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Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

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LOK Report – Freitag, 21.04.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Gründung der
Alliance of Rail New Entrants

Absatzlinie
Verträge für die Schienennetze
4 und 9a unterzeichnet

Absatzlinie
Modernstes Lokprüfzentrum
in Dessau eingeweiht

Absatzlinie
Verwaltungsgericht setzt
Trambau in Dresden aus

Absatzlinie
Signatur der drei Staatsverträge
mit der SNCF
Absatzlinie
Neue Ausschreibungen
und Interessenkonflikte bei HS2

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Kai Michael Neuhold

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Industrie

RechteckALLRAIL: Gründung der Alliance of Rail New Entrants
Die neue europäische Eisenbahn - Alliance for Rail New Entrants (ALLRAIL) von Nicht-Staatsbahnen des Fracht- und Passagierbereichs wurde in Brüssel gegründet. ALLRAIL wurde von der ERFA, der Vereinigung der Nicht-Staatsbahnen im Schienengütertransport, zusammen mit den wichtigsten Newcomern im europäischen Eisenbahnmarkt – LEO Express, MTR Nordic, NTV, Regiojet, Trainline und WESTbahn – gegründet.
ALLRAIL ist eine starke Allianz derjenigen Güter- und Personenverkehrsunternehmen, die sich klar für fairen Wettbewerb und offene Märkt aussprechen, da nur durch ein attraktives und erweitertes Angebot Fracht und Passagiere von der Straße zur Schiene gebracht und in der Folge weitere Kunden gewonnen werden können. Mehr Wettbewerb wird dazu beitragen, dass Fracht preiswerter transportiert wird, Kunden günstiger reisen und die Besteller des öffentlichen Verkehrs Kosten sparen können.
Die Mitglieder von ALLRAIL streben danach, in das System Schiene zu investieren und neue Strecken sowie neue Angebote in ganz Europa anzubieten, um die Eisenbahn als noch attraktiveres und wettbewerbsorientiertes Verkehrsmittel zu positionieren. Die Absicht von ALLRAIL ist es, den europäischen Eisenbahnsektor noch wettbewerbsfähiger zu machen, indem die ererbte Marktdominanz der Staatsbahnen herausgefordert wird. Der Eisenbahnsektor muss die Markteintrittsbarrieren für alle Arten von Infrastruktur (Trassen, Infrastrukturentgelt sowie zur Schiene gehörige Anlagen und Serviceeinrichtungen) beseitigen und regulatorische Rahmenbedingungen gewährleisten, die diskriminierungsfrei und kostensparend wirken. ALLRAIL fördert echte Veränderung.
Erich Forster, CEO der WESTbahn, wurde zum Präsident von ALLRAIL gewählt und Tony Berkeley, Direktor der ERFA, als Vizepräsident bestellt. Peter Koehler, CEO von LEO Express, Nick Brooks, Head of European Affairs bei Trainline und François Coart, ERFA Board Director, wurden ebenfalls in den Vorstand von ALLRAIL entsandt.
Zu den Schlüsselthemen, auf die sich die neue Allianz fokussieren wird, gehören die Forderungen nach gänzlich geöffneten Eisenbahnmärkten in allen Mitgliedsstaaten der EU, nach diskriminierungsfreiem Zugang zu Rollmaterial sowie dessen Finanzierung, nach wettbewerbsfähigen Schienennutzungsgebühren sowie nach einem umfassenden open data Zugang zum System Schiene, darunter auch zum Ticketing.
ALLRAIL wird in den nächsten Monaten seine Mitgliederzahl von Newcomern vergrößern, um gemeinsam Änderungen zu erwirken, die die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn voranbringen und den Anteil der Schiene am gesamten Transportmarkt kontinuierlich steigern werden.
ALLRAIL freut sich darauf, mit den Institutionen der EU und der European Union Rail Agency eng zusammenzuarbeiten, um die Errichtung einer vollständigen und wettbewerbsfähigen Single European Railway Area gemeinsam weiter voran zu bringen (Pressemeldung Alliance of Rail New Entrants, 21.04.17).

RechteckStrabag: Modernisierung der polnischen Bahn
Der Baukonzern STRABAG wird als Konsortialführer die 20 km lange Bahnstrecke zwischen Krakau und Rudzice modernisieren und die Vororte-Schnellbahn in Krakau ausbauen. Die mit einem Volumen von PLN 958 Mio. größte Bahnbaumaßnahme in Polen soll im April 2021 fertiggestellt sein. Das Vorhaben wird im Konsortium mit Krakowskie Zakłady Automatyki S.A. ausgeführt, der Anteil von STRABAG liegt bei 80 % bzw. rund EUR 180 Mio. netto.
"Dieses Infrastrukturprojekt werden wir nicht nur bauen, sondern auch planen. Dadurch können wir unsere Expertise umfassend in dieses vom EU-Programm ,Connecting Europe Facility' geförderte Vorhaben einbringen. Wir sind hervorragend darauf vorbereitet - immerhin realisieren wir in Polen seit 30 Jahren wichtige Infrastrukturprojekte. Allein in diesem Jahr ist dies bereits die fünfte Maßnahme, die wir im Zuge der Bahnmodernisierung unterzeichnet haben", so Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.
Neue Gleise und Brücken über die Weichsel Im Rahmen des Vertrags entsteht zum einen eine neue Schnellbahn für die Vororte Krakaus: Es werden zusätzliche Gleise gebaut und Haltestellen errichtet bzw. umgebaut. Unter den 55 dabei zu realisierenden Brücken finden sich zwei Bahnbrücken über die Weichsel mit Längen von 234 m und 227 m.
Zum anderen gehört die Erneuerung der insgesamt 20 km langen Bahnlinien 133 und 91 zwischen dem Krakauer Hauptgüterbahnhof Kraków Glówny Towarowy und Rudzice zum Auftrag: So werden etwa die Oberleitung, die Weichen und Bahnsteuerungsanlagen ausgetauscht. Durch diese Maßnahme wird sich die Reisezeit verkürzen und der Reisekomfort entsprechend erhöhen (Pressemeldung Strabag, 21.04.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Verträge für die Schienennetze 4 und 9a unterzeichnet
"Schnellere Verbindungen, mehr Komfort und freies WLAN. Das erwartet die Kundinnen und Kunden zukünftig auf der Schiene im Rheintal und im Breisgau. Damit wird die Zugfahrt entspannter und Pendler können sie bereits für private Angelegenheiten oder die Arbeit nutzen", so Verkehrsminister Winfried Hermann am 19. April in Freiburg. Gemeinsam mit David Weltzien, Vorsitzender der DB Regio Baden-Württemberg, unterzeichnete er im Freiburger Solartower die Verkehrsverträge im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für die Netze Rheintalbahn (Netz 4) und Breisgau-S-Bahn Ost-West (Netz 9a). 
David Weltzien: "Wir freuen uns sehr über diese Vertragsunterzeichnung und werden alles für eine erfolgreiche Inbetriebnahme der beiden Netze in den kommenden Jahren tun. Für den Standort Freiburg konnten wir mit dem Gewinn der beiden Verträge deutlich über 400 Arbeitsplätze langfristig sichern. Wir werden für die über 60 Fahrzeuge unsere Werkstatt modernisieren. Die genannten schnelleren Verbindungen und der Einsatz der klimatisierten Fahrzeuge mit mehr Sitzplätzen und mehr Platz für Fahrräder als bisher werden unsere Fahrgäste überzeugen. WLAN gehört natürlich ebenfalls zum Service. Wir bedanken uns noch einmal herzlich beim Land für das uns entgegengebrachte Vertrauen."
Das Netz Rheintalbahn wird im Juni 2020 in Betrieb genommen. Es wurde in zwei Losen ausgeschrieben: Los 1 enthält die stündlichen RE-Leistungen Karlsruhe – Offenburg – Basel mit zunächst ca. 2,1 Millionen Zugkilometern pro Jahr. Los 2 enthält die RB-Leistungen Offenburg –Freiburg –Basel/Neuenburg mit zunächst ca. 1,9 Millionen Zugkilometern im Jahr. Im Netz Breisgau-S-Bahn Ost-West fährt ab Dezember 2019 ebenso die DB Regio für 12,5 Jahre und für rund 2,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr.
Dem neuen Fahrplankonzept auf der Rheintalbahn (Netz 4) war ein intensives Beteiligungsverfahren vorausgegangen, das vom Land mit den betroffenen Kommunen an der Strecke durchgeführt wurde. Künftig werden im SPNV schnelle und langsame Züge klar getrennt. Der Regional-Express wird Offenburg und Basel jede zweite Stunde in 85 Minuten verbinden. Er wird somit 30 Minuten schneller sein als heute. Auf Wunsch der Region wird der RE in der anderen Stunde öfters halten, dann aber für die Strecke Offenburg – Basel 98 Minuten benötigen. Die Regionalbahn im Los 2 hält stündlich an allen Stationen und wird zur Hauptverkehrszeit (HVZ) abschnittsweise verdichtet. Insgesamt wird das Angebot in der ersten Betriebsstufe ab Juni 2020 gegenüber heute um 40 Prozent ausgeweitet. Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn wurde ein um 30 Prozent günstigerer Preis pro Zugkilometer erreicht. Weitere Informationen zum Netz 4 finden Sie im Steckbrief und in der Grafik zum Netz 4.
Das Vergabenetz 9a "Breisgau-Ost-West" kennzeichnet eine anspruchsvolle eingleisige Strecke mit Steigungen. Neben dem durchgehenden Halbstundentakt zwischen Breisach, Endingen und Neustadt profitieren die Fahrgäste von zahlreichen weiteren Verbesserungen: mehr Sitzplätze, größere Mehrzweckbereiche beispielsweise für Fahrräder und Skiausrüstungen, Klimaanlagen oder WLAN in den Fahrzeugen. Diese Züge fahren zukünftig im einheitlichen Landesdesign. Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn wurde ein um etwa 30 Prozent günstigerer Preis pro Zugkilometer erreicht. Weitere Informationen zum Netz 9a finden Sie im Steckbrief und in der Grafik zum Netz 9a.
Die erfolgreiche Betriebsaufnahme des Netz Breisgau-S-Bahn Ost-West im Dezember 2019 hängt auch von einer rechtzeitigen Fertigstellung der Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Projektes Breisgau S-Bahn 2020 in der 1. Stufe 2018 ab. Hierzu zählt insbesondere die Elektrifizierung der Strecken Breisach – Freiburg, Endingen – Gottenheim und Neustadt – Donaueschingen. Der Zeitplan für die einzelnen Projekte sieht eine Fertigstellung bis spätestens Juni 2019 vor. Die wesentlichen Baumaßnahmen sind in den Jahren 2017 und 2018 vorgesehen. Die Infrastrukturbetreiber DB Netz AG, DB Station und Service AG und die SWEG arbeiten zielstrebig auf eine rechtzeitige Fertigstellung hin (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 21.04.17).

RechteckBrandenburg: Deutsch-poln. Wirtschaftsgespräch "Hafen, Schifffahrt und Logistik"
"Für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft ist eine gut ausgebaute Infrastruktur unerlässlich  - und dazu zählen auch Wasserstraßen und Häfen. Wir brauchen die Wasserwege für den Güterverkehr. Zudem sind zahlreiche der Brandenburger Wasserstraßen auch wichtig für den Tourismus, der mittlerweile ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserem Land ist." Das erklärte Wirtschaftsminister Albrecht Gerber heute beim Deutsch-polnischen Wirtschaftsgespräch. Zu der Veranstaltung mit dem Titel "Hafen, Schifffahrt und Logistik – effiziente und umweltfreundliche Gütertransporte auf den Binnenwasserstraßen" sind heute rund 80 Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Eisenhüttenstadt zusammengekommen. Organisiert wurde der Austausch von der  Stadt Eisenhüttenstadt zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg und dem RegionalCenter der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB). Mit dabei war auch Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse.
"Unser gemeinsames Ziel ist, die Verkehrsverbindungen im deutsch-polnischen Verflechtungsraum zu verbessern. Dafür haben wir Handlungsempfehlungen im  Gemeinsamen Zukunftskonzept formuliert, dass der der Bund, die polnische Regierung,  die Bundesländer und die Wojewodschaften entlang der Grenze kürzlich vorgestellt haben. Durch unsere Region führen drei Transeuropäische Verkehrskorridoren, die wir mit unseren polnischen Nachbarn und den  europäischen Partnern weiter entwickeln wollen. Das gilt insbesondere für den Güterverkehr. Wir wollen erreichen, dass mehr Transporte auf der Schiene und über die Wasserwege durchgeführt werden", sagte Staatssekretärin Jesse. 
Minister Gerber ergänzte: "Die Hauptstadtregion ist ein starker Mobilitätsstandort. Die Logistikbranche erwirtschaftet in Brandenburg und Berlin mit ihren 180.000 Beschäftigten jährlich mehr als zehn Milliarden Euro. Und die weiteren Aussichten sind günstig.
Zudem seien produzierende Branchen wie die Luftfahrtindustrie, die Schienenverkehrs-technik und die Automobilwirtschaft stark in der Region vertreten. Um all diese Branchen noch effizienter unterstützen zu können, habe man vor sieben Jahren gemeinsam mit Berlin das Cluster Verkehr, Mobilität, Logistik gestartet. Das Branchennetzwerk habe wesentlich dazu beigetragen, die Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Forschungseinrichtungen zu verbessern, sagte Gerber.
Auch die Vernetzung mit internationalen Partnern und insbesondere mit Polen spiele für das Cluster eine zunehmend bedeutende Rolle. "Polen ist für Brandenburg der wichtigste Wirtschaftspartner innerhalb der Europäischen Union. Vom starken Wachstum der polnischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren hat Brandenburg enorm profitiert", so Gerber weiter. Mehr als 350 Brandenburger Unternehmen haben Geschäftsbeziehungen zu Polen. Weitere 300 planen, Beziehungen aufzubauen. "Das zeigt, wie groß das Interesse ist. Auch auf polnischer Seite gibt es immer mehr Firmen, die Geschäfte mit Brandenburg tätigen oder die hier investieren", sagte der Minister (Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, 21.04.17).

RechteckSachsen: Planfeststellungsbeschluss zu Straßenbahntrasse ausgesetzt
Der 4. Senat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts hat in einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes die aufschiebende Wirkung einer Klage von Anwohnern gegen den Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen zur Verlegung einer Straßenbahntrasse in Dresden angeordnet.
Mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 12. September 2016 wurde auf Antrag der Dresdner Verkehrsbetriebe AG die rechtliche Grundlage für die Verlegung eines Teilstücks der Dresdner Straßenbahntrasse von der Franz-Liszt-Straße - Wasastraße in die Tiergartenstraße - Oskarstraße geschaffen. Anwohner der Oskarstraße haben Klage gegen dieses Vorhaben erhoben. Diese Klage hindert nicht den Vollzug der Planfeststellung, sodass bereits die Bauarbeiten im entsprechenden Bereich begonnen haben.
Auf gesonderten Antrag der Anwohner hat das Sächsische Oberverwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung ihrer Klage angeordnet. Nach Auffassung des Senats hat der Antrag nach derzeitiger Sach- und Rechtslage Aussicht auf Erfolg, da bei der im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens durchgeführten Umweltverträglichkeitsprüfung schwerwiegende Verfahrensfehler unterlaufen seien. Der Beschluss des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar (Pressemeldung SächsOVG, Beschluss vom 12. April 2017 - 4 B 277/16, 21.04.17).

RechteckSachsen: Stellungnahme zum Bericht in der DNN
In dem Artikel der DNN vom 19. 4. 2017 wird u. a. ausgeführt: "Die Regelung ist offenbar Ergebnis eiliger Vermittlungsgespräche zwischen OVG und LDS, denn noch am frühen Nachmittag hieß es, dass der unanfechtbare Beschluss des Gerichts den Baustopp bis zur Eröffnung des Hauptsacheverfahrens bedeute, wie OVG-Sprecherin Norma Schmidt-Rottmann sagte".
Diese Aussage ist falsch. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat weder Vermittlungsgespräche mit den Beteiligten geführt, noch solche veranlasst und auch nicht auf sie hingewiesen.
In dem Artikel wird weiter von einem "schwammigen" Baustopp gesprochen. Auch dies ist unrichtig. Der ausgesprochene Baustopp entspricht den ausdrücklichen gesetzlichen Vorgaben für Entscheidungen (Pressemeldung SächsOVG, 21.04.17).

RechteckSachsen: Landesdirektion Sachsen ergänzt Planfeststellungsverfahren
Die Landesdirektion Sachsen behebt die vom Sächsischen Oberverwaltungsgericht im Planfeststellungsverfahren für den Neubauabschnitt der Stadtbahntrasse im Dresdner Stadtteil Strehlen festgestellten formalen Mängel so schnell wie möglich.
Das Gericht kritisiert im Ergebnis eines Verfahrens zum einstweiligen Rechtsschutz, dass in der Bekanntmachung zur öffentlichen Auslegung der Planunterlagen nicht auf sämtliche zur Auslegung kommenden Unterlagen hingewiesen wurde. Weiter seien die zur Auslegung gekommenen Unterlagen nicht vollständig gewesen und nach einer Überarbeitung und Auslegung der Planunterlagen sei kein erneuter Erörterungstermin mit den Einwendern durchgeführt worden.
Die Landesdirektion Sachsen wird die Planunterlagen nun voraussichtlich ab Mitte Mai erneut öffentlich auslegen. Zuvor müssen die Unterlagen komplettiert und die Auslegung öffentlich bekanntgemacht werden. Alle Betroffenen haben dann einen Monat Zeit, Einblick in die Planungen zu nehmen. Bis zwei Wochen nach dem Ende der Auslegung können schriftlich Einwendungen erhoben werden. Anschließend wird ein Erörterungstermin mit den Verfahrensbeteiligten durchgeführt.
Nach Abschluss des Erörterungstermins wird die Landesdirektion Sachsen einen Planergänzungsbeschluss fertigen. Auch dieser wird dann – allerdings nur für den Zeitraum von zwei Wochen - öffentlich ausgelegt. Auch gegen den Planergänzungsbeschluss kann Klage erhoben werden.
Für das gesamte Verfahren bis zur Vorlage des Planergänzungsbeschlusses veranschlagt die Landesdirektion Sachsen einen Zeitraum von etwa vier Monaten (Pressemeldung Landesdirektion Sachsen, 21.04.17).

RechteckSachsen-Anhalt: Europas modernstes Lokprüfzentrum in Dessau eingeweiht


Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de.
Am Donnerstag haben Michael Otto, Leiter des DB Fahrzeuginstandhaltungswerkes Dessau, und Uwe Fresenborg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Fahrzeuginstandhaltung, gemeinsam mit Peter Kuras, Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau das neu errichtete Lokprüfzentrum eingeweiht.
"Mehr Qualität, mehr Kunden, mehr Erfolg - das ist und bleibt unsere Formel, nicht nur im Programm "Zukunft Bahn", sondern für unsere gesamten unternehmerischen Aktivitäten. Wir sind überzeugt, dass wir dann besonders erfolgreich sind, wenn Produktqualität und Kundenzufriedenheit unser Denken und Handeln bestimmen. In unserem Werk Dessau haben wir mit Europas modernstem Lokprüfzentrum dafür einen wichtigen Schritt getan – auch in Richtung Internationalisierung", betont Uwe Fresenborg, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Fahrzeuginstandhaltung.
"Mit dem DB Fahrzeuginstandhaltungswerk verfügen wir über einen der größten und auch am modernsten ausgestatteten Arbeitgeber in unserer Stadt", weist OB Peter Kuras auf die große Bedeutung des Standortes hin. Auch in punkto Ausbildung und sozialem Engagement handele es sich um ein Vorzeigeunternehmen. "Umso erfreulicher ist es, dass das Oberzentrum Dessau-Roßlau mit dem modernsten Lokprüfzentrum Europas zusätzlich  gestärkt wird", verleiht das Stadtoberhaupt seiner Freude Ausdruck.
"Unser neues Lokprüfzentrum bietet beste Voraussetzungen für qualitativ hochwertige Werkstattleistungen, vor allem für die Prüfung von Mehrsystemlokomotiven. Das kommt den Eisenbahn-Verkehrsunternehmen als Kunden unseres Werkes zugute und stärkt damit auch den Wirtschaftsstandort Dessau", freut sich Michael Otto anlässlich der Einweihung.
In rund 30 Monaten Bauzeit ist mit 1.500 Quadratmeter Fläche, vier Gleisen, acht Arbeitsständen für alle vier europäischen Stromsysteme das modernste Lokprüfzentrum Europas im DB Fahrzeuginstandhaltungswerk Dessau entstanden. Die eingespielten Werkstatt-Teams finden hier ab Mitte des Jahres Arbeitsbedingungen vor, die eine optimale Abstimmung der Arbeitsläufe zulassen. So können Kollegen künftig zeitgleich an verschiedenen Lokomotiven mit unterschiedlichen Antrieb- und Energiearten arbeiten.
Das DB Fahrzeuginstandhaltungswerk Dessau, beschäftigt rund 1200 Mitarbeiter und verfügt über ein Ausbildungszentrum für den gewerblich-technischen Bereich. Im Werk Dessau werden elektrische Lokomotiven aller Baureihen, sowie deren Komponenten technisch gewartet und instand gehalten. Vom Stromabnehmer bis zum Radsatz - in Dessau erhalten Kunden maßgeschneiderte Angebote und ein Full-Service Programm zur optimalen Verfügbarkeitssicherung der Fahrzeugflotten. Unterstützend werden Lösungen zur Erhöhung der Lebensdauer erarbeitet und Komplettlösungen zum Flottenmanagement angeboten. So kann die Verfügbarkeit der Fahrzeuge stetig  in gemeinsamen Kundenprojekten gesteigert werden. Der Aufbau eines leistungsstarken Produktmanagements mit einer einzigartigen Kundenorientierung, sichert den weiteren Ausbau maßgenauer Kundenangebote entlang der gesamten Transportkette und Transportroute in ganz Europa. Ergänzend werden allen Kunden Schulungen des Lokführerpersonals angeboten und die Besonderheiten der jeweiligen Baureihen praxisnah zu vermittelt. Eigene Schulungskonzepte orientieren sich hier an den Erkenntnissen der Verschleißanalysen der Instandhaltungsexperten. Auch Komponenten der Light Rail Verkehre, wie z.B. Stromrichter und Stromabnehmer, werden im Werk Dessau nach modernsten Verfahren instandgehalten. Mit der Errichtung eines modernen Lokprüfzentrums wurde die strategische Ausrichtung zur Sicherung der Verfügbarkeiten im europäischen Großraum sichergestellt. Mit diesem Zukunftsprojekt ist die modernste Prüftechnologie in Europa etabliert.
Bevor das Lokprüfzentrum seinen Betrieb aufnehmen kann, sind bis Mitte des Jahres noch kleinere Restarbeiten und die technischen Abnahmen zu erledigen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.04.17).

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Farrail Tours

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 21.04.17).

RechteckDie Welshpool & Llanfair Light Railway in Wales



Anlässlich einer Geburtstagfeier war am 5. April die Lok 822 mit einem Güterzug auf der äußerst reizvolle Welshpool and Llanfair Light Railway unterwegs. Es war ein sonniger Tag, obwohl schlechtes Wetter vorausgesagt war.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der größte Teil des Transportsystems rundum Welshpool mit Pferden abgewickelt. In 1901 startete dann der Bau einer 762 mm. (2 feet, 6 inches) Schmalspureisenbahn von Welshpool nach Llanfair Caereinion und am 4. April 1903 fuhr dort der erste Zug. In Welshpool verlief die Strecke quer durch die Stadt; was ein spektakulärer Anblick gewesen sein musste.
In 1931, nachdem die Welshpool and Llanfair Light Railway Company von der Great Western Railway übernommen worden war, wurde der Personenverkehr eingestellt. Obwohl der Güterverkehr im Krieg aufblühte, musste alle Fracht in Welshpool umgeladen werden; ein zeitraubendes und unwirtschaftliches Verfahren. Der letzte Zug, unter die Fahne der British Railways, fuhr am 3. November 1956, aber schon dann wurden Vorbereitungen getroffen diese schöne Bahn zu erhalten.
Mit beschränkten finanziellen Mitteln konnte von Freiwilligen eine Art von Fahrplan aufgestellt werden. Als dann der Abschnitt durch Welshpool eingestellt werden musste, wurde der Ausgangsbahnhof an die Stadtgrenze verlegt. Zum Glück war die gesamte Infrastruktur noch weitgehend brauchbar.
In 1960 wurde der Welshpool and Llanfair Light Railway Preservation Company Limited gegründet, der Ende 1962 mit den British Railways einen Leasing-Vertrag für die Bahn unterschrieb. Es kann ein Wunder genannt werden, dass zwei der ursprünglichen Lokomotiven erhalten geblieben sind. Sowohl die Nr. 1 "The Earl" als die Nr. 2 "Countess" kamen zurück nach einer Generalüberholung in Oswestry. Beide Maschinen sind in 1902 von Beyer Peacock & Co. Ltd. In Manchester hergestellt worden mit den Fabriknummern 3496 und 3497. Bei der Great Western Railway und auch später bei den British Railways fuhren die beiden Loks als 822 und 823. Die 822 wurde in August 1961 ausgemustert und die 823 in Juli 1962. Die 823 fährt jetzt in GWR-Grün während die 822 sich noch immer in BR-Schwarz befindet.
Schade war jedoch, dass von den Wagen nichts mehr übrig war. Die Bahn brauchte Wagen und bekam sie in 1968 von der österreichischen Zillertalbahn, aus Ungarn und aus Sierra Leone. Auch konnten einige früheren Personen- und Güterwagen nachgebaut werden. Zusätzliche Dampflokomotiven kamen aus Österreich, Rumänien, Antigua und Sierra Leone und eine Diesellok aus Taiwan (Ad van Sten, 21.04.17).

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LOK Report

Mit der Kamera notiert

RechteckFrühlingstraum im Allgäu


Auch wenn "Conny" 218 460 nicht im Allgäu im Einsatz ist, bieten sich in diesem Frühjahr, in dem die Natur geradezu farblich explodiert, gerade an der KBS 971, die kurz vor dem Ausbau zur elektrifizierten ICE-Trasse steht, herrliche Motive. Wahrscheinlich letztmalig, vor dem Beginn der Baumaßnahmen kann man die mit zwei Mühldorfer 218 bespannten EC-Züge von München in die Schweiz auf nebenbahnähnlicher Infrastruktur mit den Attributen der "guten alten Eisenbahn" wie Telegrafenleitungen und Formsignalen ablichten.
Insbesondere im Abschnitt vor Hergatz , wo die eingleisige KBS 971 wieder auf die Allgäubahn trifft, war die Natur heuer Mitte April schon sehr bunt. Am "Siebensee" zwischen Wangen und Hergatz, im Grenzgebiet zwischen Bayern und Würtenberg gelegen, passiert die Strecke ein altes Gehöft mit vielen blühenden Apfel-, Kirsch- und Birnbäumen, die mit den ebenfalls zeitgleich blühenden Löwenzahnwiesen ein beeindruckendes Bild abgaben.
Der Nahverkehr wird in diesem Abschnitt mittlerweile von den lediglich zweistündlich verkehrenden 642 des Bh Ulm abgewickelt, die als RB zwischen Aulendorf/Sigmaringen und Lindau verkehren und seit Planwechsel die vorher dort eingesetzten Ulmer 628 weitestgehend abgelöst haben (Alexander Bauer, 21.04.17).

RechteckDüsseldorf Rath


Nach wie vor ist Düsseldorf Rath neben Derendorf mit Formsignalen gesichert, die natürlich sehr fotogen wirken. Leider wurde im Januar das Stellwerk nachts mit Graffiti bemalt. An diesem sonnigen Donnerstag waren unterwegs 253 014 der Press, ES64 F4 803 in Diensten der NIAG, 482 022 der SBB und 185 207 (Martin Wehmeyer, 21.04.17).

RechteckHamburg

Am 19.04.2017 hatte die "Luther-Lok" 101 119 die Aufgabe, den IC 2071 von Hamburg-Altona nach Berlin-Südkreuz zu befördern, dabei entstanden diese zwei Fotos im Hamburger Hauptbahnhof (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 21.04.17).

RechteckPraha-Braník


Am 20. April ging ich nach Praha-Braník (KBS 210). Seit ca 9/2016 gibt es dort keinen Fahrdienstleiter mehr, das ESTW ist in Vrané nad Vltavou. Am Bahnhof war eine große Brauerei, sie wurde im Jahre 2007 geschlossen. Seit Oktober 2016 ist im Bräuhaus eine Kleinbrauerei "Moucha."
Die Anschlußbahn zur Brauerei wurde im Jahre 2016 abgebaut. Am Bahnhof ist eine Gaststäte mit Bier Braník (Der Name ist "falsch" seit 2007 gibt es dort Staropramen Smíchov), geöffnet 7-20 Uhr.
Die Fotos zeigen Reste der Gleise der ehemaligen Anschlußbahn zur Brauerei Braník, die Brauerei Braník mit Kleinbrauerei-Werbung und Bierverkauf ab 11 Uhr, die ehemalige Fahrdienstleitung und die Schleife Braník-nádraží (Bhf Braník) mit Straßenbahnen 15T 9268,T3 R.PV. 8420,8345 (Martin Kubík, 21.04.17).

RechteckÜberführung

Bereits am 19.04.17 fuhr NeSA 218 105-5 mit SVT 137 234 von Friedrichshafen nach Ansbach. Am 20.04.17 ging es dann von Ansbach zurück nach Delitzsch. Die Fotos entstanden in Lauenstein und Markranstädt (Alexander Hertel, Torsten Liermann, 21.04.17).

RechteckWürzburg


Nach dem er mehrere Tage für Schulungszwecke in Würzburg stand, war der TWINDEXX Triebkopf 445 047-7 wieder reisefertig zwischen der Cottbuser 112 111-0 und einem Schutzwagen eingestellt.
Einige TWINDEXX-Mittelwagen fahren bereits seit letztem Jahr in lokbespannten Garnituren des Main-Spessart-Express. Wenn alles planmäßig läuft, sollen die zwölf vierteiligen Doppelstock-Triebzüge in der zweiten Jahreshälfte 2017 ihren Betrieb aufnehmen (GWS, 21.04.17).

RechteckBahntour Erzgebirge




Am 18.04.2017 ergab sich eine Tour in das Erzgebirge. Zuerst ging es per MRB (RE6 / 81284) von Leipzig Hbf nach Chemnitz Hbf. Von Chemnitz Hbf ging es mit der CityBahn Chemnitz (80080) nach Hainichen. Ab Hainichen fuhr ich mit der CityBahn Chemnitz (80083) und der Erzgebirgsbahn (RB 23763) über den Bahnhof Niederwiesa, für Fahrgäste ist der Bahnhof Wiesenau eine Zumutung, nach Olbernhau-Grünthal.
Nach einem längeren Aufenhalt in Olbernhau-Grünthal ging es per Erzgebirgsbahn (RB 23766) über Flöha, mit der MRB (RE 26979), nach Freiberg (Sachsen) und von dort mit der Freiberger Eisenbahn (FEG 81230) nach Holzau. Von Holzau ging es zurück mit der Freiberger Eisenbahn (FEG 81231) nach Freiberg (Sachsen) und weiter mit der MRB (RE 26984) nach Chemnitz Hbf. Mit der Erzgebirgsbahn (RB 23823) ging es von Chemnitz Hbf nach Aue (Sachsen). In Aue (Sachsen), der Bahnhof ist eine Zumutung für Fahrgäste, ergab sich ein Aufenhalt (40 Minuten) und dann fuhr ich weiter mit der Erzgebirgsbahn (RB 23878) nach Zwickau. Auf Grund eines Unfalls an einem Bahnübergang, zwischen Gera und Schmölln, disponierte ich die Rückfahrt um und fuhr, per Mitteldeutscher S-Bahn und Abellio, über Leipzig nach Erfurt.
In den Zügen zwischen Freiberg und Holzhau, von Chemnitz nach Aue und von Aue nach Zwickau vermisste ich Kundenbetreuer. Positiv war, obwohl der VMS als Aufgabenträger die Züge reduzieren will, das alle von mir genutzten Züge voll waren. Allerdings fielen mir auch zwei verrauchte Triebwagen der Erzgebirgsbahn, die ja sonst einen guten Ruf hat, zwischen Chemnitz und Aue sowie Aue und Zwickau, auf. Anfangs dachte ich, dass es ein Einzelfall ist, wenn der Lokführer während der Fahrt im Zug raucht. Doch dann bekam ich mit, dass dies scheinbar ein großes Problem der Erzgebirgsbahn ist, dass Lokführer während der Fahrt gern rauchen. Der Zigarettenrauch verteilte sich im gesamten Triebwagen, was eine Zumutung für Fahrgäste ist, insbesondere, wenn diese Nichtraucher sind.
Wie wäre es, mal eine durchgängige Bahnverbindung von Chemnitz Hbf über Aue (Sachsen) nach Zwickau Hbf anzubieten, statt immer über die Einstellung der Bahnstrecke Chemnitz Hbf - Thalheim - Aue (Sachsen) zu reden? (JKHalle Verkehrsfotografie - Ralf Kuke, 21.04.17).

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Tanago

Europa

RechteckFrankreich: Signatur der drei Staatsverträge mit der SNCF

Fotos Regierung.
Michel Sapin, Minister für Wirtschaft und Finanzen, und Alain Vidalies, Staatssekretär für Verkehr, Meer und Fischerei, haben am 20.04.17 die lang erwarteten drei Staatsverträge der öffentlichen Gruppe SNCF mit Frédéric Saint-Geours, Vorsitzender des Aufsichtsrates der SNCF, Patrick Jeantet, Präsident-Generaldirektor von SNCF Réseau und Florence Parly, Generaldirektorin von SNCF Voyageurs in Vertretung für Guillaume Pepy, Präsident-Generaldirektor von SNCF Mobilité, unterzeichnet. Diese definieren die strategischen Ziele der einzelnen Unternehmen der Gruppe und die entsprechenden finanziellen Rahmen über zehn Jahre. Diese Signatur und markiert den Höhepunkt der Bahnreform nach dem Gesetz vom 4. August 2014.
Zum ersten Mal wird eine strategische Vision des französischen Eisenbahnsystems durch langfristig definierte Verträge der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Um Veränderungen in der Branche anzupassen, enthält jeder Vertrag eine Klausel über alle drei Jahre festgelegte Treffen zum Fortschritt des Vertrages.
Die drei Verträge bestehen aus einem Rahmenvertrag, der die strategische Ausrichtung der Gruppe festlegt und zwei operativen Verträge, die die strategischen Pläne von SNCF Réseau und SNCF Mobilités formalisieren, einschließlich der finanziellen Ausrichtung der Unternehmen.
• Der Rahmenvertrag mit dem EPIC SNCF legt die Hauptrichtungen der öffentlichen Gruppe SNCF fest: Eine nachhaltige und ausgewogene Entwicklung des Eisenbahnbetriebs mit einer multimodalen Perspektive; die Sozialpolitik; die Finanzausrichtung; der Beitrag zur Entwicklung der französischen Industrie; die Förderung der Forschung und Innovation in den Verkehr, Mobilität und Logistik; die Politik der Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren des nationalen Eisenbahnsystems; die soziale Verantwortung und der Beitrag zu den Zielen der öffentlichen Ordnung des Staates; das Management und die Entwicklung von Land und Eigentum der öffentlichen Schienengruppe; die Entwicklung und die internationale Reichweite. Für jede dieser Richtungen zählt der Vertrag Überwachungsindikatoren und Ziele auf.
Der Betriebsvertrag zwischen dem Staat und der SNCF-Mobility setzt sieben strategische Ziele: höchste Priorität für die Sicherheit; Unterstützung einer nachhaltigen Mobilität; Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Attraktivität des Schienenpersonenverkehrs; Modernisierung der Bahnhöfe für eine bessere Qualität mit Entwicklung von intermodalen Verkehren;  Wiederbelebung des französischen Schienengüterverkehrs; Entwicklung des Humankapitals; sinnvolle Finanzplanung. Der Staat legt dabei in einem Kontext des starken Umbruchs in der Branche auf zwei Bereichen besonderen Wert: die Wiederbelebung des Schienengüterverkehrs und die Diversifizierung der Mobilitätsdienste.
Der Betriebsvertrag mit SNCF Réseau legt die folgenden sechs strategischen Ziele fest: eine Wartungspolitik, die in Synergie mit dem Betrieb ein hohes Maß an Sicherheit und Kostenkontrolle gewährt; eine Verwaltung, die nach einzelnen Nutzern ausgerichtet ist; Entwicklung und Verbesserung der kommerziellen Angebote durch einen partnerschaftlichen Ansatz mit den Nutzern des nationalen Schienennetzes; ein innovatives Schienennetz mit neuen Technologien und zur Stärkung des ökologischen Übergangs; Bildung eines effizienten Infrastrukturbetreibers, Exzellenzbildner der französischen Bahnindustrie; nachhaltige finantielle Zielbildung. Bestätigt wird die Priorität der Instandhaltung und Erneuerung des Eisenbahnnetzes mit insgesamt 46 Mrd. Euro der geplanten Investitionen für das bestehende Netz innerhalb der zehn Jahre des Vertrages. Die Erhöhung der Beträge des Staates für Wartung und Erneuerung von 3 Mrd. Euro im Jahr 2007 auf fast 5 Mrd. Euro in diesem Jahr soll weitergeführt und um zusätzliche 100 Mio. Euro pro Jahr bis 2020 aufgestockt werden.
Um die Nachhaltigkeit der Finanzierung von SNCF Réseau und der Sanierung des Eisenbahnsystems als Ganzes zu sichern, sieht der Vertrag eine Erhöhung der Anteile des öffentlichen Wettbewerbs, ehrgeizige Anstrengungen seitens der Produktivität und eine stärkere Beteiligung von Eisenbahnunternehmen zur Verbesserung der Qualität vor, was eine Einsparung von 1,2 Mrd. Euro pro Jahr bis 2026 bringen soll.
Die Veröffentlichung der Verordnung über die "Goldene Regel" (règle d'or) am 30. März 2017 und die Unterzeichnung dieser Verträge vervollständigen die Umsetzung der Bahnreform durch das Gesetz vom 4. August 2014 (WKZ, Quelle Umweltministerium, 21.04.17).

RechteckGroßbritannien: Feuer verursachte Pendler-Chaos in Euston
Nach einem durch einen Brand in der Verkabelung bei South Hampstead verursachten Ausfall der Stromversorgung und Signalisierung musste der Londoner Bahnhof Euston am Nachmittag des 19.04.17 geschlossen werden. Euston ist die fünftverkehrsreichste Station in Großbritannien mit 41,7 Millionen Fahrgästen in der Periode 2015/16.
Das führte zu dramatischen Verspätungen im Londoner Berufsverkehr. Alle Züge in und aus der Station - einschließlich Virgin Trains, London Midland, Southern und London Overground - wurden gestoppt.
Network Rail arbeitete die Nacht daran, 100 Meter an 11.000-Volt-Stromkabeln zu installieren. Am Morgen des 20.04.17 konnte der Bahnbetrieb mit einigen Verspätungen wieder aufgenommen werden (WKZ, Rüdiger Lüders, GK, Quelle BBC, 21.04.17).

RechteckGroßbritannien: Neue Ausschreibungen und Interessenkonflikte bei HS2
Die für den Bau der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke HS2 (Phase 1) verantwortliche HS2 Ltd hat am 07.04.17 die Erstellung der Entwürfe für die Bahnhöfe zwischen London und Birmingham ausgeschrieben. Es geht um die Entwicklung der drei neuen Bahnhöfe Old Oak Common im Westen von London, Birmingham Curzon Street und Birmingham Interchange sowie um die Erweiterung des Bahnhofs London Euston im Wert von insgesamt 220 Mio. GBP (263 Mio. Euro). Etwa die Hälfte des Betrages entfällt auf Euston.
Interessierte Bewerber können für alle vier Bahnhöfe bieten, aber nur zwei Bahnhofspakete gewinnen. Es kann auch nur eines der beiden Londoner Bahnhofspakete gewonnen werden. Die Auswahl der interessierten Bieter wird im Sommer erwartet, um die Verträge Anfang nächsten Jahres vergeben zu können.
Ein ebenfalls gestarteter, separater Wettbewerb wird einen Hauptentwicklungspartner suchen, um die Entwicklungsmöglichkeiten für neue Häuser, Büros und Einzelhandelsflächen in einem 21 Hektar großen Areal rund um den überarbeiteten Bahnhof London Euston zu prüfen und später weiterzuentwickeln.
Weniger Glück hat HS2 Ltd. derzeit mit der 170 Mio. GBP umfassenden Ausschreibung zur Entwicklung der Strecken Crewe - Manchester und West Midlands - Leeds innerhalb der Erweiterung Phase 2b. Der US-amerikanische Gewinner CH2M musste sich nach Einspruch des drittplatzierten Bieters Mace aus Interessenkonfliktgründen zurückziehen, worauf der Auftrag dem Zweitplatzierten Bechtel zugeschrieben wurde. Auch hiergegen läuft noch die Einspruchsfrist. Ebenfalls zurückgezogen musste britischen Medien zufolge eine kleinere Ausschreibung bezüglich Beratertätigkeiten über 9 Mio. GBP.
"Die Probleme mit zwei Verträgen zeigen, dass die HS2-Ausschreibungen so ernsthaft fehlerhaft sind, dass sie nicht mehr glaubwürdig erscheinen", zitiert der Telegraph eine Quelle in der Nähe der britischen Firma Mace (WKZ, Quelle HS2 Ltd, 21.04.17).

RechteckGroßbritannien: Network Rail visualisiert Problembäume



Nachdem in Bayern und der Schweiz Problembären schon für Probleme sorgten, bereitet sich der britische Bahnbetreiber Network Rail auf die Entfernung von Problembäumen vor. Mehr als 10 Millionen Bäume wurden im Rahmen einer Befliegung entlang der Strecken über 20.000 Meilen katalogisiert. Die daraus entstandene Datenbank bietet Ingenieuren eine Visualisierung (Heatmap) von "Problembäumen" oder überhängenden Baumkronen, die Aufmerksamkeit benötigen, bevor sie auf die Bahn fallen und zu Verspätungen oder Unfällen führen können.
Innerhalb des Programms für bessere Schieneninformation (Offering Rail Better Information Service, ORBIS) wurde die Datenbank nun abgeschlossen und kann im gesamten Unternehmen eingesetzt werden. Sie soll laut Network Rail die Arbeit der Ingenieure "revolutionieren" und dem Unternehmen Zeit und Geld sparen. Die ORBIS-Initiative soll Network Rail bis 2019 helfen, 281 Mio. GBP zu sparen (WKZ, Quelle Network Rail, 21.04.17).

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