LOK Report – News von Montag, 30.01.12
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TOP-Themen Weitere ET 442 für S-Bahn Nürnberg Holzmodell der neuen Stadtbahn in Hannover gezeigt Gedenkstätte für Opfer des Zugunglücks in Hordorf eingeweiht Modernisierungsprogramm für die Île-de-France ASteigende Fahrgastzahlen in Südtirol" Foto links: Quintus Vosman |
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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie
Verkehrspolitik des Bundes
CDU: Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten beachten
Am Donnerstag debattierte der Deutsche Bundestag den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Verordnung über Leitlinien für den Aufbau des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Dazu erklären der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dirk Fischer, sowie der für den Bereich Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zuständige stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Arnold Vaatz:
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt die Initiative der Europäischen Kommission, das transeuropäische Verkehrsnetz weiter auszubauen. Wir brauchen innerhalb von Europa möglichst gute Verknüpfungen zentraler Verkehrsknotenpunkte und Wirtschaftszentren in einem leistungsfähigen zusammenhängenden Verkehrsnetz. Der schnelle und ungehinderte Transport von Wirtschaftsgütern ist insbesondere für eine Exportnation wie Deutschland von großer Bedeutung.Der Verordnungsvorschlag der Europäischen Kommission sieht ein zweilagiges System mit einem Gesamt- und einem Kernnetz sowie die Festlegung von europäischen Verkehrskorridoren vor.
Die Europäische Kommission beabsichtigt allerdings über das Instrumentarium der Korridore die Durchführungsbefugnisse von den Mitgliedsstaaten auf die europäische Ebene zu verlagern. Damit wird erheblich in die Planungs- und Finanzierungshoheit der Mitgliedstaaten eingegriffen.
Das europäische Subsidiaritätsprinzip sowie die Verhältnismäßigkeit sind nach unserer Auffassung nicht gewahrt. Es würde ein nicht vertretbarer Präzedenzfall geschaffen. Wir möchten daher, dass die Mängel des Kommissionsvorschlages im weiteren Rechtssetzungsverfahren auf dem Verhandlungswege in Brüssel beseitigt werden und haben der Bundesregierung das Mandat dazu erteilt." (Pressemeldung CDU/CSU, 30.01.12).
Industrie
Deutsche Bahn: Axel Marschall leitet Vertrieb von DB Schenker Rail
Axel Marschall übernimmt zum 1. Februar 2012 die Geschäftsführung für den Vertrieb bei der europäischen DB Schenker Rail-Gruppe und wird Vorstand Vertrieb der DB Schenker Rail Deutschland AG. Marschall, 46, hatte diese Funktion seit dem Ausscheiden von Karsten Sachsenröder im November des vergangenen Jahres bereits kommissarisch inne. Marschall verantwortete zuvor die Leitung des Marktbereichs Automotive beim Schienengüterverkehr; seit 2009 war er Geschäftsführer der DB Schenker Rail Automotive GmbH.
"Axel Marschall hat den Marktbereich Automotive bei DB Schenker Rail mit seinen Kollegen zum größten und leistungsfähigsten Automobillogistiker auf der Schiene in Europa ausgebaut und mit den Kunden erfolgreich internationale Lösungen entwickelt. Er bringt die Expertise mit, die wir für den erfolgreichen Ausbau unseres europäischen Vertriebes benötigen", sagte Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Transport und Logistik der DB Mobility Logistics AG und Vorsitzender des Aufsichtsrats der DB Schenker Rail GmbH.
Marschall war 1999 zur Deutschen Bahn gekommen und seither mit verschiedenen Leitungsfunktionen betraut. 2005 wurde Marschall Leiter Strategie im Ressort Transport und Logistik; 2009 war er in den Marktbereich Automotive gewechselt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.01.12).
Stuttgart 21
Baden-Württemberg: EBA hebt Bescheid vom 5. Oktober 2010 auf
Statement Wolfgang Dietrich im Rahmen der Pressekonferenz vom 27.01.2012:
"Das Eisenbahn-Bundesamt hat am 26.01.11 den Bescheid vom 5. Oktober 2010 aufgehoben. Darüber sind wir alle sehr froh. Auf Basis der aktuellen artenschutzrechtlichen Untersuchungen hat die Bahn alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um seltene Tierarten während der Baumaßnahmen im Mittleren Schlossgarten entsprechend zu schützen. Damit können wir die Arbeiten zur Baufeldfreimachung im Mittleren Schlossgarten aufnehmen. Eines möchte ich noch einmal unterstreichen: So schade es um jeden einzelnen dieser alten Bäume im Schlossgarten ist, so dürfen wir bei alldem nicht übersehen, dass wir durch Stuttgart 21 den grünen Lebensraum für Menschen und Tiere in der Innenstadt vergrößern. Am Ende bekommen wir 20 ha mehr Park, 10 ha mehr Grünflächen im Stadtgebiet. Der unbestreitbare Eingriff wird durch Neupflanzungen ausgeglichen und es wird mindestens die gleiche Anzahl von Bäumen neu gepflanzt.
Wir würden uns daher freuen, wenn wir mit den Naturschutzverbänden wie dem BUND in Zukunft zunehmend Fach- statt Gerichtsgespräche führen würden. Denn damit profitieren am Ende alle, am meisten die Natur." (Pressemeldung Herz Europas, 30.01.12).
Baden-Württemberg: BUND bezweifelt Berücksichtigung des Artenschutzes
"Die Aufhebung des Fällverbots zum jetzigen Zeitpunkt ist im Spiegel der artenschutzrechtlichen Verhältnisse im Schlossgarten nicht angebracht", kommentierte BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender die Entscheidung des EBA, "wir sind enttäuscht, dass das EBA den in unserer Stellungnahmen vom vergangenen Dienstag vorgebrachten Argumenten nicht gefolgt ist."
Brigitte Dahlbender erläuterte, dass die Zweifel, ob die Bahn den Artenschutz bei den geplanten Bauarbeiten angemessen berücksichtigt, nicht ausgeräumt sind. "Die Bahn hat noch immer keine belastbaren Grundlagen vorgelegt. Der Vorschlag der Bahn für einen Maßnahmenplan, auf dessen Basis das EBA entschieden hat, ist nicht ausreichend." (Pressemeldung BUND, 30.01.12).
Baden-Württemberg: Erst die Antworten, dann die Axt
Das Eisenbahn Bundesamt (EBA) hat am 26.01.12 der Deutschen Bahn AG die Fällgenehmigung für die Vorbereitung der Tunnelbahnhof-Baustelle erteilt, trotz der noch immer nicht ausgeräumten naturschutzrechtlichen Bedenken der Naturschutzverbände. Wir appellieren an die Bahn, die Bäume im Schlossgarten erst dann zu fällen, wenn klar ist, welche Änderungen am Grundwassermanagement vorgenommen werden müssen. Der bisherige Änderungsantrag wurde zurückgezogen, ein neuer Antrag gestellt. Der ist aber noch nicht bekannt, geschweige denn genehmigt.
Ohne die Genehmigung des Grundwassermanagements kann die Baustelle nicht betrieben werden. Deshalb sehen wir es als dringend notwendig an, erst diese Genehmigung abzuwarten, bevor im Herzen der Stadt Tatsachen geschaffen werden.
Das "neue Herz Europas" darf eigentlich nicht mit einem maximal invasiven Eingriff im Herzen der Stadt starten. Wer Gräben zuschütten, Vertrauen gewinnen und die Bürger mitnehmen will, sollte jetzt die Hand von der Axt lassen und zuerst Antworten auf die noch offenen Fragen geben, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Peter Pätzold (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg, 30.01.12).
Baden-Württemberg: Kosten für S-21-Polizeieinsätze aus Sondervermögen
Die Kosten für die Polizeieinsätze zum Schutz der Bauarbeiten am Bahnprojekt Stuttgart 21 gehen nicht zu Lasten des Verkehrs- und Infrastrukturetats. "Das Geld wird durch eine verschobene Mittelzuführung zum Sondervermögen für S 21 erbracht, das vom Land für das Bauvorhaben angelegt wurde. Dies ist durch die Verzögerungen beim Projekt S 21 ohne Schaden möglich", erklärte der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Winfried Hermann, am Freitag, 27. Januar 2012 in Stuttgart.
Er sagte weiter: "In den Beratungen des Finanzausschusses des Landtags hat man sich sinnvollerweise darauf geeinigt, die Kosten für die Polizeieinsätze nicht auf die Ressorthaushalte zu verteilen, sondern durch eine Entnahme aus der Rücklage zu finanzieren."
Er betonte mit Blick auf anderslautende Medienberichte, durch diese Art der Finanzierung werde der Etat des Ministeriums in keiner Weise belastet. Das Sondervermögen steht unter der Verwaltung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft und ist lediglich buchungstechnisch dem Etat des Verkehrsministeriums zugeordnet, das aber selbst auf die Mittel nicht zugreifen kann.
Der Finanzausschuss des Landtags hatte am Donnerstag beschlossen, die Ausgaben für die Polizeieinsätze im Zusammenhang mit S 21 in Höhe von 14 Millionen Euro zunächst aus dem Sondervermögen zu bezahlen. Die Rücklage soll demnach im Jahr 2013 aus allgemeinen Haushaltsmitteln wieder aufgefüllt werden.
"Spekulationen, wonach ausgerechnet ich als S-21-Kritiker nun den Polizeieinsatz übernehmen muss, sind völlig aus der Luft gegriffen", fügte Minister Hermann hinzu.
Das bereits 2007 geschaffene Sondervermögen dient dazu, finanzielle Verpflichtungen aus dem Finanzierungsvertrag für Stuttgart 21 und den Zuschuss des Landes zur Neubaustrecke Wendlingen – Ulm abzudecken (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, 30.01.12).
Aus den Ländern
Bayern: Weitere ET 442 für die S-Bahn Nürnberg
Ab Montag, 30. Januar 2012, wird DB Regio Franken auf der S-Bahn Nürnberg zwei weitere neue Triebzüge des Typs ET 442 im Fahrgastbetrieb einsetzen. Somit sind dann vier Fahrzeuge, jeweils in zwei Zügen in so genannter Doppeltraktion auf der S-Bahn Linie 1 zwischen Bamberg und Hartmannshof im Einsatz.
Täglich werden damit insgesamt 26 Fahrten auf der Linie S 1 mit den neuen Fahrzeugen durchgeführt. In Abhängigkeit der mängelfreien Übergabe weiterer Fahrzeuge, ist geplant zuerst die S-Bahnlinie 1 sukzessive mit neuen Fahrzeugen auszustatten (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.01.12).
Bayern: Laufpläne 442 Nürnberg ab 30.01.2012
Für die S 1 werden insgesamt 10 Garnituren benötigt. Ab 30.01.2012 sind dies zweimal Reihe 442, fünfmal Reihe 111 mit x-Wagen und dreimal Reihe 143 mit x-Wagen.
Auf der S 1 Bamberg – Hartmannshof gelten ab 30.01.12 folgende Umlaufpläne für die Baureihe 442:
Montag bis Freitag
• Umlauf 1 (Doppeltraktion): 39106, 39125, 39134, 39151, 39156, 39161, 39166, 39167, 39172, 39173, 39178, 39185, 39190, 39219 (nur Mo-Do)
• Umlauf 2 (Doppeltraktion): 39101, 39110, 39121, 39126, 39153, 39162, 39175, 39182, 39193, 39200, 39211, 39214
Samstag, Sonn- und Feiertag:
• Umlauf 1 (Einfachtraktion): 77081, 39116, 39247, 39136, 39147, 39154, 39169, 39176, 39187, 39194, 39205, 39244, 39219 (nur So)
• Umlauf 2 (Einfachtraktion): sa+so: 39243, 39124, 39135, 39142, 39155, 39164, 39175, 39182, 39193, 39200, 39211, 39214, 39219 (nur Sa/So), 39248 (nur So) (LR, 30.01.12).
Berlin: Vorprogrammiertes Chaos bei gleichzeitigen Bauarbeiten U6/S-Bahn
Vom Juli 2012 bis zum Oktober 2013 wird die U-Bahn-Linie 6 zwischen den Stationen Friedrichstraße und Französische Straße unterbrochen, um den neuen Umsteigebahnhof "Unter den Linden" zur U-Bahn-Linie 5 bauen zu können. Den betroffenen Fahrgästen wird geraten, die unterbrochene Strecke zu umfahren. Hierfür bieten sich vor allem die Linien S1, S2 und S25 im Nordsüd-Tunnel der S-Bahn an. Das ist bekannt.
Doch nun plant die Deutsche Bahn, genau in dieser Zeit im Nordsüd-Tunnel der S-Bahn zu bauen und den S-Bahn-Verkehr erheblich einzuschränken. Zum einen soll es mehrmonatige Sperrungen abends und nachts zum Einbau der neuen Zugsicherungstechnik geben. Zum anderen ist im Februar 2013 sogar eine zweiwöchige vollständige Sperrung zur Auswechslung von Schienen geplant. Das zeitgleiche Bauen an den beiden Nordsüd-Strecken von U-Bahn und S-Bahn würde zu äußerst schweren Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs in der City-Ost führen, zumal von den U-Bahn-Bauarbeiten auch der Busverkehr betroffen ist.
Da die Absicht zur U6-Unterbrechung seit Jahren bekannt ist, hat der Berliner Fahrgastverband IGEB kein Verständnis für die Planungen der Deutschen Bahn und fordert eine umgehend Umplanung. Während der Unterbrechung der U6 mit ihren massiven Auswirkungen auf die Fahrgäste müssen die Umfahrungsmöglichkeiten mit den anderen Nordsüd-U-Bahn-Linien U8 und U9 sowie mit der U2 und insbesondere mit den S-Bahn-Linien im Nordsüd-Tunnel und auf der Stadtbahn uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Auch die Gewerbetreibenden in der Berliner Mitte, vertreten durch die IG Friedrichstraße, sehen jede weitere Einschränkung im ÖPNV während der U5/U6-Baumaßnahme als unannehmbar an.
Bereits zu Ostern 2012 steht vielen Fahrgästen mit den sich vom 7. bis 16. April überschneidenden baubedingten Unterbrechungen von S-Bahn-Ostring und Nordast der U-Bahn-Linie U2 eine schwere Zeit bevor. Ein solches Beispiel von Missmanagement in der Bauplanung darf es kein zweites Mal geben (Pressemeldung Berliner Fahrgastverband IGEB e.V., 30.01.12).
Hessen: 10 Jahre Regionalmanagement Nordhessen
Vor 10 Jahren wurde, nach einer von Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch initiierten regionalpolitischen Konferenz, die Regionalmanagement Nordhessen GmbH gegründet. Seither hat sich sehr viel getan: "Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nordhessen ist heute so hoch, wie niemals je zuvor", sagte Posch auf der "Zweiten Zwischenbilanzkonferenz Nordhessen", zu der am Freitag rund 250 Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft nach Kassel kamen.
Regionalmanager Holger Schach führte die außerordentlich positive Entwicklung Nordhessens auch auf die vom Regionalmanagement geknüpften Netzwerke zurück. Im Rahmen der Konferenz wurde auch das neue "Leitbild Nordhessen 2022" vorgestellt: "Danach soll sich Nordhessen in 10 Jahren zu einer der attraktivsten europäischen Ideen- und Innovationsregionen entwickelt haben", sagte Stefan Reuß, Landrat des Werra-Meißner-Kreises und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Regionalmanagement Nordhessen GmbH.
Schon jetzt sei vor allem die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erfreulich, so der Minister. Die Arbeitslosigkeit sei in Nordhessen überproportional gesunken, so dass die Arbeitslosenquote sich kaum noch vom Landesdurchschnitt unterscheide. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei seit 2005 überdurchschnittlich angestiegen. 77 Prozent davon seien Vollzeit-Beschäftigte. Die gute Entwicklung führte Posch auch auf den relativ höheren Industrieanteil in Nordhessen zurück. Nordhessen sei in Hessen die Industrieregion Nummer eins mit einer sehr modernen, innovativen Industrie. Das verarbeitende Gewerbe investiere in Nordhessen je Beschäftigten 20 Prozent mehr als im Durchschnitt. Der Anteil der Beschäftigten mit Hochschulabschluss sei gegenüber dem Jahr 2000 um 44 Prozent gestiegen. Dies belege das hohe Innovationstempo der nordhessischen Wirtschaft.
Zu der guten Entwicklung beigetragen habe auch das Land mit seiner Investitions- und Förderpolitik, so Posch weiter. Als wichtige Maßnahmen nannte er den Ausbau der Autobahnen, die Regiotram, den Flughafen Calden, die Erschließung von Gewerbeflächen und die Konversion ehemaliger Militärareale. Besonders hob Posch den Ausbau der wissenschaftlichen Infrastruktur an und rund um die Universität Kassel hervor. Allein im Hochschulausbauprogramm HEUREKA würden bis 2022 rund 200 Millionen Euro für die Universität Kassel bereitgestellt. Hinzu kämen Fördermittel des Wirtschaftsministeriums für ein Science Park Center und ein Institut für dezentrale Energietechnologien. Als ebenso wichtig bezeichnete der Minister aber auch die Investitionen des Landes für die Museumslandschaft Kassel mit ebenfalls 200 Millionen Euro und die Förderung des Landes beim Ausbau der touristischen Infrastruktur etwa in Bad Wildungen oder in Bad Sooden-Allendorf.
Holger Schach als Geschäftsführer der von der Stadt Kassel, den fünf nordhessischen Landkreisen und den Organisationen der Wirtschaft im Jahr 2002 gemeinsam gegründeten Regionalmanagement Nordhessen GmbH zog ebenfalls eine positive Bilanz der bisher geleisteten Arbeit. Besonders hob er die gut funktionierenden Cluster-Netzwerke hervor. "In den Wachstumsfeldern Mobilität, Dezentrale Energien, Tourismus und Gesundheit haben wir in den letzten Jahren eine Vielzahl gemeinsamer Aktivitäten organisiert und Kooperationen aufgebaut, die zu insgesamt mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätzen beigetragen haben", sagte Schach. So kam es laut Schach in den vergangenen 10 Jahren allein im Bereich Mobilitätswirtschaft zu 80 Neuansiedlungen mit einem Investitionsvolumen von rund 2,5 Mrd. Euro und 7.000 Arbeitsplätzen. Er verwies zudem darauf, dass die Regionalmanagement Nordhessen GmbH selbst seit 2002 rund 19 Mio. Euro in insgesamt über 250 Projekte investiert hat. "Nordhessen präsentiert sich inzwischen auch geschlossen im Wettbewerb der Regionen, im Tourismus sogar unter einer eigenen Dachmarke", so Schach.
Nach Vorträgen von Universitätspräsident Professor Dr. Rolf-Dieter Postlep und dem Leiter der Regionaldirektion Hessen der Arbeitsagentur, Dr. Frank Martin, stellten im zweiten Teil der regionalpolitischen Tagung Landrat Stefan Reuß als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Walter Lohmeier als Aufsichtsratsvorsitzender des Regionalmanagements das "Leitbild Nordhessen 2022" vor. Dieses Leitbild war in mehreren Workshops gemeinsam erarbeitet und Anfang Dezember 2011 vom Aufsichtsrat des Regionalmanagements verabschiedet worden. Nordhessen will danach in 10 Jahren eine der attraktivsten europäischen Ideen- und Innovationsregionen sein. Mobilität und Logistik, Energie, Tourismus sowie Gesundheit sollen die tragenden Säulen der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit sein. Reuß und Lohmeier bezeichneten die Leitbilddiskussion als notwendigen Impuls, um zu verhindern, dass die Region sich auf dem Erreichten ausruht.
Minister Posch sagte der Region auch für die Zukunft die Unterstützung der Hessischen Landeregierung zu. Die regionale Entwicklung sei eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe. Posch: "Das Land versteht sich in dieser Gestaltungsaufgabe als Partner der Region, bringt sich mit eigener Stimme und Meinung in die Diskussion ein und unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten das, was die Region in Gang bringt".
• Das Leitbild Nordhessen 2022 (Beschlossen vom Aufsichtsrat der Regionalmanagement Nordhessen GmbH): Die Region Nordhessen ist eine der attraktivsten europäischen Ideen- und Innovationsregionen und bietet dadurch für Familien, Fachkräfte und Unternehmen Lebensqualität und Zukunftsarbeitsplätze in zentraler Lage Europas. Die Kompetenzfelder Mobilität und Logistik, Energie, Tourismus sowie Gesundheit sind die tragenden Säulen der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit. Eine moderne Industrie, unternehmens- und clusterübergreifende Innovationsansätze, die auf eine enge Zusammenarbeit mit einer anwendungsorientierten Hochschullandschaft bauen, sind die fundamentalen Erfolgsfaktoren für die Region. Dies wird durch zahlreiche Modell- und Forschungsprojekte insbesondere auf den Zukunftsfeldern dezentrale Energietechnologie und Energieeffizienz untermauert. Die regionalen Partner stehen für ein vernetztes und erfolgreiches Regionalmanagement, um die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, zukunftsfähige, einkommensstarke Arbeitsplätze zu bieten und den Ausgleich zwischen ländlicher Region und Zentrum zu fördern (Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, 30.01.12).
Niedersachsen: Hannover freut sich auf die neue Stadtbahn



Die 3D-Grafik zeigt das komplette Stadtbahnfahrzeug. Es ist 25,16 Meter lang und 2,65 Meter breit. Das Modell des neuen Stadtbahnfahrzeugs von innen mit den freischwebenden Sitzen, kontrastreichen Haltestangen und farbiger Beleuchtung. Einzigartig ist das neue farbige Beleuchtungskonzept: So erzeugt eine blaue Beleuchtung ein Gefühl von Kühle und eignet sich besonders für warme Sommertage. Päsentieren das Modell der neuen Stadtbahn TW 3000 (v.l.): üstra-Werkstattleiter Steffen Kähler, üstra-Vorstandschef André Neiß, üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg, üstra-Bereichsleiter Stadtbahn Gunnar Straßburger. Fotos Üstra.
Hannover freut sich auf die neue Stadtbahn: Ein Modell in Originalgröße, das vergangenen Mittwoch erstmals präsentiert wurde, hat bei Fahrgästen, Medien, Mitarbeitern und dem üstra Vorstand Begeisterung ausgelöst. Das sogenannte Mock-up wurde vom Büro PanikRuhdorfer Designpartner in Stuttgart angefertigt und vor Ort vorgestellt. "Mit diesem originalgetreuen Modell gewinnen wir nun erstmalig einen realen Eindruck, wie das neue Stadtbahnfahrzeug von außen und innen aussieht, das uns die nächsten rund 40 Jahre begleiten und maßgeblich das Stadtbild Hannovers prägen wird", freute sich der üstra Vorstandsvorsitzende André Neiß bei der Präsentation.
Das acht Meter lange und rund fünf Tonnen schwere Modell veranschaulicht den Fahrzeugkopf bis hin zur ersten Fahrgasttür und dient als Entscheidungshilfe dafür, in wie fern alle ergonomischen und gestalterischen Anforderungen an das neue Fahrzeug ausreichend umgesetzt worden sind. In die Entwicklung des Designs sind maßgeblich auch die Befragungsergebnisse von üstra Fahrgästen, Interessenverbänden sowie Mitarbeiter eingeflossen.
"Mit den neuen Stadtbahnwagen werden wir unseren Kunden einen deutlich verbesserten Komfort bieten und gleichzeitig energiesparender und damit umweltfreundlicher unterwegs sein", betonte üstra Betriebsvorstand Wilhelm Lindenberg. Das neue Stadtbahnfahrzeug benötigt keine Klapptrittstufen mehr, da es auf den Stadtbahnlinien 3, 7 und 8 eingesetzt werden kann, die seit 2009 komplett mit Hochbahnsteigen ausgestattet sind. Durch eine effizientere Energierückspeisung kann der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent gesenkt werden.
Ein Konsortium aus der Vossloh Kiepe GmbH und der Alstom Transport Deutschland GmbH baut die neuen Stadtbahnen für Hannover. Den Vertrag über die Herstellung von 50 Fahrzeugen des neuen Stadtbahnwagentyps TW 3000 haben üstra und das Konsortium am 8. April 2011 in Hannover unterzeichnet. Beauftragt wurde das Konsortium von üstra mit der Lieferung von 50 Stadtbahnfahrzeugen mit der Option, weitere 96 Fahrzeuge gleichen Typs im Zeitraum 2015 bis Mitte der zwanziger Jahre zu bestellen. Der Auftrag über die 50 Fahrzeuge hat ein Volumen von rund 126 Millionen Euro. Möglich wird diese Investition, weil die Anschaffung zu 50 Prozent von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) gefördert wird. Produziert werden Hannovers neue Stadtbahnen in Düsseldorf, Salzgitter und Leipzig. Geliefert werden die ersten Fahrzeuge voraussichtlich im Sommer 2013.
Grund für den Kauf ist, dass die ältesten im Einsatz befindlichen Stadtbahnfahrzeuge des Typs TW 6000 ein Alter von über 30 Jahren erreicht haben. Dadurch nehmen Störungen zu, Ausfälle häufen sich, Ersatzteile sind immer schwerer zu beschaffen und die Akzeptanz der Kunden für das in die Jahre gekommene grüne Modell nimmt ab. Langfristig benötigt die üstra insgesamt 146 neue Stadtbahnwagen bis Mitte der zwanziger Jahre als Ersatz für die Wagen des Typs TW 6000. (Pressemeldung Üstra, 30.01.12).
NRW: Kostenloser SMS-Service für Verspätungsmeldungen der RB 71 und RB 73

Auf dem Foto (von rechts nach links): Corinna Alder (eurobahn), Isabella Jandt, Timo Schumann (VVOWL). Foto Eurobahn.
Der SMS-Service zur aktiven Fahrgastinformation auf den Bahnlinien RB 71 (Bielefeld – Rahden) und RB 73 (Bielefeld – Lemgo) ist ab sofort für jeden interessierten Fahrgast frei und kostenlos zugänglich, nachdem die Testphase in den vergangenen Monaten erfolgreich abgeschlossen wurde. Unter allen Teilnehmern verloste die eurobahn ein iPhone.
Ihren Fahrgästen der RB 71 und RB 73 bietet die eurobahn einen besonderen Service: Verspätungsmeldungen sowie Informationen zu Baustellen und Zugausfällen erhält der Fahrgast nun ganz bequem via SMS direkt auf sein Mobiltelefon. "Das ist ein enormes Plus für den Fahrgast. Man muss also selbst nicht mehr aktiv werden, um Informationen zu den Zügen zu bekommen", sagt Corinna Alder, zuständig für Marketing bei der eurobahn. Die Nutzung des Dienstes ist für die Fahrgäste frei zugänglich und kostenlos. "Ein weiterer Vorteil dieses Services ist, dass man kein internetfähiges Handy benötigt, um die Informationen zu erhalten", so Timo Schumann, zuständig für Marketing beim VerkehrsVerbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL).
Bereits im Oktober startete, zunächst in einer Testphase, das Pilotprojekt zur aktiven Fahrgastinformation des VVOWL und der eurobahn. Die Testphase diente dazu das System auf die Bedürfnisse der Fahrgäste anzupassen. "Wir konnten den Test dazu nutzen, anfängliche Störungen bei einigen Funktionen zu beheben", berichtet Corinna Alder. Nun sei das System voll ausgereift. Die Teilnehmer der Testphase hatten die Chance ein iPhone 4S zu gewinnen. Dieses wurde Dienstag am Hauptbahnhof in Bielefeld ganz offiziell an die glückliche Gewinnerin Isabella Jandt übergeben.
Die eurobahn bedankt sich herzlich bei allen Nutzern, die in der Testphase durch Ihre zahlreichen Rückmeldungen Anregungen zu dem neuen Dienst gegeben haben. Wer den kostenlosen Service nutzen möchte, muss sich vorher unter http://sms.eurobahn.de anmelden. Bei der Anmeldung können die Züge der einzelnen Linien stundengenau ausgewählt werden, über die der Fahrgast in Zukunft bei Verspätungen benachrichtigt werden möchte (Pressemeldung Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, 30.01.12).
Sachsen-Anhalt: Gedenkstätte für Opfer des Zugunglücks in Hordorf eingeweiht
Am Sonntag jährte sich das tragische Zugunglück von Hordorf. Seit 27.01.12 erinnert am Bahnhof Hordorf ein Gedenkstein an die zehn Todesopfer, die bei dem Unglück ums Leben kamen. Die Gedenkstätte entstand auf Initiative der Angehörigen. "Wir haben den Vorschlag gern aufgenommen und nach unseren Kräften unterstützt", sagt HEX-Geschäftsführer Andreas Putzer.
Tief bewegt nahmen hunderte Menschen an der Zeremonie teil, darunter neben den Angehörigen Verkehrsminister Thomas Webel und Innenminister Holger Stahlknecht von der Landesregierung Sachsen Anhalt, Vertreter der Bahnunternehmen, der Kommunen, der Kirchen und der beteiligten Hilfsorganisationen.
"Es gibt Tage im Leben, die lassen sich nicht aus dem Gedächtnis verdrängen. Der 29. Januar 2011 ist ein solcher Tag. Die Zeit, so sagt man, kann Wunden heilen. Aber wir wissen auch: Es werden Narben bleiben - für immer", sagte Verkehrsminister Thomas Webel, der vor einem Jahr als Landrat selbst mit vor Ort war.
Der Gemeindepfarrer von Hordorf, Friedrich von Biela, erinnerte an das große Leid angesichts der tragischen Geschehnisse in jener Nacht und äußerte die Hoffnung, dass die Gedenkstätte ein Ort der Mahnung und Hoffnung sei.
Stephanie Lüdecke, die ihre Großeltern in dieser Nacht verlor, fand dankende Worte für die große Anteilnahme und unterstützende Hilfe und sagte: "Uns allen ist das Geschehen noch allgegenwärtig, doch gerade für uns Betroffene sind die Wunden noch nicht verheilt. Dieser Ort soll ein Stück dabei helfen, die Ereignisse begreifbarer zu machen".
Andreas Putzer äußerte die Hoffnung, dass sich ein solches Unglück nicht wiederholt und dass alles menschenmögliche dafür getan wird, solch eine Katastrophe künftig zu verhindern. Die Gedenkstätte ist öffentlich zugänglich und wird von der Stadt Oschersleben und der Gemeinde Hordorf gepflegt (Pressemeldung Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH, 30.01.12).
Sachsen-Anhalt: Schülermodels kommen aus Halle, Bitterfeld und Börde

Das sind die Gesichter des Schülerferientickets 2012 (v. l.): Laura Ferl, Thomas Trettner, Franziska Müller, Magdalena Luise Werner und Thomas Viet Dang.Foto Nasa GmbH.
Die Schülermodels für das Ticket 2012 sind gewählt! Unter dem Jubel von über 500 Gästen präsentierte die Nasa am gestrigen Freitag (27. Januar) im Dormero-Kongress- und Kulturzentrum in Halle (Saale) die Finalisten für das Schülerferienticket 2012. Aus ihnen kürte die Jury, zu der auch die fünf Models des Jahres 2011 gehörten, die fünf Gewinner. Alle Finalisten gaben Ihr Bestes und begeisterten das Publikum. Die Jury entschied sich zum Schluss für:
• Franziska Müller (16) und
• Magdalena Luise Werner (15), beide aus Halle (Saale),
• Thomas Trettner (15) aus Bitterfeld
• Laura Ferl (15) aus Wanzleben und Thomas Viet Dang (17) aus Gutenswegen, beide Landkreis Börde
• Publikumsliebling wurde Jonas Tropartz (15) aus Halle (Saale).
Beim größten Schülercasting in Sachsen-Anhalt hatten sich 2.020 Jugendliche beworben. Davon schafften 20 den Sprung ins Finale, 17 trauten sich auf die Bühne, um die Jury von sich zu überzeugen.
Die Finalisten spielten Klavier, Geige, Bratsche, aber auch Gitarre, Ukulele und andere Instrumente. Sie sangen und tanzen, zeigten Foto- und Videopräsentattionen und unterhielten das Publikum mit sportlichen Tricks - je nach Talent und Neigung. Dabei wurden die Kandidaten lautstark von ihren Familien und Freunden unterstützt.
Höhepunkt der Rahmenshow war der Auftritt der Sängerin (und Puppenspielerin) Anna Carina Wotischack, bekannt aus der DSDS-Staffel 2011 (Deutschland sucht den Superstar).
Die Gewinner des diesjährigen Modelwettbewerbs erhielten einen 500-Euro-Gutschein. Sie werden in diesem Jahr auf Plakaten, Faltblättern und der Fahrkarte selbst für das Schülerferienticket werben. Auch die übrigen Teilnehmer gehen nicht leer aus. Sie bekommen in diesem Jahr gratis ein Schülerferienticket.
Im Sommer 2011 waren 30.000 Schülerinnen und Schüler mit dem Ticket in Sachsen-Anhalt und im Raum Leipzig per Bahn und Bus unterwegs (Pressemeldung Nasa, 30.01.12).
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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur
Heute leider keine Museumsbahnnachrichten
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Mit der Kamera notiert
Fahrzeugeinsatz im Münstertal


Auf der von der SWEG betriebenen Strecke Bad Krozingen - Münstertal sind die Stammfahrzeuge (Regioshuttle RS1) derzeit abgezogen und durch Mietfahrzeuge ersetzt worden. Im Einsatz stehen VT 643.13 (ehemals Prignitzer Eisenbahn), der über Alpha Trains angemietet wurde sowie ein Regiosprinter (6.003.1) der Rurtalbahn. Der VT 643.13 übernimmt meist die direkten Zügen nach Freiburg, während der Regiosprinter zwischen Bad Krozingen und Münsteral pendelt. Notwendig wurde diese Massnahme vermutlich deshalb, weil sich wohl mehrere SWEG-Fahrzeuge in der Hauptuntersuchung befinden.
Die Fotos vom 18.01.12 zeigen VT 643.13 im Endbahnhof Münstertal und Regiosprinter 6.003.1 in der Nähe von Staufen (Reinhard Reiss, http://www.reissweb.net, 30.01.12).
Kapsch-Taurus besuchte Prag


Auf dem Testring von Velim Cerhenice fuhren am 26. Januar 2012 die Škoda-Lokomotiven 380 003 und 380 015 gemeinsam Probefahrten. Ein Messwagen befand sich zwischen beiden Lokomotiven. Dabei gab es ein tschechisch-niederländisches Treffen mit dem NS-Elektrotriebwagen 2444. der auf Frost und Schnee wartet, um unter winterlichen Bedingungen Testfahrten machen zu können. Letztes Jahr versagte die ganze Flotte dieser neuen Zügen beim Schnee. NS möchte nun untersuchen, welche Gegenmaßnahmen die Zuverlässigkeit bei Schnee und Eis verbessern können (Quintus Vosman, 30.01.12).
650 im Windkanal
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Am 21.01.12 war die 1216 954 in Oberlaa anzutreffen. Der tschechische Prototyp 650 001 weilte im Klima- und Windkanal der RailTec Arsenal und wurde nach Abschluss aller Testreihen wieder nach Tschechien überstellt (Raimund Wyhnal, 30.01.12).
ICE 1 im Schlepptau


Diese Kombination habe ich am 27.01.11 gegen 16 Uhr am Düsseldorfer Hbf angetroffen (XX, 30.01.12).
S-Bahn in Dessau


Nach rasanter Fahrt hatte das Locon-Team am 26.01.12 lt. Fahrplan nur 20 Minuten Zeit, umzustetzen und die letzten beiden Viertelzüge 485/885 der Berliner S-Bahn abzuholen. Die Werklok 335 161-6 mit dem Personal half dem Locon-Team, in Windeseile fertig zu werden. 485 096-2/885 096-8 II ex 885 006-7 war der 52. Viertelzug, der in Dessau für die Berliner S-Bahn hautuntersucht wurde (Thomas Splittgerber, 30.01.12).
Minden


Seit dem letzten Fahrplanwechsel im Dezember 2011 fahren planmäßig keine Loks der BR 110 mehr in Minden. Vor den RE-Zügen Minden-Rotenburg/Wümme an Sa/So und Feiertagen fahren jetzt 111 oder 143, ebenfalls vom Bh Braunschweig. Das Foto von Sa 28.1.12 zeigt den 11.07 Uhr Zug ab Minden Durchfahrt Frille vor Petershagen-Lahde mit 111 081. Diese Lok wurde im April 1978 beim Bw München in Dienst gestellt. Noch etwas älter die 218 392 vom Geschäftsbereich Netz-Instandhaltung, fotografiert am 26.1.12 in Minden einfahrend in das FTZ-Gelände (früher BZA). Diese Lok wurde im Juni 1975 ebenfalls in Bayern, beim Bw Kempten, in Dienst gestellt, damals natürlich in etwas anderer Lackierung (Dr. Jochen Christoph, 30.01.12).
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Europa
Frankreich: Modernisierung des Eisenbahnnetzes der Ile-de-France
Die Ile-de-France besitzt die größte Verkehrsdichte in Frankreich. Grafik RFF.
Im Jahr 2012 wird wird ein Vierjahresplan mit Investitionen von über einer Milliarde Euro zur Modernisierung des Schienennetzes in der Ile-de-France zu Ende geführt werden, der mehr als hundert größere Bauprojekte umfasst: Fast die Hälfte des Schienennetzes wird erneuert (90 km einschließlich 67 Weichen), dazu werden die elektrischen Anlagen modernisiert, die Fahrleitung ersetzt, die Signaltechnik modernisiert, die Strukturen gestärkt, etc...
Die Arbeiten werden vom Netzverwalter Réseau Ferré de France (RFF) in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund STIF, der Region Île-de-France und der SNCF vor allem nachts oder an Wochenenden durchgeführt, um nur begrenzte Auswirkungen auf den Verkehr zu haben.
Die Investitionen von über einer Milliarde Euro verteilen sich über den Zeitraum von 2009 bis 2014 wie folgt:
• 2009: 185,2 Millionen Euro
• 2010: 234,5 Millionen Euro
• 2011: 263,9 Millionen Euro
• 2012: 299,0 Millionen Euro
Dies ist eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber der vorhergehenden Vierjahresperiode 2005-2008.
Folgende Hauptarbeiten werden im Jahr 2012 durchgeführt:
• Erneuerung von Gleisen, Beschilderung, Stromversorgung, Entwicklung oder Verstärkung von Kunstbauten (Brücken, Bahnübergänge, Dämme ...).
• Erhöhung von Bahnsteigen, um sie auf die Einstiegshöhe der Züge zu bringen und so sicherzustellen, dass die Zugänglichkeit für behinderte Menschen und Fahrgäste mit Kinderwagen oder Gepäck verbessert wird.
• Schaffung neuer Eisenbahninfrastrukturen wie der Nordtangente (Tangentielle nord).
• Stärkung der bestehenden Infrastruktur (Nördlicher Teil der RER B "RER B Nord +", Ausbau der RER C und D).
Die weiteren Arbeiten entnehmen Sie bitte der Pressemeldung von RFF und SNCF (WKZ, Quelle Pressemeldung RFF/SNCF, 30.01.12).
Italien: Steigende Fahrgastzahlen in Südtirol
Immer mehr Südtiroler greifen auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurück. Konstante Zuwächse bei den Bus- und Bahnfahrgästen waren demnach auch im Vergleichsmonat Dezember zu verzeichnen. "Das zeigt, dass das Angebot geschätzt wird, dass sich ein neues Mobilitätsverhalten bei den Bürgern abzeichnet und dass wir in Sachen Mobilität auf dem richtigen Weg sind", freut sich Mobilitätslandesrat Thomas Widmann.
Die größten Zuwächse verzeichnete in den vergangenen drei Jahren die Pustertal Bahn: Im Dezember 2011 sind die Entwertungen auf dieser Linie im Vergleich zum Dezember 2009 um 20 Prozent angestiegen, heißt es vom Mobilitätsressort des Landes. "Zählt man auch die Schüler und Senioren dazu, die mit ihren derzeitigen Abos ja nicht entwerten müssen, dann haben sich die Bahnfahrgäste im Pustertal in den vergangenen sechs Jahren insgesamt sogar verdreifacht", unterstreicht Widmann. Großen Zuspruch findet die neue direkte Anbindung an das Skigebiet am Bahnhof Percha: Bis zu 500 Wintersportler pro Tag nutzen diese neue Möglichkeit. An Spitzentagen wurden sogar mehr als 1000 Ersteinstiege an der Talstation der neuen Aufstiegsanlage verzeichnet. "Die Kombination Bahn, Sport und Freizeit birgt noch viel Potential für eine nachhaltige Mobilität bzw. für eine sinnvolle Vernetzung der Mobilitätsangebote", meint Widmann.
Selbst im Unterland, wo die Bahn bereitsseit Jahren stark genutzt wird, konnten im vergangenen Jahr weiter steigende Nutzerzahlen von mehr als sechs Prozent registriert werden. Auch die Bahnlinie Bozen-Meran wies im Vergleichsmonat Dezember ein Plus von fünf Prozent auf, wobei Sigmundskron und Bozen Süd mit jeweils rund 15 Prozent die größten Zuwächse zu verzeichnen haben.
Die Kapazität ausgeschöpft ist hingegen auf der Vinschgerbahn, wo derzeit nur elf Garnituren zur Verfügung stehen und zu Stoßzeiten zum Teil auf die Busse ausgewichen werden muss.
Bei den Überlandbussen wurden im vergangenen Dezember landesweit rund fünf Prozent mehr Entwertungen verzeichnet im Vergleich zum Dezember 2010. Die größten Zuwächse bei den Fahrgastzahlen brachte die Einführung des Stundentaktes in Mölten (plus 42 Prozent), im Martelltal (plus 29 Prozent), im Schnalstal (plus 65 Prozent), in Vals (plus 89 Prozent) und die Einführung der Busverbindung auch im Winter zur Villanderer Alm (plus 40 Prozent). Auch in Schenna gab es im Dezember ein Plus von 26 Prozent bei den Entwertungen (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen Südtirol, 30.01.12).
Italien: Südtiroler Landesregierung beschließt fünf "Ski-Bahnhöfe"
Fünf neue Bahnhöfe und drei weitere Anbindungen Schiene-Skipiste sollen in den kommenden Jahren in Südtirol entstehen. Dafür hat sich die Landesregierung im Rahmen ihrer Klausur in Rein in Taufers ausgesprochen. Darüber hinaus soll eine neue Anlaufstelle zur Mobilität ein waches Auge auf deren Entwicklung haben.
Südtirols Eisenbahndienst soll noch besser auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt werden. Dafür plant die Landesregierung etwa, fünf neue Bahnhöfe im ganzen Land zu errichten. Zwei dieser neuen Haltestellen sollen im Großraum Bozen (St. Jakob, Kaiserau) entstehen, eine weitere in Vahrn und eine, um das Krankenhaus Bruneck ans Schienennetz anzubinden. Dazu kommt die Haltestelle, die in Vierschach errichtet werden soll, um das Skigebiet Helm künftig auch per Eisenbahn erreichen zu können. Dieses Modell - dasselbe, das bereits erfolgreich in Percha für den Kronplatz zur Anwendung gekommen ist - soll nun Schule machen: zu Vierschach/Helm soll die Anbindung der Plose an die Eisenbahn kommen. Und auch in Mühlbach soll eine Verbindung zum Gitschberg entstehen.
Geschaffen werden soll auch eine neue Anlaufstelle, die ein waches Auge auf die Entwicklung der Mobilität in Südtirol haben soll. Sie soll nicht nur die Konzessionäre kontrollieren, sondern auch die Kundenzufriedenheit erheben und entsprechende Schlüsse aus diesen Erhebungen ziehen. Zudem soll sie auch als Anlaufstelle dienen, wann immer es um Informationen zum öffentlichen Nahverkehr in Südtirol geht.
Geäußert hat sich Landeshauptmann Luis Durnwalder heute im Anschluss an die Klausur der Landesregierung auch zum Fall Air Alps bzw. zu den eingestellten Romflügen. "Wir haben vernommen, dass Air Alps die Flüge wieder aufnehmen will", so Durnwalder. "So einfach werden wir den Ausfall, noch dazu einer ohne die geringste Vorwarnung, aber nicht hinnehmen", so der Landeshauptmann, der deshalb auch die mit allen zuständigen Stellen aufgenommenen Gespräche weiterführen will (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen Südtirol, 30.01.12).







