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LOK Report – News von Mittwoch, 21.09.16

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Foto links: Jonathan Christoph

Innotrans 2016

RechteckMesse Berlin: Eröffnungsveranstaltung Innotrans
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat die InnoTrans als "Weltleitmesse des Innovationsverkehrsträgers Nummer eins" bezeichnet. Bei der Eröffnungsveranstaltung erklärte er, die Eisenbahn sei seit fast zwei Jahrhunderten Taktgeber für Innovationen gewesen und bleibe es auch in Zukunft angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung und der Megatrends. "Die Schiene hat die Kraft, alle diese Anforderungen einzulösen", sagte der Minister. Die Bundesregierung trage den Herausforderungen Rechnung, indem sie die Investitionen in die Schiene auf Rekordniveau erhöht habe.
EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc hatte zuvor die Bahnindustrie in die Pflicht genommen. Sie wolle auf der InnoTrans sehen, ob die Industrie liefern könne, sagte sie und nannte als wichtigste Aktionsfelder die Kosteneffizienz, die Umweltverträglichkeit und die Bereitstellung sicherer Arbeitsplätze. Die Zeit der Monopole sei endgültig vorbei, meinte sie und forderte Industrie wie Verkehrsunternehmen auf, intensiver als bisher die Kundenperspektive einzunehmen. Das gelte beispielhaft für die Ticketbuchungen. Es müsse möglich werden, europaweit einheitliche Tür-zu-Tür-Reisen zu buchen. Die EU-Kommission werde in Kürze ein solches Ticket für Studierende des europäischen Austauschprogramms Erasmus vorstellen. Diese seien wegen ihrer Jugend und wegen des Focus auf Internationalität die ideale Zielgruppe für ein derartiges Pilotprojekt
(Pressemeldung Messe Berlin, 21.09.16).

RechteckMesse Berlin: InnoTrans wächst auch in die Höhe

Der Wachstumskurs der InnoTrans ist ungebrochen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 ist die Größe der Ausstellungsfläche von bescheidenen 4525 Quadratmetern auf 112 000 Quadratmeter gewachsen, die Zahl der Aussteller von 172 auf 2950. Bereits in diesem Jahr mussten Servicebereiche von den Ausstellungsflächen ausgelagert werden. Die Zahl der zweigeschossigen Messestände hat weiter zugenommen und erstmals sind Firmen auch mit dreigeschossigen Ständen vertreten. "Wir gehen von einer weiterhin wachsenden Nachfrage aus" sagte Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin, bei der Eröffnungspressekonferenz am Montag (Pressemeldung Messe Berlin, 21.09.16).

RechteckAllianz pro Schiene: Frauennetzwerk stellt sich vor
Noch ist die Bahnbranche eine klassische Männerdomäne. Auf jeder Fachtechnikmesse, auf jedem Verkehrs-Kongress dominieren Anzüge in gedeckten Farben und die immer gleichen Ideen. Damit sich das Bild künftig schneller wandelt, hat Bombardier Transportation-Geschäftsführerin Susanne Kortendick unter dem Dach der Allianz pro Schiene ein Frauennetzwerk gegründet.
Pünktlich zur Innotrans stellt das Netzwerk besonders tatendurstige Managerinnen der Branche in einer Broschüre vor: Welche Herausforderungen und welche Glücksversprechen warten auf weibliche Fachkräfte und Führungskräfte in der Bahnbranche? Diese Frage stellt sich der obersten Personalverantwortlichen bei Bombardier Transportation in ihrem Berufsalltag häufiger. "Mit rund 20 Prozent Frauen ist die Bahnbranche im europäischen Durchschnitt nicht ganz schlecht aufgestellt", sagt Susanne Kortendick, die im Allianz pro Schiene-Vorstand als erste Frau für die über 135 dort organisierten Unternehmen spricht. "Allerdings bin ich überzeugt, dass wir noch deutlich mehr junge Frauen und Mädchen auch für die ganz klassischen Technikberufe begeistern können."
Mit dem Frauennetzwerk sei ein erster Schritt getan. "Wir zeigen der Branche, dass junge Frauen neue Ideen mitbringen. Und wir zeigen den jungen Frauen, dass unsere Branche für unternehmungslustige Bewerberinnen die besten Karrierechancen zu bieten hat." Kortendick verweist auf die Geburtstags-Broschüre des Netzwerks, in der neun Frauen beispielhaft ihren ungewöhnlichen und zugleich glücklichen Weg in die Bahnbranche schildern. Für Interessentinnen finden sich persönliche Ansprechpartnerinnen bei Abellio, Bombardier, der BUG Verkehrsbau, der Deutschen Bahn, der Hamburg Port Authority, bei Hering, Siemens, Spitzke und Trandev. "Weil jeder Berufsweg eine individuelle Sache ist, wollen wir Frauen auch individuell ansprechen." Die Unternehmen im Verkehrssektor, sagt Kortendick, sollten eins nie vergessen: "Die Hälfte unserer Kunden ist weiblich."
Auch die Verkehrspolitik ist noch fest in Männerhand. Wer die Suchmaschine Google nach einer "Verkehrsministerin" fragt, bekommt sofort eine Gegenfrage: "Meintest du Verkehrsminister?" Der Algorithmus bildet die Realität unbestechlich ab. Während Frauen schon ins Kanzleramt, ins Verteidigungsministerium oder in die Spitzengremien der Parteien vorgedrungen sind, hatte den Sessel des Bundesverkehrsministers seit Anbeginn der demokratischen Zeitrechnung immer ein Mann inne. Ob es in Deutschland vielleicht einmal eine Bundesverkehrsministerin geben werde, darauf hat Kathrin Schneider, Verkehrsministerin in Brandenburg, eine ermutigende Antwort: "Das kann ich mir gut vorstellen", sagt die SPD-Politikerin zum Auftakt des Frauennetzwerks. "Der Begriff Verkehr ist viel zu eng geworden. Heute muss es darum gehen, eine "Mobilitätsstrategie" zu entwickeln", sagt Schneider, die dem weiblichen Blick dabei einiges zutraut. "Vielleicht wäre eine Frau dabei sogar im Vorteil. Frauen beherrschen das vernetzte Denken."
Auf der Innotrans präsentiert sich das neue unternehmensübergreifende Netzwerk der Bahnbranche mit einer Podiumsdiskussion: Wie sieht sie aus, die "Technik, die Frauen begeistert"? Was macht den Berufsalltag erfolgreicher Frauen aus und gibt es vielleicht doch noch Rollenstereotype, die Karriere und Freude an der Arbeit behindern?
(Pressemeldung Allianz pro Schiene, 21.09.16).

RechteckAlstom: Emissionsfreier Zug Coradia iLint enthüllt

Henri Poupart-Lafarge, Präsident, Alstom Transport (l.); Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Fotos Innotrans.
Alstom hat seinen emissionsfreien Zug auf der InnoTrans vorgestellt, der größten Fachmesse der Bahnindustrie, die vom 20. bis zum 23. September in Berlin stattfindet. Trotz zahlreicher Elektrifizierungsprojekte in mehreren Ländern wird ein Großteil des europäischen Bahnnetzes langfristig nicht elektrifiziert bleiben. In vielen Ländern ist die Zahl der in Betrieb befindlichen Dieseltriebzüge immer noch hoch - in Deutschland sind das aktuell mehr als 2.700 Züge.
Der Coradia iLint ist ein neuer CO2-emissionsfreier Regionalzug, der eine Alternative zu Dieselfahrzeugen darstellt. Er wird von Wasserstoff-Brennstoffzellen mit Strom versorgt, gibt lediglich Wasserdampf und Kondenswasser ab und zeichnet sich durch einen geräuscharmen Betrieb aus. Alstom zählt weltweit zu den ersten Schienenfahrzeugherstellern, die einen Personenzug auf Basis dieser Technologie entwickelt haben. Um den Betreibern den Einsatz des Coradia iLint so einfach wie möglich zu machen, bietet Alstom ihnen ein Komplettpaket aus einer Hand an, das aus der Lieferung der Fahrzeuge, der Instandhaltung und - durch die Zusammenarbeit mit Partnern - der gesamten Wasserstoffinfrastruktur besteht.
Die Markteinführung des Coradia iLint resultiert aus den Absichtserklärungen für die Nutzung einer neuen Generation von emissionsfreien Zügen mit Brennstoffzellen, die 2014 mit den Ländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und dem hessischen Aufgabenträger Rhein-Main-Verkehrsverbund unterschrieben wurden.
"Alstom ist stolz darauf, eine bahnbrechende Innovation im Bereich des sauberen Schienenverkehrs zu präsentieren, die seine Coradia-Reihe von Regionalzügen ergänzen wird. Diese Innovation zeigt, dass wir in der Lage sind, in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden einen Zug in nur zwei Jahren zu entwickeln", erklärte Henri Poupart-Lafarge, Alstom Vorsitzender und CEO.
Alstoms Coradia-Reihe modularer Regionalzüge hat sich seit mehr als 16 Jahren im Fahrbetrieb bewährt. Es wurden über 2.400 Züge in der ganzen Welt verkauft, die sich durch eine hohe Verfügbarkeitsrate auszeichnen. Der Coradia iLint basiert auf dem betriebserprobten Dieselzug Coradia Lint 54 und wird in Salzgitter, Alstoms größtem Standort, gebaut.
Außerdem können Sie am Alstom-Stand anhand anschaulicher Beispiele erfahren, wie das Unternehmen alle Phasen seiner Kundenprojekte meistert - von der Konstruktion, Fertigung bis hin zum Betrieb & Instandhaltung sowie Modernisierung. Das Unternehmen wird unter anderem die Modularität seiner Avelia-Hochgeschwindigkeitsreihe mittels eines praxisnahen Konfigurators aufzeigen. Besucher werden die Möglichkeit haben, ein Kontrollzentrum kennenzulernen, zu sehen, wie ein AGV instand gehalten wird, und zu erfahren, wie eine Zugmodernisierung erfolgt (Pressemeldung Alstom, 21.09.16).

RechteckBombardier: Förderung für streckenweise batteriebetriebenen TALENT 3

Eröffnungsrundgang bei Bombardier Transportation - Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (l.); Germar Wacker, Vorsitzender der Geschäftsführung, Bombardier Transportation; Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr (m.). Foto Innotrans.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat auf der Verkehrstechnikmesse InnoTrans in Berlin eine Absichtserklärung zur Innovationsförderung an den führenden Bahntechnikhersteller Bombardier Transportation überreicht. Gefördert wird die Entwicklung eines mit BOMBARDIER PRIMOVEBatterien ausgestatteten BOMBARDIER TALENT3 Zuges für den Einsatz auf nicht- oder teilelektrifizierten Strecken. Das Bundesverkehrsministerium fördert diese innovative Entwicklung mit rund 4 Millionen Euro im Rahmen der "Förderrichtlinie Elektromobilität". Bombardier wird dieses Entwicklungsprojekt gemeinsam mit dem Projektpartner TU Berlin sowie den assoziierten Partnern SWEG Südwestdeutsche Verkehrs-AG und Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg umsetzen.
Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister: "Insbesondere auf Nebenstrecken, an denen Oberleitungen unwirtschaftlich oder noch nicht vorhanden sind, fahren bislang Züge mit Dieseltriebwagen. Mit unseren Investitionen bringen wir hier umweltfreundliche Antriebe aufs Gleis: emissionsfrei, energieeffizient, kostengünstig - eine echte Alternative zum Diesel. Mit dem Einsatz der Brennstoffzellen- und Batterietechnologie auf der Schiene beginnt ein neues Zeitalter für nichtelektrifizierte Strecken."
Germar Wacker, Präsident der Division Mainline und Metros, Region Zentral- und Osteuropa, Bombardier Transportation: "Bombardier ist ein führender Anbieter von innovativen und umweltfreundlichen Mobilitätslösungen. Mit den vom Bundesverkehrsministerium zur Verfügung gestellten Mitteln werden wir gemeinsam mit unseren Partnern einen zukunftsweisenden Beitrag für die nachhaltige und zuverlässige Elektromobilität auf der Schiene leisten. Die beabsichtigte Förderung bestätigt unsern Weg, als Innovationsführer den ökologischen Wandel von Diesel- zu Batterieantrieben maßgeblich voranzutreiben."
Der TALENT 3 Elektrotriebzug mit PRIMOVE Batteriesystem wird eine umweltfreundliche Alternative zu Dieselzügen auf nichtelektrifizierten Strecken bieten. Die damit verbundene deutliche Reduzierung von Schadstoff- und Lärmemissionen macht den Schienenpersonenverkehr sauberer und attraktiver. Betreiber und Passagiere profitieren zudem davon, dass keine zeitintensiven Wechsel von Elektro- auf Dieselzüge mehr notwendig sind, um nichtelektrifizierte Abschnitte zu überbrücken (Pressemeldung Bombardier, 21.09.16).

RechteckBMVI: Triebzüge mit Brennstoffzelle und Batterie
Bundesminister Dobrindt treibt die Entwicklung der Brennstoffzellen-Elektromobilität auf der Schiene voran. Das Ziel: emissionsfreie Triebwagen als umweltfreundliche Alternative zu Diesellokomotiven für nichtelektrifizierte Bahnstrecken. Das deutsche Schienennetz ist bislang zu rund 60 Prozent elektrifiziert.
Dobrindt: Insbesondere auf Nebenstrecken, an denen Oberleitungen unwirtschaftlich oder noch nicht vorhanden sind, fahren bislang Züge mit Dieseltriebwagen. Mit unseren Investitionen bringen wir hier umweltfreundliche Antriebe aufs Gleis: emissionsfrei, energieeffizient, kostengünstig - eine echte Alternative zum Diesel. Mit dem Einsatz der Brennstoffzellen- und Batterietechnologie auf der Schiene beginnt ein neues Zeitalter für nichtelektrifizierte Strecken.
Auf der InnoTrans 2016 enthüllt Minister Dobrindt den weltweit ersten Triebzug mit Brennstoffzellenantrieb. Das BMVI hat die Entwicklung des Fahrzeugs durch die Firma Alstom - made in Germany - mit knapp 8 Millionen Euro im Rahmen des "Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzelle" gefördert. Das Fahrzeug soll ab 2018 im Nahverkehr eingesetzt werden. Der Schienenverkehr wird durch Einsatz von Brennstoffzellenzügen sauberer und leiser.
Minister Dobrindt wird auf der InnoTrans außerdem eine Absichtserklärung an das Unternehmen Bombardier für das Projekt BEMU überreichen. Gefördert wird die Erprobung eines mit Traktionsbatterien ausgestatteten Elektrotriebzugs im Realverkehr auf nicht- oder teilelektrifizierten Strecken. Das BMVI fördert diese innovative Entwicklung mit rund 4 Millionen Euro im Rahmen der "Förderrichtlinie Elektromobilität
(Pressemeldung BMVI, 21.09.16).

RechteckCRRC: Magische Zugfenster

Foto WKZ.
Die durch die Fusion von CNR und CSR entstandene chinesische Eisenbahnhersteller CRRC stellt bei seinem ersten öffentlichen Auftritt auf der InnoTrans 2016 zahlreiche Innovationen vor. Dazu gehört das "magische" Zugfenster, das Messebesucher bereits in einem Mock-up testen können.
Das satellitengestützte Passagier-Informationssystem verwandelt Zugfenster und Spiegel in interaktive Displays, auf denen sich Informationen zur gerade durchfahrenen Landschaft ebenso darstellen lassen wie Live-TV und Videokonferenzen.
Ebenfalls vorgestellt wird das Konzept für einen zweistöckigen Hochgeschwindigkeitszug, der beispielsweise auf Langstrecken zwischen Asien und Europa zum Einsatz kommen könnte. Während das Obergeschoss den Passagieren den Komfort einer Flugzeugkabine mit Lounge und Business Class-Schlafsesseln bietet, ist das Untergeschoss, ebenfalls wie ein Flugzeug, für den Transport von Fracht ausgelegt
(Pressemeldung Messe Berlin, 21.09.16).

RechteckDeutsche Bahn: Digitale Kompetenz auf der InnoTrans 2016

Die Digitalisierung steht für die Deutsche Bahn im Mittelpunkt der InnoTrans 2016. Highlight auf dem papierlosen Messestand ist der 150 Zentimeter große und 30 Kilogramm schwere DB-IBM Watson Roboter Pepper. Fotos Deutsche Bahn/Pablo Castagnola.
Die Digitalisierung steht für die Deutsche Bahn im Mittelpunkt der InnoTrans 2016. "Mit DB 4.0 arbeiten wir offensiv an der Schnittstelle zum Kunden, der Optimierung interner Prozesse und der intelligenten Nutzung neuer, datenbasierter Geschäftsmodelle. Auf der InnoTrans zeigen wir, wie wir die Digitalisierung des Konzerns vorantreiben", sagt Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn anlässlich der Messeeröffnung heute in Berlin. 18 Geschäftsfelder stellen ihre Neuheiten aus. Erstmals veranstaltet die DB auf ihrem Messestand die Mobility Talks – denn Dialog ist dem Unternehmen besonders wichtig.
Die DB arbeitet beim Thema Digitalisierung mit Hochdruck auf drei Feldern:
• An der Schnittstelle zum Kunden wird das Reisen noch einfacher, komfortabler und attraktiver gemacht. Vision ist eine verkehrsmittelübergreifende Full-Service-Plattform.
• Digitale Techniken werden die internen Produktionsabläufe verbessern und die Verfügbarkeit der technischen Anlagen erhöhen. DIANA beispielsweise, die eigens entwickelte Diagnose- und Analyseplattform, prüft künftig den Zustand von 30.000 Weichen. Ausfallzeiten können so um die Hälfte gesenkt werden.
• Mit der intelligenten Nutzung von Daten arbeitet die DB an ganz neuen, datenbasierten digitalen Geschäftsmodellen.
Außerdem strebt die Bahn die Vorreiterrolle beim vollautomatischen Fahren auf der Schiene an. Ziel ist hier unter anderem Kapazitätszuwachs im Netz. Zudem sollen die betriebliche Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des klimafreundlichen Gesamtsystems Schiene verbessert werden.
Die Produkte und Dienstleistungen von 18 ausstellenden Geschäftsfeldern sind an den Themen digitale Kompetenz, Verbesserung der Qualität und Leistungsfähigkeit der Schiene ausgerichtet - den wesentlichen Dimensionen der Konzernstrategie DB2020+. Einen strukturierten Überblick über alle Innovations- und Digitalisierungsprojekte der DB bietet die Innovationslandkarte auf dem DB-Messestand.
Über 20 Exponate und zahlreiche Anwendungen präsentiert die DB auf sieben Themeninseln auf ihrem Messestand im CityCube, Halle B: Mobility & Logistics, Training & Jobs, Consulting & Testing, Procurement & Innovations sowie Rolling Stock, Infrastructure und Engineering.
Highlight auf dem papierlosen Messestand ist der 150 Zentimeter große und 30 Kilogramm schwere DB-IBM Watson Roboter Pepper. Der Deutsch sprechende humanoide Roboter wurde speziell für eine möglichst natürliche Interaktion mit Menschen entwickelt. Er kann Emotionen erkennen und darauf reagieren.
Der Roboter ist ein gemeinsames Entwicklungsprojekt von DB Systel und IBM für einen möglichen Testeinsatz in Reisezentren der DB. Auf der InnoTrans informiert Pepper über das Thema Digitalisierung bei der DB und gibt Besuchern Auskunft zum DB-Messestand.
DB Station & Service zeigt, wie Bahnhöfe mit der Methode "Building Information Modeling" digital geplant und gebaut werden können. Energiesparen in Bahnhöfen mit "Lumen over IP". Die Dauerbeleuchtung von Bahnhöfen kostet jede Nacht unnötig Energie. Das Pilotprojekt von DB Systel sorgt für eine eigenständige, intelligente Lichtschaltung und eine bedarfsgerechte Beleuchtung. Weiterhin wird eine Lernanwendung für die Triebfahrzeugführer des neuen ICE 4 präsentiert, die eigenständig zeit- und ortsunabhängig angewendet werden kann.
DB Netz ist mit der Diagnoseplattform für Fernwartungen DIANA vertreten. DB Vertrieb zeigt sogenannte In-/Out-Ticket-Verfahren auf Smartphone-Basis für ein komfortables intermodales Reisen. Es erfasst automatisiert den Ein- und Ausstieg von Fahrgästen. Die DB-Tochter Arriva präsentiert ihre europäischen Netzwerkaktivitäten.
Auf der Themeninsel Training & Jobs kann man mit Virtuell Reality Brillen mehr über die DB als attraktiven Arbeitgeber erfahren: Mit 360-Grad-Videos können Interessierte hautnah den Arbeitsalltag von Fahrdienstleitern, Gleisbauern und Bauingenieuren erleben. Die DB Bahnbau Gruppe zeigt ihre Leistungen und Services in Halle 25.
Im Freigelände 0/410a und auf dem DB-Messestand präsentiert die DB Fahrzeuginstand-haltung unter anderem das Projekt "Colibri" – eine IT-Lösung für die gesamte Reisekette von morgen unter Nutzung aktueller Technologien. Diese ermöglicht den Einbau und Betrieb von WLAN im Zug. Zudem ist das Portfolio von "Colibri" modular aufgebaut. Neben Entertainment und Instandhaltungslösungen bietet es mit Videoüberwachung und Direkt-Meldung über besondere Vorfälle und Ereignisse die Plattform für mehr Sicherheit. Ebenfalls im Freigelände 0/410b befindet sich die DB Systemtechnik, der Prüf- und Ingenieurdienstleister der DB (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.09.16).

RechteckDeutsche Bahn/SNCF: Gemeinsame Digitalisierungsinitiative

Rüdiger Grube, Guillaume Pepy und Patrick Jeantet. Fotos Deutsche Bahn.
Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG, und Guillaume Pepy, der Präsident der französischen Staatsbahn (SNCF) haben am 20.09.16 eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) auf der Industrieleitmesse InnoTrans in Berlin unterzeichnet.
Beide Unternehmen haben sich darauf verständigt, dass sie das bisher gewonnene Know-how und die bereits gemachten Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung in die Zusammenarbeit einbringen möchten, um ihre Kunden zukünftig noch besser betreuen zu können.
"Wenn man sich die großen Möglichkeiten vor Augen hält, die die Digitalisierung für die Mobilitätsunternehmen bietet, erscheint es sehr sinnvoll, mit der SNCF Ideen und Methoden auszutauschen", sagte Grube: "Ich glaube fest daran, dass unsere Kunden davon profitieren werden."
"Angesichts der fortschreitenden digitalen Revolution müssen wir uns so stark wie möglich aufstellen, um die Herausforderungen sowohl auf Seiten des operativen Betriebs als auch auf Kundenseite zu lösen", sagte Pepy: "Das ist der Zweck unserer neuen Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn, die von der Kooperation mit Start-ups über Industrie-4.0-Lösungen bis hin zur Verbesserung des Empfangs an Bord von Zügen reicht. Die Zusammenarbeit soll dabei nicht allein den Kunden von DB und SNCF dienen, sondern gleichsam dem gesamten Mobilitätssektor zugutekommen."
Ein weiteres Ziel wird es sein, die Voraussetzungen für eine zukunftsweisende Datenübertragung im Zugverkehr zu klären, um im Sinne der Kunden sowie der eigenen Anwendungen gemeinsam mit der Telekommunikationsindustrie an einer Verbesserung des Empfangs zu arbeiten.
Beide Unternehmen haben bereits erste Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Start-ups gesammelt. Jetzt wollen sie von diesen Erfahrungen mit neuen Formen der Zusammenarbeit profitieren. Über gemeinsame Veranstaltungsformate sollen vor allem Innovationen gefördert werden (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.09.16).

RechteckDeutsche Bahn/SNCF/FS Italiane: Grundstein für interoperable Ticketingsysteme

Unterzeichnung einer Erklärung zu TAP TSI Services Governance Association (TSGA) Sitzend von links nach rechts: Patrick Jeantet, CEO of SNCF Réseau, Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG und Renato Mazzoncini, CEO of FS Italiane. Fotos Deutsche Bahn/Pablo Castagnola.

Die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, der französischen Staatsbahn SNCF und der FS Italiane haben heute in Berlin eine Erklärung zur Gründung einer ständigen Governancestruktur unterzeichnet. Damit soll der Austausch von Fahrplan- und Tarifdaten im europäischen Bahnsektor erleichtert werden.
Die neue TAP TSI Services Governance Association (TSGA) stellt einen der wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zur vollständigen Umsetzung der Verordnung dar, indem sie den Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung ermöglicht. Durch die Sicherstellung einer weitreichenden Verfügbarkeit von grundlegenden Ticketinginformationen für die Akteure des europäischen Bahnsektors wird die TSGA den Kundennutzen für europäische Bahnreisende stärken.
EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc: "Die Gründung der TSGA ist ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung der TAP TSI. Sie trägt ihren Teil dazu bei, den durchgängigen Fahrscheinverkauf und das Planen von Bahnreisen in Europa einfacher zu gestalten."
Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der DB: "TAP TSI ist die erste und bisher einzige europäische Initiative, bei der alle relevanten Akteure im Ticketing in vertrauensvoller Kooperation zusammenkommen. Sie wird ausschlaggebend verdeutlichen, wie dringend eine schnelle Digitalisierung im Ticketing ebenso wie im Betrieb erfolgen muss." SNCF, FS Italiane und die Deutsche Bahn leisten einen großen Beitrag zu der Vorbereitung einer langfristigen TAP TSI-Governancestruktur, "denn für die erfolgreiche Umsetzung dieser regulatorischen Aufgabe für den gesamten Sektor werden starke Partner und Vorreiter gebraucht."
Renato Mazzoncini, CEO der FS Italiane: "Durch diese Zusammenarbeit werden wir künftig die Leistungen wie Ticketing, die unter der TAP TSI-Verordnung angeboten werden, besser straffen können. Diese Erklärung zeigt, dass die europäischen Eisenbahnen und die Europäische Kommission Hand in Hand daran arbeiten, Bahnreisen zu einem wirklich europäischen Erlebnis zu machen, das seinen Nutzen aus dem digitalen Fortschritt zieht."
Guillaume Pepy, CEO der SNCF, sagte: "Die Digitalisierung der Bahn und die Förderung der Interoperabilität der Schiene in ganz Europa gehören zu den obersten Prioritäten der SNCF. Die TSGA wird es den Unternehmen ermöglichen, hier weiter Fortschritte zu machen. Wir rufen alle EVUs und die entsprechenden Stakeholder auf, der Vereinigung beizutreten."
Die TAP TSI setzt gemeinsame technische Standards für den EU-weiten Austausch von Schienenverkehrsdaten. Die Verordnung befindet sich in der Umsetzung durch den Bahnsektor, wobei die Gründung der TSGA von fundamentaler Bedeutung für die langfristige Governance ist. Sie erfolgte als Reaktion auf die gesetzlichen Bestimmungen der TAP TSI und benötigt für die Betriebsaufnahme noch die Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.09.16).

RechteckDeutsche Bahn/PKP: DB Netz AG und PKP schließen Infrastrukturvertrag
Im Rahmen der InnoTrans haben die Vorstände der DB Netz AG und PKP Polskie Linie Kolejowe (PLK) S.A. heute ein neues Vertragswerk unterzeichnet. Darin definieren die Unternehmen die Zusammenarbeit sowie Zuständigkeiten beim Betreiben der Infrastruktur an den neun deutsch-polnischen Eisenbahn-Grenzbetriebsstrecken
• Löcknitz—Szczecin
• Tantow—Szczecin
• Küstrin/Kietz—Kostrzyn
• Frankfurt (Oder)—Rzepin
• Guben—Gubin
• Forst (Lausitz)—Tuplice
• Horka Gbf—Węgliniec
• Görlitz—Zgorzelec
• Hagenwerder—Krzewina Zgorzelecka—Zittau.
"Die konstruktive Zusammenarbeit unserer beiden Infrastrukturunternehmen hat bereits eine lange Tradition", erläutert Dr. Thomas Schaffer, Vorstand Vertrieb und Fahrplan der DB Netz AG. "Mit dem neuen Vertrag stellen wir nun die Weichen für eine weitere Sicherung der Qualität des Bahnverkehrs zwischen Polen und Deutschland."
"Die koordinierte Zusammenarbeit seit knapp 10 Jahren ist von groβer Bedeutung für die Verbesserung und Entwicklung der Bahninfrastruktur als auch für den Verkehr zwischen unseren Ländern", erläutert Andrzej Pawłowski, Vorstand für die Betriebsführung der PKP PLK S.A.. "Die Aktivitäten unserer Gesellschaften sind mit der nationalen Politik sowie zwischen den Eisenbahninfrastrukturunternehmen koordiniert."
Im Mittelpunkt des Vertragswerks stehen u.a. Grundsätze zur Errichtung von Infrastrukturanlagen und zur Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur aber auch zur Planung und Vorbereitung von Bauarbeiten. Weitere Themen sind die grenzüberschreitende Betriebsführung und Trassenzuweisung. Dabei stehen besonders die Modernisierung der Grenzbetriebsstrecken für den Personen- und Güterverkehr, Erneuerung der Eisenbahnbrücken sowie die Installation und Verknüpfung neuer Leit- und Sicherungstechnik im Fokus.
Die Grundlagen für die erfolgreiche Zusammenarbeit wurden mit der Ratifizierung des Abkommens der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen vom 14. November 2012 über die Zusammenarbeit im Bereich des Eisenbahnverkehrs über die deutsch-polnische Staatsgrenze gelegt.
Seit knapp zehn Jahren begleitet die gemeinsame Infrastrukturgruppe der DB Netz AG und der PKP PLK S.A. den Ausbau und die Modernisierung der grenzüberschreitenden Eisenbahninfrastrukturverbindungen. Im Ergebnis konnten zahlreiche Projekte voran gebracht werden, darunter die Erneuerung der Eisenbahnbrücke bei Frankfurt /Oder sowie die Instandsetzung der Eisenbahn-Viaduktbrücke bei Görlitz. Darüber hinaus wurden die Strecken Pasewalk—Löcknitz, Berlin—Kietz/Kostrzyn, Guben—Czerwiensk und Cottbus—Forst erneuert und mit moderner Sicherungstechnik ausgestattet. Weitere Maßnahmen sind der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecken Angermünde – Szczecin und Hoyerswerda—Horka—Wegliniec sowie die Erneuerung der Oderbrücken bei Kietz/Kostrzyn (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.09.16).

RechteckNetModule: WLAN am höchsten Bahnhof Europas
Entertainment wie im Flugzeug – neue Router von NetModule aus der Schweiz ermöglichen nun auch auf Schiene und Straße PWLAN und Multimedia-Anwendungen zusätzlich zum Condition Monitoring. Das zertifizierte Modell "NB3800 MediaRail" zielt auf den Einsatz im Zug ab. Hierfür gibt es auch eine Variante in einem nach IP65 und IP67 zertifizierten Gehäuse. Der E-Mark-zertifizierte "NB2800 MediaVehicle" bietet die gleichen Funktionen für den Einsatz im Bus.
Speziell für die Fahrzeugkommunikation im Bahnverkehr realisieren der "NB3711" wie auch der kleinere "NB3701" eine durchgängige Fahrzeug-Boden-Verbindung mittels Kombination von bis zu drei LTEs. Sie sind nahtlos in die Bordelektronik integrierbar.
Das Stand-Team kann zudem über viele interessante Projekte berichten, zum Beispiel WLAN in der Jungfraubahn im Berner Oberland und am höchsten Bahnhof Europas am Jungfrau-joch, Installationen in Hamburg sowie PWLAN in Augsburg und Helsinki
(Pressemeldung Messe Berlin, 21.09.16).

RechteckVDV: Innovation auf der Schiene kommt zu langsam voran
Die Innovation im Schienenverkehr braucht mehr öffentliche Förderung, um mit anderen Verkehrsträgern Schritt halten zu können. Das erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, Dr. Martin Henke, bei der Eröffnungspressekonferenz der InnoTrans 2016. Die Digitalisierung auf der Schiene komme zu langsam voran, sagte er und wünschte sich mehr Unterstützung mit ordnungspolitischen Maßnahmen. Dies gelte besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels, bei dem der öffentliche Verkehr eine große Rolle bei der Verringerung des Schadstoffausstoßes spielen könne. Außerdem könne die Digitalisierung erheblich zur Kostensenkung beitragen.
Dr. Henke nannte insbesondere die automatische Kupplung, das autonome Fahren und die "Vollendung der Elektrifizierung" als wichtige Gebiete, auf denen Fortschritte erzielt werden müssten. Wenn die noch fehlenden Strecken nicht mit einer Oberleitung elektrifiziert werden sollten, müssten Systeme entwickelt werden, bei denen die Züge ihre Antriebsquellen selbst mitführten. Auch bei der Digitalisierung des Verkehrsmanagements und der Frachtabläufe sei noch viel zu tun
(Pressemeldung VDV, 21.09.16).

RechteckFreudenberg/Schwab Vibration Control: Überwindung der Grundsteifigkeit

Foto Freudenberg Sealing Technologies / Schwab Vibration Control.
In Zusammenarbeit mit Bombardier Transportation arbeitet Schwab Vibration Control, eine Marke der Freudenberg-Gruppe, zur Zeit an einer Erweiterung des klassischen HALL durch elektrisch ansteuerbare Ventile. Die Ventile werden hierbei über eine Bogenradien-Erkennung gesteuert.
Dabei öffnet sich das interne Hydrauliksystem, solange sich der Radsatz infolge der Tx-Kräfte zwischen Rad und Schiene in die "richtige" Richtung bewegt. Ändert sich die Richtung, schließt das System. Ähnlich einer Chopper-Steuerung werden die Radsatz-Schwingungen in eine Stellbewegung umgewandelt. Die Vorteile liegen unter anderem in der Überwindung der Grundsteifigkeit eines konventionellen HALL.
Beim BOMBARDIER FLEXXTronic PRS besteht die Möglichkeit, den Radsatz überradial einzustellen. Dies bietet hinsichtlich der Rolling-Contact-Fatigue zusätzliche Vorteile. Des Weiteren kann das Bauteil ganz ohne Sensoren auskommen. Die Passive Radsatz-Steuerung reagiert sehr ähnlich einem aktiven System
(Pressemeldung Freudenberg Sealing Technologies / Schwab Vibration Control, 21.09.16).

RechteckLocomore: Ersten Reisezugwagen vorgestellt



Schon bei der Fahrkartenbestellung lassen sich diverse Themenbereiche vorbuchen. Die in Rumänien modernisierten Wagen werden von Traxx-Lokomotiven der Firma Hector Rail gezogen. Fotos WKZ.
Für den ab 14. Dezember von Locomore geplanten neuen privaten Fernverkehrsservice zwischen Berlin – Hannover – Frankfurt und Stuttgart stellt Locomore ab sofort auf der internationalen Bahnmesse InnoTrans seinen ersten Reisezugwagen vor und setzt gleichzeitig ihr Crowdfunding mit der Eröffnung des Ticketvorverkaufes fort.
Auf der InnoTrans und unter https://shop.locomore.com können ab 21.9.2016 Ticketgutscheine und Goodies wie Locomore-Tassen und Zuglaufschilder gekauft werden. Zum Preis von 50 € bzw. 100 € kann Fahrguthaben im Wert von 60 € bzw. 120 € Tickets erworben werden. Darüber hinaus können unter https://locomore.com/investieren dem Unternehmen Locomore weiterhin Nachrangdarlehen gewährt werden (Pressemeldung Locomore, 21.09.16).

RechteckNEB: Niederbarnimer Eisenbahn präsentiert sich auf der InnoTrans 2016
Die Verbindung zwischen Stadt und Land – unter diesem Motto schreibt die Niederbarnimer Eisnebahn AG als nicht-bundeseigenes Eisenbahninfrastrukturunternehmen seit 1901 Erfolgsgeschichte. Mit der Traditionslinie Heidekrautbahn (RB27) seit jeher tief in der Region verwurzelt, überzeugt die 2004 gegründete NEB Betriebsgesellschaft (NEB BG) als 100- prozentige Tochter auf ganzer Schiene.
Nach der Übernahme der Verkehrsleistungen auf der Oderlandbahn (RB26) bis in polnische Kostzyn – und einer angestrebten Weiterfahrt bis nach Gorzów Wielkopolski – bewies sich das Unternehmen sowohl als europäischer "Brückenbauer" wie auch stets als zuverlässiger Partner. Deshalb erhielt die Niederbarnimer Eisenbahn den Zuschlag für das gesamte "Netz Ostbrandenburg": Das Unternehmen bringt die Heimat nun mit insgesamt 11 Regional-bahnlinien in Bewegung.
Um die gewohnt hohe Qualität des Schienenpersonennahverkehrs im "Netz Ostbrandenburg" zu garantieren, verjüngte die NEB Betriebsgesellschaft 2016 ihre Flotte um sieben zweiteilige Dieseltriebwagen des Typs "Link" vom polnischen Hersteller PESA.
Ausführliche Informationen zur Niederbarnimer Eisenbahn und deren Leistungsspektrum gibt es am NEB-Messestand auf der diesjährigen InnoTrans in Berlin. Auf dem Freigelände am Gleis T4/42 stellt PESA einen neuen "Link" aus. Es ist das erste bin Deutschland zugelassene Fahrzeug vom polnischen Hersteller PESA und wird seit Sommer 2016 auf den Linien der NEB eingesetzt.
Die NEB AG macht sich als zukunftsorientiertes Unternehmen stark für die Region. Die von den Ländern Berlin und Brandenburg prinzipiell befürwortete Reaktivierung der historischen Heidekrautbahn-Stammstrecke ist dem Unternehmen dabei nach wie vor ein wichtiges Anliegen und bleibt ein zentrales Thema. Als Hauptaktionär der NEB AG ist auch die IGB Industriebahn-Gesellschaft Berlin mbH am Stand der NEB mit Informationen vertreten. Seit 2001 ist die NEB AG Mehrheitsgesellschafterin der Schöneicher- Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH (SRS) – der einzigen Schmalspurstraßenbahn im Berliner Raum. (Pressemeldung NEB, 21.09.16).

RechteckRolls Royce: Erstmals wird das MTU Hybrid-PowerPack bestellbar
Fotos Rolls Royce.
Rolls-Royce feiert mit seiner Marke MTU eine Weltpremiere auf der internationalen Bahnmesse Innotrans in Berlin: Erstmals wird das MTU Hybrid-PowerPack mitsamt dem neuen Batteriesystem MTU EnergyPack als ab sofort bestellbares Produkt präsentiert. Es ermöglicht Betreibern, gleichzeitig Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Das Hybrid-PowerPack ist die serienreife Weiterentwicklung eines Versuchsträgers, der unter anderem in Testfahrten von rund 15.000 Kilometern Länge intensiv erprobt worden ist und seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt hat. Das neue Produkt ist vom 20. bis 23. September auf dem MTU-Stand in Halle 18, Stand 301, auf der Innotrans zu sehen. Die Marke MTU ist Teil von Rolls-Royce Power Systems.
Bernd Krüper, Vice President Industrial Business bei MTU, sagt: "Wir sind stolz, dass wir dem Bahnmarkt nach jahrelanger Pionierarbeit nun ein ausgereiftes Produkt anbieten können, das alle erforderlichen Bahnnormen erfüllt und den Kunden zahlreiche Vorteile bietet: Betreiber können mit diesem Antrieb bis zu 25 Prozent Kraftstoff einsparen und das bei gleichzeitig deutlich geringeren Abgas- und Geräuschemissionen. Zusätzlich ermöglicht die integrierte E-Maschine, schneller zu beschleunigen und Verspätungen aufzuholen."
Das Hybrid-PowerPack verbindet einen Dieselmotor mit einer elektrischen Maschine, die sowohl als Motor als auch als Generator eingesetzt werden kann, und dem Batteriesystem MTU EnergyPack, das die Energie speichert, die beim Bremsen zurückgewonnen wird. Das Batteriesystem wurde nach der Erprobung des Hybrid-Testfahrzeugs von MTU-Ingenieuren deutlich verbessert: Das gemeinsam mit einem Entwicklungspartner entwickelte MTU EnergyPack besteht aus 180 einzelnen Li-Ionen-Zellen und besitzt eine Kapazität von 30,6 Kilowattstunden bei einem Gewicht von 350 Kilogramm. Zur Anpassung an verschiedenste Kundenanforderungen können mehrere EnergyPacks miteinander verschaltet werden. Als Lebensdauer des bahnzertifizierten Batteriesystems garantiert MTU 28.000 Stunden, was einer Nutzungsdauer von etwa acht Jahren entspricht. Die MTU EnergyPacks können an verschiedenen Stellen im Fahrzeug untergebracht werden, etwa im Dach oder im Unterflurbereich eines Triebwagens.
Dank dieser flexiblen Einbaumöglichkeiten und der kompakten Bauweise des Hybrid-PowerPacks eignet es sich ebenso für neuentwickelte Fahrzeuge wie für die Remotorisierung von vorhandenen Fahrzeugen. In Verbindung mit einem Pantographen (Stromabnehmer) kann das Hybrid-PowerPack auch zu einem sogenannten trimodalen Antriebssystem erweitert werden, da das elektrische Antriebssystem mit Elektromotor bereits vorhanden ist. Dies eröffnet den Betreibern weitere Einsatzmöglichkeiten und kann darüber hinaus auch den Werterhalt des Fahrzeugs im Falle einer Elektrifizierung der Einsatzstrecken sicherstellen.
MTU kann Kunden hinsichtlich des optimalen Antriebskonzepts beraten und berechnen, ob sich die Anschaffung eines Hybrid-PowerPacks finanziell für sie lohnt: Das Unternehmen verfügt über geeignete Simulationswerkzeuge und einen Hardware-in-the-Loop-Prüfstand (in dem ein PowerPack mit simulierter Umgebung getestet werden kann), mit deren Hilfe auf Basis von Angaben zum Fahrzeug und dem Profil der geplanten Einsatzstrecken die Lebenszykluskosten kalkuliert werden können. So kann das für den Kunden optimale Konzept im Voraus ermittelt werden.
Das Hybrid-PowerPack ist somit eine zukunftsweisende Variante der seit 20 Jahren erfolgreichen MTU-PowerPacks: Dies sind kompakte Antriebssysteme, die neben Motor und Kraftübertragung alle für den Antrieb des Fahrzeugs benötigten Nebenaggregate, wie Kühlsystem und Abgasnachbehandlung, enthalten. MTU hat dieses Konzept vor 20 Jahren als erster Anbieter weltweit entwickelt und seitdem mehr als 6.000 PowerPacks an Bahnkunden in aller Welt geliefert
(Pressemeldung Rolls-Royce Holdings plc, 21.09.16).

RechteckSiemens: Deutsche Bahn zeichnet Siemens als innovativsten Lieferanten aus
Die Deutsche Bahn hat Siemens als innovativsten Lieferanten ausgezeichnet. Überreicht wurde der Supplier Innovation Award von Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn (DB), für den neuen ICE 4. Ausgezeichnet wurde Siemens für die Entwicklung eines völlig neuen Fahrzeugkonzepts, das eine hohe Flexibilität bietet. Die DB kann dadurch über die gesamte Lebensdauer des Zuges hinweg neuen Streckenanforderungen und Fahrgastbedürfnissen gerecht werden.
"Mit dem ICE 4 wurde ein neues Fahrzeugkonzept entwickelt, das eine Vielzahl von innovativen Technologien und Prozessen vereint und sich durch Flexibilität in der Zugkonfiguration und in der nutzflächenoptimierten Innenausstattung auszeichnet", sagte Rüdiger Grube in seiner Laudatio.
"Für das flexible Fahrzeugkonzept wurde erstmals konsequent das Prinzip der Einzelwagen für einen Triebzug umgesetzt. Die Triebwagen, sog. Powercars, vereinen alle Antriebskomponenten in einem Wagen. Das Powercar-Prinzip ist eine absolute Neuheit im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Aus Laufwagen ohne Antrieb und Powercars sind Zugkonfigurationen vom 5- bis zum 14-Teiler machbar", erläuterte Jochen Eickholt, Bahnchef von Siemens.
Die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung aller Rohbauten und des innengelagerten Laufdrehgestells sowie die Fertigung von rund einem Drittel der Wagen übernimmt als Hauptlieferant Bombardier Transportation (Pressemeldung Siemens, 21.09.16).

RechteckSolaris Bus & Coach: Zweirichtungs-Fahrzeug für hohe Fahrgastaufkommen
Fotos Solaris.
"Solaris Tramino Olsztyn" ist 29,3 m lang und 2,5 m breit. Das 3,8 m hohe Fahrzeug ist mit 43 Sitzplätzen ausgestattet und seine Gesamtkapazität liegt bei über 200 Fahrgästen. Dies wurde mit Doppelbestuhlung auf beiden Seiten des geräumigen Fahrgastraums erreicht (Sitzteiler 2+2).
Das Zweirichtungs-Fahrzeug ist auf die problemlose Abfertigung hoher Fahrgastaufkommen ausgelegt und erhielt dafür auf beiden Wagenseiten jeweils sechs Doppeltüren mit einer Breite von 1.300 mm. Sie ermöglichen einen schnellen und bequemen Zugang zum durchgehend niederflurigen Innenraum.
Jedes der drei Wagenteile ruht auf einem eigenen Fahrwerk für Normalspur 1.435 mm, wodurch eine optimale Gewichtsverteilung erreicht wird. Tramino Olsztyn ist mit einer Reihe von innovativen Lösungen ausgestattet. Eine davon ist ein System der Niveauregulierung bei unterschiedlicher Belastung und Abnutzung der Radfelgen.
(Pressemeldung Rolls-Royce Holdings plc, 21.09.16).

RechteckSolaris/Stadler: Zusammenarbeit im Stadt- und Strassenbahnbereich auf

Solange Olszewska, Peter Spuhler, und der Solaris-Dackel bei der Bekanntgabe der Kooperations-vereinbarung. Fotos Stadler, Solaris.
Solaris Bus & Coach S.A. und Stadler Polska Sp. z o.o. verstärken ihre Zusammenarbeit im Stadt- und Strassenbahnbereich. Die beiden Unternehmen treten neu als Konsortium im Markt auf. Der erste gemeinsame Auftritt ist ein gemeinsames Angebot für die Strassenbahn-Ausschreibung in Krakau. Darüber hinaus werden Stadler und Solaris an weiteren Ausschreibungen im Strassenbahnbereich in Polen und anderen europäischen Ländern gemeinsam teilnehmen.
Stadler Polska ist seit zehn Jahren einer der führenden Hersteller für Schienenfahrzeuge in Polen. Das Werk in Siedlce beschäftigt rund 800 Mitarbeitende und kooperiert mit mehr als 2000 polnischen Zulieferern und Partnern. Stadler Polska ist zudem der grösste Exporteur von Schienenfahrzeugen in Polen.
Solaris ist ein führender europäischer Hersteller von Bussen und Trolleybussen. 2009 trat das Unternehmen in den Schienenfahrzeugmarkt ein und liefert seitdem Strassenbahnen nach Poznań und Olsztyn in Polen sowie nach Jena und Braunschweig in Deutschland. Ein weiterer Vertrag über die Lieferung von 41 Strassenbahnen nach Leipzig befindet sich in der Abschlussphase.
<Durch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Stadler und Solaris können beide Unternehmen ihre Marktposition im Strassenbahnbereich in Polen und weiteren europäischen Ländern stärken. Die Produktpaletten der beiden Unternehmen ergänzen sich hervorragend. Wir können in der Weiterentwicklung unserer Technologie stark voneinander profitieren. Ich freue mich deshalb sehr auf die Zusammenarbeit mit Solaris>, sagt Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler.
<Wir möchten unsere Aktivitäten auf dem Markt für Stadtbahnfahrzeuge weiter ausdehnen und waren daher auf der Suche nach einem renommierten strategischen Partner zur Weiterentwicklung unserer Produkte und Standorte im Raum Posen und insbesondere um unsere Kundenkontakte und besonderen Ingenieur- und Rohbaukompetenzen weiter zu nutzen und sogar noch weiter auszubauen. Für eine solche Zusammenarbeit gibt es für uns keinen besseren Partner als den weltweit bekannten Schweizer Hersteller Stadler. Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge von Stadler in Polen sehr geschätzt werden>, sagt Solange Olszewska, Eigentümerin von Solaris Bus & Coach S.A.
<Stadler zeichnet sich durch die Herstellung von Fahrzeugen höchster Qualität aus, was zu hoher Zuverlässigkeit führt und sich in tiefen Betriebskosten niederschlägt. Dies ist auch der Grund, weswegen die zum Teil auch in Siedlce gefertigten FLIRT-Züge in vielen europäischen Ländern so erfolgreich sind. Ich bin überzeugt davon, dass Stadler und Solaris gemeinsam modernste Strassenbahnen auf den Markt bringen, die innerhalb kürzester Zeit in Polen und anderen ausgewählten Märkten grossen Zuspruch finden werden>, ergänzt Christian Spichiger, Executive Vice President der Division Zentraleuropa von Stadler.
<Gemeinsam werden wir für unsere künftigen Kunden Synergieeffekte auf dem Strassenbahnmarkt schaffen. Ich möchte noch betonen, dass die Vereinbarung keine Auswirkungen auf unsere Aktivitäten im Bus- und Trolleybusmarkt hat, da es sich hierbei um einen vollständig unabhängigen Bereich handelt>, erklärt Dr. Andreas Strecker (Pressemeldung Stadler, 21.09.16).

RechteckStadler: EURODUAL-Lokomotive für Grossbritannien (Class 88)

Präsentation der diesel-elektrischen EURODUAL Lokomotive für Beacon Rail Leasing Limited (BRLL), United Kingdom v.l.n.r.: Neil Bennett, from Beacon Rail Leasing Limited, Iñigo Parra, VP of Stadler Rail Group and CEO of the Division Spain, Tony Bush, Enigeneering & Performance Director of DRS. Fotos Innotrans.
Am 20.09.16 präsentiert Stadler zusammen mit Direct Rail Services und Beacon Rail Leasing Limited die Lokomotive EURODUAL UK im neuen Kleid. Die Class 88 ist eine Weiterentwicklung der Class-68-Lokomotive. Bei der Class 88 handelt es sich um eine vierachsige Zweikraftlokomotive, die an die britischen Spurweiten angepasst ist, über ein AC/AC-Traktionssystem verfügt und sich durch eine niedrige Achslast auszeichnet. Der erste Auftrag für diese modernen Zweikraftlokomotiven kam von Direct Rail Services im Rahmen einer Partnerschaft mit Beacon Rail Leasing Limited: 10 Fahrzeuge für Einsatz im Personen- und Güterverkehr in Grossbritannien. Die Fahrzeuge kombinieren einen 25-kV-Elektroantrieb mit einem Dieselantrieb und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h.
Die Class-88-Lokomotive erfüllt alle europäischen Standards sowie die Bestimmungen der britischen Bahnregulierungsbehörden in Bezug auf Sicherheit, Emissionen und Umweltschutz. Zu ihren technischen Eigenschaften gehören eine selbsttragende Bauweise aus hochfestem Edelstahl, ein verbessertes Bremssystem mit Scheibenbremsen, ein modernes System zur Kraftschlussregelung und zwei ergonomisch gestaltete Führerstände mit Klimaanlage, die dem Fahrer noch mehr Sicherheit und Komfort bieten.
Die Lokomotive EURODUAL UK wird demnächst den Zulassungsprozess in Grossbritannien aufnehmen, nachdem zweimonatige Tests im Velim Test Center (TSI-Schiene, Oberleitungseigenschaften, Bremswege) erfolgreich verlaufen sind. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde u.a. die Traktionssteuersoftware unter verschiedenen Bedingungen (Elektro- und Dieselantrieb) geprüft. Es wurden neue Programm-steuerungsfunktionen wie der dynamische Wechsel von Elektro- auf Dieselbetrieb (und umgekehrt) validiert und eine Feinabstimmung der automatischen Geschwindigkeitssteuerung vorgenommen. Die Tests konnten rascher als geplant abgeschlossen werden; die Lokomotive zeigte eine hervorragende Leistung.
Da die EURODUAL UK sowohl auf Haupt- als auch auf Nebenstrecken eingesetzt werden kann, bietet sie dem Bahnbetreiber grosse Flexibilität im Betrieb und damit die Einsparung von Transportkosten.
Die EURODUAL ist in jedem Fall mehr als eine Lokomotive für die «letzte Meile». Sie ist ein vielseitiges Fahrzeug mit erstaunlicher Leistung sowohl im Diesel- als auch im Elektrobetrieb. Sie ist mit vier und sechs Achsen, verschiedenen Spurweiten und für unterschiedliche Fahrdrahtspannungen verfügbar. Die modular aufgebaute Produktplattform umfasst zudem mehrere Dieselmotormodule und erfüllt damit unterschiedlichste Kundenansprüche. Dank seiner Spitzentechnologie wird das Fahrzeug allen Anforderungen effizient und zuverlässig gerecht und bietet Bahnbetreibern viele ökonomische und ökologische Vorteile (Pressemeldung Stadler, 21.09.16).

RechteckStadler: FLIRT in seiner farbenfrohsten Gestalt
Fotos Innotrans.
Stadler präsentierte gemeinsam mit Nederlandse Spoorwegen (NS) den elektrischen FLIRT Niederflurtriebzug in seiner bisher farbenfrohsten Gestalt als NS Sprinter. Die 58 von NS bestellten drei- und vierteiligen Züge werden von NS Reizigers betrieben und ab 2017 regionale Routen in den Niederlanden bedienen. Die Realisierung des Auftrags für die neuen NS Sprinter ist ein weiterer Beleg für die Agilität von Stadler und die unvergleichliche Auftragstreue.
Im April 2015 hat NS bei Stadler 58 elektrische Niederflurtriebzüge (EMU) des Typs FLIRT bestellt, um eine unfreiwillig entstandene Lücke an Rollmaterial schnell zu schliessen. Innert 12 Monaten hat Stadler in enger Kooperation mit NS einen Zug gestaltet, entwickelt und gebaut, der speziell auf die Bedürfnisse von Fahrgästen auf regionalen Routen in Holland ausgerichtet ist. Dank ausserordentlicher Teamleistung seitens NS und Stadler konnte innert eines Jahres ab Bestellung der erste fixfertige Zug am 13. April 2016 an NS anlässlich eines Roll-ins in Maastricht präsentiert werden.
Die elektrischen Niederflurzüge der neusten FLIRT-Generation sind ausserordentlich komfortabel dank luftgefederter Drehgestelle, einem einladenden Sitzplatzangebot, Klimaanlage für Fahrgäste und Lokführer sowie einem geschlossenen Toilettensystem. Die Züge erfüllen die TSI PRM Anforderungen für Personen mit eingeschränkter Mobilität und die Anforderungen an die Kollisionssicherheit nach EN15227. Die Regionalzüge sind auf eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt. Die 33 dreiteiligen Züge weisen je eine Länge über Kupplung von 63,2 Meter, die 25 vierteiligen eine solche von 80,7 Meter auf. Über die technischen Merkmale hinaus sind vor allem das frische Innenraumdesign und der hohe Komfort erwähnenswert.
Stadler hat mehr als 1300 FLIRT EMU (Electric Multiple Unit) und DMU (Diesel Multiple Unit) in Europa, Nordafrika und den USA verkauft. Die Züge basieren auf einem bewährten Plattformsystem, lassen sich wirtschaftlich individualisieren und operieren mit grosser Zuverlässigkeit in Klimazonen von +40 bis -40 Grad Celsius. Überdies sind in den Niederlanden 131 Züge des Typs GTW (Gelenktriebwagen) in Betrieb. Der holländische Markt ist für Stadler eminent wichtig. Das manifestiert sich auch in der Präsenz von aktuell drei Servicestandorten in Venlo, Leeuwarden and Nieuwegein (Pressemeldung Stadler, 21.09.16).

RechteckUNIFE: Europäische Bahnindustrie warnt vor Marktschranken in Asien
Der Präsident des europäischen Bahnindustrie-Verbandes UNIFE, Philippe Citroën, hat vor einer schleichenden Abschottung asiatischer Märkte für die europäische Schienenindustrie gewarnt. Bei der Präsentation der diesjährigen Wachstumsprognose im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz der InnoTrans 2016 sagte Citroën, der Index für den Marktzugang bei Ausschreibungen sei etwa in Japan von 68 auf 63 Prozent gesunken. Dabei verzeichnete der asiatische Markt seit 2014 ein stetes Wachstum von rund drei Prozent. In China und Indien drohten ähnliche Beschränkungen. Insgesamt stützten aber die großen Megatrends wie Digitalisierung, Bevölkerungswachstum oder Urbanisierung auch das Wachstum des Schienenverkehrs. So sagte die Studie für die Schienenindustrie der kommenden fünf Jahre das größte jährliche Wachstum für Westeuropa mit 3,1 Prozent und Afrika mit 3,0 Prozent voraus. Weltweit werde es um 2,6 Prozent wachsen. Der gesamte globale Markt liege bei 159 Milliarden Euro jährlich und wachse bis 2021 auf etwa 185 Milliarden. Der Löwenanteil entfalle dabei auf Fahrzeuge und Serviceleistungen. Es habe in den vergangenen drei Jahren Rekordbestellungen an Lokomotiven und Güterwagen gegeben
(Pressemeldung Messe Berlin, 21.09.16).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMVI: 64 Millionen Euro für innovative Hafentechnologien
Auf dem Weg zum Hafen 4.0: Ab sofort können Projektanträge für innovative Hafentechnologien beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eingereicht werden.
Bundesminister Alexander Dobrindt: Wachstum, Wohlstand und Arbeit brauchen eine starke Schifffahrt und eine starke maritime Wirtschaft. Unsere Häfen müssen auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein. Daher machen wir sie jetzt fit für das global-digitale Zeitalter. Wir stellen 64 Millionen Euro für innovative Hafentechnologien bereit und unterstützen die Häfen dabei, den Güterumschlag zu erleichtern, Arbeitsprozesse zu beschleunigen und Arbeitsplätze zu schaffen.
Gefördert werden forschungs- und anwendungsorientierte Entwicklungsprojekte mit den folgenden Schwerpunkten:
• Optimierung des Güterumschlags, der Lagerhaltung sowie der Abfertigung von Passagieren‎
• Konzepte und Systeme zur Steuerung und Abwicklung der Waren- und Fahrgastströme im Hafen
• Horizontale Integration über Wertschöpfungsnetzwerke sowie vertikale Integration über vernetzte Produktionssysteme
• Verbesserung der IT-Sicherheit
• Automatisierungsprozesse und Mensch-Technik-Interaktion
• Steigerung der Energieeffizienz im Hafen und
• Verringerung der Umweltbelastung
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung, außeruniversitäre Einrichtungen und Ingenieurbüros. Die Anträge können bis zum 18. November 2016 eingereicht werden.
Die Förderung erfolgt anteilig. Bei Projekten, die sich mit industrieller Forschung oder Durchführbarkeitsstudien befassen, können bis zu 50 Prozent der Kosten übernommen werden. Bei experimenteller Forschung sind es bis zu 25 Prozent.
Mit dem Förderprogramm für Innovative Hafentechnologien (IHATEC) unterstützt das BMVI Projekte, die nachweislich zur Entwicklung oder Anpassung innovativer Technologien in den Häfen beitragen und dabei helfen, das stark anwachsende Umschlagaufkommen zu bewältigen und Logistikketten zu verbessern. Dafür stellt das BMVI im Zeitraum 2016-2020 rund 64 Millionen Euro bereit
(Pressemeldung BMVI, 21.09.16).

RechteckBundesnetzagentur: Beschlusskammer Eisenbahn eingerichtet
Die Bundesnetzagentur hat am 19. September 2016 eine Beschlusskammer für den Eisenbahnbereich eingerichtet. "Die Beschlusskammern sind die Garanten für transparente und unabhängige Entscheidungen der Bundesnetzagentur", sagtJochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur und ergänzt: "Mit der neuen Beschlusskammer haben wir in der Eisenbahnregulierung nun, was sich in den anderen Bereichen bewährt hat. Die weitere Entwicklung des Wettbewerbs auf der Schiene kann so auf klaren und verlässlichen Regeln aufbauen."
Die Einrichtung der neuen Beschlusskammer 10 "Eisenbahn" basiert auf dem neuen Eisenbahnregulierungsgesetz, das am 2. September in Kraft getreten ist. Entscheidungen der Beschlusskammern ergehen in einem gerichtsähnlichen Verfahren nach gründlicher Abwägung aller relevanten Aspekte. Dies beinhaltet in der Regel eine öffentliche mündliche Verhandlung unter Beteiligung des Marktes.
Die Bundesnetzagentur schafft wichtige Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Wettbewerbs in den von ihr regulierten Märkten und stellt sicher, dass die Vorgaben in den wichtigen Wirtschaftsbereichen Energie, Telekommunikation, Post und Eisenbahn eingehalten werden.
Weitere Informationen zur Beschlusskammer finden Sie zeitnah auf der Internetseite der Bundesnetzagentur (Pressemeldung Bundesnetzagentur, 21.09.16).

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Industrie

RechteckIVU: Verkehrsbetrieb Kayseri bestellt Planungs- und Dispositionslösung

Die IVU Traffic Technologies AG ist künftig auch auf dem türkischen Markt aktiv. Der Verkehrsbetrieb von Kayseri beauftragte den Berliner IT-Spezialist mit der Lieferung seiner Standardlösungen IVU.plan und IVU.crew für die Planung und Disposition von Fahrzeugen und Personal der Straßenbahn.
Mit rund einer Million Einwohnern zählt Kayseri zu den zehn größten Städten der Türkei und ist eines der wichtigsten Industrie- und Handelszentren des Landes. Seit der Eröffnung der ersten Linie 2009 baut die Stadt ihr Straßenbahnnetz kontinuierlich aus, inzwischen umfasst es eine Länge von über 34 Kilometern mit 55 Haltestellen. Künftig plant und disponiert Kayseri Ulaşım A.Ş. die Umläufe und Dienste mit IVU.plan und IVU.crew.
IVU.plan unterstützt die Planer dabei, effiziente Umläufe und Dienstpläne zu erstellen. Das System berücksichtigt gesetzliche und betriebliche Regeln sowie zahlreiche Vorgaben wie Wendezeiten, Pausenregeln, Dienstart oder Qualifikationen. Ein intelligentes Vorschlagswesen vereinfacht es, passende Dienste anzulegen. Bei der Zuteilung von Fahrern in der Personaldisposition hilft IVU.crew ebenfalls mit Vorschlägen sowie einer automatischen Regelprüfung, um unzulässige Dienste zu verhindern. Das gesamte System liegt in türkischer Sprache vor. Dank des standardisierten Einführungsprozesses IVU.xpress beträgt die gesamte Implementierungsdauer nur sechs Monate.
"Mit der IVU-Lösung bekommen wir in kürzester Zeit ein ausgereiftes und erprobtes System", sagt Feyzullah Gündogdu, CEO von Kayseri Ulaşım A.Ş. "Es bietet uns die Flexibilität, die wir für die Weiterentwicklung unserer Verkehrsangebote benötigen. Künftig möchten wir die verschiedenen Verkehrsträger komplett integrieren. Das IVU-System wird uns das spürbar erleichtern und uns dabei unterstützten, den gesamten öffentlichen Nahverkehr in Kayseri deutlich effizienter zu managen." Neben der Straßenbahn betreibt das Unternehmen auch ein umfangreiches Busnetz mit rund 600 Fahrzeugen.
"Wir freuen uns, mit diesem Auftrag in den türkischen Markt einzusteigen", sagt Oytun Arslan, Leiter Vertrieb Türkei bei der IVU Traffic Technologies AG. "Kayseri ist ein wichtiges Referenzprojekt für uns. Die Türkei investiert derzeit viel in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und wir erwarten hier in der Zukunft weitere Aufträge." Kayseri gilt als innovativer Treiber des öffentlichen Verkehrs in der Türkei. Für die Finanzierung ihres Nahverkehrsangebots gewann die Stadt im vergangenen Jahr einen UITP Award (Pressemeldung IVU Traffic Technologies AG, 21.09.16).

RechteckOliver Wyman: Autonomes Elektroauto bremst regionalen Zugverkehr

In den letzten Jahrzehnten haben die Passagierströme immer stärker zugenommen (Mrd. Personenkilometer pro Jahr). Foto obs/Oliver Wyman.
Die Art und Weise unserer Fortbewegung wird sich in den nächsten 25 Jahren grundlegend verändern. Das zeigt eine globale Studie von Oliver Wyman, zu der neben eigenen Recherchen der Strategieberatung auch 200 Branchenexperten befragt wurden. Geprägt sein würde die Entwicklung des Verkehrssektors vom Verzicht vieler Menschen auf das eigene Auto zugunsten der "Shared Mobility" mit individualisierten Mobilitätslösungen. Darüber hinaus ist ein endgültiger Abschied des Schienenverkehrs aus dünn besiedelten Regionen zu erwarten. Durch die flächendeckende Anwendung intelligenter Technologien könnten neue Akteure optimale Reiseketten zusammenstellen und die traditionellen Verkehrsunternehmen dazu zwingen, ihr Geschäftsmodell zu verändern.
In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden sich immer mehr Menschen individuelle Mobilitätswünsche mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad oder Mietwagen - vom klassischen Angebot bis zum Car Sharing - ohne eigenes Auto erfüllen. "Die sogenannte Shared Mobility wird in den nach wie vor weiter wachsenden Städten und Ballungsgebieten einen nennenswert größeren Anteil erreichen - nicht nur bei uns in Europa, sondern in der ganzen Welt", erklärt Joris D'Incà, Verkehrsspezialist und Partner der weltweit tätigen Beratungsfirma Oliver Wyman. "Davon sind zwei Drittel der von uns befragten Experten überzeugt." Diese Entwicklung habe erhebliche Konsequenzen für die Automobilindustrie, betont der Mit-Autor der Studie "Mobility 2040": Es sei zu erwarten, dass in 25 Jahren private Ausgaben für eigene Autos um 25 bis 30 Prozent zurückgegangen sein würden.
Vor allem in den hoch entwickelten Industrieländern werde dieser Trend spürbar werden, ermittelte die Untersuchung. So würden in Deutschland die Ausgaben für die individuelle Automobilität von derzeit rund 75 Prozent aller Ausgaben für den Personentransport auf 56 Prozent zurückgehen. Ähnliche Entwicklungen seien auch in den anders strukturierten Ländern USA und China zu verzeichnen. Bei der Shared Mobility erwartet die Studie "dramatische Zuwächse", vor allem mit der weiteren technischen Entwicklung des autonomen Fahrens. Annähernd zwei Drittel der befragten Verkehrsexperten waren einstimmig überzeugt, dass dies die Sharing-Entwicklungen beschleunigen werde.
"Die Möglichkeiten des autonomen Fahrens werden aber auch den öffentlichen Nahverkehr in dünn besiedelten Regionen nicht nur erhalten, sondern verbessern", betont Carolin Mentz, Principal bei Oliver Wyman und Mit-Autorin der Studie: "Automatisiert fahrende Elektro-Kleinbusse werden künftig viele regionale Strecken mit geringer Verkehrsnachfrage flexibler und weitaus kundengerechter bedienen können als heute - wenn überhaupt noch fahrende - Nahverkehrszüge." Dies betreffe besonders Dörfer und kleine Städte, aber auch Verbindungen, die außerhalb des Pendler-Berufsverkehrs nur wenig ausgelastet sind.
Die Studie erwartet einen weit gehenden Rückzug des Schienenverkehrs aus der Fläche - nicht zuletzt auch wegen der hohen Investitionen in Infrastruktur, Rollmaterial und Kosten des laufenden Betriebs. Bis 2040 würden allein in Deutschland 20 bis 30 Prozent der Ausgaben für Schienen und Züge eingespart werden. Eisenbahnen werden in der Mobilitätswelt der Zukunft jedoch gleichwohl ihre Berechtigung haben, betont Mentz: "Auf den großen Verkehrsachsen und in den Ballungszentren wird die Arbeitsteilung genau anders herum funktionieren. Hier wird man das Eisenbahnnetz weiter ausbauen müssen." Gerade im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Pariser Klimakonferenz von 2015 stellten moderne, leistungsfähige und hochwertige Bahnangebote das Rückgrat der Mobilität dar. Sharing-Angebote oder autonome Elektrobusse würden dann häufig die individuelle Zubringer-Funktion zu Mobilitäts-Hubs übernehmen.
Intelligente Lösungen, insbesondere selbstlernende Systeme und vermehrte Vernetzung aller Verkehrsträger, werden der Studie zufolge das Mobilitätsverhalten völlig verändern. Verstärkt würden spezielle Dienstleister für die Kunden über Apps individuelle Pakete zusammenstellen, die das Verkehrsangebot zur kompletten, optimalen Reisekette verbinden, losgelöst von der Verkehrsmittelwahl. Damit rechnet ein Großteil der befragten Experten. Zwei Drittel erwarten zudem eine Zunahme der Mobilität, veranlasst durch bessere, individuellere Angebote. Die Mobilitätsdienstleister könnten nach dem Vorbild der heute bereits existierenden Buchungsportale für Hotels, Flüge und Urlaubsreisen durchaus branchenfremde Newcomer sein. "Die heutigen Player in der Verkehrsbranche", so D'Incà, "ahnen inzwischen zwar, dass ihre Positionen im Markt gefährdet sind, doch unsere Untersuchung hat gezeigt: Sie sind noch weit davon entfernt, sich strategisch auf die neue Situation einzustellen." Besonders deutlich werde das in einem Punkt der Befragung: Zwar hätten 58 Prozent ihre Veränderungsbereitschaft formuliert, doch nur fünf Prozent daraus die dafür nötigen Schlüsse für zukünftige Investitionen oder Geschäftsfelder gezogen (Pressemeldung Oliver Wyman, 21.09.16).

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Aus den Ländern

RechteckBW: Halbstundentakt für Süßen nach Stuttgart
"Für das Filstal kann man sagen, dass es künftig ein tolles Angebot im Schienenper-sonennahverkehr mit vielen Verbesserungen und leicht zu merkenden Takten bekommt", mit diesen Worten begrüßte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL die Teilnehmer der Filstal-Konferenz. Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Nicole Razavi war der Minister am Montag, 19. September 2016 nach Süßen in den Landkreis Göppingen gekommen. Anlass war, die Veränderungen im Filstaltakt zum Fahrplanwechsel im kommenden Dezember und darüber hinaus zu erläutern.
"Die Politik des Gehörtwerdens ist für uns die Richtschnur unseres Handelns", so der Minister. "Meine Mitarbeiter und die der NVBW haben in mehreren Gesprächen mit Vertretern der angrenzenden Kommunen Probleme, die nach dem Fahrplanwechsel entstehen könnten, diskutiert und Lösungen erarbeitet." Konkret ging es um folgende Probleme, für die Minister Hermann auf der Konferenz Lösungen vorstellte:
1. In Süßen hat man sich etwa Sorgen um die Pendlerverbindungen und Fahrzeiten nach Ulm gemacht.
• Lösung: Diese Sorgen können mit einem zusätzlichen IRE-Halt am Morgen und Verschiebung einer RB am Abend abgemildert werden.
2. Die vom Verkehrsministerium geplanten Züge am frühen Morgen aus Richtung Plochingen und Göppingen kämen zu spät, so der Vorwurf aus der Region.
• Lösung: Ein IRE wird abschnittsweise zusätzlich in den kleineren Bahnhöfen halten.
• Lösung: Es wird eine neue RB-Frühverbindung von Ulm nach Geislingen bestellt.
• Lösung: Mit der Unterstützung von DB Regio versucht das Verkehrsministerium zum Juni 2017 eine neue Verbindung von Plochingen nach Geislingen einzurichten.
3. Zusätzliche Spätverbindungen am Abend fehlen.
• Lösung: Mit der Ausweitung der Verkehrstage entsteht eine tägliche RB-Spätverbindung zwischen Geislingen und Ulm und der letzte IRE aus Stuttgart hält ab Geislingen an allen Bahnhöfen auf der Strecke.
4. Schülerinnen und Schüler in Geislingen West können nach Schulende die Bahn nicht erreichen.
• Lösung: Die Abfahrt der RB wird an das Schulende angepasst.
Die Einführung stündlicher Interregioexpress-Züge zwischen Stuttgart und Ulm zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 wird das Angebot für die überwiegende Zahl der Fahrgäste auf dieser Strecke deutlich verbessern. Derzeit fährt der IRE nur alle zwei Stunden. "Ich habe in den letzten Monaten oft gelesen, dass das Filstal, Geislingen, Süßen und Amstetten abgehängt werden und sich das Angebot im SPNV verschlechtern würde – das ist schlicht falsch. Bei uns wird niemand abgehängt! Die genannten Maßnahmen führen zu spürbaren Verbesserungen – vor allem auf der Filstalbahn", so Minister Hermann.
Neben den oben genannten Nachbesserungen ergeben sich mit dem Fahrplanwechsel folgende grundsätzliche Verbesserungen:
• Die IRE-Linie Stuttgart – Ulm – Lindau fährt auch zwischen Stuttgart und Ulm ab Dezember 2016 im Stundentakt und hält z.B. neu in Esslingen.
• Die stündliche RE-Linie Stuttgart – Ulm fährt neu als RB mit Halt an allen Bahnhöfen auf der Strecke. Sie wird in Geislingen durch den IRE überholt, so dass dort jeweils Umsteigemöglichkeiten zwischen RB und IRE bestehen. Die unregelmäßig fahrende RB-Linie Geislingen – Ulm wird durch diese Linie ersetzt und entfällt daher.
• Die RB-Linie Stuttgart – Ulm (bis Plochingen Zweistundentakt, ab Plochingen Stundentakt) fährt neu stündlich zwischen Stuttgart und Süßen. Damit kann man von Stuttgart nach Süßen und zurück in einem Halbstundentakt fahren.
• Ein leicht zu merkender Taktverkehr ist für viele Fahrgäste eine große Verbesserung.
• Ab 2019/2020 wird sich mit der Inbetriebnahme von Netz 1 (Stuttgarter Netz) das Angebot nochmals verbessern.
Minister Hermann abschließend: "Die Filstalbahn ist eine der wichtigsten Strecken im Land. Sie ist extrem stark befahren. Eine hohe Zugdichte von Güter-, Fern- und Nahverkehr auf derselben Strecke erfordert enge Abstimmungen mit der DB Regio. Wir konnten dennoch vielen Forderungen aus der Raumschaft nachkommen. Dafür investiert das Land nochmal rund 250.000 Euro pro Jahr in Mehrleistungen." (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 21.09.16).

RechteckBW: HzL fährt für weitere 7 Jahre auf der KBS 768
Einer Pflichtmitteilung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg im TED (2016/S 181-325797) ist zu entnehmen dass im Netz „ZAB 2“, die HzL für weitere 7 Jahre vom Dezember 2016 bis zum Dezember 2023 SPNV mit Gebrauchtfahrzeugen anbieten wird. Die „Zollern-Alb-Bahn 2“ Sigmaringen - Gammertingen - Hechingen verläuft auf eigener Infrastruktur der HzL.
In Erweiterung der Ausschreibung vom April 2016 wird die HzL 358 000 Zugkilometer jährlich anbieten, das entspricht im Schnitt ca. 10 Fahrtenpaaren täglich (er-tz, 21.09.16).

RechteckNRW: Bündnis für Infrastruktur gestartet
Verkehrsminister Michael Groschek, Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Finanzminister Norbert Walter-Borjans starten gemeinsam das Bündnis für Infrastruktur. Ziel ist es, die gesellschaftliche Bedeutung von Infrastrukturmaßnahmen sichtbar zu machen und deren Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Zu der Initiative laden die Minister gemeinsam Akteure aus Wirtschaft und Verbänden ein.
"Das Geld ist da – dank der Finanzierungszusagen im Bundesverkehrswegeplan. Die Planung läuft", sagte Groschek. "Jetzt müssen die Mittel zügig und effizient verbaut werden. Die Menschen im Land sind auf eine funktionierende Infrastruktur angewiesen. Mit dem Bündnis wollen wir auch den Befürwortern von Infrastrukturprojekten eine Stimme geben. Außerdem werden wir neue Formate der Bürgerbeteiligung anstoßen und Möglichkeiten finden, Planungs- und Bauprozessen zu beschleunigen."
"Nordrhein-Westfalen ist die zentrale Drehscheibe für den Austausch von Waren und Dienstleistungen mit den europäischen Partnern", so Duin. "Deshalb sind moderne Verkehrswege unverzichtbar, damit unsere 750.000 Unternehmen von dieser günstigen Lage im Herzen Europas profitieren können. Die notwendige Modernisierung der Infrastruktur gelingt nur durch die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Daher setzen wir auf Projekte wie ‚Dialog schafft Zukunft', die durch eine frühzeitige Einbindung der Betroffenen die Akzeptanz steigern und zeitraubende juristische Auseinandersetzungen verhindern sollen."
Walter-Borjans ergänzte: "Die eigene Größe und die zentrale Lage sind das große Plus Nordrhein-Westfalens als Kraftfeld für ganz Deutschland. Besonders hier sind leistungsfähige Verkehrswege unverzichtbare Lebensadern. Allzu lange ist das im Bund nicht ausreichend zur Kenntnis genommen worden. Das Geld floss ungleich stärker in andere Regionen. Der neue Bundesverkehrswegeplan markiert eine überfällige, aber wichtige Korrektur. 38 Prozent der Investitionsmittel zur Engpassbeseitigung werden künftig dahin gehen, wo die Musik spielt und zum Nutzen der ganzen Volkswirtschaft weiter spielen muss. Jetzt müssen Bürger, Wirtschaft und Politik entschlossen an einem Strang ziehen und die Chance nutzen."
Dem Bündnis für Infrastruktur traten am Dienstag der DGB NRW sowie die IHK NRW bei. "Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in NRW werden von einer modernen, gut ausgebauten Infrastruktur nachhaltig profitieren", erklärte Antonia Kühn, Abteilungsleiterin beim DGB NRW. "Und das nicht nur, weil sie mittelfristig schneller und stressfreier zu ihrem Arbeitsplatz gelangen. Eine funktionsfähige Infrastruktur ist für den Logistikstandort NRW überlebenswichtig und damit Voraussetzung für Beschäftigung und Wohlstand in unserem Land."
Burkhard Landers, Vizepräsident von IHK NRW und Präsident der Niederrheinischen IHK zu Duisburg, sagte: "Die Wirtschaft in NRW setzt auf eine zukunftsfähige und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur. Daher unterstützen wir das neue Bündnis für Infrastruktur. Viel wäre gewonnen, wenn Projekte konsequenter planerisch vorangetrieben und zügiger umgesetzt würden. Für die Unternehmen zählt insbesondere Planungssicherheit und Verlässlichkeit."
Es gilt in NRW, der Mentalität "nicht vor meiner Haustür" entgegenzutreten. Klagen und Proteste verlängern die Realisierungszeiträume und beeinträchtigen die Planungssicherheit. Deshalb müssen Politik und Verwaltung bei Großprojekten Bürgerinnen und Bürger noch in der Ideenphase einbinden, Entscheidungen verständlich begründen und über alle Umsetzungsschritte transparent informieren. Andernfalls droht das Scheitern des jeweiligen Projekts.
Das Bündnis für Infrastruktur möchte daher eine positive gesellschaftliche Grundhaltung gegenüber Infrastrukturmaßnahmen fördern. So kann angemessen zwischen den Erfordernissen einer intakten, bedarfsgerechten Infrastruktur und den berechtigten Anliegen von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie des Natur- und Umweltschutzes abgewogen werden (Pressemeldung MBWSV, 21.09.16).

RechteckSaarland: Machbarkeitsstudie für Bahntrassen-Freizeitweg Freisen - Nonnweiler
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger präsentierte im Rahmen eines Pressetermins am Freitag, 9. September, gemeinsam mit  dem Landrat des Landkreises St. Wendel, Udo Recktenwald, und den Gemeinden Freisen, Nohfelden und Nonnweiler die Details einer Machbarkeitsstudie, die das Potenzial eines Freizeitweges auf den stillgelegten Bahntrassen zwischen Freisen und Nonnweiler untersuchen ließ.
Rehlinger: "Der Freizeitweg ist ganz klar ein weiteres touristisches Leuchtturm-Projekt. Mit ihm würde die Freizeit- und Urlaubsregion des Nordsaarlandes mit dem Bostalsee oder dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald sicherlich eine deutliche Aufwertung erfahren und wäre sowohl für Gäste als auch die örtliche Bevölkerung eine große Attraktion. Der Bahntrassen-Freizeitweg wäre eine perfekte Ergänzung zum bisherigen touristischen Radwegenetz und würde durch seine Anbindung an den rheinland-pfälzischen Ruwer-Hochwald-Radweg, den Fritz-Wunderlich-Radweg und den Nahe-Radweg zu einer deutlichen Steigerung der Einnahmen im Tourismusbereich beitragen."
Bahntrassen-Freizeitwege haben erfahrungsgemäß eine hohe Anziehungskraft, nicht nur, aber vor allem auf Fahrradfahrer. Sie sind die erfolgreichsten Projekte zur Förderung des nicht motorisierten Freizeit- und des Alltagsverkehrs. Positivbeispiele sind der Wendelinus-Radweg zwischen St. Wendel und Tholey oder auch der Bliestal-Freizeitweg im Saarpfalz-Kreis.
Udo Recktenwald, Landrat St. Wendel: "Der Landkreis St. Wendel ist der touristische Motor des Landes. Die touristischen Kennzahlen sprechen dabei für sich: Wir kratzen mittlerweile an der 1-Million-Marke bei den Übernachtungen, der Steuereffekt durch den Tourismus beträgt 5,6 Mio. Euro. Dies ist nur möglich durch den kontinuierlichen Ausbau der touristischen Infrastruktur. Rad- und Wanderwege sind dafür ein zentraler Baustein in unserer herrlichen Landschaft. Der Ausbau der Bahntrasse zwischen Freisen und Nonnweiler wäre daher ein weiteres i-Tüpfelchen unserer touristischen Gesamtstrategie."
Auch die Bürgermeister der Gemeinden Freisen, Nonnweiler und Nohfelden sind sich einig, dass das Projekt von großer Bedeutung ist - Land und Region stehen gemeinsam dahinter. Laut Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sollen nun weitere Schritte in Angriff genommen werden, um Planungs- und Finanzierungsfragen zu klären.
Die vom VeloBüro Saarbrücken erstellte Machbarkeitsstudie schätzt die Gesamtkosten des rund 30km langen Freizweitweges auf etwa fünf Mio. € für einen dauerhaften und qualitativ hochwertigen Asphaltausbau. In die Schätzkosten sind z.B. Kosten für Planung, Grunderwerb, Rodungsarbeiten, Bau und Beschilderung  eingerechnet
(Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, 21.09.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 9/16

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckEine Harzreise - Mit der Bahn von Bahn zu Bahn




Johann Wolfgang von Goethe war zweifellos der berühmteste Harzbesucher. Der große Dichter hat an zahlreichen Stellen im Harz seine Spuren hinterlassen. So erhielt der Harz ein unsterbliches literarisches Denkmal und fand schon früh Eingang in die Weltliteratur. Viele prominente Persönlichkeiten taten es Goethe in der Folgezeit nach und besuchten ebenfalls den Harz. Folgen auch Sie seinen Spuren und lassen sich dabei wie einst der Dichterfürst von der Vielfalt des Harzes beeindrucken.
Mit der Bahn von Bahn zu Bahn heisst unsere Route, die in der 1000jährigen Kaiserstadt Goslar (www.goslar.de) beginnt. Durch die Stadt mit der Bimmelbahn (www.goslarer-bimmelbahn.de) und mit dem Bahnbus (www.rbb-bus.de) nach Hahnenklee (www.hahnenklee.de) mit seiner berühmten Stabskirche (www.stabkirche.de). Mit der Kabinenbahn oder dem neuen Sessellift geht es hinauf auf den Bocksberg (www.erlebnisbocksberg.de). Oben angekommen erwarten Sie dann Attraktionen: z. B. die längste Sommerrodelbahn Nordeuropas, die sie über eine Strecke von 1250 Metern durch luftige Höhen von ein bis sechs Meter und über Jumps, Wellen und einen Kreisel führt. Erleben Sie noch mehr Nervenkitzel in unserem Spaßpark. Und dann geht es hinunter nach Lautenthal.
Mit einer Grubenbahn gehen die Besucher auf Entdeckungsreise durch die Untertagewelt des Harzer Bergbaus (www.lautenthals-glueck.de). Die Erzgrube "Lautenthalts Glück" (www.lautenthals-glueck.de) im Oberharz bescherte dem kleinen Ort am Flüsschen Laute über vier Jahrhunderte hinweg Wohlstand und Glück, wie der Name der Grube bis heute verheißt. Vom 16. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts bauten die Bergleute silberhaltigen Bleiglanz und andere wertvolle Erze ab.
Zu besichtigen ist auch die St. Barbara-Kapelle in 266 Metern Tiefe, die von der Frömmigkeit der Bergmänner zeugte. Und wieder geht es hinauf – diesmal nach Braunlage (www.braunlage.de), dem herrlichen Luftkurort und Wintersportplatz, umrahmt vom Nationalpark Harz.
Genießen sollte man die Fahrt mit der Wurmberg-Seilbahn (www.wurmberg-seilbahn.de) auf den höchsten Berg Niedersachsens (971 Meter). Nur der fast gegenüberliegende Brocken (www.brocken-harz.de) ist mit 1141 Meter höher. Das Klima am Wurmberg tut gut. So gut, dass Braunlage das Prädikat eines Luftkurortes trägt. Wenn in den Städten also die sommerliche Hitze steht und drückende Schwüle herrscht, bietet der Wurmberg noch beste Bedingungen für Aktivitäten an der frischen Luft: Wandern, Biken oder einfach in der Sonne sitzen (Ferdinand Jacksch, 21.09.16).

RechteckFotoveranstaltung in Thüringen




Vom 15.-17.09.2016 fuhren Fotozüge auf der Strecke Neudietendorf - Meiningen - Eisenach. Zum Einsatz kamen 01 2066 (BEM), 50 0072 (BEM), 50 1380 (= 50 3501 Dampflokwerk Meiningen) und 50 3648 (SEM).
Höhepunkte dieser Fotoveranstaltung war die 01 2066 mit einen Bghw Wagenpark und am Freitag der 2100t Kieszug von Immelborn nach Eisenach mit 3x BR 50 (Sven Molle, 21.09.16).

RechteckTradition in Dampf & Diesel




Am Wochenendefanden die Museumstage im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen unter dem Motto "Tradition in Dampf & Diesel statt. Präsentation von Dampfloks vor dem Rundlokschuppen, Eisenbahnfahrzeugen auf der Drehscheibe und im Gelände. Führerstands Mitfahrten auf Dampfloks und die Pendelfahrten zum S-Bahnhof Dahlhausen und zum Hbf Bochum, sowie mit der Schienenbus der Ruhrtalbahn nach Hagen Hbf.
Neben den eigenen Betriebsfähigen Loks 38 2267 und 212 007 waren die 78 468 und V36 412 der Eisenbahn-Tradition Lengerich im Einsatz. War das Wetter am Vormittag noch kalt und trüb, wurde es mittags immer wärmer und die Sonne ließ sich auch immer wieder sehen (Harald Becker, 21.09.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Mit der Kamera notiert

RechteckForst

Am 17.09.2016 konnten die beiden EGP V100 (West) 212 279-4, 212 314-9 im Bahnhof Forst (Lausitz) angetroffen werden (Frank Gutschmidt, 21.09.16).

RechteckMünchen


Selbst die moderne - und scheinbar eintönige Eisenbahn des 21. Jahrhunderts ist für Überraschungen gut. Da läuft die 103 113 (Bj. 1970) mit einem IC in München Hbf. ein und die Garnitur wird standesgemäß mit der wohl ältesten, aktiven "E 10" der 115 114 abgezogen. Beide Lokomotiven befinden sich äußerlich in ausgezeichnetem Pflegezustand. Ein paar Stunden später bringt die 115 114 wieder eine Leergarnitur nach München Hbf.. Dabei kommt die 59-jährige neben einem ICE Velaro D zum stehen (Gunter Mackinger, 21.09.16).

RechteckNienburg

Aufgrund von Umleitern gibt es momentan die Möglichkeit, auf der KBS 124 von Nienburg nach Minden verstärkt Güterverkehr sowie einige Intercity und PbZ Züge zu fotografieren. Grund für die Umleiter sind Bauarbeiten auf der Rollbahn, wohl wegen den Arbeiten für das neue ESTW Osnabrück.
Als sichere Leistung gelten zum einen der IC 2195 von Hamburg Altona nach Köln (MO-FR) sowie am Wochenende der IC 2197 von Flensburg nach Köln. Beide Züge müssen dabei auf der eingleisigen Strecke Kreuzungshalte mit den Regionalbahnen eingehen. Der IC 2195 steht deshalb planmäßig von ca. 18.00 bis 18.20 in Windheim (vor Petershagen-Lahde) und der 2197 kreuzt die RB in Richtung Norden meist in Leese-Stolzenau.
Die Starleistung ist allerdings der PbZ 2451 (Mi) von Hamburg Langenfelde nach Dortmund Bbf, welcher die Strecke planmäßig von ca. 12.15 (Nienburg) bis 13.15 (Minden) belegt.
Die Fotos zeigen den PbZ 2451 am 14.9. mit 115 198 Durchfahrt Frille, sowie den IC 2195 am 15.9 mit 101 078 am Esig Windheim (Jonathan Christoph, 21.09.16).

RechteckForst

112 703-4 überführte 95 0009-1 und Personenwagen nach (Sonneberg/ Thüringen) als DGS 61466, da dort am 24.09 und 25.09.16 ein 95-Treffen statt findet. Hier der Zug am 19.09.16 bei Reuth/V (Alexander Hertel, 21.09.16).

RechteckSaale-Unstrut-Bahn




Am 17.09.2016 wurde nach langer Zeit, wieder ein Reisezug im ehemaligen Bahnhof Vitzenburg abgestellt. Im Zuge der Streckenerneuerung, hat die DB Netze den Bahnhof Vitzenburg aufgelassen und zur freien Strecke umgewandelt. Die ehemaligen Bahnhofsgleise wurden von der Saale-Unstrut-Bahn reaktiviert und stehen interessierten Eisenbahnunternehmen zum Rangieren und zum Abstellen von Zügen zu Verfügung.
Am 17.09.2016 nutze ein aus Löbau kommender Zug, die Infrastruktur der Saale-Unstrut-Bahn zum Rangieren und Abstellen. Der Zug brachte Fahrgäste in die Weinstadt Freyburg ins Unstruttal, wo die hervorragenden Saale-Unstrut-Weine reifen und gekeltert werden. Personell wurde die Mannschaft des Reisezug von Mitarbeitern der Saale-Unstrut-Bahn unterstützt, zum Beispiel durch einen Lokführer mit Streckenkenntnis, der ab Naumburg und bis Naumburg die Lok-Mannschaft unterstützt hat und durch Mitarbeiter vor Ort, die beim Rangieren die Weichen gestellt haben.
Bei der Lok handelt es sich um die ehemalige Regierungszuglok der DDR (JKHalle, Jan Krehl, Saale-Unstrut-Bahn, www.saaleunstrutbahn.de, 21.09.16).

RechteckZug ausgelastet, Zustieg nur mit Reservierung


18.09.2016, Innsbruck Hbf, EC 87 München-Venedig, ein Teil der Wartenden links am Bahnsteig 3. Rechts 4024.088 in Werbebeklebung als R 5117 nach Kufstein. Um 13.30 h verzögerte sich die Abfahrt um eine zusätzliche Minute nicht wegen Fahrgästen, sondern wegen des Austauschs der Container zur Speisewagenversorgung (GK, 21.09.16).

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Bahnberufe

Europa

RechteckFrankreich: Staat will keine Schulden von SNCF Réseau übernehmen
Die französische Regierung betrachtet es derzeit als "nicht angemessen", selbst - auch nicht teilweise - die Schulden von SNCF Réseau zu übernehmen. Damit soll das Defizit des Staates nicht zusätzlich belastet werden, wie die Zeitung Le Figaro aus dem 24-seitigen Bericht "Rapport du gouvernement relatif à la la trajectoire de la dette de SNCF Réseau et aux solutions qui pourraient être mises en oeuvre afin de traiter l'évolution de la dette historique du système ferroviaire" der Regierung zur Beherrschung der Schulden von SNCF Réseau an die Parlamentarier zitiert.
Der französische Premierminister Manuel Valls verkündete Anfang Juni unter dem Druck der durch die Gewerkschaften aufgebauten Streiks finanzielle Hilfen für die SNCF, wollte die Entscheidung zur Übernahme der gesamten oder eines Teils der Schulden der SNCF aber erst später treffen.
Die Fakten sind bekannt: Die Schulden von SNCF Réseau belaufen sich den Zahlen der Halbjahresbilanz 2016 der SNCF zufolge auf derzeit -44,134 Mrd. Euro. Nach Ansicht der Berichterstatter wird sich der Schuldenstand "im Jahr 2025 auf einer Höhe von rund 50 Mrd. EUR stabilisieren".
Eine teilweise Übernahme der Schulden durch den Staat hätte dem Bericht zufolge Auswirkungen auf das öffentliche Defizit. "Eine Übernahme von 10 Milliarden Schulden würde das Defizit um etwa 0,5 Prozentpunkte des BIP erhöhen" und "wäre eine schwere Belastung für das staatliche Finanzierungsprogramm".
Die Autoren schlagen vor, die Situation drei Jahre nach der Unterzeichnung eines Leistungsvertrages zwischen dem Staat und der SNCF noch einmal zu überprüfen. Der Leistungsvertrag wurde in der Bahnreform vor zwei Jahren festgeschrieben und mehrmals von der Regulierungsbehörde Arafer angemahnt, ist aber immer noch nicht abgeschlossen.
Weiter heisst es: "SNCF Réseau hat ein aktives Schuldenmanagement etabliert, das es ermöglicht, die Kosten der Schulden zu kontrollieren ..." Darüber hinaus soll die "Goldene Regel" die Schuldenaufnahme bei zukünftigen Projekten für SNCF Réseau begrenzen, aber auch für deren Anwendung ist das Dekret noch nicht veröffentlicht.
"Das ist ein furchtbarer Schlag für die SNCF, die gleichzeitig aufgefordert wird, Alstom zu retten", schimpft Hervé Maurey, Senator des Départements Eure und Mitglied im SNCF-Aufsichtsrat. "Dieser Bericht zeigt die gesamte Verantwortungslosigkeit des Staates." (WKZ, Quelle Figaro, 21.09.16).

RechteckÖsterreich: Mauthausener Eisenbahnbrücke strahlt in neuem Glanz

Die Mauthausener Eisenbahnbrücke über die Donau ist wieder rundum neu. Nach einem Facelifting, bei dem rund 20.000 Quadratmeter der Stahlkonstruktion mit einem Korrosionsschutz versehen wurden, strahlt die Brücke nun seit wenigen Tagen wieder in neuem Glanz. Die Sanierung dauerte insgesamt zwei Jahre, wobei die Arbeiten bei laufendem Betrieb durchgeführt wurden. Die 75 Jahre alte Brücke ist nun wieder in einwandfreiem Zustand.
Im Herbst werden noch Ergänzungsarbeiten durchgeführt, die vor allem im Austausch der Holzbedielung bestehen. Der Fahrzeugverkehr auf der danebenliegenden Straßenbrücke wird dadurch in keiner Weise beeinträchtigt. Zudem werden in den nächsten Jahren als Sicherheitsmaßnahme noch die Flusspfeiler zusätzlich gegen Schiffsanprall verstärkt.
Die Donaubrücke in Mauthausen ermöglicht den Anschluss der Donauuferbahn an die Westbahnstrecke in St. Valentin. Für eine raschere Anbindung nach Linz wurde vor Jahren von den ÖBB im Bereich Enns zusätzlich ein Schleifengleis errichtet. Die Eisenbahnbrücke ist 500 Meter lang und hat zwei Durchfahrtsöffnungen für Schiffe, die jeweils acht Meter hoch und 70 Meter breit sind. Die Eisenbahnbrücke befindet sich im Eigentum der ÖBB, während die parallel dazu verlaufende Straßenbrücke dem Land Oberösterreich gehört. Die Sanierung der Eisenbahnbrücke startete im Sommer 2014 (Pressemeldung ÖBB, 21.09.16).

RechteckSchweiz: BLS prüft Empfehlung der Begleitgruppe
Die Empfehlung der Begleitgruppe «Werkstätte BLS» für einen Standort der neuen S-Bahn-Werkstatt liegt vor. Damit leistet die Begleitgruppe einen wertvollen Beitrag für die Beurteilung zur zukünftigen Ausrichtung der Fahrzeug-Instandhaltung. Die BLS dankt allen Beteiligten für ihre konstruktive Arbeit.
Die BLS dankt der Begleitgruppe «Werkstätte BLS» für die konstruktive Überprüfung der Standortevaluation für eine neue S-Bahn-Werkstatt. Der Verwaltungsrat der BLS erachtet die Empfehlung der Begleitgruppe als gewichtigen Beitrag zur Entscheidfindung. Er wird diese nun vertieft analysieren und in die Gesamtbewertung der zukünftigen Ausrichtung der Fahrzeug-Instandhaltung einfliessen lassen. Der Verwaltungsrat der BLS AG entscheidet voraussichtlich bis Ende 2016, welchen Standort er für den Werkstattneubau favorisiert. (Pressemeldung BLS, 21.09.16).

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