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LOK Report – News von Donnerstag, 23.06.16

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TOP-Themen
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Digitalisierungsoffensive oder
Alter Wein in neuen Schläuchen?

Absatzlinie
Neue Spezifikation ERTMS B3R2

Absatzlinie
Murrbahn behält ursprünglich
geplantes SPNV-Konzept

Absatzlinie
Belgien: Unfall-Signal war
nicht mit TBL1+ ausgerüstet

Absatzlinie
Frankreich: Streiks haben
310 Mio. Euro gekostet

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Verkehr in Griechenland
Absatzlinie
Schweiz will öffentlichen Regional-
verkehr weiter entwickeln

Willkommen beim LOK Report

Foto links: GK

Verkehrspolitik im Bund

Aufsichtsratssitzung Deutsche Bahn

RechteckBMVI: Bund, Bahn und Bahnindustrie unterzeichnen "Strategie Schiene Digital"
Auf dem "Zukunftsforum Schiene Digital" im BMVI am 22. Juni 2016 haben Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, der Vorstandvorsitzende der DB AG, Rüdiger Grube, und der Präsident des Verbandes der Bahnindustrie, Volker Schenk, die "Strategie Schiene Digital" unterzeichnet.
Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister: "Wir schmieden ein Zukunftsbündnis für die digitale Mobilitätsrevolution auf der Schiene. Die Bahn kann so das Verkehrsmittel des digitalen Zeitalters werden – neben Arbeitsplatz und Wohnung ein zusätzlicher Ort zum Arbeiten und zur Kommunikation."
Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG: "Bei der DB verstehen wir die digitalen Technologien und die neuen Kundenbedürfnisse und Marktveränderungen als Motor des Fortschritts. Mit der DB 4.0 arbeiten wir offensiv an drei Handlungsfeldern: Erstens an der Schnittstelle zum Kunden, um das Reisen einfacher, bequemer, flexibler und persönlicher zu machen. Zweitens an verbesserten internen Prozessen und Abläufen und drittens an der intelligenten Nutzung neuer, datenbasierter Geschäftsmodelle. Die Schiene gehört in Sachen Mobilität und Logistik zu den besten und innovativsten Adressen. Die gemeinsame "5-Punkte- Strategie Schiene Digital" schafft dafür ganz entscheidende Grundlagen."
Volker Schenk, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB): "Die Digitalisierung schafft die beste Schienenmobilität, die es je gab: noch klimaschonender, noch sicherer, noch wirtschaftlicher, noch leiser, noch komfortabler. Diesem Ziel folgen die Unternehmen der Bahnindustrie in Deutschland mit ihren Technologien. Die heute verabschiedete "5-Punkte-Strategie Schiene Digital" ist der Startschuss für den Innovationswettlauf auf der Schiene. Nationale Forschungsprogramme sollen nun digitale Innovationen auch im Eisenbahnverkehr deutlich und kraftvoll unterstützen."
Die "Strategie Schiene Digital" enthält fünf Punkte, mit denen Bund, Bahn und Bahnindustrie gemeinsam die Digitalisierung des Verkehrsträgers Schiene vorantreiben:
1. Investitionen auf Rekordniveau in Modernisierung und Digitalisierung: Die Bundesmittel aus dem Investitionshochlauf von Minister Dobrindt steigen auf Rekordniveau – bis 2020 auf jährlich mehr als 5 Milliarden Euro. Damit werden Modernisierung und Digitalisierung der Schiene vorangetrieben, insbesondere die europäische Leit- und Sicherungstechnik ETCS und elektronische Stellwerke.
2. Kostenfreier Internetzugang über WLAN in noch mehr Zügen und Bahnhöfen: Der Bund hat die Telekommunikationsunternehmen bei der Frequenzversteigerung 2015 ("Digitale Dividende II") verpflichtet, eine flächendeckende Anbindung aller ICE-Strecken an mobiles Breitband sicherzustellen. Bis Ende des Jahres 2016 wird kostenfreier Internetzugang über WLAN in allen ICE-Zügen, auch in der 2. Klasse geschaffen. Gemeinsam mit den Mobilfunknetzbetreibern soll dafür gesorgt werden, dass Reisende und weitere Nutzer der Schiene überall und jederzeit Zugang zum mobilen Breitband haben.
3. Forschung und Entwicklung: Der Bund investiert 75 Millionen Euro in die Entwicklung digitaler Anwendungen zur Kapazitätssteigerung auf der Schiene. Minister Dobrindt hat mit der mCLOUD ein offenes Datenportal gestartet, auf dem Entwicklern und Startups Millionen an Mobilitäts-, Geo- und Wetterdaten zur Verfügung gestellt werden. Mit dem mFUND werden zudem 100 Millionen Euro in die frühe Entwicklung digitaler Innovationen investiert.
4. Automatisierung und Vernetzung: Der Bund schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen für das automatisierte und vernetzte Fahren auf der Schiene. Gemeinsam werden Pilotprojekte unter Realbedingungen gestartet, um innovative Konzepte zu bündeln und international sichtbar zu machen. Mit der sukzessiven Automatisierung wird das System Schiene noch flexibler, energieeffizienter und zukunftsfähiger. Ziel ist, Deutschland zum internationalen Technologieführer zu machen.
5. Digitales Planen und Bauen bei Schieneninfrastrukturprojekten: Das digitale Planen und Bauen wird bis 2020 zum Standard bei allen öffentlichen Verkehrs-Infrastrukturprojekten. Minister Dobrindt hat dafür einen Stufenplan entwickelt und zusammen mit der Deutschen Bahn Pilotprojekte gestartet.
Gemeinsam sind wir Vorreiter für die Baustelle der Zukunft – nach dem Grundsatz: erst digital, dann real bauen (Pressemeldung BMVI, DB, VDB, 23.06.16).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Alter Wein in neuen Schläuchen
Zur heutigen Veranstaltung "Zukunftsforum Schiene Digital" mit der Unterzeichnung eines "Memorandum of Understanding" durch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube und den Verband der Bahnindustrie im Bundesverkehrsministerium erklärt Matthias Gastel (Grüne), Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages und Sprecher für Bahnpolitik:
"Die Digitalisierungsinitiativen für die Bahn sind alter Wein in neuen Schläuchen. Man fragt sich, welche Neuigkeiten Verkehrsminister Dobrindt heute zu verkünden hatte. Denn das von Minister Dobrindt, Bahnchef Grube und dem Verband der Bahnindustrie unterzeichnete "Memorandum of Understanding" ist ein Sammelsurium altbekannter Ideen, die endlich in die Umsetzung kommen müssen.
Statt klarer Ziele und konkreter Digitalisierungsprojekte sind wieder die alten Ankündigungen von WLAN in der zweiten Klasse und Pilotprojekten für die Digitalisierung aufgetischt worden.
Mehr noch: Das kostenfreie WLAN in der zweiten Klasse soll nach Aussagen von Bahnchef Grube lediglich auf ein begrenztes Datenvolumen eingeschränkt werden. Auch die Testfelder für automatisiertes Fahren bei der Erzgebirgsbahn und das Datenportal mCLOUD für den freien Zugriff auf Mobilitätsdaten sind keine Neuigkeiten.
Dass Minister Dobrindt auch noch den im Jahr 2014 unterzeichneten Finanzierungshochlauf in seine 5-Punkte-Strategie aufnehmen muss, um auf fünf Punkte zu kommen, zeigt doch eindrücklich, dass der selbst ernannte Digitalisierungsminister keinen wirklichen Plan zur Digitalisierung des Bahnverkehrs hat.
Aus seiner Sicht hat offenbar der Bahn-Konzern allein zu liefern, während der Bund sich mit einem kläglichen Beitrag von einmalig 75 Millionen Euro beteiligt. So fällt das mühsam aufgebaute Kartenhaus in sich zusammen!" (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 23.06.16).

Industrie

RechteckERA: Neue Spezifikationen für ERTMS B3R2
The European Commission and the European Union Agency for Railways have substantially increased their efforts to overcome obstacles for ERTMS deployment on the European rail network. In the presence of the decision-makers of the European rail sector, the Agency's Executive Director Josef Doppelbauer and European ERTMS Coordinator Karel Vinck symbolically unveiled the new specifcations for ERTMS, the so-called Baseline 3 Release 2 (B3R2) at the TEN-T days in Rotterdam.
Designed to make seamless and safe travel across borders possible, ERTMS has generated considerable commercial success outside European borders. ERTMS is appreciated for providing automated train protection and advanced voice and data communication, making trains safer, faster, more reliable, and run at higher capacity.
However, differing interpretations of technical standards and a lack of sector-wide coordination have been hampering deployment of ERTMS in Europe in recent years. Baseline 3 Release 2, developed efficiently with the substantial contribution of sector organizations, and published last week in the Official Journal of the European Union, will serve as stable regulatory base to overcome these difficulties.
"The stability of the specifications is a key factor for the success of ERTMS. With Baseline 3 Release 2, we now have stable specifications to finally make seamless rail traffic in Europe a reality. Now we need to turn our attention to effectively coordinating implementation of ERTMS across the European continent", said European ERTMS Coordinator Karel Vinck.
"Stable specifications lead to standardised products, lead to reduced prices and faster deployment, lead to large scale procurement with no ad-hoc solutions", said the ERA Executive Director Josef Doppelbauer. "The Agency as ERTMS system authority will act as safeguard of these specifications, and only give authorisation to fully compliant implementations. This is the only way to protect the investment of railway operators."
A functionally adequate, high-performing, safe, secure, and cost-effective ERTMS will serve as global reference for train control, and provide the backbone for the digitalisation of railways worldwide. Effective management for ERTMS is needed to make that happen, with specific roles attributed to all players in the rail sector. In order to coordinate implementation for ERTMS at European level, the European Commission and the Agency have created the so-called "ERTMS Stakeholders Platform", in which challenges to ERTMS implementation shall be addressed directly, at management level
(Pressemeldung European Union Agency for Railways, 23.06.16).

RechteckInnoTrans 2016: Die französische Bahnbranche hat die Nase vorn
Mechanische Bauteile für rollendes Material, Fahrzeugeinrichtungen, Infrastrukturen und elektronische Bordsysteme für Züge - das französische Angebot auf der internationalen Fachmesse für Eisenbahn- und Verkehrstechnik ist breit gefächert. Gemeinsam mit dem Berufsverband Fer de France organisiert die französische Agentur für internationale Unternehmensentwicklung Business France den französischen Gemeinschaftsstand auf der InnoTrans vom 20 bis 23. September in Berlin
Die 95 französischen teilnehmenden Firmen – darunter rund 30 Prozent Erstaussteller - werden von ihrem Cluster oder ihrer Region unterstützt. Sie stellen im Rahmen des französischen Gemeinschaftsstandes auf einer Gesamtfläche von mehr als 1.700 m² in den Hallen 3.2, 11.2 und 26b aus. Zusätzlich werden rund 90 Unternehmen die französische Präsenz mit einem eigenen Stand verstärken.
Fünf Sponsoren aus verschiedenen Industrie- und Hochtechnologiesparten stellen gemeinsam mit Business France französisches Know-how auf der Messe vor: CENTRALP, einer der Branchenführer für Bordelektronik (www.centralp.fr); CIM, eine Gruppe, die sich auf die Wartung von rollendem Material spezialisiert hat (www.cimgroupe.com); CORYS, ein Vorzeigeunternehmen im Bereich Entwicklung und Herstellung von Fahrsimulatoren (www.corys.com); FLERTEX, Spezialist für Scheibenbremsbeläge und Bremssohlen (www.flertex.fr) und NEXTER ELECTRONICS, Konstrukteur von elektronischen Bordsystemen (www.nexter-group.fr).
Wie bereitet Frankreich sich auf diesen internationalen Branchentreff vor? Dazu 3 Fragen an die Projektleiterin, Marie-Gabrielle VAILLANDET von Business France:
1) Fer de France ist Partner von Business France auf der InnoTrans. Was waren die Gründe für diese Wahl? Fer de France ist bereits zum zweiten Mal Partner des französischen Pavillons. Der im Jahr 2012 gegründete Berufsverband hat sich zum Ziel gesetzt, alle öffentlichen und privaten Akteure des Bahnverkehrswesens unter seinem Dach zusammenzuführen: Behörden, Organisationsorgane, Verkehrsbetriebe für Personen- und Gütertransport, Infrastrukturbetreiber, Industrieunternehmen und Ingenieurbüros. Die Branche erwirtschaftet einen geschätzten Umsatz von über 30 Milliarden und repräsentiert ca. 300.000 Arbeitsplätze. Mit seiner Präsenz auf dem französischen Gemeinschaftsstand will Fer de France seine Mission erfüllen und auf die Kompetenz und das Expertenwissen der gesamten französischen Bahnbranche aufmerksam machen, die zur Umsetzung globaler Visionen und Ziele in Frankreich und im Ausland beitragen können. Der Verband möchte die Effizienz der Partnerstrukturen der Branche wie Cluster, Universitäten, Schulen oder auch technologische Forschungsinstitute stärken. Er greift außerdem Themen wie die Energiewende und den Klimawandel auf und will auf die Notwendigkeit der Umstellung auf umweltfreundliche Transportmittel wie den Schienenverkehr hinweisen, der durch seine Energieeffizienz Vorteile bietet und durch eine sinnvolle Nutzung von Infrastrukturen und Flächen für eine Verkehrsentlastung sorgt. Fer de France und Business France betreiben deshalb ein gemeinsames Internetportal, auf dem das Angebot der französischen Bahnindustrie vorgestellt und international beworben wird: www.french-rail-industry.com. Diese Website in englischer Sprache dient der Förderung der gesamten Branche, präsentiert verschiedene herausragende Projekte, die von französischen Unternehmen im Ausland realisiert wurden, und gibt einen Überblick über die wichtigen Veranstaltungen des Jahres, an denen sie teilnehmen. Ausländische Auftraggeber können die Profile der französischen Unternehmen auf der Website abfragen und in einem eigens dafür eingerichteten Bereich direkt Kontakt zu ihnen aufnehmen.
2) Frankreich gilt in der Bahnindustrie als Innovationsland. Wie werden Sie den innovativen Charakter der französischen Unternehmen herausstellen? Wir organisieren erstmals einen Grand Prix für KMU und Mid-Cap-Unternehmen. Business France sieht es als ihre Aufgabe an, die Unternehmen des französischen Pavillons zu begleiten und ihre Anstrengungen in den Bereichen Innovation und Promotion zu unterstützen. Wir sind gerade dabei, eine Auswahl zu treffen, die sich in erster Linie auf mechanische Bauteile, elektronische Systeme und Sicherheitsfunktionen erstreckt.
3) Welche Pluspunkte zeichnen das Angebot der französischen Bahnbranche aus? Die französischen Aussteller haben sich aufgrund ihrer Expertise, technologischen Kompetenz und Innovationsfähigkeit international einen Namen gemacht. Die französische Bahnindustrie rangiert weltweit inzwischen auf Platz 3. In Europa belegt sie mit 1.500 Unternehmen und einem Umsatz von mehr als 4 Milliarden Euro - davon 1,2 Milliarden im Export - sogar den 2. Platz hinter Deutschland. Es handelt sich um einen Exzellenzsektor des Landes mit einem weltweit anerkannten Know-how, der in jeder seiner Sparten über einen oder mehrere internationale Leader verfügt.
Auf der InnoTrans stellen Unternehmen aus allen Bereichen der Branche im französischen Pavillon aus. Am stärksten vertreten sind mechanische Bauteile für rollendes Material (45 Prozent), Fahrzeugeinrichtungen (17 Prozent), Infrastrukturen (14 Prozent) und elektronische Bordsysteme für Züge (12 Prozent).
Ausländische Interessenten können sich bereits jetzt im Internetportal www.french-rail-industry.com über das Know-how und Angebot der französischen Bahnindustrie informieren und die Unternehmen in den folgenden Hallen besuchen: Halle 3.2 Stand 301, Halle 11.2 Stand 110, Halle 26b Stand 115
(Pressemeldung Business France, 23.06.16).

RechteckTÜV: Aus SIGNON Schweiz wird TÜV SÜD Schweiz
Aus der SIGNON Schweiz AG wird die TÜV SÜD Schweiz AG. Das Leistungsspektrum für SIGNON-Kunden im Rail-Bereich und beim Flottenmanagement unter Fleet Logistics bleibt in vollem Umfang erhalten. Zusätzlich werden in Zukunft auch Leistungen der SWISSI Process Safety GmbH unter dem Dach der neuen Gesellschaft angeboten. Durch die Umfirmierung stärkt der internationale Prüf- und Zertifizierungsdienstleister TÜV SÜD sein Profil und seine Sichtbarkeit in der Schweiz.
Mit rund 24.000 Mitarbeitern an über 800 Standorten ist TÜV SÜD einer der führenden Prüf- und Zertifizierungsdienstleister weltweit. In der Schweiz bietet der Konzern über die SIGNON Schweiz AG ein breites Leistungsspektrum im Rail-Bereich und unter der Marke Fleet Logistics umfangreiche Leistungen zum Flottenmanagement und zur Beratung von Fuhrparkbetreibern an. Bereits im Jahr 2013 hat TÜV SÜD zudem 67 Prozent der Anteile an der SWISSI Process Safety GmbH übernommen und damit sein Portfolio um Leistungen für die Chemie- und Prozessindustrie und verwandte Branchen erweitert. Nach der Übernahme der restlichen 33 Prozent der Anteile fasst der Konzern nun seine Aktivitäten in der Schweiz unter dem Dach der TÜV SÜD Schweiz AG zusammen.
„Durch die Gründung der TÜV SÜD Schweiz AG können wir unsere Zugehörigkeit zum weltweiten Netzwerk von TÜV SÜD in Zukunft noch besser zum Ausdruck bringen“, sagt Stefan Bauer, Geschäftsführer der TÜV SÜD Schweiz AG. „Für unsere Kunden und für die bestehenden Kundenbeziehungen ändert sich durch die Namensänderung nichts.“ Das bisherige Leistungsangebot der SIGNON Schweiz AG im Rail-Bereich und der SWISSI Process Safety im Bereich der Prozess-Sicherheit sowie die Flottenmanagement-Leistungen von Fleet Logistics bleiben in vollem Umfang und in der bewährten Qualität erhalten. Zudem werden die TÜV SÜD Process Safety-Aktivitäten weiterhin aus der Schweiz gesteuert.
Damit umfasst das Leistungsportfolio der TÜV SÜD Schweiz AG
- hoch spezialisierte Dienstleistungen rund um die Ausrüstung von Bahninfrastrukturen mit komplexen Systemen von der Leit- und Sicherungstechnik über Bahnenergieversor-gungsanlagen bis hin zu Telekommunikationsanlagen und Fahrzeugtechnik;
- hochwertige internationale Dienstleistungen – unterstützt von einem Sicherheitslabor – für Risikoanalyse, Thermische Prozess-Sicherheit, Explosionsschutz, Elektrostatik und Chemikaliensicherheit für Industriebetriebe – hauptsächlich in den Branchen Pharma, Chemie, Agro, Metall- und Holzverarbeitung sowie Baustoffe, aber auch für Logistikunternehmen, Sachversicherer und Behörden;
- sowie – unter der Marke Fleet Logistics – das Flottenmanagement und die Beratung von Fuhrparkbetreibern, Beschaffung von flottennahen Dienstleistungen und Gestaltung von Fuhrparkrichtlinien und Prozessen (Pressemeldung TÜV SÜD, 23.06.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Gespräche zum Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg abgeschlossen
Auf der Murrbahn zwischen Stuttgart und Nürnberg bleibt es beim ursprünglich geplanten Konzept für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Wie das baden-württembergische Verkehrsministerium am Dienstag (21. Juni 2016)  in Stuttgart mitteil-te, haben die konstruktiven Gespräche mit der Deutschen Bahn und den betroffenen baden-württembergischen Anliegerkommunen- und kreisen ergeben, dass die Vorteile für ein reines Nahverkehrsangebot gegenüber einer Integration in das DB-Fernverkehrsangebot überwiegen. 
Im Frühjahr 2015 hatte die DB Fernverkehr im Rahmen ihrer Kunden- und Angebotsoffensive Planungen veröffentlicht, künftig über die Murrbahn eine IC-Linie Stuttgart – Nürnberg anbieten zu wollen. Der IC sollte nach den Vorstellungen der DB in der Fahrlage des vom Land geplanten Regionalexpresses verkehren. Das ursprüngliche Netz 3 im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) wurde daraufhin in das Netz 3a (Stuttgart – Nürnberg) mit der schnellen Regionalexpress-Leistung und das zwischenzeitlich bereits vergebene Netz 3b (Gäu-Murr) mit der Regionalbahn-Grundleistung aufgetrennt. Damit konnte die Ausschreibung des Netzes 3b unbeeinflusst fortgeführt werden und vor einer Ausschreibung der verbleibenden Regionalexpress-Leistungen geklärt werden, wie die Ankündigung der DB Fernverkehr für ein parallels IC-Angebot berücksichtigt werden kann. 
Zeitgleich nahm das Land nach dem DB-Vorstoß Gespräche mit allen Beteiligten auf mit dem Ziel, ein mit dem Fernverkehr abgestimmtes Nahverkehrskonzept zu verwirklichen. Um dabei das Optimum für die Fahrgäste zu erreichen, haben die Experten des Landes und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, ein rechtssicheres Ausschreibungsverfahren zu gestalten, welches neben der üblichen Nahverkehrsleistung auch die Anerkennung aller Nahverkehrstarife in Fernverkehrszügen zulässt, welche von einem Eisenbahnverkehrsunternehmen ei-genwirtschaftlich betrieben werden.
Die Gespräche mit der DB Fernverkehr ergaben allerdings, dass in einem Fernver-kehrsmodell bei der gegebenen Infrastruktur nicht alle vorgesehenen Halte bedient werden können. So wären beispielsweise in Waiblingen und Winnenden mit den Fahrzeugen der DB auf Grund der Bahnsteighöhen keine Halte möglich gewesen. Auch hätten die Fernverkehrsverbindungen nicht alle nach dem Zielkonzept 2025 des Landes vorgesehenen Regionalexpress-Leistungen abgedeckt. Dies hätte dazu geführt, dass Zubestellungen nötig gewesen wären bzw. weitere SPNV-Leistungen hätten ausgeschrieben werden müssen. Dies hätte zu einem äußerst komplizierten Ausschreibungsverfahren geführt. 
Letztlich setzte sich in den Verhandlungen mit allen betroffenen baden-württembergischen kommunalen Anliegern an der Strecke bei Abwägung der Vor- und Nachteile die Erkenntnis durch, dass ein Integrationskonzept im Fernverkehr unter den gegebenen Rahmenbedingungen auf der Murrbahn nicht möglich ist. Das Land Baden-Württemberg wird deshalb nun einvernehmlich mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) – wie ursprünglich geplant – das Ausschreibungsverfahren im Netz 3a als klassische Nahverkehrsausschreibung weiterführen. 
In der Folge werden die Fahrgäste gestaffelt erst mit der Regionalbahn von Dezember 2017 an auf der Murrbahn von einem verbesserten Nahverkehrsangebot mit kürzeren Takten sowie neuen, modernen, barrierefreien und klimatisierten Fahrzeugen mit WLAN profitieren und ab Ende 2019 dann auch im Regionalexpress eine verbessertes Angebot mit Neufahrzeugen und zusätzlichen Zügen von und nach Nürnberg in Tagesrandlagen erhalten. 
Daneben wird DB Fernverkehr im Schienenkorridor Karlsruhe – Stuttgart – Aalen – Nürnberg auch das IC-Angebot im Fernverkehr ab 2017 mit neuen Fahrzeugen fortführen (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 23.06.16).

RechteckBW: Verkehrsclub begrüßt verbesserten Nahverkehr auf Murrbahn
Der Landesverband Baden-Württemberg des ökologischen Verkehrsclubs begrüßt den verbesserten Nahverkehr auf der Murrbahn: „Mit dem Verzicht auf ein Integrationskonzept für den Fernverkehr kann für den Nahverkehr auf der Murrbahn ein klarer Taktfahrplan für den Metropolexpress angeboten werden“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. „Die Entscheidung des Landes für eine Nahverkehrskonzeption zwischen Stuttgart und Nürnberg darf aber nicht davon ablenken, dass die Murrbahn die schnellste und kürzeste Verbindung auf der Schiene zwischen Stuttgart und Nürnberg darstellt. Vor 80 Jahren benötigte der Schnelltriebwagen zwei Stunden, der Intercity über Aalen ist heute zehn Minuten länger unterwegs“, so Matthias Lieb.
Deshalb dürfe aus VCD-Sicht auf der Murrbahn jetzt nicht nur ein Nahverkehrskonzept beschlossen werden, sondern müssten nun auch die Weichen für den leistungsfähigen Ausbau der Murrbahn gestellt werden.
„Wenn im Dezember 2017 die Schnellfahrstrecke Nürnberg – Erfurt eröffnet wird, könnte ein ICE über die Murrbahn die schnellste Verbindung von Stuttgart nach Berlin herstellen - tatsächlich sehen die DB-Planungen aber derzeit in Nürnberg 40 Minuten Umsteigezeit vom IC über Aalen auf den ICE nach Berlin vor“, kritisiert Matthias Lieb.
Angesichts von 10 Milliarden Euro Investitionen des Bundes in neue Hochgeschwindigkeit-sstrecken zwischen Berlin und Nürnberg fordert der Verkehrsclub Bund und DB auf, die hierdurch erreichbaren Fahrzeitverkürzungen durch günstige Verbindungen auch an Fahrgäste von und nach Baden-Württemberg weiterzugeben, statt im Nürnberger Hauptbahnhof abbummeln zu lassen. Deshalb müsse einerseits der Bund den Ausbau der Murrbahn in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufnehmen und müsse andererseits die DB zusätzliche Fernzüge über die Murrbahn einrichten - abgestimmt auf die ICE-Züge in Nürnberg oder als Direktverbindungen Stuttgart – - Nürnberg - Berlin, so der VCD (Pressemeldung VCD, 23.06.16).

RechteckBW: SWEG fährt Münstertalbahn weiter
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat im Amtsblatt der europäischen Union die Vergabe der Verkehrsdienstleistungen im SPNV auf der Münstertalbahn Bad Krozingen – Münstertal mit einzelnen Durchbindungen von/nach Freiburg Hbf. an die SWEG Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft bekannt gegeben (2016/S 119-212545).
Der Verkehrsvertrag tritt am 12.6.2016 in Kraft und hat eine Laufzeit von 3 ½ Jahren bzw. bis zur Inbetriebnahme des Verkehrsvertrages Netz 9b, sofern der derzeit geplante Inbetriebnahmezeitpunkt Netz 9b (15.12.2019) nicht eingehalten werden kann. (Quelle EU-Amtsblatt, 23.06.16).

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IGE Werrabahn Eisenach

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckDampfloks der UEF unterwegs

Rein in die Sommerferien, raus auf die Güterzugumfahrung: Am Freitag, den 1. Juli, haben Groß und Klein zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr die Möglichkeit, den Westabschnitt des Lückenschlusses St. Pölten-Loosdorf (GZU) hautnah zu besichtigen – beim Tag der offenen Baustelle.
Was gibt es zu sehen? Die Besucherinnen und Besucher können sich jetzt schon auf ein buntes Programm freuen:
Zug-Shuttle pendelt bequem zwischen zwei Event-Stationen geführte Touren durch den Bründlkapellentunnel
• Bauinfos rund um das Projekt Präsentation von Feuerwehrfahrzeugen
• Kranfahrten: die Strecke aus der Vogelperspektive
• Aktionsstände für Groß und Klein selber baggern, Loksimulator, Gewinnspiel, FotoFunbox,… • Hüpfburg "Cindy Cityjet", Kinderschminken, Sandspielspaß,…
• günstige Leckerbissen für den kleinen Hunger
• Gratis Bus-Shuttle tourt durch die Gemeinden
Der Lückenschluss St. Pölten – Loosdorf, auch als Güterzugumfahrung St. Pölten (GZU) bekannt, ist eine 24,7 km lange, zweigleisige Hochleistungsstrecke, die im Rahmen des viergleisigen Ausbaus der Weststrecke errichtet wird. Die auf 120 km/h ausgelegte neue Trasse zweigt im Osten beim Knoten Wagram von der Bestandstrecke bzw. von der Neubaustrecke Wien – St. Pölten ab. Sie verläuft südlich von St. Pölten entlang der S33, anschließend parallel der A1 Richtung Westen, wo sie im Knoten Rohr wieder in die Bestandstrecke mündet. Die Streckenführung wird zukünftig den stark frequentierten Citybereich vom Güter- und Durchgangsverkehr entlasten sowie zusätzliche Kapazitäten zulassen. Der Ausbau der GZU ist strategisch ein wichtiger Zug, da der Bahnhof St. Pölten in Niederösterreich zu den letzten Nadelöhren der Weststrecke (Wien – Linz) gehört. Die Güterzugumfahrung St. Pölten wird Ende 2017 fertiggestellt. Als Teil der Weststrecke gehört sie zum Transeuropäischen Netz und wird infolgedessen von der EU kofinanziert (Pressemeldung ÖBB, 23.06.16).

RechteckDampfloks der UEF unterwegs


Am Samstag kam die Dreizylinder-Schnellzugdampflok 01 1066 der Ulmer Eisenbahnfreunde mit einem aus 12 Wagen bestehenden Sonderzug des Westfalendampfs durch Koblenz-Lützel und später noch mal, um den Leerpark wegzustellen und zum umzusetzen bis zur Rückfahrt.
Des weiteren kam die badische G12, die 58 311 der Ulmer Eisenbahnfreunde nach Erfolgreicher Reparatur auf der Heimreise von Krefeld nach Ettlingen durch Koblenz-Lützel (Harald Becker, 23.06.16).

RechteckProra



Das Eisenbahn- und Technikmuseum in Prora zeigt sehr interessante Eisenbahnfahrzeuge der DB und DR. Das Licht in den Hallen ist schlecht, so dass der ISO-Zähler bis auf 3200 gestellt werden musste (Sylvio Scholz, 23.06.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckInnsbruck


Die mexikanische Fotografin und Konzeptkünstlerin Maricruz Aguilar (Foto oben links vor ihrem Werk) arbeitet derzeit in Österreich an einem Frauenprojekt. Eine dazu am Innsbrucker Bahnsteig plazierte Installation erweist sich dabei als kommunikationsfördernde richtiggehende Attraktion für die wartenden Fahrgäste.
Durch Zufall quält sich genau hinter der symbolischen Installation eine junge Mutter mit Kindern, Kinderwagen und Mann beim Erklimmen eines Railjet-Einstiegs ab. (GK, 23.06.16).

RechteckKoblenz

Zwei Tage nach dem Sommerfest konnte ich in Koblenz zwei Desiros mit neuem Firmenlogo und den Abtransport vom Adler-Zug 110 und 141 228 mit der E 40 128 am frühen Nachmittag beobachten (Dieter Jahn, 23.06.16).

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Tanago

Europa

RechteckBelgien: Unfall-Signal war nicht mit TBL1+ ausgerüstet
Der Geschäftsführer (administrateur-délégué) von Infrabel, Luc Lallemand, hat am Montag (20.06.18) während einer Anhörung vor dem Infrastrukturausschuss des Parlaments bestätigt, dass das vor dem Auffahrunfall von Saint-Georges-sur-Meuse am 05.06.18 Rot zeigende Signal nicht mit der automatischen Bremseinrichtung TBL1+ ausgestattet war, auch wenn das Linienbündel "dorsale wallonne" grundsätzlich darüber verfügt. Das betroffene Signal war ein automatisches Signal, das in der Vergangenheit noch nie bei Rot überfahren worden ist.
Am 5. Juni überfuhr ein Personenzug in Richtung Lüttich das rote Signal auf der Linie 125 mit einer geschätzten Geschwindigkeit zwischen 90 und 100 km/h und fuhr auf einen Güterzug auf, der mit einer Geschwindigkeit von schätzungsweise zwischen 10 und 15 km/h fuhr, erklärte Lallemand vor dem Ausschuss. Beim Unfall starben drei Menschen, darunter der Fahrzeugführer des Personenzuges.
Derzeit sind 7 573 von 10 249 Signalen (74%) in Belgien mit TBL1+ ausgestattet, was die automatische Bremsung des Zuges ermöglicht. Die Auswahl dieser Signale bezieht sich für eine maximale Effizienz der Abdeckung mit TBL1+ vor allem auf die betrieblich wichtigen Knoten wie Bahnhöfe, Verzweigungen und Haltepunkte sowie auf weitere Kriterien wie der Anzahl der Personenzüge und der Reisenden in den Zügen sowie die Geschwindigkeit der Züge. Dies ermöglicht eine "Abdeckungseffizienz" von 99,9% und eine Risikoreduktion um 75% gegenüber dem alten System Memor-Crocodile. Derzeit bearbeiten Infrabel und SNCB die Installation des europäischen Systems ETCS, das in Belgien bis zum Jahr 2022 für 2,004 Mrd. Euro implementiert werden soll.
Der Chef von Infrabel hat sich geweigert, zu erklären, ob die Anwesenheit von TBL1+ auf dem betroffenen Signal am 5. Juni den Unfall verhindert hätte. Den Ergebnissen der laufenden Unfalluntersuchung will er nicht vorgreifen.
Der Geschäftsführer der SNCB, Jo Cornu, ergänzte, dass die Ursache solcher Unfälle "fast immer auf den Lokführer, insbesondere auf Unaufmerksamkeit und schlechte Schätzung" zurückzuführen sei. Der Güterzug gehörte dem Betreiber B Logistics (Minderheit an öffentlicher Beteiligung) und wurde von einer Lokomotive Bombardier TRAXX gezogen, die noch nicht mit TBL1+ ausgestattet war. Aufgrund europäischer Rechtsvorschriften können private Betreiber nicht gezwungen werden, das automatische Bremssystem in Belgien zu verwenden.
Die Abgeordnete Vanessa Matz (CDH) bedauerte in dem Zusammenhang, dass die ehemalige Verkehrsministerin Jacqueline Galant (MR) einen Vorstoß ihres Vorgängers Melchior Wathelet (CDH) zu einem Königlichen Erlass zurückgezogen hat, um auch private Betreiber dazu zu verpflichten, TBL1+ installieren zu müssen. Galant wollte den Betreibern zusätzliche Kosten ersparen (WKZ, Quelle La Meuse, 23.06.16).

RechteckFrankreich: Streiks haben 310 Mio. Euro gekostet
Die SNCF hat am Mittwoch, 22. Juni, die Kosten der Streiks der Eisenbahner seit März auf 310 Mio. Euro angegeben, davon 250 Mio. durch den Verlust von Einnahmen bei SNCF Mobilités und 60 Mio. Euro bei SNCF Réseau. Zwischen dem 09.03 und 15.06.2016 wurde insgesamt 23 Tage lang gestreikt.
Die Verluste des Netzzweiges entsprechen nicht eingenommenen Trassengebühren, die von SNCF Mobilité beziehen sich auf den Personen- und Güterverkehr. Zu den Verlusten zählen auch etwa 20 Mio. Euro Vertragsstrafen durch die Regionen und Abonnements-Erstattungen für die Nutzer. Diese Beträge könnten in den kommenden Monaten um einige Dutzend Millionen Euro steigen, wenn alle Kundenbeschwerden verarbeitet sind. 20 000 Anträge sind bereits eingegangen - zum Beispiel für Hotelübernachtungen, sagte Guillaume Pepy, Präsident der SNCF, gegenüber der Presse.
Die Gruppe befürchtet auch einen "Halo-Effekt", durch den die Unzufriedenheit einiger Kunden das Gefühl der Allgemeinheit stärken könnte, dass die Bahn nicht zuverlässig sei, "vor allem in der Fracht", ergänzte Pepy.
Der Verlust von 310 Mio. Euro liegt in ähnlicher Größenordnung, wie das Nettoergebnis von +377 Mio. Euro vor Abschreibungen im Jahr 2015, dass durch massive Abschreibungen von Vermögenswerten um mehr als 12 Mrd. Euro getrübt wurde (WKZ, Quelle Le Monde, 23.06.16).

RechteckGriechenland: Internationaler Verkehr
Am vergangenen Wochenende hat die (Haupt-) Reisesaison offiziell begonnen, diese dauert bis Anfang September. In diesem Zeitraum wird der Hellas-Express 334/335 Thessaloniki - Beograd - Thessaloniki wieder in Verkehr gesetzt, weiterhin südlich von Gevgelija im Schienenersatzverkehr. Daher entfällt der Autotransport als ARZ. Ob der angekündigte Kurswagen Budapest - Thessaloniki verkehrt, bleibt unklar. Wegen Bauarbeiten in Südserbien ist davon auszugehen, dass dieser Zug Anfang September wieder eingestellt wird. Laut Trainose wird in der Saison auch ein einmal wöchentlich verkehrenden Zug Thessaloniki - Sofia - Bukarest reaktiviert (Prof. Dr. Johannes Schenkel, 23.06.16).

RechteckGriechenland: Junker-Plan
Im Rahmen des Junker-Plans hatte Griechenland die Finanzierung mehrerer Streckenausbauten eingereicht, übrig geblieben ist davon nach der ersten Hürde lediglich der Ausbau des restlichen Abschnittes der neuen Peloponnesbahn nach Patra (Prof. Dr. Johannes Schenkel, 23.06.16).

RechteckÖsterreich: Fünf Mio. Euro für neues Wagenmaterial auf der Franz-Josefs-Bahn
Öffentlicher Verkehr, Straßenausbau, Gesundheit, Bildung, Breitband, Hochwasserschutz, Tourismus, Wohnqualität und Ortskernbelebung: Diese neun Arbeitsschwerpunkte für das Waldviertel hat am Mittwoch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge einer Pressekonferenz in Haugschlag präsentiert.
Dabei wurde ein Investitionspaket in der Gesamthöhe von 275 Millionen Euro vorgestellt. So sollen im Öffentlichen Verkehr fünf Millionen Euro für neues Wagenmaterial auf der Franz-Josefs-Bahn zur Verfügung gestellt werden.
"Im Dezember des heurigen Jahres kommen die ersten vier Garnituren, im Februar 2017 die restlichen vier", sagte Pröll. Darüber hinaus werden gemeinsam mit den ÖBB so genannte "Sprinter"-Schnellverbindungen am Morgen und am Abend sowie eine zusätzliche schnelle Verbindung für Wochenpendler eingeführt. Weiters wird ab 2018 eine halbstündige Verknüpfung mit dem Fernverkehr auf der Westbahnstrecke erfolgen, ab 2018 wird es einen "Sprinter" auf der Strecke Gmünd – Wien Hütteldorf geben. "Die Reisezeit beträgt dann eine Stunde und 45 Minuten", so Pröll (Pressemeldung Niederösterreichische Landesregierung , 23.06.16).

RechteckÖsterreich: Junger Dachs in S-Bahn-Station entdeckt
Ein junges Dachsmännchen hatte in der Nacht auf Mittwoch großes Glück: Es wurde im 1. Stock der S-Bahn Station Krottenbachstraße im 19. Wiener Gemeindebezirk von einer Passantin entdeckt, die umgehend die Polizei alarmierte. Die Beamten blieben vor Ort, bis die Tierrettung eintraf und das reglose Tier in den Wiener Tierschutzverein (WTV) nach Vösendorf brachte. Bei der tierärztlichen Untersuchung im WTV erhärtete sich der Verdacht, dass der junge Dachs von einem Auto angefahren worden sein muss. Dachse haben die Angewohnheit, sich in geschützte Räume zurückzuziehen, wenn sie verletzt sind, was wiederum den Fundort erklären würde. Das Tier zeigte sich sehr benommen, bis auf einige Hautabschürfungen konnten aber keine schweren Verletzungen (Knochenbrüche, etc.) festgestellt werden. Der Dachs erhält aktuell Schmerzmittel und Aufbauinfusionen und steht zur Sicherheit noch unter Beobachtung. Wann das Dachsmännchen wieder in die freie Wildbahn entlassen werden kann, hängt von seiner Genesung ab und lässt sich mit Sicherheit erst am Donnerstag sagen. Fest steht jedenfalls: Das Tier hatte großes Glück nicht schwerer verletzt worden zu sein.
Wildtierunfälle wie dieser sind leider keine Seltenheit. WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic erinnert in diesem Zusammenhang einmal mehr: "Autounfälle mit Tieren können leider passieren. Auch wenn der Lenker oder die Lenkerin diesen nicht vermeiden konnte, so ist er in jedem Falle meldepflichtig. Daher bitte ich eindringlich, nach so einem Unfall umgehend die Polizei einzuschalten. Die Behörden werden dann weitere Maßnahmen setzen". Wenn man mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs sei, hätte man bei einer Meldung ja auch nicht mit Konsequenzen zu rechnen.
"Die Meldepflicht zu unterlassen ist allerdings Fahrerflucht. Daher sind auch Passantinnen und Passanten gebeten, die Augen offen zu halten und derartige Vorfälle sofort der Polizei oder dem WTV zu melden.", so Petrovic. Gerade im Einflussbereich des Wiener Tierschutzvereins kann sich die Bevölkerung sicher sein, das die verletzen Wildtiere auch rasch Hilfe bekommen. "Außerdem ist es ein gutes Zeichen, wenn Wildtiere in Ballungsräumen überhaupt noch vorkommen. Diese Gabe der Natur sollten wir schätzen und würdigen und Tiere nicht einfach verletzt liegen lassen", so Petrovic abschließend (Pressemeldung Wiener Tierschutzverein, 23.06.16).

RechteckSchweden: Start des weltweit ersten eHighways

In Schweden geht heute der weltweit erste eHighway in Betrieb. Die schwedische Infrastrukturministerin Anna Johansson und Energieminister Ibrahim Baylan gaben den Startschuss für das erste eHighway-System auf einer öffentlichen Straße. Auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt der E16 nördlich von Stockholm wird für die nächsten zwei Jahre ein Siemens-Oberleitungssystem für Lkw getestet. Dabei kommen zwei Diesel-Hybrid-Fahrzeuge des Fahrzeugherstellers Scania zum Einsatz, die in Zusammenarbeit mit Siemens für den Einsatz unter der Oberleitung angepasst wurden. "Der Siemens-eHighway ist im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so effizient. Die Siemens-Innovation versorgt Lkw über eine Oberleitung mit Strom. Das bedeutet nicht nur eine Halbierung des Energieverbrauchs, sondern auch eine Verringerung der lokalen Luftverschmutzung", sagt Roland Edel, Chefentwickler bei der Siemens-Division Mobility.
Der Verkehr verursacht insgesamt mehr als ein Drittel des schwedischen CO2-Ausstoßes, fast die Hälfte davon stammt aus dem Güterverkehr. Das Land hat ehrgeizige Umweltziele ausgerufen: Schwedens Transportsektor soll bis 2030 unabhängig von fossilen Brennstoffen sein. Aufgrund des erwarteten Wachstums des Güterverkehrs reicht es nicht, die Kapazitäten auf der Schiene auszubauen. Deshalb muss eine Lösung zur Entkarbonisierung des Straßengüterverkehrs gefunden werden. Mit dem zweijährigen Testbetrieb möchten die schwedische Transportbehörde Trafikverket und der Regierungsbezirk Gävleborg nun Erkenntnisse darüber sammeln, ob sich das Siemens-eHighway-System für eine zukünftige dauerhafte kommerzielle Nutzung und einen weiteren Ausbau eignet.
"In Schweden wird der mit Abstand größte Teil der Güter auf der Straße transportiert. Nur ein begrenzter Teil kann auf andere Verkehrsmittel verlagert werden. Um Lkw auch weiterhin für den Güterverkehr einsetzen zu können, müssen wir die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aufheben. Elektrifizierte Straßen sind deshalb eine perfekte Ergänzung zum Transportwesen", sagt Anders Berndtsson, Chefstratege der schwedischen Transportbehörde Trafikverket.
Kernelement des Systems ist ein intelligenter Stromabnehmer in Kombination mit einem Hybridantriebssystem. Ein Sensorsystem ermöglicht dem Stromabnehmer bei einer Geschwindigkeit bis 90 km/h den Kontakt zur Oberleitung herzustellen und zu unterbrechen. Entsprechend ausgerüstete Lastwagen versorgen sich während der Fahrt aus Oberleitungen mit elektrischer Energie und fahren dann effizient und lokal emissionsfrei. Dank des Hybridsystems ist auch ein Betrieb ohne Oberleitung möglich und die die Flexibilität herkömmlicher Lkw bleibt erhalten.
Die eHighway-Technologie verfügt über eine offene Konfiguration. So können neben dem in Schweden zum Einsatz kommenden Diesel-Hybrid-Antrieb alternativ beispielsweise Batterie- oder Erdgaslösungen realisiert werden. Das erlaubt eine flexible Anpassung des Systems an den spezifischen Anwendungsfall.
Siemens baut derzeit auch in Kalifornien ein eHighway-Demonstrationsprojekt auf. Dies erfolgt im Auftrag der der regionalen Behörde zur Überwachung der Luftqualität, des South Coast Air Quality Management District (SCAQMD) und in Zusammenarbeit mit dem Fahrzeughersteller Volvo. Im Laufe des Jahres 2017 werden im Umfeld der Häfen von Los Angeles und Long Beach verschiedene Lastwagen-Konfigurationen im Zusammenwirken mit der eHighway-Infrastruktur getestet (Pressemeldung Siemens, 23.06.16).

RechteckSchweiz: Bundesrat will den öffentlichen Regionalverkehr weiter entwickeln
Der regionale Personenverkehr (RPV) ist ein wichtiges Element des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz. Sowohl die Nachfrage als auch die Leistungen im RPV sind in den letzten Jahren stark gestiegen.
Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass die Finanzierung des RPV heute jeweils kurzfristig gesichert werden muss und zu wenige Anreize für Effizienzsteigerungen bestehen. Der Bundesrat möchte das bestehende System deshalb überarbeiten. Er hat dem Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) den Auftrag erteilt, bis spätestens Ende 2018 eine Vernehmlassungsvorlage zu erarbeiten.
Der regionale Personenverkehr (RPV) sichert die Grunderschliessung der Regionen mit öffentlichem Verkehr. Diese erfolgt meist mit Bahnen und Bussen, in einigen Fällen auch per Schiff oder Seilbahn. Der RPV hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Von 2007 bis 2015 stieg die Nachfrage im Durchschnitt um 4.7 Prozent pro Jahr. Der Kostendeckungsgrad hat sich kontinuierlich verbessert. Im Durchschnitt finanzieren die Passagiere heute allerdings nach wie vor nur knapp 50 Prozent der Kosten, die anderen 50 Prozent bezahlen Bund und Kantone als Besteller der RPV-Angebote.
In den letzten Jahren hat sich auch gezeigt, dass das System weiter optimiert werden sollte. Die Finanzierung gewisser Angebote konnte teilweise erst relativ spät geregelt werden. Zudem existieren teilweise komplexe Schnittstellen und es fehlen Anreize für mehr Effizienz. Das Bundesamt für Verkehr hat deshalb 2014 das Bestellverfahren im RPV evaluiert und eine Expertengruppe eingesetzt. Diese hat im November 2015 ihren Bericht vorgelegt. Darin wurden erste Reformideen aufgezeigt. Das BAV hat die Ergebnisse des Expertenberichts sodann mit verschiedenen Akteuren besprochen. Bundesstellen, Kantone und Transportunternehmen anerkennen grundsätzlich die Notwendigkeit, das bestehende System weiter zu entwickeln. Dabei haben sich zwei Kernpunkte herauskristallisiert: So ist zu klären, wie die Kompetenzen zwischen Bund und Kantonen möglichst sinnvoll aufgeteilt werden sollen. Zudem soll geprüft werden, wie weitere Anreize für unternehmerisches Handeln und für Effizienzsteigerungen geschaffen werden können.
Der Bundesrat hat heute das UVEK beauftragt, bis spätestens Ende 2018 eine Vernehmlassungsvorlage für eine Reform des RPV auszuarbeiten. Der Bund wird die Kantone als Mitbesteller des RPV bei den Arbeiten als gleichberechtigte Partner einbeziehen. Auch die Transportunternehmen sollen eng in die Arbeiten eingebunden werden (Pressemeldung BAV, 23.06.16).

RechteckSchweiz: Keine Experimente beim Regionalverkehr
Der regionale Personenverkehr ist ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz und angesichts der laufend steigenden Effizienz und Nachfrage auch wirtschaftlich erfolgreich. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist es zwar verständlich, dass die Grundlagen überprüft werden; sie warnt aber vor Experimenten, die mehr schaden als nützen könnten.
Der Bericht, der heute vom Bundesrat veröffentlicht wurde, bringt wenig neue Erkenntnisse. Die Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung des regionalen Personenverkehrs (RPV) auf Schiene und Strasse sind ohnehin gegeben, ist doch die heutige Regelung äusserst erfolgreich. Dies stellen auch die Autoren des Berichts fest, weshalb sie recht zurückhaltend Neuerungen empfehlen, auch wenn sie eine generelle Neuordnung anregen, um die Zuständigkeiten und Finanzierung besser zu regeln.
Positiv bewertet die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, dass die Experten keine Vorschläge einbringen, die das System an sich in Frage stellen: Der regionale Personenverkehr bleibt eine öffentliche Aufgabe, in die sich Bund und Kantone teilen. Als problematisch erachtet der SEV allerdings den Ansatz, den RPV voll in die finanzielle Hoheit der Kantone zu geben. Angesichts der Finanzpolitik gewisser Kantone, die sich schon heute äusserst nachteilig auf den öV auswirkt, wäre dieser Schritt falsch. «Öffentlicher Verkehr ist grossräumig und kann nicht an den Kantonsgrenzen ausgerichtet werden», betont SEV-Präsident Giorgio Tuti.
Der Auftrag, bis 2018 eine Vernehmlassungsvorlage auszuarbeiten, lässt noch viel Spielraum offen. Der SEV warnt davor, Wettbewerbselemente zulasten der Qualität höher zu gewichten. Eben erst hat der SEV darauf hingewiesen, dass der Einsatz sogenannter «Mystery Clients» im RPV an den vordringlichen Fragen vorbeizielt, werden doch damit Punkte untersucht, die wesentlich weniger kritisch sind als die Arbeitszeitkontrolle und die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge und Anlagen. Immerhin ist erfreulich, dass der vorliegende Bericht ausdrücklich von einem Ausschreibungswettbewerb absehen will. Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass ruinöse Wettbewerbe dem System schaden und die Arbeitsbedingungen ebenso in eine Abwärtsspirale ziehen wie die Angebotsqualität.
Es ist zwingend nötig, den SEV als Stimme des betroffenen Personals in die bevorstehenden Arbeiten einzubeziehen (Pressemeldung SEV, 23.06.16).

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