Archiv - Verkehr und Verkehrspolitik vergangener Woche
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Verkehr vom 23.07.10

RechteckBaden-Württemberg: Gesamte S 21 Streckenführung in Planfeststellung enthalten
Die Deutsche Bahn hat im Planfeststellungsbereich 1.3 "Flughafenanbindung und Rohrer Kurve" den gesamten Streckenabschnitt von Stuttgart-Rohr bis Bahnhof Flughafen-Terminal einschließlich der S-Bahn-Trasse durch Leinfelden-Echterdingen für das laufende Planfeststellungsverfahren vorgesehen. "Ich habe mich immer dafür eingesetzt, dass die Bürger von Leinfelden-Echterdingen sich bei der geplanten Streckenführung in das Verfahren einbringen können", betont Wolfgang Drexler MdL und Sprecher des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm "damit ist klar, das Thema Lärmschutz wird im Verfahren für den gesamten Streckenverlauf geklärt".
Zwischen dem Bahnhof Flughafen-Terminal und der Rohrer Kurve werden in verschiedenen Abschnitten Anpassungen an der bestehenden Trasse durchgeführt. Im Zusammenhang mit der Ausnahme-genehmigung zur Nutzung der S-Bahn-Tunnelabschnitte zwischen dem Bahnhof Echterdingen und dem Flughafen werden beispielsweise die oberirdischen Streckenabschnitte mit einem derzeitigen Gleisabstand von 3,80 Meter auf 4 Meter aufgeweitet. Diese Anpassungen stellen zwar nach Auffassung der Deutschen Bahn keine wesentlichen Änderungen zum Bestand dar, dennoch sind auch diese Abschnitte Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens. Für die Bürger besteht damit die Möglichkeit, Einwendungen geltend zu machen, die dann im laufenden Planfeststellungsverfahren geprüft und im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen entschieden werden.
Derzeit prüft das Eisenbahnbundesamt die eingereichten Unterlagen. Der nächste Schritt in dem laufenden Planfeststellungsverfahren ist die öffentliche Auslegung der Unterlagen. Die Bekanntgabe der Auslegung wird durch das Regierungspräsidium Stuttgart erfolgen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 23.07.10).

RechteckBaden-Württemberg: VCD fordert, sämtliche Bahnaufträge auszuschreiben
Der ökologische Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) betrachtet den aktuellen Fahrplan der Landesregierung für die Vergabe von Aufträgen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) als hinfällig. Dies ist die Konsequenz eines Urteils des Oberlandesgerichts Düsseldorf.
Demnach dürfen keine SPNV-Leistungen mehr ohne öffentliche Ausschreibung an Verkehrsunternehmen vergeben werden. "Die Bundesländer werden damit gezwungen, SPNV-Aufträge grundsätzlich europaweit auszuschreiben", erläuterte der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. Das Instrument der Direktvergabe habe damit endgültig ausgedient.
Die Landesregierung plane derzeit, besonders ertragreiche Regionalverkehrsstrecken unter Umgehung fairer Wettbewerbsverfahren direkt an die Deutsche Bahn (DB) zu vergeben. "Solche Verfahren sind nicht transparent und haben immer ein Gschmäckle", sagte Matthias Lieb.
Nach dem jüngsten Gerichtsurteil könnten DB-Konkurrenten mit großer Aussicht auf Erfolg gegen solche Direktvergaben und die Verschwendung von Steuergeldern klagen. Nach Ansicht des VCD muss die Landesregierung ihren Wettbewerbsfahrplan für die Zukunft des SPNV in Baden-Württemberg umgehend überarbeiten. "Der Regionalverkehr muss - wie vorgesehen - in sinnvolle Netze und Strecken aufgeteilt werden und dann ohne Ausnahme in Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben werden", erklärt Matthias Lieb. Nur so hätten alle interessierten Bahnunternehmen gleiche Chancen, nur so würde sich das beste Konzept durchsetzen und nur so könnten die Fahrgäste im Land dauerhaft mit einem attraktiven und bezahlbaren Schienennahverkehr bedient werden.
Matthias Lieb: "Wettbewerb im Schienenverkehr führt wie überall in der Wirtschaft zu besseren Angeboten bei geringeren Kosten. Die Strecke Passau - München zeigt, welches Sparpotenzial die Landesregierung ungenutzt lässt. Während die DB dort in der Vergangenheit 8,50 Euro pro Schienenkilometer kassiert hat, fährt sie nach gewonnener Ausschreibung für 75 Cent pro Kilometer." In Baden-Württemberg koste der durchschnittliche Schienenkilometer aber immer noch mehr als 8,- Euro (Pressemeldung VCD Landesverband Baden-Württemberg e.V., 23.07.10).

RechteckBayern: DB Regio Unterfranken überreicht den Kultur-Award 2010
Foto DB Regio Oberfranken
Peter Weber (DB Regio Unterfranken), Wolfgang Beckmann (Stellvertretender Einrichtungsleiter der Kinder und Jugendhilfe),Fabian, Claudia Schönitz ,Dana, Marcel, Jane, Angela Langenstein (Schulleiterin), Kevin, Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen.
Es ist mittlerweile schon Tradition, dass Regio Unterfranken für besondere Leistungen im Schulbereich jährlich den KULTUR-AWARD vergibt. Dieses Jahr war erneut die Wichern-Schule der Gewinner. Die Auszeichnung ist verbunden mit einer Klassenfahrt mit der Bahn.
Peter Weber (Marketing, DB Regio Unterfranken): „Es ist beeindruckend, was diese Schüler hier geleistet haben. Angefangen von den selbstgefertigten Gemälden bis hin zu den Führungen – wenn man dabei zudem den sozialen Hintergrund betrachtet, ist es umso erstaunlicher, wie großartig dieses Projekt von den Schülern umgesetzt wurde. Diese Schüler haben sich diese Auszeichnung verbunden mit der Ausflugsfahrt redlich verdient“.
DB Regio Unterfranken engagiert sich in vielfacher Hinsicht bei sozialen Projekten; beispielhaft seien die Unterstützung von KIWI (Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation), Aktion Regenbogen und die Bahnhofsmissionen in Würzburg, Schweinfurt und Aschaffenburg genannt.
Mit der Wichern-Schule hat die Evangelischen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (EKJFH) mit dem bayerischen Kultusministerium und den Verantwortlichen der Regierung von Unterfranken eine Schule gegründet, die wohl einzigartig in Deutschland ist. Hier werden Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die auf Grund einer Erkrankung im Krankenhaus liegen oder im Rahmen der Jugendhilfe betreut werden und durch vielschichtige Probleme keine Regelschule besuchen können. „Wir geben keinen auf“ – so lautet das Motto der EKJFH, wie deren Leiter Prof. Gunter Adams betonte. Schon seit 1999 werden in der Einrichtung in Grombühl Schüler unterrichtet, die bis dahin als „unbeschulbar“ gelten und massive Verhaltensauffälligkeiten zeigten (Pressemeldung DB Regio Unterfranken, 23.07.10).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Spitzengespräch Bahnhitze
Foto Bündnis 90/Die Grünen
Zum Spitzengespräch des Verkehrsausschusses mit dem Bundesverkehrsministerium und der Deutschen Bahn AG am 22.07.10 erklärt Winfried Hermann, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:
Insgesamt hat die Deutsche Bahn AG ad hoc auf die Störfälle an den Klimaanlagen in den Zügen reagiert. Die mittel- und langfristigen Probleme blieben allerdings ungeklärt. Dazu zählt die Frage, ob und wann die DB AG neue Klimaanlagen in die Züge älterer Bauart, wie die der ICE 2-Serie, einbauen wird. Unklar ist auch, ob der Konzern Reservekapazitäten aufbauen wird, um in Ausnahmesituationen ausreichend Ersatzzüge für die Reisenden bereitstellen zu können.
Einige Fragen der Ausschussmitglieder wurden nur ausweichend oder gar nicht beantwortet. Dazu zählen z.B.:
Wird die Deutsche Bahn AG einen Managementplan vorlegen, wie die technischen Probleme künftig gelöst werden können?
• Wie wurden die Wartungsintervalle in den letzten 10 Jahren gestaltet? Fanden Spreizungen bei den Wartungsintervallen statt?
Klar ist eins: die Deutsche Bahn hat massive technische Probleme. Es bedarf dringend Investitionen in die Modernisierung und das Knowhow der Züge. Dies wird nicht möglich sein, wenn der Bund künftig dem System Schiene jährlich 500 Mio. Euro entzieht, um damit den Haushalt zu sanieren (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 23.07.10).

RechteckNordrhein-Westfalen: Brandschutzmaßnahmen in der Kölner U-Bahn
Die Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) hat der Stadt Köln Fördermittel in Höhe von rund 1,14 Millionen Euro für Brandschutzmaßnahmen in der Kölner U-Bahn bewilligt. Mit dem Geld werden Silikatplatten in den Betriebsgängen der Streckentunnel finanziert, welche die derzeitigen hölzernen Abdeckungen ersetzen werden.
In der Regel sind unter den Betriebsgängen elektrische Leitungen in Kabeltrögen verlegt. Sollte es hier zu einem Kabelbrand kommen, könnten die Holzabdeckungen Feuer fangen. Daher hat die Feuerwehr Köln geraten, die hölzernen Abdeckungen gegen nicht brennbare Silikatplatten zu ersetzen. Ein weiterer Vorteil der Silikatplatten ist ihre Rutschfestigkeit. Dies ist daher für die Fahrgäste wichtig, da die Betriebsgänge im Gefahrenfall auch als Fluchtwege dienen. Darüber hinaus besitzen die neuen Brandschutzplatten eine hellere Oberfläche als die vorhandenen Holzdielen und sind so besser wahrnehmbar.
Mit dem Austausch der Platten soll im Spätsommer 2010 begonnen werden. Die vom NVR bewilligte Summe entspricht 85 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten von insgesamt rd. 1,355 Mio. Euro. Die Restsumme übernimmt die Stadt Köln (Pressemeldung VRS, 23.07.10).

RechteckSPD: Sicherheit der Passagiere der Deutschen Bahn darf nicht relativiert werden
Zum Gespräch über die aktuellen Probleme der DB AG mit Klimaanlagen im Verkehrsausschuss erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der SPD-Bundestagsfraktion, Uwe Beckmeyer:
Die Bundesregierung muss die Pläne zur Ausschüttung einer Dividende durch die Deutsche Bahn (DB AG) in Höhe von einer halben Milliarde Euro stoppen. Die DB AG braucht das Geld für Investitionen in die Sicherheit der Fahrgäste und eine gute Infrastruktur. Wir begrüßen, wenn Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sich -- wie heute am Rande des Gesprächs -- positiv hinsichtlich notwendiger Änderungen an den Plänen äußert. Nun müssen aber auch Taten folgen. Bisher gilt der Beschluss des Bundeskabinetts -- unter Beteiligung des Bundesverkehrsministers -- zur mittelfristigen Finanzplanung, wonach bis 2014 jährlich eine halbe Milliarde Euro fest eingeplant ist.
Mit dem "Schwarzer-Peter-Spiel" zwischen DB AG und Bahnindustrie muss Schluss sein. Die Bestellung eines neuen Zuges funktioniert nicht wie der Kauf eines neuen PKW. Die Deutsche Bahn gibt als Besteller klare Vorgaben, wie das neue Material auszusehen hat. Das ist in den Bauspezifikationen festgeschrieben. Die DB muss ihrer Betreiberverantwortung nachkommen.
Wir rufen die Deutsche Bahn auf, die Betroffenen der Ausfälle von Klimaanlagen in ihren Zügen großzügig und kulant zu entschädigen. Wir fordern, dass die Nutzung der Servicehotline der DB AG künftig kostenlos ist. Es ist ein Unding, wenn Opfer für notwendige Informationen noch teuer zahlen müssen. Wir erwarten, dass den Opfern der Ausfälle von Klimaanlagen mit Gesundheitsproblemen unbürokratisch und ohne den Nachweis von Krankenscheinen geholfen und die Befristung von Reisegutscheinen aufgehoben wird.
Die aktuellen Probleme der DB AG bei den Klimaanlagen in Fernverkehrszügen dürfen nicht relativiert und klein geredet werden. Sie können die Gesundheit der Fahrgäste und die Sicherheit des Bahnverkehrs gefährden. Der Bundesverkehrsminister behauptet immer noch, dass es "in der Regel keine sicherheitsrelevanten Ereignisse, sondern lediglich komforteinschränkende Störungen" gibt.
Wir erwarten klare Antworten der DB AG zu Fragen des Eisenbahn-Bundesamtes hinsichtlich der technischen Probleme und ihrer Konsequenzen für die Sicherheit der Fahrgäste, die bisher den Mitgliedern des Deutschen Bundestags nicht übermittelt worden sind.
Die bestehenden Probleme müssen schnell gelöst werden. Die Klimaanlagen müssen zwingend in das Redesign (Generalüberholung) der ICE II-Züge aufgenommen werden. Bisher hat die Deutsche Bahn lediglich eine Überprüfung der Frage angekündigt (Pressemeldung SPD, 23.07.10).

RechteckThalys: Fans des „alten Thalys“ können Einrichtung bei Ebay ersteigern
Foto Thalys
Die Renovierung der Thalys-Flotte wird in diesem Jahr abgeschlossen und alle Liebhaber, Sammler und Thalys-Fans können sich Erinnerungsstücke der ersten Thalys-Generation sichern – im Online-Auktionshaus Ebay. Drei Wochen lang, vom 25. August bis zum 18. September, stehen Sitze, Tische und weitere Stücke zur Versteigerung bereit unter www.thalys.com/erneuerung.
120 Thalys-Einrichtungsgegenstände warten im Ebay-Shop auf Käufer, darunter: 10 Thalys-Sitze aus der 2. Klasse, 10 Einzelsitze aus der 1. Klasse, 20 Tischlampen „Cobra“, 10 Tische der 1. Klasse jeweils mit Lampe, 20 Abfallbehälter und 50 Kopfkissen aus der 1. Klasse. Die Mindestgebote liegen bei jeweils 1 €. Die Erlöse kommen zu 100 Prozent dem Kinderhilfswerk Unicef zugute.
Highlight der Aktion: drei „Comfort 1“ Sitze wurden vom belgischen Graffiti-Künstler Sozyone gestaltet Sozyone war bereits im Herbst 2009 einer der vier Graffiti-Künstler, die anlässlich der Renovierung der Flotte im Pariser Bahnhof einen ganzen Zug besprayten. Nun hat Sozyone sich auch dem Interieur gewidmet und exklusiv für Thalys-Liebhaber drei Sitze aus der ersten Klasse mit einem neuen Look versehen. Ab dem 25. August werden diese Stühle ebenfalls bei Ebay versteigert.
Im Dezember wird die Modernisierung der Thalys-Flotte abgeschlossen sein, ab Anfang 2011 verkehren ausschließlich renovierte Züge im Thalys-Netz. Sie verfügen über ein neues, schnittiges Exterieur, bei dem eine chromglänzende Linie über die gesamte Länge des Zuges die Schnelligkeit und Aerodynamik des Zuges widerspiegelt. Innen hat ein französisch-belgisches Designer-Duo den Zug neu gestaltet und für mehr Komfort gesorgt: ergonomische Sitze, mehr Beinfreiheit und eine verbesserte Beleuchtung sorgen für eine angenehme Reise in beiden Komfort-Klassen. In den Wagen der ersten Klasse steht eine Business Lounge für Meetings von vier Personen während der Reise zur Verfügung(Pressemeldung SPD, 23.07.10).

RechteckZDF: Störfallanalyse veröffentlicht
In der Sendung vom 20. Juli 2010 zitierte das ZDF-Magazin "Frontal 21" aus einer internen Störfallanalyse.
Darin heißt es: "Klimaanlage im ICE 846 ausgefallen. Reisende hatte wegen zu großer Hitze von über 70 Grad Celsius in Wagen 27 Scheibe eingeschlagen. Weiterfahrt mit Reisenden nicht möglich."
Dies wies die Bahn als in keiner Weise nachvollziehbar zurück (Der LOK Report berichtete). Es seien 61 Grad Celsius in einem so genannten Energieversorgungsblock der Klimaanlage festgestellt worden.
"Frontal 21" bleibt bei seiner Feststellung und veröffentlicht die Störfallanalyse (Pressemeldung VRS, 23.07.10).
RechteckAnmerkung der Redaktion: Bei der Angabe "70 Grad" handelt es sich um eine "Beschreibung" des Störfalles, aber offenbar nicht um einen Messwert, der vom System festgestellt wurde. Ob der Wert subjektiv empfunden oder physikalisch gemessen wurde, geht aus dem Protokoll nicht hervor (23.07.10).

Verkehr vom 22.07.10

RechteckBaden-Württemberg: Neuer Internetauftritt für die Ausbaustrecke Karlsruhe - Basel
Ab sofort ist die neue Internetseite für das Großprojekt Karlsruhe-Basel online. Unter www.karlsruhe-basel.de finden Sie neben allgemeinen Informationen zum Projekt auch aktuelle Informationen zum Stand der Planungen sowie den Bauarbeiten in den jeweiligen Streckenabschnitten. Außerdem erfahren die Besucher Wissenswertes über Umwelt- und Naturschutz, Technik und Innovation. Abgerundet wird das umfangreiche Onlineangebot mit Streckenkarten, Vorher-Nachher-Visualisierungen von geplanten Baumassnahmen sowie Broschüren und der Projekt-Newsletter zum Download.
Einen besonderen Stellenwert erhält der Katzenbergtunnel, das größte Einzelbauwerk der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe - Basel. Hier besteht für die Besucher die Möglichkeit sich über die spannende Welt des Tunnelbaus zu informieren. Eine Bildergalerie sowie Videoclips ergänzen anschaulich das Informationsangebot.
Die neue Internetseite zur Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe - Basel ist neben dem regelmäßig erscheinenden Newsletter ein weiteres Medium, um aktuell über Neuigkeiten und Wissenswertes im Projekt zu informieren (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.07.10).

RechteckBahn für Alle: EBA setzt DB Fristen, Ministerium stellt sich unwissend
Das Bündnis Bahn für Alle stellt die beiliegenden Schreiben der Öffentlichkeit zur Verfügung. Ziel des morgigen "Bahn-Gipfels" in der nicht-öffentlichen Sitzung des Verkehrsausschusses muss es sein, auf Basis aller derzeit verfügbaren Informationen aufzuklären. Insbesondere die Antworten auf die Fragen in dem EBA-Schreiben vom 15.07.2010, die in Teilen mit Frist zum 16.07.2010 von der DB AG zu geben sind, müssen dem Parlament und den Bürgern umgehend bekannt werden.
In dem Schreiben fordert das EBA die DB AG unter anderem auf, Auskunft darüber zu geben, welche Verfügbarkeit die Klimaanlagen in Fernverkehrszügen der DB AG aufweisen und ob der DB AG Daten vorliegen, "ob diese Anforderungen in Verbindung mit Ihrem Instandhaltungsregime erfüllt werden?"
Das EBA scheint Anlass zur Vermutung zu haben, dass das Instandhaltungsregime der DB AG unzureichend ist.
Bahn für Alle fordert die im Bundestag vertretenen Parteien auf, auf Basis der Antwort der DB AG oder anhand anderer oder weiterer einzuholender Informationen konkret festzustellen, ob die DB AG in den vergangenen Jahren Einsparungen in diesem Bereich vorgenommen hat, und wenn ja, in welcher Größenordnung. Die gewählten Volksvertreter dürfen nicht länger zulassen, dass der Zusammenhang geplantem Börsengang und der elementaren Vernachlässigung von Gesundheits- und Sicherheitsinteressen der Fahrgäste länger geleugnet werden kann.
Es liegt Bahn für Alle auch ein Bericht des Verkehrsministeriums zu dem Thema vor. Dazu Carl Waßmuth, Verkehrsexperte im Bündnis und Mitglied von attac: "Der Bericht ist denkbar dürftig. Er enthält nicht einmal ein Datum. Die mittlerweile bekannte Dimension der Ausfälle von bis zu 50 Fernverkehrszügen wird durch Bezugnahme auf ein eine Woche altes Schreiben des EBA verharmlost. Im weiteren behauptet das Ministerium, BMVBS 'keine Aufsicht über die Eisenbahnen des Bundes auszuüben.' Tatsächlich ist der Bund Alleineigentümer und kann den Kurs vollständig bestimmen."
Carl Waßmuth weiter: "Die konkreten Forderungen des Verkehrsministeriums sind völlig unzureichend: So heist es ' Die DB AG erwägt für anstehende neue Baureihen den Wert [für die Klimaanlagen] auf 40 bzw. 45 Grad anzuheben.' - also nicht vor 2017. Bedeutet das für die Fahrgäste weitere sechs Jahre ICE-Grill-Parties? Für den Bestand der Fernverkehrszüge gibt es auch kaum mehr als vage Versprechungen: 'Die DB AG prüft jetzt, im Rahmen der laufenden Generalüberholung der ICE-Reisezugflotte die Klimaanlagen in der ICE 2-Flotte auf die neuen Anforderungen nachzurüsten.' Die Sendung "Frontal21"berichtet von einem ICE, in dem 70 Grad gemessen wurden. Mit Einzelmaßnahmen im Zuge einer Generalüberholung im Herbst kann dem nicht begegnet werden. Der Bund als Eigentümer muss hier über eine ausserordentliche Aufsichtsratssitzung sofort eingreifen und endlich das Heft selbst in die Hand nehmen. Und das Parlament muss den Börsengang, zentrale Ursache der Probleme, endlich endgültig absagen".
Weiterführende Informationen:
Auskunftsersuchen EBA zum Betrieb überhitzter Fahrzeuge
DB Fernverkehr AG zum Betrieb überhitzter Fahrzeuge
Bericht des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Winfried Wolf: Vorsätzliche Körperverletzung im Sauna-ICE (Pressemeldung Bahn für Alle, 22.07.10).

RechteckBayern: Infrastruktur im Dezember startklar für die Erweiterung des Nürnberger S-Bahnnetzes
Der Ausbau des Nürnberger S-Bahnnetzes kommt planmäßig voran. Nach nur 3 Jahren Bauzeit steht die Infrastruktur pünktlich für den Einstieg in das neue Nürnberger S-Bahn-Konzept ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 zur Verfügung. Über den Stand des Ausbaus berichtete die DB Netz AG heute vor Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr, des Freistaates Bayern, der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und des Nürnberger Verkehrsverbundes VGN.
Am 4. September 2007 unterzeichneten der Freistaat Bayern und die Bahn den Bau- und Finanzierungs-vertrag für das S-Bahn-Ergänzungsnetz. Das heute 67 Kilometer lange Netz der Nürnberger S-Bahn wächst mit dem Ausbau von Strecken und Stationen auf das Dreifache: Künftig fährt die S-Bahn auf 224 Kilometern mit 74 Stationen durch die Metropolregion. S-Bahnverbindungen nach Ansbach, Forchheim/Bamberg, Hartmannshof und Neumarkt (Oberpf.) kommen hinzu. Insgesamt werden über 500 Millionen Euro investiert. Der S-Bahnausbau ermöglicht dichtere Zugfolge und mehr Verkehr. Die Region Nürnberg mit ihren rund 2,2 Millionen Einwohnern erhält damit einen schnellen, zuverlässigen und umweltfreundlichen Nahverkehr.
Unter anderem in Nürnberg, Henfenfeld, Happurg, Hartmannshof und Neumarkt können bereits die neuen S-Bahn-Stationen begutachtet werden. Auf allen neuen Strecken wird derzeit intensiv gebaut. Zwischen Nürnberg und Ansbach bedeutet das in den Sommerferien vom 31. Juli bis 14. September: Busse fahren statt Bahnen. Für den S-Bahnausbau und Gleisbauarbeiten auf 22 Kilometern ist die Strecke für sechs Wochen komplett gesperrt. Für den S-Bahn-betrieb umgebaut werden Gleise und Weichen in den Bahnhöfen Roßtal, und Ansbach, gearbeitet wird an weiteren Stationen, an Signal- und Stellwerkstechnik. Zusätzlich zum S-Bahnausbau werden die umfangreichen Gleisbauarbeiten zur Instandhaltung und Qualitätsverbesserung auf der Strecke durchgeführt. Zwischen Ansbach und Nürnberg ersetzen Busse den Regionalverkehr. Die IC-Linie Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg wird über Treuchtlingen umgeleitet (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.07.10).

RechteckBayern: RSE übernimmt Neumarkt-St. Veit - Frontenhausen-Marklkofen
Zum 30.6., 0.00 Uhr nahm die RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH mit Sitz in Bonn eine weitere Eisenbahnstrecke in ihren aktiven Bestand mit auf. Es handelt sich um die Strecke von Neumarkt-St. Veit nach Frontenhausen-Marklkofen. Die Strecke wurde bereits im August 2006 erstmalig zur Übernahme durch andere Eisenbahninfrastrukturunternehmen durch den Eigentümer Deutsche Bahn Netz AG ausgeschrieben. Die seit 2009 geführten Verhandlungen, vornehmlich mit der Südostbayernbahn in Mühldorf a.Inn, führten nun zielgerichtet zum Abschluss eines Pachtvertrages. Dies beruhte auch besonders auf der intensiven und fast schon kollegialen Kooperation zwischen Südostbayernbahn und der RSE zur Verwirklichung dieses Projektes.
Das Bayerische Wirtschaftsministerium hatte bereits Anfang April die gemäß §6 Allgemeines Eisenbahngesetz notwendige Betriebsgenehmigung auf die kommenden 50 Jahre erteilt, kürzlich konnte sich nun auch die Aufsichtsbehörde des Freistaates Bayern vom Zustand der Eisenbahnstrecke überzeugen und erteilte am 24.6. die Genehmigung nach §7f AEG zur Betriebsaufnahme am 30.6.2010.
Die RSE betreut dieses Projekt zum ersten Mal in Bayern ohne lokalen Kooperationspartner, und führt die Instandhaltung und Instandsetzung auf eigene Rechnung durch. Der Betrieb und die Infrastruktur werden durch einen Örtlichen Betriebsleiter der RSE überwacht. Der Eisenbahnbetriebsleiters der RSE Herr Dipl.-Ing. Daniel Preis sagte, dass „für die kurz- bis mittelfristige Zukunft Brückenarbeiten und der Austausch von etlichen Kilometern von Holzschwellen geplant sind, der momentane Zustand aber ohne weiteres ein sicheres Befahren mit Eisenbahnfahrzeugen zulässt“.
Die Strecke wurde 1875 in Betrieb genommen, der Personenverkehr endete aber bereits 1970. Die Strecke ist ca. 23km lang und führt von Neumarkt St.Veit über die Gemeinden Gangkofen und Trennbach nach Frontenhausen-Marklkofen.
Zur Zeit befährt täglich ein Güterzugpaar der Fa. DB Schenker Rail Deutschland GmbH die Strecke, um die Abfallumladestation des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Südostbayern in Marklkofen zu bedienen. Weitere Güterverkehrsprojekte sind für diese Strecke in Planung. Auch sporadische Personensonderzüge sind denkbar, wie sie z.B. die Freunde der Eisenbahn mit Sitz in Mühldorf in den letzten Jahren sehr erfolgreich durchgeführt haben.
Insgesamt betreibt die RSE damit in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern nun ca. 183 km Eisenbahnnebenstrecken und erhält somit wertvolle Verkehrsinfrastruktur für die Regionen (Pressemeldung RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, 22.07.10).

RechteckCNA: Schaeffler Gruppe erhält Innovationspreis für das Train Support System (TSS)
Den Innovationspreis „Intelligenz für Verkehr und Logistik“ verleiht das Center for Transportation & Logistics Neuer Adler e.V. (CNA) zum achten Mal an Unternehmen, die einen besonderen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaftswachstum, zur Sicherung von Arbeitsplätzen sowie zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft leisten. „Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der umweltfreundlichen Schiene als Transportweg können mit diesem System noch weiter gesteigert werden“, betonte der Vorstandsvorsitzende des CNA e.V., Jürgen Nutz bei der Überreichung des Preises an Bernd Gombert, Leiter Mechatronik der Schaeffler Gruppe.
Bei der Preisverleihung vor rund 70 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien am Unternehmenssitz der Schaeffler Gruppe in Herzogenaurach würdigte der Erste Bürgermeister von Herzogenaurach, Dr. German Hacker, die innovative Technologie als „wesentlichen Baustein zur Erweiterung von Telematiksystemen im Schienenverkehr“.
Mit dem Generator-Sensor-Lager ist man - bevorzugt im Güterverkehr - in der Lage, eine eigenständige autarke Energiequelle zu generieren. Für das Train Support System hat die Schaeffler Gruppe darüber hinaus Elektronik und Software entwickelt und mit dem Generator-Sensor-Lager zu einer On-Board-Unit integriert. In Kombination mit einem Informationsmanagementsystem ermöglicht das System Streckenbetreibern und Bahnunternehmen, die Sicherheit auf der Strecke zu erhöhen und die Logistik zu optimieren.
Bisher konnten solche „On-Board-Units“ insbesondere im Güterschienenverkehr nicht verwirklicht werden. Die Informationsund Datenbereitstellung bevorzugt über Satellitentechnik funktioniert nur über ein eigenständiges und unabhängiges Energieversorgungssystem. „Erst mit der Entwicklung des Generator-Sensor-Lagers von Schaeffler steht dieses zur Verfügung. Die Nachrichtenkommunikation per Satellit eröffnet dem Güterverkehr neue Möglichkeiten zur Optimierung der Logistik, aber auch zur Erhöhung der Transportsicherheit“, so Bernd Gombert, der sich mit seinem Team über den Preis freute.
Der Sonderpreis für „herausragende unternehmerische oder wissenschaftliche Leistungen“ geht 2010 an AEbt Angewandte Eisenbahntechnik für das Projekt International Requirement List“ (IRL), das die Zulassung von Eisenbahnfahrzeugen in Europa deutlich vereinfacht.
Mit dem prämierten „Train Support System“ verfolgt die Schaeffler Gruppe das Ziel das Generator-Sensor-Lager mit einer „On Board Unit“ und einem Informationsmanagementsystem zu verknüpfen, welches unter anderem die Möglichkeit der online Fahrplangenerierung, der Trassenführung, Prozess- und Risikoanalyse, Ortsbestimmung, Verweildauer und damit einhergehend die Kontrolle von abrechnungspflichtige Schienenstreckenabschnitten erschließt.
Die „On Board Unit“ stellt ein elektronisches Gerät dar, welches betriebseigene- und satellitengestützte Daten erkennt, verarbeitet und an einen übergeordneten Leitrechner weitergibt. Bisher konnten solche „On Board Units“ insbesondere im Güterschienenverkehr nicht verwirklicht werden, weil keine autarke Energieversorgung am Waggon für elektrische Informationseinheiten zur Verfügung stand. Dies ist erst mit der Entwicklung des Generator-Sensor-Lagers umsetzbar.
Durch das Zusammenfügen von Mechanik, Mikromechanik, Sensorik, Elektronik und Software im Train Support System von Schaeffler sieht Bürgermeister Hacker den Waggon von heute als „intelligenten, kommunizierenden, sicheren und hoch effizienten Logistikbaustein.“
Die Neuentwicklung mache es einer Vielzahl Bayerischer Unternehmen möglich, sich in die komplexe Entwicklung eines neuen Verkehrsleitsystems einzureihen, so Hacker. „Sei es auf dem Gebiet der Elektronik, der Sensorik oder in der Datenverarbeitung und deren Bereitstellung. Eine der Schlüsselkomponenten ist das Generator-Sensor-Lager von Schaeffler.“ (Pressemeldung CNA e.V., 22.07.10).

RechteckCNA: Sonderpreis 2010 Angewandte Eisenbahntechnik in Nürnberg
Foto AEbtFoto AEbt
Bei der internationalen Zulassungen von Eisenbahnfahrzeugen und –komponenten ist der Marktzugang in der Europäischen Union (EU) auch 20 Jahre nach Vollendung des europäischen Binnenmarktes noch immer erschwert. Die aktuell geltenden Normen, technischen Spezifikationen der jeweiligen Schienen-Netze, die betrieblichen Anforderungen, Rechtsvorschriften und unterschiedlichen nationalen Sicherheitsanforderungen können von den Herstellern der Fahrzeuge und den Betreibern bisher nur mit sehr hohem personellem und zeitlichem Aufwand erschlossen werden.
Die AEbt Angewandte Eisenbahntechnik GmbH hat mit dem IRL-Projekt die Beschleunigung und Vereinfachung des länderübergreifenden Zulassungsprozesses für Eisenbahnfahrzeuge und –komponenten in Europa einen entscheidenden Schritt voran gebracht. Besonders herausragend bei diesem Projekt ist, dass fünf nationale Sicherheitsbehörden (aus Deutschland, Österreich, Niederlande, Schweiz und Italien) sowie die jeweiligen Infrastrukturbetreiber die europäische Idee in Eigeninitiative umgesetzt haben.
Die an dem Projekt beteiligten Behörden und Netzbetreiber haben sich unter dem Namen Task Force Interoperabilität, kurz TFI zusammengeschlossen. Um die internationale Bedeutung dieses Projektes aus der Metropolregion Nürnberg zu würdigen, verleiht die Kompetenzinitiative CNA e.V. für diese Leistung den „Sonderpreis für herausragende unternehmerische oder wissenschaftliche Leistungen“ an die AEbt Angewandte Eisenbahntechnik GmbH zusammen mit der Task Force Interoperabilität (TFI).
„Die IRL macht erstmals die unterschiedlichen nationalen Anforderungen und Standards vergleichbar. Dies erhöht die Transparenz bei allen am Zulassungsprozess beteiligten Partnern und leistet so einen wertvollen Beitrag zur Harmonisierung des internationalen Zulassungsprozesses in der EU“, erläutert Jürgen Nutz, Vorstandsvorsitzender des CNA e.V., die Entscheidung des Gutachtergremiums. 23 hochkarätige Bewerbungen um den Innovationspreis machten den Gutachtern auch 2010 die Entscheidung wieder besonders schwer.
„AEbt setzt mit der International Requirement List neue Maßstäbe für ein harmonisiertes Eisenbahn-system in Europa. Die hoch innovative IRL-Datenbank sorgt für mehr Transparenz und erleichtert den produzierenden Unternehmen den internationalen Marktzugang. Die Vereinheitlichung spezifischer technischer Standards steht für Innovation, Qualität und Sicherheit auf höchster europäischer Ebene. Über diesen herausragenden Erfolg eines mittelständischen Unternehmens sind wir als Europäische Metropolregion Nürnberg besonders stolz“, gratuliert Nürnbergs Wirtschaftsreferent und Geschäftsführer des Forums „Wirtschaft und Infrastruktur“ der Metropolregion Nürnberg, Dr. Roland Fleck.
Die IRL beinhaltet etwa 10.000 Datensätze mit rund 1.000 Anforderungen von acht beteiligten Organi-sationen, die aktuell in vier Sprachen abrufbar sind. Sie beinhaltet Verweise auf rund 330 Normen, Richtlinien und Gesetze. Der Entwicklungsaufwand für das Datenbank- und Softwaresystem, Internet-portal sowie den Anforderungskatalog belief sich auf ca. 9.500 Mannstunden
„AEbt hat es geschafft die Anforderungen für die Zulassung von Eisenbahnfahrzeugen aus fünf Ländern, vollständig nebeneinander zu stellen und damit Transparenz zu schaffen. Das übergeordnete Ziel war es, nicht an Sicherheit des Eisenbahnfahrzeuges zu sparen, sondern am Abwicklungsverfahren der Zulassung. Vorreiter bei der europäischen Zulassungsvereinfachung sind die Mitglieder der Arbeitsgruppe TFI mit ihren erzielten Ergebnissen, die AEbt als mittelständisches Unternehmen mit erarbeitet hat, worauf wir sehr stolz sind,“ erläutert Norbert Schäfer, Geschäftsführer von AEbt in Nürnberg. Vor Erstellung der IRL benötigte ein Hersteller für die Zulassung eines Fahrzeuges, das von der Nordsee über die Alpen bis zum Mittelmeer fährt insgesamt etwa 105 Aktenordner mit unterschiedlichen Strukturen in den Sprachen der fünf Länder. Heute sind es dank Cross Acceptance nur noch etwa 25 Aktenordner. Durch die Zulassungsvereinfachung und schnelle Recherchemöglichkeit mit Hilfe des IRL-Webportals können Hersteller, Eigentümer und Halter jährlich erhebliche Kosteneinsparungen im fünf- bis sechsstelligen Bereich erzielen. Die Anwendung hilft gleichermaßen Fahrzeugherstellern, Betreibern, Fahrzeugeigentümern und Fahrzeughaltern.
Je nach Bedarf kann die IRL zukünftig z.B. um zusätzliche Sprachen oder Fahrzeugkategorien erweitert werden, um weitere Länder und deren spezifische Regularien in das Portal zu integrieren. Darüber hinaus ist die Erweiterung auf Straßenbahnen (in Deutschland nach TAB-Verfahren) und U-Bahnen möglich (Pressemeldung CNA e.V., 22.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: 500 Euro Schmerzensgeld für gesundheitlich beeinträchtigte Fahrgäste
Die Deutsche Bahn zahlt allen Fahrgästen, die aufgrund ausgefallener Klimaanlagen ärztlich behandelt werden mussten, ein zusätzliches Schmerzensgeld in Höhe von 500 Euro in bar. Unabhängig davon erhalten diese Fahrgäste 150 Prozent des Fahrpreises als freiwillige Entschädigungsleistung in Form eines Reisegutscheins.
„Wir haben eine schnelle und unbürokratische Wiedergutmachung angekündigt“, sagte Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG. „Mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen halten wir Wort. Leider können wir damit die Vorfälle nicht rückgängig machen, setzen aber alles daran, dies künftig zu verhindern.“
Weiterhin gilt: 50 Prozent des Fahrpreises bietet die Bahn allen Passagieren als Reisegutschein an, die massive Komforteinschränkungen durch ausgefallene Klimaanlagen im ganzen Zug hinnehmen mussten. Die Anwendung der regulären Fahrgastrechte, die beispielsweise bei Verspätungen zu Gunsten der Bahnkunden greifen, bleibt davon unberührt.
Über die zentrale Anlaufstelle der DB, die nach den jüngsten Vorfällen am vorletzten Montag eingerichtet worden war, sind bereits über 2.200 Antragsteller im Gesamtwert von rund 130.000 Euro entschädigt worden.
Mit Vorlage der Originalfahrkarte können DB-Kunden einen Erstattungsantrag über die folgenden Wege stellen:
• Per E-Mail: hitzewelle@deutschebahn.com
• Per Post: DB Fernverkehr AG, Kundendialog, Stichwort „Hitzewelle“, Postfach 10 06 13, 96058 Bamberg (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.07.10).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Ostseeland Verkehr mit guten Servicewerten
Das Veolia-Verkehr-Tochterunternehmen Ostseeland Verkehr (OLA) punktet mit Kundenfreundlichkeit und Service. Die Kundenzufriedenheitsanalyse 2009 hat erneut gute bis sehr gute Werte für die Ostseeland Verkehr GmbH ergeben.
Die OLA erzielte in Mecklenburg-Vorpommern einen Gesamtwert von 1,6 (2008: 1,54). Damit erreichte das größte private Verkehrsunternehmen im Land einmal mehr einen besseren Durchschnittswert als alle sechs Eisenbahnbetriebe im Land zusammen, der bei 1,78 liegt (2008: 1,8). Im November letzten Jahres wurden im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) rund 1.000 Fahrgäste zu 14 verschiedenen Qualitätskriterien im Schienenpersonennahverkehr befragt. Die repräsentativen Kundenzufriedenheitsanalysen werden seit 2000 einmal jährlich durchgeführt.
Die besten Werte erreichte die OLA mit 1,3 bei der Freundlichkeit und Kompetenz des Zugpersonals, 1,43 für die Pünktlichkeit und 1,47 für verständliche Informationen sowie 1,5 für das Sicherheitsempfinden und den Fahrscheinerwerb im Zug. Keinen Einfluss hat die OLA auf den Zustand und die Ausstattung der Bahnhöfe, die Anschlusssicherung sowie auf das Sicherheitsempfinden auf den einzelnen Stationen. Dort wurden ausnahmslos die schlechtesten Werte ermittelt, die sich dann auch auf die Gesamtnote der OLA auswirken.
„Unsere Stärken liegen bei unseren Mitarbeitern und im Service“, freute sich Geschäftsführer Dirk Fischer über die guten Ergebnisse. „Preiswerte und faire Snacks sowie der Ticketverkauf direkt am Platz, saubere und moderne Züge werden von den Fahrgästen honoriert. Hohe Zufriedenheit spricht sich rum und zieht weitere Fahrgäste auf den umweltfreundlichen Schienenverkehr“, unterstrich Fischer den Anspruch des privaten Verkehrsunternehmens (Pressemeldung Veolia Verkehr GmbH, 22.07.10).

RechteckNordrhein-Westfalen: Eröffnung Streckenabschnitt Blumenthal-Hellenthal
Am 01.08.2010 findet die Eröffnung des letzten noch nicht in Betrieb befindlichen Teilstückes der Oleftalbahn (Kall nach Hellenthal in der Eifel) statt. Von Blumenthal nach Hellenthal fahren dann seit 1997 wieder die ersten öffentlichen Züge.
Ein Sonderfahrplan gilt für diesen Tag, daher bitte die Fahrplaninformationen unter www.oleftalbahn.de beachten (Pressemeldung RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, 22.07.10).

RechteckNordrhein-Westfalen: OLG hält Vertrag zwischen VRR und DB Regio für unwirksam
Der Vergabesenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf hält den im November 2009 zwischen dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) und der DB Regio NRW GmbH (DB Regio) geschlossenen Vergleichsvertrag zum Betrieb der Nahverkehrslinien im Rhein-Ruhrgebiet für vergaberechtswidrig.
Die DB Regio hatte am 12.7.2004 einen Vertrag mit dem VRR geschlossen, mit dem die DB Regio die Nahverkehrslinien im Rhein-Ruhrgebiet bis Dezember 2018 betreiben sollte. Nachdem es zwischen beiden Unternehmen zu Streitigkeiten gekommen war, der VRR teilweise Forderungen nicht beglichen und den Vertrag gekündigt hatte, verurteilte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen den VRR im Dezember 2008 zur Zahlung (vgl. die Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 19.12.2008).
Daraufhin hatten der VRR und die DB Regio Vergleichsverhandlungen aufgenommen. Am 24.11.2009 schlossen sie dann einen Vergleichsvertrag, mit dem die DB Regio die S-Bahn-Linien bis Dezember 2023 betreiben sollte. Außerdem wurden weitere Änderungen vorgenommen (z. B. hinsichtlich Linienführung, Zuglänge).
Die Abellio Rail NRW GmbH hat sich hiergegen gewandt und geltend gemacht, der Vertrag von November 2009 sei vergaberechtswidrig. Die Vergabekammer bei der Bezirksregierung Münster ist dem gefolgt und hat den Vergleichsvertrag insgesamt für unwirksam erklärt (Beschluss vom 18.3.2010, Aktenzeichen VK 1/10).
Auch der Vergabesenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf hält den im November 2009 geschlossenen Vertrag für vergaberechtswidrig. Die Bahnleistungen hätten nicht freihändig an die DB Regio vergeben werden dürfen, sondern hätten ausgeschrieben werden müssen.
Es handle sich um ausschreibungspflichtige Dienstleistungen. So seien Änderungsverträge dann als Neuvergabe anzusehen, wenn sich der Vertragsinhalt, hier die Laufzeit des Vertrages, wesentlich ändere. § 15 Absatz 2 Allgemeines Eisenbahngesetz, der eine Ausschreibung in das Ermessen der zuständigen Behörde stelle, sei nicht vorrangig und schließe die Anwendbarkeit vergaberechtlicher Vorschriften nicht aus.
Da das Oberlandesgericht Düsseldorf von einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Brandenburg abweichen will, das eine Ausschreibungspflicht wegen § 15 Absatz 2 Allgemeines Eisenbahngesetz in derartigen Fällen verneint hatte (Beschluss vom 2.9.2003, Aktenzeichen Verg W 3/03 und Verg W 5/03), hat der Vergabesenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf mit Beschluss vom heutigen Tage die Sache dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorgelegt. (Beschluss des Vergabesenats vom 21.07.2010, Aktenzeichen VII-Verg 19/10) (Pressemeldung Oberlandesgericht Düsseldorf, 22.07.10).

RechteckSachsen: Offizieller Baustart für Elektrifizierung der Strecke Reichenbach – Hof
Foto Volker JacobiFoto Volker Jacobi
Foto Volker JacobiFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Jan Mücke, Parlamentarischer Staatsminster für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Bau und Stadtent-wicklung; Dr. Jörg Sandvoß, Vorstand der DB Netz AG; Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Bahn für den Freistaat Sachsen, führten den ersten Spatenstich aus und enthüllten das Bauschild für die Elektrifizierung der Strecke Reichenbach - Hof. Auf dem Göltzschtalviadukt kann der Zugverkehr zwischen Reichenbach und Netzschkau nur eingleisig erfolgen, das zweite Gleis wurde bereits in den letzten Tagen zurückgebaut. Mit seinem Gemälde der eingerüsteten Göltzschtalbrücke setzte Dr. Ulrich Tröger, freischaffender Künstler aus Langenstein bei Netzschkau, Akzente. Das eindrucksvolle Bild ist derzeit in der Ausstellung zum Baugeschehen in der Ketzel's Mühle in Mylau zu sehen. Fotos Volker Jacobi, Kai Michael Neuhold.
Am 10. Juli begann die Deutsche Bahn mit der Elektrifizierung des Streckenabschnitts Reichenbach–Hof auf der Sachsen-Franken-Magistrale Dresden–Chemnitz–Hof–Nürnberg. Für die Bauarbeiten auf dem mehr als 70 Kilometer langen Bauabschnitt will die DB rund 120 Millionen Euro aus EU-, Bundes-, Landes- und Eigenmitteln investieren. Dafür vollzogen heute Jan Mücke, Parlamentarischer Staats-sekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Dr. Tassilo Lenk, Landrat des Vogtlandkreises, Dr. Jörg Sandvoß, Vorstand der DB Netz AG, und Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Bahn für den Freistaat Sachsen, den symbolischen Baustart.
Ende 2012 soll der Abschnitt von Reichenbach nach Plauen elektrisch in Betrieb genommen werden und zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 die Elektrifizierung gesamthaft bis Hof abgeschlossen sein. Renaturierungs- und andere ergänzende Arbeiten dauern bis 2014 an.
Insgesamt werden auf dem 73 Kilometer langen Streckenabschnitt rund 3.000 Oberleitungsmasten gesetzt und 170 Kilometer Gleis mit Oberleitung überspannt. Hinzu kommt der Aufbau der Bahnstrom-versorgungs- und Einspeisungseinrichtungen in Hof und Plauen.
Darüber hinaus sind Anpassungen an der bestehenden Infrastruktur notwendig. Da unter einigen Straßen- oder Fußgängerbrücken, die die Gleise überqueren, nicht genügend Platz für die elektrische Oberleitung ist, müssen diese entweder abgebrochen und durch neue, höhere Brücken ersetzt werden. An einigen Brücken werden dagegen die Gleise um mehrere Zentimeter abgesenkt.
Die Elektrifizierungsarbeiten gliedern sich in vier Projektabschnitte, die aufgrund des engen Zeithorizonts zum Teil parallel geplant, genehmigt und realisiert werden. Die zuständige Planfeststellungsbehörde ist das Eisenbahnbundesamt, das für den ersten Abschnitt von Reichenbach bis Herlasgrün (rund 10 Kilometer) bereits den Planfeststellungsbeschluss erteilt hat. Der zweite Abschnitt führt von Herlasgrün bis Plauen (rund 15 Kilometer), der dritte von Plauen bis Gutenfürst (Landesgrenze Sachsen/Bayern, rund 35 Kilometer) und der vierte Abschnitt von Gutenfürst bis nach Hof (rund 13 Kilometer).
Rund 16 Monate lang dauern die jetzt beginnenden Elektrifizierungsarbeiten im ersten Projektabschnitt, in dem sich auch das Göltzschtalviadukt befindet. Die Herausforderung dabei: Alle Arbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. Damit ist der Verkehr über die Göltzschtalbrücke, also auch während der Bauarbeiten, eingleisig möglich. Das bedeutet, dass die Arbeiten zunächst an der östlichen Seite realisiert werden und danach das Gleis „umgeschwenkt" wird, um anschließend Baufreiheit für die Westseite zu haben.
Die weltbekannte Ziegelbrücke erhält im Zuge der Bauarbeiten auf der Oberseite eine neue Fahrbahn-wanne, auf der sich die Fundamente für die insgesamt 22 Oberleitungsmasten befinden. Aus diesem Grund müssen zunächst die Gleise vollständig zurück gebaut werden. Im Anschluss werden die Fahrbahnwanne und die Oberleitungsmasten errichtet (Pressemeldung Deutsche Bahn, Fotos Volker Jacobi, www.fotoverlagjacobi.de, Kai Michael Neuhold, www.kmn-network.de, 22.07.10).

RechteckStern: Grube kritisiert ICE-Hersteller
Nach der Hitze-Pannenserie kritisiert Bahnchef Rüdiger Grube die Hersteller der ICEs wegen des schlechten Zustands der Fahrzeugflotte. "Wir haben von der Industrie bislang fast nie Züge geliefert bekommen, die auch das geleistet haben, wofür wir bezahlt haben", sagt Grube in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern.
Die Bahn hat derzeit nicht nur Probleme mit überlasteten Klimaanlagen des ICE 2. Auch die Radachsen des ICE 3 und ICE T müssen nach einem Achsbruch im Juli 2008 häufiger per Ultraschall auf Risse hin kontrolliert werden. Damals war ein ICE in Köln entgleist. Die Kontrollen binden große Teile der Wartungskapazitäten. "Wir fahren in den Werkstätten einen Drei-Schicht-Betrieb. Keine Frage, die sind stark ausgelastet", sagt Grube im stern.
Bahnkunden macht der Konzernchef wenig Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Situation. "Wir setzen alle Züge ein, die wir haben", so Grube: "Früher konnten wir jeden zehnten Zug in Reserve halten. Aufgrund der zehnmal häufigeren Kontrollintervalle ist die Reserve jedoch geschmolzen." Wenn heute ein Zug ausfalle, "haben wir bei den ICEs eben kaum noch Ersatz" (Pressemeldung stern-Redaktion, 22.07.10).

Verkehr vom 21.07.10

RechteckBayern: 45 000 Besucher der Landesgartenschau fuhren bisher mit DB Regio
Nach drei Monaten Landesgartenschau zieht DB Regio Oberbayern eine erste erfreuliche Bilanz. Rund 45000 Besucher fuhren mit den roten Regionalzügen nach Rosenheim. Jeder neunte Besucher reiste mit dem Zug an. Allen Bahnfahrern, die mit dem Bayern-Ticket, dem Bayern-Ticket-Single oder dem Südostbayern-Ticket unterwegs sind, bieten DB Regio Bayern und die Landesgartenschau eine Eintrittsermäßigung in Höhe von 1,50 Euro. Im Stundentakt verbinden die Regionalzüge Rosenheim mit vielen anderen Bahnhöfen. Die Fahrzeit von München beträgt 40 Minuten. Vom Bahnhof in Rosenheim fährt ein kostenloser Shuttle-Bus zum Gartenschau–Gelände.
„Wir freuen uns über die rege Nachfrage, denn die Bahn ist das ideale Verkehrsmittel für die Landesgartenschau. Angebot und Preis passen gut zusammen. Und wer mit dem Bayern-Ticket zu fünft anreist, bekommt den ermäßigten Eintritt natürlich auch pro Person“, so Antonia von Bassewitz, Geschäftsleiterin DB Regio Oberbayern.
Die Südostbayernbahn (SOB) stockt ihr Zugangebot zwischen Mühldorf und Rosenheim zur Landesgartenschau auf. Ab Mühldorf verkehrt täglich um 9.35 Uhr ein zusätzlicher Zug nach Rosenheim (Ankunft: 10.29 Uhr), der unter anderem auch in Waldkraiburg (9.43 Uhr), Gars (9.52 Uhr) sowie Wasserburg (10.04 Uhr) hält. Auch in der Gegenrichtung gibt es ab Rosenheim mit der Regionalbahn um 17.30 Uhr eine tägliche Zusatzverbindung.
Der Einsatz der zusätzlichen Züge erfolgt auf Bestellung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaats Bayern den Regionalverkehr auf der Schiene bestellt und koordiniert. Dank der Zusatzzüge kann die Südostbayernbahn stündliche Verbindungen aus Richtung Mühldorf zur Landesgartenschau anbieten. In Mühldorf besteht jeweils Anschluss in und aus Richtung Dorfen, Landshut, Pfarrkirchen/Pocking, Simbach/Neuötting sowie Burghausen/Altötting (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.07.10).

RechteckBrandenburg: Verjüngungskur für Bahnhof Seelow-Gusow
Brandenburgs Verkehrsstaatssekretär Rainer Bretschneider wird am 20. Juli am Bahnhof Gusow Station machen. Im Oderbruch – dem Gemüsegarten Berlins und zugleich eine der beliebtesten Ausflugsregionen des Landes – soll eine der Visitenkarten des Ortes einer Verjüngungskur unterzogen werden. Denn mit im Gepäck hat Bretschneider einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 650.600 Euro – genug Geld, um die Gesamtinvestition im Umfang von mehr als einer Million Euro in Gusow sicherzustellen.Bretschneider: „Wie bei allen vergleichbaren Projekten des Landes geht es nicht nur um Verschönerung, sondern auch im Verbesserung: Von der Umgestaltung werden Ältere, Menschen mit Behinderungen, aber auch Familien mit Kleinkindern profitieren durch optimierte Umstiegsmöglichkeiten, bessere Wege und eine moderne Beleuchtung.” Das Geld stammt aus dem ÖPNV-Programm des Landes. Zuwendungsempfänger ist das Amt Neuhardenberg.
Das bewilligte Bauvorhaben „Seelow-Gusow, Ausbau Bahnhofsumfeld“ gliedert sich in die Neugestaltung des zentralen Bahnhofsvorplatzes einschließlich Errichtung einer Bushaltestelle nördlich vor dem Bahnhofsgebäude. Weiterhin gehören eine Park&Ride-Anlage mit 70 Stellplätzen, darunter vier Behindertenstellplätze, und eine Bike&Ride-Anlage mit 20 Stellplätzen östlich des Bahnhofsgebäudes dazu. Ausgebaut werden die östliche Zufahrt aus Richtung der B 167 und die westliche Teilzufahrt mit dem Neubau einer Buswendeschleife.
Die Wanderausstellung „Auf den Spuren der Ostbahn in Geschichte und Gegenwart“ wird zum ersten Mal außerhalb der Räume der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) gezeigt.
Der Bahnhof liegt an der von der NEB bedienten Ostbahn. Im Einstundentakt verkehrt die Regional-bahnlinie N 26 zwischen Lichtenberg und Küstrin und ist damit einer der wichtigen Schienenanbindungen zwischen Berlin und Polen.
Gusow - geschichtsträchtig ausgestattet mit dem alten Derfflinger-Schloss - liegt am Rand des Oderbruchs und der Seelower Höhen sowie etwa sechs Kilometer vom Naturpark Märkische Schweiz entfernt. Die Landschaft ist abwechslungsreich und bietet für Erholungssuchende vielfältige Möglichkeiten zur Entspannung und aktiven Erholung.
Theodor Fontane hat dem Ort in seinen „Wanderungen“ ein eigenes Kapitel gewidmet und festgestellt: „Wer hier um die Sommerzeit seines Weges kommt, wenn die Rapsfelder in Blüte stehen und ihr Gold und ihren Duft über das Bruchland hin ausstreuen, der glaubt sich wie durch Zauberschlag in ferne Wunderländer versetzt, von denen er als Kind geträumt und gelesen.“ (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: Keine 70 Grad im Fahrgastraum des ICE 846
Die Deutsche Bahn weist die Behauptung der ZDF-Sendung „Frontal 21“ vom Dienstag (20.07.10) als in keiner Weise nachvollziehbar zurück. Danach hätten Fahrgäste im Innenraum des ICE 846 am 09.07.10 Temperaturen von bis 70 Grad Celsius ertragen müssen.
Der DB liegen keinerlei Anhaltspunkte für diese Behauptung vor. Eine interne Störfall-Analyse hatte bis zu 61 Grad Celsius im sogenannten Energieversorgungsblock der Klimaanlage festgestellt. Dieses Aggregat befindet sich jedoch außerhalb des Fahrgast-Innenraums an der Unterseite des Zuges (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.07.10).

RechteckSachsen-Anhalt: Neuer Haltepunkt „Bad Schmiedeberg Kurzentrum“ eingeweiht
Foto DVBFoto DBV
Nach gut halbjähriger Bauzeit eröffnete heute die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH den neuen Haltepunkt „Bad Schmiedeberg Kurzentrum“ im Süden der Kurstadt. Damit können insbesondere Gäste der Kurkliniken und die Mitarbeiter aller Einrichtungen vor Ort auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Der neue Haltepunkt ist ein weiterer Meilenstein im Ausbau der Angebote an der Strecke Lutherstadt Wittenberg – Bad Schmiedeberg, wo anfänglich der Betrieb nach der Abbestellung des SPNV Ende 2007 mit 5 Zugpaaren werktäglich weitergeführt wurde. Nunmehr kann über den neuen Haltepunkt ein für den Erhalt und Fortbestand des Bahnbetriebs wichtiges zusätzliches Fahrgastpotential erschlossen werden.
„Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH und die Vetter Bus GmbH sind hier wirtschaftliche Risiken eingegangen für ein gänzlich neues Verkehrsmodell, welches nun sicher auch in ganz Deutschland Überlegungen auslösen wird, ob nicht so die grundgesetzlich verankerte Daseinsfürsorge und die finanziell enger werdenden Spielräume im Schienenpersonennahverkehr zusammen gebracht werden können und trotzdem ein vernünftiges Angebot an öffentlichem Verkehr aufrecht erhalten werden kann“, so Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre. „Reine Ein- und Aussteigezahlen sollten nicht das alleinige Kriterium für den Fortbestand einer Strecke sein.
Zukünftig sollte dieses Modell bei jeder notwendigen Abbestellung von Strecken immer geprüft werden“, so Daehre.
„Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH hat als privatwirtschaftlich agierendes Unternehmen den überwiegenden Teil der Investitionen zum Bau des Haltepunktes aus eigenen Mitteln bestritten – für ein Bahnunternehmen unserer Größe eine große Kraftanstrengung“, betonte Gerhard J. Curth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH. „Auch deshalb freuen wir uns besonders, mit dem heutigen Tag nun dieses Ziel erreicht zu haben. In Zusammenarbeit mit den vielen freiwilligen Helfern des Deutschen Bahnkunden-Verbandes vor Ort konnten wir damit eine weitere Verbesserung der Attraktivität der Strecke erreichen, was sich sicherlich auch deutlich auf die Fahrgast-Zahlen niederschlagen wird“, so Curth.
Der neue Haltepunkt ist bislang der Endpunkt der Strecke Lutherstadt Wittenberg – Bad Schmiedeberg im Schienenpersonennahverkehr. Das nächste größere Ziel des Deutschen Bahnkunden-Verbandes als Interessenvereinigung der Bahnkunden ist nun die Fortführung des Verkehrs bis nach Eilenburg in Sachsen. Hierfür sollen noch bis Ende des Jahres die ersten Gespräche geführt werden (Pressemeldung Deutsche Regionaleisenbahn GmbH, 21.07.10).

RechteckSiemens: Aufträge aus Australien und Österreich
Aus zwei Ländern hat Siemens Aufträge zur Lieferung von Lokomotiven erhalten. In Australien bestellte der größte private Bahnbetreiber Pacific National neun Frachtlokomotiven für den Kohletransport in der Region Queensland.
In Österreich orderte der Betreiber Wiener Lokalbahnen Cargo (WLC), ein Unternehmen der Wiener Stadtwerke, vier Universallokomotiven für den Verkehr auf der wichtigen Ost-West-Achse von Hamburg nach Budapest. Die Aufträge haben zusammen ein Volumen von rund 45 Millionen Euro. Gefertigt werden die Lokomotiven für Pacific National im Siemens-Werk in München, die Loks für WLC in München sowie im Werk des Technischen Service der Österreichischen Bundesbahnen in Linz. „Die Bestellung zeigt, dass im Güterverkehrssektor wieder investiert wird“, sagte Hans-Jörg Grundmann, CEO der Siemens Division Mobility.
Für die beiden Betreiber in Australien und Österreich sind bereits Lokomotiven von Siemens im Einsatz. Pacific National hatte 2007 bereits 23 Lokomotiven des Typs Class 7100 bestellt. Entscheidender Vorteil der Loks dieses Typs sind die niedrigen Wartungskosten und der reduzierte Energieverbrauch im Vergleich zu Vorgängermodellen. Auf dem Weg von der Mine zum Hafen (ca. 380 km) können die neuen Loks bei Netzrückspeisung der Bremsenergie bis zu 4.500 kwh einsparen. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch eines 4-Personenhaushalts.
WLC ist ein wichtiger Anbieter von durchgehenden Transporten auf der Ost-West-Achse in Österreich. Bereits seit 2002 fahren Siemens-Loks für das Unternehmen. Die neuen Loks werden in Deutschland, Österreich, der Slowakei, Tschechien und Ungarn zum Einsatz kommen. Der nun abgeschlossene Vertrag umfasst auch die Wartung und Instandhaltung der Lokomotiven (Pressemeldung Siemens, 21.07.10).

Verkehr vom 20.07.10

RechteckBayern: Mercedes Benz investiert in GVZ Region Augsburg
Mit dem Verkauf von 45.000 Quadratmetern Fläche an die Mercedes-Benz Grundstücksverwaltungs-gesellschaft erreicht das GVZ Region Augsburg einen aktuellen Vermarktungsstand von 42 Prozent. Direkt an der Autobahn A 8 entsteht, ab dem Spatenstich im August, eines der deutschlandweit modernsten Nutzfahrzeug-Center für Transporter, LKW und Busse.
Bis Spätsommer 2011 errichtet die Augsburger Mercedes-Benz Niederlassung im Güterverkehrszentrum der Städte Augsburg, Gersthofen und Neusäß das modernste Nutzfahrzeug-Center in Deutschland. Der geplante Neubau mit rund 100 Arbeitsplätzen für den Verkauf und die Instandhaltung von Nutzfahrzeugen beherbergt als besonderen Kundenservice auch ein Trucker-Restaurant. Es ist das erste Hotel- und Gastronomieangebot im GVZ.
"Die Entscheidung für den Standort fiel insbesondere aufgrund der hervorragenden Infrastruktur- und Verkehrsanbindung an die A 8 wie auch im Süden mit dem neuen Anschluss an die B 17," kommentiert Niederlassungsleiter Helmut Kaftan die Standortentscheidung.
Der für die Flächenvermarktung zuständige Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH, Kurt Forner, sieht in der Ansiedlung ein großes Plus für die Qualität des Standortes: "Direkt an der Schnittstelle von Schiene und Straße etablieren wir das Güterverkehrszentrum als wichtige Drehscheibe für den regionalen, überregionalen und internationalen Güterverkehr. Ein wichtiger Standortfaktor ist dabei ein guter Mix an Transport-, Logistik-, Immobilien- und Serviceangeboten. Das Mercedes-Benz Nutzfahrzeug-Center setzt hier neue Impulse." (Pressemeldung GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH, 20.07.10).

RechteckBMVBS: Ramsauer trifft Bussereau zu Verkehrsfragen
Am Dienstag, den 20. Juli 2010 wird Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer in Paris seinen für Verkehr zuständigen Amtskollegen Dominique Bussereau treffen.
Im Mittelpunkt des Gespräches werden unter anderem die Auswirkungen der isländischen Aschewolke und die Konsequenzen für die europäische Luftfahrt sein. Ramsauer setzt sich nachdrücklich für eine europäische Lösung ein. Von Beginn an drängt der Bundesminister darauf, dass ein einheitliches Messsystemnetz für Europa entwickelt wird, das auf Daten von Boden- und Luftmessstationen in den Mitgliedstaaten beruhen wird.
Weitere Themen des Treffens werden die Regelungen zum einheitlichen europäische Luftraum (Single European Sky) sowie die europäischen Eisenbahn-Güterverkehrskorridore und das Projekt Galileo sein (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 20.07.10).

RechteckBombardier: Prof. Dr. Wilhelm Bender zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt
Der Aufsichtsrat von Bombardier Transportation in Deutschland hat Prof. Dr. Wilhelm Bender zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt.
Prof. Dr. Bender war von 1993 bis 2009 Vorsitzender des Vorstands der Fraport AG und dabei maßgeblich für den Ausbau des Frankfurter Flughafens sowie den erfolgreichen Börsengang und die Internationalisierung der Fraport AG verantwortlich. Zuvor war Prof. Dr. Bender unter anderem Vorsitzender der Geschäftsführung der Großspedition Schenker, Mitglied des Vorstands der Schenker-Rhenus AG, Vorstandsvorsitzender der Schenker Waggon und Beteiligungs AG sowie Mitglied im Direktorium der Stinnes AG.
Seine berufliche Laufbahn begann der Jurist 1974 bei der Deutschen Bundesbahn, wo er in verschiedenen Funktionen tätig war. 1984 übernahm Prof. Dr. Bender die Geschäftsführung des Industrieverbandes „Verkehrsforum Bahn“ (heute Deutsches Verkehrsforum). Prof. Dr. Bender ist unter anderem Mitglied der Aufsichtsräte von MTU Aero Engines, Lufthansa Cargo, Signal Iduna und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Er berät als Senior Advisor Advent International, die Royal Bank of Scotland und die Anwaltskanzlei Norton Rose.
André Navarri, Präsident und COO von Bombardier Transportation, sagte zur Ernennung: „Prof. Dr. Wilhelm Bender hat sehr große Erfahrungen und Kompetenzen in der Verkehrsbranche und ist seit langem ein ausgewiesener Experte im Bereich des Schienenverkehrs. Ich freue mich sehr, dass wir ihn für den Vorsitz des Aufsichtsrates in unserem wichtigsten europäischen Markt gewinnen konnten.“
In der Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender von Bombardier Transportation in Deutschland ist Prof Dr. Bender Nachfolger von Peter Witt, der diese Position seit 2003 inne hatte.
Peter Witt war seit 1991 in zahlreichen Leitungsfunktionen bei Bombardier Transportation und ihren Vorgängerfirmen tätig. Von 1991 bis 1998 war er Vorstandsvorsitzender der Deutschen Waggonbau AG (DWA). Nach dem Kauf der DWA durch Bombardier wurde er Präsident der Division Continental Europe und war für die Neustrukturierung und den Ausbau des Bombardier-Werkverbundes in Zentraleuropa verantwortlich.
Peter Witt hat Bombardier darüber hinaus in wichtigen Industriegremien vertreten, unter anderem war er von 1998 bis 2000 Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland.
André Navarri würdigte die Verdienste von Peter Witt: „Über lange Jahre hat Peter Witt an entscheidender Stelle unseren erfolgreichen Weg mitgeprägt. Dazu gehören die Konsolidierung und Neuausrichtung unserer Werke in Ostdeutschland, die Integration unserer Vorgängerfirmen zu einem leistungsfähigen Unternehmensverbund in Mitteleuropa und später die Leitung des Aufsichtsrates von Bombardier Transportation in Deutschland. Ich danke ihm herzlich für die geleistete Arbeit.“ (Pressemeldung Bombardier, 20.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: DB Schenker Award 2010 ausgeschrieben
Eine der wichtigsten internationalen Auszeichnungen der Logistikbranche geht in die nächste Runde. Bis zum 13. August 2010 können sich junge Wissenschaftler mit ihrer Dissertation, Habilitation oder einer vergleichbaren wissenschaftlichen Arbeit um den DB Schenker Award 2010 bewerben.
Der DB Schenker Award wird seit 1978 jährlich zur Förderung von jungen Nachwuchswissenschaftlern vergeben, die sich mit wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet Logistik, Transport und Verkehrswesen auszeichnen. Heute zählt der DB Schenker Award zu einer der höchsten europäischen Auszeichnungen für Logistiker. Der Preis ist mit 10.000 Euro für den Gewinner sowie 5.000 Euro für den betreuenden Lehrstuhl dotiert.
„Angewandte Forschung treibt den gesellschaftlichen Wandel und den wirtschaftlichen Aufschwung. Mit dem DB Schenker Award fördern wir die praxisnahe Logistikforschung, um Deutschlands führende Position in diesem Sektor weiter auszubauen“, so Dr. Karl-Friedrich Rausch, im Vorstand der DB Mobility Logistics AG verantwortlich für das Ressort Transport und Logistik.
Der DB Schenker Award ist Bestandteil des Research & Innovation Programms von DB Schenker. Dazu zählt auch die Forschungseinrichtung DB Schenker Lab, ein An-Institut der TU Berlin, das im engen Zusammenspiel von Theorie und Praxis als Innovationsschmiede für den Transport- und Logistikbereich der DB wirkt. „Innovationsmanagement in der Logistikbranche heißt: Für unsere Kunden die besten Leistungen der Zukunft anzubieten“, so Michael Kadow, Leiter Business Excellence DB Schenker.
Neben der engen Zusammenarbeit mit der TU Berlin entwickelt DB Schenker Labs auch weitere Hochschulkooperationen. Im März 2010 wurde in St. Petersburg das Center of International Logistics and Supply Chain Management mit der russischen Staatsbahn RZD eröffnet. Der Lehrbetrieb startet im Herbst (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.07.10).

RechteckHamburg: 15 Prozent mehr Fahrgäste bei Flughafen-S-Bahn
Die Flughafen-S-Bahn kann im ersten Halbjahr 2010 eine Fahrgaststeigerung von über 15 Prozent verzeichnen. Neben vielen der rund 14.000 Beschäftigten am Flughafen nutzen immer mehr Urlauber und Geschäftsreisende diese bequeme und zuverlässige Verbindung. Im letzten Jahr waren etwa 4,1 Millionen Fahrgäste mit der S-Bahn gefahren.
Auch die sonstigen S-Bahnlinien verzeichnen einen stetigen Zuwachs. Gegenüber dem Vorjahr sind die Fahrgastzahlen um weitere drei Prozent gestiegen.
In 2009 war mit rund 210 Millionen Fahrgästen ein neuer Fahrgastrekord erreicht worden und damit eine Steigerung von rund 11 Prozent seit 2007 auch durch die Inbetriebnahme der Strecken nach Buxtehude und Stade sowie zum Hamburger Flughafen.
Neben der positiven Fahrgastentwicklung konnte trotz des strengen Winters die Pünktlichkeit der S-Bahnen weiter gesteigert werden. So sind vom Jahresanfang gerechnet 94,5 Prozent aller S-Bahnen pünktlich gewesen.
Kay Uwe Arnecke, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Hamburg: „ Das Jahr ist bisher sehr gut gelaufen. In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei unseren Kunden für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken . Gleichzeitig arbeiten wir daran den Service und die Angebote für unsere Kunden noch weiter zu verbessern.“
Von den bis zu 700.000 Fahrgästen täglich nutzen alleine rund 320.000 Fahrgäste die Linien S 3 und S 31 zwischen Pinneberg und Stade. Derzeit laufen Planungen, das Zugangebot auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Harburg zu erweitern.
Mit rund 12,2 Millionen Zugkilometern pro Jahr, einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometern und einer Energieversorgung ausschließlich aus Ökostrom ist die S-Bahn das schnellste und umweltfreundlichste Verkehrsunternehmen im Hamburger Öffentlichen Nahverkehr (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.07.10).

RechteckSachsen-Anhalt: Verkehrsminister Daehre übergibt neuen Haltepunkt in Bad Schmiedeberg
Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre nimmt am 19.07.10 am Nahverkehrsforum zum Schmiedeberger Modell teil. Damit soll ein Weg aufgezeigt werden, wie Bahnstrecken im ländlichen Raum trotz der demografischen Entwicklung erhalten werden können.
Hintergrund des Projektes ist, im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) die Abstimmung zwischen Bus und Bahn zu verbessern. Im Dezember 2007 war die Bahnstrecke Lutherstadt Wittenberg – Bad Schmiedeberg wegen zu geringer Fahrgastzahlen abbestellt worden. Anschließend hatte der Landkreis das Land darum gebeten, unter Fortführung eines reduzierten Bahnangebotes ein Projekt zu starten, das Bus und Bahn in der Region besser verknüpft: Das „Schmiedeberger Modell“.
Seitdem wird unter anderem der Schülerverkehr über den Schienenpersonennahverkehr abgewickelt. Die Strecke wurde teilweise saniert und ist nun mit bis zu 60 Kilometer in der Stunde befahrbar. Heute wird der neue Haltpunkt „Bad Schmiedeberg Kurkliniken“ eingeweiht. „Damit wird insbesondere das Kurgebiet der Stadt besser erschlossen“, sagte Daehre. Er freue sich, dass es gelungen sei, auf die demogra-fischen Gegebenheiten in Bad Schmiedeberg zu reagieren, und relevante Schülerverkehre in Richtung Lutherstadt Wittenberg und Bad Schmiedeberg auf die Bahn zu verlagern. Bewirtschaftet wird die Strecke durch ein privates Unternehmen, die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH. Das Modellprojekt soll bis Dezember 2011 fortgesetzt werden.
Kern des Modells ist die Verknüpfung von Bahn- und Busangeboten nach der Maßgabe der Fahrgastzahlen, die über den Tag stark schwanken. Die Bahn übernimmt dabei die Hauptachse durch die Dübener Heide von Lutherstadt Wittenberg nach Bad Schmiedeberg in den aufkommensstarken Zeiten und bietet damit weiterhin eine schnelle und komfortable Verbindung in die Heide. Die übrigen Tageszeiten mit weniger Fahrgastaufkommen übernimmt der Bus, welcher eine Feinbedienung der Gemeinden zu geringeren Kosten leisten kann (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 20.07.10).

Verkehr vom 19.07.10

RechteckBaden-Württemberg: Echtzeitinformation im Verkehrsverbund Rhein-Neckar
Umweltministerin Tanja Gönner gab am 16. Juli 2010 grünes Licht für ein System der Echtzeitinformation und der Anschlusssicherung des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar. Das Land bezuschusst das voraussichtlich rund 1,3 Millionen Euro kostende Projekt mit rund 670.000 Euro aus Mittel des Innovationsprogrammes. "Wir wollen damit die Attraktivität und die Qualität des ÖPNV weiter steigern", erklärte Ministerin Gönner. Durch die Verknüpfung von Echtzeitdaten der Fahrzeuge des öffentlichen Personenverkehrs und einem Datenaustausch zwischen den im Verkehrsverbund agierenden Verkehrsunternehmen sollen die Anschlüsse an den Umsteigepunkten sowohl zwischen Bus und Bus als auch zwischen Bahn und Bus verbessert werden. Diese Daten sollen den Fahrgästen in den Fahrzeugen oder an wichtigen Umsteigepunkten angezeigt werden. Dadurch soll der derzeitige Standard der Fahrgastinformation deutlich verbessert werden.
Ziel des neuen Informationssystems sei es, die Fahrgäste über das tatsächliche Verkehrsangebot in Echtzeit zu informieren. Dies könne über Anzeigetafeln oder über Durchsagen vom Fahrer geschehen. Auch die Fahrzeugdisposition könne verbessert und betriebliche Störungen könnten reduziert werden. "Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln werden dadurch pünktlicher, berechenbarer und damit deutlich attraktiver. Auch komplexe Reiseketten mit Umstieg werden erleichtert. Zu Recht erwartet der Fahrgast heutzutage, nicht über die geplanten, sondern über die tatsächlichen Fahrtzeiten und auch aktuell über Betriebsstörungen informiert zu werden", betonte Ministerin Gönner. Gerade im ländlichen Raum, in dem kein dichter Taktverkehr angeboten werden könne, seien Echtzeitinformationen für den Fahrgast sehr hilfreich.
Echtzeitdaten würden derzeit bereits bei Verkehrsunternehmen erzeugt, die über ein Rechnergestütztes Betriebsleitsystemen (RBL) verfügten. Im Verkehrsverbund Rhein-Neckar sei derzeit aber nur bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH ein RBL vorhanden. Von den weiteren circa 60 Verkehrsunternehmen habe lediglich die Deutsche Bahn ein vergleichbares System. Die Einführung eines RBL sei aufgrund der hohen Kosten nur großen Verkehrsunternehmen möglich. Für kleinere Unternehmen, die in der Regel den ländlichen Raum bedienten, sei ein vollfunktionales RBL nicht finanzierbar. Dort biete sich ein vereinfachtes und kostengünstigeres System an. Die Ausstattung der Fahrzeuge mit Mobilfunkgeräten erlaube es, die GPS-Ortungsdaten der fahrenden Busse und Bahnen zentral zu erfassen. Mit Hilfe einer sogenannten Datendrehscheibe würden die Daten der einzelnen Verkehrsunternehmen erfasst und weitergeleitet. In das System würden in einem ersten Schritt die Echtzeitdaten der Südwestdeutsche Verkehrs-AG (SWEG), der Stadtwerke Eberbach und des Verkehrsunternehmens einbezogen, das das ausgeschriebene Busbündel Sinsheim übernehmen wird. Das Land bezuschusse die Installation der zentralen Datendrehscheibe und die die Ausstattung der genannten Verkehrsunternehmen mit dem vereinfachten RBL.
Vergleichbare Projekte gebe es auch in den Regionen Stuttgart und Ulm. "Unser Ziel ist, das System zur Echtzeitinformation und zur Anschlusssicherung landesweit zu verbreiten und hierzu eine Landesdatendrehscheibe aufzubauen", so Gönner. Das Projekt des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar sei hierfür ein wichtiger Meilenstein.
Das dritte Innovationsprogramm ÖPNV des Landes startete 2009 mit einem Programmbudget von 12 Millionen Euro. Unter den 38 Projektvorschlägen aus den Bereichen Vertrieb, Technik, Betrieb und Marketing entschied sich der ÖPNV-Innovationsbeirat des Landes Baden-Württemberg für Förderschwerpunkte wie die Verbesserung der Fahrgastinformation und Anschlusssicherung oder verbundübergreifende elektronische Verkaufssysteme. Das Land übernimmt dabei höchstens die Hälfte der notwendigen Investitionskosten (Pressemeldung Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg, 19.07.10).

RechteckBombardier: 40 weitere CHR1-Hochgeschwindigkeitszüge für China
Bombardier Sifang (Qingdao) Transportation Ltd. (BST), ein chinesisches Joint-Venture von Bombardier Transportation, hat vom chinesischen Eisenbahnministerium einen Auftrag für 40 zusätzliche CHR1-Hochgeschwindigkeitszüge im Wert von ca. 5,2 Milliarden CNY (591 Millionen Euro, 761 Millionen US-Dollar) [1] erhalten. Der Anteil von Bombardier beläuft sich auf ca. 2,5 Milliarden CNY (289 Millionen Euro, 373 Millionen US-Dollar) [1]. BST ist ein Joint-Venture zwischen Bombardier und der CSR Sifang Rolling Stock Co., Ltd.
Die 40 neuen Triebzüge bestehen aus je acht Wagen, die jeweils bis zu 604 Fahrgäste befördern können und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreichen. Die Lieferung der zusätzlichen Wagen wird im September 2010 beginnen und bis Ende Mai 2011 abgeschlossen sein. Mit diesem Zusatzauftrag wurden insgesamt 1.280 CRH1-Wagen für Betriebsgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h bei Bombardier Sifang in China bestellt.
Die Bestellung schreibt den größten jemals in der chinesischen Eisenbahngeschichte vergebenen Einzelauftrag im Personenverkehr fort und unterstreicht den Erfolg des CRH1-Zuges, der Teil der BOMBARDIER ZEFIRO-Hochgeschwindigkeits-Plattform ist. Die jetzt bestellte neueste Generation umfasst unter anderem einen speziellen VIP-Wagen mit Erste-Klasse-Sitzen (Pressemeldung Bombardier, 19.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: Stellungsnahme zu angeblicher Distanzierung gegenüber Mitarbeitern
Zu Meldungen über eine angebliche Distanzierung von DB-Chef Rüdiger Grube gegenüber Mitarbeitern verweist die DB auf die folgende Originalpassage im neuen Spiegel-Interview:
"Es gibt klare Richtlinien, wie das Zugpersonal in solchen Fällen reagieren muss. Nämlich bei einem Komplettausfall der Klimaanlage die Reisenden so schnell wie möglich aus diesen Zügen herausbringen. Aber es gibt nichts zu beschönigen: Es sind anscheinend Fehler gemacht worden. Die Staatsanwalt-schaft und auch wir untersuchen diese Fälle derzeit ganz genau. Und die Wahrheit muss auf den Tisch. Aber eins sei auch klipp und klar gesagt: Gegen Vorverurteilungen verwahre ich mich ebenso wie gegen eine pauschale Verunglimpfung unseres Zugpersonals. Die machen einen sehr guten Job und genießen meine volle Unterstützung." (Pressemeldung Deutsche Bahn, 19.07.10).

RechteckHafen Hamburg: Fachkonferenz zum Thema Eisenbahngüterverkehr in Hamburg
Über den aktuellen Stand und die Entwicklungsperspektiven im Eisenbahngüterverkehr diskutieren am 25. August 2010 Experten auf der von Hafen Hamburg Marketing e.V. erstmals organisierten Fachkonferenz „Hamburg: Europas Hub im Eisenbahngüterverkehr“. Veranstaltungsort ist der Konferenzraum „Elbkuppel“ im Hotel Hafen Hamburg. Die inhaltlichen Schwerpunkte der eintägigen Fachkonferenz bilden die Themenbereiche Infrastruktur und Betrieb.
Die Fachkonferenz gliedert sich in zwei Veranstaltungsblöcke mit Vorträgen und anschließenden Diskussionsrunden mit Experten aus der Praxis. Im Mittelpunkt stehen Fragen der aktuellen Güterverkehrspolitik, Entwicklungsperspektiven der Schieneninfrastruktur, Anforderungen an den Hinterlandverkehr der deutschen Seehäfen, schienenbasierten Logistiknetzwerke, Herausforderungen des grenzüberschreitenden Bahnbetriebs und integrierte Lösungen in globalen Transportketten.
Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Lutz Lauenroth, stellvertretender Chefredakteur der DVZ. Das Grußwort von Seiten der Stadt Hamburg wird Dr. Stephan Hugo Winters, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg sprechen.
„Wir freuen uns besonders über die Teilnahmezusage hochkarätiger Referenten und Konferenzteilnehmer“, sagt Hafen Hamburg Marketing Vorstand Claudia Roller. „Wir konnten unter anderen folgende Experten für die Fachkonferenz gewinnen: Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Torsten Schein, Leiter Netzinvestitionen der DB Netz AG, Dr. Sebastian Jürgens, Vorstand der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), KR Friedrich Macher, Prof.,VD/Sprecher des Vorstands der Rail Cargo Austria AG, Alfred Manke, Mitglied der Geschäftsleitung, Seefracht Central Europe, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, Dr. Bernd Pahnke, Hafenbeauftragter Nord der DB Schenker Rail, Raimund Stüer, Vorstand der TX Logistik AG, Harald Kreft, Mitglied der Geschäftsleitung der Hamburg Port Authority AöR (HPA), Ulrich Koch, Geschäftsführer der EVB Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH, Michail Stahlhut, Vorstand der OHE Osthannoversche Eisenbahnen AG“.
Weitere Informationen zur Fachkonferenz und den Anmeldemodalitäten sind auf der Internetseite www.hafen-hamburg.de unter der Rubrik Events zu finden (Pressemeldung Hafen Hamburg, 19.07.10).

RechteckInternational Maglevboard: Machbarkeitsstudie Magnetschnellbahn Moskau - Berlin
International Maglevboard e.V.
Auf dem 10. Petersburger Dialog, der in diesem Jahr vom 13. bis 15. Juli in Jekaterinenburg stattfand, hat Prof. Dr.-Ing. Roland Lipp, Präsident der Assoziation StrassenHaus e.V., das Projekt einer Magnetschnellbahn zwischen Moskau und Berlin vorgestellt.
Das Hochgeschwindigkeitsverkehrs-Projekt soll die Städte Moskau, Minsk, Warschau und Berlin verbinden. Die etwa 1800 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke wurde bereits auf der russisch-deutschen Infrastruktur-Fachkonferenz im Juni in Moskau diskutiert und ist dort auf großes Interesse gestoßen. Das Ergebnis: Experten der russischen Ingenieurskammer drängen nun auf die schnelle Durchführung einer Machbarkeitsstudie. "Eine umfassende Machbarkeitsstudie wird die Perspektiven des Projektes konkret aufzeigen und die verantwortlichen Entscheider der beteiligten Länder einbinden", so Prof. Dr. Klühspies vom International Maglevboard e.V.
Aufgabe der Studie wird es sein, die Perspektiven im Einzelnen zu verdeutlichen. Die Magnetschnellbahn kann mit einer Geschwindigkeiten von über 550 km in der Stunde bis zu 1200 Personen pro Zug oder auch Expressgüter in gut dreieinhalb Stunden zwischen Moskau und Berlin transportieren. Im Vergleich dazu, benötigt heute ein herkömmlicher Schnellzug auf Schienen für die dieselbe Strecke etwa 28 Stunden.
Die Petersburger Dialoge stellen sich traditionell gesellschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlich-ökonomischen Fragen und dabei speziell den Aspekten der deutsch-russischen Beziehungen. Die Petersburger Dialoge gelten außerdem als Ideengeber für konkrete Projekte (Pressemeldung The International Maglevboard e.V., Assoziation StrassenHaus e.V., 19.07.10).

RechteckKomitee Deutscher Seehafenspediteure: Willem van der Schalk ist neuer KDS-Sprecher
Willem van der Schalk, Geschäftsführer der a. hartrodt (GmbH & Co) KG, Hamburg, ist kürzlich zum Sprecher des Komitees Deutscher Seehafenspediteure im Deutschen Speditions- und Logistikverband e.V. (KDS im DSLV e.V.) gewählt worden.
Der Speditionsunternehmer wurde einstimmig auf der jüngsten KDS-Sitzung zum Sprecher des Komitees Deutscher Seehafenspediteure im Deutschen Speditions- und Logistikverband e.V. (KDS im DSLV e.V.) gewählt. Damit ist er auch Vorsitzender des DSLV-Fachausschusses Seehafen- und Seeschifffahrtsspedition. Außerdem ist van der Schalk seit einem Jahr Vizepräsident des DSLV.
"Ich möchte in meinem neuen Amt als KDS-Sprecher und als Vizepräsident des DSLV dazu beitragen, die Interessen der deutschen Seehäfen noch besser im Gesamtkonzept des DSLV auf politsicher Seite zu vertreten", erklärt van der Schalk.
Die Seehäfen seien von überragender strategischer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland, würden aber in der Verkehrspolitik des Bundes immer noch viel zu stiefmütterlich behandelt. "Als Vizeweltmeister des Exports gehen unsere Warenströme zu einem überwiegenden Teil über die Seehäfen", sagt der neue KDS-Sprecher. Die deutschen Seehäfen müssten daher verstärkte politische Unterstützung bekommen, damit sie der starken Konkurrenz aus den Westhäfen standhalten könnten. (Pressemeldung Komitee Deutscher Seehafenspediteure, 19.07.10).

RechteckSCI Verkehr: Vorstellung Weltmarkt Bahn 2010
Im Vorfeld der Innotrans wird SCI Verkehr wieder einem ausgewählten Teilnehmerkreis die neuen Ergebnisse ihrer Studie "Weltmarkt Bahn 2010" vorstellen. Mit dieser Studie fasst SCI Verkehr die Ergebnisse ihrer vertiefenden Marktstudien zu den Einzelsegmenten der weltweiten Bahnmärkte zusammen. So liefern wir kontinuierlich buttom-up projektbasierte Analysen und Bewertungen mit hoher Aussagequalität.
In der Studie "Weltmarkt Bahn 2010" werden die Bestände, Projekte, Trends sowie die Prognose bis 2015 vorgestellt. Eine besondere Rolle spielt in diesem Jahr die Bewertung der Instandhaltungsmärkte und ihrer Dynamik.
Die Teilnahme an der Vorstellung "Weltmarkt Bahn 2010" ist kostenlos. Die Teilnehmer erhalten im Anschluss eine Kurzfassung der Ergebnisse.
Hier können Sie sich für weitere Informationen registrieren (Pressemeldung SCI Verkehr GmbH, 19.07.10).

RechteckVoith Turbo: 20 Dieseltriebwagen mit Voith-Powerpacks für SNCFT
Für China ist es ein Meilenstein im stetig wachsenden Exportgeschäft. Der Verband der südchinesischen Schienenfahrzeughersteller China South Locomotive & Rolling Stock (CSR), zu dem auch Puzhen Rolling Stock gehört, erhielt im Januar 2010 von der tunesischen Staatsbahn SNCFT den offiziellen Auftrag zur Lieferung von 20 Dieseltriebwagen. Erstmals exportiert die CSR damit Nahverkehrszüge mit Dieselantrieb ins Ausland. Voith Turbo liefert dazu 42 RailPacks mit Turbogetriebe T212bre, Radsatzgetriebe SK/KE 485, Dachkühlanlagen und Gelenkwellen sowie Schaku-Kupplungen. Pro Fahrzeug sorgen zwei Voith-Powerpacks mit jeweils 530 kW für zuverlässigen Antrieb. Zwei weitere Voith-Powerpacks hält die SNCFT für schnelle Servicearbeiten bereit.
Die Fahrzeuge werden komplett in Nanjing in China produziert. Das erste Prototypfahrzeug soll Mitte 2011 in Tunesien getestet werden. Deshalb liefert Voith im März 2011 die ersten Voith-Powerpacks nach China. Puzhen plant, alle Fahrzeuge bis 2012 nach Tunesien auszuliefern. Dort werden sie auf zwei Strecken rund um die Hauptstadt Tunis in Einsatz gehen.
Die Kühlanlagen der Voith-Powerpacks wurden mit einer besonderen technischen Lösung lärmoptimiert und auf Außentemperaturen von 50 Grad Celsius ausgelegt. Da in Tunesien sowohl auf Standardspur (1 435 mm) als auch auf Schmalspur (1 000 mm) gefahren wird, hat die SNCFT die Triebwagen in zwei Varianten bestellt. Um beide Bedingungen zu erfüllen, erfolgte die Anpassung nur im Drehgestell. Voith Turbo musste lediglich die Übersetzung der Radsatzgetriebe auf die unterschiedlichen Geschwindigkeiten anpassen. Zwölf Dieseltriebwagen werden auf der Standardspurbreite mit 160 km/h unterwegs sein, weitere acht Fahrzeuge sind auf 130 km/h für die Meterspurbreite konzipiert (Pressemeldung Voith-Turbo, 19.07.10).

Verkehr vom 17.07.10

RechteckBayern: Variobahnen in München vorübergehend nicht im Einsatz
In Abstimmung mit der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) bei der Regierung von Oberbayern nimmt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die neuen Variobahnen des Herstellers Stadler ab Montag, 19. Juli, vorübergehend aus dem Fahrgastbetrieb. Grund ist, dass sich die endgültige Zulassung der Fahrzeuge durch die TAB aufgrund noch fehlender Nachweise durch den Hersteller und deren Bewertung durch den beauftragten Gutachter verzögert.
Bisher waren drei der insgesamt vier neuen Züge mit einer vorläufigen Zulassung auf den Linien 19, 20 und 21 im Einsatz. Einer dieser drei Züge befindet sich beim Hersteller zur Installation des neuen Energiespeichers, der vierte Zug war noch nicht im Einsatz.
Die vorübergehende Abstellung der beiden im Einsatz befindlichen Züge wirkt sich derzeit nicht auf den Fahrgastbetrieb aus, da sich der Fahrzeugbedarf bis Mitte September infolge der zeitgleich laufenden Bauarbeiten auf der Linie 17 sowie des Ende des Monats einsetzenden Ferienverkehrs reduziert.
Die Zulassung neuer Schienenfahrzeuge wird gerne mit der TÜV-Zulassung bei Autos verglichen. Doch der Vergleich hinkt, weil der Zulassungsprozess anders und wesentlich komplizierter abläuft; rechtliche Grundlage ist die so genannte Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen, kurz „BOStrab“, die durch eine Vielzahl von technischen Regeln und Normen ergänzt wird. Anders als bei Autos gibt es nicht eine überall geltende Typenzulassung, sondern jedes Schienenfahrzeug muss spezifisch für das Netz, auf dem es eingesetzt werden soll, zugelassen werden. Diese Zulassung muss vom Betreiber bei der jeweils für ihn zuständigen TAB beantragt werden; dies ist für München die TAB bei der Regierung von Oberbayern, in Nürnberg die Regierung von Mittelfranken, in anderen Bundesländern wiederum andere Stellen.
Der genaue Umfang und Ablauf der Abnahme wird ebenfalls von der jeweils zuständigen TAB festgelegt, kann sich also von Betrieb zu Betrieb unterscheiden, auch wenn es sich um ein anderenorts bereits zugelassenes Fahrzeug handelt. Da aber jeder Verkehrsbetrieb natürlich nur Fahrzeuge bestellt und bezahlt, die letztlich auch in seinem Netz zugelassen sind, muss der Hersteller der Fahrzeuge dafür sorgen, dass diese zulassungsfähig sind. Deshalb ist z. B. in den Verträgen zwischen SWM/MVG und dem Hersteller der Variobahnen festgelegt, dass eine Abnahme (und vollständige Bezahlung) der Fahrzeuge durch den Besteller erst erfolgt, wenn die Fahrzeuge von der TAB endgültig und uneingeschränkt zugelassen wurden. Da dies noch nicht der Fall ist, gehören die Fahrzeuge auch noch dem Hersteller.
Die TAB bedient sich bei der Zulassung wiederum anerkannter und zugelassener Gutachter, die von der TAB ausgewählt und beauftragt werden. Die vom Gutachter und der TAB geforderten technischen Nachweise sind vom Hersteller vorzulegen.
Auslöser für die Entscheidung, die zwei Fahrzeuge nun vorübergehend außer Betrieb zu nehmen, sind neue Fragen der TAB an Gutachter und Hersteller zur Vollständigkeit der vorgelegten Nachweise. Vor allem geht es um die Bestätigung des theoretischen Nachweises für die vollständige Einhaltung des Lichtraumprofils. Der Lichtraum ist der Flächenbedarf, den ein Fahrzeug im Betrieb, also bei der Fahrt, beansprucht. Er muss frei von festen Einbauten und im Begegnungsverkehr mit anderen Straßenbahnen frei von Berührungen sein.
Michael Richarz, Ressortleiter Schiene und Betriebsleiter bei MVG und SWM: „Wir haben alle Beteiligten für nächste Woche zu einem Gespräch geladen, um die schnellstmögliche Herstellung der endgültigen Abnahme zu erreichen. Dabei werden wir den Hersteller auffordern, umgehend die nach Meinung von Gutachter und TAB noch fehlenden Nachweise zu liefern. Die vorübergehende Außerbetriebsetzung seiner Fahrzeuge wird das Verfahren hoffentlich beschleunigen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das bei entsprechendem Engagement der Beteiligten baldmöglichst erfolgen kann. Schließlich waren die Fahrzeuge auf Basis der vorläufigen Zulassung nun schon seit rund 7 Monaten im Fahrgasteinsatz, dem rund 5 Monate Testbetrieb (ohne Fahrgäste) vorangingen. Dieser vorläufige Einsatz – zunächst nachts und leer, später auch im Fahrgastbetrieb – war notwendig und sinnvoll, um Erkenntnisse über das Verhalten des Fahrzeugs im Alltagsbetrieb sowie bei der Instandhaltung zu gewinnen und notwendige Optimierungen beim Hersteller zu veranlassen, z. B. bezüglich Türöffnungszeiten beim Fahrgastwechsel und Fahrzeughandhabung durch das Fahrpersonal. Der praktische Nachweis, dass im Bereich des Lichtraumprofils keine Probleme auftreten, ist also längst erbracht. Dieser muss jedoch für eine endgültige Abnahme und Zulassung durch die TAB auch als rechnerischer Nachweis mit Bestätigung durch den Gutachter vorliegen.“ (Pressemeldung MVG, 17.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: 25.000. Kind reist mit „Kids on Tour“
„Kids on Tour“, das erfolgreiche Serviceangebot der Deutschen Bahn in Kooperation mit der Bahnhofsmission zur Betreuung allein reisender Kinder im Alter von sechs bis einschließlich 14 Jahren feiert in seinem siebten Bestehungsjahr wieder ein Jubiläum. Am Freitag begrüßten die Deutsche Bahn, die Bahnhofsmission und Ravensburger in Köln das 25.000 Kind, das mit „Kids on Tour“ auf Reisen ging. Bereits im Oktober 2009 verzeichnete „Kids on Tour“ 20.000 Buchungen. Neben der Übernahme der Reisekosten durch die DB bekam das 11-jährige Jubiläumskind, Ira Lily W., Geschenke durch Vertreter der Bahn, der Bahnhofsmission und des Kooperationspartners Ravensburger überreicht. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Zeichenmaschine „Mandala-Designer“ sponserte Ravensburger eine persönliche Birthday-Edition für Ira Lily.
Wie wichtig „Kids on Tour“ ist, zeigt die zunehmende Nachfrage. Das Angebot ist mittlerweile fast durchgängig ausgebucht. Deshalb möchte die Deutsche Bahn gemeinsam mit der Bahnhofsmission das Streckenangebot für „Kids on Tour“ Ende des Jahres erweitern. In Zeiten von wachsenden Anforderungen an berufliche Mobilität und steigenden Trennungsraten bietet „Kids on Tour“ eine adäquate Antwort auf die veränderten Familienmodelle in Deutschland.
Die pädagogisch geschulten Betreuer der Bahnhofsmission begleiten die Kinder von der Abfahrt bis zum Ziel auf ihrer Reise im ICE oder im IC. Sie kümmern sich auch während der Reise um die Kinder, wobei ein Betreuer für maximal fünf Kinder verantwortlich ist. Um ihnen die Reise so kurzweilig und unterhaltsam wie möglich zu machen, führen die Betreuer einen großen Spielekoffer mit, der mit Spielsachen und Büchern aller Kooperationspartner, und nun auch mit den Mini Mandala-Designern von Ravensburger, gefüllt ist.
Kinder können künftig unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin reisen. Dr. Kristina Schröder unterstützt die mobilen Begleitdienste der Bahnhofsmission, unter anderem auch die Kinderbegleitung im Rahmen des Angebotes „Kids on Tour“. Kristina Schröder würdigt mit der Übernahme der Schirmherrschaft die Arbeit der Bahnhofsmission im Allgemeinen und im Besonderen im Zusammenhang mit mobilen Begleitdiensten.
Der familienfreundliche Service „Kids on Tour“ wird freitags und sonntags auf bisher sieben Städteverbindungen angeboten: Hamburg – Stuttgart, Hamburg – Berlin, Köln – Stuttgart, Köln – Hamburg, Frankfurt (Main) – Basel Bad, Frankfurt (Main) – Leipzig, Frankfurt (Main) – Berlin.
Die Betreuung durch „Kids on Tour“ kostet zusätzlich zur Kinderfahrkarte 25 Euro pro Strecke. Zu buchen ist das Angebot unter der Servicenummer der Bahn 0180 5 99 66 33* (Stichwort „Betreuung“), bei der die Kinder spätestens sieben Werktage vor Reiseantritt anzumelden sind.
Ausführliche Informationen zu „Kids on Tour“ gibt es auch im Internet unter www.bahn.de/familien-kinder (Pressemeldung Deutsche Bahn, 17.07.10).

RechteckNiedersachsen: Rückbau und Abbindung des Bahnhofes Sulingen

Hiermit wird öffentlich bekannt gemacht, dass die DB Netz AG mit Antrag vom 30.04.2010 folgende Änderungen im Bereich der Reststrecken 1744 und 2982 beantragt hat:
• Rückbau/Abbindung des Bahnhofes Sulingen
• sowie der nördlich Sulingen gelegenen Reststrecken 1744 und 2982
• Lückenschluss südlich Sulingen mittels Verbindungsspange der Strecken 1744 und 2982
• somit Schaffung einer direkten Fahrmöglichkeit von Diepholz nach Barenburg
Durch den geplanten Rückbau mit Lückenschluss werden sämtliche Gleise im Bahnhof Sulingen sowie die nördlich Sulingen gelegenen Reststrecken 1744 und 2982 mit den dazugehörigen Weichen dauerhaft vom restlichen Schienennetz getrennt
(Pressemeldung EBA, 17.07.10).

RechteckSaarland: Regionalbahn als Klimaschutz-Express
Die jährlich 10,6 Millionen Fahrgäste im saarländischen Schienen-Regionalverkehr sind besondere Kunden: Sie fahren seit 15.Juli 2010 mit erneuerbaren Energien. Strom aus Wasserkraft ersetzt seitdem Kohle- und Atomstrom.
Das Saarland ist das erste Bundesland, das den Schienennahverkehr der gesamten Region auf „grün“ umstellt (nur der Stadtstaat Hamburg betreibt die S-Bahn mit Ökostrom).
Die Bahnkunden müssen keine Mehrkosten durch den Ökostrom befürchten; die Umstellung auf Ökostrom erfolgt kostenneutral. Insgesamt verbraucht die Bahn im Saarland für den Zugbetrieb nach eigenen Angaben 30 Gigawattstunden Strom im Jahr, soviel wie etwa 7.500 Haushalte. 18.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid werden dadurch eingespart. Umweltministerin Simone Peter sieht darin einen weiteren Imagegewinn des ÖPNV, dessen Fahrgastzahlen im Saarland in den letzten Jahren ständig steigen.
Die Umstellung auf Ökostrom des Schienen-Regionalverkehrs ist ein Element des nachhaltigen Verkehrskonzepts des Landes, das die CO2-Emissionen reduzieren, die Mobilitätschancen und die Sicherheit für alle verbessern soll. Die nachhaltige Mobilität im Saarland setzt auf den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (Saarbahn bis Lebach, neue Haltepunkte, Mittelumschichtung aus dem Straßenbau), effizientes Verkehrsmanagement, leistungsfähiges Straßennetz, Verringerung des Güterverkehrs und die solargetriebene Elektro-Mobilität (Pressemeldung Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, 17.07.10).

Verkehr vom 16.07.10

RechteckAllianz pro Schiene: Frankreich stoppt Bau neuer Autobahnen – Deutschland baut und baut
Frankreich plant eine radikale Wende in der Verkehrspolitik: Von den 170 Mrd. Euro, die nach einem Regierungsplan in den kommenden zwei Jahrzehnten in die Verkehrsinfrastruktur investiert werden sollen, sind 90 Prozent für Verkehrsmittel bestimmt, die Alternativen zum Flug- und Straßenverkehr bieten sollen (siehe die LOK-Report-Meldung im Europa-Teil).
Allein 85 Mrd. Euro und damit die Hälfte des Geldes sollen in neue Trassen für Hochgeschwindig-keitszüge investiert werden. Mit zusätzlichen 53 Mrd. Euro soll die Infrastruktur für den Öffentlichen Nahverkehr ausgebaut werden. Für neue Nationalstraßen sind lediglich 4,5 Prozent des Geldes eingeplant. Dies sieht der in dieser Woche von der Regierung in Paris veröffentlichte Entwurf des „Nationalen Strategieplans der Verkehrsinfrastruktur“ vor.
„Während Frankreich faktisch den Bau neuer Autobahnen stoppt und mit aller Kraft auf den Ausbau des effizienten Schienenverkehrs setzt, wird in Deutschland immer noch Jahr für Jahr dreimal soviel Geld für den Bau neuer Autobahnen und Bundesstraßen ausgegeben wie für den Bau neuer Schienenwege“, kritisierte Allianz pro Schiene-Geschäftsführer Dirk Flege am Donnerstag in Berlin. Aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion geht hervor, dass der deutsche Staat von 2006 bis 2010 insgesamt 13,2 Milliarden Euro in den Neu- und Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen investiert hat, in den Neu- und Ausbau von Bundesschienenwegen dagegen lediglich 4,3 Milliarden Euro. „Pro Kopf und Jahr zahlt jeder Deutsche 13 Euro für den Bau neuer Autobahnen und Bundesstraßen und lediglich 4 Euro für den Ausbau des Schienennetzes. Diese einseitige Bevorzugung des Straßenbaus durch die Bundesregierung ist nicht mehr zeitgemäß“, monierte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer.
Bereits seit Jahren investieren Österreich und die Schweiz mehr Geld in die Schienen- als in die Straßeninfrastruktur – mit beachtlichen verkehrspolitischen Erfolgen. „Sätze wie ‚Und wenn wir in die Schienen investieren, rechnet sich das auch, weil die Bahn ein ökologisches, modernes Verkehrsmittel ist, dass mir in der Verkehrspolitik allemal wichtiger ist als die Straße‘ (Österreichs Verkehrsministerin Doris Bures im Interview mit dem „Standard“) sind hierzulande von Regierungsseite nach wie vor undenkbar“, sagte Flege und warnte, Deutschland dürfe „verkehrspolitisch nicht den Anschluss verpassen“ (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 16.07.10).

RechteckBrandenburg: Neues Elektronisches Stellwerk in Cottbus im Bau
Die DB Netz AG investiert in diesem Jahr erheblich in die Erneuerung der Gleise, Weichen und in den Aufbau einer modernen Sicherungstechnik als Ersatz für die jetzige Stellwerkstechnik auf dem Bahnhof Cottbus.
Die Oberbaumaßnahmen an Weichen und Gleisen sind bereits abgeschlossen, das Modulgebäude für das Elektronische Stellwerk (ESTW) ist aufgestellt und wird mit Computer- und Haustechnik ausgerüstet. Die Aufstellung neuer Signale, der Kabeltiefbau und die Kabelmontage sind im Zeitplan.
Der weitere Baufortschritt erfordert jedoch nochmals die Sperrung einzelner Bahnhofsgleise, so dass Reisende gebeten werden, die Veränderung des Abfahrtgleises ihres Zuges zu beachten; darüber wird an der großen Anzeigetafel im Empfangsgebäude informiert.
Weiterhin werden auch Umbauarbeiten an Bahnübergängen durchgeführt, um gesetzliche Anforderungen wie z. B. die der Anordnung der Lichtzeichen über dem Andreaskreuz zu erfüllen. Dazu lassen sich Straßensperrungen nicht ganz vermeiden. Das Programm ist mit der Stadt Cottbus so abgestimmt, dass es nicht zur gleichzeitigen Sperrung benachbarter Bahnübergänge kommt (beispielweise Bautzener Str. und Parzellenstr.).
Die eigentliche Inbetriebnahme des ESTW erfordert die Auswechslung und Funktionsprüfung der Sicherungstechnik an rund 800 Bauteilen.
Das ist jedoch nicht im laufenden Betrieb möglich und daher weist die Deutsche Bahn schon jetzt darauf hin, dass der Zugbetrieb vom 19. November 2010, 15:15 Uhr durchgehend bis zum 22. November 2010, 03:15 Uhr rund um den Bahnhof Cottbus eingestellt wird und alle sechs Verkehrsrichtungen mit Schienenersatzverkehr (nach Lübbenau, Calau, Senftenberg, Kerkwitz, Klinge und Bagenz) bedient werden.
Bis zu 35 Busse werden zeitgleich je Stunde am Hauptbahnhof Aus- und Einsteiger bedienen. Deshalb wird der große Parkplatz rechts neben dem Empfangsgebäude ab 19. November 2011, ab 6.00 Uhr nicht für das individuelle öffentliche Parken zur Verfügung stehen. Ersatzweise wird die Fläche am Wasserturm und weitere kleine Flächen in dessen Nähe zum Parken angeboten (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: Keine Wartungsmängel bei Klimaanlagen
Die Deutsche Bahn hat die Untersuchungsergebnisse der gemeinsamen Task Force mit den Herstellern zu den Ausfällen von Klimaanlagen ausgewertet. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Die Wartungen sind gemäß dem geltenden Regelwerk und den Empfehlungen der Hersteller durchgeführt worden.
Im Rahmen der regelmäßigen Wartung der Klimaanlagen wird ab sofort noch einmal besonders überprüft, dass die Leistungsfähigkeit der Kühlsysteme sichergestellt ist.
Auf längere Sicht werden außerdem die Klimaanlagen in die bereits beschlossene Generalüberholung der ICE 2-Flotte einbezogen. Dieses sogenannte Redesign umfasst 44 Fahrzeuge, startet im November 2010 und kostet über 100 Millionen Euro. Insgesamt umfasst die ICE-Flotte 252 Züge. Bei den Modellen ICE 1, ICE 3 und ICE T traten bislang keine Schadenshäufungen auf.
„Die Untersuchung hat gezeigt, dass hier weder ein Wartungsmangel noch ein systematischer technischer Fehler bei den Klimaanlagen der ICE 2-Flotte vorliegt“, sagte Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn.
„Die Klimaanlagen haben bislang gemäß ihrer zum Zeitpunkt der Produktion geltenden Auslegung ohne Auffälligkeiten funktioniert und sind erst jetzt in Teilen der ICE 2-Flotte durch die extreme Hitze an die Grenze ihrer Belastbarkeit gekommen.“
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: Schnellumbauzug der Bahnbau Gruppe auf den Namen „Büffel“ getauft
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Symbolisch nahm der Sprecher der Geschäftsführung der Bahnbau Gruppe, Jörg Bistritz (links im Bild), den "Goldenen Schlüssel" entgegen. Die Mannschaft des neuen Schnellumbauzuges enthüllt im Standort Königsborn der Bahnbau Gruppe feierlich die entsprechende Anschrift. Bereits Ende Juli wird die neue Maschine in Kläden, in der Nähe von Stendal, die ersten Kilometer Gleis umbauen. Fotos Mai Michael Neuhold.
Am 15.07.10 taufte die Geschäftsführung der Gesellschaften der Bahnbau Gruppe zusammen mit Berthold Huber, Vorstandsmitglied der DB Netz AG, in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Wirtschaft und Politik den Schnellumbauzug SUM 315 auf den Namen „Büffel“.
Der Schnellumbauzug SUM 315 ist ein neues Modell der SUM-Baureihe des Herstellers Plasser & Theurer aus Österreich. Er entstand als eine optimierte Variante eines Gleis-Schnellumbauzuges in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gleis- und Tiefbau GmbH (DGT), einer Gesellschaft der Bahnbau Gruppe im DB-Konzern. Mehr als 40 Jahre Erfahrungen mit dieser Gleisbautechnologie, der Fließband-Technik, sind in die Konzeption und Bau der SUM 315 eingeflossen.
„Mit der SUM 315 setzen wir auf höchste technologische Standards; sie sind bei der effizienten Abwicklung der Infrastrukturbauprojekte für ein modernes Netz nicht mehr wegzudenken“, so Berthold Huber bei der Taufe.
Der 450 Tonnen schwere „Büffel“ bietet ein Höchstmaß an Flexibilität und Leistungsfähigkeit im Neubau und Umbau von Gleisen. Durch den Einsatz des neuen hochautomatisierten Verlegeaggregats mit „Zwei-Schwellen-Verlegung“ je Takt ist die SUM 315 noch schneller und präziser als ihre Vorgängermodelle der SUM-Baureihe. Während der Arbeit wird der Maschinenrahmen beim Gelenk hochgespindelt, so dass das mittlere Drehgestell frei ist für alle erforderlichen Arbeiten in diesem Bereich. Das Schotterplanum wird von einer Räumkette vorbereitet. Größere Schottermengen werden mittels Transportbändern zu einer Einschottervorrichtung am Ende der Maschine oder wahlweise in Material-, Förder- und Siloeinheiten (MFS) verladen. Mit der Möglichkeit der Schotterspeicherung, der Verschwenkmöglichkeit, dem integrierten Rußpartikelfilter und der intelligenten Achslastverteilung ist die Maschine für alle Schwellen- und Schienenarten mit Schotterunterbau im Bereich von Bahnsteigen, auf oder unter Brücken sowie in Tunneln, ohne wesentliche Einschränkungen einsetzbar. Die Zulieferung des Materials erfolgt über das Arbeitsgleis, sodass der Verkehr auf dem Nachbargleis nicht beeinträchtigt wird.
Der „Büffel“ ist 114 Meter lang und wird mit einem 760 PS starken Dieselmotor angetrieben. Er baut in einem Arbeitsprozess Schiene und Schwelle aus und schafft in einer Stunde rund 350 Meter Gleisumbau (Pressemeldung Deutsche Bahn, Fotos Kai Michael Neuhold, www.kmn-network.de, 16.07.10).

RechteckGDL: Defekte Klimaanlage im ICE
„Es ist ein Unding, dass Zugbegleiter oder Lokomotivführer nach solchen Vorfällen angeklagt werden.“ Das erklärte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer Claus Weselsky als Reaktion auf die Anklage des Zugchefs im Zusammenhang mit der defekten Klimaanlage des ICE. Beide erhalten ihre Anweisungen von den Betriebs- oder Transportleitungen. Eigenständig dürfen sie nur bei Gefahr für Leib entscheiden. Bei den defekten Klimaanlagen und überhitzten ICEs bestehen bei der Einschätzung der Lage gleich zwei Probleme:
Erstens ist das Empfinden der Reisenden bei hohen Temperaturen sehr unterschiedlich. Für den einen ist es lediglich heiß, während andere sehr viel empfindsamer reagieren.
Zweitens leiden Lokomotivführer und Zugbegleiter unter den gleichen schlechten Bedingungen in den Zügen. Beide sind jedoch in erster Linie Eisenbahner, die ihre Verantwortung wahrnehmen, die Reisenden trotz technischer Mängel, die nicht betriebsgefährdend sind, pünktlich ans Ziel zu bringen.
Eine regelmäßige Unterbesetzung mit Zugbegleitern führt darüber hinaus zu enormen Belastungen unserer Kollegen. Damit einhergehend ist eine notwendige Präsenz in den einzelnen Zugabschnitten nicht immer gewährleistet. Ein Zugbegleiter kann daher nicht immer sehen, ob es einem Fahrgast schlecht geht.
Die DB hat mittlerweise eine Weisung herausgegeben, wie bei hohen Temperaturen in den ICEs zu verfahren ist. Das richtige Verhalten hätte auch in der Aus- und Weiterbildung geschult werden können. Leider musste erst ein Vorfall passieren.
Es sind Mängel in den Zügen, die zwar nicht betriebsgefährdend sind, die aber trotzdem sehr unangenehm sein können, wie die defekten Klimaanlagen zeigen. Ursache ist sicher auch eine nicht voll umfängliche Wartung aller Komponenten in den Zügen. „Dies wurde früher gewährleistet, ist aber durch den Spar- und Börsenkurs zunehmend verloren gegangen. Eine vorbeugende Instandhaltung aller Komponenten ist das, was diese Eisenbahn nicht nur für ihr Image, sondern auch für einen qualitativ hochwertigen Eisenbahnverkehr benötigt. Nur dadurch können die Belastungen von Lokführern und Zugbegleitern gesenkt und damit einhergehend auch die Kundenzufriedenheit gewährleistet werden, so Weselsky: „Hier muss das DB-Management unter Herrn Grube noch wesentlich schneller und härter korrigierend eingreifen als bisher.“ (Pressemeldung GDL, 16.07.10).

RechteckNordrhein-Westfalen: Harry Kurt Voigtsberger neuer Verkehrsminister

Einen Tag nach ihrer Wahl hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am 15.07.10 ihr Kabinett ernannt. Am Nachmittag wurden die Minister im Landtag vereidigt.
Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr ist Harry Kurt Voigtsberger. Er wurde am 10. Juli 1950 in Hindelang im Allgäu geboren und absolvierte ein Studium für Flugzeugbau an der FH-Aachen und studierte anschließend Politik-, Wirtschafts-, und Erziehungswissenschaften an der RWTH Aachen.
Zehn Jahre war er Schulleiter des Medienberufskollegs der Stadt Köln, bis er 2003 Erster Landesrat und Kämmerer des Landschaftsverbands Rheinland wurde.
Im Jahr 2008 übernahm Harry K. Voigtsberger als Verbandsdirektor die Leitung des Landschaftsverbands Rheinland.
Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr wird Horst Becker (Pressemeldung Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, 16.07.10).

RechteckThüringen: Durchschlag für Tunnel Baumleite
Am Donnerstag war nach 1.317 Metern und neun Monaten Vortrieb durch den Berg das sprichwörtliche Licht am Ende des neuen Tunnels Baumleite zu sehen. Der Tunnel stellt die Verbindung zwischen der Grümpentalbrücke und dem viergleisigen Streckenabschnitt bei Theuern her.
Mit einem traditionellen Durchschlag wurde dieser Augenblick gefeiert. Dabei waren Tunnelpatin Sibylle Abel, Ministerialrat Hans-Jürgen Hummel, Referatsleiter Schienenverkehr / ÖPNV im Thüringer Ministerium für Bau und Verkehr, Volker Hädrich, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Thüringen, und Michael Ahlgrimm, Leiter Großprojekte Nord der DB Netz AG. Der Tunnel wird von Norden her im bergmännischen Verfahren mit Spritzbetonsicherung aufgefahren. In einem zweiten Arbeitsschritt erhält er eine zweite, eine innere Röhre, in welcher dann die Züge fahren. Die Einzelinvestition beträgt fast 50 Millionen Euro.
Das Bauvorhaben umfasst umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen. So entstehen aus den 800.000 Kubikmetern Ausbruchsmassen Landschaftsmodellierungen auf dem in unmittelbarer Nähe gelegenen Galgenberg, der aufgeforstet oder mit Waldmantel- und Staudenvegetation eine landschaftstypische Gestaltung erhält. Der Durchschlag erfolgte vorfristig, trotz teilweise anspruchsvoller Geologie. Im Landkreis Sonneberg ist damit der dritte von vier Tunneln durchgeschlagen (Tunnel Baumleite, Müß, Goldberg). Der Längste Tunnel des Projektes, der 8,3 Kilometer lange Tunnel Bleßberg ist bereits zur Hälfte mit der zweiten, der inneren Schale fertig gebaut, während von Norden bisher zwei von vier Kilometern Vortrieb geschafft sind.
Mit einer langen Kette aufeinander folgender großer Ingenieurbauwerke von 29 Brücken und 22 Tunneln werden die Höhenzüge der 107 Kilometer langen Neubaustrecke vom Oberfränkischen Ebensfeld über den Thüringer Wald bis nach Erfurt überwunden. Die Neubaustrecke gehört zur 500 Kilometer langen Verbindung zwischen Nürnberg und Berlin, dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Nach Abschluss aller Maßnahmen wird sich die Reisezeit zwischen München und Berlin von heute sechs Stunden auf etwa vier Stunden verringern. Die Kunden im Personen- sowie im Güterverkehr erhalten eine konkurrenzfähige und umweltgerechte Alternative zu Straße und Flugzeug.
Gegenwärtig konzentriert sich der Bau zwischen Nürnberg und Berlin auf die über 230 Kilometer langen Neubaustrecken Ebensfeld–Erfurt sowie Erfurt–Leipzig/Halle. Alle Bauzeit bestimmenden Ingenieurbauwerke, die Tunnel und Talbrücken, befinden sich in der Realisierung (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.07.10).

Verkehr vom 15.07.10

RechteckBaden-Württemberg: VCD fordert Wiedereinsetzung von Zugbegleitern
Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert von der Deutschen Bahn (DB) mehr Kundenservice und die Wiedereinsetzung von Zugbegleitern im Regionalverkehr von Baden-Württemberg, um Fahrgästen in kritischen Situationen schnell helfen zu können.
"Defekte oder versagende Klimaanlagen in DB-Zügen sind auch im Regionalverkehr in Baden-Württemberg ein Thema", sagt Birgit Maier, verbraucherpolitische Sprecherin beim VCD Baden-Württemberg. Die derzeitigen Probleme seien nicht auf den Fernverkehr und den ICE begrenzt.
Birgit Maier: "Fahrgäste berichten immer wieder, dass zum Beispiel Klimaanlagen in einzelnen Doppelstock-Wagen schlecht eingestellt sind oder gar komplett versagen, so dass im Sommer teils unerträgliche Hitze besonders im Oberdeck herrscht. DB-Zugbegleiter, die für Abhilfe sorgen könnten, gibt es jedoch keine."
Von Stuttgart aus verkehren regelmäßig Doppelstockzüge zum Beispiel in Richtung Heilbronn, Ulm, Singen, Heidelberg oder Tübingen. Diese Fahrzeuge sind vollklimatisiert, Fenster lassen sich nicht öffnen. Aus VCD-Sicht ist es fatal, dass ausgerechnet in diesen Zügen in der Regel auch keine Zugbegleiter anwesend sind. Einziger Ansprechpartner für die Fahrgäste ist im Notfall der Lokführer, der sich jedoch in der Lokomotive außerhalb der Wagen befindet. Auch die Notsprechanlagen in den Waggons seien häufig defekt.
"Das ist ein unhaltbarer Zustand", sagt Maier. "Aus reiner Profitgier hat die DB in den vergangenen Jahren fast flächendeckend die Zugbegleiter in Baden-Württemberg eingespart, um aus dem bis 2016 laufenden Verkehrsvertrag mit dem Land maximalen Gewinn zu ziehen."
Doch auch das Land trägt nach VCD-Meinung Mitschuld an der Misere: "Offensichtlich hat das Land auf Grund eines miserabel ausgehandelten Verkehrsvertrages keinen Einfluss auf die Angebotsqualität der DB im Regionalverkehr, diese kann machen, was sie will und was den Profit mehrt", so Maier.
Der VCD kritisiert diesen mangelnden Kundenservice aus reiner Profitgier und fordert das Unternehmen auf, auf eigene Kosten wieder mehr Zugbegleiter im Regionalverkehr einzusetzen. Bei künftigen Ausschreibungen von Nahverkehrsleistungen durch das Land muss die Besetzung von Zügen mit Zugbegleitern wieder zur Grundlage der Verkehrsverträge mit Bahnbetreibern werden (Pressemeldung VCD Landesverband Baden-Württemberg e.V., 15.07.10).

RechteckBundestag: Fehmarnbeltquerung
Die feste Fehmarnbeltquerung wird nach derzeitigem Planungsstand rund 817 Millionen Euro kosten. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (17/2398) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion (17/2203) hervor.
Die Bundesregierung werde Investitionen in die Bundesverkehrswege in der Finanzplanung bis 2014 auf einem hohen Niveau fortführen, heißt es weiter (Pressemeldung Bundestag, 15.07.10).

RechteckBundestag: Kombilösung Karlsruhe
Der Bundesrechnungshof hat sich bislang nicht wegen einer Prüfung des Nahverkehrsprojektes ”Kombilösung Karlsruhe“ an das Bundesverkehrsministerium gewandt.
Dies betont die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/2401) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/2244) (Pressemeldung Bundestag, 15.07.10).

RechteckFunkwerk: 20.000stes Cab Radio für für die Zugfunkkommunikation ausgeliefert
Das weltweit erfolgreichste Mobilfunk-Gerät für die Zugfunkkommunikation und Steuerung des Bahnverkehrs kommt aus dem thüringischen Kölleda: In 19.999 Zügen von Norwegen, über Saudi-Arabien bis Indien und China sind die „Cab Radios“ von Funkwerk bereits installiert. Jetzt wurde das 20.000ste Mobilfunk-Terminal für die Kommunikation zwischen Zug und Bahnzentrale ausgeliefert. Damit ist die Funkwerk-Eigenentwicklung die führende Lösung auf dem Weltmarkt für die Zugfunk-Kommunikation via GSM-R.
„Mit unseren Cab Radios sind wir mit großem Abstand Marktführer in Europa und damit auch in der Welt, denn in Europa ist der GSM-R Mobilfunk im Bahnverkehr am weitesten fortgeschritten. Wir sehen aber nun auch in anderen Ländern einen zunehmenden Bedarf und zusätzliche Investitionen in die Bahninfrastruktur, von denen unser Geschäft in den nächsten Jahren profitieren sollte“, bilanzierte Funkwerk-Vorstand Dr. Hans Grundner anlässlich der Auslieferung des 20.000 Cab Radios.
Bei den Bahnen nimmt der Zugfunk innerhalb des Betriebsdienstes eine immer wichtigere Stellung ein. Denn er sichert die Kommunikation der mobilen mit der stationären Infrastruktur. Das ist eine der Grund-bedingungen für einen sicheren, pünktlichen und zuverlässigen Bahnverkehr.
Eine wichtige technologische Weichenstellung war dabei die Einigung der Bahngesellschaften auf die Einführung von GSM-R (Global System for Mobile Communication for Railways) als neuen Standard für die Informationsübertragung im europäischen Schienenverkehr.
Das war die Voraussetzung für die immer schneller voranschreitende internationale Harmonisierung und die damit verbundene grenzüberschreitende Interoperabilität des Eisenbahnverkehrs, wie sie in Zeiten der Globalisierung immer stärker gefordert wird.
Funkwerk setzte als einer der ersten Anbieter seit 1999 auf diesen Technologiewechsel. Dabei kam dem Unternehmen zugute, dass am Standort Kölleda bereits seit 1982 analoge Zugfunktechnik entwickelt und produziert wurde. Auf Basis dieser langjährigen Erfahrungen und der genauen Kenntnisse des Anwenderbedarfs konnten schnell modulare GSM-R-Endgerätefamilien für den analogen wie für den digitalen Zugfunk entwickelt werden. So hat sich Funkwerk einen technologischen Vorsprung gesichert, den wir nach dem Jahrtausendwechsel weiter ausgebaut haben“, so Dr. Grundner.
Nachdem Funkwerk als Lieferant der Deutsche Bahn AG den Durchbruch auf dem Weltmarkt geschafft hatte, folgten in rascher Folge weitere Großaufträge der französischen SNCF, der belgischen SNCB, der schweizerischen SBB, den österreichischen ÖBB sowie der norwegischen NSB. Mittlerweile nutzen Bahnen in insgesamt 30 Ländern die Cab Radios von Funkwerk. Damit steuern die digitalen Kommunikationssysteme von Funkwerk nun weltweit den Daten- und Sprechfunkverkehr der wichtigsten öffentlichen und privaten Verkehrsträger.
Die Nachfrage nach Bahn-Kommunikationstechnik „made by Funkwerk in Germany“ dürfte jedoch in Zukunft weiter ansteigen. „Schlüsselfaktoren wie Effizienz, die Vermeidung von Emissionen und eine erhöhte Verkehrssicherheit sind für jeden Bahnbetrieb lebenswichtig. Sie lassen sich jedoch nur durch den Einsatz von intelligenter Kommunikationstechnik steigern. Deshalb nehmen die Investitionen in diesem Sektor zu. Innovative, individuelle Systemlösungen, wie sie Funkwerk anbietet, stehen hier an erster Stelle“, beschreibt Funkwerk-Vorstand Dr. Hans Grundner den aktuellen Trend. „Es hat gut zehn Jahre gedauert, bis wir das 20.000 Cab Radio ausliefern konnten, das 40.000ste werden wir sicher in der Hälfte der Zeit schaffen.“ (Pressemeldung Funkwerk, 15.07.10).

RechteckBrandenburg: Förderbescheid für den weiteren Ausbau des Hafens Wittenberge
Morgen erhält die Stadt Wittenberge einen Förderbescheid in Höhe von 1,3 Millionen Euro den weiteren Ausbau des Hafens. Der Präsident des Landesamtes für Bauen und Verkehr (LBV), Jan Drews, wird den Bescheid am 14. Juli um 10.00 Uhr an den Bürgermeister der Stadt Wittenberge, Dr. Oliver Hermann, überreichen. Damit können die Bauarbeiten am Hafen Wittenberge fortgesetzt werden.
„Im alten Stadthafen war bisher nur in begrenztem Umfang Warenumschlag möglich. Deshalb verlagert die Stadt Wittenberge den Hafen in ein bereits bestehendes Industriegebiet, um auch in Zukunft als Wirtschaftsstandort gut aufgestellt zu sein. Wir unterstützen dieses Vorhaben seit 2009. Es wurden bereits mehr als eine Million Euro für Planung und einen ersten Bauabschnitt bewilligt. Wir wollen damit auch einen Beitrag leisten, in Zukunft mehr Verkehr von der Straße auf das Wasser zu verlagern“, unterstreicht Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider in Potsdam.
Es werden zwei Binnenhafenanlegern errichtet: Ein Anleger für Flüssigkeiten und Getreide und ein Anleger für den Containerumschlag. Der neue Binnenhafen Wittenberge wird als öffentlicher Hafen betrieben und bietet als trimodaler Umschlagpunkt mit Zugang zur Elbe und in der Nähe der Bahnstrecke Berlin-Hamburg sowie der zukünftigen Autobahn A 14 hafentypische und logistische Funktionen an.
Das zur Verfügung gestellte Geld aus dem Konjunkturpaket II wir für den Bau der befestigten Hafenfläche und der Zufahrt an die vorhandene Straße genutzt. Außerdem kann mit der Oberflächenentwässerung begonnen werden. Dazu gehört der Bau eines Regenrückhaltebeckens. Spätestens im Frühjahr 2011 sollen dann alle Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Seit Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2009 wurde bereits ein Hafenanleger für den Umschlag von Flüssigkeiten fertig gestellt. Einmal wöchentlich wird hier ein Schiff mit Biodiesel beladen. Die Arbeiten am zweiten Hafenanleger für den Umschlag von Containern und Stückgut werden in Kürze beendet. Voraussichtlich im August beginnen die Arbeiten für den Bau der Hafengleise einschließlich des Gleisanschlusses an das öffentliche Netz der Deutschen Bahn.
Das Projekt wird zu einem großen Teil aus Mitteln des Konjunkturpaketes des Bundes finanziert. Auch die EU unterstützt den Hafenausbau mit Fördergeld aus dem Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) (Pressemeldung Funkwerk, 15.07.10).

RechteckBremen: DB Schenker Logistics wächst im Industriepark Bremen
Die Schenker Deutschland AG baut ihre Kapazitäten im Industriepark Bremen kontinuierlich weiter aus. Die jetzt übernommene 20.000 Quadratmeter große Halle 4 wird derzeit in der Entlade- und Verladezone komplett umgebaut und vom Hallenbelag bis hin zum Dach umfangreich modernisiert. Insgesamt werden die Arbeiten noch bis Ende des Jahres andauern.
"Um die steigenden Anforderungen unseres Kunden optimal zu erfüllen, ist Wachstum hier im Industriepark unerlässlich", erklärt Hans Kleer, Leiter der Geschäftsstelle Bremen-Logistik der Schenker Deutschland AG. Der Bremer Logistikpark ist ein Beispiel dafür, wie DB Schenker den Kundennutzen im Rahmen langfristiger Partnerschaften konsequent ausbaut.
In den kommenden Monaten werden die Logistikexperten der Schenker Deutschland AG die neue Halle sukzessive in Betrieb nehmen. Zur Zeit lagern auf rund 8.000 Quadratmetern Vorder- und Hinterachsmodule für die Produktion im nahe gelegenen Werk der Daimler AG. Bis Mitte 2011 werden die unterschiedlichsten Komponenten, vom Kabelsatz über Sicherheitsgurte bis hin zu Türschließeinheiten, folgen. Mit dem neuen Lager bewirtschaftet die Schenker Deutschland AG im Logistikpark eine Hallenfläche von rund 60.000 Quadratmetern.
Seit 2007 bündeln die Logistikexperten von DB Schenker im Industriepark Bremen Montage- und Bauteile von mehr als 35 Zulieferern und führen sie minutengenau im Takt der Produktion den Montagebändern zu. Täglich schleusen sie dabei rund 25.000 Fahrzeugteile und -module in den Produktionsprozess von Daimler in Bremen ein. An jedem Arbeitstag werden rund 70 Lkw-Ladungen mit Teilen von Lieferanten aus Deutschland und Europa entladen, gelagert und just in sequence zum Werk geliefert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 15.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: DB Schenker konzentriert Steuerungsfunktionen in Frankfurt am Main
DB Schenker, das Ressort Transport und Logistik der Deutschen Bahn, bündelt künftig seine Management-Funktionen in Frankfurt am Main. Die derzeit in Berlin, Mainz und Essen angesiedelten Leitungen der Unternehmenseinheiten werden an dem neuen Standort konzentriert. Das hat gestern der Vorstand der DB Mobility Logistics AG beschlossen.
In Frankfurt am Main werden künftig rund 330 Arbeitsplätze aus dem Management der Geschäftsfelder DB Schenker Logistics und DB Schenker Rail sowie aus übergreifenden Funktionen des Ressorts zusammengezogen.
DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube begrüßte die Entscheidung für das Ressort Transport und Logistik, stellte aber auch klar: „Der Sitz der DB ist und bleibt selbstverständlich Berlin, in der Hauptstadt arbeiten mehr als 17.000 Menschen für unser Unternehmen“.
„Frankfurt ist als bedeutende internationale Wirtschaftsmetropole ein attraktiver Logistik-Standort“, sagte Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Transport und Logistik der DB ML AG. „Wir werden unser internationales Geschäft von Frankfurt aus weiterentwickeln. Die Zukunft der Logistik liegt in effizienten, Verkehrsträger übergreifenden Angeboten für unsere Kunden. Mit einem vereinten Management stellen wir uns optimal auf. Frankfurt bot sich uns als Verkehrsknotenpunkt im Herzen Deutschlands und Europas an“, sagte Rausch.
Den neuen, zentralen Sitz in der Nähe des Flughafens beziehen Mitarbeiter aus dem in Berlin angesiedelten Ressortvorstand, aus der europäischen Leitungsebene der DB Schenker Rail GmbH aus Mainz sowie aus dem Management von DB Schenker Logistics aus Essen. Die Standorte Mainz und Essen bleiben als Sitz der DB Schenker Rail Deutschland bzw. der Schenker AG bestehen. Der Umzug soll innerhalb einer Frist von ein bis zwei Jahren erfolgen – abhängig von der Entscheidung für eine Immobilie.
Mit einem Umsatz von rund 15,3 Milliarden Euro und mehr als 90.000 Mitarbeitern in 130 Ländern (Geschäftsbericht 2009) steht DB Schenker für die Transport- und Logistikaktivitäten der DB. DB Schenker verfügt über Top-Positionen in der weltweiten Luft- und Seefracht, das dichteste Landverkehrsnetz und die Schienen-Kompetenz der größten Güterbahn Europas.
In Frankfurt am Main sind die Ressorts Infrastruktur und Personenverkehr der DB angesiedelt sowie weitere Geschäftsfelder. Insgesamt hat die DB in Frankfurt am Main rund 14.000 Mitarbeiter. Im nahen Kelsterbach ist die Schenker Deutschland AG beheimatet, in Mainz die DB Schenker Rail Deutschland AG (Pressemeldung Deutsche Bahn, 15.07.10).

RechteckHessen: Modernisierung des Bahnhofs Groß-Gerau-Dornberg
Das Land unterstützt die Stadt Groß-Gerau auch beim 2. Bauabschnitt der Modernisierung des Bahnhofs Groß-Gerau-Dornberg. Der hessische Verkehrsstaatssekretär Steffen Saebisch übergab am Mittwoch an den Ersten Stadtrat Kurt Trumpfheller einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 3.128.000 Euro.
Der jetzt anstehende Bauabschnitt auf der Ostseite der Station umfasst die Herstellung einer Fußgänger-unterführung, einer P+R- (Park und Ride) / B+R- (Bike und Ride) Anlage sowie die Errichtung von Bus-haltestellen. Die Gesamtkosten des Abschnittes belaufen sich auf 5.318.300 Euro.
Gegenwärtig wird auf der Westseite des Bahnhofs der 1. Bauabschnitt realisiert, der ebenfalls vom Land Hessen gefördert wurde. Die Zuwendung für diesen Abschnitt betrug 902.900 Euro, bei Gesamtkosten von 1.268.600 Euro.
Mit den Arbeiten für den 2. Abschnitt erfolgt die Erschließung der Bahnsteige auch von Osten einschließlich der Neugliederung der Freiflächen und Erneuerung der Zugangsanlagen. Die bestehende Treppenanlage vom Hausbahnsteig zur vorhandenen Personenunterführung wird instandgesetzt. Westlich der historischen Windschutzwand wird ein neuer Aufzug als barrierefreie Erschließung der Unterführung gebaut. Da die Windschutzwand und das Dach denkmalgeschützt sind, müssen sie zur Realisierung der Maßnahme abgebaut und entsprechend den Erfordernissen des Denkmalschutzes wieder aufgebaut werden. An den Mittelbahnsteigen 2 und 3 werden gegenüber der Treppenanlage ebenfalls Aufzüge hergestellt.
Die Unterführung verbindet die Westseite des Bahnhofs mit den Bahnsteigen. Sie soll nun bis zur Ostseite verlängert werden. Die Verlängerung wird durch eine kleine Treppe und eine Rampe angebunden. Auf der Ostseite sind außerdem auf einer brach liegenden Fläche eine neue P+R- / B+R-Anlage sowie zwei zentrale Bushaltestellen geplant. Insgesamt sollen 41 überdachte Fahrrad- und 143 Pkw-Stellplätze (davon 2 für behinderte Menschen) entstehen. Die Anbindung der Anlage erfolgt über ein Gewerbegebiet.
Weitere Maßnahmen sind die Fahrbahnmarkierung, Beschilderung sowie die Errichtung von Leit- und Schutzeinrichtungen.
„Nach den Um- und Ausbaumaßnahmen wird der Bahnhof Groß-Gerau-Dornberg künftig für die ÖPNV-Nutzer östlich und westlich der Gleisanlagen optimal erreichbar sein“, sagte Saebisch. „Den Bürgern Groß-Geraus und den auswärtigen Gästen wird ein moderner und den heutigen Anforderungen entsprechend gestalteter Bahnhof zur Verfügung stehen“.
Die Bauarbeiten konnten durch Zurverfügungstellung eines vorläufigen Zuwendungsbescheides bereits Anfang Juli 2010 beginnen und sollen voraussichtlich im Dezember 2011 abgeschlossen sein (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, 15.07.10).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Desiro und Talent 2 für das Teilnetz Warnow
Am 12.Juli hat die DB Regio AG den Zuschlag für das Teilnetz Warnow erhalten. Das Teilnetz Warnow umfasst die Verkehrsleistungen:
• S 1 Rostock Hbf-Warnemünde,
• S 2 Güstrow-Schwaan-Rostock Hbf-Warnemünde,
• S 3 Güstrow-Laage-Rostock Hbf-Warnemünde und
• S 4 Rostock Seehafen Nord-Rostock Hbf-Warnemünde
• RB 12 Rostock Hbf-Graal-Müritz/Ribnitz-Damgarten West
• RE 8 Wismar-Rostock-Tessin
• RE 4 Wismar-Schwerin-Ludwigslust
• RE 1 Rostock Hbf-Schwerin Hbf (Einzelleistungen)
Mit der ersten Betriebsstufe gehen ab Dezember 2011 die Regionalbahnleistungen mit einem Umfang von 1,44 Mio. Zugkilometer in Betrieb. Hier kommen zwölf Triebzüge des Typs DESIRO von Siemens (BR 642) zum Einsatz. Diese verkehren bereits heute auf der Linie RE 8 Wismar-Rostock-Tessin, der RB 12 Rostock Hbf-Graal-Müritz/Ribnitz- Damgarten West und der S 3 zwischen Rostock Hbf und Rostock Seehafen Nord. Sie erhalten bis zur Betriebsaufnahme ein Redesign und werden dabei in einen neuwertigen Zustand gebracht.
Mit der zweiten Betriebsstufe gehen dann ab Dezember 2012 alle Elektrotraktionslinien (S-Bahn und RE-Verkehre) in den Betrieb. Diese Leistungen in einem Umfang von 2,57 Mio. Zugkilometer werden mit 23 Neubautriebzügen des Typs TALENT 2 von Bombardier (BR 442) erbracht. Alle S-Bahn-Linien werden dann bis nach Warnemünde verkehren. Die Züge auf der S 1 werden in den Hauptverkehrszeiten alle siebeneinhalb Minuten fahren. Die Züge der S 2 und S 3 werden zwischen Rostock und Güstrow werktags durchgängig im Einstundentakt verkehren.
Die DB Regio AG behält sich den möglichen Einsatz eines Subunternehmers für einen Teil der Fahrbetriebsleistungen vor. Eine entsprechende EU-weite Ausschreibung läuft. Die Tariftreueerklärung, wie sie durch DB Regio abgegeben wurde, ist auch Bestandteil der Anforderungen dieser Ausschreibung (Pressemeldung Deutsche Bahn, 15.07.10).

RechteckPro Bahn: Fahrgastverband fordert neue Prioritäten für deutsches Schienennetz
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert die Bundesregierung auf, die bisherigen Prioritäten für Investitionen in das Schienennetz in Deutschland den Anforderungen der Europäischen Union anzupassen und Engpässe auf den internationalen Transitkorridoren vorrangig zu beseitigen.
Das Europäische Parlament hat am vergangenen Dienstag eine Verordnung gebilligt, nach der internationalen Güterzügen auf drei Transitkorridoren durch Deutschland künftig Vorrag eingeräumt werden soll.
„Vorrangig müssen nun neue Kapazitäten auf den Transitstrecken von Rotterdam nach Genua, von Stockholm nach Palermo und von Brüssel nach Warschau geschaffen werden,“ erläutert der PRO BAHN-Bundesvorsitzende Karl-Peter Naumann die Situation. „Engpässe gibt es auf den Abschnitten Emmerich - Duisburg, Frankfurt - Mannheim, Offenburg - Basel, Minden - Hannover, sowie zwischen Lübeck und Kufstein. Die deutsche Politik hat aus Prestigegründen die notwendigen Investitionen auf allen diese Streckenabschnitten vor sich hergeschoben und war nicht bereit, den Anforderungen eines Transitlandes Rechnung zu tragen. Die in Deutschland kritisierte Entscheidung für den Vorrang des Güterverkehrs ist eine Antwort auf diese hinhaltende Investitionspolitik. Wir wissen, dass Fachleute von DB-Netz diese Probleme sehen und lösen möchten, aber bisher steht dafür zu wenig Geld zur Verfügung.“
Vor allem der schleppende Ausbau der Oberrheinstrecke ist für den Fahrgastverband PRO BAHN ein Beispiel für die fehlgeleitete Investitionspolitik in Deutschland. „Trotz internationaler Verpflichtungen wird hier immer noch diskutiert statt gebaut,“ so Naumann. „Die DB muss hier wie an anderen Ausbaustrecken um jeden Euro mit Umweltschützern und lärmgeplagten Bürgern feilschen, während an anderen Stellen des gleichen Bundeslandes Milliarden versenkt werden, die keine neuen Kapazitäten schaffen.“
Auf der Verbindung von Stockholm nach Palermo, die vom Fehmarnbelt bis nach Kufstein durch Deutschland führt, sollen nach den bisherigen Planungen alle internationalen Güterzüge über die überlasteten Elbbrücken in Hamburg fahren. Hier sieht der Verbraucherverband die Möglichkeit, mit geringen Mitteln neue Kapazitäten zu schaffen. „Dafür muss ein neuer Korridor durch Ausbauten zwischen Lübeck und Stendal sowie Elektrifizierung von Reichenbach im Vogtland über Hof an der Saale bis Regensburg und von Landshut bis Rosenheim geschaffen werden. Das gleiche gilt für die Verbindungen von den Häfen Hamburg und Bremerhaven bis Uelzen. Hier liegt wertvolle Infrastruktur brach, die zur Entlastung verstopfter Strecken nicht zur Verfügung steht, weil der Blick der Politik sich nur auf ICE-Strecken richtet.“
Trotz knapper Haushaltsmittel sieht PRO BAHN die Chance, dass die Entscheidung der EU Güter- und Personenverkehr gleichermaßen voranbringt. „Die Bundesregierung hat nun die Wahl, bekannte Engpässe kurzfristig zu entschärfen oder zu riskieren, dass ICE-Züge unpünktlich fahren und Anschlüsse versäumen und Pendler nicht mehr pünktlich zur Arbeit kommen. Eine Verlagerung des Güterverkehrs auf Transitzüge dient dem Klimaschutz, denn mehr als ein Viertel des Kohlendioxids wird in Europa durch Lastkraftwagen in die Luft geblasen.“ (Pressemeldung Pro Bahn, 15.07.10).

RechteckNordrhein-Westfalen: Bahn informierte zur Zukunft der Müngstener Brücke
Bei einem Treffen in Düsseldorf hat die Deutsche Bahn AG am 14.07.10 Vertreter der Städte Solingen und Remscheid sowie der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid über den Sachstand zur Sanierung der Müngstener Brücke informiert. An dem Gespräch nahmen u. a. die Remscheider Oberbürgermeisterin Beate Wilding sowie der erste Beigeordnete der Stadt Solingen, Hartmut Hoferichter teil.
Alle Teilnehmer betonten, dass in dem gut zweistündigen Treffen alle Themen offen angesprochen wurden und die Diskussion konstruktiv geführt wurde. Im Ergebnis wurde gemeinsam festgehalten, dass die Arbeiten für die statische Nachrechnung des unter Denkmalschutz stehenden Wahrzeichens des Bergischen Landes voll im Zeitplan liegen.
Bis Ende August werden die Belastungsmessungen mit Versuchsfahrten unter Beteiligung eines vom Eisenbahn-Bundesamt anerkannten Prüfstatikers an der Brücke durchgeführt. Zuvor müssen die erforderlichen Messeinrichtungen installiert werden. Bis zum 30. September muss die Bahn dann die Ergebnisse des statischen Nachweises dem Eisenbahn-Bundesamt übergeben.
Erst danach können abschließende Ergebnisse bewertet werden. Dies beinhaltet auch die Frage, welche historischen Fahrzeuge zum Brückenfest verkehren könnten.
Die Teilnehmer des Gesprächs vereinbarten, dass bis Ende August bei einem weiteren Treffen der dann aktuelle Sachstand (vorliegende Zwischenergebnisse der Prüfungen) erneut ausgetauscht wird.
Daneben laufen derzeit schon Instandhaltungsarbeiten an der Brücke nach einem dem Eisenbahn-Bundesamt vorgelegten Maßnahmenkatalog. Sie umfassen Korrosionsschutzarbeiten und stahlbautechnische Arbeiten an den Knotenblechen und Nieteinrichtungen. Dazu ist ein Arbeitstrupp durchgängig im Einsatz (Pressemeldung Deutsche Bahn, 15.07.10).

RechteckSachsen-Anhalt: Bahnhofsumfeld in Bad Dürrenberg umgestaltet
Die Umgestaltungsarbeiten am Bahnhof in Bad Dürrenberg sind abgeschlossen. In den vergangenen zehn Monaten entstanden auf dem Bahnhofsvorplatz neben drei neuen Bushaltestellen 36 P+R- sowie 40 Fahrradstellplätze. Außerdem wurde an den Fußgängerachsen zwischen Innenstadt und Straßenbahnendstelle am Lützener Platz der Weg zur Straßenbahnlinie 5 Halle – Bad Dürrenberg neu gepflastert und beleuchtet. Des Weiteren bietet ein überdachter Wartebereich vor dem Busbahnhof den Fahrgästen Sitzbänke und Informationstafeln zum Bahn- und Busverkehr. Die Kosten für die Umgestaltungsarbeiten betragen etwa 1,6 Millionen Euro, davon trägt das Land den Löwenanteil von 1 Million Euro.
Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre sagte bei der Übergabe des Bahnhofs-vorplatzes, dass Bad Dürrenberg mit der Umgestaltung den Besuchern und Fahrgästen ein attraktives Eingangstor biete. „In der Kurstadt wurde ein architektonisches Zeichen gesetzt“, betonte der Minister. „Dank der neuen Bushaltestellen, Fahrrad- und PKW-Stellplätze wird den Reisenden der Einstieg in den öffentlichen Personennahverkehr erleichtert“. So werde die Bahn noch besser mit der Straßenbahn und dem regionalen Busverkehr verknüpft.
Die Verschönerung des Bahnhofs wird noch in diesem Jahr fortgesetzt. Geplant ist der Abriss eines Anbaus, der das Bahnhofsgebäude wieder in seiner historischen Form sichtbar machen soll. Außerdem entstehen weiter Parkplätze.
Der Bahnhof Bad Dürrenberg wird täglich von rund 300 Reisenden genutzt. Wochentags fahren stündlich Züge in Richtung Leipzig und Weißenfels (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 15.07.10).

RechteckTransnet: Warnung vor Vorverurteilung - Beschäftigte leiden unter Hitze
Zu Meldungen, nach denen gegen den Zugchef des in Bielefeld jüngst gestoppten ICE nunmehr u. a. wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt wird, erklären GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck:
„Wir warnen vor einer öffentlichen Vorverurteilung unseres Kollegen. Die aktuellen Probleme mit den Klimaanlagen müssen untersucht und Schwachstellen beseitigt werden. Das ist die DB AG den Reisenden, aber auch den Beschäftigten schuldig. Wir weisen darauf hin, dass unsere Kolleginnen und Kollegen gerade in diesen Hitze-Tagen besonders unter diesem Klima zu leiden haben. Sie verrichten ihren Dienst unter extrem schwierigen Bedingungen. In diesem Zusammenhang muss das Unternehmen möglicherweise auch zusätzliches Personal zur Betreuung der Fahrgäste bereitstellen.“ (Pressemeldung Transnet, 15.07.10).

Verkehr vom 14.07.10

RechteckBaden-Württemberg: Bahn bereitet Abriss des Nordflügels vor
Neben den laufenden Arbeiten zum Umbau des Gleisvorfeldes am Stuttgarter Hauptbahnhof beginnt die Deutsche Bahn jetzt auch mit den Vorbereitungen zum Abriss des nördlichen Seitenflügels. Das dafür erforderliche Baurecht hat die Bahn schon seit 2005 mit dem bestandskräftigen Planfeststellungs-beschluss für den Abschnitt 1.1 "Talquerung und neuer Hauptbahnhof". Damit kann der stufenweise Rückbau des Gebäudeteiles in den nächsten Wochen und Monaten erfolgen.
Der Abriss des nicht mehr benötigten Gebäudeteils wird als stufenweiser Rückbau durchgeführt. Dabei werden die einzelnen Materialien beim Ausbau entsprechend separiert und durch die Baufirma entsorgt. Zunächst werden im Gebäude z.B. Rohr- und Elektroleitungen, Fenster oder der Innenausbau entfernt. Dann wird das Gebäude stockwerksweise bis auf Erdgeschossniveau abgetragen.
Die Abbruchmaterialien werden nach der Separierung auch zur Verfüllung des Kellergeschosses verwendet. Zum Schutz des laufenden Bahnbetriebs wird teilweise zwischen dem Gebäude und den Gleisen mit einem Mobilkran eine "Stahlmatte" verwendet. Für den gesamten Rückbau des Gebäudes sind etwa 2 ½ - 3 Monate veranschlagt Alle anfallenden Stoffe, auch z.B. die Natursteine der vorderen Fassade, sind Eigentum der mit dem Bau beauftragten Fa. Wolff & Müller aus Stuttgart, die am 18.05.2010 den Zuschlag erhalten hat.
Bevor mit den eigentlichen Rückbauarbeiten begonnen werden kann, sind im Umfeld zahlreiche Vorbereitungen erforderlich. Sichergestellt ist dabei, dass während der Abrissarbeiten des Nordflügels die Vorfahrt z.B. mit Taxis und der Zugang zum Bahnhof über den Nordausgang noch bis November unverändert erhalten bleibt.
Eine wichtige Voraussetzung, denn der Nordausgang stellt den einzigen barrierefreien Zugang zum heutigen Kopfbahnhof dar. Auch die Parkmöglichkeiten bleiben, während des Abrisses erhalten, es kann bauzeitlich bedingt jedoch zu Einschränkungen durch andere Baumaßnahmen kommen. Nach Abriss des nördlichen Seitenflügels stehen diese Flächen für eine kundenfreundliche Anpassung der Wegeführungen am Nordeingang zur Verfügung. Diese Änderungen werden durch den Neubau des zweigeschossigen unterirdischen Technikgebäudes unmittelbar am Nordeingang notwendig (Pressemeldung Deutsche Bahn, 14.07.10).

RechteckBaden-Württemberg: Drexler will Fakten schaffen statt Lösungen
Der ökologische Verkehrsclub VCD hat mit Empörung auf die Ankündigung von Stuttgart 21-Sprecher Wolfgang Drexler reagiert, mit dem Abriss der Seitenflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofes noch im August beginnen zu wollen. Im Zusammenhang mit dem Prestigeprojekt Stuttgart 21 seien noch so viele Fragen ungeklärt, dass weitreichende Baumaßnahmen völlig unverantwortlich seien. Anstatt Fakten zu schaffen, sollten sich die Stuttgart 21-Planer um die Lösung ihrer Probleme kümmern.
VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb sagte: "Für jeden Geräteschuppen im Kleingarten braucht es eine ordentliche Genehmigung. Für Stuttgart 21 meint man, auf die noch ausstehenden Planfeststellungs-verfahren verzichten zu können und will stattdessen scheibchenweise Fakten schaffen. Das ist verantwortungslos und soll den falschen Eindruck erwecken, Stuttgart 21 sei unumkehrbar."
Das Stuttgarter S-Bahn-Chaos zeige, dass die DB bis heute mit der Planung und dem Bau von Stuttgart 21 überfordert sei. Und die in der letzten Woche bekannt gewordene Kritik im SMA-Gutachten des Landes zeige, dass die DB auch keinen vernünftigen Fahrplan nach einer eventuellen Realisierung von Stuttgart 21 anbieten könne. Darüber hinaus sei völlig unklar, ob überhaupt und bis wann die Neubaustrecke nach Ulm realisiert werde.
"Stuttgart 21 hat bisher mehr Probleme erzeugt als Lösungen geboten", sagte Matthias Lieb. "Bis die Vielzahl dieser Probleme nicht gelöst sind, dürfen keine weitreichenden Maßnahmen wie ein Teilabriss des Bahnhofsgebäudes erfolgen. Sollten die Projektverantwortlichen bei ihren Abrissplänen für diesen August bleiben, dann kann nur politischer Starrsinn die Triebfeder sein. Planerische Verantwortung sieht anders aus." (Pressemeldung VCD Landesverband Baden-Württemberg e.V., 14.07.10).

RechteckBayern: SWM Ausbildungszentrum öffnet am 17. Juli seine Türen
Top Ausbildungsqualität, erfahrene Ausbilderinnen und Ausbilder, beste Zukunftschancen – die Ausbildung bei den SWM hält, was sie verspricht. Auch für das kommende Jahr wird motivierter Nachwuchs gesucht. Zum 1. September 2011 haben die SWM über 100 Ausbildungsplätze in 13 verschiedenen Berufen zu besetzen. Alle, die mehr über ihren Start in eine erfolgreiche berufliche Zukunft erfahren wollen, sollten sich den kommenden Samstag vormerken.
Beim Tag der offenen Tür am 17. Juli im SWM Ausbildungszentrum (Hans-Preißinger-Str. 16; U3 „Brudermühlstraße“, MetroBus 54 „Schäftlarnstraße“) können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen eines der größten und renommiertesten Ausbildungsbetriebe Münchens werfen. Von 9 bis 15 Uhr informieren Auszubildende und das Ausbildungsteam über die verschiedenen Berufe, Einstellungsvoraussetzungen und spätere Perspektiven.
Bei den SWM sind übrigens auch die weiteren Aussichten bestens: Die SWM unterstützen ihre neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Einstiegs- und Qualifizierungsangeboten auf ihrem Weg im Unternehmen. Ausführliche Informationen zur Ausbildung bei den SWM gibt es unter www.swm.de/ausbildung. (Pressemeldung Deutsche Bahn, 14.07.10).

RechteckDeutsche Bahn: Entschädigung der Fahrgäste für hitzebedingte Ausfälle von Klimaanlagen
Die Deutsche Bahn wird Fahrgäste, die während der aktuellen Hitzeperiode von Ausfällen der Klima-anlagen in den Fernverkehrszügen (ICE und IC/EC) massiv betroffen sind, schnell und unbürokratisch entschädigen. Dazu richtete die DB am Montag eine zentrale Anlaufstelle ein.
„Wir wollen uns nicht nur ausdrücklich bei unseren Kunden entschuldigen, sondern Wiedergutmachung leisten und das Vertrauen in die DB zurückgewinnen“, sagte Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn. „Bei den jetzt beschlossenen Kulanzmaßnahmen handelt es sich um freiwillige Zusatzleistungen der Deutschen Bahn über die generellen Fahrgastrechte hinaus.“
Fahrgäste, die gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten und ärztlich versorgt werden mussten, sollen als Entschädigung Reisegutscheine in Höhe von 150 Prozent des Fahrpreises erhalten. 50 Prozent des ursprünglichen Fahrpreises bietet die Bahn allen Passagieren an, die massive Komforteinschränkungen durch ausgefallene Klimaanlagen im ganzen Zug hinnehmen mussten.
Mit Vorlage der Originalfahrkarte können DB-Kunden einen Erstattungsantrag über die folgenden Wege stellen:
• Per E-Mail: hitzewelle@deutschebahn.com
• Per Post: DB Fernverkehr AG, Kundendialog, Stichwort „Hitzewelle“, Postfach 10 06 13, 96058 Bamberg.
• Per Telefon: DB-Kundenportal 0180 5 99 66 33 (14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 Cent) (Pressemeldung Deutsche Bahn, 14.07.10).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Vergabe Landesweite Verkehrserhebung im SPNV
Die VMV - Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH - hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe "Landesweite Verkehrserhebung im Schienenpersonennahverkehr" an die Bietergemeinschaft Intraplan Consult GmbH / Omniphon GmbH bekanntgegeben (2010/S 133-203817).
Der Auftrag umfasst Vorbereitung, Durchführung, Aufbereitung, Hochrechnung und Auswertung einer Verkehrserhebung (Zählungen und Befragungen) aller Linien des SPNV und ausgewählter Fernverkehrsangebote im Land Mecklenburg-Vorpommern sowie des ÖPNV-Angebotes auf der Insel Rügen, ergänzend Ermittlung von Daten zur Erlösbestimmung auf ausgewählten Linie (Quelle EU-Ausschreibung, 14.07.10).

RechteckNordrhein-Westfalen: Ausländische Investoren mit dem NRW.INVEST AWARD 2010 prämiert
Zum sechsten Mal verliehen gestern (12.07.2010) die NRW.INVEST GmbH und das Land Nordrhein-Westfalen den NRW.INVEST AWARD. Mit diesem Preis ehrt das Land Unternehmen für ihre mutigen und innovativen Investitionen am Standort Nordrhein-Westfalen. Einer der Preisträger ist der neue Logistikstandort des Unternehmens Danone Waters in Duisburg.
Verliehen wird die Ehrung in den Kategorien Innovation, Erweiterungsinvestition und Neuinvestition. In der Kategorie Innovation erhält dieses Jahr die australische Firma Ceramic Fuel Cells die Auszeichnung für ihre neue Brennstoffzellenproduktion in Heinsberg. Der Preis für Erweiterungsinvestition geht 2010 an den japanischen Hersteller von Elektrowerkzeugen und benzinbetriebenen Gartengeräten Makita in Ratingen. Das Investorentrio Danone Waters, Garbe Logistic und Reiner Bohnen Internationale Spedition werden gemeinsam in der Kategorie Neuinvestition für ihr neues Logistikzentrum im Duisburger Hafen prämiert.
Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstreicht anlässlich der Preisverleihung: "Um die Bedeutung ausländischer Investoren für den Standort Nordrhein-Westfalen zu würdigen, verleihen wir einmal im Jahr den NRW.INVEST AWARD. Ausländische Unternehmen am Standort geben uns wirtschaftlich und kulturell wichtige Impulse für die Entwicklung des Landes." Mehr als 11.500 Unternehmen mit mehr als 50 Prozent ausländischem Kapitalanteil sind in Nordrhein-Westfalen inzwischen zuhause. Sie beschäftigten rund 700.000 Mitarbeiter. Viele von ihnen steuern von Nordrhein-Westfalen aus ihre Deutschland- und Europaaktivitäten. Dies gilt sowohl für internationale Konzerne wie 3M, Ericsson, Ford, LG Electronics, QVC, Toyota oder Vodafone, als auch für mittelständische Investoren. Trotz Wirtschaftskrise blieb Nordrhein-Westfalen auch 2009 einer der beliebtesten Standorte für internationale Investoren. Die landeseigene Ansiedlungsgesellschaft NRW.INVEST siedelte im vergangenen Jahr 102 Unternehmen aus der ganzen Welt an und erreichte damit ihr zweitbestes Ergebnis seit Bestehen der Gesellschaft.
In der Kategorie Neuinvestition geht der NRW.INVEST AWARD diesmal an ein Investorentrio: Danone Waters, Garbe Logistic und Reiner Bohnen Internationale Spedition. Prämiert wird dabei nicht nur eine wirtschaftlich, sondern auch ökologisch sinnvolle Investition. Die Garbe Logistic baute im vergangenen Jahr für 15 Millionen Euro ein Logistikzentrum im Duisburger Hafen. Der mittelständische Logistikprofi Reiner Bohnen investierte weitere sieben Millionen in die Ausstattung der Logistik-Hallen und schafft so 60 neue Arbeitsplätze. Der Standort wird logistische Zentrale von Danone Waters für die Befüllung von Evian- und Volvic-Kästen sowie die Verteilung im Norden Deutschlands. Dank dieser Investition spart Danone Waters 30 Prozent der Emissionen ein, die bisher beim Transport von und nach Frankreich und bei der Lagerung entstanden sind (Pressemeldung LOG-IT Club e.V., 14.07.10).

RechteckSachsen-Anhalt: Novelliertes ÖPNV-Gesetz sichert stabiles Nahverkehrsangebot
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Sachsen-Anhalt soll auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels flächendeckend gewährleistet werden. Die Novellierung des ÖPNV-Gesetzes, der die Landesregierung heute zugestimmt habe, definiere dafür die rechtlichen Rahmenbedingungen, teilte Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre am 13.07.10 nach der Kabinettssitzung in Magdeburg mit. „Mit den Änderungen schaffen wir die Voraussetzung dafür, auch in den nächsten Jahren ein attraktives und zugleich stabiles Nahverkehrsangebot zu sichern“, betonte der Minister.
Mit der Neuregelung erhalten die Landkreise und kreisfreien Städte als so genannte Aufgabenträger in den nächsten drei Jahren eine planbare Mittelausstattung von insgesamt 70 Millionen Euro pro Jahr. Künftig können sie den öffentlichen Nahverkehr und die Schülerbeförderung aus einer Finanzmasse organisieren und so ein nachhaltiges Gesamtsystem entwickeln. Zudem soll bei allen Investitionen, die vom Land gefördert werden, die Barrierefreiheit grundsätzlich gewährleistet sein.
Mit der Änderung des ÖPNV-Gesetzes nutzt das Land Sachsen-Anhalt eine Öffnungsklausel im Personenbeförderungsgesetz des Bundes. Danach können landesspezifische Regelungen im Bereich der Ausgleichsleistungen für Ausbildungsverkehre erlassen werden.
Bisher flossen die Mittel des Landes für den Ausbildungsverkehr direkt an die Unternehmen und waren von Schülerzahlen und Reiseweiten abhängig. Wegen zurückgehender Schülerzahlen hat diese Säule der ÖPNV-Finanzierung jedoch in den zurückliegenden Jahren zunehmend an Tragfähigkeit eingebüßt. Außerdem ist mit dieser Finanzierung ein erheblicher Verwaltungsaufwand verbunden, der künftig entfällt.
Nach der ersten Kabinettsbefassung im April dieses Jahres wurde die Gesetzesnovelle bis Ende des vorigen Monats mit den Beteiligten diskutiert. Nach der zweiten Kabinettsbefassung kann das veränderte ÖPNV-Gesetz jetzt dem Landtag zugeleitet werden und ab 1. Januar 2011 in Kraft treten (Pressemeldung Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, 14.07.10).

RechteckVDI: Klimaanlagen kühlen bei regelmäßiger Wartung auch bei 35 Grad
Der VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. sieht aus technischer Sicht kein Problem mit Klimaanlagen in Personenzügen. "Klimaanlagen können auch bei Temperaturen über 35 Grad und vollen Zügen ordnungsgemäß funktionieren - gerade in modernen Fahrzeugen", sagt Thomas Terhorst, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik.
Der VDI hat bereits 2004 eine Richtlinie (VDI 6032 "Hygiene-Anforderungen an die Lüftungstechnik in Fahrzeugen zur Personenbeförderung") erstellt. Diese zeigt auf, wie Klimaanlagen in Bahnen funktions-fähig gehalten werden können. "Regelmäßige technische Wartungen müssen durch geschultes Personal durchgeführt werden", ergänzt Terhorst. "Aus medizinischer und hygienischer Sicht stellen Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad in einem Wagon einen akzeptablen Bereich dar. Alles was darüber hinaus geht, ist sicherlich gesundheitlich nicht zuträglich."
Die VDI-Richtlinie 6032 beschreibt die Maßnahmen, mit denen Lüftungstechnische Anlagen in Fahrzeugen (wie der Bahn) den z.B. wetterbedingten Anforderungen gerecht werden. Eine Checkliste zur Kontrolle des Hygienezustandes ist zur Unterstützung der Wartung jedes Fahrzeugtyps der Richtlinie beigefügt.
Ziel der Richtlinie ist es, Verbrauchern, Fahrzeugherstellern, Konstrukteuren und dem Wartungspersonal Sicherheit für den Umgang mit Fragen der Lufthygiene zu geben. Bei Einhaltung der Richtlinie besteht aus medizinischer und technischer Sicht kein Zweifel an der Unbedenklichkeit der Nutzung von Lüftungsanlagen in Fahrzeugen (Pressemeldung VDI, 14.07.10).

RechteckVDV: Besucher der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft mit dem ÖPNV fahren
Foto VDV
Die Besucher der 2011 in Deutschland stattfindenden FIFA Frauen-Weltmeisterschaft können mit ihren Eintrittskarten den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen. Dies gaben am 13.07.10 im Bochumer Stadion, einem der neun Spielorte der WM, Steffi Jones, Präsidentin des Organisations-komitees der FIFA Frauen Weltmeisterschaft und Horst Klein, Vizepräsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) bekannt.
„Die Eintrittskarte berechtigt nicht nur für die Fahrt zum Stadion und zurück, sondern gilt am gesamten Spieltag bis zum Betriebsschluss in allen Bussen und Bahnen am jeweiligen Austragungsort und im dortigen Verkehrsverbund“, erklärt Horst Klein. „Das Kombi-Ticket bietet den Fans und Medienvertretern einen hervorragenden Service und ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für eine kompetente und glaubwürdige Umwelt-Verantwortung. Daher freut es uns sehr, diese Vereinbarung mit dem VDV getroffen zu haben“, erläutert OK-Präsidentin Steffi Jones die Hintergründe dieser Partnerschaft.
Für die Fußballfans aus dem In- und Ausland bedeutet diese Regelung, dass sie sich am Spieltag weder für die An- und Abreise zum Spiel noch für weitere Fahrten mit Bus und Bahn, um beispielsweise Sehenswürdigkeiten in der Umgebung zu besuchen, eine Fahrkarte kaufen müssen. Auch die Fahrten zu den zahlreichen Veranstaltungen abends nach den Spielen und wieder zurück ins Hotel sind inklusive. „Die Stadionbesucher müssen nur darauf achten, dass sie ihre Eintrittskarte immer dabei haben, denn diese ist gleichzeitig das ÖPNV-Ticket“, so Klein. „Solche Großveranstaltung sind nur durch einen nachhaltig leistungsfähigen, öffentlichen Personennahverkehr zu bewältigen“, erinnert der VDV-Vize-präsident an den Einsatz von Bussen und Bahnen zur letzten WM in Deutschland.
Das kombinierte Ticket aus Eintrittskarte und ÖPNV-Fahrschein, auch Kombiticket genannt, ist ein wichtiger Beitrag für das erklärte Ziel der FIFA-Frauen Weltmeisterschaft, „klimafair“ zu sein,also eine Veranstaltung ohne negative Folgen für das Klima. „Green Goal 2011", so die offizielle Bezeichnung, ist ein übergreifendes Umweltkonzept in den fünf Kernbereichen Wasser, Abfall, Catering, Energie und Mobilität. Mit dem Kombiticket ist ein wesentliches Ziel im Bereich Mobilität erreicht (Pressemeldung VDV, 14.07.10).

RechteckWAZ: Zentrale der Bahn-Logistiksparte kommt nach Frankfurt
Die Entscheidung über den künftigen Sitz der Zentrale der Logistiksparte der Deutschen Bahn ist gefallen. Wie die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe unter Berufung auf Unternehmenskreise berichten, erhält Frankfurt den Zuschlag.
Neben Frankfurt hatte sich auch der Duisburger Hafen als Standort für den Hauptsitz des Logistikriesen beworben. Der bestehende Schenker-Standort in Essen solle weitgehend erhalten bleiben, hieß es in den Unternehmenskreisen. Nur wenige Führungskräfte würden von Essen an den neuen Firmensitz wechseln.
Von der Entscheidung sind insgesamt mehrere hundert Arbeitsplätze betroffen, die von den Standorten Berlin und Mainz verlagert werden (Pressemeldung WAZ, 14.07.10).

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