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LOK Report – News von Mittwoch, 20.07.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Verbände: Bund streicht
Verlagerungsziel im Güterverkehr

Absatzlinie
Diskussion um Sicherheit
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Der Geithainer zwischen Leipzig
und Geithain unterwegs

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Sytemwechsel der Betuwe-Linie
nun in Emmerich-Elten
g
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Triebfahrzeugführer in Belgien
vom Handy abgelenkt

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VKI klagt gegen Deutsche Bahn
zwecks Abbuchungsformalitäten

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Raaberbahn/GySEV präsentiert
den Ventus

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Gunter Mackinger

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Bund streicht Verlagerungsziel im Güterverkehr
Mit Unverständnis haben Allianz pro Schiene, der NABU (Naturschutzbund Deutschland) und das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) auf den "ehrgeizlosen" Entwurf für die neue Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes reagiert: In ihrer "Neuauflage Nachhaltigkeitsstrategie" habe die Regierung alle früheren Ziele für einen höheren Marktanteil des klimafreundlichen Schienengüterverkehrs klammheimlich gestrichen, während das prognostizierte Wachstum des Güterverkehrs in dem Entwurf als politisches Handlungsfeld fast gar nicht mehr auftauche, kritisierten die Verbände am Dienstag in Berlin. Allianz pro Schiene, NABU und NEE forderten den Bund auf, für die Endfassung "eine ernsthafte Strategie für mehr Nachhaltigkeit im Verkehr vorzulegen, statt aussagekräftige Indikatoren zu entfernen, die das Scheitern der eigenen Verkehrspolitik belegen". Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte den Entwurf für die Neufassung der Nachhaltigkeitsstrategie am 31. Mai vorgestellt. Die Frist für die öffentliche Kommentierung der Neuauflage endet am 31. Juli. Zwischen Herbst und Winter soll das Kabinett die neue "deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016" beschließen.
"Der Verkehrssektor entwickelt sich für die Politik zum ewig ungelösten Klimaproblem", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. "Während Bereiche wie Industrie, Energiewirtschaft und Handel ihre Emissionen deutlich senken konnten, verursacht der Verkehr in Deutschland heute genauso viele Treibhausgase wie im Jahr 1990 – Tendenz steigend." Angesichts "dieser Diagnose ist es nicht nachvollziehbar", dass im Entwurf der neuen Nachhaltigkeitsstrategie keinerlei Konzept für eine konsequente Verlagerung von Gütern auf umweltschonende Verkehrsträger zu finden sei. "Im Bereich Verkehr gibt es für die Neuauflage leider nur ein Prädikat: Thema verfehlt", so Tschimpke, der zugleich auch stellvertretender Vorsitzender des Rates für nachhaltige Entwicklung ist. "Hier wird der Bund für die Beschlussfassung noch nachlegen müssen."
Auch der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, bemängelte die verkehrspolitische Ehrgeizlosigkeit, mit der die neue Nachhaltigkeitsstrategie drängende Probleme im Verkehr unsichtbar machen wolle. "Leider ist in Deutschland der motorisierte Straßenverkehr heilig. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Bund wichtige Kennzahlen zur Verkehrsverlagerung kommentarlos gestrichen hat", sagte Flege und plädierte dafür, realistische Marktanteilsziele für die Schiene wieder in die Nachhaltigkeitsstrategie aufzunehmen. "25 Prozent der Güterverkehrsleistung könnten bis 2025 auf der Schiene transportiert werden. Heute befördern die Güterbahnen 17 Prozent. Im Personenverkehr hält die Allianz pro Schiene einen Modal Split von 15 Prozent bis 2025 für machbar. Heute erreichen wir zehn Prozent." Angesichts von beachtlichen Verlagerungserfolgen in der Schweiz und in Österreich forderte Flege den Bund zu mehr Mut auf. "Natürlich kann eine Politik, die keine Ziele hat, auch keine verfehlen. Der Nachteil ist aber erheblich: Wir können mit solchen zahnlosen Papieren auch nichts erreichen."
Peter Westenberger, Geschäftsführer des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE), erinnerte daran, dass die Verlagerungspolitik von Gütern von der Straße auf die Schiene auf eine lange Programmatik in Deutschland zurückblicken könne. In der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie von 2002 sei ein Marktanteil von 25 Prozent für die Güterbahnen bis 2015 angepeilt worden. "Dieses Ziel ist mangels konsequenter Maßnahmen vor allem nach Wirtschaftskrise 2008/2009 bisher nicht erreicht worden: Bis heute gibt es keinen fairen Wettbewerb zwischen Güterbahn und Lkw. Weiterhin fehlt es am energischen Ausbau der Infrastruktur." Statt einfach aufzugeben, solle der Bund die Verkehrsverlagerung als Leitbild der deutschen Verkehrspolitik fortschreiben und sein eigenes Handeln anpassen. "Die Verlagerung von Gütern auf die Schiene ist natürlich kein Selbstzweck: Das Klimaschutzziel, treibhausgasneutralen Gütertransport im Jahr 2050 zu realisieren, ist ohne Schienenverkehr nicht zu erreichen, dafür mit dem Schienenverkehr sogar früher."
Mit dem einzigen Indikator, den die Entwurfsfassung der Nachhaltigkeitsstrategie für den Verkehrssektor noch enthält, zeigten sich NABU, Allianz pro Schiene und NEE unzufrieden. "Der Endenergieverbrauch des inländischen Verkehrs als Messgröße für den gesamten Verkehr ist als einzige Kennzahl viel zu pauschal", kritisierten die Verbände. "Außerdem legt der Strategieentwurf das Ziel viel zu niedrig: Eine Reduktion von 40 Prozent beim Endenergieverbrauch bis 2050 bringt den Verkehrssektor nicht aus der Klima-Problemzone. Wenn der Bahnsektor richtig in ein politisches Gesamtkonzept eingebunden wird, kann er deutlich mehr." (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 20.07.16).

RechteckDeutsche Bahn: Hintergrund-Informationen zur Sicherheit
Vor dem Hintergrund der terroristischen Bedrohung hat die DB die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Polizei- und Sicherheitsbehörden schon seit langem intensiviert. Gleichzeitig wurden Mitarbeiter sensibilisiert und geschult sowie die Videotechnik an Bahnhöfen und in Zügen kontinuierlich ausgebaut.
Vor wenigen Wochen wurde eine Taskforce Sicherheitstechnik ins Leben gerufen, die mit Hochdruck an Systemen arbeitet, um Kunden und Mitarbeiter noch besser zu schützen. Die Erkenntnisse aus der Tat in Würzburg werden in die ständige Überprüfung des Sicherheitskonzeptes einfließen.
"Bei täglich 40.000 Zugfahrten und über 7 Millionen Reisenden allein in Deutschland kann trotz aller Anstrengungen niemand verantwortungsvoll eine hundertprozentige Sicherheit im System Bahn garantieren", erklärte ein Sprecher der DB in Berlin.
Bundesweit sind 5.000 Bundespolizisten und 3.700 Sicherheitskräfte der DB in Zügen und Bahnhöfen für die Sicherheit im Einsatz. Rund 160 Millionen Euro investiert die DB pro Jahr in die Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern. Darüber hinaus investieren DB und Bundespolizei bis 2023 mehr als 85 Millionen Euro in den Ausbau der Videotechnik auf Bahnhöfen. Bereits heute sind in Deutschland etwa 700 Bahnhöfe mit rund 5.000 Kameras ausgerüstet
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.07.16).

RechteckEVG: Runder Tisch für mehr Sicherheit im Bereich von Bus und Bahnen
Der Bundesvorstand der EVG fordert nach der Attacke in einem Regionalzug nahe Würzburg einen "Runden Tisch" für mehr Sicherheit im Bereich von Bus und Bahnen. "Wir werden noch in dieser Woche auf die Aufgabenträger - die Zugleistungen im Regionalbereich bestellen -, die Eisenbahnverkehrsunternehmen und die Sicherheitsbehörden zugehen, um ein gemeinsames Treffen zu vereinbaren", sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner.
"Es muss in mehr und in bessere Prävention investiert werden", forderte Kirchner. Auch wenn es im Bereich von Bus und Bahn systembedingt keine 100-prozentige Sicherheit geben könne, müsse jetzt gemeinsam erörtert werden, wie der stetig steigenden Gewaltbereitschaft wirksam begegnet werden könne. Dazu müssten sich jetzt alle Beteiligten schnellstmöglich an einen Tisch setzen. "Wir werden dazu Kolleginnen und Kollegen mitbringen, die im täglichen Leben mit allen Formen von Gewalt konfrontiert werden und aus der Praxis berichten können", kündigte Alexander Kirchner an.
Die EVG fordere in diesem Zusammenhang den Einsatz von mehr und vor allem gut qualifizierten Mitarbeiter. "Es ist ein Unding, dass an dieser Stelle immer noch gespart wird, weil Aufgabenträger Zugleistungen ohne Zugbegleiter bestellen", kritisierte Kirchner. "Wir als EVG wollen, dass auf jedem Zug, der durch Deutschland fährt, mindestens ein Zugbegleiter eingesetzt wird, in kritischen Bereichen fordern wir eine Doppelbesetzung sowie den Einsatz von qualifiziertem Sicherheitspersonal. Das sind die Aufgabenträger ihren Kunden, aber auch ihren Mitarbeitern schuldig", so Kirchner.
Gleichzeitig müssten die Mitarbeiter aller Eisenbahnverkehrsunternehmen so geschult werden, dass sie wüssten, wie sie sich und Reisende in einer konkreten Bedrohung schützen. "Das bedeutet, im gesamten Bahnhofsbereich sowie in Bussen und Zügen mehr und gezielt geschultes Personal einzusetzen, das in der Lage ist, mögliche Gefahren zu erkennen und frühzeitig agieren zu können", betonte der EVG-Vorsitzende. Wichtig sei deshalb ein übergreifendes Sicherheitskonzept, dass für alle Bus- und Bahnbetriebe gelte. "Das wird eines der Themen des Runden Tisches sein, zu dem wir jetzt einladen".
Als Gewerkschaft wollen wir weiterhin nicht tatenlos zusehen sondern aktiv etwas für unsere Kolleginnen und Kollegen erreichen, so Kirchner. Mit ihrer Aktion "Sicher unterwegs" habe die EVG in dieser Frage bereits wichtige Verbesserungen erreicht, darauf gelte es jetzt aufzubauen. "Das Thema Sicherheit wird uns noch lange begleiten", so Kirchner. "Uns geht es darum, wirklich etwas für die Sicherheit zu tun und das schaffen wir nur gemeinsam mit allen Beteiligten. Deshalb werden wir unsere Aktivitäten noch einmal intensivieren", unterstrich der EVG-Vorsitzende (Pressemeldung EVG, 20.07.16).

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Industrie

RechteckIHK Nord: Oberfranken braucht schnelle Wege zu den deutschen Seehäfen
In Bamberg diskutieren Wirtschaftsvertreter mit Bayerns Verkehrsminister Herrmann und Hamburgs Verkehrssenator Horch. Die Verkehrswege nach Norden sind für Oberfranken von außerordentlicher Bedeutung – mit einer Exportquote von mehr als 50 Prozent ist die oberfränkische Wirtschaft auf effiziente Transportketten zu den deutschen Seehäfen angewiesen, um von dort aus ihre Waren in alle Welt zu verschiffen.
Auf der anderen Seite haben auch die Seehäfen ein lebhaftes Interesse an einem funktionierenden Verkehrskorridor nach Oberfranken, denn Bayern ist für sie der größte Markt Gemeinsam setzen sich daher die IHK für Oberfranken Bayreuth und die IHK Nord, der Zusammenschluss von zwölf norddeutschen Industrie- und Handelskammern, für die dafür notwendigen Infrastrukturprojekte ein. Zusammen hatten sie zur Diskussion in die Konzert- und Kongresshalle in Bamberg eingeladen. Rund 90 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verbänden besuchten die "Maritime Roadshow 2016".
Oberfränkische Unternehmen sind längst in der ganzen Welt zuhause, sagte Heribert Trunk, Präsident der IHK für Oberfranken Bayreuth. Im Jahr 2010 gingen aus Oberfranken Güter mit einem Wert von fünf Milliarden Euro über die deutschen Seehäfen in die Welt, bis 2030 soll dieser Wert auf 12,1 Milliarden Euro steigen. "Der erwartete Zuwachs bleibt nicht ohne Konsequenzen für den Verkehr von Oberfranken zu den Seehäfen und umgekehrt", sagte Trunk. "Die oberfränkische Wirtschaft ist auf starke Verkehrsachsen angewiesen. Und so wie wir die Seehäfen brauchen, brauchen diese ihr angestammtes Hinterland."
Das unterstrich Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg für die IHK Nord. "Wir haben ein gemeinsames Interesse an einem leistungsstarken Verkehrskorridor und suchen Fürsprecher bei den Landesregierungen, Landkreisen und Kommunen", sagte er. Im neuen Bundesverkehrswegeplans 2030 seien viele dafür wichtige Projekte verankert.
"Wir begrüßen den Entwurf im Grundsatz", so Schmidt-Trenz. Die Schwerpunkte auf wichtige Hauptverkehrsachsen, Korridore und Trassen sowie die Beseitigung von Engpässen seien richtig. Davon profitiere der Hinterlandverkehr zwischen den Häfen im Norden und den Industriezentren wie Oberfranken, einer Region mit einer der höchsten Industriedichten Europas. "Nun gilt es, die Ausbaugesetze vor der Bundestageswahl zu beschließen und die Planungen auch in die Realität umzusetzen."
Die wachsende Bedeutung des Verkehrskorridors Richtung Norden belegen die Zahlen. Aus Oberfranken gelangten im Jahr 2010 insgesamt 523.000 Tonnen per Güterverkehr auf der Schiene zu den deutschen Seehäfen, im Jahr 2030 rechnet man mit 844.000 Tonnen – 61 Prozent mehr als 2010. Ein noch deutlich größerer Zuwachs von 199 Prozent wird beim Güterverkehr per Lkw erwartet. Dies würde im gleichen Zeitraum eine Steigerung von 205.000 auf 612.000 Tonnen bedeuten.
Angesichts der Zahlen sieht sich die Politik selbst in der Pflicht, betonten Joachim Hermann, Bayerns Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr, sowie Frank Horch, Vorsitzender der Konferenz der Küstenwirtschafts- und Verkehrsminister und Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien Hansestadt Hamburg. Beide Verkehrsminister verständigten sich darauf, sich gemeinsam für einen leistungsfähigen Nord-Süd-Korridor einzusetzen. Der Schienenverkehr stehe dabei zum Beispiel mit dem dringend notwendigen Kapazitätsausbau auf der Schiene im Raum Hannover-Bremen-Hamburg und der überfälligen Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Hof-Regensburg im Fokus. Dass ab Hof die Elektrifizierung aufhöre und die Züge mit der Diesellok weiterfahren müssten, bezeichnete Hermann als "vorsintflutlich" (Pressemeldung IHK Nord, 20.07.16).

RechteckKapsch Group: Jahresumsatz überschreitet zum ersten Mal die Milliardengrenze
Mit einem Umsatz von 1.046,8 Mio. EUR übertrifft die Kapsch Group, eines der erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs, die Umsatzerlöse aus dem letzten Geschäftsjahr (908,8 Mio. EUR) um 15 %. Das operative Betriebsergebnis wurde auf 72,3 Mio. EUR gesteigert (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) – und konnte damit mehr als verzehnfacht werden. Der Umsatz verzeichnete in allen Regionen – Österreich, Zentral- und Osteuropa, Westeuropa, Amerika und den übrigen Ländern – ein Wachstum, sodass erstmalig ein Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielt werden konnte. Auch die Mitarbeiteranzahl erreichte im vergangenen Geschäftsjahr einen Höhepunkt. Zum 31. März 2016 zählte die Kapsch Group 5.838 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund 100 mehr als zum Ende des letzten Geschäftsjahres 2014/15. Das größte Wachstum verzeichnete dabei die Region Zentral- und Osteuropa mit einem Anstieg um 19 %. Die Umsatzverteilung in den Regionen zeigt eine leichte Steigerung in den Auslandsmärkten: Den größten Anteil machen mit 36 % (2014/15: 33 %) die Länder Zentral- und Osteuropas aus, gefolgt vom Heimmarkt Österreich mit 28 % (2014/15: 30 %). In Amerika wurden rund 11 % des Umsatzes erwirtschaftet (2014/15: 10 %).
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2015/16 auf rund 98,2 Mio. EUR und konnten trotz des hohen Umsatzniveaus auf rund 10 % der Umsatzerlöse gehalten werden (2014/15: 88,2 Mio. EUR bzw. 9,7 %). Diese Steigerung von 11 % gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass die Kapsch Group weiterhin in den für die Zukunft der Unternehmensgruppe strategisch so wichtigen Bereich weiter investiert.
Die im Prime Market der Wiener Börse notierte Kapsch TrafficCom AG (ISIN AT000KAPSCH9), führender Anbieter von Intelligent Transportation Systems (ITS) und eine der Tochtergesellschaften der Kapsch Group*, erzielte einen Umsatzanstieg von 69,7 Mio. EUR oder 15 % auf 526,1 Mio. EUR. Damit hält die Kapsch TrafficCom mit rund 50 % weiterhin den höchsten Anteil am Gesamtumsatz. Die Kapsch CarrierCom, welche End-to-End Telekommunikationslösungen unter anderem für Bahnbetreiber und Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs bereitstellt, konnte den Umsatz mit einem Plus von 42,5 Mio. EUR oder 22 % auf 233,1 Mio. EUR weiter steigern und trug so 22 % zum Gesamtumsatz bei. Weitere 31 % des Umsatzes der Kapsch Group wurden von der Kapsch BusinessCom beigesteuert. Der führende Digitalisierungspartner in Österreich und CEE konnte mit 322,0 Mio. EUR (+20,1 Mio. EUR oder +7 %) ebenfalls ein neues Umsatzrekordniveau erreichen.
Eines der größten Projekte der Kapsch TrafficCom des letzten Geschäftsjahres war der Auftrag zur Lieferung des Advanced Traffic Management Systems DYNAC® für das grenzübergreifende Gemeinschaftsprogramm der englischen und niederländischen Behörden für Straßenbau und -betrieb, Highways England und Rijkswaterstaat. Zusätzlich konnte die Kapsch TrafficCom in Chile, Australien und Italien bestehende Aufträge ausweiten oder Folgeprojekte realisieren – sowohl auf Autobahnen als auch im urbanen Bereich.
Kapsch CarrierCom erhielt den Auftrag zur Implementierung eines landesweiten GSM-R (Global System for Mobile Communications -Railway) basierten Kommunikationsnetzes für die Bahn in Luxemburg. Das Projekt umfasst 271 Bahnkilometer in Luxemburg und wird bis Anfang 2017 umgesetzt. Zudem beteiligt sich Kapsch CarrierCom seit Ende 2015 an der europäischen Bahntechnologieinitiative Shift2Rail. Diese gemeinsame Initiative der EU hat zum Ziel, durch Forschung und Innovation die Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Lösungen für Bahnsysteme voranzutreiben.
Kapsch BusinessCom konnte sein Outsourcing-Geschäft maßgeblich ausbauen. Unter anderem entschloss sich die Mediaprint, den Vertrag für den Betrieb von Netzwerk, Security, Telefonie und aller Kundendatenbanksysteme für fünf Jahre zu verlängern. Im neuen Allianz Stadion des SK Rapid in Wien sorgt Kapsch für reibungslosen WLAN-Zugriff von 28.000 Fans und 264 Bildschirme bieten State-of-the-Art Medientechnik. Mit der Beteiligung an der Forschungseinrichtung evolaris next level GmbH baute Kapsch BusinessCom das Angebot für eine Digitalisierung der Wertschöpfungskette bei Kunden weiter aus.
Die Kapsch Smart Energy GmbH und die SDK GmbH aus der Steiermark gehen seit September 2015 strategisch gemeinsame Wege. Die Zusammenarbeit bezieht sich sowohl auf die Integration der Softwareplattformen der beiden Anbieter, als auch auf eine intensive Abstimmung und Integration der Prozesse im Energieversorgungsumfeld.
Im laufenden Wirtschaftsjahr 2016/17 sieht die Kapsch Group die Entwicklungen auf ihren Märkten weiterhin optimistisch und möchte an die Erfolge des letzten Geschäftsjahres anknüpfen: "Ganz im Sinne unseres Mottos ‚challenging limits' wird die Kapsch Group mit ungebremstem Engagement und unternehmerischem Weitblick die Erfolgsgeschichte des vergangenen Wirtschaftsjahres fortschreiben. Geleitet werden wir dabei von den Bedürfnissen unserer Kunden, unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und unserer Innovationskraft", so Mag. Georg Kapsch, CEO der Kapsch Group.
Konkret werden in den einzelnen Segmenten folgende Schwerpunkte gesetzt: In den nächsten Jahren wird die Weiterentwicklung der Strategie 2020 im Fokus der Kapsch TrafficCom stehen. Kapsch TrafficCom wird das Portfolio im Hinblick auf intelligente Mobilitätslösungen ausbauen. Systeme und Daten werden zunehmend ineinandergreifen und Fahrzeuge mit ihrer Umwelt vernetzt. Mit den Akquisitionen von Streetline, einem Anbieter für mobile Parklösungen, und der Transportation-Sparte von Schneider Electric setzt Kapsch TrafficCom einen großen Schritt Richtung Mobilitätskonzepte für den urbanen Raum.
Die Kapsch CarrierCom wird weiterhin stark in Forschung und Entwicklung investieren, um die Stellung als einer der Marktführer im Bahnsegment zu verteidigen und die wachstums-starke Public-Transport-Sparte weiter auszubauen. Auch die Umsetzung neuer Carrier-Lösungen wie Customer Experience Management (CEM), Software-Defined Networking (SDN) und Network Function Virtualization (NFV) soll beschleunigt werden. Im Fokus der Wachstumsstrategie stehen die Märkte in Zentral-und Osteuropa, Nord- und Südamerika, Afrika sowie im Mittleren Osten.
Kapsch BusinessCom setzt weiterhin ihren Fokus auf Digitalisierung in Branchen wie Manufacturing Industries, Retail, Healthcare, Public, Utility und Finance. Diese Ausrichtung verfolgt das Ziel, die Geschäftsprozesse der Kunden mit ICT-Lösungen stärker mitzugestalten und weiterzuentwickeln (Pressemeldung Kapsch Group, 20.07.16).

RechteckMax Lehner: Als Lieferant für Korrosionsschutzmittel bei Stadler qualifiziert

Dersim Stein Unternehmer & Vorstand Max Lehner Gruppe und Dr. Tristan Corbiere, Leiter R&D Max Lehner AG. Fotos Max Lehner AG.
Die Max Lehner AG hat sich mit dem Produkt MAXOLEN CorrProtect 41-B als Lieferant für Korrosionsschutz von Drehgestellen bei der Stadler Rail Group qualifiziert.
"Seit 2008 haben wir laufend neue Produkte für den Korrosionsschutz von Drehgestellen getestet. Auf Grund dieser Erfahrungen haben wir uns für das Produkt MAXOLEN CorrProtect41-B entschieden, welches bei uns seit über fünf Jahren im Fahrbetrieb getestet wurde. Bei MAXOLEN CorrProtect-Bahn handelt es sich um ein durch Stadler Rail und Max Lehner AG speziell für den Einsatz im Bahnsektor entwickeltes Wachserzeugnis. Als Fazit ist anzumerken, dass sich unser Aufwand, ein neues und besseres Produkt einzusetzen, gelohnt hat. Im Vergleich mit den bisher verwendeten Produkten sind deutliche Vorteile erkennbar. Dies betrifft nicht nur den eigentlichen Zweck als Korrosionsschutzmittel, sondern auch die vereinfachte und saubere Anwendung des MAXOLEN CorrProtect-Bahn 41-B", so die Aussage von Ronny Böhler, Abteilungsleiter Drehgestell Montage bei der Stadler Winterthur AG Schweiz.
Bei allen neu abzuliefernden Drehgestellen kommt ausschliesslich MAXOLEN CorrProtect 41-B als Korrosionsschutz auf die blanken Teile. Zum Beispiel bei EC250, das für die SBB unter dem Namen Giruno gebaut wird.
"Ebenfalls ist beabsichtigt, MAXOLEN CorrProtect-Bahn 41-B als Schutzlack bei sämtlichen Bauteilen an Fahrzeugen anzuwenden, die einen Korrosionsschutz benötigen", fügt Andreas Buser, Leiter Fahrzeugabnahmen und Flottenbeobachtung, Stadler Bussnang AG Schweiz, hinzu.
Dr. Tristan Corbiere, Forschungs- und Entwicklungsleiter bei der Max Lehner AG, bekräftigt, dass eine Einstufung in die bekannten Korrosionsschutzkategorien, wie durch die EN ISO 9223 vorgegeben, in Anlehnung an die EN ISO 12944-6 mittels akkreditierten Prüfverfahren durchgeführt wurden. Die dort für Flüssiglackbeschichtungen auf Stahl aufgeführten Anforderungen lassen das Produkt MAXOLEN CorrProtect 41-B der Kategorie C3 mit einer Schutzdauer von 5-15 Jahre zuordnen.
"CorrProtect kommt bereits seit Jahrzehnten in der Autobranche erfolgreich zum Einsatz, wo es sich als Korrosionsschutzmittel erstklassig bewährt hat. Im Zuge des 8-jährigen Qualifizierungsprozesses entwickelte sich in Zusammenarbeit mit der Stadler Winterthur AG zielführend das Maxolen CorrProtect 41-B, das eigens auf die hohen Anforderungen und spezifischen Beanspruchungen im Bahnverkehr zugeschnitten ist. Die Zusammenarbeit mit der Stadler Rail und den akkreditierten Laborparteien war geprägt von innovativen Impulsen sowie einem offenen und kooperativen Arbeitsklima. Wir freuen uns auf die weitere, erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadler Rail, die für beide Parteien produktiv und gewinnbringend ist", erklärt Unternehmer und Vorstand der Max Lehner Gruppe, Dersim Stein.
Die Max Lehner Gruppe, deren Ursprung ins Jahr 1960 zurückgeht, ist ein Schweizer Chemie-Hersteller von massgeschneiderten Premium-Erzeugnissen für die Oberflächenveredelung, Reinigung, Pflege und Schutz - hauptsächlich in den Bereichen Automotive, Bootswerft, Bahn-und Luftfahrtunternehmen sowie die Pharma- und Food-Industrie.
Das Unternehmen exportiert heute weltweit und verfügt über Dependancen in Europa, Asien und in den USA
(Pressemeldung Max Lehner AG, 20.07.16).

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Aus den Ländern

RechteckBrandenburg: Vorinformation RB66, RB91 und RB93
Das Land Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, und der VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg haben im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zu der Direktvergabe zum SPNV auf den Linien RB66, RB91 und RB93 ab 1.8.2017 für 64 Monate an die DB Regio AG Region Nordost gegeben (2016/S 137-247817).
Es geht um die Linien
• RB91 Frankfurt (Oder) – Staatsgrenze Deutschland/Polen (ca. 6 000 Zugkilometer p. a.),
• RB93 Forst – Staatsgrenze Deutschland/Polen (ca. 2 500 Zugkilometer p. a.) und
• RB66 (Berlin-) Angermünde – Tantow – Staatsgrenze Deutschland/Polen (ca. 390 000 Zugkilometer p. a.)
auf dem Gebiet der Länder Berlin und Brandenburg. Es handelt sich um einen Dienstleistungsauftrag im Eisenbahnverkehr, dessen Laufzeit die Höchstlaufzeit von 10 Jahren nicht überschreitet. Ein wettbewerbliches Verfahren ist nicht erforderlich (Quelle EU-Amtsblatt, 20.07.16).

RechteckNRW: Ausschreibung Technisches Controlling S-Bahn-Fahrzeuge
Der ZV VRR hat im Amtsblatt der Europäischen Union das Technische Controlling S-Bahn-Fahrzeuge vom 01/06/2017 bis 31/12/2024 ausgeschrieben (2016/S 137-247449).
Es geht um die Überwachung der Konstruktion, des Baus und der Abnahme der Fahrzeuge für die S-Bahn-Linien des VRR (Quelle EU-Amtsblatt, 20.07.16).

RechteckNRW: Ausschreibung Emscher-Münsterland-Netz 2020
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR hat im Amtsblatt der Europäischen Union das Emscher-Münsterland-Netz 2020 vom 13/12/2020bis 12/12/2032 ausgeschrieben (2016/S 137-247321). Es geht um SPNV-Leistungen für die Linie RE 14: Essen-Steele – Essen – Bottrop – Dorsten – Borken/Coesfeld mit einem Volumen von ca. 1 400 000 Zugkilometer pro Normjahr.
Anwendung findet das sogenannte NRW-RRX-Modell. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass die Fahrzeuge dem Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) zur Durchführung des Betriebs beigestellt und über die Vertragslaufzeit dauerhaft betriebsbereit zur Verfügung gestellt werden.
Bei den Fahrzeugen handelt es sich um lokal emissionsfreie Triebzüge mit Brennstoffzelle. Die Versorgung der Fahrzeuge mit Wasserstoff wird ebenfalls sichergestellt. (Quelle EU-Amtsblatt, 20.07.16).

RechteckSaarland: Neues Saarbahn Service Center offiziell eröffnet

Am Samstag, 2. Juli 2016 wurde das neue Saarbahn Service Center - kurz SSC - im Herzen von Saarbrücken offiziell eröffnet. Bislang hatten die Saarbahn-Kunden zwei Anlaufstellen: das Kundenzentrum in der Dudweilerstraße und das Abo-Center im Busbetriebshof.
Im neuen SSC in der Nassauer Str. 2-4 sind alle Themen zum Kundenmanagement rund um Tickets und Tarife sowie Fahrpläne und Abo-Angelegenheiten gebündelt. "Fahrgastkunden erwarten von den Anbietern im öffentlichen Nahverkehr heute mehr als nur die reibungslose Beförderung von A nach B", so Andreas Winter, Geschäftsführer der Saarbahn GmbH. Eine konsequente Kundenorientierung und ein verbesserter Service liegen im Fokus eines Verkehrsunternehmens.
Im Januar startete der Innenausbau der rund 400 Quadratmeter großen Räumlichkeiten. Über 75.000 Euro investierte die Saarbahn in das SSC mit 14 Arbeitsplätzen und einem Aufenthaltsraum für Busfahrer. "Es wächst zusammen, was zusammengehört. Das Verschmelzen des Kundenzentrums und des Abo-Centers zu einem Saarbahn Service Center als die zentrale Anlaufstelle im Herzen von Saarbrücken ist ein Plus für die Fahrgäste und ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung des ÖPNV", sagt Charlotte Britz, Saarbrücker Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Saarbahn vor 80 Gästen.
"Wenn wir uns für andere interessieren, interessieren sie sich für uns", ist Kathrin Wobido, die Leiterin des Kundenmanagements, überzeugt. Dies gelte vor allem im Sinne der Saarbahn-Kunden. In der nächsten Phase stehen weitere Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitsabläufe im Kundenmanagement an, informiert Wobido.
Das SSC ist geöffnet von montags bis freitags jeweils von 9.00 bis 17.45 Uhr und am letzten Samstag im Monat von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr (Pressemeldung Saarbahn GmbH, 20.07.16).

RechteckSachsen: Der Geithainer zwischen Leipzig und Geithain unterwegs


"Der Geithainer" erreicht sein Ziel Geithain. Am 19. Juli 2016 wurde "Der Geithain" durch Vertreter von Bahn, Zweckverbänden und Gemeinden erstmals offiziell auf die Reise nach Leipzig geschickt. In Leipzig wurde der "Silberling" schon von zahlreichen Interessenten erwartet. In Kürze werden die Triebwagen der Baureihe 641 die Desiros zwischen Leipzig, Geithain und Bad Lausick ersetzen. Fotos Kai Michael Neuhold (4), www.verkehrsfotografie.de., Deutsche Bahn (2).
Mit dem Betreiberwechsel auf der Linie RB 113 fährt seit 12. Juni zwischen Leipzig und Geithain die DB Regio Südost. Nun  werden hier schrittweise vier modernisierte Dieseltriebwagen der Baureihe 641 eingesetzt. Das erste umgebaute Fahrzeug wurde heute während einer Fahrt von Geithain nach Leipzig von Vertretern der DB Regio offiziell vorgestellt. "Diese Züge sind eine komfortable Möglichkeit, um zwischen dem Leipziger Zentrum und der südöstlichen Region des Nahverkehrsraums Leipzig zu pendeln," sagt Oliver Mietzsch, Geschäftsführer des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig.
"Wir freuen uns sehr, heute ein Fahrzeug präsentieren zu können, das innerhalb kürzester Zeit nach einem kompletten Umbau in einer DB-eigenen Werkstatt in einem modernen Erscheinungsbild für unsere Reisenden unterwegs ist," ergänzt  Henriette Hahn, Leiterin der Marktgebiete Mitteldeutschland und Sachsen-Anhalt bei DB Regio Südost.
Der silbergraue Flitzer mit den auffallenden gelben Türen benötigt 46 Minuten für die 55 Kilometer lange Strecke. Die Triebwagen sind mit 69 Sitzplätzen, davon acht in der ersten Klasse, und einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde unterwegs. Die Fahrzeuge verfügen im Mehrzweckbereich über ausreichend Platz für Kinderwagen und Fahrräder. Der barrierefreie Triebwagen ermöglicht an den gekennzeichneten Stellen über eine mobile Rampe den Ein- und Ausstieg mit dem Rollstuhl.
Bis zum Abschluss der Modernisierungsarbeiten der anderen drei Fahrzeuge fahren übergangsweise die bewährten roten Triebwagen der Baureihe 642 (Pressemeldung Deutsche Bahn, 20.07.16).

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IGE Werrabahn Eisenach

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckFischerfest in Greifswald


Vom 15.-17. Juli fand in Greifswald das Fischerfest statt. Aus diesem Grund gab es Pendelfahrten zwischen Greifswald Hbf und Ladebow. Es fuhren 91 134 und 112 703-4 mit einem Historischen Wagenpark.
Es gab nur kurze Momente wo die Sonne schien. Hier der Zug am 15.07.16 im Hafen von Greifswald und in Ladebow bei einer Pause (Alexander Hertel, 20.07.16).

RechteckGroße Augen bei kleinen Kinder

Eine frisch aufgearbeitete preußische T9.1 aus dem Baujahr 1893 hat seit gut einem halben Jahr den Platz am Stadionring in Bochum eingenommen. Sie verbrachte viele Jahre teilzerlegt im Dahlhauser Museum. Damals war sogar angedacht, die Güterzug-Tenderlokomotive wieder betriebsfähig herzurichten. Doch ein Rahmenschaden machte diesen Plänen ein Ende. Nun wurde sie museal für ihren Einsatz vor dem Musicaltheater restauriert.
Ein starkes Kontrastprogramm zum Musical Starliggt-Express. Von der Starlight-Halle zurück nach Dahlhausen wurde im Gegenzug ein längst äußerst seltenes Exemplar befördert. Schon zur Premiere des Musicals wurde die von Henschel für die Hibernia AG gebaute Lokomotive 1988 kurzfristig als Blickfang vor dem neuen Gebäude präsentiert.
Im Jahr 1942 kaufte das Bergbau-Unternehmen Hibernia zwei fünffach gekuppelte Lokomotiven von Henschel für die eigenen Werksbahnen. Dort erhielten sie die Betriebsnummern 41-E und 42-E. Die 42-E wurde bereits Anfang der 1970er Jahre verschrottet. Die 41er fand nach ihrer Ausmusterung 1971 beim Bergwerk General Blumenthal in Recklinghausen später den Weg nach Dahlhausen (Ferdinand Jacksch, 20.07.16).

RechteckLeo-Jubiläum im Chiemgau

Am Wochenende 2. und 3.7.2016 , feierte die "Lokalbahn Endorf -Obing" LEO ihr zehnjäriges bestehen als Museumsbahn. Aus diesem Anlaß kamen am Samstag auf der normalerweise mit einem MAN -Schienenbus (VT 26) bedienten Strecke eine Garnitur der Staudenbahn (SVG) aus 212 063 und 242 sowie die Passauer Schienenbusgarnitur zum Einsatz. Besonderes " Highlite" war die abendliche letzte Fahrt der 798-Garnitur. Mit ihr wurde, auf der Lokalbahn verstärkt durch den VT 26, ein "echter" GmP gefahren. da in einem Güterwagen Gleisbaumaterial von Obing nach Passau überführt wurde.
Die beiden V 100 der SVG, mit einem ex. ÖBB- Spantenwagen, haben am Nachmittag des 2. Juli , als "Triebwagenersatz" auf der Fahrt von Bad-Endorf nach Obing, gleich den Scheitel- und Kulminationspunkt der Strecke bei Aindorf erreicht. Nicht umsonst durften hier vor Einstellung des planmäßigen Personenverkehres im Jahre 1968, nur die stärker motorisierten VT 98 verkehren. Die beiden heute für die SVG laufenden Maschinen befanden sich zu DB Zeiten szuletzt beide beim BW Mühldorf und dürften bis in die 90er Jahre mit planmäßigen Güterzügen auch auf diese heutige Museumsstrecke gekommen sein.
Trotz eines kurz vorher erlittenen komplizierten "Splitterbruches" der linken Hand (was dem Fotografen aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst war), lies er es sich nicht nehmen, nach einer Kletterpartie, den abendlichen "echten" GmP mit seinen beiden legendären Nachkriegsschienenomnibusmodellen auf dem Ameranger-Viadukt abzulichten (Alexander Bauer, 20.07.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckAmsterdam


Im Juni hatte ich noch einige Erlkönige in den Niederlanden entdeckt: den Sprinter mit neuer Front, den Eurostartriebzug und den Abellio-Triebwagen für die Linie RE 19, die ab Dezember die RB 35 Düsseldorf – Emmerich ersetzt (Jack Track, 20.07.16).

RechteckBauarbeiten


Brückenblick bei Rosdorf (Ferdinand Jacksch, 20.07.16).

RechteckErfurt


Derzeit werden an der Haltestelle Klinikum sowie an den dortigen Abzweigen zum Betriebshof und zur Wendeschleife Marie-Elise-Kayser-Straße die Gleise erneuert. Am 09.07.2016 war auch die Stopf- und Richtmaschine 97 43 43 514 10-1 der Erfurter Gleisbau GmbH dort im Einsatz. Die Linien 3 und 6 verkehrten nur bis zur Haltestelle Universität und nutzen den Betriebshof zum wenden (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 20.07.16).

RechteckLettische "Maszka" in Polen


In den Jahren 1987 bis 1994 für die Sowjetische Eisenbahn gebaut, wurden die Lokomotiven 2M62U mit neuen Motoren Kolomna 4-14D40, vergrößerten Treibstofftanks und Drehgestellten von Maschinen der Reihe TE109 ausgerüstet. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden viele Lokomotiven Eigentum der neu geschaffenen Länder. Eine von 36 dieser Maschinen, die von der Eisenbahn in Lettland übernommen wurde, war 2M62Y EVR-375, die schließlich nach Polen ging.
Im Jahr 2012 wurde das Fahrzeug im Werke Tabor Szynowy Opole auf einzelne Lokomotiven mit der Numerierung M62Y-375A und 375B-M62U umgebaut und an andere Carrier vermietet.
Das Fahrzeug M62Y-375A wurde von WAM Kamieniec Ząbkowicki gemietet und das Fahrzeug M62Y-375B ist bei den Zakład Inżynierii Kolejowej Sandomierz im Einsatz, aber es wird derzeit von CTL Logistics gemietet. Die Lok fährt Züge aus den schlesischen Kohleminen zu den Kraftwerken "Łagisza" in Będzin (Ryszard Rusak, 20.07.16).

RechteckMünchen

Gleich drei Diesellokbaureihen sind im Netz zwischen München – Oberstdorf – Lindau und Memmingen unterwegs: 245 001 und 218 425 vor ihren Doppelstockgarnituren in München – Hbf und 223 071 vor dem ALEX Oberstdorf – München bei der Einfahrt in Buchloe (Peter Kranl, 20.07.16).

RechteckWürzburg

Die Siemens ES64U2 Taurus 470 504 der GySEV/Raaberbahn rollte am späten Nachmittag des 18.07.16 mit einem Autotransportzug am Haken in westlicher Richtung aus dem Würzburger Hauptbahnhof (GWS, 20.07.16).

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Bahnberufe

Europa

RechteckBelgien: Triebfahrzeugführer bei Saint-Georges-sur-Meuse vom Handy abgelenkt
Wie die belgische Zeitung Le Soir heute (19.07.16) berichtet, zeigen verschiedene technische Daten, dass der Triebfahrzeugführer des Personenzuges, der am 05.06.16 bei Saint-Georges-sur-Meuse auf einen gerade anfahrenden Güterzug aufgefahren ist, von seinem Handy abgelenkt wurde. Bei dem Unfall wurden drei Menschen getötet.
Nach den Informationen, die die Ermittler von den Mobilfunkbetreibern eingeholt haben, war das Mobiltelefon des Triebfahrzeugführers kurz vor und während des tödlichen Zusammenstoßes in Betrieb. Der Triebfahrzeugführer hat angegeben, das doppelt Gelb zeigende Signal, das ein folgendes Rot zeigendes Signal andeutet, gesehen zu haben, aber - von seinem Handy abgelenkt - nicht verlangsamt und gebremst zu haben.
Die technische Untersuchung des Infrastrukturbetreibers Infrabel wurde inzwischen auch abgeschlossen und zeigt, dass die Signalgebung normal funktioniert hat. Wie berichtet, war das Rot zeigende Signal aber nicht mit der automatischen Bremseinrichtung TBL1+ ausgestattet (WKZ, Quelle Le Libre, 20.07.16).

RechteckGroßbritannien: Network Rail rettet Piggy the cat

Eine tot gemeldete Katze wurde wie durch ein Wunder lebend geborgen, nachdem sie sich zwei Tage unter einer elektrifizierten Stromschiene aufhielt. Piggy, die 12 Jahre alte getigerte Katze, wurde von Ingenieuren von Network Rail in Bebington Station unter einer unter Spannung stehenden Stromschiene von Merseyrail gefunden, dem Nahverkehrs-betreiber im Raum Liverpool.
Die dramatische Rettung begann, nachdem Fahrgäste die bewegungslose Piggy entdeckt und das Schlimmste angenommen hatten. Network Rails Mitarbeiter Dave Huntingdon hatte die grausige Aufgabe, die vermeintlich tote Katze zu entfernen - aber er war überglücklich, Piggy sehr lebendig vorzufinden.
Glücklicherweise wurde Piggy gechipt, so dass die Besitzer identifiziert werden konnten. Piggy konnte anfangs ihre Beine und den Rücken nicht bewegen, aber sie erholte sich bald in einem Sauerstoffzelt beim Tierarzt.
Wenn Besitzer den Verdacht haben, dass sich ihr Haustier auf dem Schienennetz verirrt hat, dann können Sie die 24-Stunden-Helpline 03457 11 41 41 anrufen (WKZ, Quelle Network Rail, 20.07.16).

RechteckNiederlande: Sytemwechsel Zevenaar-Emmerich nun in Emmerich-Elten
Seit der Nacht zum 19.07.16 um 0:00 Uhr erfolgt der Systemwechsel für Züge aus den Niederlanden statt im Bahnhof Emmerich nun zwischen Zevenaar Oost und Emmerich. Im Richtungsgleis Zevenaar Oost - Emmerich ist in den vergangenen Monaten die Oberleitung für den Gleichstrom (zwei Fahrdrähte) entfernt worden, neue Maste, Isolatoren und Oberleitung (mit einem Fahrdraht) wurden eingebaut. Eine Trafostation für 25 kV ist in Zevenaar Oost eingerichtet.
Die 25 kV 50 Hz Oberleitung von der Betuweroute läuft nun bis Emmerich-Elten in km 67,732, dann folgt eine Schutzstrecke, bis in km 67,186 die 15 kV 16,7 Hz Oberleitung beginnt. Der Punkt ist wahrscheinlich so gewählt, dass bei Umschaltstörungen auf den Fahrzeugen jeweils in den nächsten Bahnhof mit Schwung eingefahren werden kann, wenn die Strecke frei ist.
Das Richtungsgleis Emmerich – Zevenaar Oost wird nun bis zum Oktober auf die gleiche Weise umgebaut. Zwischen Zevenaar Oost und Zevenaar hinter dem Abzweig zur Betuweroute besteht ein neuer Systemwechsel (km 107,262 / 107,197) von 25 kV auf 1500 V Gleichstrom auf die Strecke nach Arnhem für den ICE International und einige Güterzüge, sowie ab Sommer 2017 für den RE 19 Düsseldorf – Arnhem (Jack Track, 18.07.16).

RechteckÖsterreich: Lastschrift nur in Deutschland – VKI klagt gegen Deutsche Bahn
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) klagte – im Auftrag des Sozialministeriums – die Deutsche Bahn. Der Grund: Das Unternehmen beschränkte in seinen AGB das SEPA-Lastschriftverfahren auf Verbraucherinnen und Verbraucher mit Wohnsitz in Deutschland. Eine solche Einschränkung widerspricht aus Sicht des VKI den Vorgaben für den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA). Das Handelsgericht Wien (HG Wien) bestätigte nun diese Rechtsansicht und erklärte eine Beschränkung für unzulässig. Das Urteil ist noch nicht rechtkräftig.
In den AGB der Deutschen Bahn – konkret in den "Bedingungen für den Internet-Verkauf von Fahrkarten und BahnCards (Internet)" – findet sich auch eine Klausel zum SEPA-Lastschrifteinzug. Demnach kann für Bestellungen über www.bahn.de, für per Post eingehende Bestellformulare, für Online- und Handy-Tickets sowie für online durchgeführte Sitzplatzreservierungen eine Zahlung per Lastschrift gewählt werden. Allerdings ist dafür ein Wohnsitz in Deutschland erforderlich.
Diese Beschränkung auf Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz in Deutschland verstößt nach Ansicht des VKI gegen die zwingenden Vorgaben der Verordnung zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA-Verordnung). Denn nach der SEPA-Verordnung darf ein Zahlungsempfänger (hier die Deutsche Bahn) das Einzugsverfahren nicht mit der Bedingung verknüpfen, dass der Zahlende über ein Konto im Empfängerstaat verfügt.
Durch die Klausel wird somit der "zwingende Gehalt" der SEPA-Verordnung umgangen. Schließlich haben Konsumentinnen und Konsumenten ihr Konto meist in dem Mitgliedstaat, in dem ihr Wohnsitz liegt und gerade nicht (auch) in anderen Mitgliedstaaten. Daraus ergibt sich ein Ausschluss von Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands. Für die Beschränkung seitens der Deutschen Bahn besteht auch keine sachliche Rechtfertigung.
"Es ist erfreulich, dass österreichische Gerichte Beschränkungen bei Lastschriften nicht zulassen", so Mag. Thomas Hirmke, Leiter der Abteilung Klagen im VKI. "Nur so können österreichische Konsumenten vom einheitlichen Zahlungsverkehrsraum profitieren" (Pressemeldung VKI, 20.07.16).

RechteckÖsterreich/Ungarn: Ventus bei der Raaberbahn - GySEV





Großer Bahnhof für die österreich-ungarische Privatbahn GySEV-Raaberbahn am 15. Juli 2016 bei der Vorstellung und Übergabe der ersten Siemens Desiro ML Garnitur. Nach der Begrüßung in Wien Hbf. und der Namensgebung „Ventus“ (Lateinisch = der Wind) ging es mit den Festgästen über Ebenfurt auf die Stammstrecke der Raaberbahn zum österreichischen Betriebsmittelpunkt Wulkaprodersdorf.
In den Bahnhöfen der Raaberbahn und besonders in Wulkaprodersdorf war das Interesse am neuen Triebzug der Raaberbahn-GySEV bei der Bevölkerung beachtlich. Da die Teilnahme der Fahrgäste am Festakt in Wulkaprodersdorf ausdrücklich erwünscht war, folgte dem neuen Ventus ein neuer FLIRT aus dem Hause Stadler, welcher auch einen Teil der modernen Flottenpolitik der GySEV darstellt.
Der 4744.800 ist der erste Vertreter seiner Gattung und wurde in der KW 27 vom Siemens Werk Uerdingen nach Ostösterreich überstellt. Es handelt sich natürlich um eine Zweistrom –-Variante für 25KV 50 Hz (Rabberbahn-GySEV und MAV) und 15kV 16,7 Hz (ÖBB/DB-AG). Eingesetzt werden sollen die neuen Triebzüge ab September - gemeinsam mit Desiro ML der ÖBB - in den Relationen Deutschkreuz –- Sopron/Ödenburg -– Wulkaprodersorf -– Ebenfurt – - Wien -– Bratislava/Pressburg aber auch zwischen Wien und dem Seewinkel mit seiner Neusiedler See Bahn (NSB) deren Betriebsführer die Raaberbahn ja ist.
Fazit : Die Modernisierung der GySEV-Raaberbahn beidseits der EU Binnengrenze Österreich-Ungarn macht dieses Unternehmen wohl zu den modernsten und attraktivsten Privatbahnen Mitteleuropas (Gunter Mackinger, 18.07.16).

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