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LOK Report – News von Donnerstag, 22.09.16

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Willkommen beim LOK Report
Neues zur Innotrans 2016
Absatzlinie
Bundeskabinet beschließt
Regionalisierungsgesetz

Absatzlinie
Streit um S21-Bericht
des Bundesrechnungshofs

Absatzlinie
Rettungspaket für Deutsche Bahn
von 2,4 Mrd. Euro

Absatzlinie
McKinsey: Produktion stagniert –
Service und Wartung boomen

Absatzlinie
Umbau Hannover Hauptbahnhof

Absatzlinie
Ausbau der Kaiserstuhlbahn Ost

Absatzlinie
Bahn gewinnt im Güterverkehr
durch die Alpen weitere Anteile

Willkommen beim LOK Report

Foto links: DLR



Innotrans 2016

RechteckAlstom: Lieferantenpreis der Deutschen Bahn
Alstom hat von der Deutschen Bahn die Auszeichnung "Lieferant des Jahres 2016" in der Kategorie Schienenfahrzeuge erhalten. Die Verleihung dieser Auszeichnung fand in Berlin auf der InnoTrans, der größten Fachmesse der Bahnindustrie, statt.
Berthold Huber, DB Vorstandsmitglied für Verkehr und Transport, überreichte die Auszeichnung an Didier Pfleger, Vice President von Alstom in Deutschland und Österreich, in Anerkennung der erfolgreichen, termingerechten Auslieferung von 38 Coradia Lint Regionalzügen für das Dieselnetz Südwest in Deutschland im Dezember 2015.
"Das ist eine Anerkennung der Arbeit, die Alstom in den letzten Jahren geleistet hat. Sie zeigt, dass Alstom dank seiner schlanken und schnellen Auslieferung auf dem besten Weg ist, sein Ziel, der bevorzugte Partner seiner Kunden für Transportlösungen zu werden, zu erreichen", sagt Didier Pfleger. "Ich bin sehr stolz auf diese Leistung und auf unsere langjährige Partnerschaft mit der Deutschen Bahn."
Zu den Bewertungskriterien der Deutschen Bahn zählen Zuverlässigkeit des Lieferanten, seine Transparenz und Vertragstreue, Kostenreduzierung und Prozessverbesserung sowie Kenntnis der Kundenziele und -erwartungen. Alstom erhält diese Auszeichnung schon zum zweiten Mal. Alstom hat bereits 280 Coradia Lint Diesel-Regionalzüge an die Deutsche Bahn verkauft (Pressemeldung Alstom, 22.09.16).

RechteckBMVI: Dobrindt will leise Güterzüge auch gegen EU-Willen durchsetzen
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will laute Güterzüge schon 2020 verbieten, auch wenn die EU-Kommission für eine spätere gesetzliche Regelung plädiert. Das erklärte der Minister bei seinem Rundgang über die InnoTrans 2016 in Berlin.
"Da sind wir im Streit, genau wie bei der Infrastrukturabgabe", sagte Dobrindt, der nach der Pkw-Maut gefragt worden war. "Wir bleiben da hart", ergänzte er im Hinblick auf die Lärmgesetzgebung für Güterwagen.
Die Akzeptanz der Strategie, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, sei in der Bevölkerung nur zu erreichen, wenn die Züge leiser würden.
Der Minister sprach sich auch dafür aus, "Dieselloks der Vergangenheit angehören zu lassen". Es sei wichtig, die Elektrifizierung der Schienennetze voranzutreiben. Wo der Bau von Fahrleitungen zu unrentabel sei, müsse auf Batterie- oder Brennstoffzellentechnologien zurückgegriffen werden.
Den auf der InnoTrans enthüllten weltweit ersten Triebzug mit Brennstoffzellenantrieb, den "Coradia iLINT" des französischen Herstellers Alstom, hat das Ministerium mit knapp acht Millionen Euro gefördert. Der Minister überreichte dem kanadischen Schienenfahrzeug-hersteller Bombardier eine Absichtserklärung für die Förderung des Projekts BEMU. Das ist ein Elektrotriebzug, der dank zusätzlicher Traktionsbatterien nicht elektrifizierte Streckenteile befahren kann (Pressemeldung BMVI, 22.09.16).

RechteckBombardier: Erstes Fahrzeug des neuesten Auftrags von Delhi Metro

Fotos Bombardier.
Bombardier Transportation feiert die Lieferung des ersten U-Bahn-Wagens im Rahmen eines Auftrags für 162 zusätzliche Wagen, der im letzten Jahr von Delhi Metro erteilt wurde. Bei einer Feier auf der InnoTrans 2016 in Berlin präsentierte Benoît Cattin-Martel, President von Bombardier Transportation für den Asien-Pazifik-Raum, den offiziellen Vertretern unter der Leitung von HS Anand, Director - Rolling Stock der Delhi Metro Rail Corporation Ltd (DMRC), einen Gedenkschlüssel für die U-Bahn.
Die neuen Züge werden die Anzahl der bereits bestehenden BOMBARDIER MOVIA-U-Bahnen von 614 auf 776 erhöhen und so eine der weltweit größten U-Bahnflotten von Bombardier bilden.
Benoît Cattin-Martel dazu: "Der hohe Lokalisierungsgrad, der bei diesem Projekt an den Bombardier-Standorten Savli und Maneja durchgeführt wurde, erfüllt die Anforderungen der ‚Make in India'-Kampagne der indischen Regierung sowie den Inlandsbeschaffungsplan von Delhi Metro, der lokale Fertigung fördert. "Unsere energieeffizienten Züge haben der Stadt Delhi dabei geholfen, die Luftverschmutzung nicht weiter anwachsen zu lassen und für einen effektiven öffentlichen Verkehr bei den Commonwealth-Spielen 2010 in Neu Delhi zu sorgen. Darüber hinaus haben sie dazu beigetragen, dass Delhi Metro als weltweit erstes U-Bahnprojekt Kohlendioxid-Gutschriften der UN erhalten hat", fügt er hinzu.
Zudem ist Bombardier der größte Lieferant von Delhi Metro für Signaltechnik sowie einer der größten Lieferanten von Schienenfahrzeugen aus Aufträgen seit 2007 im Wert von über 1,2 Milliarden $. Bombardier hat bereits oder ist dabei, Signallösungen für mehr als 120 Kilometer Gleise für die Linien 5 und 6 mit Erweiterungen sowie für die Linie 7 von Delhi Metro zu liefern.
Die modernen, für hohe Kapazitäten ausgelegten MOVIA-U-Bahnfahrzeuge beinhalten einige der weltweit fortschrittlichsten Mobilitätstechnologien, die speziell an die bereits bestehende Infrastruktur von Delhi angepasst wurden. Bei einer Konfiguration mit sechs Wagen nehmen diese neuen Fahrzeuge 1740 Fahrgäste auf. Bei achtteiligen Konfigurationen können die Züge schon sage und schreibe 2400 Fahrgäste befördern und bieten die dringend erforderliche Kapazitätssteigerung für zwei der Haupt-U-Bahnstrecken, die mehr als 50 % des derzeit durchschnittlichen Fahrgastaufkommens von rund drei Millionen Fahrgästen am Tag abdecken.
In Savli produziert Bombardier hochwertige Züge für Indien und wichtige Exportmärkte, wie die Fertigung der neuen Nahverkehrszüge für Queensland und die U-Bahn-Wagen für Delhi beweisen. Zusätzlich zur 'Make in India'-Kampagne unterstützt Bombardier die 'Skill India'-Aktion der indischen Regierung mit heimischen Talenten, die sowohl für Indien als auch für den Export Projekte betreuen, sowie die 'Clean India'-Bewegung durch regelmäßige Reinigungsfahrten in Vadodara.
Bombardier Transportation beschäftigt ungefähr 1900 Mitarbeiter in Indien. Das Unternehmen betreibt ein Fertigungswerk für Schienenfahrzeuge und eine Montagehalle für Drehgestelle in Savli bei Vadodara im Bundesstaat Gujarat. Darüber hinaus hat es noch ein Fertigungswerk für Antriebssysteme in Maneja, ein Zentrum für Zugsteuerungslösungen für Projektausführung und Projektentwicklung und eine Informationsdienstzentrale für Indien bei Gurgaon im Hauptstadtterritorium Delhi und ein technisches Zentrum in Hyderabad (Pressemeldung Bombardier, 22.09.16).

RechteckContitech: Smart Solutions beyond Rubber

Foto ContiTech.
"Smart Solutions beyond Rubber" – unter diesem Messemotto präsentiert sich ContiTech auf seinem Stand in Halle 9 zur InnoTrans 2016. Unter anderem stellt das in Hannover ansässige Unternehmen dem internationalen Fachpublikum einen Luftfederbalg für Schienenfahrzeuganwendungen vor, der die Vorgaben der europäischen Norm EN 45545 nach dem strengen "Hazard Level 3" (HL3) erfüllt. Die Neuentwicklung habe Lebensdauerprüfungen bereits erfolgreich bestanden, betont der Aussteller. Ebenso liegen für dieses Produkt Messungen der Federkennlinien vor.
Der Luftfederbalg ist die Grundlage für die Entwicklung von Federungssystemen für Schienenfahrzeuge. Das Material kann auch für Luftfederbälge in Pantografen eingesetzt werden. Weitere Neuheiten auf dem Messestand sind leichte, rutschfeste Materialien für Bistrobereiche. (Pressemeldung ContiTech, 22.09.16).

RechteckDaimler-Benz: 2-Wege-Unimog der neuesten Generation

Für den 2-Wege-Unimog der neuesten Generation ist ab sofort ein Brandschutzgutachten des TÜV Süd Rail verfügbar, das den Einsatz des Fahrzeugs auch in Tunnelbereichen, selbst bei parallel stattfindendem Betrieb mit Fahrgästen, abdeckt. Zur Erfüllung der Brandschutzanforderungen in diesen Bereichen ist eine Branddetektionseinrichtung sowie eine Brandlöschanlage erhältlich.
Neu für außereuropäische Märkte wie beispielsweise China oder Russland ist eine Euro V-Variante der neuesten Fahrzeug-Generation. Damit können auch Anwender in diesen Regionen von den verbesserten Fahrzeugfunktionen und dem höheren Bedienkomfort profitieren.
Auf der InnoTrans 2016 präsentiert Mercedes-Benz Special Trucks darüber hinaus erstmalig ein Gleisbaufahrzeug auf Basis des Unimog U423, das neben einem Eisenbahnkran mit Arbeitskorb sowie Zweischalengreifern auch mit einer Waggonbremsanlage für Anhängelasten bis 400 t ausgestattet ist (Pressemeldung Daimler-Benz, 22.09.16).

RechteckDeutsche Bahn: Auszeichnung der besten Lieferanten

Foto Deutsche Bahn.
Die Deutsche Bahn hat in Berlin auf der InnoTrans 2016 zum siebten Mal ihr Lieferanten-prädikat vergeben. Dabei wurden erstmalig auch besondere Innovationsleistungen mit dem DB Supplier Innovation Award gewürdigt.
Bei einem Festakt wurde die Auszeichnung für die Preisträger durch Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der DB, Dr. Richard Lutz, DB-Vorstand für Finanzen und Controlling, Berthold Huber, DB-Vorstand für Verkehr und Transport, Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG, sowie Uwe Günther, DB-Chief Procurement Officer (CPO) vorgenommen.
Dr. Rüdiger Grube: "Zuverlässigkeit und Innovationskraft unserer Partnerunternehmen sind entscheidende Faktoren, damit die Qualität unserer Leistung gegenüber unseren Kunden stimmt und wir die Wettbewerbsfähigkeit des Systems Bahn weiter steigern."
Mit dem Unternehmenspreis würdigt die DB besonders engagierte und leistungsfähige Lieferanten, die sich im Wettbewerb in ihrem Marktsegment durchgesetzt und ihre vertraglichen Verpflichtungen vorbildlich erfüllt haben. Auf diese Weise haben die preisgekrönten Unternehmen mit ihren Produkten und Services einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der ambitionierten Konzernstrategie DB2020+ geleistet. Uwe Günther, CPO des Konzerns, betonte: "Das DB-Lieferantenprädikat und der Supplier Innovation Award sind eine anerkannte Wertschätzung für die Lieferanten der DB."
Die DB ist mit einem jährlichen Einkaufsvolumen von mehr als 20 Milliarden Euro einer der größten Auftraggeber der deutschen Wirtschaft und steht weltweit mit über 30.000 Lieferanten in Geschäftsbeziehungen.
Der Preisträger des Supplier Innovation Award 2016:
• Siemens AG, Division Mobility: Ausgezeichnet wird das Gesamtprodukt ICE 4
Die Preisträger des DB Lieferantenprädikats 2016:
Kategorie Allgemeine Bedarfe und Leistungen:
• Ferdinand Gross GmbH & Co. KG
Kategorie Schienenfahrzeuge und Schienenfahrzeugteile:
• ALSTOM Transport Deutschland GmbH
Kategorie Infrastruktur:
• Shenzhen SED Wireless Communication Technology Co., Ltd. (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.09.16).

RechteckDeutsche Bahn: Neues Tunnelinspektionsfahrzeug für die DB Netz AG
Parallel zum größten Modernisierungsprogramm der Infrastruktur in der Geschichte der Deutschen Bahn modernisiert die DB Netz AG auch in großem Umfang ihren Maschinen- und Fahrzeugpark und investiert zwischen 2010 und 2021 über 600 Millionen Euro. Wichtiger Bestandteil des Modernisierungsprogramms ist die modulare Fahrzeugplattform der Firma Plasser&Theurer – das sogenannte Multifunktionale Instandhaltungsfahrzeug für die Schieneninfrastruktur (MISS). Damit können unterschiedliche Anforderungen, wie beispielsweise Tunnelinspektion und Gleisarbeiten, auf einem Fahrzeuggrundkonzept umgesetzt werden. Auf "MISS" werden insgesamt 45 Fahrzeuge im Wert von 138 Millionen Euro bis 2020 realisiert. Mit der Modernisierung des Maschinen- und Fahrzeugparks unterstützt die DB Netz AG die Bemühungen der DB AG zur Erhöhung von Qualität und Verfügbarkeit im Schienenverkehr in Deutschland.
Im Rahmen der InnoTrans in Berlin übergab heute Johannes Max-Theurer, Geschäftsführer von Plasser&Theurer, ein neues Tunnelinspektionsfahrzeug an Dr. Roland Bosch, Produktionsvorstand DB Netz AG. Dieser sagte bei dem Termin: "Im Rahmen des laufenden Modernisierungsprogramms unseres Maschinen- und Fahrzeugparks gehen wir mit dem Gleichteileprinzip und dem Modularkonzept mit unseren Lieferanten in partnerschaftlicher Zusammenarbeit neue Wege. Vor zwei Jahren haben wir an dieser Stelle den ersten Messzug auf Basis der modularen Serienplattform "MISS" Plasser&Theurer übernommen. Heute erhalten wir mit dem Tunnelinspektionsfahrzeug ein ideales Werkzeug zur regelmäßigen Kontrolle unserer 700 Tunnel in Deutschland. Damit investieren wir weiter in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Strecken und Anlagen der DB Netz AG."
Die ersten drei MISS-Messzüge wurden in 2014 geliefert und befinden sich seitdem im stabilen Regelbetrieb. Die Auslieferungen der weiteren elf MISS Inspektions- und Instandhaltungsfahrzeuge laufen seit Juli 2016 und sind bis November 2017 geplant. Das erste MISS-Tunnelinspektionsfahrzeug (MISS-TIF) befindet sich derzeit bereits im Probebetrieb.
Mit den "MISS-TIF" werden die Alt-Baureihen BR 705 und BR 709 aus den 90er Jahren ersetzt. Wesentliche technische Merkmale sind eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Stundenkilometern bei einem Fahrzeuggewicht von 78 Tonnen, modernste Fahrzeugdiagnose, Motoren- und Abgastechnik sowie die Vorrüstung für ETCS (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.09.16).

RechteckDLR: Doppeldeckerzug für das britische Eisenbahnnetz

Präsentation Andreas Vogler Studio und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. DLR - AeroLiner3000 - Entwicklung eines Leichtbau Doppelstockzuges für Grossbritannien v.l.n.r.: Andreas Vogler, Andreas Vogler Studio, Dr. Ing. Joachim Winter, DLR, Robert Künzler, Andreas Vogler Studio. Fotos DLR, Innotrans.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Andreas Vogler Studio präsentieren zur InnoTrans einen 1:1-Demonstrator des Innovationsprojektes "AeroLiner3000". Das Projekt wird unterstützt vom britischen Industrieverband RSSB. Der Doppeldecker-Hochgeschwindigkeitszug AeroLiner3000 ist inspiriert von Business-Jets und folgt den HS2 "Classic Compatible Train"-Spezifikationen für eine Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h. Durch seine reduzierte Höhe und Breite kann der Doppeldecker viele der bestehenden britischen Strecken mit dem knappen Lichtraumprofil PG1 befahren. Er erhöht die Linienkapazität zu einem Bruchteil der Kosten, die durch einen Ausbau der Strecken entstehen würden. Er ist leiser und energieeffizienter als aktuelle Züge. Der 9 m lange Demonstrator soll die Machbarkeit, Ergonomie und ästhetische Wirkung eines kompatiblen Doppeldeckerzuges für das britische Eisenbahnnetz aufzeigen (Pressemeldung DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., 22.09.16).

RechteckERA: Safety Alert IT tool
The European Union Agency for Railways, in an effort to increase transparency in rail safety incident reporting in the EU, and to share information among rail operators and manufacturers, launched a Safety Alert IT tool at the InnoTrans fair in Berlin.
Building trust among market participants, sharing information and lessons learned are the guiding principles of the Safety Alert IT tool (SAIT). The tool will facilitate timely sharing of information on significant risks relating to technical equipment, supporting other actors to take immediate action to avoid accidents.
"In a shared European railway system, with a diverse set of players, transparency and shared lessons in incident reporting are vital for making Europe the world leader in rail safety", said Josef Doppelbauer, Executive Director of the European Union Agency for Railways. "It is an important building block for creating a positive safety culture in Europe."
The SAIT is the first deliverable of the Agency in the framework of the Technical Pillar of the 4th Railway package. It will initially be available in three languages (EN, FR, DE), with more language versions being added in the coming years . It can be used on portable devices and shares information in real time (Pressemeldung European Union Agency for Railways, 22.09.16).

RechteckHyperloop: Von Stockholm nach Helsinki in 28 Minuten

Rob Lloyd, Geschäftsführer, Hyperloop One - "Näher, als man denkt". Fotos Innotrans.

Das neue Transportsystem Hyperloop soll bis 2020 für Güter- und 2021 für Passagiertransport verwirklicht werden. Es basiert auf teilvakuumierten Röhren, in denen Linearmotoren wie bei der Magnetschwebebahn Passagierkabinen mit mehr als 1.000 km/h Spitzengeschwindigkeit befördern sollen.
Hyperloop-Gründer und CEO Rob Lloyd erklärte auf der InnoTrans 2016, das kalifornische Unternehmen, das vor zwei Jahren in einer Garage gegründet wurde, habe in Los Angeles bereits 200 Mitarbeiter. Pläne zur Realisierung gibt es neben einer Schnellverbindung zwischen Los Angeles und San Francisco für Hafenanbindungen an der russischen Pazifikküste und am Persischen Golf.
Für Europa hat Hyperloop zusammen mit den Beraterfirmen Ramböll und KPMG, sowie der auf den Aland-Inseln angesiedelten Firma SF Links eine Projektstudie für eine schnelle Verbindung zwischen Helsinki und Stockholm erstellt. Die 500 km lange Fahrt zwischen beiden Großstädten soll danach 28 Minuten dauern. Die Kosten für die Infrastruktur wurden auf 19 Milliarden Euro beziffert, was Lloyd "50 Prozent einer traditionellen Bahnverbindung" nannte.
Die Verbindung soll insgesamt elf Halte haben, darunter einen auf den etwa in der Mitte der Distanz liegenden Aland-Inseln. Sie soll als Gebirgstunnel, aufgeständerte Röhre und Unterwasser-Röhre realisiert werden.
Lloyd verwies darauf, dass Finnland und Schweden ein hohes Interesse an der Annäherung ihrer beiden Wirtschaftsräume hätten, weil sie relativ kleine EU-Länder seien und Finnland derzeit komplizierte Verkehrsbeziehungen zu den Zentren Europas habe. Die Studie schätzt, dass von der ersten echten Machbarkeitsstudie bis zur möglichen Fertigstellung 12 bis 15 Jahre vergehen würden (Pressemeldung Hyperloop, 22.09.16).

RechteckProgress Rail: Advanced Technologies and Predictive Analytics Capabilities
Progress Rail, a wholly owned subsidiary of Caterpillar Inc., is showcasing the latest technology solutions and one of the broadest offerings of rolling stock and infrastructure products for transit and heavy haul customers at InnoTrans 2016, the premier international trade fair for transport technology. An estimated 150,000 show attendees will have the opportunity to experience two Progress Rail exhibits, totaling nearly 1,000 square meters of floor space and featuring a variety of products and services.
"For years, we have invested heavily in technology advancements to enhance our customers' experience, resulting in improved productivity and reliability. Recently, we formed strategic partnerships with other industry leading companies, such as Uptake, on our latest predictive analytics platform, and Seeing Machines, for fatigue monitoring, leveraging our already substantial capabilities. In the past year alone, we have also acquired companies and technologies, such as Inspired Systems, Applied Ultrasonics and our new drone inspection technologies. All of these steps result in improved value for our customers by deploying integrated solutions across the entire rail ecosystem," said Progress Rail President and Chief Executive Officer William (Billy) Ainsworth.
"This year, we are showcasing our highly anticipated predictive analytics platform – EMD Uptime – to help customers not only get the most out of their locomotive fleets, but also help prevent potential failures before they occur," said Senior Vice President of Marketing and Analytics Paul Denton.
EMD Uptime is a complete condition-based analytics platform. Uptime monitors locomotive fleets to increase reliability, optimize maintenance activities and improve mission success. The result is improved fleet utilization and productivity, better fuel efficiency, enhanced safety and significantly less downtime. Rail operations can conveniently track the status of a single locomotive or an entire fleet – all from their tablet or smartphone. (Pressemeldung Progress Rail, 22.09.16).

RechteckStadler: Erste Variobahn für Aarhus (Dänemark)

Fotos Stadler.
Stadler und Aarhus Letbanen I/S präsentieren heute auf der InnoTrans gemeinsam die erste Variobahn für Aarhus. Die Bestellung umfasst 14 Fahrzeuge des Typs Variobahn und 12 Tram-Trains des Typs Tango. Über die Produktion der Variobahnen hinaus wird Stadler die Wartung der Fahrzeuge vor Ort in Aarhus für die kommenden 6 Jahre übernehmen.
Aarhus, Dänemarks zweitgrößte Stadt, baut als erste dänische Stadt ein neues, komplettes Straßenbahnnetz auf. Stadler liefert hierfür 26 Fahrzeuge: 14 Fahrzeuge des Typs Variobahn sowie 12 Tram-Trains des Typs Tango werden in Aarhus zum Einsatz kommen. Auf der InnoTrans präsentiert Stadler erstmalig die eigens dafür vorgesehene neue niederflurige Straßenbahn des Typs Variobahn dem internationalen Fachpublikum.
"Wir sind sehr stolz über diesen ersten Auftrag im Segment Straßenbahnen aus unserem Nachbarland Dänemark", sagt Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH. "Der Auftrag bestätigt uns, dass wir mit der Variobahn ein modernes, leistungsstarkes und flexibles Produkt entwickelt und auf die Schiene gebracht haben. Wir sind sicher, mit diesem Fahrzeug den hohen Anforderungen an eine moderne, komfortable und wirtschaftliche Straßenbahn in Skandinavien gerecht zu werden. Ein Produkt, dass jedem weltweiten Vergleich Stand hält, steht heute hier vor Ihnen."
Claus Rehfeld, CEO von Aarhus Letbanen I/S, ergänzt: "Die Zusammenarbeit mit Stadler verläuft für uns sehr erfreulich. Wir sind sehr zufrieden mit dem abgestimmten Design und der Qualität der Straßenbahn. In Dänemarks Geschichte ist Aarhus die erste Stadt, die sich der Herausforderung einer schnell wachsenden Stadt in Ostjütland stellt und als Lösung ein modernes Straßen- und Stadtbahnsystem einführt.
Die erste Strecke wird im Jahr 2017 eröffnet, im selben Jahr ist Aarhus Kulturhauptstadt Europas."
Die erste Variobahn befindet sich in Aarhus bereits im Typ- und Integrationstest. Über die Produktion der Variobahnen hinaus wird Stadler die Wartung der Fahrzeuge vor Ort in Aarhus für die kommenden 6 Jahre übernehmen.
Die niederflurige Variobahn ist modular aufgebaut und sehr flexibel bezüglich ihrer Länge, Breite, Spurweite sowie der Fahrdrahtspannung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h. Die Zweirichtungsfahrzeuge für Aarhus haben eine Spurweite von 1.435 mm und vier Außentüren auf jeder Seite. Die Fahrzeuge verfügen über 84 Sitz- und 132 Stehplätze. Fahrgast- und Fahrerräume sind klimatisiert, die Fahrgäste können WIFI nutzen (Pressemeldung Stadler, 22.09.16).

RechteckStadler: Enthüllung EC250/Giruno

Fotos Stadler.
Stadler präsentiert im Beisein des CEO der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Andreas Meyer, sowie Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler, den neuen Eurocity-Zug, der ab Ende 2019 durch den Gotthard-Basistunnel fahren wird und Basel/Zürich mit Mailand verbindet. Mit dem EC250 hat Stadler auf Basis des erfolgreichen FLIRT für die SBB einen Hochgeschwindigkeitszug entwickelt. Die Erstbestellung umfasst 29 elfteilige Züge mit einer Option für 92 weitere Fahrzeuge. Der erste Hochgeschwindig-keitszug von Stadler ist der Höhepunkt an der diesjährigen InnoTrans und zeigt fassbar die Innovationskraft des Unternehmens.
Im Oktober 2014 haben die SBB bei Stadler 29 elektrische Hochgeschwindigkeitszüge (EMU) bestellt, um damit ab Ende 2019 via Gotthardbasistunnel Basel/Zürich mit Mailand zu verbinden und später Frankfurt mit Mailand. Nur knapp zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung präsentiert Stadler heute den von den SBB auf den Namen "Giruno" getauften Zug an der InnoTrans in Form eines fünfteiligen Kurzzuges. Bewährte Technologien auf Basis des Erfolgsprodukts FLIRT werden mit den betrieblichen Anforderungen des neuen Gotthardbasistunnels kombiniert. Stufenfreies Eintreten sowohl von Bahnsteigen mit 55 cm als auch mit 76 cm Höhe, die druckdichte Ausführung der Wagenkasten und fortschrittliche thermische und akustische Isolation setzen einen neuen Standard für Bahnreisen im Fernverkehr.
Der EC250 ist mit besonderem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden, insbesondere für Familien, Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Der Niederflureinstieg, für einen serienmässigen Hochgeschwindigkeitstriebzug ein Novum, macht für Fahrgäste das Einsteigen zum Eintreten. Im Innenraum erwartet Passagiere ein geräumiges und hell gestaltetes Interieur mit einem modernen Beleuchtungskonzept. Damit auch auf langen Tunnelstrecken keine Langeweile aufkommt, fährt der EC250 mit weiteren Komfortmerkmalen auf: Er verfügt über 4G-/3G- Mobilfunkverstärker , Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen und geschlechtergetrennte sowie behindertengerechte Toiletten. Die Züge bieten auf 202 Metern Länge 405 Fahrgästen Sitzplätze, davon sind 117 in der 1. Klasse und 288 in der 2. Klasse. Multifunktionsabteile- und ein Fahrradabteil ergänzen das Platzangebot sinnvoll.
Der EC250 wird nach TSI-Highspeed zertifiziert und soll alle Anforderungen an die Kollisionssicherheit nach DIN EN15227 erfüllen. Vor der Inbetriebnahme wird der Hochgeschwindigkeitszug im Klima-Wind- Kanal in Wien getestet. Die maximale Geschwindigkeit beträgt, wie der Name verspricht, 250 km/h. Die erforderliche Leistung wird über vier motorisierte Drehgestelle auf die Schiene gebracht, wobei beide Achsen der Motordrehgestelle angetrieben sind. Die maximale Leistung am Rad beträgt 6000 kW. Auf dem Dach sind vier Stromabnehmer montiert. Die Züge können bei Bedarf in Doppeltraktion geführt werden. Der EC250 wird neben der Schweiz auch für Deutschland, Österreich und Italien die Zulassung erhalten
(Pressemeldung Stadler, 22.09.16).

RechteckUIC: MoU on ERTMS deployment
The European Commission, the European Union Agency for Railways and Representatives of the Rail sector signed on 20 September in Berlin at Innotrans 2016 a new Memorandum of Understanding that paves the way for a much greater cooperative effort regarding the deployment of ERTMS, the European Rail Traffic Management System.
The MoU was signed by and in the presence of European Commissioner for Mobility and Transport Violeta Bulc.
This 4^th version of the MoU was signed by UIC, as the technical body for the railway operating community and the worldwide railway organisation, as well representatives of European associations or industry groups CER, EIM, EPTTOLA, ERFA, the ERTMS Users Group, the GSM-R Industry Group, UNIFE and UNISIG.
Through this MoU, all the stakeholders acknowledge that the success of ERTMS can only result from a commonly agreed, collective, disciplined and structured approach. They all recognise the added-value that the longer term perspectives of ERTMS will bring to the efficiency of the railway system and the overall objective for interoperability.
To that end, the Memorandum has the following specific objectives:
* achieve and maintain compatibility in legal and technical terms. Maintaining compatibility entails that the game changers will not create technical barriers to accessing infrastructure,
* reach the best economic and environmental performance by deploying ERTMS under optimal revenue, cost and financial conditions, and speed-up ERTMS deployment in the EU,
* protect investments made in CCS (Control Command & Signalling) TSI compliant systems and products
In signing this new Memorandum the signatories "acknowledge the expertise and relevant activities in promoting ERTMS specific to UIC, the ERTMS Users Group and UNISIG. These contributions are essential for the successful implementation of the system".
The MoU recognises that "the worldwide organisation UIC is a leading player in the European railway sector in the topic areas of research, innovation and standardisation…"
In supporting the objectives set out in the MoU, the UIC will play a full role and will work closely with the Agency for the future development of ERTMS. A particular contribution will come through the establishment and the coordination by the UIC of a framework of operational feedback on the experience of operation of ERTMS on the real-time railway.
Furthermore the UIC team will provide technical expertise in the area of communications systems and will also "promote the operational added-value of European ERTMS in its dealings with rail companies that are beyond Europe".
Director General Jean-Pierre Loubinoux highlighted that "this Memorandum of Understanding signed in Berlin fully takes into account and recognises the continuous involvement and commitment of the railway operating community through the UIC. Since the early 1990s there has been consistent work undertaken in defining the functional requirements and specifications for ETCS and GSM-R and accompanying all activities aimed at the deployment of this interoperable traffic management system. The UIC ERTMS conferences organised every two or three years in close cooperation with all actors including European institutions, the railways and the manufacturing industry, most recently in 2016 in Brussels, provides a unique forum for exchange of experience and best practice between all stakeholders involved in ERTMS deployment. UIC also offers the expertise of its expert teams to work toward effective, secure and international solutions." (Pressemeldung UIC, 22.09.16).

RechteckUNIFE: Weltweiter Bahnmarkt vor stabilem Wachstum
Der weltweite Markt für Bahnindustrie befinde sich auf einem stabilen Wachstumspfad. Dabei spiele Westeuropa im Gegensatz zur jüngsten Vergangenheit wieder eine herausgehobene Rolle. Das sind zwei Kernaussagen der World Rail Market Study, die der Verband der europäischen Bahnindustrie (UNIFE) auf der InnoTrans 2016 vorstellte.
In den kommenden sechs Jahren wachse demnach der Markt durchschnittlich um 2,6 Prozent weltweit. In Westeuropa, das in den letzten Jahren hinter Asien zurückgefallen war, beträgt die Rate dagegen 3,1 und in Afrika 3,0 Prozent. Der Schub in Westeuropa sei im Wesentlichen auf die großen Hochgeschwindigkeitsprojekte TGV du Futur in Frankreich und HS2 in England, sowie das Infrastrukturprogramm in Deutschland zurückzuführen, das nach wie vor der größte europäische Markt bleibe, heißt es in der Studie.
In Nordamerika erwarten die Verfasser aber auch ein relativ hohes Wachstum von 2,2 Prozent, getrieben vor allem vom Metrobau in Surrey (Kanada) und Hochgeschwindigkeits-Passagierstrecken in Kalifornien und zwischen den Metropolen im Nordosten der USA.
Nach Segmenten wird das größte Wachstum bei Steuerungssystemen und Dienstleistungen mit jährlichen Steigerungsraten von 2,9 Prozent erwartet, gefolgt von der Infrastruktur (2,8 Prozent) und rollendem Material mit 1,9 Prozent (Pressemeldung UNIFE, 22.09.16).

RechteckVIA Rail Canada: Neue Trassen für den Personenverkehr
Bisher ist die Bahnfahrt für den Reisenden in Kanada wenig attraktiv, musste Yves Desjardins-Siciliano, Präsident und CEO der staatlichen Eisenbahngesellschaft VIA Rail Canada, in der Speakers' Corner der InnoTrans 2016 einräumen. Die veralteten Personenzüge müssen mit Tempo 100 hinter vorausfahrenden Güterzügen schleichen und geht es wirklich einmal etwas schneller, werden die Passagiere auf den für den Güterverkehr gebauten Trassen kräftig durchgeschüttelt und auch die Pünktlichkeit lässt zu Wünschen übrig. Für Geschwindigkeit und Komfort sind die Strecken nicht konstruiert.
Das soll sich ändern, denn die jungen Kanadier setzen immer weniger auf das Auto und bis 2030 wird jeder vierte Einwohner des Landes älter als 65 Jahre sein. So soll zunächst im Dreieck Toronto-Ottawa-Montreal sowie zwischen Quebec und Montreal für rund 5,25 Milliarden Dollar ein neues Schienennetz für den Personenverkehr entstehen. Durch eine Erhöhung der Geschwindigkeit auf bis 200 km/h sollen die Fahrtzeiten bei gleichzeitiger Frequenzerhöhung um ein Drittel verkürzt werden, die Pünktlichkeitsrate auf 95 Prozent steigen. Bis 2023 könnte das Fahrgastaufkommen in den betroffenen Bereichen so von 2,6 auf 7,2 Millionen Reisende gesteigert werden, sagte Desjardins-Siciliano.
Teil des Projektes ist der Ersatz der bisherigen Personenverkehrsflotte durch 32 bis 48 neue Personenzüge ab 2020. Wenn sich die Regierung für eine staatliche Finanzierung entscheide, könnten 2018 die ersten Teilbereiche und 2019/20 das gesamte neue Streckennetz in Betrieb gehen. Bei einer privaten Finanzierung würde sich das Vorhaben voraussichtlich um sechs bis zwölf Monate verzögern (Pressemeldung VIA Rail Canada, 22.09.16).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Regionalisierungsgesetz

RechteckBundesregierung: Mehr Geld für den Nahverkehr
Der Bund stellt den Ländern in diesem Jahr 8,2 Milliarden Euro für den Schienenpersonennahverkehr zur Verfügung - 200 Millionen Euro mehr als zuletzt geplant. Das geht aus einer Änderung des Regionalisierungsgesetzes hervor, die das Bundeskabinett beschlossen hat.
2016 stellt der Bund den Ländern 8,2 Milliarden Euro für den Schienenpersonennahverkehr bereit. Ab 2017 soll dieser Betrag um jährlich 1,8 Prozent steigen. Die Neuregelung hat eine Laufzeit bis 2031. Damit erhalten die Länder Planungssicherheit und eine verlässliche Finanzierungsgrundlage, um ihren Aufgaben im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs auch in Zukunft nachkommen zu können.
Den Ländern steht gemäß Artikel 106a Grundgesetz für den öffentlichen Personennahverkehr ein Anteil aus dem Steueraufkommen des Bundes zu. Das Nähere ist im Regionalisierungsgesetz geregelt. Danach sind diese Regionalisierungsmittel insbesondere für die Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs zu verwenden.
Die Bundesregierung hatte die Regionalisierungsmittel bereits im vergangenen Jahr von rund 7,3 Milliarden auf 8 Milliarden Euro aufgestockt. Mit der nun beschlossenen erneuten Erhöhung der Bundesmittel um weitere 200 Millionen Euro wird der Schienenpersonen-nahverkehr auf eine solide und zukunftsfähige Grundlage gestellt.
Die Verteilung der Regionalisierungsmittel auf die Bundesländer erfolgt nach den Festlegungen des Kieler Schlüssels, auf den sich die Länder im Oktober 2014 geeinigt hatten. Dabei handelt es sich um einen Zielschlüssel, der sich je zur Hälfte aus den Einwohnern und den bestellten Zugkilometern zusammensetzt.
Zur Kompensation der Länder, die durch den Kieler Schlüssel Nachteile erfahren, werden die nun zusätzlich bereitgestellten 200 Millionen Euro nach einem gesonderten Verteilungsschlüssel auf folgende Länder verteilt: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Pressemeldung Bundesregierung, 21.09.16).

Bericht des Bundesrechnungshof

RechteckDeutsche Bahn: Zum S21-Bericht des Bundesrechnungshofs
Die Deutsche Bahn nimmt mit großer Irritation zur Kenntnis, dass ein Bericht des Bundesrechnungshofs über angebliche Mehrkosten beim Projekt Stuttgart 21 zahlreichen Medien vorliegt, obwohl der Bundesrechnungshof diesen aufgrund "schutzbedürftiger Geschäftsdaten" als Verschlusssache an das zuständige Bundesfinanzierungsgremium des Deutschen Bundestages versandt hatte.
Die Deutsche Bahn kennt diesen Bericht nach wie vor nicht, obwohl sie den Bundesrechnungshof bereits vor geraumer Zeit um den Bericht gebeten hatte. Nun sieht sich die Deutsche Bahn mit der Situation konfrontiert, entsprechende Medienanfragen nicht beantworten zu können.
Die Deutsche Bahn betont, dass eine aktuelle umfängliche Bestandsaufnahme zu Stuttgart 21 ergeben hat, dass das Projekt selbst dann im bewilligten Finanzierungsrahmen von 6,526 Milliarden Euro bleibt, wenn auch alle neu identifizierten Risiken eintreten sollten. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat zudem ein externes Gutachten in Auftrag gegeben, um die Termin- und Kostensituation bei Stuttgart 21 zusätzlich vertieft zu überprüfen. Damit wird sich der Aufsichtsrat im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung am 13. Oktober beschäftigen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.09.16).

RechteckBundesrechnungshof: Vorwürfe zu Stuttgart 21 zurück gewiesen
Das Projekt Stuttgart 21 ist seit dem Jahr 2013 wieder Gegenstand von Prüfungen des Bundesrechnungshofes. Dazu hat der Bundesrechnungshof dem Deutschen Bundestag am 12.09.2016 zwei Berichte über seine Ergebnisse zur Beratung zugeleitet. Äußerungen, seine Feststellungen basierten auf veralteten Unterlagen, weist der Bundesrechnungshof zurück.
Zum einen prüfte der Bundesrechnungshof die Verwendung der vom Bund zugesagten Zuwendungen für das Projekt in Höhe von mindestens 1,6 Mrd. Euro. Dabei stellte er beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erhebliche Versäumnisse fest, die auch finanzielle Risiken für den Bundeshaushalt bergen.
Das BMVI kontrolliert nicht ausreichend, ob die Gesamtfinanzierung des Projektes und die Qualität der Baumaßnahmen gesichert sind. Damit kommt es den normativen Vorgaben nicht nach. Gibt der Bund Zuwendungen, muss er prüfen, ob die Gesamtfinanzierung der von ihm bezuschussten Maßnahme sowie die Qualität ihrer Umsetzung gesichert sind.
Der Bundesrechnungshof empfiehlt, dass das BMVI seine Überwachungs- und Steuerungsmöglichkeiten konsequent ausschöpft – auch um einer zusätzlichen Belastung des Bundeshaushaltes vorzubeugen. Zudem sollten alle aus dem Bundeshaushalt fließenden Zuwendungen an Stuttgart 21 klar und transparent im Bundeshaushalt dargestellt werden, damit das Parlament seine Budgetkontrolle effektiv wahrnehmen kann.
Zum anderen prüfte der Bundesrechnungshof die unternehmerische Betätigung des Bundes bei der Deutschen Bahn AG mit Bezug auf Stuttgart 21. Anlass war der Beschluss des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG zur Fortführung des Projekts Stuttgart 21 im Jahr 2013. Dabei sollte der bisherige Finanzierungsrahmen von 4,5 Mrd. Euro um 2 Mrd. Euro auf etwa 6,5 Mrd. Euro erhöht werden. Seitdem hat die Deutsche Bahn AG selbst weitere Kostenrisiken von mehr 500 Millionen Euro publiziert, die nach ihrer Einschätzung innerhalb des im Jahr 2013 beschlossenen Finanzierungsrahmens liegen würden.
Die optimistische Einschätzung der Deutschen Bahn AG zu zahlreichen Chancen und Risiken, die in die Kostenschätzung des Jahres 2013 eingeflossen sind, teilt der Bundesrechnungshof nicht. Mit seiner Prüfung verschaffte er sich ein eigenes Bild des Chancen- und Risikopotentials des Projekts. Dabei hat er weitere Kostenrisiken für das Projekt festgestellt.
Wie die tatsächliche Entwicklung der Projektkosten für Stuttgart 21 bis Mitte 2016 belegt, ist die Sichtweise der Deutschen Bahn AG zu den vermeintlichen Projektkosten nicht immer zutreffend gewesen.
Ziel dieser Prüfung ist es, insbesondere die drei Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG für ihre Überwachungsaufgaben im Zusammenhang mit Stuttgart 21 zu sensibilisieren und auf bestehende Risiken hinzuweisen.
Im Rahmen der Prüfung hat der Bundesrechnungshof u. a. alle Vorlagen des Vorstands der Deutschen Bahn AG an den Aufsichtsrat und dessen Unterausschüsse von 2009 bis Juni 2016 eingesehen und ausgewertet, zu denen auch zahlreiche Statusberichte von Wirtschaftsprüfern gehörten. Somit hatte der Bundesrechnungshof im Juni 2016 den gleichen Kenntnisstand von dem Projekt, wie der Aufsichtsrat. Seine Feststellungen basieren demnach auf dem aktuellen Informationsstand des Aufsichtsrates.
Der Bundesrechnungshof hat die Deutsche Bahn AG von Beginn in das Prüfungsverfahren einbezogen. Er weist die von führenden Vertretern der Deutschen Bahn AG und ihrer Projektgesellschaft öffentlich erhobenen Vorwürfe gegen ihn zurück, seine Feststellungen basierten auf veralteten Unterlagen. Die Vorwürfe entsprechen nicht der Sachlage und sind für eine sachliche Diskussion in den zuständigen Gremien wenig hilfreich (Pressemeldung Bundesrechnungshof, 21.09.16).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Kostenexplosionen bei Stuttgart 21
Zu den Medienberichten über einen Bericht des Bundesrechnungshofes zu Kosten-explosionen bei Stuttgart 21 erklären Sven-Christian Kindler, Sprecher für Haushaltspolitik und Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik.
Der Rechnungshof legt das Versagen von Alexander Dobrindt bei Stuttgart 21 schonungslos offen. Dobrindt, der Bund und die Bahn sind in der Verantwortung für dieses Baudesaster. Die Kosten explodieren in Milliardenhöhe und das Verkehrsministerium schaut weg. So darf das nicht weiter gehen. Dobrindt und sein Haus sind mit ihrem Versuch gescheitert, sich beim Großprojekt Stuttgart 21 aus der Verantwortung zu stehlen. Dieser verantwortungslose Umgang mit Steuergeldern ist unterirdisch. Mit der Durchführung und dem Controlling von Großprojekten ist der Verkehrsminister heillos überfordert.
Jetzt ist klar, dass dieses Prestigeprojekt Milliardenrisiken für den Bundeshaushalt birgt. Verkehrsminister Dobrindt ignoriert alle Warnungen und Hinweise. Die Gesamtfinanzierung ist nicht sichergestellt. Die Mittelverwendung der Deutschen Bahn ist intransparent. Sicher ist noch nicht einmal, ob der Tiefbahnhof überhaupt eine Betriebsgenehmigung erhält. Für dieses Baudesaster werden Milliarden aufgewendet, was die Lage der finanziell angeschlagenen Deutschen Bahn weiter verschlechtert und dringend nötige Investitionen in sinnvolle Schienenprojekte im ganzen Land verhindert. Der Verkehrsminister, genauso wie der Finanzminister, müssen endlich Transparenz herstellen. Ein aktives Controlling von Großprojekten im Bundeshaushalt ist dringend notwendig. Wegschauen, mangelnde Planung und Kontrolle und daraus folgende Kostenexplosionen müssen ein Ende haben (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 21.09.16).

RechteckMinister Hermann: Bund soll sich endlich von Lebenslüge trennen
Zum am Mittwoch, 21. September 2016 bekanntgewordenen Prüfbericht des Bundesrechnungshofes zum Bahnprojekt Stuttgart 21 sagte Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg:
"Der Bericht des Bundesrechnungshofes ist beunruhigend. Die Bahn hat offensichtlich die Chancen des Projektes Stuttgart 21 stets überbewertet und dessen Risiken unterbewertet. Der Bund soll sich endlich von der ‚Lebenslüge', S21 sei ein Projekt der DB und ihrer Partner, aber nicht des Bundes, trennen. Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble sagten vor drei Jahren, dass das Projekt von überragender Bedeutung sei und dass es gemacht werden solle. Dann müssen auch sie, also die Bahn und der Bund als 100-prozentiger Eigner, für die weiteren Risiken aufkommen. Der Bund und mit ihm Bundesverkehrsminister Dobrindt muss außerdem endlich seiner Finanz- und Kontrollpflicht nachkommen. Meine Mitarbeiter haben mehrmals den Bund zum Lenkungskreis des Projektes eingeladen. Dies wurde immer wieder abgelehnt. Das Land Baden-Württemberg zahlt nicht mehr als die maximal zugesagten 930 Millionen Euro." (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 21.09.16).

Rettungspaket von 2,4 Mrd. Euro für die Deutsche Bahn

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Rettungspaket für Deutsche Bahn von 2,4 Mrd. Euro
Nachdem die vom Vorstandsvorsitzenden der bundeseigenen Deutschen Bahn AG, Dr. Rüdiger Grube, angestrebte Teilveräußerung von DB Arriva und DB Schenker in den Reihen der Koalitionsfraktionen auf wachsenden Widerstand gestoßen sind, plant die schwarz-rote Bundesregierung nun ein Rettungspaket für den angeschlagenen Bahnkonzern in Höhe von 2,4 Mrd. Euro bis 2020.
Das Bundesverkehrsministerium bestätigte heute eine entsprechende Meldung der Süddeutschen Zeitung, wonach der Bund die jährliche Dividende auf 600 Mio. Euro absenkt. Die entstehende Deckungslücke in Höhe von 1,4 Mrd. Euro aus der reduzierten Dividende, die im Finanzierungskreislauf zwischen Bahn und Bund für den Erhalt der Infrastruktur vorgesehen ist, soll nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit Bundeshaushaltsmitteln ausgeglichen werden. Zudem plant das Ministerium noch für dieses oder nächstes Jahr eine Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 1,0 Mrd. Euro.
Zum DB-Rettungspaket von Bundesverkehrsminister Dobrindt erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: "Jetzt endlich merkt Verkehrsminister Dobrindt, dass die Deutsche Bahn zum dauerhaften Sanierungsfall zu werden droht. Deshalb muss sich bei der derzeitigen Ertragslage die finanzielle Situation des Bahn-Konzerns schnell verbessern. Der härter werdende Wettbewerb im Fernverkehr, die längst überfälligen Investitionen in das Schienennetz und steigende Kosten bei Stuttgart 21 haben zuletzt die Konzernerträge verfrühstückt.
Auch die Strategie, sich als global agierender Mobilitäts- und Logistikkonzern zu gerieren, dürfte dem Konzern zunehmend Probleme bereitet haben. Denn mit den internationalen Aktivitäten der Deutschen Bahn wie dem Beratergeschäft in China, der Minenlogistik in Australien oder Wasserbussen in Kopenhagen geriet das Kerngeschäft Eisenbahn in Deutschland über Jahre aus dem Fokus.
Bundesverkehrsminister Dobrindt muss sicherstellen, dass das Rettungspaket in die Schiene in Deutschland fließt. Natürlich entlastet das Rettungspaket nicht den Minister von der Verantwortung für den eigenen Bahn-Konzern. Es reicht nicht aus, einfach nur die Schatulle des Finanzministers zu öffnen. Minister Dobrindt muss endlich die Wettbewerbsbedingungen für die Schiene insgesamt verbessern. Die Trassenpreise müssen eher heute als morgen deutlich abgesenkt, energiepolitische Abgaben für die Schiene reduziert und die Investitionen ins Netz endlich verstetigt werden. Wenn Minister Dobrindt nicht endlich umsteuert, hängt der DB-Konzern bald dauerhaft am Tropf des Staates."
(Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 21.09.16).

RechteckNEE: Trassenpreissenkung statt DB-Subvention
Der Vorstandsvorsitzende des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE) e.V., Ludolf Kerkeling betrachtet die Überlegungen für eine sogenannte Finanzspritze des Bundes an die DB AG mit gemischten Gefühlen: "Es wäre unzulässig, dem Verkehrsunternehmen DB, das im Schienenverkehr weiterhin eine marktbeherrschende Stellung hat, zu Lasten der Wettbewerbsbahnen unter die Arme zu greifen."
Die vorgesehene Kapitalerhöhung kommt nicht primär dem Schienenverkehr in Deutschland zugute, sondern dient erkennbar der Korrektur von politischen und unternehmerischen Fehlentscheidungen. Sie soll negativen finanziellen Folgen des überdehnten DB-Expansionskurses in den Straßengüterverkehr und viele internationale Engagements dämpfen. Kerkeling: "Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Bund zusätzliches Kapi­tal nur einem Bahnunter­neh­men zur Verfügung stellen will?"
Der Teilverzicht auf Dividendenzahlungen kann dagegen einen Fehler der Regierung korrigieren, den alle Eisen-bahn­verkehrsunternehmen teuer bezahlen. Statt selbst seine grundgesetzlich verankerten finanziellen Pflichten zu erfüllen, wollte der Bund Infrastrukturinvestitionen durch die - lange steigenden - Überschüsse der DB-Unterneh­men finanzieren. Kerkeling: "Man nannte es Finanzierungskreislauf Schiene, im Kern war es jedoch ein Teilzah­lungsstopp des Bundes." Die noch vergleichsweise hohen und in der DB-Planung weiter steigenden Dividenden aus den natürlichen Infrastrukturmonopolen der DB (Netz, Bahnhöfe, Energieversorgung) werden aber auf dem Rücken aller Eisenbahnverkehrsunternehmen (DB und Wettbewerbsbahnen) durch zu hohe und ständig steigende Nutzungs­entgelte (Trassen- und Stationspreise, Netznutzungsentgelte) erwirtschaftet. Das schmälert die Wettbewerbs­fä­hig­keit der Schiene insgesamt gegenüber dem Lkw und anderen Verkehrsmitteln. Kerkeling: "Daher müsste ein Ver­zicht auf Dividendenzahlungen 1:1 in die Senkung des Trassenpreisniveaus fließen." (Pressemeldung NEE, 22.09.16).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Fünf Milliarden für Schienenprojekte
Im Jahr 2014 sind in Schienenprojekte insgesamt knapp fünf Milliarden Euro investiert worden. Die bereitgestellten Bundes- und EU-Mittel für die Aus- und Neubauvorhaben nach dem geltenden Bundesverkehrswegeplan beliefen sich auf 984 Millionen Euro. Das geht aus dem Verkehrsinvestitionsbericht 2014 (18/8800) hervor, den der Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur am Mittwochvormittag zur Kenntnis nahm.
Weiterhin sind den Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundes für Maßnahmen am Bestandsnetz Mittel in Höhe von 2,75 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt worden, heißt es in dem Bericht. Für das Sofortprogramm Seehafen-Hinterlandverkehr seien im Jahr 2014 Bundesmittel in Höhe von rund 51 Millionen Euro bereitgestellt worden.
Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bei den Bundesfernstraßen lag in den vergangenen Jahren beim Neubau und der Erweiterung von Bundesautobahnen. Im Zeitraum 2001 bis 2014 seien 1.258 Autobahnkilometer für mehr als 14,6 Milliarden Euro neu gebaut und 1.103 Kilometer für mehr als 9,3 Milliarden Euro auf sechs oder mehr Fahrstreifen erweitert worden.
Darüber hinaus seien mit einem Bauvolumen von rund 12,4 Milliarden Euro weitere 1.966 Kilometer Bundesstraßen aus- oder neugebaut worden, davon allein 317 Ortsumgehungen.
Im Bereich der Bundesfernstraßen hätten sich im Jahr 2014 Ausgaben in Höhe von rund 6,6 Milliarden Euro ergeben. Davon seien etwa 5,5 Milliarden Euro an Investitionen aufgewendet worden.
Im Jahr 2014 wurden 69,1 Millionen Euro für den Radwegebau an Bundesfernstraßen ausgegeben. 266 Kilometer Radwege an Bundesfernstraßen wurden fertiggestellt worden.
Weiter sind laut Bericht für den Lärmschutz beim Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen rund 73 Millionen Euro und für den Lärmschutz an bestehenden Bundesfernstraßen weitere 41 Millionen Euro ausgegeben worden. Damit seien neun Kilometer Lärmschutzwälle und 30 Kilometer Lärmschutzwände errichtet sowie rund 8.100 Quadratmeter Lärmschutzfenster eingebaut worden.
Bei den Bundeswasserstraßen wurden 2014 insgesamt laut Unterrichtung 1,78 Milliarden Euro für die Bereiche Investitionen, Betrieb und Unterhaltung sowie Verwaltung ausgegeben. Mit den Mitteln seien die Maßnahmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Hafenstandortes Deutschland wie vorgesehen fortgeführt worden. Dies betreffe insbesondere den Ausbau der Zufahrten zu den Seehäfen, die Umsetzung der Planung und zum Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals sowie die Verbesserung der Hinterlandanbindung.
Die Oppositionsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen kritisierten, dass es eine große Diskrepanz gebe zwischen dem, was vom Bundestag mit dem laufenden Bundesverkehrswegeplan beschlossen worden sei, und dem, was letztlich umgesetzt werde. Für die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD bilde der Verkehrsinvestitionsbericht eine gute Basis für die Beratungen des anstehenden Bundesverkehrswegeplans 2030 (Pressemeldung Bundestag, 21.09.16).

RechteckDestatis: Starker Fahrgastanstieg im Nah- und Fernverkehr mit Eisenbahnen
Im ersten Halbjahr 2016 nutzten in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen über 5,7 Milliarden Fahrgäste den Linienverkehr mit Bussen und Bahnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, bedeutet dies einen Zuwachs des Fahrgastauf-kommens um 2,0 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2015.
Durchschnittlich legte damit im ersten Halbjahr 2016 jeder Einwohner 70 Fahrten zurück, bundesweit waren dies täglich fast 32 Millionen Fahrten. Im Nahverkehr beförderten die Unternehmen im ersten Halbjahr 2016 fast 5,7 Milliarden Fahrgäste. Am stärksten wuchs der Verkehr mit Eisenbahnen und S-Bahnen (+ 3,4 % auf 1,3 Milliarden Fahrgäste). Aber auch Straßen-, Stadt- und U-Bahnen (+ 2,5 % auf 2,0 Milliarden Fahrgäste) sowie Omnibusse (+ 0,7 % auf 2,7 Milliarden Fahrgäste) wurden häufiger genutzt.
Der Fernverkehr mit Eisenbahnen erzielte mit 67 Millionen Reisenden einen Rekordzuwachs um 10,6 %. Gründe hierfür waren Streckenerweiterungen und Ticketsonderaktionen. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass es im 1. Halbjahr 2015 noch negative Sondereffekte (Streiks, Unwetter) gegeben hatte.
Den Linienfernverkehr mit Omnibussen nutzten 11 Millionen Fahrgäste. Da allerdings die neugegründeten Unternehmen, die den Fernbusmarkt nach dessen Liberalisierung inzwischen dominieren, unterjährlich erst ab dem 1. Quartal 2016 erfasst werden, kann kein Ergebnisvergleich mit dem 1. Halbjahr 2015 erfolgen (Pressemeldung Destatis, 22.09.16).

Industrie

RechteckMcKinsey: Produktion stagniert – Service und Wartung boomen

Das Service- und Reparaturgeschäft wird zum wichtigsten Wachstumsmotor für Hersteller von Schienenfahrzeugen. Die Wertschöpfung aus diesen so genannten Aftersales-Aktivitäten wird um knapp 50 Prozent zulegen von zuletzt 13 Milliarden auf rund 19 Milliarden Euro im Jahr 2025. Das Geschäft mit Neufahrzeugen wird hingegen bei ebenfalls rund 19 Milliarden Euro stagnieren. Der Gesamtumsatz der Schienenfahrzeugindustrie (Hersteller, Zulieferer und Bahnanbieter zusammen) wird von jährlich 120 Milliarden auf rund 130 Milliarden Euro nur leicht zulegen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Branchenstudie von McKinsey & Company mit dem Titel "Huge value pool shifts ahead - how rolling stock manufacturers can lay track for profitable growth". Für die Untersuchung hat die Unternehmensberatung den weltweiten Markt für Passagier- und Güterzüge im Stadt-, Regional- und Fernverkehr analysiert und mehr als 50 Experten aus der Industrie und Wissenschaft befragt.
"Die Schienenfahrzeugindustrie steht vor einem grundlegenden Wandel", sagt Arnt-Philipp Hein, Partner bei McKinsey und Koautor der Studie. "Hersteller müssen ihr Geschäftsmodell von der Fahrzeugproduktion hin zu mehr Service und Aftersales weiterentwickeln, vor allem durch datenbasierte, vorausschauende Wartungsangebote. Nur so können sie trotz nahezu stagnierender Fahrzeugmärkte und aggressiv wachsender Zulieferer profitabel bleiben."
Neun Trends werden die Industrie im kommenden Jahrzehnt verändern, so ein weiteres Ergebnis der Studie:
- Veränderte Industrie- und Wettbewerbslandschaft. Die Branche ist zurzeit geprägt durch große Überkapazitäten - die Auslastung der Fabriken liegt global im Schnitt nur bei weniger als zwei Dritteln der verfügbaren Kapazität. Daraus folgt ein starker Konsolidierungsdruck: Die zehn größten Hersteller (Original Equipment Manufacturers - OEMs) haben ihren Marktanteil von 53 Prozent im Jahr 2010 auf über 70 Prozent im vergangenen Jahr gesteigert. Größter Anbieter auf dem Markt ist nun CRRC aus China, das zunehmend auf den Export setzt. OEMs werden außerdem von Zulieferern unter Druck gesetzt, die ihren Wertschöpfungsanteil sukzessive steigern konnten. "Zulieferer schaffen es oft, eine operative Gewinnmarge von rund 10 Prozent zu erwirtschaften - OEMs kommen in der Regel nur auf 3 bis 4 Prozent", so Hein.
- Neue Nachfragemuster und Kundengruppen. Die Urbanisierung ist der wichtigste Nachfragetreiber in den kommenden Jahren. Während in den vergangenen Jahren Hochgeschwindigkeitszüge gefragt waren, wächst jetzt der Markt für innerstädtische Verkehrslösungen wie U-Bahnen - und dies vor allem in Schwellenländern. Hein: "Um konkurrenzfähig zu sein, müssen OEMs Produktionskapazitäten näher an diesen Kundengruppen aufbauen." Darüber hinaus wandelt sich die Kundenlandschaft von nationalen Eisenbahngesellschaften hin zu Leasingunternehmen. "Diese kaufen vermehrt standardisierte Fahrzeuge und lagern die Wartung an Dritte aus. Insgesamt nehmen sie die Gesamtlebenszykluskosten der Fahrzeuge stärker in den Blick", beschreibt Hein. Damit gehe auch eine stärkere Betrachtung der finanziellen Stabilität von Anbietern einher, um den Auftraggeber gegenüber finanziellen Ausfallrisiken abzusichern.
- Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle. Vor allem im Servicegeschäft wird die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle ermöglichen - beispielsweise die Fernüberwachung von Fahrzeugen und darauf basierende, angepasste Wartungsintervalle. "OEMs können damit beispielsweise neue Vertragsmodelle anbieten, die auf Gesamtlebenszykluskosten basieren", erläutert Hein. Daneben steigen die Anforderungen, sparsame und schadstoffarme Fahrzeuge zu entwickeln. Auch der Trend zu fahrerlosen Schienenfahrzeugen bedeutet neue Anforderungen. "Bis 2025 werden mehr als 2.200 Kilometer U-Bahn-Linien vollautonom befahren werden - 2015 waren es nur 800 Kilometer", sagt Experte Hein. OEMs müssten aktuelle Sensortechnik und Softwarestandards beherrschen, um von diesen Trends zu profitieren (Pressemeldung McKinsey & Company, 22.09.16).

RechteckRolls Royce: Grunderneuerung von rund 400 PowerPacks der Marke MTU
Rolls-Royce hat mit der Transdev-Gruppe einen Vertrag über die Grunderneuerung von rund 400 PowerPacks der Marke MTU abgeschlossen. Die Transdev GmbH (ehemals Veolia Verkehr) ist der größte private Nahverkehrsanbieter im deutschen Bahn- und Busverkehr. Die PowerPacks sind in von der Transdev-Gruppe betriebenen Regionalzügen in ganz Deutschland im Einsatz. Die Reman-PowerPacks sollen ab Anfang 2017 bis Ende 2021 grunderneuert werden. Die Transdev-Gruppe setzt bereits seit dem Beginn ihrer Aktivitäten in Deutschland im Jahr 2005 auf den Reman-Service von MTU. Die Marke MTU ist Teil von Rolls-Royce Power Systems.
Der Auftrag ist einer der größten Reman-Aufträge in der Geschichte von MTU. Bernd Krüper, Vice President Industrial Business bei MTU, sagt: "Dass die Transdev GmbH erneut auf unsere Reman-Produkte setzt, ist ein bemerkenswerter Vertrauensbeweis in unsere Fähigkeiten als Systemanbieter und Partner über die gesamte Lebensdauer von Fahrzeugen - und er zeigt, wie genau unser Produkt den Bedürfnissen der Kunden entspricht."
Unter Reman (von Remanufacturing) versteht man die industrielle Grunderneuerung von Hauptkomponenten und Motoren. Das MTU-PowerPack wird dabei in standardisierten Prozessen komplett zerlegt, gereinigt, geprüft und mit Reman-Komponenten oder Neuteilen wieder zusammengebaut. Produktverbesserungen werden dabei automatisch berücksichtigt. Der Prozess findet anonymisiert statt, das heißt, der Kunde erhält nicht unbedingt das PowerPack zurück, das er zur Grunderneuerung eingeliefert hat. Die PowerPacks gelangen neuwertig zu den Kunden und stehen dann für einen weiteren Betriebszyklus von 18.000 Stunden oder rund 720.000 Kilometern zur Verfügung. Für einige Baureihen kann MTU bereits vor dem Ausbau des Antriebs Tausch-PowerPacks zur Verfügung stellen (sogenannte "Swing Units"). Dadurch können die Triebwagen noch schneller wieder in Dienst gestellt werden.
Denise Kurtulus, Director Sales Services bei MTU, erklärt: "Die Betreiber profitieren in mehrfacher Hinsicht von unseren Reman-Produkten: Die grunderneuerten PowerPacks sind nicht nur preisgünstiger als neue - dank der Möglichkeit, kurzfristig Tausch-PowerPacks zu erhalten, sind auch die Stillstandzeiten der Fahrzeuge unserer Kunden extrem gering." Dass die Reman-PowerPacks technisch auf den neuesten Stand gebracht werden, helfe darüber hinaus Betriebskosten einzusparen, so Kurtulus.
Die MTU-PowerPacks der Baureihen 183 und 1800 kommen in der Transdev-Gruppe in Fahrzeugen der Typen Alstom Lint und Bombardier Talent zum Einsatz. MTU hat bis heute mehr als 1.100 Bahn-PowerPacks im Reman-Verfahren aufgearbeitet. Triebwagen mit MTU-Reman-PowerPacks sind in Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Rumänien und Kanada im Einsatz.
MTU-PowerPacks sind kompakte Antriebssysteme, die neben Motor und Kraftübertragung alle für den Antrieb des Fahrzeugs benötigten Nebenaggregate, wie Kühlsystem und Abgasnachbehandlung, enthalten. MTU hat dieses Konzept bereits vor 20 Jahren als erster Anbieter weltweit entwickelt und seitdem insgesamt mehr als 6.000 PowerPacks an Bahnkunden in aller Welt geliefert (Pressemeldung Rolls Royce, 22.09.16).

RechteckRolls Royce: MTU-PowerPacks für Intercity Express Programm (IEP)

Rolls-Royce wird weitere MTU-PowerPacks der Baureihe 1600 an Hitachi Rail Europe liefern und ab 2017 die Verantwortung für deren Wartung übernehmen. Die Dauer des MTU-Wartungsvertrags entspricht der gesamten 27,5 Jahre langen Laufzeit von Hitachis Service- und Wartungsvertrag für das Intercity Express Programme (IEP). Die Marke MTU ist Teil von Rolls-Royce Power Systems.
Bernd Krüper, Vice President Industrial Business bei MTU, sagt: "Wir sind stolz, dass Hitachi erneut auf unsere Antriebs- und Servicelösungen setzt und freuen uns sehr darauf, die Zusammenarbeit fortzusetzen und zu vertiefen."
Bereits im Jahr 2012 hatte Hitachi Rail Europe MTU als Lieferant für 250 PowerPacks für die IEP-Züge der Class 800 und 801 ausgewählt. Ein Vertrag über die Lieferung von weiteren PowerPacks für das IEP-Projekt wurde nun unterzeichnet.
Über die gesamte Dauer von Hitachis Vertrag über die IEP-Züge wird MTU die Verfügbarkeit von deren MTU-Antriebsanlagen gewährleisten. Der entsprechende Komplettwartungsvertrag umfasst sowohl die präventive Wartung als auch anfallende Reparaturen und Grundüberholungen.
Denise Kurtulus, Director Sales Services bei MTU, sagt: "Der Betrieb der IEP-Züge erfordert höchste Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit. Wir freuen uns deshalb besonders, dass wir Hitachi mit unserem Konzept und unserer langjährigen Erfahrung mit Bahn-Wartungsverträgen in England überzeugen konnten."
Bereits bei der aktuellen Generation der britischen Hochgeschwindigkeitszüge, den High Speed Trains der Class 43, hatte MTU die Motoren geliefert und mit einem umfassenden Servicekonzept die komplette präventive und korrektive Wartung übernommen. Die Züge sind für ihre hervorragende Verfügbarkeit bekannt. Verantwortlich für den Service ist die britische Tochtergesellschaft MTU UK Ltd. mit Sitz in East Grinstead (West Sussex).
Andy Rogers, Projects Director bei Hitachi Rail Europe, sagte: "Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit mit MTU fortzusetzen. Mitarbeiter von MTU sind bereits in einer Reihe von Einrichtungen von Hitachi aktiv. Unsere enge Zusammenarbeit mit MTU wird sicherstellen, dass die nächste Generation der Intercity-Züge in Großbritannien noch größere Belastbarkeit und Zuverlässigkeit bieten wird." (Pressemeldung Rolls Royce, 22.09.16).

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Aus den Ländern

RechteckBW: Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Kaiserstuhlbahn Ost
Das Regierungspräsidium Freiburg hat den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Kaiserstuhlbahn im Abschnitt Ost (Gottenheim bis Bahlingen am Kaiserstuhl) erlassen. Mit dem Beschluss erhält die SWEG das Baurecht für den ersten von drei Abschnitten der Kaiserstuhlbahn. Die Abschnitte Nord und West befinden sich zurzeit noch im Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium.
Das Verkehrskonzept Breisgau-S-Bahn 2020 sieht die Elektrifizierung der gesamten Kaiserstuhlbahn vor. Mit der Genehmigung für den ersten Planfeststellungsabschnitt liegt nun eine erste positive Entscheidung vor. Die Planung der SWEG sieht im Bereich der Kommunen Bötzingen, Gottenheim, Eichstetten, Te-ningen (Nimburg) und Bahlingen insbesondere die Errichtung einer Oberleitung sowie den Ausbau des Bahnhofs Nimburg zum Kreuzungsbahnhof vor.
Der Planfeststellungsbeschluss wird demnächst mit den genehmigten Planunterlagen in Teningen, Eichstetten, Bahlingen, Gottenheim und Bötzingen für zwei Wochen zur Einsichtnahme ausliegen. Den privaten Einwendern sowie den am Verfahren beteiligten Stellen wird der Planfeststellungsbeschluss übersandt (Pressemeldung Regierungspräsidium Freiburg, 22.09.16).

RechteckBW: WEG möchte sich von ex KBS 773 "Vaihinger Stadtbahn" trennen
Die Württembergische Eisenbahn hat Mitte August 2016 die Strecke (Vaihingen (Enz) Nord – Enzweihingen) zur Abgabe gemäß §11 AEG ausgeschrieben. Auf der 7,3 km langen Strecke ruht der Verkehr bereits seit Spätsommer 2002, die Strecke ist wegen technischer Mängel seitdem betrieblich gesperrt.
Eine Wiederinbetriebnahme der Strecke würde laut WEG 3 Millionen Euro kosten. Der Niedergang der 1904 eröffneten nichtbundeseigenen Strecke war quasi mit der Eröffnung des neuen Bahnhofs Vaihingen Enz im Rahmen der NBS Mannheim – Stuttgart abzusehen und wurde durch Maßnahmen seitens der DB für den Güterverkehr (MORA C) mehr doer minder endgültig besiegelt (er-tz, 22.09.16).

RechteckNiedersachsen: Umbau Hannover Hauptbahnhof und Üstra

Die S-Bahn Hannover hat eine ganze Reihe ihrer Triebwagen mit Namen der Anliegerorten versehen, dabei natürlich auch die Landeshauptstadt Hannover, wobei der Akt meist am Bahnsteig in Hannover vorgenommen wird und inzwischen außer den Roten auch die Bunten der Privaten vorbeirollen wie hier ein metronom, eine OHE-Tochter.
Der Hauptbahnhof Hannover, eine der deutschen Hauptdrehscheiben für den Reisezugverkehr mit Ost-West- und Nord-Süd-Hauptachsen und etlichen Nebenlinien soll ab 2019 zu einer langjährigen Großbaustelle werden, wie aus einem aktuellen Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom Mittwoch zu entnehmen ist.
Bevor das umgesetzt wird, sollten zwei zusätzliche Gleise im Anschluss an das Gleis 14 erstellt werden. Platz dafür ist vorhanden. Machbar wäre auch eine Verlängerung bestehender Gleise, damit gleichzeitig auch zwei längere Züge dort abgefertigt werden können fordern Verkehrsfachleute. Dass der zur Weltausstellung 2000 in Hannover total umgebaute Bahnhof nun in so kurzer Zeit schon wieder eine Totalkur bekommen soll ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die so genannten Gleisbrücken über den Personentunnel Schäden aufweisen und erneuert werden müssen. Schon jetzt werden täglich 250.000 Reisende in Hannover Hbf gezählt.
Maßgeblichen Anteil daran hat die ebenfalls zur Expo 2000 eingerichtete S-Bahn Hannover deren Tagesaufkommen inzwischen bei knapp 100000 Reisenden täglich liegt und sich damit vom Start bis heute mehr als verdoppelt hat. 750 Züge nutzen planmäßig den Bahnhof, hinzu kommen Sonderzüge und auch Durchfahrten von Güterzügen, für die es ein besonderes Gleis ohne Bahnsteiganschluß im Mittelteil des Bahnhofs gibt. Die Region Hannover und das Land Niedersachsen bemühen sich deshalb um Zuschüsse für das Mammutprojekt.
Auch vor dem Bahnhof tut sich etwas. Der Straßenbahnverkehr der Üstra soll neu ausgerichtet werden, wobei neuer Endpunkt am Raschplatz durch den schon früher von der Straßenbahn genutzten Tunnel sein soll um am Hauptbahnhof einen Hochbahnsteig einzusparen. Die jetzt noch oberirdisch bis zum Aegidientorplatz von den letzten rein oberirdisch verkehrenden Linien 10 und 17 genutzte Strecke könnte allerdings auch ab Goetheplatz in die bestehende Tunnellinie am Waterlooplatz geführt werden, was aber von der Politik abgelehnt wird. Die Tunnelverbindung wird allerdings genutzt, wenn die oberirdische Strecke ab Goetheplatz wegen Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht. Es gibt immer noch Bürgerproteste gegen das Vorhaben (WR, 22.09.16).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBahnpark Augsburg zeigt 100jährige Schnellzug-Dampflok "La France"

Ein stählernes Monument europäischer Kulturgeschichte, eine Ikone der Eisenbahnhistorie, die perfekte Vereinigung von Technik und Eleganz – nicht nur Fachleute kommen ins Schwärmen, wenn sie von der französischen Schnellzug-Dampflokomotive mit dem symbolträchtigen Namen „La France“ sprechen. Nun ist die 24 Meter lange und rund 140 Tonnen schwere Maschine aus dem Jahr 1916 als Botschafter-Lokomotive Frankreichs in das Rundhaus Europa im Bahnpark Augsburg eingezogen, wo sie am kommenden Sonntag, 25. September 2016 erstmals präsentiert wird.
Zahlreiche Legenden ranken sich um diese Lokomotive der sogenannten „Pacific-Bauart“. Manche sagen, sie sei von so außergewöhnlicher Schönheit, da sie von Frauenhänden erschaffen wurde. Tatsächlich kämpften viele Männer auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges als im Jahr 1916 in einer französischen Fabrik die Lok mit der Betriebsnummer „231 K 22“ und dem späteren Namen „La France“ entstand und viele Frauen zwangsläufig die Arbeit ihrer Männer, Brüder und Väter übernommen hatten.
Im Auftrag der damaligen Bahngesellschaft PLM (Paris-Lyon-Méditerranée) zog die legendäre Lokomotive über Jahrzehnte hinweg unter anderem die berühmten Luxuszüge „Train Bleue“ und „Flèche d’Or“ bzw. „Golden Arrow“. Im Jahr 1960 besuchte der sowjetische Regierungs-Chef Nikita Chruschtschow die Republik Frankreich und „La France“ hatte die Ehre, den Staatssonderzug des prominenten Gastes von Paris nach Bordeaux zu führen.
Künstler und Maler, Komponisten und Literaten ließen sich immer wieder von den Dampflokomotiven der Bauart „Pacific“ inspirieren. Émile Zola beispielsweise schrieb 1890 den Roman „Die Bestie im Menschen“, der 1938 von Jean Renoir unter dem Titel „La Bête Humaine“ verfilmt wurde. Star dieses legendären Films ist eine französische Dampflok der Bauart Pacific. Der Schweizer Arthur Honegger komponierte 1923 seinen berühmten sinfonischen Satz „Pacific 231“, in dem er die Fahrt mit einer Dampflokomotive in Form einer Tondichtung musikalisch umsetzte.
Nach ihrer Ausmusterung im Jahr 1969 wurde die „231 K 22“ von einem englischen Privatmann erworben und in ein Museum nach Großbritannien verschifft. 1996 fand sie den Weg zurück auf den Kontinent und wurde zuletzt im Süddeutschen Eisenbahnmuseum in Heilbronn ausgestellt.
Nun zog „La France“ nach einem aufwändigen Transport als „Botschafter-Lokomotive Frankreichs“ in das Rundhaus Europa im Bahnpark Augsburg ein. Dort wird sie als 20jährige Leihgabe in der späteren Ausstellung die Blütezeit der Eisenbahnen Anfang des 20. Jahrhunderts und die Ära der europäischen Luxuszüge verkörpern.
Weitere Informationen im Netz unter: www.bahnpark-augsburg.eu (Pressemeldung Bahnpark Augsburg, 22.09.16).

RechteckPlandampf - was sonst

Der Stahlzug mit 50 Öl fuhr am 15.9.16 im Rahmen des Museums-Planbetriebs im Werratal (Ralf-Norbert Wolf, 22.09.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 9/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckBaureihe 140

Zu den letzten Einsatzgebieten der DB 140 zählen die KBS 440 und 310. Im Juni, Juli und August konnte man auf der KBS 440 die 140 821-0, 140 459-9 und zuletzt die 140 858-2 als Schiebelok zwischen Altenhundem - Kreuztal (KBS 440) und Dillenburg (KBS 445) erleben.
Nachdem die 140 821 und 459, sowie die 139 bei der DB abgestellt wurden, kommen nur noch zwei 140 im aktiven Dienst bei der DB zum Einsatz. Dies sind die beiden 140 850-9 und 140 858-2, die vom Bh Seelze auf der KBS 310 eingesetzt werden. 140 850-9 hat nun noch "Frist" bis zum 24.01.2017 und die 140 858-2 hat "Frist" am 16.11.2016.
So konnte ich am 07.09.2016 die 140 858-2 mit einem VW Autozug bei Woltorf Richtung Hannover fotografieren. Ebenso konnte ich am 07.09.2016 die EGP 140 627-1 mit einem Autoleerzug zwischen Woltorf und Vechelde, bei Sieße ablichten (Matthias Schmitt, 22.09.16).

RechteckChřibská - Č. Kamenice


Am 15. September fuhr ich von Rumburk nach Rybniště. Ab Ryniště ging ich zu Fuß neben der Bahn zum Bahnhof Chřibská (Kreibitz). Der Bhf Chřibská liegt im Naturschutzgebiet Lausitzer Gebirge. Chřibská ist noch mit einem Fahrdienstleiter besetzt, aber nur bis auf weiteres. Am daneben liegenden Gasthaus mit Relax-Zentrum machte ich Frühstückspause. Am Bhf Chřibská befindet sich ein Sägewerk der Firma Uniles (Inhaber Agrofert-Politik Andrej Babiš), leider Bedienung nur per LkW.
Ab Chřibská bin ich ca 15 km zu Fuß zum Bahnhof Česká Kamenice (Böhmisch Kamnitz) gelaufen. Bei meiner Reise wurde alte elektromechanische Bahntechnik durch neue elektronische Stellwerke ersetzt. Auch auf dieser Strecke (KBS 081) geht die alte freundliche Bahnwelt langsam zu Ende.
Die Fotos zeigen: Mn 86010 mit Brille-Lok 750 252-9 bei Chřibská km 77,7, Bhf Chřibská, ehemalige Stellwerk 1 Chřibská, Gasthaus am Bhf Chřibská, alte Glasthütte in Chřibská (Gegr. 1414, seit 2008 stillgelegt) und die alte Stellwerkmaschiene am Bhf Česká Kamenice, bereit zur "Trauermarschabfertigung" (Martin Kubík, 22.09.16).

RechteckDüsseldorf

Zur Zeit werden die S-Bahngleise 10 und 11 sowie diverse Weichenverbindungen in Düsseldorf HBF erneuert. Im Einsatz sind 1214 023 der BBL Logistik und 203 126 von Raildox (Martin Wehmeyer, 22.09.16).

RechteckInnsbruck

Der am 18. September wegen Streckensperre bei Fischbach/Inn eine halbe Stunde verspätete IC 542 Wien-Zell/See-Innsbruck bestand aus nur vier ÖBB-Wagen, drei B und ein AD mit 1016.041. Für die Rückfahrt als IC 747 (Abfahrt 14.24 h) erhielt dieselbe Garnitur ein Tandem aus 1116.252 und 1216.015 (mit Italien-Flagge) vorgespannt. Mit 14.000 PS dürften die Fahrzeiten via Zell am See locker einzuhalten gewesen sein (GK, 22.09.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Europa

RechteckFrankreich: Finanzierung des CDG-Expresses kollidiert mit der "Goldenen Regel"
Der französische Infrastrukturverwalter SNCF Réseau wird "rund 250 Millionen Euro" in den Bau des CDG-Expresses zwischen Paris und dem Flughafen Roissy investieren müssen, aber die Regierung verlangt, dass für das Geld die "Goldene Regel" (règle d'or) umgangen wird, die den Schuldenberg von SNCF Réseau begrenzen soll.
Der neue CDG-Express soll die Pariser Innenstadt vom Gare de l'Est alle 15 Minuten mit einer Fahrzeit von 20 Minuten mit dem Flughafenbahnhof Charles de Gaulle 2 verbinden und damit den überfüllten RER B entlasten. Der Bau der Linie soll über eine Projektgesellschaft aus SNCF Réseau und dem Flughafenbetreiber Aéroports de Paris (ADP) erfolgen, so dass die Inbetriebnahme der auf 1,4 Mrd. Euro geschätzten Anlage noch vor der Eröffnung der Olympischen Spiele 2024 im Zeitraum 2023/24 erfolgen kann.
Der französische Staatssekretär für Verkehr, Alain Vidalies, wird nun vom Figaro mit einer Aussage am 20.09.16 vor der Kommission für nachhaltige Entwicklung der Nationalver-sammlung zitiert: "Lassen Sie uns eine Zahl nennen, auch wenn sie hoch ist: Es sind wahrscheinlich rund 250 Millionen (...) für die Beteiligung von SNCF Réseau am Kapital der Projektgesellschaft."
Aber die Investition wirft die Frage der Verträglichkeit mit der im Zuge der Bahnreform 2014 festgelegten "goldenen Regel" auf, nach der Neubauprojekte den Schuldenberg von SNCF Réseau von derzeit 44,1 Mrd. Euro nicht unmäßig belasten dürfen. Auch die Regulierungs-behörde für Eisenbahn und Straße Arafer hatte Anfang 2015 zwar eine positive Stellungs-nahme zu dem Projekt abgegeben, war aber der Auffassung, dass die Beteiligung des Infrastrukturbetreibers SNCF Réseau am Kapital der Trägergesellschaft durch öffentliche Mittel gedeckt sein muss.
Zwar ist das Dekret zur Goldenen Regel noch nicht erschienen, aber die Regierung werde diese notfalls außer Kraft setzen, da es sich um ein "ganz spezifisches Projekt handelt", wie Alain Vidalies betonte. In Erwartung einer Entscheidung des Staatsrates (Conseil d'État), sagte der Staatssekretär für Verkehr: "Da die Goldene Regel das Ergebnis einer Abstimmung im Parlament ist, ist das Parlament die einzige Autorität, die eine Ausnahme beschließen darf".
Der UDI-Abgeordnete Bertrand Pancher nannte die Entscheidung zur Finanzierung des CDG-Expresses "skandalös", sie würde "die in der Bahnreform verankerte Goldene Regel mit Füßen treten" und sich "auf dem vorgeschlagenen Fahrpreiszuschlag ausruhen".
Alain Vidalies entgegnete: "Dieser Weg ist noch im Stadium einer studie und nicht endgültig entschieden, wissend, dass er von der Europäischen Kommission genehmigt werden muss." Eine Finanzierung durch Europa sei im Sinne des Juncker-Plans und wurde auch angefordert (WKZ, Quelle Le Figaro, 22.09.16).

RechteckSchweiz: Bahn gewinnt im Güterverkehr durch die Alpen weitere Marktanteile
Im ersten Halbjahr 2016 konnte die Bahn ihre Position im alpenquerenden Güterverkehr gegenüber der Strasse erneut stärken: Der Marktanteil der Transporte auf der Schiene stieg auf 71 Prozent. Dies ist der höchste Wert seit 2001, als mit der Einführung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und der schrittweisen Erhöhung der Gewichtslimite auf 40-Tonnen neue Rahmenbedingungen eingeführt wurden. Im ersten Halbjahr 2016 fuhren zudem erstmals weniger als 500'000 Lastwagen über die Schweizer Alpen.
Die Massnahmen und Instrumente des Bundes zur Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene wirken : Dank LSVA, Modernisierung der Bahn- und Terminalinfrastruktur, mehr Wettbewerb und finanzieller Unterstützung konnte der Schienengüterverkehr seinen Marktanteil im Güterverkehr durch die Alpen im ersten Halbjahr 2016 erneut steigern. Dies zeigt der Bericht zur Entwicklung des alpenquerenden Güterverkehrs im ersten Semester 2016, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) heute veröffentlicht hat. 
Insgesamt verkehrten im ersten Halbjahr 20,8 Millionen Tonnen Güter auf Strasse und Schiene über die Schweizer Alpen. Die Bahn transportierte über die Gotthard- und die Lötschberg-Simplon-Achse fast 14,8 Millionen Tonnen, 7,7 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Sowohl der Wagenladungs- als auch der unbegleitete kombinierte Verkehr legten zu. Die Menge der auf der Strasse transportierten Güter nahm um 2,1 Prozent ab. Dadurch erhöhte sich der Marktanteil der Schiene am Transportvolumen durch die Alpen auf 71 Prozent. Das ist der höchste Wert, seit 2001 mit der LSVA und der schrittweise Zulassung von 40-Tönnern für den alpenquerenden Gütertransport neue Rahmenbedingungen geschaffen wurden.
Von Januar bis Juni 2016 querten 496'000 Lastwagen, Lastzüge und Sattelzüge die schweizerischen Alpenübergänge. Die Fahrtenzahl ging mit 3,8 Prozent etwas stärker zurück als das Transportvolumen (- 2,1 Prozent) (Pressemeldung BAV, 22.09.16).

RechteckSpanien: Gesamttarifvertrag der Renfe erhöht Gehälter um 1%
Mit der Unterzeichnung des ersten Gesamttarifvertrages für den spanischen Bahnbetreiber Renfe einschließlich der eingegliederten FEVE am 20.09.16 erhalten alle etwa 13.500 Mitarbeiter in diesem Jahr eine Lohnerhöhung um 1%.
Die zwischen Januar 2015 und Mai 2016 festgelegte Vereinbarung wurde von der Lokführergewerkschaft Semaf und der Eisenbahngewerkschaft Sindicato Ferroviario vorerst nicht unterzeichnet. Erst nach langen Verhandlungen konnten nun mit den Unterschriften von Renfe, Semaf, CCOO, UGT und SF-Intersindical alle Mitarbeiter mit dem gleichen Tarifvertrag ausgestattet werden.
Neben der Gehaltserhöhung enthält der Tarifvertrag einen Beschäftigungsplan zur Einstellung 500 neuer Mitarbeiter, darunter 300 Lokführern (WKZ, Quelle ABC, 22.09.16).

Übersee

RechteckArgentinien: Buenos Aires "Straßen Eisenbahn"


Bummelt man durch das berühmte Künstlerviertel „La Boca“ in Buenos Aires dann fallen einem – als an Eisenbahnen Interessiertem alte Gleisanlagen in 3 Spurweiten (1676mm, 1435mm und 1000mm) in den Straßen auf, die kaum die Hoffnung keimen lassen, hier noch einmal ein Schienenfahrzeug bewundern zu können.
Aber weit gefehlt –- plötzlich fahren Polizeistreifen die Bahnanlagen ab und siehe da – es erscheint unter ständigem Pfeifen und Läuten eine breitspurige Diesellok der Ferrosur Roca. Bei dieser Eisenbahngesellschaft handelt es sich um eine privaten Güterbahn welche die breitspurige Infrastruktur der General Roca Eisenbahn nutzt.
Das Unternehmen ist 1993 entstanden und befördert heute mit ca. 50 Lokomotiven und 2500 Waggons etwa 5 Mio t Güter pro Jahr. Eine der wichtigen Zufahrten zum Hafen von Buenos Aires führt eben durch die Garibaldi Straße in La Boca - übrigens der Stadtteil in dem Diego Maradonna aufgewachsen ist und der jetzige Papst gerne Fußballspiele besuchte. Der Besuch lohnt sich bei etwas Geduld aber auch wegen der Eisenbahn (Gunter Mackinger, 22.09.16).

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