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LOK Report – News von Montag, 27.06.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Bundesregierung legt Verkehrs-
investitionsbericht 2014 vor

Absatzlinie
GDL beschließt Strukturreform

Absatzlinie
OVG Koblenz: EBA zur Betriebs-
störung nicht zuständig

Absatzlinie
Zwei gute und eine schlechte
Nachrichten über Bombardier

Absatzlinie
Ausschreibung für Linie 16
vom Grand Paris Express

Absatzlinie

Eurotunnel beruhigt Aktionäre
nach Börsenverlust durch Brexit

Absatzlinie

Automone Busse in der Schweiz

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Jan Långström

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrsministerkonferenz

RechteckBundestag: Fünf Milliarden Euro für Schienenprojekte
Im Jahr 2014 sind in Schienenprojekte insgesamt knapp fünf Milliarden Euro investiert worden. Die bereitgestellten Bundes- und EU-Mittel für die Aus- und Neubauvorhaben nach dem geltenden Bedarfsplan beliefen sich auf 984 Millionen Euro. Das geht aus dem Verkehrsinvestitionsbericht 2014 hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung (18/8800) vorgelegt hat.
Weiterhin sind den Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundes für Bestandsnetzmaßnahmen Bundesmittel in Höhe von 2,75 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt worden, heißt es weiter. Für das Sofortprogramm Seehafen-Hinterlandverkehr seien im Jahr 2014 Bundesmittel in Höhe von rund 51 Millionen Euro bereitgestellt worden.
Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bei den Bundesfernstraßen lag in den vergangen Jahren beim Neubau und der Erweiterung von Bundesautobahnen. Im Zeitraum 2001 bis 2014 seien 1.258 Autobahnkilometer für mehr als 14,6 Milliarden Euro neugebaut und 1.103 Kilometer für mehr als 9,3 Milliarden Euro auf sechs oder mehr Fahrstreifen erweitert worden.
Darüber hinaus sei mit einem Bauvolumen von rund 12,4 Milliarden Euro weitere 1.966 Kilometer Bundesstraßen aus- oder neugebaut worden, davon allein 317 Ortsumgehungen. Im Bereich der Bundesfernstraßen hätten sich im Jahr 2014 Ausgaben in Höhe von rund 6,6 Milliarden Euro ergeben. Davon seien etwa 5,5 Milliarden Euro an Investitionen aufgewendet worden. Im Jahr 2014 seien 69,1 Millionen Euro für den Radwegebau an Bundesfernstraßen ausgegeben worden. 266 Kilometer Radwege an Bundesfernstraßen seien fertiggestellt worden.
Weiter seien für den Lärmschutz beim Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen rund 73 Millionen Euro und für den Lärmschutz an bestehenden Bundesfernstraßen weitere 41 Millionen Euro ausgegeben worden, heißt es in der Unterrichtung. Damit seien neun Kilometer Lärmschutzwälle und 30 Kilometer Lärmschutzwände errichtet sowie rund 8.100 Quadratmeter Lärmschutzfenster eingebaut worden.
Bei den Bundeswasserstraßen wurden 2014 insgesamt laut Unterrichtung 1,78 Milliarden Euro für die Bereiche Investitionen, Betrieb und Unterhaltung sowie Verwaltung ausgegeben. Mit den Mitteln seien die Maßnahmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Hafenstandortes Deutschland wie vorgesehen fortgeführt worden. Dies betreffe insbesondere den Ausbau der Zufahrten zu den Seehäfen, die Umsetzung der Planung und zum Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals sowie die Verbesserung der Hinterlandanbindung (Pressemeldung Bundestag, 27.06.16).

RechteckDBV: Einigung bei den Regionalisierungsmitteln – ist die Kuh vom Eis?
Mit den Regionalisierungsmitteln bestellen und bezahlen die Bundesländer die Bahn- und Busleistungen. Diese sollten eigentlich schon vor über einem Jahr neu geregelt werden. Um im Bild zu bleiben: die Kuh ist einen großen Schritt in Richtung Ufer gewandert. Heute, am 24. Juni 2016 ist es genau ein dreiviertel Jahr her, das ganz plötzlich eine Lösung gefunden schien. Eigentlich sollte es im September 2015 um die Verteilung der zusätzlichen Kosten der Flüchtlinge in den Bundesländern gehen. Das Bundesfinanzministerium zog unerwartet während einer Sitzungspause einen neuen Vorschlag zu den Regionalisierungsmitteln quasi aus dem Ärmel. Alle Ministerpräsidenten, scheinbar überrumpelt und nicht vorbereitet, riefen unisono "Ja, das machen wir".
Die Katerstimmung kam dann einige Tage später auf, nachdem die Fachabteilungen wohl nachgerechnet hatten. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow polterte, dass man sich über den Tisch gezogen fühle. Die Nerven lagen blank – zu Recht! Die ostdeutschen Länder sollten bis 2031 insgesamt 4 Milliarden Euro weniger Geld für die Bestellung von Bahn- und Busverkehren erhalten, die westdeutschen Bundesländer hingegen 16 Milliarden Euro mehr. Eine enorme Umverteilung – allerdings von Ost nach West. Fahrgastverbände, darunter auch der DBV, machten auf die fatalen Folgen aufmerksam. Mit Ausnahme der stark nachgefragten Hauptverbindungen würde kaum mehr ein Angebot zu finanzieren sein. Wie der DBV aus der Sächsischen Staatskanzlei erfuhr, steht die Aufteilung innerhalb der ostdeutschen Länder noch aus. Deshalb wird es höchste Zeit, die Verteilung verbindlich zu regeln. Bedauerlich ist, dass mehrere Anfragen des DBV zu diesem Thema alle verkehrspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen und auch das Bundesverkehrsministerium unbeantwortet ließen.
Auch wenn es so aussieht, als ob das Thema Finanzierung des Bahn- und Busverkehrs vom Tisch, die Kuh vom Eis, ist: der DBV bleibt bei seiner grundsätzlichen Kritik. Stations- und Trassenpreise sind in den letzten Jahren im Durchschnitt um deutlich über 1,8 % gestiegen. Die westdeutschen Bundesländer haben sich ein wenig Zeit erkauft, in den ostdeutschen Bundesländern wird das jährliche Diskutieren um Abbestellungen und Fahrplanausdünnungen bald wieder einsetzen.
Je drängender die Umweltprobleme in den Ballungsräumen und je notwendiger die Schritte zur Begrenzung des Klimawandels werden: Deutschland muss mehr in den Schienenverkehr investieren! Nach einer Erhebung der Allianz Pro Schiene, der auch der DBV angehört, sind es in Deutschland gerade mal 49 Euro pro Einwohner und Jahr. Das ist der vorletzte Platz (Spanien belegt mit 35 Euro den Schlussplatz). Alle anderen europäischen Länder geben mehr Geld für den umweltfreundlichen Schienenverkehr aus (Pressemeldung DBV, 27.06.16).

RechteckEVG: Bundesregierung gefährdet Arbeitsplätze bei der Bahn
Die von der Bundesregierung geplanten Änderungen des Regulierungsgesetzes gefährden Arbeitsplätze bei der Bahn. Anstatt der Forderung der EVG nach einer Halbierung der Schienenmaut (Trassen- und Stationspreise) nachzukommen, soll der Fernverkehr der Deutsche Bahn AG zukünftig mit überdurchschnittlichen Erhöhungen klar kommen.
Die negativen Auswirkungen werden auch in anderen Bereichen der Bahn AG spürbar sein. Die wirtschaftliche Lage des Fernverkehrs ist zudem bereits heute angespannt.
Die EVG hat deshalb gegen die Pläne der Bundesregierung und des Parlaments massiven Widerstand angekündigt. Wir werden nicht hinnehmen, dass durch die Änderungen in den nächsten Jahren tausende Arbeitsplätze gefährdet sind (Pressemeldung EVG, 27.06.16).

RechteckGDL: Strukturreform beschlossen
Der Hauptvorstand hat in seiner Sitzung vom 19. bis 22. Juni 2016 die Strukturreform der GDL mit einer 68-prozentigen Mehrheit beschlossen. Die Anzahl der Bezirksgeschäftsstellen bleibt gleich. Die sieben Bezirke werden jedoch nach der Anzahl der Ortsgruppen und der Mitglieder sowie in der Fläche angeglichen. Die zukunftsweisende Reform führt zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Arbeitsbelastung in den Bezirksgeschäftsstellen. Die Struktur der Bezirke richtet sich nun stärker an den Ländergrenzen aus.
Die Bezirke umfassen künftig die Länder:
• Nord: Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen;
• Mitteldeutschland: Sachsen, Sachsen-Anhalt;
• Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen;
• Frankfurt: Hessen und Thüringen;
• Süd-West: Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland;
• BSB: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern;
• Bayern: Bayern
Von den Ländergrenzen weichen lediglich die Ortsgruppen Koblenz und Trans-Regio ab, die nun zum Bezirk Frankfurt gehören.
Die Neugliederung ist verbunden einer Professionalisierung und einer Personalerhöhung bei der Gewinnung von Neumitgliedern. Außerdem wird eine noch bessere Betreuung der Amtsinhaber und der Mitglieder gewährleistet
(Pressemeldung GDL, 27.06.16).

RechteckOVG Koblenz: EBA zur Betriebs-Verfügung gegen DB nicht zuständig
Das OVG Koblenz hat entschieden, dass das Eisenbahnbundesamt nicht zuständig war für eine Verfügung gegenüber der DB Netz AG, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, mit der es ihr im August 2013 aufgegeben hatte, unverzüglich den sicheren und unein-geschränkten Betrieb des Stellwerks am Mainzer Hauptbahnhof wiederaufzunehmen und personalbesetzungsbedingte Ausfälle künftig zu verhindern.
Anlass der Verfügung war, dass es im August 2013 im Bereich des Stellwerks Mainz über mehrere Wochen zu erheblichen Betriebseinschränkungen (Zugausfällen und Zugum-leitungen) infolge personeller Engpässe kam, die ihre Ursache im Zusammentreffen von krankheitsbedingten Ausfällen mit urlaubsbedingten Abwesenheiten von Stellwerks-mitarbeitern hatten. In Abstimmung mit dem Eisenbahnbundesamt erließ auch die Bundesnetzagentur gegenüber der DB Netz AG, die das Stellwerk Mainz betreibt, einen Bescheid, mit der sie zur Sicherstellung eines uneingeschränkten Netzzugangs im Bereich dieses Stellwerks verpflichtet wurde. Während die DB Netz AG den Bescheid der Bundesnetzagentur akzeptierte, focht sie die Verfügung des Eisenbahnbundesamtes mit der Begründung an, das Eisenbahnbundesamt sei hierfür nicht zuständig gewesen. Eine Doppelzuständigkeit sehe das Eisenbahnrecht nicht vor.
Das VG Mainz hatte der Klage stattgegeben. Das OVG Koblenz hat die verwaltungsge-richtliche Entscheidung bestätigt und die Berufung des Eisenbahnbundesamtes zurück-gewiesen.
Nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts ist das Eisenbahnbundesamt für die gegenüber der Klägerin getroffene Verfügung sachlich nicht zuständig gewesen. Zur Vermeidung einer vom Gesetzgeber nicht gewollten Doppelzuständigkeit im Bereich der Eisenbahnaufsicht bedürfe es einer Abgrenzung der sachlichen Zuständigkeiten des Eisenbahnbundesamtes und der Bundesnetzagentur in diesem Bereich. Die vorliegend in Rede stehenden vorübergehenden Betriebseinschränkungen infolge eines Personalengpasses im Stellwerk Mainz beträfen die netzzugangsrechtliche Bereitstellungspflicht, für deren Überwachung die Bundesnetzagentur zuständig sei. Diese Bereitstellungspflicht sei auf die konkreten Netzzugangsverhältnisse bezogen. Sie solle gewährleisten, dass die betriebene Eisenbahninfrastruktur den Netzzugangsberechtigten jederzeit uneingeschränkt zur Nutzung im vertraglich vereinbarten Umfang tatsächlich zur Verfügung stehe. Sie sei insbesondere bei solchen Betriebseinschränkungen betroffen, die – wie hier – lediglich vorübergehender Natur seien und bei denen die Betriebssicherheit gewahrt bleibe. Eine parallele Zuständigkeit des Eisenbahnbundesamtes, insbesondere wegen eines Verstoßes gegen die allgemeine Betriebspflicht, die auf die Vorhaltung einer betriebssicheren Eisenbahninfrastruktur im Allgemeinen – unabhängig von konkreten Netzzugangsverhältnissen – bezogen sei, bestehe hingegen in dieser Fallkonstellation nicht.
Das OVG Koblenz hat die Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen (Pressemeldung OVG Koblenz Nr. 17/2016 v. 23.06.2016 (Pressemeldung OVG Koblenz, 27.06.16).

Industrie

RechteckBombardier: Beteiligung von Quebec finalisiert - trotzdem Bonitätsabsenkung
Der letzte Donnerstag (23.06.16) war ein großer Tag für Bombardier. Zum einen wurde das erste Flugzeug der C-Serie an die Lufthansa-Tochter Swiss ausgeliefert. "Dies ist das erste ganz für den Markt mit 100 bis 150 entwickelte Flugzeig seit fast dreißig Jahren" hieß es bei Bombardier.
Zum zweiten wurde die Unterstützung der Regierung von Quebec am Flugzeugprogramm in Höhe von einer Milliarde US-Dollars in zwei Tranchen per 30. Juni und 1. September finalisiert. Im Gegenzug wird Provinz eine Beteiligung von 49,5% an einer neuen Beteiligungsgesellschaft erhalten, welche das gesamte Programm der C-Serie übernehmen wird. Ob sich auch die Bundesregierung in Ottawa mit einer zusätzlichen Milliarde beteiligen wird, bleibt weiterhin unklar.
Getrübt wurde der Tag aber durch die Entscheidung der Agentur Moody's, die Bonität von Bombardier von B2 auf B3 abzusenken. Allerdings gibt die Agentur für Bombardier einen eher stabilen als negativen Ausblick bei der Bewertung aller multinationalen Schulden. Die Bonitätsabstufung berücksichtigt auch noch nicht die Unterstützung durch die Regierung von Quebec.
Die Senkung der Bonität beruhe aber auf der jüngsten Investition von 1,5 Mrd. USD im November 2015 durch die Caisse de dépôt in Bombardier Transport. "Die Caisse platziert sich vor anderen Gläubigern von Bombardier Transportation, um Vermögenswerte der Division zu beantragen, mit der das Unternehmen einen wesentlichen Teil seiner liquiden Mittel erzeugt", heisst es in der Begründung der Analystin Jamie Koutsoukis.
Die Abwertung durch Moodys wurde von Bombardier natürlich nicht geteilt. Moodys hätte die bedeutenden Fortschritte nicht berücksichtigt, die das Unternehmen im letzten Jahr zur Verbesserung des Risikoprofils unternommen hat (WKZ, Quelle Les Affaires, NZZ, 27.06.16).

RechteckNetinera: Dr. Andreas Rudolphi neuer Interims-Geschäftsführer der NETINERA Werke GmbH
Am 24.06.16 übergab Michael Reinhardt die Leitung des Werks an Herrn Dr. Andreas Rudolphi. Die NETINERA Werke GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Prignitzer Eisenbahn GmbH (PEG).
"Dr. Rudolphi ist ein erfahrener Eisenbahner und wird die NETINERA Werke leiten, bis wir einen passenden Kandidaten für die vakante Stelle gefunden haben.", erklärt Thomas Schare, Leiter Operations beim NETINERA-Konzern und Geschäftsführer bei der PEG.
Dr. Rudolphi ist aktuell Geschäftsführer der OHE Cargo GmbH in Celle, die ebenfalls zum NETINERA-Konzern gehört (Pressemeldung GDL, 27.06.16).

RechteckTCL Corporation: Ankunft des chinesisch-europäischen Blockzugs in Warschau

TCL Chariman Li talks with Chinese President Xi on site. The arrival of the train. Foto PRNewso/TCL Corporation.
Der mit den Gütern beladene chinesisch-europäische Blockzug, der in Chengdu im Westen von China gestartet war, erreichte die Endstation in Warschau am 20. Juni nach einer 13-tägigen Reise. Auf der Zugfahrt entlang der alten Seidenstraße bot sich die Gelegenheit, die wundervolle natürliche Landschaft zu genießen sowie Zeuge der Entwicklung der dortigen Wirtschafts- und Handelstätigkeiten zu werden.
Verschiedene Führungspersönlichkeiten, darunter der chinesische Präsident Xi Jinping, der gerade auf Staatsbesuch in Polen war, begrüßten zusammen mit Unternehmensvertretern beider Länder, einschließlich Tomson Li Dongsheng, Chairman und CEO von TCL Corporation, den Zug bei seiner Ankunft im Rahmen einer großen Zeremonie am Hauptbahnhof von Warschau. Präsident Xi drückte auch seinen Segen und seine Vorstellung für den chinesisch-europäischen Blockzug sowie für die anhaltende Wirtschaftsentwicklung zwischen den beiden Ländern aus.
Elektronische Originalprodukte aus der Fabrik von TCL in Chengdu machten 30 der 41 neuen Containerwagen des Zugs aus, also etwa 80 Prozent der gesamten Ladung. Alle mit dem Zug transportierten elektronischen Waren werden nach dem Zusammenbau in der Fabrik von TCL in Polen in ganz Europa verkauft. Die Fabrik ist Chinas grösstes Produktionswerk in Polen. Innerhalb der letzten drei Monate lieferte TCL mehr als 400 Container mit elektronischen Produkten über die chinesisch-europäische Blockzugroute nach Polen. Die Ladung des ersten Blockzugs, der im März 2016 Chengdu verließ, bestand ausschließlich aus Komponenten für Flachbildfernseher von TCL.
Die 105 000 m2 große Fabrik von TCL in der polnischen Stadt Zyrardów ist das größte Produktionswerk in dieser Stadt und Chinas größtes Produktionswerk im Land. TCL verfügt über fünf Produktionslinien in der polnischen Fabrik. Auf jeder Produktionslinie können jährlich 4,5 Millionen TV-Geräte zusammengebaut werden. Die meisten der 284 Mitarbeitenden der Fabrik sind Einheimische von Zyrardów. Einige darunter arbeiten bereits seit 13 Jahren dort. In Bezug auf die Lieferung der Endprodukte ist Polen, eine wichtige Transport-Drehscheibe in Europa, nur eine Tagesreise von Frankfurt und Paris sowie drei Tagesreisen von dezentraleren Märkten wie Lissabon und Madrid entfernt. Bis zu 90 Prozent der in der Fabrik produzierten Komponenten werden per Bahn geliefert.
Tomson Li Dongsheng, Chairman und CEO von TCL, sagte im Rahmen eines Interviews, dass sich dank der immer stärkeren industriellen Kompetenz chinesischer Unternehmen und der verbesserten Infrastruktur zwischen den beiden Ländern immer mehr chinesische Unternehmen in Polen ansiedeln dürften. Einige darunter dürften dort im Rahmen des industriellen Wiederaufbaus sowie angesichts des Know-hows und der Erfahrung Chinas im Produktionsbereich mit Unterstützung der beiden Regierungen vielleicht sogar chinesische Industrieparks errichten
(Pressemeldung TCL Corporation, 27.06.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Christian Specht als ZRN-Vorsitzender wiedergewählt

In der Sitzung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN) vom 23. Juni hat die Versammlung den Ersten Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht, als Vorsitzenden für eine weitere, am 1. November 2016 beginnende zweijährige Amtszeit wiedergewählt.
Specht bedankte sich für das erneute Vertrauen und betonte: "Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar steht für eine umweltfreundliche Mobilität. Diesem Qualitätsanspruch wollen wir weiterhin in allen Facetten gerecht werden und in Zukunft den Bürgerinnen und Bürgern einen Barrierefreien ÖPNV bieten. Die Menschen sollen in unserem Verbundgebiet die Ziele bequem, schnell und einfach, egal mit welchem Verkehrsmittel, erreichen."
Nach der Verbandssatzung des ZRN sind zum 1. November 2016 der Verbandsvorsitzende sowie die Stellvertreter für eine neue Amtszeit von zwei Jahren zu wählen. Als Stellvertreter des Vorsitzenden Christian Specht wurden Landrat Dr. Winfried Hirschberger – Kreis Kusel, Landrat Winfried Werner – Donnersbergkreis, Landrat Stefan Dallinger – Rhein-Neckar-Kreis und Landrat Christian Engelhardt – Kreis Bergstraße gewählt (Pressemeldung ZRN, 27.06.16).

RechteckBayern: Ab Ende 2017 halten ICE-Züge in Coburg
Der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn (DB) haben sich auf eine bessere Bahnanbindung der Region Coburg geeinigt. Pro Werktag bieten ab Ende 2017 jeweils drei ICE-Züge schnelle Direktverbindungen nach Berlin und München. Durch die Nutzung der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt und Ebensfeld verkürzt sich die Reisezeit von Coburg nach Berlin um zwei Stunden auf dann zweieinhalb Stunden. Auch Richtung München werden künftig Reisezeiten von knapp über zwei Stunden möglich.
"Dreimal am Tag direkt nach Berlin oder nach München: Das sind in Sachen Reisezeit und Anbindung ans Hochgeschwindigkeitsnetz echte Verbesserungen", sagt Berthold Huber, DB-Vorstand Verkehr und Transport. "Die Integration dieser sechs ICE-Halte stellt einen guten Kompromiss dar. So wird den Bedürfnissen der Coburgern nach einer hochwertigen Schienenanbindung Rechnung getragen. Gleichzeitig wird im Interesse aller Bahnreisenden ein bundesweiter Fahrplan mit optimalen Anschlüssen gewährleistet. Das gute Gesamtpaket für Coburg wird vor allem durch die attraktiven zusätzlichen Nahverkehre komplettiert. Dafür danke ich dem Freistaat Bayern ausdrücklich."
"Wir wollen die Region Coburg/Südthüringen besser an das deutsche Fernverkehrsnetz anbinden. Deshalb wird es ab dem Fahrplanwechsel Ende 2017 alle zwei Stunden einen schnellen Expresszug zwischen Sonneberg und Nürnberg geben. Dieser verbindet in Zukunft die Region mit Bamberg und den Großstädten im Ballungsraum Nürnberg – also dorthin, wohin die meisten Verkehrsbeziehungen bestehen", so Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann.
Künftig werden morgens gegen 7 Uhr in Coburg je ein ICE aus Berlin (Abfahrt ca. 4 Uhr) mit Ziel München (Ankunft ca. 9 Uhr) und aus München (Abfahrt ca. 5 Uhr) mit Ziel Berlin (Ankunft ca. 9:30 Uhr) halten. Mittags wird je ein ICE aus München und Berlin zwischen 12 und 16 Uhr in Coburg angeboten. Schließlich fährt auch abends gegen 22 Uhr je ein ICE aus Berlin (Abfahrt ca. 19:30 Uhr) nach München (Ankunft ca. 24 Uhr) und aus München (Abfahrt ca. 20 Uhr) nach Berlin (Ankunft ca. 1 Uhr) in Coburg ein. Die genauen Zeiten stehen nach der detaillierten Fahrplankonstruktion im nächsten Jahr fest.
Neben den sechs direkten ICE-Verbindungen profitieren Reisende aus Coburg und Oberfranken künftig auch von den schnellen Umsteigeverbindungen zwischen Nah-und Fernverkehr via Bamberg: So verkürzt sich auf dieser Strecke ab Ende 2017 die Reisezeit von Coburg nach Berlin um rund eine Stunde auf etwa 3:40 Stunden, für Reisende aus Lichtenfels auf 3:20 Stunden. Richtung München können die weiteren ICE-Verbindungen ab Nürnberg genutzt werden, so dass sich auch hier die Reisezeiten zwischen Coburg und München um 15-30 Minuten auf unter 2:30 Stunden verkürzen.
Mittelfristig sind weitere Verbesserungen bei der Anbindung Oberfrankens an das Fernverkehrsnetz zu erwarten: Die bislang für Ende 2030 geplante Einführung einer zweistündlichen IC-Linie aus Karlsruhe via Stuttgart, Nürnberg, Jena nach Leipzig soll um sieben Jahre auf Ende 2023 vorgezogen werden. Diese IC-Züge halten dann nicht nur in Bamberg und Lichtenfels, sondern auch in den neu angebundenen Städten Kronach und Ludwigsstadt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 27.06.16).

RechteckBayern: Entfall von Haltestellen bei verspäteten S-Bahnzügen
Um Verspätungen aufzuholen läßt die S-Bahn München den Halt an gewissen Stationen entfallen, um dann die Rückfahrt wieder pünktlich durchführen zu können. Dies führte nun zu Verärgerungen bei den Fahrgästen. "Vielleicht ist der Entfall von Halten im Verspätungsfall ja eine sinnvolle Sache, die der Mehrheit der Fahrgäste zugute kommt, aber dann muß dies auch entsprechend kommuniziert werden", sagt Andreas Nagel von der Aktion Münchner Fahrgäste.
"Wir wünschen uns jetzt, hier und heute verstärkte Investitionen in das bestehende System: Funktionierende Weichen, Signale und Bahnübergänge. Und dies ganz unabhängig davon, ob nun die zweite Stammstrecke gebaut wird oder nicht."
Grundsätzlich unterstützt der Fahrgastverband auch alle Bemühungen, um Sekunden zu sparen. Aber es muß auch einmal an die kurzfristige Beschaffung von Fahrzeugen und die Verbesserung der Infrastruktur gedacht werden.
Tangentiale Verbindungen, wie von Dachau nach Johanneskirchen wären es wert, kurzfristig realisiert zu werden. Vielleicht auch nicht gleich im Maximalausbau, aber so, wie es ist, kann es nicht bleiben (Pressemeldung Aktion Münchner Fahrgäste, 27.06.16).

RechteckRheinland-Pfalz: Regionalexpress zwischen Oberwesel und Bacharach entgleist
Am Smstag um 5.35 Uhr ist der vordere Zugteil des Regionalexpress RE 4251 (Koblenz-Frankfurt (Main)) zwischen Oberwesel und Bacharach in Folge eines Erdrutsches entgleist. Nach Angaben der Bundespolizei wurden dabei der Lokführer und neun Reisende verletzt.
Die linke Rheinstrecke ist zwischen Oberwesel und Bacharach für den Zugverkehr gesperrt. Die Züge des Fernverkehrs enden von Süden kommend in Frankfurt (Main) Hbf und von Norden kommend in Köln Hbf. Zwischen Köln und Frankfurt fahren nur ICE-Züge über die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main.
Ebenfalls wegen Erdrutschen und Gleisüberspülungen sind aktuell mehrere Streckenabschnitte auf der rechten Rheinseite gesperrt. Im Laufe des Tages beginnt die Bergung des Zuges. Anschließend müssen die Gleise und Oberleitungen repariert werden (Pressemeldung Deutsche Bahn, 27.06.16).

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LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckKoralmbahn – Infobaustellentag
Am Freitag, dem 1. Juli gibt es exklusive Einblicke in die Tunnelkette Granitztal und den Koralmtunnel – die zwei imposantesten Bauwerke der Koralmbahn. Die rund 130 Kilometer lange Koralmbahn verbindet den Süden Österreichs mit den wichtigsten Adriahäfen und den europäischen Wirtschaftszentren. Diese Neubaustrecke wird nicht nur die Landeshaupt-städte Klagenfurt und Graz auf kürzestem Wege verbinden, sondern vor allem dem Schienennahverkehr neue Perspektiven und Möglichkeiten geben.
Am 1. Juli besteht die Möglichkeit einen bedeutenden Teil der Koralmbahn "hautnah" zu besichtigen. Von 10:00 bis 18:00 Uhr stehen unsere Experten der Baustelle für Fragen zur Verfügung und führen alle Besucherinnen und Besucher in die Welt eines "Jahrhundertprojektes der ÖBB".
Ob Baustellensafari zur Tunnelkette Granitztal oder zum Koralmtunnel, bedeutende Archäologie-Ausstellung, Betonlabor, Vermessungsstation, eine "begreifbare" Kinderwelt und als Highlight die "live" Bahngleisverlegung sind dabei einzigartig erlebbare Einblicke in die Welt der Arbeiten rund um den Kärntner Teil der rund 130 Kilometer langen Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt
(Pressemeldung ÖBB, 27.06.16).

RechteckSauschwänzleBahn




Am Freitag war der bisher heißeste Tag des Jahres, auch bei der SauschwänzleBahn im Wutachtal, somit war Dampfzug fahren mit offenen Fenstern angesagt. In Blumberg-Zollhaus erstrahlt das Bahnhofsgebäude nach langer Renovierung endlich wieder in neuem/altem Glanz. Er trägt wieder sein grünes, ursprüngliches Farbkleid (Harald Becker, 27.06.16).

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IGE Werrabahn Eisenach

Mit der Kamera notiert

RechteckJura


Die Schweiz hat neben den berühmten Alpenbahnen im Jura auch einige weniger bekannte, nichtsdestotrotz aber ebenfalls äußerst reizvolle Bahnen zu bieten. So etwa die ehemalige Solothurn-Moutier-Bahn, welche 1997 mit der Emmental-Burgdorf-Thun-Bahn und den Vereingten Huttwil-Bahnen zum Regionalverkehr Mittelland (RM) fusionierte. 2006 folgte dessen Verschmelzung mit der BLS Lötschbergbahn zur neuen BLS AG.
Schön, dass auf dieser Strecke auch heute noch die im Jahr 2004 von Stadler an den RM gelieferten GTW 2/8 in der Original-Lackierung und mit einer besonders heimeligen Inneneinrichtung verkehren, wenn auch mit SBB-Aufklebern, welche sie 2013 kaufte und damit weiter auf ihrer eigenen Strecke bis nach Sonceboz-Sombeval durchfährt.
Die Bilder zeigen die Garnitur 526.285 am 20.06.2016 vor der Abfahrt in Solothurn und nach der Ankunft in Moutier, wo ein schlanker Anschluss mit ICN nach Basel besteht. Die Strecke gehört der BLS; selbst kleine Bedarfshalt-Stationen wie Corcelles sind gut ausgestattet (Jürgen Recknagel, 27.06.16).

RechteckPlauen

232 489-5 und 266 442 der MEG mit einem leeren Zementzug zu sehen am 24.06.16 an der Schöpsdrehe bei Plauen/V (Alexander Hertel, 27.06.16).

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Tanago

Europa

RechteckEU: Gemeinsame Erklärung zum Austritt von Großbritannien
Präsident Schulz, Präsident Tusk und Premierminister Rutte sind heute auf Einladung des Präsidenten der Europäischen Kommission Juncker in Brüssel zusammengekommen. Sie berieten das Ergebnis des Referendums im Vereinigten Königreich und gaben folgende gemeinsame Erklärung ab:
"In einem freien und demokratischen Prozess hat das britische Volk den Wunsch geäußert, die Europäische Union zu verlassen. Wir bedauern diese Entscheidung, aber respektieren sie.
Dies ist eine noch nie da gewesene Situation, doch wir sind vereint in unserer Antwort. Wir stehen zusammen und halten die Werte der Europäischen Union hoch, um Frieden und das Wohl der Menschen zu fördern. Die Union der 27 Mitgliedstaaten wird fortbestehen. Die Union ist der Rahmen unserer gemeinsamen politischen Zukunft. Geschichte, Geographie und gemeinsame Interessen haben uns zusammengeschweißt und auf diesem Fundament werden wir unsere Zusammenarbeit weiterentwickeln. Vereint werden wir die gemeinsamen Herausforderungen anpacken, um Wachstum zu erzeugen, Wohlstand zu schaffen und ein sicheres und geschütztes Umfeld für unsere Bürger zu gestalten. Die Institutionen werden hierbei ihren vollen Beitrag leisten.
Wir erwarten nun von der Regierung des Vereinigten Königreichs, dass sie die Entscheidung des britischen Volkes so schnell wie möglich umsetzt, so schmerzhaft der Prozess auch sein mag. Jede Verzögerung würde die Unsicherheit unnötig verlängern. Wir verfügen über die Regeln, um auf geordnete Weise damit umzugehen. Das Prozedere für den Fall, dass sich ein Mitgliedstaat entscheidet, die Europäische Union zu verlassen, ist in Artikel 50 des Vertrages über die Europäische Union festgeschrieben.
Wir stehen bereit, die Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich über die Voraussetzungen und Bedingungen seines Rückzugs aus der Europäischen Union zügig zu beginnen. Bis dieser Prozess der Verhandlungen zu Ende ist, bleibt das Vereinigte Königreich Mitglied der Europäischen Union, mit allen Rechten und Pflichten, die sich daraus ableiten. Nach den Verträgen, die das Vereinigte Königreich ratifiziert hat, ist EU-Recht solange vollumfänglich im Vereinigten Königreich anzuwenden, bis es nicht länger Mitglied ist.
Die "Neue Regelung für das Vereinigte Königreich innerhalb der Europäischen Union"", die beim Europäischen Rat vom 18. und 19. Februar 2016 beschlossen wurde, wird wie vereinbart nicht in Kraft treten und ist damit hinfällig. Es wird keine Neuverhandlung geben.
Wir hoffen, dass das Vereinigte Königreich auch in Zukunft ein enger Partner der Europäischen Union sein wird. Wir erwarten, dass das Vereinigte Königreich seine Vorschläge in diesem Sinne zum Ausdruck bringen wird.
Jede Vereinbarung, die mit dem Vereinigten Königreich als Drittstatt beschlossen wird, muss die Interessen beider Seiten widerspiegeln und in Bezug auf Rechte und Pflichten ausgewogen sein." (Pressemeldung Europäisches Parlament, 27.06.16).

RechteckFrankreich: Ausschreibung Grand Paris Express

Die drei Lose der Linie 16. Grafik SGP.
Die Société du Grand Paris errichtet derzeit ein vollständig automatisiertes Metrosystem. Vor diesem Hintergrund werden vier neue Metrolinien (L15, 16, 17, 18), die Paris künftig umkreisen sollen, an das Netz angebunden und einige bestehende Linien erweitert. Das 200 km lange Projekt mit einem Investitionsvolumen von 25 Milliarden EUR ist das bisher größte Vorhaben dieser Art in der Hauptstadt.
Im vergangenen Jahr wurden bereits acht Verträge über Baumaßnahmen an der Linie 15 Süd abgeschlossen. Vor drei Tagen gewährte die Société du Grand Paris Einblick in Ihre Strategie zur Vergabe von Verträgen über Baumaßnahmen und öffentliche Systemarbeiten an der Linie 16. Dabei ging die Société du Grand Paris auf die große Bedeutung von Investitionen ein und lud sowohl französische als auch internationale Konsortien herzlich ein, sich an den Ausschreibungen zu beteiligen.
Die 28 km lange Linie 16 wird den Zugang zum östlichen Teil der Ile-de-France verbessern und zehn neue Bahnhöfe an das Netz anbinden. Zur Errichtung der Linien 15 und 16 sind Investitionen von 10 Milliarden EUR vorgesehen. Bis Ende 2016 werden Verträge im Gesamtwert von nahezu 3 Milliarden EUR vergeben.
Philippe Yvin, Vorstandsvorsitzender der Société du Grand Paris: "Unser Ziel besteht darin, den internationalen Stellenwert des Grand Paris Express zu festigen und den Terminplan zur Fertigstellung zu optimieren, indem wir auf vielfältige Expertise und Know-how setzen. Aus diesem Grund haben wir uns auch dazu entschlossen, Verträge zu vergeben, die eine Kombination aus Baumaßnahmen und Arbeiten an der Systeminfrastruktur betreffen. In den letzten Bauphasen des Netzes werden wir dank dieser Innovation mehrere Monate Zeit einsparen."
Drei Verträge bezüglich der Linie 16 sind Gegenstand der Ausschreibung. Posten 2 und 3 werden Ende 2017 vergeben:
• Posten 1 - Baumaßnahmen an Tunneln mithilfe von Vortriebsmaschinen, Baugruben, Stationen, Abklopfarbeiten und dazugehörige Tätigkeiten zur Anbindung der Linien 15, 16 und 17 (3300P) sowie des Wartungsstandorts und der Bahnlinie Aulnay, Arbeiten an der Kettenfahrleitung und Metallarbeiten (Ausschreibung Ende September 2016, Auftragsvergabe für Anfang 2018 geplant);
• Posten 2 - Baumaßnahmen an Tunneln mithilfe von Vortriebsmaschinen, Stationen, Abklopfarbeiten und dazugehörige Tätigkeiten zur Anbindung des Wartungsstandorts Aulnay an den dazugehörigen Standort 0603P (Ausschreibung Ende Juni 2016);
• Posten 3 - Baumaßnahmen an Tunneln mithilfe von Vortriebsmaschinen, Stationen und dazugehörige Tätigkeiten zwischen Standort 0603P (ausgegliedert) und dem hinteren Bereich der Station Noisy-Champs (ausgegliedert) (Ausschreibung Ende Juni 2016) (Pressemeldung Société du Grand Paris, 27.06.16).

RechteckFrankreich/Großbritannien: Eurotunnel beruhigt nach Börsenverlust
Kein Unternehmen symbolisiert besser die Verbindung zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland wie Eurotunnel. Freitag Morgen nach dem Brexit-Votum stürzte der Aktienkurs von Eurotunnel wie ein Seismograph um 34%, der Wert des Unternehmens brach in nur wenigen Minuten um 2,2 Mrd. Euro ein. Gegen Mittag stieg der Wert wieder und stabilisierte sich auf einem Verlust von 14%. Der Wertverlust hat Eurotunnel panikartig zu einer Pressemeldung über die Zukunft des Unternehmens veranlasst.
In der Einschätzung, dass das Referendum des Vereinigten Königreichs zum Austritt aus der Europäischen Union nicht die Tätigkeiten seiner Konzession zum Betrieb des Kanaltunnels beeinflusst, hält Eurotunnel an seiner bisherigen Zielrichtung fest.
Der Infrastrukturbetreiber erinnert daran, dass die Konzession ausschließlich durch einen binationalen Vertrag zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich vor dreißig Jahren geregelt wurde. "Großbritannien war nie in den Schengen-Raum eingebunden, durch den Kanaltunnel beförderte Güter und Menschen werden weiterhin den derzeit gleichen Verfahren (Grenzpolizei, Zoll) unterliegen", erklärte Eurotunnel.
Ein Rückgang des Pfund würde sogar die Schulden in dieser Währung reduzieren, die Kosten der maritimen Konkurrenten erhöhen und britischen Exporte unterstützen, so dass negative Effekte ausgeglichen werden (WKZ, Quelle Eurotunnel, Le Monde, Cercle Finance, 27.06.16).

RechteckGroßbritannien: Thameslink-Züge nehmen in London den Betrieb auf

Die ersten Regionalzüge vom Typ Desiro City von Siemens für das Thameslink-Netz im Großraum London sind jetzt im Fahrgastbetrieb. Der Betreiber Govia Thameslink Railways (GTR) setzt die Züge zunächst zwischen Bedford und Brighton ein, gefolgt von den Strecken nach und von Cambridge und Peterborough sowie weiteren Zielen in den Grafschaften Kent und Sussex. Bis Ende 2018 werden insgesamt 115 Züge ausgeliefert. Siemens übernimmt langfristig für die neue Zugflotte die komplette Wartung und Instandhaltung.
"Bei der Entwicklung der Züge haben wir besonderes Augenmerk auf den Nutzen für die Fahrgäste gelegt. Die Züge sollten die Kapazitäten auf der Thameslink-Strecke erhöhen, zuverlässig und hoch verfügbar sein und dabei gleichzeitig den Fahrgastkomfort verbessern", sagte Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens.
Gerry McFadden, Technischer Direktor von Govia Thameslink Railways ergänzt: "Wir freuen uns, dass unser neuer Thameslink-Zug so gut unterwegs ist. Wenn sich der Zug weiterhin so bewährt, werden wir beginnen, ihn auch auf der Strecke durch London nach Bedford einzusetzen. Letztendlich werden wir mit diesem Zug in der Lage sein, die dringend benötigte zusätzliche Kapazität den Fahrgästen zur Verfügung zu stellen. Die längeren Züge bieten in der Standard-Klasse mindestens 1.000 Sitzplätze mehr während der Hauptverkehrszeiten."
Die Fahrgastzahlen im Thameslink-Netz sind enorm gestiegen. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurde eine Zunahme von 40 Prozent verzeichnet und in den kommenden Jahren wird eine weitere deutliche Steigerung erwartet. Um diesen Kapazitätsanforderungen gerecht zu werden und vor allem die Hauptverkehrszeiten in der Londoner Innenstadt besser abdecken zu können, wurde das staatlich geförderte Thameslink-Programm aufgelegt. Rund sechs Milliarden Pfund fließen in den Bau neuer Stationen, die Erweiterung der Fahrgleise und Routen sowie neue, längere Züge und Signaltechnik, die einen U-Bahn-ähnlichen Service ermöglichen. Ziel ist es, dass Ende 2018 zu den Stoßzeiten alle zwei bis drei Minuten ein Zug auf dieser Strecke durch die Londoner Innenstadt fährt. Dies entspricht 24 Zügen pro Stunde. Mit der Inbetriebnahme der ersten Züge der Klasse 700 wurde ein wichtiger Meilenstein dieses Programms erreicht.
Die Züge bieten über 80 Prozent mehr Sitzplätze zu den Stoßzeiten in der Londoner Innenstadt und sind im Vergleich zu der bestehenden Flotte rund 50 Prozent länger. Sie können 1.750 Fahrgäste befördern. Breite Türen ermöglichen einen schnellen Fahrgastwechsel. Elektronische Anzeigetafeln zeigen an, in welchem Wagen noch Plätze frei sind.
Für die Verfügbarkeit der Züge zeichnet Siemens auf Basis eines langfristigen
Wartungsvertrags verantwortlich. Dafür wurden zwei Depots errichtet. Das Depot im Süden von London, in Three Bridges, wurde bereits in Betrieb genommen. Das Depot in Hornsey, im Londoner Norden, wird im Laufe dieses Jahres in Betrieb gehen. Hier werden mit Hilfe vorausschauender Wartung Leistung und Verschleiß einzelner Zugkomponenten digital überwacht. Das ermöglicht, Teile auszutauschen, bevor überhaupt eine Störung auftritt. Außerdem erhöht sich die Verfügbarkeit der Züge und insgesamt die Zuverlässigkeit des Londoner Nahverkehrs. Insgesamt hat Siemens über 300 Millionen Pfund (390 Mio. Euro) in den Bau und die Ausstattung der Depots investiert (Pressemeldung Siemens, 27.06.16).

RechteckÖsterreich: Fahrzeuge werden immer "cooler"

In Wien haben immer mehr U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen eine Klimaanlage. Waren es im Sommer 2015 noch ca. 630 Fahrzeuge, so sind es jetzt schon fast 680.
Am größten ist der Klima-Anteil bei den Bussen: Von den knapp 500 Wiener-Linien-Autobussen sind bereits über 90 Prozent mit Klimaanlagen ausgerüstet. Der Anteil steigt stetig, weil die Busflotte laufend mit neuen, klimatisierten Mercedes-Citaro-Bussen verjüngt wird. Bei den U-Bahnen sind über 45 Prozent der Züge mit Klimaanlagen ausgerüstet. Im Straßenbahnbereich verfügen bereits 160 Straßenbahnen der jüngsten ULF-Generation über eine Klimaanlage. Damit ist jede dritte Straßenbahn klimatisiert.
2016 investieren die Wiener Linien 118 Mio. Euro in die Anschaffung neuer Fahrzeuge: vier U-Bahn-Züge, 17 Niederflur-Straßenbahnen und 62 Autobusse, alle klimatisiert. "Die Wiener Linien schaffen seit vielen Jahren nur noch Fahrzeuge mit Klimaanlagen an. Da Schienenfahrzeuge aber eine lange Lebensdauer haben, braucht die Umstellung des Fuhrparks ihre Zeit", erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.
Auch die Fahrgäste können zur Wohlfühltemperatur beitragen. "Fenster auf" empfiehlt sich in nicht klimatisierten Fahrzeugen, also z.B. in der U-Bahn bei den "Silberpfeilen". In klimatisierten Fahrzeugen hingegen dürfen die Fenster nicht geöffnet werden: Schon ein einziges geöffnetes Fenster kann die Klimatisierung einer Straßenbahn merkbar schwieriger machen – verschwendete Energie ist die Folge. Entsprechende Hinweiskleber sind in den Fahrzeugen angebracht, müssen jedoch auch beachtet werden, damit die Klimatisierung funktionieren kann (Pressemeldung Wiener Linien, 27.06.16).

RechteckSchweden: Fahrzeughallen von Malmbanans Vänner abgebrannt




Fotos Jan Långström, www.postvagnen.com.
Am frühen Samstagmorgen (25.06.16) sind in Luleå im Ortsteil Karlsvikshyttan zwei ehemalige Holzstoffmagazine aus dem Jahr 1912 abgebrannt, in denen Fahrzeuge des Malmbanans Vänner - Norrbottens Järnvägsmuseum standen. Das Museumsgebäude und dessen Eponate sind aber unbeschädigt.
Die abgebrannten Hallen dienten im zweiten Weltkrieg der Versorgung deutscher Truppen mit Lebensmitteln und Heu für die Pferde. Das Feuer ist genau 75 Jahre nach Einzug der truppen in den Schuppen ausgebroschen. Ein Brandanschlag wird vermutet.
Folgende auf Fahrzeuge sind auf insgesamt etwa 600 m Länge beschädigt worden:
• 3 Schienentraktoren: Z43 445, Z61 362, D-30 7110.
• 8 Stahlpersonenwagen: AB7 3500, 4367, 4452, RB4 3581, B15 4046, WL3 4562, B1 4910 B1, B3 25569 (NSB).
• 8 Holzpersonenwagen: C3a 1333, C3c 1567, CFo2b 18023 (NSB), BCo11a 2302, Co10 1879 CF2 1637 Co5 4177, CDo4 3043.
• Oberleitungswagen für eletrische Wärmeversorgung F2e 25911.
• 2 Motorrollwagen MTR56
• 6 kleinere Motordraisenen
• Motordraisine MDR400
• Etwa 10 andere Güterwagen (WKZ, Bengt Dahlberg, Jan Långström, Quelle Postvagnen.com, 27.06.16).

RechteckSchweiz: Erstmalige Bewilligung für selbstfahrendes Shuttle von PostAuto



Fotos PostAuto.
In Sitten (Sion) können sich Einwohner und Besucher ab sofort mit einem selbstfahrenden Shuttle von PostAuto fortbewegen. Die Behörden haben die Bewilligung für den Pilotbetrieb in einer bestimmten Zone der Stadt erteilt. Dass selbstfahrende Busse mit Fahrgästen im öffentlichen Raum unterwegs sind, ist eine Schweizer Premiere. 
Seit Donnerstag, 23. Juni 2016, läuft der offizielle Testbetrieb mit zwei selbstfahrenden Fahrzeugen von PostAuto in Sitten. Die zu 100% elektrisch angetriebenen Fahrzeuge, die zum ersten Mal im vergangenen Dezember vorgestellt wurden, sind in den letzten Monaten auf einem Privatgelände getestet worden. Die Behörden haben nun grünes Licht gegeben, diese Art des Personentransports im Zentrum des Walliser Hauptortes zu erproben. 
Die gesetzlichen Bestimmungen für den Einsatz autonomer Fahrzeuge auf öffentlichen Strassen sind derzeit noch nicht abschliessend geregelt. Deshalb braucht es für die Durchführung des Pilotversuchs in der Stadt Sitten Sonderbewilligungen. Unter anderem haben das Bundesamt für Strassen (ASTRA) wie auch das kantonale Strassenverkehrsamt des Kantons Wallis PostAuto die Bewilligungen erteilt. Der Test dauert bis im Oktober 2017. Alle am Test beteiligten Firmen und Institutionen legen grössten Wert auf die Sicherheit der Fahrgäste und der anderen  Verkehrsteilnehmern. Sie prüften technische und rechtliche Aspekte, die den Strassenverkehr und den Personentransport betreffen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, sind die zwei autonomen Fahrzeuge weiterentwickelt worden. So haben sie neu eine Klimaanlage, es gibt eine permanente Lüftung und Scheibenwischer für eine optimale Sicht durch die Frontscheibe. Eine zweite Batterie mit einer Leistung von 16,5 kW sorgt für eine grössere Autonomie der Fahrzeuge und dank einer Rampe können auch Personen mit eingeschränkter Mobilität die Shuttles nutzen. Die autonomen Fahrzeuge verfügen über 11 Sitzplätze und sie sind mit maximal 20 km/h unterwegs. 
PostAuto ist verantwortlich für den Betrieb, die Sicherheit und die Wartung der beiden autonomen Shuttles. Zur Erfüllung der verschiedenen Aufgaben hat PostAuto spezialisiertes Personal eingestellt. Unter der Führung eines Betriebsleiters ermöglicht ein Teleoperator den Einsatz und den Betrieb der Shuttles mit Hilfe eines speziellen Flottenmanagement-Systems. Falls nötig, kann er die Fahrzeuge vor Ort oder aus der Distanz sofort anhalten. Dieser Angestellte bildet auch die Sicherheitsfahrer aus, die jede Fahrt der autonomen Shuttles persönlich begleiten. Die Sicherheitsfahrer sind verantwortlich für die Überwachung des Betriebs, das einwandfreie Funktionieren der Shuttles sowie die Sicherheit der Fahrgäste. Sie können eine Notbremsung einleiten, indem sie einen der beiden Notfallknöpfe drücken, die im Fahrzeug montiert sind. Sie informieren die Fahrgäste und helfen ihnen beim Ein- und Aussteigen (bspw. mit Rollstühlen oder Kinderwagen).
Die Benutzung der autonomen Shuttles ist kostenlos und die Fahrgäste können das Angebot gemäss einem flexiblen Fahrplan nutzen. In einer ersten Phase ist der Betrieb von Dienstag bis Sonntag jeweils am Nachmittag vorgesehen. Es hängt von mehreren Faktoren ab, ob die Fahrzeuge fahren können: Die Wetterprognosen, der Zustand der Strassen, Veranstaltungen sowie geplante Baustellen auf der Route. Es ist deshalb nötig, dass sich die Fahrgäste jeweils vorgängig auf der Website über den Einsatz der Shuttles informieren: www.postauto.ch/smartshuttle. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Betriebszeiten nach der Einführungsphase ausgedehnt werden können. Ziel ist, den Betrieb nach einem regelmässigen Fahrplan zu ermöglichen.
Die autonomen Shuttles verkehren auf einer Route in der Altstadt von Sitten und bedienen mehrere Haltestellen, von denen zwei fix sind: Die eine befindet sich auf der Place de la Planta, die andere auf der Place du Midi (siehe Plan auf dem Faktenblatt). Die Haltestelle auf der Place du Midi verfügt über einen Bildschirm, auf dem die Position der beiden Fahrzeuge in Echtzeit angezeigt wird. Die Fahrgäste können sich auch mit Hilfe einer App über die Position der Shuttles informieren. 
PostAuto, die Stadt Sitten und der Kanton Wallis wollen in Zusammenarbeit mit ihren Partnern aus der Wissenschaft neue Formen der Mobilität testen. So nutzen die EPFL und die HES-SO das Projekt für ihre wissenschaftlichen Forschungen. Die HES-SO Valais-Wallis will während des Projekts untersuchen, wie die Bevölkerung diese neue Technologie akzeptiert. Die ETH Lausanne ihrerseits nutzt die gesammelten Daten, um die Algorithmen des von ihrem Start-up BestMile entwickelten Flottenmanagement-Systems zu verbessern.
Es stellt sich zudem die Frage, ob der Einsatz von autonomen Fahrzeugen im öffentlichen Raum – beispielsweise in Fussgängerzonen und autofreien Ortschaften – oder auf Firmengeländen möglich ist. Als Anbieter von umfassenden Mobilitätslösungen will PostAuto die Möglichkeit schaffen, Orte zu erschliessen, die bisher vom öffentlichen Verkehr nicht bedient wurden. Dazu gehört auch die Bedienung der letzten Meile. Es ist jedoch nicht das Ziel, auf den bestehenden Linien Busse durch autonome Fahrzeuge zu ersetzen (Pressemeldung Postauto, 27.06.16).

RechteckSchweiz: Kathrin Amacker neu Vorstandsmitglied im Verkehrshaus

Die 69. Mitgliederversammlung des Vereins Verkehrshaus der Schweiz wählte Kathrin Amacker, Leiterin Kommunikation und Public Affairs der SBB, neu in den Vorstand. Präsident Franz Steinegger und Direktor Martin Bütikofer blickten auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Gleichzeitig fanden der Mitgliedertag und die Rail days statt, an denen sich die Verkehrshausfamilie aus der ganzen Schweiz traf.
Der Vorstand des Vereins Verkehrshaus der Schweiz wurde um ein Mitglied ergänzt. Neu nimmt Kathrin Amacker von der SBB Einsitz. Bei den Wahlen bestätigten die zahlreich anwesenden Vereinsmitgliedern den bisherigen Vorstand. Es sind dies Franz Steinegger (Präsident), Urs W. Studer (Vizepräsident) und die Mitglieder Hans Koller, Paul Kurrus, René Stammbach und Peter Steiner.
An der von Vereinspräsident Franz Steinegger geleiteten Mitgliederversammlung blickte Verkehrshaus- Direktor Martin Bütikofer auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Die Jahresrechnung schloss mit einem Unternehmensgewinn von CHF 321'489 ab, was CHF 245'110 über dem Vorjahresergebnis liegt und einem soliden und guten Geschäftsergebnis entspricht. Die Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf geringere Aufwendungen bei Restaurationsprojekten und wenig externer, projektbezogener Beratungsleistungen zurückzuführen.
Insgesamt 759'044 Eintritte verkaufte das Verkehrshaus für die vier Erlebniswelten Museum, Filmtheater, Planetarium und Swiss Chocolate Adventure. Die Eintrittszahlen im Museum gingen aufgrund des heissen Sommers 2015 zurück, während sie sich bei der Swiss Chocolate Adventure erfreulich entwickelten.
An den Rail days stand die Welt des Schienenverkehrs im Fokus. An den verschiedenen Ständen erfuhren die Besucher viel Wissenswertes über Modellbau, Lokomotiven und historische Bahnstrecken. In der Arena standen Fahrten mit der Liliputbahn auf dem Programm. Die Zentralbahn demonstrierte das Funktionieren des Hauptgetriebes einer HGe 4/4 und die Gleisbau-Firma Sersa zeigte das Schweissen von Schienen. Das Bahnmuseum Albula präsentierte verschiedene Objekte der Rhätischen Bahn, während im Dokumentationszentrum restaurierte Filme zum Thema «Gotthard-Lötschberg-Tunnel» vorgeführt wurden. Zudem präsentierte die SBB historic an einer Vernissage im Verkehrshaus Filmtheater die DVD «Ein Krokodil auf fremden Schienen» (Pressemeldung Verkehrshaus der Schweiz, 27.06.16).

RechteckSchweiz: Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Bern
Bundespräsident Johann N. Schneider-Ammann hat am Donnerstag, 23. Juni 2016 den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann zu einem Höflichkeitsbesuch in Bern empfangen. Sie diskutierten über die engen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem ihr am nächsten gelegenen deutschen Bundesland im Hinblick auf die europäischen Entwicklungen. Zuvor traf sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu einem Arbeitsgespräch mit Bundesrätin Doris Leuthard, der Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Dabei ging es um Verkehrs- und Energiefragen.
Beim Treffen mit Bundesrätin Doris Leuthard ging es um Verkehrs- und Energiethemen. Neben der Gäubahn (Zürich–Stuttgart) und der Hochrhein-Strecke (Basel–Schaffhausen) wurde insbesondere der neu eröffnete Gotthard-Basistunnel angesprochen. Damit die Flachbahn durch die Alpen ihren vollen Nutzen entfalten kann, zählt die Schweiz darauf, dass die auf den Zulaufstrecken vereinbarten Ausbauten vorangetrieben werden. Wegen Einsprachen kam es bei der Rheintalbahn zu Verzögerungen. Der Deutsche Bundestag hat inzwischen aber 1,5 Milliarden Euro für den Ausbau dieser Strecke gesprochen (Pressemeldung Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, 27.06.16).

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