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LOK Report – News von Mittwoch, 22.06.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

NEE zeigt Positionen zur aktuellen
Lage im Schienengüterverkehr

Absatzlinie
Bombardier verkauft seine
Amphibienflugzeugsparte

Absatzlinie
Ohne IC4-Schrott läuft gar nichts
Absatzlinie
Ab 03.07.16 fährt der ICE 407
über Strasbourg

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Martin Kubík

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Auch Kinofilme und TV-Serien bald im ICE Portal
Ab Ende 2016 runden Kinofilme und TV-Serien das Angebot im ICE Portal der Deutschen Bahn (DB) ab. Hierfür haben die maxdome GmbH und die DB eine langfristige strategische Partnerschaft geschlossen. Der neue Service wird sowohl einen kostenfreien als auch einen kostenpflichtigen Bereich beinhalten. Neben familiengerechten Komödien, Action- und Animationsfilmen werden auch Tier- und Naturdokumentationen sowie Kinderinhalte zur Verfügung stehen. Bahn-Kunden haben die Wahl zwischen 50 kostenfreien, teilweise monatlich wechselnden und bis zu 1.000 kostenpflichtigen Inhalten.
"Mit dem einzigartigen Entertainment-Angebot von maxdome wird das ICE Portal ab Ende 2016 um einen wichtigen Baustein aufgewertet", erklärt Michael Peterson, Vorstand Marketing der DB Fernverkehr. "Reisen im ICE werden mit diesem Video-Service für unsere Kunden noch unterhaltsamer", freut sich Peterson.
"maxdome in der Bahn bietet einen signifikanten Mehrwert für den Kunden: Film- und Seriengenuss ohne dass ich vorher einen Titel runterladen muss, ohne dass mein mobiles Datenvolumen verbraucht wird und ohne Aussetzer im Tunnel – komfortabler geht es nicht", erklärt Marvin Lange, maxdome-Geschäftsführer.
Das ICE Portal der DB öffnet sich als Startseite im Browser, sobald sich der Reisende mit seinem eigenen mobilen Endgerät mit dem Bord-WLAN verbindet.  Das Bordprogramm bietet verschiedene Informationsbereiche wie Tipps und Empfehlungen zu Sehenswürdigkeiten und Attraktionen zum nächsten ICE-Halt, Informationen zum Speise- und Getränkeangebot im ICE, zu Flinkster – mein Carsharing und zu Call a bike, den Mieträdern der DB, sowie einen iKiosk mit verschiedenen Zeitungsangeboten, Hörbüchern und Hörspielen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.06.16).

RechteckNEE: Positionen zur aktuellen Lage im Schienengüterverkehr

Der Güterverkehr wächst – auch auf der Schiene! Im Schienengüterverkehr kann man Geld verdienen! Und für einen treibhausgasneutralen Transport benötigen wir keine Oberleitungen für schwere Lkw auf den Autobahnen!
Einige Thesen zum Fachgespräch der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, wie wir mehr Verkehr auf die Schiene bekommen. Die zentrale Antwort aber lautet: nur durch eine koordinierte und erst gemeinte Verkehrspolitik, die bessere Rahmenbedingungen und die benötigte Infrastruktur und damit Vertrauen für Investitionen schafft.
Der Vortrag von NEE-Geschäftsführer Peter Westenberger kann hier heruntergeladen werden (Pressemeldung NEE, 22.06.16).

Industrie

RechteckBombardier: Verkauf der Amphibienflugzeugsparte
Bombardier kündigte am Montagabend eine definitive Vereinbarung an, seine Amphibienflugzeugsparte an Viking Air in British Columbia zu verkaufen. Viking Air hatte schon andere berühmte Bombardier-Flugzeuge wie die berühmte DHC-6 Twin Otter übernommen. "Das Amphibienflugzeug-Programm fügt sich nicht mehr in unsere heutige Strategie ein", hieß es von Bombardier.
Die Transaktion betrifft die derzeitigen Flugzeug-Typen Canadair CL-215, CL-215T und Bombardier 415 und die damit verbundenen nachträglichen Dienstleistungen. Fast 170 CL-215 und CL-415 sind derzeit in 10 Ländern in Betrieb, darunter 60 in Kanada. Der Verkauf unterliegt der Zustimmung der Regulierungsbehörden und soll in den kommenden Monaten abgeschlossen werden.
Bombardier will sich damit auf die Kernaktivitäten konzentrieren, wie kommerzielle Flugzeuge und Schienentransport (WKZ, Quelle Zonebourse, La Presse, 22.06.16).

RechteckIVU: Tablet-App für das gesamte Fahrpersonal von AAR bus+bahn

Der Bushof Aarau – künftig kann das Fahrpersonal von AAR bus+bahn auf dem IVU.pad sehen, wann sie wieder hier halten. Foto Niklaus Spoerri. Das IVU.pad von der Berliner IVU Traffic Technologies AG digitalisiert künftig den Workflow des Fahrpersonals von AAR bus+bahn. Foto IVU.
Die Zukunft des Fahrpersonals beim öffentlichen Transportunternehmen AAR bus+bahn wird digital. Künftig statten die Schweizer ihr gesamtes Fahrpersonal mit Tablets aus. So möchte AAR bus+bahn die Informationen besser zugänglich machen, Arbeitsabläufe verschlanken und beschleunigen.
Möglich macht dies das neue IVU.pad. Die App der Berliner IVU Traffic Technologies AG dient als zentrale Kommunikationsplattform und unterstützt das Fahrpersonal bei den wichtigsten mobilen Prozessen. Das IVU.pad enthält alle Informationen, die die rund 170 Mitarbeitenden des Bus- und Bahn-Fahrpersonals für ihren Dienst benötigen: Es zeigt aktuelle, personalisierte Meldungen zu anstehenden Fahrten und Fahrzeugen und synchronisiert automatisch alle wichtigen Dokumente. Darüber hinaus unterstützt das IVU.pad mit einem dynamischen Dienstfahrplan (für den Bahnbetrieb), einer Schadenserfassung und einem eLearning-Modul das Fahrpersonal optimal bei seiner täglichen Arbeit.
In Zukunft kann das Fahrpersonal von AAR bus+bahn seine Arbeitszeiten direkt über das IVU.pad mobil erfassen, Urlaubsanträge stellen und aktuelle Nachrichten der Disposition einsehen. Die integrierten Schnittstellen verbinden das IVU.pad mit den entsprechenden Umsystemen und stellen eine nahtlose Datenübertragung sicher.
"Mit dem IVU.pad können wir den gesamten Workflow unseres Fahrpersonals digitalisieren", sagt Andreas Kleiner, Leiter Disposition und Planung von AAR bus+bahn. "Alles Wichtige liegt komplett elektronisch vor. Das spart viel Zeit und Papier und sorgt für effizientere Prozesse und aktuellere Informationen."
Zusammen mit neuen iPads wird im September 2016 die erste Version des IVU.pads an das gesamte Fahrpersonal ausgehändigt. Im Laufe der Einführung implementiert die IVU nach und nach neue Funktionen in das System, die anschließend allen IVU.pad-Kunden zur Verfügung stehen werden.
"Wir sind sehr stolz, AAR bus+bahn als Kunden für das IVU.pad gewonnen zu haben", sagt Marc Schaffert, Leiter Vertrieb und Key Account Manager der IVU für die Schweiz. "Unser integrierter Ansatz - vor allem in Kombination mit unserem Planungssystem IVU.plan - überzeugt. Das zeigen auch die zahlreichen Anfragen unserer Kunden zum IVU.pad." AAR bus+bahn ist die Dachmarke der Wynental- und Suhrentalbahn AG (WSB) und der Busbetrieb Aarau AG (BBA).
Mit 23 Zügen und 36 Bussen gewährleisten die beiden Unternehmen einen zuverlässigen und regelmäßigen öffentlichen Verkehr in der Stadt und in der Region Aarau. Jährlich nutzen rund 14 Millionen Fahrgäste das Angebot von AAR bus+bahn (Pressemeldung IVU Traffic Technologies AG, 22.06.16).

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Tanago

Aus den Ländern

RechteckBerlin: Neues Empfangsgebäude am Bahnhof Gesundbrunnen vollendet
Die Deutsche Bahn feiert am Samstag, 25. Juni, zusammen mit den Berlinern im neuen Empfangsgebäude am Bahnhof Gesundbrunnen.
Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel betont die Wichtigkeit des Bahnhofs Gesundbrunnen: "Bahnhöfe sind immer auch Eingangstore in eine Stadt und deshalb ist es besonders wichtig, ihnen eine einladende Gestalt zu geben. Der Bahnhof Gesundbrunnen wurde Stück für Stück für die vielen Reisenden immer attraktiver und bietet heute alle Annehmlichkeiten eines modernen Bahnhofs."
Nachdem im letzten Jahr bereits die zwölf neuen Mieter ihre Läden eröffnet hatten, sind noch – mit Unterstützung des Senats – der Bodenbelag des Querbahnsteigs erneuert und ein Blindenleitsystem eingebaut worden. In den letzten Wochen wurden zudem die Aufzüge zu den S-Bahnsteigen modernisiert, sodass der Bahnhof nun funktional und kundenorientiert ist.
Mit täglich 30 Zügen im Fernverkehr, 90 Zügen im Regionalverkehr und rund 1.000 S-Bahnen sowie Übergängen zur U-Bahn und zum Bus, gehört Berlin Gesundbrunnen zu den wichtigen Verkehrsknoten der Hauptstadt. Hier steigen täglich rund 130.000 Menschen um, ein und aus.
Am 25. Juni 2016, 10 Uhr, werden  Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Berlin, Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG, Andreas Geisel, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, und Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister des Bezirks Mitte von Berlin, auf dem Querbahnsteig den Bahnhof Gesundbrunnen symbolisch fertigstellen. Auf dem sich anschließenden Bahnhofsfest können Anwohner, Familien, Reisende, Besucher und Interessierte bis 19 Uhr feiern (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.06.16).

RechteckNRW: Graffito mit Durchblick am Stellwerk Mülheim-Styrum

Das Stellwerk Mülheim-Styrum ist seit Kurzem ein besonderer Hingucker. Ein 140 Quadratmeter großes Graffito ziert die Außenwand des Gebäudes und zeigt, wie es im Inneren aussieht. Seit Ende März ist das Stellwerk, das nach einem Brand im Oktober 2015 ein knappes halbes Jahr ausgefallen war, wieder in Betrieb. Nach der Renovierung erhofft sich die Deutsche Bahn, mit dieser Aktion illegale Sprayer fern zu halten.
Markus Grastat, Mitarbeiter der DB Netz AG und zugleich Graffiti-Künstler, besprühte die Fassade des Stellwerks in der vergangenen Woche. Mit seinem riesigen Kunstwerk schafft er einen Einblick in das Innere des Stellwerks. Oben zu sehen ist die Bedienkanzel, in der die Fahrdienstleiter die Fahrstraßen stellen. Darunter befindet sich der Relaisraum, in dem "der Befehl" des Fahrdienstleiters weiterverarbeitet wird und von wo aus elektrische Schalter die Weichenmotoren ansteuern. Im Erdgeschoss ist der Dieselraum zu sehen, der die Stromversorgung des Stellwerks auch bei Stromausfällen sicherstellt. Für die Arbeiten in einer Höhe von bis zu 13 Metern war ein Hubwagen nötig.
Eine Woche lang arbeitete Markus Grastat an dem Graffito und versprühte dabei etwa 130 Dosen. Täglich fahren etwa 600 Züge am Stellwerk vorbei, die Strecke gehört somit zu den meist frequentierten Abschnitten in Deutschland (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.06.16).

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IGE Werrabahn Eisenach

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBalve-Binolen



Am 12.06. fand auf der Hönnetalbahn zwischen Fröndenberg und Neuenrade ein Schienenbustag statt. Es verkehrten die 4-teilige Schienenbusgarnitur der Eisenbahnfreunde Hönnetal, der MAN-Schienenbus von der Osningbahn Bielefeld sowie das Schweineschnäuzchen des Bochumer Eisenbahnmuseums Bochum. Auch die Gummibahn war als Zubringer nach Binolen (Matthias Rawe, 22.06.16).

RechteckSommerfest im DB Museum Koblenz

Besuchen den Infostand der HSB beim diesjährigen Sommerfest: v.l.n.r. Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen; Heike Taubert, Finanzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin; Matthias Wagener, Geschäftsführer der HSB sowie Dieter Lauinger, Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz des Freistaates Thüringen. Die originale Dampflok der HSB war der Blickfang des Abends und gefragter Fotostar bei allen Gästen des Sommerfestes: v.l.n.r. Dieter Lauinger, Thüringer Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz; Matthias Wagener, Geschäftsführer der HSB und Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen. Im Hintergrund hat die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert den Führerstand der Dampflok erklommen. Fotos HSB/Dirk Bahnsen.
Im Rahmen ihres Jubiläumsjahres „25 Jahre Volldampf in Freiheit“ entsandte die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) für den gestrigen Abend eine ganz besondere Botschafterin des Harzes in die deutsche Hauptstadt. Ziel der 118-jährigen Dampflokomotive „NWE 13“ war das jährliche „Sommerfest“ in der Berliner Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund.
Über tausend geladene Festgäste bummelten am gestrigen Abend über die bunte Festmeile vor der Thüringer Landesvertretung in der Berliner Mohrenstraße. Als besonderer Blickfang fiel ihnen in diesem Jahr ganz besonders eine grüne Dampflokomotive ins Auge. Die im Jahre 1898 gebaute „NWE 13“ der Harzer Schmalspurbahnen war in der Nacht zuvor eigens auf einem Straßentieflader aus Wernigerode zum „Sommerfest“ nach Berlin-Mitte angereist. Sie gehört noch zur Erstausstattung der Harzquer- und Brockenbahn, deren erster Abschnitt im thüringischen Südharz von Nordhausen nach Ilfeld 1897 eröffnet wurde. Gleich neben der historischen Lokomotive der Bauart „Mallet“ konnten sich die Gäste an einem Präsentationsstand der HSB über die vielfältigen touristischen Angebote des Unternehmens informieren. Sehr interessiert zeigten sich hier auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke sowie Nordhausens Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh, die von HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener an der dampfenden und pfeifenden Lokomotive begrüßt wurden.
Der außergewöhnliche HSB-Auftritt beim diesjährigen Thüringer „Sommerfest“, zu dem auch Auszüge aus „Faust – Die Rockoper auf dem Brocken“ gehörten, war integraler Bestandteil einer vielschichtigen Gesamtdarstellung des Südharzes und umrahmt von zahlreichen Präsentationsständen der Wirtschaft und des Tourismus aus dem Bereich Nordhausen. Er fand anlässlich des laufenden Jubiläumsjahres „25 Jahre Volldampf in Freiheit“ statt, in dem das Unternehmen mit vielfältigen Veranstaltungen die Wiederaufnahme des Zugverkehrs zum Brocken sowie seine Gründung im Herbst 1991 würdigt. Am 24. Juni wird die HSB in diesem Zusammenhang erneut in Berlin zu Gast sein. In der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund wird sie ihre umfangreiche Ausstellung zur Entstehung und Entwicklung des Unternehmens von 1989 bis in die heutige Zeit präsentieren (Pressemeldung HSB, 22.06.16).

RechteckSommerfest im DB Museum Koblenz



Am Samstag fand im DB Museum Koblenz das große Sommerfest statt. Unter dem Motto "60 Jahre Einheitsloks der Deutschen Bundesbahn" gab es eine Lokparade, wo zahlreiche wieder in neuem Glanz restaurierte E-Loks (E10/110, E40/140, E41/141, 139, E50, 151 und 111) präsentiert wurden. Erstmals wurden auch Pendelfahrten zwischen dem Museum und dem Koblenzer Hbf angeboten. Natürlich durften die Fahrten mit dem Adler-Zug genau so wenig fehlen wie die Führerstands Mitfahrten auf der Schnellzugdampflok 01 150 (Harald Becker, 22.06.16).

Rechteck"Wilde Zicke" in Naumburg um eine Attraktion reicher
Mit der Inbetriebnahme des historischen Straßenbahntriebwagens vom Typ "Reko" am 17.06.16 sei die Naumburger Straßenbahn um eine Attraktion reicher, sagte Sachsen-Anhalts Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel, in der Saalestadt. Nach Auskunft des Ministers ist der Wagen (Baujahr: 1973) für insgesamt rund 140.000 Euro umfangreich instandgesetzt und restauriert worden.
Rund 126.000 Euro hat das Land dazu beigesteuert. Technische Denkmäler würden so für nachfolgende Generationen erhalten, betonte Webel. "Die Landesförderung ist zugleich aber auch Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit derer, die sich um die Bewahrung dieses Teils Naumburger Stadtgeschichte verdient machen", würdigte der Minister das Engagement der Vereine Nahverkehrsfreunde Naumburg-Jena und zur Erhaltung historischer Fahrzeuge und Verkehrsanlagen e. V.
Der Erhalt der Naumburger Straßenbahn, die im Volksmund auch "Wilde Zicke" genannt wird, ist in den zurückliegenden Jahren umfangreich vom Land gefördert worden.
2010: rd. 21.000 Euro
2011: rd. 19.200 Euro
2012: rd. 70.800 Euro
2013: rd. 65.000 Euro
2014: rd. 53.500 Euro
2015: rd. 126.000 Euro
Bereits seit März 2007 ergänzt die Straßenbahn als Linie 4 täglich das bestehende öffentliche Nahverkehrsangebot in der Saalestadt. Sie trägt dazu bei, Naumburg insgesamt noch attraktiver zu gestalten.
In diesem und im nächsten Jahr ist zudem eine Erweiterung der Strecke "Vogelwiese – Salztor" geplant, für die ebenfalls eine Landesförderung vorgesehen ist. Der Burgenlandkreis hat die Genehmigung für den täglichen Betrieb der Naumburger Straßenbahn bis Ende 2019 verlängert. Bis zum Jahr 2029 soll sie als fester Bestandteil in den Stadtverkehr eingeordnet werden (Pressemeldung Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, 22.06.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

Rechteck130. Jahrestreffen in Ceske Kamenice


Am 18.06.2016 wurde das 130-jährige Bestehen der Strecke Ceske Kamenice - Kamenicky Senov gefeiert. Aus Prag kamen 751 010 von NTM, 749 253 von KZC und R10040. Den Nahverkehr zwischen Decin und Rumburk fuhren 753 001 und 753 101. 753 001 in Kytlice und 753 101 wurden kurz vor Beneso nad Plucnici fotografiert, zwischen Ceske Kamenice und Kamenicky Senov fuhr 831 138, hier kurz vor Ceske Kamenice (Jannick Rahn, 22.06.16).

RechteckZittau - Bogatynia - Frýdlant



Von Zittau fuhr ich mit einem vollen Zug der ODEG zum Hp Hirschfelde (ehemaliger Bahnhof an der Strecke nach Görlitz). In Hirschfelde kaufte ich ein Bier im Getränkehandel am Bü, ich bin dann über die ehemalige Straßenbrücke über die Neiße nach Turów in Polen gegangen. Die Brücke ist seit 1945 im schrecklichen Zustand. Ich musste über Brücke "klettern."
Aus Turów, wo sich ein Kohlekraftwerk befindet, fuhr ich mit dem Kleinbus nach Bogatynia (Reichenau) zum ehemaligen Schmalspur-Bahnhof. Im Kleinbus gilt auch das Euro-Neisse Ticket. Im ehemalige Bahnhof befindet sich der Verein Museum Bogatynia mit historischen Fotografien aus Reichenau und Umgebung.
Von Bogatynia ging es zum ehemaligen Schmalspur-Kehrbahnhof Dětřichov bei Frýdlant (Dittersbach bei Friedland in Böhmen). Vor dem Kehrbahnhof befindet sich ein kleines Schmalspurmuseum.
In Dětřichov besuchte ich das alte Gasthaus, wo es Budvar (Budweiser) Bier von Faß gab. Der Kellner sagte: "Ich habe hier schon seit 1983 Dienst". Ich fügte hinzu: "Ich war in diesem Gasthaus im Dezember 1981, da war ich 16 Jahre alt, es war der erste Tag des Ausnahmezustands in Polen unter General Jaruzelski. Ich wurde hier von der Staatspolizei als Agent kontrolliert." Naja, das ist schon Historie.
Zwischen 1976 und 1984 wurde auf der Schmalspurstrecke SEV eingerichtet. 1984 wurde die Strecke stillgelegt und im Jahr 1996 nach Diebstählen abgebaut.
Um 20 Uhr 50 fuhr ich mit dem Regionalbus nach Frýdlant v Čechách. Ich übernachtete in der Pension Šárka am Markt, ich war dort allein. Am Morgen besuchte ich das Schloß und die dort betriebene Brauerei und fuhr zurück über Liberec (Reichenberg) und Turnov mit dem Zug nach Prag (Martin Kubík, 22.06.16).

RechteckZwettl


Während einem Besuch am 01.06.2016 im Bahnhof von Zwettl in Österreich konnten einige Fahrzeuge des dort ansässigen Lokalbahn-Vereins fotografiert werden. Neben der 93.1434 und der Diesellok JW 100 V20 stand auch der ÖBB Infrastruktur Messwagen ÖBB-Ultraschall Prüftrupp 1 (A-ÖBB 80 81 972 5 400-2 Messwagen) sowie einige Holz- und Kesselwagen im Bahnhof (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 22.06.16).

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Bahnberufe

Europa

RechteckDänemark: Ohne IC4-Schrott läuft gar nichts

Nach Angaben von Transportminister Schmidt (V) sind von 60 IC4-Triebwagen stets 30 wegen diverser Mängel und Defekte in der Werkstatt. Foto DSB.

Die einst als Superzüge für den schnellen Bahnverkehr in Dänemark georderten IC4-Triebwagen der Dänischen Staatsbahnen DSB) sind einfach Schrott. Das hat Transportminister H. C. Schmidt (V) während des "Folkemøde" auf Bornholm eingeräumt. Zugleich hat der Minister aber klargestellt, dass der Bahnverkehr in Dänemark mindestens noch vier Jahre auf die Dieselzüge aus der Produktion des italienischen Herstellers Ansaldobreda angewiesen sein wird, bei denen immer nur die Hälfte der Flotte einsatzfähig ist, während der Rest in der Werkstatt bearbeitet werden muss.
Schmidt unterstrich auch, dass man es sich schenken könne, auf DSB oder die staatliche Infrastruktursellschaft Banedanmark zu schmimpfen, denn dort hat niemand die Chance, etwas gegen die IC4-Misere zu unternehmen.
Schmidt erklärte, dass Dänemark keine neuen Züge anschaffen werde, bis die Elektrifizierung der Strecken Fredericia - Aalborg und Roskilde Kalundborg in frühestens vier Jahren angelaufen ist. Und auch gebe es keine Ersatzzüge, die man mieten kann. "Wer da weiterhelfen kann, soll sich bei mir melden", so Schmidt (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 22.06.16).

RechteckFrankreich: Ab 03.07.16 fährt der ICE 407 über Strasbourg
Die 2007 mit der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Est (Phase 1) in Betrieb gegangenen Linien Paris - Saarbrücken - Frankfurt und Paris - Strasbourg - Stuttgart - München, die seit 2012 durch die Rhein-Rhone-Verbindung (Frankfurt -Strasbourg - Lyon - Marseille) ergänzt werden, werden im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung der etablierten Betreiber SNCF und DB über das Joint-Venture Alleo betrieben. Diese Kooperation wurde vor elf Monaten bis zum Jahr 2020 verlängert. Der operative Hauptsitz von Alleo (9 Mitarbeiter) wurde Anfang des Jahres von Saarbrücken nach Strasbourg verlegt.
Mit der Inbetriebnahme der zweiten Phase der LGV Est zum 03.07.16 werden die täglichen Fahrten Paris - Frankfurt über Saarbrücken von 5 auf 4 Hin- und Rücktouren reduziert, dafür aber zwei neue Zugpaare über Strasbourg eingerichtet, die auf der Süd-Route gegenüber der Nord-Route 15 Minuten Zeit sparen. Insgesamt verkehren zwischen Deutschland und Frankreich dann 24 statt 20 bisher Zugpaare zwischen Deutschland und Frankreich über Strasbourg.
Über die Nord-Route verkehren abwechselnd TGV von Alstom und ICE von Siemens, über Strasbourg fahren bisher neue TGV EuroDuplex mit 509 Sitzen. Ab 03.07.16 werden auf der Südroute über Strasbourg auch interoperable ICE der Baureihe 407 der 3. Generation mit 444 Sitzen fahren.
Einer der neuen ICE 407 wird in Strasbourg am Samstag, 18.07.16 von 10 bis 18 Uhr dem Publikum präsentiert. (WKZ, Quelle Derniere Nouvelles d'Alsace, 22.06.16).

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