LOK Report - Nachrichtenmagazin fuer Eisenbahnfreunde
  English Introduction ImpressumRedaktionKontakt
   
Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

LOK Report – News von Montag, 16.01.17

Schicken Sie eine Meldung

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
NEB setzt Talent auf der RB26 ein
Absatzlinie
Fünfter ET 422 in Brand geraten
Absatzlinie
Balkan-Staaten: Internationaler
Verkehr mit Einschränkungen

Absatzlinie
Kosovo/Serbien: Provokativer Personenzug ruft Unabhängig-
keitskonflikt hervor

Absatzlinie
Weitere Modernisierung EP07

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Ryszard Rusak

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: ICE-Züge fahren wieder mit regulärer Höchstgeschwindigkeit
Die ICE-Züge der Deutschen Bahn (DB) fahren ab 14.01.16, 13 Uhr wieder mit ihrer regulären Höchstgeschwindigkeit von 230 bis 300 km/h. Ermöglicht wird dies durch die deutlich milderen Temperaturen.
Aufgrund des Wintereinbruchs mit starkem Schneefall und Eisbildung hatte die DB entschieden, seit Freitag vorsorglich die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICE-Züge auf 200 km/h zu senken. Damit sollten Zugausfälle und Verspätungen durch Flug von Eisklumpen und Schotter vermieden werden.
Schotterflug entsteht, wenn während der Fahrt Eisklumpen vom Zug auf das Gleisbett herabfallen. Dabei werden insbesondere bei hohen Geschwindig-keiten Schottersteine aufgewirbelt, die an den Unterböden der Fahrzeuge Schäden verursachen und zu Zugausfällen führen können. Die wirksamste betriebliche Maßnahme gegen Schotterflug ist eine präventiv auf 200 km/h reduzierte Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsbegrenzung wurde flächendeckend eingeführt, da die Eisklumpen in der Regel auf wärmeren Streckenabschnitten abfallen, nachdem der Zug vorher auf einer Strecke mit geschlossener Schneedecke entsprechende Anhaftungen aus Schnee und Eis "aufgesammelt" hat. Für die Fahrgäste auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken im Fernverkehr ergaben sich dadurch Fahrzeitverlängerungen von 10 bis 20 Minuten.
Weitere Informationen rund um die Wintervorbereitungen der DB gibt es unter deutschebahn.com/winter (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.01.17).

Anzeige

Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Streit um Echt Bodensee Card (EBC)
Mit einer kleinen Reisewarnung bittet der Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V. (GUM E.V.) um die Aufmerksamkeit von Menschen, die einen Urlaub in der Bodenseeregion planen. "Es sind gegenwärtig erneut Pressemeldungen im Umlauf, die mit der 'Echt Bodensee Card' (EBC) eine kostenlose Nutzung des ÖPNV in der Bodenseeregion versprechen. Man kann dabei sehr schnell übersehen, dass in vier von 23 Gemeinden, die eine EBC gegen ein Pfand von fünf Euro pro Karte abgeben, zunächst die Kurtaxe (1 Euro pro Nacht) heftig erhöht wurde und bei einer Überschreitung der Grenzen des bodo Verkehrsverbundes hohe Zusatzkosten entstehen", erklärt ein Sprecher des Vereins.
Nach Mitteilungen der Deutschen Bahn oder des Verkehrsverbundes Bodo muss z.B. für eine Fahrt von Langenargen nach Lindau, ab dem Bahnhof Kressbronn, ein neuer Fahrschein im Voraus gekauft werden. Für eine Fahrt von Kressbronn bis Lindau kostet diese Fahrt für Erwachsene (Ab 15 Jahre) 2,60 Euro, für Kinder 1,30 Euro. Für die Fahrradmitnahme muss eine DB-Fahrradtageskarte für den Nahverkehr (5 Euro pro Rad) gelöst werden. Für eine Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder) ergibt es eine Summe von 35,60 Euro pro Tag. Über die Fahrradmitnahmemöglichkeit sollte man sich vorher informieren. In Doppelstockzügen des InterRegioExpress Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen - Lindau ist die Fahrradmitnahme auf 50 Stellplätze beschränkt. Für die Bodenseegürtelbahn wurden keine Zahlen bekanntgegeben.
Der bodo Verkehrsverbund stellt als Besonderheit die kostenlose Fahrradmitnahme vor 6 Uhr und nach 9 Uhr, ab 30. April, in seinem Verbundnetz heraus. Das wird endgültig im Chaos enden, da die Bodenseegürtelbahn (Friedrichshafen bis Singen) immer mehr Pendler, Passagiere und bald noch 500.000 Touristen für kostenlose Fahrten mit der EBC in die völlig überlasteten Bahnen und Busse des Bodenseekreises lockt.
"Allein in acht Wochen im Herbst 2016 fallen 145 Züge zwischen Friedrichshafen und Singen aus", meldete der Südfinder im Januar 2017 und schreibt weiter über häufige Ausfälle durch Fahrzeugschäden, fehlende Fahrzeuge oder auch fehlendes Zugpersonal.
Auf Initiative der SPD hat der Kreistag eine Resolution zur Bodenseegürtelbahn verabschiedet. Darüber hinaus lädt die SPD noch im Januar zu einer Testfahrt ein.
Es gibt "rund um den Bodensee" zahllose Initiativen gegen die, von der Deutschen Bodensee Tourismus GmbH und bodo geplante EBC. Die Zahl der "Verweigerer" besteht bisher vorwiegend aus mehr als 500 Gastgebern aus den Bereichen Hotel, Pensionen, Ferienhaus- und Wohnungsvermieter die dem Vorhaben eine Absage erteilt haben.
Ein mächtiger Bund, der sich für ein Projekt wie die "echte" KONUS Karte aus dem Schwarzwald oder VHB Gästekarte durchaus aufgeschlossen zeigt, jedoch wegen der bestehenden Probleme bei Kosten, Datenschutz und mangelnde Leistungsfähigkeit bei Bahnen und Bussen, die EBC ablehnt.
Inzwischen hat auch eine vierte Initiative in der Gemeinde Sipplingen den Klageweg gegen die mit der EBC verbundene Datenerfassung gewählt.
Der Vereinssprecher verweist auf das teilweise Jahrzehnte bestehende Vertrauensverhältnis zu den Feriengästen. Unser Motto ist "klar und wahr" und wir möchten unsere Erholung suchenden Gäste nicht Enttäuschen. Wir fürchten eben auch zahllose Beschwerden und Kritik wegen des grottenschlechten Nahverkehrsangebots und empfehlen verbindliche Zusagen und Auskünfte bei den Tourist Informationen einzuholen sowie als Ergänzung unsere Internetseiten zu besuchen:
Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V., bodensee-seeferien.com oder Forum Langenargen (Pressemeldung Gastgeber Uhldingen-Mühlhofen e.V., 16.01.17).

RechteckBayern: Verbesserte Infrastruktur Freilassing - Bad Reichenhall

Im 150 Jahr ihres Bestandes wurden auf der 14,9 km langen DB-AG Hauptstrecke Freilassing – Bad Reichenhall (die Weiterführung nach Berchtesgaden ist eine Nebenbahn mit eigener Streckennummer) umfangreiche Sanierrungen an Bahnhof Infrastrukturen vorgenommen. So erhielt der Bahnhof Hammerau in Bahn-km 5,9 zwei Seitenbahnsteige. Der Bahnhof Piding (km 10,8) wurde mit einem Mittelbahnsteig ausgestattet und die mechanische Sicherungsanlage(!) so adaptiert, dass gleichzeitige Zugeinfahrten bei Kreuzungen möglich sind.
Leider sieht das aktuelle Fahrplankonzept der BEG keine planmäßigen Kreuzungen in Piding vor - was nicht ist kann aber noch werden. Weitere Investitionen und eine Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit wären wünschenswert. Warum aber für diese Baumaßnahmen heuer im Herbst der gesamte Zugverkehr für zwei Monate eingestellt wurde, ist nur der Praktikabilität und nicht der Kundenfreundlichkeit geschuldet (Gunter Mackinger, 16.01.17).

RechteckBrandenburg: Kapazitätsausweitungen auf der RB26
Durch den Einsatz eines weiteren Fahrzeugs weitet die NEB auf der Linie RB26 bei einigen Fahrten das Platzangebot aus. Zusätzlich verkehren auch seit dem Fahrplanwechsel zwischen Berlin-Lichtenberg und Gorzow (PL) durchgehende Züge.
Nach stetigem Fahrgastzuwachs in den letzten Jahren auf der RB26 (Berlin-Lichtenberg – Müncheberg – Kostrzyn (PL)) setzt die NEB ab Anfang Januar 2017 zusätzliche Fahrzeuge auf dieser Linie ein. Der NEB ist es gelungen dafür langfristig ein weiteres Fahrzeug vom Typ „Talent“ anzumieten.
Damit werden zwei Ziele verfolgt: insbesondere in der Hauptverkehrszeit sollen einige Fahrten verstärkt und damit die Platzkapazität, vor allem von und nach Polen, erhöht werden, um so den Fahrkomfort für die Fahrgäste zu steigern. Gleichzeitig wird mit Rückkehr der „Talente“ durch einen gemischten Betrieb auf der Linie die allgemeine Betriebssituation stabilisiert bis die neuen „Link“ von PESA ausgewogener laufen.
So wird beispielsweise der Zug 5171 um 6:02 ab Kostrzyn jetzt in Doppeltraktion gefahren, mehrere Züge verkehren nachmittags über Müncheberg bis Kostrzyn hinaus jetzt ebenfalls in Doppeltraktion und der Zug 15:37 Uhr von Berlin-Lichtenberg fährt zwischen Lichtenberg und Müncheberg neu in Dreifachtraktion. Auch durch den Einsatz des Talenttriebwagens auf einem Drittel der Fahrten ergibt sich ein zusätzliches Platzangebot im Tagesverlauf.
Zusätzlich gibt es bereits seit dem Fahrplanwechsel am 11.12.2016 durchgängige Fahrten zwischen Berlin und dem polnischen Gorzów. Konkret handelt es dabei um einen Frühzug aus Gorzów (ab 5.38 Uhr), der um 7:38 Uhr in Berlin-Lichtenberg ankommet und um einen späten Zug um 18:37 von Lichtenberg nach Gorzów. Bei diesen Fahrten werden die neuen von der NEB angeschafften PESA Link Fahrzeuge eingesetzt (Pressemeldung NEB, 16.01.17).

RechteckNiedersachsen: Informationsveranstaltung Ausbau Hamburg/Bremen-Hannover
Rund 150 Gäste kamen auf Einladung der Deutschen Bahn am 12. Januar in der Ritterakademie Lüneburg zusammen, in der die zweite überregionale Informations-veranstaltung zum Ausbauprojekt Hamburg/Bremen-Hannover stattfand.
Die geladenen Vertreter von Bürgerinitiativen, Behörden, Politik und Verbänden erhielten einen Einblick in den aktuellen Stand der Planungen. Es bestand auch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch zum Bahnprojekt, in dem insgesamt rund 396 Kilometer Schienen im Gebiet von Niedersachsen, Bremen und einem Teil Nordrhein-Westphalens erweitert werden sollen. So sieht es der Bundesverkehrswegeplan 2030 und das im Dezember 2016 vom Bundestag verabschiedete Bundesschienenwegeausbaugesetz vor; die Fragen nach dem ‚Warum' und dem ‚Wo' des Projekts sind bereits politisch beantwortet.
Das ‚Wie' der konkreten Umsetzung wird von der Deutschen Bahn im Dialog mit den vom Projekt Betroffenen festgelegt, wodurch sich für die Öffentlichkeit Gestaltungsmöglichkeiten ergeben könnten. Dementsprechend klar ist die Botschaft von Matthias Hudaff, dem Leiter des Bahnprojekts Hamburg/Bremen-Hannover: "Planungsunterlagen für einzelne Teilstrecken haben wir nicht in der Schublade, sehr wohl aber ganz eine klare Vorstellung davon, wie wir die lokale Öffentlichkeit an den Planungen teilhaben lassen werden. Es ist unser ureigenes Interesse, einen kontinuierlichen Dialog mit Vertretern einer stets gut informierten Öffentlichkeit zu führen und regionale Hinweise zu erhalten, mit denen sich das Projekt gemeinsam optimal ausgestalten lässt."
Diesbezüglich betrieben die Projektverantwortlichen großen Aufwand. Seit dem Ende des vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium organisierten Dialogforums fanden ab November 2015 mehr als 20 Informations- und Dialog-veranstaltungen in verschiedenen Städten, Gemeinden und Landkreisen statt.
Für den Abschnitt Rotenburg–Verden gab es in 2016 bereits drei Treffen des Runden Tisches. Der Abschnitt befindet sich seit Dezember 2016 in der Vorplanung, in die die am Runden Tisch eingebrachten Hinweise nun einfließen können. Für dieses Jahr sind für diesen Abschnitt drei weitere Treffen geplant.
Für den Abschnitt Lüneburg–Deutsch Evern wird voraussichtlich dieses Jahr die Finanzierungszusage und der Planungsauftrag des Bundes erwartet. Die Deutsche Bahn plant daher auch entlang dieses Abschnitts die Realisierung erster Runder Tische.
Etwaige Sorgen, keine Informationen zum Projekt zu erhalten, versucht Hudaff zu nehmen: "Sobald wir den Planungsauftrag des Bundes zur Planung einzelner Teilprojekte erhalten, werden wir in diesen Runde Tische initialisieren. Niemand wird vergessen, alle Hinweise werden gehört. Mit vielen Vertretern lokaler Betroffener haben wir bereits regelmäßig Kontakt. Dieses Netzwerk werden wir zum einen selbst stetig erweitern, und sind darüber hinaus grundsätzlich offen für Einladungen zum vertrauensvollen Austausch und Klärung drängender Fragen." (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.01.17).

RechteckNiedersachsen: Milder Winter hilft beim Ausbau in Grohnde


Auch wenn beim Besuch am Freitag auf der Bahnbaustelle Gohnde der Eisenbahn Vorwohle - Emmerthal die Räder still standen und die Bagger arbeitslos waren, so konnte man doch bei geringer winterlicher Pracht gut sehen, wieweit der Ausbau des Bahnhofs zu einer Holzverladestelle und Abstellung von Wagen fortgeschritten ist.
Eine Seevetaler Fachfirma aus dem Ort südlich von Hamburg ist hier tätig. Die Federfführung der Bauaufsicht liegt bei der Celler OHE. Weiter östlich ist die Strecke schon vor einiger Zeit weitgehend frei geschnitten worden. Theoretisch könnten sehr bald Züge fahren.
Auch im Banhof Bodenwerder-Linse sind Arbeitsspuren erkennbar. Der Draisinenbetreiber hat dort einen seiner aus dem Kratzeburger Museumszug umgebauten Wagen aufgestellt und sogar Flyer in einem Kasten ausgelegt, die zu Draisinenfahrten einladen. Aber auch hier Chaos und Verfall mit teilweise eingestürtztem Schuppendach des ehemaligen Triebwagenschuppens und im Bahnhofsgebäude mit der ehemaligen Gastwirtschaft Totalchaos, was als "Kulturbahnho" und Start für die bis zum ehemaligen Kalkwerk Dielmissen fährende Strecke gilt.
Von den Draisinen selbst noch keine Spur. Dennoch sind die Initiatoren davon überzeugt, dass das Konzept greift und neben den erwarteten Kiestranmporten des Kieswerks Lammert, dem jetzt die Strecke bis Hehlen gehört.
Das Kiesvorkolmmen dort reicht für Jahrzehnte. Es gibt zwar überall im Wesertal Kiesvorkommen, aber die stehen unter Naturschutz. Deshalb ist das Hehlener Objekt praktisch konkurrenzlos und von sehr guter Qualität. Spätestens zum Sommer sollen Züge fahren, wobei die bahnfreundlichen Kiesunternehmer auch andere Anlieger einladen, wieder auf die Schiene zurückzukehren, wie das Kalkwerk und die Lewerke Heller in Hehlen.
Es sind auch Museumsbahnfahrten erwünscht, wobei derzeit noch das Problem geklärt werden muss, wie mit dem nicht zum Besitz der Firma gehörende kurz Streckenstück bis zum Banhof Kemnade sich nutzen lässt und viellleicht auch die große Weserbrücke, auf der früher zu VEE-Zeiten Züge als rollende Triebüne mit guter Sicht auf das Spektakel im August mit großem Aschlussfeuerwerk bestens zu sehen ist.
Auch das einst bis zu den Rigeips-Werken führende Anschlussgleis wurde für solche Zwecke genutzt. Das zur offiziellen Einweihung mit prominenten Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft ein Sonderzug fahen wird, ist so gut wie sicher, in Niedersachsen ist schließlich Landtagswahlkampf, ein Schelm wer da kombiniert. Infrage käme ein OHE-Erixx-Triebwagen, die Seelzer Schienenbuseinheit, deren Triebwagen von der VEV stammt oder ein anderer historischer Triebwagen. Man darf gespannt sien.
Die Bilder zeigen die Situation in Grohnde und in Bodenwerder. Dass die totgesagte Eisenbahn, die auf langer Strecke unmittelbar neben der Weser verläuft, sich noch einmal dergestalt erholen könnte, war noch im Vorjahr kaum absehbar. Und jetzt winkt sogar ganz in der Ferne auch Wiederaufnahme von täglichem Reisezugverkher mit Umsteigemöglichkeit in Bodenwerder für Anrainer aus dem Gebiet Hiolzminden und Ausflügler aus Hameln und Hannover in der Gegenrichtung, alles scheint möglich, alllerings nicht so schnell (WR, 16.01.17).

RechteckNRW: Nach Kollision mit Geldautomat mit Reparaturarbeiten am Gleis
Bei der Kollision eines Güterzugs mit einem Geldautomaten am Dinslakener Bahnhof wurde nicht nur eine Lok der Schweizerischen Bundesbahn (SBB), sondern auch die Gleise schwer beschädigt. Die Deutsche Bahn (DB) wird daher auf einer Länge von über 200 Metern die Gleise erneuern müssen. Dafür müssen etwa 1.700 Schwellen ausgetauscht werden. Von der Kollision ist auch der Bahnsteig des Dinslakener Bahnhofs betroffen, der ebenfalls teilweise erneuert werden muss.
Durch die Kollision in den frühen Morgenstunden des 12. Januar war der Zugverkehr zwischen Oberhausen und Wesel stark beeinträchtigt. Der Fernverkehr ist bis etwa 9.00 Uhr umgeleitet worden. Insgesamt kam es zu Verspätungen und Ausfällen im Regionalverkehr. Gegen Mittag hat sich die Lage auf der Strecke weitestgehend normalisiert.
Die DB beginnt am morgigen Freitag, 13. Januar, mit den Vorarbeiten für die Reparatur der Gleise und des Bahnsteigs im Bereich des Dinslakener Bahnhofs. Geplant ist, dass die Arbeiten am kommenden Montag, 16. Januar, gegen 4.30 Uhr abschlossen sind. Der angekündigte starke Schneefall und die niedrigen Temperaturen können den Abschluss der Arbeiten allerdings verzögern.
Während der Bauarbeiten kann es zu Störungen im Betriebsablauf kommen. Die Reisenden werden für die Erschwernisse im Reisezugverkehr um Verständnis gebeten.
Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu vermeiden. Die Deutsche Bahn wird den Baulärm auf das unbedingt notwendige Maß beschränken und bittet die Anwohner um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten (Pressemeldung Deutsche Bahn, 16.01.17).

RechteckNRW: Leere S-Bahn in Brand geraten
Am Mittag des 13.01.17 ist die Feuerwehr gegen 13:45 Uhr zu einer brennenden S-Bahn, die auf einem Nebengleis ungefähr 500 Meter vor den Hauptbahnhof in Bereitschaft stand, alarmiert worden. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt, da die Bahn zu diesem Zeitpunkt noch nicht in den Personenverkehr eingebunden war.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits dichter Rauch aus einem Wagon und der Zugführer hatte bereits eigene Löschversuche mit einem Feuerlöscher unternommen. Ein Atemschutztrupp drang unverzüglich mit weiteren Pulverlöscher in die S-Bahn vor und erstickten die sich rasch ausbreitetenden Flammen. Zwischenzeitlich erdete der Notfallmanager der Bahn die Oberleitung und der Zug wurde durch einen weiteren Mitarbeiter schließlich spannungsfrei geschaltet, sodass keine Gefahr mehr durch fließenden Strom für die Einsatzkräfte bestand.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr und die zuvor durchgeführten Löschversuche des Zugführers konnte der Brand letztendlich auf den Wagon beschränkt werden. Der Wagon selber wurde jedoch stark beschädigt, da sich der Brand in der Deckenverkleidung weitläufig ausbreiten konnte und zum Ablöschen von mehreren Glutnester die Verkleidung eröffnet werden musste.
Nach abschließender Belüftung der gesamten S-Bahn wurde diese dann an den Notfallmanager der Bahn übergeben. Die genaue Brandursache muss nun ermittelt werden. Im Einsatz befanden sich 42 Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 (Mitte) und 2 (Eving) sowie der Rettungsdienst (Pressemeldung Feuerwehr Dortmund, 16.01.17).

Anzeige

Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckDer traditionelle Dreikönigszug rund um Florenz


Am 6. Januar, Dreikönigstag, fuhr der traditionelle "Treno della Befana" wieder von Florenz über Pontassieve und Borgo San Lorenzo nach San Piero a Sieve und über Vaglia zurück. Der Zug wurde ausnahmsweise von zwei Lokomotiven gezogen: die 625.177 und die Franco-Crosti 741.120.
In den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts introduzierten Attilio Franco und Dr. Piero Crosti ein neues Verfahren wobei die Rauchgase nicht mehr direkt durch den Schornstein ausströmten. Die Gase wurden in der Rauchkammer umgelenkt und durch den unter dem Langkessel angeordneten Vorwärmkessel geführt, aus dem sie dann durch den seitlichen Schornstein austraten.
Zwischen 1958 und 1960 wurden 81 1D-Lokomotiven der Baureihe 740 mit einem Franco-Crosti Kessel versehen und liefen weiter als Baureihe 741. Die 740.433 wurde übrigens schon Mitte 1954 umgebaut, trug aber zunächst (bis 1958) die Nummer 743.433.Bei diesen Maschinen wurde nur ein Vorwärmkessel eingebaut. Die Tatsache dass einige dieser Loks bis Ende der 70er Jahre im Einsatz waren, beweist dass sie sehr wirtschaftlich waren, obwohl die Abgasvorwärmer ziemlich empfindlich gegen Korrosion waren durch kondensierte Rauchbestandteile mit schwefligen Säuren.
Die 741.120 ist die ex-740.120 (Officine Meccaniche, Napoli, Nr. 562/1914). Der Umbau wurde von der Officine FS – Verona Porta Vescovo durchgeführt und in Mai 1958 abgeschlossen. Nach ihrer Ausmusterung wurde die Lok in Moretta aufgearbeitet und ist jetzt in Pistoia beheimatet.
Von der italienische 1C Baureihe 625 wurden von 1910 bis 1914 wurden 108 Stück bei Ansaldo, Sampierdarena (32), bei Costruzioni Meccaniche Saronno (61) und bei Officine Meccaniche Milano (15) gebaut, alle mit Walschaerts-Steuerung. Sie waren sowohl für Personen- als für Güterzüge auf Gebirgsstrecken vorgesehen. Bis 1919 liefen sie als 62501-62608, danach als 625.001 - 625.108. In 1922 wurden weitere 80 Maschinen von Ansaldo (55) und von Schwartzkopff, Berlin (25) geliefert. Zwischen 1929 und 1933 wurden 153 Loks der Baureihe 600 umgebaut. Sie hatten eine Caprotti-Steuerung und wurden eingereiht als Baureihe 625.300. 35 dieser Lokomotiven, alle mit Caprotti Steuerung, bekamen von 1952 bis 1954 einen Franco-Crosti-Kessel und bildeten die Baureihe 623. Die Loks behielten ihre alten Laufnummern. Dieser Entwurf war kein Erfolg und die letzte Maschine wurde Anfang 1970 abgestellt.
Die letzte 625 wurde in 1976 aus dem Verkehr gezogen, obwohl einige als strategische Reserve betriebsfähig abgestellt wurden. Die letzte Maschine, die aus dieser Reserve freigemacht wurde war die 625.100 in 1988.Die 625.177 gehörte zu den 25 bei Schwartzkopff in Berlin (Fabriknummer 8036) in 1922 gebauten Lokomotiven mit Walschaerts-Steuerung. Der größte Teil ihrer Karriere verbrachte die Lok auf Sizilien. In 2001 wurde sie als Museumslok an Pistoia abgegeben und untergebracht bei der Gruppe "ALe 883" in Lecco. Die betriebsfähige Aufarbeitung dauerte von November 2001 bis Februar 2005 (Ad van Sten, 16.01.17).

Anzeige

LOK Report

Mit der Kamera notiert

RechteckMinden


187 012 Captrain mit Gz Richtung Osnabrück am 6.1.17 zwischen Minden und Porta Westfalica. Wegen Bauarbeiten (Errichten der Lärmschutzwände zunächst an der Westseite der Bahnstrecke) wird das falsche Gleis (eigentlich Fahrtrichtung nach Minden) befahren. Northrail 273 019-6 bei den Mindener Kreisbahnen: die Firma Drachengas am Abstiegshafen in Minden wird noch regelmäßig von der mkb bedient. Da kein Umsetzen der Lok mehr möglich ist, müssen die im Anschluß getauschten Wagen zum mkb-Rangierbahnhof an der Friedrich-Wilhelm-Straße zurück geschoben werden. Das Foto zeigt dies auf der Weserbrücke, wo sich der Zug im Fluß spiegelt (6.1.17). Am 12.01.17 mußte 218 477-8 von DB Netz-Instandhaltung an der Mindener Diesel-Tankstelle betankt werden (Dr. Jochen Christoph, 16.01.17).

RechteckPolná




Am 12. Januar fuhr ich aus Prag nach Dobronín (Strecke Havlíčkův Brod/Deutschbrod-Jihlava/Iglau). Aus Dobronín ging ich zufuß entlang der Lokalbahn Dobronín - Polná durch Schneeverwehungen nach Polná. Bis km 3,5 ist die Strecke befahrbar, dort sind die Anschussgleise der Agropodnik a.s., Bedienung mit Güterzug Mn 82836 an (1),(3),(5). Am km 3,5 befindet sich die 2910 errichtete Rottafel Richtung Polná.
Die Strecke nach Polná wurde im Jahre 1904 erbaut, wie die 6 km lange Strecke zur ehemaligen Bezirgstadt. Ab Juni 1982 wurde der Personenverkehr abbestellt. Ich fotografierte erstmals diese Strecke am 8. Mai 1982, dort war neben Güter- noch starker Personenverkehr mit 17 (!) Zugpaaren.
Die Fotos zeigen einen GmP am 8. Mai 1982 vor Polná und im Bhf Polná, den Bhf Dobronín mit Zug nach Jihlava, mein Fußweg mit Anschluss Agropodnik, der Bü bei Polná, der noch tätig ist, obwohl kein Zug mehr fährt, und den Markt Polná (Martin Kubík, 16.01.17).

Anzeige

Farrail Tours

Europa

RechteckBalkan-Staaten: Internationaler Verkehr mit Einschränkungen
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 musste der internationale Fernverkehr in den Balkanstaaten erhebliche Einschränkungen hinnehmen:
• Die tägliche (Kurswagen-)Verbindung Moskau - Warschau - Bratislava - Budapest - Beograd - Sofia wurde nach nur einem Jahr südwestlich von Warschau ersatzlos eingestellt.
• Das Nachtzugpaar Beograd - Sofia - Beograd entfällt, es gibt jetzt noch ein tägliches Zugpaar.
• Das (Kurswagen-)Zugpaar Budapest - Craiova - Vidin - Sofia (über die neue Donaubrücke 2 zwischen Rumänien und Bulgarien) entfällt, es wird ersetzt durch einen Regionalzug Craiova - Vidin - Craiova mit Anschluss von und nach Sofia.
• Das Nachtzugpaar Ljubljana - Zagreb - Beograd verkehrt nur noch in der Saison.
• Wegen Bauarbeiten ist der gesamte Verkehr zwischen Nis und Presevo eingestellt, damit entfällt der gesamte Verkehr Beograd - Skopje - Thessaloniki bis mindestens Mai 2017, was dann kommt ist offen.
• Nach wie vor eingeschränkt sind die Verbindungen von Sofia und Bukarest nach Istanbul, die Verkehtstage sind reduziert und häufig verkehrt dieser Zug nur bis zum türkischen Grenzbahnhof Kapikule. Hier besteht die Hoffnung auf Besserung nach Fertigstellung der Bauarbeiten im Raum Istanbul.
• Zumindest wurden die saisonalen Verkehrstage des Kurswagenzuges Thessaloniki - Sofia - Bukarest etwas ausgedehnt.
• Es gibt wieder eine wöchentliche Verbindung Bukaest - Kyew über Vadul Siret.
(Prof. Dr. Johannes Schenkel, Quellen: European Rail Timetable, Internetauftritte der russichen, serbischen, bulgarischen und griechischen Bahnen, 16.01.17).

RechteckKosovo/Serbien: Provokativer Personenzug ruft Unabhängigkeitskonflikt hervor

Fotos ŽS.
Ein Personenzug von Beograd (Hauptstadt Serbiens) nach Mitrovica (Kosovo) musste Presseberichten des ORF und der BBC zufolge am 13.01.16 in der südserbischen Stadt Raška stehen bleiben. Der serbische Premier Aleksandar Vučić veranlasste dies, nachdem der kosovarische Präsident Hashim Thaçi den Innenminister Skënder Hyseni und den Polizeidirektor Shpend Maxhuni beauftragt hatte, den Zug an der Grenze "um jeden Preis" zu stoppen.
"Wir haben einen Zug geschickt, keine Panzer", erklärte Serbiens Präsident Tomislav Nikolić. Nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Belgrad befürchtete er um die Sicherheit der Serben im Norden Kosovos: "Wenn Serben umgebracht werden, werden wir die Armee schicken."
Bereits seit 2008 haben die Serbischen Eisenbahnen den Betrieb im Norden des Kosovo von der serbischen "Grenze" bis nach Mitrovica im Handstreich übernommen. Man fährt seit Jahren mit regulären Reisezügen von Kraljevo (Serbien) bis nach Mitrivoca sever (Nord), einem provisorischen Bahnsteig in einem Anschlußgleis, serbisch kontrollierter Teil von Mitrovica.
Diese Aktion mit dem innen wie außen beklebten Zug (innen großflächige Abbildungen von orthodoxen Ikonen, außen "Kosovo ist Serbien" in zwanzig Sprachen) sollte einen "durchgehenden" Zug Beograd - Mitrovica simulieren oder initiieren. Betrieblich wäre das überhaupt kein Problem gewesen, im Status quo ist egal, ob der Zug von Kraljevo oder Beograd kommt. Die Gestaltung war das Problem: die reine Provokation.
Pragmatische Lösungen wurden konterkariert und wohl zurückgeworfen. Angeblich war man kurz vor einem Durchbruch, die Infrastruktur Mitrivica - "serbische Grenze" von Kosrail betreiben zu lassen, serbische und kosovarische EVU hätten identische Trassenpreise bekommen, man hätte von Norden dann auch wieder in den eigentlichen Bahnhof von Mitrovica fahren können. Vielleicht war die Aktion auch gezielt dagegen gerichtet. Dann dürfte sie Erfolg gehabt haben, auch wenn gar kein kosovarisches Gebiet erreicht wurde ... (Joachim Piephans, Prof. Dr. Johannes Schenkel, GK, Quelle ORF, BBC, 16.01.17).

RechteckPolen: Weitere Modernisierung der Lokomotive EP07

Die Reparaturwerkstätten Olkol sp. z o.o (GmbH) Olesnica verbinden die Reparatur von sieben Elektro-Lokomotiven EP07 (Typ 303E) mit einer teilweisen Modernisierung. Ursprünglich sollten die Lokomotiven auf die Geschwindigkeit von 140 km/h angepasst werden. Letztlich aber hat PKP Intercity die Verdingungsunterlagen geändert, ist von der erhöhten Geschwindigkeit zurücktreten und hat sich für eine Standard-Reparatur P5 entschieden. Äußerlich unterscheiden sich die Lokomotiven durch zwei Fenster, andere Scheinwerfer, fehlende Steckdosen-Steuerung und die Seitenfenster der Fahrerkabine.
Der Reparatur von P5 / 1 + M wurden folgende Fahrzeuge unterworfen: EP07-505, EP07-506, EP07-513, EP07-517, EP07-534, EP07-541 und EP07-542. Die Maschinen werden an PKP Intercity geliefert: Warszawa (505, 513, 517), Gdynia (534) und Kraków (506, 541, 542) (Ryszard Rusak, 16.01.17).

Übersee

RechteckBrasilien: ÖPNV in Salvador de Bahia




Die brasilianische Millionenstadt Salvador de Bahia verfüge während rund hundert Jahren von 1866 bis 1968 über umfangreiche Netze von Tramway und Trolleybus. Pferdebahn und Dampftramway wurden ab 1897 von der elektrischen Straßenbahn im Stadt-und Vorortverkehr abgelöst und bald verfügte die Stadt über eines der größten Straßenbahnnetze Südamerikas.
Noch 1933 verfiel die barocke Kathedrale dem Abbruch (!) um eine neues Straßenbahn Terminal am Elevador Lacerda (Senkrechtaufzug) errichten zu können. Die 1950er Jahre brachten dann aber rasch das Ende, obwohl die in nordamerikanischen Händen befindliche Bahngesellschaft verstädtischt wurde. Ein 1959 eingerichtetes Obusnetz brachte es auf nur 9 Jahre Betriebsgeschichte.
Heute bestimmen enorme Flotten von Linienbussen verschiedenster Gesellschaften das Straßenbild. Ihnen gemeinsam ist der Schaffnerbetrieb mit Drehkreuz an der vordersten Türe und natürlich Frontmotor und Schaltgetriebe. Niederflurfahrzeuge sind dzt. noch ein Fremdwort. Auf Grund der hügeligen Stadtlage finden sich neben der alten Vorortbahn und der neuen Metro auch noch 2 Standseilbahnen und ein Senkrechtaufzug - als Relikte eines einstmals umweltfreundlichen Verkehrssystems (Gunter Mackinger, 16.01.17).

Probeabo


Probeabo nur 10 Euro
Probeabo:
3 Hefte nur 10 Euro


Specials


Fotoerlaubnis D


Fotoerlaubnis UK


Aktuelle Angebote


Bahnbetriebswerk Pasewalk

Mit der Straßenbahn
durch das
Berlin der 60er Jahre


LOK Report Reiseführer

Europa Reiseführer 2016/2017