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LOK Report – News von Mittwoch, 07.12.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Bombardier: Produktion
in Hennigsdorf nur noch bis 2018

Absatzlinie
Ausbau grenzüberschreitender
Verbindungen Pfalz / Elsass

Absatzlinie
Erörterung Chemnitzer Bahnbogen

Absatzlinie

Großbritannien: Shaw-Bericht will Betrieb und Netz wieder vereinen

Absatzlinie

Westbahn verkauft Busgeschäft
an Blaguss Reisen

Absatzlinie

Neue Umläufe der BR 380 CD

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Alexander Hertel

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckEVG: Donnerstag entscheidende Tarifverhandlung zwischen EVG und DB AG
"Die Deutsche Bahn hat am kommenden Donnerstag die derzeit letzte Chance, mit uns einen Tarifabschluss am Verhandlungstisch hinzukriegen. Werden wir in der nunmehr vierten Verhandlungsrunde nicht fertig, werden wir die Verhandlungen unterbrechen und im Vorstand die weitere Vorgehensweise beschließen. Was das bedeutet, dürfte Jedem klar sein", erklärte Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba.
Die EVG hatte immer wieder deutlich gemacht, noch im Dezember einen Tarifabschluss am Verhandlungstisch erreichen zu wollen. Die zögerliche Verhandlungstaktik der DB AG stehe dem aber bislang entgegen. "Wenn auch beim Arbeitgeber der ernsthafte Wille zur Einigung bestehen würde, bräuchten wir nicht permanent Detailfragen erörtern. Dann sollten wir relativ schnell zum Abschluss kommen können", erklärte Regina Rusch-Ziemba im Vorfeld der Verhandlungen.
Die EVG-Verhandlungsdelegation habe durch die Mitgliederbefragung im Vorfeld der Tarifverhandlung einen eindeutigen Verhandlungsauftrag bekommen: "Wir fordern 7 Prozent mehr im Volumen, wobei unsere Mitglieder selber entscheiden sollen, ob sie 2,5 Prozent des erreichten Tarifabschlusses in Form von einer Stunde Arbeitszeitverkürzung, sechs Tagen zusätzlichen Urlaubs oder als weitere Lohnerhöhung in Anspruch nehmen wollen. Und damit es keine Ungerechtigkeiten gibt, wollen wir, dass unser Abschluss für alle EVG-Mitglieder gleichermaßen gilt", so die EVG-Verhandlungsführerin.
"Die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner werden langsam ungeduldig", betonte Regina Rusch-Ziemba. Deshalb wollen am 8. Dezember in Berlin mehrere hundert EVG-Mitglieder aus ganz Deutschland für die Forderung nach einem einheitlichen Tarifabschluss demonstrieren. "Und das wird, wenn es sein muss, erst der Anfang sein", machte die Verhandlungsführerin der EVG deutlich (Pressemeldung EVG, 07.12.16).

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Industrie

RechteckBombardier: Triebfahrzeugfertigung in Hennigsdorf nur noch bis 2018
Bombardier will die Produktion im Werk in Hennigsdorf weitgehend einstellen. Die Serienproduktion von Zügen solle Ende 2018 auslaufen, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Michael Wobst, am Montag nach einer Betriebsversammlung gegenüber der Berliner Abendschau.
Die Werksleitung habe mitgeteilt, dass nur noch Entwicklung, Konstruktion und eventuell der Bau von Prototypen am Standort bleiben sollen, der Wagenkastenrohbau und eine Produktionshalle sollen geschlossen werden. Die Produktion soll nach Bautzen und China verlagert werden. Ob der Standort unter diesen Bedingungen überleben kann, sei fraglich. Wieviele Mitarbeiter betroffen sind, wollte die Werksleitung nicht mitteilen, was für Empörung unter der Belegschaft sorgte.
Offizielle Informationen soll es erst vor Weihnachten geben (Quelle RBB, Tagesspiegel, 06.12.16).

RechteckBombardier: Signaltechnik-Joint Venture in China erhält ersten Auftrag
Bombardier Transportation hat bekanntgegeben, dass das Joint Venture von Bombardier und der New United Group (NUG), die Bombardier NUG Signaling Solutions Co. Ltd. (BNS), seinen ersten Auftrag in China erhalten hat. Der Auftrag der Changzhou Metro Co. Ltd. umfasst die Ausstattung der U-Bahn-Linie 1 mit einem modernen Zugsteuerungssystem. Der gesamte Auftrag für BNS hat einen Wert von rund 226 Millionen chinesischen RMB (33 Millionen US-Dollar, 31 Millionen Euro). Bombardier hält 50 % der Anteile am Joint Venture BNS, das 2015 gegründet wurde. Die 34 km lange U-Bahn-Linie 1, deren Eröffnung für 2019 geplant ist, verläuft in Nord-Süd-Richtung, verbindet Wohn- und Geschäftsviertel miteinander und bietet Anschlussmöglichkeiten an das Hochgeschwindigkeitsnetz und zum öffentlichen Busverkehr.
"Wir sind sehr stolz darauf, dass wir von Changzhou Metro ausgewählt wurden, um unsere modere Zugsteuerungstechnik für die erste U-Bahn-Linie der Stadt bereitzustellen", so Jianwei Zhang, President von Bombardier China. "Die CITYFLO-Lösung von Bombardier ermöglicht einen halbautomatischen Zugbetrieb auf der Strecke, deren Züge täglich voraussichtlich bis zu 950.000 Fahrgäste bei Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h befördern werden. Dadurch wird die Fahrzeit für Fahrgäste in der gesamten Stadt deutlich verringert."
Mit der modernen automatischen Zugsteuerungslösung CITYFLO 650 kann der komplexe Zugbetrieb im städtischen Nahverkehr im Vergleich zu herkömmlichen Signalsystemen effizienter und zuverlässiger gesteuert werden. Das Bordsystem bedient sich einer drahtlosen Hochgeschwindigkeits-Datenkommunikation zwischen Zug, streckenseitiger Ausrüstung und zentraler Verkehrsüberwachung, um die Position eines Zuges kontinuierlich zu überwachen. Die Zuggeschwindigkeiten werden ebenfalls automatisch überwacht, wodurch die Abstände zwischen den einzelnen Zügen sicher verringert werden und die Beförderungskapazität der Strecke steigern.
Bombardier ist in den chinesischen Nahverkehrsmärkten ein wichtiger Anbieter von Signaltechnik und die CITYFLO-Lösung ist eine bewährte Wahl, wenn es darum geht, einen sicheren und zuverlässigen Betrieb für ausgedehnte U-Bahn-Linien zu gewährleisten. In China ist das System auf U-Bahn-Linien in Shenzhen und Tianjin im Einsatz. Zudem werden automatische Personen Transport-Systeme (Automated People Mover - APM), die von CITYFLO gesteuert werden, in Guangzhou, Peking und bald auch in Schanghai betrieben. Weltweit ist das System auf 35 Linien im Einsatz oder befindet sich in der Auslieferung, unter anderem in Städten in Brasilien, Deutschland, Indien, Malaysia, Saudi-Arabien, Spanien, Thailand und den USA.
Bombardier genießt in China den Ruf als erfolgreichstes ausländisches Schienenverkehrsunternehmen und hat dort sechs Joint Ventures und sieben zu 100 % Unternehmen in ausländischem Besitz, die ein umfangreiches Lösungsportfolio wie Fahrzeuge für den städtischen Nahverkehr, Hochgeschwindigkeitszüge sowie Antriebs- und Steuerungstechnik, Signallösungen und maßgeschneiderte Dienstleistungen bieten. Im Rahmen der Joint Ventures wurden bislang insgesamt mehr als 3.500 Personenzugwagen für Hochgeschwindigkeitszüge und über 2.000 U-Bahn-Wagen für die wachsenden Nahverkehrsmärkte in China ausgeliefert, bei denen überall die Antriebstechnik von Bombardier zum Einsatz kommt. Auch andere U-Bahn-Hersteller werden in großer Zahl mit der Antriebstechnik von Bombardier beliefert, die in insgesamt 19 chinesischen Städten genutzt wird (Pressemeldung Bombardier, 07.12.16).

RechteckVDEI: Gleisbauforum zu aktuellen Entwicklungen der Schieneninfrastruktur

Am 29.11.16 fand zum Thema "Digitalisierung - Hightech - Innovationen das erste Gleisbau Forum der VDEI-Akademie im Berliner PlaceOne Berlin statt.
"Die Kombination aus hochkarätigen Vorträgen und der einzigartigen Aussicht aus der 13. Etage über Berlin ist einzigartig", so Thomas Mainka, VDEI Präsident. Die Atmosphäre passt hervorragend zu den innovativen Lösungen zum Neubau- und zur Instandhaltung der Schieneninfrastruktur, die hier vorgestellt werden. Besonders freut mich, dass wir für diese Veranstaltung auch zahlreiche Studenten interessieren konnten. Die Suche nach Nachwuchs ist und bleibt eine der wichtigsten Herausforderungen, der wir als Verband gegenüberstehen", äußerte der Präsident.
Experten stellten den rund 60 Teilnehmern neue Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Digitalisierung im Bahnbereich, Hightech Anwendungen im Gleisbau sowie Innovationen in den unterschiedlichsten Bereichen der Gleisbauwelt vor. Junge Startups arbeiten im Auftrag der Bahn an smarten Anwendungsideen für den umfangreichen Datenpool der Deutschen Bahn, mit denen zum Beispiel eine Ferndiagnose über den Zustand von Weichen möglich ist. Auch die DB nutzt BIG DATA für die Optimierung der Netzinstandhaltung. Insgesamt wurden in den letzten Jahren immer mehr Apps für berufliche Anwendung mit dem Smartphone entwickelt. In Zukunft sollen beispielweise Störungsmeldungen über WhatsApp gemeldet und terminplangestützt für den Soll-Ist-Vergleich weiterbverarbeitet werden. Ein wichtiger und unerlässlicher Bestandteil werden dabei Cybersicherheit und Datenschutz sein.
"Die zunehmende Digitalisierung im Bahnbetrieb führt zu neuen Anforderungen am Arbeitsplatz. Es werden Experten benötigt, die die Programme entwerfen, warten und die Anwendungen schließlich technisch umsetzten. Hierbei ist die systematische Arbeitsweise von Bahningenieuren weiterhin gefragt. Bahningenieure werden sich allerdings künftig weiter in Richtung digitaler Bahningenieur entwickeln müssen", teilte Mainka mit.
Neben digitalen Entwicklungen vermittelte das Gleisbauforum auch Einblicke in die Planung und Abwicklung aktueller Großprojekte wie die Schnellfahrstrecke Hannover - Göttingen oder auch dem Ausbau des Gotthard-Basistunnels. Vorgestellt wurden aber auch neue Gleisbaumaschinen und ihr spezieller Einsatz im Bahnbetrieb (Pressemeldung VDEI, 07.12.16).

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Aus den Ländern

RechteckBW/RLP: Ausbau grenzüberschreitender Verbindungen zwischen Pfalz und Elsass

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 werden die grenzüberschreitenden Angebote im öffentlichen Nahverkehr zwischen der Pfalz und dem Elsass verbessert. Zudem bietet der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) mit dem TicketPlus Alsace seit Dezember auch eine neue Tageskarte für den Freizeit- und Ausflugsverkehr ins Nachbarland an.
Möglich macht dies eine Kooperation zwischen dem KVV, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN), dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV), der Deutschen Bahn-Tochter DB Regio und der staatlichen französischen Eisenbahngesellschaft SNCF. Unterstützt wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vom Land Rheinland-Pfalz und der Région Alsace Champagne-Ardenne Lorraine (Grand Est). Heute stellten die Projektverantwortlichen im rheinland-pfälzischen Rülzheim die neuen Nahverkehrsangebote vor.
Ab dem 11. Dezember stehen Fahrgästen an Samstagen und Sonntagen dann vier verbesserte Verbindungen von Wörth über Lauterbourg nach Strasbourg zur Verfügung – vom 1. Mai bis 31. Oktober 2017 werden sogar auf direktem Weg von Wörth nach Strasbourg Verbindungen ohne Umstieg in Lauterbourg angeboten. Die Züge haben zudem in Wörth gute Anschlüsse an den Regionalverkehr der DB Regio und an die Stadtbahnen von und nach Karlsruhe.
Mit dem TicketPlus Alsace können KVV-Kunden samstags, sonntags und feiertags alle Züge des Regionalverkehrs im Département Bas-Rhin nutzen. Die Ergänzungskarte gilt seit dem 1. Dezember in Kombination mit den KVV-Fahrscheinen Regiosolo, Regioplus, KombiCard, Karte ab 65 und Firmenkarte bei der Anreise ins Elsaß via Wörth – Lauterbourg oder via Winden – Wissembourg.
Neben den Zügen des Regionalverkehrs können mit dem Anschlussfahrschein auch die Busse des Regionalverkehrs (Cars TER) genutzt werden, die im Nordelsass insbesondere zwischen Haguenau/Hagenau und Niederbronn-les-Bains/Bad Niederbronn verkehren.
„Grenzüberschreitender Nahverkehr ist eine wichtige Grundlage, um die regionale Zusammenarbeit am Oberrhein zu stärken sowie die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen mit unseren französischen Nachbarn im Elsass zu vertiefen“, betonte KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon. „Ich freue mich, dass wir unseren Kunden mit dem neuen Angebot diese attraktive Nachbarregion mit ihren vielen Ausflugszielen zukünftig näherbringen und die tarifliche Zusammenarbeit mit dem VRN weiter ausbauen, so dass die Grenzregionen stärker zusammenwachsen“, so Pischon.
Für Staatssekretär Andy Becht aus dem Verkehrsministerium in Mainz ist es ein wichtiges verkehrspolitisches Ziel, dass auch im grenzüberschreitenden Verkehr der Anteil von Bus und Bahn am Modal Split deutlich zunimmt. „Das neue Angebot TicketPlus Alsace des KVV ist ein wichtiger weiterer Schritt, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger der Grenzregion für ihre Fahrten nach Frankreich bzw. Deutschland den öffentlichen Nahverkehr noch mehr als bisher nutzen.“
Michael Heilmann, der Verbandsdirektor des ZSPNV Süd, bewertet das neue Tarifangebot des KVV und die ab Mai 2017 durchgehenden Züge nach Strasbourg als Meilenstein für den regionenübergreifenden und grenzüberschreitenden Schienenverkehr: „Nahezu 30 Jahre gab es aus Richtung Wörth keine Direktzüge nach Strasbourg. Selbst seit der Integration der Strecke Wörth - Lauterbourg in den Rheinland-Pfalz-Takt im Jahre 2002 war es noch nicht einmal möglich, eine durchgehende Fahrkarte aus der Pfalz nach Strasbourg zur Fahrt über die Lauterbourger Linie zu kaufen“, blickt er zurück. „Wir verknüpfen nun die beiden Strecken auf der pfälzischen und auf der elsässischen Seite sowohl im Verkehrsangebot als auch auf tariflicher Seite. Wir haben gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der SNCF die Fahrpläne angepasst und bieten für Bahnfahrten aus der Südpfalz und von Karlsruhe ins Elsass eine attraktive Alternative zum Auto“, erklärte Heilmann.
Auch Dr. Fritz Brechtel, Landrat des Landkreises Germersheim, begrüßte die neuen Reisemöglichkeiten: „Attraktive öffentliche Verkehrsangebote sind wichtig zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Beziehungen. Als Landrat und Vorsitzender des Eurodistricts PAMINA freue ich mich über das neue Angebot TicketPlus Alsace, mit dem nun Kunden des KVV an Wochenenden und Feiertagen alle Züge und Busse des Regionalverkehrs im Elsass, Département Bas-Rhin nutzen können. Damit kann man nun ganz entspannt Strasbourg oder andere Orte im Elsass besuchen. Diese Verbesserung konnte dank der intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligen erzielt werden.“
Für Einzelpersonen kostet das TicketPlus Alsace 7,50 Euro, die Tageskarte für Gruppen von bis zu fünf Personen 15 Euro. So lassen sich umweltfreundlich und preisgünstig Ausflugsziele wie die Metropole Strasbourg oder das gemeinsame Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen erkunden. Südlichster Bahnhof ist Sélestat/ Schlettstadt. Von hier verkehren auch Ausflugsbusse zur Hohkönigsburg (eigener Tarif).
„Wir freuen uns, dass bei Fahrten ins benachbarte Elsass für die Bürger in der Südpfalz, gang gleich ob sie mit VRN- oder KVV-Fahrausweisen unterwegs sind, jetzt die gleichen Rahmenbedingungen gelten, was uns seit vielen Jahren ein Anliegen war“, so Werner Schreiner, VRN-Projektmanager und ehrenamtlicher Beauftragter der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Schreiner, der zugleich die neue von KVV und VRN gemeinsam entwickelte Informationsbroschüre präsentierte, bedankte sich auch beim KVV für die gute Zusammenarbeit, die es ermöglich hat, das Projekt nach der Zustimmung der Région Grand Est schnell umzusetzen. Darüber hinaus überbrachte er auch die Grüße elsässischer Vertreter, die aufgrund anderer Verpflichtungen leider nicht nach Rülzheim kommen konnten.
Der Fahrplan sieht vor, dass die Züge in Wörth gegen 9:30 Uhr sowie gegen 12:15 Uhr, 16 Uhr und 19:15 Uhr abfahren. Die in der Ausflugszugsaison von 1. Mai bis Ende Oktober umsteigefreien Rückfahrten ab Strasbourg sind für 8:23 Uhr, 10:53 Uhr, 16:53 Uhr und 18:53 Uhr geplant (zwischen November und April muss, bei gleichen Fahrzeiten, in Lauterbourg umgestiegen werden).
Zum Einsatz kommt im Rahmen einer speziellen Vereinbarung zwischen der DB Regio und der SNCF ein Triebwagen der Baureihe X 73900 der französischen Staatsbahn. Diese Unterbauart der „Baleine“ (dt. „Wal“) genannten Fahrzeuge verfügen über eine zusätzliche Zugsicherungseinrichtung, die Fahrten auch auf deutschen Eisenbahnstrecken ermöglicht. Sie kommen schon heute im umsteigefreien Wochenendverkehr zwischen Neustadt/W und Strasbourg zum Einsatz. Wie beim sogenannten „Strasbourg-Express“ entlang der Weinstraße fahren die Direktzüge von Wörth nach Strasbourg nicht an Wochenfeiertagen in Frankreich oder Deutschland.
Bürger aus dem Elsass erhalten wiederum die Möglichkeit, an Wochenenden und französischen Feiertagen mit dem Pass Alsace-VRN/KVV mit allen Verbundverkehrsmitteln das Netz des KVV und VRN zu bereisen (Pressemeldung VBK - Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, 07.12.16).

RechteckSachsen: Erörterung zum Chemnitzer Bahnbogen

Die Landesdirektion Chemnitz veröffentlichte die Termine zur Anhörung im Planfest-stellungsverfahren zum Chemnitzer Bahnbogen. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens erfolgt als nächster Verfahrensschritt von Montag, 12. Dezember, bis Mittwoch, 14. Dezember 2016, in Chemnitz die sogenannte "Erörterung". Die DB Netz AG erwartet beim anstehenden Erörterungstermin durch die Landesdirektion Sachsen eine intensive und ausgewogene Diskussion zu der eingereichten Planung: "Die Anhörung Mitte Dezember in Chemnitz ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in diesem Projekt, denn jetzt werden die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und der privaten Einwender zu diesem Projekt mit der von uns eingereichten Planung erörtert und gegenseitig abgewogen. Wir freuen uns auf den Austausch aller relevanten Argumente mit den Verfahrensbeteiligten und begrüßen die von der Landesdirektion Sachsen vorgenommene fachliche Strukturierung an drei Erörterungstagen", sagte Dipl.-Ing. Lutz Buchmann, der für die Vorhabensträgerin DB Netz AG Projektleiter der Sachsen-Franken-Magistrale ist.
Die Aufgabe der Landesdirektion Sachsen ist es, nach der Erörterung eine zusammenfassende Stellungnahme zu erstellen, auf deren Basis das Eisenbahn-Bundesamt (EBA), Außenstellen Dresden, dann den Planfeststellungsbeschluss erlassen kann. "Wir möchten dazu beitragen, dass in der Erörterung eine ausgewogene Sicht auf die unterschiedlichen Belange möglich wird und durch die spätere Planfeststellung des EBA eine für alle Seiten akzeptable, technisch genehmigungs- und finanzierungsfähige Projektumsetzung möglich wird", so Lutz Buchmann.
Die Erörterung ist nach Vorgabe der Landesdirektion Sachsen auf drei Tage angesetzt. Der erste Termin am Montag (12. Dezember) ist den Fachbehörden der Denkmalpflege vorbehalten. Dabei handelt es sich um das Landesamt für Denkmalschutz (Dresden) sowie um die Untere Denkmalbehörde der Stadt Chemnitz: "Dieser Tag wird sehr anspruchsvoll für alle Beteiligten werden", schätzt Buchmann. "Denn neben den berechtigten Belangen des Denkmalschutzes werden auch die zahlreichen gesetzlichen Vorschriften, nationale wie multinationale Vorgaben zum Bahnbetrieb und wirtschaftliche Überlegungen in der Bau- wie in der Betriebsphase zur Sprache kommen, die für uns als Betreiberin der Schieneninfrastruktur des Bundes verpflichtend und in unsere Planung eingeflossen sind", so Buchmann.
Der zweite Tag der Anhörung (Dienstag, 13. Dezember) ist weiteren Träger öffentlicher Belange wie Polizei und Verkehrsbetriebe sowie den anerkannten Naturschutzverbänden und privaten Einwendern vorbehalten. "Naturgemäß greift ein solches Projekt in den Lebens- und Naturraum ein. Deshalb sind wir sehr daran interessiert, uns umfassend und rechtzeitig mit allen relevanten Beteiligten abzustimmen, um Einschränkungen zum Beispiel beim öffentlichen Verkehr oder Eingriffen in die Natur möglichst gering zu halten oder uns über die notwendigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu verständigen", erläutert Buchmann.
Der dritte Tag (Mittwoch, 14. Dezember) ist den privaten Einwendern besonders zum Chemnitztal-Viadukt vorbehalten. "Wir haben verstanden, dass das ingenieurstechnisch beeindruckende Viadukt ein besonders sensibler Aspekt dieses Vorhabens ist und gerade die Chemnitzer Bevölkerung eine sehr starke Bindung an das Brückenbauwerk hat. Für uns ist diese leidenschaftliche Debatte um das Bauwerk ein gutes Zeichen bürgerschaftlichen Engagements in dieser und für diese Stadt, an der wir uns gerne und fachkundig beteiligen", sagte Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Durch die Erörterung wird sichergestellt, dass alle relevanten Fakten eines solchen komplexen Vorhabens strukturiert betrachtet und durch die neutrale Anhörungsbehörde intensiv abgewogen werden: "Als Vorhabensträgerin wollen wir diese Abwägung der verschiedenen Stellungnahmen weiterhin konstruktiv begleiten und dabei neue, erneut vorgebrachte oder ergänzte Argumente gern aufnehmen", versichert Buchmann.
Hintergrund: Die Erörterung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ist nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz vorgeschrieben. Es dient dazu, dass alle Verfahrensbeteiligten sogenanntes "rechtliches Gehör" gewährt wird. Die Landesdirektion führt das Erörterungsverfahren und wird nach seinem Abschluss in den kommenden Wochen einen Abschlussbericht für das Eisenbahn-Bundesamt (EBA), Außenstelle Dresden, formulieren. Auf Grundlage dieses Abschlussberichts erlässt das EBA dann den verbindlichen Planfeststellungsbeschluss, der für die DB Netz AG als Vorhabensträgerin die genaue Ausführung der einzelnen Bauten sowie weitere Maßgaben etwa zum Lärm- oder Naturschutz enthalten wird. In den Anhörungsterminen werden ausschließlich die abgegeben Stellungsnahmen der Einwender zur eingereichten Planung der DB Netz AG und die jeweiligen Erwiderungen der Vorhabensträgerin erörtert. Die Termine sind nicht öffentlich.
Die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren "Chemnitzer Bahnbogen" wurden am 15. November 2015 eingereicht. Insgesamt haben sich 560 private Einwender und 45 öffentliche Institutionen zur Wort gemeldet und ihre Stellungnahme zu dem Projekt und den jeweiligen Umsetzungsplanungen der DB Netz AG vorgebracht (Pressemeldung Deutsche Bahn, 07.12.16).

RechteckSachsen: Mehr S-Bahn statt Regionalbahn nach Freital
Wegen technischer Mängel und umfassender Untersuchungen fallen derzeit Züge der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) aus, fahren mit großer Verspätung sowie mit verminderter Platzkapazität. Im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) sind davon die Bahnstrecken Elsterwerda – Riesa – Chemnitz (RB 45) sowie Dresden – Freital – Freiberg und weiter nach Westsachsen (RB 30 und RE 3) betroffen. Während auf der Strecke der RB 45 jeder zweite Zug durch einen Bus ersetzt wird, setzt die DB Regio AG im Auftrag des VVO ab Mittwoch vorerst bis zum Samstag mehr S-Bahnen nach Freital und Tharandt ein und bietet so eine Alternative zu den betroffenen Regionalzügen.
"Ab dem Dresdner Hauptbahnhof fahren ab morgen 5 Uhr S-Bahnen zu den Minuten 22 und 37", erläutert Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. "Ab Tharandt zurück geht es jeweils stündlich zu den Minuten 03 und 54." Am Samstag startet der dichtere Takt um 9.22 Uhr. Die Züge halten wie die S-Bahn an allen Stationen in Freital und in Dresden-Plauen. Zurzeit laufen die letzten Abstimmungen mit der DB Netz AG.
Der Hersteller Alstom Transport Deutschland arbeitet mit Hochdruck an der Behebung der technischen Mängel. Zu welchem Zeitpunkt der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit nicht absehbar (Pressemeldung VVO, 07.12.16).

RechteckSachsen: MRB startet Ersatzkonzept für Elektronetz Mittelsachsen
Die Mitteldeutsche Regiobahn startet Ersatzkonzept für das Elektronetz Mittelsachsen / Enge Abstimmung mit Aufgabenträgern
Ein gemeinsam mit den Aufgabenträgern ZVMS (Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen), VVO (Verkehrsverbund Oberelbe) und ZVV (Zweckverband ÖPNV Vogtland) erarbeitetes Ersatzkonzept soll dazu beitragen, die Situation für die Fahrgäste im gesamten Elektronetz Mittelsachsen in den nächsten Tagen zu verbessern. Ziel ist es, möglichst alle Verbindungen mit bereits instand gesetzten Coradia Continental Fahrzeugen sowie Leihfahrzeugen wie gewohnt zu bedienen und auf Bus-Schienenersatzverkehr (SEV) weitestgehend zu verzichten.
Grund für die Einschränkungen sind Probleme mit den neuen Elektrozügen Coradia Continental vom Hersteller ALSTOM. Bei mehreren Fahrzeugen wurden Mängel an den Laufflächen der Radsätze sowie Probleme mit den Türen registriert. Als technische Vorsichtsmaßname müssen die betroffenen Fahrzeuge aus dem Verkehr der Mitteldeutschen Regiobahn gezogen werden.) Bereits seit Donnerstag erfolgt die technische Prüfung bzw. Reparatur eines Teils der Fahrzeugflotte durch den Hersteller. Dieser arbeitet mit Hochdruck an der Überprüfung und Reparatur. Wann alle Fahrzeuge wieder einsatzfähig sind, kann ALSTOM momentan noch nicht abschätzen.
Das Ersatzkonzept startet zum 06.12.2016 und gilt zunächst bis zum 08.12.2016 :
RB45 (Chemnitz - Elsterwerda): Die RB 45 verkehrt im 2-h-Takt (Abfahrten 04 :09 Uhr, 06.09 Uhr, 08 :09 Uhr, etc. ab Chemnitz bzw. Abfahrten 06 :14 Uhr, 08 :14 Uhr, 10 :14 Uhr, etc. ab Elsterwerda). Die ausfallenden Züge werden durch Busse (Schienenersatzverkehr) ersetzt.
RE3 (Dresden - Hof) und RB30 (Dresden - Zwickau): Die stündlichen Fahrten des RE3 und der RB30 können mit instand gesetzten Coradia Continental Fahrzeugen sowie einer geliehenen Fahrzeugkomposition (Lokbespannt) der Preßnitztalbahn bedient werden. Die Verdichterzüge auf der RB30 (Chemnitz - Zwickau) fallen komplett aus und werden durch Busse (Schienenersatzverkehr) ersetzt.
« Wir freuen uns, dass in dieser schwierigen Situation die Aufgabenträger und die Kollegen der anderen Eisenbahnunternehmen eng mit uns zusammenarbeiten, um gemeinsam eine Lösung im Sinne der Fahrgäste herbeizuführen », so Dirk Bartels, Geschäftsführer der MRB (Pressemeldung MRB, 06.12.16).

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LOK Report 12/16

LOK Report Ausgabe 12/16

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBückebergbahn ist mit dem Jahresergebnis zufrieden
Die Obernkirchener Bückebergbahn mit dem Sitz Obernkirchen ist mit dem zu Ende gehenden Betriebsjahr recht zufrieden. Sowohl die Olan- und Sonderzüge der DEW und des Fördervereins Eisenbahn-Rinteln-Stadthagen waren stets gut besucht. Zum Asphalt-Mischwerk am ehemaligen Georgschacht in Stadthagen fuhren mehr Züge als im Vorjahr.
Das Werk hat in diesem Jahr weit über 100000 t verabeitet. Und auch das weitere Standbein, Abstellung von überwiegend Kesselwagen der Hamelener Waggonfabrik Kaminski blieb stabil.
In Abständen werden immer wieder Güterzüge über Rinteln nach Hameln und umgekehrt gefahren. Der Durchschnitttsbestand an Abstellwagen liegt bei rund 100 Stück. Wobei vor allem Rinteln Nord und die Hafelnbahn, Steinbergen, Obernkirchen und Nienstädt genutzt werden. Sollte es höheren Bedarf geben, ist ein Anschluss weiterer Gleise, die noch vorhanden sind, denkbar.
Die Fahrtage und Fahrplänepläne für das nächste Jahr sind auf der Bahn nahezu identisch mit 2016. Die Bahn hat auch wieder einen bunten Jahresfahrplan-Kalender aufgelegt, der über die DEW oder FERSt erhältlich ist (WR, 07.12.16).

RechteckFD Oldenburger Land


Unter dem obigen Titel veranstalteten die EF Witten ihren traditonellen Weihnachtssonderzug aus dem Ruhrgebiet zum Lamberti - Weihnachtsmarkt nach Oldenburg, dessen markantes Riesenrad der Familie Meinecke aus den zwanziger Jahren stammt. Zugloks waren V200 033, die einen wahren Langlauf von Hamm über Oberhausen nach Oldenburg und zurück ohne Störungen absolvierte, und ab Lengerich zusätzlich die 78 468.
Als weiterer Sonderzug verkehrte der T2 des DEV von Bruchhausen Vilsen. Die Fotos zeigen beide Züge gegen 17.45Uhr vor der Abfahrt in Oldenburg. Für den Wittener Zug waren die Bahnsteige zu kurz, denn Loks und erster Wagen standen nicht mehr am Bahnsteig (Martin Wehrmeyer, 07.12.16).

RechteckNikolaus beim Albbähnle



Mit kräftigen Auspufschlägen und dem entsprechender Rauchentwicklung kämpfte sich am Wochenende die Tenderdampflok 99 7203 der Ulmer Eisenbahnfreunde, die 1904 bei Borsig gebaut wurde, mehrfach die Steigung der 5,8 Kilometer langen Schmalspur Strecke von Amstetten nach Oppingen, dem "Albbähnle" hinauf. Mit im Zug waren auch der Nikolaus und sein Knecht Rupprecht (Harald Becker, 07.12.16).

RechteckNikolausfahrten auf der Meer-Bahn

Der umweltfreundliche Akkutriebwagen, genannt Nessel und von Vater und Sohn Zempel betreut, macht am Sonntag, 11. Dezember, vier Nikolausfahrten zwischen Marktkauf und Mesmerode. Mitfahrer zahlen fünf beziehungsweise Kinder drei Euro im Zug. Abfahrzeiten sind 11, 12.30, 14.00 und 15.30 Uhr ab Marktkauf. Ein- oder Auisstieg in Mesmerode ist nicht möglich.
Das Fahrzeug wird von dem Bahnexperten Holger Busche betrieben und ist ein ehemaliger DB ETA 150, der bei der Regentalbahn in Viechtach von Akku auf umweltfreundlche Technik umgbaut wurde. Vom alten ETA blieb dabei allerdings nicht allzu viel erhalten, auch die Sitzaufteilung ist nicht mehr mit dem Original identisch.
Durch sein nach wie vor hohes Gesamtgewicht fährt der Wagen aber auch auf schlechteren Gleisen sehr ruhig (WR, 07.12.16).

RechteckNikolauswecken und Nikolausfahrten



Am 02.12. konnten viele strahlende Kinderaugen erstmals den schlafenden und schnarchenden Nikolaus in unserem Lokschuppen in Hettstedt Kupferkammerhütte wecken. So waren die diesjährigen Nikolausfahrten am 03. und 04.12. personell gerettet. Der Nikolaus konnte viele kleine und auch so manchen großen Fahrgast beschenken und in viele glückliche Gesichter blicken.
Somit waren auch die schon traditionellen Nikolausfahrten ein voller Erfolg, mit 9 Zügen (Lok 20 plus 6 Reisezugwagen) mit über 1600 großen und vor allem kleinen Fahrgästen konnten wir die 2016 Saison erfolgreich beenden.
Aber wie heißt es so schön: "Nach dem Fest ist vor dem Fest". Und so starten wir im neuen Jahr, für alle die von Dampfzügen auch im Winter nicht genug bekommen können, am 4.2.2017 mit unseren traditionellen Winter- und Faschingsdampffahrten.
Weiterhin stehen - wie auch in den vergangenen Jahren, im ersten Halbjahr - unser Info-Zug (08.04. und 25.05.) und natürlich unsere beliebten Osterfahrten auf dem Plan (Pressemeldung Mansfelder Bergwerksbahn, 07.12.16).

RechteckOSEF Nikolausdampfzug


Am letzten Sonnabend war der Nikolausdampfzug der OstsächsischenEisenbahnfreunde e.V. vonLöbau/Sachsen ins nordböhmische Rybniště/Teichstattunterwegs, gelegen an der europäischen Wasserscheide zwischen der Nord-undOstsee. Zum Einsatz kam vor dem Bghw-Wagenzug die 503648-8 aus dem SEM Chemnitz-Hilbersdorf (Heinz Seyfert, 07.12.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Band 6 erscheint am 10.12.2016

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckFrost im Vogtland

Kalt war die Nacht am 04.12.16! Die MRB fuhr mit einer Ersatz-Garnitur als RE 26970 mit 223 055. Hier zu sehen an der Schöpsdrehe bei Plauen/V. 204 036-6 und 204 012-4 mit DGS 61444 zu sehen an der Schöpsdrehe bei Plauen/V. (Alexander Hertel, 07.12.16).

RechteckReichtum und bittere Armut




Alle Jahre wieder stellt sich den größeren Weihnachtsmärkten die Frage "Wohin mit den (hoffentlich) zahllosen Reisebussen?". Bozen hat seit einigen Jahren an Wochenenden einen Shuttlezug mit VT "Minuetto" Aln 501 eingerichtet. Der im restlichen Jahr eher lichtscheuen Aktivitäten dienende ehemalige Verladebahnhof an der Schlachthofstraße (Via Macello) wird zum großen Reisebusparkplatz, von dem die Gäste abgeholt werden und entlang von Bahnwerkstätte und Lokschuppen auf ein Stumpfgleis am südlichen Bahnhofsende zuckeln. Von dort führt eine Fußgängerunterführung unter den Bahnhofsgleisen zur Kreuzung Südtirolstraße/Garbibaldistraße, auf 200 Meter an den Christkindlmarkt am zentralen Waltherplatz heran. Als Sicherheitskräfte fungieren neben dem in italien gesetzlich vorgeschriebenen Zugführer die Freiwilligen vom Zivilschutz der Veteranenorganisation ANA (Associazione Nazionale Alpini). Der Lokomitivführer trug an diesem Tag als nette Geste eine Weihnachtsmütze.
Doch Reichtum und bittere Armut liegen wie im richtigen Leben auch hier eng beinander. Durch die Unterführung an der Kreuzung Südtirolstraße/Garibaldistraße strömen die mit Geschenken und Glühwein bepackten Weihnachtsmarktbesucher zum Parkhaus, zum VT Minuetto oder zu ihren Reisebussen. Obendrauf die Reste des Nachtlagers von Menschen mit ganz anderen Sorgen. Im Hintergrund warten Reisebusse aus ganz Italien, Österreich und Süddeutschland auf die Rückkehr ihrer Gäste vom Weihnachtsmarkt. Im Vordergrund liegt die "Wohnungseinrichtung" vom vergangenen Sommer (GK, 07.12.16).

RechteckSanierungsarbeiten Prag

Die Arbeiten im Altstadtbahnhof Prag-Masarykovo gehen stetig voran. Am 1. Dezember wurde bei Minus-Temperaturen der Beton gegossen (JKHalle Verkehrsfotografie, 07.12.16).

RechteckWiederitzsch

In Wiederitzsch wurden am 02.12.16 CLR 229 147 mit 86801 Möser - Wiederitzsch und EBS 132 293 als 92872 Frankfurt(O) - Erfurt Gbf fotografiert (Torsten Liermann, 07.12.16).

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Bahnberufe

Europa

RechteckGroßbritannien: Shaw-Bericht will Betrieb und Netz wieder vereinen
Der britische Verkehrsminister Chris Grayling hat am 06.12.16 den Shaw-Bericht über die künftige Gestaltung und Finanzierung des Schienennetzes vorgestellt (The future shape and financing of Network Rail). Der Bericht enthält Empfehlungen für ein neues Konzept vollständig privatisierter Eisenbahnlinien, bei denen Infrastruktur und Betrieb wieder zusammengeführt werden.
Zu jedem Franchise wird ein gemeinsames Management-Team aus Vertretern von Eisenbahnunternehmen, Network Rail sowie den betroffenen lokalen Interessensvertretern gebildet, um die Wünsche der Fahrgäste und Frachtkunden in den Vordergrund zu stellen. Die Implementierung des neuen Konzepts ist erstmals für die 2018 startenden Franchises South Eastern und East Midlands geplant, ferner soll die neue Ost-West-Bahn (East West Rail) zwischen Oxford and Cambridge nicht mehr von Network Rail, sondern einer neu zu bildenden Einheit entwickelt werden.
Kritik kam prompt von Gewerkschaftsseite. RMT-Generalsekretär Mick Cash sagte, die Regierung wolle "das gescheiterte und totbringende Railtrack-Modell" wiederbeleben. Mick Whelan von der Lokführergewerkschaft ASLEF kritisierte: "Die Fehler und Tragödien der Railtrack-Ära erinnern uns daran, dass die Infrastruktur niemals profitorientiert sein darf. Ich bin besorgt, dass im Jahr 2016 ernsthaft die Rückkehr zu einer der dunkelsten Zeiten in der Geschichte der britischen Eisenbahnen in Erwägung gezogen wird."
Der Bericht enthält die folgenden Empfehlungen:
• Stellen Sie die Bedürfnisse von Passagieren und Frachtkunden in den Mittelpunkt des Bahninfrastrukturmanagements
• Konzentrieren Sie sich auf den Kunden durch eine tiefere Streckenregionalisierung, unterstützt durch eine unabhängige Regulierung
• Erstellen Sie eine Strecke für den Norden
• Klären Sie die Rolle der Regierung für die Eisenbahn und Network Rail
• Planen Sie die Bahn nach Kunden-, Passagier- und Frachtbedarf
• Bilden Sie neue Wege für das Wachstum von Personen- und Frachtverkehr auf der Eisenbahn
• Entwickeln Sie branchenweite Pläne, um Fähigkeiten zu entwickeln und die Vielfalt zu verbessern (WKZ, GK, Quelle DfT, 07.12.16).

RechteckÖsterreich: Eröffnung Güterzentrum Wien Süd
Am südlichen Stadtrand von Wien hat die ÖBB-Infrastruktur im Auftrag des Verkehrsministeriums innerhalb der vergangenen drei Jahre das neue multifunktionale Güterzentrum Wien Süd errichtet, sozusagen den neuen Hauptbahnhof des Güterverkehrs. Aufgrund der zentralen Lage an drei europäischen Kernnetzkorridoren ist das neue multifunktionale Güterzentrum eine bedeutende internationale Drehscheibe für den Import und Export.
Mit dem Bau schaffen das Verkehrsministerium und die ÖBB die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene – und das in Europa und darüber hinaus. Ein wichtiger Schritt, da die ÖBB bereits heute zu den Spitzenreitern innerhalb der Europäischen Union zählen. In Österreich beträgt der Schienenanteil im Güterverkehr derzeit über 30 Prozent. Das verkehrspolitische Ziel ist es, künftig rund 40 Prozent mit der Bahn zu transportieren. Dazu wollen die ÖBB einen noch höheren Beitrag leisten.
Am 5. Dezember, wurde das neue Güterzentrum feierlich durch namenhafte Vertreter eröffnet: Jörg Leichtfried, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, Jozef Vasak, Europäische Kommission, Maria Vassilakou, Wiener Vizebürgermeisterin, Karl Wilfing, Verkehrslandesrat Niederösterreich (i.V. von Landeshauptmann Erwin Pröll) und Alois Schedl, Vorstandsdirektor der ASFINAG.
Mit der Inbetriebnahme des Güterzentrums Wien Süd stärken Verkehrsministerium und ÖBB einerseits den Wirtschaftsstandort Österreich und schaffen zusätzlich einen leistungsfähigen Terminalstandort in der Ostregion. Ein großer Vorteil dieser Standortkonzentration ist unter anderem die Verringerung der innerstädtischen Zug- und Verschubfahrten sowie des innerstädtischen LKW-Verkehrs.
Das Verkehrsministerium und die ÖBB investieren rund 246 Millionen Euro in den Bau des hochmodernen Güterzentrums Wien Süd. Auf einem Gelände von 55 Hektar, das entspricht der Größe von rund 77 Fußballfeldern, entstand eine moderne Güterumschlagsanlage. Schwerpunkmäßig ist das neue Güterzentrum auf Transporte im Kombinierten Ladungsverkehr ausgerichtet. Der neue Hauptbahnhof für Güter liegt im Süden von Wien, an der Schnittstelle zwischen der Pottendorfer Eisenbahnlinie und der Außenring Schnellstraße S1. Das Güterzentrum ist ein wesentlicher Knotenpunkt für Verbindungen zur Nordsee und zum Schwarzen Meer sowie für die Bahnanbindungen an die großen Adriahäfen. Damit wird Wien zur Drehscheibe für Güter von bzw. nach Süd- und Osteuropa; in weiterer Folge auch nach Übersee. Das bedeutet optimierte Fahrzeiten, eine Erhöhung der Umschlagsgeschwindigkeit für den Güterverkehr und weniger innerstädtische LKW-Fahrten.
Für einen reibungslosen Echtbetrieb wurden alle Prozesse im Terminal rund zwei Monate getestet. Für den Probebetrieb unter realen Bedingungen wurde täglich ein Zug durch die Rail Cargo Group bereitgestellt. Mit diesem Zug wurden die verschiedenen Prozesse vom Handling verschiedener Ladeeinheiten über das Zusammenwirken von Betrieb und Systemen bis hin zur Be- und Entladung durchgespielt – so konnten die letzten Abstimmungsarbeiten durchgeführt und die Betriebsabläufe kontrolliert werden.
Wandern am Nationalfeiertag hat in Österreich bereits Tradition. Daher gabe es für die Anrainerinnen und Anrainer des Güterzentrums Wien Süd am 26. Oktober dieses Jahres bereits die Chance über das 55 Hektar große Gelände des neuen Güterzentrums Wien Süd zu wandern und sich selbst ein Bild zu machen. Mehr als 600 Besucherinnen und  Besucher aus Hennersdorf, Vösendorf und Rothneusiedl (Wien 10) folgten der Einladung – viele Familien mit Kleinkindern wählten den Weg ins neue Güterzentrum, wo sie zwischen Kinderhüpfzug, Portalkran schauen, Model-LKW steuern oder Kinderschminken pendelten (Pressemeldung ÖBB, 07.12.16).

RechteckÖsterreich: Westbahn verkauft Busgeschäft an Blaguss Reisen
Die Rail Holding AG hat ihre 49% Anteile an der WESTbus GmbH an die BLAGUSS Reisen GmbH verkauft. Damit ist das Busunternehmen Blaguss alleiniger Inhaber und Betreiber der WESTbus-Flotte, mit der auf den Strecken Wien – Klagenfurt, Linz – Graz und Linz – Prag Fernbus-Verbindungen angeboten werden. Der WESTbus wurde im Jahr 2011 gegründet, um dort Fernbusverbindungen anzubieten, wo das öffentliche Verkehrsnetz ungenügend ausgebaut ist. 
Seit Start des WESTbus haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend geändert, für Neueinsteiger war es vor 5 Jahren äußerst schwierig, in die Verkehrslandschaft mit der vorherrschenden Marktsituation einzusteigen und etwas neu auf den Markt zu bringen. Blaguss und Rail Holding ist es als gegenseitiger Motor gelungen, in einer äußerst schwierigen Marktsituation ein neues Geschäftsmodell aufzubauen und ihre Synergien effizient zu nützen. 
Durch die Liberalisierung des Fernbusmarktes in Deutschland 2013 wurden die Karten im nationalen und internationalen Fernbusmarkt neu gemischt. Player wie FlixBus, ADAC Postbus, Megabus, etc. sind in diesen dynamischen Markt eingetreten, manche haben ihn aber auch wieder verlassen. Erst im Sommer 2016 startete die ÖBB mit Hellö in das schwierige Geschäft, während die Deutsche Bahn im Herbst 2016 der Erkenntnis Tribut gezollt hat, dass sich Bus- und Bahngeschäft völlig unterscheiden und ihr Fernbus-Business nach massiven Verlusten und mehrjährigem Engagement eingestellt hat.  
Der WESTbus hat sich dagegen als erfolgreiches Verkehrsmittel etabliert und laufend die Ergebnisse verbessert. Die Übernahme der WESTbus-Anteile durch Blaguss schafft nun die Voraussetzungen, um beiden Playern gleichsam die notwendige Flexibilität und Fokussierung zu geben, die man in Zukunft für rege Marktkonstellationen braucht. 
"Wir schauen auf eine hervorragende Zusammenarbeit mit BLAGUSS zurück. Beim operativen Start vor 5 Jahren haben wir uns mit dem WESTbus als ernst zu nehmender Player im öffentlichen Verkehr positioniert und beständig für hohe Qualität auf unseren angebotenen Strecken gesorgt. Dass wir nun entschieden haben, uns auf die jeweilige Kernkompetenz zu konzentrieren, war im ursprünglichen Businessplan immer als Option vorgesehen und dient der fokussierten Geschäftsfeldentwicklung beider Unternehmen.", meint Dr. Erich Forster, Vorstand der Rail Holding AG. 
"Durch den mutigen Schritt, gemeinsam zum Start der WESTbahn vor fast fünf Jahren auch ein ergänzendes Fernbusnetz zu etablieren, ist es noch vor der Gründerwelle durch Flixbus/MeinFernbus  gelungen, den Fernbus als anerkanntes und beliebtes Verkehrsmittel im nationalen Fernlinienverkehr für Österreich erfolgreich zu positionieren. Nach der Übernahme aller Anteile durch BLAGUSS konzentriert sich die WESTbahn ausschließlich auf das Bahngeschäft und die Erweiterung im Jahr 2017 und BLAGUSS auf den Fernbus und seinen weiteren Ausbau. Beide Partner werden zukünftig im besten Einvernehmen kooperieren.", so Mag. Thomas Blaguss, geschäftsführender Gesellschafter der Blaguss Reisen GmbH (Pressemeldung Westbahn, 07.12.16).

RechteckÖsterreich: Zugfahren wird zum kulturellen Erlebnis
Gemeinsam mit den ÖBB startet das Land Vorarlberg die Initiative "Kultur am Zug". Jeweils am zweiten Samstag im Monat findet am Nachmittag ein abwechslungsreiches Kulturprogramm in einem REX-Zug zwischen Bludenz und Lindau statt. Details dazu gaben die Landesräte Christian Bernhard (Kultur) und Johannes Rauch (Mobilität) mit ÖBB-Regionalmanager Gerhard Mayer heute (Montag, 5. Dezember) vor einem "Kulturzug" am Bahnhof Bregenz bekannt. Zugfahren soll zum Erlebnis werden, der Waggon zum Treffpunkt für kunst- und kulturinteressierte Fahrgäste. Für die Kulturschaffenden bietet sich die Chance, neues Publikum zu erreichen und eine andere Bühne zu bespielen. "Einmal im Monat die Vorarlberger Kunst- und Kulturszene zu erleben - wir freuen uns, dass wir dieses den Fahrgästen kostenlos anbieten können", sagte Kulturlandesrat Bernhard.
Ab Samstag 10. Dezember 2016 wird jeweils am zweiten Samstag im Monat "Kultur am Zug" angeboten. Die Kunst- und Kulturschaffenden starten am Nachmittag in einem REX-Zug der ÖBB von Bludenz nach Lindau mit ihren künstlerischen Beiträgen. Im gleichen Zug geht es danach wieder zurück. Ein eigener Bereich im Zug steht dafür zur Verfügung. Der Zug ist von außen als Kulturzug gekennzeichnet. Der Kulturgenuss ist frei, ein gültiger Fahrschein ist jedoch notwendig. Mit Durchsagen an den Bahnhöfen werden die Fahrgäste auf den "Kultur am Zug"-Waggon hingewiesen. "Eine komfortable, umweltfreundliche und erlebnisreiche Fahrt mit der Bahn – das ist ein zeitgemäßes und attraktives Angebot", sagte Mobilitätslandesrat Rauch: "Gemeinsam können so neue Wege und kulturelle Zugänge ermöglicht werden."
Der Zug fährt um 14.30 Uhr ab Bludenz und hält in Nenzing, Frastanz, Feldkirch, Rankweil, Götzis, Hohenems, Dornbirn, Riedenburg, Bregenz und Lindau. Zurück geht es ab Lindau um 16.27 Uhr mit denselben Stationen. "Wir freuen uns sehr, wenn sich die Fahrgäste auf das neue Angebot einlassen und feststellen, dass Zugfahren weit mehr sein kann als reine Beförderung," betonte ÖBB-Regionalmanager Mayer.
Die Auswahl der präsentierten Kulturprogramme erfolgt in Zusammenarbeit der Organisatoren mit Vertreterinnen und Vertretern von IG Kultur Vorarlberg, dem Landesverband für Amateurtheater, literatur:vorarlberg netzwerk, netzwerkTanz Vorarlberg, dem Vorarlberger Landeskonservatorium und vorarlberg museum. Das Programm umfasst Beiträge aus der Literatur, aus Theater und Tanz, der Musik, der Neuen Medien oder der Bildenden Kunst. Aber auch Zugänge zur Kulturlandschaft werden ermöglicht. Bereits der Start am kommenden Samstag, 10. Dezember 2016 verspricht einen musikalischen Genuss. Evelyn Fink-Mennel und die Studierenden der Volksmusikklasse am Vorarlberger Landeskonservatorium machen sich auf zu einer Reise zwischen Bludenz und Lindau und haben Musik im Gepäck (Pressemeldung Amt der Vorarlberger Landesregierung, 07.12.16).

RechteckSchweiz: Die ersten Züge fahren über das Lehnenviadukt

Am 11. Dezember 2016 fahren erstmals Züge über das neue Brückenbauwerk entlang des Limmatufers. Das Projekt dient der Entflechtung der beiden Verkehrsachsen Bern–/Basel–Zürich und Wettingen–Rangierbahnhof Limmattal und sorgt damit für höhere Pünktlichkeit der Personenzüge im Raum Killwangen-Spreitenbach.
Per Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 nimmt die SBB das 340 Meter lange Lehnenviadukt in ihr Bahnnetz auf. Das Viadukt wurde gebaut, um den bisherigen Kreuzungskonflikt zwischen Personen- und Güterzügen zu beseitigen. Damit der Güterverkehr von Wettingen/Neuenhof künftig nicht mehr die Gleise der Hauptlinie Bern–/Basel–Zürich queren muss, wird dieser über das Lehnenviadukt geführt. So gelangen die Güterzüge ohne Behinderung des Personenverkehrs in den Rangierbahnhof Limmattal. Für die Personenzüge bringt diese Verkehrsführung höhere Pünktlichkeit.
Die Bauarbeiten zwischen den bestehenden Gleisen und der Limmat waren aufgrund der engen Platzverhältnisse, der steilen Hanglage und der Nähe zum Wasser herausfordernd. Das Lehnenviadukt steht neben dem bestehenden Heitersbergviadukt und integriert sich optimal in die Umgebung.
Der Bau der Pfeilerfundamente beeinträchtigte die Ufergegend, und der Uferweg war während den Arbeiten längere Zeit gesperrt. Nach der sorgfältigen Wiederherstellung des Uferbereichs mit einer naturnahen Einbettung des Uferweges, wurde dieser im vergangenen Sommer wieder für Spaziergänger geöffnet.
Die Bauarbeiten für das Lehnenviadukt dauerten von Sommer 2013 bis Dezember 2016. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 70 Millionen Franken und wurden durch den FinöV-Fonds finanziert (Pressemeldung Bundesamt für Verkehr, 07.12.16).

RechteckSchweiz: Freie Fahrt durch den Gotthard-Basistunnel
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat den SBB am 5. Dezember 2016 die Betriebsbewilligung für die Aufnahme des fahrplanmässigen Betriebs durch den Gotthard-Basistunnel (GBT) erteilt. Damit kann der Personen- und Güterverkehr ab dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember durch den GBT geführt werden.
Der GBT wurde am 1. Juni 2016 feierlich eingeweiht. Am 24. Mai hatte das BAV den SBB die Bewilligung erteilt, im GBT ab 1. Juni den Probebetrieb aufzunehmen. Dieser dauert bis zum Fahrplanwechsel. Er dient dazu, die betrieblichen Abläufe schrittweise hochzufahren, zu testen und die erforderlichen Nachweise für die Gebrauchstauglichkeit des Systems zu erbringen. Bis zum 11. Dezember werden rund 5000 Güter- und Personenzüge im Probebetrieb durch den GBT gefahren sein. Zuvor hatte die AlpTransit Gotthard AG (ATG) bis Ende Mai 2016 im Testbetrieb rund 3000 Fahrten durchgeführt, um nachzuweisen, dass die Systeme funktionstauglich sind.
Die nun erteilte Betriebsbewilligung enthält verschiedene Auflagen. Wie bei derart komplexen Anlagen üblich, gelten zudem noch betriebliche Einschränkungen. Dazu gehört etwa, dass der Tunnel vorerst für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h zugelassen wird. Im Hinblick auf den Einsatz von schnelleren Zügen werden die Anlagen für Geschwindigkeiten bis 250 km/h bereit sein. Im Bereich der Überholgleisanlage Rynächt im Norden sind noch verschiedene Fertigstellungsarbeiten auszuführen. Bis auch für diesen Anlageteil die erforderlichen Nachweise für alle Betriebsszenarien erbracht sind, wird die während des Probebetriebs geltende Geschwindigkeit von 80 km/h vorerst beibehalten.
Diese Massnahmen werden mit dem Projektfortschritt und dem Abarbeiten der Auflagen in den nächsten Monaten sukzessive aufgehoben. Sie haben für den Kunden keine spürbaren Auswirkungen. Sowohl die Kapazitäten wie die Fahrzeiten gemäss dem geplanten Angebot können eingehalten werden.
Mit der fahrplanmässigen Inbetriebnahme am 11. Dezember wird die Gotthard-Basisstrecke in das schweizerische und europäische Bahnnetz integriert. Täglich werden rund 50 Personenzüge (Intercity- und Eurocity-Züge) durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt fahren und es besteht Kapazität für bis zu 260 Güterzüge. Im Personenverkehr ergeben sich Reisezeiteinsparungen von rund einer halben Stunde. Die Gotthard-Achse der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) wird voraussichtlich im Jahr 2020 mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels vollendet werden. Auf den gleichen Zeitpunkt hin soll der 4-Meter-Korridor auf der Nord-Süd-Achse betriebsbereit sein.
Der GBT ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Er weist praktisch keine Steigungen auf, der Scheitelpunkt liegt auf 550 Metern über Meer. Die Bauzeit betrug 17 Jahre. Zu Spitzenzeiten arbeiteten rund 2400 Personen auf den verschiedenen Baustellen im Tunnel und über Tag. Die Kosten belaufen sich auf rund 10 Milliarden Franken (Preisstand 1998, ohne Teuerung, MWST und Bauzinsen) respektive 12 Milliarden Franken effektive Gesamtkosten. 
Im Güterverkehr erlaubt die Flachbahn durch den Gotthard längere Züge mit grösserem Gewicht, weniger Loks und kürzeren Fahrzeiten. Im Gotthard-Basistunnel können pro Tag gesamthaft bis zu 260 Güterzüge fahrplanmässig verkehren, auf der historischen Bergstrecke waren es maximal 180. 
Personenzüge fahren im Tunnel in der Regel mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern; möglich sind künftig Geschwindigkeiten bis zu 250 Stundenkilometern. Die Verkürzung der Reisezeit wird schrittweise ab dem Fahrplanwechsel 2016 spürbar. Nach Abschluss der Arbeiten auf der ganzen Gotthard-Achse werden Reisende zwischen Zürich und Lugano rund 45 Minuten einsparen (Pressemeldung Bundesamt für Verkehr, 07.12.16).

RechteckSchweiz: SBB-Personalumfrage 2016

Die Ergebnisse der jüngsten Personalumfrage bei allen SBB Mitarbeitenden liegen vor. Die Personalmotivation blieb im Vergleich zur Umfrage 2014 auf hohem Niveau stabil. Das ist nicht selbstverständlich: Die Personalumfrage wurde im Zeitraum durchgeführt, als die SBB die Umsetzung des Fitnessprogramms «RailFit20/30» kommunizierte. Weiter zeigen die Ergebnisse ein hohes Veränderungsbewusstsein bei den Mitarbeitenden. Gleichzeitig besteht Bedarf, das Vertrauen in die Konzernführung zu steigern.
Die SBB befindet sich in einer anspruchsvollen Veränderungsphase, ausgelöst durch einen tief greifenden Wandel im Mobilitätsmarkt. Gerade in solchen Zeiten ist die Pulsfühlung bei den Mitarbeitenden besonders wichtig. Die Resultate der Personalumfrage sind angesichts von Veränderungen im Unternehmen mit substantiellen Einsparungen und auch einer Erhöhung der Lohnabzüge für alle Mitarbeitenden insgesamt erfreulich ausgefallen.
So ist die Personalmotivation nahezu stabil (74 Punkte, gegenüber 75 im Jahr 2014). Die Personalmotivation umfasst die Kriterien Verbundenheit mit dem Unternehmen, Engagement für die SBB, Arbeitszufriedenheit sowie den eigenen Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele. Die Personalzufriedenheit liegt gleich wie vor zwei Jahren (66 Punkte). Damit konnte der Höchststand seit Beginn der Messungen im Jahr 2000 gehalten werden.
Im Zuge von «RailFit20/30» fühlte die SBB bei ihren Mitarbeitenden erstmals auch den Puls für das Veränderungsbewusstsein: Dieses ist stark ausgeprägt (76 von 100 Punkten). Auch kennen die Mitarbeitenden die neue Vision und Strategie der SBB (75 Punkte). Dies ist ein wichtiger Indikator, weil das hohe Veränderungsbewusstsein eine zentrale Voraussetzung für die tatsächlichen Veränderungen ist.
Die Personalumfrage zeigt aber auch auf, wo Handlungsbedarf besteht. Das Vertrauen in die Konzernleitung ist nach dem Höchstwert im Jahr 2014 zurückgegangen (von 52 auf 50 Punkte). Die Mitarbeitenden stellen in Frage, ob die Konzernleitung das Unternehmen nachhaltig in die Zukunft führen kann. Hier kommt deutlich zum Ausdruck, dass der Veränderungsbedarf und die angekündigten Massnahmen im Rahmen von «RailFit20/30» zu Verunsicherungen führen.
Die Konzernleitung ist erfreut, dass Personalmotivation und Personalzufriedenheit trotz vieler, zum Teil schwieriger Veränderungen stabil geblieben sind und dass die Notwendigkeit der Veränderungen erkannt wird. Gleichzeitig nimmt sie den Rückgang des Vertrauens in die oberste Führung ernst und will den Dialog mit den Mitarbeitenden noch stärker pflegen. Die bewusst transparent gemachten Unsicherheiten – z.B. betreffend zunehmendem Wettbewerb oder selbstfahrenden Fahrzeugen – werfen bei den Mitarbeitenden nachvollziehbare Fragen auf. Und die geplante Aufteilung der Risikobeiträge der Pensionskasse zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgeber war verständlicherweise für die Mitarbeitenden keine gute Neuigkeit, obwohl die SBB nach wie vor einen überdurchschnittlich hohen Sozialleistungsanteil trägt. Die Konzernleitung wird im Verlauf von 2017 verstärkt aufzeigen, wie die SBB die Mobilität der Zukunft wirksam gestaltet. Nämlich nicht nur durch Sparmassnahmen, sondern auch durch gezielte Investitionen in die Zukunft sowie Innovationen. Diesem Ziel schenkt die Konzernleitung im kommenden Jahr ein hohes Mass an Bedeutung und will damit auch das Vertrauen in die oberste Führung wieder erhöhen.
Zwischen Mitte September und Anfang Oktober wurden rund 27'000 Mitarbeitende befragt. Teilgenommen haben gut 19'000 oder 71% aller Befragten (-2% gegenüber 2014). Die SBB führt alle zwei Jahre eine Vollbefragung durch (Pressemeldung SBB, 07.12.16).

RechteckTschechien: Neue Umläufe der BR 380 CD ab 11.12.2016
Die Tschechische Bahnen CD erweitern ihren neuen Fahrplan mit der Baureihe 380 auf die Zielbahnhöfe Linz und Dresden. Der Haupteinsatz der Lokomotiven liegt weiterhin auf den Achsen Praha – Budapest und Bohumín – Wien.
Hier fahren 380 in einem 12-tägigen Umlaufplan nicht nur in diesen Relationen, sondern auch zwischen Budapest und Bohumin oder Břeclav – Wien und Břeclav – Brno. Der tägliche Laufdurchschnitt in diesem Umlaufplan liegt bei ca. 1010 km:
--- Umlauf 12 Tage ---
• 275 – 270
• 578 – 277 – 476
• 406 – 101 – 102 – 591
• 590 – 103 – 100
• 407 – 104 – 131
• 278 – 283
• 282 – 573
• 574 – 279
• 172 – 281
• 280 – 173
• 130 – 105 – 406
• 476 – 271 – 274
Nach Österreich gibt es einen zwei- und einen eintägigen Plan mit einem Tageslauf von 916 km:
--- Umlauf 1 Tag ---
• 1541 – 1542 – 1547
--- Umlauf 2 Tage ---
• 1540 – 1545 – 1546
• 536 – 1543 – 1544 – 729
Nach Deutschland möchten die CD erstmals mit der Baureihe 380 planmäßig nach Dresden fahren. Der eintägige Umlaufplan mit einem Tageslauf über 800 km gilt für die Züge:
--- Umlauf 1 Tag ---
• 178 – 173 – 172 – 179
Andere Züge auf der Strecke Praha – Dresden und auch als Ersatzlok für 380 fahren immer Lokomotiven der BR 371 (Knödelpresse).
Die CD möchten 16 von 20 Lokomotiven der Reihe 380 täglich einsetzen (Pressemeldung CD, 07.12.16).

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