LOK Report – News von Donnerstag, 02.02.12
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TOP-Themen Rheintalbahn überlastet? VDV-Jahrespressekonferenz Gute Bilanz 2011 für Eurotunnel - Lokführer fehlen zum Wachstum "Eisenbahnkrieg" auf Sardinien DB Schenker mit neuer Zugver- bindung Portugal–Deutschland UZ bestellen 300 elektr. Lokomotiven Foto links: Andreas Goltz |
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik des Bundes
EVG: Andert Bund Finanzierung nicht-bundeseigener Schieneninfrastruktur?
Die Bundesregierung erwägt offenbar Änderungen in der Finanzierung nicht-bundeseigener Schieneninfrastruktur. Hierzu würden derzeit "Überlegungen angestellt", heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion. Welche das sind, bleibt allerdings offen.
Das Thema hatte bei mehreren Betriebsbesuchen des EVG-Vorstandes im Herbst 2011 eine Rolle gespielt. EVG-Vorstandsmitglied Martin Burkert hatte sich daraufhin bereit erklärt, die Frage im Bundestag zu thematisieren.
Derzeit gibt es rund 75 nicht-bundeseigene Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU). Bisher sind sie im Wesentlichen darauf angewiesen, diese Infrastruktur selbst zu finanzieren. Zuschüsse sind nur in begrenztem Maße möglich, z.B. über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Das ist misslich, denn auch diese Infrastruktur steht der Gesellschaft als Verkehrsweg zur Verfügung. Deswegen ist zu hoffen, dass die Bundesregierung mit ihren Überlegungen schnell zu einem Abschluss kommt. Dies würde auch den Beschäftigten der nicht-bundeseigenen EIU Sicherheit geben (Pressemeldung EVG, 02.02.12).
VDV: Themen der VDV-Jahrespressekonferenz am 1.2.2012




Auf der VDV-Jahrespressekonferenz am 101.02.12 wurden folgende Themen behandelt, die Sie bitte den einzelnen Pressemeldungen entnehmen:
•VDV-Branchenzahlen zur Jahrespressekonferenz
•Rekordergebnis für Bus und Bahn: über 9,7 Milliarden Fahrgäste
•Verkehrspolitischer Ausblick: Es bleibt viel zu tun
•Kostenexplosion im Deutschen Schienengüterverkehr
•VDV fordert höhere Strafzahlungen für Schwarzfahrer (Pressemeldung VDV, 02.02.12).
Indudtrie
Funkwerk: Solar(L)ink – Neuer solarbetriebener autarker Kleinanzeiger


IT-Trends und Innovationen für den öffentlichen Personenverkehr stehen auf der vom 15.-17. Februar 2012 in Karlsruhe stattfindenden IT-Trans im Mittelpunkt. Damit ist die Messe für Funkwerk die ideale Plattform zur Vorstellung von Solar(L)ink, einem solarbetriebenen Kleinanzeiger für kleine Stationen.
Solar(L)ink ist optimal für den Einsatz an Haltestellen von Bussen, Trams und Bahnen geeignet, die über keinen eigenen Strom- und Datenanschluss verfügen. Seit 2011 in Serienproduktion, zeichnet sich der Anzeiger durch seinen äußerst niedrigen Energieverbrauch dank des bistabilen Betriebsmodus aus. Dies ermöglicht eine komplett autark arbeitende Anzeigerlösung, die durch eine Kombination aus Batterie und Solarpaneel ohne Netzanschluss versorgt wird.
Das flache, leichte und robuste Anzeigermodul auf Basis elektronischer Tinte besticht durch seinen hohen Kontrast, der für eine exzellente Lesbarkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung sorgt. Die Datenkommunikation kann stromsparend durch einen zentralen Server über GPRS/GSM erfolgen. Weitere Vorteile von Solar(L)ink sind die Wartungsfreiheit und leichte Montage/Inbetriebnahme.
Ein kostengünstiger und robuster 46" TFT-Anzeiger wird ebenfalls erstmals auf der IT-Trans vorgestellt. Der Informationsanzeiger eignet sich aufgrund seines neutralen Designs und der hohen Auflösung hervorragend zur Darstellung von animierten und farbigen Fahrgastinformationen an Schaltern und im Einzelhandel im Stationsumfeld. Für die einfache Inbetriebsetzung wird vorzugsweise die mobile Kommunikationstechnik GPRS/GSM zur Anbindung an das zentrale Steuerungssystem eingesetzt.
Darüber wird die vielfach im Einsatz bewährte CAIMAN-Softwareplattform für das zuverlässige Management von Fahrgastinformationen als zentrales Steuerungssystem gezeigt.
Für eine integrierte Fahrgastinformation mit interaktiven Funktionen zeigt Funkwerk im Bereich der mobilen Ausrüstung von Fahrzeugen ein modulares Baukastensystem für die Information, Sicherheit und Unterhaltung von Fahrgästen. Dazu gehören beispielsweise ein LED/LCD-Monitor mit Videoüberwachung und Rückspiegeltechnik sowie Funkanbindung (Pressemeldung Funkwerk, 02.02.12).
Profics GmbH: Störungsmeldungen plattformunabhängig und direkt zum Fahrgast
In wenigen Tagen beginnt die 3. Internationale Transport IT-Fachmesse IT-Trans 2012 in Karlsruhe. Erstmalig präsentieren wir unsere neuen Produktentwicklungen DIVIS und PPAMS. • DIVIS macht die Verbundabrechnung auf Knopfdruck. DIVIS ermöglicht Verbunden sowie Transportunternehmen hoch effiziente, automatisierte Abrechnungen und Auswertungen per Knopfdruck und überzeugt durch exzellente Benutzerfreundlichkeit. Die neue Version 2.0 mit Support von Einzeltransaktionen, dynamischen Verteilschlüsseln, Simulation von Abrechnungen und einer durch Sie konfigurierbaren Abrechnung wird Sie begeistern.
• PPAMS - Profics Passenger Alert Messaging System - ermöglicht eine einfache, zentrale Eingabe von Störungs- und Betriebsmeldungen und informiert Ihre Fahrgäste und Fahrer rasch und einheitlich über verschiedene Kanäle wie Twitter, Facebook und RSS-Feeds, aber auch via Standardschnittstellen (GTFS, VDV) zu Ihren DFI-Anzeigern, dem Infotainmentsystem und dem Bordrechner im Fahrzeug. Die Software ist plattformunabhängig, flexibel und kundenspezifisch für alle Hardware- und Systemlieferanten konfigurierbar. Ein kostengünstige Lösung Ihrer Qualitätssicherung und ein perfektes Tool, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.
Außerdem bieten wir Professional-Consulting-Services an. Unsere Kernkompetenzen von der Beratung über die Konzeption bis zur Umsetzung Ihrer Projekte liegen in den Bereichen IT-Consulting und Öffentlicher Verkehr (ÖV) (Pressemeldung Profics GmbH, 01.02.12).
Aus den Ländern
Baden-Württemberg: Deutsche Bahn erklärt Rheintalbahn für überlastet
Mit Bestürzung reagiert der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf die jüngste Ankündigung der Deutschen Bahn, für die nächste Fahrplanperiode ab Dezember 2012 die Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel als "überlastet" zu erklären. Dies bedeutet konkrete Nutzungseinschränkungen für den Nah- und Güterverkehr auf der Schiene. Das wichtige Transitland Baden-Württemberg droht laut VCD beim Bahnverkehr immer mehr den Anschluss zu verlieren. Rheintalbahn, Gäubahn und Südbahn - die Engpässe im Schienennetz von Baden-Württemberg werden immer größer, während zugleich auf den Autobahnen der LKW-Verkehr explodiert", stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb verärgert fest. "Dieser Zustand ist nicht länger hinnehmbar. Nun müssen sogar die Fahrgäste im Nahverkehr unter der verfehlten Bahnpolitik des Bundes leiden."
Zusätzliche Halte von Nahverkehrszügen, die rund um Freiburg notwendig und sinnvoll sind, werden nach Auffassung des VCD auf unabsehbare Zeit nicht möglich sein. Matthias Lieb: "Der Bund muss endlich seine Verantwortung wahrnehmen und mehr finanzielle Mittel für den Ausbau der Rheintalbahn zur Verfügung stellen. Im Jahr 2012 sind die Bundesmittel für die Rheintalbahn auf einen historischen Tiefstwert gesunken. Werden weiterhin wie 2012 nur noch symbolische Beträge investiert, ist der Ausbau der Rheintalbahn erst in 200 Jahren abgeschlossen." Nach VCD-Berechnungen kostet die Fertigstellung der Rheintalbahn noch mindestens vier Milliarden Euro. 2012 sollen lediglich 19 Millionen Euro oder 0,5 Prozent der Baukosten investiert werden.
Matthias Lieb: "Die Verkehrspolitik des Bundes für Baden-Württemberg beschränkt sich offensichtlich auf das überflüssige Prestigeprojekt Stuttgart - Ulm. Für die Rheinachse sieht der Bundesverkehrsminister wohl nur noch den Monster-Truck auf der Straße als Lösung der Verkehrsprobleme. Alle Zusagen, unter Stuttgart 21 würden andere Bahnprojekte nicht leiden, entpuppen sich als leere Versprechen." Diese falsche Verkehrspolitik sei an Absurdität und ideologischer Borniertheit kaum zu überbieten. Anstatt vorhandene Engpässe wie im Rheintal zu beseitigen, lege der Bund rund um Stuttgart mit Milliardenaufwand einen zusätzlichen neuen Engpass an.
Der VCD hat erst kürzlich ermittelt, dass für die Engpassbeseitigung im Schienennetz des Transitlandes Baden-Württemberg über sieben Milliarden Euro notwendig sind. Tatsächlich stehen in den nächsten Jahren aber nur 400 Millionen Euro zur Verfügung, da alleine 2,4 Milliarden Euro für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen - Ulm gebunden sind, obwohl es auf dieser Strecke bislang keinen Engpass gibt, bekräftigt der VCD-Vorsitzende seine Kritik am Investitionsgebaren des Bundes beim Schienenverkehr (Pressemeldung VCD Landesverband Baden-Württemberg e.V., 02.02.12). (Pressemeldung VCD Landesverband Baden-Württemberg e.V., 02.02.12).
Berlin: Bus&Bahn-Begleitservice schränkt Angebot ein
Der Bus&Bahn-Begleitservice des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg schränkt sein Angebot ab sofort ein. Ab dem 1. Februar 2012 werden Begleitungen nur montags bis freitags von 7:00-18:00 Uhr durchgeführt. Grundsätzlich bleibt aber der kostenlose Service für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste im Öffentlichen Personennahverkehr als Angebot vorerst erhalten.
Die Begleitungen in den Abendstunden bis 22 Uhr und der Wochenendservice entfallen. Das Angebot wird eingeschränkt, weil fast die Hälfte der befristeten Arbeitsverträge beim Bus&Bahn-Begleitservice vertragsgemäß endet. Die Finanzierung der Arbeitsplätze durch die Förderungsmaßnahme des Öffentlichen Beschäftigungssektors läuft aus. Die verbleibenden knapp 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden das zusätzliche kostenlose Dienstleistungsangebot fortsetzen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bus&Bahn-Begleitservice unterstützen seit Oktober 2008 mobilitätseingeschränkte Fahrgäste dabei, mit den Berliner Bussen und Bahnen sicher an ihr Ziel zu kommen. In dieser Zeit wurden insgesamt rund 40.000 Begleitungen durchgeführt. Unzählige Kundinnen und Kunden haben mit Hilfe der geschulten Servicekräfte wieder mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten erhalten und sind nun wieder öfter mit Bus und Bahn unterwegs. Das erfolgreiche Berliner Modell des Bus&Bahn-Begleitservice hat auch bundesweit große Beachtung erzielt. In der Folge gibt es nun ähnliche Angebote in Brandenburg a.d. Havel, Cottbus, Frankfurt a.M. und Hamburg.
Einsatzgebiet des Bus & Bahn-Begleitservice ist das gesamte Berliner Stadtgebiet (inklusive Flughafen Schönefeld) - von der Wohnungstür zum Ziel und natürlich wieder zurück. Der Begleitservice kann bis spätestens am Vortag der Begleitung per Telefon Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr (030 - 34 64 99 40) oder über die VBB-Homepage www.VBBonline.de/begleitservice angefragt werden (Pressemeldung VBB, 02.02.12).
Nordrhein-Westfalen: NWL unterstützt eTicket für Münster
Gute Nachrichten für Münsters Nahverkehr und dessen Fahrgäste. Mit insgesamt rund 1,4 Millionen Euro unterstützt der Zweckverband Nahverkehr Westfalen Lippe (NWL) die Stadtwerke bei der Einführung des "bargeldlosen Busfahrens".
Das Projekt hat Signalwirkung über Münster hinaus, findet Dr. Hermann Paßlick, Verbandsvorsteher des NWL: "Die Entwicklung des Nahverkehrsangebotes in Münster ist beispielhaft für die gesamte Region. Mit der Einführung des eTickets wird ein weiterer wichtiger Schritt für ein modernes Nahverkehrssystem deutschlandweit vollzogen." Bei zuwendungsfähigen Kosten von 2.811.700,00 Euro beläuft sich die Förderung des NWL auf stolze 1.405.900,00 Euro.
Gefördert wird die notwendige technische Infrastruktur und die Einführung eines elektronischen Fahrgeldmanagements (EFM). Dieses wird in Münster auch mit Blick auf die Einführung landesweit gültiger elektronischer Tickets und die landesweite Ausgabe von elektronischen Semestertickets erforderlich. Für die Stadtwerke stehen der mit den neuen technischen Möglichkeiten verbundener Service zugunsten der Fahrgäste im Vordergrund.
Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, bedankt sich für die Unterstützung. "Wir freuen uns, hier ein zukunftsweisendes Beispiel für innovativen Nahverkehr weiter vorantreiben zu können. Dazu gehört, dass wir die Technik nicht nur für elektronische Abos nutzen möchten. Vielmehr wollen wir künftig moderne, dynamische Tarife zum Beispiel mit Tagesbestpreisabrechnung bieten."
Reinhard Schulte, Leiter Nahverkehrsmanagement, sieht im eTicket einen Meilenstein: "Ein solches flexibles Ticket macht das Bus fahren noch einfacher, weil der Kunde immer das passende Ticket zur Hand hat, das für ihn obendrein noch besonders günstig ist."
Gleichzeitig soll mit der Einführung des eTickets die Stadtwerke PlusCard zur Chipkarte werden. Das macht sie für Mobilitätsdienstleister wie die städtischen Parkhäuser oder die Taxizentrale als bargeldloses Zahlungsmittel interessant. Die Nutzung der eTicket-Chipkarte als elektronische Kundenkarte ist allerdings nicht Bestandteil der Förderung (Pressemeldung NWL, 02.02.12).
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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur
Verkehrshaus der Schweiz – Rückblick 2011


Zur Eroeffnung des Verkehrshauses im Jahre 1959 bauten die Luzerner Eisenbahn- und Modellbaufreunde eine Modellanlage der Gotthard-Nordrampe zwischen Erstfeld und Wassen. Neuinszenierung 2007. Hallen Schienenverkehr, mit Bruenig-Tenderlok, HG 3/3 Nr. 1063, 1909, Demonstrationsmodell Halles du Transport Ferroviaire Padiglione del Trasporto Ferroviaro Rail Transport halls. Fotos PHOTOPRESS/Verkehrshaus/Stefan Waefler.
Im vergangenen Jahr registrierte das Verkehrshaus der Schweiz für Museum und Filmtheater 732'362 Eintritte. Nach den Ausnahmejahren 2009 (Jubiläum) und 2010 (100 Jahre Luftfahrt) konnten die Eintritte auf hohem Niveau gehalten werden. Jedoch mussten aufgrund der Wetterkapriolen, mit anhaltend sonnigem Wetter in den besucherstarken Monaten, Einbussen verzeichnet werden.
Das Verkehrshaus ist nach wie vor mit Abstand das meistbesuchte Museum in der Schweiz. Dies auch dank immer wieder überraschenden Sonderausstellungen. 2011 überzeugte die thematisch wertvolle "Talent Show" und eine Vielzahl an Begleitevents mit namhaften Partnern. Sie erlaubte, sich aktiv und interaktiv mit den vielseitigen Berufswelten im Bereich Mobilität und den damit verbundenen Ausbildungen auseinanderzusetzen, was sich sehr positiv auf die Besuchsstatistik der Schulen auswirkte.
Glanzpunkte des Filmtheaters waren die mehrfach ausverkauften Liveübertragungen von Opern und Ballettaufführungen und weiteren Sonderevents auf der grössten Leinwand der Schweiz.
Im 2012 erwartet die Besucher mit der Sonderausstellung "Sonne bewegt" ein attraktives Thema. Sie legt den Fokus auf nachhaltige Mobilität – vom Elektro- oder Solarmobil bis hin zu wendigen Segways. Überraschende Objekte, wie z.B. auch ein Segelboot, schaffen für die Besucher Denkanstösse und veranschaulichen die Rolle der Sonne als vielseitige Energiespenderin (Eröffnung April 2012).
Im Filmtheater werden 2012 im Tagesprogramm drei neue Dokumentarfilme lanciert und im Abendprogramm dürfen die Besucher weiterhin einen aktuellen Mix von Filmen und Sonderevents erwarten. Die erfolgreichen Liveübertragungen auf Grossleinwand, ebenso wie die beliebten Film-Brunches werden fortgeführt (Pressemeldung Verkehrshaus der Schweiz, 02.02.12).
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Mit der Kamera notiert
Messfahrt auf der Orlatalbahn


Bereits am Montagabend war der Messwagen nach Saalfeld überführt wurden, so dass am Dienstag die Messfahrt auf der Orlabahn stattfinden konnte. Zur Bespannung wurden 290 505 und 261 022 eingesetzt. Damit bot sich an diesem schönen Wintertag wieder eine Abwechslung auf der kurzen Strecke zwischen Orlamünde und Pößneck uBf. (Andreas Goltz, 02.02.12).
Modernisierte Unstrutbahn geht in Betrieb


Nach einer rund viermonatiger Sperrpause nimmt die Burgenlandbahn am 1. Februar auf der modernisierten Unstrutbahn (Naumburg (S) Ost - Wagen (U)) wieder ihren regulären Zugverkehr auf. Das Land Sachsen-Anhalt, die DB AG sowie Bund und Kommunen investieren gemeinsam insgesamt neun Millionen Euro in die Modernisierung der 32 Kilometer langen Eisenbahnstrecke. Rund vier Millionen Euro davon steuert das Land bei.
Ziel der Arbeiten war es, die Saalebrücke zwischen Naumburg (Saale) und Roßbach zu erneuern und zahlreiche weitere Modernisierungsarbeiten auf dem Streckenabschnitt und an den Verkehrsstationen zwischen Naumburg (Saale) Ost und Wangen zu realisieren.
Auch wenn der Verkehr ab 1. Februar wieder rollt, laufen zahlreiche Bauarbeiten noch bis 29. Februar 2012 weiter: Dazu gehören technische Rest- und Prüfarbeiten am neuen Haltepunkt in Roßbach sowie der vollständige Aufbau des umverlegten Haltepunktes in Freyburg (Unstrut).
Aus diesem Grund gelten bis 29. Februar folgende Fahrplanregelungen: Der neue Haltepunkt Roßbach steht den Reisenden ab 1. März zur Verfügung. Bis 29. Februar passieren die Züge den Haltepunkt ohne zu halten. Die Arbeiten am neuen Haltepunkt Freyburg (Unstrut) laufen derzeit auf Hochtouren, weshalb die Züge bis 29. Februar noch am alten Bahnhof Freyburg halten werden. Ab 1. März steht dann der neue Bahnsteig zur Verfügung. Aufgrund der noch laufenden Bauarbeiten müssen zwei Regionalbahnen der Linie RB 92 Naumburg (Saale) Ost - Nebra - Wangen zwischen Laucha und Nebra weiterhin durch Busse ersetzt werden (Pressemeldung Deutsche Bahn, Fotos Frank Thomas, IG Unsrutbahn e.V., www.unstrutbahn.de, 02.02.12).
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Europa
Frankreich/Großbritannien: Gute Bilanz 2011 für Eurotunnel
Die Gruppe Eurotunnel weist in der Bilanz für das Jahr 2011 eine Umsatzerhöhung um +16% auf 844,8 Millionen Euro auf. Im Shuttle-Verkehr durch den Tunnel ergab sich ein nachhaltiges Umsatzwachstum von +10% (2,2 Millionen beförderte Autos, über 1,2 Millionen LKW), beim Eurostar mit fast 9,7 Millionen Passagieren um +2%. Fast 19 Millionen Menschen und fast 17,7 Millionen Tonnen Fracht wurden durch den Ärmelkanal-Tunnel im Jahr 2011 geführt. Die Schienenverkehrstochter Europorte erwirtschaftete im Schienengüterverkehr ein Umsatzwachstum von +63% auf 157,8 Millionen Euro. Die Gruppe will auch 2012 ihre Möglichkeiten wahrnehmen.
• Kanaltunnel Shuttle-Güterverkehr: Im Laufe des Jahres nahm der Shuttle-Güterverkehr um 16% zu, der Marktanteil erhöhte sich um 3,5% auf mehr als 38% für das Gesamtjahr mit einem Höhepunkt bei 45% im Dezember. Der kanaldurchquerende Verkehr für Lkw sah über das Jahr ein weiteres Wachstums um schätzungsweise 5%, liegt aufgrund der vergangenen Wirtschaftskrise aber noch um -12% unter dem Wert von 2007.
• Kanaltunnel Personenverkehr: Im Personenverkehr hat sich der Shuttle-Autotransport ebenso dynamisch (+6%) verhalten, auch wenn der Markt zur Kanaldurchquerung im Jahr 2011 leicht rückläufig war, da es keinen Zuwachs durch äußere Ursachen gab, wie beim Flugreiserückgang durch den Ausbruch des isländischen Vulkans. Eurotunnel steigerte seinen Marktanteil um fast +3% im Jahr 2011 mit Kunden, die eine witterungsstabile und sichere Kanaldurchquerung erwarteten. Der Tunnel hat seine starke Wettbewerbsposition beibehalten und ein höheres Wachstum als das der Fähren erwirtschaftet. Während der Ferienzeiten transportierte Eurotunnel mehr Autos als im Jahr 2010. Im vierten Quartal verursachten insbesondere die Probleme bei SeaFrance ein Wachstum des Lkw-Verkehrs um +13% und des Pkw-Verkehrs um +12%.
• Eurostar-Zugverkehr: Das scheinbare Wachstum im ersten Halbjahr verlangsamte sich im zweiten. Trotz einer Verringerung der Kapazität (zwei Hin-und Rückfahrten zwischen London und Paris und London und Brüssel pro Wochentag weniger im Vergleich zu 2009) wurde eine Fahrgastzahl von 9,7 Millionen erreicht und das Ziel von 10 Millionen nur knapp verfehlt. Außergewöhnliche Ereignisse, wie die Jubiläumsfeierlichkeiten im Juni und die Olympischen Spiele in London im Sommer 2012 lassen neue Höchstwerte für 2012 erwarten.
Schienengüterverkehr: Zum ersten Mal nach sieben Jahren ließ sich eine Regeneration mit der Einführung neuer intermodaler Dienste erkennen. Die Erhöhung der Zahl der Güterzüge (14%) und Erhöhung der Tonnagen (17%) belegen, dass viele Unternehmen nun von der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Züge durch den Kanaltunnel überzeugt sind.
• Europorte und Tochterunternehmen: Europorte und seine Tochterunternehmen erreichten ein überzeugendes Wachstum im Schienengüterverkehr. Europorte hat eine deutliche flächenbereinigte Umsatzsteigerung von +26% erreicht, eine Folge der Unterzeichnung neuer Verträge und der Weiterführung aller bestehenden Verträge von Europorte France. Die Industrie zeigte Vertrauen in die Art und Weise des Konzerns, den Schienengüterverkehrs in Bezug auf Qualität, Pünktlichkeit und befriedigende Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter abzuwickeln. In diesem Sinne hat Europorte erhebliche Investitionen in Rollmaterial und Rekrutierung gemacht. GB Railfreight, die drittgrößte Güterbahn in Großbritannien, hat außerdem neue Verbindungen nach Italien und Spanien eröffnet, um gekühltes Obst und Gemüse durch den Kanal zu transportieren (WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 02/02/12).
Frankreich/Großbritannien: Eurotunnel an Seafrance-Fähren interessiert
Während der Präsentation der Bilanz 2011 am 30.01.12 kündigte Jacques Gounon, PDG von Eurotunnel, die Schaffung von "Eurotransmanche" an, einem Anlageinstrument zum Erwerb der drei verbliebenen Schiffe des in Liquidation gegangenen Fährbetreibers Seafrance.
"Wir haben die Mittel, die Schiffe zum geschätzten Preis in bar zu kaufen, also zwischen 110 und 150 Millionen Euro", sagte Gounon.
Die Fähren nannte er "eine Ergänzung zum Zug". Der Fährverkehr sei komplementär zum Bahnverkehr durch den Tunnel, wobei Eurotunnel bisher nur wenig von der Einstellung des Fährverkehrs durch SeaFrance profitiert hätte, da dieser auf die anderen Reedereien übergegangen sei. Die größte im Fährverkehr tätige Reederei P & O hätte sieben Schiffe wischen Frankreich und England im Betrieb (WKZ, Quelle Le Monde, 02/02/12).
Frankreich/Großbritannien: Europorte fehlen Lokführer zum Wachstum
Der PDG von Eurotunnel, Jacques Gounon, erläuterte gegenüber der Zeitung "Monde" auch die Entwicklung von Europorte, der Schienengüterverkehrs-Tochtergesellschaft von Eurotunnel. Auch wenn der Umsatz dieses Zweiges in der Bilanz 2011 mit einem Anstieg von 63% auf 157 Millionen Euro explodierte, würden die Gewinne nicht in dem selben Maße wachsen können.
Für ein weiterhin zweistelliges Wachstum stehe man vor zwei großen Hindernissen: Das erste sei der Erwerb von Lokomotiven, die zu bauen Zeit benötige und deren Anzahl auf dem freien Markt gering sei.
Das zweite Hindernis sei die Ausbildung neuer Lokführer. Um einhundert Lokführer pro Jahr auszubilden, brauche man Investitionen von 50 bis 70 Millionen Euro, da es keine öffentlichen Ausbildungsstätten in Frankreich gäbe.
Man müsse daher die Zukunft des Güterverkehrs per Bahn besser hervorheben. "In der Tat, wie solle man neue Lokführer finden, wenn jeder in Frankreich der Meinung sei, dieser Beruf hätte keine Zukunft?" (WKZ, Quelle Le Monde, 02/02/12).
Italien: Bizarrer "Eisenbahnkrieg" auf Sardinien




Außer italienischen Eisenbahnern und Eisenbahnfreunden kannte kaum jemand das private Reisezugwagen-Ausbesserungswerk auf der italienischen Insel Sardinien, doch in der Nähe von Cagliari existierte jahrelang der recht moderne Betrieb der Firma Keller Elettromeccanica Spa, welche im vergangenen Jahr in finanzielle Schwierigkeiten geriet und geschlossen werden musste. Jetzt kommt Rettung in Sicht: Der tschechische Bahntechnik-Konzern Skoda zeigt Interesse, den Betrieb von Keller zu übernehmen und dort wieder arbeiten zu lassen.
Doch gibt es ein Problem, das auf die besondere Lage der Waggonbau-Firma auf der Insel Sardinien zurück zu führen ist: Um die dort gebauten bzw. aufgearbeiteten Reisezugwagen auf das Festland zu bringen, müssen sie mit der Eisenbahnfähre (bisher von Golfo Aranci aus) verschifft werden. Dagegen rührt sich nun Widerstand in der Gemeinde Golfo Aranci.
Während die Gemeinde Villacidro, der bisherige Sitz der Firma Keller, an der Reaktivierung des Betriebes interessiert ist, um die Arbeitslosogkeit ihrer Bewohner zu verringern, lehnt man in Golfo Aranci die Wiederinbetriebnahme der Eisenbahnfährverbindung mit dem italienischen Festland ab.
Der tschechische Industrie-Riese möchte die Waggonfabrik in der Nähe von Cagliari wiederbeleben, vorausgesetzt der Eisenbahn-Fährverkehr über Golfo Aranci werde reaktiviert. Doch hier will man die Schiffe der FS nicht mehr andockenlassen und keine langen Güterzüge mehr sehen. "Die Idee von Skoda gefällt uns nicht: Ich finde es nicht akzeptabel, dass möglicherweise irgendwelche Pläne die Zukunft unseres Landes beeinträchtigen, wenn die Bedingungen von einer Firma gestellt werden, welche vielleicht schon bald Sardinien wieder verlassen wird", so Giuseppe Fasolino, Bürgermeister von Golfo Aranci. "Wir haben beschlossen, diese Gegend in ein Erholungsgebiet für Touristen zu verwandeln. Und wir werden Alles tun, um unsere Pläne umzusetzen."
Die Wirtschaft von Golfo Aranci erhielt bereits einen Schlag in die Magengrube, als sich die FS entschieden habe, den Betrieb der Eisenbahnfähre einzustellen. "Nun haben wir uns jedoch davon erholt und setzen auf die wichtigste Ressource, die wir haben: das Meer", unterstrich Giuseppe Fasolino.
Aber es gibt eine Lösung für das strittige Problem: Um die Schiffs-/Bahn-Anbindung sicherzustellen, hat die Region schon vor langer Zeit die Verlängerung der Bahn zum Anleger des Hafens von Porto Torres beschlossen. "Mit diesem Projekt könnten die Skoda-Pläne ebenfalls umgesetzt werden", unterstreicht der Bürgermeister von Golfo Aranci. "Die Züge von Keller können doch auch nach Porto Torres fahren." So träumen die Bürger von Golfo Aranci nun von Sonnenschirmen am Strand (Text und Fotos: Rüdiger Lüders, mit Berichten von www.unionesarda.it, 02.02.12).
Portugal: DB Schenker fährt neue Zugverbindung Portugal–Deutschland
Ab dem 3. Februar bieten die DB Schenker Rail Automotive GmbH und Schenker Transitários, S.A., die portugiesische Landesgesellschaft von DB Schenker, ihren Kunden eine neue regelmäßige Zugverbindung zwischen Portugal und Deutschland an. Die Züge für Exporteure aus Industrie und Handel verbinden Porto und Lissabon mit Werken in Norddeutschland.
Eine der Zielbranchen für das neue Angebot ist die Automobilindustrie in Deutschland und Portugal. Die zusätzliche Relation erweitert und stärkt die Leistungen im Rahmen des Automotive RailNet-Angebotes von DB Schenker und bietet den Kunden europaweit zuverlässige Transportleistungen.
Ein Zugpaar verkehrt wöchentlich ohne Zwischenhalt auf der Relation Braunschweig/ Göttingen – Lissabon/Porto. Die Fahrtzeit auf der 2.700 Kilometer langen Strecke beträgt weniger als drei Tage. Die Verkehre werden am Wochenende durchgeführt, um kurze Beförderungszeiten zu gewährleisten und während der Wochenend-Fahrverbote auf der Straße den schnellen Transit sicherzustellen. Umgespurt von europäischer Normalspur auf iberische Breitspur und umgekehrt wird in Irun. Ab August soll der Service auf wöchentlich zwei Zugpaare erweitert werden.
Die neue Leitstelle von Schenker Transitários, S. A. in Lissabon stellt in Zusammenarbeit mit dem Control-Tower bei der DB Schenker Rail Automotive GmbH die ganzheitliche Steuerung der Ladeeinheiten einschließlich Vor- und Nachlauf auf der Straße zwischen den Ladestellen der Kunden und den Terminals in den Güterverkehrszentren in Portugal und Deutschland sicher.
Das Angebot wurde in den zurückliegenden Monaten in enger Zusammenarbeit mit der AICEP (Agencia para o Investimento e Comércio Externo de Portugal) entwickelt und umgesetzt, einer staatlichen portugiesischen Außenhandelsagentur mit Schwerpunkt auf der Exportförderung (Pressemeldung Deutsche Bahn, 02.02.12).
Ukraine: UZ bestellen 300 elektrische Lokomotiven


Die Ukrainischen Eisenbahnen (UZ) und der russische Konzern Transmashholding (TMH) haben bekannt gegeben, dass TMH jetzt den Auftrag erhielt, 230 elektrische Lokomotiven der Baureihe 2ES4K (für Betrieb auf Strecken mit 3 kV Gleichspannung) und 70 Lokomotiven der Baureihe 2ES5K für Strecken mit 25 kV Wechselspannungsversorgung zu liefern. Bereits in 2012 sollen die ersten 28 Lokomotiven der Reihe 2ES4K für die UZ gebaut werden.
Bereits im vergangenen August hatte die ukrainische Regierung ein 28,7 Mrd UAH (2,7 Mrd. €) umfassendes Modernisierungsprogramm für die UZ beschlossen, welches die Beschaffung von etwa 500 neuen Lokomotiven im Zeitraum 2012 – 2016 enthielt. Daraufhin war mit TMH ein Rahmenabkommen vereinbart worden, wonach ca. 300 Lokomotiven des Typs 2EL4 mit 80% ukrainischem Fertigungsanteil geliefert werden sollten, doch in der Folge versuchte TMH die Herstellung der Lokomotiven aus ihrer ukrainischen Fabrik in Lugansk in das russische Werk in Novočerkassk zu verschieben.
Die Baureihen 2ES4K und 2ES5K sind moderne Standardprodukte des Werks in Novočerkassk, von denen die russische Bahnverwaltung RZD bereits größere Serien bestellt hat.
Eine kleine Serie von 15 Lokomotiven der Reihe 2ES5K war bereits 2007/2008 für die UZ geliefert worden, welche diese neuen Loks seither in der Direktion Odessa einsetzt.
Der am 29.12.2011 unterschriebene Liefervertrag sieht jetzt die Fertigung der elektrischen Doppellokomotiven in Novočerkassk mit immerhin 40% ukrainischem Anteil und einer Auslieferung in den Jahren 2012 – 2016 vor.
Die Instandhaltung der neuen Lokomotiven soll durch UZ in einem neu zu bauenden Werk in Jasinuvata (bei Donetsk) erfolgen (RL, Quelle TMH, 02.02.12).







