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Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

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LOK Report – News von Donnerstag, 08.12.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
DB Netz erhöht Trassenpreise
Absatzlinie
Lang-LKW sind nicht unsicherer
als kurze EU-LKW

Absatzlinie
NRW setzt sich für faire Löhne
und Sozialstandards im ÖPNV ein

Absatzlinie
Inbetriebnahme Horka -
Wiegliniec am Sonntag

Absatzlinie

Ausbau Ratinger Weststrecke
Absatzlinie
Trödelei im Ministerium verteuert
Bahnausbau in Dänemark

Absatzlinie
Frz. Regierung fordert Schutz
der Bahnindustrie vor China

Absatzlinie
Green Cargo verlegt Hauptsitz
nach Hallsberg

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sebastian Bollmann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehr

RechteckNEE: Staatsmonopolist treibt zum Fahrplanwechsel die Schienenmaut in die Höhe
Die aktuelle allgemeine Preissteigerungsrate beginnt seit 29 Monaten immer mit einer Null vor dem Komma. Ob die Preise für Pauschalreisen, Telekommunikationsleistungen oder für die Lkw-Maut sinken – einer erhöht kontinuierlich die Preise. Mit dem Fahrplanwechsel im europäischen Schienenverkehr am kommenden Sonnabend steigen die Preise, die Eisenbahnverkehrsunternehmen für die Nutzung des DB-Netzes bezahlen müssen, um 2,4 Prozent an.
Die Erhöhung steht am vorläufigen Ende einer langen Kette von Preiserhöhungen, die die Wettbewerbs­fähig­keit der Schie­ne immer weiter beeinträchtigt. "Im Grunde", so der Vorstandsvorsitzende des Netzwerks Europäischer Eisen­bahnen (NEE), Ludolf Kerkeling, "sägt die DB Netz AG immer ganz kontrolliert an dem Ast, auf dem sie sitzt, anstatt den Baum wachsen zu lassen. Denn die Bahnen im Schienengüterverkehr sind nicht in der Lage, im wettbewerbsin­ten­siven Umfeld von Lkw, Binnenschiff und den übrigen Bahnunternehmen diese Kostensteige­rungen an ihre Auf­traggeber in der verladenden Wirtschaft weiterzugeben. Unsere Effizienzsteigerungen werden unter anderem vom Netz aufgefressen, statt uns Investitionen zu ermöglichen, um damit neue Transporte zu gewinnen. Und die Tras­sener­löse bei DB Netz steigen demnach auch nicht durch steigende Zugfahrten an".
Dass Verkehrsverlagerungsziele durch die immer teurer werdende Infrastruktur unterlaufen werden, ist für Kerkeling schon ein beklagenswer­tes Politikum. Nun versucht aber die DB Netz AG, im derzeit laufenden Genehmigungsverfahren für die ab Ende des kom­­menden Jahres geltenden Trassenpreise erneut eine Erhöhung um 2,4 Prozent durchzusetzen. Erstmals muss die­se Trassenpreissteigerung durch die Bundes­netzagentur vorab genehmigt werden. Grund: im Sommer wurde das Eisenbahnregulierungsgesetz durch Bundestag und Bundesrat beschlossen. Der Kabinetts-entwurf war in einer Pres­semitteilung von Bundesverkehrsminister Dobrindt im Januar noch mit dem Hinweis beworben worden, durch das Gesetz würden "den Betreibern der Schie­nennetze Anreize zur Senkung der Infrastrukturkosten und damit zur Senkung der Trassenentgelte gegeben." Kerkeling dazu "Offenbar sieht die DB Netz das anders. Geht der Antrag der DB Netz AG so durch, hätte das Gesetz seine erste große Feuertaufe nicht bestanden."
Kerkeling vermutet hinter dem im Raum stehenden Wortbruch eine stille Interessen-gemeinschaft von DB und Bundesregierung: "Der Bund will Geld für die Erneuerung seines Schienennetzes sparen und setzt auf hohe Gewin­ne bei DB Netz, die in den sogenannten Finanzierungskreislauf Schiene eingespeist werden."
Der DB Konzern strebe für seine Netztochter eine Rendite von 7,5 Prozent auf deren Gesamtkapital an und drehe ständig an der Preis­schraube, weil dieses Ziel noch lange nicht erreicht sei. Im Endausbauzustand würde die DB Netz AG demnach über 1,3 Milliarden Euro Überschuss pro Jahr erwirtschaften. Und die müssten wiederum von den Eisenbahnverkehrs­un­ternehmen der DB und der Wettbewerbsbahnen gezahlt und vorher auch verdient werden. Heute erlöst die DB Netz AG rund 4,6 Milliarden Euro pro Jahr von den Bahnunternehmen für die Trassennutzung und überwies im vergange­nen Jahr 81 Millionen Euro an den DB-Konzern.
Ludolf Kerkeling: "Wenn mehr Verkehr auf die Schiene soll, müssen die Trassenpreise sinken und nicht steigen!" Der Bund müsse seiner Infrastrukturverantwortung gerecht werden und Anreize für mehr Verkehr setzen. Es sei widersinnig, dass ein durch staatliche Zuschüsse für Neubau und Erhalt geförderter Infrastrukturmonopolist über­haupt Gewinne erzielen solle. Die DB Netz AG müsse sich aus Ihrer Komfortzone herausbewegen und Kunden­ge­winnung durch attraktive Trassenangebote betreiben. Bund und DB Netz AG müssten zügig Kostensenkungspo­ten­ziale zum Beispiel durch Modernisierung und Automatisierung der Leit- und Sicherungstechnik erschließen. Höhere Auslastung bringe schließlich auch steigende Trassenerlöse.
Die Wettbewerbsbahnen wollen sich mit dem geplanten Ausbremsen nicht abfinden und erwarten von der Regierung und der bundeseigenen DB Netz AG, höhere Marktanteile der Schiene zu unterstützen. Die verkehrs- und umweltpolitischen Wachstumsszenarien im Klimaschutzplan oder im Bundesverkehrswegeplan seien sonst uner­reich­bar. Vom Bund fordert der Verband vorrangig, eine kurz­fristig wirksame Halbierung der Trassenpreise ins Auge zu fassen und das Netz schneller als geplant für den künf­tigen Bedarf auszubauen. Die DB Netz AG müsse das Ma­nagement ihrer vielen Baustellen im Netz schnellstmöglich verbessern, damit die Pünktlichkeit des laufenden Ver­kehrs nicht mehr so stark unter den dringend erforder­lichen Baumaßnahmen im bestehenden Netz leidet. Im noch andauernden Entgeltgenehmigungsverfahren bei der Bundesnetzagentur haben Mitgliedsunternehmen und das Netz­werk selbst die Rücknahme zahlreicher kundenunfreundlicher Vorhaben durch die DB Netz AG verlangt. Zu den Dingen, die "indirekt ins Geld gehen" (Kerkeling) gehören neue Stornierungsregeln ebenso wie der Wegfall und die willkürliche Beschränkung einiger bisheriger Angebote. Kerkeling: "Im Moment sieht es nicht so aus als wolle die DB Netz AG einlenken. Dann muss die Bundesnetzagentur alle ihr gesetzlich eingeräumten Möglichkeiten nutzen, um den Zielen des neuen Eisenbahnregulierungsgesetzes gerecht zu werden." Dort stehen die "Steigerung des An­teils des schienengebundenen Personen- und Güterverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen", die Interessen der Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie "die Wahrung der Interessen der Verbraucher" im ersten und zweiten Satz (Pressemeldung NEE, 08.12.16).

Industrie

RechteckTH Chalmers: Lang-LKW sind nicht unsicherer als kurze EU-LKW
Lang-Lkw sind in weniger schwere Unfälle verwickelt als kurze Lastwagen. Dies zeigt eine schon 2013 auf einer Konferenz des Australasian College of Road Safety (ACRS) vorgestellte Studie der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg in Schweden.
Die Forscher A. Bálint, H. Fagerlind, J. Martinsson und K. Holmqvist des Zentrums für Verkehrssicherheit der Hochschule haben in der schwedischen Unfalldatenbank Strada aufgezeichnete Lkw-Unfälle analysiert. Ihre Schlussfolgerung ist, dass Lang-Lkw mindestens so sicher im Verkehr sind wie kürzere LKW.
Die Studie verglich für den Zeitraum 2003 bis 2012 die Anzahl tödlicher oder schwerer Unfälle für Lkw mit drei verschiedenen Längen:
• Lang-LKW-Kombinationen mit 18,76 bis 25,25 m Länge, dem in Schweden erlaubten Maximum: 44 tödliche oder schwere Unfälle auf 1 Mrd. km zurückgelegter Strecke
• Mittellange LKW von 12,01 bis 18,75 m, der Höchstgrenze in den meisten Ländern Europas: 56 tödliche oder schwere Unfälle auf 1 Mrd. km zurückgelegter Strecke
• Kurze LKW von weniger als 12 m Länge: 137 tödliche oder schwere Unfälle auf 1 Mrd. km zurückgelegter Strecke
Die abgeleiteten Faktoren müssen mit Vorsicht interpretiert werden, und zwar aufgrund von Schwierigkeiten bei der Bestimmung der LKW-Kombinationslänge und der Einordnung in die drei Längengruppen. Die Studie zeigt jedoch, dass die Unfallraten in der "langen" Gruppe etwas niedriger sind als in der "mittleren" Gruppe, während die Rate in der "kurzen" Gruppe wesentlich höher als bei den beiden anderen ist. Insbesondere fand diese Studie keine Anhaltspunkte dafür, dass "lange" Kombinationen, die die EU-Längengrenze von 18,75 m überschreiten, weniger sicher sind als Kombinationen bis zu 18,75 m.
Eine Erklärung für das Ergebnis kann auch sein, dass die langen Lkw vor allem auf sichereren Straßen eingesetzt werden und die bestausgebildeten Fahrer haben (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Chalmers University of Technology, 08.12.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Eröffnung Tram Steinhausen
Am Samstag, 10. Dezember, wird die Straßenbahn-Neubaustrecke "Tram Steinhausen" im Münchner Osten eröffnet.
• 11.00 Eröffnungsveranstaltung im Trambetriebshof, Einsteinstr. 148, Redner: OB Dieter Reiter, Adelheid Dietz-Will (Vorsitzende BA Au-Haidhausen), Angelika Pilz-Strasser (Vorsitzende BA Bogenhausen) und MVG-Chef Ingo Wortmann. Anschließend Jungfernfahrt für Ehrengäste mit Streckenfreigabe
• 12.00 Bürgerfest im Trambetriebshof (bis 17 Uhr) u. a. mit Führungen durch die Tram-Werkstatt (Anmeldung am Infostand), Präsentation verschiedener Tramtypen, Ausstellung "Die moderne Tram in Europa", Informationen zur neuen Strecke, Kinderprogramm, Musik mit "Konnexion Balkon" und "Ryan Inglis", Vorstellung von Vereinen, Verbänden und Partnern der MVG, Foodtrucks
• 12.30 Beginn des Fahrgastbetriebs: Pendelverkehr Max-Weber-Platz – Berg am Laim Bf. bis ca. 18 Uhr. Die Mitfahrt in allen Zügen ist am Samstag kostenlos.
Am Sonntag, 11. Dezember (Fahrplanwechsel), beginnt um ca. 4.30 Uhr der Betrieb der verlängerten Linie 25 gemäß veröffentlichtem Fahrplan. Tagsüber fährt die Linie 25 im 10-Minuten-Takt, in den Randzeiten alle 20 Minuten (Pressemeldung MVG, 08.12.16).

RechteckBrandenburg: Mehr Fernverkehr auf die Gleise
Brandenburg setzt sich dafür ein, dass der Bund mehr Fernverkehr auf die Schiene bringt. Das Land schließt sich einer entsprechenden Bundesratsinitiative von Rheinland-Pfalz an. Das beschloss heute das Kabinett auf Vorschlag von Verkehrsministerin Kathrin Schneider.
Ministerin Schneider betonte: "Mit dem Gesetzesvorschlag wollen wir dafür sorgen, dass wieder mehr Fernverkehrszüge auf den Gleisen unterwegs sind. Ein gutes Mobilitätsangebot ist mehr denn je erforderlich. Der Arbeitsmarkt wird immer flexibler. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen über lange Distanzen pendeln. Es gehört zur Daseinsvorsorge des Bundes, auf diese Entwicklung mit einem guten Fernverkehrsangebot zu reagieren. Das gilt auch für Strecken in unser Nachbarland Polen."
Seit der Bahnreform 1994 hat sich die Länge des Streckennetzes bundesweit um 3700 Kilometer verringert. Die Zahl der Bahnhöfe, an denen Fernzüge halten, sank um 220. Um den Abbau des Fernverkehrsangebots zu stoppen, hatten die Verkehrsministerinnen und –minister beschlossen, eine entsprechende Gesetzesinitiative in den Bundesrat einzubringen. Auf Vorschlag des Landes Brandenburg wurde im Gesetzentwurf verankert, dass auch Strecken in die europäischen Nachbarländer mit einbezogen werden. (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, 08.12.16).

RechteckNRW: Erste Fahrt mit neuen Zügen von Abellio Rail NRW im Niederrhein-Netz

Mit einer Sonderfahrt von Duisburg nach Wesel hat Abellio Rail NRW gestern die offizielle Betriebsaufnahme im neuen Niederrhein-Netz gefeiert. Zahlreiche Gäste hatten sich an Bord eingefunden, um den unmittelbar bevorstehenden Betriebsstart zu begehen. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember, übernimmt Abellio die Linien RE 19, RB 32 und RB 35 von DB Regio NRW.
"Die erste Fahrt im neuen Netz mit den neuen Zügen ist für Abellio ein Meilenstein. Nach dreijähriger Vorbereitungs- und Mobilisierungsphase können wir uns nun auch am Niederrhein mit unseren hohen Qualitätszielen und dem Dreiklang aus Komfort, Pünktlichkeit und Sauberkeit für unsere Fahrgäste beweisen. Wir freuen uns, dass wir nun auch am Niederrhein zu mehr Qualität und Service auf der Schiene beitragen können. Die mehrfachen Auszeichnungen unserer Servicequalität, die wir von unseren Aufgabenträgern erhalten haben, sind für uns der Ansporn noch besser zu werden und das Qualitätsniveau für unsere Kunden nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen. Wir freuen uns auf die Herausforderung, auch im Niederrhein-Netz unsere Fahrgäste mit zuverlässiger Leistung zu überzeugen und sie pünktlich, komfortabel und sicher an ihr Ziel zu bringen. Und darüber hinaus, das in uns gesetzte Vertrauen der Aufgabenträger, Tag für Tag zu erfüllen", erklärt Ronald R. F. Lünser, Vorsitzender der Geschäftsführung von Abellio Rail NRW, zur Begrüßung am Bahnsteig in Duisburg.
Martin Husmann, Vorstandssprecher VRR, ergänzt: "Wenn Abellio im Dezember mit den neuen Fahrzeugen die Linien übernimmt, erwartet die Fahrgäste auch eine spürbare Verbesserung des Angebots. Dazu gehören sowohl die neuen und modernen Triebfahrzeuge, von denen wir heute einen positiven Eindruck bekommen haben, aber auch bessere Verbindungen und mehr Kapazitäten auf den Linien des Niederrhein-Netzes."
Wie bereits bei früheren Betreiberwechseln begleitet der VRR den Prozess zwischen dem alten und dem neuen Betreiber und unterstützt dabei auch einen möglichen Personalwechsel zielgerichtet.
Dazu Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW: "Im Wettbewerb sind wir Konkurrenten aber auf der Schiene sind wir Partner. Daher ist es unser gemeinsamer Anspruch, für einen reibungslosen Betreiberwechsel im Sinne der Fahrgäste zu sorgen. Das Know-how der Mitarbeiter spielt dabei eine zentrale Rolle. Der nahtlose Übergang von Mitarbeitern vom bisherigen zum neuen Betreiber trägt erheblich dazu bei, dass das Niederrhein-Netz auch künftig hoch in der Gunst der Nahverkehrskunden stehen wird."
Die Eröffnungsfahrt brachte zahlreiche Gäste im neuen Zug von Duisburg nach Wesel und zurück. Dabei konnten sie sich einen ersten Eindruck von den neuen Elektrotriebzügen vom Typ FLIRT der Stadler Pankow GmbH und einer Teilstrecke des neuen Netzes machen. Ulf Braker, Geschäftsführer von Stadler Pankow war einer der Gäste: "Es freut mich außerordentlich, an dem heutigen Tag der Eröffnungsfahrt beizuwohnen. Das Fahrzeugkonzept des FLIRTs überzeugt mich persönlich nach wie vor und das nicht nur aus der Sichtweise des Herstellers. Ich wünsche allzeit gute Fahrt und hoffe, dass die zukünftigen Kunden von Abellio Rail NRW ebenso begeistert sind vom Komfort und der Laufruhe, wie ich es bin."
Abellio Rail NRW wird ab Sonntag, den 11. Dezember 2016, auf den Strecken der Linien RE 19, RB 32 und RB 35 des neuen Niederrhein-Netzes zwischen Bocholt, Emmerich, Düsseldorf, Mönchengladbach und Wesel unterwegs sein und 36 Bahnhöfe in dem 189 kilometerlangen Streckennetz anfahren. Auf den Linien RE 19 und RB 35 werden 20 neue Fahrzeuge vom Typ FLIRT eingesetzt. Die fünfteiligen Fahrzeuge sind klimatisiert, verfügen über stufenlose Einstiegsbereiche und über mehr Sitzplätze als die bisher eingesetzten Wagen. Damit sorgen die neuen Fahrzeuge für die Mobilität von rund 7 Millionen Pendlern in Nordrhein-Westfalen.
Die Verlängerung der Linie RE 19 von Emmerich über Zevenaar nach Arnhem wird nach Erhalt der erforderlichen Zulassung der Fahrzeuge für den niederländischen Bahnverkehr am 6. April 2017 in Betrieb genommen. Seit dem 1. August hat Abellio Rail NRW bereits einige Fahrten auf den künftigen Linien im sogenannten Vorlaufbetrieb übernommen, der ohne nennenswerte Störungen lief.
Auf der Linie RB 32 wird Abellio bis zur Fertigstellung der Elektrifizierung der Strecke von Wesel bis Bocholt im Bereich des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) moderne Dieseltriebzüge vom Typ Alstom Coradia LINT einsetzen. "Damit wird das Reisen für mobilitätseingeschränkte Menschen durch einen möglichen Zustieg über eine im Zug mitgeführte Rampe und ein behindertengerecht gestaltetes WC sowie Mehrzweckbereiche mit Stellplätzen für Rollstühle oder auch Kinderwagen bereits vor der geplanten Modernisierung der Stationen verbessert" erklärt Dr. Hermann Paßlick, stellvertretender Verbandsvorsteher des NWL.
Zum Fahrplanwechsel wird das vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) entwickelte neue Linienkonzept am Niederrhein umgesetzt, welches deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste aufweist:
• Täglich, und somit auch am Wochenende, zwei umsteigefreie Verbindungen pro Stunde zwischen Wesel und Düsseldorf mit der Linie RE 19 und der von DB Regio betriebenen Linie RE 5 (verkehrt künftig zwischen Koblenz und Wesel)
• Stündliche Bedienung aller Halte zwischen Wesel und Emmerich durch die Linie RE 19
• Kapazitätserhöhungen gegenüber dem heutigen Angebot auf den Linien RE 19 und RB 35
• Einsatz von Neufahrzeugen auf den Linien RE 19 und RB 35
• Stündliche grenzüberschreitende Verbindung im Nahverkehr von und nach Arnhem ab April 2017 zum VRR-Tarif
• Nach Elektrifizierung der Strecke Bocholt - Wesel umsteigefreie Verbindung von Bocholt und Hamminkeln nach Duisburg und Düsseldorf (2019)
Bis zur Betriebsaufnahme des Niederrhein-Netzes hat Abellio etwa 85 Arbeitsplätze geschaffen und rund 15 Millionen Euro in den Bau eines neuen Bahnbetriebswerks in Duisburg investiert. Der Bau wurde vom VRR mit 3,7 Millionen Euro gefördert. Abellio hatte sich bei der Ausschreibung durchgesetzt und im Juni 2013 den Verkehrsvertrag gemeinsam mit dem VRR und der Provinz Gelderland in Emmerich unterzeichnet. Abellio hat die Fahrzeuge für den Betrieb des Netzes beschafft und dann an den Zweckverband VRR weiter veräußert. Der VRR wird Eigentümer der Fahrzeuge, übernimmt die Finanzierung und verpachtet diese wiederum für die Laufzeit des Verkehrsvertrages an den Betreiber.
Zur Betriebsaufnahme am 11. und 12. Dezember sind verschiedene Abellio-Promotionteams in den Zügen unterwegs, um die Fahrgäste mit Informationen zum neuen Betreiber, zu den Fahrplänen und dem neuen Netz zu versorgen (Pressemeldung Abellio NRW, 08.12.16).

RechteckNRW: Landesregierung setzt sich für faire Löhne und Sozialstandards im ÖPNV ein
Die Landesregierung hat einen Gesetzesantrag beschlossen, der soziale und finanzielle Sicherheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) garantieren soll. Nordrhein-Westfalen wird jetzt gemeinsam mit Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine entsprechende Bundesratsinitiative zur Änderung des Personenbeförderungsgesetzes ergreifen.
Ziel ist, dass die Anforderungen nicht nur bei geplanten wettbewerblichen oder Direktvergaben durch die ÖPNV-Aufgabenträger, sondern auch für sogenannte "eigenwirtschaftliche" Verkehre gelten. Als "eigenwirtschaftlich" bezeichnet das Personenbeförderungsgesetz Bus- und Bahnlinien oder -netze, die ohne Defizitausgleich der Kommunen auskommen. So sollen die Qualität und die Einhaltung sozialer Standards in der gesamten Branche sichergestellt werden. "Konkurrenz im ÖPNV darf nicht über Dumpinglöhne stattfinden", sagte Verkehrsminister Michael Groschek anlässlich der Kabinettsentscheidung. "Die Sozial- und Umweltstandards müssen auch für eigenwirtschaftliche Verkehre gelten – gleiches Recht für alle."
Durch eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes werden einzelne Regelungen zum Antrags- und Genehmigungsverfahren für den ÖPNV angepasst. Dabei bleibt der im Gesetz geregelte grundsätzliche Vorrang eigenwirtschaftlicher Verkehre im Genehmigungsverfahren erhalten und wird lediglich konkretisiert.
Die Gesetzesänderung sieht folgende Punkte vor:
1. Bei geplanten wettbewerblichen oder Direktvergaben im Straßenbahn- und Busverkehr können soziale Faktoren sowie Vorgaben zur Tariftreue und zum Personalübergang bei einem möglichen Betreiberwechsel mit in die Anforderungen aufgenommen werden. Künftig müssen diese Anforderungen auch von eigenwirtschaftlichen Konkurrenten erfüllt werden.
2. Antragsteller für eigenwirtschaftliche Konkurrenzanträge müssen einen Nachweis erbringen, dass sie den beantragten Verkehr aufnehmen und auch über die gesamte Laufzeit der Genehmigung kostendeckend erbringen können.
3. Vom Aufgabenträger festgelegte weitere Standards – etwa in Bezug auf Umweltaspekte, Kundenbetreuung, Fahrplananpassung – müssen ebenfalls von eigenwirtschaftlichen Konkurrenten erfüllt werden.
Der Entwurf eines "Gesetzes zur Änderung des Personenbeförderungsgesetzes zur Sicherung von Qualitäts- und Sozialstandards im öffentlichen Personennahverkehr (PBefG-Änderungsgesetz)" soll jetzt über den Bundesrat dem Bundestag zugeleitet werden. Er wird im Dezemberplenum des Bundesrates beraten (Pressemeldung Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, 08.12.16).

RechteckNRW: Ratinger Weststrecke


VRR-Vorstandssprecher Husmann, Thomas Hendele, Landrat des Kreises Mettmann, Oberbürgermeister Sören Link, Duisburg, Bürgermeister Klaus Pesch, Ratingen und Dr. Stephan Keller, Beigeordneter der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Die Strecke von Duisburg Hbf über Duisburg-Wedau und weiter nach Ratingen bis Düsseldorf wurde 1983 zum letzten Mal mit einem Personenzug befahren. Doch derzeit ist eine Wohnbebauung auf dem ehemaligen Gelände des Rangierbahnhofes Wedau geplant, so dass nun doch plötzlich wieder seitens der Städt mehr Interesse daran besteht, die Ratinger Weststrecke wiederzubeleben.
Die Idee wurde von diversen Initiativen versucht zu realisieren, doch immer scheiterte es. Und nun gibt es die Wedauer Erklärung. Vertreter der Städte Duisburg, Düsseldof, Mettmann, Ratingen; sowie der Vorstand des VRR trafen sich am 28.11.2016 und unterzeichneten eine Erklärung, dieses Vorhaben voranzutreiben (Bernd Piplack, 08.12.16).

RechteckSachsen: ALSTOM kann bislang keine reparierten Fahrzeuge zur Verfügung stellen
Ab sofort gibt es wieder mehr Zugleistungen bei der Mitteldeutschen Regionbahn. Bereits seit Donnerstag (01.12.2016) erfolgt die technische Prüfung bzw. Reparatur eines Teils der Fahrzeugflotte, die wegen Ausbröckelung von Radsätzen und Türstörungen aus dem Betrieb genommen werden musste. Durch die Reparatur des Herstellers ALSTOM im 3-Schicht-System im neuen Eisenbahnbetriebshof im Vorfeld des Chemnitzer Hauptbahnhofs sowie neu auch im ALSTOM Werk Braunschweig können ab sofort wieder 12 Coradia Continental Fahrzeuge eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass noch 17 Fahrzeuge von insgesamt 29 nicht zur Verfügung stehen.
ALSTOM, der Hersteller der neuen Elektrotriebzüge Coradia Continental kann allerdings bislang keine Aussage treffen, wann alle Fahrzeuge wieder einsatzfähig sind.
Gemeinsam mit den Aufgabenträgern ZVMS (Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen), VVO (Verkehrsverbund Oberelbe) und ZVV (Zweckverband ÖPNV Vogtland) wurde der Notfahrplan für den 08.12.2016 festgelegt:
• RE3 (Dresden - Hof): Die stündlichen Fahrten des RE3 können mit Coradia Continental Fahrzeugen sowie einer geliehenen Fahrzeugkomposition (Lokbespannt) der Preßnitztalbahn bedient werden.
• RB30 (Dresden - Zwickau): Die stündlichen Fahrten der RB 30 können mit Coradia Continental Fahrzeugen bedient werden. Die Verdichterzüge auf der RB30 (Chemnitz - Zwickau) fallen weiterhin komplett aus und werden durch Schienenersatzverkehr (Busse) ersetzt.
• RB45 (Chemnitz - Elsterwerda): Die RB 45 wird ab sofort wieder im 2-h-Takt verkehren (Abfahrten 04:09 Uhr, 06.09 Uhr, 08:09 Uhr, etc. ab Chemnitz bzw. Abfahrten 06:14 Uhr, 08:14 Uhr, 10:14 Uhr, etc. ab Elsterwerda). Die beiden Umläufe der RB45 können mit einem Coradia Continental sowie einem geliehenen RegioShuttle der CityBahn Chemnitz bedient werden. Bitte beachten Sie die eingeschränkte Platzkapazität.
Zusätzlich wird ein Schienenersatzverkehr (Bus) zwischen Elsterwerda und Riesa eingerichtet, der in Riesa Anschluss von der RB50 aus Richtung Dresden bzw. an den IC in Richtung Dresden gewährleistet (Pressemeldung MRB, 08.12.16).

RechteckSachsen: Erster Abschnitt Knappenrode – Horka - Grenze D/PL geht in Betrieb

Der zweigleisige Ausbau des deutschen Streckenabschnitts zwischen Horka und der polnischen Grenze an der Neiße sowie die Weiterführung in Polen bis Wiegliniec ist vollendet. Dieser Meilenstein des Gesamtprojekts wird heute in Anwesenheit von Vertretern der Verkehrsministerien beider Länder, der Gemeinde Horka, der Polnischen Bahn, der Deutschen Bahn sowie Anwohnern im Güterbahnhof Horka und entlang der Strecke gefeiert.
Gemeinsam haben die Polnische Bahn und die Deutsche Bahn dafür gesorgt, dass die Bauarbeiten an den Gleisen und der Signaltechnik des rund acht Kilometer langen Abschnitts der deutschen Strecke zwischen Horka und der Neiße und des Neubaus der 143,60 Meter langen polnischen Brücke über den Grenzfluss termingerecht abgeschlossen wurden. Durch den Lückenschluss in der rund 22 Kilometer langen Strecke zwischen Horka Güterbahnhof und Wegliniec entfällt die rund 55 Kilometer lange Umleitung der Güterzüge über Görlitz.
Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 rollen wieder rund zehn Güterzüge pro Tag und Richtung über die beiden Gleise zwischen Deutschland und Polen, allerdings vorerst mit Dieselantrieb. Die Oberleitungsanlage wird erst zur Gesamtinbetriebnahme der Ausbaustrecke zwischen Knappenrode und der deutsch-polnischen Grenze im Dezember 2018 in Betrieb genommen.
Der heute eröffnete rund acht Kilometer lange deutsche Bauabschnitt zwischen Horka und der polnischen Grenze ist der östlichste Teil des Projekts "Zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung der Bahnstrecke Knappenrode-Horka-Grenze Deutschland/Polen", das die zukünftig zunehmenden Warenströme im Güterverkehr zwischen Deutschland und den osteuropäischen Staaten umweltverträglich ermöglicht. Die Fertigstellung der Gesamtstrecke ist für 2018 geplant.
Züge können dann auf zwei Gleisen und durchgehend elektrisch von den Seehäfen an der Nordsee bis nach Polen fahren. Das Projekt ist Bestandteil des europäischen Schienenverkehrskorridors Nordsee-Ostsee (-Baltikum) (Pressemeldung Deutsche Bahn, 08.12.16).

RechteckSachsen: VCD kritisiert deutliche Preissteigerungen
Für regelmäßig mit Bus und Bahn im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) fahrende Pendler ist die günstigste Dauerfahrkarte das sogenannte Jobticket, bei dem sich Arbeitgeber an den Kosten beteiligen und somit ihren Mitarbeitern eine unschlagbar günstige Mobilität – rund um die Uhr – anbieten. Wer in einem Betrieb arbeitet, der kein Jobticket anbietet, für den ist bisher das Jahresticket die preiswerteste Alternative.
Lutz Dressler vom ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Elbe-Saale kritisiert den jüngst vom Verkehrsverbund Oberelbe beschlossenen Wegfall der Jahreskarte zum 31. Juli 2017 scharf. Bisher bietet die Jahreskarte, bei denen die Nahverkehrskunden für ein Jahr in Vorleistung gehen, einen Zusatzrabatt in Höhe von 5% auf das klassische Abonnement.
Dieser Rabatt wird nun im Sommer 2017 gestrichen. Davon betroffen sind tausende Kunden allein schon in Dresden. "Beschlossen wurde der neue Tarif, der ab August 2017 gelten soll, auf der Zweckverbandsversammlung des VVO, in dem Politiker aus der Landeshauptstadt und den benachbarten Landkreisen sitzen."
Ersetzt werden die bisherigen Jahreskarten durch eine jahresweise Zahlmöglichkeit der Abo-Monatskarte. Unterm Strich bedeutet das für die Jahreskartenkunden eine versteckte Preissteigerung von im Schnitt 7,8 Prozent auf einen Schlag. Wer beispielsweise täglich von Riesa nach Dresden pendelt und kein Jobticket nutzen kann, muss so ab 2018 über 120 Euro mehr bezahlen.
Der Sprecher des VCD-Landesverbandes richtet einen deutlichen Appell an die Politiker: "Das gute Bus- und Bahnangebot im VVO muss bezahlbar sein. Die Preissteigerung, die einseitig Pendler belastet muss zurückgenommen werden." Dressler wünscht sich, dass alternative Fahrpreiskonzepte erarbeitet werden. Besonders im 10-Jahresvergleich werde deutlich, dass gerade die Jahreskartenbesitzer als treueste Kunden beträchtliche Preissteigerungen hinnehmen müssen.
Wenn der neue Tarif nicht mehr abgeändert wird, dann werden die preiswerten Jahreskarten derzeit letztmals verkauft. Sie gelten vom 1. Januar 2017 bis zum 1. Januar 2018 und können beim Kauf zum Normalfahrpreis an Wochenend- und Feiertagen als Familientageskarten genutzt werden. Das heißt, in der gültigen Tarifzone können dann noch ein weiterer Erwachsener und bis zu vier Kinder bis 14 Jahre mitgenommen werden. Diese Mitnahmeregelung gilt nur in den Sonderverkehrsmitteln wie zum Beispiel die Bergbahnen in Dresden nicht. Ein Fahrrad oder ein Hund kann jedoch jederzeit auf der Jahreskarte mitgenommen werden (Pressemeldung VCD-Landesverband Elbe-Saale, 08.12.16).

RechteckSchleswig-Holstein: Vorplanungen zu einer neuen Fehmarnsundquerung
Im neuen Jahr starten weitere Untersuchungen für die Vorplanung einer neuen Fehmarnsundquerung. Die Umweltuntersuchungen im und rund um den Fehmarnsund laufen schon seit Anfang dieses Jahres. Im ersten Quartal 2017 werden weitere Grundlagen für die Variantenuntersuchung einer neuen Fehmarnsundquerung ermittelt. Bohrungen und Drucksondierungen geben Aufschluss über die Beschaffenheit des Baugrunds – sowohl an Land als auch im Wasser. Für die rund 85 Bohrungen und Drucksondierungen hat die Deutsche Bahn AG beim zuständigen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR) eine Genehmigung für die Baugrunderkundungen eingereicht.
Um alle Natur- und Umweltschutzbelange im Blick zu haben, beteiligt das MELUR die betroffenen Träger öffentlicher Belange und die Naturschutzverbände auf Basis des Erläuterungsberichtes und seinen Ausführungen zu Umwelt- und Naturschutzbelangen. "Die Baugrunderkundungen im und am Fehmarnsund sind ein weiterer Baustein für die umfangreichen Untersuchungen und Vorplanungen der verschiedenen Varianten für eine neue Fehmarnsundquerung", sagt Projektleiter Bernd Homfeldt, DB Netz AG. "So wissen wir zeitnah, auf welchen Grund wir setzen und bauen können." Die Baugrunduntersuchungen werden vermutlich bis Mitte 2017 andauern.
Zum Projekt: Die Deutsche Bahn AG wurde gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV SH) vom Bundesverkehrsministerium beauftragt, mögliche Varianten einer neuen Fehmarnsundquerung zu untersuchen. Die Planungen sind notwendig, da die bestehende Sundbrücke für die erwarteten Schienengüterverkehre nicht ausgelegt ist (Pressemeldung Deutsche Bahn, 08.12.16).

RechteckThüringen: Erfurt–Eisenach künftig mit 200 km/h
Eine weitere konzentrierte Bauetappe auf der Strecke Erfurt-Eisenach startet am 11. Dezember bei Seebergen. Während eines eingleisigen Zugbetriebes und nächtlichen Sperrungen zwischen Neudietendorf und Gotha werden mit schwerer Technik Gleise erneuert und neue Weichen eingebaut. Dabei sind Lärmbelästigungen und Einschränkungen im Zugverkehr unvermeidbar. Wir bitten um Entschuldigung.
Hintergrund: Die 54 Kilometer lange Strecke Erfurt―Eisenach wird bis Ende 2017 für die Geschwindigkeit bis 200 Kilometer pro Stunde ausgebaut. Das geschieht während des laufenden Zugverkehrs in mehreren Baustufen. Bereits im September war neu installierte Leit- und Sicherungstechnik zugeschaltet worden, um möglichst flexibel die Bauarbeiten mit dem Zugverkehr koordinieren zu können. In der jetzigen Bauetappe geht es vor allem um Anpassung des Bahn-Oberbaus, des Tiefbaus und der Verkehrsstationen. 32 Kilometer Gleis werden erneuert, 30 Weichen neu eingebaut. Wegen erhöhter Sicherheitsanforderungen entsteht ein so genannter Anprallschutz an den Straßenbrücken Seebergen und SÜ Fröttstädt. Vorgesehen sind kundenfreundliche Umbauten an den Verkehrsstationen wie die Bahnübergangs-Beseitigung in Schönau durch den Bau einer Straßenüber- und einer Fußgängerunterführung.
Darauf folgt die Ausrüstung mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS Level 2. Die Arbeiten gehen weiter bis Ende 2019. Der Ausbau ist Teil eines Gesamtkonzeptes, welches die so genannten Zulaufstrecken zum Großprojekt Nürnberg – Berlin (VDE8), das Ende 2017 in Betrieb geht, fit macht. Dadurch wirkt die neue Bahnmagistrale in das gesamte Netz der Deutschen Bahn. Die Reisezeiten verringern sich nicht nur in Nord/Süd- sondern auch in Ost/West-Richtung erheblich. Erfurt spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Bahnhof entwickelt sich zu einem wichtigen Knotenpunkt im Fern- und Regionalverkehr. Das Ziel ist ein Verkehrstakt mit komfortablen Anschlussbeziehungen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 08.12.16).

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RechteckFeuriger Elias



Am Sonntag hatten sich die Meteorologen mächtig geirrt, viel Sonne war im Strohgäu vorher gesagt, leider eine Fehlanzeige, über der Region zwischen Korntal und Weissach lag eine dicket Wolkendecke, als der Nikolaus-Dampfzug der GES Stuttgart mit der Heilbronner P8, der 38 3199 mit dem Nikolaus an Board dort pendelte. In Weissach war die Köf 6169 zum Rangieren des Museumszuges im Einsatz (Harald Becker, 08.12.16).

RechteckFondazione FS mit Oldtimergarnitur zum Weihnachtsmarkt Trento



Traditionell fährt an Adventwochenenden und am Marienfeiertag 8. Dezember der italienische "Treno Storico" der Stiftung Fondazione FS Sonderzüge von Mailand und Lecco nach Trient (Trento) zum dortigen Weihnachtsmarkt.
Am 4. Dezember 2016 kam in diesem Rahmen die sechsachsige E 656.001 ("Caimano", Bo'Bo'Bo', Bj. 1975) mit neun Reisezugwagen aus drei Epochen, darunter einem "Gran Comfort"-Speisewagen und einem Liegewagen, in den Bahnhof Trento. Auffallend waren die bis ins Detail liebevollen Restaurierungen der Waggons, inclusive der alten Betriebsnummern - die zwölfstelligen UIC-Nummern klein neben den Türen.
Der für diesen Advent letzte Sonderzug fährt am 8. Dezember 2016, ab Mailand um 07.35 h, Brescia ab 08.40h, Trient an 10.25 h. Zurück geht es ab Trento um 16.44 h.
Ein weiterer Weihnachtsmarkt-Sonderzug ins Trentino fährt am 18. Dezember mit Dampf durch die Valsugana von Carpanè Valstagna nach Pergine. Für diesen Zug sind die Tickets seit langem ausverkauft (GK, 08.12.16).

RechteckOstsachsen

Am Sonntagvormittag konnte bei schönsten Dezemberwetter die 35 1019-5 mit dem Deutsche-Reichsbahn-Nostalgiezug des Lausitzer Dampflok Clube. V. in Horka am Abzweig Mückenhain photographiert werden. Der Dampfsonderzugwar von Cottbus in die ostsächsische Neißestadt Görlitz unterwegs (Heinz Seyfert, 08.12.16).

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LOK Report 12/16

LOK Report Ausgabe 12/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckErsatzverkehr 1


Bedingt durch den Ausfall mehrerer Triebwagen der Baureihe 1440 fährt derzeit 145 030 der Press mit fünf Museumswagen Ersatzverkehr zwischen Dresden und Hof. Die Fotos entstanden bei der Einfahrt Steinpleis aus Hof kommend, vor Neumark in Richtung Hof sowie vor Lichtentanne in Richtung Dresden. Völlig Überraschend kam 187 313 mit einem Container aus Glauchau nach Hof (Dampflok015, 08.12.16).

RechteckErsatzverkehr 2

Aufgrund der vielen Triebwagenausfälle bei der MRB, fuhr die Press 145 030 auch einige Umläufe. Hier am 06.12.16 den RE 26974 und in der Abendsonne der RE 26983 an der Schöpsdrehe bei Plauen/V (Alexander Hertel, 08.12.16).

RechteckLocomore-Testfahrten

Im Vorfeld der geplanten Betriebsaufnahme für seinen Fernverkehrsservice zwischen Berlin und Stuttgart am 14. Dezember führt Locomore derzeit Vorbereitungsfahrten auf dem geplanten Laufweg durch. Am 07. Dezember 2016 konnte der von 242 517 traktionierte Testzug bei Lehrte auf dem Weg nach Wolfsburg beobachtet werden (Sebastian Bollmann, 08.12.16).

RechteckMinden



Fotos aus Minden bei tiefstehender winterlicher Sonne der letzten Tage: 143 295-4 RBH am 29.11.16, 145 003-0 DB am 29.11.16, 232 223-8 Bahnbau-Gruppe vor Bauzug am 2.12.16, ET 612 WFB "KISS" am 6.12.16 Braunschweig-Rheine, 143 934-8 vor Autozug Fallersleben-Emden am 6.12.16 und 426 525-2 + 426 520 RB 78 Nienburg - Bielefeld (Dr. Jochen Christoph, 08.12.16).

RechteckMníšek pod Brdy

Ab 11. Dezember wird der Schalter im Bahnhof Mníšek pod Brdy (KBS 210) nach 119 Jahren geschlossen. Ich kaufte dort noch das neue Kursbuch für 99,- Kronen (ca 3,50 Euro) (Martin Kubík, 08.12.16).

RechteckZugverkehr um Prag


In und um Prag sind zahlreiche interessante Züge täglich unterwegs. AWT durchquert Prag mit einem der letzten gebauten Taurus Lokomotiven. Ein Prag Besuch lohnt sich für Eisenbahnfreunde immer (JKHalle Verkehrsfotografie, 08.12.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Band 6 erscheint am 10.12.2016

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Europa

RechteckDänemark: Trödelei im Ministerium verteuert Bahnausbau in Dänemark

Im Verlauf der Neubaustrecke Kopenhagen-Ringsted werden seit einigen Wochen die Gleise verlegt. Foto Banedanmark.

Die Planungen für den Ausbau zahlreicher dänischer Bahnstrecken, damit Züge dort bis zu 200 Stundenkilometer schnell fahren können, laufen seit Jahren. Doch bei der Realisierung der Projekte wie der Aufrüstung der Strecke Ringsted - Odense haben die Politiker das letzte Wort. Die Zeitschrift Ingeniøren berichtet, dass die Bahnbehörde Banedanmark die Regierung darauf aufmerksam gemacht hatte, dass bis zum Herbst 2016 ein politischer Beschluss erforderlich sei, andernfalls würde sich der Ausbau der Strecke um 30 Millionen Kronen auf 600 Millionen verteuern. Der SF-Verkehrssprecher Karsten Hønge spricht von einem unprofessionellen Vorgehen des Transportministeriums, an dessen Spitze gerade H. C. Schmidt (V) vom LA-Politiker Ole Birk Olesen abgelöst worden ist.
Dieser hatte sich kurz nach seinem Amtsantritt mit einer Initiative zu Wort gemeldet, künftig neue Autobahnen und Bahnstrecken durch private Investoren wie Pensionsfonds finanzieren zu lassen.
Selbst der transportpolitische Sprecher der Venstre-Regierungsfraktion, Kristian Pihl Lorentzen, konnte keine Auskunft geben, wann mit der Entscheidung für den Streckenausbau zu rechnen ist, der zusammen mit der Eröffnung der Neubaustrecke Ringsted-Kopenhagen 2018 die Reisezeiten Jütland-Kopenhagen verkürzen würde (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 08.12.16).

RechteckFrankreich: Regierung fordert Schutz der Bahnindustrie vor chinesischer Konkurrenz
Konfrontiert mit dem chinesischen Wettbewerb auf der Schiene, hält es der französische Staatssekretär für Industrie, Christophe Sirugue, für erforderlich, über "Mechanismen nachzudenken, die "Unternehmen verpflichten, auf europäischem Boden zu prodizieren", wenn sie sich am Markt beteiligen wollen. Er traf sich am Montag (05.12.16) mit dem Staatssekretär für Verkehr, Alain Vidalies, im Rahmen des im Nationalen Industrierat angesiedelten Strategieausschusses für den Eisenbahnsektor (CS2F).
"Unsere Bahnindustrie hat echte Perspektiven, wenn sie sich den Herausforderungen anpassen kann", sagte Herr Sirugue in einem Interview mit dem Wirtschaftsblatt Les Echos. "Wir stehen einer sehr drängenden chinesischen Konkurrenz gegenüber. Die CRRC-Gruppe hat allein ein größeres Gewicht als Siemens, Alstom und Bombardier zusammen, und steht davor, die Eisenbahnsparte von Skoda zu übernehmen".
"Wir dürfen dieses Risiko nicht ignorieren", ergänzte er und sieht die Übernahme von Skoda als "Trojanisches Pferd" zum Eintritt in den europäischen Markt. Genauso wie man sich gegen den unlauteren Wettbewerb für chinesischen Stahl geschützt habe, "müssen wir uns auf europäischer Ebene fragen, mit welchen Instrumenten wir die Kapazität der Produktion unserer Eisenbahnen erhalten können."
Christophe Sirugue fordert demnach "Mechanismen auf europäischer Ebene, die unabhängig von der Nationalität eine Gesellschaft verpflichten, auf europäischem Boden zu produzieren". Herr Sirugue glaubt, dass "wenn wir diese Debatte nicht eröffnen, wir verwundbar sein werden." (WKZ, Quelle Le Figaro, 08.12.16).

RechteckÖsterreich: Das Waldviertel nicht vergessen
Verwundert ist ÖVP –Abgeordneter Johannes Schmuckenschlager, dass die Pläne des Landes Niederösterreich zur Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn offensichtlich keinen Platz und damit keine Finanzierung im ÖBB-Rahmenplan gefunden haben.
Zum Hintergrund: In der heutigen Sitzung des Verkehrsausschusses hat Bundesminister Leichtfried den ÖBB-Rahmenplan für die Jahre 2017 bis 2022 präsentiert. Die Fortschreibung des Rahmenplanes für die Periode 2017 bis 2022 erfolgte durch die ÖBB- Infrastruktur AG in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie. Dieser Rahmenplan beinhaltet die zukünftigen Investitionen der ÖBB im Schienenverkehr. Wie im Regierungsprogramm festgehalten ist, benötigt Österreichs leistungsfähige Volkswirtschaft eine funktionierende und bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur und es ist vorgesehen, dass der ÖBB-Rahmenplan im Hinblick auf den Mobilitätsbedarf von Wirtschaft und Bevölkerung weiterentwickelt wird.
Schmuckenschlager: "Es ist mir absolut unverständlich, dass die ÖBB keine Priorität für die bessere Verkehrsanbindung entlang der Franz-Josefs-Bahn bis ins Waldviertel setzen. Wir wissen, dass mit der Entwicklung der steigenden Bevölkerungszahl vor allem der urbane Raum wachsen wird. Das führt zu einem höheren Verkehrsaufkommen. Die Rot/Grüne Wiener Stadtregierung verschärft mit ihrer pendlerfeindlichen Verkehrspolitik zusätzlich die Situation."
"Wenn wir ernsthaft das Ziel erreichen möchten, mehr Pendler zum Umsteigen zu bewegen, müssen auch die Angebote des öffentlichen Verkehrs entsprechend attraktiviert werden." 
Daher geht der Appell des ÖVP-Abgeordneten ganz klar an die ÖBB, die Vorhaben Niederösterreichs ernst zu nehmen und das Ziel des zuständigen Landesrates Wilfing bezüglich einer besseren Anbindung des Waldviertels finanziell entsprechend zu bedecken (Pressemeldung ÖVP-Parlamentsklub, 08.12.16).

RechteckÖsterreich: Roman Hebenstreit neuer Vida-Vorsitzender

Mit dem heutigen Tag legt Gottfried Winkler seine Funktion als vida-Vorsitzender zurück. "Die Vertretung der ArbeitnehmerInnen war mir immer ein Herzensanliegen und ist es nach wie vor. Aus persönlichen Gründen möchte ich aber ein neues Kapitel aufschlagen und die verantwortungsvolle Aufgabe an der Spitze der vida in jüngere Hände legen", erklärt Winkler. Zum neuen Vorsitzenden wurde im Rahmen eines erweiterten Bundesvorstandes Roman Hebenstreit gewählt.
Der 45-jährige gelernte ÖBB-Lokführer Hebenstreit dankte den Delegierten für das Vertrauen. "Ich bin fest davon überzeugt, dass die vida die mutigste Gewerkschaft in Österreich ist – das haben wir mehrfach bewiesen. Wenn ArbeitnehmerInnen zu ihren Rechten und zu guten Löhnen kommen müssen, gehen wir keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Unsere Mitglieder haben ein Recht darauf, dass wir für sie kämpfen", betonte Hebenstreit.
Bei seiner zukünftigen Gewerkschaftsarbeit will Hebenstreit konsequent für die vida-Mitglieder überzeugen und verhandeln. "Ob politische Grundsätze, Sozialpartner-verhandlungen, Löhne oder die Zukunft der Arbeitswelt – die Gerechtigkeit muss immer an erster Stelle stehen. Hier bedarf es unserer Solidarität und dabei kann es für uns kaum Kompromisse geben. Die vida mischt sich ein und redet mit. Egal, um welche Branche es gerade geht, Gerechtigkeit wird immer die erste Säule meiner Arbeit bleiben", bekräftigte der neue vida-Vorsitzende.
Hebenstreit dankte dem scheidenden vida-Vorsitzenden Gottfried Winkler für die Aufbauarbeit sowie gelungene Neuausrichtung der Gewerkschaft. Winkler habe die neue Organisationsstruktur der rund 135.500 Mitglieder umfassenden vida mit ihren acht Fachbereichen ermöglicht und umgesetzt. Mit viel Fingerspitzengefühl habe er die Zusammenarbeit der von der vida vertretenen Branchen mit ihren teils unterschiedlichen Bedürfnissen ermöglicht. Damit habe Winkler ein stabiles Fundament für die Zukunft der Gewerkschaft geschaffen, so Hebenstreit. 
Gottfried Winkler betonte, dass trotz der Herausforderung, drei Gewerkschaften aus verschiedensten Branchen mit unterschiedlichen Kulturen zusammenwachsen zu lassen, immer viel  für die vida-Mitglieder, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für eine soziale Arbeitswelt gelungen sei, "etwa der Kollektivvertrag für alle Eisenbahnverkehrsunternehmungen, die  erfolgreiche Bekämpfung des Betriebsübergangs von der AUA auf die Tyrolean oder der Arbeitskampf in den oberösterreichischen Ordensspitälern für faire Einkommen, um nur einige Beispiele zu nennen."
Auch in Zukunft stehe die Gewerkschaft vor großen Herausforderungen, so Winkler: "Um diese zu meistern, wünsche ich meinen Kolleginnen und Kollegen von Herzen alles Gute. Ich werde auch in Zukunft versuchen, meinen Beitrag zu leisten, dass es den ArbeitnehmerInnen besser geht und dass Gräben in unserer Gesellschaft geschlossen werden (Pressemeldung Vida, 08.12.16).

RechteckSchweden: Green Cargo verlegt Hauptsitz nach Hallsberg
Die schwedische Güterbahn Green Cargo will im Jahr 2017 ihren Hauptsitz schrittweise von Solna nach nach Hallsberg verlegen, wo sich derzeit schon die Einsatzzentrale mit Schwedens größtem Rangierbahnhof befindet. Derzeit arbeiten 148 Mitarbeiter in Solna und 239 in Hallsberg.
"Mit einer effizienteren Organisation können wir unsere Dienstleistungskapazitäten stärken und besser unsere Fähigkeiten und Ressourcen nutzen. Wir erhöhen unsere Fähigkeit, ein zuverlässiger, sicherer und nachhaltiger Transportpartner für unsere Kunden zu sein", sagte Green Cargos VD Jan Kilström.
Die Green-Cargo-Mitarbeiter wurden am Mittwoch (07.12.16) über die geplanten Änderungen informiert, die einen Personalabbau von 60 Stellen mit sich bringen. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften wurden eingeleitet (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Green Cargo, 08.12.16).

RechteckSchweiz: Das Vertrauen des SBB-Personals in seine Führung ist gesunken
Das Vertrauen des SBB-Personals in seine Führung ist um 2 Punkte zurückgegangen und liegt nun bei 50 Punkten. Das ist eine der wichtigsten Feststellungen aus der vom Unternehmen durchgeführten Umfrage. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) verlangt von der SBB-Führung, mehr auf das Personal zu hören. Sicher verbessert sich so der Dialog, aber das reicht nicht aus. Die geplanten Abbaumassnahmen im Rahmen von Railfit 20/30 spitzen die Situation weiter zu.
Aus der Umfrage geht hervor, dass die Motivation des Personals stabil bleibt. «Wir vom SEV haben immer betont, dass sich das SBB-Personal dem Unternehmen verbunden fühlt. Im Gegensatz dazu entsteht ein Graben zur Führung und diese Realität muss bekämpft werden. Die von der Führung angekündigten Massnahmen reichen dazu nicht aus. Es bringt nichts, den Dialog zu pflegen und besser zu kommunizieren, wenn die Führung die Meinung des Personals danach nicht berücksichtigt», kritisiert Manuel Avallone, der für die SBB zuständige Vizepräsident des SEV.
Die SBB stellt in ihrer Medienmitteilung fest, «dass der Veränderungsbedarf und die angekündigten Massnahmen im Rahmen von «RailFit 20/30» zu Verunsicherungen führen». Dabei betont der SEV die paritätische Aufteilung der Risikoprämien bei der Pensionskasse. «Das Personal fühlt sich nicht genügend berücksichtigt, wenn die Führung die Streichung von 1400 Stellen ankündigt und den GAV angreift, den das Management als zu grosszügig betrachtet und deshalb an den Markt anpassen will», enerviert sich Giorgio Tuti, Präsident des SEV. «In diesem Zusammenhang erwarten wir von der SBB-Führung, dass sie die Sparmassnahmen auf dem Rücken des Personals zurückzieht», resümiert Manuel Avallone (Pressemeldung SEV, 08.12.16).

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