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LOK Report – News von Mittwoch, 26.04.17

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TOP-Themen
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Amazon-Cloud wird
Konzernziel der Deutschen Bahn

Absatzlinie

Bundesrechnungshof veröffent-
licht weitere Prüfungsergebnisse

Absatzlinie
HRADF verkauft 67 %
des Hafens von Thessaloniki

Absatzlinie

Virgin, Stagecoach und SNCF wollen HS2 betreiben
Absatzlinie
Septilaterales Abkommen zum
Containertransport China - Europa

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Jonathan Christoph

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitiik im Bund

RechteckBundesrechnungshof: Weitere Prüfungsergebnisse veröffentlicht
Der Bundesrechnungshof veröffentlicht weitere Prüfungsergebnisse, die seine Bemerkungen 2016 ergänzen (Bemerkungen 2016 Band II). "Wir schaffen mit unseren Empfehlungen eine aktuelle Grundlage für das laufende parlamentarische Entlastungsverfahren der Bundesregierung. Fehlentwicklungen und unwirtschaftliches Verhalten in der Bundesverwaltung können so schneller korrigiert werden", sagte der Präsident des Bundesrechnungshofes Kay Scheller anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages berät diese Prüfungsergebnisse vor der Sommerpause.
Prüfungs- und Beratungsergebnisse zum Thema Eisenbahn
13 - EBA hat Prozesse bei der Förderung von Schienenwegen verbessert: Das Eisenbahn-Bundesamt hat einheitliche Muster und Arbeitshilfen eingeführt, um den Aus- und Neubau von bundeseigenen Schienenwegen und bei privaten Unternehmen rechtssicher zu fördern. Es wirkt damit darauf hin, dass Anträge und Zuwendungsbescheide alle notwendigen Angaben enthalten.
14 - Eisenbahn-Bundesamt und Bahn halten jetzt Fristen für die Aufbewahrung von Vertrags- und Rechnungsunterlagen ein: Das Eisenbahn-Bundesamt hat auf Empfehlung des Bundesrechnungshofes deutlich gemacht, dass Zuwendungsempfänger Rechnungen und Verträge für Ausgaben bei Bauprojekten nach den gültigen Fristen des Zuwendungsrechts aufbewahren müssen. So soll das Risiko ausgeschlossen werden, dass Zuwendungsempfänger vorzeitig Belege vernichten.
15 - Eisenbahn-Bundesamt bewirkt Rückzahlungen von 1,4 Mio. Euro: Das Eisenbahn-Bundesamt hat bewirkt, dass Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundes zu Unrecht in Anspruch genommene Fördermittel von 1,4 Mio. Euro zurückzahlten. Die Unternehmen hatten Baukosten und Nachträge zulasten des Bundes abgerechnet, für die sie selbst oder Dritte hätten aufkommen müssen. Der Bundesrechnungshof hatte das Eisenbahn-Bundesamt auf diese fehlerhaften Abrechnungen hingewiesen.
Auswahl der Ergebnisse der parlamentarischen Beratungstätigkeit
Planung einer neuen Fehmarnsundquerung: Das BMVI möchte die alte Fehmarnsundbrücke nicht mehr nutzen und durch neue Bauwerke ersetzen. Mit Hilfe der Deutschen Bahn AG begründete es dies durch eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass diese Untersuchung fehlerhaft war. Außerdem ist die Fehmarnsundbrücke in einem schlechten Zustand, weil die Deutsche Bahn AG die Instandhaltung jahrelang vernachlässigt hat.
Kostenerstattung Personalminderbedarf: Rationalisierungsmaßnahmen bei der Deutschen Bahn AG können zu einem Personalminderbedarf führen. Weist die Deutsche Bahn AG nach, dass sie das freigesetzte Personal nicht im Unternehmen weiterbeschäftigen kann, stehen ihr unter bestimmten Voraussetzungen Ausgleichszahlungen zu. Das Bundeseisenbahnvermögen hat für Ausgleichszahlungen an die Deutsche Bahn AG Belege akzeptiert, die nicht geeignet sind, die Ansprüche prüfbar nachzuweisen. Es darf die diesen Zahlungen zugrunde liegende Durchführungsvereinbarung nicht mehr anwenden.
Umsetzung der Richtlinie 2012/34/EU: Das "Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs im Eisenbahnbereich" setzt die europäische Richtlinie 2012/34/EU um, die Wettbewerb schaffen und die Marktaufsicht stärken will. Es ist seit September 2016 in Kraft. Der Bundesrechnungshof hat den Deutschen Bundestag im Gesetzgebungsvorhaben beraten. Er hat darauf hingewiesen, dass zahlreiche zusätzliche Bestimmungen und Ausnahmen von den Richtlinien zu einem insgesamt komplizierten Regelwerk führen. Es verfehlt seine angestrebte Wirkung, den Anteil des Schienenverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen und den Wettbewerb der Verkehrsbetriebe auf der Schiene zu stärken. Durch bürokratische Vorgaben, unklare Regelungen und Mehrfachzuständigkeiten können zudem unnötige Folgekosten entstehen (Pressemeldung Bundesrechnungshof, 26.04.17).

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Industrie

RechteckAKN: Neuer Abteilungsleiter Werkstätten und Fahrzeuge

Dipl.-Ing. Marco Daniel ist seit dem 1. April der neue Leiter der Abteilung Werkstätten und Fahrzeuge der AKN Eisenbahn AG in Kaltenkirchen. Der 35-jährige Daniel war vor seiner neuen Tätigkeit u.a. für die Hamburger Hochbahn tätig und dort zuletzt als Projektleiter im Bereich der U-Bahn-Schienenfahrzeuge für die Umsetzung des neuen Werkstattkonzepts verantwortlich. Er folgt auf Thomas Schimrock, der zur Deutschen Bahn AG gewechselt ist. Marco Daniel ist verheiratet und hat einen Sohn (Pressemeldung AKN, 26.04.17).

RechteckDeutsche Bahn: Cloud ist ein Konzernziel
DB Systel, der hauseigene IT-Dienstleister der Deutschen Bahn, will seine IT in den nächsten fünf Jahren weitgehend in die Cloud verlagern. Dies berichtet das Computermagazin iX in einem Interview mit dem Geschäftsführer Operations, Gerald Hofer.
Bis 2022 soll ein Großteil der Software in der Amazon-Cloud betrieben werden. Nach Abschluss der Migration will die Bahn ohne eigenes Rechenzentrum auskommen (Quelle Heise.de, 26.04.17).

RechteckBombardier: 40 Hochgeschwindigkeitswagen für China

Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation hat bekanntgegeben, dass sein chinesisches Joint Venture Bombardier Sifang (Qingdao) Transportation Ltd. (BST) einen weiteren Vertrag von der China Railway Corp. (CRC) zur Lieferung von 40 Hochgeschwindigkeitswagen der neuen Generation des Typs CRH1A-A für das Nanning Railway Bureau erhalten hat. Die neuen Züge werden Teil der laufenden Integration des regionalen Hochgeschwindigkeitsverkehrs von Guangxi in das nationale Hochgeschwindigkeitsnetzwerk sein.
Dieser jüngste Vertrag für fünf achtteilige Züge beläuft sich auf etwa 543 Millionen chinesische RMB (73 Millionen Euro, $79 Millionen US-Dollar) und folgt einem separat abgeschlossenen Vertrag über Hochgeschwindigkeitswagen, der Anfang März vom Joint Venture bekanntgegeben wurde. Bombardier hält 50 % der Anteile am Joint Venture BST, das von BTs Partner CRRC Sifang Co., Ltd. kontrolliert wird. Dieser neueste Vertrag ist der vierzehnte Auftrag für Hochgeschwindigkeitszüge, den BST seit 2004 erhalten hat.
Jianwei Zhang, President von Bombardier China, dazu: "Unsere Bahntechnik befindet sich auf dem neuesten Stand und ist einer der treibenden Kräfte für die schnelle Entwicklung des fortschrittlichen chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzwerks. Wir haben bereits mehr als 3.000 Hochgeschwindigkeitswagen an den chinesischen Markt geliefert und dieser neueste Auftrag ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir unsere Kompetenz und unsere Erfahrung zur Entwicklung lokaler und nationaler Wirtschaftssysteme in Regionen wie Guangxi konsequent nutzen."
Guangxi nimmt mit dem Verband Südostasiatischer Nationen eine wichtige Stelle in den Bereichen Tourismus, Handel und Vernetzung ein. Die Hochgeschwindigkeitszüge werden ihren Beitrag bei der Integration Guangxis in das nationale Netzwerk leisten und die Region mit den angrenzenden Städten verbinden, sodass die regionale Wirtschaft angekurbelt und den Fahrgästen die Reise gleichzeitig angenehmer gestaltet wird.
Der CRH1A-A-Zug weist eine Betriebsgeschwindigkeit von 250 km/h auf, dabei sorgt seine Wagenkastenkonstruktion aus Aluminium für eine verbesserte Leistung und geringere Betriebskosten aufgrund von geringerem Gewicht, Schienenverschleiß und Luftwiderstand. Außerdem verleihen die Grafiken, Fenster, Lampen und Form des Zugs dem Zug ein einzigartiges Erscheinungsbild, während seine außergewöhnliche Energieeffizienz neue Branchenmaßstäbe für nachhaltigen Transport und Fahrgastkomfort setzt. Die Züge werden in den Produktionsanlagen von Bombardier Sifang (Qingdao) Transportation im chinesischen Qingdao hergestellt und mit dem hocheffizienten BOMBARDIER MITRAC-Antriebs- und Steuerungssystem ausgestattet, das von einem weiteren chinesischen Joint Venture von Bombardier, Bombardier CPC Propulsion System Co., Ltd. (BCP), geliefert wird (Pressemeldung Landesdirektion Sachsen, 26.04.17).

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Aus den Ländern

RechteckSaarland: Verkehrsministerium stellt nächste Schritte für Lang-LKW vor
Auf Einladung des Verkehrsministeriums fand eine Informationsveranstaltung für Städte, Gemeinden und Landkreise statt. Themen waren der aktuelle Stand bei den Lang-Lkw sowie die an das Bundesverkehrsministerium gemeldeten Streckenabschnitte auf den Bundesfernstraßen.
Lang-Lkw haben eine maximale Länge von 25,25 m. Ihre zulässige Gesamtmasse von 40 t (bei kombiniertem Verkehr 44 t) sowie ihre Höhe und ihre Breite unterscheiden Lang-Lkw nicht von normalen Lkw. Sie sind nicht zu verwechseln mit sogenannten Gigalinern, die bis zu 60 t schwer sein können. Diese Fahrzeuge werden im Saarland nicht zum Einsatz kommen. Dagegen können Transporte mit Lang-Lkw nützlich sein. "Es lassen sich vor allem Güter mit viel Volumen effizienter transportieren", so Staatssekretär Jürgen Barke. Beispielsweise ersetzen zwei Fahrten mit dem Lang-Lkw den Transport durch drei normale Lkw. Sie sparen damit unter anderem Sprit und CO2. Die Straßen werden wegen des gleichen Gewichts auch nicht stärker beansprucht als durch normale Lkw. Bei höherer Achsenzahl fällt die Beanspruchung sogar etwas geringer aus als bei herkömmlichen Lkw-Transporten. Ein erhöhter Erhaltungsaufwand für die Straßen und Brücken ist somit durch den Einsatz von Lang-Lkw nicht zu erwarten. Auch sind keine wesentlichen Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße zu befürchten.
Für die Steuerung der Lang-Lkw sowie den Gütertransport sind strenge Regeln vorgesehen. So werden von den Fahrern eine fünfjährige Fahrpraxis im Speditionsgewerbe sowie eine Einweisungsbescheinigung für den Lang-Lkw verlangt. Auch dürfen Gefahrstoffe, freischwingend gelagerte und die Fahrstabilität beeinträchtigende Güter, flüssige Massengüter in Großtanks und lebende Tiere nicht mit Lang-Lkw transportiert werden.
Das Saarland befürwortet den Einsatz von Lang-Lkw auf ausgewählten Strecken. Auf der Tagesordnung der Informationsveranstaltung standen deshalb auch die vom saarländischen Verkehrsgewerbe angefragten Strecken und das Verfahren zur Überprüfung, ob eine Strecke für Lang-Lkw geeignet ist. Dabei geht es um Punkt-zu-Punkt Verbindungen, die die Lang-Lkw künftig befahren sollen, um Industrie- und Gewerbegebiete ansteuern zu können. Betroffen sind nicht nur Bundes- und Landesstraßen, sondern vereinzelt auch kommunale Verkehrswege. "Wir werden gemeinsam mit den Fachleuten in den Kommunen die Vorschläge bewerten und geeignete Routen mit den kommunalen Vertretern identifizieren", sagt Staatssekretär Barke. Insgesamt hat das Verkehrsgewerbe 24 Strecken gemeldet. Sie werden jetzt auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Dazu wird der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mit den Kommunen die Streckenführung auf straßenverkehrsrechtliche Beschränkungen wie auf Fahrverbote, Lastbeschränkungen, eine zu enge Bebauung oder Lauffähigkeit für Lang-Lkw begutachten. Anschließend trägt der LfS die Prüfergebnisse zusammen und erstellt eine Empfehlung. Die geeigneten Strecken werden nach der Entscheidung durch das saarländische Verkehrsministerium dann an das Bundesverkehrsministerium gemeldet (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, 26.04.17).

RechteckSachsen: Lückenschluss im Leipziger Straßenbahnnetz
Die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH (LVB) kann den Straßenbahn-Gleisabschnitt in der Philipp-Rosenthal-Straße von der Straße des 18. Oktober bis zur Linnéstraße ausbauen. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat dafür die Plangenehmigung erteilt. Derzeit besteht in diesem Gleisabschnitt zustandsbedingt dringender Erneuerungsbedarf.
Die neuen Gleise sollen mit größeren Mittenabständen von 2,80 Meter verlegt werden. Damit werden die Voraussetzungen für den Einsatz von modernen 2,40 Meter breiten Wagenzügen für den Straßenbahnbetrieb geschaffen. Ein flächendeckendes Gleisnetz mit einem Gleismittenabstand von 2,80 Meter ist ein im Nahverkehrsplan der Stadt Leipzig verankertes Ziel.
Im hinteren Bauabschnitt, zwischen der Haltestelle Johannisallee und der Linnéstraße, wird eine ungünstige Gleistrassierung durch die Baumaßnahme begradigt. Damit kann die Philipp-Rosenthal-Straße durch die Straßenbahnen in den Gleisgeraden mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h befahren und eine bestehende Langsamfahrstrecke aufgehoben werden. Auch die Bahnstromanlage aus dem Jahr 1976 wird von der LVB erneuert.
Durch die Baumaßnahme erfolgt ein Lückenschluss im Leipziger Straßenbahnnetz. Bereits im Jahr 2002 wurde die Haltestelle Johannisallee behindertengerecht ausgebaut. Anschließend fand die Erneuerung der Fahrleitungsanlage statt. 2014 wurden die Gleise in der Philipp-Rosenthal-Straße zwischen der Linné- und der Semmelweisstraße modernisiert. Die Baumaßnahme soll von September bis Dezember 2017 ausgeführt werden (Pressemeldung Landesdirektion Sachsen, 26.04.17).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

 

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckRailAdventure mit interessanter Fracht auf dem Weg nach Süden

Ein sehenswertes Gespann durchfuhr am Montag-Abend den Bahnhof der Schifferstadt Roßlau (Elbe). Die defekte Traxx-Lok 483 222 des polnischen Unternehmens POL-MIEDZ TRANS wurde durch die 103 222 von railadventure zum Hersteller Bombardier nach Kassel überführt (Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 25.04.17).

RechteckWLE-Lokomotiven (Teil 1)


Am vergangenen Donnerstag, den 20 April, konnte zunächst morgens die WLE Lok 30 "Helmut Elliger" mit der morgendlichen Übergabe auf dem Weg von Beckum nach Warstein mehrmals fotografiert werden, unter anderem bei Diestedde (oben links), zwischen Liesborn und Cappel (oben rechts) sowie bei Durchfahrt des Ortes Erwitte (unten links).
Die Lok wurde 1962 bei Deutz gebaut, 1964 wurde sie zunächst an die OHE (200093) ausgeliefert. Nach einem Unfallschaden kam 1983 lediglich der Rahmen zur WLE, auf diesem wurde 1985 die Lok bei Henschel neu aufgebaut und ging schliesslich 1986 bei der WLE wieder in Betrieb. Im Jahr 1999 wurde die Lok erneut umgebaut und erhielt nochmals neue Motoren.
Eine weitere 1962 bei Deutz gebaute Lok ist die WLE Lok 36. Diese stand morgens noch kalt in Warstein vor dem Lokschuppen, abends wird sie für die Beförderung des aus Hamburg ankommenden Bierzuges zuständig sein. Diese Lok kam 1970 zur WLE, und trug bis zum ersten Umbau 1981 das damals typische blaue Farbkleid der WLE, als Vergleichsaufnahme dient ein Foto der Lok von August 1977 in Münster Ost (Foto: Dr. Jochen Christoph).
Die Daten zu den Deutz Lokomotiven entstammen von www.rangierdiesel.de (Jonathan Christoph, 25.04.17).

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Bahnberufe

Europa

RechteckBelgien: Anklageverfahren zum Unglück von Buizingen verschoben
Das Untersuchungsgericht Brüssel wird das Verfahren wegen des Zugunglücks in Buizingen nicht wie geplant in dieser Woche eröffnen. Eine der Parteien hat eine Anfrage für weitere Untersuchungen eingereicht, so dass die erste Anhörung auf unbestimmte Zeit verschoben werden musste, verkündete am 21.04.17 ein Sprecher der der Staatsanwaltschaft Hal-Vilvorde.
Die Staatsanwaltschaft will gegen den Lokführer, die SNCB und Infrabel Klage für ihre jeweilige Verantwortung bei dem Eisenbahnunfall von Buizingen erheben. Am 15.02.10 kollidierte ein L-Zug Louvain - Braine-le-Comte mit einem IC Quiévrain - Liège-Guillemins in der Nähe von Buizingen. Der Unfall verursachte den Tod von 19 Menschen, 162 wurden außerdem verletzt, davon 11 schwer.
Der Lokführer des L-Zuges wird der Überfahrung eines roten Signals beschuldigt, SNCB und Infrabel wegen Vernachlässigung der Sicherheit der Eisenbahninfrastruktur und des Zugmaterials (WKZ, Quelle La Province, 14.03.17).

RechteckFrankreich: Kommerzielle Zulassung der Kesselwagen Zags für zwei Spurweiten

Die französische Sicherheitsbehörde EPSF hat am 01.03.2017 die kommerzielle Zulassung (l'autorisation de mise en exploitation commerciale, AMEC) für die neuen Kesselwagen des Typs Zag mit einem Volumen von 104,4 m3 für den Transport von Ammoniak erteilt. Diese von Titagarh Wagons AFR gebauten Kesselwagen können auf den beiden Spurweiten 1435 oder 1668 mm betrieben werden. Sie erfüllen die Anforderungen der technischen Spezifikationen für die Interoperabilität und die Anforderungen der Vorschriften für die internationale Beförderung gefährlicher Güter (WKZ, Quelle EPSF, 26.04.17).

RechteckGriechenland: 67 % des Hafens von Thessaloniki verkauft
Wie die griechische Privatisierungsgesellschaft HRADF (Hellenic Republic Asset Development Fund) am 24.04.2017 mitteilte, hat ein Konsortium aus Deutsche Invest Equity Partners GmbH, Belterra Investments Ltd. und Terminal Link SAS ein verbessertes Finanzangebot für den Erwerb von 67 % der Thessaloniki Port Authority SA (ThPA SA) innerhalb eines internationalen Wettbewerbsprozesses abgegeben. Das verbesserte Angebot sieht die Zahlung einer Gegenleistung von EUR 231,926 Mio. Euro für den Erwerb von 67% der Anteile an der ThPA SA vor.
Unter Berücksichtigung zweier unabhängiger Bewertungen hat der Vorstand der HRADF das Konsortium zum Höchstbietenden erklärt. Der Gesamtbetrag der Vereinbarung beläuft sich auf 1,1 Mrd. Euro und umfasst unter anderem das genannte Angebot, die obligatorischen Investitionen in Höhe von 180 Mio. Euro in den nächsten sieben Jahren und die erwarteten Einnahmen aus dem Konzessionsabkommen für die Hellenische Republik über 170 Mio. Euro. Der Gesamtbetrag berücksichtigt auch die zu erwartenen Dividenden aus der verbleibenden HRADEF-Beteiligung von 7,22% sowie die geschätzten Investitionen bis zum Ablauf der Konzession im Jahr 2051.
Die obige Entwicklung signalisiert eine neue Ära für den Hafen von Thessaloniki, die Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung von Nordgriechenland und dem Land als Ganzes. Ein Bericht über den Ausschreibungsprozess wird dem Rechnungshof in den kommenden Wochen zur vorvertraglichen Überprüfung vorgelegt. Der Aktienkaufvertrag (SPA) wird nach Zustimmung des Rechnungshofs unterzeichnet.
Der Abschluss der Transaktion unterliegt den Zustimmungen der zuständigen Behörden und der Erfüllung bestimmter weiterer Bedingungen für den Aktienkaufvertrag (SPA).
Morgan Stanley und die Piraeus Bank fungierten als Finanzberater, Freshfields Bruckhaus Derringer LLP und die Anwaltskanzlei Alexiou-Kosmopoulos als Rechtsberater, die Hamburger Hafenberatung (HPC) und Marnet fungierten als technische Berater im Auftrag der HRADF (WKZ, Quelle HRADF, 26.04.17).

RechteckGroßbritannien: Virgin, Stagecoach und SNCF wollen HS2 betreiben
Die heutigen Betreiber des Franchises Inter City West Coast (ICWC), Virgin und Stagecoach haben sich britischen Medien zufolge mit der französischen Staatsbahn SNCF in dem 20:50:30-Konsortium "West Coast Partnership Limited" zusammengeschlossen, um an der Ausschreibung für das West Coast Partnership Franchise teilzunehmen. Das Konsortium will das Franchise unter dem Markennamen "Virgin" weiterführen.
Die Abgabe der Interessenbekundungen (expression of interest) war zum 24.04.17 terminiert, die Shortlist der ausgewählten Bieter soll im Juni 2017 verkündet werden. Die Bekanntgabe des Ausschreibungsgewinners ist für November 2018 vorgesehen, um im April 2019 mit dem Betrieb starten zu können.
Das neue Franchise beinhaltet den Aufbau des zukünftigen Zugbetriebs auf der High Speed ​​2 von London nach Birmingham: Ab dem Jahr 2019 bis zum Beginn der HS2-Dienste im Jahr 2026 sollen das heutige Franchise ausgebaut und außerdem der zukünftige HS2-Betrieb entwickelt werden. Ab 2026 sollen mit Verlängerungsoptionen für drei bis fünf Jahre die neuen HS2-Dienste und die rekonfigurierten ICWC-Dienste betrieben werden.
Auf nur wenig Gegenliebe stieß der Einstieg der SNCF bei der Gewerkschaft RMT. Ihr Generalsekretär Mick Cash sagte gegenüber dem EveningStandard: "Der integrierte Betrieb HS2/West Coast wurde von den Briten bezahlt und sollte von dem britischen Staat im öffentlichen Interesse und nicht von einem Konsortium aus Spekulanten betrieben werden, die die Gelder der Steuerpflichtigen vernichten" (WKZ, Quelle Financial Times, Digital Look, 26.04.17).

RechteckRussland: Septilaterales Abkommen zum Containertransport China - Europa
Der Präsident der Russischen Bahn RZD, Oleg Belozërov, unterzeichnete am 24.04.17 ein septilaterales Abkommen über die Zusammenarbeit in der Organisation der Containerzüge zwischen China und Europa. Beteiligt sind neben Russland die Staatsbahnen aus China, Weissrussland, Deutschland, Kasachstan, der Mongolei und Polen.
Die Organisation der Containertransporte in eurasischer Zusammenarbeit soll dazu beitragen, den Anteil des Schienenverkehrs auf dem Frachtmarkt weiter zu erhöhen. Gemäß dem Dokument ist geplant, das Verkehrsvolumen zu erhöhen, die Logistik-Infrastruktur zu stärken, die Verkehrsorganisation zu verbessern, neue Technologien einzuführen und die Transitzeit zu reduzieren.
Insbesondere wollen die Parteien die Entwicklung wettbewerbsfähiger Verbindungen für Containerzüge im Rahmen nationaler Rechtsvorschriften durch Etablierung einheitlicher Servicestandards verbesssern. Außerdem zielen die Parteien darauf ab, neue Transport- und Logistikmöglichkeiten mit grenzüberschreitendem E-Commerce und vereinfachten Grenzformalitäten zu entwickeln und den Transport wärmeempfindlicher Produkte zu erleichtern (Kühlcontainer). Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird die Umsetzung der Vereinbarung begleiten (WKZ, Quelle RZD, 26.04.17).

RechteckSchweiz: Alter Raspille-Tunnel in Spezialaktion abgerissen
Der Ausbau der Simplon-Linie für die Doppelstockzüge schreitet voran. Am letzten Aprilwochenende findet dafür eine Spezialaktion im Raspille-Tunnel statt. Daher werden die Züge zwischen Siders und Leuk vom Abend des 28. April bis am Morgen des 1. Mai 2017 durch Busse ersetzt.
Die Bauarbeiten am Raspille-Tunnel auf der Simplon-Linie haben im April 2016 begonnen. Nun gelangen sie am kommenden letzten April-Wochenende in eine spektakuläre Phase: Der bisherige Tunnel wird in einer Spezialaktion abgerissen.
In den letzten Monaten war nämlich die neue Tunnelröhre bereits über der bestehenden gebaut worden.
Nach der Demontage der Fahrleitung haben die über 50 Bauarbeiter exakt 56 Stunden Zeit, um einen Schutzbelag über den Gleisen einzubauen und das bestehende Tunnelgewölbe mit etwa 10 Baggern abzureissen. Die 7000 Kubikmeter Schutt werden von acht Fahrzeugen abgeführt und die Fahrbahn samt Fahrleitung wieder instand gestellt, bevor die Linie erneut für den Bahnbetrieb freigegeben werden kann.
Der Eisenbahnbetrieb ist vom Freitag, 28. April, 20.50 Uhr, bis Montag, 1. Mai, 4.35 Uhr, gesperrt. Die Züge zwischen Siders und Leuk werden durch Busse ersetzt. Der Fahrplan wird entsprechend angepasst. Die Fahrzeit verlängert sich dadurch um etwa eine halbe Stunde. Ab dem ersten Zug am 1. Mai gilt wieder der normale Fahrplan.
Diese Spezialaktion stellt den letzten grösseren Arbeitsschritt am Raspille-Tunnel dar. Danach folgt der Innenausbau (Kabel, Kanäle, Beton usw.) und die Instandsetzung des Geländes bei und über dem Tunnel. Die Bauarbeiten werden im Herbst 2017 abgeschlossen. Die Projektkosten belaufen sich auf 10 Millionen Franken.
Ziel der SBB ist es, die gesamte Simplon-Linie zwischen Lausanne und Brig für die Doppelstockzüge zu ertüchtigen. Bis zum Abschluss des Projekts werden noch der Burier- und der Raspille-Tunnel angepasst sowie 8 Brücken erhöht. Die ersten Doppelstockzüge sollten plangemäss Ende 2018 auf der gesamten Simplon-Linie verkehren können (Pressemeldung SBB, 26.04.17).

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