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LOK Report – News von Mittwoch, 25.05.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

DB zu Änderungen im Vertrieb
von Fahrkarten verpflichtet

Absatzlinie
Erster grüner Transformator
für den Schienenverkehr

Absatzlinie
Konus-Card als Vorbild im
kostenlosen Tourismusverkehr

Absatzlinie
Verkehrskonferenz will deutsch-
dänischen Bahnverkehr bessern

Absatzlinie
Betrieb auf der Rail Baltika
startet im Juni

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Foto links: GE

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundeskartellamt: DB zu Änderungen im Vertrieb von Fahrkarten verpflichtet
Aufgrund der Ermittlungen des Bundeskartellamtes wird die Deutsche Bahn AG umfangreiche Änderungen beim Fahrkartenvertrieb vornehmen. Die Maßnahmen werden die Vertriebsmöglichkeiten von Wettbewerbern der Deutschen Bahn verbessern. Das Bundeskartellamt hatte Anfang 2014  ein Verfahren gegen die Deutsche Bahn AG wegen des Verdachts des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung beim Vertrieb von Fahrkarten für den Schienenpersonenverkehr eingeleitet (vgl. Pressemitteilung vom 30.01.2014). Dieses Verfahren konnte nun aufgrund der Verpflichtungszusagen der Deutschen Bahn eingestellt werden.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: "Wettbewerb auf der Schiene setzt Wettbewerb beim Vertrieb, d.h. bereits beim Fahrkartenverkauf voraus. Um Behinderungspraktiken der Deutschen Bahn gerade beim Vertrieb ihrer Wettbewerber zu beenden, hatten wir ein Verfahren eingeleitet. Die Deutsche Bahn hat uns jetzt umfangreiche Zusagen beim Ticketverkauf angeboten, die den Wettbewerbern den Verkauf von Fahrkarten sehr erleichtern. So dürfen sie beispielsweise ihre Tickets künftig über Läden im Bahnhof verkaufen. Mietvertragsklauseln, die dies bislang erheblich behindert haben, wird es künftig nicht mehr geben. Der Wettbewerb im Bahnverkehr erhält hierdurch neue Impulse."
Die Verpflichtungszusagen der Deutschen Bahn AG beinhalten folgende Punkte:
• Provisionen, die zwischen der Deutsche Bahn AG und Wettbewerbern für den wechselseitigen Fahrkartenverkauf gezahlt werden, werden vereinheitlicht und überwiegend gesenkt. Die Deutsche Bahn AG hatte Wettbewerbern bislang einen niedrigeren Provisionssatz für deren Erbringung von Vertriebsleistungen für die Deutsche Bahn AG gezahlt als sie ihrerseits im Gegenzug von Wettbewerbern für die Erbringung eigener Vertriebsleistungen verlangt hat.
• Wettbewerber der Deutsche Bahn AG im Schienenpersonennahverkehr dürfen künftig auch Fernverkehrstickets der Deutsche Bahn AG über eigene Fahrkartenautomaten verkaufen. Dies ist für Reisende insbesondere an solchen Bahnhöfen relevant, an denen die Deutsche Bahn AG selbst keinen Halt mehr hat und die Reisenden deshalb bislang keine Fernverkehrsfahrkarten mehr kaufen konnten.
• Der Zugang der Wettbewerber der Deutschen Bahn zum Verkauf von Fahrkarten in Bahnhofsläden wird vereinfacht. Bislang beinhalteten Mietverträge für Bahnhofsläden Klauseln, die Dritten den Verkauf von Fahrkarten weitgehend unmöglich gemacht haben. Damit war den Wettbewerbern bislang diese vergleichsweise preisgünstige Alternative für den personenbedienten Fahrkartenverkauf nicht zugänglich.
• Künftig werden die Wettbewerbsunternehmen mehr Freiheiten haben, den Vertrieb ihrer Fahrkarten selbst zu gestalten. Eisenbahnunternehmen sind gesetzlich zu einer Kooperation bei der Tarifgestaltung und in der Folge auch beim Fahrkartenvertrieb verpflichtet, allerdings nicht in der bisher praktizierten umfassenden Form.
Das Bundeskartellamt hat die von der Deutsche Bahn AG angebotenen Verpflichtungszusagen in einem Beschluss nach § 32b GWB für verbindlich erklärt. Diese Entscheidung hat das Bundeskartellamt bis zum 31.12.2023 befristet.
Weitere Informationen zu dem Verfahren finden sich in einem Fallbericht, der auf der Internetseite des Bundeskartellamtes abgerufen werden kann (Pressemeldung Bundeskartellamt, 25.05.16).

RechteckDeutsche Bahn: Wettbewerb beim Vertrieb von Fahrkarten funktioniert
Das Bundeskartellamt hat das im Januar 2014 eingeleitete Missbrauchsverfahren zum Fahrkartenvertrieb gegen die Deutsche Bahn jetzt durch Beschluss eingestellt. Ein Verstoß gegen kartellrechtliche Regelungen wurde vom Bundeskartellamt nicht festgestellt. Die DB hatte sich in dem Verfahren zu Zusagen verpflichtet.
"Wir begrüßen diese Entscheidung. Mit der nunmehr erzielten Lösung erhalten alle Marktteilnehmer größtmögliche Rechtssicherheit. Dies wird den ohnehin bereits dynamischen Wettbewerb im Vertrieb weiter befördern", so Ronald Pofalla, DB-Vorstand für Wirtschaft, Recht und Regulierung.
Inhaltlich stellen die Zusagen die in Deutschland bestehenden Mechanismen für Tarif- und Vertriebskooperationen im Schienenpersonenverkehr auf eine neue vertragliche Grundlage. Insbesondere stehen Nahverkehrsunternehmen künftig noch flexiblere Vertragsmuster für die Kooperation mit DB Vertrieb zur Verfügung. Zudem erweitern die Zusagen die Möglichkeiten von Wettbewerbern, Fernverkehrsfahrscheine der DB zu verkaufen.
Aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen hatte die DB in dem Verfahren von Beginn an umfassend mit dem Bundeskartellamt kooperiert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.05.16).

RechteckDeutsche Bahn: Fahrtziel Natur in die Schweiz übertragen
Die Kooperation Fahrtziel Natur (FZN), getragen von den drei großen deutschen Umweltverbänden BUND, NABU und VCD sowie der Deutschen Bahn, ist jetzt in die Schweiz übertragen worden. Fahrtziel Natur in Graubünden setzt sich, wie das deutsche Vorbild, für nachhaltigen Naturtourismus und umweltfreundliche Mobilität in sensiblen Naturräumen ein. "Die Übernahme in die Schweiz unterstreicht die vorbildliche Arbeit, die bei Fahrtziel Natur seit Jahren geleistet wird", freut sich Dr. Ralph Körfgen, Vorsitzender der Geschäftsführung DB Vertrieb, für die deutschen FZN-Partner.
In Graubünden engagieren sich das Netzwerk Schweizer Pärke, der Verkehrsclub der Schweiz, der Bündner Vogelschutz, die Rhätische Bahn und PostAuto Graubünden. Gemeinsames Ziel: den Besucherverkehr in den Bündner Pärken noch stärker auf die öffentlichen Mobilitätsangebote zu verlagern. Der Schweizerische Nationalpark, der Parc Adula, der Parc Ela, der Naturpark Beverin, die Biosfera Val Müstair und das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona sind die ersten Fahrtziel Natur-Gebiete in der Schweiz. Um den sanften Tourismus zu fördern, werden attraktive Reiseangebote entwickelt und kommuniziert. Innovative Mobilitätskonzepte ermöglichen eine bequeme und nachhaltige Reisekette: Der graubündenPASS bietet den Gästen freie Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr und das AlpenTaxi sowie Bus alpin sorgen für die Erreichbarkeit auch entlegener Ziele.
In der Schweiz entfallen derzeit noch rund zwei Drittel des Freizeitverkehrs auf den privaten PKW – obwohl alle Urlaubsziele gut mit Bus und Bahn erreichbar sind. Mit ihrem Engagement bei Fahrtziel Natur möchten die Schweizer Träger einen Beitrag zur Verkehrsverlagerung leisten, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Damit wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet und der Erhalt der Fahrtziel Natur-Gebiete langfristig gesichert. Das Projekt soll ab 2017 von Graubünden auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden. In Deutschland setzt sich Fahrtziel Natur bereits seit 15 Jahren für nachhaltigen Naturtourismus und umweltfreundliche Mobilität in derzeit 22 Nationalparken, Naturparken und Biosphärenreservaten vom Wattenmeer bis in den Alpenraum ein. Mehr Informationen unter fahrtziel-natur.de.
Seit Dezember 2015 ist Graubünden an das ICE-Netz der Deutschen Bahn angeschlossen. Bis zu dreimal täglich lassen sich die einzigartigen Naturlandschaften einfach und bequem mit dem ICE direkt ab Deutschland erreichen. Weitere Informationen unter bahn.de/schweiz (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.05.16).

Industrie

RechteckGE: Erster grüner Transformator für den Schienenverkehr

Im Vergleich mit anderen Transportmethoden ist der Schienensektor ein Bereich, der ohnehin verhältnismäßig wenig CO2 verursacht. Ab jetzt ist er sogar noch umweltschonender, denn GE (NYSE: GE) hat kürzlich den ersten umweltfreundlichen Transformator für den Schienenverkehr in Deutschland vorgestellt.
Im Rahmen ihrer Pläne, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 60 % zu reduzieren, will die Europäische Union ein weitestgehend CO2-freies Transportsystem etablieren. Zu diesem Zweck sollen der Energieverbrauch verringert, umweltfreundlichere Energiequellen verwendet und moderne Infrastrukturen sowie Dienstleistungen in besserer bzw. effizienterer Weise eingesetzt werden, um die ökologischen Auswirkungen zu minimieren. Die fortgesetzte Elektrifizierung im Schienenbereich könnte einen Beitrag zu dieser angestrebten CO2-Reduzierung leisten. Der grüne Transformator von GE für Anwendungen im Schienenbereich ist darauf ausgelegt, mechanischen und elektrischen Belastungen standzuhalten, die durch schwankende Lasten und regelmäßige Kurzschlussrisiken aufgrund vorbeifahrender Züge entstehen.
Deutschland ist der Fertigungs-1 und Einsatzstandort des Transformators. Anstelle konventionellen Mineralöls wird eine Isolierflüssigkeit auf Ester-Basis verwendet, die vollständig biologisch abbaubar ist. Darüber hinaus ist die eingesetzte Flüssigkeit schwer entflammbar und bietet eine größere Überlastfähigkeit. Sie ist außerdem grundwasserneutral, sodass zusätzliche Ölwannen unter dem Transformator nicht zwangsläufig erforderlich sind. Dadurch ergibt sich ein rentabler Kostenvorteil für die Kunden.
Die Esterflüssigkeit ist allerdings nicht der einzige Faktor, der diesen Transformator so umweltfreundlich macht. Der grüne Transformator von GE ist aufgrund der verbesserten Feuchtigkeitsabsorption ebenfalls auf eine stärkere Geräuschdämpfung im Vergleich zu konventionellen Anlagen und auf eine längere Produktlebensdauer ausgelegt. Eine gesteigerte Effizienz mit reduzierter Verlustrate2 soll zur weiteren Verringerung der CO2-Bilanz beitragen. Als Grundlage für diese Effizienzsteigerung dient das optimierte Design der Wicklungen sowie das umfassende Know-how von General Electric im Bereich der numerischen Strömungsdynamik3. Der Transformator ist in einem luftdichten Tank eingeschlossen, der nach patentiertem GE-Design hermetisch versiegelt ist. Dadurch ergibt sich ein weiterer Kostenvorteil für den Kunden, weil der Wartungsaufwand für die Anlage geringer ist. Den Kurzschlusstest beim niederländischen KEMA-Institut in Arnheim - eine wichtige Voraussetzung für die Auslieferung und Installation in Deutschland - hat der Transformator erfolgreich bestanden.
Hakan Karadogan, General Manager Power Transformers bei GEs Grid Solutions, erklärt: "In allen Industriebereichen lässt sich ein Trend zu umweltfreundlicher Technologie erkennen. Bei GE arbeiten wir fortwährend an der Entwicklung von Technologien, die nicht nur umweltfreundlich, sondern auch effizienter als die Konkurrenz sind. Der grüne Transformator von GE ist nur eine der vielen innovativen Lösungen, die wir entwickeln, damit unsere Kunden ihre Nachhaltigkeitsziele erfolgreich umsetzen können."
(Pressemeldung GE, 25.05.16).

RechteckDeutsche Nahverkehrstag: Der 11. Nahverkehrstag in Koblenz steht vor der Tür
In wenigen Tagen ist es endlich soweit: Der 11. Deutsche Nahverkehrstag öffnet seine Türen. Vom 1.-3. Juni erwarten Sie und mit Ihnen rund 700 weitere Teilnehmer spannende Fachvorträge, hochrangig besetzte Themenforen sowie eine informative Fachmesse mit über 40 Ausstellern rund um das Motto "Die Entdeckung des Fahrgastes".
Doch bevor es mit dem eigentlichen Kongress erst richtig losgeht, können Sie sich bereits am Mittwoch, den 1. Juni auf die Veranstaltung einstimmen.
Für Sie besteht die exklusive Möglichkeit, das DB Mobility Lab Personenverkehr in Frankfurt am Main zu besuchen und dort am Workshop "Vor, während und nach der Fahrt – Kundenanforderungen entlang der Reisekette aus vertrieblicher Sicht" teilzunehmen. Die freien Plätze sind rar.
Doch nicht nur der Workshop ist eine gute Möglichkeit sich auf den 11. Deutschen Nahverkehrstag einzustimmen. Auch beim Treffabend im Forum Confluentes können Sie in angenehmer Atmosphäre die ersten Kontakte knüpfen.
Doch es gibt noch einen weiteren Grund bereits am 1. Juni nach Koblenz zu reisen. Neben Workshop und Treffabend sollten Sie auch die Gelegenheit nutzen und an einer Besichtigung sowie einer Freifahrt der Seilbahn Koblenz teilnehmen.
Bevor es am Donnerstag, 2. Juni mit dem Fachprogramm losgehen kann, sollte Sie unbedingt die Möglichkeit nutzen, Herrn Andy Becht, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, bei einem Messerundgang kennenzulernen. Abschließend können Sie den Tag im Rahmen von entspannter Musik und Fingerfood bei der Abendveranstaltung im Kurfürstlichen Schloss ausklingen lassen.
Die Transdev-Gruppe präsentiert am Messestand den unternehmenseigenen mobilen Fahrsimulator, der für die Fort- und Ausbildung von Triebfahrzeugführern genutzt wird. Messebesucher haben hier die Möglichkeit, durch die realitätsnahe Simulation echter Fahr- und Bremsdynamik in die Welt eines Triebfahrzeugführers einzutauchen und virtuelle Bahnstrecken abzufahren. Nutzen Sie diese Möglichkeit und besuchen Sie Transdev am Stand B8.
Zudem haben Fachbesucher die Möglichkeit, mit dem eigens eingerichteten Messe-Busshuttle ab dem Koblenzer Hbf Transdev kennenzulernen. Der Bus-Shuttle wird auch in diesem Jahr wieder durch Unternehmen der Transdev-Gruppe betrieben.
Als Teilnehmer des 11. Deutschen Nahverkehrstags erhalten Sie ein besonderes Angebot der Nahverkehrs-praxis. Die Fachzeitschrift für moderne Mobilität, die über alle Themen rund um den ÖPNV berichtet, können Sie rabattiert für nur 49,99 Euro pro Jahr im Abonnement (inkl. Zugang zur neuen App-Ausgabe) beziehen. Erfahren Sie in spannend aufbereiteten Leitthemen, was die Branche bewegt. Die nächste Ausgabe steht ganz im Zeichen der Digitalisierung (Pressemeldung Tagungsorganisation 11. Deutscher Nahverkehrstag, 25.05.16).

RechteckSiemens: 22 U-Bahnen für Bangkok
Der Nahverkehrsbetreiber Bangkok Mass Transit System Public Company (BTSC) hat ein Konsortium aus Siemens und dem türkischen Fahrzeughersteller Bozankaya mit der Lieferung von 22 vierteiligen U-Bahnzügen beauftragt. Zusätzlich übernimmt Siemens die Wartung und Instandhaltung für 16 Jahre. Die Fertigung erfolgt im Bozankaya-Werk in Ankara, Türkei. Der Siemens-Lieferanteil umfasst die Drehgestelle, die Antriebs- und Bremssysteme, die Hilfsbetriebe sowie das Projektmanagement und die Entwicklung, Konstruktion und Inbetriebsetzung der Züge. Die Lieferung der ersten U-Bahnen erfolgt im Jahr 2018 und wird im Folgejahr abgeschlossen sein. Die Züge sind für den Einsatz auf dem bestehenden BTS System, dem Skytrain, sowie auf den Verlängerungen der "Grünen Linie" (Green Line) vorgesehen.
"Mit BTSC verbindet uns eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit den neuen Fahrzeugen werden wir die Erfolgsgeschichte nahtlos fortschreiben. Speziell entwickelt für hohe Fahrgastzahlen werden die Züge dazu beitragen, das prognostizierte Fahrgastaufkommen von mehr als einer Million Menschen pro Tag auf der Green Line zu bewältigen", sagte Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte
von Siemens.
Thailands Hauptstadt Bangkok gilt als einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte der Asien-Pazifik-Region. Die Metropol-Region ist das attraktive urbane Zentrum des Landes mit fast 20 Millionen Einwohnern, und sie wächst ständig. Eine Prognose der Weltbank erwartet, dass bis zur Mitte des Jahrhunderts rund 60 Prozent aller Bewohner Thailands in der urbanen Region rund um die Hauptstadt leben werden – möglicherweise zehn Millionen Menschen mehr als derzeit. Die Stadt steht vor der Herausforderung, die Mobilität von Millionen von Menschen sicherzustellen. Hierfür entwickelten Bangkoks Stadt- und Verkehrsplaner bereits 1994 einen ambitionierten Masterplan, den Bangkok Mass Transit Development Plan mit über einem Dutzend neuer U-Bahn- und Schnellbahnlinien. Bis 2021 soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel von heute 40 auf 60 Prozent erhöht werden. Das erfordert einen konsequenten Ausbau der Nahverkehrslinien.
Die Siemens-Division Mobility konzipierte und realisierte die ersten drei hoch leistungsfähigen Bahnsysteme für den Nahverkehr. Sie sind jetzt die Grundlage für den weiteren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Das ursprünglich 23 Kilometer lange Skytrain-Hochbahnsystem BTS (Bangkok Transit System), errichtet von Siemens, war das erste Nahverkehrssystem der thailändischen Metropole, das seit der Eröffnung im Jahr 1999 erheblich zur Minderung des Individualverkehrs beigetragen hat. Aktuell wird das Streckennetz um rund 32 Kilometer erweitert, so dass das Netz im Endausbau einer Gesamtlänge von 68 Kilometern entspricht. Derzeit erfolgt die Verlängerung der Sukhumvit Green Line sowohl in Richtung Süden um rund 13 Kilometer und sieben Stationen als auch in Richtung Norden um 19 Kilometer und 16 Stationen. Die Fertigstellung der südlichen Verlängerung von Bearing bis nach Samut Prakan ist für 2018 geplant. Die nördliche Verlängerung von Mo Chit nach Khu Khot soll bis 2020 in Betrieb gehen (Pressemeldung Siemens, 25.05.16).

RechteckVolvo: 80 Doppelgelenkbusse für das BRT-System von Quito
Die südamerikanische Volvo-Tochtergesellschaft Volvo Busse Lateinamerika hat den Auftrag zur Lieferung von 80 Doppelgelenkbussen für das BRT (Bus Rapid Transit)-System in Quito, der Hauptstadt von Ecuador, erhalten. Der Auftrag bestätigt die marktführende Stellung der Volvo Bus Corporation im BRTSegment.
Damit werden zum ersten Mal Doppelgelenkbusse im Öffentlichen Personennahverkehr der ecuadorianischen Metropole Quito eingesetzt. "Die Stadt investiert sehr viel in die Verbesserung ihres städtischen Personennahverkehrssystems. Unsere Großraumfahrzeuge werden sie dabei unterstützen, den Bedarf in den BRT-Korridoren entsprechend abzudecken", so Euclides Castro, Urban Bus Commercial Manager bei Volvo Busse Lateinamerika.
Bei den bestellten Volvo-Bussen handelt es sich um den Typ Volvo B340M mit vier Achsen und einer Länge von rund 27 Metern. Ihre Beförderungskapazität liegt bei jeweils 250 Fahrgästen. Die neuen Doppelgelenkbus-Fahrgestelle werden mit Superpolo- Karosserieaufbauten versehen. Die Volvo-Busse sind zudem mit einem Automatgetriebe, Scheibenbremsen und dem elektronisch geregelten Bremssystem EBS 5 ausgestattet, das für größtmögliche Bremseffizienz und Stabilität sorgt. Der liegend eingebaute Dieselmotor Volvo DH12D entwickelt eine Leistung von 250 kW (340 PS).
Die erhöhte Transportkapazität ermöglicht eine Verringerung der Anzahl der im Schnellbuslinien-Korridor des BRT-Systems betriebenen Fahrzeuge, was dort zu einer Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit und damit auch zu einer Verringerung des Schadstoffausstoßes sowie der Betriebskosten führt. Die ersten Busse werden ab Mai 2017 und damit pünktlich zu den Feierlichkeiten anlässlich des Stadtgründungsfests von Quito ihren Betrieb in der ecuadorianischen Hauptstadt aufnehmen.
Die Volvo Bus Corporation hat Pionierleistungen bei der Entwicklung von Fahrzeugen für internationale BRT-Systeme vollbracht und ist weltweit führend in diesem Segment. Als anerkannter Marktführer hat das Unternehmen inzwischen bereits über 4000 Busse an die BRT-Systeme von Curitiba, Bogotá, Guatemala City, Mexico City, Santiago de Chile und San Salvador ausgeliefert. "Doppelgelenkbusse sind die beste Lösung, um die Leistungsfähigkeit und Effizienz der städtischen Nahverkehrssysteme in Großstädten zu erhöhen. Sie verkürzen die Taktzeiten und erhöhen somit die Taktfrequenz; außerdem verringern sie den Schadstoffausstoß und die Betriebskosten, da durch ihren Einsatz die Zahl der Busse auf den Straßen reduziert wird", bestätigt Luis Carlos Pimenta, Präsident von Volvo Busse Lateinamerika. (Pressemeldung Volvo, 25.05.16).

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Aus den Ländern

RechteckBW: Vertrag zum regionalen Expressbusses "Relex" unterzeichnet

Der Vertrag zwischen dem Verband Region Stuttgart und der Firma Schlienz-Tours GmbH & Co. KG aus Kernen über den Betrieb der drei neuen regiona-len Expressbuslinien ist heute unterzeichnet worden.
Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler betonte: "Mit der Vertragsunterzeichnung 10 beginnt für uns die eigentliche Arbeit". Gemeinsam mit der Firma Schlienz, den Städ-ten und Gemeinden sowie dem VVS würden nun die Haltestellen eingerichtet, die Fahrplanauskünfte für die VVS-Medien sowie die Markeneinführung vorbereitet. Ge-schäftsführer Erhard Kiesel sagte: "Wir freuen uns ganz besonders, dass wir als mit-telständisches Busunternehmen die "Relex"-Busse betreiben dürfen und hoffen, dass die erwarteten Fahrgastzahlen übertroffen werden." Er kündigte an, dass sein Unter-nehmen noch in Kürze 13 nagelneue Busse bestellen wird.
Der Expressbus "Relex" wird im einheitlichen, wiedererkennbaren Busdesign ab 20 11. Dezember neue Direktverbindungen mit folgenden Linien schaffen: Leonberg – Stuttgart Flughafen/Messe (X60), Kirchheim (Teck) – Stuttgart Flughafen/Messe (X10) und Waiblingen – Esslingen (X20). "Die regionalen Expressbusse bieten hohen Kom-fort zum VVS-Tarif", betonte Dr. Wurmthaler. Die Busse werden kostenloses Surfen im Internet ermöglichen, dynamische Fahrgastinformationen enthalten sowie Komfort-sitze mit verstellbaren Lehnen. Ebenfalls an Bord: Klapptische, Leselampen an den Plätzen und USB-Steckdosen. "Hochwertige Ausstattung und hohe Beförderungsqua-lität sind uns als traditionsreichem Busunternehmen wichtig", so Kiesel. Ihm liege nicht nur das Wohl der Fahrgäste, sondern auch der Busfahrer am Herzen. "Wie in der europaweiten Ausschreibung der Region gefordert, zahlen wir Tariflohn."
Qualität als Markenzeichen "Markenzeichen der neuen Expressbusse "Relex" ist ein hoher Qualitätsstandard auf neuen regionalen Tangentialstrecken", machte Regionaldirektorin Dr. Schelling im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung deutlich. Sie verwies darauf, dass die Firma Schlienz zwar das wirtschaftlichste unter insgesamt acht Angeboten abgegeben habe, doch die Konkurrenz groß gewesen sei. "Wir freuen uns, dass sich ein traditionsrei-ches Unternehmen aus der Region Stuttgart in der europaweiten Ausschreibung (Pressemeldung VRS, 25.05.16).

RechteckBW: Unbeschwert und günstig durch den Schwarzwald



Sie ist der Klassiker schlechthin, die Schwarzwaldbahn auf der Fahrt von Offenburg nach Konstanz, hier auf dem Hornberger Viadukt. Orte, die die Bahn nicht direkt erreicht, werden mit dem Bahnbus angefahren. So kann man in Gengenbach von der Schwarzwaldbahn in den Bahnbus umsteigen.
Auch das ist Nahverkehr im Schwarzwald: Ein RegioShuttle der Ortenau-S-Bahn in den Landesfarben Baden-Württembergs, aufgenommen in Schiltach im Kinzigtal. Ein Zug der Ortenau-S-Bahn im Haltepunkt Schiltach-Mitte.
Umweltfreundlich kann man aber auch die Innenstädte erreichen, wie hier Freiburg. Autos dürfen hier nicht in die Innenstadt, dafür fährt die Tram im dichten Takt. Die Höllental- und Dreiseenbahn bringt die Urlauber in die schönsten Urlaubsregionen des Schwarzwalds, z.B. nach Himmelreich.

Mit Bus und Bahn durch den Schwarzwald: Mit der "KONUS-Gästekarte" haben Urlauber nahezu im gesamten Schwarzwald freie Fahrt mit Bussen und Bahnen. Wo die zahlreichen Züge nicht vorbei kommen, bringen Bahnbusse die Urlauber auch in die entlegensten Schwarzwald-Dörfer.
Doch nicht nur mit der Deutschen Bahn ist man im Schwarzwald mobil - KONUS gilt auch in den zahlreichen Zügen der SWEG, z.B. in der Ortenau-S-Bahn, und bei den regionalen Busbetrieben. Natürlich kann auch der ÖPNV in den zahlreichen Städten, z.B. in Freiburg uneingeschränkt genutzt werden.
Mit der KONUS-Karte, haben die Urlauber der Schwarzwaldregion ein nahezu unbegrenztes Mobilitätsticket in der Tasche, so dass sie sich über Fahrpreise und Tarif-Zonen keine Gedanken machen müssen. Dass dies die Urlauber animiert, ihr Auto einmal stehen zu lassen, kann man an der Auslastung der Züge zu jeder Tageszeit erkennen.
Das Beste - die KONUS-Gästekarte bekommen Urlauber quasi geschenkt, sie wird nämlich mit der Kurtaxe in den Urlaubsorten abgegolten. Ein Angebot, welches in dieser Form in Deutschland seinesgleichen sucht (Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 25.05.16).

RechteckBayern: Abgesagte Baumaßnahme Arnulfsteg in München
Mitte Mai hat die Stadt München der DB Netz AG mitgeteilt, dass die lange beantragten Gleissperrungen für den Bau des Arnulfsteges an der Donnersbergerbrücke nicht mehr benötigt werden. Die DB Netz AG informierte daraufhin sämtlichen Eisenbahnverkehrsunternehmen, die daraufhin die geplanten Fahrplanänderungen wieder rückgängig machten. Ab Juni fallen wegen der Baumaßnahme Arnulfsteg deshalb keine Züge mehr aus.
Gleissperrungen für Bauarbeiten, sogenannte Sperrpausen, bedürfen einer langen Vorlaufzeit, um die zahlreichen Bauarbeiten auf den verschiedenen Bahnstrecken koordinieren und bündeln zu können. Außerdem benötigen die Eisenbahnverkehrsunternehmen einen gewissen Vorlauf, um Ersatzfahrpläne und gegebenenfalls Schienenersatzverkehr planen und frühzeitig in die Fahrplanauskunft einarbeiten zu können.
Von den Gleissperrungen für den Bau des Arnulfsteges wären in verschiedenen Bauphasen alle Eisenbahnverkehrsunternehmen betroffen gewesen, die den Hauptbahnhof anfahren: angefangen von der S-Bahn München über den Regionalverkehr bis hin zum Fernverkehr. Nach der Absage der Sperrpausen arbeiteten die Bahngesellschaften mit Hochdruck daran, die Fahrpläne erneut zu überarbeiten und möglichst schnell in den gewohnten Fahrplan zurück zu kommen. Das ist gelungen, so dass ab Anfang Juni wegen der Baustelle Arnulfsteg keine Züge mehr ausfallen oder mit abweichenden Zeiten fahren müssen.
Die Bahn bittet die Fahrgäste aber um Beachtung, dass trotzdem weitere Baumaßnahmen wie Erneuerungen von Gleisen, Weichen oder Oberleitungen  stattfinden, die zu Fahrplanänderungen führen werden. Auch an dem lange geplanten verlängerten Bauwochenende über den Feiertag Mariä Himmelfahrt Mitte August wird es auf der Stammstrecke erhebliche Fahrplaneinschrän-kungen geben. Denn außer der abgesagten Sperrpause für das Einheben des Arnulfsteges wird die Bahn wie geplant die Gleis- und Weichenerneuerungen am Ostbahnhof sowie zwischen Laim und Obermenzing durchführen. In Summe werden die Fahrplaneinschränkungen im Regional- und S-Bahn-Verkehr in diesem und dem nächsten Jahr aber geringer ausfallen als das mit der Baumaßnahme Arnulfsteg der Fall gewesen wäre (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.05.16).

RechteckBerlin: Union-Chaoten droht nach Randalen Beförderungsausschluss
Die Deutsche Bahn (DB) prüft Beförderungsausschlüsse gegen Gewalttäter, die am Samstag auf der Fahrt von Rostock nach Berlin in einem Regionalexpress randaliert haben. Nach dem Spiel des FC Union in Rostock haben Anhänger des Berliner Clubs in einem fahrplanmäßigen RE-Zug einen Schaden von rund 30.000 Euro verursacht.
In den nahezu fabrikneuen Doppelstockwagen wurden Wand- und Deckenverkleidungen abgerissen, Lampen und Glasscheiben eingetreten, Leitungen herausgerissen und mehrere Videokameras entwendet. "Wir sind enttäuscht, dass erneut so genannte Fußballfans am Wochenende schwere Schäden verursacht haben. Wenige Chaoten zerstören hier das Engagement der Bahn, der Vereine und Fanprojekte. Auch andere Kunden und friedlich reisende Fußballfans sind von den Folgen der Ausschreitungen und dem sinnlosen Vandalismus Einzelner betroffen", sagt  Karsten Schumacher, Leiter DB Regio Produktionsstandort Rostock.
Auch im aktuellen Fall wird die DB die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen: "Randalierer haben in unseren Zügen nichts zu suchen. Wir werden die Täter zur Kasse bitten und prüfen Hausverbote und Beförderungsausschlüsse."
Jährlich entstehen der DB alleine durch vermeintliche Fußballfans in Zügen Kosten von mehreren  Millionen Euro zur Beseitigung von Verschmutzungen und Vandalismus. Hinzu kommen pro Jahr rund 700.000 Euro für den Einsatz von Sicherheitskräften im Zusammenhang mit Fußballfanreisen.
Hinzu kommen Folgekosten, die aufgrund von Zugausfällen und Verspätungen entstehen, wenn Züge durch das Verhalten von Randalierern aufgehalten werden oder wenn beschädigte Fahrzeuge repariert werden müssen. So müssen in den am Wochenende beschädigten Fahrzeugen neue Verkleidungen, Polster und Fenster montiert werden, ein Teil der Elektroinstallation erneuert sowie Reinigungs- und Lackierarbeiten durchgeführt werden. Die Wagen stehen so für mehrere Wochen nicht dem regulären Betrieb zur Verfügung (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.05.16).

RechteckHessen: Durchschlag Tunnel Zierenberg
Am 10.05.16 wurde um 10 Uhr der Tunnel in Zierenberg durchgeschlagen. Nach 884 Metern und rund sieben Monaten Vortriebsarbeiten ist das Licht am Ende des Tunnels gefeiert worden. Der Vortrieb erfolgte zunächst mit dem Bagger. Nach der Weihnachtspause war das Gestein so fest, dass seit Anfang Januar 2016 insgesamt 206 Sprengungen erforderlich waren.
"Insgesamt wurden rund 42.300 m³ Gestein im Tunnel gelöst", schildert Martin Fischer, Projektleiter der Firma BeMo Tunnelling GmbH. "Davon wurden 26.300 m³ auf die Deponien Schachten und Gudensberg abgefahren. Der Rest ist für die Verfüllung des alten Tunnels vorgesehen". Im Vortrieb waren die Arbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Dabei kamen Spezialmaschinen wie Tunnelbagger und -bohrgerät, Mulden und ein Spritzmobil zum Einsatz.
Bauherr Hans-Martin König, Leiter Infrastruktur der Kurhessenbahn, freut sich über den guten Verlauf der Arbeiten: "Wir sind froh, dass die Arbeiten bisher im Zeit- und Kostenrahmen liegen. Besonders freut uns, dass es bis auf kleinere Blessuren  zu keinen Unfällen gekommen ist. Das wünschen wir uns natürlich auch für die noch anstehenden Arbeiten bis zur Inbetriebnahme."
Nach dem Tunneldurchstich folgt nun der Vortrieb der Tunnelsohle, der ebenfalls mit Bagger und - wenn nötig - mit Lockerungssprengungen durchgeführt wird. Diese Arbeiten werden nach derzeitigem Bauverlauf im August 2016 abgeschlossen sein. Danach wird die Innenschale in wasserdichter Betonkonstruktion mit Hilfe eines speziellen Tunnelschalwagens hergestellt. Im Jahr 2018 folgt dann abschließend der Gleisbau.
Um die Tunnelbauer vor Unfällen zu schützen, fand am 4. Dezember letzten Jahres die traditionelle Barbarafeier statt, bei der die Schutzpatronin der Tunnelbauer gesegnet und die Arbeiter unter ihren Schutz gestellt wurden. Die Patenschaft - und damit die irdische Stellvertretung für die heilige Barbara – hat Frau Monika Schmidt, Ehefrau des Landrats für den Landkreis Kassel übernommen. Am Tag nach der Barbarafeier hatte die Kurhessenbahn der Bevölkerung beim Tag des offenen Tunnels die Möglichkeit geboten, sich ein Bild von dem Fortschritt der Arbeiten zu machen. Und auch die Fertigstellung beziehungsweise die Inbetriebnahme des Tunnels Ende 2018 wird mit der Öffentlichkeit gefeiert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.05.16).

RechteckNRW: Geänderte Ausschreibung RE 8 und RB 33
Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Vergabe von SPNV-Leistungen auf den Linien
RE 8 (Mönchengladbach – Köln – Bonn-Beuel – Koblenz) und
RB 33 (Essen – Duisburg – Mönchengladbach – Lindern – Aachen/Heinsberg, Flügelung) ausgeschrieben (2016/S 098-175985).
Vergeben werden auf der Grundlage der Auftragsbekanntmachung vom 15.4.2016, Ziffer 2016/S 077-137331, im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union Dienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Zuständigkeitsbereich der SPNV-Aufgabenträger Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR), Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) und Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) auf der Linie RE 8 zum internationalen Fahrplanwechsel im Jahr 2019, voraussichtlich am 15.12.2019 bis zum internationalen Fahrplanwechsel im Jahr 2034, voraussichtlich am 10.12.2034 und des NVR und VRR auf der RB 33 zum internationalen Fahrplanwechsel im Jahr 2020, voraussichtlich am 13.12.2020 bis zum internationalen Fahrplanwechsel im Jahr 2034, voraussichtlich am 10.12.2034 im Rahmen von Bruttoverkehrsverträgen mit fabrikneuen Fahrzeugen.
Das Vergabeverfahren wurde bereits mit Auftragsbekanntmachung vom 15.4.2016 eingeleitet und ist unter der Ziffer 2016/S 077-137331 im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht worden. Auf diese Bekanntmachung wird verwiesen. Die hiesige Bekanntmachung erfolgt lediglich aus Gründen des größtmöglichen Wettbewerbs, weil in der vorgenannten Bekanntmachung aufgrund eines Übermittlungsfehlers seitens des EU-Amtsblattes unter der Ziffer IV.1.1) das Verfahren fälschlich als Verhandlungsverfahren bezeichnet wurde. Das Verfahren wird jedoch als Öffentliche Ausschreibung gem. § 3 Abs. 1 Satz 1 VOL/A durchgeführt (Quelle EU-Amtsblatt, 25.05.16).

RechteckNRW: Spatenstich zur Modernisierung in Bochum-Dahlhausen
Am Dienstag wurde mit einem symbolischen Spatenstich der offizielle Startschuss für die Modernisierung des Bahnhofs in Bochum-Dahlhausen gegeben. Der Spatenstich wurde vorgenommen durch den Verkehrsminster des Landes NRW, Michael Groschek, den Oberbürgermeister der Stadt Bochum, Thomas Eiskirch, der VRR Prokuristin des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr AöR. Gabriele Matz, den Konzernbevollmächtigten der Bahn für das Land NRW, Werner Lübberink und den Leiter des Regionalbereichs West der DB Station&Service, Martin Sigmund.
Im Zuge der Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) werden der Außenbahnsteig an  Gleis 1 und der Mittelbahnsteig an Gleis 2 mit 76 cm  erneuert. Die Bahnsteige erhalten neue Bodenbeläge und taktile Leitsysteme für Sehbehinderte. Außerdem werden drei neue Aufzüge für die barrierefreie Zuwegung auf die Bahnsteige gebaut und eine Personenbrücke neu gebaut. Der bestehende Personentunnel wird verfüllt.
Zudem wird eine neue Beleuchtungsanlage installiert und die Bahnsteigausstattung (Wetterschutz, Sitzmöglichkeiten, Vitrinen, Abfallbehältern usw.) wird erneuert. Der modernisierte Bahnhof soll bis Mitte 2018 in Betrieb genommen werden.
Die Gesamtkosten betragen etwa 5,5 Millionen Euro, wovon das Land Nordrhein-Westfalen etwa 5,1 Millionen Euro und Deutsche Bahn und Bund rund 400.000 Euro übernehmen.
"Ich freue mich, dass wir nun auch diese S-Bahnstation im Herzen des Ruhrgebietes modernisieren und barrierefrei gestalten können. Hiermit wird der ÖPNV in NRW noch attraktiver", sagte Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Bahn für das Land NRW.
NRW-Verkehrsminister Groschek: "Nordrhein-Westfalen ist das "Bahnland Nummer 1". Mit der Modernisierungsoffensive in NRW sorgen Bund, Land und die Deutsche Bahn gemeinsam dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt. Nach seiner Fertigstellung wird der Bahnhof Bochum-Dahlhausen ein weiteres gutes Beispiel dafür sein, wie komfortabel und attraktiv das Reisen und Pendeln auf der Schiene sein kann."
"Gut, dass es los geht. Die Sanierung des Bahnhofs Dahlhausen ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Mobilität in Dahlhausen und fügt sich gut in unsere Aktivitäten zur Aufwertung des Stadtteils ein. Neue Grünverbindungen, die Wohnbebauung des Ruhrauenparks und das neue Gebäude für das Eisenbahnmuseum sind bedeutsame Impulse der Attraktivierung Dahlhausens ," so Bochums Oberbürgermeister, Thomas Eiskirch.
"Durch diese Maßnahmen schaffen wir es, den Bahnhof Bochum-Dahlhausen an die künftigen Anforderungen anzupassen. Neben der Barrierefreiheit erhöhen wir auch Attraktivität und Aufenthaltsqualität. Der Bahnhof wird so zu einem modernen und leistungsfähigen Bahnhof umgebaut und erweitert." Gabriele Matz, Prokuristin der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR.
Im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 wurden seit 2008 an 117 kleineren und mittleren Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen Baumaßnahmen vereinbart, die seitdem sukzessive umgesetzt werden. Bereits heute sind 486 der 697 Stationen im Land stufenfrei.
Im Zuge einer dritten Modernisierungsoffensive (MOF 3) werden weitere 35 Stationen modernisiert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 25.05.16).

RechteckSH: Erste Weichen für einen fahrscheinlosen Nahverkehr für Touristen
Mit einer Änderung des Kommunalabgabengesetzes hat die Landesregierung heute (24. Mai) den Weg für ein Modellprojekt geebnet, dass Urlaubern in Schleswig-Holstein bald eine kostenlose ÖPNV-Nutzung ermöglichen soll. "Wir sind im ersten Schritt dabei, für die Tourismus-Regionen an der Westküste aus der Kurabgabe eine Gästekarte zu entwickeln, die unseren Urlaubern dann die Gratis-Nutzung von Bus und Bahn erlaubt", sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer. Denn die vom Innenministerium vorbereitete Gesetzesänderung mache es künftig Gemeinden möglich, einen Teil ihrer Einnahmen aus der Kurabgabe für dieses Angebot einzusetzen. An dem Westküsten-Modellprojekt beteiligen sich die lokalen Tourismusorganisationen Dithmarschen, St. Peter-Ording und Eiderstedt sowie Husum, Nordstrand, Büsum und Friedrichskoog.
Wie Meyer weiter sagte, habe die so genannte Konus-Card im Schwarzwald bei dem Projekt als Vorbild gedient. Langfristig sei das Ziel, dass Touristen künftig mit ihrer Kurkarte den öffentlichen Personennahverkehr in ganz Schleswig-Holstein und in Hamburg nutzen können. Der Gesetzentwurf geht nun in die so genannte Verbandsanhörung. Nach Verabschiedung durch den Landtag kann das Gesetz dann spätestens am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Parallel wird das Projekt in Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Verkehrsträgern inhaltlich konkretisiert, so dass es im ersten Quartal 2017 an den Start gehen kann.
"Mit diesem Vorhaben macht das Land einen wichtigen Schritt für eine zukunftsweisende und umweltfreundliche Entwicklung unseres Tourismus im echten Norden", sagte der Minister. Zudem könne auf diese Weise die Kurkarte deutlich aufgewertet und somit auch die Akzeptanz der Kurabgabe erhöht werden (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, 25.05.16).

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LOK Report 05/16

LOK Report Ausgabe 5/16

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBergbahnoffensive im Verkehrshaus der Schweiz

Auf geht's den Berg hinauf. Die Mobilität in den Bergen und die Seilbahnausstellung im Verkehrshaus der Schweiz erhalten mit einer Bergbahnoffensive ein neues Gesicht. Die schweizerische Bergbahnszene präsentiert sich in vier neuen Ausstellungsbereichen. Der Verband Seilbahnen Schweiz sorgt mit einer begehbaren Gondel für Nervenkitzel in luftiger Höhe.
Die Schweiz hat für die Erschliessung der Alpenwelt und die Entwicklung des Bergtourismus seit jeher eine Pionierrolle eingenommen. Im Fokus der vom Verkehrshaus lancierten Bergbahnoffensive steht die neu inszenierte Seilbahnausstellung. Sie ist die einzige ihrer Art in der Schweiz. Ob Spiele, interaktive Stationen oder erstmals präsentierte Zeitzeugen; alle machen sie die Faszination «Bergwelt» erlebbar. Dazu gehören Modellseilbahnen, Umlaufbahnen, Pendelbahnen und Gondelbahnen. Erzählt wird ebenfalls die Geschichte des Seilbaus und der Seilklemmen, ohne deren Entwicklung die höchsten Berge nie hätten erzwingen werden können. Zudem liefern Berührungsbildschirme vertieftes Wissen über die Mobilität in der Bergwelt.
Vor der Halle Seilbahnen und Tourismus weisen zwei an einem Original-Mast hängende Gondeln auf die Bedeutung der Seilbahnen in der Schweiz. Die Gondel bietet eine tolle Aussicht auf das Geschehen der VHS-Arena und bietet beim Betreten eine Überraschung. Dieses Objekt konnte dank der tatkräftigen Unterstützung des Verbands Seilbahnen Schweiz realisiert werden.
Die Schlittenseilbahn aus dem Saanenland im Berner Oberland, genannt Funi, ist in den Werkstätten des Verkehrshauses restauriert worden. Dieses für den aufkommenden Skitourismus in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts wichtige und fast vergessene Transportmittel setzt als schienenlose Bahn vor der Schienenhalle einen neuen Akzent. Das Funi-Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen Gstaad Saanenland Tourismus (GST) und dem Verkehrshaus der Schweiz. Ohne den unermüdlichen Einsatz von Ruth Annen, der Enkelin des Funi-Erfinders Arnold Annen und Initiantin des Projekts wäre dieses Vorhaben nicht zustande gekommen. Sie hat mit grossem Engagement historisches Material und Fotos sowie Filme und Originalteile gesammelt und zur Verfügung gestellt.
Neben der steilsten Zahnradbahn der Welt (Pilatusbahn) wird in der Schienenhalle neu die steilste Standseilbahn der Welt präsentiert. Die zurzeit im Bau befindliche neue Stoosbahn mit bis zu 110 Prozent Steigung wird bei der Inbetriebnahme die steilste Standseilbahn der Welt sein. Die Fahrgäste werden durch den automatischen Niveauausgleich immer waagrecht stehen. Bereits vor der Eröffnung der neuen Bahn kann eine Originalkabine besichtigt werden. Zudem bieten eine Kletterwand und ein Simulator die Möglichkeit die extreme Steigung selbst zu erfahren.
Zum 80. Geburtstag von Globi gibts das neue Globi-Buch «Globis Reise ins Herz der Schweiz». Globi ist wieder einmal auf Entdeckungsreise und fährt auch mit der Zentralbahn. Der Globi-Picknickwagen ist in der Arena zu besichtigen. Am Eröffnungsakt war die Zentralbahn – Ausstellungspartner des Verkehrshauses – auch mit einem Simulator vor Ort, der das Fahren mit und ohne Zahnrad aufzeigt (Pressemeldung Verkehrshaus der Schweiz,
25.05.16).

RechteckFeldbahnfest Frankfurt




Am Wochenende 21./22.05.16 fand beim Frankfurter Feldbahnmuseum das Feldbahnfest unter dem Motto: Feldbahnen in der Bauindustrie statt. Einsatz von Schauzügen und Nachstellung historischer Arbeitsabläufen, sowie Personenzüge zum Mitfahren (Harald Becker, 25.05.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckBrenner


Nach den gewalttätigen Ausschreitungen am Brenner macht Trenitalia bei der Bozner Quästur auch Schäden durch die dreistündige Verspätung des Venice-Simplon-Orient-Express geltend. Am 21. Mai dagegen trübt kaum ein (Tränengas-)Wölkchen die Stimmung. D 245.6020 zieht die beiden Güterzugloks E 405.022 und 008 vom Zug, stößt sie unter die Gleichstromfahrleitung zurück in den Süden, das ÖBB-Tandem 1016.009 und 042 setzt sich an die Spitze. Dazwischen wird der Blick frei auf die stündlich zwischen ÖBB- und Trenitalia-Regionalzügen am Brenner umsteigende Hundertschaft, hier um 16:32 h in Richtung Süden. Nach der Bremsprobe geht die Fahrt des VSOE um 16.50 h weiter in Richtung Arlberg und Calais (GK, 25.05.16).

RechteckKleine Scheidegg

Die Jungfraubauhnen im Schweizerischen Berner Oberland testen seit Mai einen neuen Triebwagen von Stadler. Der Triebwagen mit der Nummer 221 konnte am 18.05.16 auf der Talstation, der Kleinen Scheidegg, bei seiner Testfahrt aufgenommen werden. Die Jungfraubahn überwindet auf der 9,3km langen Strecke 1400 Höhenmeter um die Fahrgäste auf den 3454m hohen Jungfraujoch zu bringen.
Die Jungfraubahnen haben insgesamt vier dieser Triebzüge bestellt, die bei Stadler in Bussnang gebaut werden. Die dreiteiligen Triebwagen bieten 182 Sitzplätze und werden per LKW in Teilen nach Grindelwald transportiert, dann mit der Wengernalpbahn zur Kleinen Scheidegg gebracht und dort endmontiert (Thomas Szymanowski, 25.05.16).

RechteckVogtland

Am Abend des 11.05.2016 kommt die Werbelok von HSL 186 181 "Wir verbinden Europa" mit dem Containerzug DGS 52651 Glauchau-Hof durch Steinpleis gefahren. Am Samstag den 21.05.2016 kommt der HSL "Schokoriegel" 151 017 mit dem Containerzug Hamburg-Hof durch das Werdauer Bogendreieck gefahren und wurde im Ortsteil Ruppertsgrün aufgenommen (Daniel Wolf, 25.05.16).

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Europa

RechteckDänemark: Verkehrskonferenz hofft auf Nachbesserungen im Verkehrswegeplan

Die Rendsburger Kanalhochbrücke soll nach Vorstellungen des deutschen Bundesverkehrsministers noch 50 Jahre halten. Foto hee.
Während der Sitzung der deutsch-dänischen Verkehrskommission in Sonderburg am Montag haben der dänische Transportminister Hans Chr. Schmidt (Venstre) und sein schleswig-holsteinischer Kollege Reinhard Meyer (SPD) ihre Hoffnung ausgedrückt, dass im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans Nachbesserung vorgenommen werden.
Dazu zähle die Beseitigung des Schienenengpasses Elmshorn, wo man ein drittes Gleis fordert, und eine Nachfolgelösung für die über 100 Jahre alte Rendsburger Eisenbahnbrücke. Beide Bereiche seien wichtig für den grenzüberschreitenden Verkehr.
Nach der Kommissionssitzung tagte erstmals die Jütland-Konferenz mit deutschen und dänischen Parlamentarieren. Diese forderte den Ausbau von E 45 und Jütlandbahnstrecken, besonders auch der Marschbahn Hamburg-Westerland/Esbjerg sowie der B 5. Meyer und Schmidt unterstrichen den Willen zur Realisierung eines Fehmarntunnels (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 25.05.16).

RechteckFrankreich: Streik ab 2. Juni auch bei der RATP
Die CGT, erste Gewerkschaft bei der RATP, hat ihre Mitglieder zu einem unbefristeten Streik ab dem 2. Juni aufgerufen, der die Wiederaufnahme der jährlichen Lohnverhandlungen und die Rücknahme des neuen Arbeitsgesetzes (Loi El Khomri) zum Ziel hat.
"Der Dialog der Regierung ist der Verfassungsartikel 49-3. Der Dialog des Managements ist die Durchführung dieser Entscheidung. Die Antwort der Mitarbeiter ist der Streik. Wir blockieren alles", heisst es in einem Aufruf der Gewerkschaft.
Die CGT bedauert, dass die RATP trotz ihrer Rekordgewinne im letzten Jahr (437 Mio. EUR, + 47 %) im März 2016 eine allgemeine Lohnerhöhung abgelehnt hat. (WKZ, Quelle Le Monde, Figaro, 25.05.16).

RechteckLitauen/Polen: Fahrplan zwischen Kaunas und Bialystok

Von der Litauischen Eisenbahn habe ich folgende Aussage zum geplanten Fahrplan zwischen Kaunas und Bialystok (Rail Baltica) erhalten: Der Betrieb wird zum 17.06.16 aufgenommen. Fahrkarten können ab 45 Tage vor Reiseantritt gebucht werden. Eine Verkaufsagentur befinden sich in Vilnius (Vilnius Sales Agency in Vilnius Railway station, Geležinkelio st. 16, Vilnius).
Der Fahrplan im Anhang ist zwar auf Litauisch, aber sollte eigentlich gut zu verstehen sein: das Wort "Periodiškumas" bedeutet wohl "Verkehrstage" (1=Montag, 5=Freitag, 6=Samstag, 7=Sonntag). Wenn man auf www.traukiniobilietas.lt die Fahrzeiten von Kaunas nach Marijampole für den 18.06.2016 sucht, findet man vier Züge, die beiden Züge 141 und 145 werden nicht genannt (Dr. Christopher Curran, 25.05.16).

RechteckSchweiz: Bund lanciert Internetportal zur NEAT
Der Bund hat ein Informationsportal zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) in Betrieb genommen. Unter www.alptransit-portal.ch sind Originalakten, Bilder, Filme sowie Tondokumente zur Geschichte und zur gesellschaftlichen Bedeutung der NEAT verfügbar. Das NEAT-Portal erleichtert den Zugang zu Dokumenten, die bisher in verschiedenen Archiven verteilt waren. E
s wurde aufgrund einer Empfehlung der parlamentarischen NEAT-Aufsichtsdelegation geschaffen und durch das Schweizerische Bundesarchiv realisiert. Die parlamentarische NEAT-Aufsichtsdelegation (NAD) hat dem Bundesamt für Verkehr (BAV) im Herbst 2014 empfohlen, ein Online-Portal mit Dokumenten zur Entstehungsge-schichte der NEAT zu schaffen. Sie will damit – nicht zuletzt mit Blick auf die Eröffnung des Gotthard- und des Ceneri-Basistunnels – für die interessierte Öffentlichkeit und die Wissenschaft die Informationen zur NEAT einfach und strukturiert zugänglich machen.
Das BAV hat im Mai 2015 das Bundesarchiv mit der Umsetzung beauftragt. Am Dienstag wurde das Portal in Bern von Vertretern aller drei beteiligten Stellen der Öffentlichkeit vorgestellt.
Unter www.alptransit-portal.ch sind hunderte Originaldokumente, Fotos, Videos und Tondokumente zur NEAT auffindbar. Das BAV und weitere Bundesstellen haben für den Launch des Portals rund 150 Dokumente freigegeben, die aufgrund des Archivierungs-gesetzes noch einer Schutzfrist unterstellt wären. Das Bundesarchiv hat alle Dokumente und Quellen in ihren historischen Kontext eingebettet. Die einfach auffindbaren Originaldokumente ermöglichen es den Nutzerinnen und Nutzern, die Geschichte der NEAT nachzuvollziehen und eigenständig zu deuten. Die NAD ist überzeugt, dass das von ihr initiierte Portal für die heutige und für kommende Generationen die Entstehungsgeschichte der NEAT in vielen Facetten dokumentiert und den Zugang zu Grundlagen für die Geschichtsschreibung wesentlich vereinfacht.
Das Bundesarchiv wird das NEAT-Portal in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter entwickeln. Die Kosten sind durch den NEAT-Gesamtkredit gedeckt. Für die nun lancierte erste Version wurden 400'000 Franken für den Aufbau des Webportals sowie Digitalisierungen und Archivierungsarbeiten ausgegeben.
Die NEAT-Aufsichtsdelegation (NAD) nimmt die parlamentarische Oberaufsicht über die Verwirklichung der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) wahr. Sie setzt sich aus zwölf Mitgliedern der eidgenössischen Räte zusammen. Der Auftrag der NAD beinhaltet insbesondere:
• die Ausübung der parlamentarische Verwaltungskontrolle und Finanzoberaufsicht über die Verwirklichung des NEAT-Projekts;
• die laufende Überwachung, ob und wie die Rechtsgrundlagen, Leistungen, Kosten, Termine und Finanzvorgaben von allen Beteiligten eingehalten werden;
• die Prüfung der Ausgestaltung von Projekt- und Aufsichtsorganisation sowie der Wahrnehmung der Aufsichts- und Steuerungsfunktionen durch die Aufsichtsbehörden.
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben stehen der NAD umfassende Informations- und Auskunftsrechte zur Verfügung, analog zu denjenigen der Geschäftsprüfungs- und Finanzdelegation des Parlaments (gemäss Art. 51, 154 und 155 Parlamentsgesetz). (Pressemeldung NAD, 25.05.16).

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