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LOK Report – Montag, 30. August 2010
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DB Regio Hessen GmbH gewinnt
Main-Weser-Bahn und Kinzigtalbahn
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30 Jahre U2-Stammstrecke in Wien
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Fortschritt bei Indienststellung der IC4
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Nahverkehr in Stockholm

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Verkehr vom 30.08.10

RechteckBaden-Württemberg: Weitere Proteste gegen Stuttgart 21
Foto Joachim HundFoto Joachim Hund
Der anhaltende Protest gegen das Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" äußert sich in vielerlei Gestalt. Die mit großem Aufwand gestartete Werbeaktion der Befürworter lässt viel Spielraum für Kommentare, der von den Gegnern auch eifrig genutzt wird.
An zahlreichen S-Bahn-Stationen, wie hier am Stuttgarter Nordbahnhof, wurden die Plakate mit Kommentaren versehen, die von einfachen Beschimpfungen ("Lügenpack") über Sachargumente ("Regionalverkehr wird ausgebremst") bis hin zu witzigen Karikaturen reichen. Mit dem Spruch "Was haben ein U-Boot und S-21 gemeinsam? Beide kommen irgendwann wieder hoch." wird die Grundwasserproblematik aufgegriffen (Joachim Hund, 30.08.10).

RechteckHessen: DB Regio Hessen GmbH gewinnt Main-Weser-Bahn und Kinzigtalbahn
Die RMV-Linie 30 Frankfurt – Gießen – Marburg – Kassel und die RMV-Linie 50 Frankfurt – Fulda – Bebra wird künftig von der DB Regio Hessen GmbH gefahren, einer hundertprozentigen Tochter der DB Regio AG. In einer europaweiten Ausschreibung, die der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) gemeinsam mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) durchführte, hatte diese sich gegen andere Bieter durchsetzen können und erhielt am 27. August den Zuschlag für den Betrieb dieser beiden Linien ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 für zwölf Jahre. Die Ausschreibung erfolgte nach den zwingenden Vorgaben des EU-Rechts, den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, das das qualitativ beste und wirtschaftlichste Angebot abgeben hatte.
Die RMV-Linie 30 verbindet die Region Frankfurt RheinMain mit der Region Kassel und bedient dabei die Städte Friedberg, Gießen und Marburg sowie die Gemeinden des Wetteraukreises, des Landkreises Gießen, des Landkreises Marburg-Biedenkopf, des Schwalm-Eder-Kreises und des Landkreises Kassel. Das Angebotskonzept sieht RegionalExpress-Züge im Zweistundentakt vor, ergänzt durch zusätzliche Züge in den Hauptverkehrszeiten. Die RMV-Linie 50 verbindet die Region Frankfurt RheinMain mit der Region Fulda und bedient dabei die Städte Frankfurt, Offenbach, Hanau, Gelnhausen, Wächtersbach, Bad Soden-Salmünster und Fulda. In der Hauptverkehrszeit fahren darüber hinaus zwei Zugpaare bereits ab/bis Bebra im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Das Angebotskonzept sieht vor, dass zwischen Frankfurt und Fulda RegionalExpress-Züge im Stundentakt fahren, ergänzt durch StadtExpress-Züge – ebenfalls stündlich – auf der Strecke Frankfurt – Wächtersbach. Montags bis freitags wird darüber hinaus in der Hauptverkehrszeit der Takt noch verdichtet werden.
Als Fahrzeuge für beide Linien sind fabrikneue sowie redesignte Doppelstockwagen vorgesehen. Sie entsprechen den Ausstattungsmerkmalen, die RMV und NVV gemeinsam erarbeitet haben. Dazu gehören unter anderem barrierefreie Zugänge mit Brücke oder Rampe, Stellflächen für Rollstühle sowie Anforderungstasten und Sprechstellen, die auch von Rollstuhlfahreren problemlos bedient werden können. Zudem verfügen sie über eine behindertengerechte Toilette. Alle Fahrzeuge sind klimatisiert, haben eine Videoüberwachung sowie optische und akustische Fahrgastinformationssysteme, die den neuesten Anforderungen entsprechen.
Die gleichzeitig vom RMV durchgeführte Ausschreibung des Teilnetzes Niddertal, mit den RMV-Linien 32 Frankfurt – Bad Vilbel – Friedberg – Nidda und 34 Frankfurt – Bad Vilbel – Glauburg-Stockheim, musste aufgehoben werden, da kein wirtschaftliches Angebot abgegeben wurde. Hier tritt der RMV nun mit denjenigen Bietern in Verhandlungen ein, die Angebote für die oben genannten Teilnetze abgegeben hatten. Dabei gibt der RMV die Kriterien in Bezug auf die Ausstattung der Fahrzeuge und das Leistungsangebot vor. Ziel und Zweck der Verhandlung ist es, ein besonders im Hinblick auf die Lärmemission umweltverträgliches Bedienungskonzept zu realisieren, bei einem qualitativ hochwertigen und wirtschaftlich tragfähigem Angebot (Pressemeldung RMV, 30.08.10).

RechteckSachsen: Startschuss für sachsenweites Semesterticket für Dresdner Studierende
DB Regio Südost und die Technische Universität (TU) Dresden, die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden, Evangelische Hochschule (EHS) Dresden, die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden sowie die Hochschule für Kirchenmusik Dresden haben heute erstmals ein sachsenweit gültiges Semesterticket auf den Weg gebracht. Einen entsprechenden Vertrag haben Klaus-Dieter Martini (DB Regio AG) und die Studentenvertreter der am Semesterticket für den Schienen-personennahverkehr (SPNV) teilnehmenden Hochschulen heute unterzeichnet. Damit sind Dresdner Studierende künftig mit den Zügen des Nahverkehrs sachsenweit mobil.
Das neue Semesterticket wird erstmals ab dem Wintersemester 2010/2011 gültig sein. Für den Preis von nur 33, 90 Euro pro Semester kann damit künftig jeder Student der genannten Hochschulen alle Züge des SPNV im Freistaat Sachsen ohne weitere Zusatzkosten nutzen. Das Ticket gilt auch in den Nahverkehrszügen von Nicht-DB-Unternehmen wie Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) oder Mitteldeutsche Regiobahn (MRB). Das Ticket gilt nicht für die Züge des Fernverkehrs (ICE, IC, Interconnex, Vogtlandexpress). Bei Zugverbindungen über die Landesgrenzen hinaus, muss ab dem letzten Haltebahnhof in Sachsen eine Anschlussfahrkarte gelöst werden. Das Semesterticket ist zunächst drei Jahre gültig. Im Frühjahr 2011 ist eine Urabstimmung unter den Studierenden geplant, um über die generelle Weiterführung des Semestertickets zu entscheiden.
„Unser Ziel ist es, im ersten Schritt für die Dresdner Studierenden ein attraktives Mobilitätsangebot zu schaffen und sie mit diesem Ticket von unserem Nahverkehrsangebot im Freistaat zu überzeugen“, so Klaus-Dieter Martini, Leiter des Verkehrsbetriebs DB Regio Südostsachsen. „Im zweiten Schritt wollen wir das Angebot auch auf andere Hochschulstandorte wie Leipzig, Chemnitz oder Zwickau übertragen. Hier müssen allerdings zwischen den Verbünden und den entsprechenden Hochschulen wichtige Weichenstellungen vorgenommen werden.“
Dazu gebe es bereits erste positive Signale. Die Einführung bedarf jedoch einer intensiven Vorarbeit, da in den Verbünden unterschiedliche Regelungen zu den Semestertickets gelten.
Die Einführung eines sachsenweiten SPNV-Semestertickets setzt eine Anwendung des jeweiligen verbundweiten Semestertickets voraus, was am Standort Dresden mit dem verbundweit gültigen VVO-Semesterticket bereits gegeben war (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.08.10).

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Museum vom 30.08.10

RechteckBahnhofsfest Nossen
Foto Sylvio ScholzFoto Sylvio Scholz
Foto Sylvio ScholzFoto Sylvio Scholz
Foto Tom RadicsFoto Tom Lange
Am veranstaltete die "IG Dampflok Nossen" anläßlich des 825-jährigen Stadtjubiläums ein Bahnhofsfest, auf dem viele Dampfloks unter Dampf standen. Neben den vereinseigenen Loks waren auch wieder viele Gastfahrzeuge angereist. Der "Förderverein Zellwaldbahn" führte wieder Triebwagenpendelfahrten zwischen Nossen und Freiberg durch. Zum Einsatz kam 772 132 und 172 760 von der "Traditionsgemeinschaft Ferkeltaxi". Die angebotenen Fahrten wurden von der Bevölkerung sehr gut angenommen.
Auch die einzige Ferkeltaxe in verkehrsrot war anwesend und zog einen Sonderzug von Cottbus nach Nossen. Am 11. September fährt sie einen Sonderzug von Cottbus mit dem Ziel Zielona Gora. Dort findet das alljährliche Weinfest statt (Sylvio Scholz, Tom Lange, Tom Radics, www.zellwaldbahn.de.vu, Lausitzer Dampflok Club Cottbus, 30.08.10).

RechteckBahnhofsfest Rheinsberg
Foto  Klaus ReichertFoto  Klaus Reichert
In Rheinsberg war am Wochenende Bahnhofsfest. Aus diesem Anlass wurden mit dem Schienenbus der Berliner Eisenbahnfreunde Pendelfahrten zum stillgelegten KKW Rheinsberg durchgeführt. Die Strecke wird auch heute noch für Transportzwecke im Zusammenhang mit dem Abbau der Anlagen genutzt (Klaus Reichert, 30.08.10).

RechteckHauptstreckendampf in Wales
Foto Ad van StenFoto Ad van Sten
Foto Ad van StenFoto Ad van Sten
Auch in diesem Jahr fuhr an Werktagen in August ein Dampfzug zwischen Machynlleth und Porthmadoc (und manchmal sogar weiter nach Pwllheli) in Wales. Besonders interessant ist die Abschnitt entlang der Küste von Aberdovey nach Barmouth. Nur schade, dass die Rückfahrt Tender voran ist.
Nachdem die Standard 4 MT Nr. 76709 an die North Yorkshire Moor's Railway verkauft wurde, ist die Black 5 Nr. 44871 die einzige Dampflokomotive, die über die schwache Barmouth-Brücke fahren darf. Eine Gefahr für weitere Dampfzüge über diese Strecke ist die neue ERTMS-Signalisierung, wobei bei allen Loks und Triebwagen ein Überwachungssystem eingebaut werden muss.
In Großbritanien wurde ERTMS zuerst auf der Cambrian Coast-Strecke eingebaut. Seit April ist es funktionsfähig und die 44871 ist die erste und einzige Dampflok, die mit ERTMS und GSM-R ausgestattet worden ist (Ad van Sten, 30.08.10).

Rechteck Wiederinbetriebnahme der DEMAG-Diesellok
Foto Christoph WederFoto Christoph Weder
Am 28.08.2010 haben die Mitglieder des Vereins Rhein-Schauen die erste Lastprobefahrt nach der Wiederinbetriebnahme der Diesellok DEMAG (DEMAG 1940) ausgeführt. Diese Diesellok war früher für die Vorarlberger Illwerke AG im Einsatz und wurde danach dem Verein leihweise zur Verfügung gestellt. Vom Bauhof Lustenau ging es über Widnau zum alten Steinbruch Mäder. Als Last dienten mit Kies gefüllt Blechkastenkipper, so wie sie auf der Strecke bis vor wenigen Jahren im täglichen Einsatz waren sowie ein Personenwagen und ein Plattwagen.
Die Fahrt diente auch als Hauptprobe für das Bahnfest, welches am 26.09.2010 in Mäder stattfindet. An diesem Sonntag werden alle betriebsfähigen Fahrzeuge des Vereins im Einsatz stehen (u.a. die beiden Dampflokomotiven "Liesl/Maffei" und "Widnau/St. Gallen") (Christoph Weder, Verein Rhein-Schauen, http://www.rheinschauen.at/, 30.08.10).

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LOK Report 9/10

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Sichtungen vom 30.08.10

RechteckAngermünde
Foto René Große
Im Bf.Angermünde wartete am 29.08.10 die ER20-002 (CTL) darauf, in Stendell aufgenommen zu weden (René Große, 30.08.10).

RechteckBerlin
Foto Holger GrunowFoto Holger Grunow
Seit Anfang Juni sind zwischen Berlin und Warschau am Berlin-Warschau-Express (BWE) die "Husaren" als Zuglok unterwegs, hier wird am 28.08.2010 in Berlin-Friedrichshagen der EC 45 nach Warschau von 5 370 003 gezogen. Seit letzter Woche sind die "Husaren" auch am D 442/443 Moskau - Berlin - Moskau (Samstags D 1248/1249 Saratov - Berlin - Saratov) anzutreffen, hier ebenfalls am 28.08.2010 in Berlin-Friedrichshagen der D 1249 nach Saratov gezogen von 5 370 001. (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 30.08.10).

RechteckBerlin-Buch
Foto  Rüdiger Lüders Foto  Rüdiger Lüders
Von den überdachten Stationen der Berliner S-Bahn aus lässt sich der Eisenbahnverkehr auch bei schlechtem Wetter beobachten, ohne dass man dabei im Regen stehen muss ... Hier einige Aufnahmen vom Bahnhof Berlin-Buch (Rüdiger Lüders, 20.09.10).

RechteckMilano
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Auf der Überland-Straßenbahn Milano-Affori - Limbiate fahren Tw 92 der Bauart Reggio Emilia aus dem Jahre 1928 und Tw 549 der Bauart Boccati 500 aus dem Jahre 1964. Diese Strecke war zwischen Milano-Piazzale Maciachinni und Affori stillgelegt und die Zukunft der Überlandstrecke bleibt unklar. Der Verkehr findet nur Montag bis Samstag statt. Am Sonntag ist kein Verkehr (Martin Kubik, 30.08.10).

RechteckMinden
Foto  Dr. Jochen ChristophFoto  Dr. Jochen Christoph
Selten geworden sind die Einsätze von E40/140. Die 140 003, fotografiert am Samstag mit leeren Autotransportwagen zwischen Porta Westfalica und Minden kurz vor Ende der viergleisigen Köln-Mindener Eisenbahn (aber auf den Personenbahngleisen fahrend), ist mit Baujahr 1957 eine der ältesten noch aktiven Loks im DB-Einsatzbestand überhaupt. Die ex DB 216 014 (seit 1998 MKB V6), ist nur wenige Jahre jünger, aber ebenfalls noch regelmäßig eingesetzt. Am Freitag 20.8.10 verließ sie mit dem "Schnapszug" (Fa. Berentzen in Minden-Hahlen) den Mindener Güterbahnhof mit Ziel Stadthagen (Dr. Jochen Christoph, 30.08.10).

RechteckPraha
Foto Quintus VosmanFoto Quintus Vosman
ÖBB 1216 234 und (links) ZSSK 'Gorilla' 350 007 stehen am 29.08.10 im Prager Hbf. CD 714 012 hat Pause im Verschubdienst (Quintus Vosman, 02.02.10).

RechteckWaghäusel
Foto Wolfgang Mauser
Endlich wieder auf deutschen Gleisen zu sehen: Der GVG VT 608 801-7/VS 908 801-4 als DPE 206 (Frankfurt - Triberg) legt sich in Waghäusel in die Kurve (Wolfgang Mauser, 30.08.10).

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Europa vom 30.08.10

RechteckDänemark: Fortschritt bei Indienststellung der IC4-Triebwagen
Foto DSB
C-4-Triebwagen werden inzwischen im Fernverkehr für die Non-Stopp- Verbindungen zwischen Århus und Kopenhagen, auf den Foto am Große-Belt- Tunnel, eingesetzt. Foto DSB.
Während erst vor gut einer Woche in den Medien wieder einmal über neue skandalträchtige Pannen beim seit Jahren verspäteten Schnelltriebwagen IC4 der Dänischen Staatsbahnen (DSB) berichtet wurde, meldet die Staatsbahn Fortschritte bei der Indienststellung der 83 Dieselzüge, die eigentlich schon längst den Fernverkehr in Dänemark übernehmen sollten.
Der Chef des IC4- Programms, der erfahrene DSB-Ingenieur Torben Kronstam, berichtet in der DSB-Zeitschrift DSBidag, dass inzwischen 30 IC4-Einheiten aus den Werken des italienischen Bahntechnik-konzerns Ansaldobreda in Dänemark eingetroffen sind. 14 dieser Züge werden inzwischen im Regionalverkehr und im Fernverkehr als Non-Stopp-Schnellzüge zwischen Aarhus und Kopenhagen eingesetzt.
Allerdings hat der Einsatz ein bedeutendes Manko. Es können bisher nur Triebzüge als einzelne Einheit eingesetzt werden. Die jeweils aus vier Wagen bestehenden Einzeleinheiten sind so konzipiert, dass sie z. B. zwischen Kopenhagen und Odense wie die derzeit dominierenden DSB-IC3-Triebwagen zu langen Zügen verbunden werden und nach Auseinanderkopplung der Einheiten z. B. Esbjerg, Århus oder Frederikshavn getrennt anfahren.
Doch auch hier verspricht Kronstam baldige Fortschritte. So sind bereits Testfahrten mit zusammen-gekoppelten IC4-Einheiten auf der »Teststrecke« zwischen Woyens und Tingleff erfolgreich verlaufen. Im September soll der Öffentlichkeit eine Dreiereinheit des IC4 präsentiert werden.
Zu den Berichten, es würden jede Menge IC4-Züge ungenutzt herumstehen, erklärt der DSB-Fachmann, dass man mehrere Züge benötige, um das fahrende Personal und die Werkstattteams in die komplizierte Technik der Züge einzuweisen, die sich offenbar wegen Schwächen der Computersteuerung als besonders anfällig erwiesen hat.
Kronstam unterstreicht, dass man auf gründliche Schulung setze, damit es keine neuen Pannen bei der Einbeziehung einer großen Zahl der IC4 gibt. Das wird Ende 2011 angepeilt, wenn der Fahrplan 2012 beginnt (Volker Heesch, mit freundlicher Erlaubnis des Nordschleswigers, 22.08.10).

RechteckÖsterreich: 30 Jahre U2-Stammstrecke Karlsplatz-Schottenring
Vor 30 Jahren, am 30. August 1980, fuhr der erste "Silberpfeil" auf der neu eröffneten U-Bahnlinie U2 zwischen Karlsplatz und Schottenring im regulären Betrieb. Die Streckenlänge betrug rund 3,5 Kilometer. Die Fahrzeit zwischen den Endstellen Karlsplatz und Schottenring dauerte sieben Minuten. Bei der Eröffnung umfasste die U2 sieben Stationen und war Teil des Grundnetzes der Wiener U-Bahn.
Die U2 ersetzte die seit 1966 unterirdisch verkehrende Unterpflasterstraßenbahn (UStrab) entlang der so genannten 2er-Linie von der Sezession bis hinter das Rathaus. Der Tunnel wurde in den Folgejahren mit dem U-Bahn-Knotenpunkt Karlsplatz verbunden bzw. bis zur Endstelle Schottenring ausgebaut. In den Jahren 1979/80 folgte die Umrüstung des UStrab-Tunnels auf U-Bahn-Standard, ehe die U2 am 30. August 1980 den Betrieb aufnahm.
In den letzten Jahren war die violette U2 jene Linie, die am stärksten ausgebaut wurde und wird. 2008 folgte die Verlängerung vom Schottenring über den Praterstern und die Messe bis zum Stadion auf aktuell elf Stationen und eine Länge von 7,3 Kilometern. 2009 nutzten rund 50 Millionen Fahrgäste die U2.
Am 2. Oktober folgt die Eröffnung des nächsten Ausbauschrittes. Dann überquert die U2 die Donau und führt bis zur Aspernstraße in den 22. Bezirk. Dieser über fünf Kilometer lange Abschnitt umfasst folgende sechs Stationen: Donaumarina, Donaustadtbrücke, Stadlau, Hardeggasse, Donauspital, Aspernstraße. Beim Donauspital entsteht die 100. U-Bahn-Station Wiens.
Die neue U2 wird dann eine Länge von 12,5 Kilometern und 17 Stationen aufweisen und insgesamt acht Bezirke verbinden. Die Fahrzeit vom Karlsplatz bis zur Aspernstraße wird rund 24 Minuten betragen. In die Errichtung dieses zur Gänze oberirdisch geführten U2-Abschnittes vom Stadion zur Aspernstraße investierten die Wiener Linien 490 Millionen Euro. Der U-Bahn-Ausbau sichert allein 2010 rund 7.000 Arbeitsplätze.
Durch die Verlängerung der U2 wächst das Wiener U-Bahnnetz auf eine Länge von insgesamt rund 75 Kilometer und 101 Stationen an. Im Herbst 2009 begannen bereits die Arbeiten für die weitere Verlängerung der U2. Ab 2013 erschließt die U2 mit diesem 4,5 Kilometer langen Teilstück die Seestadt Aspern (Pressemeldung Wiener Linien GmbH und Co KG, 30.08.10).

RechteckSchweden: Nahverkehr in Stockholm
Foto Thomas RietzeFoto Thomas Rietze
Foto Thomas RietzeFoto Thomas Rietze
Foto Thomas RietzeFoto Thomas Rietze
Stockholm ist sicherlich eine der reizvollsten Hauptstädte Europas. Auch die Vielfalt der Bahnen im öffentlichen Nahverkehr macht es sicherlich sehr attraktiv, zumal in der Stadt für Autos eine City-Maut erhoben wird. Einen ersten Überblick gewinnt man von Höhen von Södermalm auf die Centralbron zwischen den U-Bahn Stationen Slussen und Gamla Stan. Diese Brücke muss mit ihren 2 Gleisen den Pendeltåg (S-Bahn) als auch den Fernverkehr aufnehmen. Unmittelbar daneben liegt die separate Brücke der Tunnelbana (U-Bahn). Bei diesem dichten Verkehr verwundert es kaum, dass für den Pendeltåg eine neue Tunnelstrecke als Entlastung gebaut wird.
Ebenfalls in Slussen beginnt die Linie 25 zum Badeort Saltsjöbaden mit Zweigstrecke nach Solsidan (L 26). Als Fahrzeuge kommen umgebaute U-Bahnwagen aus den 70er Jahren zum Einsatz. Im Norden der Innenstadt beginnt am U-Bahnhof Ropsten die Lidingöbanan L21 nach Gashåga, die direkt nach dem Bahnhof Ropsten einen Schärenarm auf einer grossen Klappbrücke überquert. Hier finden sich die ältesten Fahrzeuge im Regelverkehr, umgebaute Triebwagen aus den 40er Jahren.
Nostalgisch geht's auf der Museums-Strassenbahn-Linie 7 zu, auf der seit dem 23. August 2010 aber auch der moderne Strassenbahnbetrieb zwischen dem Hauptbahnhof T-Centralen und Djurgarden Einzug gehalten hat (Leihfahrzeuge aus Frankfurt und Norrköping).
Und da Stockholm bekanntlich in den Schären liegt, hat auch der Nahverkehr zu See eine grosse Rolle. Aber kaum jemand weiss, dass es in Stockholm noch eine grosse Dampferflotte in planmässigen Kursdiensten gibt, so wie die 100-jährige Norrskjär (Thomas Rietze, 30.08.10).

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