
Verkehr
vom 30.07.10
Baden-Württemberg:
Ausstiegskosten Stuttgart 21
Das Kommunikationsbüro Bahnprojekt Stuttgart - Ulm e.V. hat mit folgender
Stellungnahme auf
unsere Pressemitteilung zu einem Ausstiegsszenario für Stuttgart
21 reagiert:
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Die DB weist die Darstellung des VCD als falsch und unhaltbar zurück.
Hier werden Zahlen willkürlich zusammengeworfen, die keinen inneren
Zusammenhang haben. Die DB Netz AG, der die verkauften Grundstücke
gehören, erwirtschaftet erst seit wenigen Jahren überhaupt positive
Ergebnisse und die Renditen liegen unter 4 %, also weit weg von den angeführten
18,8 Prozent. Fazit: Diese Rechnung entbehrt jeder Grundlage (Kommunikationsbüro
Bahnprojekt Stuttgart - Ulm e.V.).
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Dazu
erklärt der VCD: Laut Bundestagsdrucksache
16/3505 vom 21.11.2006 erfolgte die Verbuchung der Erlöse des
Grundstücksverkaufs des Projektes Stuttgart 21 bei der DB AG und
eben NICHT bei der DB Netz AG (vgl. Antwort zu Fragen 2 bis 33 auf Seite
4 der Bundestagsdrucksache).
In der Tat ist uns unverständlich, wieso Grundstücke, die ursprünglich
der DB Netz AG gehörten, von der DB AG verkauft wurden. Doch dies
wurde im DB-Konzern und mit dem Bund so vereinbart (vgl. Bundestagsdrucksache),
da diese Grundstückserlöse in die Wirtschaftlichkeitsrechnung
eingehen.
Laut den abgeschlossenen Verträgen zum Verkauf (bzw. den Prüfergebnissen
eines Wirtschafts-prüfungsbüros, das von der Bundesregierung
mit der Prüfung der Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21 betraut worden
war) wurde bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung der DB eine Verzinsung
von 7,5% unterstellt. Demnach ist es, wie vom VCD vorgenommen, zutreffend,
die internen Renditen der heutigen DB Mobility Logistics heranzuziehen
und nicht der Netzsparte. Unsere Kalkulation ist somit weiterhin gültig
(Pressemeldung VCD Landesverband Baden-Württemberg, 30.07.10).
Baden-Württemberg:
Stellungnahme von SMA und Partner AG zu Stuttgart 21
Ein im Internet seit einigen Tagen kursierendes Arbeitspapier zur Organisation
des Regionalverkehrs in Baden-Württemberg nach Fertigstellung des
Bahnprojekts Stuttgart 21 (Der LOK Report berichtete) sorgt für Verwirrung.
Das Umwelt- und Verkehrsministerium weist deshalb darauf hin, dass es
sich um ein zwei Jahre altes und zwischenzeitlich überholtes Papier
handelt, das vom Planungsbüro SMA und Partner AG im Auftrag der Nahverkehrsgesellschaft
Baden-Württemberg (NVBW) erstellt wurde.
Der Planungsprozess sei in der Zwischenzeit weiter vorangetrieben worden.
Die auf Grundlage des veralteten Papiers von den Gegnern erhobene Kritik
sei unbegründet, weil sie nicht dem aktuellen Planungsstand entspreche.
Die SMA hat gegenüber dem Ministerium die unerlaubte Veröffentlichung
des Arbeitspapiers bewertet und nimmt zu den von den Projektgegnern verbreiteten
Einschätzungen Stellung. Die Stellungnahme
ist auf den Internetseiten des Ministeriums eingestellt.
Auf der Internetseite sind außerdem nähere Informationen zur
so genannten Angebotskonzeption (Stand April 2009) eingestellt. Die Angebotskonzeption
soll die Grundlage für die künftige Gestaltung der Fahrpläne
bilden. Die NVBW plant und organisiert den Regionalverkehr für das
Land. Im Hinblick auf die landesweit anstehenden Ausschreibungen von Verkehrsleistungen
hat die NVBW das Planungsbüro SMA damit beauftragt, ein Angebots-
und Fahrplankonzept zu erarbeiten.
Das
Ministerium wies darauf hin, dass die NVBW fortlaufend an der Verfeinerung
und weiteren Optimierung der Angebotskonzeption arbeite. So wolle Umwelt-
und Verkehrsministerin Tanja Gönner am kommenden Freitag im Lenkungskreis
des Bahnprojekts unter anderem vorschlagen:
•
Zweigleisige westliche Anbindung des Flughafenbahnhofs an Stelle der bisherigen
eingleisigen Zuführung
• Zusätzliche Signalisierung.
Bereits in den Planungen sei die zweigleisige westliche Anbindung des
Flughafens als Option enthalten gewesen, die nun bereits jetzt umgesetzt
werden soll: Dies dient der künftigen Fahrplanstabilität und
Flexibilität. Dem Lenkungskreis gehören die Projektpartner Deutsche
Bahn AG, Landesregierung, Stadt Stuttgart und die Region Stuttgart an.
Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen
die notwendige Unterstützung erhielten (Pressemeldung Ministerium
für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg, 30.07.10).
Bayern:
MVG-Leistungsprogramm 2011 kein leuchtendes Beispiel rot-grüner Verkehrspolitik
Das Bus- und Bahnangebot der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wächst
im kommenden Jahr erneut, und zwar um ein Prozent. Sämtliche von der MVG
geplanten Maßnahmen sind nun fix; der Stadtrat hat das entsprechende Leistungsprogramm
gestern Abend zustimmend zur Kenntnis genommen. Folgende Angebotsveränderungen
sind für die neue Fahrplanperiode ab 12. Dezember 2010 vorgesehen (weitere
Einzelheiten siehe MVG-Pressemitteilung vom 6. Juli 2010):
• U3: Verlängerung vom Olympia-Einkaufszentrum über Moosacher St.-Martins-Platz
nach Moosach Bf.
• U5: Taktverdichtung an Freitagnachmittagen (Abschnitt Theresienwiese
– Innsbrucker Ring)
• Tram St. Emmeram: Inbetriebnahme der Neubaustrecke zwischen Effnerplatz
und Oberföhring (Herbst 2011)
• Tram 15: Taktverdichtung in der Mittagszeit (montags bis freitags)
• Tram 16: Taktverdichtung im Abendverkehr (montags bis samstags)
und an Samstagnachmittagen
• Tram-Frühverkehr: 10-Minuten-Takt wegen geringer Nachfrage rund
20 Minuten später als bisher (außer Tram 17)
• Bus Moosach: teilweise Neustrukturierung des Liniennetzes infolge
der U3-Verlängerung mit Veränderungen bei den Linien 50, 51, 143, 162,
163, 169 (neuer Quartiersbus) und 175
• Bus Pasing: teilweise Neustrukturierung des Liniennetzes infolge
eines neuen Linienkonzepts im Landkreis München mit Veränderungen bei
den Linien 160, 161 und 162
Zusätzlich zur Planung der MVG wird der StadtBus 144 (Scheidplatz - Giesing
Bf.) ab Dezember 2010 ab der Haltestelle Potsdamer Straße probeweise für
1 Jahr über die Münchner Freiheit geführt. Hierdurch entsteht eine Direktverbindung
insbesondere zwischen der Haltestelle Barlachstraße (Pfennigparade) und
der Münchner Freiheit. Grundlage ist ein Stadtratbeschluss, wonach die
Mehrkosten der neuen Linienführung als Zusatzaufgabe für diesen Probezeitraum
von der Landeshauptstadt München getragen werden
(Pressemeldung MVG, 30.07.10).
Bayern:
Münchner Fahrgäste kritisieren Leistungsprogramm 2011
Nur mit Bedauern kann man den gestrigen Beschluß des Münchner Stadtrates
zur Kenntnis nehmen, der am Ende einer Marathonsitzung das MVG-Leistungsprogramm
durchgewunken hat. Die zusätzliche Maßnahme für die behinderten Fahrgäste
der Pfennigparade ist zwar ein Lichtblick für ein Jahr, führt aber trotz
eines unwahrscheinlich hohen Mitteleinsatzes zu keiner dauerhaften Lösung.
Der Fortbestand der Metrobuslinie 50 in Moosach wird weiter auf der Tagesordnung
bleiben.
Schon oft wurde beklagt, daß sich die Politik selbst aller Entscheidungsspielräume
für die Gestaltung des Linienverkehrs in München beraubt hat. Auch in
der Verkehrspolitik hat man die Gestaltungsfreiheit in die Hand von Geschäftsführern
gelegt. Dies hatte ja in der Gesundheitspolitik schon fatale Folgen.
"Wir haben schon einen sehr guten Vorschlag zur Einsparung von einem Gelenkbus
durch die Zusammenlegung der Metrobuslinien 50 und 51 gemacht", meint
dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Wenn es uns
jetzt noch gelingt auf der Gesamtstrecke von Johanneskirchen bis zur Aidenbachstraße
eine sanfte Beschleunigung durchzuführen, dann steht einem Weiterbetrieb
der Metrobuslinie 50 nichts mehr im Wege."
Die Zeit während der langen Vollversammlung konnte genutzt werden, um
den Stadträten Nikolaus Gradl und Paul Bickelbacher erste Überlegungen
zur Beschleunigung der Buslinie vorzustellen. Mit dabei war Burkhard Hüttl
von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). "Ich kenne Burkhard Hüttl
seit vielen, vielen Jahren. Wir haben gemeinsam für den Erhalt der Straßenbahn
in München gekämpft und die erste Christkindl-Trambahn haben wir 1994
gemeinsam aufs Gleis gesetzt. Burkhard Hüttl wird als fairer Partner von
uns geschätzt. Wenn sich die Maßnahmen zur Beschleunigung realisieren
lassen, so bin ich mir seiner Unterstützung sicher", so Nagel.
Die Fahrgäste aus Moosach sind besonders davon betroffen und entsetzt,
daß "ihr" Stadtrat, Alexander Reissl, sogar in der Vollversammlung das
Wort ergriff und den weiten Weg zum neuen U-Bahnhof "St.-Marins-Platz"
als zumutbar charakterisierte und sogar von einer Übererschließung sprach.
Die Stadträte Richard Quaas und Dr. Georg Kronawitter haben sich für die
Beibehaltung der Metrobuslinie 50 eingesetzt und die CSU hat das Leistungsprogramm
konsequenterweise abgelehnt.
Am Montag, 26. Juli 2010, hat der sich der zuständige Bezirksausschuß
Moosach einstimmig der Lösung mit einer durchgebundenen Metrobuslinie
für eine Probezeit von einem Jahr ausgesprochen
(Pressemeldung Aktion Münchner Fahrgäste, 30.07.10).
BeNEX:
Private Verkehrsunternehmen und Gewerkschaften treten in Verhandlungen
ein
Die großen privaten Anbieter von Leistungen im Schienenpersonennahverkehr
(SPNV) haben sich mit der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA verständigt,
in konkrete Verhandlungen über einen gemeinsamen Tarifvertrag einzutreten.
Mit der Tarifgemeinschaft konnte in einem Gespräch am 28. Juli in
Berlin eine Prozessabrede abgestimmt werden, die wesentliche Verhandlungsthemen
skizziert.
In dem Tarifvertrag sollen nach dem Willen der Beteiligten die wesentlichen
Bedingungen für die Beschäftigten geregelt werden. Die beteiligten
Unternehmen begrüßen, dass mit dieser Prozessabrede ein Einstieg
in die Verhandlungen gelungen ist. Ein erster Verhandlungstermin soll
bereits im August stattfinden (Pressemeldung BeNEX, 30.07.10).
BMVBS:
Neubau der Eisenbahnbrücke Horka bei Besuch in Polen beschlossen
Bundesverkehrsminister Ramsauer bei Gesprächen mit
seinem polnischen Amtskollegen Cezary Grabarczyk. Foto BMVBS.
Bei Gesprächen mit seinem polnischen Amtskollegen Cezary Grabarczyk
in Warschau unterstrich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer am 29.07.10
die Bedeutung der grenzüberschreitenden Mobilität für die
deutsch-polnischen Beziehungen.
"Mobilität
ist der Motor, der unsere Wirtschaftsbeziehungen antreibt. Polen hat die
Finanz- und Wirtschaftskrise erstaunlich gut überstanden. Mit dem
spürbaren Aufschwung in Deutschland hat auch das Handelsvolumen mit
Polen, unserem größten Wirtschaftspartner in Mittel- und Osteuropa,
wieder zugenommen. Dafür brauchen wir funktionierende Verkehrswege.
Dies gilt für Straße und Schiene gleichermaßen."
Ramsauer traf sich auch mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten
und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak. Die Verkehrsminister beschlossen,
den geplanten Neubau einer Eisenbahnbrücke über die Neiße
bei Horka jetzt mit Nachdruck vorantreiben zu wollen.
Auch die Eisenbahnverbindung Berlin - Stettin soll nach langjährigen
Verhandlungen verbessert werden. Die Minister wollen einen entsprechenden
Vertragsabschluss noch in diesem Jahr erreichen. Die Strecke soll wegen
ihrer Bedeutung gesamt ins transeuropäische Verkehrsnetz aufgenommen
werden.
Ein weiteres Thema war die im zweiten Halbjahr 2011 anstehende polnische
EU-Ratspräsidentschaft und deren Schwerpunkte. Ramsauer bot seinem
polnischen Kollegen eine enge Zusammenarbeit an und reagierte positiv
auf den polnischen Wunsch, für die Dauer der Präsidentschaft
einen deutschen Austauschbeamten nach Warschau zu entsenden.
Im Rahmen seines Polen-Besuches besuchte der passionierte Pianist Peter
Ramsauer auch den Geburtsort von Frederic Chopin. Der große polnische
Komponist wurde vor 200 Jahren in Zelazowa Wola geboren (Pressemeldung
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 30.07.10).
Bundestag:
Übernahme des Eisenbahnunternehmens Arriva plc.
Die Bundesregierung geht davon aus, dass der Wettbewerb im Verkehrsbereich
auch nach der Übernahme des Eisenbahnunternehmens ”Arriva plc.“
durch die Deutsche Bahn AG sichergestellt ist.
Es werde auch davon ausgegangen, dass es nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen
kommen werde, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (17/2616)
auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/2530)
(Pressemeldung Bundestag, 30.07.10).
Bundestag:
Zulassung des Busfernlinienverkehrs
Die Auswirkungen einer Zulassung des Busfernlinienverkehrs werden derzeit
untersucht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/2535)
auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/2258)
hervor (Pressemeldung Bundestag, 30.07.10).
GDBA:
Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn fortgesetzt
Die Tarifverhandlungen für rund 165 000 Beschäftigte der Deutschen
Bahn sind am Donnerstag fortgesetzt worden. Vertreter von TRANSNET und
GDBA sind mit den Arbeitgebern am Vormittag in Frankfurt zusammengekommen.
Anschließend beraten die zuständigen Tarifkommissionen der
Gewerkschaften.
TRANSNET-Chef
Alexander Kirchner sagte vor den Verhandlungen: "Es wird keinen Entgeltabschluss
geben ohne einen Branchentarifvertrag und keinen Branchentarifvertrag
ohne Entgeltabschluss." Der Vorsitzende der GDBA, Klaus-Dieter Hommel,
betonte: "Bahnchef Rüdiger Grube hat gestern gute Zahlen vorgelegt,
daher erwarten wir heute auch ein vernünftiges Angebot."
GDBA
und Transnet fordern Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent.
Dazu zählen unter anderem reale Einkommensverbesserungen aber auch
strukturelle Änderungen, Zulagen sowie soziale Fragen. Eine erste
Runde war vor rund zwei Wochen ohne konkretes Ergebnis geblieben (Pressemeldung
GDBA, 30.07.10).
Nordrhein-Westfalen:
Deutsche Bahn investiert in Ausbau der Kohleninsel Duisburg
 
Die Deutsche Bahn wird bis zum Jahr 2014 rund 19 Millionen Euro in die
Erweiterung und Modernisierung der Umschlags- und Lagerkapazitäten
auf der Kohleninsel Duisburg investieren. Das sieht ein aktueller Vorstandsbeschluss
der DB Mobility Logistics AG vor.
Die
für den Umschlag von Import-Schüttgütern strategisch besonders
günstig gelegene Kohleninsel im Duisburger Hafen verfügt derzeit
über eine Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Bis Ende
2014 ist der Ausbau auf 4,5 Millionen Tonnen vorgesehen. Bis dann sollen
die Kapazitäten für den Import per Binnenschiff aus dem Hafen
Rotterdam, für den Umschlag, die Lagerung auf dem 198.000 Quadratmeter
großen Areal sowie für die Belieferung der Kohlekraftwerke
in Nordrhein-Westfalen nahezu verdoppelt werden.
„Die
DB Schenker Rail und ihre 100-Prozentige Tochter RBH Logistics leisten
mit dieser Investition im Duisburger Hafen angesichts der steigenden Nachfrage
nach Importkohle einen wichtigen Beitrag zur langfristig stabilen Versorgungssicherheit
der Kraftwerke“, sagt Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Transport
und Logistik der DB Mobility Logistics AG.
Mit dem absehbaren Ende der deutschen Steinkohle soll der Bedarf an importierter
Kohle bis 2018 jährlich um rund 11 Millionen Tonnen steigen.
Die
RBH Logistics ist größter Mieter auf der Kohleninsel und betreibt
hier ein leistungsfähiges Umschlagterminal. Alle technischen Einrichtungen
der Kohleninsel sind so miteinander verknüpft, dass nach Kundenbedarf
jede Kombination von Be- und Entladen, Lagern und Mischen der Kohle möglich
ist. Besonders in der eigenen Stacker-Reclaimer-Anlage können hochwertige
Mischungen erzeugt werden.
Auch
die „duisport“ als Eigentümerin des Areals wird ihre
Infrastruktur mit Investitionen in Millionenhöhe entsprechend ausbauen
(Pressemeldung
Deutsche Bahn, Fotos RBH/Uwe Schicketanz, 30.07.10).
Nordrhein-Westfalen:
Kein erneuter Gigaliner-Versuch
Landesverkehrsminister Harry K. Voigtsberger hat einen erneuten Feldversuch
mit überlangen Lkw´s („Gigaliner“) abgelehnt. „Nordrhein-Westfalen
wird sich an einem solchen Versuch nicht beteiligen“, kündigte
der Minister am Donnerstag (29. Juli 2010) in Düsseldorf an. Das
Bundesverkehrsministerium bereitet derzeit einen erneuten, auf fünf
Jahre angelegten Feldversuch vor.
„Die Verkehrsminister haben 2007 den Einsatz von besonders schweren
Fahrzeugen abgelehnt und sich gegen jeglichen weiteren Versuch ausgesprochen.
Die damals geäußerten Bedenken aus der zusätzlichen Straßenbelastung
bestehen nach wie vor“, betonte Voigtsberger. Die jüngste Initiative
von Bundesverkehrsminister Ramsauer, erneut Riesenlaster auf den deutschen
Straßen zu testen, sei der Versuch, diesen Beschluss der Verkehrsminister
der Länder zu unterlaufen.
Es könne nicht Ziel der Verkehrspolitik sein, noch mehr Güter
auf die Straße zu verlagern, bekräftigte der Minister. „Das
widerspricht unseren verkehrs- und umweltpolitischen Zielen. Vielmehr
müssen wir verstärkt das Schienen- und das Wassernetz für
den Gütertransport nutzen und ausbauen. Zwei wichtige Projekte hierfür
sind der Eiserne Rhein und die Betuwe-Linie.“ (Pressemeldung Ministerium
für Bauen und Verkehr, 30.07.10).
Transnet:
Grünes Licht für Verhandlungen zum Branchen-Tarifvertrag
Die zuständige Tarifkommission von TRANSNET und GDBA hat grünes
Licht für die Aufnahme von Tarifverhandlungen zu einem Branchen-Tarifvertrag
SPNV gegeben. Das Gremium bewertete am Donnerstag den aktuellen Stand
der Tarifverhandlungen mit der DB AG und die Gespräche mit mehreren
NE-Bahnen.
„Wir sind in den heutigen Tarifverhandlungen mit der DB AG vorangekommen“,
erklärten die Vorsitzenden von TRANSNET und GDBA, Alexander Kirchner
und Klaus-Dieter Hommel. “Die Arbeitgeberseite hat uns zugesichert,
einen Branchen-Tarifvertrag zu unterstützen. Mehr noch: Sie will
dann auch die bislang gegründeten tariflosen Billig-Töchter
einbeziehen und sich künftig auch nur noch mit tarifgebundenen Unternehmen
um Ausschreibungen bewerben. Das ist der richtige Weg.“
Noch gebe es allerdings viele Hürden, so Kirchner und Hommel. So
beharren unsere Gewerkschaften bei der DB AG auf der Forderung von Verbesserungen
im Gesamtvolumen von 6 %. Hierzu hat die DB AG bisher kein konkretes Angebot
vorgelegt. Auch bei den anderen Bahnunternehmen haben wir noch diverse
Hürden vor uns. Wichtig ist aber auch hier, so Kirchner und Hommel,
„dass die größten Unternehmen in diesem Bereich inzwischen
ihre Bereitschaft zu einem solchen Tarifvertrag erklärt haben.“
Die grundsätzliche Einigung dazu war am Mittwoch erfolgt.
„Wir richten aber auch eine deutliche Warnung an die Arbeitgeber“,
so die Gewerkschafts-Chefs. „Ein Taktieren und ein Zögern werden
wir nicht akzeptieren. Sollten wir feststellen, dass taktiert und gezögert
wird, dann werden wir den Druck erhöhen und sind jederzeit in der
Lage, zu Warnstreiks aufzurufen.“
Die Verhandlungen mit der DB AG werden am 20. August fortgesetzt. Ein
Verhandlungstermin mit den anderen Bahnunternehmen wird kurzfristig vereinbart
(Pressemeldung Transnet, 30.07.10).

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Museum
vom 30.07.10
Termine
am Wochenende
Termine von Museumsveranstaltungen am Wochenende finden
Sie auf unserer Terminseite (30.07.10).

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beim LOK Report |
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Ivo
Köhler,
Stefan Reimann
Rekotriebwagen:
»Neue« Straßen-
bahnen für
die Hauptstadt
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Seiten, Format 21 x 24 cm, gebunden
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Stefan
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Außerfernbahn
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Sichtungen
vom 30.07.10
Koblenz
 
155 087-0 und 140 837-6 fahren auf der linken Rheinseite nach Norden (Joachim
Kratz, 30.07.10).
Polna
 
Ab 12. Juli ist die Eisenbahnstrecke (ex KBS 242, urex KBS 24b) Dobronin
- Polna ab km 3,250 Richtung Polna bis auf weiteres aus technischen Gründen
(Oberbaumängel) unbefahrbar (Martin
Kubik, 30.07.10).
Rottenbach
 
Entlang der KBS 561 Arnstadt-Saalfeld finden noch bis zum 3. August Bauarbeiten
(Schienenerneuerung) statt. Bereits am 28.07.2010 war die MTEG 293 023-8
mit einem Schotterzug unweit von Rottenbach im Einsatz (K.
Fuchs, 30.07.10).
Stavoren
Ein Schienenpflegezug von Speno hat am Sonntagabend in Stavoren mit
voller Geschwindigkeit einen Prellblock überfahren, bevor er
in einem Wassersportladen zum Stillstand kam. Daneben hatte er noch einen
Tanklastzug erwischt.
Der Schleifzug wurde von einer Lokomotive nach Zwolle gebracht, und ist
dann ohne Lotsen weitergefahren. Der Zug war fuer das Bauunternehmen BAM
unterwegs. Die niederländische Sicherheits-behörde hat die Sicherheitserlaubnis
der BAM Rail bereits gekündigt (W Huisinga, 30.07.10).
Zwettl
 
Noch kann man die Reihe 2143 im Plandienst beobachten, hier die 2143 050-9
beim Verschub in Zwettl am 28.7.2010. In Dürnstein hält der Triebwagen
5047 046-7 am 28.7.2010 während seiner Fahrt durch die Wachau (Alfred
Schmid, 30.07.10).

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Europa
vom 30.07.10
Österreich:
Katharina Günther wird neue Leiterin der Rechtsabteilung der ÖBB-Holding
Ab 1. August wird Dr. Katharina Günther (31) die Abteilung Recht
der ÖBB-Holding AG übernehmen. Zuvor leitete Günther die Abteilung Recht
und Immobilien der ÖBB-Postbus GmbH.
Bereits jetzt sind fünf Frauen in Toppositionen im ÖBB Konzern Sabine
Greiner, Geschäftsführerin ÖBB-Shared Service Center GmbH, Kristin Hanusch
Linser, Leiterin Konzerkommunikation und -marketing, Gabriele Lutter,
Vorstandsdirektorin der ÖBB-Personenverkehr AG und Birgit Wagner, Geschäftsführerin
der ÖBB-Immobilien GmbH.
Damit wird eine weitere wichtige weibliche Führungskraft das Team von
Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, verstärken
(Pressemeldung ÖBB, 30.07.10).
Österreich:
Steiermärkischen Landesbahnen betreiben den Terminal Graz Süd
 
Die Steiermärkischen Landesbahnen (STLB) haben mit 01.Juli.2010
die Containerumschlag- und Eisen-bahninfrastrukturanlagen des Güterterminals
Graz Süd übernommen. Dieses Güterverkehrszentrum wird
weiterhin als öffentliche Infrastruktureinrichtung geführt.
Die Eisenbahnanlagen liegen auf einer Fläche von rund 500.000 m²,
verkehrsgünstig südlich der steirischen Landeshauptstadt Graz,
zwischen der Südbahn Graz – Spielfeld/Straß und der
Autobahn A9.
Der
bisherige Betreiber, die Cargo Center Graz BetriebsgmbH (CCG) wird sich
in Hinkunft auf die Halleninfrastruktur und die Weiterentwicklung des
Güterverkehrszentrums konzentrieren. Die STLB ihrerseits wollen
den Güterterminal als Zentrum der Logistik und des Eisenbahnbetriebes
ausbauen. Erklärtes Ziel ist die Schaffung zusätzlicher Verbindungen
von Container-Ganzzügen zu den Seehäfen und anderen Güterterminals.
Damit sollen neben den kommerziellen Zielen auch dem politischen Willen
zur Verlagerung von Transporten auf die Schiene und der Stärkung
der Schienentransportleistungen Rechnung getragen werden. Die Betriebsleistungen
der STLB umfassen Container-Umschlag und –Lagerung sowie Container-Reparatur
und –Wartung. Für alle interessierten Eisenbahnverkehrsunternehmen
werden Verschubleistungen für die Zugbildung und Zugauflösung
angeboten. Auf dem Gelände befindet sich auch eine STLB-Werkstätte,
die Instandhaltungsleistungen für Schienenfahrzeuge (primär
Güterwagen) anbietet. Eine Dieseltankstelle für Eisenbahnfahrzeuge
rundet das Servicespektrum ab.
Die
Eisenbahninfrastruktur umfasst eine Gesamtgleislänge von 17,3 km
Länge und 53 Weichen. Die Abstellfläche für Container
umfasst ungefähr 25.000 m². Die beiden Portalkräne bestreichen
vier Gleise zu je 700 m Länge. Daneben stehen noch zwei Freiladegleise
mit 750 m Länge sowie ein Stammgleis mit rund 800 m Länge
zur Verfügung. Für die Abfertigung der“ Rollenden Landstraße“
steht außerdem ein eigenes Gleis mit über 600 m Länge
zur Verfügung (Pressemeldung
Steiermärkische Landesbahnen, 30.07.10).
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