Cargo Hungaria wird eine wesentliche Rolle im kombinierten Verkehr in den Ländern Südosteuropas ausüben. Dies bedeutet eine weitere Stärkung des RCA-Konzerns am Donaukorridor. Unsere Züge fahren heute von Mailand und der Adria über Wien und Budapest bis an das Schwarze Meer und die türkische Grenze.", erklärte Macher.
Der Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung von Rail Cargo Hungaria wurde nach dem Kauf von MÁV Cargo Zrt. im Projekt "Joining Forces" gelegt. Dort wurde eine Vielzahl an Einzelprojekten gestartet, um Organisation, Prozesse und Strukturen zu optimieren, die bereits Synergieeffekte im Wert von mehreren Millionen Euro brachten. Bis 2012 werden Struktur- und Prozessverbesserungen in der Höhe von rund 50 Mio. Euro zu Buche schlagen, das Neugeschäft noch nicht mitgerechnet.
Durch die Optimierung der Verkehrsrouten gelang es beispielsweise, die Beförderungskilometer bis zu den Bestimmungsbahnhöfen um 17% zu reduzieren. Das bedeutet signifikant niedrigere Traktions- und Infrastrukturkosten und führte zu wesentlich kürzeren Beförderungszeiten. Auch die Grenzaufenthalte konnten durch Vertrauenszüge von rund zwei Stunden auf wenige Minuten reduziert werden.
Als Meilensteine müssen auch der Auf- und Ausbau einer eigenen ungarischen Traktion und die Modernisierung der Informationssysteme hervorgehoben werden. Die Rail Cargo Austria fördert die Entwicklung ihrer Tochter gemäß den Verpflichtungen im Privatisierungsvertrag mit jährlich 8,7 Milliarden HUF. In diesem Rahmen kamen 2009 11 Taurus-Lokomotiven nach Ungarn.
Das Unternehmen begann den Ausbau der SAP-Datenverwaltung und beteiligte sich an der Errichtung des Terminals Rail Port Arad, der zur Markterweiterung in Rumänien als Sprungbrett dient. Das Unternehmen wirbt seit Herbst vorigen Jahres Lokführer an. So fuhr sein erster vollständig eigener Zug (mit eigener Lokomotive und eigenem Lokführer) im Januar 2010. Im Laufe des Jahres wird die Zahl der Lokführer 100 übersteigen und die Lokflotte wird auf 29 moderne Loks erweitert (Pressemeldung ÖBB, 08.03.10).

RechteckPiroschkas in Debrecen
nFoto Dr. Rainer HartmannFoto Dr. Rainer Hartmann
nFoto Dr. Rainer HartmannFoto Dr. Rainer Hartmann
Nach der Umstationierung der letzten MDmot ("Piroschka") von Pecs nach Debrecen sind diese interessanten Fahrzeuge nur noch dort im Einsatz zu erleben. Sie bestehen aus einem Gepäcktriebwagen und ursprünglich drei Reisezugwagen. Der Steuerwagenkopf ist dem Triebwagen optisch angepasst und enthält statt des bei Steuerwagen üblichen Gepäckabteils einen zweiten Dieselmotor für die Zugheizung - eine im Winterbetrieb auch akustisch ungewöhnliche Kombination.
Neben wenigen vierteiligen Garnituren konnten am 10. und 11.02.2010 überwiegend verkürzte dreiteilige Züge gesehen werden. Die Bilder sind im Bahnhof Debrecen und im Endbahnhof Nagykereki der KBS 106 entstanden (Dr. Rainer Hartmann, 22.02.10).

Rechteck60. Flirt zwei Monate vor Termin in Betrieb gegangen
Foto MÁV-START Zrt.Foto MÁV-START Zrt.
Von den insgesamt 60 bestellten Triebzügen des Typs "Flirt" konnte MÁV-START Zrt. am 12. Februar das letzte Fahrzeug in Betrieb nehmen. Der Bahnhersteller Stadler Rail Group aus der Schweiz lieferte das Fahrzeug zwei Monate vor Ablauf der vereinbarten Frist aus. Die Fahrzeuge haben mit einem Zuver-lässigkeitsindex von 94 Prozent schon insgesamt mehr als 16 000 000 km auf dem ungarischen Streckennetz zurückgelegt.
Die Ungarischen Staatsbahnen und Stadler unterzeichneten den Liefervertrag über 30 elektrische Triebzüge im Jahr 2006. Der Vertrag enthielt eine Option der MÁV auf weitere 30 Züge, die nach der erfolgreichen Auslieferung der ersten Charge im Dezember 2007 eingelöst wurde. Nach der Vereinbarung sollte der letzte Zug Ende April 2010 geliefert werden, aber Stadler schloss das Projekt zwei Monate früher als im Vertrag festgelegt ab. Der frühere Einsatz der Züge bringt der MAV erhebliche Kosten-einsparungen.
Die letzten sieben Züge wurden in der neue Schienenfahrzeug-Schweißanlage von Stadler in Szolnok gefertigt, einer Neuinvestition aus dem Jahr 2009. Die ungarischen Arbeitskräfte waren verantwortlich für das Schweißen, den Zusammenbau und die Lackierung von 28 Karosserien der bestellten vierteilen Züge, was insgesamt sieben kompletten Zügen entsprach. Die Instandhaltung und Reinigung der Züge werden von Stadler in Pusztaszabolcs durchgeführt, wobei eine hohe Verfügbarkeit im Betrieb von 94 Prozent erreicht wird.
Die FLIRT-Züge sind im Betrieb jeden Tag auf den Strecken Budapest - Székesfehérvár, Budapest - Pusztaszabolcs, Budapest - Gyor und ab Anfang September auch Budapest - Hatvan unterwegs, sowie an den Wochenenden auf Budapest - Szob und Budapest - Eger (WKZ, Pressemeldung MÁV-START Zrt/Stadler, 16.02.10).

RechteckMÁV bestellt 25 Traxx-Lokomotiven für den Personenverkehr
Bombardier Transportation hat von den Ungarischen Staatsbahnen MÁV einen Auftrag zur Lieferung von 25 BOMBARDIER TRAXX P 160 ACLokomotiven mit einem Wert von rund 80 Millionen Euro (112 Millionen US-Dollar) erhalten. Der Vertrag beinhaltet auch eine Option auf 25 weitere Lokomotiven. Die Lieferung der ersten Lokomotive ist für Frühjahr 2011 vorgesehen.
Nach Angaben der MÁV sollen die mit Wechselstrom (AC) betriebenen Lokomotiven sowohl für den nationalen Personenverkehr in Ungarn wie auch für den grenzüberschreitenden Verkehr mit Österreich und Deutschland eingesetzt werden.
Dr. Imre Márkus, Chief Executive Officer der MÁV-TRAKCIÓ Co. sagte: "Unser Investitions- Programm für Lokomotiven und der Kauf der neuen TRAXX-Loks sind sehr wichtig, um die Energie-Effizienz unserer Flotte zu verbessern und die alten Fahrzeuge zu ersetzen. Die neuen Lokomotiven werden zur Modernisierung und Effektivitiät der ungarischen Eisenbahn beitragen. Durch sie können wir unsere Wartungskosten senken und unser Geschäft auf internationalen Korridoren ausweiten."
Åke Wennberg, President der Division Locomotives and Equipment von Bombardier Transportation, bemerkte dazu: „Die TRAXX-Lokomotive bewährt sich hervorragend auf dem Markt. Derzeit sind allein in Europa ca. 800 TRAXX-Lokomotiven im Einsatz. Es freut uns sehr, dass nun auch die MÁV auf unsere Elektroloks setzt und wir damit zur Weiterentwicklung des schienengebundenen Personenverkehrs in Ungarn beitragen können.“
Die Endmontage der AC-Lokomotiven für die MÁV wird im Bombardier-Werk in Kassel erfolgen. Die Wagenkästen werden am Bombardier-Standort im polnischen Wroclaw, die Drehgestelle im deutschen Werk in Siegen produziert. Die Drehgestellrahmen kommen aus dem ungarischen Werk Mátranovák. Die Standorte Mannheim und Hennigsdorf werden die Antriebs- und Steuerungstechnik sowie die Antriebsausrüstung beisteuern (Pressemeldung Bombardier, 22.01.10).

RechteckPESA liefert Straßenbahnen nach Szeged
Foto PESA
Am 22. Oktober hat PESA Bydgoszcz SA im ungarischen Szeged eine Vereinbarung über die Lieferung von neun modernen Niederflur-Straßenbahnen unterzeichnet.
Das erste Fahrzeug wird innerhalb von 24 Monaten geliefert werden und der gesamte Vertrag wird innerhalb von 32 Monaten realisiert werden.
Es handelt sich um die erste von PESA ins Ausland verkaufte Straßenbahn
(WKZ, Quelle PESA, 03.11.09).

RechteckSchmalspurbahn um Nyiregyhaza
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
1905 als Lokalbahn eröffnet erschließt das später von der MAV übernommene Netz die strukturschwache Region zwischen der Stadt Nyiregyhaza und der Theiß. Geprägt von Ortsdurchfahrten durch weitläufige Dörfer konnte sie im Personenverkehr ihre Daseinsberechtigung lange erhalten.
Wie alle verbliebenden ungarischen Schmalspurbahnen wird die Strecke heute ausschließlich mit Diesellokomotiven bedient. Die ursprünglich hier eingesetzten rumänischen L45H sind inzwischen durch die in Ungarn verbreiteten Raba-Loks ersetzt.
Seit wenigen Tagen findet der Betrieb nur noch zwischen Nyiregyhaza und dem Abzweigbahnhof Herminatanya statt. Die Reisezugleistungen auf den beiden Streckan nach Dombrad und Balsa werden durch Busse erbracht, die bei Ankunft des Zuges in Hermintanya bereitstehen.
Man darf gespannt sein, ob der Restbetrieb den wieder einmal angekündigten großen Kahlschlag in Ungarn überstehen wird.
Fototechnisch bietet die Strecke keine landschaftlichen Höhepunkte. Großzügige Bahnhöfe künden stumm von der einstigen Bedeutung der Bahn. Die Bilder entstanden alle am letzten Montag, den 12.10.2009 (Steffen Pötzscher, 19.10.09).

RechteckRenovierung der Margaretenbrücke in Budapest
Foto  Akos VargaFoto  Akos Varga
Die Margaretenbrücke (Margit-híd), die in den letzten Jahren in einen sehr schlechten Zustand gekommen ist, wird endlich erneuert: zuerst die Nordseite, dann die südliche. Und während die eine Hälfte in das alte Aussehen zurückgesetzt und gleichzeitig modernisiert wird, fahren die Straßenbahnlinien 4 und 6 und die Busse auf der anderen Hälfte.
Auf dem Foto links wird die provisorische Trasse auf der Südseite noch gebaut, auf dem rechten Bild benutzen die Trams sie schon, während die Busse noch auf den noch existierenden "originalen" Gleise fahren.
Während der Bauarbeiten dürfen die Fahrzeuge nur sehr langsam fahren, was zu einer Aufstockung der Trams führt. Deshalb fahren jetzt mehr Einheiten als sonst, was den Einsatz einiger Ganz-GTw-Doppeltraktionen nötig macht (Akos Varga, 08.11.09).

RechteckErster in Szolnok gefertigter Flirt geht in Betrieb
Foto Stadler
Das ungarische Personenverkehrsunternehmen MÁV-START Zrt. hat am 11.09.09 den ersten FLIRT in Betrieb genommen, der teilweise in der neu errichteten Schienenfahrzeugproduktionsanlage der Stadler Rail Group in Szolnok hergestellt wurde. Der erste teilweise in Ungarn hergestellte FLIRT ist der 50ste von insgesamt 60 elektrischen Triebzügen, die von der ungarischen Staatsbahn bestellt wurden. Die Auslieferung der letzten Züge soll bis Februar 2010 erfolgen.
Stadler legte den Grundstein der Fabrik zum Schweißen und Lackieren der Aluminiumkörper der Triebwagen im April 2008. Der Bau und die Inbetriebnahme der Anlage konnten bis Ende 2008 abgeschlossen werden (Der LOK Report berichtete).
Tamás Kozák, Vorstandsvorsitzender von MÁV-START Zrt. sagte: "Den S-Bahnverkehr in Budapest benutzen mehr als 100.000 Fahrgäste jeden Tag. Deshalb ist es für uns Priorität, die Qualität des Schienenverkehrs im Rahmen der verfügbaren finanziellen Möglichkeiten zu steigern."
"Wir sind sehr stolz auf jedes Produkt, das aus unseren Fabriken rollt, aber wir sind besonders stolz auf diesen bestimmten Zug. Nur wenige glaubten, dass die Anlage in der Lage sein werde, die Produktion der Flirt-Züge zu bewältigen, aber dank der anhaltenden und begeisterten Arbeit jeder einzelnen Person, die an diesem Projekt teilgenommen haben, wurde das Werk in Rekordzeit aufgebaut. Die Tatsache, dass die ungarischen Fahrgäste in ungarischen Zügen fahren können, ist ein fantastisches Ergebnis einer hervorragenden Teamarbeit", sagt Jürg Gygax, Executive Vice President International der Stadler Rail Group.
Die FLIRT-Züge befahren die Strecken Budapest - Székesfehérvár, Budapest - Pusztaszabolcs, Budapest - Gyor und ab Anfang September zwischen Budapest und Hatvan, sowie an den Wochenenden Budapest - Szob und Budapest - Eger. Die Züge sind behindertengerecht gebaut und klimatisiert, können sie sorgen für eine angenehme Reise für diejenigen mit Behinderungen auch aufgrund der voll-Niederflur-Struktur und die Zurückziehen Plattform. Die Züge sind mit einem auf GPS-Basis beruhenden Fahrgastinformationssystem ausgestattet (Pressemeldung MÁV-START Zrt., 15.09.09).

RechteckNeues Management für MAV Cargo
Die Generalversammlung der MÁV Cargo Zrt. ernennt mit 1. Juli 2009 Imre Kovács, den bisherigen Generaldirektorstellvertreter für die Bereiche Handel und Betrieb, zum neuen Generaldirektor. Kovács verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in Führungspositionen im Eisenbahn-Gütertransport.
Neben Imre Kovács wurde mit Karl Zöchmeister auch die Position des stellvertretenden Generaldirektors neu besetzt. Kovács wird als Vorstandsvorsitzender künftig für den Bereich Vertrieb, Zöchmeister als Vorstandsdirektor für den Bereich Produktion verantwortlich zeichnen.
Karl Zöchmeister war bei der Rail Cargo Austria AG, dem Mutterunternehmen der MÁV Cargo, bislang als Leiter des Transportmanagements tätig und kann auf langjährige Erfahrungswerte mit dem MÁV-Konzern zurückgreifen. Darüber hinaus bringt er umfangreiche Kenntnisse in Change- und Personalentwicklungsprozessen mit, vor allem aus seiner früheren Funktion als Geschäfts- und Betriebsleiter des ÖBB-Personenverkehrs.
László Nagy, der erst vor kurzem zum stellvertretenden Generaldirektor und Vorstandsdirektor für den Bereich Finanzen bestellt wurde, komplettiert den Vorstand der MÁV Cargo. Der bisherige Generaldirektor Dr. László Átol ist mit 30. Juni 2009 aus dem Unternehmen ausgeschieden.
Eine Änderung gibt es auch im Aufsichtsrat der MÁV Cargo: Zu den bisherigen Aufsichtsratsmitgliedern – Dr. Balázs Czudar, Gábor Pál, Tibor Mózes, Róbert Zlati – kommt ebenfalls ab 1. Juli 2009 als neues Mitglied Csaba Siklós hinzu (Pressemeldung ÖBB, 02.07.09).

RechteckErschließungsbahn im Freilichtmuseum Szentendre Budapest
Im Freilichtmuseum Szentendre Budapest ging im April eine neue normalspurige Erschließungsbahn in Betrieb. Die 2,2 km lange Bahn läuft über zwei Spitzkehren, hat eine Maximalsteigung von 39 Promille und ist nicht mit dem BHEV-/MAV-Netz verbunden.
Den Verkehr besorgen zwei historische und perfekt restaurierte Ganz-Dieseltriebwagen. Näheres zum Freilichtmuseum Szentendre siehe www.skanzen.hu (Dieter Zoubek, Austrian Steam Base, 25.05.09).

RechteckStadler und MAV unterzeichnen Vertrag über Unterhalt von 30 FLIRT
Stadler Rail und die Ungarischen Staatsbahnen (MÁV) haben vor wenigen Tagen einen Vertrag über den Unterhalt von 30 FLIRT unterzeichnet. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 30 Jahren und umfasst den Unterhalt und die Reinigung der Fahrzeuge.
Die ungarischen Staatsbahnen (MÁV) haben bisher 60 FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) bei Stadler gekauft. Für den Unterhalt der ersten Serie von 30 FLIRT hat Stadler bereits einen Vertrag mit MÁV. Mit diesem Vertrag werden nun alle 60 MÁV-FLIRT im Stadler-Unterhaltswerk in Pusztascabolcz gewartet. Der Vertrag definiert, dass jederzeit mindestens 94% der Züge verfügbar sein müssen.
Jürg Gygax, Executive Vice President der Stadler Rail Group, erklärt: „Wir freuen uns sehr über diesen Vertrag. Er zeigt auch, wie zufrieden MÁV mit unseren FLIRT und ebenso mit der Wartung der ersten Serie ist. Wir schätzen das Vertrauen, das MÁV uns mit diesem zusätzlichen Vertrag entgegenbringt. Dieser Erfolg trägt auch dazu bei, unsere Präsenz in Ungarn zu stärken.“
Stadler hat im Januar 2009 mit der Auslieferung der zweiten Serie von 30 FLIRT begonnen, zwei Monate früher als vertraglich vereinbart. Der Abschluss der Auslieferung ist für Ende Februar 2010 vorgesehen (Pressemeldung Stadler, 15.05.09).

RechteckStadlers Wagenkastenwerk in Szolnok eingeweiht
Foto Stadler
Peter Kiss (Minister for Social Policy), Peter Spuhler (CEO und Inhaber der Stadler Rail Group) und Ferenc Szalay (Bürgermeister von Szolnok) haben am 23.04.09 im ungarischen Szolnok das neue Werk von Stadler Rail eingeweiht. Dank des Erfolges bei internationalen Ausschreibungen benötigt Stadler Rail zusätzliche Produktionskapazität für Aluminium-Wagenkästen. Im neuen Werk werden 200 Arbeitsplätze geschaffen und total etwa CHF 50 Mio. investiert. Es findet keinerlei Verlagerung aus der Schweiz nach Ungarn statt. Stadler investiert derzeit auch in den Werkplatz Schweiz insgesamt rund CHF 100 Mio. für Aus- und Neubauten in Altenrhein SG, Winterthur und Erlen TG.
Stadler Rail entschloss sich angesichts der zunehmenden Nachfrage aus Zentral- und Osteuropa für einen Ausbau der Produktionskapazität in der Region. Ungarn ist inzwischen nach der Schweiz und Deutschland ein weiterer wichtiger Markt für Stadler Rail. Die ungarischen Staatsbahnen (MÁV) haben bisher bereits 60 FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) gekauft. Stadler rechnet mit weiteren Aufträgen aus Ungarn. Daher wurde entschieden, die benötigte zusätzliche Kapazität in Szolnok aufzubauen.
Die ersten 30 Züge sind bereits seit längerer Zeit erfolgreich bei der S-Bahn Budapest in Betrieb. Ende 2007 hat MÁV die Option für eine zweite Serie von weiteren 30 vierteiligen FLIRT eingelöst. Stadler hat bereits im Januar 2009 mit der Lieferung dieser Züge begonnen. Dies ist zwei Monate früher als im Vertrag vereinbart. Die letzten Züge dieser Serie werden voraussichtlich im Februar 2010 in Betrieb genommen. Das neue Werk wird die Wagenkästen von mindestens 7 dieser FLIRT schweissen und lackieren. Das sind insgesamt 28 Wagenkästen. Somit werden die neuen Züge der MÁV einen bedeutenden ungarischen Produktionsanteil aufweisen.
Anfang März konnte in Szolnok mit dem Schweissen der ersten Züge begonnen werden. Momentan verfügt das Werk über eine Kapazität von 60 Wagenkästen pro Jahr. Diese kann auf 200 erhöht werden. Die erste Bauetappe mit einer Investition von rund CHF 25 Mio. ist abgeschlossen. In diesem Jahr wird das Werk mit einer CNC-Produktionshalle (Fräsanlagen für die benötigten Alu-Teile) erweitert. Dies bedeutet eine Investition von weiteren rund CHF 25 Mio. Somit werden gesamthaft etwa CHF 50 Mio. investiert.
Mit dieser Investition hat Stadler moderne Leichtbau-Technologie nach Szolnok transferiert, die für Ungarn einzigartig ist. Die Bedeutung für Ungarn wird auch durch die Teilnahme des Ministers für Social Policy, Peter Kiss,an der Eröffnung unterstrichen.
Auch für Stadler Rail hat dieser Schritt eine grosse Bedeutung, wie Inhaber und CEO Peter Spuhler erklärt: „Ungarn war für uns schon immer ein attraktiver Markt. Unsere Investition unterstreicht unser Engagement. Stadler Rail hat den Grundstein für den Neubau vor weniger als einem Jahr gelegt. Dank der hervorragenden Unterstützung durch die Behörden und alle Beteiligten konnten wir bereits im März die Produktion aufnehmen. Mit unserem Unterhaltswerk in Pusztaszabolcs und dem Produktionsbetrieb hier in Szolnok gehören wir heute zu den wichtigsten Investoren in Ungarn.“ (Pressemeldung Stadler, 24.04.09).

RechteckStadler beginnt FLIRT-Produktion in Szolnok
Stadler Szolnok Kft., die ungarische Niederlassung von Stadler Rail Group, hat die letzte Lizenz für den Betrieb und die Produktion von Aluminiumwagenkästen am 02.03.09 erhalten. Nach den aktuellen Plänen soll die Firma die Schalen von mindestens sieben der 30 von Stadler an die MAV zu liefernden FLIRT-Züge schweißen und lackieren. Der lokale Anteil am Produktionsprozess bedeutet, dass die modernsten in Ungarn eingesetzten Züge zum Teil in Ungarn gefertigte Produkte sind.
Die Anlage in Szolnok wird eine maximale Kapazität von 60 Wagenkästen für das Jahr 2009 aufweisen, die proportional mit der Zunahme der Zahl der Beschäftigten steigen kann. Nach Abschluss der Investitionen wird die Anlage voll ausgelastet in der Lage sein, etwa 200 Aluminiumwagenkästen pro Jahr mit rund 200 Personen zu produzieren.

Das Stadler-Werk in Szolnok wird auch an der Produktion von FLIRT-Zügen teilnehmen, die von der MÁV am Ende des Jahres 2007 geordert wurden. Nach dem Zeitplan der Lieferung wird die Anlage in der Lage sein, die Wagenkästen von mindestens 7 der 30 S-Bahnzüge des Typs FLIRT für die MAV zu produzieren. Stadler begann die Auslieferung der Züge im Januar 2009, 2 Monate früher als im Vertrag vereinbart. Die letzten Züge der neuen Flotte werden ihren Betrieb erwartungsgemäß im Februar 2010 aufnehmen, was bedeutet, dass bis 2010 insgesamt 60 FLIRT-Züge in Ungarn im Einsatz sein werden (Pressemeldung Stadler, 03.03.09).

RechteckUngarn: Ende der MDmot in Pécs in Sicht
Foto Ferenc JoóFoto Ferenc Joó
Foto Ferenc Joó
Unsere Bilder stammen vom Samstag, 31. Januar 2008: MDmot 3034 abfahrbereit in Pécs als 8124 nach Magyarbóly, eine Garnitur mit Steuerwagen Btx 016 voraus bei Vizvár, sowie bereits im Dunkeln steht MDmot 3030 mit dem 8911 im Abzweigbahnhof Középrigóc. Anschluß über die Lokalbahn nach Sellye/Villány gibt es hier freilich seit zwei Jahren nicht mehr. Fotos Ferenc Joó.
Eine europaweit ziemlich einzigartige Konstruktion sind die MDmot-Schlepptriebwagen der MÁV: eigentlich eine leichte Drehgestell-Diesellokomotive mit Gepäckabteil, stets gekuppelt mit einer aus drei Wagen bestehenden Wendezuggarnitur, deren Steuerkopf wie die Stirnfronten des MDmot selbst gestaltet ist. Das Maschinchen verfügt über bescheidene Kenndaten von 590 kW Motorleistung und 100 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Mit Baujahr 1970 ist "Piroska" ("Röslein") in die Jahre gekommen und mußte vor einigen Jahren schon vom Depo Szentes Abschied nehmen. Nun schlägt den paprikaroten Wendezügen auch die Stunde im südungarischen Pécs, das dort verbliebene Dutzend soll Ende Mai die "Schwäbische Türkei" verlassen und zu den Geschwistern nach Debrecen umziehen. Doch auch dort ist das Ende der gesamten Baureihe für das Jahresende 2010 schon in Sicht ...
Der letzte Umlauf in Pécs sieht momentan noch fünf Plantage auf der Achse Gyékényes - Pécs (KBS 60) sowie nach Mohács an die Donau (KBS 65) und nach Magyarbóly an die kroatische Grenze (KBS 66) vor, Fotografen mögen sich beeilen; Piroska steht zumeist in westlicher Richtung vor ihrem Wagenzug
Turnus 606
Sz 8939 Barcs ? Nagykanizsa 04.50 ? 06.53
Sz 8914 Nagykanizsa ? Barcs 11.19 ? 12.59
Sz 8924 Barcs ? Pécs 13.37 ? 15.36
Sz 8941 Pecs ? Barcs 17.48 ? 19.26
Turnus 607
Tag 1
Sz 8919 Pécs ? Gyékényes 05.28 ? 08.10
Sz 8912 Gyékényes ? Pécs 09.04 ? 11.36
Sz 8923 Pécs ? Gyékényes 13.41 ? 16.06
Sz 8916 Gyékényes ? Pécs 16.55 ? 19.34
Sz 8951 Pécs ? Barcs 21.56 ? 23.25
Tag 2
Sz 8950 Barcs ? Pécs 04.33 ? 06.00
Sz 8917 Pécs ? Barcs 06.11 ? 07.33
Sz 8962 Barcs ? Pécs 08.35 ? 09.59
Sz 8121 Pécs ? Villány 10.47 ? 11.37
Sz 8115 Villány ? Pécs 11.49 ? 12.39
Sz 8134 Pécs ? Magyarbóly 13.38 ? 14.39
Sz 8123 Magyarbóly ? Pécs 15.40 ? 16.38
Sz 38818 Pécs ? Mohács 18.52 ? 20.16
Tag 3
Sz 38829 Mohács ? Pécs 05.20 ? 06.39
Sz 8124 Pécs ? Magyarbóly 14.43 ? 15.57
Sz 8121 Magyarbóly ? Pécs 17.37 ? 18.38
Sz 8911 Pécs ? Barcs 19.42 ? 21.11
Sz 8911 Barcs ? Gyékényes 21.12 ? 22.15 mo-fr, so
Tag 4
Sz 8920 Gyékényes ? Pécs 04.25 ? 07.03
Sz 8913 Pécs ? Gyékényes 16.20 ? 19.03
Sz 8918 Gyékényes ? Barcs 19.35 ? 20.48 mo-fr, so
Sz 8918 Barcs ? Pécs 20.49 ? 22.12
(Joachim Piephans, 05.02.09).

RechteckRekonstruktion der nördlichen Donau-Brücke in Budapest
Die Rekonstruktion der nördlichen Eisenbahnbrücke über die Donau in Budapest wurde im Februar 2007 von der Nationalen Infrastrukturentwicklungsgesellschaft (Nemzeti Infrastruktúra Fejleszto Zrt.) begonnen. Die alte Stahlkonstruktion, die jetzt ersetzt wurde, wurde zwischen 1953 und 1957 vorübergehend mit Brückenelementen der Armee wiederaufgebaut, da die ursprüngliche Konstruktion während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Diese Brücke hatte eine zeitlich begrenzte Betriebsgenehmigung für nur 50 Jahre. Wegen des schlechten Zustands mussten Geschwindigkeitsbegrenzungen von 10 km/h für Güterzüge und 30 km/h für Personenzüge eingeführt werden.
Im Sommer 2008 erfolgten der Abriss der alten Stahlkonstruktion und die Platzierung der neuen Struktur im Laufe von 3 Monaten. Zwischen den beiden Seiten der Donau gab es in dieser Zeit außer einer Schiffsverbindung keinen öffentlichen Verkehr, dies hat aber nicht zu wesentlichen Nachteilen für die Reisenden geführt.
Die Bahnlinie Budapest - Esztergom wurde zwar von den beiden wichtigsten Bahnhöfen auf der gegenüberliegenden Seite der Donau abgeschnitten, für die Fahrgäste konnte aber ein neuer Bahnhof mit guter Verbindung zu den anderen öffentlichen Verkehrsträgern errichtet werden. Zum ersten Mal wurden in Ungarn verschiedene Arten von Eisenbahnsystemen interoperabel in einem regulären Betrieb verbunden. Die Personenzüge auf der Strecke Budapest - Esztergom (DMU - Diesel Multiple Units) verkehrten zum Teil auf der elektrifizierten Strecke der im städtischen Besitz befindlichen S-Bahn.
Im Rahmen des Projekts für den Wiederaufbau der Eisenbahnbrücke über die Donau wurden zwei weitere Brücken ebenfalls saniert. Auf der nördlichen Seite der Brücke wurde eine Fahrradspur, auf der südlichen Seite ein Fußgängerweg gebaut. Die öffentlichen Versorgungsleitungen waren unter der Stahlkonstruktion versteckt.
Seit September 2008 fahren die Züge wieder ab Westbahnhof nach Obuda. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2009 fertiggestellt sein.
Die Nationale Infrastrukturentwicklungsgesellschaft (Nemzeti Infrastruktúra Fejleszto Zrt.) ist als staatliches Unternehmen verantwortlich für die Umsetzung der Wirtschafts- und Infrastrukturprogramme. Die Aufgaben des Unternehmens umfassen Autobahnen, Straßen und die Eisenbahn-Infrastruktur
(Pressemeldung Nemzeti Infrastruktúra Fejleszto Zrt., 28.01.09).

RechteckStadler liefert zweite Serie Flirt aus
Stadler Rail Group hat mit der Auslieferung der zweiten Partie der FLIRT-Züge an MÁV Zrt. (MÁV) begonnen. Dank der Flexibilität von Stadler kommen die neuen Züge durchschnittlich über 2 Monate früher als in den Liefervereinbarungen genannt zur Auslieferung. Die letzten Züge der neuen Serie werden erwartungsgemäß im Februar 2010 in Dienst gestellt, was bedeutet, dass bis zum Jahr 2010 insgesamt 60 FLIRT Züge bei der ungarischen Eisenbahn im Dienst stehen werden. Die Finanzierung wird durch ein Darlehen der Raiffeisen Bank über EUR 141,6 Mio. unterstützt.
Seit der Auslieferung der ersten Einheiten werden die Flirt-Züge von der MÁV auf den Bahnlinien Budapest - Gyor, Budapest - Székesfehérvár und Budapest - Pusztaszabolcs eingesetzt. Die Züge erfuhren Anerkennung und Bewunderung durch das Feedback der Reisenden. Die Beschaffung der neuen Züge ist Teil des Programms zur Modernisierung der MÁV, dass für die Entwicklung des S-Bahn-Verkehrs in Ungarn, zur Erhöhung der Qualität der Dienstleistungen und zur Kürzung der Reisezeiten aufgewendet wird.
Mit der Ankunft der neuen Züge soll die Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel auf mehreren Strecken verbessert werden. Die ersten Züge der neuen Flotte werden auf den Strecken Budapest - Székesfehérvár und Budapest - Pusztaszabolcs eingesetzt. Ab Mai 2009 starten die Züge auf der Linie Budapest - Gödöllo - Hatvan. Mit Ankunft der ersten Züge werden alte Fahrzeuge aus dem Betrieb genommen.
Der Einsatz der neuen Züge wird auch eine neue Ära in der Geschichte der Eisenbahn auf der Strecke Budapest - Vác - Szob an den Wochenenden einleiten. Während des Sommers verkehren die Züge auch im südlichen Teil des Balaton (Pressemeldung Stadler/MAV, 21.01.09).

RechteckRCA und MÁV Cargo vollziehen Zusammenschluss
"Es ist ein historischer Tag. Heute entsteht etwas Neues!", so gibt Friedrich Macher, Sprecher des Vorstands der Rail Cargo Austria, seiner Freude darüber Ausdruck, dass "der Zusammenschluss der beiden Unternehmen RCA und MÁV Cargo heute vollzogen wurde." Die von der europäischen Wettbewerbsbehörde vorgegebenen Auflagen werden von Seiten der RCA punktgenau erfüllt. Mit dem Kauf ergeben sich für beide Unternehmen umfassende Synergien; womit auch die Positionierung der RCA als Top-Player im internationalen Güterverkehr beschleunigt wird. Die MÁV Cargo wird innerhalb des RCA Konzerns ein eigenständig agierendes und ergebnisverantwortliches Unternehmen. "Der Kaufpreis von 400 Millionen Euro ist angemessen", so Günther Riessland, Mitglied des Vorstands der RCA, "da der Zusammenschluss der beiden Unternehmen eine Erweiterung des schienengebundenen Güterverkehrs in Mittel- und Osteuropa ermöglicht." Durch die Nutzung der Synergiepotentiale erwartet Riessland bereits im Jahr 2009 einen positiven Beitrag der MÁV Cargo. "Die derzeitige schwierige gesamtwirtschaftliche Situation bedeutet für uns selbstverständlich eine große Herausforderung", so Riessland weiter, der betont, dass durch den Zusammenschluss die beiden Unternehmen eine Spitzenposition innerhalb der europäischen Güterbahnen eingenommen wird.
Für den ÖBB-Konzern betont Peter Klugar, Sprecher des Vorstands der ÖBB-Holding AG die Bedeutung des Zusammenschlusses. "Die MAV Cargo passt ideal zu den internationalen Ambitionen des ÖBB-Konzerns. Gemeinsam werden wir ein europäisches Schwergewicht bilden und auf Augenhöhe mit den großen Logistikern agieren."
Ein Netz von nunmehr rund 8.000 Schienenkilometern bindet zusätzliche europäische Korridore ein. "MÁV Cargo ist im CEE-Raum ein sehr gut etabliertes Gütertransportunternehmen und bringt, zusätzlich zu rund 3.700 Mitarbeitern, unter anderem einen sehr gut betreuten Kundenstamm, den modernen Güterterminal Bilk bei Budapest, rund 13.000 Wagons und die Wagonproduktionsstätte in Miskolc ein", erläutert der RCA Vorstand Ferdinand Schmidt. RCA und MÁV Cargo werden insgesamt 28,2 Milliarden Tonnenkilometer (transportierte Tonnen mal gefahrene Kilometer) befördern.
In Zukunft wird es gemeinsam möglich, die Abwicklung des Güterverkehrs zwischen den unterschiedlichen Zugsystemen West- und Süd-Ost-Europas und den GUS-Staaten zu optimieren. Zudem wird die MÁV Cargo eine wesentliche Rolle im kombinierten Verkehr in den Ländern Südosteuropas ausüben. Dies ergibt eine Stärkung der beiden Unternehmen RCA und MÁV Cargo am Donaukorridor und bietet nicht nur eine durchgehende Verbindung in die Ukraine, sondern auch bis zum Schwarzen Meer und auf den Balkan. "Bereits jetzt werden drei Viertel des gesamten ÖBB-Güterverkehrs grenzüberschreitend transportiert", so Schmidt, der betont, dass die Ost-West-Achse für den Güterverkehr immer bedeutender wird.
Rail Cargo Austria und MÁV Cargo gemeinsam werden eine zentrale Rolle im Wagenmanagement in Mittel- und Süd-Ost-Europa einnehmen. Záhony ist Umladestelle von Breit- auf Normalspur und soll zum Tor zu den Märkten in Italien, Frankreich und der Schweiz ausgebaut werden. Der Aufbau eines Netzes von Logistikcentern und Terminalstandorten in CEE-Ländern, die gemeinsame Nutzung und der optimierte Einsatz des rollenden Materials werden dazu beitragen Kundenbedürfnisse noch besser zu erfüllen.
"Wir haben Großes vor!", so Macher, der fest hält, dass die beiden Unternehmen neue Maßstäbe für Service und Qualität in der europäischen Bahnlogistik setzen möchten. "Um die notwendigen hervorragenden Leistungen in der europäischen Logistik erbringen zu können", so Macher weiter, kommt es darauf an, innovative Bahnlösungen sicher zu stellen." Um dies zu ermöglichen, wurde das Projekt "Joining Forces" ins Leben gerufen, das eine Bündelung sämtlicher Kräfte in beiden Unternehmen gewährleistet. "Die besten Ideen aus RCA und MÁV Cargo werden gebündelt und in den jeweiligen Unternehmen eigenverantwortlich implementiert und umgesetzt. Eine Verschmelzung von MÁV Cargo und RCA zu einer Marke ist zur Zeit nicht geplant. Ein schlagkräftiger Konzern - zwei Unternehmen und Marken", so die Vorstände.
Die RCA ist davon überzeugt, dass der zukünftige gemeinsame Weg nur mit dem, in beiden Unternehmen vorhandenen Know-how und dem Engagement aller Mitarbeiter möglich ist. "Unser klares Ziel", so Riessland, "ist Wachstum und Expansion. Deshalb benötigen wir jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter." Wie in der RCA wird auch bei MÁV Cargo in Hinkunft verstärkt in Mitarbeitergesundheitsvorsorge-Programme investiert werden. "Gemeinsam mit allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen wir die sich ergebenden Chancen nutzen.", so Macher, der darauf hinweist, dass "dies neben Stabilität am jeweiligen Heimmarkt die Chance mit sich bringt, eine der europäischen Top-Cargo-Unternehmen zu sein." (Pressemeldung ÖBB, 03.12.08).

RechteckEU stimmt MAV Cargo-Kauf zu
Dem Zusammenschluss-Verfahren zwischen Rail Cargo Austria und der MAV Cargo wurde am 26.11.08 seitens der EU-Wettbewerbsbehörde stattgegeben. "Mit großer Freude nehmen wir diese Entscheidung zur Kenntnis und werden uns jetzt mit voller Energie auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern vorbereiten", heißt es unisono seitens des RCA-Managements.
Nachdem im Herbst 2007 die Privatisierungskommission in Ungarn das Konsortium Rail Cargo Austria/Raaberbahn als Bestbieter empfohlen hat, wurde Anfang des Jahres der Kaufvertrag mit der ungarischen Regierung und der MAV in einem feierlichen Akt unterzeichnet. Die letzte Hürde wurde nun auch mit der Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde erfolgreich genommen.
Die Zustimmung seitens der EU-Wettbewerbsbehörde wurde an folgende Auflagen geknüpft:
• Auflösung des Konsortiums Rail Cargo Austria/Raaberbahn
• Auflösung der Beteiligung der Speditions Holding an der Raaberbahn
• Änderung der Beteiligungsstruktur an den Speditionen
Seitens Rail Cargo Austria werden all diese Auflagen erfüllt. Bis zum Closing - dem Tag des tatsächlichen Eigentumsübergangs - in einigen Tagen sind jetzt noch einige formale Prozesse abzuarbeiten.
Weitere Details zum Kauf und die ersten Aktivitäten werden Themen eines Pressegespräches sein, das am 2. Dezember 2008 um 12 Uhr im Hotel Kempinski, Erzsébet tér 7-8, 1051 Budapest geplant ist (Pressemeldung ÖBB, 27.11.08).

Rechteck75 Jahre Trolleybusse in Budapest
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Budapest feierte am Wochenende vom 10. bis 12. Oktober "75 Jahre Trolleybusse (1933 - 2008)". Es gab ein Obus-Konferenz sowie einen "Tag der offenen Tür" im Obus-Depot. Ein sehr empfehlenswertes Buch "75 Jahre Obus in Budapest" von Jakob Laszlo und Nemeth Zoltan Adam erschien im Verlag BKV (Gunter Mackinger, 14.10.08).

RechteckBudapest
Foto  Reinhard HirschFoto  Reinhard Hirsch
Foto  Reinhard HirschFoto  Reinhard Hirsch
Am 22.09.2008 konnte ich rund um den zentralen Budapester Rangierbahnhof Ferencvarosi pu. sowie in Kispest mehrere M62 sowie eine Nohab sichten. Der sehr rege Bahnverkehr lässt sich von der Fußgängerbrücke des Ferencvarosi pu. gut beobachten und auch ein Besuch des Depots war ohne Probleme möglich (Reinhard Hirsch, 24.09.08).

RechteckGYSEV oder Raaberbahn
Foto Gerd HahnFoto Gerd Hahn
Foto Gerd Hahn
Zweimal kreuzte ich bei meiner Fahrt in den Kurzurlaub zum Balaton die Raaberbahn oder kurz GYSEV genannt. Beide Male kamen dabei Fotos im Raum Lövö in Ungarn zustande. Der Anlass war allerdings im ersten Fall mehr als traurig. Bei meiner Anfahrt sah ich Zug 9952 im Bahnhof stehen. Die GYSEV Lok V 43 328 war ab gebügelt. Passagiere waren nicht im Zug. Vor der Lok hing eine Erdung Stange, die auch auf dem Foto zu erkennen ist, herab. Kurz hinter dem Bahnhof sah ich später den Grund dieser Maßnahme. Dort hatte es ca. 500 m vor der Bahnhofeinfahrt einen Zusammenstoß zwischen dem Gegenzug und einem Pkw gegeben. Feuerwehr und Polizei hatten alles abgesperrt. Am Abend berichtete das ungarische Fernsehen darüber und sprach von vier Toten.
Bei meiner Rückreise passte es von der Zeit so, dass ich gerade noch einen Containerzug bei der Durchfahrt in Lövö Rtg. Szombathely erwischte. Wenig später folgte der Planzug, den ich bei Sopronkövesd ablichten konnte. Interessant dabei die unterschiedliche Beschriftung der Lokomotiven. Die Lok vor dem Containerzug trug sowohl die Aufschrift "GYSEV" als auch den Schriftzug "RAABERBAHN". Letzteres hatte ich bisher nicht beobachten können (Gerd Hahn, 17.09.08).

RechteckKecskemet
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Die KBS 149 Kecskemet - Törökfai - Kiskunmajsa ist 52 km lang bei einer Fahrzeit von 160 min. Die Fotos zeigen zeigen P-31725 im Bhf Bugac felsö und Reisende mit Schaffner im P-31725 am 29. August 2008 (Martin Kubik, 08.09.08).

RechteckPalhaza
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Die KBS 332 Palhaza - Kökapu - Rostallo ist die Reststrecke des Schmalspurnetzes Zemplengard - Sarospatak - Satoraljaujhely - Füzerkomlos. Die Strecke wurde im Jahre 1980 stillgelegt. Zwischen Palhaza und Rostallo wird Touristenverkehr angeboten (Martin Kubik, 06.09.08).

RechteckStrecke Balassagyarmat - Ipolytarnóc
Foto Bernhard DuschekFoto Bernhard Duschek
Noch immer fahren die Studenka-Schienenbusse auf der Strecke Balassagyarmat – Ipolytarnóc, die schon mehrfach auf Einstellungslisten der MÁV zu finden war. Die Bilder vom 01.08.2008 zeigen den Bzmot 297 bei der Wende von Zug 33620 auf Zug 33617 sowie die planmäßige Kreuzung der Züge 32220 und 33617 in Nógrádszakál, wo außerdem noch die 40 44003-4 des EVU Floyd ZRt. für Bauzugeinsätze abgestellt war (Bernhard Duschek, 06.09.08).

RechteckDombrad
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Die KBS 118/119 Nyiregyhaza - Herminatanya/Balsai/Domrad ist 67 km lang und hat noch viele Reisende. Die Fotos zeigen P-31612 am neuen Bahnsteig vor dem Bhf Nyiregyhaza und in der Endstation Dombrad am 27.August 2008 (Martin Kubik, 04.09.08).

RechteckSchmalspurbahnen in Balaton-Nähe
Foto Bernhard DuschekFoto Bernhard Duschek
Foto Bernhard DuschekFoto Bernhard Duschek
Auf der letzten verbliebenen Strecke nach Somogyszentpál des ehem. Wirtschaftsbahnnetzes von Balatonfenyves wird der Planbetrieb unverändert mit Loks der Bauart C-50 abgewickelt. Je nach Andrang werden die Züge aus einem oder 2 Wagen gebildet. Am Bild oben links hat sich die GV 5713 am 02.08.2008 mit Zug 31844 eben auf dem Weg nach Somogyszentpál gemacht und fährt mit gemütlichem Tempo durch Balatonfenyves. Oben rechts hat die GV 5713 am 03.08.2008 mit Zug 31845 schon beinahe wieder den Endbahnhof Balatonfenyves erreicht.
Etwa 40 km von Balatonfenyves entfernt verkehren jeweils Dienstags und Freitags 2 Zugpaare auf der 9 km langen Waldbahn Mesztegnyo zum Endpunkt Felsokak und retour. Im Sägewerk des Ausgangsbahnhofes wird die Schmalspurbahn noch zum werksinternen Verschub verwendet (Bernhard Duschek, 04.09.08).

RechteckZajta
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Die bilder zeigen die an der Grenze zu Rumänien liegenden Lokalstrecken Mateszalka - Csenger und Mateszalka - Zajta. In der Endstation Csenger ist noch Fahrdienstleiter tätig, während Zajta unbesetzt ist (Martin Kubik, 01.09.08).

RechteckDieselpower und modernisierte Bahnhöfe
Foto Holger MühlbachFoto Holger Mühlbach
Auch in der fast Provinz geht die Modernisierung bereits seit einigen Jahren voran. Während das linke Foto aus dem Jahr 2000 stammt, ist das rechte Foto erst in diesem Sommer aufgenommen.
Deutlich zu sehen, die Bahnsteige sind modernisiert und gepflastert. Mittlerweile ist auch die handbediente Schranke in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Tolna - Mösz verschwunden und durch eine halbautomatische Anlage ersetzt. Einige, vor zwei oder drei Jahren noch bediente Gütergleise sind ebenfalls Geschichte.
Interessantes Detail: Es gibt aber noch einen Fahrdienstleiter, der den Zug persönlich abfertigt und auch das Abfahrtssignal gibt. Wie lange wird es dieses kleine Detail noch geben? (Holger Mühlbach, 25.08.08).

Rechteck"Feldbahn" an Palinkabrennerei
Foto Holger MühlbachFoto Holger Mühlbach
Das es in Ungarn noch Waldbahnen und sogar Fischbahnen gibt, ist sicherlich vielen Lesern bekannt. Auf der Suche nach einem guten ungarischen Palinka fand ich in Siogard eine Brennerei, mit einer kleinen "Feldbahn". Das Gleis führt direkt in die Brennerei hinein. Ist ein Kessel mit Schnaps fertig destilliert, wird der Rest der Früchte in die Lore geschüttet und dann anschließend nach draußen geschoben und in einem gemauerten Becken abgelassen.
Die beiden Fotos zeigen das Gleis, wie es in der Brennerei verschwindet und die Lore an dem Becken für die Reste (Holger Mühlbach, 25.08.08).

RechteckWaldbahn Gemenc
Foto Holger MühlbachFoto Holger Mühlbach
Foto Holger MühlbachFoto Holger Mühlbach
In diesem Jahr besuchte ich am 30.07.2008, mittlerweile schon traditionell, die Waldbahn Gemenc. Ich hatte bereits im Internet gelesen, dass die Züge ab dem Sommer nicht in Baranyfok enden, sondern in Kesselyüs. Grund sind nach Aussagen der Touristinformation die umfangreichen Autobahnbauarbeiten im Bereich Baranyfok. In Deutschland wäre das sicher ein Grund gewesen, die Bahn stillzulegen, hier soll im nächsten jahr der alte Zustand wieder erreicht sein.
Der ankommende Mittagszug war, wie auch nicht anders zu erwarten, sehr gut besetzt. Das Umfahrgleis liegt nicht direkt am Hp. Kesselyüs, sondern vielleicht 100 m in Richtung Wald. Vor einigen Jahren hatte ich dort noch einen abgestellten Holzzug fotografiert (s. Foto oben links), heute umfährt hier die Lok den Zug und drückt ihn anschließend zum Haltepunkt zurück (Holger Mühlbach, 25.08.08).

RechteckTalentierte Flirts
Foto Heiko MüllerFoto Heiko Müller
Auf der ungarischen KBS 1 zwischen Györ und Budapest verkehren sowohl Triebwagen des Typs "FLIRT" als auch des Typs "TALENT". Im ebenfalls an dieser Strecke gelegenen Depot Komárom waren auch Triebwagen des Typs "DESIRO" abgestellt.
Am 12.08.2008 pendelten u.a. 5341 027-0 und 5341 005-6 zwischen Komárom und Budapest-Déli pu., aufgenommen in Komárom. 5342 008-9 und 5342 007-1 befinden sich am 14.08.2008 als Zug 4927 auf dem Weg von Györ nach Budpest-Déli pu., aufgenommen zwischen Almásfüzito und Tata (Heiko Müller, 19.08.08).

RechteckModernisierung der Verkehrsinfrastruktur mit Funkwerk-Technologie
Die Republik Ungarn modernisiert mit Unterstützung der EU ihre Verkehrsinfrastruktur und setzt dabei auf Funkwerk-Technologie. Schon seit mehreren Jahren arbeitet Funkwerk mit ungarischen Unternehmen bei der Ausstattung von Bahnhöfen mit Informationssystemen und bei der Ausrüstung von Zügen mit Kommunikationstechnik zusammen.
Jetzt wurden die weiteren Schritte beim Aufbau einer Verkehrsinfrastruktur nach internationalen Standards und auf der höchsten technologischen Entwicklungsstufe im Rahmen einer Fachtagung zusammen mit Repräsentanten der ungarischen Regierung und dem ungarischen Botschafter in Berlin, Dr. Sándor Peisch, erörtert.
Die Verkehrspolitik innerhalb der Europäischen Union muss Wege schaffen, um für mehr Effizienz im Güter- und Personenverkehr zu sorgen und so die Leistungsfähigkeit der Bahnverkehrssysteme im Hinblick auf zukünftige Aufgaben zu erhöhen. Eine Voraussetzung dafür sind einheitliche Transportverfahren und die Interoperabilität der technischen Anlagen. Bei der Schaffung dieser Grundlagen hat Ungarn eine Vorreiterrolle in Mittelosteuropa übernommen.
Schon seit 2003 arbeiten dabei ungarische Unternehmen mit dem Geschäftsbereich Traffic & Control Communication von Funkwerk zusammen. So wurden gemeinsam analoge und digitale Zugfunksysteme sowie ein Streckenfernsprecher für die ungarische Bahn (MAV) entwickelt. Erste Pilotprojekte für die akustische und visuelle Reisendeninformation sowie zur Videoüberwachung von Bahnhöfen konnten in den letzten Jahren erfolgreich abgeschlossen werden.
Jetzt wird diese langjährige Zusammenarbeit weiter vertieft. Dazu wurde unter anderem kürzlich in Budapest von Funkwerk zusammen mit der ungarischen Paracomtel die Funkwerk Ungarn Kft. gegründet. „Ungarn ist in Osteuropa sicherlich das Land mit den besten Voraussetzungen, um mittelfristig ein äußerst leistungsfähiges Bahnverkehrssystem aufzubauen. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“, so Funkwerk-Vorstand Dr. Hans Grundner.
Von der ungarischen Regierung wird dabei der Ausbau der internationalen „Transportkorridore“ priorisiert. In drei bis vier Jahren soll dann die gesamte Bahninfrastruktur erneuert sein. Noch in diesem Jahr wird das Ausschreibungsverfahren für die Umrüstung der Kommunikationssysteme auf den internationalen Mobilfunkstandard GSM-R abgeschlossen. Funkwerk ist auf dem Gebiet der mobilen und stationären GSM-R Endgeräte für Bahnbetriebe seit Jahren Marktführer in Europa (Pressemeldung Funkwerk AG, 16.07.08).

RechteckRaaber Bahn auf 760 mm
Foto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Denkt man an die Raaber Bahn/GySEV, so fallen dem Eisenbahnbegeisterten schwere Güterzüge und moderner SPNV im österreichisch/ungarischen Grenzgebiet um Sopron/Ödenburg - natürlich auf Normalspur - ein. Bei den Besuchern erfreut sich jedoch die nahe Ödenburg/Sopron und dem Neusiedler See gelegene Schmalspurbahn von Fertöboz über Baratsag nach Nagycenk großer Beliebtheit.
Als es Anfang der 1970er Jahre den Anschein hatte als würden alle Schmalspurbahnen in Ungarn eingestellt werden, fiel der Beschluß diesen für die Wirtschaftsgeschichte das Landes so wichtigen Institution ein Denkmal zu setzten. Die Raaberbahn errichtete 1972 eine 3,6 km lange Schmalspurbahn vom Bf. Fertöboz zum Schloss Szechenyi (Bf. Kastely nahe Nagycenk). Die Fahrzeuge wurden von vielen ungarischen Schmalspurbahnen zusammengeholt - die nicht einzusetzenden Loks-und Waggons wurden nahe dem Endbahnhof Nagycenk in einem Park aufgestellt.
Diese GySEV-Schmalspurbahn verkehrt an Wochenenden zwischen April und Oktober - an besonderen Betriebstagen (im Jahr 2008 ca. 25 mal) ist Dampflokbetrieb vorgesehen. Es verkehren 7 fahrplanmäßige Zugpaare - der Betrieb wird von Kondern -und Jugendlichen unter Anleitung Erwachsener geführt. Von Interesse auch die Vielzahl der eingesetzten Typen von Sicherungsanlagen
(Gunter Mackinger, 15.07.08).

RechteckStaatliche Waldbahn Csömöder/Lenti
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Noch gibt es sie - aktive Waldbahnen in Europa. Zu dieser seltenen Spezies gehört auch die staatliche Waldbahn Cösmöder/Lenti im Dreiländereck Ungarn/Kroatien/Slovenien. Auf mehr als 100 km Strecke werden jährlich zwischen 30.000 und 40.000 Festmeter Holz zur weiteren Verarbeitung per Schmalsurbahn aus den Wäldern geholt. Holzzüge verkehren etwar 4-5 mal pro Woche. Täglich dagegen gibt es Personenverkehr von Mai bis September auf den Teilstrecken von Csömöder nach Lenti bzw. Kistolmacs - an ausgewählen Tagen soger mit Dampfbetrieb
(Gunter Mackinger, 15.07.08).

RechteckUmleitung im Budapester Nahverkehr
Die Zeitung Reggel schreibt in der Ausgabe vom 22.6.2008, dass die Triebwagen von Esztergom nach Budapest wegen Rekonstruktionsarbeiten an der Nordbrücke bis 21. 9. 2008 umgeleitet werden. Ab der Station Obuda fahren sie zur Station Kaszásdülö der HÉV Linie Szentendre – Batthány tér und enden in der Station Margit Sziget dirket an der Donau.
Die Nordbrücke stammt eigentlich aus den Jahr 1896 und konnte zuletzt nur noch mit 30 km/h befahren werden. Jetzt sollen die Brückenträger ausgewechselt werden. Ausführliche Bildberichte bei Indóház und bei VEKE
(Matthias Schenkel, www.donaulaender.at, 24.06.08).

RechteckStadler-Werk im Bau
Im Beisein von hohen Vertretern der ungarischen Politik wurde Ende Mai der Grundstein für ein weiteres Stadler-Werk gelegt. Ab Ende 2008 werden zusätzlich zum leistungsfähigen Aluminium-Wagenkastenbau in Bussnang TG auch am neuen Standort in Szolnok Wagenkästen hergestellt.
Durch die grossen Exporterfolge war Stadler bisher gezwungen, jährlich über 100 Wagenkästen für den ausländischen Markt extern herstellen zu lassen. Diese werden mit dem neuen Werk wieder durch Stadler selbst produziert. Im Endausbau können alleine in Szolnok 200 Wagenkästen pro Jahr gefertigt werden und das Werk wird etwa 200 Personen beschäftigen. Ein Teil der neuen Mitarbeitenden wird in der Schweiz ausgebildet.
Der Entscheid für den Bau des Werks wurde gefällt, da Ungarn für Stadler als einer der strategisch wichtigen Märkte gilt. Die ungarischen Staatsbahnen MAV haben bei Stadler bisher insgesamt 60 FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) bestellt. Die erste Serie von 30 Zügen ist inzwischen in Betrieb. Der Grossteil der Wagenkästen für die zweiten 30 FLIRT wird nun im neuen Werk hergestellt, welches ausschliesslich Aufträge von ausserhalb des Heimmarktes Schweiz abwickeln wird. Mit dieser Investition werden die Kapazitäten ausgebaut, es findet keinerlei Verlagerung aus der Schweiz statt. Vielmehr generieren die vielen Exporte zusätzliche Wertschöpfung in der Schweiz (Pressemeldung Stadler, 05.06.08).

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