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LOK Report – Mittwoch, 1. September 2010
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Erfurter Bahn wird das
Ostthüringer Dieselnetz betreiben
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VDV befürchtet Engpässe beim
Güterverkehr auf der Schiene
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Talgo-Zug bald als Hotelzug im Einsatz
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Starker Franken hemmt
Halbjahresergebnis der BLS Cargo

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Verkehr vom 01.09.10

RechteckBaden-Württemberg: Folgen des Ausfalls der Neigetechnik Sigmaringen - Tübingen
"Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres am 13. September 2010 wird die Deutsche Bahn AG Verbesserungen im Zugfahrplan für den Landkreis Sigmaringen realisieren", sagte Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner heute (31. August 2010) in Stuttgart. Für Sigmaringen werde es wieder zweistündliche durchgehende IRE-Verbindungen nach Stuttgart geben, die rund 26 Minuten schneller seien als derzeit. Auch für Mengen und Herbertingen werde sich die Fahrzeit nach Stuttgart (mit Umstieg in Sigmaringen) um circa 24 Minuten verkürzen.
In Sigmaringen gebe es jeweils einen Anschluss an die Donautalbahn von und nach Ulm. Der Anschluss an den InterRegioExpress (IRE) nach Aulendorf könne derzeit aber trotz der Fahrplanverbesserungen nicht hergestellt werden. Solange ohne Neigetechnik gefahren werden müsse, werde die Regionalbahn (RB) der HzL im Zwischentakt, in denen kein IRE verkehrt, weiterhin von Albstadt-Ebingen bis Sigmaringen verlängert. Dies ermögliche es, die Verbindungskette von Tübingen in den Raum Ravensburg/Friedrichshafen zu erhalten.
Aufgrund von Störungen habe die Bahn im vergangenen Jahr die Neigetechnik ihrer Schienenfahrzeuge abgestellt. Da in den Kurven seither langsamer gefahren werden müsse, sei es zu Fahrzeitverlängerungen gekommen. Die Deutsche Bahn AG habe daraufhin zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 den Fahrplan angepasst. Abgesehen von einzelnen Zügen am Morgen und am Abend würden die zuvor zweistündlich verkehrenden IRE-Züge Stuttgart - Tübingen - Sigmaringen - Aulendorf seither nur noch bis Albstadt-Ebingen fahren und dort wenden. Um den Stundentakt zwischen Tübingen und Sigmaringen beizubehalten, würden die vorher im Zwischentakt nur bis Albstadt-Ebingen fahrenden Regionalbahnen der HzL derzeit bis Sigmaringen verlängert. Die Fahrzeit habe sich dadurch von ursprünglich einer Stunde und 55 Minuten mit dem durchgebundenen IRE auf zwei Stunden und 38 Minuten und damit um insgesamt 43 Minuten verlängert. Der Fahrzeitverlust entstehe dadurch, dass die Regionalbahn langsamer fahre, in Tübingen umgestiegen werden müsse und dort kein Anschluss an den schnellen IRE, sondern an den langsameren Regionalexpress bestehe. Durch die jetzt gefundene Übergangslösung, die zum 13. September 2010 umgesetzt werde, könne der Fahrzeitverlust um 26 Minuten verringert werden. Die Fahrt von Sigmaringen nach Stuttgart dauere dann noch zwei Stunden und zwölf Minuten und damit 17 Minuten länger als im früheren Neigetechnikbetrieb.
"In konstruktiven Gesprächen mit der Bahn ist es uns gelungen Fahrplanverbesserungen zum Wohle der der zahlreichen Bahnfahrer in der Region zu realisieren. Unser Ziel bleibt aber die Rückkehr zum Regelfahrplan vom Dezember 2008. Wir erwarten von der Bahn, dass sie die Probleme mit der Neigetechnik nun rasch löst, damit die Reisenden möglichst bald wieder von den Vorteilen des bogenschnellen Fahrens profitieren können", forderte Gönner (Pressemeldung Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg, 01.09.10).

RechteckBaden-Württemberg: VCD geht von Verzögerung des Baufortschritts bei Stuttgart 21 aus
Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. weist darauf hin, dass die Deutsche Bahn AG (DB) wichtige Bauarbeiten im Gleisvorfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofes für das erste September-Wochenende abgesagt hat. Da die DB mit ihren Bauarbeiten deutlich in Verzug sei, gebe es für den derzeit erfolgenden Abriss des Nordflügels weder eine Notwendigkeit noch Grund zur Eile. Die Abrissarbeiten könnten problemlos gestoppt werden und müssten das geplante Spitzengespräch zwischen Ministerpräsident Mappus, Bahnchef Grube und den Stuttgart 21-Kritikern nicht unnötig belasten.
VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb erklärte: "Eigentlich wollte die DB das letzte verkehrsarme Wochenende in den Ferien dazu nutzen, wichtige Bauarbeiten im Gleisvorfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofes vorzunehmen. Die Baustellenfahrpläne hierzu wurden schon im Juli veröffentlicht und hatten vorgesehen, dass zahlreiche Züge den Stuttgarter Hauptbahnhof umfahren. Da die DB mit ihren Planungen massiv in Verzug ist, wurden die Bauarbeiten abgesagt und die Baustellenfahrpläne wieder aus der elektronischen Fahrplanauskunft entfernt."
Die aktuelle Absage bahnbetrieblich wichtiger Maßnahmen führt nach Einschätzung des VCD zu einer mehrmonatigen Verzögerung des Baufortschritts bei Stuttgart 21 insgesamt. "Während die für Stuttgart 21 entscheidenden Bauarbeiten aufgrund eigener Versäumnisse der DB nicht vorankommen, werden nur noch die symbolischen Abrissarbeiten am Nordflügel fortgesetzt", kritisierte Matthias Lieb. Da diese Arbeiten aber nicht zeitkritisch seien, könnten sie auch problemlos für einige Zeit eingestellt werden. Das wäre nach Ansicht des VCD ein Zeichen der Vernunft und würde die Glaubwürdigkeit der Gesprächsangebote erhöhen.
Auch bei der S-Bahn-Tunnelrampe ist nach Einschätzung des VCD seit Wochen kein Baufortschritt mehr zu erkennen. Obwohl auch für diese Bauarbeiten schon ein längerer Zeitraum als ursprünglich geplant vorgesehen wurde, sei der Endzustand noch lange nicht erreicht. Einzig die Verlängerung des Bahnsteiges an Gleis 5 werde derzeit geteert (PressemeldungVCD Baden-Württemberg, 01.09.10).

RechteckDeutsche Bahn: 3.450 Nachwuchskräfte zum Start in das Berufsleben
Die Deutsche Bahn (DB) begrüßt am 01.09.10 auf deutschlandweit zehn Großveranstaltungen mit hochkarätiger Beteiligung ihre neuen Auszubildenden. In Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beginnen zum 1. September fast 270 junge Menschen mit ihrer Ausbildung bei der Deutschen Bahn.
Auf der Veranstaltung in Berlin wird Ulrich Weber, Personalvorstand der Deutschen Bahn, die neuen Kolleginnen und Kollegen im DB-Konzern begrüßen. „Wir freuen uns über unsere neuen Kolleginnen und Kollegen. Wir werden sie fördern, aber auch fordern, damit sie ihr Bestes geben können", so Weber. Die Veranstaltungen werden von Auszubildenden des zweiten und dritten Ausbildungsjahres organisiert und moderiert. Die Berufseinsteiger lernen wesentliche Bestandteile ihrer morgen beginnenden Berufsausbildung bei der DB kennen. Beispielsweise das einwöchige Sozial- und Methodenkompetenztraining, das alle Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr in Form eines Outdoorseminars absolvieren. Bei einer Modenschau in Unternehmensbekleidung, wird ihnen die Vielfalt der Ausbildungsberufe bei der Deutschen Bahn veranschaulicht.
Die duale Berufsausbildung ist die zentrale Säule der Nachwuchssicherung von Fachkräften bei der DB. Rund 90 Prozent der Auszubildenden werden nach erfolgreicher Berufsausbildung übernommen. Der DB-Konzern ist einer der größten Ausbilder in Deutschland: Neben den insgesamt 8.200 Auszubildenden absolvieren 600 junge Menschen ein Duales Studium bei der DB. Weiteren rund 400 Jugendlichen, die für eine Berufsausbildung noch nicht ausreichend qualifiziert sind, bietet die Deutsche Bahn das Praktikantenprogramm „Chance plus" an.
Weitere Begrüßungsveranstaltungen für die neuen Auszubildenden mit Vorständen von Unternehmen der Deutschen Bahn finden in Dortmund, Hamburg, Köln, Leipzig, Ludwigsburg, Ludwigshafen, Mainz, München und Nürnberg statt
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 01.09.10).

RechteckEuropean Hotel Train: Mit dem Talgo-Zug durch Europa
Foto European Hotel TrainFoto European Hotel Train

Die reifere Generation wird sich beim Thema vielleicht noch an das Zauberwort "Interrail" erinnern, Synonym für aufregende Sommerferien auf Europas Eisenbahnrouten; und gleichzeitig an die Popstars der 70er wie Elton John, für die der Privatzug als Statussymbol ein Muss war. Mit Nostalgie hat der "European Hotel Train" aber weniger zu tun - mehr eher mit hochmodernem Reisekomfort. Und der einzigartigen Möglichkeit, sich ohne lästiges Ein- und Auschecken täglich neue Metropolen Europas direkt vor die Hotelzimmertür zu holen.
Eine Europarundreise ist nichts Neues. Bis heute ist sie aber immer mit lästigem Beiwerk versehen: lange, unbequeme Busfahrten, jeden Abend in ein neues Hotel einchecken, jeden Morgen wieder auschecken - Tag für Tag.
Damit macht EuHoTra European Hotel Train jetzt Schluss. Denn bei dieser Kreuzfahrt auf Schienen fährt die FIRST CLASS Zweibett-Kabine einfach auf Schienen mit. Inklusive Bord-Bistro, Bord-Restaurant und dem Standard eines First Class Hotels. Modernste Eisenbahntechnik, komfortable Waggons und alle technischen Finessen bis hin zum freien WLAN-Internetzugang lassen den Reisenden entspannt genießen, wie Europa vor seinem Fenster vorbeifliegt.
Station gemacht wird in Berlin, Köln, Basel, Salzburg und Dresden. Von diesen Stützpunkten können Hotelzug-Reisende dann nach Lust und Laune individuell oder mit optionalen Tagesausflügen ein gutes Dutzend europäischer Metropolen besuchen - wie Hamburg, Amsterdam, Brüssel, Paris, Prag, um nur ein paar wenige zu nennen.
Auch Ausflüge in die Schweizer Alpen und ein breites Kulturangebot von Musikveranstaltungen bis zu Museumsbesuchen, Weinverkostungen oder Brauereibesichtigungen pflastern die spannende Strecke. Und das alles als Einführungsangebot um einen Grundpreis ab unter EUR 1.900.- oder unter EUR 1.000.- für 3-Städte Kurztrips. Mehr Informationen und Direktbuchung: http://www.hotelzug.eu (Pressemeldung European Hotel Train, 01.09.10).

RechteckKübler: 450-Tonnen-Trafo in Duisburg umgeschlagen
Foto  KüblerFoto  Kübler
Gemeinsam mit der Duisburger Hafen AG hat die Spedition Kübler ein Schwerguttermial in Duisburg geplant und gebaut, wo Schwergüter bis 500 to umgeschlagen werden können. Der Betrieb im Heavylift Terminal wurde im März 2010 aufgenommen. Die Feuertaufe bestand die Schwergutanlage jetzt mit einem extrem schweren Trafo, der 450 to auf die Waage brachte. Der Trafo wurde mit einem Tragschnabelwagen der Bahn angeliefert und von der Westfracht hydraulisch auf einen 15-achsigen Scheuerle Plattformwagen der Spedition Kübler aus Schwäbisch Hall umgesetzt. Der Tieflader brachte den Trafo zum Schwerlastkai, wo er im Tandemhub von dem 250 to Hallenkran und einem schweren Gittermastkran in ein Binnenschiff verladen wurde.
Die Firma Westfracht aus Essen verantwortet die komplette Transportkette vom Hersteller bis aufs Fundament im Kraftwerk Moorburg.
Das Heavylift Terminal in Duisburg wurde für die Schwergutindustrie so gebaut, dass in der Halle auch Anlagen bis 500 to montiert und verpackt werden können. Außer dem 250 to Kran steht noch ein 25 to Kran zur Verfügung. Das Steilkai ist in der Lage schwere Gittermastkrane direkt auf der Mauer abzustützen, sodass mit einer extrem geringen Auslage des Krans von nur 10,25 m, Lasten bis 500 to im Tandemhub mit dem Hallenkran in ein Schiff verladen werden können. Auch Kümos können mit dem Hallenkran direkt verladen werden.
Ein besonderer Vorteil des Terminals ist auch, das eine geeignete Strecke für die Trafos bis 450 to auf der Bahn aus vielen Orten Deutschlands zu dem Schwergutterminal in Duisburg zur Verfügung steht. Transporte auf der Straße sind in Deutschland nur bis ca 130 to Ladungsgewicht auf der Straße über größere Entfernungen machbar. Darüber hinaus muss die Bahn oder ein Binnenschiff eingesetzt werden. Das Schwergutterminal in Duisburg ist die einzige Anlage in Deutschland, wo mit einem Hallenkran so schwere Lasten im Tandemhub in ein Binnenschiff verladen werden können. Durch die eisfreie Lage am Rhein, kann das Terminal ganzjährig von Binnenschiffen angelaufen werden.
Die Schwergutspezialisten von Kübler haben in den letzten Jahren 4 Schwergutlinien auf Binnenwasserstraßen mit verschiedenen Reedereien entwickelt und sind in der Lage Schwergüter in die Häfen Antwerpen, Rotterdam, Bremerhaven und Hamburg, sowie auch ins Schwarze Meer mit diesen Linien sehr günstig und sicher zu befördern (Pressemeldung Kübler, www.kuebler-spedition.de, 01.09.10).

RechteckNordrhein-Westfalen: VRR bewilligt 800.000 Euro für Straßenbahnhaltestellen in Düsseldorf
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bewilligt rund 800.000 Euro für den Umbau von Straßenbahnhaltestellen in Düsseldorf-Flingern. Beide Stationen der Haltestelle Wetterstraße werden auf gleicher Höhe positioniert.
Die bislang getrennten Haltestellen Birken- und Ackerstraße werden an der Ackerstraße zusammengelegt. Künftig können die Kunden der Rheinbahn zwischen den Linien 708, 709 und 719 umsteigen ohne wie bisher die Kreuzung zu Fuß queren zu müssen.
Alle Haltestellen werden modernisiert und künftig auch für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste problemlos nutzbar sein.
In seiner Funktion als Vergabestelle für Fördergelder nach §12 ÖPNVG NRW hat der VRR einen Förderantrag der Stadt Düsseldorf bewilligt. Der unterschriebene Bescheid wird der Stadt Düsseldorf in den nächsten Tagen zugestellt. Von den Gesamtkosten des Umbaus entfallen 1.375.000 Euro auf Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Nahverkehr. Hiervon werden 802.900 Euro durch die VRR-Zuwendung abgedeckt, die aus Landesmitteln für die Infrastrukturförderung stammt.
Passend zur allgemeinen Aufwertung und Umgestaltung des Straßenabschnitts, die gerade von der Stadt Düsseldorf umgesetzt wird, werden alle Haltestellen modernisiert und auf die Bedürfnisse in ihrer Mobilität eingeschränkter ÖPNV-Nutzer umgebaut. Nach dem Umbau werden beide Haltestellen Düsseldorf-Wetterstraße auf einer Höhe an der Birkenstraße zu finden sein.
Die Haltestelle Wetterstraße-Nord wird hierzu um etwa 80 m nach Westen über die Einmündung der Wetter- in der Birkenstraße verschoben. Die Straßenbahnhaltestellen Düsseldorf-Birkenstraße der Linien 709 und 719 (derzeitig in der Birkenstraße) und der Linie 708 (derzeitig in der Ackerstraße) werden an einem gemeinsamen neuen Standort in der Ackerstraße zusammengelegt (Pressemeldung VRR, 01.09.10).

RechteckSachsen: Neißetalbahn muss wieder rollen
Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) setzt sich für den schnellen Wiederaufbau der vom Hochwasser zerstörten „Neißetalbahn“ ein. Durch die erheblichen Niederschläge sowie dem Dammbruch am Witka-Stausee in Polen wurden am ersten August-Wochenende u.a. die Gleise im Bahnhof Hirschfelde, im Bahnhof Krzewina Zgorzelecka und bei Hagenwerder unterspült sowie die Dämme am Berzdorfer See und an der Zulaufstrecke von Zawidów zerstört.
„Nicht zuletzt mit erheblicher finanzieller Unterstützung des Freistaates hat die DB Netz in den vergangenen Jahren die sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr wichtige Eisenbahnstrecke umfassend saniert“, so Morlok. „Die Neißetalbahn muss nun schnell wieder rollen können. Sie wird sowohl in Sachsen als auch in Polen gebraucht.“
In einem Schreiben an Dr. Rüdiger Grube hat der Verkehrsminister Morlok den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG gebeten, sich persönlich für den schnellstmöglichen Wiederaufbau der Gesamtstrecke von Görlitz über Krzewina Zgorzelecka nach Zittau einzusetzen und die Abstimmungen mit dem polnischen Netzbetreiber und den zuständigen Verkehrs- und Infrastrukturministerien in Berlin und Warschau zu führen (Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, 01.09.10).

RechteckThüringen: Erfurter Bahn wird Ostthüringer Dieselnetz betreiben
Für den Schienenpersonennahverkehr über 4,6 Millionen Fahrplankilometer im „Ostthüringer Dieselnetz“ erteilte heute (Montag, 30. August) das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr den Zuschlag an die Erfurter Bahn. In dem Ostthüringer Schienennetz, das auch Teile von Sachsen und Sachsen-Anhalt umfasst, soll im Sommer 2012 für 12,5 Jahre der Betrieb aufgenommen werden.
Das „Dieselnetz Ostthüringen“ umfasst folgende Linien:
• Erfurt – Weimar – Jena – Gera
• Gera – Weida – Zeulenroda
• Leipzig – Zeitz – Gera – Saalfeld
• Saalfeld – Hockeroda – Bad Lobenstein – Blankenstein
• Jena Saalbahnhof – Göschwitz – Orlamünde – Pößneck unterer Bahnhof
• Erfurt – Arnstadt – Rottenbach – Saalfeld
• Weimar – Kranichfeld
• Erfurt – Weimar – Apolda (Einzelzüge)
Ein Ziel der Ausschreibung war, den Fahrgästen trotz enger finanzieller Spielräume ein besseres Angebot zu unterbreiten. Folgende Fahrplanverbesserungen für Ostthüringen konnten erreicht werden:
Zukünftig fahren zwischen Leipzig – Gera – Saalfeld stündlich durchgehende Züge. Die Fahrzeit verkürzt sich auf nahezu allen Linien, z. B. zwischen Leipzig und Saalfeld um bis zu 15 Minuten.
Zukünftig werden durchgehende Verbindungen von Arnstadt über Saalfeld nach Blankenstein angeboten.
Zwischen Weimar und Kranichfeld wird morgens ein 30-Minuten-Takt angeboten.
Die eingesetzten Fahrzeuge werden künftig mit je zwei Mehrzweckbereichen für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder ausgestattet sein. Damit wird die Möglichkeit der kostenlosen Fahrradmitnahme gewährleistet. Auch der aufpreisfreie Fahrkartenerwerb im Zug wird gesichert. Alle Züge werden mit Fahrkartenautomaten ausgerüstet. Der Fahrscheinerwerb wird außerdem an Automaten an den Stationen und in den Reisezentren möglich sein.
In Gera wird eine Kundenkontaktstelle eingerichtet, die dem Reisenden zur Klärung von Beschwerden, Herausgabe von Fundstücken, ÖPNV-Beratung und Bearbeitung seines Kundengarantiefalls zur Verfügung steht. Die Fahrgäste aus der Region können einem Fahrgastbeirat beitreten, um den Kontakt und den Austausch zwischen Unternehmen und Fahrgästen zu verbessern.
Auch bei den Qualitätsanforderungen gehen die beteiligten Aufgabenträger neue Wege. So sollen Qualitätsstandards nicht nur durch die Auftraggeber, sondern auch durch die Kunden selbst gesteuert und kontrolliert werden. Dazu werden mit der Betriebsaufnahme Kundengarantien eingeführt. Die Kundengarantien umfassen die Informations- und Vertriebsgarantie, Sauberkeits-, Antwort- und Einstiegsgarantie.
Mit der Vergabeentscheidung wird es auch in Zukunft kein Lohndumping im SPNV in Thüringen geben, weil das Land eine leistungs- und tarifgerechte Bezahlung von den Eisenbahnen gefordert hat. Die Erfurter Bahn hat entsprechende Tarifverträge mit Eisenbahngewerkschaften abgeschlossen (Pressemeldung Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, 01.09.10).

RechteckVDV: Zunehmender Güterverkehr auf der Schiene führt bald zu Engpässen
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt vor Engpässen auf deutschen Schienen. Wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte, wuchs der Eisenbahngüterverkehr im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,1 Prozent. "Bei aller Freude über die steigende Nachfrage im Eisenbahngüterverkehr: Sollte dieser Trend anhalten, gibt es spätestens nächstes Jahr Platzmangel auf Deutschlands Schienenwegen", erläutert VDV-Präsident Jürgen Fenske. Zwar ist die transportierte Gütermenge noch nicht wieder auf dem gleichen Niveau wie vor der Wirtschaftskrise. Die momentanen Zuwachsraten lassen jedoch erahnen, dass dieses Niveau nicht nur bald wieder erreicht, sondern sogar übertroffen wird.
"In letzter Konsequenz kann dieses außerordentliche Wachstum dazu führen, dass vor Ort Engpässe entstehen, die es nötig machen sich zwischen Güterzug und Personenzug zu entscheiden: Wer darf zuerst fahren und wer muss warten", sagt Fenske. Der VDV fordert daher die Bundesregierung auf, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Anlass zu nehmen, um schnellstens dringende Investitionen bei der Schieneninfrastruktur zu tätigen. "Die von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Mittel für den Ausbau der Bundesschienenwege sind von ehemals fünf Milliarden Euro auf unter vier Milliarden gekürzt worden. Diese Kürzungen bedrohen nun wichtige Investitionsmaßnahmen zur Erhaltung und zum Ausbau der Leistungsfähigkeit der deutschen Schienenwege. Wer wie die Bundesregierung mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern will, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen", so Fenske abschließend (Pressemeldung VDV, 01.09.10).

RechteckVeolia Verkehr: InterConnex mit Sparaktion für Schüler, Azubis und Studenten
Mit einer vierwöchigen Sparaktion für Schüler, Azubis und Studenten startet der InterConnex, das private Fernzugangebot der Veolia Verkehr GmbH, ins Wintersemester. Unter dem Motto „Uns genügt ein Schein!“ kann der InterConnex vom 15. September bis zum 15. Oktober 2010 auf allen Strecken zwischen Leipzig und Rostock/Warnemünde zum Festpreis von 10,00 Euro genutzt werden. „Mit der aktuellen Initiative wollen wir vor allem junge Leute, die ihre Ausbildung oder ihr Studium beginnen, auf den InterConnex aufmerksam machen“, erklärte Marketingreferentin Yvonne Bobsien.
Tickets für diese „Ein-Schein-Aktion“ gibt es ab sofort und nur im Internet unter www.interconnex.com. Buchbar ist das Angebot für die Zeit zwischen dem 15. September und 15. Oktober 2010. Voraussetzung ist lediglich ein gültiger Schüler-, Azubi- oder Studentenausweis, der mit dem Internetticket vorgezeigt werden muss. Das Aktionsticket gilt für eine einfache Fahrt, ist zuggebunden und nicht umtauschbar (Pressemeldung Veolia Verkehr, 01.09.10).

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Museum vom 01.09.10

RechteckClaus-Köpcke-Preis 2010 ausgelobt
Der Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V. (VSSB) lobt in diesem Jahr nunmehr zum achten Male den Claus-Köpcke-Preis aus. Mit diesem Preis soll das besondere Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung der sächsischen Schmalspurbahnen und ihrer Geschichte gewürdigt werden.
Neben den altbewährten Kategorien Technik/Bauten und Medien, wird nun erstmalig der Claus-Köpcke-Preis in der Kategorie Tourismus - in enger Zusammenarbeit mit dem Landes- tourismusverband Sachsen e.V. - vergeben. Ziel dieser Preiskategorie ist es, besondere Ideen der Verbindung verschiedener touristischer Angebote bekannt zu machen und den besten Vorschlag auszuzeichnen.
Die Kategorie Medien wird in diesem Jahr freundlich unterstützt durch SSB Medien - bekannt durch die Herausgabe u. a. des DAMPFBAHN-MAGAZINS und vieler weiterer Publikationen zu den Schmalspurbahnen und deren touristischen Vermarktung.
Die Auszeichnungen sind verbunden mit Preisgeldern in Höhe von je 1.000 bis 3.000 EUR. Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine oder Unternehmen mit Projekten, Aktionen und Vorhaben, die die sächsischen Schmalspurbahnen erhalten und weiter entwickeln. Gleichermaßen preiswürdig sind Projekte zur Pflege der Geschichte der sächsischen Schmalspurbahnen.
Gewinner des Claus-Köpcke-Preises in den Vorjahren waren unter anderem der Interessenverband Zittauer Schmalspurbahnen e.V. (2003), die IG Verkehrsgeschichte Wilsdruff e.V. (2004), die Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V. (2005), die Traditionsbahn Radebeul e.V. (2006), die SOEG Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbH (2007), Museumsbahn Schönheide e. V. (2008) und die Mitglieder der Arbeitsgruppe Technik des Projektes - sächsische I K Nr. 54 - (2009) (Pressemeldung Verein zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e.V., 01.09.10).

RechteckDenkmallok 51 650
Foto Jörg SeidelFoto Jörg Seidel
Auf dem Güterbahnhof von Moers-Rheinkamp hat die ehemalige Denkmallok 51 650 eine neue Bleibe gefunden. Die Lok präsentiert sich optisch sehr ansprechend (Jörg Seidel, 01.09.10).

RechteckSaisonabschluss bei Skånska Järnvägar
Foto Jakob StillingFoto Jakob Stilling
Foto Jakob StillingFoto Jakob Stilling
Foto Jakob StillingFoto Jakob Stilling
Foto Jakob Stilling
Am letzten Augustwochenende feierte die Museumsbahn Brösarp-St.Olof in Skåne Saisonabschluss mit einem dichten Sonderfahrplan auf der 13 km langen Museumsbahn, die durch sehr hügeliche südschwedischen Landschaften mit Blick auf der Ostsee führt.
Gefahren wurde mit den 2 Dampfloks, Tenderlok SJ S 1280 (Motala 1916) und SJ E 2 1183 (Motala 1914) und mit der Diesellok SJ T 21 66 (MaK 1954). Mit sechs recht gut besetzten Zugpaare am Samstag auf der landschaftlich schöne Strecke gab es für die (sehr wenigen anwesenden) Fotografen ein volles Programm.
Am Samstagabend wurde ein Zugpaar sogar mit Vorspann der beiden Dampfloks gefahren, sonst rollten die beiden Dampfloks vor Personenzüge, während die MaK-Lok vor einem Fotogüterzug unterwegs war. Die beiden Endbahnhöfe und der Kreuzungsbahnhof Vitaby waren besetzt und die Zugabwicklung fand wie vor der Stilllegung der Strecke vor 40 Jahren statt. Brösarp ist immer eine Reise wert (Jakob Stilling, www.klub40.dk, 01.09.10).

RechteckVerkehrshausdirektor Daniel Suter übernimmt eine neue Herausforderung
Nach über acht Jahren an der Spitze des Verkehrshauses der Schweiz hat sich Daniel Suter entschieden per Anfang März 2011 eine neue Herausforderung als CEO von Swiss Olympic anzunehmen. Das Verkehrshaus bedauert seinen Rücktritt sehr.
Bei seinem Amtsantritt im Jahre 2002 übernahm Daniel Suter im Verkehrshaus der Schweiz keine leichte Aufgabe. Das Museum kämpfte mit sinkenden Besucherzahlen, angespannten Finanzverhältnissen und hohem Nachholbedarf an Unterhalt und Reparaturen bei den Infrastrukturen. Dank dem grossen Einsatz von Daniel Suter, seiner Führungs-Crew und allen Mitarbeitenden kehrte das Verkehrshaus der Schweiz zum Erfolg zurück.
Heute ist das Verkehrshaus dank diesem Engagement sowie einer wirkungsvollen Strategie, die auf der erfolgreichen Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand basiert, auf Erfolgskurs. Die Anzahl der Verkehrshausmitglieder stieg auf über 30'000, die Sponsoringerträge betrugen 2009 erstmals über 7 Mio. Franken und im gleichen Jahr wurden im meistbesuchten Museum der Schweiz 927’000 Eintritte realisiert. Daniel Suter hinterlässt ein gesundes Verkehrshaus, das auch in Zukunft in einem stark umworbenen Freizeitmarkt gut bestehen kann.
Das Verkehrshaus der Schweiz dankt Daniel Suter für seine wertvollen Verdienste und wünscht ihm bei seiner neuen Aufgabe viel Freude und Erfolg. Über das weitere Vorgehen bezüglich der Neubesetzung der Direktionsstelle wird das Verkehrshaus der Schweiz rechtzeitig informieren (Pressemeldung Verkehrshaus der Schweiz, 01.09.10).

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Europa Reiseführer 2010/2011

Rüdiger Lüders (Herausgeber)

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96 Seiten, Format 21 x 24 cm, gebunden
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Leseprobe Reiseführer 2010/2011

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Sichtungen vom 01.09.10

RechteckBerlin
Foto Holger GrunowFoto Holger Grunow
Am frühen Sonntagmorgen, 29.08.2010, konnte in Berlin-Alexanderplatz zunächst der Lr zum RE 5800 nach Berlin-Zoo -> Szczecin Glowny mit 628/928 684/682, später dann der HEX 83292 nach Vienenburg/Thale Hbf, gebildet aus den VT 806 und VT 807, im Bild festgehalten werden (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 01.09.10).

RechteckPadova
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
In Padova sind seit 6. Dezember 2006 Translohr-Straßenbahnen im Einsatz (Martin Kubik, 01.09.10).

RechteckSaarmund
Foto Norman Gottberg
185 685 fuhr am 31.08.10 durch saarmund (Norman Gottberg, 01.09.10).

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Europa vom 01.09.10

RechteckBosnien-Herzegowina: Dampf über Višegrad
Nach jahrelangem Warten gab es diese Woche den Eröffnungszug des neuaufgebauten Teilstückes der bosnischen Ostbahn von Višegrad bis zur bekannten Šarganbahn (Šarganska osmica) in Serbien. Den Eröffnungszug zog eine 83 der serbischen Staatsbahnen. Das Ereignis wurde von zahlreichen internationalen Agenturen und Newskanälen gewürdigt - möglichweise auch deshalb, weil der serbische Präsident Boris Tadic sowie andere hochrangige Politiker der Region zugegegen waren.
Weitgehend wortgleich finden sich internationale Agenturmeldungen u.a. bei
http://www.timesunion.com/news/article/Steam-train-connects-Bosnia-Serbia-635625.php oder
http://www.cbsnews.com/stories/2010/08/28/travel/main6814325.shtml
Bilder siehe bei
http://www.visegradturizam.com/aktuelnosti-info.php?id=38 oder bei
http://www.zeljeznice.net/forum/viewtopic.php?t=8320&postdays=0&postorder=asc&start=593
DIe neuereröffnete Strecke war überwiegend schon vor vier Jahren fertig gestellt worden. Zuletzt fehlte noch das teilverbaute Endstück in der Stadt Višegrad. Dieses wurde vorerst nur provisorisch hergestellt. Medienberichte erwähnen, dass die Stadt Višegrad den Ausbau der Gleisanlagen sowie eine Drehscheibe finanzieren werde.
Offenbar ist nicht geplant, das neue Teilstück dieser internationalen Touristikbahn mit dem vorhandenen serbischen Fuhrpark zu betreiben. Nach lokalen Quellen sollen noch diverse in Bosnien-Herzegowina vorhandene Denkmallokomotiven aufgearbeitet werden (Dieter Zoubek, Austrian Steam Base, 01.09.10).

RechteckÖsterreich: Bures übermittelt Tätigkeitsbericht 2009 der Schienen-Control GmbH an Parlament
Verkehrsministerin Doris Bures übermittelte am 31.08.10 den Tätigkeitsbericht der Schienen-Control GmbH dem österreichischen Parlament. Der Bericht, der einen umfassenden Überblick über die Marktentwicklung im österreichischen Eisenbahnsektor vermittelt, zeigt die Entwicklungen des Eisenbahnwesens im Hinblick auf die Wirtschaftskrise, sowie rechtliche Neuerungen auf. Doris Bures, Ministerin für Verkehr, Innovation und Technologie: "Der starke Ausbau der Schieneninfrastruktur, die Liberalisierung des Schienenverkehrs und viele rechtliche Neuerungen machen das Know-How und die Kompetenz der Schienen-Control GmbH unverzichtbar. Mit dem Tätigkeitsbericht zeigt der österreichische Schienenregulator, wie sich vollzogene rechtliche Neuerungen auswirken und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt."
Im Berichtsjahr wurden die Rechte von Eisenbahnfahrgästen gestärkt, Entschädigungszahlungen bei Verspätungen festgelegt und die bereits bestehende Schlichtungsstelle wurde mit zusätzlichen Kompetenzen zur Durchsetzung der Fahrgastrechte ausgestattet.
Der Gesetzesentwurf dazu wurde im Frühjahr 2010 verabschiedet und enthält unter anderem Entschädigungsregelungen für Jahreskartenbesitzerinnen und -besitzer. Die Schlichtungsstelle der Schienen-Control wird zukünftig wesentliche Aufgaben des Konsumentenschutzes im Bereich der Fahrgastrechte wahrnehmen und damit einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität sowie zur Steigerung der Kundenzufriedenheit leisten.
2009 wurden 234 Millionen Fahrgäste in insgesamt 2,1 Millionen Zügen befördert. Das Verkehrsangebot stieg um 12 Prozent, wobei die Österreichischen Bundesbahnen- (ÖBB-) Personenverkehr 88 Prozent der Fahrgäste beförderte. Das heißt, dass der Personenverkehr von der Krise nicht nennenswert berührt war.
Die Schienen-Control GmbH ist der unabhängige Regulator für den Schienenverkehr in Österreich. Zentrale Aufgaben sind: Aufsicht über den Wettbewerb auf der Schiene, Marktbeobachtung und -einschätzung sowie die Wahrung der Rechte der Fahrgäste. Die Schienen-Control ist per Gesetz die offizielle Beschwerdestelle für Bahnkundinnen und Bahnkunden und Schlichter bei Konfliktfällen (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 01.09.10).

RechteckPolen/Tschechien: Zackenbahn wieder in Betrieb
Foto  Hans-Jürgen Schulz
Seit dem 28.8.2010 ist die "Zackenbahn" zwischen Szklarska Poreba Górna/Ober Schreiberhau und Harrachov/Strickerhäuser durchgängig wieder in Betrieb. Es verkehren vier Zugpaare bis Korenov/Polaun. Die Leistungen werden ebenso wie jene auf dem anschließenden Abschnitt nach Jelenia Góra/Hirschberg (Rsgb) von Przewozy Regionalne/Viamont durch Dieseltriebwagen der Baureihe SA134 erbracht. Die Erneuerung des PKP-Abschnitts bis Hirschberg war für 2010 geplant und steht noch aus.
Bereits am 21.9.2001, als das Bild von der offiziell ersten Fahrt in Jakuszyce/Jakobsthal (Riesengeb) entstand, glaubte man sich der Wiedereröffnung der Strecke über den Kamm sehr nahe zu sein. Zum 100-jährigen Jubiläum der Strecke 2002 gab es zwar Sonderfahrten, an die Wiederaufnahme des Regelverkehrs war aufgrund des schlechten Streckenzustands aber nicht zu denken. Erst 2008 konnte mit der Übernahme der bislang der PKP PLK S.A. gehörenden Strecke durch die Woiwodschaft Niederschlesien die Voraussetzung dafür geschaffen werden. Von der woiwodschaftseigenen "Dolnoslaska Sluzba Dróg i Kolei we Wroclawiu" (DSDiK) wurden daraufhin für ihren Streckenabschnitt von Ober Schreiberhau bis zur Staatsgrenze (km 29.844 ? 43.138) die Sanierungsarbeiten ausgeschrieben. Bis zum 30.11.2009 sollte der Abschnitt erneuert werden (Einbau von S49-Schienen auf Holzschwellen für Vmax 40 km/h sowie die Errichtung von Bahnsteigen in Szklarska Poreba Huta/Josephinenhütte und Jakuszyce/Jakobsthal (Rsgb)). Aufgrund des lang anhaltenden Winters und anderen Verzögerungen musste der Eröffnungstermin immer wieder verschoben werden. Die zuletzt für den 3.7.2010 geplante Wiederaufnahme des Zugverkehrs konnte noch nicht vollumfänglich stattfinden, da es versäumt wurde, eine grenzüberschreitende Telekommunikationsverbindung herzustellen und auch kein Fahrzeug zur Verfügung stand. Seitdem verkehrten die Züge lediglich von Ober Schreiberhau bis Jakobsthal, über die Grenze wurde SEV gefahren.
Das Gebiet um den Bahnhof Harrachov (Polnisch: Tkacze) gehörte seit 1945 zu Polen und wurde bis 1947 noch von Personenzügen der PKP bedient. Bei einer Grenzkorrektur kam es 1958 zur Tschechoslowakei und wurde ab 1963 wieder von Personenzügen der CSD angefahren. Die jetzigen Züge Szklarska Poreba Górna - Korenov sind die ersten regulären Personenzüge seit 1945, welche die Grenze überqueren (Hans-Jürgen Schulz, 01.09.10).

RechteckSchweiz: 300 SBB-ZugbegleiterInnen verlieren ihre Stelle
Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV bedauert den überraschenden Entscheid des ZVV, ab 2012 auf die bewährte Doppelbegleitung der S-Bahn-Züge in den Randstunden zu verzichten. Damit werden rund 300 Zugbegleiterinnen stellenlos. Für sie fordert der SEV alternative Stellen. Kündigungen darf es keine geben.
Über das neue Sicherheitskonzept im ZVV ist der SEV erst vor einigen Stunden in den groben Zügen informiert worden. Das neue Konzept bedeutet, dass der ZVV ab 1.1.2012 darauf verzichtet, die S-Bahn-Züge wie bisher in den Randstunden (ab 21 Uhr am Abend und in den Frühzügen an den Wochenenden) systematisch durch je zwei Zugchefs/-innen S-Bahn (ZuS) begleiten zu lassen.
Europaweit beachtetes Vorzeigemodell in Gefahr
Der ZVV nimmt so in Kauf, dass in den Randstunden gewisse Züge unbegleitet verkehren werden, und verabschiedet sich sang- und klanglos von einem Sicherheitskonzept, das bisher europaweit als vorbildlich galt. Damit könnte der ZVV Bahnkund/innen verlieren, die nicht das Risiko eingehen wollen, in den Randstunden in einem unbegleiteten Zug fahren zu müssen.
Den Preis für die Konzeptänderung bezahlt neben der Kundschaft aber vor allem das SBB-Personal, denn durch die Abschaffung der Randstunden-Zugbegleitung verlieren die rund 300 ZuS der SBB spätestens Ende 2011 ihre Stelle.
Darunter sind einige ZuS, die erst diesen September ihre sechsmonatige Ausbildung abschliessen und nun höchstens noch bis Ende 2011 auf ihrem neuen Beruf arbeiten können – eine ziemlich perverse Folge des öV-Bestellungssystems! Offensichtlich hatte also auch ihr Arbeitgeber SBB vor sechs Monaten noch nicht mit der Konzeptänderung des ZVV gerechnet.
Für den SEV ist klar, dass es wegen dem neuen Konzept keine Kündigungen geben darf. Die SBB muss den betroffenen ZuS zumutbare alternative Stellen inklusive Aus- und Weiterbildungen anbieten. Der SEV wird in den kommenden Tagen mit den betroffenen Kolleg/-innen Versammlungen durchführen und sie bei Bedarf individuell unterstützen (Pressemeldung SEV, 01.09.10).

RechteckSchweiz: ZVV ab Januar 2011 mit neuer Sicherheitsorganisation
Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) schafft ab Januar 2011 eine neue Sicherheitsorganisation. Diese koordiniert alle Aspekte der Sicherheit und der Ticketkontrolle im ganzen Verbundgebiet. Damit trägt der ZVV gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung und sorgt dafür, dass das Zug- und Busfahren für Fahrgäste und Personal insbesondere auch abends und nachts reibungslos verläuft. Grundlage bildet das neue Bundesgesetz über die Sicherheitsorgane der Transportunternehmen.
Unter der Leitung der Transportpolizei arbeiten schrittweise ab 2011 die Transportpolizei, ein neuer, speziell ausgebildeter Sicherheitsdienst, Präventionsassistenten und Kontrollpersonal zusammen. Dieses Personal kann flexibel und sachgerecht auf allen Verkehrsmitteln eingesetzt werden und kümmert sich sowohl um die Sicherheit als auch die Ticketkontrollen. Die bisherige durchgehende Begleitung aller S-Bahnzüge nach 21.00 Uhr wird durch den flexibleren Einsatz des Sicherheitsdienstes abgelöst. Ausgenommen davon sind die Nacht-S-Bahnen von SBB und SZU – sie bleiben durchgehend begleitet. Neu werden auch Bahnhöfe und Busunternehmen in die Touren mit einbezogen. Bis Ende 2012 soll die neue Organisation aufgebaut sein. Ausgenommen von diesem Konzept ist die Stadt Zürich und zum Teil auch die Stadt Winterthur. Dort deckt die Zusammenarbeit mit den beiden Stadtpolizeien die Bedürfnisse der Verkehrsunternehmen bereits ab.
Der ZVV wendet jährlich rund 42 Mio. Franken für die Sicherheitsorganisation einschliesslich Ticketkontrolle auf – mit Erfolg: das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste auf S-Bahn, Tram und Bus stieg seit 2002 stetig. Allerdings organisieren sich die Verkehrsunternehmen im ZVV punkto Sicherheit heute weitgehend eigenständig. Die Transportpolizei der SBB ist bisher nur auf der S-Bahn und an Bahnhöfen präsent. Auf den übrigen Verkehrsmitteln sind fünf private Sicherheitsfirmen im Einsatz. Um die Ticketkontrolle kümmern sich drei Kontrollpools. Diese heterogene Organisationsform ist wenig flexibel und führt zu Doppelspurigkeiten. Das neue Konzept sieht speziell ausgebildetes Sicherheitspersonal vor, das verkehrsmittelübergreifend einsetzbar ist. Damit können Kräfte gebündelt und Personal und Mittel im ganzen ZVV optimal eingesetzt werden.
In den letzten Jahren nahmen die Mobilitätsansprüche der Gesellschaft zu – vor allem am Abend und in der Nacht. Das veränderte Ausgehverhalten wirkt sich auch auf das Verhalten der Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Insbesondere Ticketkontrollen bieten Anlass für Konflikte. Kontroll- und Fahrpersonal sehen sich zunehmend mit Aggressionen und Gewaltbereitschaft konfrontiert, für deren Bewältigung bisher die notwendigen Kompetenzen fehlen. Die Nachfrage wird zudem in den kommenden Jahren weiter steigen. Daher sind vor allem bei der Gewährleistung der Sicherheit abends und nachts sowie generell bei der Effizienz der Einnahmensicherung differenziertere Massnahmen angezeigt, damit die Anzahl Schwarzfahrer klein und die Sicherheitslage stabil bleibt (Pressemeldung SBB, 01.09.10).

RechteckSchweiz: Starker Franken hemmt Halbjahresergebnis der BLS Cargo
BLS Cargo steigerte die Verkehrsleistung im ersten Halbjahr 2010 auf 1'624 Mio. Nettotonnenkilometer, was einem Wachstum von 8% entspricht. Trotz dieser Steigerung ist das Leistungsniveau vor der Wirtschaftskrise 2009 noch nicht erreicht, was zeigt, wie grundlegend die Wirtschaftskrise den internationalen Schienengüterverkehr im Jahr 2009 erschüttert hat.
Haupttreiber des Wachstums im ersten Halbjahr 2010 bei BLS Cargo waren einerseits die internationale kombinierten Verkehre (Container, Wechselbehälter), die insbesondere über die Lötschberg-Achse (+ 17%) zunahmen. Andererseits trugen die konventionellen Verkehre über die Gotthardachse (+40%) zur positiven Halbjahresbilanz bei. Die Verkehre der Rollenden Autobahn nahmen um 5% zu, nachdem sie als einziges Verkehrssegment auch in 2009 gewachsen waren.
Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung auf 2.4 Mio. CHF und konnte somit gegenüber dem 1. Halbjahr 2009 um 6.6 Mio. CHF gesteigert werden. Die Verbesserung des EBIT zeigt deutlich, dass BLS Cargo in 2009 richtig und konsequent auf die Wirtschaftskrise und den Nachfrageeinbruch reagiert hat. Umgesetzt wurden sowohl Massnahmen zur Kapazitätsanpassung, Kostensenkung (z.B. Ausgabenstopp) als auch zur Effizienzsteigerung.
Trotz der erfreulichen Mengenentwicklung und des positiven EBIT steht BLS Cargo vor einer neuen schwerwiegenden Herausforderung: Die starke Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro. Lag der Wechselkurs im Dezember 2009 noch bei ca. 1.51 CHF, steht der Kurs derzeit bei ca. 1.30 CHF, was einem Wertverlust von rund 14% entspricht.
Der Euro ist die Leitwährung in der europäischen Transportbranche, weshalb BLS Cargo die Dienstleistung am Markt bei den direkten Kunden, der verladenden Wirtschaft in den benachbarten Ländern, sowie bei den Partnerbahnen weitgehend in Euro verkauft. Demgegenüber fällt der überwiegende Teil der Produktionskosten z.B. für Lokführer sowie die Trassengebühren in Schweizer Franken an. Damit ergibt sich für die betreffenden Leistungen rein währungsbedingt ein Ertrags- und Margenrückgang für eine ansonst unveränderte Transitleistung.
Der starke Franken trifft somit die Schienengüterverkehrsbranche und speziell die im Transit tätigen Unternehmen in der Schweiz wie BLS Cargo massiv und beeinflusst negativ das Unternehmensergebnis. Trotz des überdurchschnittlichen EBIT weist BLS Cargo per 30.06.10 aufgrund dieser Währungsproblematik einen Unternehmensverlust von CHF 2.7 Mio. aus. Obwohl BLS Cargo weiteres Verkehrswachstum bis Ende 2010 voraussieht, ist nicht zu erwarten, dass die negativen Währungseffekte kompensiert werden können.
Da zum einen diese Struktur der Einnahmen in Euro und der Aufwendungen in Franken kurzfristig nicht angepasst werden kann und zum anderen davon ausgegangen werden muss, dass die Frankenstärke weiter anhalten wird, sind Preisanpassungen bei den Schweizer Güterbahnen im Transit durch die Schweiz unumgänglich. Es ist hierbei eine grosse Herausforderung die Wettbewerbsfähigkeit des Schienentransits durch die Schweiz gegenüber dem LKW-Sektor und anderen Transitachsen aufrechtzuerhalten. Negative Auswirkungen auf die Verlagerungspolitik sind dementsprechend zu erwarten (Pressemeldung BLS, 01.09.10).

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