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LOK Report – News von Mittwoch, 24.05.17

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Willkommen beim LOK Report

Bundesnetzagentur prüft Elasti-
zitäten der Nachfrage der EVU

Absatzlinie
Im Frühling 2018 fährt der
erste Zug Sacile - Gemona

Absatzlinie
Trenitalia schreibt 135 Dieselzüge
für 1,6 Mrd. Euro aus

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Foto links: Sven Molle

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitiik im Bund

RechteckBundesnetzagentur: Prüfung der Elastizitäten der Nachfrage der EVU
Die Bundesnetzagentur hat im Amtsblatt der Europäischen Union ein Gutachten zu Elastizitäten der Nachfrage der Eisenbahnverkehrsunternehmen ausgeschrieben (2017/S 098-193815).
Zweck des Gutachtens ist es, die Elastizitäten der aktuell diskutierten Segmente des relevanten Marktes des SGV, SPNV und SPFV zu überprüfen und für ausgewählte Segmente die Abgrenzung und Homogenität zu validieren. Mithilfe des Gutachtens sind die Elastizitäten der Nachfrage nach Verkehrsleistungen zu ermitteln und tabellisieren. Diese Segmentierung stützt sich für den SPFV und SGV auf den Beschluss der Bundesnetzagentur zum TPS 2018. Die Segmente des SPNV beruhen auf Überlegungen des Auftraggebers und differenzieren die Segmente nach Tageszeit (Tag: 6:00-20:00 Uhr; Nacht: 20:00-6:00 Uhr) und Raum (Zentrum: 50 km im Umkreis eines Metropolbahnhofs; Umland: 50 km außerhalb eines Metropolbahnhofs).
Die Verabschiedung des ERegG und die EU-Richtlinie 2012/34/EU treiben die Harmonisierung der Eisenbahnregulierung in der EU voran. Im Einklang mit der Richtlinie hat der Gesetzgeber festgelegt, dass die Betreiber der Schienenwege Aufschläge zur vollständigen Deckung der Kosten für die Nutzung der Schienenwege erheben dürfen. Diese Aufschläge sollen anhand der relativen Markttragfähigkeit der verschiedenen Marktsegmente innerhalb der Verkehrsdienste des Schienengüterverkehrs (SGV) und Schienenpersonenfern- und -nahverkehrs (SPFV und SPNV) bestimmt werden.
Die DB Netz AG hat eine neue Methodik für ihr Trassenpreissystem (TPS) entwickelt. Es stützt sich auf das ökonomisch fundierte Ramsey-Boiteux-Prinzip, welches die nicht als unmittelbaren Kosten des Zugbetriebes anfallenden Kosten anhand der relativen Markttragfähigkeiten den verschiedenen Segmenten zurechnet. Um die Markttragfähigkeit der unterschiedlichen Segmente zu bestimmen, wird eine Elastizitätsbetrachtung angestellt. Die Elastizität der Nachfrage beschreibt, um wieviel Prozent sich die Nachfrage nach einem Gut (z. B. Trassenkilometer) verändert, wenn sich der Preis um x Prozent erhöht. Das bedeutet, dass Segmente mit einer niedrigen (hohen) Elastizität eine hohe (niedrige) Markttragfähigkeit haben und deshalb einen verhältnismäßig hohen (niedrigen) Anteil der Kosten des Netzbetreibers tragen würden.
Die Elastizität der Nachfrage nach Trassenkilometern ist auf Grund der Datenlage und der geringen Anzahl an Marktteilnehmern schwierig bestimmbar. Da Änderungen der Trassenpreise über die Produktionskosten der Eisenbahnverkehrsunternehmen die Nachfrage der Endkunden beeinflussen, erscheint es sinnvoll, sie indirekt über die Elastizität der Nachfrage auf den folgenden Marktstufen zu berechnen. Die Elastizität der Nachfrage nach Transportleistungen der Endkunden der Eisenbahnverkehrsunternehmen würde somit indirekt die Elastizität der Nachfrage nach Trassenkilometern bestimmen. Die DB Netz AG hat für den Entgeltantrag des Trassenpreissystems 2018 der DB Netz AG in-nerhalb des SGV und SPFV Segmente abgegrenzt, welche sie in sachlicher, verkehrsräumlicher und in zeitlicher Hinsicht als homogen ansieht. Für jedes dieser Segmente hat die DB Netz AG die Nachfrageelastizität bestimmt. Dabei stützt sie sich auf ihre eigenen Daten und verschiedene, teils veraltete Studien.
Die Aufgabe der Bundesnetzagentur ist es, die vorgelegten Berechnungen der DB Netz AG, die Segmentierung und die statistische Validität der Resultate zu überprüfen. Hierbei sind neueste Entwicklungen des Marktes wie beispielsweise das Wachstum des Fernbusverkehrs für den Personenverkehr oder Änderungen der Güterstruktur im SGV zu berücksichtigen. Auf Grund von Rückmeldungen aus dem Markt wird vermutet, dass insbesondere beim Verkehrsdienst Schienengüterverkehr eine differenziertere Segmentierung notwendig sind, da einige SGV-Segmente im Hinblick auf die Marktverhältnisse in sich zu wenig homogen sind. Wie oben angeführt erscheint es sinnvoll, die Endkunden der jeweiligen Segmente zur Überprüfung der Elastizitäten zu untersuchen. Neben der direkten Befragung der Endkunden können dazu auch sogenannte Stated Preference-Experimente durchgeführt werden, bei denen die Befragten sich für eine von verschiedenen hypothetischen Transportalternativen entscheiden müssen.
Es ist die Zahlungsbereitschaft der Endkunden und indirekt die Elastizität der Nachfrage zu bestimmen. Es können auch andere Verfahren als der Stated Preference-Ansatz zur Bestimmung der Elastizität der Nachfrage nach Trassenkilometern in Erwägung gezogen werden (Quelle EU-Amtsblatt, 24.05.17).

RechteckDeutsche Bahn: Sonderverkehr zum Abschlussgottesdienst in Wittenberg
Am Sonntag, 28. Mai, ist auf den Schienen zwischen Berlin, Leipzig, Dresden, Halle und Magdeburg alles anders: Um die Besucher des Festgottesdienstes zum Abschluss des Deutsches Evangelischen Kirchentages nach Lutherstadt Wittenberg zu bringen, werden Shuttle-Züge in dichtem Takt fahren. Der sonst übliche Fahrplan für den Nahverkehr rund um Wittenberg wird an diesem Tag nicht gelten.
Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Berlin und Koordinator für das Verkehrsangebot der DB zum Reformationsjubiläum: "Der 28. Mai wird auch für uns kein Tag wie jeder andere. Rund 500 Mitarbeiter werden zusätzlich in Bahnhöfen und Zügen im Einsatz sein. In den nächsten Tagen bringen wir Fahrzeuge aus zehn Bundesländern nach Mitteldeutschland, um am Sonntagmorgen um 4 Uhr mit dem ersten Shuttle-Zug zu starten. Auf diese größte logistische Herausforderung seit dem Mauerfall bereiten wir uns seit vier Jahren akribisch vorbereitet. Nun freuen wir uns, dass es losgeht!"
Die Shuttle-Züge fahren zum Beispiel zwischen Berlin Südkreuz und Wittenberg im 10-Minuten-Takt. Um dies zu ermöglichen, entfallen bei der ICE-Linie Hamburg–Berlin–Halle/Leipzig–München tagsüber die Halte in Wittenberg und Leipzig. Alle Änderungen wurden langfristig in die Fahrplanauskunft eingearbeitet. Um eventuelle Störungen an Weichen und Signalen schnell beseitigen zu können, sind am 28. Mai vorsorglich zahlreiche Techniker an den Strecken in Bereitschaft.
In den Shuttle-Zügen gelten nur Shuttle-Tickets. Auch das Luther-Ticket gilt nicht. Wer sich einen Platz im gewünschten Zug sichern will, kann sein zuggebundenes Ticket auf der Website des Reformationsjubiläum 2017 e.V. buchen. Vor allem in den Zügen am frühen Morgen und am späten Nachmittag sind noch ausreichend Plätze vorhanden.
Das Zugangebot wurde vom Reformationsjubiläum 2017 e.V. bestellt und in enger Abstimmung mit der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg organisiert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.05.17).

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Industrie

RechteckBMVI: Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik für Kühne Logistics University
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat heute anlässlich der Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik in München den Hochschulpreis für Güterverkehr und Logistik 2017 vergeben. Ausgezeichnet wurde die Kühne Logistics University. Den Preis nahmen der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Thomas Strothotte, und Prof. Dr. Christian Barrot, Dean of Programs, entgegen. Der Preis stand in diesem Jahr unter dem Motto "Internationalisierung und globale Netzwerke".
Dobrindt: Der Hochschulpreis ist ein wichtiges Element der Nachwuchsförderung in der Logistikbranche. Dank der exzellent ausgebildeten Fachkräfte ist Deutschland der führende Logistikstandort. Die Kühne Logistics University hat die Herausforderung der fortschreitenden Internationalisierung angenommen und bereitet ihre Studierenden praxisnah und umfassend auf eine Tätigkeit in einer global vernetzten Logistikwelt vor.
Der Preis des BMVI wird für herausragende Lehrangebote deutscher Hochschulen im Bereich Logistik verliehen. Ziel ist es, das deutsche Hochschulangebot im Bereich Güterverkehr und Logistik zu stärken und damit Nachwuchskräfte für das Studium der Logistik zu werben.
Zum fünften Mal wurde der Preis des BMVI vergeben. Bisherige Preisträger waren die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, die Hochschule Heilbronn, Studienschwerpunkt Verkehrsbetriebstechnik und Logistik sowie das Fachgebiet Logistik der Fakultät Wirtschaft und Management der Technischen Universität Berlin (Pressemeldung BMVI, 24.05.17).

RechteckMesse Berlin: Ausstellernachfrage für InnoTrans 2018 so stark wie nie
Laut Early-Bird-Zwischenstand wird auch die 12. Ausgabe der InnoTrans noch internationaler und umfassender. Noch nie gab es nach Ablauf der Frühbucherfrist so viele Anmeldungen. Über zehn Prozent mehr Ausstellerbuchungen gingen zum Vergleichszeitpunkt der Vorjahre bei der InnoTrans ein. Anderthalb Jahre vor der nächsten Veranstaltung sind bereits über 80 Prozent des Berliner Messegeländes angefragt. Die InnoTrans 2018 öffnet vom 18. bis 21. September 2018 ihre Tore in Berlin.
Erneut fällt die hohe Aussteller-Internationalität ins Auge - ein Qualitätskriterium der InnoTrans als Weltleitmesse. Der Wunsch nach Flächenvergrößerung hält weiterhin an. Insbesondere der Flächenbedarf der Aussteller aus den Nationen Marokko und Ägypten, die 2016 erstmalig vertreten waren, wuchs deutlich um das Vierfache beziehungsweise das Zwölffache. Auch die Aussteller aus Bulgarien, Dänemark, Taiwan und Weißrussland planen für die kommende InnoTrans, ihren Messeauftritt im Vergleich zu 2016 auszuweiten.
Die Möglichkeit für Standvergrößerungen werden die Aussteller 2018 zunehmend über mehrstöckige Stand-Präsentationen erhalten, da die Weltleitmesse im vergangenen Jahr in punkto Ausstellungsfläche endgültig an die Grenzen des bestehenden Messegeländes stieß. Mit der Priorität einer möglichst umfassenden und ausgewogenen Abbildung der globalen Verkehrsbranche bleibt es Zielsetzung der InnoTrans, allen interessierten Unternehmen die Teilnahme an der InnoTrans 2018 zu ermöglichen (Pressemeldung Messe Berlin, 24.05.17).

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LOK Report 6/17

LOK Report Ausgabe 6/17

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Aus den Ländern

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Bahnberufe

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckBergbahnfest vom 25. bis 28. Mai

Begegnung Cabriowagen auf der Bergbahn. Foto Deutsche Bahn AG/Rolf Weller.
Die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn (OBS) lädt vom 25. bis 28. Mai zum traditionellen Bergbahnfest ein. Anlässlich des 94. Geburtstags der Bergbahn verwandelt sich das Terrain rund um die Bergstation Lichtenhain an der historischen Bergbahn Obstfelderschiede-Lichtenhain–Cursdorf dabei in einen Festplatz. Im Festzelt sowie im Freien können alle großen und kleinen Besucher viel Interessantes erleben. Selbstverständlich ist an allen Tagen auch für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt. Ein Markt mit regionalen Händlern lädt zum Stöbern und Bummeln ein.
Bereits am Donnerstag (25. Mai) gibt es ein großes Familienfest. Musik, Spiel und Unterhaltung für die ganze Familie stehen auf dem Programm.
Der Freitag (26. Mai) ist auch in diesem Jahr wieder speziell den Kindern gewidmet. Im Walderlebnispfad "Fröbelwald" warten in den einzelnen Stationen spannende Aktionen auf die kleinen Gäste. Der Festplatz in Lichtenhain verwandelt sich außerdem in ein großes Abenteuerland.
Ab 15 Uhr findet im Festzelt eine Kinderdisco statt. Zum Kinderfest wird eine Sonderfahrt von Jena zur Bergbahn in den historischen Triebwagen VT 772 angeboten, hier werden die Kinder bereits während der Fahrt auf das Thema Wald eingestimmt.
Am Sonnabend (27. Mai) erfolgt um 13.55 Uhr der Startschuss für den 17. Bergbahnlauf. Während einer großen Fundsachenversteigerung der Deutschen Bahn können über 100 kleine und große Artikel erstanden werden.
Auch am Sonntag (28. Mai) gibt es ein buntes und abwechslungsreiches Programm mit Böhmischer Blasmusik, den Sumbarcher Waschweibern, einer Zaubershow und der traditionellen Kloßparty.
Das Festprogramm findet jeden Tag von 11.00 bis 17.00 Uhr statt.
Auch in diesem Jahr kann man die Bergbahn während der Festtage wieder "oben ohne" erleben, denn das populäre Cabrio wird zwischen Obstfelderschmiede und Lichtenhain im Einsatz sein. Außerdem verkehrt von Donnerstag bis Sonntag zwischen Lichtenhain und Cursdorf der Olitätenwagen – "Ein Natur- und Kräutererlebnis auf Schienen". Im Maschinarium, dem Erlebnismuseum der Bergbahn, kann ein Blick hinter die Kulissen geworfen und die Sonderausstellung "Sommerfrische im Schwarzatal" besichtigt werden (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.05.17).

RechteckSchönbuchbahn



Am Sonntag war der Dampfzug "Feuriger Elias" der GES Stuttgart auf der Schönbuchbahn zwischen Böblingen und Dettenhausen unterwegs. Gezogen wurde er vom "Bubikopf", der DBK historische Bahn, der Tenderdampflok 64 419. Das Sonntagswetter glich mal wieder einem Wolkenlotto, denn Sonne und Wolken wechselten sich rege ab (Harald Becker, 24.05.17).

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IGE Werrabahn Eisenach e.V.

Mit der Kamera notiert

RechteckHorní Bříza


Von Kralovice u Rakovníka (Folge zur Austellung in Mariánská Týnice) fuhr ich am frühen Morgen mit dem Regionalbus nach Dobříč. Von dort ging ich über Jarov und Hromnice zum Natur-Denkmal Hromnické červené jezírko (Hromnitz Rotesee), einem Relikt der Förderung von Schwefelsäure (H2SO4) zwischen 1802 und 1893. Die Grube kaufte im Jahre 1802 der deutsche Kaufman Johann David Edler von Starck aus Graslitz.
Weiter ging ich über den grün markierten Weg zum ehemaligen Zisterzienser-Hof Býkov, wo ein Freizeitzentrum und Hotel der Firma Metternich steht. Es gab Gambrinus-Bier.
Aus Býkov ging ich zum Bahnhof Horní Bříza (KBS 160 Pilsen - Saaz-Brüx). Dort gab es bis zum Jahr 2006 die Schamotfabrik Lasselsberger, jetz Ges. Diamorph Hob. Die Anschlußgleise wurden entfernt - nur noch LkW-Bedienung. Aus Horní Bříza ging ich noch zur nächsten Haltestelle Horní Bžíza-zastávka - dort ist noch Schalter!
Die Fotos zeigen Hromnitz Rotesee, Býkov, GWTrain 628 241-1 in Horní Bříza, Hp Horní Bříza zastávka mit Zug der ČD Mladotice - Plasy - Plzeň und Tw 842 023-4 (Martin Kubík, 24.05.17).

RechteckMarktredwitz / Plauen/V.

Das sieht man nicht alle Tage. 218 404-2 mit einem Unkrautbekämpfungszug am 22.05.17 bei der Ausfahrt in Marktredwitz Richtung Hof/Saale. 233 367-2 zu sehen mit dem 51602 am 22.05.17 bei Plauen/V. (Alexander Hertel, 24.05.17).

RechteckÜberführung Schad VT 612 nach Erfurt

Am 22.05.2017 wurde der zweite Teil des in Stadtroda durch eine Gerölllawine entgleisten 612 644 vom VT 612 116 von Göschwitz nach Erfurt Gbf geschoben. Die Aufnahme entstand im Bahnhof Weimar (Sven Molle, 24.05.17).

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Tanago

Europa

RechteckItalien: Im Frühling 2018 fährt der erste Zug Sacile - Gemona
Während der Ausstellungseröffnung "Eine Reise - in Schnappschüssen" im Saal der Sparkasse Udine versicherte Landesverkehrsassessorin Mariagrazia Santoro, dass die Arbeiten zur Wiederaufnahme des Bahnverkehrs Sacile - Gemona bereits weit fortgeschritten seien.
"Wir wollen die Linie möglichst schon im Dezember 2017 in Betrieb nehmen, zusätzlich zu Maßnahmen der wirtschaftlichen Entwicklung in der betroffenen Region". Der erste Zug soll im März 2018 fahren. Ausdrücklich erwähnte die Assessorin, dass die wiedererrichtete Linie auch dem Güterverkehr für ortsansässige Unternehmen dienen solle, von denen es bereits konkrete Anfragen gebe.
2016 wurde im "Protokoll von Pinzano" zwischen Region (Land) und Netzbetreiber RFI die Reaktivierung der Bahnverbindung vereinbart, 2017 im römischen Parlament zugleich mit ihrer Aufnahme in die touristischen Eisenbahnen beschlossen. Der grenzübergreifende Zusammenschluss (EVTZ/gect) "Euregio senza confine" mit Österreich ermöglicht EU-Zuschüsse für das Projekt im Rahmen des Interreg-Programms. Damit soll das bestehende grenzüberschreitende Radwegenetz an die neue Bahnlinie angeschlossen werden. Auch touristische Buslinien zwischen Bahnhöfen und den Sehenswürdigkeiten der Region sollen eingerichtet werden (GK, Quelle Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia, 24.05.17).

RechteckItalien: Trenitalia schreibt 135 Dieselzüge für 1,6 Mrd. Euro aus
Nachdem eine erste Vergabe über 50 Dieselzüge an Stadler im Juli 2016 im Laufe der nachfolgenden Verhandlungen geplatzt war, hat Trenitalia am 16.05.17 im Amtsblatt der Europäischen Union eine neue Ausschreibung für einen Rahmenvertrag über maximal 135 einstöckige, bidirektionale Dieselzüge mit fester Zusammenstellung und verteiltem Antrieb im Wert von 1,6 Mrd. Euro gestartet. Die Mindestabnahme beträgt 70 Stück. Angebote werden bis zum 05.07.17 erwartet. Der Rahmenvertrag dauert 48 Monate und kann auf 72 Monate verlängert werden.
In den Regionen Sizilien, Toskana und Sardinien stehen Neuauflagen der Dienstverträge mit Trenitalia an. In Sizilien sind etwa 42% der Strecken nicht elektrifiziert und in der Toskana etwa ein Drittel, während es in Sardinien keine elektrifizierten Strecken gibt. Der Vertrag umfasst auch die komplette Wartung der gekauften Züge für 15 Jahre in den Einrichtungen von Trenitalia.
"Es ist eine sehr wichtige Ausschreibung", sagte Barbara Morgante, Geschäftsführerin und Generaldirektorin von Trenitalia, "denn wir werden Züge mit einem durchschnittlichen Alter von 40 Jahren ersetzen." Bis zum Jahr 2023 sollen 70 Prozent der Flotte Neubaufahrzeuge sein.
Ende Juni 2016 hatte Trenitalia das Verfahren zur Vergabe von 500 neuen Regionalzügen beendet. Die Gewinner waren Alstom für das Los 1 (150 Züge mittlerer Kapazität) und Hitachi Rail Italy (ehemals AnsaldoBreda) für das Los 2 (300 Doppelstock-Züge mit hoher Kapazität). Die Vergabe von Los 3 (50 Dieselzüge) an den erstplatzierten Stadler kam aber nicht zu Stande (WKZ, Quelle Qui Finanza, 24 Ore, 24.05.17).

Übersee

RechteckVereinigte Staaten: Schärfere Sicherheitsvorschriften für Öltransporte gefordert
Sechs US-amerikanische Generalstaatsanwälte unter Führung des New Yorker Vertreters Eric Schneiderman haben die amerikanische Regierung am 22.05.17 aufgefordert, die Regeln für Züge, die Rohöl transportieren, zu verschärfen. Die Generalstaatsanwälte aus Kalifornien, Illinois, Maryland, Maine und Washington unterstützen den Antrag. 
Die Aufforderung erfolgt im Zusammenhang mit einer von der Sicherheitsverwaltung für Gefahrgut (Pipeline and Hazardous Materials Safety Administration, PHMSA) durchgeführten Befragung zur Sicherheit bei Rohöltransporten. Die Generalstaatsanwälte fordern die Regierung auf, keine Züge mehr zu erlauben, die Öl mit einem Dampfdruck von 9 psi (62 kPa) oder höher transportieren. Rohöl mit höherem Druck könnte eher zu explosiven Unfällen wie in Quebec im Jahr 2013 führen, als 47 Menschen getötet wurden.
"Diese Züge können Rohöl durch einige unserer am dichtesten besiedelten Gebiete ohne jegliche Begrenzung bezüglich der Explosivität oder Entflammbarkeit befördern - es sind tickende Zeitbomben, die die Sicherheit der New Yorker und Amerikaner gefährden", sagte Schneiderman in einer Erklärung. 
Die Anfrage kommt zwei Jahre, nachdem unter Barack Obama neue Regeln für den Öl-Transport per Bahn eingeführt wurden. Diese Standards führten zur Außerbetriebnahme älterer Ölwaggons, geänderten Leitwegprozeduren, neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Notfall-Anforderungen, haben aber nicht die Volatilität des Rohöls berücksichtigt. Ende des vergangenen Jahres nach einem Unfall bei Mosier, Oregon, bat die PHMSA um Kommentare, ob sie diese Standards verschärfen sollte.
Die amerikanischen Treibstoff- und Petrochemie-Hersteller finden hingegen die "jüngsten regulatorischen Aktionen" und andere Bundesregeln wirksamer und ausreichend zur Erhöhung der Sicherheit. Die PHMSA hätte jeden Grund, "die Ergebnisse weiterer Studien abzuwarten, bevor sie eine Regulierung vorsieht, die enorme Kosten ohne entsprechende Sicherheitsvorteile bringen würde" (WKZ, Quelle The Hill, 24.05.17).

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