LOK Report – News von Freitag, 03.02.12
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TOP-Themen Güter-Transportaufkommen erholt sich nach der Wirtschaftskrise Kartellamt gibt Fusion der Häfen Köln und Neuss-Düsseldorf frei Eurotunnel öffnet erstes privates Trainingszentrum CIFFCO Schnellzug SJ 3000 geht in Betrieb Foto links: Heiko Günther |
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik
Allianz pro Schiene: Marktanteil erreicht wieder den Stand vor der Krise

Nach den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat der Schienengüterverkehr die Wirtschaftskrise überwunden und kommt im Jahr 2011 wieder auf einen Marktanteil von 17,7 Prozent. "Damit waren die Güterbahnen nach einer deutlichen Erholung in 2010 auch 2011 weiter auf Wachstumskurs", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. "Der Einbruch im Jahr 2009, als der Marktanteil der Schiene auf 16,5 Prozent gesunken war, ist wettgemacht."
Den jahrelangen Aufwärtstrend des Schienengüterverkehrs habe die Wirtschaftskrise nur vorübergehend gestoppt, sagte Flege. "Die Chance ist da, dass sich die Erfolgsgeschichte in den nächsten Jahren fortschreiben lässt." Allerdings hänge hier viel von den Rahmenbedingungen ab. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein weiteres Wachstum des Schienengüterverkehrs sei der Ausbau der Infrastruktur.
Flege erinnerte daran, dass das Ziel der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Bundesregierung steht. "Bei der Beseitigung von Netz-Engpässen und Wettbewerbsverzerrungen, die den Bahnen das Leben schwer machen, ist die Politik gefragt", sagte Flege." (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 03.02.12).
Bundeskartellamt: Fusion der Häfen Köln und Neuss-Düsseldorf freigegeben
Nach eingehender Prüfung hat das Bundeskartellamt die Fusion der Hafen- und Eisenbahnverkehrsunternehmen Köln und Neuss-Düsseldorf genehmigt. Der Zusammenschluss zweier wesentlicher Rhein-Binnenhäfen zwischen Wesel und Bonn (Wesel-Bonn-Range) führt zu einer Verengung der Marktstruktur. Eine Marktbeherrschung durch das neue Gemeinschaftsunternehmen ist jedoch nicht zu befürchten. Marktführend bleibt hier die Duisburger Hafen AG.
Die Häfen und Güterverkehr Köln AG und die Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG Neuss wollen ihre jeweiligen Sparten Hafenbetrieb und Eisenbahnverkehrsunternehmen künftig in einer gemeinsamen Gesellschaft – der RheinCargo GmbH & Co. KG – zusammenführen. Von dem Zusammenschluss sind in erster Linie der Markt für den Betrieb von Binnenhäfen sowie der Markt für Hafendienstleistungen (Güterumschlag) betroffen. Diese Märkte sind regional nach der jeweils von diesen Häfen bedienten einheitlichen Industrieregion, hier Rhein-Ruhr (Wesel-Bonn-Range), abzugrenzen.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Eine Untersagung war hier im Ergebnis nicht gerechtfertigt. Die Duisburger Hafen AG bleibt die Nummer Eins. Außerdem werden die hier relevanten Hafendienstleistungen nur zu einem Teil von den Hafengesellschaften selbst erbracht. In diesem Markt kommt großen Terminalbetreibern und Umschlagsunternehmen ebenfalls eine wichtige Rolle zu (Pressemeldung Bundeskartellamt, 03.02.12).
In einer erster Reaktion sagte dazu Horst Leonhardt, Vorstandssprecher der Häfen und Güterverkehr Köln AG: "Das positive Votum der Kartellbehörden ist ein weiterer, wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Kooperation. Die Gespräche sind weit fortgeschritten, die Aufsichtsräte der HGK und des Stadtwerke-Konzern haben zugestimmt. Die HGK verfolgt weiter engagiert ihr Ziel, bis Mitte 2012 mit den Neuss-Düsseldorfer Häfen (NDH) das Gemeinschaftsunternehmen RheinCargo an den Start zu bringen. Dann würden der Hafenumschlag und das Eisenbahngeschäft beider Unternehmen unter einem Dach geführt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Zusammen können HGK und NDH ihren Kunden bessere Angebote für die regionalen und internationalen Güterverkehre machen." (Pressemeldung HGK, 03.02.11).
Statistisches Bundesamt: Güter-Transportaufkommen steigt um 6,5 %
Der Güterverkehr in Deutschland ist im Jahr 2011 deutlich gewachsen: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg das Transportaufkommen im Jahr 2011 voraussichtlich um 6,5 % gegenüber dem Vorjahr auf 4,3 Milliarden Tonnen. Dies ist die höchste Steigerung gegenüber einem Vorjahr seit dem Jahr 1994 (damals + 7,5 % gegenüber 1993). Zum Wachstum trugen der Straßen- und Eisenbahnverkehr sowie die Seeschifffahrt und der Luftverkehr bei; dagegen verbuchten die Binnenschifffahrt und der Transport von Rohöl in Rohrleitungen Verluste.
Den stärksten Anteil am Transportaufkommen hatte mit 77,5 % der Beförderungsmenge der Straßengüterverkehr. Auf der Straße wurden - nach einer Schätzung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung - im vergangenen Jahr knapp 3,4 Milliarden Tonnen und damit 7,7 % mehr befördert als im Jahr 2010. Das ist die höchste Wachstumsrate aller Verkehrsbereiche.
Der Güterverkehr der Eisenbahn stieg ebenfalls an: Das Verkehrsaufkommen lag mit 374 Millionen Tonnen um 5,1 % über dem Wert des Jahres 2010 und erreichte damit den höchsten Wert seit 1993. Auch die Frachtbeförderung der Luftfahrt nahm zu (+ 4,8%). Mit deutlich mehr als 4 Millionen Tonnen wurden im Jahr 2011 so viele Güter in Flugzeugen befördert wie noch nie.
Rückläufig entwickelte sich im Jahr 2011 der Güterverkehr in der Binnenschifffahrt: Die Beförderungsmenge nahm um 4,3 % auf 220 Millionen Tonnen ab. Die Binnenschifffahrt behinderten 2011 verschiedene Einflüsse: Zu erwähnen sind vor allem die Havarie eines Tankers im Januar 2011 an der Loreley sowie mehrfache extreme Niedrigwasserperioden. Der Güterverkehr der Seeschifffahrt entwickelte sich dagegen positiv: Mit 291 Millionen Tonnen wurden hier 6,8 % mehr Güter befördert als im Jahr 2010.
Beim Transport von Rohöl in Rohrleitungen ging die Beförderungsmenge um 2,5 % auf knapp 87 Millionen zurück. Diese Abnahme ist unter anderem auf Wartungsarbeiten in Raffinerien zurückzuführen (Pressemeldung Statistisches Bundesamt, 03.02.12).
Aus den Ländern
Berlin: Geteiltes Echo auf VDV-Vorschlag zur Schwarzfahrbußgelderhöhung
Der Vorschlag von VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff, das Bußgeld für Schwarzfahrten zu erhöhen, fand in der Politik nur ein sehr geteiltes Echo:
• Ole Kreins, verkehrspolitischer Sprecher der SPD in Berlin: Statt das Strafgeld zu erhöhen, sollten lieber die Sozialtickets wieder günstiger die dafür zu niedrigen Zuschüsse bei Hartz IV erhöht werden.
• Stefan Gelbhaar, Verkehrsexperte der Grünen in Berlin: Wenn Schwarzfahren teurer ist, wird das Fahrgäste in sozialer Not auch nicht abschrecken. Eine Erhöhung halte er nicht für den richtigen Lösungsansatz.
• Martin Delius, parlamentarischer Geschäftsführer der Piraten in Berlin: Die Not der Menschen, die sich kein Ticket leisten können, wird nicht geringer, indem Strafzahlungen erhöht werden. Statt jetzt womöglich mehr zu verlangen, sollte Schwarzfahren vielmehr gar kein Straftatbestand mehr sein.
• Jörg Vogelsänger, Verkehrsminister Brandenburg: Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt. Das ist gerade in Zeiten knapper Kassen deutlich zu spüren. Die Erlöse, die die Verkehrsunternehmen aus dem Verkauf von Fahrkarten erzielen, decken einen bedeutenden Teil der Kosten, die zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur notwendig sind. Sie sind unverzichtbar zur Aufrechterhaltung eines bedarfsgerechten Angebots im öffentlichen Personennahverkehr.
• Michael Cramer, Europa-Abgeordnete der Grünen: 40 Euro sind genug. Viele Schwarzfahrer sind nicht einmal in der Lage, diese Strafe zu zahlen. Es kann nicht sein, dass Schwarzfahrer 40 Euro und Autofahrer, die einen ganzen Tag lang falsch parken, nur 25 Euro bezahlen müssen (LR, Tagesspiegel und andere diverse Quellen, 03.02.12).
Brandenburg: NEB-Webseite nun auch in polnischer Sprache verfügbar
Ab sofort ist die Webseite der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) auch in polnischer Sprache abrufbar. Damit wird die NEB auch im World Wide Web den zahlreichen polnischen Fahrgästen gerecht, die auf der Oderlandbahn (NE26) zwischen Berlin-Lichtenberg und Kostrzyn (PL) unterwegs sind.
Aushänge in Zügen und auf Bahnhöfen zu Fahrplanänderungen und wichtigen Betriebsinformationen der Oderlandbahn (NE26) waren bereits zweisprachig. Nun folgt der Internetauftritt in polnischer Sprache. Vor allem aktuelle Tarifinformationen und Fahrplanänderungen sind somit nun auch für polnische Fahrgäste bequem vor Fahrtantritt im Internet abrufbar.
Seit Anfang 2011 strahlt die Webseite der NEB im neuen Design. Denn pünktlich zum Jahreswechsel hatte die NEB ihre Webpräsenz für ihre Fahrgäste aufgefrischt und übersichtlicher gestaltet. Nachdem sich die neue Internetseite bewährt hat, erfolgte nun die Erweitung der Webseite um die polnischen Seiten. Mit einem Klick auf die polnische Flagge und die Bezeichnung "polski" in der rechten oberen Ecke der Webseite www.neb.de gelangt man zur polnischen Version.
Neben den Tarif- und Fahrplaninformationen erhalten Besucher der Webseite Hintergrundinformationen zum Unternehmen der NEB, Ausflugstipps, Informationen zu den Fahrgastrechten und einiges mehr. Darüber hinaus gibt es auf der Startseite eine Fahrplanauskunft. Über das Kontaktformular in der Navigationsleiste können Fahrgäste Hinweise oder Anfragen an die NEB richten.
Die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) bietet seit Dezember 2006 auf der Strecke der Oderlandbahn (NE26) bequeme, schnelle und zuverlässige Verbindungen von Berlin-Lichtenberg bis ins polnische Kostrzyn an. Neben den modernen Zügen, den freundlichen Kundenbetreuer/innen und der Möglichkeit, das Ticket ohne Aufpreis im Zug zu erwerben, profitieren die Fahrgäste nun von einem weiteren Plus an Servicequalität (Pressemeldung NEB, 03.02.12).
Niedersachsen: Linke verlangt Stopp der Y-Trasse
DIE LINKE im Landtag hat am 02.02.12 noch einmal den Stopp der sogenannten Y-Trasse verlangt. Anlass sind die kritischen Anmerkungen des Deutsche Bahn-Chefs Rüdiger Grube zu dem bahnpolitischen Großprojekt. "Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode sollte sich jetzt von seinem verkehrspolitischen Lieblingsprojekt verabschieden. Bode darf sich dem Projekt nicht länger hingeben und beratungsresistent und bockig gegenüber der Kritik daran sein", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Ursula Weisser-Roelle. Die Argumente gegen die mindestens vier Milliarden Euro teure Y-Trasse zwischen Hannover, Hamburg und Bremen seien erdrückend. Die Trasse würde der Umwelt schaden und es gebe günstigere und effizientere Alternativen für eine Hinterlandanbindung der Seehäfen, erklärte Weisser-Roelle.
Eine von der Linksfraktion in Auftrag gegebene Studie habe bereits Anfang 2009 nachgewiesen, dass die Y-Trasse ein Irrweg für eine zeitgemäße und effektive Hinterlandanbindung sei. Wesentlich kürzere und günstigere Alternativen seien möglich und realisierbar. Dazu gehören laut Weisser-Roelle der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Rotenburg (Wümme) nach Verden (Aller) sowie die sogenannte Amerikalinie Bremen-Uelzen. Die Ergebnisse der LINKEN-Studie seien später auch durch Studien des Umweltbundesamtes bestätigt worden. Weisser-Roelle verlangte, die bereits im Landesetat 2012/2013 veranschlagten Planungskosten für die Y-Trasse in Höhe von fünf Mio. Euro zu streichen und für den Bau alternativer Bahnstrecken auszugeben. "Die Zeit läuft der Landesregierung davon: In Kürze geht der JadeWeserPort in Betrieb, und es gibt noch keine effektive Bahnanbindung." Die Linksfraktion wird die Absage des Bahnchefs Grube an das Projekt Y-Trasse zum Thema der Landtagssitzung im Februar machen (Pressemeldung Die Linke, 03.02.12).
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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur
Terminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (03.02.12).
Freischneideaktion am Busbahnhof in Hahn

Seit einem LKW-Anprall an die Flachstraßenbrücke in Wiesbaden-Dotzheim ruht der Verkehr auf der Aartalbahn. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Nassauischen Touristik-Bahn wollen sich jedoch von diesem Umstand nicht unterkriegen lassen und haben am vergangenen Samstag die Arbeitssaison 2012 eingeleitet.
Zu den 40-Jahr-Feierlichkeiten in Taunusstein war von der NTB im vergangenen Sommer der Bahnhof Hahn-Wehen und die Aartalbahn Richtung Magistralenbrücke freigeschnitten worden. Daher lag es nahe, im neuen Jahr den Bereich um den Busbahnhof Wehen in Angriff zu nehmen.
Da das Schotterbett der Eisenbahnstrecke leidet, wenn zuviel organisches Material, wie Blätter und Reste von Ästen und Zweigen, in den Schotter gelangen, wurden die Bäume und Sträucher rechts und links neben dem Streckengleis zurückgeschnitten. Von morgens 9 Uhr bis abends 17 Uhr wurde unermüdlich gesägt und geschnitten und nebenbei auch etliche Müllbeutel Unrat entsorgt. Weitere Aktionen sind in Planung (Pressemeldung Aartalbahn, Foto Matthias Beth, 03.02.12).
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Mit der Kamera notiert
Burgenblick


Die Burg Plesse bei Göttingen lässt grüßt die Bahnreisenden (Ferdinand Jacksch, 03.02.12).
Erfurter Güterbahnhof


Während eines Besuchs am 22.01.2012 am Erfurter Gbf konnte die ehemalige WAS (Wagenausbesserungstelle) des Bww (Betriebswagenwerk) Erfurt in einem traurigen Zustand angetroffen werden. Außerdem warteten neben der 233 698-0 der Railion Deutschland AG die DB Schenker Loks 261 048-3 + 261 021-0 + 261 046-7 auf neue Aufgaben (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 03.02.12).
Güterverkehr in Nučice


Etwas westlich von Prag liegt das Dorf Nučice, an der nicht-elektrifizierten Strecke von Prag über Rudna nach Beroun. Das Dorf hat einen Bahnhof, und der Bahnhof hat noch Formsignale. Nučice hat nicht nur Personenverkehr, doch auch Güterverkehr. Bei Nučice liegt ein Kalkgrube, von der Zügen nach Kladno Dubi fahren.
Zu Sonnenaufgang am 1. Februar 2012 stand die ČD Cargo Skibrille 753 776 mit einem geladenen Kalkzug abfahrtbereit nach Rudna und Hostivice, wo der Zug wenden muss für die Weiterfahrt nach Kladno Dubi. Deswegen gibt es eine zweite Brejlovec am Ende des Zuges.
Auch die ČD Cargo Bardotka 751 031 war in Nučice und rangierte mit einigen Güterwagen (Quintus Vosman, 03.02.12).
Meßfahrten bei der S-Bahn Kopenhagen


Am 14. und 15.01.2012 fanden auf dem Netz der Kopenhagener S-Bahn Meßfahrten statt (Hoje Taastrup-Kobenhavn-Hillerod). Meßzug war der S-Bahnzug 8163+9163. Zweck der Meßfahrt war die Fahrwegdistanz-Ermittlung durch das Verfahren SAT.engine. Diese Daten sind für die Planung eines ERTMS-basierten Zugkontrollsystems bestimmt, das in den kommenden Jahren bei der S-Bahn Kopenhagen installiert werde soll. Die derzeit im Einsatz befindlichen S-Bahnzüge sind seit 1996 im Einsatz und sind im Innern sehr geräumig gestaltet, insbesondere die Fahrradabteile. Im nordwestlichen Endpunkt Hillerod ist noch ein elektromechanisches Stellwerk (Siemens) im Betrieb (Heiko Günther, 03.02.12).
Rangierbahnhof Seddin


Am kalten sonnigen Nachmittag des 31. Januars verließ die 152 136 den Rangierbahnhof Seddin. Am 2. Februar konnte die Lichtenberger G6 ( 98 80 0650 107-2 D-VL ) bei Rangiertätigkeiten bei Vorbeifahrt aus einer S-Bahn festgehalten werden (Norman Gottberg, 03.02.12).
Unkel


Unkel: Am bitterkalten, aber sonnenklaren Mittwoch, den 01.02.12, waren bei Unkel unter anderem 185 073-4 und 482 025-4 mit ihren Güterzügen Richtung Koblenz unterwegs (Ulrich Traumann, 03.02.12).
Wengerohr


Am Donnerstag, den 02.02.12, waren im Bahnhof Wengerohr zunächst die "Hamsterbacke" 442 207 und kurz danach 155 089-6 mit einem DG Richtung Ehrang anzutreffen (Ulrich Traumann, 03.02.12).
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Europa
Frankreich: Eurotunnel öffnet erstes privates Trainingszentrum CIFFCO
Die Gruppe Eurotunnel eröffnete am 02.02.12 in Coquelles (Nord-Pas-de-Calais) das erste privatfinanzierte Trainingszentrum für die Bahnindustrie (Centre international de formation ferroviaire de la Côte d'Opale, CIFFCO), das mit einer Investition von 3 Millionen Euro ausgestattet wurde.
CIFFCO ist die Tochtergesellschaft für Eisenbahn-Qualifizierung der Gruppe Eurotunnel. Dies ist das erste Mal, dass ein privates Transportunternehmen ein Ausbildungszentrum für alle europäischen Bahnen, Infrastrukturbetreiber und deren Zulieferer bereitstellt, um Techniker für die Arbeit auf dem französischen nationalen Schienennetz und auch solche der Nachbarländer auszubilden. CIFFCO ist durch die französische Sicherheitsbehörde Etablissement public de sécurité ferroviaire (EPSF) für 15 verschiedene Eisenbahn-Berufe zertifiziert.
Das Zentrum ist offen für Studierende, die ein Facharbeiterzeugnis (CAP) für Bodenarbeitstätigkeiten erworben haben sowie für Inhaber eines Bachelor-Abschlusses (BAC +2, Vordiplom) für Fahrlizenzen. Das Vorlesungsverzeichnis für CIFFCO ist abrufbar unter www.ciffco.com.
CIFFCO beschäftigt 20 Mitarbeiter und wurde aus der Erfahrung gegründet, die Eurotunnel in den vergangenen 18 Jahren gewonnen hat. Das Zentrum verfügt über ein Hauptgebäude mit einer Nutzfläche von 1100 m², 8 Hörsäle, darunter einer für IT, ein 135 Plätze umfassendes Auditorium und acht moderne Fahrzeug-Simulatoren. Das Zentrum bietet Platz für mehrere hundert Auszubildende pro Jahr bis zu einem Gesamtbetrag von 10.000 Schulungstagen.
Das EPSF hat vor kurzem die Ausbildung der eigenen Prüfer für die Hauptstrecken-Lokführer (Conducteurs "grandes lignes") auf CIFFCO übertragen und ALSTOM wird in Zukunft auch die neuen Lokführer des Eisenbahnversuchszentrums (Centre d'Essais ferroviaire) hier ausbilden lassen (WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 03.02.12).
Irland: Kapsch gewinnt GSM-R Ausschreibung

Der irische Bahnbetreiber "Iarnród Éireann - Irish Rail" (IÉ) erteilte Kapsch CarrierCom vor kurzem einen Auftrag über die Implementierung eines digitalen Zugfunksystems in der Region Dublin Area Rapid Transit (DART). Dieser Auftrag umfasst die GSM-R Modernisierung der Bahn mit innovativer IP basierender Release 4-Architektur.
Als ersten Schritt wird Kapsch eine Pilotstrecke von 48 km aufrüsten, die Gesamtstrecken-länge liegt bei rund 2.000 km. Damit setzt sich Kapsch international erneut erfolgreich gegen andere Anbieter durch. Die Vergabe eines zusätzlichen Servicevertrages ist ebenfalls geplant.
Bahnbetreiber in ganz Europa, unter anderem in Frankreich, Deutschland oder in Österreich, vertrauen auf die Expertise und Innovationsführerschaft von Kapsch CarrierCom. "Nach einem fast zwei Jahre langen Vorbereitungs- und Ausschreibungs-Zeitraum freuen wir uns auf die Realisierung dieses strategisch wichtigen Projekts in der DART-Region und hoffen auf den Ausbau weiterer Streckenabschnitte in Irland. Aufgrund unserer zahlreichen erfolgreichen Projekte mit der fortschrittlichsten Technologie am Markt, sind wir der optimale Partner für Irish Rail. Mit der Unterzeichnung des Auftrages können wir sofort mit der Implementierung eines Testsystems für die moderne Release 4 Netzwerk-Infrastruktur inklusive Access-Netzwerk beginnen und damit unsere End-to-End Kompetenzen für Railway-Telekommunikation unter Beweis stellen", erklärt Michel Clement, Vice President GSM-R Global bei Kapsch CarrierCom.
Bei der End-to-End Lösung von Kapsch CarrierCom handelt sich um eine skalierbare, leistungsfähige Architektur, die sich durch hohe Funktionsdichte und Verfügbarkeit auszeichnet. Diese Plattform kann bei Bedarf auch um künftige Applikationen erweitert werden. Ein leistungsstarkes Netzwerk-Subsystem (NSS) auf Basis der neuen IP 3GPP Release 4 Technologie sowie ein Base-Station-Subsystem (BSS) werden implementiert. Ebenso liefert Kapsch einen modernen Service Control Point (SCP) als zentrale Netzkomponente für die gesamte Dienstabwicklung bei intelligenten Netzen (IN). Zudem sind Base Transceiver Stations (BTS) integriert, welche die Funkverbindung zu den Mobilstationen herstellen. Mehrwertdienste (VAS) für den Datenbereich und GPRS erweitern die Funktionalität der Lösung von Kapsch CarrierCom (Pressemeldung Kapsch CarrierCom AG, Grafik LOK Report Reiseführer 2011, 03.02.12).
Österreich: Planungsarbeiten für die HL-Bahnstrecke Klagenfurt Villach nutzlos?
"So geht das nicht, mehrere Millionen Euro wurden bereits in Planungsarbeiten für die Hochleistungsstrecke Klagenfurt - Villach investiert, offenbar nutzlos", kritisiert ÖVP Obmann Josef Martinz die jüngsten Aussagen von ÖBB Chef Kern. Danach sei eine Weiterplanung der HL-Strecke durch Klagenfurt bis Villach als Teil der Baltisch Adriatischen Achse nicht erforderlich.
Die Baltisch-Adriatische Achse macht aber nur Sinn, wenn der Zentralraum Kärntens mit Klagenfurt und der Wörtherseeregion geschützt wird und nicht drohenden, nicht verkraftbaren Belastungen ausgesetzt wird. Belastungen, die auch dem Wörthersee-Tourismus Millionen Verluste zufügen würde.
Der ÖBB-Chef ignoriert mit seiner Haltung jedenfalls die Interessen von mehr als 100 000 Menschen im Zentralraum Kärntens. Es ist auch unverständlich, dass eine ÖBB Hochleistungsstrecke nur zu 80 Prozent fertig gestellt werden soll", so Martinz.
Selbstverständlich sei auf der Baltisch-Adriatischen Achse künftig eine deutliche Zunahme des Güter- und Personenverkehrs zu erwarten. Das sei ja der Sinn dieser Nord-Süd-Achse und der Grund dafür dass die EU die BAA dem ursprünglich außerhalb Österreichs geplanten Korridor 5 vorzieht und die BAA voraussichtlich finanziell unterstützen wird", sagt der ÖVP Chef. "Ich fordere die ÖBB Führung auf, sich vor Ort über die drohenden Belastungen zu informieren und ihre Entscheidung danach zu revidieren", sagt Martinz (Pressemeldung ÖVP Kärnten, 03.02.12).
Österreich: Probahn-Umfrage zur WESTbahn
Die Ergebnisse der probahn-Umfrage unter www.probahn.at zeigen ein sehr positives Bild, wie ÖBB und WESTbahn von den Bahnkunden wahrgenommen werden. Die Fahrgäste haben mehr als je zuvor das Gefühl, dass sie im Mittelpunkt stehen – man bemüht sich um sie!
• Noch nie war so viel auskunftswilliges Personal beider Konkurrenten an den Bahnhöfen zwischen Salzburg und Wien präsent.
• Beide Unternehmen verweisen auf signifikante Fahrgaststeigerungen – viele volle Züge scheinen das zu bestätigen
• Die unterschiedliche Tarife bzw. Sonderangebote scheinen bei den Fahrgästen weniger ein Thema zu sein
• Die Fahrgäste wählen die Züge nach Terminplan und Fahrzeit aus und weniger nach Vorlieben.
• Die WESTbahn punktet bei behindertengerechten Einstiegen, bei der Personalpräsenz in jedem Waggon und dem Kauf von Tickets im Zug.
• Der ÖBB-Railjet punktet bei der Schnelligkeit und Pünktlichkeit, der Verpflegung im Zug und bei den Gepäcksablagemöglichkeiten.
• Weniger positiv wird der ÖBB-IC von den Kunden wahrgenommen, wiewohl Fahrgäste die Züge mit eigenen Abteilen sehr schätzen, aber als Mängel schadhafte WC und die fehlende Servicele-Leistung und Verpflegung im Zug wahrnehmen. Hier hat der ÖBB-Personenverkehr ein größeres Verbesserungspotenzial, will er zur WESTbahn ein ernstzunehmender Konkurrent sein.
In den verbalen Rückmeldungen werden die Nöte der Pendler/-innen deutlicher als in der Statistik. Da reicht es vom Ärger über die Geruchsbelästigung durch den Rauchersalon, der derzeit aufgrund eines Rechtsstreites außer Betrieb ist, was wiederum von vielen Fahrgästen goutiert wird. Sehr positive Rückmeldungen bekommt die WESTbahn von Seiten bewegungseinschränkter Menschen wegen des taktilen Leitsystems im Zug bzw. auf den WC und von Familien ob des niederflurigen Einstieges.
Der Bund und die Länder, insbesondere Steiermark, Salzburg und Oberösterreich sind gefordert, auch einen attraktiven Bahnverkehr "inneralpin" zwischen Salzburg und Graz sowie zwischen Linz und Graz bis zum nächsten Fahrplanwechsel zu finanzieren. Die Halbierung der Zahl der Direktzüge zwischen Salzburg und Graz und der Einsatz alter Zuggarnituren auf Fernverkehrsstrecken, die teils zu großen Zugverspätungen führen, sorgt derzeit für viel Unmut unter den Fahrgästen. Selbst diese unbefriedigende Lösung ist nur auf ein Jahr befristet (Pressemeldung ÖVP Kärnten, 03.02.12).
Schweden: SJ nimmt den neuen Schnellzug SJ 3000 in Betrieb
Ab 06.02.12 wird die schwedische Bahn SJ AB den neuen Hochgeschwindigkeitszug SJ 3000 von Bombardier zwischen Stockholm und Sundsvall in Betrieb gehen lassen. Die ersten vier Züge, bestehend aus jeweils vier Wagen, wurden Ende Januar ausgeliefert. Sie sind vom Modell "Regina" abgeleitet, dass sich in den beiden letzten Wintern schon in der rauen Witterung gut bewährt hat.
Im neuen Schnellzug hat das Informations- und Entertainment-System "ombord.sj.se" Premiere, dass den Reisenden sowohl Verkehrsinformationen als auch entspannende Unterhaltung bieten soll.
Der neue Zug ist speziell für behinderte Reisende mit einem modernen Lift, zusätzlichen Rollstuhlplätzen, breiten Gänge und großzügigen sanitären Anlagen ausgestattet.
Der
SJ 3000 ersetzt sowohl die bisher eingesetzten SJ-Doppelstockzüge auf der Strecke zwischen Sundsvall und Stockholm als auch Züge des Typs SJ 2000 (X 2000) auf bestimmten Fahrten. Insgesamt finden drei Fahrten unter der Woche in jeder Richtung zwischen Stockholm und Sundsvall statt.
Sobald Bombardier weitere Züge liefert, soll der SJ 3000 auch auf der Route Stockholm - Östersund eingesetzt werden (WKZ, Quelle Pressemeldung SJ, 03.02.12).







