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LOK Report – News von Mittwoch, 01.03.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Probebetrieb Gotteszell-Viechtach
und Comeback der Wanderbahn

Absatzlinie
Bestellung von 30 TET-Zügen
als Corail-Ersatz

Absatzlinie

Trafikverket könnte zehn Prozent
der Wartung übernehmen

Absatzlinie

BAV schickt Zielbild für Eisenbahn-
Fernverkehr in die Konsultation

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sebastian Bollmann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitiik im Bund

RechteckBundestag: Qualitätssicherung bei Seilbahnen
Die Bundesregierung hat den Entwurf für ein Seilbahndurchführungsgesetz (18/11258) vorgelegt. Mit dem Gesetz soll das deutsche Recht an die EU-Verordnung 2016/424 über Seilbahnen angepasst werden. Die EU-Verordnung sehe einen neuen Rechtsrahmen für die Vermarktung und die CE-Kennzeichnung von Teilsystemen und Sicherheitsbauteilen für Seilbahnen vor und löse zum 21. April 2018 die bisher geltende Seilbahnrichtlinie ab, schreibt die Regierung.
Die in der EU-Verordnung vorgesehenen Konformitätsbewertungsverfahren für Seilbahnprodukte würden im Rahmen der Qualitätssicherung die Verpflichtung der Hersteller vorsehen, die notwendigen technischen oder formalen Produktprüfungen durch von ihnen unabhängige notifizierte Drittstellen durchführen zu lassen, heißt es in der Vorlage. Diese Stellen seien von einer durch den Mitgliedstaat einzurichtenden Behörde gegenüber der Europäischen Kommission anzuzeigen und würden von dieser Behörde überwacht.
Anders als noch die EU-Seilbahnrichtlinie, sehe die Verordnung nur eine notifizierende Behörde vor, die für den gesamten Mitgliedstaat zuständig ist. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) solle dem Gesetzentwurf nach einer Landesbehörde die Aufgaben der notifizierenden Behörde übertragen. Diese Landesbehörde stehe dann unter der Rechts- und Fachaufsicht des BMVI, schreibt die Regierung (Pressemeldung Bundestag, 01.03.17).

RechteckPro Bahn: Fortschritte bei der Harmonisierung der Kinderaltersgrenzen
Im Sommer 2016 hat der Fahrgastverband PRO BAHN den Stand der Harmonisierung der Kinderaltersgrenzen bundesweit untersucht. Bereits 2004 hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) einen Standard definiert und seine Umsetzung angeregt: Für ganz Deutschland wird empfohlen, das ein Kind bis zum 6. Geburtstag gar keinen Fahrschein braucht. Danach bis einen Tag vor dem 15. Geburtstag kann eine Kinderfahrkarte gelöst werden und ab dem 15. Geburtstag ist für Jugendliche der Erwachsenenfahrpreis fällig.
Über 30 Unternehmen, Verkehrsgemeinschaften und Verkehrsverbünde weichen auch nach mehr als 10 Jahren zuungunsten der Fahrgäste von dieser Regel ab.
So beispielsweise der Verkehrsverbund Ems-Jade (VEJ) oder der Verkehrsverbund Mittelschwaben (VVM).
Im Rahmen der Untersuchung von PRO BAHN wurden mehr als drei Dutzend Briefe an die Betriebe geschrieben, bei denen die Kleinkinder schon ab vier Jahren zahlen müssen oder bei denen bereits vor dem 15. Geburtstag der volle Fahrpreis fällig wird. Ausgesprochen erfreut ist der Fahrgastverband über die Entwicklung seit dem Beginn der Untersuchung. Mehrere Unternehmen haben die entsprechende Regelung bereits an den VDV-Standard angepasst oder eine wohlwollende Prüfung zugesagt.
Diese positive Entwicklung setzt sich fort. So gelten seit 1. Januar 2017 in der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Schaumburg (VLS) die empfohlenen Kinderaltersgrenzen und ab 1. März 2017 passen die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) ihre Regelung an die Empfehlung des Branchenverbandes an. Die HSB betreiben ein 140 Kilometer langes Meterspurstreckennetz im Harz.
"Besonders für Urlauber im Harz ist diese Vereinheitlichung durch die Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn eine Senkung der Zugangsbarriere zum öffentlichen Verkehr" stellt Jörg Bruchertseifer, Tarifexperte und stellvertretender Bundesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN fest. "Nachdem im Herbst 2016 für die Straßenbahnen und Busse Halberstadts die Anpassung erfolgte, gelten jetzt im gesamten Landkreis Harz einheitliche Kinderaltersgrenzen. Das ist ein Meilenstein bei der Harmonisierung der Grundregeln für den öffentlichen Verkehr."
Um Bahnen und Busse für Selten- und Autofahrer attraktiver zu gestalten, brauchen wir einheitliche Regeln, die einfach vermittelbar und für alle leicht verständlich sind. Nur so können abschreckende Frusterlebnisse aufgrund der Tarifkomplexität vermieden werden.
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert weiterhin alle Unternehmen im öffentlichen Personenverkehr auf, gemäß der von ihrem eigenen Branchenverband erarbeiteten Empfehlung die ermäßigten Fahrpreise für Kinder mindestens vom sechsten bis zum 15. Geburtstag zu gewähren (Pressemeldung Pro Bahn, 01.03.17).

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Aus den Ländern

RechteckBayern: Probebetrieb Gotteszell-Viechtach und Comeback der Wanderbahn


Obere Reihe: War der "Böbracher -Tunnel" schon für frühere Generationen von Eisenbahnfotografen, bei der alten RAG, mit ihren urigen Esslinger und Credee -Triebwagen sowie den urtümlichen Diesellokomotiven ein beliebtes Foto-Motiv, so machen die seit 12. September 2016 planmäßig hier im Stundentakt eingesetzten, modernen RS-1-Triebwagen auch keine schlechte Figur. Nicht umsonst wird diese Gegend auch "Bayerisch-Kanada" genannt. Die ursprünglich von der ODEG stammenden und nun in Länderbahn-Diensten stehenden Triebwagen VT 650.71 und 75 durchfahren am 18.2.2017, als WBA 4 auf der Fahrt von Viechtach nach Gotteszell das "Wahrzeichen" der Strecke.
Untere Reihe: Am 19. Februar wurde die vormittägliche Taktlücke am Sonntag dazu genutzt, den seit September 2016 abgestellten Esslinger VT der "Wanderbahn" wieder zu bewegen und gleichzeitig zu testen, wie sich ein künftiger Wanderbahnbetrieb in diesen Trassen mit dem neuen SPNV verträgt. Da der VT 07 noch keine PZB-Ausrüstung besitzt, wurde er vom ehemaligen RAG VT 08 geschleppt, der jetzt der Stauden-Verkehrsgesellschaft gehört und in Viechtach eine HU samt Neulack bekommen hat. Er wurde im Anschluss wieder nach Augsburg überführt. Da einige Gründungsmitglieder des "Wanderbahn"-Vereines , auch gleichzeitig Gesellschafter der SVG sind, konnte das ganz unbürokratisch durchgeführt werden. Die Farbgebung des VT o8 harmoniert im Übrigen nur zufällig mit der aktuellen " Waldbahn"-Lackierung. Grün -Gelb sind die Farben des Regionalmarketings der" Region Stauden". Der VT o8 soll zukünftig die Hauptrolle beim von der SVG, geplanten Probebetrieb zwischen Türkheim und Ettringen spielen.

Der im September 2016 nach langen Gezerre mithilfe eines Bürgerentscheides aufgenommene "Probebetrieb" für die Reaktivierung des SPNV zwischen Gotteszell und Viechtach läuft sehr gut an. Den letzten Zählungen zufolge liegen die Reisendenzahlen bei ca 600 Reisenden täglich, die die Strecke benutzen.
Dies ist zwar noch weit von den von der für den Freistaat Bayern bestellenden Bayerischen Eisenbahngesellschaft ( BEG) geforderten 1000 Reisenden pro Streckenkilometer entfernt. Allerdings wird dieser Wert von keiner anderen Strecke im Waldbahnnetz erreicht. Die Strecken nach Bodenmais und Grafenau weisen gar schon jetzt schlechtere Fahrgastzahlen als die neu reaktivierte Strecke auf.
Aber auch von der "Wanderbahn im Regental", die seit der Betriebseinstellung durch die RAG im Jahre 1991 auf der alten Regentalbahn-Stammstrecke 25 Jahre lang, zumindest an den Wochenenden im Sommer für Betrieb gesorgt hatte und die maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass es diese Strecke heute überhaupt noch gibt, gibt es positive Nachrichten: Mussten die, zuletzt mit dem Esslinger VT 07 gefahrenen Ausflugszüge im September 2016 zur Betriebsaufnahme des SPNV vorerst eingestellt werden, da der Triebwagen keine PZB-90 besitzt, und durch den Stundentakt ohnehin kaum mehr Fahrplantrassen vorhanden sind, so hat die heutige "Länderbahn" nun entschieden, dem Oldtimer VT 07 nun doch eine komplette PZB-Ausrüstung zu spendieren.
So wird der "Wanderbahn im Regental e.V." voraussichtlich ab Juli 2017 an erst einmal 7 Wochenenden im Jahr, in stark abgespeckter Form wieder Fahrten mit der Nostalgie-Garnitur zwischen Viechtach und Gotteszell anbieten.
Genutzt werden hierzu die beiden Taktlücken am Sonntag-Vormittag. Es ist angedacht Kombitickets anzubieten, damit die "Wanderbahn"-Fahrgäste auch freizügig das gesamte SPNV-Angebot der " Waldbahn" nutzen können.
Die Wanderbahn-Züge, sollen dann auch wieder die vom SPNV nicht mehr bedienten, aber bei Wanderern sehr beliebten Halte im Tal des Schwarzen Regens bedienen, wie Böbrach, Nußberg-Schönau und Gstadt
(Alexander Bauer, 01.03.17).

RechteckNiedersachen: Ausbau Oldenburg–Wilhelmshaven geht in die nächste Runde
Bereits seit Oktober 2016 können die unmittelbaren Anlieger zwischen den Ortschaften Ellenserdammersiel und Sande Bauaktivitäten an der Bahnstrecke beobachten. Dabei handelte es sich um Vorarbeiten zur Herstellung von Baustraßen und Baustelleneinrichtungsflächen.
Ab Mittwoch, 1. März beginnen die Arbeiten für die Ertüchtigung des Streckenabschnittes zwischen Varel und Sande. Insgesamt werden die Arbeiten im diesem Streckenabschnitt voraussichtlich bis April 2020 andauern. Von März 2017 bis Mitte 2019 liegt der Arbeitsschwerpunkt zwischen Sande und Ellenserdammersiel. Anschließend wird bis April 2020 überwiegend im südlichen Bereich bis Varel-Dangastermoor gearbeitet.
Als erste Maßnahme wird zuerst westliche und ab Mitte 2018 das östliche Streckengleis zwischen Sande und dem Bereich Ellenserdammersiel vollständig ausgebaut, um danach zum Teil mit Spezialverfahren den Untergrund zu ertüchtigen und den Oberbau erneuern zu können. In Streckenabschnitten mit benachbarter Wohnbebauung sind besohlte Schwellen zum Erschütterungsschutz vorgesehen. Die Brücke über das Ellenserdammer Tief wird durch ein neues Bauwerk ersetzt. Bei vier Bahnübergängen werden die Sicherungsanlagen erneuert, zwei private Bahnübergänge werden aufgehoben. Die Signaltechnik wird ebenfalls in moderne elektronische Stellwerkstechnik umgewandelt. Im Bereich der Ortschaft Ellenserdammersiel werden beidseitig der Strecke insgesamt 870 Meter Lärmschutzwände errichtet. Auch die Maste für die zu einem späteren Zeitpunkt erfolgende Elektrifizierung werden bereits aufgestellt.
Für die Durchführung der Arbeiten im Bereich der Ortschaft Ellenserdammersiel muss der Bahnübergang Sielstraße bis Mitte 2019 zwar voll gesperrt werden. Die Erreichbarkeit der Ortschaft ist dennoch durchgehend sichergestellt, denn der Verkehr wird in dieser Zeit über eine rund 100 Meter südlich des vorhandenen Bahnüberganges liegende Umleitungsstrecke geführt. Kurzzeitige baubedingte Sperrungen der Bahnübergänge "Idagroden" und "Südstraße" werden rechtzeitig vorher bekannt gegeben (Zeitung, Aushänge, Flugblätter für Anwohner) (Pressemeldung Deutsche Bahn, 01.03.17).

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LOK Report 3/17

LOK Report Ausgabe 3/17

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck75-Jahr-Jubiläum Verein Verkehrshaus



Fotos PPR/Verkehrshaus der Schweiz, PHOTOPRESS/Philipp Schmidli.
Der Verein Verkehrshaus der Schweiz feiert dieses Jahr sein 75-Jahr-Jubiläum. Ihm ist es zu verdanken, dass das meistbesuchte Museum der Schweiz in Luzern steht. Die Gründer hatten zum Ziel, den Verein zu einer Volksinstitution werden zu lassen, um möglichst viele Volkskreise zu gewinnen. Die rund 37000 Mitglieder des Verkehrshauses bezeugen dies jährlich.
Versammlungsort war das Bahnhofbuffet 2. Klasse in Zürich. Am 26. Februar 1942 trafen sich dort 76 Persönlichkeiten aus der Verkehrs- und Wirtschaftswelt und gründeten vor 75 Jahren den Verein Verkehrshaus der Schweiz. Unter dem Vorsitz des Direktors des Eidgenössischen Amtes für Verkehr diskutierten die anwesenden Herren über das Projekt eines Verkehrshauses, verabschiedeten die Statuten und wählten den ersten Vorstand. Bis zur Eröffnung des Verkehrshauses in Luzern am 1. Juli 1959 verstrichen weitere 17 Jahre. Heute ist das Verkehrshaus – immer noch als Verein organisiert – das meistbesuchte Museum der Schweiz.
Die Idee, das Verständnis der Öffentlichkeit für das Verkehrswesen zu fördern, tauchte erstmals um die Jahrhundertwende im Zusammenhang mit dem 50-jährigen Bestehen der Schweizer Bahnen und später anlässlich der Landesausstellung von 1914 auf. Im Vordergrund stand ein Eisenbahnmuseum. Ein solches wurde 1918 von den SBB in Zürich eröffnet. Die Landesausstellung von 1939 gab der Idee eines schweizerischen Verkehrsmuseums oder Verkehrshauses neuen Auftrieb. Der Verwaltungsrat der SBB sowie die parlamentarischen Bundesbahnkommissionen stimmten diesem Ansinnen zu. Aus dem bestehenden Aktionskomitee entstand in der Folge der Verein Verkehrshaus der Schweiz. Im breit abgestützten Vorstand vertreten waren eidgenössische und kommunale Behörden, Bundes- und Privatbahnen, die PTT-Verwaltung sowie Institutionen des Strassen- und Fremdenverkehrs sowie der Luftfahrt.
Das nach der Vereinsgründung ausgearbeitete Projekt sah den Bau eines Verkehrshauses in Zürich vor. Wegen Platzmangel fiel diese Idee ins Wasser. Als im Jahr 1950 der Stadtrat von Luzern ein geeignetes Grundstück im Würzenbachgebiet zur Verfügung stellte, wurde Luzern als Sitz des Vereins und Standort des künftigen Verkehrshauses bestimmt. Dafür sprachen die zentrale Lage, die grosse Touristenzahl aus dem In- und Ausland inklusive der zahlreichen Schulreisen sowie die gute verkehrstechnische Erschliessung. An den Erstellungskosten von 5 Millionen Franken waren vornehmlich die SBB und die Privatbahnen, die PTT-Verwaltung, die Strassenverkehrswirtschaft sowie der Bund beteiligt.
Das Ur-Verkehrshaus bestand aus den Abteilungen Eisenbahn-, Strassen- und Luftverkehr und beinhaltete auch die Themen Nachrichtenwesen, Post, Telegraph und Telefon sowie die Bereiche Wasserverkehr und Tourismus. Bereits in den Anfängen bestanden ein Verkehrsarchiv und ein Konferenzsaal. Dem Grundgedanken, die Vielfalt der Mobilität abzubilden, blieb das Verkehrshaus treu und erweiterte es sogar mit der Abteilung Raumfahrt.
Im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten veranstaltet das Verkehrshaus für Mitglieder und Nicht-Mitglieder am 29. April 2017 ab 18 Uhr eine Nacht im Verkehrshaus. An dieser offiziellen Geburtstagsfeier erwarten die Besucherinnen und Besucher einen Abend voller Überraschungen in stimmungsvoller Umgebung. Auch am Mitgliedertag vom 24. Juni 2017 findet ein Spezialprogramm statt.
Für andere Vereine hat sich der Verein Verkehrshaus ein Jubiläumsangebot ausgedacht. Das Angebot umfasst Museumseintritt, einen Versammlungsraum für eine Veranstaltung und ein 3-Gang-Menü. Davon können im Jubiläumsjahr 2017 nur vereinlich organisierte Gruppierungen profitieren (Pressemeldung Verkehrshaus der Schweiz, 01.03.17).

RechteckDampffahrt durch Sachsen-Anhalt


Begleitet von frühlingshaften Temperaturen und wechselnden Lichtverhältnissen führte die dritte Tagesetappe der "Großen Winterdampffahrt durch Deutschland" des Reiseveranstalters IGE-Erlebnisreisen am 27.02.2017 von Erfurt nach Wernigerode. Zunächst bespannte die Stassfurter 44 1486 den Zug bis nach Blankenburg, so dass Aufnahmen in der Ausfahrt Klostermansfeld sowie vor Langenstein möglich wurden. Anschließend übernahm 95 027 für eine Stichfahrt auf der Rübelandbahn und den weiteren Weg ans Tagesziel, was auf dem Kreuztalviadukt sowie am ehemaligen Bw Blankenburg digital festgehalten werden konnte (Sebastian Bollmann, 01.03.17).

RechteckGera



Am 25.02.2017 übernachteten im ehemaligen Bw Gera die Loks 44 1486 und 44 2546. Zu diesem Anlass gab es am Abend eine sehr gut organisierte Nachtparade vor dem Lokschuppen mit den Loks: 105 133, 35 1074, 52 8001, 35 1028, 44 1486, "118 330" (MEG 201) und 44 2546.
Am nächsten morgen fuhren die beiden 44 zusammen einen Sonderzug Richtung Probstzella. Am 28.02.2017 war dann der IGE Sonderzug von Erfurt nach Blankenburg unterwegs. Aufgenommen wurde der Zug mit Lok 44 1486 bei Sangerhausen (Sven Molle, 01.03.17).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckKamienna Góra



Am 23. Februar fuhr ich mit dem Schnellzug aus Prag nach Truntnov-střed (Trautenau-Mitte) und mit dem Regionalzug nach Petříkovice (Strecke Trutnov střed-Teplice n.M.). Von Petříkovice ging ich auf der stillgelegten Strecke Okreszyn (Albendorf) - Kam.Góra (Landeshut). die Strecke wurde zwischen 1954 (Pv) und 1992 (Gv) stillgelegt.
Ich fotografierte den Hp Petříkovice, den ehemaligen Bhf Okreszyn (Albendorf) mit neuem (!) Dach, einen Lkw mit Holz und die Kircheruine (im 1972 Jahre abbrannt) in Uniemyśl (Berthelsdorf), den Markt Chelmsko Śl. (Schönberg) und den Knotenbahnhof Kamienna Góra (Landeshut).
Die Züge aus Trautenau über Lubawka (Liebau) nach Landeshut fahren nur im Sommer. Das ist sehr tragisch. Vor dem Bhf K.Góra trank ich Bier der Marke Piast. Im Rathauskeller gab es gutes Mittagessen. Ich hatte 16 Km zu Fuß zurück gelegt (Martin Kubík, 01.03.17).

RechteckWeimar

Kann es sein, dass sich der Bahnhof Weimar im Bereich des Fahrgasttunnels in eine Tropfsteinhöhle verwandelt und Weimar bald eine Sehenswürdigkeit mehr hat? (Ralf Kuke, www.oepnv-fahrgast.de, 01.03.17).

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Bahnberufe

Europa

RechteckDänemark: Neuorganisation der DSB
Im Rahmen der Neuorganisation der Dänischen Staatsbahn DSB wird Tine Moe Svendsen ab 01.03.17 neue Personaldirektorin. Tine Moe Svendsen ist 46 und gehört seit 2015 der DSB an. Sie war zuvor Verhandlungschefin und Vizepräsidentin für Personal, Verträge und Vereinbarungen. Tine Moe Svendsen ersetzt Mette Rosholm, die die neu geschaffene Abteilung Beschaffung und Recht übernimmt.
Mit den Veränderungen im Management folgt ab 01.03.17 eine Reihe von organisatorischen Veränderungen innerhalb des DSB:
• Exekutivdirektor: Flemming Jensen
• Finanzen: Thomas Thellersen Børner
• Betrieb: Anders Egehus
• Strategie und Zugmaterial: Jürgen Müller 
• Geschäft: Jan Sigurdur Christensen
• Kommunikation und Marke: Lars Kaspersen
• Beschaffung und Recht: Mette Rosholm
• Personal: Tine Moe Svendsen (WKZ, Quelle DSB, 01.03.17).

RechteckFrankreich: Bestellung von 30 TET-Zügen als Corail-Ersatz
Der Präsident der Agentur zur Infrastrukturfinanzierung AFITF, Philippe Duron, der Staatssekretär für Verkehrs, Alain Vidalies, und die Generaldirektorin von SNCF Voyageurs, Florence Parly, haben am 27.02.17 zwei Vereinbarungen zum Weiterbetrieb der Züge des territorialen Ausgleichs (TET) unterzeichnet.
• Der Staat, AFITF und SNCF Mobilités haben eine Finanzierungsvereinbarung zur Bestellung von 30 TET-Zügen im Wert von 3.5 Mrd. Euro unterzeichnet. Die Züge vom Typ Alstom Régiolis sollen bis 2025 den Wagenpark der alten Corail-Züge komplett ersetzen.
• Staat und SNCF Mobilités haben zusätzlich eine Vereinbarung für den Weiterbetrieb der TET-Linien im Zeitraum 2016-2020 mit der Option zur Verlängerung bis zum Jahr 2023 geschlossen.
Die Vereinbarung legt die vom Betreiber geforderte Qualität der Dienstleistungen fest und bestätigt die Rolle des Staates als organisierender Behörde. Es handelt sich hierbei um eine "ausgewogene" Vereinbarung, die die Bemühungen des Betreibers in Bezug auf Produktivität, Transparenz und Wirtschaftlichkeit, die Nachhaltigkeit des Angebots und eine finanzielle Unterstützung des Staates berücksichtigt.
Der Vertrag umfasst den Einsatz der TET-Züge auf folgenden Linien:
• Paris - Amiens - Boulogne,
• Paris / Bourges - Montluçon,
• Clermont-Ferrand - Nîmes (Cévenol),
• Toulouse - Hendaye,
sowie drei Züge der Region Nouvelle Aquitaine:
• Bordeaux - La Rochelle,
• Bordeaux - Limoges und
• Bordeaux - Ussel (WKZ, Quelle AFITF, 01.03.17).

RechteckÖsterreich: Volksanwaltschaft fordert Prüfkompetenz für ÖBB und ASFINAG
Die Volksanwaltschaft kündigt eine informelle Anfrage an die Generaldirektion der ÖBB an, um die Hintergründe des Hinauswurfs von rund 200 Passagieren auf der Strecke Klagenfurt-Wien am Bahnhof in Leoben aufzuklären. Volksanwalt Günther Kräuter: "Ziel ist die künftige Vermeidung derartiger skandalöser Vorfälle. Ich werde mich im Interesse der Fahrgäste des Verkehrsbetriebes für eine nachhaltige Verbesserung der Situation einsetzen." 
Im Gegensatz zum Rechnungshof verfüge die Volksanwaltschaft allerdings über keine gesetzliche Prüfkompetenz gegenüber den Bundesbahnen. Eine formale Missstandsfeststellung mit Empfehlungen sei derzeit also gar nicht möglich. Kräuter: "Dieses Beispiel zeigt, wie dringend notwendig die Ausweitung der Kompetenzen der Volksanwaltschaft auf ausgegliederte Rechtsträger wie die ÖBB oder die ASFINAG wäre." 
Nun sei das Parlament am Zug, um durch die Sicherstellung einer individuellen Beschwerdemöglichkeit an die Volksanwaltschaft den Schutz der Interessen von Millionen Verkehrsteilnehmern in Österreich zu verbessern (Pressemeldung Volksanwaltschaft, 01.03.17).

RechteckSchweden: Trafikverket könnte zehn Prozent der Wartung übernehmen
Die schwedische Verkehrsverwaltung Trafikverket hat der Regierung Ende Februar eine Studie überreicht, die untersuchen sollte, inwieweit die Verantwortung für die Wartung des Schienennetzes "in-house" von staatlicher Stelle vorgenommen werden kann. Dies hatte die Regierung zusammen mit den Linken in Schweden vorgeschlagen.
Die Wartung des Schienennetzes in Schweden ist heute über 34 Basisverträge mit einem Umsatz von 3,5 Mrd. SEK pro Jahr (366 Mio. Euro/Jahr) geregelt. Trafikverket schätzt, dass das Pilotvorhaben in zwei bis vier der Bereiche zu einem Preis von 200-400 Mio. SEK pro Jahr durchgeführt werden könnte. Das Pilotvorhaben würde dann bis zu zehn Prozent der gesamten Wartung umfassen und sollte die wichtigsten Strecken außerhalb der drei großen Städte im Güter- und Personenverkehr einschließen. Organisatorisch würde das Pilotprojekt als Profit-Center innerhalb von Trafikverket gebildet werden.
Um das Pilotprojekt zu realisieren, müsste Trafikverket etwa 100 bis 200 Menschen vom Bahntechniker bis zum Schweißer einstellen. Darüber hinaus wäre die Vorhaltung von Geräten und Einrichtungen erforderlich. Die neue Wartungseinheit könnte für zwei bis vier Bereiche voraussichtlich in zwei Jahren aufgebaut werden, bräuchte aber bis zu zehn Jahre Zeit, um mit wettbewerblichen Verfahren verglichen werden zu können.
Ein alternativer Vorschlag sieht vor, dass Trafikverket anstelle eines zeitlich befristeten Pilotprojekts die Wartung bis auf weiteres in einigen Bereichen übernimmt, was ein klares Signal für den Markt setzen würde, dass nicht später weitere Bereiche hinzukommen
(WKZ, Quelle Trafikverket, 01.03.17).

RechteckSchweiz: BAV schickt Zielbild für Eisenbahn-Fernverkehr in Konsultation
Der Eisenbahn-Fernverkehr ist historisch gewachsen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat ihn nun auf Basis des Raumkonzepts Schweiz klar definiert und vom regionalen Personenverkehr abgegrenzt. Der Fernverkehr hat die Aufgabe, die verschiedenen Regionen der Schweiz miteinander und mit dem Ausland zu verbinden. Um die raumplanerischen Ziele zu unterstützen und Verkehr und Siedlung aufeinander abzustimmen, soll der Fernverkehr in ein Basis- und ein Premiumnetz unterteilt werden. Abgestufte Vorgaben zu Haltepolitik, Verpflegung, Zugbegleitung und weiteren Kriterien dienen dazu, den Nutzen für die Kunden zu erhöhen. Das BAV hat am 27. Februar 2017 den Kantonen die neuen Grundsätze zur Vorkonsultation zugestellt. Welche Elemente bereits bei der Neuvergabe der Konzession auf Ende 2017 umgesetzt werden, wird im Rahmen des anstehenden Konzessionsverfahrens geprüft.
Mit den auf Basis des Raumkonzepts Schweiz festgelegten Grundsätzen und Kriterien will der Bund sicherstellen, dass der Eisenbahn-Fernverkehr die polyzentrische Raumentwicklung der Schweiz unterstützt. Die übergeordneten Zentren sollen miteinander verbunden und an die Landesflughäfen angebunden werden. Die internationale Erreichbarkeit soll sichergestellt und die Anbindung kleinerer Zentren gewährleistet werden.
Das BAV schlägt vor, diese Ziele mit der Bildung eines Basis- und Premiumnetzes zu unterstützen. Das Basisnetz stellt die Feinerschliessung des Landes sicher. Der im Basisnetz geführte Fernverkehr erschliesst die verschiedenen Regionen und bindet sie an die gross- und mittelstädtischen Zentren, die einwohnerstarken Agglomerationen und die nationalen Flughäfen an. Es stellt zudem die Anschlüsse an die europäischen Hauptachsen sicher. Das Premiumnetz entspricht weitgehend dem heutigen Inter- und Eurocity-Netz (IC, ICN, EC). Für dieses sollen erhöhte Qualitätsanforderungen festgelegt werden, etwa in Bezug auf Verpflegungsangebot, Zugbegleitung und Rollmaterial. Zudem sollen die Züge des Premiumnetzes nur in den grossen Zentren halten. Mit der Festlegung von Qualitätskriterien werden gewisse Serviceleistungen sowohl im Basis- wie auch im Premiumnetz gesichert. Damit kann der Kundennutzen des Fernverkehrs gesteigert werden.
Die Kantone erhalten durch das neue System mehr Verlässlichkeit und Sicherheit. Unklarheiten in der Abgrenzung von Fern- und regionalem Personenverkehr werden bereinigt und die funktionelle Zuordnung zu den beiden Verkehrsarten wird gestärkt. Die Linien Bern – Neuenburg – La Chaux-de-Fonds und Chur – St. Gallen - Wil ("Rheintalexpress") gehen vom Regional- in den Fernverkehr über. Umgekehrt wird die Linie La Chaux-de-Fonds – Sonceboz/Sombeval – Biel neu dem Regionalverkehr zugeschieden.
Es handelt sich um eine sanfte Weiterentwicklung und Verbesserung des heutigen Systems. Die Kantone werden nun im Rahmen einer informellen Vorkonsultation angehört.
Welche Elemente des neuen Konzepts bereits bei der Neuvergabe der Konzession auf Ende 2017 umgesetzt werden können, wird im Rahmen des anstehenden Konzessionsverfahrens geprüft. Nachdem eine einvernehmliche Lösung zwischen den Bahnen für die Beantragung der neuen Fernverkehrskonzession nicht zustande gekommen ist, wartet das BAV nun auf den Eingang konkreter Gesuche. Diese wird es detailliert analysieren und beurteilen und anschliessend über die Konzessionsvergabe entscheiden (Pressemeldung BAV, 01.03.17).

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