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LOK Report – News von Mittwoch, 18.01.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

Bahn bei Sicherheit
wieder vor Bus und Auto

Absatzlinie
Locomore passt Verkehrstage
vorübergehend an

Absatzlinie
Streikaufruf in Frankreich
für den 2. Februar

Absatzlinie
Siemens ist Bestbieter
für ÖBB-Güterzuglokomotiven

Absatzlinie

Vorschläge zur Auslagerung
von SBB Cargo im Parlament

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Hanno Fabian

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Bahn bei Sicherheit vor Bus und Auto
Im aktuellen Verkehrsträgervergleich von Allianz pro Schiene und Automobil-Club Verkehr (ACV) behauptet die Eisenbahn in Deutschland souverän ihren Spitzenplatz als sicherstes Verkehrsmittel. Danach war im deutschen Zehnjahresschnitt von 2006 bis 2015 das Todesrisiko für Insassen eines Pkw 75-mal höher als für Bahnreisende. Beim Verletzungsrisiko fällt der Abstand noch größer aus: Bezogen auf die Personenkilometer ist die Wahrscheinlichkeit zu verunglücken bei jeder Autofahrt gut 127-mal höher als bei einer Bahnfahrt. Während der Bus in puncto Sicherheit ebenfalls klar vor dem Pkw liegt, hat sich der Abstand zwischen Bus und Bahn weiter vergrößert: Das Todesrisiko für Busreisende ist im Vergleich zur Bahn inzwischen gut sechsmal höher, das Verletzungsrisiko im Bus liegt 41-mal über dem der Bahn. "Für die Alltagsmobilität ist die Eisenbahn das mit Abstand sicherste Verkehrsmittel", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem ACV am Dienstag in Berlin.
Auch im EU-Vergleich sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Nirgendwo in Europa ist Autofahren sicherer als Bahnfahren. Deutschland liegt bei der Verkehrssicherheit sowohl bei der Eisenbahn als auch beim Autoverkehr auf den guten vorderen Plätzen. Im mehrjährigen EU-Durchschnitt von 2005 bis 2014 starben 3,4 Pkw-Insassen pro Milliarde Personenkilometer, in Deutschland waren es 2,4 getötete Autofahrer. Demgegenüber standen europaweit 0,14 getötete Bahnreisende. Mit 0,03 Toten war die Eisenbahn in Deutschland im Schnitt von 2005 bis 2014 deutlich besser als der europäische Durchschnitt. "In allen europäischen Ländern ist Bahnfahren sicherer als Autofahren", sagte der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer. Am gefährlichsten leben Autofahrer im Osten Europas: in Rumänien (durchschnittlich 13,2 Tote), Lettland (9,7) oder Polen (9,3) sind pro Milliarde Personenkilometer die meisten Todesopfer unter den Autoinsassen zu beklagen. "Die Vision Zero in der Verkehrssicherheit ist überhaupt nur zu erreichen, wenn die Politik dieses Ziel verkehrsträgerübergreifend denkt", sagte Flege. "Insgesamt muss man sagen: Verkehr ist desto sicherer, je höher der Anteil der Eisenbahn ist."
Horst Metzler, Geschäftsführer des ACV rechnete vor, dass die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr insgesamt - nach zwei Jahren des Anstiegs – im Jahr 2016 erstmals wieder gesunken sei. "Geschätzte 3.300 Todesopfer 2016 in Deutschland, eine steigende Zahl von Schwerverletzten und rund 26.100 Tote in Europa im Jahr 2015 sind kein Grund, sich über historische Tiefstände zu freuen", sagte Metzler. "Der europaweite Straßenverkehr löscht Jahr für Jahr eine Kleinstadt aus." Das selbstgesetzte Ziel der Bundesregierung, bis 2020 ein Minus von 40 Prozent bei der Zahl der Verkehrstoten zu erreichen "liegt zur Zeit Lichtjahre außerhalb unserer Reichweite", sagte Metzler mit Verweis auf den aktuellen Bundesländerindex Mobilität und Umwelt. "Nur eins von 16 Bundesländern bewegt sich bei den Opferzahlen aktuell im Zielkorridor. Wir müssen im Straßenverkehr zusätzliche Anstrengungen unternehmen, damit die Vision Zero nicht an Glaubwürdigkeit verliert."
Die Verbände waren sich einig, dass die wachsende Zahl von Lastwagen aus Deutschlands Straßen die Bemühungen um mehr Sicherheit im Verkehr hintertreibe. Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer rechnete vor, dass bei Gefahrgutransporten die Güterbahn im direkten Vergleich mit dem Lkw 42-mal sicherer sei. Dennoch setze die Politik auf immer mehr Lkw-Verkehr. Auch der ACV bemängelte, dass bei den Weichenstellungen im Güterverkehr die Sicherheit der Autofahrer schön gerechnet wird: "Schon jetzt ist an jedem fünften tödlichen Unfall ein Lkw beteiligt", sagte Metzler. "Gigaliner werden den Lkw-Verkehr nicht reduzieren, und sie führen sogar zu neuen Sicherheitsrisiken, etwa beim Überholen", gab Metzler zu bedenken. "Durch die Regelzulassung für Riesen-Lkw, die seit dem 1. Januar durch ganz Deutschland fahren dürfen, rechnen Experten mit täglich 7000 weiteren Lkw-Fahrten pro Tag", sagte Metzler. "Mehr Lkw in Deutschland, das ist nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern auch eine schlechte Nachricht für uns Autofahrer."
Aus dem offiziellen Abschlussbericht der Bundesbehörde im Auftrag des Bundesverkehrs-ministeriums nannte Metzler weitere infrastrukturelle Probleme und Sicherheitsrisiken, die speziell der Riesen-Lkw für den Straßenverkehr bedeute:
Nothaltebuchten in Tunneln sind zu kurz
Geeignete Parkplätze auf Rastplätzen fehlen
Fußgänger und Radfahrer sind gefährdet
Überholvorgänge auf Landstraßen müssen weiter untersucht werden
"Bei solchen Bedenken, die im Abschlussbericht explizit formuliert werden, verstehen wir als Autoclub nicht, warum eine Regelzulassung ohne weitere Sicherheitsdiskussion durchgewinkt worden ist." Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer wies darauf hin, dass der Abschlussbericht das Thema "Bahnübergänge und Riesen-Lkw" ganz ausgeklammert habe. Hier seien umfangreiche Umbauten erforderlich, damit die längeren Fahrzeuge Schrankenanlagen gefahrlos überqueren könnten. "Wer Verkehrssicherheit ernst nimmt, muss beim Riesen-Lkw Diskussionsbedarf anmelden." (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 18.01.17).

RechteckBundestag: Infrastrukturgesellschaft ohne Private
Die Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen sowie etwaige Tochtergesellschaften sollen im vollständigen, unveräußerlichen Eigentum des Bundes stehen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/10804) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/10581).
Weiter wird darauf verwiesen, dass eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung Privater an der geplanten Infrastrukturgesellschaft verfassungsrechtlich ausgeschlossen sei. Die für die Infrastrukturgesellschaft gewählte Rechtsform einer GmbH, so schreibt die Regierung, habe sich "in der Gesamtschau unter anderem mit Blick auf Haftung, Steuerungs- und Weisungsmöglichlichkeiten sowie einfacher Umsetzung als Vorzugsvariante herausgestellt" (Pressemeldung Bundestag, 18.01.17).

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Industrie

RechteckAlpha Trains: Weltweit erste "grüne" Privatplatzierung in der Bahnbranche
Die Alpha Trains Gruppe hat sich als führender Leasinggeber für Schienenfahrzeuge mit der branchenweit ersten "grünen" Privatplatzierung den US-amerikanischen Privatplatzierungs-markt erschlossen. Mit den aufgenommenen 250 Millionen Euro refinanziert die Gruppe laufende Kredite für 63 moderne Elektrotriebzüge, die mit umweltschonender und energie-effizienter Technik den Energieverbrauch im Schienenpersonenverkehr verringern.
"Wir sind stolz, für diese Transaktion als weltweit erstes Unternehmen in der Bahnbranche die Climate Bond-Zertifizierung für eine Privatplatzierung erhalten zu haben. Dies ist für uns ein Meilenstein für unsere Finanzierungsstrategie und erweitert zudem unseren Kreditgeberkreis. Außerdem zeigt die Zertifizierung unsere Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft: Mit unseren modernen und energieeffizienten Elektrotriebzügen leisten wir einen Beitrag zum Vorhaben der Europäischen Union, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und unterstützen das nachhaltige Entwicklungsziel, sichere und zukunftsfähige Städte zu schaffen", so Shaun Mills, CEO von Alpha Trains.
Die Privatplatzierung auf dem US-Markt wurde von der Crédit Agricole Corporate & Investment Bank (CACIB), der ING Financial Markets LLC (ING) und der UBS Investment Bank (UBS) als Joint Placement Agents arrangiert. CACIB und ING unterstützten Alpha Trains bei der Erstellung des Green Private Placement-Rahmenwerkes, das den Green Bond-Prinzipien[1] entspricht.
Alpha Trains hat die Climate Bonds-Zertifizierung für die "grüne" Refinanzierung aufgrund der Erfüllung der niedrigen CO2-Emissionskriterien im Transportbereich[2] erhalten. Die
Prüfung wurde durchgeführt von Sustainalytics, einem weltweit führenden Anbieter von Analysen und Ratings der ökologischen und sozial-gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen.
"Sauberer, umweltverträglicher Transport ist nach den Green Bond-Prinzipien eine förderungswürdige, "grüne" Projektkategorie, die eindeutig ökologische Vorteile bietet. Die "grüne" Privatplatzierung von Alpha Trains ist transparent und bietet Klarheit über die Verwendung des aufgenommenen Fremdkapitals und die Investitionsergebnisse. Sustainalytics ist der Meinung, dass die "grüne" Privatplatzierung von Alpha Trains glaubwürdig und nachhaltig ist."
"Mit der ersten erfolgreichen "grünen" Kapitalmarkttransaktion, unter Anwendung von Best-in-Class-Standards für Green Bond-Transaktionen, hat sich Alpha Trains weltweit als einer der innovativsten privaten Akteure in der Bahnbranche positioniert. Der Transportsektor hat eine wichtige Rolle in der Bekämpfung des Klimawandels. Wir hoffen, dass die "grüne" Privatplatzierung von Alpha Trains einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung von umweltfreundlichen Investitionen und Finanzierungen in diesem Sektor leistet", sagt Tanguy Claquin, Leiter des Sustainable Banking bei CACIB.
"Alpha Trains beweist Marktführerschaft bei "grünen" Finanzierungen in der Bahnbranche. Das weltweite Potenzial für gut strukturierte "grüne" Finanzierungsprodukte für neue Schieneninfrastrukturinvestitionen und -fahrzeugen ist gewaltig. Die neue Privatplatzierung von Alpha Trains ist ein Beispiel von Best Practice und nachhaltigen Investitionen im internationalen Schienenverkehrssektor", sagte Sean Kidney, CEO der Climate Bonds Initiative (Pressemeldung Alpha Trains, 18.01.17).

RechteckKombiverkehr: Türkischer Hafen Alsancak an Kombiverkehr-Netz angeschlossen
Ab sofort bietet Kombiverkehr zweimal pro Woche eine Fährverbindung von Triest zum türkischen Hafen Alsancak bei Izmir und zurück an. Die Versandtage sind Montag und Freitag von Triest und Dienstag und Donnerstag von Alsancak aus. Auf der Relation werden alle gängigen Ladeeinheiten einschließlich Sattelaufliegern und auch Gefahrgut außer Klasse 1 und 7 transportiert. Von Triest aus können die Transporte im Kombiverkehr-Netzwerk eu.NETdirekt+ nach Köln, Ludwigshafen und München und von dort via Gateway in andere europäische Länder weitergeleitet werden.
Die neue Verbindung wird in Zusammenarbeit mit dem Fähranbieter ALTERNATIVE angeboten und ergänzt das bereits bestehende Fährangebot zu den türkischen Häfen Ambarli, Haydarpasa, Pendik, Mersin und Cesme. Der Hafen Alsancak ist mit einer Ladungskapazität von jährlich 12 Millionen Tonnen einer der größten Containerhäfen der Türkei. Knapp zwanzig Prozent aller türkischen Exporte gelangen durch die Hafenausfahrt von Alsancak in alle Welt. (Pressemeldung Kmbiverkehr, 18.01.17).

RechteckLocomore: Vorübergehende Anpassung der Verkehrstage
Zeit für ein erstes Innehalten: Vier Wochen nach Betriebsstart konnten wir schon über 25.000 Reisende bei uns an Bord begrüßen, einige Züge waren zu über 100% ausgelastet. Uns erreicht weiterhin überwiegend positives Feedback zu unserem Locomore-Produkt, worüber wir uns sehr freuen. Leider haben wir aber die von uns angestrebte Produktqualität noch nicht durchgängig genug erreicht.
Um uns Zeit zur Stabilisierung der Betriebsqualität zu verschaffen, verkehrt der Locomore-Fernzug deshalb von Montag dem 23.1.2017 bis zum Donnerstag den 6.4.2017 nur noch an fünf Tagen in der Woche. Den Dienstag und Mittwoch werden wir für eine intensive Wartung des Zuges nutzen. Dadurch können wir die noch zu oft auftretenden Kinderkrankheiten wie ungeordnete Wagenreihung, nicht vollständig funktionierendes WLAN; Toilettendefekte und Fehler der Buchungs-IT schneller beheben.
Bis wir am 6.4.2017 wieder in den Betrieb an allen Wochentagen starten, werden uns zusätzlich zu den aktuell sieben Reisezugwagen weitere vier Wagen im Locomore-Design geliefert. Damit werden wir dann nach unseren jetzigen Erfahrungen über eine ausreichende Wagenreserve für die Durchführung eines stabilen täglichen Betriebes verfügen.
Vom 23.1.2017 bis 6.4.2017 gilt deshalb folgender Winterfahrplan:
- Zug 1818 (Stuttgart Hbf ab 6.21 Berlin Lichtenberg an 13.32 ) → fährt an den Tagen Freitag, Samstag, Sonntag, Montag
- Zug 1819 (Berlin Lichtenberg ab 14.28 → Stuttgart Hbf an 21.20) fährt an den Tagen Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag
Für die bereits gebuchten Tickets in den betroffenen Tagen erhalten die Fahrgäste automatisch attraktive Gutscheine, die dann für beliebige Fahrten mit Locomore eingesetzt werden können. Fahrgäste, die lieber ihr Geld erstattet bekommen möchten, können natürlich auch diese Option wählen (Pressemeldung Locomore, 18.01.17).

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Aus den Ländern

RechteckBerlin/Brandenburg: VBB-Pilotprojekt "Rad im Regio" geht weiter
Das gemeinsame Pilotprojekt "Rad im Regio" des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), der Länder Berlin und Brandenburg, der DB Regio Nordost, der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) sowie der DB Station & Service ist auf ein durchweg positives Echo gestoßen. Die Auswertung der Pilotphase zeigt, dass Fahrgäste und Kundenbetreuer auf den Pilotlinien deutlich zufriedener geworden sind. Die umgesetzten Maßnahmen, die die Fahrradmitnahme in Regionalzügen verbessern sollten, werden deshalb weitergeführt. Der VBB prüft nun, ob die Maßnahmen auf weitere Linien übertragen werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt unverändert in der Kommunikation von Leihräderangeboten vor Ort. Weitere Informationen zur Fahrradmitnahme im VBB sowie Film- und Bild-material zum Pilotprojekt "Rad im Regio" unter VBB.de/RadimRegio.
Im Mai 2016 startete der VBB das Pilotprojekt "Rad im Regio". Umgesetzt wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Vereinfachung der Fahrradmitnahme. Als Pilotlinien wurden die Regionalexpress-Linien RE2, RE3, RE4 und RE5 ausgewählt. Begleitet wurde "Rad im Regio" durch repräsentative Fahrgastbefragungen vor und -während des Projektes, durch begleitete Praxistests, durch Befragungen von Verbandsvertretern, Mitarbeiter/innen der Projektpartner und verschiedener Fahrgastgruppen.
Das Pilotprojekt wurde in der sechsmonatigen Testphase durchweg von allen Seiten positiv wahrgenommen. Es zeigte sich, dass die Zufriedenheit mit der Radmitnahme auf den Pilotlinien höher als auf den anderen Regionallinien war. Mit der klaren Kennzeichnung der Abteile zur Radmitnahme wuchs das Verständnis zwischen Fahrgästen mit Fahrrad und solchen ohne. Durch die hochgestellt verschlossenen bzw. ausgebauten Klappsitze ist mehr Platz für Fahrräder vorhanden und die deutliche Bodenmarkierung in den Fahrradbereichen sorgt für eine bessere Orientierung aller Reisenden. Auch der Ein- und Ausstieg in den Zug wurde im Pilotprojekt als besser bewertet.
Wegen der positiven Rückmeldungen hat der VBB gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg und den beteiligten Verkehrsunternehmen DB Regio Nordost und die ODEG die Fortführung von "Rad im Regio" auf den Pilotlinien beschlossen. Es wird nun geprüft, ob das Projekt auch auf weiteren Bahnlinien im Verbundgebiet ausgedehnt werden kann. Ein Wunsch, der auch von den Fahrgästen, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC) und dem Fahrgastverband IGEB unterstützt wird.
Susanne Henckel, VBB-Geschäftsführerin: "Das Pilotprojekt wurde von unseren Fahrgästen umfassend in einem Vorher-Nachher-Vergleich evaluiert und für gut befunden. Wir freuen uns, dass wir hier den Nerv unserer Kunden getroffen haben und die Konflikte zwischen Fahrgästen mit und ohne Fahrrad reduzieren konnten. Fahrrad fahren allgemein und die Fahrradmitnahme in der Bahn wird künftig noch beliebter werden. Daher müssen wir neue Wege ausprobieren, um den unterschiedlichen Interessen aller Fahrgäste so gut es geht gerecht zu werden."
Jörg Pöhle, Leiter Querschnittsaufgaben, DB Regio Nordost: "Unsere Kundenbetreuer bestätigten, dass die auffällig gekennzeichneten Fahrradbereiche nun gezielter angesteuert bzw. vermieden werden. Unser Plan, den Fahrgästen beim Einstieg bessere Orientierung zu bieten, ist aufgegangen. Zugleich konnten wir mit diesem Pilotprojekt auch aus technischer Sicht viele wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Zum Beispiel in welchem Maß die Fußbodenmarkierung im täglichen Betrieb beansprucht wird."
Arnulf Schuchmann, ODEG Geschäftsführer: "Der Ausbau von insgesamt neun Klappsitzen je Steuerwagen in unseren KISS-Doppelstockzügen, um mehr Platz für Fahrräder zu schaffen, war sicher die empfindlichste Maßnahme dieses Projekts. Wir sind wirklich froh, dass dies von den Fahrgästen nicht nur akzeptiert, sondern auch als positiv für ein gutes Miteinander eingeschätzt wird. Die zusätzlichen Bodenmarkierungen helfen allen Beteiligten zur besseren Orientierung."
Lea Hartung, Geschäftsführerin des ADFC Brandenburg: "Die Initiative des VBB, die Fahrradmitnahme im Zug zu verbessern, ist ein wichtiger Schritt in Richtung zu mehr Fahrradfreundlichkeit. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern und freuen uns, dass nun eine Erweiterung auf weiteren Linien geprüft wird. Hierzu stehen wir auch weiterhin gern beratend zur Seite."
Immer mehr Fahrgäste nehmen ihre Fahrräder auch im öffentlichen Nahverkehr mit. So stieg die Zahl der verkauften Fahrausweise für Fahrräder zwischen Oktober 2015 und September 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an (Pressemeldung VBB, 18.01.17).

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LOK Report 1/17

LOK Report Ausgabe 1/17

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckAltvatergebirge


Um das Altvatergebirge sind noch originale nicht modernisierte Büchsen auf den Nebenstrecken im Einsatz (JKHalle Verkehrsfotografie, Jan Krehl, 18.01.17).

RechteckHavlíčkův Brod



Aus Polná fuhr ich mit Regionalbus zum Bhf Havlíčkův Brod (Deutschbrod). Ich bin noch zum Marktplatz gegangen und dann zurück zum Bw Havlíčkův Brod. Erstmals fotografierte ich am 1. November 1980 im Bw noch die Dampflok 534.0449. Im Jahre 2015 wurde die Station Havlíčkův Brod renoviert - leider ist die Bahnhofgaststätte nun zu. Am Bahnhofplatz ist eine Gastwirtschaft mit Bier der Marke Chotěboř.
Die Fotos zeigen 534.0449, den Marktplatz H.Brod, das Bw H.Brod mit Lok 742 452-6 und den Bhf H.Brod. (Martin Kubík, 18.01.17).

RechteckRheinland um Sechtem Teil 1

Auch im Rheinland gehört der Vectron doch schon zum Alltag: Hier ist die 193 256 im Auftrag von TXLogistik vor einem geschlossenen Güterzug zwischen Brühl und Sechtem in Richtug Süden unterwegs.
Auch die Crossrail-185 596 zieht wenige Meter weiter nördlich Ihren Containerzug in Richtug Süden (Hanno Fabian, 18.01.17).

RechteckWagenverschrottung


Auch ein Spiegel unserer Verkehrspolitik: Anstelle den Schienengueterverkehr aktiv zu foerdern, wird dazu geeignetes Wagenmaterial verschrottet; gesehen hinter der Offenburger Lokhalle (heute Wagenwerkstatt). Dazu wurde eigens ein Schrottgreifer mitsamt Personal von der einschlaegig bekannten Schrottfirma Theo Steil nach Offenburg geholt (18.01.17).

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Bahnberufe

Europa

RechteckFrankreich: Streikaufruf für den 2. Februar
Die Gewerkschaft CGT-Cheminots ruft die Eisenbahner "aller Ränge und Funktionen" dazu auf, sich zu mobilisieren, um Verhandlungen mit der SNCF über Stellenstreichungen und Gehälter zu erzwingen. "Das soziale Klima innerhalb der SNCF wird untragbar", heisst es in einer Pressemitteilung der CGT-Cheminots vom 13.01.17. Die SNCF-Führung "entferne sich von der Realität" und weigere sich, "die Folgen dieser destruktiven Strategie zu erkennen".
Zusammen mit der Gewerkschaft SUD-Rail (drittstärkste Gewerkschaft der SNCF) spricht sich die CGT für einen Streik am 02.02.17 aus, dem ersten Wochenende der Winterferien, "um die Geschäftsführung zu zwingen, die Verhandlungen zu eröffnen."
CGT und SUD-Rail repräsentieren die Hälfte der Mitarbeiter der SNCF. Im Detail kritisieren die Gewerkschaften Lohnstopps und die vielen Stellenstreichungen. "25.000 Arbeitsplätze gingen in den letzten 10 Jahren verloren, das Management reagiert darauf mit befristeten Verträgen, Leiharbeit und Auslagerung", heisst es.
Wie die Zeitung Le Monde im Dezember berichtete, wird es 2017 einen Netto-Personalabbau von etwa 1 200 Stellen über nicht mehr besetzte freiwerdende Positionen geben. Dies verlautete aus der Sitzung des Zentralkomitees der öffentlichen Schienengruppe (CCGPF) am 13.12.16, in dem die Prognose für das nächste Jahr den Gewerkschaften vorgestellt wurde (WKZ, Quelle Le Figaro, 18.01.17).

RechteckÖsterreich: Siemens ist Bestbieter für ÖBB-Güterzuglokomotiven
Die ÖBB investieren in die Zukunft des Güterverkehrs. Dies erfordert eine regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks und entsprechende Fahrzeugbeschaffungen. Derzeit läuft ein Vergabeverfahren für eine Rahmenvereinbarung zur Lieferung von modernen Lokomotiven. Der Gegenstand der Rahmenvereinbarung ist die Lieferung von bis zu 200 Elektrolokomotiven.
Die Bestbieterermittlung erfolgte am Mittwoch, dem 11. Januar 2017, am 16. Januar 2017 wurde von den ÖBB die Entscheidung über den zukünftigen Partner der Rahmenvereinbarung den Bietern bekannt gegeben: Der in Aussicht genommene Bestbieter ist die Siemens AG Österreich. Alle Bieter wurden bereits informiert.
Mit der Zustellung über die Mitteilung des Vergabeergebnisses hat gleichzeitig eine 10-tägige Stillhaltefrist begonnen. Danach erfolgt die endgültige Vergabe (Pressemeldung ÖBB, 18.01.17).

RechteckSchweiz: Vorschläge zur Auslagerung von SBB Cargo
Die Verkehrskommission des Nationalrates beantragt ihrem Rat mit 14 zu 11 Stimmen die Vorlage zur Organisation der Bahninfrastruktur an den Bundesrat zurückzuweisen. Dieser wird beauftragt, Vorschläge zur Auslagerung von SBB Cargo, zur Systemführerschaft im Güterverkehr, zur Stärkung der Mitwirkungsrechte insbesondere der Kantone zu unterbreiten sowie die Bestimmungen des Passagierrechtes auszugliedern.
Die Kommission hat zur Vorlage Organisation der Bahninfrastruktur 16.075 (OBI) Vertreterinnen und Vertretern der Kantone, der Bahnunternehmen sowie einen Vertreter der verladenden Wirtschaft (VAP) angehört. Sie ist mit 22 zu 1 Stimmen bei 2 Enthaltungen auf den Entwurf des Bundesrates eingetreten, stellt ihrem Rat aber mit 14 zu 11 Stimmen den Antrag, die Vorlage an den Bundesrat zurückzuweisen und in vier Punkten zu überarbeiten:
• Erstens soll die SBB Cargo in einer Holding-Struktur ausgelagert werden, um auf diese Weise mehr Wettbewerb zu erreichen und den Gütertransport zu stärken.
• Als zweites sollen Systemführerschaften auch für den Güterverkehr geregelt werden.
• Drittens sollen den Kantonen und Verkehrsverbänden Mitwirkungsrechte bei den Systemaufgaben eingeräumt werden. Anlass zur Kritik gab in der Kommission namentlich die Möglichkeit, einheitliche Tarife festzulegen.
• Mit dem vierten Punkt will die Kommission den Bundesrat schliesslich beauftragen, die Passagierrechte aus der Vorlage auszugliedern (Pressemeldung Schweizer Parlament, 18.01.17).

RechteckSchweiz: Werk Olten wird für 150 Meter lange Züge umgebaut
Im SBB Werk Olten sind die Bagger aufgefahren: Es entstehen drei neue 150 Meter lange Revisionsgleise für die Instandhaltung langer Trieb- und Gliederzüge. Zudem werden neue Krananlagen auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern installiert und die Gebäudehülle erneuert. Vorgesehen ist auch eine neue Unterflurhebeanlage – schweizweit ein Novum.
Seit mehr als 30 Jahren werden im SBB Werk Olten Einzelwagen repariert und instand gehalten – künftig wird auch an bis zu 150 Meter langen Zugskompositionen gearbeitet. Dafür sind grössere Umbauarbeiten nötig: Das Bauprojekt sieht einerseits die Installation drei neuer 150 Meter langer Revisionsgleise vor. Anderseits werden neue Krananlagen auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern montiert sowie die Gebäudehülle erneuert. Mit den neuen Anlagen sind künftig Reparaturarbeiten gleichzeitig unter dem Zug, seitlich, auf dem Dach sowie im Fahrzeug möglich. Vorgesehen ist ausserdem der Einbau einer neuen Unterflurhebeanlage – es ist schweizweit die erste solche Anlage für komplette Triebzüge, welche die SBB in Betrieb nimmt. Die Umbauten ermöglichen ab 2018 die Instandhaltung von 375 Triebzügen des Regionalverkehrs und verbessern auch die Abläufe und Produktivität im Werk Olten. Die Investition beläuft sich auf rund 37 Millionen Franken.
Das Werk Olten schafft damit die Voraussetzungen für eine effizientere Instandhaltung und Revision der Regionalverkehrsflotte, die zunehmend auf Trieb- und Gliederzüge setzt (Pressemeldung SBB, 18.01.17).

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