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LOK Report – News von Donnerstag, 26.05.16

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Willkommen beim LOK Report
"Uber-isierung" ergreift
Transport- und Logistikbranche

Absatzlinie
Baubeginn für den Tunnel Rastatt

Absatzlinie
Patrick Jeantet ist jetzt
neuer Chef von SNCF Réseau

Absatzlinie
Güterwagenstau in Idomeni
Absatzlinie
Trenitalia startet "FrecciaLink"

Absatzlinie
Österreich gibt Grünes Licht
für Nachtzugverbindungen

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sven Molle

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Kosten der Festen Fehrmarnbeltquerung
Mit den voraussichtlichen Kosten des deutsch-dänischen Infrastrukturprojekts Feste Fehmarnbeltquerung befasst sich die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/8409) auf eine Kleine Anfrage (18/8231) der Fraktion Die Linke. Die Regierung verweist dabei wesentlich auf bereits erteilte Antworten zum Thema sowie auf den Gemeinsamen Ausschuss, in dessen Rahmen regelmäßig über den Status des Projekts berichtet werde.
Auf die mehrfach gestellte Frage der Abgeordneten, was genau unter dem Begriff "wesentliche Kostensteigerung" im deutsch-dänischen Staatsvertrag zur Festen Fehmarnbeltquerung zu verstehen sei, heißt es in der Antwort: Es gebe "weder Protokoll- oder Zusatzerklärungen noch konkrete zahlenmäßige Festlegungen zur Frage der wesentlichen Kostensteigerung". Der Bundesregierung seien auch keine anderen Verträge bekannt, in denen diese Formulierung verwendet werde.
Zu den Kostenschätzungen für die sogenannte Hinterlandanbindung auf deutscher Seite werden folgende Angaben gemacht: Der Ausbau der B 207 AS Heiligenhafen-Ost - Puttgarden inklusive eines Neubaus der Fehrmarnsundbrücke werde im Bundesverkehrswegeplan 2030 mit 249,4 Millionen Euro veranschlagt. Die Kosten für das zweite Gleis und die Elektrifizierung der Strecke Göhl - Puttgarden samt Fehmarnsundbrücke schätzten Gutachter auf circa 560 Millionen Euro. Davon seien rund 120 Millionen Euro für den Brückenneubau eingerechnet. Belastbare Zahlen seien aber erst bei Abschluss der Vorplanung Ende 2017 zu erwarten.
Laut Fragestellern ist die Kostenprognose des Bundesrechnungshofes allein für den Bahnstreckenbau von ursprünglich 800 Millionen Euro auf mittlerweile 1,7 bis 2,3 Milliarden Euro gestiegen. Sie warnen vor "einem weiteren Milliardengrab in der Verkehrspolitik des Bundes" (Pressemeldung Bundestag, 18.05.16).

RechteckVDV: Deutscher Mobilitätspreis für intelligente Mobilität gestartet
Am 23. Mai startete die Bewerbungsphase für den Deutschen Mobilitätspreis: Bis zum 3. Juli suchen die Initiative "Deutschland – Land der Ideen" und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die besten digitalen Innovationen für intelligente Mobilität. Eine unabhängige Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik wählt die Preisträger aus.
Unter den Jurymitgliedern ist auch Martin Schmitz, Geschäftsführer des Bereiches Technik im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). "Nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Verkehrsunternehmen im Öffentlichen Personenverkehr ermöglicht die Digitalisierung zunehmend viele neue Möglichkeiten im Bereich der vernetzten Mobilität. Ich freue mich, Teil der Jury zu sein und die innovativen Projekte und Lösungen zu bewerten, die unsere Mobilität intelligenter machen und so die gesellschaftliche Teilhabe fördern sollen", sagt Martin Schmitz.
"Die Verkehrsunternehmen in Deutschland bieten bereits seit Jahren neben dem klassischen Bus- und Bahnangebot auch weitere Mobilitätsleistungen wie Carsharing oder Bikesharing an. Intelligente Mobilitätskonzepte sind gerade in Städten mit enorm steigenden Fahrgastzahlen notwendig, denn schon heute fahren 80 Prozent der ÖPNV-Kunden in den Städten", so Schmitz. "Aber auch im ländlichen Raum mit rückläufigen Fahrgastzahlen helfen sinnvolle Mobilitätskonzepte, ein attraktives Angebot zu erhalten bzw. auszubauen. Wir sind sehr auf die Ideen und die Konzepte gespannt und hoffen auf anregenden Input", so Schmitz weiter.
Bis einschließlich 3. Juli 2016 können sich Unternehmen, Start-ups, Städte und Gemeinden, Forschungsinstitutionen, Universitäten, Kooperationen, Netzwerke, Verkehrsverbünde und andere Organisationen mit Sitz in Deutschland um den Deutschen Mobilitätspreis 2016 bewerben – unter www.deutscher-mobilitätspreis.de (Pressemeldung VDV 18.05.16).

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Industrie

RechteckOliver Wyman: „"Uber-isierung" ergreift Transport- und Logistikbranche
Die internationale Transport- und Logistikindustrie steht vor einer tiefgreifenden Innovationswelle. Sie wird alle Sektoren und Akteure der Industrie erfassen, gleich ob Bahn, Post, Spedition, Fluglinie oder Touristikanbieter. Das geht aus dem aktuellen Branchenreport "Transport & Logistics" der Managementberatung Oliver Wyman hervor, der die jüngsten Trends, Entwicklungen und Perspektiven in der Transport- und Logistikindustrie beschreibt.
Entscheidender Treiber für die kommenden Umbrüche ist die rasch fortschreitende Digitalisierung. "Sie ermöglicht neuen Wettbewerbern mit einem intelligenten, disruptiven Geschäftsmodell, den etablierten Akteuren Kunden streitig zu machen", sagt Joris D'Incà, Transportexperte sowie Partner bei Oliver Wyman und einer der Autoren des Branchenreports. Denn mithilfe der Digitalisierung könnten sie schnell eine kritische Masse an Kunden erreichen, ohne dafür signifikant in physische Infrastruktur investieren zu müssen.
D'Incà: "Die Wettbewerbslandschaft wird heterogener, Markteintrittsbarrieren sinken." Zugleich aber ermöglicht die Digitalisierung den schon lange im Markt tätigen Unternehmen, ihre Prozesse sowie Kundenschnittstellen zu verbessern und so ihre Marktanteile zu verteidigen.
Drei Beispiele aus dem "Transport & Logistics"-Report von Oliver Wyman illustrieren diesen Mega-Trend:
• Die Digitalisierung wird zu einer "Uber-isierung" der Speditionsbranche führen. So wie Uber eine digitale Plattform zur Verfügung stellt, auf der sich Fahrgast und Fahrer ohne vermittelnde Taxizentrale finden, werden "Smart Trucking-Apps" dafür sorgen, dass Frachtgut und freie Transport-Kapazitäten zusammenkommen - ohne dass Frachtvermittler in den Speditionen tätig werden müssen. Die Vorteile für die Transporteure: Niedrigere operative Kosten, höhere Erträge aufgrund geringerer Provisionszahlungen an Vermittler, deutlich verbesserte Auslastung der Ladungskapazitäten. Smart Trucking-Apps werden die Speditionsbranche massiv verändern, so der Report: Wenn erst die digitale Plattform steht, auf der sich Fracht und Transporteur finden und die digitalen Instrumente für einfachere Prozesse bei Buchung, Transport, Fracht-Tracking und Bezahlung etabliert sind, dann müssen auch die großen Akteure der Branche ihre Flotten, Prozesse und Geschäftsmodelle der Uber-isierung anpassen.
• Eisenbahnen werden in der "Shared Mobility" der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Big Data-Analysen werden den Bahnen helfen, pünktlicher zu sein und Störungsquellen für den Betrieb frühzeitig zu erkennen. Zudem kann das Tarifsystem einfacher und kundenfreundlicher gestaltet werden. Schließlich: Die Prozesse, wie die Bahnen das Feedback ihrer Kunden managen, sind derzeit häufig noch ineffizient. Innovative Feedback-Plattformen können künftig die Kundenkommunikation und vor allem Kundenbindung optimieren.
• Post- und Expressunternehmen waren in der Vergangenheit vor allem kostengetrieben. Mit der Digitalisierung setzen neue Parameter ein, der Fokus muss sich ändern. Versender und Endkunden werden immer anspruchsvoller hinsichtlich Versandzeit und Service während des gesamten Prozesses. Für diese Unternehmen, so Oliver Wyman, muss es auf Basis der Digitalisierung darum gehen, es den Kunden so bequem wie möglich zu machen - selbst dort, wo sie es nicht gleich erwarten. Dazu muss man die Kundenbedürfnisse verstehen, mindestens so gut wie Amazon.
Oliver Wyman-Experte D'Incà zusammenfassend: "Unser Branchenreport zeigt, welchen Herausforderungen die Transport- und Logistikindustrie in all ihren Facetten aufgrund der Digitalisierung gegenübersteht und wo Risiken lauern. Der Report weist zugleich aber auch auf die besonderen Chancen für jene Unternehmen hin, die sich den Herausforderungen zügig und konsequent stellen und zukunftsfähige Lösungen erarbeiten."
(Pressemeldung Managementberatung Oliver Wyman, 26.05.16).

RechteckSCI: Neue Studie zum Schienengüterverkehr in Europa
Unbefriedigende Finanzkennzahlen, hohe Volatilität und Krisenanfälligkeit setzen die Unternehmen weiter unter Druck. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch LKWs. Trotz einer moderaten Erholung der Verkehrsleistung in den letzten zwei Jahren kann der Schienengüterverkehr mit dem Wachstum auf der Straße nicht mithalten - er verliert Marktanteile. Dies sind wesentliche Ergebnisse der aktuell erschienenen Studie "European Rail Freight Transport Market" von SCI Verkehr zur Situation des europäischen Schienengüterverkehrs sowie seiner mittelfristigen Perspektiven.
Die wirtschaftlichen Ergebnisse vieler Unternehmen sind unbefriedigend. Die Mehrheit der Bahnbetriebe hat die Notwendigkeit zur Restrukturierung und Konsolidierung erkannt, teilweise auch erste Schritte eingeleitet. Oft fehlt allerdings gerade bei den staatlichen Shareholdern die Bereitschaft, erkannte Reformschritte konsequent umzusetzen und notwendige Investitionen zu finanzieren. Der Weg zu positiven Ergebnissen ist ein mühsamer - selbst in konjunkturell guten Jahren wie 2014 erwirtschaften die europäischen Güterbahnen nur in Ausnahmefällen positive Ergebnisse.
Im Zuge der Konsolidierungsprozesse sind zahlreiche Zusammenschlüsse und Unternehmensübernahmen erfolgt; weitere deuten sich an. Steigendes Interesse hatten globale Logistikprovider, Reedereien und Private-Equity-Gesellschaften. Die Transaktionen zielen auf die Realisierung notwendiger Investitionen in Prozesse, Strukturen und Assets. Teilweise helfen sie, die Bahntransporte besser in logistischen Lösungen der Kunden einzubinden (Pressemeldung SCI Verkehr, 26.05.16).

RechteckVossloh: Hauptversammlung verabschiedet alle Tagesordnungspunkte
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Vossloh AG billigten die repräsentierten Aktionäre alle Punkte der Tagesordnung mit großer Mehrheit. Es waren knapp 65 % des Grundkapitals vertreten. Gemäß den Vorschlägen der Verwaltung wurde beschlossen, den Bilanzgewinn des Jahres 2015 auf neue Rechnung vorzutragen und die amtierenden Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat für das Jahr 2015 zu entlasten. Die Entlastung der im Geschäftsjahr 2014 ausgeschiedenen Vorstände wurde wie vorgeschlagen vertagt. Darüber hinaus wurde die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer für das Jahr 2016 wiedergewählt. Ebenso genehmigten die Aktionäre die Änderung des satzungsgemäßen Unternehmensgegenstands der Vossloh AG. Die Anpassung des Unternehmensgegenstands unterstreicht die Fokussierung der Geschäftstätigkeit von Vossloh.
In ihren Vorträgen legten der Vorstandsvorsitzende Dr.h.c. Hans M. Schabert und Finanzvorstand Oliver Schuster den Aktionären den Verlauf des Jahres 2015 detailliert dar, erläuterten den Hintergrund der gestern bekanntgegebenen Kapitalerhöhung und bestätigten erneut die Zielvorgaben für 2016 und 2017.
Hans M. Schabert: "Im Geschäftsjahr 2015 hat Vossloh die gesteckten Ziele der operativen und strategischen Entwicklung erreicht. Umsatz, Ergebnis und Cashflow haben sich spürbar erholt. Die Nettofinanzschuld wurde signifikant reduziert, die Eigenkapitalquote deutlich gesteigert. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete der mit Ablauf des 31. Dezember 2015 vollzogene Verkauf des spanischen Lokomotivengeschäfts an die Schweizer Gesellschaft Stadler Rail AG. Zudem wurden wesentliche Fortschritte bei der Transformation des Unternehmens in einen rein auf Eisenbahninfrastruktur fokussierten Branchenführer erzielt. Ab 2016 stehen die Zeichen bei Vossloh jetzt wieder auf Wachstum." (Pressemeldung Vossloh, 26.05.16).

RechteckVossloh: Vorstand beschließt Kapitalerhöhung
Der Vorstand der Vossloh Aktiengesellschaft hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung unter Gewährung des Bezugsrechts an bestehende Aktionäre der Gesellschaft beschlossen. Das Grundkapital der Gesellschaft soll durch Ausnutzung des vorhandenen genehmigten Kapitals von 37.825.168,86 EUR um 7.499.998,61 EUR auf 45.325.167,47 EUR durch die Ausgabe von 2.642.147 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je rund 2,84 EUR gegen Bareinlage erhöht werden (die "Neuen Aktien").
Die Neuen Aktien werden rückwirkend ab 1. Januar 2016 gewinnanteilsberechtigt sein. Die Neuen Aktien sollen den bestehenden Aktionären im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts in einem Bezugsverhältnis von 5:1 zu einem Bezugspreis von 48,00 EUR je Neuer Aktie angeboten werden. Die Aktionäre können damit für je fünf bestehende Aktien der Vossloh Aktiengesellschaft eine Neue Aktie erwerben.
Die Gesellschaft hat von ihrem Hauptaktionär Heinz Hermann Thiele, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft ist, eine Festbezugserklärung erhalten, der zufolge er sich in Höhe seines Anteilsbesitzes (40,79 %) an der Kapitalerhöhung der Vossloh Aktiengesellschaft beteiligen und sämtliche ihm zustehende Bezugsrechte ausüben wird.
Die Gesellschaft erwartet aus der Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös von rund 126,8 Mio. EUR. Mit den Nettoemissionserlösen verschafft sich Vossloh zusätzliche finanzielle Stabilität und Flexibilität, um das angestrebte profitable Wachstum des Unternehmens zu unterstützen.
Dr.h.c. Hans M. Schabert, Vorstandsvorsitzender von Vossloh: "2015 hat sich das Unternehmen deutlich erholt und stabilisiert. Vossloh ist nach den Restrukturierungs-maßnahmen der vergangenen zwei Jahre strategisch und strukturell wieder gut aufgestellt. 2016 wollen wir in die Wachstumsphase eintreten. Neben der Forcierung unseres organischen Wachstums sondieren wir den internationalen Bahninfrastrukturmarkt intensiver nach attraktiv bewerteten Unternehmen, die eine zukunftsweisende Ergänzung unseres heutigen Produkt- und Leistungsspektrums in den Kerngeschäftsbereichen darstellen. Mit der heute von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenen Kapitalerhöhung verschaffen wir uns die zusätzliche finanzielle Stabilität und Flexibilität für das angestrebte profitable Wachstum."
Vorbehaltlich der Billigung des Prospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienst-leistungsaufsicht (BaFin) und der Veröffentlichung des gebilligten Prospekts, die gegenwärtig für den 30. Mai 2016 geplant wird, soll das Bezugsangebot am 30. Mai 2016 im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Die Bezugsfrist, während der die Aktionäre der Gesellschaft ihre Bezugsrechte ausüben können, wird voraussichtlich am 31. Mai 2016 beginnen und am 14. Juni 2016 enden. Berenberg begleitet die Kapitalerhöhung als globaler Koordinator und hat sich verpflichtet, die Neuen Aktien zu zeichnen und zum Bezugspreis zu übernehmen und diese den bestehenden Aktionären entsprechend der im Bezugsangebot genannten Bedingungen anzubieten. Alle Neuen Aktien, die bis zum Ende der Bezugsfrist nicht gezeichnet wurden, sollen direkt nach Ablauf der Bezugsfrist im Rahmen einer Privatplatzierung angeboten werden. Berenberg hat sich verpflichtet, die von den Aktionären nicht bezogenen Neuen Aktien zum Bezugspreis zu übernehmen. Alle von der Gesellschaft bereits ausgegebenen Aktien sollen voraussichtlich ab dem 31. Mai 2016 "ex Bezugsrecht" notieren. Die Eintragung der Kapitalerhöhung beim Amtsgericht von Iserlohn soll am oder um den 15. Juni 2016 erfolgen.
Die Bezugsrechte für die Neuen Aktien werden voraussichtlich vom 31. Mai 2016 bis einschließlich 10. Juni 2016 im XETRA- und im Spezialisten-Handel im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Ein Ausgleich für nicht ausgeübte Bezugsrechte wird nicht stattfinden.
Die Zulassung der Neuen Aktien zum Handel im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse sowie zum Teilsegment des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) und zum Handel im regulierten Markt der Düsseldorfer Wertpapierbörse wird am oder um den 15. Juni 2016 erwartet. Der Handel wird voraussichtlich am 16. Juni 2016 aufgenommen werden. Es ist beabsichtigt, die Neuen Aktien in die bestehenden Notierungen der Aktien der Gesellschaft mit einzubeziehen. Die Lieferung der bezogenen sowie etwaiger privatplatzierter Aktien ist für den 17. Juni 2016 vorgesehen (Pressemeldung Vossloh, 26.05.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Offizieller Baubeginn für den Tunnel Rastatt

Fotos Erhard Hehl/Deutsche Bahn.
Mit dem Anstich des Tunnels Rastatt beginnt die Rohbauphase für das 4.270 Meter lange Bauwerk. Gemeinsam starteten Dr. Rüdiger Grube, Vorsitzender des Vorstands Deutsche Bahn AG, Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, Edgar Schömig, Mitglied des Vorstands Ed. Züblin AG, Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter für das Land Baden-Württemberg Deutsche Bahn AG sowie Tunnelpatin Kerstin Pütsch am Mittwoch, den 25. Mai 2016, im Beisein von rund 500 Gästen die Tunnelvortriebsmaschine auf der Baustelle in Ötigheim.
"Wir stärken die Rheintalbahn als wichtige Nord-Süd-Achse und machen sie fit für künftige Personen- und Güterverkehre", so Minister Dobrindt. "Mit dem BIM-Pilotprojekt leisten wir Pionierarbeit und nehmen den Sprung zum digitalen Planen und Bauen 4.0. Die Baustelle wird zur intelligenten Datencloud – mit neuer Datenqualität, enger Vernetzung aller Akteure, mehr Transparenz und Effizienz sowie einem Projekt-Controlling in Echtzeit. Dadurch minimieren wir Risiken und bauen schneller, besser und billiger."
"Mit dem offiziellen Baubeginn des Tunnels Rastatt feiern wir heute einen wichtigen Meilenstein im Projekt Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel", sagte Grube. "Wie freuen uns, die Anwohner von Rastatt mit der Untertunnelung des gesamten Stadtgebiets künftig vom Lärm der vorbeifahrenden Züge zu entlasten."
Minister Hermann ergänzte: "Der menschen- und umweltgerechte Ausbau der Rheintalbahn hat für Baden-Württemberg hohe Priorität. Für ihn haben ich und die Menschen vor Ort lange gekämpft. Ich freue mich, dass der Tunnel in Rastatt als ein wichtiger Baustein jetzt begonnen wird."
Der 4.270 Meter lange Tunnel Rastatt bildet das Kernstück des Streckenabschnitts 1 von Karlsruhe bis Rastatt-Süd. Sein nördliches Portal liegt in Ötigheim, im Süden kommt er in Rastatt-Niederbühl wieder an die Oberfläche. Zukünftig werden schnelle Personen- und Güterzüge mit Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde durch den Tunnel fahren.
Die beiden Tunnelvortriebsmaschinen arbeiten mit einem zeitlichen Versatz von vier Monaten. Nach der Rohbauphase folgt 2019 der Innenausbau mit Fester Fahrbahn sowie Leit- und Sicherungstechnik. Die Inbetriebnahme ist im Jahr 2022 geplant.
Für das Projekt Tunnel Rastatt nutzt die DB Netz AG erstmals das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderte Building Information Modeling (BIM). Der Tunnel Rastatt ist das größte von bundesweit vier Pilotprojekten, in denen das Potenzial der neuen digitalen Arbeitsmethode getestet wird. Mit BIM werden Planung, Ablauf und Nutzung des Tunnels dreidimensional simuliert. Beteiligte und Betroffene erhalten so frühzeitig ein realistisches Bild der Planungen. Neben den geometrischen Informationen fließen auch Terminplan- und Kostenwerte in das Modell mit ein. Dadurch können Bau- und Kostenverläufe vorab simuliert, gesteuert und bei drohenden Mehrkosten frühzeitig reagiert werden.
Die 182 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel ist Herzstück des Güterverkehrskorridors Rotterdam-Genua. Die Strecke wird viergleisig ausgebaut, um zusätzliche Kapazitäten insbesondere für den Güterverkehr, aber auch für Personenfern- und Nahverkehr zu schaffen. Die Planungs- und Baukosten des Gesamtprojektes betragen rund 11,6 Milliarden Euro. Die Streckenabschnitte 2 bis 6 (Rastatt Süd–Offenburg) sowie der Planfeststellungsabschnitt 9.1 (Schliengen–Eimeldingen) sind bereits in Betrieb. In den restlichen Abschnitten sind die Maßnahmen unterschiedlich weit fortgeschritten: Aufgrund der Entscheidung des Projektbeirats und des Beschlusses im Bundestag zu den Mehrkosten für die optimierte Planung werden die Maßnahmen im Streckenabschnitt 7 (Offenburg–Herbolzheim) neu erarbeitet. Der Streckenabschnitt 8 (Herbolzheim–Hügelheim) durchläuft die Genehmigungsplanung der Planfeststellung. In Haltingen–Weil am Rhein im Streckenabschnitt 9 wurden bereits einige Bauwerke, wie zum Beispiel Unterführungen und Schallschutzwände, realisiert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.05.16).

RechteckBayern: Kostenlose elektronische Zeitungen in SOB-Zügen
Ab sofort bietet die Südostbayernbahn (SOB) ihren Fahrgästen in allen Zügen in der 1. Klasse die Möglichkeit, die elektronische Ausgabe ausgewählter Zeitungen und Zeitschriften (E-Paper) kostenlos zu lesen. Voraussetzung ist der Besitz eines Smartphones oder Tablets und das kostenfreie Herunterladen der App "Boheme" aus dem App-Store.
SOB-Geschäftsleiter Christoph Kraller freute sich: "Wir sind bundesweit das erste Eisenbahnunternehmen, das seinen Kunden ein kostenloses E-Paper auf Schienen anbietet. Mit der ersten Bibliothek auf Schienen bieten wir Gästen der 1. Klasse einen attraktiven Mehrwert während ihrer Fahrt. Vor allem Pendler, die täglich viel Zeit in unseren Zügen verbringen, können sich Informationen und Unterhaltung fortan entspannt auf ihr Smartphone oder Tablet holen und so ihre Reisezeit zur Nutzzeit machen."
Die SOB hat in den letzten Tagen die 1. Klasse-Abteile mit sogenannten iBeacons ausgestattet. Das sind kleine Sender, die batteriebetrieben kontinuierlich ein Bluetooth-Signal aussenden. Das Signal dient als "Schlüssel", der die Zeitungen für die Fahrgäste kostenfrei schaltet. Die Zeitungen können über das mobile Datennetz der Kunden oder WLAN am Bahnhof heruntergeladen werden. Sie können die ganze Fahrt über gelesen werden, ohne dass eine Internetverbindung erforderlich ist. Nach Verlassen des Zuges werden die Zeitungen wieder gelöscht, weil kein Empfang über das iBeacon mehr vorhanden ist. Die iBeacon-Technologie wird unterstützt von Tablets und Smartphones ab iOS7 und Android 4.3.
Angeboten werden die Münchner Tageszeitungen tz und Münchner Merkur mit seinen Lokalausgaben sowie Zeitschriften wie Terra Mater, Connect oder Berg Welten.
Entwickelt wurde die App "Boheme" von dem Start-up-Unternehmen Boheme Digital GmbH aus München. Deren Mitbegründer und Geschäftsführer Amadeo Gaigl sagte: "Wir freuen uns, dass nicht nur in immer mehr Münchner Cafes entspannte Lesemomente erhältlich sind, sondern dass nun auch Bahnreisende der SOB bequem Entertainment für unterwegs genießen können."
Die SOB informierte alle 1. Klasse-Abo-Kunden in einem Brief über das neue Angebot und erklärte darin auch die Funktionsweise. Außerdem weisen Aufkleber in den 1. Klasse-Abteilen auf den kostenlosen Zeitungs-Service hin (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.05.16).

RechteckHamburg: Kundenzufriedenheitsbefragung der S-Bahn
Die Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsbefragung 2015 liegen vor. Insgesamt wird die S-Bahn Hamburg in der repräsentativen Umfrage mit der Schulnote 2,23 als gut bewertet. Damit konnte die S-Bahn diesen Wert gegenüber dem Vorjahr steigern.
An mehreren Tagen in 2015 wurden Fahrgäste und Kunden durch Fachleute eines Marktforschungsinstituts zu ihrer Zufriedenheit mit der Hamburger S-Bahn in den S-Bahn-Stationen befragt. Im Vordergrund der Umfrage standen Fahrzeit, Pünktlichkeit und Sauberkeit.
2015 verzeichnete die S-Bahn Hamburg zudem 271 Millionen Fahrgäste, eine Steigerung um 1,7 Prozent zu 2014. Für 2016 wird mit einer weiteren Steigerung von bis zu 2,2 Prozent gerechnet. Dabei setzt die Flughafenlinie S1 zum Hamburg Airport mit einer Fahrgaststeigerung von rund 6 Prozent bei 6,7 Millionen Fahrgästen im Vergleich zum Vorjahr den Erfolgstrend fort.
Bei der S-Bahn werden derzeit noch Triebfahrzeugführer gesucht. In acht Monaten werden Personen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen zu Lokführern umgeschult. Jährlich bildet die S-Bahn Hamburg bis zu 45 Lokführer im Rahmen der sogenannten "Funktionsausbildung" aus. Interessenten können ihre Bewerbung an die Personalabteilung der S-Bahn Hamburg in Hammerbrook senden. Die S-Bahn Hamburg beschäftigt derzeit rund 500 Triebfahrzeugführer (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.05.16).

RechteckSchleswig-Holstein: Sylt Shuttle übernimmt kurzfristig RDC-Trassen
DB Sylt Shuttle bietet für eine reibungslose An- und Abreise von und nach Sylt an den kommenden beiden Wochenenden zusätzliche Züge an. Die An- und Abreise wird so ohne lange Wartezeiten ermöglicht.
RDC hat die Trassen, die sie nicht benutzen, kurzfristig freigegeben. Die Deutsche Bahn hat es durch eine sehr flexible Disposition von Personal und Zügen ermöglicht, noch rechtzeitig mit zusätzlichen Zugverbindungen, den Insulanern und Gästen von Sylt die bestmögliche Anbindung zu gewähren. Die zusätzlichen Züge fahren:
Samstag 28.Mai, Sonntag 29. Mai, Samstag 4. Juni und Sonntag, 5. Juni
Niebüll - Westerland 10.35 Uhr und 12.05 Uhr
Westerland - Niebüll 9.30 Uhr und 13.30 Uhr (Pressemeldung Deutsche Bahn, 26.05.16).

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LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck25 Jahre Thüringer Eisenbahnverein


Am 28./29. Mai 2016 veranstaltet der Thüringer Eisenbahnverein e. V. auf dem Gelände des Bahnbetriebswerkes Weimar das 21. Weimarer Eisenbahnfest, welches in diesem unter dem Motto "25 Jahre Thüringer Eisenbahnverein e. V." steht. Der Verein, welcher sich 1991 aus einer Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Modelleisenbahnerverbandes der DDR gegründet hat, war Anfangs in Erfurt-West zu Hause und führte dort in Zusammenarbeit mit weiteren Vereinen des Traditionsbetrieb auf der Strecke Erfurt Hbf - Erfurt/West - Bindersleben durch. Diese Strecke war zu DDR-Zeiten die einzige offizielle Museumsbahnstrecke im Osten Deutschlands. Leider musste der Museumsbetrieb 1993 eingestellt werden und der Traditionsbahnhof wich einem Wohngebiet.
Der Verein, welcher 1994 seine erste eigene Lok, die Dampflok 52 8109 kaufte, musste daraufihn ein neues Domizil finden und wurde im alten Bahnbetriebswerk Weimar fündig. Die als Einsatzstelle des Bw Erfurt geführte Dienststelle befand sich im Rahmen der Bahnreform mitte der 90er Jahre in der Auflösung. Anfangs mit einer Lok und 4 historischen Eisenbahnwagen gestartet, wuchs die Sammlung auf nun mittlerweile stattliche 32 Lokomotiven, diversen Eisenbahnwaggons aus vergangenen Zeiten sowie weiteren historischen Fahrzeugen aus DDR Zeiten an.
Das Gelände des Bahnbetriebswerkes Weimar ist seid 1980 als Kulturdenkmal des Freistaates Thüringen ausgewiesen. Mittlerweile wurde das gesamte Lokschuppendach erneuert und die Restaurationsarbeiten auf dem Gelände und an den Fahrzeugen sorgen für jede Menge Arbeit der Vereinsmitglieder.
Zum Eisenbahnfest selbst werden neben den in Weimar beheimateten Museumsfahrzeugen auch viele Gastfahrzeuge zu sehen sein. Zum Eisenbahnfest gibt es eine große Lokparade vor dem Lokschuppen, Fahrten auf der Drehscheibe, Pendel- und Schnupperfahrten sowie große Modellbahnbörse im Lokschuppen statt. So wird u .a. erstmals eine Kultdiesellok "Nohab" aus den 60er Jahren in Weimar präsentiert. Auch wird der letzte erhalten gebliebene 4-teilige Doppelstockzug aus DDR Zeiten zu sehen sein.
Es werden Führerstandsmitfahrten auf einer Dampflok angeboten, welche die Herzen der Besucher höher schlagen werden und eine Publikumsmagnet sind. Für die kleinen Besucher gibt es eine Kindereisenbahn und Hüpfburg. Zusätzlich werden mehrere alte DDR Feuerwehrfahrzeuge zu sehen sein genauso wie weitere historische Fahrzeuge aus DDR Zeiten wie ein alter Ikarus Bus oder der gute alte Trabi.
Geöffnet ist das Fest an beiden Tagen jeweils von 9 bis 17 Uhr, für Fotofreunde bereits ab 8 Uhr. Der Pendelzug verkehr stündlich ab 10:10 Uhr vom Weimarer Hauptbahnhof zum Ausstellungsgelände. An beiden Tagen verkehrt zusätzlich ab 09:17 Uhr eine Schnuppersonderzug zum Weimar Berkaer Nahnhof und zurück. Hierbei wird ein historischer Triebwagen eingesetzt.
Am 28. Mai 2016 verkehrt desweiteren ein Sonderzug von Weimar über Großheringen, Kölleda, Sömmerda, Straußfurt und zurück via Erfurt/Nord nach Weimar. Dieser befährt die Pfefferminzbahn auf einer Streckenroute, auf welcher kein Personenverkehr mehr stattfindet. Eingesetzt wird dabei ein alter DDR-Triebwagen, im Volksmund auch rote Blutblase oder Ferkeltaxe genannt. Die Abfahrt in Weiamr Hbf ist um 13:04 Uhr. Es sind noch wenige Restfahrkarten verfügbar. Reservierungen und weitere Informationen zu der Fahrt sind bei Steffen Kloseck, Tel. 0177-3385415, möglich (Pressemeldung Thüringer Eisenbahnverein, 26.05.16).

RechteckBulgarien




Letzte Woche fuhren in Bulgarien zahlreiche Fotozüge mit den Loks 03.12 (2`D1`h3 von Henschel), 16.27 (=42 2746; 1`E`h2; WLF), 46.03 (1`F2`h2t von Cegielski) und 609.76 (Schmalspurlok 1`E1`h2 von Chrzanow). Befahren wurde die Strecke von Haskovo nach Podkowa über Most, Momschilgrad.
Außerdem waren im Bw Sofia die Loks 01.23 (1`D1`h2 von Winterthur) und 05.01 (2`C1`h3 von Krupp). Abgestellt waren in diesem Bw die Dampfloks 26.26, 36.10 und 48.04.
Im Schmalspurdepot Septemwri gab es folgende Schrottloks zu sehen: 1.76, 470.60, 506.76 und 613.76. In Sofia gibt es vier Denkmalloks. Zwei Lok befinden sich im Bahnhof (HF 479 und 47.05), zwei in der technischen Universität (615.76 und 42 072 E-Lok) (Sven Molle, 26.05.16).

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LOK Report 05/16

LOK Report Ausgabe 5/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckVogtland

Den Abendlichen Güterzug EZ 51619 von Zwickau nach Nürnberg beförderte am 10.05.2016 der "Stromcontainer" 155 236 und wurde bei Gospersgrün aufgenommen. Am Haken von 232 609 befand sich der Frankenwaldumleiter EZ 51715 Nürnberg-Seddin und wurde bei Neudes am 07.05.2016 aufgenommen (Daniel Wolf, 25.05.16).

RechteckBLS Vectron am Lötschberg

Die BLS hat seit Anfang Mai Lokomotiven der Baureihe 475 (Vectron) zu Tests und Personalschulungen im Einsatz. Ich konnte 475 402 am 20.05. im Depot Spiez und 475 401 am 23.05. bei Blausee (Lötschberg Nordrampe) aufnehmen.
Noch fehlt den Lokomotiven die Zulassung für Italien und die Niederlande, wenn diese jedoch erlangt werden, sind die BLS Maschinen die ersten, die von Holland bis Italien durchlaufen können.
Ab Juni sollen den Loks auch mit Zügen unterwegs sein, derzeit werden die Schulungsfahrten nur Lz durchgeführt (Thomas Szymanowski, 25.05.16).

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Tanago

Europa

RechteckFrankreich: Patrick Jeantet ist jetzt neuer Chef von SNCF Réseau
Patrick Jeantet (56), aktueller stellvertretender Generaldirektor von Aéroports de Paris (ADP), wurde auf der Ministerratssitzung am 25.05.16 zum stellvertretenden Vorsitzenden im Direktorium der SNCF (président délégué du directoire de la SNCF) ernannt. Er ist damit gleichzeitig Präsident-Generaldirektor (PDG) von SNCF Réseau.
Patrick Jeantet erhielt am 24.05.16 nach den Anhörungen in den Umweltkommissionen 25 von 26 Stimmen der Verteter der Nationalversammlung und 24 von 24 Stimmen der Vertreter des Senats.
Dort erklärte er, dass für SNCF Réseau die Eisenbahnsicherheit absolute Priorität haben müsse. Weitere Aufgaben seien die Modernisierung der Produktionsanlagen und die Schaffung moderner IT-Systeme. Eine weitere Säule der Entwicklung erfordere den "verstärkten Einsatz von Industriepartnerschaften, um die Notwendigkeit der Modernisierung des Netzes im Zusammenhang mit der gestiegenen Arbeitsbelastung zu bewältigen". Dazu müsse man "einen echten privaten Industriesektor schaffen, um einen Teil der Arbeit auszulagern". Dazu nötig sei der Leistungsvertrag mit dem Staat (WKZ, Quelle Ministerrat, Arafer, L'Express, 27.05.16).

RechteckFrankreich: Private Bahnen leiden unter den Streiks
Während die Streiks und Manifestationen gegen das neue Arbeitsgesetz (Loi Myriam El Khomri) und die Verhandlungen über den neuen sozialen Rahmen der Eisenbahner in den Sektoren Eisenbahn, Häfen, Raffinerien und Straßen Frankreich in weiten Teilen lahm legen, dass sogar das Benzin rationalisiert werden muss, verdüstern sich insbesondere auch die Aussichten der Betreiber des privaten Schienengüterverkehrs.
Alexandre Gallo, Generaldirektor von Eurorail, einer Vereinigung der Nahbereichsgüter-betreiber (opérateurs ferroviaires de proximité, OFP), drückt das gegenüber dem Fachblatt Mobilicités so aus: "Es ist erstaunlich, niemand spricht über den Schienengüterverkehr, der durch die Streiks zu ersticken droht, als ob die Menschen aus Angst vor Repressalien der Eisenbahner schweigen."
Durch die Streiks der Gewerkschaften CGT Cheminots und SUD Rail sieht er sein Geschäft schwer gestört. Und bis Anfang Juli könnte der Verkehr jede Woche von Dienstagabend um 19 Uhr bis Freitag um 20.00 weiter gestört werden, so dass die ganze Woche laut Gallo "ruiniert" ist: "50% unserer Züge werden gestoppt. Darüber hinaus, wo wir Hafenverkehr haben, sind wir auch durch die Streiks der Dockarbeiter betroffen. Und in einigen Bereichen finden wir keinen Diesel mehr, um unsere Lokomotiven fahren lassen zu können. Die Situation ist wirklich dramatisch, und einige Unternehmen werden sang- und klanglos untergehen (mettre la clé sous la porte)."
Die Nationale Vereinigung des kombinierten Verkehrs (Groupement national du transport combiné, GNTC), kritisiert ebenfalls den "Konservatismus"der Bahngewerkschaften, die "jede Anpassung und Modernisierung der Eisenbahn, ihren Produktionsbetrieb an die Marktbedürfnisse anzupassen, ablehnen. Die GNTC nennt Beispiele von Zügen, die aufgrund der Streiks nicht weiterfahren konnten. Als der Netzverwalter RFF noch eigenständig war, ließen Streiks bei der SNCF den Güterverkehr weitgehend unbehelligt. Mit der Bahnreform und der Zusammenfügung von RFF zu SNCF Réseau berühren Streiks der SNCF auch den privaten Güterverkehr.
Von Seiten der Gewerkschaften heisst es demgegenüber in einem Anfang der Woche veröffentlichten Manifest: "Geben Sie der Schiene ihren rechtmäßigen Platz wieder: der Schienenverkehr von Personen und Gütern muss wieder die große Aufgabe unter öffentlichen Diensten werden." Staat und die Regionen werden aufgefordert, "ihre Rolle als Organisationsträger" zu festigen. Unter den Unterzeichnern waren neben bekannten Gewerkschaftsvertretern auch die ehemalige grüne Ministerin Cécile Duflot. Und in einem anderen Manifest heisst es: "Jede Weiche, jeder Zentimeter Gleis und Oberleitung, jede Strecke sind unser." (WKZ, Quelle Mobilcités, 26.05.16).

RechteckGriechenland: Güterwagenstau Idomeni/Gevgelija
Nach wie vor unterbrochen ist auf Grund der Flüchlingskrise der Zugverkehr über den Grenzübergang Idomeni/Gevgelija. Nach griechischen Medien sollen sich auf beiden Seiten der Grenze hunderte von Güterwagen stauen.
In wie weit ein Umleitungsverkehr über die parallele Strecke über Bulgarien aufgenommen wurde, ist nicht bekannt (Prof. Dr. Johannes Schenkel, 27.05.16).

RechteckGriechenland: Proastiakos-Verkehr Patra
Wie egtre.info meldet, soll ab Sommer 2017 der Proastiakos-Verkehr Patra um 30km nach Südwesten (Richtung Pirgos) ausgedehnt werde. Dies dürfte dann ein meterspuriger Betrieb werden, die neue normalspurige Strecke aus Athen lässt noch auf sich warten.
Die für 2015 angekündigte Reaktivierung der Meterspurstrecke Korinthos - Nafplio wurde bisher nicht umgesetzt (Prof. Dr. Johannes Schenkel, 27.05.16).

RechteckItalien: Trenitalia startet kombinierte Bahn/Bus-Reisen "FrecciaLink"

Trenitalia wird ab dem 12.06.16 die fünf Städte Siena, Perugia, L'Aquila, Matera und Potenza mit dem Bus-Service "Freccialink" an das Freccia-Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen.
Die spezielle Busse mit 16 Plätzen und Freccia-Service (Begleitpersonal, Wi-Fi, Verpflegung) sind durch das Logo und die Farben der Frecciarossa-Züge gekennzeichnet. Die Anschlusszeiten wurden so gewählt, dass bequemes Umsteigen und sicherer Anschluss gewährleistet bleiben.
Als erste Stadt wurde der Freccialink-Service am 24.05.16 in Siena der Öffentlichkeit präsentiert, von wo es dann täglich zwei kombinierte Hin- und Rückverbindungen per Bus und Zug nach Bologna, Mailand, Rom, Neapel, Salerno, Padua und Venedig gibt. (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 26.05.16).

RechteckÖsterreich: „Andreas Matthä zum interimistischen Leiter der ÖBB-Holding bestellt
Der ÖBB-Aufsichtsrat hat heute Nachmittag Andreas Matthä, den Vorstand der ÖBB-Infrastruktur AG, zum interimistischen Leiter der ÖBB-Holding bestellt. „Damit hat der Aufsichtsrat sichergestellt, dass die ÖBB auch in der Übergangsphase professionell geleitet werden.
Ich schätze Andreas Matthä als engagierten Manager und freue mich auf die Zusammenarbeit“, erklärt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Bis zur Bestellung eines neuen CEO durch den ÖBB-Aufsichtsrat, wird Matthä gemeinsam mit Finanzvorstand Josef Halbmayr die Geschäfte der ÖBB führen (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 26.05.16).
RechteckDer Aufsichtsrat der ÖBB-Holding AG hat in seiner heutigen a.o. Sitzung Infrastruktur Vorstandsdirektor Andreas Matthä zum interimistischen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Er wird ab sofort als Vorstandsvorsitzender, gemeinsam mit CFO Josef Halbmayr die ÖBB-Holding AG leiten, bis über die endgültige Nachbesetzung des Vorstandsvorsitzes in der kommenden Aufsichtsratssitzung am 4. Juli 2016 entschieden wird.
Die Ausschreibung nach dem Stellenbesetzungsgesetz läuft bis 21. Juni 2016. Sein Ressort in der ÖBB-Infrastruktur AG - Finanzen, Markt und Service - wird in dieser Zeit von den Vorstandskollegen Franz Bauer und Franz Seiser übernommen (Pressemeldung ÖBB, 26.05.16).

RechteckÖsterreich: Grünes Licht für Erweiterung der Nachtzugverbindungen
Die ÖBB setzen die Modernisierung ihrer Fahrzeugflotte fort: In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der ÖBB-Holding AG wurde am 24.05.16 der Ausbau des Nachtreisezugangebotes der ÖBB beschlossen.
In den nächsten Wochen startet eine Ausschreibung für den Kauf von bis zu 60 gebrauchten Schlaf- und Liegewagen und 15 Autotransportwagen für den Nachtverkehr. Das Investitionsvolumen wird bis zu 31 Mio. Euro betragen und eine wesentliche Qualitätsverbesserung für die Kunden in den Nachtreisezügen der ÖBB bringen.
Zudem wurde der Umbau von 20 ÖBB Intercity-Sitzwagen zu Liegewagen einer neuen Bauart genehmigt, er wird bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Als Grundlage für dieses neue Konzept diente eine Designstudie, die auf Basis von Kundenbefragungen entwickelt wurde.
Die ÖBB planen, das Nachtreisezugangebot im neuen Fahrplan deutlich zu erweitern. Voraussichtlich wird es auch zu einer Ausweitung bei der Auto- und Motorradbeförderung am Zug kommen. Die ÖBB sind mit ihrem Angebot bereits heute der mit Abstand größte Anbieter von internationalen Nachtreisezügen mit Auto- und Motorradtransport in Europa. Die bereits heute bestehenden Verbindungen werden erhalten. Welche konkreten zusätzlichen Strecken aufgenommen werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.
Die ÖBB setzen bewusst auf die Nische Nachtzug als komfortable und umweltfreundliche Alternative zum Auto und zum Flugzeug, um längere Strecke bequem über Nacht zurückzulegen. 2015 sind etwa 1 Mio. Fahrgäste mit den ÖBB Nachtreisezügen unterwegs gewesen. Für den ÖBB Fernverkehr sind die Nachtreisezüge mit einem Umsatzanteil von 17 Prozent ein sehr wichtiges Geschäftssegment (Pressemeldung ÖBB, 25.05.16).
RechteckAnmerkung der Redaktion: Wie aus ÖBB-nahen Informationsquellen zu erfahren war, werden die Gebrauchtwagen wohl von der DB übernommen werden (25,05.16).

RechteckÖsterreich: „ÖBB und Quehenberger fusionieren Stückgutgeschäft

Der Aufsichtsrat der ÖBB-Holding AG hat in seiner Sitzung vom 24.05.2016 grünes Licht für die Fusion der Stückgutbereiche der European Contract Logistics – Austria GmbH (ECL), eine 100% Tochter der ÖBB-Holding AG, und der Quehenberger Logistics GmbH gegeben.
In einer mehrmonatigen Analyse- und Bewertungsphase wurde Quehenberger Logistics als starker nationaler Partner mit hohem Synergiepotenzial identifiziert, um den Herausforderungen des zunehmenden Wettbewerbsdrucks im Stückgutbereich zu begegnen. Quehenberger Logistics GmbH bringt ihren Teilbetrieb Stückgut in die ECL ein. Dafür tritt die ÖBB-Holding AG 40 Prozent der Anteile an Quehenberger Logistics ab. Konkret werden zehn Quehenberger Standorte mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das langjährige Markt-Know-how, die Ausstattung und die IT- Systeme in die ECL eingebracht.
Josef Halbmayr, Vorstand der ÖBB-Holding AG: "Die Verpartnerung mit Quehenberger ist eine klarer Vorwärtsstrategie und stärkt unsere Position am Markt. Wir schaffen im Stückgut-Bereich eine stabile, leistungsstarke Organisation mit den besten Aussichten auf künftiges Wachstum und mehr Ökologie im Stückgutgeschäft."
Christian Fürstaller, CEO und Miteigentümer der Augustin Quehenberger Group, der Holding-Gesellschaft von Quehenberger Logistics, ergänzt: "Durch die Bündelung entstehen optimale Synergieeffekte im Stückgutnetzwerk. Vor allem das gemeinsame Geschäftsvolumen schafft die Voraussetzung für die weitere positive Entwicklung am Markt. Das neue Unternehmen ergibt eine vorteilhafte Ergänzung von Standorten und Branchen-Know-how."
In dieser im Stückgutsektor größten Gesellschaft in Österreich sollen die Netzwerke und Kompetenzen beider Partner gebündelt und konsolidiert werden. Auf der Grundlage dieser Synergien wird es möglich sein, trotz steigender Herausforderungen in einem hochkompetitiven Marktumfeld nachhaltig erfolgreich und stabil am Markt zu agieren.
Das Unternehmen wird seinen Fokus auf das Stückgutgeschäft und die Lagerlogistik legen. Ziel ist es, für nationale und internationale Stückgutkunden der bevorzugte Dienstleister bei standardisierten und auch innovativen Produkten zu werden. Die Logistiklösungen werden mit den dazu gehörigen Warehousingdienstleistungen und individuell zusätzlichen Services angeboten. Das Unternehmen wird maßgeschneiderte Lösungen für alle Branchen bieten, unter anderem auch für die Branchen Pharma und Automotive.
Die beiden Partner werden die Verträge Anfang Juni unterzeichnen, die kartellrechtliche Prüfung startet sofort nach Vertragsunterzeichnung. Nach Vorliegen der kartellrechtlichen Genehmigung wird das Unternehmen seinen neuen Namen erhalten und der operative Start vorbereitet, der mit Jahresbeginn 2017 geplant ist. Beide Partner werden jeweils einen Geschäftsführer stellen (Pressemeldung ÖBB, 26.05.16).

RechteckSchweiz: Neue Rahmenbedingungen für Bahngüterverkehr treten in Kraft
Mit dem neuen Gütertransportgesetz und den entsprechenden Verordnungen werden für den Güterverkehr auf der Schiene bessere Rahmenbedingungen geschaffen. Der Bundesrat hat heute die Totalrevision der Gütertransportverordnung sowie Änderungen in weiteren Verordnungen gutgeheissen und diese zusammen mit dem Gütertransportgesetz auf den 1. Juli 2016 in Kraft gesetzt.
Die neuen Bestimmungen betreffen in erster Linie den sogenannten Schienengüterverkehr in der Fläche, zu dem der Binnenverkehr sowie der Import- und Exportverkehr gehört. In den Verordnungen hat der Bundesrat heute u.a. die Details zu den Investitionsbeiträgen für Umschlagsanlagen für den kombinierten Verkehr ("Terminals"), Hafenanlagen sowie Anschlussgleise geregelt.
Das Parlament hatte im September 2015 hierfür einen Rahmenkredit von 250 Millionen Franken für die Jahre 2016 - 2019 bewilligt. Der Bundesrat hat entschieden, dass Investitionsbeiträge für Hafenanlagen in Form unverzinslicher, bedingt rückzahlbarer Darlehen geleistet werden. Dies erlaubt es dem Bund, zu einem späteren Zeitpunkt seine Darlehen an den Basler Rheinhäfen in Eigenkapital umzuwandeln, falls Bundesrat und Parlament dies als sinnvoll erachten.
Der Bundesrat hat mit den Anpassungen zudem präzisiert, wie die gesetzlich vorgesehenen Abweichungen vom Grundsatz der Eigenwirtschaftlichkeit umgesetzt werden: Die heutigen Betriebsabgeltungen für den Einzelwagenladungsverkehr und den nicht-alpenquerenden kombinierten Verkehr laufen Ende 2018 aus. Die Verordnung sieht vor, dass sich der Bundesbeitrag bei der Förderung neuer Angebote am erwarteten Defizit der ersten drei Betriebsjahre orientiert und maximal 50 Prozent der Kosten decken darf. Zudem wurde der Schlüssel definiert, mit welchem sich der Bund finanziell an Bestellungen von Güterverkehrsangeboten durch die Kantone beteiligen kann.
Weiter wird bei Investitionsbeiträgen für technische Neuerungen im Gütertransport auf der Schiene der Beitragssatz des Bundes auf höchstens 60 Prozent der anrechenbaren Kosten festgelegt. Die Rückerstattung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) im Vor- und Nachlauf des kombinierten Verkehrs wird auf den 1. Januar 2017 um 10 Prozent gekürzt. Der Vor- und Nachlauf zur Rheinschifffahrt und zum Terminal Weil am Rhein auf deutschem Staatsgebiet bleibt rückerstattungsberechtigt.
Die Anpassungen im Eisenbahngesetz, welche dazu dienen, dem Schienengüterverkehr mit den neuen Instrumenten Netznutzungskonzept und Netznutzungsplan attraktive Trassen zu sichern, sollen Anfang 2017 in Kraft treten. Es ist vorgesehen, dass der Bundesrat die entsprechenden Verordnungsanpassungen im zweiten Halbjahr 2016 verabschieden wird (Pressemeldung BAV, 25.05.16).

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