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LOK Report – News von Mittwoch, 24.08.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Zehn Jahre Handy-Ticket

Absatzlinie
Suche nach neuem SNCB-Chef
zieht sich hinaus

Absatzlinie
DSB beschließt Kauf
von 26 Elektro-Lokomotiven

Absatzlinie
IC2- und IC4-Abschreibung
bringt Verluste für DSB

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Jan Lübbers

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Zehn Jahre Handy-Ticket
Das Handy-Ticket wird zehn Jahre alt. Am 24. August 2006 führte die Deutsche Bahn (DB) ihr mobiles Ticketangebot ein. "Ein Jahr, bevor das erste iPhone auf den Markt kam, war die Deutsche Bahn mit dem Handy-Ticket digitaler Vorreiter", sagt Mathias Hüske, Geschäftsführer Digital Business der DB Vertrieb GmbH. Die Erwartungen waren zu Beginn noch überschaubar; die DB rechnete mit rund 80 Buchungen täglich. Seitdem hat sich die digitale Fahrkarte etabliert. Im Juli 2016 verzeichnete die Deutsche Bahn rund 800.000 verkaufte Handy-Tickets – 41 Prozent mehr als noch im Vorjahresmonat.
Die kurzfristige Buchbarkeit von unterwegs ist für 77 Prozent der Kunden ein entschei-dender Vorteil, wie eine Umfrage der DB unter Nutzern im Frühjahr 2016 ergab. Rund 40 Prozent der Befragten schätzen zudem das umweltfreundliche papierlose Reisen. Um die Erfolgsgeschichte des Handy-Tickets fortzuschreiben, arbeitet die Deutsche Bahn an zahlreichen Verbesserungen: So will das Unternehmen die Gültigkeit des Handy-Tickets für Verkehrsverbünde weiter ausbauen, demnächst etwa für den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, VBB, sowie die Buchung und Kontrolle im Zug durch eine vereinfachte Identifikation erleichtern.
Hintergrundinformationen zur Geschichte des Handy-Tickets gibt es auf inside.bahn.de/10-jahre-handy-ticket.
Den Geburtstag des Handy-Tickets feiert die Deutsche Bahn mit einer Rabatt-Aktion: Wer vom 24. bis 31. August 2016 ein Bahn-Ticket über die App DB Navigator bucht, spart mit einem mCoupon 10 Euro. Den mCoupon und weitere Informationen finden Reisende unter bahn.de/handy-ticket-10. Der DB Navigator ist kostenlos im Apple App Store, bei Google Play und im Amazon App Store erhältlich (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.08.16).

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Tanago

Aus den Ländern

RechteckBW: VCD beklagt massive S-Bahn-Störungen in Stuttgart
Kein guter Tag für die S-Bahn-Fahrgäste“ konstatiert Matthias Lieb, Landesvorsitzender des ökologischen Verkehrsclubs VCD anlässlich der massiven Störungen im Stuttgarter S-Bahn-Netz am Mittwoch. Eine Oberleitungsstörung bei der Station Schwabstraße legte die Tunnelstrecke vollständig lahm, eine Signalstörung und Baustellenmängel führten zu weiteren Einschränkungen, so der VCD.
Aufgrund der Tunnelsperrung fuhren die S-Bahn-Züge in den oberirdischen Kopfbahnhof ein und wurden über die Gäubahnstrecke umgeleitet; in der Hauptverkehrszeit waren so bis zu vier S-Bahn-Züge gleichzeitig im Kopfbahnhof, stellte der VCD fest. Damit konnte auf kurzen Wegen zwischen Fern-, Regional- und S-Bahn-Zügen umgestiegen werden. „Bei der gesperrten S-Bahn-Tunnelstrecke nutzen die S-Bahnen den Kopfbahnhof und die Gäubahnstrecke –- ein bislang funktionierendes Konzept“ so VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb und kritisiert: „Doch bei Stuttgart 21 steht diese Lösung nicht mehr zur Verfügung und die Ersatzkonzepte überzeugen nicht.“
Deshalb fordert der VCD, dieses im Falle von S-Bahn-Störungen erprobte Notfallkonzept zu erhalten und die Gäubahn samt deren Anbindung an den Kopfbahnhof nicht länger in Frage zu stellen.
Während der Ersatzfahrplan aus VCD-Sicht einigermaßen funktionierte, herrschte jedoch ein Informationschaos bei den elektronischen Auskunftsmedien. Hier sieht der Verkehrsclub noch deutlichen Verbesserungsbedarf. So seien die Anzeigen an den Bahnhöfen und die Auskunft im Internet häufig unterschiedlich; es nütze auch wenig, wenn die Fahrplanauskunft die Fahrt anzeige und daneben eine Störungsmeldung bringe -– hier seien konkrete Fahrplanauskünfte unter Berücksichtigung der Störungen erforderlich, fordert der VCD (Pressemeldung VCD Baden-Württemberg, 24.08.16).

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RechteckNRW: Neuer Online-Dialog "Einsteigen und Mitreden!"
Bereits zum vierten Mal führt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auf dem Beteiligungsportal "Einsteigen und Mitreden!" einen Online-Dialog durch. Diesmal geht es um den "Kundendialog der Zukunft". Der VRR möchte von interessierten Fahrgästen wissen, welche Kommunikationskanäle sie nutzen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und was sie sich in Zukunft wünschen. Die Ideen und Hinweise können dem VRR unter dem neu gestalteten Beteiligungsportal www.einsteigenundmitreden.de bis zum 05. September 2016 mitgeteilt werden.
Der Anspruch der Fahrgäste, mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ins Gespräch zu kommen und das Spektrum der Kommunikationskanäle haben sich in den letzten Jahren verändert und erweitert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verkehrsunternehmen stehen für Auskünfte in den KundenCentern zur Verfügung. An der Hotline werden die Fahrgäste persönlich beraten und Online-Auskünfte werden über VRR-Webseiten, per E-Mail, dem Kontaktformular oder auf Facebook erteilt.
Doch welche Anforderungen stellen ÖPNV-Nutzer an den Kundendialog? Wie gehen sie bei der Informationssuche vor? Welche Erfahrungen haben sie mit dem Kundensupport anderer Unternehmen gemacht? Diese Themen werden in dem aktuellen Beteiligungsprojekt des VRR diskutiert. Mit dem Online-Beteiligungsportal "Einsteigen und Mitreden!" möchte der VRR interessierte Bürgerinnen und Bürger gezielt in Dialog- und Entscheidungsprozesse mit einbeziehen.
Der Verbund erhofft sich viele Hinweise, Anregungen und Ideen zu verschiedenen Themenschwerpunkten rund um den ÖPNV. Die Ergebnisse der Beteiligungsprojekte werden eingehend gesichtet, auf Umsetzbarkeit geprüft und ganz im Sinne der Transparenz veröffentlicht. Hier sind auch alle Ergebnisse zu den bisherigen Beteiligungsprojekten zu finden sowie Umsetzungsmaßnahmen, die aus den Ideen und Hinweisen der Fahrgäste abgeleitet wurden. (Pressemeldung VRR, 24.08.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 9/16

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckInternationale Modelldampftage Hettstedt




Am Wochenende fanden in Hettstedt die Internationalen Modelldampftage statt und die Mansfelder Bergwerksbahn bot Pendelzüge von Benndorf zum Haltepunkt Hettstedt-Eduardschacht an, wo der Buspendel Richtung Gelände der Modelldampftage wartete. Der Zug fuhr dann weiter zum Haltepunkt Kupferkammerhütte zum umsetzen. Beim Zweizugbetrieb kamen die Diesellok Nr.35 und die Dampflok Nr. 20 zum Einsatz. Am Gleisdreieck Siersleben kreuzten sich die beiden Züge (Harald Becker, 24.08.16).

RechteckUnstrutbahn


Am 20.08.2016 war die EBS 132 334-4 im Sonderzugeinsatz auf der Unstrutbahn unterwegs. Zum 11. Unstrutbahnfest und dem 7. Unstrutradwandertag pendelte sie mehrmals mit zwei Doppelstockwagen (D-DB 50 80 25-04 706-1 DBuza 747.9 + D-DB 50 80 25-04 784-8 DBuza 747.3) als "FahrradExpress" zwischen Naumburg (S) Hbf und Karsdorf. Die Bilder zeigen den außergewöhnlichen Zug zwischen Laucha und Balgstädt, in Laucha, zwischen Naumburg und Freyburg und beim Umsetzen im ehemaligen Bahnhof Karsdorf (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 24.08.16).

RechteckWest Somerset Steam Express


Die Firma „The Railway Touring Company“ führt in England regelmäßig Dampf-Sonderzüge auf Hauptstrecken zu interessanten Zielen durch. Eines der beliebten Ziele ist die West Somerset Line in der Nähe der Bristol-Kanal Küste.
Die Strecke ist mit 36,6 km Länge die längste museal betriebene Strecke Englands (von Bishops Lydeard bis Minehead). An Wochenenden ist dort reger Betrieb, teilweise mit mehreren, überwiegend dampfbespannten Zügen auf der Strecke.
Unsere Tour führte mit historischen Wagen und gezogen von der Lok 46115 „Scots Guardsman“ (gebaut 1927) von London Paddington bis Bishops Lydeard. Dort wurde umgespannt auf die Güterzuglok 53808 (gebaut 1925) der West Somerset Line, die den Zug bis durch die hügelige Landschaft bis Minehead zog. Von dort ging es am selben Tag zurück und wir ereichten gegen 23 h fast pünktlich London Paddington. Wir haben die gut organisierte Fahrt sehr genossen (Jan Lübbers, 24.08.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckHaltestelle Innsbruck Kranebitten




Ein typisches altes Haltestellenhäuschen entlang einer Bergstrecke (Mittenwaldbahn), ist es ideal an den Hang angepasst. Vor vielen Jahren gab es wenige Meter unterhalb ein WC-Häuschen in Donnerbalkentechnologie. Heute zeugt davon nur noch das Herz in der Türe, seit langem ist der Zugang zugewachsen und wird von Spinnen und Zecken bewacht.
Nach langen Jahren des Dornröschenschlafes wird die Haltestelle zunehmend frequentiert, auch von Einheimischen und nicht nur von Fahrradausflüglern oder Bergwanderern. Optisch ist die Bahnlinie den Sinnen der talseitigen Anwohner durch ein paar Sträucher entzogen (GK, 24.08.16).

RechteckTrstená - Suchá Hora




Aus Oravská Lesná (Bis 1945 hieß das Dorf "Erdutka." Es wurde durch Graf György Erdödy [1674-1759] im Jahre 1731 gegründet) fuhr ich mit dem Regionalbus zur Talsperre Orava/Námestovo und zum Bahnhof Tvrdošín (Strecke Kraľovany - Trstená). In Tvrdošín besichtigte ich die alte Holzkirche aus dem 15. Jahrhundert, die auf der UNESCO-Liste verzeichnet ist.
Von Tvrdošín fuhr ich mit dem Zug Os 7917 zur Endstation Trstená. Die Strecke Kraľovany - Trstená - Suchá Hora - Nowy Targ wurde 1898-1899 erbaut. Leider wurde die Strecke zwischen Trstená und Suchá Hora im Jahre 1971 (1975 voll) stillgelegt. Auch auf polnischer Seite wurde die Strecke ab 1989 stillgelegt. Im Jahre 2015 wurde auf der ehemaligen Strecke Trstená - Nowy Targ ein Fahrweg eingerichtet. In Trstená habe ich übernachtet.
Am Morgen fuhr ich mit dem Bus nach Suchá Hora. Dort trank ich bei Jednota an der Kirche einen Kaffee. Die Geschäftsführerin sagte: "Ich fuhr noch mit dieser Bahn nach Trstená, am Bahnhof Suchá Hora luden private Bauern ("unsozialistische Bauern" zu ČSSR-Zeiten) ihre Produktion um, naja das ist so lange her ..."
Auf dem Abschnitt Trstená - Liesek - Suchá Hora fuhren bis 1971 GmP (Tw M 131.1 mit Güterwagen). Der ehemalige Bahnhof in Suchá Hora ist nun Ruine. Ich bin zu Fuß über den Fahrweg zum ehemaligen polnischen Bhf Podczerwone gegangen. Auf der ehemaligen Strecke gibt es schöne Ansichten zur Hohen Tatra.
Von Podczerwone fuhr ich mit einem polnischen Privatbus (Verspätung 25 Min., der Fahrplan an der Hst war 10 Jahre alt!) nach Czarny Dunajec und Nowy Targ. Nowy Targ liegt an der Strecke Zakopane - Krakow.
Die Fotos zeigen die UNESCO-Kirche in Tvrdošín, Os 7917 an der Endstation Trstená, den Markt Trstená um 6 Uhr, Kuhtransport im Dorf Suchá Hora, mich vor der Ruine am Bhf Suchá Hora, den ehemaligen Schalter im Bhf Podczerwone und den Zug nach Kraków in Nowy Targ (Martin Kubík, 24.08.16).

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Bahnberufe

Europa

RechteckBelgien: Suche nach neuem SNCB-Chef zieht sich hinaus
Der Nachfolger von Jo Cornu an der Spitze der SNCB/NMBS wird maximal 290.000 Euro brutto pro Jahr verdienen. Der von der alten Regierung unter Premierminister Elio Di Rupo (PS) beschlossene Rahmen der Lohnhöchstgrenzen für die CEOs von öffentlichen Unternehmen wird auch von der neuen Regierung Charles Michel (MR) eingehalten, wie die Nachrichtenorgane De Tijd und RTBF aus Regierungskreisen erfahren haben. Wenn die Produktivität der Mitarbeiter gesteigert werden soll, sei es nicht angemessen, das Gehalt des CEO zu erhöhen. "Das würde zu viel böses Blut setzen", wird eine gut platzierte Quelle zitiert.
Der noch zu bestimmende Headhunter, der der Regierung Vorschläge für einen Nachfolger von Jo Cornu vorlegen soll, muss den Kontext berücksichtigen, den die Regierung gelegt hat. Das bedeutet, dass der Teich, in dem er fischen kann, begrenzt ist, weil nicht jeder CEO bereit ist, für diese Summe zu arbeiten. Die Summe liegt zwar leicht über dem Gehalt des Premierministers, aber im Vergleich dazu beträgt das durchschnittliche Gehalt eines CEO in einem Unternehmen des belgischen Aktienindex Bel20 über 2 Mio. Euro pro Jahr. Da der Vertrag von Jo Cornu nur noch bis 31.08.16 läuft, wird davon ausgegangen, dass er ein paar Wochen länger sein Amt ausüben wird.
Die Namen von Nachfolgern für Jo Cornu werden schon gehandelt. Der Name von Bernard Delvaux, CEO der wallonischen Gesellschaft Sonaca, wurde in Umlauf gebracht. Und in Regierungskreisen steht Sophie Dutordoir (CD & V), Ex-CEO von Electrabel, mit an vorderer Stelle. Der Vorteil für dieses zweiten Szenario ist, dass sie zum einen flämischen Ursprungs, zum anderen eine Frau ist. Beides kommt der politisch gewünschten Parität zugute, damit der Wallone Jean-Claude Fontinoy Präsident der SNCF bleiben kann. Doch auch die Regierungspartei N-VA beansprucht noch weitere Posten.
"Die SNCB muss das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in Belgien sein", erläuterte der Mobilitätsminister François Bellot das Verfahren. Die Bahngesellschaft steht gerade am Wendepunkt: "Im Jahr 2023 gibt es über das 4. Eisenbahnpaket die Öffnung für den Wettbewerb und heute müssen wir die Managementverträge für die SNCB abschließen und den Transportplan 2017-2020 vorbereiten. Deshalb brauchen wir die besten Leute, um dieses große Schiff zu navigieren." (WKZ, Quelle De Tijd, RTBF, 24.08.16).

RechteckDänemark: DSB beschließt Kauf von 26 Elektro-Lokomotiven
Der DSB-Verwaltungsrat hat am 23.08.16 den Kauf von 26 neuen Elektro-Lokomotiven beschlossen. Die Lokomotiven sollen vor allem Doppelstockzüge ziehen und dem Regionalverkehr auf Sjælland dienen. Sie ersetzen die dieselbetriebenen ME-Lokomotiven, um die Umwelt zu schonen und die Betriebssicherheit zu erhöhen. Die neuen Lokomotiven sollen in Standardausführung bestellt werden und sich somit schon im Betrieb bewährt haben.
Die Ausschreibung der neuen Elektro-Lokomotiven ist für den Herbst 2016 geplant, um in der Lage zu sein, die ersten Lokomotiven Anfang des Jahres 2020 in Betrieb nehmen zu können.
"Mit dem Kauf von Elektrolokomotiven werden wir den ersten Schritt unternehmen, um die ME-Diesellokomotiven auslaufen zu lassen, sowie die Abhängigkeit von den IC2 und IC4 in Zukunft zu reduzieren. Zusammen mit den langfristigen Pläne für den Kauf von neuen Elektrotriebzügen, wird es nun möglich, einen kontrollierten Ausstieg aus dem IC2- und IC4-Betrieb zu planen. Auf der Grundlage unserer Betriebserfahrung, müssen wir schließen, dass der IC4 nicht das Rückgrat im dänischen Bahnverkehr werden kann, er wird aber ein Teil der Lösung sein, bis die Elektrifizierung der Bahn abgeschlossen ist", sagte der Vorsitzende Peter Schütze.
Die Staatsbahn geht davon aus, dass das Unternehmen mit der dezeit zufriedenstellenden Liquiditätssituation und auf der Grundlage des abgeschlossenen Verkehrsvertrags mit dem Staat ohne staatliche Finanzierung die neuen E-Loks selbst finanzieren kann. Darüber hinaus ist die DSB auf den zukünftigen Kauf von Elektrotriebzügen gut vorbereitet (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle DSB, 24.08.16).

RechteckDänemark: IC2- und IC4-Abschreibung bringt Verlust für DSB
Das Ergebnis für das erste Halbzeit 2016 brachte der dänischen Staatsbahn einen Verlust von -447 Mio. DKK vor Steuern, gegenüber +386 Mio. DKK im ersten Halbjahr 2015. Ursache war die Abschreibung der IC2-Flotte und von fünf Zügen IC4. Der Gesamtbetrag der Einnahmen lag mit 6,065 Mrd. DKK nur knapp unter denen des Vorjahrzeitraums (6,09o Mrd. DKK).
Die IC2 erfüllen nach DSB-Angaben nicht mehr die Anforderungen an die geforderte betriebliche Stabilität. Sowohl IC2 als auch IC4 werden zudem durch den Kauf neuer Elektro-Lokomotiven demnächst an betrieblicher Bedeutung verlieren. Alle 23 IC2- und fünf IC4-Zugeinheiten werden deshalb - bereinigt um Einmaleffekte - mit einem Wert von 673 Mio. DKK abgeschrieben (IC2 588 Mio. DKK, IC4 85 Mio. DKK). Der Buchwert der verbleibenden IC4 betrug zum 30.06.16 noch 3,7 Mrd. DKK.
Die ersten sechs Monate des Jahres waren vor allem durch unbefriedigende Pünktlichkeit gekennzeichnet. Die Bemühungen zur Wiederherstellung der Pünktlichkeit haben begonnen und wurden durch die Absicht, 26 Elektrolokomotiven zu kaufen, begleitet. Die Pünktlichkeit im Fern- und Regionalverkehr lag mit 72,7 % deutlich unter dem Zielwert von 81,8 %. Auch die um nicht unter der Kontrolle durch DSB stehende Ursachen bereinigte Pünktlichkeit lag mit 91,9 % unter dem im Verkehrsvertrag genannten Ziel von 93,8 %. Im Nahverkehr lagen beide Werte hingegen mit 94,1 bzw. 98,8 % über dem Ziel.
Die verzinslichen Verschuldung wurde auf 575 Mio. DKK reduziert (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle DSB, 24.08.16).

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