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LOK Report – Donnerstag, 2. September 2010
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Foto Pro Bahn

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Treffen von Bussereau und Ramsauer
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Darmstadt und Baden-Baden
sind Bahnhöfe des Jahres 2010
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Weiterhin Unklarheit beim
Fahrzeugeinsatz der Berliner S-Bahn

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Grüne fordern Vertragsverletzungs-
verfahren gegen die Bundesregierung

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Bundesnetzagentur: Einheitliche Preise für
Nutzer von Werkstätten der DB Regio AG

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Halbjahresberichte von SNCF, SBB,
Bombardier, und SBB RailAway

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Verkehr vom 02.09.10

RechteckAllianz pro Schiene: Darmstadt und Baden-Baden sind Bahnhöfe des Jahres
Foto Allianz pro SchieneFoto Allianz pro Schiene
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Siegerbahnhöfe: oben Darmstadt, unten Baden-Baden und Eschwege.
Darmstadt und Baden-Baden bekommen den Titel „Bahnhof des Jahres 2010“. Zum siebten Mal in Folge zeichnet die Allianz pro Schiene die kundenfreundlichsten Bahnhöfe Deutschlands aus. In der Kategorie „Großstadtbahnhof“ gewann der Darmstädter Hauptbahnhof, dessen Innen- und Außenauftritt bei der Jury eine „heiter gelassene Grundstimmung“ erzeugte. In der Kategorie „Kleinstadtbahnhof“ gewann Baden-Baden, das – so das Votum der Jury – „seine Reisenden mit offenen Armen empfängt“. „Bahnhöfe gehen uns alle an. Mehr als andere öffentliche Gebäude prägen sie das Gesicht einer Stadt“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.
„Unser Titel zeichnet deshalb nicht nur ein Bahnhofsmanagement aus, sondern zugleich auch die Stadt und das Bundesland.“ Im Sinne der Reisenden müssten Bahn, Stadt und Land gemeinsam planen und investieren, sagte Flege. „Die Deutschen sind mit Luxusbahnhöfen nicht gerade verwöhnt. Aber die Sehnsucht danach wächst.“
In Darmstadt gefiel vor allem das Grün vor dem Haupteingang. „Blumenbeete auf dem Vorplatz, das gibt es öfter, aber welcher Bahnhof liegt schon gleich an einem Park?“ Deutschlands Grünster begeisterte die 5-köpfige Jury aus Vertretern des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dem Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem Autoclub Europa (ACE) und der Allianz pro Schiene aber auch durch seine Innenansicht. Der Riese aus grauem Naturstein zeigte den Bahnhofstestern seine frisch modernisierte helle Halle, in der sich Glas und Jugendstillampen gut miteinander vertragen. Eine sehr persönliche Ansprache am Schalter, die roten Ledersessel im Reisezentrum und das sommerliche Rauschen der Kastanie am Restaurant Fürstenbahnhof gaben für Karl-Peter Naumann von Pro Bahn den Ausschlag: „Darmstadt, das ist eine Wohltat für Reisende“, sagte Naumann und betonte, dass auch die Anschlüsse zur Stadt sehr gelungen seien: „Die strikte Trennung des Autoverkehrs von den Öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Bahnhofsvorplatz und die vorbildliche Information zu den weiterführenden Verkehrsmitteln haben aus dem Darmstädter Hauptbahnhof ein Paradebeispiel für Verknüpfung der Verkehrsmittel gemacht.“
Baden-Baden ist ein Bahnhof der kurzen und trockenen Wege, befand die Jury, die unangekündigt und incognito reist. „Bahnhofscafé, Hotel, Busbahnhof, alles ist hier unter einem Dach“, sagte Monika Ganseforth vom VCD. „Motorradabstellplätze, Mietfahrräder und ein großzügiger Haupttunnel beweisen, dass Baden-Baden mit jedem Großstadtbahnhof mithalten kann.“ Aber der ausgezeichnete Bahnhof hat noch mehr zu bieten. „Kunstvolle Schilder aus den Zeiten der Fürsten, denkmalgeschützte Trägersäulen, eine blitzeblanke Bahnhofshalle und freundliche Geschäfte und Gastronomie – Baden-Baden hat den berühmten Wohlfühlfaktor“, sagte Ganseforth.
Einen Sonderpreis für die Wiederkehr des Bahnhofs in die Stadt bekommt die hessische Stadt Eschwege. Nach 24 Jahren auf dem Abstellgleis eröffnete Eschwege im Dezember 2009 eine neue Strecke samt Bahnstation. „Wir möchten diese Rückkehr des verlorenen Sohnes auszeichnen“, sagte Jury-Mitglied Naumann, „zumal die Integration in die Stadt gut gelungen ist und die kleine Station auch sonst den Expertencheck gut überstanden hat“.
Eine große Fotoausstellung „Bahnhöfe des Jahres 2004 bis 2010“ steht unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Vernissage ist am 1. September um 12 Uhr am Südeingang des Berliner Hauptbahnhofs, wo die Bilder aller Siegerbahnhöfe bis zum 7. September zu sehen sein werden. Danach tourt die Ausstellung durch die großen Siegerbahnhöfe.
Hier der gesamte Tourenplan:
Berlin Hbf 01.09. – 07.09.
Darmstadt Hbf 14.09. – 19.09.
Hamburg-Dammtor 27.09. – 02.10.
Hannover Hbf 04.10. – 09.10.
Erfurt Hbf 11.10. – 16.10.
Mannheim Hbf 18.10. – 23.10.
Karlsruhe Hbf 25.10. – 30.10. (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 02.09.10).

RechteckAlstom: Neues Management in Salzgitter
Hans-Jürgen Thews (51) wird Sprecher der Geschäftsführung der ALSTOM Transport Deutschland GmbH. Thierry Huber, Personalleiter, und Wolfram Schwab, Leiter der Plattform Regionalzüge, wurden vom Aufsichtsrat ebenfalls zu Mitgliedern der Geschäftsführung bestellt. Die bisherigen Geschäftsführer Dr. Martin Lange und Stéphane Fauth werden ihre Positionen abgeben. Die Veränderungen treten zum 1. September 2010 in Kraft.
Hans-Jürgen Thews ist zum 1. August 2010 neu in die ALSTOM Transport Deutschland GmbH eingetreten. Er wird mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 zudem Standortleiter in Salzgitter.
Thierry Huber wird zum 1. September 2010 außerdem zum Arbeitsdirektor bestellt.
Dr. Martin Lange wird seine Position als Vorsitzender der Geschäftsführung aufgrund von Veränderungen in der Organisationsstruktur im Alstom-Konzern abgeben. Seine Funktion als Country Managing Director mit Verantwortung für das Geschäft des Transport-Sektors in Deutschland und Österreich wird er weiterhin mit Sitz in Berlin ausüben. Zudem wurde er in seiner Position als Vorstand der ALSTOM Deutschland AG bestätigt.
Stéphane Fauth wird nach fünf Jahren als Geschäftsführer und Werkleiter eine neue Aufgabe innerhalb des Alstom-Konzerns übernehmen.
Hans-Jürgen Thews erklärte: „Ich habe in meinen ersten Wochen bereits viele engagierte Mitarbeiter am Standort kennen gelernt. Ich freue mich darauf, mit ihnen qualitativ hochwertige Produkte für unsere Kunden zu entwickeln und zu fertigen. (Pressemeldung Alstom, 02.09.10).

RechteckBaden-Württemberg: Mehrheit der Bürger gegen Stuttgart 21
Foto Joachim HundFoto Joachim Hund
Auch am Dienstag und Mittwoch ging der Abriss des Nordflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter massivem Polizeischutz weiter. Nach einer Umfrage des Nachrichtenmagazin Stern spricht sich derzeit die Mehrheit der Bürger in Baden-Württemberg gegen das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" aus (Joachim Hund, 02.09.10).

RechteckBerlin: Weiterhin Unklarheit beim Fahrzeugeinsatz der Berliner S-Bahn
Der DB-Vorstand informierte den Berliner Senat darüber, dass erst in etwa 4 Wochen weitere Angaben zur künftigen Fahrzeugverfügbarkeit und zur Terminkette für die Rückkehr zum regulären Angebot bei der S-Bahn Berlin GmbH gemacht werden könnten. Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg sagt hierzu:
Die Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG leisten sich mit Ihrem Tochterunternehmen, der S-Bahn Berlin GmbH, im Umgang mit der Krise einen unternehmenspolitischen Offenbarungseid. Dies ist im deutschen ÖPNV ein unvergleichlicher Vorgang. Es war mehrfach vereinbart und durch den DB-Konzern zugesagt, dass ab Anfang September 2010 mit 459 Viertelzügen und ab Dezember 2010 wieder mit etwa 500 Viertelzügen gefahren werden könne. Stattdessen sollen weiter, wie bisher, nur 416 Viertelzüge zum Einsatz kommen.
Trotz Versicherung der S-Bahn Berlin GmbH zum Ende des vergangenen Jahres, dass nach umfangreichen technischen Untersuchungen keine weiteren negativen Überraschungen zu erwarten seien, werden jetzt weitere Mängel offenkundig. So muss ein umfangreicher Radsatzwellenaustausch an den Fahrzeugen der Baureihe 485 erfolgen, die somit nicht einsetzbar sind. Auch den seit langem bekannten Problemen der Besandungsanlage für die Bremsvorgänge der Baureihe 481 kann derzeit nur durch verkürzte Prüfintervalle begegnet werden. Zudem sind offensichtlich die DB-Werkstätten völlig überlastet.
Das Interesse des DB-Konzerns an seinem Tochterunternehmen, der S-Bahn Berlin GmbH, scheint nachgelassen zu haben. Ich bin absolut unzufrieden mit dem Verhalten des DB Managements. Die Fahrgäste haben ein Recht darauf zu erfahren, wann sie wieder mit dem regulären S-Bahn-Angebot rechnen können (Pressemeldung VBB, 02.09.10).

RechteckBMVBS: Stärkere Kooperation bei deutsch-französischer Bahnpolitik
Foto Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Am 31.08.10 haben sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und sein französischer Amtskollege, Dominique Bussereau, in Berlin zu einer Arbeitssitzung getroffen. Dabei wurde insbesondere über die Entwicklung des europäischen Eisenbahn- und des Luftfahrtsektors gesprochen. Beide Minister bekräftigten ihren Wunsch, sowohl bei der Entwicklung der europäischen Regelungen zum Schienenverkehr, als auch bei der Umsetzung des einheitlichen europäischen Luftraums eine starke deutsch-französische Achse zu bilden.
Um die Entwicklung des europäischen Schienenverkehrs zu fördern, sollen gemeinsame Initiativen ergriffen werden - vor allem bei der gegenseitigen Annerkennung der Zulassungsentscheidungen des rollenden Materials. Die Minister unterstrichen die Bedeutung der Beziehungen zwischen der SNCF und der Deutschen Bahn AG und der intensivierten Kooperation zwischen den Netzbetreibern (RFF und DB Netz AG) sowie zwischen den beiden Industrieverbänden FIF und VDB. Diese stärkere deutsch-französische Zusammenarbeit hat das Ziel, bürokratische Hemmnisse abzubauen, Verfahren zu beschleunigen und damit auch Kosten zu senken.
Beide Minister vereinbarten zudem, eine hochrangige Gruppe für die Schiene zwischen Deutschland und Frankreich einzusetzen. Diese wird auf bereits bestehenden Vereinbarungen beider Länder aufbauen. Im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit verständigten sich die Minister darauf, die in Kürze zu erwartenden Vorschläge der Europäischen Kommission für eine Neugestaltung des 1. Eisenbahnpakets konstruktiv zu begleiten. Gemeinsames Ziel ist die Schaffung eines harmonisierten Regulierungsniveaus in Europa (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 02.09.10).
RechteckWeitere Informationen in der Pressemeldung vom französischen Verkehrsministerium:
Transports: vers un axe franco-allemand fort (02.09.10).

RechteckBombardier: Finanzergebnis für das zweite Quartal
Bombardier gab am 01.09.10 das Finanzergebnis für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2011 bekannt. Der Umsatz lag bei USD 4,1 Mrd. gegenüber USD 4,9 Mrd. im gleichen Zeitraum des vergangenen Geschäftsjahres. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf USD 231 Mio. gegenüber USD 313 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge lag bei 5,7% gegenüber 6,3% im Vorjahr.
Der Umsatz von Bombardier Transportation belief sich im zweiten Quartal zum 31. Juli 2010 auf USD 2,1 Mrd. gegenüber USD 2,5 Mrd. im selben Vorjahreszeitraum. Das EBIT lag bei USD 140 Mio. im Vergleich zu USD 159 Mio. in der Vorjahresperiode, während die EBIT-Marge einen Wert von 6,6% gegenüber 6,2% im letzten Geschäftsjahr erreichte. Der eingesetzte Free Cashflow belief sich im zweiten Quartal auf USD 132 Mio. gegenüber einem Free Cashflow von USD 149 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand lag zum 31. Juli 2010 bei insgesamt USD 30,3 Mrd. gegenüber USD 27,1 Mrd. zum 31. Januar 2010.
Im zweiten Quartal konnte Bombardier Transportation Neubestellungen im Wert von USD 4,3 Mrd. gegenüber USD 3 Mrd. im letzten Geschäftsjahr verzeichnen. Somit ergibt sich ein Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz (book-to-bill) von 2,0 gegenüber 1,2 im entsprechenden Zeitraum des letzten Geschäftsjahres. Die Bestellungen kommen aus den verschiedensten Regionen der Welt und beinhalten u.a. einen Vertrag über die Lieferung von 59 TWINDEXX-Doppelstockzügen an die Schweizerischen Bundesbahnen SBB im Gesamtwert von USD 1,6 Mrd. Hierbei handelt es sich um die größte Fahrzeugbestellung in der Geschichte der SBB.
Bombardier Transportation schloss außerdem einen Vertrag mit dem Nahverkehrsbetreiber Metrolinx in Toronto über die Lieferung von 182 FLEXITY-Straßenbahnen im Wert von USD 745 Mio. ab und unterzeichnete im Königreich Saudi Arabien den ersten Vertrag über Lieferung, Montage, Betrieb und Wartung eines 3,6 km langen INNOVIA Monorail 300-Systems im Wert von USD 241 Mio.
Nach Quartalsende erhielt unser chinesisches Joint-Venture Sifang (Qingdao) Transportation Ltd. eine Bestellung über 40 CRH1-Hochgeschwindigkeitszüge vom chinesischen Eisenbahnministerium (MOR) im Wert von USD 761 Mio. Der Anteil von Bombardier Transportation liegt bei USD 373 Mio.
Die ausführlichen Informationen finden Sie in der Pressemeldung von Bombardier (02.09.10).

RechteckBundesnetzagentur: Einheitliche Preise für Nutzer von Werkstätten der DB Regio AG
Die Bundesnetzagentur hat jetzt die Einführung von diskriminierungsfreien Entgeltregelungen für Instand-haltungsleistungen in den Werkstätten der DB Regio AG erwirkt. Ab dem 1. Oktober 2010 können alle Nutzer der von der DB Regio AG betriebenen Werkstätten zu den gleichen Konditionen ihre Fahrzeuge und Reisezugwagen warten lassen.
"Werkstattleistungen sind neben der Nutzung von Trassen und Stationen ein entscheidender Faktor für das Erbringen von Schienenverkehrsleistungen", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. "Bislang war ein fairer Zugang zur Fahrzeuginstandhaltung nicht sichergestellt. Dies ist insbesondere auf eine mangelnde Transparenz in den Nutzungsbedingungen sowie bei den Entgelthöhen zurückzuführen. Mit dem nun in Kraft tretenden Preismodell, das allen Unternehmen zu gleichen Bedingungen die Nutzung von Werkstätten ermöglicht, hat die Bundesnetzagentur den Markt für die Fahrzeuginstandhaltung weiter geöffnet."
Die DB Regio AG ist nicht nur Marktführer bei Nahverkehrsdienstleistungen, sie besitzt auch Instandhaltungseinrichtungen an insgesamt 51 Standorten in Deutschland. Bisher werden die Preise individuell für jeden Auftrag ermittelt.
Eine einheitliche Preiskalkulation ist dabei nicht sichergestellt. Der überwiegende Teil der Nutzer ist konzernintern. Externe Unternehmen greifen wenig auf die Werkstätten zurück. Für ihre Service-einrichtungen verfügt die DB Regio AG zukünftig über transparente Entgeltregelungen. Zudem ist eine Preisliste vorgesehen, aus der sich für jede Werkstatt ein verbindlicher Fertigungsstundensatz ergibt. Die Kosten sind somit für jeden Nutzer abschätzbar und damit kalkulierbar.
"Eisenbahnverkehrsunternehmen haben nun tatsächlich die freie Wahl, ob sie neue Werkstätten bauen, bestehende Werkstätten übernehmen oder deren Instandhaltungsleistungsangebot mitnutzen. Auf diese Weise wird die Duplizierung der Infrastruktureinrichtung dort, wo sie entweder volkswirtschaftlich unsinnig oder schlicht kostentreibend wäre, vermieden.
Zudem werden gleiche Ausgangsbedingungen im Wettbewerb beim Erbringen von Leistungen im Schienenpersonenverkehr sichergestellt, vor allem dann, wenn z. B. aus einem Mangel an städtischen Bauflächen die Errichtung einer eigenen Werkstatt nicht möglich ist und Wettbewerber auf die Mitnutzung bestehender Werkstätten des DB Konzerns angewiesen sind", betonte Kurth.
Anfang 2009 hatte die Bundesnetzagentur ein Verfahren eingeleitet, in dem sie von der DB Regio AG ein diskriminierungsfreies Entgeltkalkulationsmodell forderte. Die Bundesnetzagentur vertritt die Auffassung, dass alle Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) gleichermaßen an den Kosten und Risiken zu beteiligen sind, die sich aus der Öffnung der Werkstätten für dritte EVU ergeben. Nur wenn alle EVU zu gleichen Konditionen Zugang zu Eisenbahninfrastrukturen erhalten, existieren tatsächlich gleiche Ausgangsbedingungen für den Wettbewerb auf der Schiene. Die DB Regio AG verpflichtete sich zur Einführung diskriminierungsfreier und transparenter Entgeltregelungen sowie zur Erhebung einheitlicher Entgelte.
Die zwischen der Bundesnetzagentur und der DB Regio AG abgestimmten Entgeltregelungen schaffen rasch Rechtssicherheit. Sie haben Signalwirkung für die Bemessung der Nutzungsentgelte in weiteren Werkstätten. Relevant sind hier insbesondere die Werkstätten der DB Schenker Rail AG sowie der DB Fernverkehr AG (Pressemeldung Bundesnetzagentur, 02.09.10).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Skandalöse politische Praxis
Zu der Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage „Inwieweit vertritt Dr. Rüdiger Grube als Vorstandschef der Deutschen Bahn AG mit seiner Unterzeichnung eines energiepolitischen Appells für Atomkraft die Meinung der Deutschen Bahn AG?“ erklärt Anton Hofreiter:

Die Bundesregierung nimmt zur Kenntnis, dass Dr. Grube als Vorstandvorsitzender der DB AG den Energiepolitischen Appell der Energiezukunft für Deutschland e.V.i.G. im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit unterzeichnet hat. Es ist schon skandalös, dass ein im Besitz der Bundesrepublik befindliches Unternehmen sich an der Lobbyarbeit der vier deutschen Energiekonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW beteiligt. Demokratisch nicht zu verantworten ist es, dass sich die Bundesregierung in ihren politischen Plänen, an der Kernenergie festzuhalten, von einem durch sie kontrollierten Unternehmen unterstützen lässt.
Bedenklich ist auch die energiepolitische Wende der Deutsche Bahn. Eisenbahnen sind das umwelt- und klimafreundlichste Verkehrsmittel, das wir haben. Doch die Möglichkeiten sind längst nicht ausgeschöpft. Die Bahn bezieht lediglich einen Stromanteil von 18,5 % aus erneuerbaren Energiequellen. Dass die Bahn einen Appell für die Laufzeitverlängerung von AKWs unterzeichnet, konterkariert die Pläne der Bundesverkehrsministers, die Bahn weiter zum fortschrittlich und umweltfreundlich Verkehrsmittel auszubauen (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 02.09.10).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesregierung
Zu seinem Schreiben an die Kommission erklärt Anton Hofreiter: „Es muss endlich wieder Klarheit über das Finanzsystem der Bahn geschaffen werden. Sichergestellt werden muss, dass diese öffentlichen Gelder, die die Bahn erhält, nicht zweckentfremdet werden. Geld, was für die Erhaltung des Schienennetzes bestimmt ist, muss auch ins Schienennetz fließen, damit Fahrgäste sicher und pünktlich ankommen."
In dem Schreiben selbst heißt es: „Die für das Schienennetz zuständige Tochtergesellschaft DB Netz AG erhält direkt und indirekt mehrere Milliarden Euro Subventionen durch die Bundesregierung. Die direkten Subventionen beziehen sich auf die Finanzierung von Neu- und Ausbauprojekten in der Höhe von rund 1,2 Mrd. Euro sowie ein jährlicher Zuschuss für die Erhaltung des Schienennetz über 2,5 Mrd. Euro.
Des weiteren fließen der DB Netz AG mehrere Milliarden Euro Trassenentgelte aus dem Schienen-personennahverkehr zu, der seinerseits mit rund 7 Mrd. Euro jährlich bezuschusst wird. DB Netz hat in den vergangenen Jahren erhebliche Gewinne gemacht und diese als Gewinnabführung an die Konzern-Holding abgeführt. Laut Informationen der Zeitung "Die Welt" soll das Ergebnis vor Steuern (Ebit) der DB Netz von 687 Millionen Euro in diesem Jahr bereits 2011 auf 845 Millionen Euro wachsen. Für 2012 sind 961 Millionen Euro eingeplant, 2013 rund 1,04 Milliarden Euro und 2014 schließlich 1,1 Milliarden Euro. Mehr noch als bisher würden die Gewinne aus dem Schienennetz damit erheblich zum gesamten Konzerngewinn beitragen.
Meiner Ansicht nach ist das in der Richtlinie 91/440/EWG geforderte Verbot des Transfers von Subventionen aus dem Infrastrukturbereich in den Bereich des Erbringens von Verkehrsleistungen bei der Deutschen Bahn AG nicht gewährleistet. Und die Rechnungslegung der DB Holding weist nicht transparent und nachvollziehbar aus, dass die staatlichen Subventionen für das Netz und die anderen Infrastrukturgesellschaften tatsächlich nur für den ihnen zugedachten Zweck verwendet werden.
In Deutschland wäre von Amts wegen das Eisenbahnbundesamt (EBA) für die Prüfung eines Verstoßes der Mittelverwendung gegen Art. 6 Abs 1 verantwortlich. Es fehlen aber bis heute die rechtlichen Grundlagen im Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) oder der Eisenbahninfrastruktur- Benutzungsverordnung (EIBV), mit denen das EBA wirksam kontrollieren kann, z.B. durch die Anforderung von Akten des DB-Konzerns, wie die Mittel verwendet wurden.
Ich bitte Sie daher die notwendigen Schritte einzuleiten, um ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen Verstoßes gegen die Richtlinie 91/440/EWG einzuleiten.“ (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 02.09.10).

RechteckHamburg: Golfturnier der Hamburger Spediteure
Foto Verein Hamburger Spediteure
SpedGolf-Turnier 2010: von links: Thomas Kaul (Panalpina Welttransport (Deutschland) GmbH), Karl-Heinz Streubel (Kühne + Nagel (AG & Co.) KG), Olaf Wessel (Alfons Köster & Co. GmbH), Hansjürgen Menzel (Hapag-Lloyd AG).
Beim Verein Hamburger Spediteure und seinen Mitgliedsfirmen ging es am vergangenen Wochenende wieder sportlich zu: Auf der Golfanlage Schloss Lüdersburg wurde am Samstag das SpedGolf-Turnier 2010 ausgetragen. 17 Flights mit mehr als 50 Spielern fanden sich pünktlich um 10.00 Uhr ein. Zuvor konnten sich die Logistiker und Gäste noch mit einem Frühstück stärken.
Mit dabei waren: Willem van der Schalk, Geschäftsführer der a. hartrodt (GmbH & Co) KG, Hamburg, der erst kürzlich zum Sprecher des Komitees Deutscher Seehafenspediteure im Deutschen Speditions- und Logistikverband e.V. (KDS im DSLV e.V.) gewählt wurde und Johan P. Schryver, Geschäftsführer H. J. Schryver GmbH & Co., der seit Ende April 2010 der neue VHSp-Vorsitzer ist.
Die Preisverleihung fand beim Abendessen auf der Golfanlage Schloss Lüdersburg statt. Olaf Wessel, Geschäftsführer der internationalen Spedition Alfons Köster & Co. GmbH gewann als bester Nettospieler den Wanderpreis des VHSp. Bester Bruttospieler des Turniers war Steffen Behrens aus der Projektabteilung von a. hartrodt (GmbH & Co. KG), der als Gewinn eine von dem IT-Dienstleister DAKOSY Datenkommunikationssystem AG gestiftete Digitalkamera erhielt (Pressemeldung Verein Hamburger Spediteure, 02.09.10).

RechteckNordrhein-Westfalen: Die Begatalbahn als Zukunftschance für die Region
Foto Pro BahnFoto Pro Bahn
Foto Pro Bahn
Der Fahrgastverband PRO BAHN engagiert sich seit langer Zeit mit unterschiedlichen Aktivitäten für die Reaktivierung der Begatalbahn von Lemgo nach Barntrup. "Bei den von uns eingeleiteten Maßnahmen stehen wir in enger Verbindung mit dem Verkehrsverbund Ostwestfalen Lippe (VVOWL)", so PRO BAHN-Vorstandsmitglied Willi Wächter.
Ende Juni hat der VVOWL signalisiert, diese Investitionsmaßnahme aufzunehmen, wenn sich die Region finanziell an den Betriebskosten beteiligt. Allerdings muss die Investition noch von der Gesellschafter-versammlung des Verbundraumes Westfalen (NWL) bestätigt werden. Wächter ist zuversichtlich: "Wir gehen davon aus, dass die in den nächsten Tagen vorliegende Kosten-Nutzenanalyse eine hervorragende Wirtschaftlichkeit der Strecke belegt."
PRO BAHN sieht aufgrund dieser günstigen Bedingungen eine große Chance für das östliche Lipperland. Der Fahrgastverband fordert trotz der angespannten Haushaltslage auf, den Zug für die umsteigefreie Verbindung zum Hauptbahnhof Bielefeld nicht zu verpassen und positive politische Schritte einzuleiten. Wie bereits der enorme Zuwachs an Fahrgästen auf der Strecke Bielefeld - Lemgo-Lüttfeld gezeigt hat, stärkt eine derartige Verbindung den Wirtschaftsraum und wirkt gleichzeitig der demografischen Abwanderung entgegen. Zudem ist mit der Reaktivierung der langfristige Erhalt der Museumseisenbahn gesichert. Schienengüterverkehre durch regionale Anbieter (Verkehrsbetriebe Extertal - VBE, Landeseisenbahn Lippe, LEL) sind zudem wieder möglich.
"Wir haben die betroffenen Kommunen informiert und detailliert auf die Vorteile dieser neuen Bahnver-bindung für die Region hingewiesen", so Wächter, der abschließend die Forderung nochmal direkt formuliert: "Wir fordern die Entscheidungsträger des Kreises Lippe, die Städte Lemgo und Barntrup sowie die Gemeinde Dörentrup zur Zusammenarbeit auf, um die Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts für die Region voranzubringen. Geben Sie der nachhaltigen Mobilität auf der Begatalbahn eine Chance!" Die Initiative Pro-Begatalbahn, ein Zusammenschluss der Landeseisenbahn Lippe und von PRO BAHN, hat für den 26. September im Rahmen eines großes Bahnhofsfestes die Eurobahn mit einem modernen Talent-Triebwagen ins Begatal bestellt, der Pendelfahrten anbietet. Nostalgiefahrten, ein Fotogüterzug und viele weitere Eisenbahnattraktionen runden das Angebot ab" (Pressemeldung Pro Bahn Regionalverband OWL, Initiative Pro Begatalbahn, 02.09.10).

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LOK Report 9/10

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Museum vom 02.09.10

Rechteck52.7102
Foto Alfred SchmidFoto Alfred Schmid
Die 52.7102, hier am Donauuferbhf. in Wien, wurde von der ÖGEG erworben (Alfred Schmid, 02.09.10).

RechteckBartz-Grubenlokdenkmal in Duisburg-Oestrum
Foto Jörg SeidelFoto Jörg Seidel
Die „Bergbausammlung Rheinhausen e.V.“ wurde bereits im Jahre 1982 von engagierten ehemaligen Bergleuten ins Leben gerufen. Sie beschäftigt sich mit dem Bergbau im linksrheinischen Teil von Duisburg, speziell mit den Schachtanlagen Diergardt und Mevissen.
Auf Grund von Bränden und Konkursen musste die Sammlung mehrfach ihren Standort wechseln, bis sie schließlich im Jahre 1998 Unterschlupf bei der Caritas Werkstätten an der Hochstrasse in Oestrum fand. Die Caritas Werkstätten liegen dabei auf dem ehemaligen Kohlenlagerplatz der Zeche Diergardt, heute ein reines Gewerbegebiet.
Im Jahr 2007 meldeten die Werkstätten Eigenbedarf an, so dass man mit Hilfe des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland eine neue Unterkunft in der ehemaligen Tagesstätte „Auf dem Berg“ im Stadtteil Rheinhausen-Bergheim fand.
Bei den Caritaswerkstätten blieb aber der gepflegte Grubenzug der Sammlung in Obhut, da es am neuen Standort dafür keinen Platz gab. Dabei handelt es sich um eine 1967 von der Dortmunder Firma Bartz gebaute Akkulok des Typs KGA 08-05, sowie zwei Grubenwagen. Allerdings gibt es zur Herkunft der Lok nur Vermutungen. Der heutige Vereinsvorsitzende denkt an die Pattbergschächte als letzten Einsatzort, doch so genau weiß das im Verein heute niemand mehr. Auch wie lange man den Grubenzug schon besitzt, ist leider etwas unklar.
Weitere Infos zum Museum gibt es unter www.bergbausammlung.de (Jörg Seidel, 02.09.10).

RechteckBrokser Heiratsmarkt
Foto  WRFoto  WR
Foto  WRFoto  WR
Zum Brokser Heiratsmarkt war an den Haupttagen im Zweistundentakt Verkehr. Die Bilder zeigen die Esslinger Garnitur bei der Einfahrt in Eystrup, Steuerwagen voraus, die MWB-Diesellok beim Rangieren eben dort sowie die GDT-Garnitur mit den beiden ehemaligen OHE-Triebwagen in Bruchhausen-Vilsen, alle Aufnahmen vom Dienstag, 31. August (WR, 28.10.10).

RechteckOffener Lokschuppen der ZHL
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Die Freunde der Zahnradbahn Honau-Lichtenstein (ZHL) luden am Dienstag Abend zur Sommerhocketse am Reutlinger Westbahnhof ein. Im Lokschuppen konnte man die 1922 bei der Maschinenfabrik Esslingen gebaute Zahnraddampflok 97 501, die vom Verein aufgearbeitet wird, bestaunt werden. Wer wollte, konnte auch in den zwei Zahnradschienenbussteuerwagen VS97 604 und 605 platznehmen und sich von der 1938 gebauten Köf 10775 nach Betzingen und zurück befördern lassen (Harald Becker, 02.09.10).

RechteckSBB RailAway übertrifft im Jubiläumsjahr die Ziele erneut
Das Halbjahresergebnis der RailAway AG bestätigt den positiven Trend der letzten zehn Jahre: Freizeitreisen mit der Bahn ziehen stetig mehr Passagiere an. Die führende Freizeitanbieterin der Schweiz steigerte den Absatz im ersten Halbjahr um 5% und verkaufte insgesamt 735 000 SBB RailAway-Angebote. Grosses Wachstum verbuchen weiterhin die Snow’n’Rail-Angebote, die mit über 125 000 Verkäufen einen Rekord ausweisen. Überproportional stieg die Nachfrage nach Kombi-Billetten für Veranstaltungen, Kunstangebote oder Ausflüge in die Natur. Der Bruttoumsatz der RailAway AG von CHF 35.398 Mio. entsprach dem anvisierten Wert.
Die RailAway AG fährt im elften Betriebsjahr ein elftes Mal auf Rekordkurs. «Unsere Angebote sind attraktiv und vor allem sind sie preisgünstig. Das bringt immer mehr Reisende auf die Bahn – für Ausflüge oder Abenteuer in der Freizeit jeglicher Art», bestätigt René Kamer, Geschäftsführer RailAway AG.
Insbesondere die Kombination von Hin- und Rückreise mit der Bahn inklusive Skitageskarte, die Snow’n’Rail-Billette, setzten mit über 125 000 verkauften Angeboten einen Rekord ab.
Mit 18 Prozent erheblich über den Zielen bilanzieren im ersten Halbjahr die Kombi-Angebote für Veranstaltungen; gegenüber dem Vorjahr nahm der Verkauf um 20% zu. Der Vorjahresvergleich basiert auf Nominalwerten und effektiven Freizeitverkäufen. Das heisst, der einmalige Absatz von Bahnbilletten für die Eishockey Weltmeisterschaft 2009 ist darin nicht enthalten. Intensiver gefragt als je waren Kunst-Angebote und Ausflüge in die Natur. SBB RailAway erlebt mit über 45 000 abgesetzten Kunstpauschalen einen Boom. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber Vorjahr von fast 17%.
Nicht auf der Höhe seiner Zeit läuft das Gruppengeschäft: 10% weniger Gruppen als im Vorjahr buchten einen Ausflug bei SBB RailAway. Einen Teil dieser Baisse fing SBB RailAway mit guten Angeboten für Schulen auf. «Die Bahn ist ideal für Schulreisen. Sie überzeugt mit konkurrenzfähigen Preisen, verfügt über viel Erfahrung und genügend Kapazität», sagt René Kamer.
Für das zweite Halbjahr prognostiziert SBB RailAway-Chef Kamer weitere Absatzsteigerungen. Bereits im Juli/August hat die Freizeitanbieterin 12% mehr Kombibillette verkauft, als in den beiden Sommermonaten 2009. Zugleich hat SBB RailAway einen Coup gelandet: Die gemeinsame Aktion «2für1» mit einem grossen Detailhändler steigert die Bekanntheit spürbar. «Der Herbst ist unsere Hauptsaison. Durch diese gemeinsame Aktion werden wir auch Neukunden gewinnen. Gleichzeitig profitieren Stammkunden oder solche, die bereits auf SBB RailAway eingefahren sind, bei dieser Aktion von noch attraktiveren und günstigeren Freizeiterlebnissen», bringt René Kamer die Win-Win-Situation auf den Punkt (Pressemeldung RailAway AG, 02.09.10).

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Sichtungen vom 02.09.10

RechteckBerlin
Foto Sebastian SchraderFoto Sebastian Schrader
Kurz vor Licht aus fuhr am Abend des 30.08.2010 die DGT 232 223 mit der Überführung 89400, am Zughaken ein über 1000 t schwerer Schotterbettreinigungszug, durch den Prenzlauer Berg in Berlin. An der Greifswalder Straße musste die Lok den Zug umlaufen, um in korrekter Arbeitsrichtung Oranienburg zu erreichen (Sebastian Schrader, 02.09.10).

RechteckPrignitz
Foto Peter PohlmannFoto Peter Pohlmann
Ausgehend von Pritzwalk in der Prignitz fahren im Personenverkehr die unterschiedlichsten Fahrzeuge. Außer den 646 der DB AG, die zwischen Wittenberge und Berlin verkehren, fährt in Richtung Neustadt (Dosse) 650 569 PEG, während der LVT 504 004 PEG nach Meyenburg unterwegs ist und der Doppelstocktriebwagen 670 007 DERA die Strecke nach Putlitz bedient.
In Meyenburg stehen abgestellt ein ehemaligen Edelrenner der Baureihe 403 der Deutschen Bundesbahn, neben Lynette Triebwagen aus Dänemark und einem ehem. DB Schienenbus in PEG Lackierung.
In Witttenberge steht eine Class 66 der FreightlinerPL mit Ihrem Güterzug während 212 279 EGP und 212 314 EGP in Pritzwark auf ihre Weiterfahrt warten (Peter Pohlmann, 02.09.10).

RechteckWien
Foto Raimund WyhnaFoto Raimund Wyhna
Vor vierzehn Tagen musste ich mich in Nachsicht üben, als der erste von insgesamt 14 nachbestellten RUBIN Triebwagen der Type DT3F durch das in Wien-Simmering ansässige Werk von Siemens ausgeliefert wurde. Dafür war es dann aber am Dienstag soweit, nachdem Einheit Nr.2 das Werk verlassen und die Überstellfahrt nach Nürnberg angetreten hat (Raimund Wyhnal, www.bahnnews-austria.at, 02.09.10).

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Europa Reiseführer 2010/2011

Rüdiger Lüders (Herausgeber)

Europa Reiseführer
2010/2011

96 Seiten, Format 21 x 24 cm, gebunden
ISBN 978-3-935909-17-4
Euro 22,80

Leseprobe Reiseführer 2010/2011

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Europa vom 02.09.10

RechteckFrankreich: SNCF verbessert ihr Halbjahresergebnis
Im ersten Halbjahr 2010 hat die SNCF wieder einen Gewinn von 80 Millionen Euro eingefahren. Damit habe das Unternehmen den Verlust vom ersten Halbjahr 2009 teilweise aufgeholt.
Die Erholung der operativen Margen in allen Branchen ist insbesondere auf SNCF Infra, und SNCF Geodis zurückzuführen, die 2009 besonders stark von der Krise in der ersten Hälfte des Jahres 2009 betroffen waren und sich nun erholten. Aber auch SNCF Proximités konnte seine Marge fast verdreifachen, während SNCF Voyages stabil blieb.
Nach einem sehr schwierigen Jahr 2009, spiegeln die Zahlen der ersten Hälfte des Jahres 2010 eine noch langsame und zerbrechliche Erholung wider, so dass die Aktivitäten zur Gewinnverbesserung auch weiterhin fortgeführt und verstärkt werden müssen.
Trotz der Unsicherheiten erwartet die SNCF eine stabile Erholung im 2. Halbjahr 2010. Die Ergebnisse bleiben noch sehr unzureichend in Bezug auf die Anforderungen an Investitionen, die zur Lösung der strukturellen Probleme in Zusammenhang mit dem Eisenbahn-Güterverkehr sowie der Planung, Verwaltung und Wartung der Infrastruktur aufzubringen sind.
Die ausführlichen Informationen finden Sie in der Pressemeldung der SNCF (02.09.10).

RechteckÖsterreich: Erster Arbeitstag für fast 500 neue ÖBB-Lehrlinge
Mit dem heutigen Tag und noch bevor die Schule startet, beginnen österreichweit knapp fünfhundert Buschen und Mädchen ihren Weg in einen der zahlreichen ÖBB-Berufe. So werden etwa Mobilitäts-kaufmann/-frau beim ÖBB-Personenverkehr, Speditionskaufmann/-frau bei der Rail Cargo Austria oder Kraftfahrzeugtechniker bei der ÖBB-Postbus GmbH angeboten.
Ein Großteil der neuen Lehrlinge, nämlich 412, starten ihre Berufslaufbahn in handwerklich-technischen Berufen in einer der elf ÖBB-Lehrwerkstätten in ganz Österreich. Zur Auswahl stehen eine Vielzahl an Berufen, wie etwa Maschinenbautechnik, Elektronik oder Mechatronik. Allein in Wien starten heute 196 Lehrlinge bei den ÖBB ins Berufsleben.
"Die ÖBB sind nicht nur eines der größten Unternehmen Österreichs, sondern mit über 1.850 Lehrlingen auch einer der größten Ausbildungsbetriebe in Österreich", so der Vorstandsvorsitzende der ÖBB-Holding AG, Christian Kern. "Wir nehmen jährlich rund 500 Lehrlinge auf. Die Lehrlingsausbildung ist staatlich ausgezeichnet und besitzt bei den ÖBB eine lange Tradition. Der ÖBB-Konzern bietet interessante Berufsbilder auf allen Ebenen in einer zukunftsorientierten Wachstumsbranche". Bundesministerin Doris Bures: "Als zweitgrößter Lehrherr Österreichs nimmt die ÖBB ihre Verantwortung für die nächste Generation wahr und bietet ein umfassendes und interessantes Ausbildungsangebot für Lehrlinge an. Ich wünsche allen neuen Lehrlingen eine tolle Zeit mit vielen wertvollen Erfahrungen und einer fundierten Berufsausbildung für ihren weiteren Lebensweg." Und Bures weiter: "Ganz wichtig ist mir auch, dass wir verstärkt jungen Frauen motivieren, eine technische Berufsausbildung mit guten Zukunftschancen zu absolvieren. Mädchen sind in technischen Berufen leider noch immer stark unterrepräsentiert - zu unrecht, denn sie stehen den Burschen in punkto Geschick, technischem Verständnis und Know how um nichts nach."
Die ÖBB bieten ab heuer neben den klassischen Lehrberufen sechs neue Eisenbahnlehrberufe an. Der große Vorteil für alle Lehrlinge: der Lehrabschluss erfolgt in zwei Berufen. Eine fundierte Grundausbildung in Elektrotechnik und Mechanik soll den Lehrlingen ermöglichen, in einem traditionellen Handwerksberuf wie z.B. dem Anlagen- und Betriebstechniker UND in einem Eisenbahnberuf abzuschließen. Dadurch ist es erstmals in Österreich möglich, etwa den Beruf Lokführer ("Eisenbahntransporttechnik") als Lehrberuf zu erlernen (Pressemeldung ÖBB, 02.09.10).

RechteckSchweiz: Fingerspitzengefühl in der Personalpolitik gefragt
Angesichts der erneuten Leistungs- und Produktivitätssteigerung der SBB und den kommenden grossen Herausforderungen gibt es bei den Anstellungsbedingungen des Personals absolut keinen Spielraum nach unten.
Einmal mehr hat die SBB ihre Produktivität gesteigert: Der Konzern hat im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode 4,1% mehr Personenkilometer sowie 17,5% mehr Nettotonnenkilometer produziert und 1,0% mehr Trassenkilometer verkauft – bei gleichem Personalbestand. Verbessert wurden auch die Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit. Diese Spitzenleistung war nur möglich dank motiviertem, pflichtbewusstem Personal.
Dessen ausgezeichnete Arbeit hat sich ausser bei Cargo, wo der schwache Eurokurs und höhere Unterhaltskosten das Ergebnis gedrückt haben, auch finanziell ausgezahlt. Daher gibt es bei den Anstellungsbedingungen absolut keinen Spielraum nach unten, sondern das Personal erwartet im Gegenteil eine Belohnung für seine gute Leistung. Von der Unternehmungsleitung ist daher bei den laufenden Verhandlungen über das neue Lohnsystem und den kommenden Lohnverhandlungen Fingerspitzengefühl gefragt. Demotiviertes Personal wäre das Letzte, was die SBB brauchen kann, um die künftigen grossen Herausforderungen zu meistern.
Grosse Sorgen bereitet dem SEV weiterhin die Sanierung der Pensionskasse SBB: Die SBB-Mitarbeitenden müssen massive Lohneinbussen und Rentenverluste in Kauf nehmen, um das Loch in der Kasse zu stopfen, das nicht sie zu verschulden haben. Der dafür verantwortliche Bund muss mehr als die vom Bundesrat vorgeschlagenen 1,148 Milliarden an die Sanierung beitragen! Als Eigentümer der SBB kann der Bund auch kein Interesse daran haben, dass das Unternehmen wegen der Pensionskassensanierung zusätzliche Schulden machen muss (Pressemeldung SEV, 02.09.10).

RechteckSchweiz: Gutes erstes Halbjahr für die SBB
In sämtlichen Bereichen konnte die SBB ihre Leistungen gegenüber der Vorjahresperiode steigern. Der positive Trend bei der Kundenpünktlichkeit hält an: 88,7% (+0,5%) der Züge erreichten ihr Ziel mit weniger als 3 Minuten Verspätung, und auch die Anschlussvermittlung hat sich verbessert (+0,3%). Nebst der Pünktlichkeit stieg die Zufriedenheit der Kunden ebenfalls in den Bereichen Fahrgastinformation und Angebot/Leistung an. Die Sicherheit befindet sich auf hohem Niveau.
Im ersten Halbjahr 2010 konnte die SBB das Konzernergebnis dank Sondereffekten und höherer Gewinne aus Immobilienverkäufen um 24,9% auf CHF 165,9 Mio verbessern. Hingegen erhöhte sich die Verschuldung der SBB, unter anderem wegen der aufgenommenen Darlehen zur Sanierung der Pensionskasse SBB und der Investitionen in neues Rollmaterial.
In Anbetracht der grossen finanziellen Herausforderungen, beispielsweise zum Erhalt der Leistungsfähigkeit von Netz und Anlagen sowie zur Beseitigung der dringendsten Netzengpässe, ist die SBB auf zusätzliche Finanzmittel angewiesen.
Die ausführlichen Informationen finden Sie in der Pressemeldung der SBB (02.09.10).

RechteckSchweiz: Jungfraubahnen prüfen eine touristische Nutzung auf dem Ostgrat
Für die Jungfraubahnen ergibt sich die einmalige Gelegenheit, eine touristische Attraktion auf dem Ostgrat der Jungfrau zu prüfen. Die Swisscom hat beschlossen, ihre Richtfunkstation ab 2013 nicht weiter zu betreiben.
Die Richtfunkstation der Swisscom liegt auf dem sogenannten Ostgrat zwischen dem Jungfraujoch - Top of Europe und dem Gipfel der Jungfrau auf 3700 Meter über Meer. Von der Richtfunkstation aus, die vom Jungfraujoch aus unterirdisch und teilweise durch den Gletscher zugänglich ist, kann man den Aletschgletscher und das Jungfraujoch überblicken und hat eine einmalige Aussicht auf die hochalpine Bergwelt. Die Jungfraubahnen wollen das Gebäude erhalten und klären ab, wie sie es touristisch nutzen können. Falls sich das Vorhaben konkretisieren lässt, werden sie ein detailliertes Projekt ausarbeiten und darüber zur gegebenen Zeit informieren.
Europas höchstgelegene Richtfunkstation wurde 1954 in Betrieb genommen und in den folgenden Jahrzehnten ausgebaut. Die Station war die erste in Europa, die Richtfunkverbindungen über die Alpen herstellte. Sie diente der Übertragung von Telefon- und Fernsehsignalen und verband im internationalen Richtfunknetz Deutschland mit Italien. Mit der Einführung von neuen Übertragungstechnologien wie Glasfaser nahm die Bedeutung der Anlage ab. Die heute noch verbleibenden Dienste sollen ab 2013 durch andere Standorte weitergeführt werden (Pressemeldung Jungfraubahn Holding AG, 02.09.10).

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