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Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

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LOK Report – Freitag, 09.12.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Regine Günther zur Verkehrs-
senatorin in Berlin ernannt

Absatzlinie
63 Millionen Euro für
leiseres Mittelrheintal
Absatzlinie
Modernisierung von
RXX-Doppelstockwagen

Absatzlinie

Kurzfristiges Endes des
Reiseverkehrs Kroatien - Bosnien

Absatzlinie
Ausschreibung für größtes Baulos
Brenner Basistunnel gestartet

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Ad van Sten

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckEVG: Demo und Tarifverhandlung



"Die Deutsche Bahn hat am Donnerstag die derzeit letzte Chance, mit uns einen Tarifabschluss am Verhandlungstisch hinzukriegen. Werden wir in der nunmehr vierten Verhandlungsrunde nicht fertig, werden wir die Verhandlungen unterbrechen und im Vorstand die weitere Vorgehensweise beschließen. Was das bedeutet, dürfte Jedem klar sein", erklärte Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba.
Die EVG hatte immer wieder deutlich gemacht, noch im Dezember einen Tarifabschluss am Verhandlungstisch erreichen zu wollen. Die zögerliche Verhandlungstaktik der DB AG stehe dem aber bislang entgegen. "Wenn auch beim Arbeitgeber der ernsthafte Wille zur Einigung bestehen würde, bräuchten wir nicht permanent Detailfragen erörtern. Dann sollten wir relativ schnell zum Abschluss kommen können", erklärte Regina Rusch-Ziemba im Vorfeld der Verhandlungen.
Die EVG-Verhandlungsdelegation habe durch die Mitgliederbefragung im Vorfeld der Tarifverhandlung einen eindeutigen Verhandlungsauftrag bekommen: "Wir fordern 7 Prozent mehr im Volumen, wobei unsere Mitglieder selber entscheiden sollen, ob sie 2,5 Prozent des erreichten Tarifabschlusses in Form von einer Stunde Arbeitszeitverkürzung, sechs Tagen zusätzlichen Urlaubs oder als weitere Lohnerhöhung in Anspruch nehmen wollen. Und damit es keine Ungerechtigkeiten gibt, wollen wir, dass unser Abschluss für alle EVG-Mitglieder gleichermaßen gilt", so die EVG-Verhandlungsführerin.
"Die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner werden langsam ungeduldig", betonte Regina Rusch-Ziemba. Deshalb wollen am 8. Dezember in Berlin mehrere hundert EVG-Mitglieder aus ganz Deutschland für die Forderung nach einem einheitlichen Tarifabschluss demonstrieren"Und das wird, wenn es sein muss, erst der Anfang sein", machte die Verhandlungsführerin der EVG deutlich (Pressemeldung AVG, 09.12.16).

Industrie

RechteckAbellio: Bahnstromlieferant gewechselt
Abellio, eines der führenden privaten Bahnunternehmen in Deutschland, wechselt den Stromlieferanten: Ab 1. Januar 2017 wird die N-ERGIE Aktiengesellschaft aus Nürnberg die operativen Gesellschaften Abellio Rail NRW GmbH und Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH mit Bahnstrom versorgen. Die N-ERGIE Aktiengesellschaft, Nürnberg setzte sich in einem von Abellio durchgeführten europaweiten Vergabeverfahren als wirtschaftlichster Anbieter durch.
Das Unternehmen N-ERGIE verfügt bereits über umfangreiche Erfahrungen in der Belieferung von Eisenbahnverkehrsunternehmen und war als einer der ersten Energieversorger im 2014 liberalisierten Bahnstrommarkt aktiv. "Mit N-ERGIE hat Abellio einen verlässlichen und serviceorientierten Bahnstromlieferanten als Partner an seiner Seite. Seit Öffnung des deutschen Bahnstrommarktes hat sich N-ERGIE als zuverlässiger Dienstleister einen Namen gemacht. Mit Strom von der N-ERGIE erhalten unsere modernen und komfortablen Züge die notwendige Power, um unsere Fahrgäste sicher an ihr Ziel zu bringen", sagt Rainer Thumann, Pressesprecher der Abellio GmbH.
"Wir freuen uns sehr ein weiteres namhaftes Bahnunternehmen gewonnen zu haben und wollen mit großem Engagement das in uns gesetzte Vertrauen rechtfertigen", erklärt Marcus Dorn, KeyAccount Manager bei der N-ERGIE und persönlicher Ansprechpartner der Abellio GmbH.
Neben der Versorgung der elektrischen Züge in den von Abellio Deutschland betriebenen Schienenpersonennahverkehrs-Netzen in Nordrhein-Westfalen und Mitteldeutschland wird die N-ERGIE von 2017 an auch zwei Betriebswerkstätten sowie einen Verwaltungsstandort von Abellio in Deutschland mit Strom beliefern (Pressemeldung Locomore, 09.12.16).

RechteckLocomore: Crowdfunding-Zug fährt mit Ökostrom von NATURSTROM
Das alternative Bahnunternehmen Locomore bedient ab dem 14. Dezember 2016 täglich die Strecke von Stuttgart über Hannover, Frankfurt nach Berlin. Angetrieben wird der Crowdfunding-finanzierte Locomore-Zug durch den zertifizierten Ökostrom der NATURSTROM AG. Es ist das erste Mal, dass ein Fernzug mit dem zertifiziertem Ökostrom eines unabhängigen Öko-Energieversorgers fährt. Bei einem prognostizierten Jahresbedarf von rund 8,5 Mio. Kilowattstunden vermeidet Locomore gegenüber dem deutschen Durchschnittsstrommix somit jährlich über 4.000 Tonnen CO2.
"Wir versuchen, den Zugbetrieb in allen denkbaren Bereichen so ökologisch wie möglich zu gestalten", erklärt Derek Ladewig, Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer von Locomore. "Dazu gehört natürlich auch, dass unser Zug mit echtem Ökostrom von einem der wenigen unabhängigen Anbieter fährt." Auch Mats Nyblom, Geschäftsführer des mit dem Zugbetrieb beauftragten Locomore-Partners HECTOR RAIL, begrüßt, dass Locomore den bereits umweltfreundlichen Schienenverkehr noch umweltfreundlicher gestaltet: " Unsere modernen auch bei Locomore eingesetzten Lokomotiven sind ein weiteres Beispiel, wie umweltfreundlich moderner Eisenbahnbetrieb ist. Die beim Bremsen entstehende Bremsenergie wird bei der für Locomore eingesetzten Lokomotive zurück ins Bahnstromnetz eingespeist und verringert so den Energieverbrauch erheblich.
Zudem war dem Locomore-Team bei der Auswahl des Stromlieferanten wichtig, dass mit dem Strombezug garantierte Investitionen in die Energiewende ausgelöst werden – so wie bei NATURSTROM üblich. Je Kilowattstunde Ökostrom, die der Öko-Energieversorger für Locomore ins Bahnnetz liefert, investiert NATURSTROM einen festen Betrag in neue Ökostrom-Anlagen. Zertifiziert ist der gelieferte Ökostrom mit dem Grüner Strom Label, hinter dem die großen Umweltverbände BUND und NABU stehen.
"Locomore schafft für Reisende zwischen Stuttgart und Berlin eine nachhaltige Alternative", meint NATURSTROM-Vorstand Oliver Hummel. "Wir freuen uns daher sehr, den Locomore-Zug mit unserem Ökostrom ins Rollen zu bringen. Mit seiner nachhaltigen Ausrichtung ist Locomore ein Partner, der sehr gut zu uns passt." Denn auf hohe Standards achtet Locomore nicht nur beim Strombezug: Um Energie und Kosten zu sparen, fährt der Locomore-Zug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Zudem wird es im Bordbistro ausschließlich biologisch hergestellte Produkte geben, der Kaffee stammt aus fairem Handel. Transparente und günstige Preise sollen das umweltfreundliche Bahnfahren für alle Kundengruppen attraktiv gestalten. Der Ticketvorverkauf unter locomore.com ist bereits gestartet (Pressemeldung Locomore, 09.12.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Band 6 erscheint am 10.12.2016

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Aus den Ländern

RechteckBW: Neuerungen bei der Zielbeschilderung von AVG-Stadtbahnen


Oben ein Matrixanzeiger, auf dem das Zwischenziel "über Heilbronn" zu sehen ist. Unten links ein Matrixanzeiger, auf dem darüber informiert wird, dass ein Zug auf seinem Fahrweg die Linie wechselt. Bei Zügen mit mehreren Wagen und abweichender Endstation wird darüber informiert wird, in welche Richtung der jeweilige Stadtbahnwagen nach einer Aufteilung des Zugverbands weiter verkehrt. Fotos AVG.
Die Flotte der Zweisystem-Fahrzeuge der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) wurde in den vergangenen Monaten vollständig mit Matrix-Zielanzeigern ausgestattet, über die die Fahrgäste über die jeweilige Linie und deren Routenverlauf informiert werden können. Um die Fahrgastinformation weiter zu verbessern, greifen bei der AVG ab Sonntag, 11. Dezember, mit Blick auf die Matrixanzeiger folgende Änderungen:
Über die Matrixanzeiger, die sich seitlich an den Zweisystem-Fahrzeugen befinden, werden die Fahrgäste künftig bei allen Fahrten über die Liniennummer, ausgewählte Zwischenziele und die Endstation auf der jeweiligen Route informiert. Bisher wurde in den meisten Fällen lediglich die Endstation angezeigt.
Zudem wird künftig auf sämtlichen Matrix-Anzeigern stets die genaue Endstation der Fahrt angezeigt. Dies bringt im Einzelfall Änderungen mit sich. So heißt beispielsweise das bisherige Ziel „S5 Knielingen“ künftig „S5 Rheinbergstraße“ und das Ziel „S5 Wörth Dorschberg“ wird zur „S5 Wörth Badepark“. Diese Neuregelung soll zur besseren Verständlichkeit beitragen, da jedes angezeigte Fahrtziel ab dem 11. Dezember mit der Endstation identisch ist.
Des Weiteren werden die Fahrgäste auf der Front der Fahrzeuge mittels der Matrixanzeiger auch über größere Knotenpunkte auf dem Fahrweg hingewiesen. So wird auf den Anzeigen beispielsweise darüber informiert, dass die Stadtbahnen mit Endstation Wörth Badepark über Karlsruhe, die Stadtbahnen in Richtung Öhringen über Heilbronn oder die Stadtbahnen in Richtung Eutingen über Freudenstadt verkehren.
In Form neuer Piktogramme wird zudem künftig bei Zügen mit mehreren Wagen und abweichender Endstation darüber informiert, in welche Richtung der jeweilige Stadtbahnwagen nach einer Aufteilung des Zugverbands weiter verkehrt. Hierdurch lässt sich für die Fahrgäste beispielsweise bei der S31/S32 auf einen Blick erkennen, welcher Wagen nach Trennung der Fahrzeuge in Richtung Menzingen und welcher Wagenteil in Richtung Odenheim weiterfahren wird. . Somit können die Fahrgäste bereits beim Fahrtantritt in das für Sie richtige Fahrzeug einsteigen.
Außerdem wird mit einem neuen Piktogramm darüber informiert, wenn Züge auf ihrem Fahrweg die Linie wechseln. Dadurch kann der Fahrgast erkennen, dass eine umsteigefreie Verbindung auf eine andere Linie besteht. Zum Beispiel wird auf den Zügen der S5 nach Pforzheim, welche von dort als S6 weiter nach Bad Wildbad verkehren, an der Front-Anzeige auf den Linien-Wechsel mit dem Text „>S6 Bad Wildbad“ hingewiesen.
Wie kürzlich bereits gesondert bekanntgegeben kann die AVG ab dem 11. Dezember durch einen optimierten Fahrtverlauf der Linie S52 in den Abendstunden künftig schnellere Verbindungen ohne Umstieg zwischen der Karlsruher Innenstadt und Germersheim anbieten. Zudem ändert die AVG bei einzelnen Bahnen der S51 und S52 ab dem 11. Dezember den Routenverlauf.
Die AVG schafft ein neues Informationsangebot über die Linienverläufe der S51 und S52 in Form einer Grafik. Diese neue Grafik ist über einen Link auf der Internetseite www.kvv.de ab sofort einsehbar (Pressemeldung AVG, 09.12.16).

RechteckBW: Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) weihen neues Hallenschiff ein


Ascan Egerer, Technischer Geschäftsführer der VBK und der AVG (2.v.l.) sowie die Projektverantwortlichen für das neue Hallenschiff (v.l.): Heiko Ziegler, Ines Simon, Christian Hohlweck, Florian Czerny und Wolfram Kiesel. Foto VBK.
Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) haben am Donnerstag, 8. Dezember, am Standort des Betriebshof Gerwigstraße ein neues, drittes Hallenschiff eingeweiht.
Ab sofort verfügen die VBK nun über eine weitere 220 Meter lange, 25 Meter breite und sechseinhalb Meter breite Wagenhalle. In diesem mit sechs Gleisen ausgestatteten Neubau finden ab sofort bis zu 24 Stadt- und Straßenbahnwagen Platz. Diese Halle ergänzt die bisher schon in Betrieb befindlichen zwei Hallen des Betriebshofes in der Gerwigstraße, der damit nun vollständig ist.
Der Spatenstich für den Neubau der Halle, auf dessen Dach auch eine großflächige Photovoltaikanlage installiert wurde, erfolgte vor zwei Jahren. „Seit Ende 2014 haben sowohl unsere Bau- und Projektleiter als auch die Mitarbeiter der am Bau beteiligten Firmen die Ärmel kräftig hochgekrempelt“, sagte Ascan Egerer, Technischer Geschäftsführer der VBK und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) im Rahmen der Einweihung. An der Umsetzung des Projekts waren 25 Firmen beteiligt.
Ascan Egerer sprach mit Blick auf die Finanzierung des Bauprojekts dem Land Baden-Württemberg seinen besonderen Dank aus. Das Land trägt in Form eines Zuschusses 75 Prozent der Baukosten. Diese belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Euro.
Das dritte Hallenschiff wurde dringend benötigt, da der Fuhrpark der Verkehrsbetriebe und der AVG in den zurückliegenden Jahren stark vergrößert worden ist und modernisiert wurde (Pressemeldung Verkehrsbetriebe Karlsruhe, 09.12.16).

RechteckBayern: Neue Linien im agilis-Netz Nord
Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember tritt ein neues Fahrplan­konzept für die Verbin­dungen Bad Steben – Hof – Markt­redwitz sowie Bayreuth – Markt­redwitz in Kraft. Ausge­ar­beitet haben den neuen Fahrplan die Bayerische Eisen­bahn­ge­sell­schaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finan­ziert und kontrol­liert, und der Betreiber, die agilis Verkehrs­ge­sell­schaft. Die Fahrgäste profi­tieren von neuen stünd­lichen Direkt­ver­bin­dungen beispiels­weise von Bad Steben, Naila, Selbitz und Hof-Neuhof nach Oberkotzau und in den Landkreis Wunsiedel und umgekehrt sowie von verbes­serten Umstei­gemög­lich­keiten im Bahnk­noten Markt­redwitz.
• Neue Linie: Bad Steben – Hof Hbf – Marktredwitz: Ab dem Fahrplan­wechsel wird die agilis-Linie von Bad Steben nach Hof Hbf täglich ab etwa 9:00 Uhr bis Markt­redwitz durch­ge­bunden. Umgekehrt werden die agilis-Züge aus Markt­redwitz künftig nicht mehr in Hof Hbf enden, sondern über Hof-Neuhof weiter bis nach Bad Steben verkehren. Im agilis-Fahrplan ist diese Durch­bindung künftig als rote Linie zu erkennen. Damit wird nicht nur die Hofer Innen­stadt über die Station Hof-Neuhof noch besser von Süden her angebunden, sondern es  werden auch die Wünsche der Fahrgäste erfüllt, die diese durch­ge­henden Fahrten auch im Rahmen der agilis-Aktion "Wunsch­­ver­bin­dungen" häufig genannt haben.
• Deutliche Verbesserung der Anschlüsse in Marktredwitz: Die agilis-Fahrzeiten wurden zwischen Hof und Markt­redwitz grund­legend geändert, so dass sie mit kurzem Aufenthalt in Hof Hbf zum bewährten Taktverkehr der Strecke Hof – Bad Steben passen. Damit gibt es in Markt­redwitz ausge­zeichnete Umstei­gemög­lich­keiten zum Regio­nal­ex­press Richtung Nürnberg und Richtung Eger (Cheb), zum Alex Richtung München und zur Oberpfalzbahn Richtung Regensburg und Franzensbad (Frantiskovy Lazne). Für viele Stationen im Landkreis Wunsiedel verkürzt sich damit die Reisezeit in die Zentren deutlich – zum Beispiel von Markt­leuthen nach Nürnberg um rund 20 Minuten. Wer von Bad Steben oder Naila eine überre­gionale Reise antritt, kann in der Regel bis Markt­redwitz statt Hof Hbf durch­fahren und dort mit kurzen Wegen in die Express­ver­kehre umsteigen. Ein zusätz­liches Angebot stellen die Spätzüge am Woche­nende zwischen Bad Steben und Hof Hbf dar. In den Nächten auf Samstag und Sonntag wird es zwei neue Spätzüge um 23:29 Uhr ab Bad Steben nach Hof Hbf und um 00:14 Uhr ab Hof Hbf nach Bad Steben geben. Diese wurden vielfach von der Region gewünscht und finden sich ebenfalls in den "Wunsch­ver­bin­dungen" der Fahrgäste wieder. Einige schwach nachge­fragte Halte in Stegen­waldhaus und Rothenbürg in Fahrtrichtung Bad Steben können aus Zeitgründen nicht mehr von allen Fahrten bedient werden, andere werden in Bedarfs­halte umgewandelt, für die in den Zügen zum Aussteigen die Halte­wunsch­taste betätigt werden muss.
• Neue Linie: Bad Rodach – Bayreuth Hbf – Marktredwitz: Die Züge aus Bayreuth werden künftig überwiegend in Markt­redwitz statt in Hof Hbf enden. Der Strecken­ab­schnitt zwischen Bayreuth und Markt­redwitz wird im agilis-Fahrplan künftig in die hellblaue Linie integriert, sodass die beste­henden umstei­ge­freien Verbin­dungen von Bad Rodach bis Markt­redwitz auch in einem Plan darge­stellt werden. In Markt­redwitz können neu stünd­liche Anschlüsse an die Oberpfalzbahn Richtung Wiesau – Weiden – Regensburg herge­stellt werden. Am Tagesrand wird es aber auch weiterhin einzelne agilis-Direkt­ver­bin­dungen zwischen Bayreuth und Hof geben.
• Geänderte Linie: Münchberg – Hof Hbf: Die Münch­berger agilis-Züge enden ab 11. Dezember überwiegend in Hof Hbf und verkehren ab etwa 8:00 Uhr nicht mehr weiter nach Bad Steben. Sie erhalten zudem zum Teil geänderte Fahrzeiten (in Hof Hbf rund 15 Minuten spätere Ankunft bzw. in Richtung Münchberg rund 8 Minuten frühere Abfahrt der Taktzüge). Die guten Anschlüsse in Münchberg Richtung Bayreuth, Nürnberg und Lichtenfels bleiben erhalten (Pressemeldung BEG, 09.12.16).

RechteckBerlin: Konstituierende Sitzung des Senats mit Personalentscheidungen
Berlin hat eine neue Landesregierung. Michael Müller wurde am 8. Dezember 2016 vom Abgeordnetenhaus zum Regierenden Bürgermeister von Berlin wiedergewählt. Anschließend legte er den Amtseid ab. Nach der Wahl ernannte der Regierende Bürgermeister sein Kabinett. Im Wappensaal des Roten Rathauses überreichte er den Senatsmitgliedern die Ernennungsurkunden. Im Anschluss daran wurden die Senatorinnen und Senatoren im Abgeordnetenhaus von Parlamentspräsident Ralf Wieland vereidigt.
Der neuen Landesregierung gehören an:
• Regierender Bürgermeister: Michael Müller
• Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa: Dr. Klaus Lederer
• Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: Ramona Pop
• Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: Sandra Scheeres
• Senator für Finanzen: Dr. Matthias Kollatz-Ahnen,
• Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung: Dilek Kolat
• Senator für Inneres und Sport: Andreas Geisel
• Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales: Elke Breitenbach
• Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung: Dr. Dirk Behrendt
• Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: Katrin Lompscher
• Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: Regine Günther
Jens-Holger Kirchner und Stefan Tidow wurden zu Staatssekretären der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ernannt (Pressemeldung Senat, 09.12.16).

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Bahnberufe

RechteckNRW: Modernisierung von RXX-Doppelstockwagen

220 Doppelstockwagen, die im Regionalexpress-Verkehr in NRW unterwegs sind, erhalten sukzessive eine komplette Rundumerneuerung. Neben einer intensiven Außen- und Innenreinigung werden unter anderem Kopfstützen, Sitzpolster, Armstützen und Griffe ausgetauscht. Auch Fensterscheiben, die mit sogenanntem Scratchings beschädigt wurden, werden gewechselt. Auf Vordermann gebracht werden zudem WC-Räume, Wagendecken und Fußböden. Zusätzlich erfolgt eine Auffrischung des Außenlacks. Ausgeführt werden die aufwändigen Komfortarbeiten vor allem am Standort Aachen. Rund 175 modernisierte Fahrzeuge sind bis zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember bereits im Einsatz; die meisten Modernisierungsmaßnahmen an den übrigen Fahrzeugen werden bis März 2017 abgeschlossen sein. Einige Doppelstockwagen erhalten zudem im Laufe des kommenden Jahres eine neue Außenlackierung. Auch 25 Elektrotriebfahrzeuge durchlaufen das Auffrischungsprogramm.
Zudem trägt eine Reihe von Umbaumaßnahmen an den Doppelstockwagen zur weiteren Verbesserung des Qualitätsstandards bei. So werden zum Beispiel zusätzliche Mehrzweckbereiche in 24 Steuerwagen eingerichtet, um mehr Platz für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen zu schaffen.
Rund 8.000 Sitzpolster wurden in den Doppelstockwagen bereits ausgetauscht. Gestapelt sind sie gut fünf Mal so hoch wie der Kölner Dom. Auch fast 7.000 neue Kopfpolster wurden montiert. Würde man sie übereinander legen, könnte man damit noch einmal die Hohenzollernbrücke über den Rhein spannen. Die Gesamtfläche der etwa 400 bislang ausgewechselten Deckenplatten in den Fahrzeugen würde mehr als drei Tennisplätze bedecken. 
Das Maßnahmenpaket wird im Zusammenspiel vieler Arbeitsstätten, insbesondere der Talbot Services GmbH, umgesetzt. Die organisatorischen Fäden laufen im Werk Aachen von DB Regio NRW zusammen. Die modernisierten Doppelstockwagen kommen auf den Linien RE 1, 4, 5 und 6 zum Einsatz.
Neben mehr Zugfahrten und höheren Kapazitäten profitieren Reisende ab dem Fahrplanwechsel damit von einem deutlich verbesserten Komfortniveau im RE-Verkehr. "Mit dieser Qualitätssteigerung werden bereits jetzt die Weichen zum Rhein-Ruhr-Express gestellt, der zwischen 2018 und 2020 Fahrt aufnimmt", so Heinrich Brüggemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW. "Als derzeitiger Betreiber der zentralen RE-Linien und Wegbereiter für eines der wichtigsten Nahverkehrsprojekte in NRW sind wir stolz darauf, schon heute einen spürbaren Beitrag zum künftigen Erfolg des RRX zu leisten." Den Betrieb der so genannten RE-Interimsverkehre erbringt DB Regio NRW bis 2020 im Auftrag der Bestellerorganisationen VRR, NVR, NWL, NVV und SPNV-Nord (Pressemeldung Deutsche Bahn, 09.12.16).

RechteckRLP: 63 Millionen Euro für leiseres Mittelrheintal
Weniger Lärm im Mittelrheintal: Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen, die Deutsche Bahn AG sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) haben heute in der Sitzung des Beirats "Leiseres Mittelrheintal" eine Absichtserklärung unterzeichnet über die Finanzierung weiterer Schritte zur Lärmminderung im Mittelrheintal. Es geht um Investitionen von insgesamt knapp 63 Millionen Euro.
"Die intensiven Bemühungen des Landes, das Mittelrheintal vom Lärm zu entlasten, zahlen sich aus. Ich freue mich sehr, dass sich alle Beteiligten aktiv für den Lärmschutz im Mittelrheintal einsetzen. Das Land übernimmt rund 7,7 Millionen Euro der 63 Millionen Euro Gesamtkosten und zeigt damit einmal mehr, dass es hinter dem Wunsch der Bewohner steht: Das Mittelrheintal muss leiser werden", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Andy Becht am Rande der Unterzeichnung des "Memorandum of Understanding", dem eine Finanzierungsvereinbarung folgen wird.
Der Schienenverkehrslärm im Welterbebereich soll mit insgesamt rund 50 weiteren Maßnahmen reduziert werden, dazu gehören Arbeiten an den Schienen, Lärmschutzwände oder der Umbau von Brückengeländern. Bereits im kommenden Jahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Insgesamt läuft das Projekt bis 2021. Den Löwenanteil der Kosten trägt der Bund (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, 09.12.16).

RechteckRLP: Rheinland-Pfalz-Takt wird weiter verbessert
Der Rheinland-Pfalz-Takt wird mit dem Fahrplanwechsel am kommenden Wochenende (in der Nacht von 10. auf 11. Dezember 2016) eine weitere deutliche Verbesserung erfahren: Das Unternehmen vlexx nimmt im Auftrag der beiden Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und Süd (ZSPNV) eine vollkommen neue, tägliche, Regionalexpress-Linie im 2-Stunden-Takt zwischen Koblenz und Kaiserslautern in Betrieb und der Fahrplan der Mittelrheinbahn wird grundlegend verändert. Die Fahrzeiten der Regionalbahnen von Trans Regio werden außerhalb des Berufs- und Schülerverkehrs um ca. ½ Stunde verschoben, wodurch das Zugangebot vor allem zwischen Bingen und Koblenz zeitlich besser verteilt und die innenstadtnahe Station am Koblenzer Löhr-Center besser mit den Haltepunkten südlich von Koblenz verbunden wird.
Außerdem werden verschiedene Buslinien, insbesondere die BusRegio-Linien in der Aufgabenträgerschaft der beiden Zweckverbände mit Verknüpfungsfunktion zur Schiene (Linien 230 und 240 zwischen Bingen und Simmern bzw. Bad Kreuznach und Stromberg), an die neuen Fahrpläne der Züge angepasst.
"Damit setzen wir einen weiteren Baustein der Angebotsoffensive "Rheinland-Pfalz-Takt 2015" um und verknüpfen alle zwei Stunden die beiden Oberzentren Kaiserslautern und Koblenz sowie die wichtigen Mittelzentren Bad Kreuznach, Boppard und Bingen mit einem attraktiven schnellen Zugsystem", erklärt Michael Heilmann, Geschäftsführer des ZSPNV Süd und ergänzt: "Mit der sogenannten ´Drehung der Mittelrheinbahn´, also dem Verschieben der Taktlage um rund 30 Minuten, fahren Regionalbahnen und Regionalexpress-Züge nicht mehr hintereinander her, sondern bieten gemeinsam zwischen Koblenz und Bingen ein verbessertes, etwa halbstündliches Angebot für die Bahnhöfe Bingen Hbf, Bacharach, Oberwesel und Boppard."
Die neuen Fahrpläne bedeuten in der Summe eine deutliche Ausweitung und Verbesserung des Zugverkehrs: "Mit dem neuen Regionalexpress und der veränderten Mittelrheinbahn schaffen wir noch mehr umweltverträgliche Mobilitätsangebote für Rheinland-Pfalz und schließen eine Angebotslücke auf der Nord-Süd-Verbindung entlang des Mittelrheins und des Nahe- und Alsenztals. Auf beiden Strecken gab es noch nie zuvor ein so gutes Fahrplanangebot wie ab dem kommenden Fahrplanwechsel", erläutert Michael Heilmann.
Nach Auffassung von Frank Höhler, Geschäftsführer des Eisenbahnunternehmens vlexx, stellt der neue Regionalexpress von Kaiserslautern nach Koblenz ein wichtiges Bindeglied im Rheinland-Pfalz-Takt dar: "Wir bieten den Fahrgästen eine neue schnelle Verbindung zwischen dem südlichen und nördlichen Rheinland-Pfalz. Die Fahrzeit von knapp unter zwei Stunden mit den Halten in Boppard, Oberwesel, Bingen Hbf, Bad Kreuznach, Bad Münster, Rockenhausen und Winnweiler ist eine echte Alternative gegenüber der Fahrt mit dem Auto. Für das Alsenztal entstehen, mit Umsteigen in Bad Münster, zusätzliche Umsteigeverbindungen für Fahrten von und nach Mainz. Der neue Zug ist somit attraktiv für berufliche Zwecke, aber auch für den Tagestourismus. In Koblenz ist er gut mit der IC-Linie aus und in Richtung Bonn, Köln, Ruhrgebiet, Bremen und Hamburg sowie mit dem Regionalexpress in Richtung Trier und Luxembourg verknüpft".
Sebastian Langguth, Leiter Betrieb bei Trans Regio, stellt die Bedeutung des neuen Fahrplankonzeptes am Mittelrhein heraus, denn künftig fahren die nun stündlichen Regionalexpress-Züge (Linien RE 17 und RE 2 im Wechsel) und die Mittelrheinbahn zwischen Bingen und Koblenz nicht mehr hintereinander her, sondern besser verteilt:
"Die sogenannte ´Drehung´ der Mittelrheinbahn, also das Verschieben der täglichen Abfahrtszeiten in Mainz, Bingen und Koblenz um jeweils eine halbe Stunde, macht den Rheinland-Pfalz-Takt noch besser. Die bisher längere Aufenthaltszeit in Koblenz auf der Fahrt von und nach Bonn und Köln wird auf nur noch drei Minuten verkürzt, damit rückt die wichtige Station Koblenz Löhr-Center dichter an den Mittelrhein heran. So verkürzt sich beispielsweise die Fahrzeit zwischen Boppard und dem Bahnhof Koblenz-Stadtmitte (in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums Löhr-Center) von heute 38 auf dann nur noch 19 Minuten. Gleichzeitig entstehen mit dem neuen Fahrplan der Mittelrheinbahn und dem neuen Regionalexpress von vlexx zusätzliche neue Verbindungen zwischen Koblenz und Mainz von Montag - Freitag durch Umsteigen in Bingen Hbf," erläutert Sebastian Langguth.
Bei der Drehung der Mittelrheinbahn haben die beiden Aufgabenträger und Trans Regio zudem großen Wert darauf gelegt, dass die gewohnten Verbindungen im Berufs- und Schülerverkehr unverändert bleiben. So gibt es auch nach dem Fahrplanwechsel am 11.12.2016 die optimalen Umsteigeverbindungen am Nachmittag von Frankfurt/Mainz mit dem Regionalexpress bis Bingen Hbf und weiter mit der Mittelrheinbahn von Trans Regio nach Niederheimbach und Trechtingshausen (Pressemeldung ZSPNV RLP Süd, 09.12.16).

RechteckSachsen: Stabiler Notfahrplan am 09.12.2016 bei der MRB
Die Mitteldeutsche Regiobahn hat für morgen, Freitag, den 09.12.2016, einen stabilen Notfahrplan erarbeitet. Insgesamt 13 Coradia Continental Fahrzeuge sowie zwei geliehene Ersatzzüge von der Pressnitztalbahn und der CityBahn Chemnitz werden auf den Linien RE3 (Dresden - Hof), RB30 (Dresden - Zwickau) und RB45 (Chemnitz - Elsterwerda) im Einsatz sein. Hierdurch sollte sich die Situation für die Fahrgäste etwas entspannen, wenngleich es auch weiterhin zu vorübergehenden Einschränkungen kommen wird.
Bereits seit Donnerstag (01.12.2016) erfolgt durch den Hersteller ALSTOM die technische Prüfung bzw. Reparatur eines Teils der Fahrzeugflotte, der im Rahmen einer technischen Vorsichtsmaßnahme aus dem Betrieb genommen werden musste. Grund hierfür ist die Ausbröckelung von Radsätzen sowie Türstörungen bei einigen Fahrzeugen. Der Hersteller arbeitet in enger Zusammenarbeit mit Aufgabenträger und der Mitteldeutschen Regiobahn mit Hochdruck an einer Lösung im Sinne der Fahrgäste, um schnellst möglichst wieder in einen sicheren Regelverkehr zurückzukehren. ALSTOM hat sein Team vor Ort verstärkt, um die Verfügbarkeit der benötigten Fahrzeuge ab nächster Woche sicherzustellen.
Gemeinsam mit den Aufgabenträgern ZVMS (Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen), VVO (Verkehrsverbund Oberelbe) und ZVV (Zweckverband ÖPNV Vogtland) wurde der Notfahrplan (auf Basis des Regelfahrplans) für morgen festgelegt :
• RE3 (Dresden - Hof): Die stündlichen Fahrten des RE3 können mit Coradia Continental Fahrzeugen sowie einer geliehenen Fahrzeugkomposition (Lokbespannt) der Preßnitztalbahn bedient werden.
• RB30 (Dresden - Zwickau): Die stündlichen Fahrten der RB 30 können mit Coradia Continental Fahrzeugen bedient werden. Die Verdichterzüge auf der RB30 (Chemnitz - Zwickau) fallen weiterhin komplett aus und werden durch Schienenersatzverkehr (Busse) ersetzt.
• RB45 (Chemnitz - Elsterwerda): Die RB 45 verkehrt im 2-h-Takt (Abfahrten 04 :09 Uhr, 06.09 Uhr, 08:09 Uhr, etc. ab Chemnitz bzw. Abfahrten 06:14 Uhr, 08:14 Uhr, 10:14 Uhr, etc. ab Elsterwerda). Die beiden Umläufe der RB45 können mit einem Coradia Continental sowie einem geliehenen RegioShuttle der CityBahn Chemnitz bedient werden. Bitte beachten Sie die eingeschränkte Platzkapazität. Ausfallende Zugleistungen werden durch Schienenersatzverkehr (Bus) ersetzt (Pressemeldung MRB, 09.12.16).

RechteckSachsen: Zusätzliche SPNV-Leistungen Schöna - Meißen für die DB Regio AG
Der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (ZVOE) hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine freiwillige ex-ante-Transparenzbekanntmachung zur Erbringung von zusätzlichen SPNV-Leistungen auf der S-Bahn-Strecke Schöna – Meißen gegeben (2016/S 237-432831).
Es geht um die Erbringung von zusätzlichen fahrplanmäßigen SPNV-Leistungen als Verdichtung des bestehenden Verkehrsbedienungsangebotes mit ca. 200 000 Zugkm pro Jahr und eine Änderung des Qualitätsstandards "Pünktlichkeit und Zugausfall" und der Kapazitätsvorgaben im bestehenden Verkehrsvertrag vom 26.5.2010. Die Beauftragung der zusätzlichen SPNV-Leistungen war bereits im ursprünglichen Verkehrsvertrag mit der DB Regio AG vorgesehen und erfolgt nun wegen Fertigstellung des Ausbaus der S-Bahn-Gleise zwischen Meißen und Pirna (Quelle EU-Amzsblatt, 09.12.16).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 09.12.16).

RechteckNikolausfahrten mit dem Mindener Preußen-Zug



Eine besondere Attraktion ist der Preußen-Zug der Museumseisenbahn Minden (MEM). Er stellt die Zeit um die Wende zum 20. Jahrhundert dar. Es ist ein Unikum, dass sowohl die Lok als alle Wagen in den bunten Farben der Länderbahnen lackiert sind.
Die Dampflokomotive "Stettin" 7906, eine preußische T 13 (spätere Baureihe 92.5-10), ist grün/rot mit schwarzer Rauchkammer und Zierlinien unter anderem auf den Wasserkästen. Die zwei- und dreiachsigen Wagen mit offenen Plattformen tragen die der Wagenklasse entsprechende Farbgebung. Die grauen Wagen der IV. Klasse für Reisende mit Traglasten sind nahezu ohne jeden Komfort, die braune III. Klasse weist immerhin körpergerecht geformte Lattenholzbänke auf. Die grüne II. Klasse kennt bereits bequeme Polstersitze. Die damalige I. Klasse (blau) war auf Nebenbahnen nicht vertreten. Der passende Post-/Packwagen trägt einen grün/rotbraunen Anstrich. Ein gedeckter Güterwagen ist ebenfalls rotbraun und vorbildgerecht beschriftet. Am sonnigen und kalten 3. und 4. Dezember wurde der Zug für Nikolausfahrten zwischen Minden und Hille eingesetzt.
Nach 1900 erreichte der Güterverkehr in den großen Eisenbahnknoten einen derartigen Umfang, dass die eingesetzten Tenderlokomotiven an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gelangten. Die Union Gießerei Königsberg stellte bereits 1907 einen Entwurf für eine vierfach gekuppelte Tenderlokomotive vor, die zunächst nicht in Serie ging. Streit gab es vor allem um die Notwendigkeit eines Überhitzers, der schließlich vom Verkehrsministerium letztlich abgelehnt wurde. Begründet wurde das vor allem damit, dass der Überhitzer bei einer Rangierlokomotive keine wirtschaftlichen Vorteile bringen würde. Das Ergebnis war die T13, eine Nassdampf-Tenderlokomotive mit Achsfolge D für den Güter- und Rangierdienst. In den Jahren von 1909 bis 1916 wurden von verschiedenen Herstellern insgesamt 512 davon für die Preußische Staatseisenbahnen, die Reichseisenbahnen in Elsass-Lothringen und die Großherzoglich Oldenburgische Staatseisenbahnen gebaut.
Aufgrund der zahlreichen Verluste nach dem Ersten Weltkrieg wurden von der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft und von den Eisenbahnen des Saargebietes nochmals 72 und 12 Lokomotiven bestellt, die in den Jahren 1921 und 1922 geliefert wurden. Auch die Reichseisenbahnen in Elsass-Lothringen hatten 60 T13 in ihrem Bestand und die Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen besaßen zehn Lokomotiven dieses Typs.Sie wurden 1925 von der Deutschen Reichsbahn als Baureihe 92.5–10 mit den Betriebsnummern 92 501–913 und 92 1001–1072 in ihren Nummernplan eingeordnet. Davon stammten die Nummern 92 585–588, 92 606, 92 607, 92 910–913 von den Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen und die 92 732–738 von den Reichseisenbahnen in Elsass-Lothringen.Im Jahr 1935 kamen von den Saar-Eisenbahnen die Lokomotiven 92 919–950 zur Deutschen Reichsbahn und in 1943 von der Schipkau-Finsterwalder Eisenbahn Gesellschaft die Lokomotiven mit den Nummern 92 991–995. Im Zweiten Weltkrieg wurden aus Polen die 92 951–990 und 996 sowie aus der Tschechoslowakei die 92 1101–1112 eingereiht.
Die DR übernahm 1950 noch die Lokomotiven 92 6401 und 92 6501–6504 von Privatbahnen. Die 92 6502–6504 waren T13, die direkt von der Brandenburgischen Städtebahn beschafft worden waren. Die Deutsche Bundesbahn musterte die letzte Maschine 1965 beim Bw Kassel aus und die Reichsbahn in 1968.
Vier Vertreterinnen der D-h2t-Baureihe 92.10 verblieben nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich. Es waren dies die 92 1052, 1055, 1063 und 1068. Die ÖBB bildeten daraus unter Beibehaltung der Ordnungsnummern die Reihe 792. Alle Maschinen dieser Reihe wurden bis 1962 ausgemustert.
Die "Stettin" 7906 wurde in 1912 von der Union-Gießerei Lokomotivfabrik und Maschinenbauanstalt in Königsberg mit Seriennummer 1974 hergestellt.Leider ist der Lebensweg der Stettin 7906 ist nicht allzu gut dokumentiert, aber sicher ist dass sie seit 1925 die Reichsbahnnummer 92 638 trug und lange Jahre in Angermünde stationiert war. Ab 1948 findet sie sich als Werklok 13 beim Eisenhüttenkombinat Stalinstadt in Eisenhüttenstadt wieder um später zur Industriebahn Erfurt verkauft zu werden, wo sie als Nr. 5 lief. Schon in 1977, also noch zu DDR-Zeiten, wurde sie von der MEM erworben. Seit 1980 trägt sie wieder die preußische Länderbahn-Lackierung (Ad van Sten, 09.12.16).

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LOK Report 12/16

LOK Report Ausgabe 12/16

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Mit der Kamera notiert

Rechteck145 030 im Ersatzdienst

Am 6. Dezember 2016 fuhr 145 030 einen Ersatz-RE3 von Hof nach Dresden. Hier ist der Zug zu sehen in Plauen (Jannick Rahn, 09.12.16).

RechteckJohanngeorgenstadt

Am 05.12.2016 wartete in Johanngeorgenstadt der CD 810 341-1 als Os 17113 auf die Abfahrt nach Karlovy Vary dolni n. Wenige Kilometer weiter wurde in den Anbau des ehem. Empfangsgebäudes vom Bahnhof Breitenbrunn im Erzgebirge ein ehemaliger Berliner S-Bahn-Wagen integriert (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 09.12.16).

RechteckLeipzig

In Leipzig Kleinzschocher wurden am 08.12.16 641 032 & 027 mit 70408 Geithain - Lpz. Hbf und EGP 182 562 mit 61471 Mosel - Bremen Rbf fotografiert (Torsten Liermann, 09.12.16).

RechteckNeue Gesichter bei der CD-371 ("Knödelpresse")

Seit einiger Zeit ist CD 371 001-9 mit einer neuen Verzierung (tschechische Flagge und Wappen) unterwegs. Die CD 371 004-3 zeigt sich erst seit wenigen Tagen im neuen blauen Farbkleid (Stefan Schmidt, 09.12.16).

RechteckVogtland


Am 06.12.16 fuhren drei Züge mit V 100 durch das Vogtland. 112 708-3 (jetzt Press) zu sehen am 06.12.16 mit zwei Gaskessel, 204 354 mit DGS 95293 sowie 204 005 und 204 311 der Press mit DGS 95276 an der Schöpsdrehe bei Plauen/V. (Alexander Hertel, 09.12.16).

RechteckZweiter Holzzug in Obernkirchen


Nachdem vor einigen Wochen probeweise schon einmal ein Holzzug in Obernkirchen beladen worden ist, ist am Donnerstag ein weiterer Zug dort beladen worden. Holzzüge, so scheint es, könnten eine regelmäßige Angelegenheit werden. In diesem Fall wurde der von Uelzen kommende Zug mit einer MRCE-Lok und Transwaggon-Wagen in Stadthagen West geteilt und bis zum späten Nachmittag beladen und dann nach Stadthagen gebracht. Dort bliebe die vollen Wagen, und die leeren Wagen wurden im Nachteinsatz in Obernkirchen beladen. Auf der Straße wurde das Holz von einer Emsländer Spezialspedition nach Obernkirchen gefahren. Es stammt aus einem weiten Umkreis.
Die Bilder zeigen die Situation gestern zwischen 15 und 15.30 Uhr in Obernkirchen. Am Rande: Die Spedition ist verflichtet, die Ladestraße besenrein zu hinterlassen (WR, 09.12.16).

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Tanago

Europa

RechteckFrankreich: Stagnierender Verkehr erfordert Konsolidierung für Europorte France
Zum ersten Mal seit Aufnahme des Betriebs im Jahr 2006 erlebt Europorte France in diesem Jahr eine Stagnation im Verkehr. Wie auch Fret SNCF oder Regiorail hat der Verkehr der Eurotunnel-Tochter unter mehreren nachteilig wirkenden Faktoren gelitten. Zum einen hat die schlechte Qualität der Trassen dazu geführt, dass Europorte neue Aufträge im Autotransport an den Straßenverkehr verloren hat, erklärte Pascal Sainson, Präsident der Holding Europorte, gegenüber dem Branchenblatt WK-TL. Zweite Ursache waren die Streiks von März bis Juni 2016. Schließlich stellen die Arbeitszeitabkommen im Rahmen des neuen sozialen Kontextes eine der großen Herausforderungen für 2017 dar, um trotzdem die Produktivität weiter steigern zu können.
Für das nächste Jahr ist deshalb eine Konsolidierung der bestehenden Aktivitäten geplant. Neben der Umsetzung neuer Arbeitszeitregelungen sieht man bei Europorte auch die langsam laufende Renovierung des Kaillar-Netzwerkes als Herausforderung. Die Frage der Preisgestaltung des Netzzuganges ist mit einer geplanten Steigerung von rund 40% in den nächsten zehn Jahren ebenfalls kritisch zu sehen.
Im Jahr 2016 konnte Europorte France immerhin auch neue Verkehre eröffnen, so zwischen der deutschen Grenze und verschiedenen Dünger-Silos von K+S im Norden und Osten von Frankreich.
Europorte hat den Kauf neuer umweltschonender Dual-Lokomotiven in Erwägung gezogen. Aber die derzeitigen elektrischen Lokomotiven mit einem Dieselmotor für den letzten Kilometer erscheinen zu teuer. Sie werden zu einem Preis von 5 Mio. Euro angeboten, während das Eisenbahnunternehmen nicht mehr als 3,5 Mio. anlegen möchten. Im Jahr 2016 hat Europorte France acht Diesellokomotiven hoher Leistung vom Typ Euro 4000 erhalten. Ursprünglich mit Vossloh Espana abgeschlossen, war dieser Kaufvertrag rund 30 Mio. Euro wert. Mit einem stabilen Einsatz von derzeit 70-75 Lokomotiven und etwa 400 Mitarbeitern ist der Bedarf für die nächsten drei Jahre abgedeckt (WKZ, Quelle WK-TL, 09.12.16).

RechteckFrankreich: SNCF Réseau schließt Rahmenverträge zur Signalisierung
Patrick Jeantet, Präsident von SNCF Réseau, Louis Nègre, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie FIF, und Anne Valachs, Generaldirektorin des Verbandes der Unternehmen der Elektro- und Klimatechnik SERCE, unterzeichneten am 06.12.16 ein Protokoll zur Entwicklung industrieller Partnerschaften auf dem Gebiet der Eisenbahnsignalisierung. Mit einem Investitionsvolumen von 4,9 Mrd. Euro auf 1500 Großbaustellen zur Modernisierung des nationalen Schienennetzes sucht SNCF Réseau nachhaltige Partnerschaften und Kooperationen mit den Mitgliedsunternehmen der Verbände FIF und SERGE.
Das unterzeichnete Protokoll definiert den technischen Umfang, mit dem sich alle Parteien in Studien und Arbeiten an der Renovierung des Netzwerkes beteiligen. Das Protokoll umfasst auch die Ausbildung von Personal sowohl unter technischen als auch betrieblichen Aspekten.
Im Gegenzug verpflichtet sich SNCF Réseau, den Unternehmen Einblick in seine Projekte bis zum Jahr 2020 zu geben. Entsprechende Rahmenverträge sollen entwickelt und ab Oktober 2017 wirksam werden (WKZ, Quelle SNCF Réseau, 09.12.16).

RechteckGroßbritannien: Waterloo meistbesuchter Bahnhof

Waterloo bleibt im Zeitraum 2015/16 mit fast 100 Mio. Abfahrten und Ankünften der meistbenutzte Bahnhof in Großbritannien. London dominiert dabei die Top 10 der meistfrequentierten Stationen, nur Birmingham New Street erreicht als außerhalb Londons gelegener Station den Platz 7. Clapham Junction rückt mit Platz 10 erstmals in die Top Ten und verdrängt Charing Cross.
In Schottland bleibt Glasgow Central mit 30 Mio. Fahrgästen die meistfrequentierte Station, Edinburgh erreicht mit über 20 Mio. Fahrgästen den zweiten Platz. In Wales ist Cardiff Central mit fast 13 Mio. Fahrten die meistfrequentierte Station.
Insgesamt gab es in der Periode 2015/16 über 2,9 Mrd. Ankünfte und Abfahrten auf allen Bahnhöfen in Großbritannien, was bei 222 Mio. verbindungen einer Steigerung von 5% gegenüber dem Vorjahr entspricht (WKZ, Quelle ORR, 09.12.16).

RechteckItalien: Landesregierung genehmigt neuen SII-Vertrag
Mit dem neuen Landesmobilitätsgesetz vom November 2015 wurde festgelegt, dass die Verwaltung sämtlicher Dateninformationen im öffentlichen Nahverkehr künftig von der STA-Südtiroler Transportstrukturen AG, einer Inhouse-Gesellschaft des Landes, abgewickelt wird. Demnach plant, koordiniert und verwaltet die STA in Zukunft das technologische System, verwaltet das Tarifsystem und veröffentlicht die Fahrpläne. Außerdem sammelt, verarbeitet und verwaltet die STA die Daten zu den beförderten Fahrgästen, den Tarifen und zur Durchführung der Dienste.
Die Verwaltung des gesamten Informationssystems im öffentlichen Nahverkehr (SII) – also Fahrgastinformationen, Ticketing, Abrechnung etc. – lag seit den frühen 1990er Jahren bei der SAD und wird nun an die STA übergeben. Die Landesregierung hat am 6. Dezember grünes Licht für die Übertragung der Informationsdienste des Verkehrsverbundssystems von der SAD an die STA samt Dienstvertrag gegeben. "Damit ist nun die Voraussetzung geschaffen, dass künftig alle Anbieter dieselben Zugangsmöglichkeiten zu den Daten haben - zwischenzeitlich hat STA bereits damit begonnen, ein eigenes Datenmanagementsystem aufzubauen, um später auch unabhängig zu sein", erklärt Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Bereits unterzeichnet wurde der Vertrag zwischen SAD, Servizi S.T. und STA durch den Präsidenten Martin Ausserdorfer. Die STA hat für den Übergangszeit bis zum Verfall der bestehenden Linienkonzessionen Servizi S.T. damit beauftragt, das Informationssystem in den kommenden zwei Jahren weiter zu führen. Das Entgelt für diesen Dienst wurde auf Grundlage der bisherigen Kosten berechnet.
Im Dienstvertrag ist klar geregelt, dass die SAD innerhalb Juni 2017 angehalten ist, alle Informationen, Systeme und Abläufe für das reibungslose Funktionieren der Tätigkeiten und Ressourcen Servizi S.T. zur Verfügung zu stellen, damit S.T. von nun an unabhängig von SAD, den öffentlichen Informationsdienst für die STA erbringen kann. Die Landeregierung beauftragt SAD auch damit, bis Juni 2017 alle bestehenden Verträge mit den Nutzern des Tarifsystems "Südtirolpass" in allen Varianten und somit alle auf diese Verträge bezogenen Dokumente und Daten (anagrafische Daten, Kundensalden, Sepa-Lastschrift-Mandate, Bankverbindungen, Rechnungen, Freistellungserklärungen, Daten über die Aufladungen usw.) an die STA zur vollen Verfügung zu übertragen. Zudem ist die SAD angehalten, bis Juni 2017 an die STA  die Verträge und/oder Aufträge zur Verteilung, zum Verkauf und zur Abrechnung der Fahrscheine "Mobilcard", "museumobil Card", "bikemobil Card" und aller anderen Gästekarten, die die Leistung "Mobilcard" und/oder "museumobil Card" beinhalten, mit allen dazugehörenden Unterlagen und Daten übertragen.
Auch alle Linienkonzessionäre des Landes Südtirol müssen ab 1. Dezember der STA jene Informationen, Instrumente und Verfahren zur Verfügung stellen, die die STA braucht, um den öffentlichen SII-Dienst autonom und ordnungsgemäß abzuwickeln.
Um den Dienst auch in Zukunft erfolgreich und effizient zu gewährleisten, wurde außerdem festgelegt, dass die SAD alle wesentlichen beweglichen und unbeweglichen, materiellen und immateriellen Güter (technologische Systeme an Bord, am Boden und in der Zentrale inbegriffen Hardware, Monitore, Fahrkartenautomaten, Bordcomputer und Konsolen, Kommunikations- und Datenübertragungsgeräte) in das Eigentum der STA übertragen muss. Der festgelegte Betrag für den Dienstleistungsvertrag zwischen STA und S.T. für den Zeitraum zwischen Dezember 2016 bis November 2018 beläuft sich auf insgesamt 12,2 Millionen Euro, davon entfallen 254.906 Euro auf das neue Projekt "Euregio FamilyPass" (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 09.12.16).

RechteckKroatien/Bosnien: Kurzfristiges Endes des zwischenstaatlichen Reiseverkehrs
Im kroatischen Kursbuch für den ab kommenden Sonntag geltenden Jahresfahrplan 2017 ist er enthalten, doch nun stellen die Eisenbahnen der Bosnisch-Kroatischen Föderation, also des einen Teilstaats Bosniens, den Schnellzug 396/397 Zagreb - Sarajevo v.v., die einzige noch vorhandene Reiseverbindung Bosniens mit dem Ausland, ganz kurzfristig ab Sonntag ein.
Wie die kroatische Zeitung "Vecernij list" (Abendblatt) berichtet, stecken die ŽFBH (wieder mal / weiter) in großen finanziellen Schwierigkeiten. Hatte man noch vor ein paar Wochen bekanntgegeben, die seit Jahren fabrikneu herumstehenden Talgo-Garnituren nun endlich auf der Relation Sarajevo - Zagreb einsetzen zu wollen, wird jetzt abrupt eine Notbremse gezogen.
Daß die ŽRS, Bahn der Republika Srpska in Bosnien, den Zug verkürzt bis/ab Doboj oder Banja Luka fahren würde, ist bisher nicht bekannt geworden. Man muß also von einer Totaleinstellung ausgehen. Bosnien fällt damit, was seine Eisenbahnanbindung betrifft, auf das Niveau von vor 2002 und damit in die unmittelbare Nachkriegszeit zurück: kein Fernreiseverkehr auf der Schiene mit dem Ausland. Es verbleiben ein paar dürftige Binnen-Personenzüge sowohl der ŽRS als auch der ŽFBH (Joachim Piephans, 09.12.16).

RechteckÖsterreich: Ausschreibung für größtes Baulos Brenner Basistunnel gestartet
Das Baulos Pfons-Brenner ist die größte Ausschreibung im Rahmen der Bauarbeiten am Brenner Basistunnel. Rund 1,3 Milliarden Euro sind für die Errichtung der 35 Kilometer langen Abschnitte des Haupttunnels, rund zehn Kilometer Erkundungsstollen sowie die Nothalte- und Überleitstelle bei St. Jodok vorgesehen. „Der Brenner Basistunnel ist ein zentraler Baustein für die weitere Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Mit dem Ausbau schaffen wir leistungsstarke Verbindungen zwischen der Alpenregion und den wirtschaftlichen Zentren in Italien und Nordeuropa. Und wir schaffen und sichern allein mit dem Baulos Pfons-Brenner rund 20.000 Arbeitsplätze“, erklärt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Die Ausschreibung für das Baulos läuft bis zum 18. April 2017.
Landeshauptmann Günther Platter: „Das Baulos Pfons ist das Herzstück des BBT. Neben der verkehrspolitischen Notwendigkeit ist der BBT auch ein gewaltiger Impuls für die Konjunktur. Zur Verkehrsentlastung der Bevölkerung ist die effiziente Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene von zentraler Bedeutung. Um dies zu erreichen, brauchen wir den Bund und die Europäische Union als Verbündete. Während der verbleibenden 10-jährigen Bauzeit des BBT müssen die Zulaufstrecken in Bayern und Italien noch ausgebaut werden und die EU muss darüber hinaus die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, damit der Tunnel nach der Fertigstellung entsprechend genutzt wird.“
Das Baulos Pfons-Brenner wird europaweit nach dem Bestbieter-Prinzip ausgeschrieben. Damit werden neben dem Preis auch qualitative Kriterien sowie eine mögliche Reduktion der Bauzeit in die Bewertung der Angebote einfließen. Die Bauarbeiten werden bis zu acht Jahre andauern. Insgesamt investiert das Infrastrukturministerium bis zum Jahr 2022 rund 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau des Brenner Basistunnels (BBT) und schafft damit neue Kapazitäten auf der Bahnachse zwischen München und Verona sowie massive Fahrzeitverkürzungen im Personenverkehr. Die Strecke Innsbruck-Franzensfeste kann nach Fertigstellung des BBT in 25 Minuten (statt bisher 80 Minuten) zurückgelegt werden.
Der BBT ist Teil des skandinavisch-mediterranen TEN-Korridors zwischen Finnland und Malta und wird mit Mitteln der Europäischen Union gefördert. Nach dem geplanten Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2025 wird der BBT mit einer Länge von insgesamt 64 Kilometern den Schweizer Gotthard-Basistunnel als längsten Bahntunnel der Welt ablösen (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 09.12.16).

RechteckÖsterreich: Der Inntaltunnel wird untertunnelt – Sperre vorgesehen

Vom 9 km langen Rettungsstollen Tulfes/Ampass wurden bereits etwas mehr als 80% ausgebrochen. Am 8. Dezember beginnt ein Bauabschnitt, in dem die Unterfahrung des doppelröhrigen Bereichs des Inntaltunnels vorgenommen wird. Für diese Arbeiten ist es notwendig, den ÖBB-Inntaltunnel von 8. bis 14. Dezember für den Zugverkehr komplett zu sperren.
Am 8. Dezember beginnt ein neuer Bauabschnitt beim Rettungsstollen Tulfes/Ampass. Dabei wird die Unterfahrung des Inntaltunnels im Bereich des Gasthauses "Vogelhütte" ausgebrochen. Damit wird der letzte Schritt für den Bau des Rettungsstollens unterhalb von Aldrans in Angriff genommen. Da dieser Vortrieb eine geringe Überlagerung zum Inntaltunnel aufweist, sind besondere Vorkehrungen für den Bauablauf zu treffen.
Für die anstehenden Arbeiten wird der Inntaltunnel für den Zugverkehr gesperrt. In dieser Zeit werden die Züge über Innsbruck umgeleitet. Die ÖBB hat eine Tunnelsperre von Donnerstag, 8. Dezember 8.00 Uhr bis Mittwoch, 14. Dezember 22.00 Uhr vorgesehen. Sprengungen werden wie bisher täglich nur in der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr durchgeführt werden. In der Nacht finden keine Sprengungen statt.
Die einzelnen Arbeitsschritte sind so organisiert, dass in den Nachtstunden möglichst wenig geräuschintensive Tätigkeiten (z.B. Bohren für Felsanker) anfallen. Diese lassen sich jedoch aufgrund notwendiger geotechnischer Sicherungsmaßnahmen nicht zur Gänze ausschließen.
Die Vortriebsarbeiten der Verbindungstunnel werden aktuell über den westlichen Ortsrand von Aldrans hinaus kontinuierlich in Richtung Lans weitergeführt. Die BBT SE bittet für eventuelle Unannehmlichkeiten um Verständnis. Wir setzen mit den ausführenden Bauunternehmen alles daran, die Arbeiten schnell und effizient abzuschließen und sind bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten (Pressemeldung Brenner Basistunnel BBT SE, 09.12.16).

RechteckSchweiz: Die BLS fährt neu bis nach Domodossola
Ab dem Fahrplanwechsel vom Sonntag betreibt die BLS den regionalen Bahnverkehr zwischen Brig und Domodossola. Die BLS will das heutige Verkehrsangebot am Simplon für Pendler und für Freizeitreisende so bald als möglich ausbauen.
Die BLS fährt ab dem Fahrplanwechsel vom Sonntag, 11. Dezember den regionalen Personenverkehr zwischen Brig und Domodossola. Die Abfahrtszeiten der Züge ändern sich im Vergleich zum letztjährigen Fahrplan nur geringfügig – täglich verkehren zwischen Brig, Iselle und Domodossola vier BLS-Regionalzüge pro Richtung. Der Fahrplan ist primär auf Pendler ausgerichtet: Die Regionalzüge mit Halt in Iselle, Varzo und Preglia fahren zu den Hauptverkehrszeiten. Zwischen Brig und Domodossola sind niederflurige und begleitete Lötschberger-Züge im Einsatz, die heute bereits als RegioExpress zwischen Bern und Brig unterwegs sind. Drei dieser Züge fahren am Samstag direkt von Domodossola via die Lötschberg-Bergstrecke bis nach Bern.
Im ersten Halbjahr 2017 ist das Schienennetz auf der Lötschberg-Simplon-Achse wegen Bauarbeiten beschränkt verfügbar. Deshalb kann die BLS das Regionalverkehrs-Angebot zwischen Brig und Domodossola nicht bereits auf den Fahrplanwechsel ausbauen. Pendler und Freizeitreisende im Kanton Wallis, dem Berner Oberland und in der Region Piemont sollen aber so bald als möglich von regelmässigeren und häufigeren Verbindungen mit guten Anschlüssen profitieren. Die Einführung eines Zwei-Stunden-Takts zwischen Brig und Domodossola ab Juni 2017 wird geprüft. Die BLS ist diesbezüglich mit dem Kanton Wallis, dem Bundesamt für Verkehr und der «Agenzia della Mobilità Piemontese» im Gespräch.
Mit der Verbesserung des Verkehrsangebots am Simplon wird die BLS ihr Lötschberger-Tourismuskonzept bis nach Norditalien ausdehnen. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Tourismusanbietern profitieren die Fahrgäste von einem verbesserten Freizeitangebot – dies stärkt die Tourismusbranche im Berner Oberland, im Wallis, am Simplon und um den Lago Maggiore (Pressemeldung BLS, 09.12.16).

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