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LOK Report – Freitag, 24.02.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Gochsheim - Kitzingenz und
Salzburg - Kufstein im Bundestag

Absatzlinie
Personalübernahme SaarRB
Absatzlinie
Vorbereitungen Chemnitzer Modell
Absatzlinie
Hochtastversuche auf der
LGV Bretagne – Pays de la Loire

Absatzlinie

Ausbau Lavanttalbahn,
Tunneldurchschlag Koralmbahn

Absatzlinie
Netrail überführt schwedische
Y1 nach Montevideo
Absatzlinie
Bergbahnen in Rio de Janeiro

Willkommen beim LOK Report

Foto links: NetRail

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Bahnstrecke Gochsheim - Kitzingen
Der Bundesregierung liegen keine Informationen zu etwaigen Mängeln auf der Bahnstrecke Gochsheim - Kitzingen-Etwashausen während der Pachtzeit durch die Bayerische Regionaleisenbahn GmbH vor. Das geht aus der Antwort (18/11189) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/11054) hervor.
"Die Eisenbahnaufsicht über die Bayerische Regionaleisenbahn hinsichtlich der Strecke Kitzingen-Etwashausen - Gochsheim oblag bis zur Einstellung des Betriebes im Jahr 2016 dem Freistaat Bayern", schreibt die Regierung.
Zur Frage der Grünen, ob die DB Netz-AG als Verpächterin der Strecke nachgeprüft habe, inwieweit der Pächter seinen Verpflichtungen nachkommt, heißt es in der Antwort: "Die Wahrnehmung der Rechte und Pflichten aus dem Pachtvertrag liegt in der unternehmerischen Verantwortung der Beteiligten." (Pressemitteilung Bundestag, 24.02.17).

RechteckBundestag: Bahnstrecke Salzburg - Kufstein
Nach Angaben der DB Netz AG werden Untersuchungen für ein Ertüchtigungsprogramm der Bahnstrecke Salzburg - Kufstein über deutsches Staatsgebiet durchgeführt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/11190) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/11055) hervor. Laut Regierung führt die DB Netz AG Gespräche mit der ÖBB-Infrastruktur AG. "Ergebnisse sollen dem Bund nach Abschluss der Untersuchung vorgestellt werden", heißt es in der Antwort. Gefragt nach dem Stand der Planungen zur nördlichen Zulaufstrecke zur Unterinntaltrasse auf deutschem Staatsgebiet teilt die Bundesregierung mit, ein gemeinsames Planungsteam aus DB Netz AG und ÖBB Infrastruktur AG führe gegenwärtig ein "dialogorientiertes Trassenauswahlverfahren" durch. Dieses habe zum Ziel, eine mögliche Trassenempfehlung den zuständigen Entscheidern in Deutschland und Österreich vorzulegen.
Nach Vorlage der Trassenempfehlung und Ermittlung der Kosten sei entsprechend des Hinweises im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) für zwei zusätzliche Gleise Brannenburg - Kiefersfelden - Grenze Deutschland/Österreich die gesamtwirtschaftliche Bewertung durchzuführen. Davon abhängig sei die Durchführung der weiteren Planungsschritte bis zur Erlangung des Baurechts, schreibt die Regierung. Zugleich macht sie darauf aufmerksam, dass die bestehende nördliche Zulaufstrecke "mittelfristig über ausreichend Kapazitäten verfügt, um absehbar das Verkehrsaufkommen nach Eröffnung des Brennerbasistunnels in hoher Betriebsqualität abwickeln zu können" (Pressemitteilung Bundestag, 24.02.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Industrie

Rechteck Kühne + Nagel: Eurasia Express zwischen China und Europa
Mit der Einführung von KN Eurasia Express bietet Kühne + Nagel LCL-Transporte (Less than Container Load) zwischen China und Europa an. Damit rundet das Unternehmen sein bisheriges Angebot für FCL-Transporte (Full Container Load) im Im- und Export ab.
KN Eurasia Express verbindet China, Russland und Europa. Zusätzlich zum etablierten Full Container Load Service mit Duisburg als wichtigstem europäischen Umschlagsplatz bietet Kühne + Nagel nun auch eigene Sammelverkehre (LCL) vom Hub-Terminal Wuhan nach Hamburg sowie Malaszewicze/Poznan. Insgesamt nutzt das Unternehmen mehr als fünfzig Sammelpunkte in der Volksrepublik China, darunter wichtige Standorte wie Shengyang, Chongqing, Chengdu und Zhengzhou. Neben Importen umfasst das Angebot ebenfalls FCL- und LCL-Transporte für Exporte aus Europa nach Asien. KN Eurasia Express richtet sich insbesondere an Kunden aus der Automotive- und der Hightech-Industrie sowie aus der Modebranche.
"KN Eurasia Express bietet eine perfekte Mobilitätskette für Haus-zu-Haus-Lösungen. Bei Transportzeiten zwischen 14 und 18 Tagen von Abgangs- bis Empfangsterminal profitieren unsere Kunden von deutlich kürzeren Lieferzeiten im Vergleich zum Transport per Schiff bei deutlich niedrigeren Kosten als in der Luftfracht. Verlässliche Abfahrts- und Transitzeiten sorgen für Planungssicherheit. Durch die Nutzung unserer Informationsplattform KN Login erhalten unsere Kunden zudem vollständig transparente Informationen über den Status ihrer Lieferung", beschreibt Otto Schacht, für Seefracht zuständiges Mitglied der Geschäftsleitung der Kühne + Nagel International AG. 
Die Sicherung der Ladung ist für die Kunden von großer Bedeutung. Kühne + Nagel setzt daher für die KN Eurasia Express-Transporte auf höchste Sicherheitsstandards in den Terminals und speziell verstärkte Containersiegel. Eine GPS-basierte Datenüberwachung liefert Echtzeitdaten über Temperatur, Luftfeuchte, Druck, Lichteinfall und Standort der Container. Temperatur-sensible Güter können in 45-Fuß-Reefer-Containern transportiert werden. 
Das Angebot von KN Eurasia Express gilt auch für Länder an der europäischen Peripherie. Erste Transporte mit Blockzügen in die Türkei sind bereits erfolgreich verlaufen. Geplant sind weiterhin LCL-Sammelverkehre von China nach Russland und umgekehrt (Pressemitteilung Kühne + Nagel, 24.02.17).

RechteckProgress Rail: Zertifizierungsverfahren für EMD24B nach Tier-4-Standard

Progress Rail, ein Caterpillar-Unternehmen, gab am Donnerstag (23.02.17) bekannt, dass die erste Emissionsprüfung der neuen, remotorisierten Lokomotive EMD24B erfolgreich abgeschlossen wurde und die Lokomotive nun den Zertifizierungs-Prozess nach den strengen Tier-4-Emissionsstandards der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde USEPA durchlaufen kann. Die Lokomotive startet nun eine 3.000-stündige Verifizierungsprüfung der Kalifornischen Umweltbehörde (California Air Resources Board), zuerst innerhalb der Pacific Harbor Line, Inc. (PHL).
Mit einer Leistung von 2.000 PS ist die EMD24B mit einem Motor Cat 3512C HD ausgestattet, dessen Abgasnachbehandlung zu niedrigeren Emissionen führt. Die EMD24B besitzt umgebaute EMD-Lokomotivkomponenten und wurde aus einem aufgearbeiteten Untergestell und Führerhaus einer bestehenden EMD GP-40 zusammengesetzt. Dieses Lokomotiv-Grundgerüst aus der Zeit vor 1973 wurde ursprünglich ohne regulierte Emissionsstandards entwickelt und umgebaut, um die neuesten Emissionsstandards zu erfüllen, die mit den Nachhaltigkeitsanforderungen von Caterpillar und Progress Rail übereinstimmen.
In die Konstruktion und Fertigung der EMD24B waren verschiedene Teams im Unternehmen eingebunden, darunter das Remotorisierungs-Team von Progress Rail sowie Mitarbeiter der Firma Patterson am Standort Georgia und der brasilianischen Tochtergesellschaft Zeit, die das Kontrollsystem der Lokomotive zur Verfügung stellte (WKZ, Quelle Pressemitteilung Progress Rail, 24.02.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Längere Züge, neue Weichen und Unzufriedenheit über die S-Bahn-Qualität
Längere Züge und damit mehr Platz in den S-Bahnen. Zusätzliche Weichen und damit mehr Flexibilität beim S-Bahn-Verkehr. Der Verband Region Stuttgart hat am Mittwoch erneut Verbesserungen auf den Weg gebracht, die kurz- und langfristig wirken. Im Verkehrsausschuss verknüpften die Regionalpolitikerinnen und -politiker ihr regionales Engagement mit einem deutlichen Appell an die Deutsche Bahn AG. Alle Konzerntöchter sollten diesem guten Beispiel folgend ihre Anstrengungen forcieren, damit die S-Bahn wieder flotter und zuverlässiger wird.
Ein Teil der zehn neuen S-Bahn-Fahrzeuge, die der Verband Region Stuttgart für gut 80 Millionen Euro finanziert hat, werden bereits seit Dezember 2016 für mehr Komfort und Pünktlichkeit im S-Bahn-Verkehr eingesetzt. In der Hauptverkehrszeit am Morgen waren auf den Linien S1, S2 und S3 einzelne Züge auf insgesamt drei Wageneinheiten ('Langzug') verlängert worden, das entspricht einem Plus von rund 3.300 Sitzplätzen. Weitere 1.000 Sitzplätze werden ab 10. April durch längere Züge der S2 am späteren Nachmittag geschaffen. Hinzu kommen längere Züge auf allen Linien an Wochenenden, abends sowie nachts. Damit gibt der Verband Region Stuttgart die richtige Antwort auf die massiven Fahrgaststeigerungen, gerade auch im Freizeitverkehr am Abend und Wochenende, führte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler aus. Auch die überschlagenen Wenden in Weil der Stadt, Stuttgart-Vaihingen (seit Dezember 2016) und Schorndorf sowie Filderstadt (ab Frühjahr 2017) seien ein regionaler Beitrag für mehr Pünktlichkeit. Dort stehen einige der neuen S-Bahn-Fahrzeuge, die pünktlich losfahren können, sofern eine ankommende S-Bahn verspätet sein sollte.
Einen Festbetrag von knapp 2,5 Millionen Euro zahlt der Verband Region Stuttgart für vier neue Weichen an der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße. Damit eröffnet die Region perspektivische Ausbauoptionen nach Stuttgart 21 (T-Spange) sowie mehr betriebliche Flexibilität, gerade auch bei Störungen. Die Weichen sollen während der Bauarbeiten von Stuttgart 21 eingebaut werden.
Die Pünktlichkeit für 2016 liegt nach wie vor deutlich hinter den vertraglich vereinbarten Zielwerten zurück. Das ärgert den Verband Region Stuttgart als Finanzier des S-Bahn-Verkehrs mindestens so sehr wie die Fahrgäste. "Die Qualität der S-Bahn hat sich 2016 nicht nachhaltig verbessert und ist absolut unbefriedigend", sagte Dr. Jürgen Wurmthaler. Die Strafzahlung in Höhe etwa 1,3 Millionen Euro, die die DB Regio AG für ausgefallene Züge an die Region überweisen muss, sind da ein schwacher Trost. Lässt man die Streiks aus dem Jahr 2015 und geplante Baustellen außen vor, haben sich die ausgefallenen Zug-Kilometer um 40 Prozent im Jahr 2016 deutlich erhöht, auf rund 160.000 Kilometer. Grund dafür sind im Wesentlichen "Einflüsse Dritter", also Personenunfälle, Notarzteinsätze oder Menschen in der Nähe von Gleisen. Die Störungen an Signalen und Weichen machen rund 59.000 Zug-Kilometer aus, das sind mehr als ein Drittel. Ihr Anteil ging im Vergleich zu 2015 um 25 Prozent zurück. Als "gutes Signal" wertete Dr. Wurmthaler, dass der Anteil der Zugausfälle, der von der S-Bahn Stuttgart zu verantworten ist, zurückging. "Ich setze darauf, dass DB Regio alles dafür tut, um diesen positiven Trend auch in den Folgejahren fortzuführen."
Der Vertrag von Verband Region Stuttgart und DB Regio AG über den Betrieb der S-Bahn sieht die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung vor, sofern der Wert an ausgefallenen Zug-Kilometern in zwei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren 1 Prozent übersteigt. 2016 war dies erstmals der Fall. Deshalb hat der Verkehrsausschuss der DB Regio AG heute die gelbe Karte gezeigt. Mit dieser Warnung ist der Hinweis verbunden, dass "alle Maßnahmen zu nutzen sind, um die Zugausfälle aller Verursacher zu reduzieren." Noch vor der Sommerpause werden Unternehmensvertreter der Deutschen Bahn AG im Verkehrsausschuss berichten, wie die bisher bei den "S-Bahn-Gipfeln" vorgestellten Maßnahmen gewirkt haben.
Rainer Ganske (CDU) bedauerte es, dass das "Fünkchen Hoffnung" eines positiven Trends sich in Luft aufgelöst habe. "Jetzt muss die DB als Gesamtkonzern liefern". Eine Kündigung des Vertrags sei keine Option. Mangels Alternativen sei es eine Illusion zu glauben, dann werde alles besser. Auch die geplanten Baustellen mit Ersatzfahrplänen strapazierten die Nerven der Fahrgäste, sagte Eva Mannhardt (Grüne). "Wir machen unsere Hausaufgaben und können sicherlich Verbesserungen erreichen." Der Beitrag von anderen stehe noch aus, formulierte sie vor allem in Richtung DB Netz AG. Seit Jahren hätten sich die Zahlen von Zugausfällen und Pünktlichkeit nicht signifikant verbessert, kritisierte Harald Raß (SPD). "Das ist nicht akzeptabel". Die Region habe die neuen Fahrzeuge gekauft und investiere in den 15-Minuten-Takt, alles in allem um die 100 Millionen Euro. Damit seien die Hausaufgaben der Region mehr als gemacht. Die Warnung an die DB Regio AG könne nicht folgenlos sein.
Von "geballter Frustration und Hilflosigkeit" sprach Bernhard Maier (Freie Wähler). "Das S-Bahn-System ist am Limit, deshalb wird es nicht besser werden. Wir verbessern das System mit öffentlichem Geld und der einzige Profiteur ist die Bahn." "Die Zahlen sind nicht mehr schön zu reden", findet auch Ingo Mörl (Piraten/Die Linke). "So kann es nicht weitergehen. Und ohne Sanktionierung gibt es keine Besserung." Armin Serwani (FDP) war über die Werte "erschreckt". "Mit den geplanten Baustellen, die die Infrastruktur verbessern, müssen wir uns allerdings abfinden." Nicht akzeptabel sei die Informationspolitik der Bahn. Nach Überzeugung von Dr. Burghard Korneffel (AfD/Innovative Politik) funktioniert dieses System S-Bahn als Teil der DB nicht (Pressemeldung VRS, 24.02.17).

RechteckBayern: Stadt Fürth hat Recht auf Auskunft im S-Bahn-Ausbau
Die Stadt Fürth setzt ihre Rechtsauffassung bei der Auskunftsklage gegen die Deutsche Bahn (DB) durch. Mit dem heutigen Urteil hat das das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig (BVerwG) einen sechs Jahre dauernden Rechtsstreit zugunsten der Auskunftsansprüche der Stadt in signifikanten Teilen entschieden. Nähere Informationen zum Inhalt und der grundlegenden Bedeutung des Urteils für das deutsche Umweltrecht können in der unter "Downloads" bereit stehenden Pressemitteilung der von der Stadt Fürth beauftragten Rechtsanwaltskanzlei Baumann angesehen werden.
So sehr sich Oberbürgermeister Thomas Jung über diesen Erfolg freut, richtet er nichtsdestotrotz zum wiederholten Male einen dringenden Appell an die DB: "Es ist nun höchste Zeit, endlich den Weg der Vernunft und des Konsenses mit der Stadt Fürth einzuschlagen, um die notwendige S-Bahnverbindung auf der Bestandstrasse sparsam, schnell und umweltschonend zu verwirklichen." (Pressemeldung Stadt Fürth, 24.02.17).

RechteckHessen: Besserer Verkehr durch Citybahn Wiesbaden
Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir sieht die Wiesbadener City-Bahn als Schlüsselprojekt für einen leistungsfähigen und nachhaltigen Verkehr in der Landeshauptstadt. Seien die Voraussetzungen erfüllt, könnten Bund und Land zusammen bei solchen Vorhaben 75 Prozent der Investitionskosten übernehmen, sagte der Minister heute im Hessischen Landtag. Stadt und Region dürften nun keine Zeit mehr vergeuden: "Der Handlungsbedarf ist seit langem bekannt."
"Mit der City-Bahn könnte Wiesbaden das wachsende Fahrgastaufkommen im ÖPNV in ausreichender Qualität bewältigen und CO2- sowie Schadstoffemissionen erheblich vermindern", sagte der Minister. "Ein weiterer Ausbau des Busnetzes würde dagegen zu Behinderungen der übrigen Verkehrsteilnehmer führen und die Luftqualität weiter verschlechtern. Die City-Bahn ist ein Beitrag zur Lebensqualität."
Die City-Bahn soll vom nordwestlichen Stadtrand über die Innenstadt und den Hauptbahnhof zum Rhein führen und über die Theodor-Heuss-Brücke ans Mainzer Netz angeschlossen werden. Auf diese Weise könnte sie den Mainzer Betriebshof nutzen. Die Kosten werden auf 240 Mio. Euro geschätzt; bei einer Verlängerung in Richtung Taunus durch das Aartal nach Bad Schwalbach kämen 70 Mio. Euro hinzu.
Al-Wazir wies darauf hin, dass der Bund bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Förderung des Projekts erklärt hat, sofern die Kosten-Nutzen-Analyse ein positives Ergebnis bringt: "Aufgrund des zu erwartenden hohen regionalen verkehrlichen und umweltpolitischen Nutzens beteiligt sich das Land mit 15 Prozent an den Kosten der Vorplanung. Das sind bis zu 465.000 Euro." Der Minister begrüßte den breiten Konsens, mit dem das Wiesbadener Stadtparlament die Planungsmittel freigegeben hatte (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 24.02.17).

RechteckNiedersachsen: Die Schienen liegen schon am Raschplatz

Zum 25. Mai klemmt die Üstra die Strecke Hauptbahnhof - Aegiedientorplatz ab. Das Gleis bleibt zwar vorerst liegen, aber die Oberleitung geht runter. Vom 18. September an sollen die Linien 10 und 17 dann vor dem Hauptbahnhof durch eine Bahnunterführung zur neuen Endstation am Raschplatz fahren.
Am letzten Betriebstag der alten Strecke ist ein historischer Konvoi des Straßenbahnvereins geplant auf der Linie 10. Interessierte können gegen eine kleine Spende beim Schaffner mitfahren. Fotografierende Begleiter sollten an den Endhaltestellen auch spendabel sein.
Durch die Bauarbeiten ist vorübergehend auch ein Teil des unter dem Hauptbahnhof liegenden Tunnelstücks freigelegt, das eigentlich eine weitere Linie unterirdisch durch die Stadt führen sollte. Es wurde aber nur für Musikaufführungen und ähnliches genutzt. Linienbusse werden auch weiter über die alte Straßenbahnstrecke am Hbf verkehren (WR, 24.02.17).

RechteckSaarland: Vergaberegeln der SaarRB schützen Interessen der Beschäftigten
Als erfolgreichen Auftakt wertet Verkehrsministerin Anke Rehlinger die ersten Gespräche zur Betriebsaufnahme der SaarRB. Hinter dem Kürzel steht das ab Dezember 2019 geltende Nahverkehrsangebot im Saarland und im westlichen Rheinland-Pfalz. Die drei Aufgabenträger, das Saarland und die beiden Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr in Rheinland-Pfalz sowie die VGS als Managementgesellschaft des Saarlandes haben in ersten offiziellen Gesprächen mit den Verkehrsunternehmen DB Regio und vlexx Gmbh die Weichen für die Übernahme von Betriebseisenbahnern durch vlexx gestellt.
Rehlinger: "Mit unseren Regeln zur Personalübernahme bei Betreiberwechsel nehmen wir eine bundesweite Vorreiterrolle im Schienenverkehr ein. Die vlexx benötigt gut ausgebildetes Personal, um von Beginn an eine gute Qualität liefern zu können. Im Gegenzug können Lokführer, Disponenten und Zugbegleiter, die derzeit bei DB Regio im Bereich der SaarRB beschäftigt sind, unter Wahrung ihrer Gehälter und Rentenansprüche zur vlexx wechseln und so in ihrer gewohnten Umgebung weiter als Eisenbahner arbeiten." Für diese arbeitnehmer- und familienfreundliche Regelung seien im Rahmen der Vergabe die Grundlagen geschaffen worden.
Frank Höhler, Geschäftsführer der vlexx GmbH, erklärte: "Wir begrüßen die Regelungen im Vergabeverfahren zur Personalübernahme und sind sehr daran interessiert, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in diesem Netz fahren, zu uns wechseln. Ihre Kenntnisse sind für uns eine wichtige Grundlage für einen reibungslosen Betriebsübergang im Interesse unserer Kunden. Insgesamt benötigen wir sogar noch weitaus mehr Personal, so dass wir einen sicheren Arbeitsplatz zu guten Konditionen bieten können."
Als weiteres gutes Zeichen werten die Aufgabenträger, dass es auch schon zu direkten Gesprächen zwischen der DB Regio und der vlexx GmbH gekommen ist. "Wir haben die SaarRB in zwei Lose aufgeteilt, weil das bundesdeutsche Vergaberecht Auftragsgrößen bedingt, die nicht nur von großen Konzernen gewonnen werden können. Außerdem hat sich unserer Erwartung bestätigt, dass dieser Wettbewerbsanreiz vor allem dem Saarland finanzielle Vorteile verschafft. Dennoch wird der Schienennahverkehr im Saarland ein Angebot aus einem Guss bleiben", sagte Ministerin Rehlinger. Beide Unternehmen seien auf einem guten Weg, diesen Anspruch mit Leben zu füllen und den Erfolg der SaarRB als gemeinsame Aufgabe anzusehen.
Mit dem rechtsverbindlichen Zuschlag an die DB Regio und die vlexx Gmbh wurde im Januar 2017 das Vergabeverfahren "Elektronetz Regionalbahnen Saar" (SaarRB) abgeschlossen. Die Regionalbahnlinien im Saartal sowie zwischen Saarbrücken und Homburg oder Kaiserslautern bedient auch weiterhin die DB Regio. Sie wird, als Ergebnis der deutlich erhöhten Qualitätsanforderungen, neue Elektrotriebwagen von Typ "Coradia Lint" der Firma Alstom einsetzen. Die vlexx GmbH übernimmt mit ebenfalls neuen Fahrzeugen vom Typ "Bombardier Talent 3" die Regionalbahnen zwischen Saarbrücken und Neubrücke sowie die Züge zwischen Homburg und Neunkirchen oder Illingen.
Nach der geplanten Elektrifizierung der Strecke Illingen – Lebach-Jabach werden die Regionalbahnen Saarbrücken – Lebach betrieblich in das Netz integriert. Im Dezember 2020 wird vlexx die Strecke deshalb vorübergehend mit klimatisierten Dieseltriebwagen vom Typ "Siemens Desiro" bedienen (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, 24.02.17).

RechteckSachsen: Auslegung Planfeststellung Chemnitzer Modells Teil "Eisenbahn"
Vom 28. Februar bis einschließlich 27. März 2017 liegen die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren für die Stufe 2 des Chemnitzer Modells – Teil Eisenbahn zur Einsichtnahme aus. Sie betreffen die anstehenden Bauarbeiten auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Technologiepark Chemnitz und Aue.
Die Auslegung erfolgt im Technischen Rathaus in Chemnitz und in den Verwaltungs-einrichtungen der an der Strecke liegenden Städte und Gemeinden. Die Inhalte der Planfeststellungsunterlagen sowie die Adressen der Auslegungsstellen und die Öffnungszeiten zur Einsichtnahme können der anhängend versendeten amtlichen Bekanntmachung entnommen werden.
Es hat jeder Bürger die Möglichkeit, die Unterlagen einzusehen und bis zum 10. April 2017 bei der Landesdirektion Sachsen, Altchemnitzer Straße 41, 09120 Chemnitz oder bei den Stadtverwaltungen Chemnitz, Thalheim, Zwönitz und Lugau sowie bei den Gemeindeverwaltungen Amtsberg, Burkhardtsdorf und Gornsdorf Einwendungen gegen den Plan schriftlich oder zur Niederschrift zu erheben. Bis zum 7. April 2017 erfolgt die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TöB). Die Erörterungstermine, die sich aus den Stellungnahmen der Bürger und der TöB ergeben, sind für die Sommermonate vorgesehen.
Aus den guten Erfahrungen in Bezug auf die Beteiligung der Bürger heraus hat der Verkehrsverbund Mittelsachsen gemeinsam mit der zuständigen Planungsarge im Rahmen zweier Bürgerinformationsveranstaltungen in Einsiedel und Burkhardtsdorf bereits im Herbst 2016 über die bevorstehenden Baumaßnahmen informiert (VMS-Medieninfo vom 11. Oktober 2016). Interessierte und betroffene Anwohner hatten dort die Möglichkeit, den Verantwortlichen des Projektes ihre Fragen zu stellen und ihre Anregungen mitzuteilen (Pressemeldung Verkehrsverbund Mittelsachsen, 24.02.17).

RechteckSachsen: Inbetriebnahme Chemnitzer Modell Teil "Straßenbahn"
Am 2. Mai 2017 wird ein neuer Meilenstein des Chemnitzer Modells erreicht: Die Citylink-Fahrzeuge nehmen dann ihre Fahrt auf dem ersten Teil der Straßenbahnstrecke der Baustufe 2 auf.
Die beiden Linien C13 und C14 von Burgstädt und Mittweida verkehren dann nicht mehr nur bis zur Zentralhaltestelle Chemnitz, sondern verlängern ihre Fahrt bis zum Stadlerplatz auf der Reichenhainer Straße. Dabei werden die Umläufe der Bahnen so miteinander verknüpft, dass nach Ankunft am Stadlerplatz ein Linienwechsel stattfindet und die Citylinks abwechselnd nach Burgstädt und Mittweida fahren. Die Linie C15 nach Hainichen soll ab ihrer erneuten Inbetriebnahme zum kleinen Fahrplanwechsel am 11. Juni 2017 ebenfalls bis zum Stadlerplatz geführt werden.
Aufgrund der höheren Temperaturen in den vergangenen Tagen konnten inzwischen die Bauarbeiten auf der Reitbahn- und Bernsdorfer Straße sowie am Stadlerplatz wieder aufgenommen werden. Es wurde ein Bauablaufplan übergeben, nach welchem alle Arbeiten und Restleistungen bis Mitte April erledigt sein werden und mit dem eine pünktliche Betriebsaufnahme gewährleistet werden kann. Bevor die Fahrt über den neuen Gleisabschnitt endlich möglich ist, führt bis Ende April die City-Bahn Chemnitz GmbH als betriebsführendes Verkehrsunternehmen alle noch notwendigen Einweisungsfahrten durch.
Anlässlich der Inbetriebnahme soll es am 2. Mai 2017 eine Bau-Info-Veranstaltung am Stadlerplatz geben, bei der die abgeschlossene Realisierung der Bauabschnitte 1 und 2 rückblickend betrachtet und über die sich im Bau befindliche 3. Phase informiert wird. Selbstverständlich besteht zum Banddurchschnitt auch die Möglichkeit für Pressefotos und Interviews mit den verantwortlichen Vertretern des VMS, der City-Bahn Chemnitz GmbH und der Chemnitzer Verkehrs-AG. Für die Veranstaltung wird es im Voraus nochmals eine weitere Presseinformation geben, die alle notwendigen Informationen zum Ablauf enthält. (Pressemeldung Verkehrsverbund Mittelsachsen, 24.02.17).

RechteckSachsen: Spende an integrative Kita Gröditz

Dirk Bartels, Geschäftsführer der Transdev Mitteldeutschland GmbH, übergab der AWO Integrative Kindertageseinrichtung "Buratino" in Gröditz bei Riesa am heutigen Tag einen «Kinderbus». Heike Seifert nahm als Leiterin der Kita die mobile Unterstützung entgegen. «Wir bedanken uns herzlich bei der Transdev-Gruppe», sagt Frau Seifert. «Wir haben uns sehr gefreut, als wir erfuhren, dass wir die glücklichen Gewinner des Kinderbus sind. Und wir sind sicher, dass unsere Kleinsten die Fahrten genießen werden.» Auch der Bürgermeister von Gröditz, Jochen Reinicke, war bei der Übergabe dabei.
Bei dem originellen Gefährt der Firma Weber Technik handelt es sich um einen Schiebewagen in der Optik eines Omnibusses, der Platz für den sicheren Transport von sechs Kleinkindern bietet. Er ist das optimale Gefährt für Kinder und Erzieher zum Beispiel beim Spaziergang mit einer Kleingruppe.
Die Spende erfolgt im Rahmen der Weihnachtspendenaktion der Transdev-Gruppe in Deutschland, bei der die Mitarbeiter über gemeinnützige Spenden entscheiden konnten. «Wir freuen uns eine Einrichtung zu unterstützen, die einen besonderen Fokus auf das Thema Integration hat und sich für Flüchtlingsfamilien einsetzt. Wir sind sicher, dass die Kinder an dem Kinderbus viel Freude haben werden», so Dirk Bartels im Rahmen der offiziellen Übergabe (Pressemeldung Transdev Mitteldeutschland GmbH, 24.02.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Harzer Schmalspurbahnen passen Tarife zum 1. März an
Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) passt ab dem 1. März ihre aktuellen Tarife der wirtschaftlichen Entwicklung an. Dies betrifft unter anderem den Grundpreis für den gefahren Kilometer sowie den einheitlichen Brocken-Sondertarif.
Auch im laufenden Jahr ist eine Anpassung der Tarife bei der beliebten Dampfeisenbahn unumgänglich. Hintergrund sind die erneut gestiegenen Aufwendungen, welche sich auf alle Geschäftsbereiche des Unternehmens erstrecken. Ab dem 1. März werden die entfernungsabhängigen Fahrpreise auf den Strecken der Harzquer- und Selketalbahn daher um jeweils 3 Cent pro gefahrenen Kilometer erhöht. Rein rechnerisch bleiben dadurch die Preise auf bestimmten Relationen unverändert, allerdings werden Fahrten auf anderen Verbindungen etwas teurer. So kostet eine einfache Fahrt von Wernigerode nach Drei Annen Hohne weiterhin 8,00 Euro, zwischen Quedlinburg und Harzgerode bleibt es bei 14,00 Euro. Wer jedoch die Harzquerbahn in der vollen Distanz zwischen Wernigerode und Nordhausen nutzen möchte, bezahlt zukünftig für die einfache Fahrt zwei und für die Hin und Rückfahrt drei Euro mehr. Die Preise für Zeitkarten verändern sich entsprechend.
Beibehalten wird ab dem 1. März der bewährte Sondertarif zum Brocken. Dieser gilt auch weiterhin einheitlich von allen 48 Stationen im 140,4 km langen Streckennetz der HSB, unabhängig von der Reiseentfernung. Die Preise werden auf 27,00 Euro für die einfache Fahrt sowie auf 41,00 Euro für Hin- und Rückfahrten angehoben. Wer zusätzlich noch andere schöne Ziele entlang der Harzer Schmalspurbahnen erkunden möchte, kann hierfür nach wie vor eine um 50 % ermäßigte Fahrkarte erwerben. Voraussetzung ist der zeitgleiche Kauf eines Brockentickets.
Trotz der notwendigen Anpassungen bei den meisten Fahrkartenpreisen werden jedoch insbesondere Kinder und Familien von neuen Tarifregelungen profitieren. Während die jüngsten Fahrgäste im Alter bis zu fünf Jahren auch weiterhin kostenfrei alle Stationen der Harzer Schmalspurbahnen ansteuern können, wird die Altersgrenze für den ermäßigten Kinderfahrpreis von elf auf vierzehn Jahre angehoben. Diese Änderung bedeutet für Familien deutliche Vergünstigungen beim Fahrscheinkauf. Auch die preislich unverändert bleibende MiniGruppenCard für zwei Erwachsene und bis zu drei Kindern wird für diese Zielgruppe zukünftig noch attraktiver sein. Bereits bei zwei Vollzahlern sowie einem Kind bringt sie eine spürbare Ersparnis für alle Ausflüge auf dem gesamten Streckennetz.
Erstmals hat die HSB ab dem 1. März auch einen Gutschein in Höhe von 2,00 Euro in den Fahrpreis für Hin- und Rückfahrten zum Brocken mit eingeschlossen. Dieser ist beim Kauf von Artikeln aus dem breit gefächerten Souvenirangebot in allen HSB-Verkaufsstellen sowie im Internet-Dampfshop unter www.hsb-wr.de einlösbar (Pressemeldung HSB, 24.02.17).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 24.02.17).

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LOK Report 3/17

LOK Report Ausgabe 3/17

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Mit der Kamera notiert

RechteckKönigstein

Am 17.02.2017 waren in Königstein die CD Cargo 372 010-9 mit einem Autotransportzug Richtung Dresden und die DB 146 013 mit der S 31737 von Meißen Triebischtal nach Schöna unterwegs (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 24.02.17).

RechteckValšov



Aus Bruntál (Freudenthal) fuhr ich mit dem Regionalzug Richtung Olomouc, nach Valšov (Kriegsdorf). Dort befindet sich vor dem Bahnhof ein Gasthaus mit Bier Holba, Brauerei Hanušovice, im Gasthaus gibt es auch warmes Essen. Ich trank dort zwei Bier und wollte mit dem Schnellzug über Olomouc nach Hause nach Prag fahren. Aber der EC 112 Warschau - Prag hatte 90 (!) Minuten Verspätung, ich fuhr mit dem Schnellzug Ex 120 - er hatte aus Olomouc 30 Minuten Verspätung - aufgrund eines Streitfalls musste der Zug auf die Polizei warten. Ich war um Mittenacht zu Hause.
Die Fotos zeigen: Bhf Hrubá Voda (Groß Wasser), Bhf Dětřichov nad Bystřicí (Dittersdorf), Nahgüterzug im Valšov um 17 15 Uhr, Gaststätte vor Bhf Valšov, Bhf Olomouc hl.n. bei Nacht und Tatrawagen.
Alle Stationen an der Strecke Olomouc-Krnov (KBS 310) sind mit Fahrdienstleitern besezt. Die Stationen (außer Bruntál) sind im schlechten Zustand (Martin Kubík, 24.02.17).

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Europa

RechteckEU: Prüfverfahren der Häfen Bremens und Hamburgs abgeschlossen
Die EU-Kommission hat den Hansestädten Hamburg und Bremen mitgeteilt, dass sie das vorläufige Prüfverfahren bei den beiden größten deutschen Häfen abschließt. Die von der deutschen Seite vorgeschlagenen Finanzierungskonzepte werden akzeptiert. Senator Frank Horch und Senator Martin Günthner begrüßen es sehr, jetzt einen beihilferechtlichen Rahmen für die öffentliche Finanzierung der beiden Häfen zu haben. Die Senatoren sehen in dem Ergebnis eine Bestätigung, dass Bremen und Hamburg gemeinsam mit dem Bund erfolgreich im Interesse der beiden Hafenstandorte verhandelt haben.
Die EU-Kommission hatte das vorläufige Prüfverfahren zur öffentlichen Teilfinanzierung der beiden wichtigsten deutschen Seehäfen im Juli 2014 eingeleitet. Daraufhin haben die beiden Länder gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur der EU-Kommission die jeweils landesspezifischen Situationen dargelegt und Anpassungen bei den bestehenden Finanzierungsmodalitäten erarbeitet. Dabei wurden insbesondere die tatsächlichen geographischen Gegebenheiten der jeweiligen Häfen und die damit verbundenen, vielfältigen öffentlichen Aufgaben berücksichtigt.
Auf dieser Grundlage können die öffentlichen Aufgaben der bremischen Häfen und des Hamburger Hafens auch weiterhin öffentlich finanziert werden. Im Mittelpunkt steht künftig die von der EU-Kommission geforderte, klarere Trennung von nicht-wirtschaftlichen und wirtschaftlichen Aktivitäten. Die Vorgaben des Port Package III zur Transparenz der Hafenfinanzierungen werden hierdurch bereits erfüllt.
Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission mit Schreiben vom 17. Februar 2017 die beiden eingeleiteten Prüfverfahren eingestellt.
Bei den deutschen Seehäfen nehmen die bremischen Häfen und der Hamburger Hafen eine bedeutende Position ein. Das Gesamtergebnis der bremischen Häfen lag im Jahr 2016 bei 73,8 Millionen Tonnen Seegütern, der Containerumschlag erreichte 5,5 Millionen TEU. Hamburg schlug in 2016 insgesamt 138,2 Mio. Tonnen und 8,9 Mio. TEU Container um (Pressemeldung Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, 24.02.17).

RechteckFrankreich: Bestellung über 99 zusätzliche Régio 2N bei Bombardier angekündigt
Valérie Pécresse, Präsidentin der Region Ile-de-France, Xavier Bertrand, Präsident der Region Hauts-de-France und SNCF-Chef Guillaume Pepy haben am 22.02.17 die Produktionsstandorte Alstom Petite-Forêt und Bombardier Crespin besucht. Diese Standorte produzieren zur Zeit bis 2025 für die Ile-de-France die RER NG (Alstom/Bombardier), die Regio 2N (Bombardier), die Francilien (Bombardier), Tram-Trains (Alstom) und die Metro-Züge MP14 (Alstom).
Valérie Pécresse nutzte die Gelegenheit, um für Bombardier vor laufender Kamera die Bestellung von fast 100 zusätzlichen Zügen Regio 2N im Wert von einer Mrd. Euro anzukündigen, die auf dem RER N (Paris - Dreux, 80 Züge) und dem Abzweig Malesherbes des RER D (19 Züge) eingesetzt werden sollen. Die Bestellung soll Ende Mai und die Lieferung zwischen 2019 und 2021 erfolgen (WKZ, Quelle Le Parisien, Usine Nouvelle, 24.02.17).

RechteckFrankreich: Hochtastversuche auf der LGV Bretagne – Pays de la Loire
Ende Januar wurde die Hochgeschwindigkeitsstrecke (LGV) Bretagne – Pays de la Loire ganzteilig mit einer Geschwindigkeit von 352 km/h durchfahren, der geplanten maximalen Betriebsgeschwindigkeit von 320 km/h plus 10%. Dies teilte der Bauträger Eiffage Rail Express als wichtigen Schritt zur Erlangung der Berechtigung für den kommerziellen Betrieb Berechtigung (l'autorisation de mise en exploitation commerciale, AMEC) vor der geplanten Inbetriebnahme am 02.07.17 mit.
Die Hochtastversuche begannen am 21.11.16 und werden noch bis Ende Februar dauern, um die Anschlussverbindungen an das kommerzielle Netz in Connerré, Sablé-sur-Sarthe, La Milesse und Laval einzubeziehen.
Im Jahr 2011 wurde die Eiffage-Tochter Eiffage Rail Express von Réseau Ferré de France (RFF) für 3 Mrd. Euro mit Finanzierung, Planung, Bau und Unterhalt der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Le Mans und Rennes innerhalb eines 25 -jährigen öffentlich-privaten Partnerschaftsvertrags (PPP) beauftragt. Die neue 182 km lange Strecke erlaubt die Fahrzeit von Paris nach Rennes auf weniger als 1,5 h zu senken (WKZ, Quelle Le Monde, 24.02.17).

RechteckFrankreich: SNCF-Verwaltungsrat genehmigt Kauf von 15 TGV
Der Verwaltungsrat der SNCF Mobilités hat am Donnerstag (23.02.16) den Kauf von TGV-Zügen genehmigt. Im Zusammenhang mit der Rettung von Alstom Belfort entspricht die SNCF damit dem Wunsch der Regierung.
Die Bestellung ergänzt die laufende Lieferung von 40 TGV Oceane für die LGV Sud Europe Atlantique, die im Juli 2017 in Betrieb gehen soll. Die 15 Züge werden gegenüber der ursprünglichen Absicht von der SNCF und nicht vom Staat für einen Wert von 470 bis 480 Mio. Euro gekauft. Die Ausgaben werden über staatliche Steuererleichterungen und verringerte Werkstatt- und Modernisierungskosten älterer Modelle kompensiert (WKZ, Quelle Le Monde, 24.02.17).

RechteckFrankreich: Transdev will 50 % preisgünstiger sein als die SNCF
Der PDG von Transdev, Thierry Mallet, hat am 21.02.17 während einer vom Fachblatt Mobilettre und dem Verkehrsbenutzer-Verband FNAUT organisierten Debatte erklärt, dass er bei Aufnahme des Wettbewerbs im Jahr 2023 in der Lage sein werde, ein qualitativ hochwertiges Angebot zu einem Preis zur Verfügung stellen können, der halb so groß sei wie der der SNCF heute.
Transdev wies auf seine Erfahrungen als größter privater Anbieter in Deutschland hin, auch in Schweden spiele man in den Top drei mit. Im Raum Stuttgart gab Transdev ein Angebot von 10 Euro/km ab, während in Frankreich 20 Euro/km üblich seien. Auch die Deutsche Bahn (DB) erreiche dieses Maß an Kostenkontrolle.
Mallet bedauerte, dass derzeit der Rechtsrahmen fehle, um den Wettbewerb zu starten. Sein Wunschziel sei eine Gesetzesvorlage noch 2017, gefolgt von einem halben Jahr der Debatte und einer Abstimmung im Jahr 2018 (WKZ, Quelle Le Monde, 24.02.17).

RechteckÖsterreich: ÖBB attraktivieren die Lavanttalbahn
Die Lavanttalbahn ist eine wichtige Zulaufstrecke zur Koralmbahn. Um die Strecke auf ihre neue Bedeutung auszurichten, starten jetzt die Hauptarbeiten für die Modernisierung und Elektrifizierung.
Zug um Zug entsteht zwischen Klagenfurt und Graz die rund 130 Kilometer lange Koralmbahn. Aber nicht nur die Koralmbahn ist im Fokus der Konstrukteure, sondern auch die Zulaufstrecken. Die Lavanttalbahn vom Bahnhof Wolfsberg bis neuen Bahnhof im Lavanttal ist eine der bedeutendsten Strecken und wird bereits seit 2008 auf ihre künftige Bedeutung ertüchtigt. Mit dem Baustart der Landesstraßen-Unterführung St. Jakober Straße in Wolfsberg starten jetzt die Hauptarbeiten für die Attraktivierung Lavanttalbahn.
"Wenn Ende 2022 die ersten elektrisch betriebenen Züge die Bezirkshauptstadt Wolfsberg erreichen, dann haben wir unser Ziel, die Neubaustrecke für die Kärntner Fahrgäste in Betrieb zu nehmen erreicht", erklärt Vorstandsdirektor Franz Bauer von der ÖBB-Infrastruktur AG. "Bis dahin haben wir uns noch sehr viel vorgenommen: In Wolfsberg errichten wir heuer noch eine große Unterführung, die gesamten Gleisanlagen werden umgebaut und modernisiert, eine neue Stellwerkstechnologie ermöglicht uns einen modernen und zeitgemäßen Bahnbetrieb und letztlich wird die gesamte Strecke auch elektrifiziert."
"Dieser Spatenstich für die Landesstraßen-Unterführung St. Jakober Straße ist wie die gesamte Attraktivierung der Lavanttalbahn Teil eines vielschichtigen und gut durchdachten Gesamtkonzepts. Eines Konzeptes, das über die Koralmbahn hinausgeht und in Form des Baltisch-Adriatischen Korridors europäische Bedeutung hat. Hier geht es darum, mehr als eine Verkehrsverbindung von der Nordsee bis zur Adria zu schaffen. Die an der Achse liegenden Regionen und die dort lebenden Menschen profitieren direkt durch Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Wirtschafts- und Tourismusimpulse, schnellere Bahnverbindungen – und vor allem durch ein Zusammenrücken und Zusammenwachsen", so Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser.
"Das Kärntenpaket mit den ÖBB enthält als wesentlichen Punkt die Modernisierung der Infra-struktur und der Gleisanlagen", erklärt Landesrat Rolf Holub. "Die in diesem Zusammenhang geplante vollständige Elektrifizierung der S-Bahnstrecken ist mir besonders wichtig. Damit sind schnellere und betriebssichere Verbindungen für SchülerInnen und PendlerInnen garantiert. Aber was mich besonders freut, vor allem in Hinblick auf den Mobilitätsmasterplan Kärnten, ist, dass der für diese Modernisierung benötigte Strom aus der Kärntner Wasserkraft kommen wird. Deshalb wird auch in Wolfsberg regionale  umweltfreundliche Energie für den Öffentlichen Verkehr eingesetzt werden."
"Ich erachte es als ungemein wichtig, dass nach Jahren der Verhandlungen diese Sicherheitsmaßnahmen endlich in die Umsetzungsphase gelangen. Insgesamt werden in den Bau der Bahnunterführung und die gefahrentechnische Entschärfung von Eisenbahnkreuzungen zehn Millionen Euro investiert. Das sind wichtige Investitionsmaßnahmen in der Region, die die heimische Bauwirtschaft stärken. Das Straßenbaureferat steuert 2,8 Millionen Euro, oder 23 Prozent, zu dem Projekt bei und setzt sich dabei massiv für die Sicherheit im Eisenbahnverkehr ein", so Straßenbaureferent Landesrat Gerhard Köfer.
Besonders aufwändig gestalten sich die Errichtung der neuen elektronischen Stellwerke in Wolfsberg, St. Stefan und St. Andrä im Lavanttal. Die Arbeiten in Wolfsberg selbst umfassen den Totalumbau aller Gleise und Weichen sowie die Errichtung von entsprechenden Kabeltrassen. In weiterer Folge können die drei Bahnhöfe betrieblich in die Betriebsführungszentrale in Villach eingebunden werden. In Wolfsberg wird ein zusätzlicher Einsatzleiterstandort eingerichtet.
Mit dem heutigen Tag beginnen die Hauptbauarbeiten im Bereich des Bahnhofs von Wolfsberg. "Zuerst konzentrieren wir die Arbeiten auf die Errichtung der neuen Unterführung der St. Jakober Straße unter den Bahnanlagen hindurch", erklärt Bauer. "Diese Unterführung wird mit einem Geh- und Radweg ausgestattet und ersetzt mehrere schienengleiche Eisenbahnkreuzungen. Die Wartezeiten in der St. Jakober Straße gehören damit der Vergangenheit an."
Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz: "Für die Stadtgemeinde Wolfsberg ist die Attraktivierung der Lavanttalbahn ein Projekt von enormer Bedeutung, mit positiven Auswirkungen weit in die Zukunft hinein. Zum einen erfährt der Wirtschaftsstandort Wolfsberg durch die Anbindung an die Koralmbahn eine starke Aufwertung. Zum anderen wird in der Stadt Wolfsberg  mit der technischen Sicherung der Bahnübergänge mehr Sicherheit für alle geschaffen. Und der Bau einer zentralen Unterführung bringt eine nachhaltige Verkehrslösung mit besserer Erreichbarkeit der Innenstadt für Fußgeher, Radfahrer und PKW."
In einem genau abgestimmten Bauzeitplan erfolgen unter anderem auch die Vorarbeiten für die Elektrifizierung, die Auswechslung nahezu aller Weichen und Gleise im Bahnhof Wolfsberg und die Auflösung von weiteren 12 Eisenbahnkreuzungen im Streckenabschnitt bis zum neuen Bahnhof im Lavanttal. Um die Bauarbeiten so reibungslos wie möglich durchführen zu können, wird der Bahnverkehr zwischen St. Paul im Lavanttal und Wolfsberg vom 6.3. bis 9.12.2017 auf Schienenersatzverkehr mit Bussen umgestellt. Die Busse halten in der Nähe der Bahnhöfe und Haltestellen bzw. auf den jeweiligen Bahnhofsvorplätzen.
"Die ÖBB investieren heuer in Kärnten rund 280 Mio. Euro in die Erneuerung und in den Neu-bau der Infrastrukturanlagen und sind damit einer der größten Investoren im Land. Bis 2021 fließen im Auftrag des Bundes rund 1,9 Mrd. Euro nach Kärnten, um moderne Schieneninfra-strukturen zu errichten und bestehende weiter zu verbessern", so Bauer abschließend (Pressemeldung ÖBB, 24.02.17).

RechteckÖsterreich: Tunneldurchschlag auf der Koralmbahn

Valentin Deutschmann - Bürgermeister Grafenstein, Hemma Deutschmann – Tunnelpatin, Klaus Berger - Projektleiter Koralmbahn4. Foto ÖBB.
Nach etwas über einem halben Jahr Bauzeit erfolgt der Tunneldurchschlag beim Tunnel Lind im Bereich der Gemeinde Grafenstein.
Mit den letzten Baggerbewegungen erfolgte gestern, am 21.2.2017 um 09:15 Uhr der Durchschlag des rund 450 Meter langen Tunnels Lind. Seit Juli arbeiteten sich die Mineure durch den Berg und erreichten heute das künftige östliche Tunnelportal in der Nähe der 600 Meter langen Draubrücke bei Stein und damit einen weiteren Meilenstein bei der Errichtung der rund 130 Kilometer langen Koralmbahn.
Infrastrukturminister Jörg Leichtfried sagt: "Wir investieren heuer rund 280 Millionen Euro in die Schieneninfrastruktur in Kärnten. Wir modernisieren Bahnhöfe, erneuern Gleise und bauen die Südbahn weiter aus. Das bringt Aufträge für die Betriebe in der Region, und die Pendlerinnen und Pendler profitieren davon: Die Strecke Klagenfurt – Graz ist künftig in nur 45 Minuten machbar und wird damit zu einer Pendlerdistanz mit unglaublichem Potential."
Ein Dankeschön und Kompliment richtet Landeshauptmann Peter Kaiser an alle, die zum Erreichen dieses weiteren Koralmbahn-Meilensteines beigetragen haben. "Von der Koralmbahn bzw. Baltisch-Adriatischen Achse profitiert Kärnten nachhaltig durch Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Wirtschafts- und Tourismusimpulse, schnellere Bahnverbindungen. Es ist ein Megaprojekt für die Menschen und es soll auch mit den Menschen stattfinden. Daher ist es auch sehr wichtig, dass die Anliegen der Bevölkerung an der Wörtherseetrasse ernstgenommen werden. Man muss dort alles tun, um den Lärm zu reduzieren", so Kaiser.
Der Mobilitätsmasterplan 2035 hat klar festgehalten, dass die Koralmbahnstrecke eine sehr wichtige Funktion für den Nah- und Fernverkehr von und nach Kärnten ausübt. Einerseits werden für den Personen- und Güterverkehr Richtung Graz und Wien und darüber hinaus die Fahrzeiten massiv verringert und damit der öffentliche Verkehr wesentlich konkurrenzfähiger im Vergleich zum Auto oder LKW. Auf der anderen Seite erhält Kärnten dadurch auch eine optimierte Strecke für den Nahverkehr mit der S-Bahn. Es ergeben sich kürzere Pendeldistanzen für SchülerInnen und Berufstätige. Dieser Tunneldurchstich stellt somit ein weiteres wichtiges Puzzleteil für die Verbesserung des Rückgrats des Öffentlichen Verkehrs in Kärnten dar. 
"Wir freuen uns sehr, dass die Vortriebsarbeiten beim Tunnel Lind heute unfallfrei abgeschlossen werden konnten", erklärt Vorstandsdirektor Franz Bauer von der ÖBB-Infrastruktur AG. "Der Tunnel Lind ist das Bindeglied von der Draubrücke bis zum bereits im Betrieb befindlichen Teil der Koralmbahn zwischen Klagenfurt und Grafenstein bzw. Althofen an der Drau."
Das rund 450 Meter lange Tunnelbauwerk wurde komplett im Bagger- und Sprengvortrieb errichtet. Nach der Fertigstellung des Rohbaus wird in den kommenden Monaten die druckwasserhaltende Stahlbeton-Innenschale mit Hilfe eines so genannten Schalwagens errichtet. Der Gleisbau und die bahntechnische Ausrüstung erfolgt erst nach der Rohbaufertigstellung der Tunnelkette St. Kanzian.
Auch Bürgermeister Valentin Deutschmann freut sich über den Baufortschritt bei der Koralmbahn: "Ich unterstreiche ganz besonders die Zusammenarbeit mit den Bauteams der ÖBB, die vor allem für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger immer ein offenes Ohr haben. Die Koralmbahn selbst ist für unsere Gemeinde eine wichtige Mobilitätslösung, die bereits jetzt als S-Bahn sehr gut angenommen wird."
Auch beim Tunnel Stein gibt es Neuigkeiten: Das rund 2,1 Kilometer lange Tunnelbauwerk (600 Meter davon in offener Bauweise) ist bereits mehr zur Hälfte ausgebrochen. "In etwa einem halben Jahr erwarten wir auch hier den Tunneldurchschlag", so Bauer. "Ebenso zügig voran geht es mit der Herstellung der weiteren Tunnel der Tunnelkette St. Kanzian. Mehrere tausend Betonbohrpfähle sind eingebracht und die für den Baggervortrieb notwendigen Sicherungsmaßnahmen errichtet. Auch hier beginnen wir in Kürze mit den Hauptvortrieben." Der Streckenabschnitt zwischen Althofen an der Drau und St. Kanzian soll wie geplant bis 2022 in Betrieb genommen werden.
An mehr als 100 großen und kleinen Projekten arbeitet  die ÖBB-Infrastruktur AG derzeit entlang der Südstrecke, einem Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors. 200 Kilometer Bahnlinie  werden modernisiert, 170 Kilometer neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150 neue Brücken errichtet. Über 5.000 Menschen arbeiten daran. Ab Ende 2026 eilen die Züge in 2 Stunden 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in 45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt 470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren mit hohen Geschwindigkeiten zwei Berge – den Semmering  und die Koralpe. Das Projekt Südstrecke umfasst: den Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof, das Güterzentrum Wien Süd, den Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau des Semmering-Basistunnels, acht modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von Bruck nach Graz, den modernisierten Grazer Hauptbahnhof und 130 Kilometer neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Personen- und  Güterverkehr (Pressemeldung ÖBB, 24.02.17).

RechteckSchweden: Netrail überführt Y1 nach Montevideo


NetRail überführt nach Überprüfung in der Werkstatt von TÅGAB sieben Y1-Triebwagen von Värmlandstrafik über Uddevalla und Wallhamn an die nationale Eisenbahngesellschaft in Uruguay, AFE. Dort dienen die Y1 zusammen mit zuvor fünf von KLT überführten Schwestern zur Stärkung des lokalen Verkehrs rund um die Hauptstadt Montevideo.
Am 22.02.16 wurden die Schienenbusse Nr. 4 und 5 überführt. Der Transport erfolgte über spezielle Mafi-Cargotrailer auf RoRo-Schiffe der Grimaldi Linie. Die Fotos zeigen die Verladung der Y1 am 22.02.16 in Wallhamn. Die weiteren Fahrzeuge folgen ab der nächsten Woche (Quelle NetRail, 24.02.17).

Übersee

RechteckBrasilien: Bergbahnen in Rio de Janeiro




Rio de Janeiro - mit 11,9 Mio Einwohnern die zweitgrößte Stadt Brasiliens - zieht ihre Besucher durch die fast einmalige Kombination von Strand und Bergen in ihren Bann. Kein Wunder, dass die beiden Hausberge – der Corcovado und der Zuckerhut relativ früh mit Bergbahnen erschlossen wurden.
Bereits 1884 wurde die meterspurige Zahnradbahn mit Riggenbach Zahnstange (damals mit Dampftraktion) auf den 710m hohen Corcovado eröffnet. Die 3,8 km lange Strecke führt – obwohl zur Gänze im Stadtgebiet verlaufend – durch dichten Regenwald mit atemberaubender Flora und Fauna. Der Nachteil dieser Trassierung sind die stark eingeschränkten Fotomöglichkeiten. Die maximale Steigung beträgt 300 %o. 1910 wurde die Zahnradbahn elektrifiziert –- SLM lieferte dafür 3 Drehstromlokomotiven für 800 Volt 60 Hz Betrieb. Die elektrische Zahnradbahn war seinerzeit die erste elektrische Eisenbahn Brasiliens. 1975-1979 wurde die Bahn neuerlich – mit Schweizer Technik von SLM modernisiert - heute besteht der Wagenpark aus drei Doppeltriebwagen, einem einfachen Triebwagen und einem Turmwagen auf einem historischen Waggonfahrgestell.
1931 wurde die Spitze des Corcovado durch eine mächtige Christus Statue aufgewertet welche heute das Wahrzeichen von Rio de Janeiro bildet. Die Statue von Christus dem Erlöser ist 30m hoch - die ausgebreiteten Arme haben eine Spannweite von 28 m und die Skulptur wiegt 1145 Tonnen.
Der nicht minder bekannte Zuckerhut wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts per Luftseilbahn erschlossen. War es zunächst nur eine Materialseilbahn von Bleichert & Co. die 1908 erstmalige maschinell den Zuckerhut erschloss, so wurde 1912 die erste Sektion einer Personenseilbahn errichtet, welcher 1913 die 2. Sektion zum Gipfel des Zuckerhutes folgte. Die erste Seilbahnanlage war beachtliche 60 Jahre (!) in Betrieb und wurde 1972 durch eine modernere Anlage mit italienischer Technik ersetzt. Diese wiederum musste 2008 der heutigen Luftseilbahn in zwei Sektionen weichen. Die erste Sektion führt von der Talstation Praca General Tiburcio (nahe dem Roten Strand auf 14m über dem Pazifik) auf den Morro da Urca (226 m über dem Meer). Nach einem kurzen Fußweg zur Talstation der zweiten Sektion geht es mit dieser von 220 m über dem Meer direkt auf den Zuckerhut auf 395m über dem Wasserspiegel.
Beide Sektionen sind Pendelbahnen mit einer Länge von 528 bzw. 735 Metern. Um eine gleichmäßige Förderleistung trotz unterschiedlicher Anlagenlänge zu erzielen, fahren die Sektionen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten (1. Sektion 6m/sec; 2. Sektion 10m/sec). Die Stundenleistung beträgt somit 1170 Fahrgäste je Richtung.
Neben den Personenseilbahnen verlaufen jeweils auch Versorgungs-und Materialseilbahnen. Beide Bergbahnsysteme Rios sind einmalig und ein entsprechender Tourismusmagnet. Genügend Zeit sollte für einen Besuch jedenfalls eingeplant werden und es gilt natürlich auch hier „…nur der frühe Vogel fängt den Wurm…“ (Gunter Mackinger, 24.02.17).

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