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LOK Report – News von Montag, 25.07.16

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EU-Strategie für
"emissionsarme Mobilität"

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Erste Hybrid-Rangier-Lok für
Metrans im Hamburger Hafen
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Nahverkehr im Rheintal (Netz 4)
wird stufenweise ausgebaut

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Neuer halt 'Ingolstadt-Audi'
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Frankreich streicht vier
von acht Nachtzuglinien

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Holger Grunow

Nächstes Update erst am Dienstag, 26.07.16

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Emissionsarme Mobilität

RechteckMichael Cramer: Neue EU-Strategie für "emissionsarme Mobilität"
Am heutigen Mittwoch hat die EU-Kommission ihre lang erwartete Mitteilung über eine "Strategie für emissionsarme Mobilität" vorgelegt. Darin legt sie dar, welche konkreten Maßnahmen sie in den nächsten Jahren vorschlagen will, damit auch der Verkehrssektor zur Erreichung der 2015 in Paris vereinbarten Klimaziele beiträgt. Dazu erklärt Michael Cramer, Europaabgeordneter der Grünen und Vorsitzender des Verkehrsausschusses:
"Die EU-Kommission hat die Zeichen der Zeit erkannt. Der Verkehr hat als einziger Sektor seinen Treibhausgasausstoß seit 1990 nicht verringert und muss daher sofort Kurs nehmen auf eine emissionsarme Mobilität [ Seit 1990 haben die CO2-Emissionen des Verkehrs um 22% zugenommen. Im selben Zeitraum sind sie in der Industrie um 38% und in den Haushalten um 19% gesenkt worden].
Den Worten müssen endlich Taten folgen. Seit 1994 hat sich die Europäische Kommission immer wieder zum Ziel eines nachhaltigen Verkehrssektors bekannt, doch zu oft blieb es bei bloßen Ankündigungen.
Wirksamer Klimaschutz, Mobilität für alle und wirtschaftlicher Aufschwung können Hand in Hand gehen. Die EU muss allen Verkehrsträgern verbindliche Emissionsziele für 2030 und 2050 vorgeben. Ehrgeiz und Planungssicherheit haben sich schon in anderen Sektoren als Erfolgsrezept bewährt.
Die EU-Kommission setzt zu Recht auf faire und effiziente Preise als wichtigstes Instrument. Die Marktwirtschaft ist bisher im Verkehrssektor außer Kraft gesetzt, weil nur die umweltfreundliche Schiene bei Steuern, Abgaben und dem Emissionshandel vollständig einbezogen wird.
Das für Anfang 2017 angekündigte EU-Straßenpaket wird der Lackmustest für die Ernsthaftigkeit der neuen Kommissions-Strategie. Die Maut muss endlich die wahren Kosten anrechnen, die der Gesellschaft und dem Klima entstehen. Und der systematischen Umgehung von Steuer und Sozialregeln muss ein Ende gesetzt werden.
Der blinde Fleck der neuen Strategie bleiben der Luft- und Seeverkehr. Nur wenn alle Verkehrsmodi klare Vorgaben erhalten, werden die Maßnahmen fair und effizient sein." (Pressemeldung Michael Cramer, 22.07.16).

RechteckEU-Kommission: Weichenstellung zu einer CO2-armen Wirtschaft
Die Kommission legte am Mittwoch ein Paket von Maßnahmen vor, mit denen die Verringerung der CO-Emissionen in allen Branchen der europäischen Wirtschaft beschleunigt werden soll.
Die Kommission arbeitet aktiv daran, die Wettbewerbsfähigkeit der EU auch jetzt zu erhalten, da sich das globale soziale Wirtschaftsmodell verändert und – angestoßen vom Pariser Übereinkommen zum Klimawandel – der Umbau zu einer modernen, CO2-armen Wirtschaft eingeleitet wird. Mit den heutigen Vorschlägen werden eindeutige, gerechte Leitprinzipien aufgestellt, die den Mitgliedstaaten vorgeben, sich für die Zukunft zu wappnen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu erhalten. Dies ist ein fester Bestandteil der Energieunion und einer zukunftsorientierten Klimaschutzstrategie.
2014 gab die EU die klare Zusage ab, bis 2030 gemeinsam die Treibhausgasemissionen in allen Sektoren der Wirtschaft um mindestens 40 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu verringern. Die heute unterbreiteten Vorschlägen enthalten verbindliche nationale Jahresziele für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Mitgliedstaaten im Zeitraum 2021-2030 für die Sektoren Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Abfälle, Landnutzung und Forstwirtschaft, die Einfluss haben auf die Klimaschutzmaßnahmen der EU (siehe Factsheet MEMO/16/2499 und Factsheet MEMO/16/2496). Der neue Rahmen beruht auf den Grundsätzen Gerechtigkeit, Solidarität, Kosteneffizienz und Umweltintegrität. Alle Mitgliedstaaten sind unmittelbar betroffen, da in erster Linie sie darüber entscheiden müssen, wie die Maßnahmen umzusetzen sind, mit denen das für 2030 vereinbarte Ziel erreicht werden kann. Die Kommission legt darüber hinaus eine Strategie für emissionsarme Mobilität vor, in der sie den Weg aufzeigt für die Entwicklung EU-weiter Maßnahmen auf den Gebieten emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge sowie alternative emissionsfreie Kraftstoffe (siehe Factsheet MEMO/16/2497).
Der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Maroš Šefčovič erklärte: "Die Energieunion zeigt Erfolge. Mit der Reform des Emissionshandelssystems im vergangenen Jahr und dem heutigen Vorschlag zu den Zielen für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Mitgliedstaaten verankern wir den Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 in der Gesetzgebung.Gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unser Verkehrssystem völlig ohne Emissionen auskommt. Das heutige Paket beweist, dass wir unsere Maßnahmen in allen politischen Bereichen auf die Verwirklichung der wettbewerbsfähigen CO2-armen Kreislaufwirtschaft ausrichten, die wir in der Strategie für die Energieunion versprochen haben."
Der für Arbeitsplätze, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständige Vizepräsident Jyrki Katainen sagte: "Bei dieser Strategie geht es um mehr als den Verkehr und Emissionen. Sie ist als weiteres Kernstück unserer Bemühungen um die Modernisierung der europäischen Wirtschaft und die Stärkung unseres Binnenmarkts anzusehen. Sie legt zentrale Prioritäten für den Weg zur emissionsarmen Mobilität fest und enthält klare Vorgaben für künftige Investoren. Sie trägt zu unseren Zielen bei, an denen wir unbeirrt festhalten – wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass unsere Industrie wettbewerbsfähiger wird und in der Lage ist, hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen."
Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie, meinte: "Die EU hat ein ehrgeiziges Ziel der Emissionsminderung aufgestellt – ich bin überzeugt, dass wir dieses Ziel durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Mitgliedstaten erreichen können. Die verbindlichen nationalen Ziele, die wir heute vorschlagen, sind gerecht, flexibel und realistisch. Sie setzen die richtigen Anreize, um Investitionen in Sektoren wie Verkehr, Landwirtschaft, Gebäude und Abfallwirtschaft anzuschieben. Mit diesen Vorschlägen zeigen wir, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und unsere Versprechen halten."
Die für den Verkehrsbereich zuständige EU-Kommissarin Violeta Bulc fügte hinzu: "Der Verkehr verursacht ein Viertel der Treibhausgasemissionen in Europa und ist eine der Hauptursachen für die Luftverschmutzung. Der Übergang zu einer emissionsarmen Mobilität ist daher eine wesentliche Voraussetzung für die Verwirklichung der ehrgeizigen Klimaziele der EU und die Verbesserung der Lebensqualität in unseren Städten. Er ist auch eine Chance für die Modernisierung der Wirtschaft der EU und die Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Die heute angenommene Strategie stellt einen Fahrplan auf für den Weg zu einer emissionsarmen Mobilität und wird diese Umstellung in Schwung bringen."
In der EU werden bereits Anstrengungen unternommen, private Investitionen auf Klima- und Ressourceneffizienzziele auszurichten. Mit den Finanzierungsinstrumenten der EU werden in beträchtlichem Umfang Klimaschutzmaßnahmen unterstützt. Bislang sind mehr als 50 % der Investitionen klimarelevant. Als Teil der Investitionsoffensive für Europa ist der Europäische Fonds für strategische Investitionen auf gutem Weg, sein Ziel der Mobilisierung von mindestens 315 Mrd. EUR an zusätzlichen Investitionen in die Realwirtschaft bis Mitte 2018 zu erreichen. Außerdem bemüht sich die Kommission darum zu gewährleisten, dass die EU-Haushaltsmittel im Einklang mit den Klimazielen verwendet werden. Mindestens 20 % des derzeitigen EU-Haushalts haben einen ausdrücklichen Klimabezug.
Hintergrund: Im Oktober 2014 haben die Staats- und Regierungschefs der EU das verbindliche Ziel aufgestellt, die in der Union verursachten Emissionen bis 2030 in der gesamten Wirtschaft um mindestens 40 % gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Zur Verwirklichung dieser Emissionsminderung sollten alle Wirtschaftsbranchen einen Beitrag leisten. Um dies auf so kosteneffiziente Weise wie möglich zu erreichen, müssen die Industrie- und Stromsektoren, die unter das Emissionshandelssystem (EHS) fallen, ihre Emissionen bis 2030 gegenüber dem Niveau von 2005 um 43 % reduzieren. Sonstige Wirtschaftszweige wie Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Abfall, Landnutzung und Forstwirtschaft müssen ihre Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 30 % senken.
Zusammen mit dem im vergangenen Jahr vorgelegten Vorschlag für die Überarbeitung des EU-Emissionshandelssystems (EU-ETS) werden die heutigen Legislativvorschläge zur Klimapolitik den Kurs für Europas Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft vorgeben; gleichzeitig werden die von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union eingegangenen Verpflichtungen aus dem Klimaübereinkommen von Paris umgesetzt. Die Kommission wird ihre Arbeit mit dem Aktionsplan für emissionsarme Mobilität beginnen, damit sie die übrigen Initiativen zeitnah vorlegen kann. Bis Ende des Jahres beabsichtigt die Kommission, weitere Initiativen auf den Tisch zu legen, bei denen es um die Themen erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie den Energiebinnenmarkt gehen wird, die Bestandteile der Strategie für die Energieunion sind (Pressemeldung EU-Kommission, 22.07.16).

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LOK Report

Industrie

RechteckHHLA: Metrans nimmt erste Hybrid-Rangier-Lok im Hamburger Hafen in Betrieb

Im Vergleich zu herkömmlichen Rangierlokomotiven produziert die Prima H3 von Alstom mit ihrem Hybridantrieb bis zu 50 Prozent weniger CO2, andere Schadstoffemissionen werden sogar um bis zu 70 Prozent verringert. Foto HHLA/Alstom.

Die Bahntochter Metrans der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) reagiert auf das wachsende Rangieraufkommen in Europas größtem Eisenbahnhafen und erhöht die Zahl ihrer eigenen Rangierlokomotiven um zwei auf fünf. Sie setzt dabei auf die moderne Hybrid-Technologie der Prima H3 Lokomotiven von Alstom. Damit wird weltweit erstmals eine Hybrid-Lokomotive dauerhaft im schweren Rangierbetrieb eingesetzt.
Roger Mahler, Geschäftsführer der Metrans Rail (Deutschland) GmbH: "Die beiden Prima H3 Rangierlokomotiven werden uns helfen, das wachsende Rangieraufkommen im Hamburger Hafen zu bewältigen. Wir freuen uns auf die ebenso leistungsfähigen wie umweltfreundlichen Lokomotiven, die wir auch im Rahmen unserer Rangierkooperation mit anderen im Hafen tätigen Eisenbahnverkehrsunternehmen einsetzen werden. Das stärkt die Leistungsfähigkeit des Hamburger Hafens, des größten Eisenbahnhafens in Europa, ein weiteres Mal."
Metrans übernahm heute die erste von zwei Hybrid-Rangierlokomotiven von Alstom. Die zweite wird im Laufe des zweiten Halbjahrs 2016 ausgeliefert. Im Vergleich zu herkömmlichen Rangierlokomotiven produziert die Prima H3 mit ihrem Hybridantrieb bis zu 50 Prozent weniger CO2, andere Schadstoffemissionen (zum Beispiel Stickstoffdioxid) werden sogar um bis zu 70 Prozent verringert. Je nach Einsatz fährt die Rangierlokomotive zwischen 50 und 70 Prozent ihrer Betriebsdauer im Batteriebetrieb. Dadurch reduziert sich der Kraftstoffverbrauch um bis zu 50 Prozent. Die Lokomotive erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.
Jan Hendrik Pietsch, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hamburger Hafen und Logistik AG: "Die Hamburger Hafen und Logistik AG legt größten Wert auf nachhaltiges Unternehmertum. Die beiden neuen Hybrid-Rangierlokomotiven fügen sich hervorragend in das Maßnahmenpaket ein, mit dem wir den daraus entstehenden Verpflichtungen gerecht werden. Wir haben uns 2008 das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2020 die CO2-Emissionen je umgeschlagenem Container um 30 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel haben wir bereits im vergangenen Jahr mit einer Einsparung von 29,5 Prozent fast vollständig erreicht."
(Pressemeldung Metrans, 22.07.16).

RechteckUIC: 88. Generalversammlung des Internationalen Eisenbahnverbandes
Am 6. Juli 2016 fanden das Exekutivkomitee und die 88. Generalversammlung des Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC) im Beisein des Großteils der Mitglieder des Verbandes am Sitz des italienischen Parlamentsgebäudes statt. Geleitet wurde die Versammlung durch den UIC-Präsidenten Oleg BELOZEROV, Präsident der Russischen Bahnen (RZD), Renato MAZZONCINI, UIC-Vize-Präsident und CEO der italienischen Ferrovie dello Stato, Gastgeber der Sitzung, und Jean-Pierre LOUBINOUX, UIC-Generaldirektor. Die Präsidenten der UIC-Regionen Asien-Pazifik, Nordamerika, Mittlerer Osten und Europa waren ebenfalls anwesend.
Der UIC-Präsident Oleg BELOZEROV hob einleitend hervor, wie wichtig der ständige konstruktive Dialog unter den Mitgliedern und Partnern ist. Er berichtete der Versammlung über die laufenden Arbeiten und gab einen Ausblick auf die Ausrichtungen für die zweite Jahreshälfte: "Vor sechs Monaten sprachen wir über die wachsende Dynamik in der Kooperation zwischen der UIC und der UNO sowie über die Dynamik im internationalen Verkehr insgesamt. Die UIC verstärkte ihre Bemühungen in diesem Bereich weltweit und setzte somit die Ziele ihres Arbeitsprogramms um. Ferner wurden im letzten halben Jahr große Fortschritte in der Erarbeitung von Strategien zum Ausbau des Bahnverkehrs gemacht. Heute haben praktisch alle Mitglieder der UIC-Regionalversammlungen mittel- oder langfristige strategische Aktionspläne verabschiedet."
Des Weiteren führte er aus, die Standardisierung sei ebenfalls einer der prioritären Bereiche, in dem die UIC-Generaldirektion und ihre Mitglieder erfolgreich vorankämen. Der Ausbau internationaler Verkehrskorridore, über die Wirtschaftszentren verknüpft und der internationale Handel erleichtert werden, sei ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld. Auch die Intensivierung der regional geführten Arbeiten sei eine weitere Priorität. Bei den Regionalversammlungen der UIC bestehe hier immenses Potential. In diesem Rahmen könne den Bahnen weltweit in vielen Bereichen, wie Sicherheit, multimodaler Verkehr, Integration der Logistikketten, internationaler Tourismus usw. eine für alle nutzbringende Kooperation geboten werden, die sich letztendlich in neuen weltweiten UIC-Projekten niederschlagen könne.
Renato MAZZONCINI, CEO der Ferrovie dello Stato Italiane, UIC-Vizepräsident und Gastgeber der 88. Generalversammlung, begrüßte die Teilnehmer zu den satzungsmäßigen Sitzungen der UIC in Rom und fasste die wesentlichen Zielsetzungen der UIC als weltweitem Fachverband der Bahnen zusammen:

• "Zusammenarbeit und Informationsaustausch unter den UIC-Mitgliedern aller Regionen und der Generaldirektion.
• Sicherstellung von umweltfreundlichem Schienenverkehr.
• Innovation und Digitalisierung für eine intelligente Bahn.
• Ausbau der Schienenkorridore und Gewährleistung der Interoperabilität.
• Integration mit anderen Verkehrsträgern."

Ferdinand SCHMIDT, Vorstandsmitglied der RCG, wurde zum Präsidenten des Forums Güterverkehr ernannt, um das Mandat des amtierenden Präsidenten, Herrn BAMBERGER, zu Ende zu führen, der die Rail Cargo Group (RCG) verlassen hat. Gleichzeitig wird Ferdinand SCHMIDT auch das High Level Freight Meeting (HLFM) leiten. Gerd NEUBECK, Sonderbeauftragter für europäische Sicherheitsfragen der DB und aktuell Vizepräsident der Plattform Security der UIC, wird für 2 Jahre, also bis zum 31. Juli 2018, zum Präsidenten dieser Plattform ernannt. Jean-Pierre LOUBINOUX schlägt vor, die Plattform für den amerikanischen Kontinent zu öffnen und Marc BEAULIEU, Sicherheitschef von Via Rail Canada, zum Vize-Präsidenten für 2 Jahre zu ernennen. Herr NAZAROV, RZD, wurde zum Präsidenten der Heavy Haul-Plattform ernannt. Herr USENKO, Leiter der Abteilung für Internationale Finanzberichte, führt das Mandat von Herrn AKSENOV im Rechnungsprüfungsausschuss der UIC zu Ende.
Die Generalversammlung wurde über den Stand der Vereinbarungen zwischen der UIC und ihren Partnerorganisationen sowie die erzielten Ergebnisse informiert. Ihr jüngstes Memorandum of Understanding unterzeichnete die UIC mit der Europäischen Investitionsbank (EIB). Hier sollen über die Europäische Plattform für Investitionsberatung (EIAH) europäischen Behörden bzw. privaten und öffentlichen Projektträgern Beratungsdienste und Know How angeboten werden. Die UIC wird als internationale Ansprechstelle für die EIAH eine Vorauswahl potentieller Kunden und Partner treffen. Ferner wird sie zusammen mit der EIB und der EU-Kommission im Rahmen von Arbeitsgruppen und Workshops für den Austausch von Know How und Best Practice sowie für Informationsverbreitung im Tätigkeitsfeld der EIAH sorgen.
Darüber hinaus wurde die Absichtserklärung hinsichtlich einer Beteiligung der UIC mit Beobachterstatus zur Unterstützung der Initiative SEESARI (South-East Europe Alliance for Rail Innovation) in der Generalversammlung erwähnt. Diese Initiative soll das Verkehrsnetz in Süd-Ost-Europa mit speziellem Fokus auf die Schiene in enger Kooperation mit den anderen Partnern ausbauen und innovativ gestalten.
Direkt in der Generalversammlung wurde ferner im Beisein von Dominique PAGET, dem USIC-Präsidenten, ein Memorandum of Understanding zwischen der UIC und dem Internationalen Bahnsportverband (USIC) unterzeichnet. Ziel dieses Vereinbarungsprotokolls ist es, enger zusammen zu arbeiten und die jeweiligen Stärken der Verbände zum beiderseitigen Nutzen und zur Förderung der Werte der Bahnen einzusetzen.
Auch mit dem Generalsekretariat des Kooperationsrats der Arabischen Staaten des Golfes (GCC-SG) wird zurzeit zur Stärkung der Kooperation und zum Aufbau von Kapazitäten bei den Golfstaaten ein Vereinbarungsprotokoll zu Themen gemeinsamen Interesses entworfen, um eine für beide Seiten nutzbringende Zusammenarbeit in den Bereichen Bahnsystem, Vorschriften, institutionelle Strukturen und Austausch von Know How und Erfahrung zu fördern.
Die nächste Sitzung des Exekutivkomitees und die 89. Generalversammlung finden am 1. Dezember 2016 auf Einladung von Oleg BELOZEROV, dem Präsidenten der UIC und der Russischen Bahnen (RZD), in Russland statt (Pressemeldung UIC, 22.07.16).

RechteckVoith: Saar Rail-Lokomotiven werden mit OPRA präventiv Instand gehalten

Dank OPRA weiß Mike Schmidt, Geschäftsführer der Saar Rail GmbH, jederzeit in welchem Zustand und an welchem Ort sich seine Loks gerade befinden.
Es ist ein Musterbeispiel für digitale, vernetzte Technik im Sinne von Industrie 4.0, die Systeme oder Anlagen effizienter macht: das Life-Cycle-Management-System OPRA von Voith. OPRA (=Optimized Pro Active Life Cycle Approach) optimiert bei Saar Rail, einer Tochtergesellschaft des Saarstahl-Konzerns, derzeit den Einsatz von zwei Gravita-Lokomotiven. Statt unerwarteter Ausfälle heißt es mit OPRA, geplant Instand halten und überholen. "Mit diesem System erhöht sich die Verfügbarkeit der Loks. Daher möchten wir auch unsere zwölf weiteren Lokomotiven modernisieren", sagt Saar Rail-Geschäftsführer Mike Schmidt.
Im webbasierten OPRA-System sind nicht nur sämtliche Fahrzeugdaten, Herstellerzertifikate oder Zulassungsbescheide, sondern auch Wartungspläne hinterlegt. Instandhaltungsprotokolle werden ebenfalls digital eingepflegt. "Eine transparente Wartungshistorie vorzuhalten, ist Auflage des Eisenbahnbundesamtes. OPRA unterstützt die Erfüllung dieser Auflage durch die enorm einfache Handhabung und hat für uns noch weitere Vorteile", sagt Eisenbahnbetriebsleiter Mike Schmidt und spielt dabei auf geplante Stillstände seiner Lokomotiven durch die Wartungspläne an.
Da die Saar Rail-Lokomotiven über einen mobilen Datenzugriff verfügen, kann Mike Schmidt dank OPRA die Einsätze der Loks auf dem 96 Kilometer großen internen Schienennetz des Saarstahl-Konzerns optimal planen. "OPRA garantiert mir Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Termintreue. Und davon profitiert der Kunde Saarstahl", verdeutlicht Schmidt. Denn jährlich transportiert Saar Rail elf Millionen Tonnen Stahl in den Produktionsstandorten Völklingen, Burbach und Neunkirchen. Hinzu kommen weitere 2,5 Millionen Tonnen, die von Saar Rail auf dem Schienennetz der Deutschen Bahn befördert werden und darüber hinaus bis zu den großen deutschen Seehäfen, um von dort nach Übersee verschifft zu werden.
14 Lokomotiven, 330 eigene sowie 360 Mietwaggons sind für den Transport dieser Lasten zuständig. Zwei Lokomotiven sind bereits komplett im OPRA-System integriert. "Die anderen zwölf möchten wir auch mit der für OPRA notwendigen Technik modernisieren", erklärt Schmidt. Täglich nutze er das Echtzeit Condition Monitoring, das OPRA ihm anbiete. "So schaue ich nach den Kraftstoffverbräuchen der Loks und weiß zugleich, in welchem Zustand sich der Motor befindet."
In Kontakt mit OPRA kam Schmidt über den Kauf der beiden Voith Gravitas im Jahre 2011. Seitdem ist das System im Einsatz und Mike Schmidt in regelmäßigem Austausch mit Voith. Dass er mit OPRA und der Nachrüstlösung OptiSys seine zwölf älteren Lokomotiven modernisieren kann, erfuhr er durch die Serviceberatung von Voith. "Ich wollte ursprünglich nur einen elektronischen Fahrtenschreiber und habe jetzt die Option, mit dieser Software auch noch eine Start-Stopp-Automatik in die Loks eingebaut zu bekommen." Schmidt wertet dies als bedeutenden Schritt in Richtung verbrauchsärmeres Fahren (Pressemeldung Voith, 22.07.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Nahverkehr im Rheintal (Netz 4) wird ab 2019 stufenweise ausgebaut
Das regionale Zugangebot im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Rheintal wird stufenweise ausgebaut. Dies ist das Ergebnis der Prüfung künftiger Fahrpläne durch die DB Netz AG, worüber das Verkehrsministerium die Vertreter der Landkreise entlang der Rheintalbahn und des Zweckverbands Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) bei einem Treffen in Stuttgart informierte.
Bei der Zusammenkunft im Ministerium ging es um den aktuellen Stand der Angebotsplanung zur Vergabe des Netzes 4 (Karlsruhe – Offenburg – Freiburg – Basel) im Schienenpersonennahverkehr. Zugrunde lag ein vom Verkehrsministerium in Absprache mit dem ZRF entwickeltes Fahrplankonzept, zu dem nun die Ergebnisse der Prüfung durch die DB Netz AG vorliegen. Das Land hatte mit der Region einen deutlichen Zuwachs im Zugangebot vereinbart. Die hohe Auslastung der Rheintalbahn führt dazu, dass zur Inbetriebnahme mit Neufahrzeugen im Dezember 2019 noch nicht alle zusätzlichen Züge gefahren werden können, es aber auf allen Streckenabschnitten zu Zuwächsen kommen wird.
Ein Ministeriumssprecher sagte: "Die Prüfung hat ergeben, dass alle gewünschten Angebotsausweitungen zwischen Freiburg und Offenburg realisierbar sind. Zwischen Freiburg und Basel werden zwar auch mehr Verbindungen als heute angeboten. Allerdings können noch nicht alle gewünschten zusätzlichen Angebote auf die Schiene gebracht werden. Das wird erst gehen, wenn die Rheintalbahn von zwei auf vier Gleise ausgebaut sein wird. Das bedeutet, es müssten die Güterzugumfahrung Freiburg fertig gestellt und der Abschnitt Offenburg – Kenzingen viergleisig ausgebaut sein. Denn die derzeit noch zweigleisige Strecke ist durch Fern- und Güterzüge bereits hoch belastet und lässt nur wenige zusätzliche Nahverkehrszüge zu. Ebenso kann der gewünschte Ausbau auf der Strecke Müllheim – Basel nicht erfolgen, weil dort zwischen Haltingen und Basel bisher nur zwei Gleise für Nah-, Fern- und Güterverkehr zur Verfügung stehen."
Das Konzept des Verkehrsministeriums sieht als schnellen Zug einen stündlichen Regional-Express in alternierender Lage vor:
• zweistündlich 90-min-RE mit 12 Halten
• zweistündlich 103-min-RE mit 18 Halten 
Der Ministeriumssprecher erläuterte: "Unser Zielkonzept 2025 für den Schienenpersonennahverkehr ist Grundlage für die Angebotsplanung und orientiert sich an der Fahrgastnachfrage bzw. dem Fahrgastpotenzial. Voraussetzung für die vollständige Umsetzung des Zielkonzepts 2025 ist allerdings der vollständige Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel auf vier Gleise."
Auch wenn das ursprünglich geplante Konzept des Landes eine noch stärkere Ausweitung des Angebots vorgesehen hatte, wird nun das heute bestehende Angebot im Schienenpersonennahverkehr schon ab Dezember 2019 erheblich ausgeweitet werden (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 22.07.16).

RechteckBW: Rascher Ausbau der Gäubahn gefordert
Die baden-württembergische Landesregierung hat den Bund nachdrücklich aufgefordert, die internationale Schienenstrecke zwischen Stuttgart und Zürich baldmöglichst auszubauen. Die beiden Landesminister Winfried Hermann (Verkehr) und Guido Wolf (Justiz) forderten in einem gemeinsamen Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, die sogenannte Gäubahn auch im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 in den Vordringlichen Bedarf aufzunehmen. Andernfalls komme der Bund auch seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Schweiz nicht nach, erklärten die beiden Regierungsmitglieder am Mittwoch in Stuttgart. 
"Wie auch bei der Rheintalbahn ist der Bund beim Ausbau der Gäubahn seinen Verpflichtungen aus dem Vertrag von Lugano bisher nicht nachgekommen. Während auf der Schweizer Seite die vorgesehenen Ausbauten auf der Strecke von Zürich bis zur Bundesgrenze bereits seit 2012 realisiert sind, sehen wir uns mit der Tatsache konfrontiert, dass die Gäubahn im Entwurf des BVWP 2030 nur im Potentiellen Bedarf enthalten ist", heißt es in dem gemeinsamen Schreiben an Bundesminister Dobrindt. 
Landesverkehrsminister Hermann appellierte an seinen Berliner Amtskollegen: "Tragen Sie Sorge für die Einstufung der Gäubahn in den Vordringlichen Bedarf. Stellen Sie sicher, dass die Kontinuität bei der Einstufung der Gäubahn im BVWP gewahrt wird."
Um künftig kürzere Fahrzeiten zu ermöglichen sei auch der Einsatz von Neigetechnikzügen wichtig. "Wir haben Kontakt mit dem Bundesamt für Verkehr und der SBB aufgenommen, um über den künftigen Betrieb auf der Verbindung Stuttgart – Zürich mit Neigetechnikzügen zu sprechen. Während sich die Deutsche Bahn von der Neigetechnik verabschiedet hat, sieht es die SBB durchaus als realistische Option, nach Ende des Interimskonzepts auf der Strecke in Abstimmung mit der Deutschen Bahn Neigetechnikzüge einzusetzen, die dann auf der Gotthard-Route in der Schweiz nicht mehr gebraucht werden."
Minister Hermann bat Bundesminister Dobrindt, sich bei der Deutschen Bahn AG dafür einzusetzen, dass diese Option für die Zukunft auch dort weiter verfolgt wird. "Wir bitten daher darum, die Neigetechnikperspektive in den Bundesverkehrswegeplan mit aufzunehmen."
Minister Wolf, der auch Vorsitzender der Interessengemeinschaft Gäubahn ist, sagte: "Dem Nachbarland Schweiz gegenüber, zu dem von Baden-Württemberg aus vielfältige und insbesondere auch gute wirtschaftliche Beziehungen bestehen, ist es nur schwer vermittelbar, dass auf deutscher Seite bisher nur wenig geschehen ist." (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 22.07.16).

RechteckBayern: MVG zur gestrigen U6-Störung im Fußballverkehr
Am Mittwochabend (20. Juli), kam es zu massiven Störungen im U-Bahnverkehr der U6. Auslöser dafür war zunächst ein defekter Zug, der gegen 20 Uhr aus der Innenstadt Richtung Stadion fuhr. Dieses Fahrzeug konnte in Folge einer technischen Störung am Zug nur bis zum Bahnhof Kieferngarten eingesetzt werden. Dort wurden die Fahrgäste gebeten, den Zug am Bahnsteig zu verlassen.
Ursache für das anschließende Chaos war das Verhalten einiger unver-nünftiger Fußballfans. Sie sprangen im Bahnhof Kieferngarten vom Bahn-steig aus verbotenerweise in den Gleisbereich, um ihren Weg Richtung Arena fortzusetzen. Für sie bestand damit eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben. Die MVG hatte daher keine andere Wahl als unverzüglich den Zugverkehr anzuhalten und den Streckenabschnitt stromlos zu schal-ten.
Zwei nachfolgende U-Bahnen im Abschnitt zwischen Studentenstadt und Kieferngarten, die in Richtung Arena unterwegs waren, konnten dadurch ebenfalls nicht weiterfahren. Wegen der erneuten Betriebsunterbrechung und weil es im Zug heiß wurde, betätigten Fahrgäste an mehreren Türen dieser beiden Züge auf eigene Faust die Notentriegelung und begaben sich in den Gleisbereich in Richtung der nächsten Bahnhöfe.
Polizei und Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden zum Einsatzort gerufen. Sie begleiteten die Fahrgäste aus den beiden Zügen zu den Bahnhöfen. Insgesamt befanden sich zeitweise mehrere hundert Fahrgäste im Gleisbe-reich. Einige mussten nach Angaben der Rettungskräfte wegen Kreislauf-schwächen behandelt werden. Ein Fahrgast zog sich beim Übersteigen eines Zaunes eine Schnittwunde an der Hand zu.
Gegen 22 Uhr konnte der U-Bahn-Verkehr zwischen Studentenstadt und Fröttmaning wieder aufgenommen werden. Rechtzeitig zur Beendigung des Fußballspiels wurde so zumindest ein eingeschränkter U-Bahn-Verkehr wieder gewährleistet.
Selbstverständlich hat eine sofortige Fahrgastinformation in Fällen größerer Betriebsstörungen oberste Priorität. Die MVG geht daher Hinweisen nach, wonach die Fahrer der beiden betroffenen Züge ihre Kunden nicht informiert hätten. Einer von beiden konnte zwischenzeitlich bereits befragt werden. Er gibt an, Durchsagen getätigt und die Fahrgäste in diesem Rahmen auch aufgefordert zu haben, den Zug auf freier Strecke nicht zu verlassen.
Die MVG bedauert sehr, dass es zu dieser Verkettung von Umständen gekommen ist. Es wird in diesem Zusammenhang dringend darum gebeten, niemals ohne Aufforderung durch Betriebspersonal Gleisbereiche zu betreten. Dort besteht sowohl durch Zugverkehr als auch durch die Stromschiene akute Lebensgefahr (Pressemeldung MVG, 22.07.16).

RechteckBayern: Aktion Münchner Fahrgäste zum U-Bahnchaos
"Wir erwarten, daß das grundsätzlich für den Massenverkehr geeignete Verkehrsmittel U-Bahn so betrieben wird, daß die Sicherheit für alle Fahrgäste zu jeder Zeit garantiert ist", sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. "Ein derartiges Chaos in überhitzten Zügen ist nicht hinnehmbar. Wir erkennen Mängel im Notfallkonzept oder in der operativen Umsetzung."
Am Mittwoch, 20. Juli 2016, wurde die Münchner Polizei gegen 20:20 Uhr, über mehrere Notrufe darüber verständigt, daß zwischen U-Bahnhof Studentenstadt und U-Bahnhof Freimann eine U-Bahn auf freier Strecke steht. Die Fahrgäste hätten dort die Notentriegelung der Türen betätigt, da es im Zug so heiß sei. Ein großer Teil der Fahrgäste würde nun auf den Gleisen zum in Sichtweite befindlichen U-Bahnhof Freimann laufen.
Polizei und Einsatzkräfte der Feuerwehr fuhren den Einsatzort an. Es konnte festgestellt werden, daß sich ein Zug der U 6 kurz vor dem U-Bahnhof Freimann befand. Da die Gleise stromlos waren, konnten die Einsatzkräfte zur U-Bahn gelangen und die Fahrgäste daraus zum Bahnhof geleiten. Unter den Fahrgästen waren auch zwei Rollstuhlfahrer.
Im weiteren Verlauf stellte sich schließlich heraus, daß noch ein zweiter Zug zwischen U-Bahnhof Freimann und U-Bahnhof Kieferngarten ebenfalls zum Stehen gekommen war.
Auch hier wurde die Notentriegelung von Fahrgästen betätigt und Personen gingen in den Gleisbereich. Auch zwischen dem Bahnhof Freimann und Kieferngarten blieb ein Zug stehen. In diesem Zug wurde eine Schwangere Frau durch die Einsatzkräfte bis zur Weiterfahrt betreut. Ein Fahrgast zog sich beim Übersteigen eines Zaunes eine Schnittwunde an der Hand zu.
Es stellte sich später heraus, daß die Ursache für diesen Einsatz an einem weiteren U-Bahn-Zug lag. Dieser war wegen einer Betriebsstörung letztendlich am U-Bahnhof Kieferngarten zum Stillstand gekommen. Dort wurden die Fahrgäste aufgefordert den Zug zu verlassen. Dieser Aufforderung kamen sie auch nach. Einige dieser Fahrgäste, die wohl zu einem Fußballspiel in der Allianz-Arena gehen wollten, betraten dann verbotenerweise den Gleisbereich. Es wurde die Stromversorgung abgeschaltet, um Gefahren für deren Leib und Leben zu verhindern. Aufgrund dieser Abschaltung kam es dann zu den massiven Störungen im U-Bahnverkehr der U 6.
Gegen 22:15 Uhr normalisierte sich der U-Bahn-Verkehr dann wieder. Zur Beendigung des Fußballspiels in der Allianz-Arena konnte somit zumindest ein eingeschränkter U-Bahn-Verkehr wieder gewährleistet werden.
Die Beförderung der Fahrgäste zu den Fußballspielen in der Münchner Arena ist eine großer Herausforderung für das Personal und leider auch ein großes Ärgernis für Fahrgäste, die andere Ziele haben. Allerdings scheint das Notfallkonzept für diesen anspruchsvollen Verkehr nicht ausreichend durchdacht zu sein. Ein U-Bahnzug ohne ausreichende Belüftung und Klimatisierung ist ein enormes Sicherheitsrisiko für die Fahrgäste. So logisch und nachvollziehbar die einzelnen Handlungen der verschiedenen Stellen sind, in der Gesamtheit sind sie untragbar.
Auslöser war anscheinend wieder einmal eine Fahrzeugstörung, die nach allgemeiner Beobachtung immer häufiger vorkommt. Wir zitieren aus einer Fahrgastbeschwerde: "Seit Wochen erlebe ich keinen Tag, an dem die U6 nicht von Betriebsstörungen betroffen ist. An vielen Tagen erlebe ich es inzwischen, daß sowohl bei der morgendlichen Hinfahrt als auch bei der Rückfahrt nach der Arbeit eine Betriebsstörung vorliegt." (Pressemeldung Aktion Münchner Fahrgäste, 22.07.16).

RechteckBayern: Polizeieinsatz wegen massiver Störung des U-Bahnverkehrs
Am Mittwoch, 20.07.2016, wurde die Münchner Polizei gegen 20.20 Uhr, über mehrere Notrufe darüber verständigt, dass zwischen U-Bahnhof Studentenstadt und U-Bahnhof Freimann eine U-Bahn auf freier Strecke steht. Die Fahrgäste hätten dort die Notentriegelung der Türen betätigt, da es im Zug so heiß sei. Ein großer Teil der Fahrgäste würde nun auf den Gleisen zum in Sichtweite befindlichen U-Bahnhof Freimann laufen. 
Polizei und Einsatzkräfte der Feuerwehr fuhren den Einsatzort an. Es konnte festgestellt werden, dass sich eine Bahn der U 6 kurz vor dem U-Bahnhof Freimann befand. Da die Gleise stromlos waren, konnten die Einsatzkräfte nun zur U-Bahn gelangen und die Fahrgäste daraus zum Bahnhof geleiten. 
Im weiteren Verlauf stellte sich schließlich heraus, dass noch ein zweiter Zug zwischen U-Bahnhof Freimann und U-Bahnhof Kieferngarten ebenfalls zum Stehen gekommen war. Auch hier wurde die Notentriegelung von Fahrgästen betätigt und Personen gingen in den Gleisbereich.
Insgesamt gesehen befanden sich mehrere hundert Fahrgäste im Gleisbereich. Einige der Fahrgäste mussten vom Rettungsdienst wegen Kreislaufschwächen behandelt werden. Ein Fahrgast zog sich beim Übersteigen eines Zaunes eine Schnittwunde an der Hand zu. 
Es stellte sich im weiteren Verlauf heraus, dass die Ursache für diesen Einsatz an einem weiteren U-Bahn-Zug lag. Dieser war wegen einer Betriebsstörung letztendlich am U-Bahnhof Kieferngarten zum Stillstand gekommen. Dort wurden die Fahrgäste aufgefordert den Zug zu verlassen. Dieser Aufforderung kamen sie auch nach. Einige dieser Fahrgäste, die wohl zu einem Fußballspiel in der Allianz-Arena gehen wollten, betraten dann verbotenerweise den Gleisbereich. Dies führte dazu, dass sofort eine Stromlosschaltung aktiviert wurde, um Gefahren für deren Leib und Leben zu verhindern. Aufgrund dieser Stromsperrung kam es dann zu den massiven Störungen im U-Bahnverkehr der U 6. 
Gegen 22.15 Uhr normalisierte sich der U-Bahn-Verkehr dann wieder. Zur Beendigung des Fußballspiels in der Allianz-Arena konnte somit zumindest ein eingeschränkter U-Bahn-Verkehr wieder gewährleitstet werden (Pressemeldung Polizei Bayern, 22.07.16).

RechteckBayern: Neuer Bahnhalt 'Ingolstadt - Audi'
Der Bahnhalt ,Ingolstadt Audi' kommt! Hierfür haben Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel, Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, Audi-Produktions- und Logistikvorstand Prof. Dr. Hubert Waltl sowie Dr. André Zeug, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG am 21.07.16 die entsprechenden Finanzierungsverträge unterzeichnet. Damit sind die Weichen für die Errichtung des neuen Bahnhalts an der Bahnstecke Ingolstadt – Treuchtlingen gestellt.
Eine der wichtigsten verkehrspolitischen Infrastrukturmaßnahmen für die Region Ingolstadt kann damit bis Ende 2019 und somit rechtzeitig vor der Landesgartenschau im Jahr 2020 in Ingolstadt realisiert werden.
"Der Bahnhalt ,Ingolstadt Audi' ist ein starkes Projekt. Zusammen mit Audi, der DB und dem Freistaat Bayern ist es uns gelungen, den immens wichtigen Bahnhalt direkt am Audi-Werkgelände erfolgreich auf den Weg zu bringen. Der Bahnhalt wird maßgeblich zur Verkehrsentlastung in Ingolstadt und der Region beitragen und für die Mitarbeiter, aber auch für alle Bürger eine deutliche Mobilitätsverbesserung bringen", freut sich Ingolstadts Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel.
"Dank Stadt Ingolstadt, Deutsche Bahn AG und Freistaat Bayern können wir nun den strategisch wichtigen Bahnhalt am Audi-Werkgelände in Angriff nehmen und das Projekt zügig umsetzen", sagt Produktions- und Logistikvorstand Prof. Dr. Hubert Waltl. "Eine schnelle, unkomplizierte An- und Abreise und weniger Verkehr rund um Audi – davon werden die Menschen in der Region und viele tausend Audianer auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit profitieren", so der Audi-Vorstand. "Der Audi Betriebsrat hat sich zusammen mit dem Unternehmen für diesen Bahnhalt sehr stark gemacht", sagt Peter Mosch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der AUDI AG. "Zusammen mit Stadt, Land und Bahn wollen wir gemeinsam unseren Kolleginnen und Kollegen sowie den Einwohnern der Region dadurch eine entspanntere Verkehrssituation ermöglichen."
Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann betonte: "Das ist einmalig in Bayern: Erstmals finanzieren der Freistaat, die Deutsche Bahn, eine Kommune und ein Unternehmen gemeinsam eine Bahninfrastruktur. Das hat Modellcharakter, denn damit können wir den neuen Haltepunkt viel schneller realisieren."
Wie Herrmann erläuterte, belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten des Projekts auf rund 13 Millionen Euro. Der Bau der öffentlichen Verkehrsstation wird dabei mit 7,2 Millionen Euro veranschlagt. Die DB Station & Service AG übernimmt davon 1,4 Millionen Euro und der Freistaat Bayern 2,8 Millionen Euro. Die Stadt Ingolstadt und die AUDI AG tragen zusammen drei Millionen Euro. Die Kosten für die angrenzenden verkehrlichen Maßnahmen zur Anbindung des Bahnhalts an das Audi-Werkgelände und das öffentliche Straßennetz, den Bau der Bushaltestationen sowie Anpassungsarbeiten im Werkgelände belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro und werden von der Stadt Ingolstadt und der AUDI AG gemeinsam finanziert. "Zusätzlich nehmen wir als Frei-staat eine weitere Million Euro in die Hand, um das Defizit der Betriebskosten bei der DB Station & Service auszugleichen", ergänzte der Verkehrsminister.
"Jeder neue Haltepunkt macht das Bahnfahren noch attraktiver. Zusammen mit dem Freistaat ist es uns gelungen in den vergangenen Jahren rund 60 neue Halte in Bayern zu errichten. Der neue Audi-Halt wird sich in diese Erfolgsgeschichte einreihen und als dritter Bahnhof in Ingolstadt ein weiteres Beispiel sein – gerade auch weil er viele starke Partner hat, denen ich für ihr Engagement an dieser Stelle danken möchte.", so Dr. Zeug.
Die Genehmigungspläne für den Bahnhalt ,Ingolstadt Audi' sollen noch heuer bei den zuständigen Behörden eingereicht werden. Anschließend folgt die Prüfung und Genehmigung durch das Eisenbahn Bundesamt. Mit dem Bau soll im Jahr 2018 begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2019 und damit rechtzeitig zur Landesgartenschau 2020 in Ingolstadt vorgesehen.
Ab Ende 2019 soll dann der neue Bahnhalt von DB Regio mit den Regionalexpresszügen der Linie München – Ingolstadt – Treuchtlingen auf Bestellung des Freistaats Bayern stündlich angefahren werden. "Unser Ziel ist, nach dem Umbau des Bahnhofs Gaimersheim weitere bisher in Ingolstadt endende Züge bis Gaimersheim fahren zu lassen", kündigte der bayerische Verkehrsminister an. "Damit können wir für den Audi-Halt sogar einen Halbstundentakt erreichen."
Mit dem Bahnhalt ,Ingolstadt Audi' erhält die Stationslandschaft in Bayern weiteren Zuwachs. Seit der Bahnreform und Übernahme der Verantwortung für den Schienenpersonennahverkehr durch den Frei-staat Bayern vor rund 20 Jahren sind bayernweit über 60 neue Bahnhalte entstanden. In den nächsten zehn Jahren sollen weitere 30 entstehen. Der Halt am Audi-Werkgelände hat unter all diesen Stationen das größte Nachfragepotenzial außerhalb der beiden S-Bahn-Netze im Freistaat (Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, 22.07.16).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: DB-Empfangsgebäude Bad Doberan verkauft

Die DB hat das seit längerer Zeit leer stehende historische Bahnhofsgebäude in Bad Doberan an einen Investor aus Frankfurt/Oder veräußert. Derzeit finden im Gebäude umfangreiche Renovierungsarbeiten statt und auch die Außenansicht wird aufgepeppt. Der Investor richtet im Haus Ferienwohungen ein und im Erdgeschoss eine Gastronomie, die nicht nur für Touristen des Hauses genutzt werden kann.
Bis vor einigen Jahren befanden sich im Bau noch eine DB-Vertretung mit werktäglichem Fahrkartenverkauf und dazu ein Imbiss. Danach stand es leer und war in der Substanz gefährdet.
In Doberan kreuzen die DB-Regiozüge der Linien nach Wismar und Tessin, wobei der eine Triebwagen direkt vor dem Bahnhofsgebäude zum Stehen kommt und er andere westlich weit draußen wartet. Gegenüber befinden sich die Anlagen der 900-mm-Bahn Bad Doberan - Kühlungsborn.
Fahrkarten kann man auch weiterhin nur aus zwei älteren Automaten lösen, desgleichen Fahrpläne ausdrucken lassen, was aber nur mit entsprechendem Kleingeld geht. Das Bild zeigt den Richtung Tessin fahrenden DB-Triebwagen mit dem Gebäude (WR, 22.07.16).

RechteckNWR: Förderprogramm für die Infrastruktur des Nahverkehrs
Die Verbandsversammlung des NWL hat im Juli 2016 das Förderprogramm für Infrastrukturmaßnahmen des Nahverkehrs in Westfalen-Lippe im Jahre 2017 beschlossen. Gefördert werden Neu- und Umbauten von Bushaltestellen, P + R-/B + R-Anlagen, Fahrgastinformationssysteme, Stadtbahnausbau (Bielefeld), Bahnhofsmaßnahmen und weitere Baumaßnahmen zum Nahverkehr in der Region. Im Mittelpunkt steht meist die Barrierefreiheit der Infrastruktur. Der NWL fördert die anerkannten Baukosten mit 90 %, die Antragssteller (Kommune oder Verkehrsunternehmen) tragen 10 %.
Insgesamt werden 84 Einzelmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 24,6 Mio. € gefördert. Die Umsetzung erfolgt überwiegend in 2017, zum Teil auch in den Folgejahren.
NWL-Verbandsvorsteher Dr. Ulrich Conradi: „Mit dem jetzt beschlossenen Förderprogramm stellt der NWL unter Beweis, dass Westfalen-Lippe die äußerst positive Entwicklung des Nahverkehrs in der Region konsequent weiter vorantreiben will und kann. Der NWL fördert diese Projekte, um dem Anspruch einer ausreichenden Mobilität der Bürgerinnen und Bürger durch eine moderne Verkehrsinfrastruktur gerecht zu werden.“
Das größte Maßnahmenpaket des Förderprogramms ist der Ausbau der Stadtbahn Bielefeld mit 4,7 Mio. €, die größte Einzelmaßnahme der Bau einer P + R-Anlage am Bahnhof Detmold mit Tunneldurchstich (3,4 Mio:€) (Pressemeldung NWL, 22.07.16).

RechteckSachsen: Neuer Film zur Einbindung des Bahnknotens Leipzig
Mit einem neuen Film wird die zweite Bauetappe im Bahnknoten Leipzig zur Einbindung des Bahnknotens in das Projekt VDE8 anschaulich erklärt. In einer Kombination aus Filmsequenzen und Animationen wird die erste Bauetappe zusammengefasst und die jetzt begonnene visionär in ihrem Ergebnis dargestellt. Zu sehen ist der Film ab 21. Juli im DB-Infopunkt Bau am Museumsbahnsteig 24 im Leipziger Hauptbahnhof Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr sowie unter www.vde8.de bzw. bei YouTube vde8.
Nachdem ab 2012 bis 2015 vor allem sechs Bahnsteige im Hauptbahnhof sowie die achtgleisige Bahnbrücke über die Rackwitzer Straße neu gebaut wurden, geht es jetzt weiter mit dem Bau optimierter Gleisanlagen in Richtung Mockau für die Ein- und Ausfahrt Richtung Berlin und Richtung Erfurt/Halle/Magdeburg. Eingeschlossen ist ein neuer Haltepunkt im Bereich der Essener Straße.
Nach 11 Kilometern Gleisumbau bis 2015 kommen nun weitere 14 Kilometer hinzu. 80 Weichen werden installiert. Dadurch kann die Geschwindigkeit auf bis zu 160 km/h erhöht werden. Die Bahnanlagen erhalten modernste Leit- und Sicherungstechnik (ESTW: Elektronische Stellwerke, ETCS: European Train Control System wie auf der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle, VDE8.2). Auf etwa 51 Kilometern Länge werden neue Oberleitungen die Gleisanlagen überspannen. Auf 4,2 Kilometern Länge erhalten die Anwohner Schallschutz. Die Bauarbeiten haben begonnen.
Der ICE-Standort Leipzig wird durch den Neubau einer Zugbildungsanlage mit durchgehendem Anschluss an das ICE-Werk weiter gestärkt. Die Investition für die jetzt beginnenden und bis 2020 dauernden Bauarbeiten beträgt etwa 220 Millionen Euro. Ein wesentlicher Zwischenschritt wird Ende 2017 die Gesamtinbetriebnahme des Projektes Nürnberg-Berlin (VDE8) sein. Derzeit laufen erste Maßnahmen zur Freimachung des Baufeldes wie Umverlegungen von Kabeln
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.07.16).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckEine britische Lok auf einer ehemalige Stammstrecke



Ein Besuch in Großbritannien lohnt sich immer, und bei so gutem Wetter als am 15. Juli ist es noch schöner. An dem Tag beförderte die SECR C-Klasse 592 in den frühen Morgenstunden einen herrlich aussehenden Güterzug und danach einen Kran auf der Bluebell Railway. Jon Bowers, der Organisator, hatte diesen Zug als die Abschiedsfahrt dieser Lok angekündigt.
Diese C-Kuppler wurden von Henry Wainwright als Chef Ingenieur der South Eastern and Chatham Railway (SECR) entworfen. Sie fuhren hauptsächlich im Güterzugdienst, aber waren gelegentlich auch vor Personenzügen anzutreffen. Ihr Einsatzgebiet war London und das Südosten Englands.
Zwischen 1900 und 1908 wurden insgesamt 109 Stück gebaut. Die ersten 15 kamen von Neilson, Reid & Co. in Juni 1900, gefolgt von 15 weiteren von Sharp, Stewart & Co. Die übrigen Loks wurden in den betriebseigenen Werkstätten der SECR in Ashford (70 von 1900 bis 1908) und Longhedge (9 von 1902 bis 1904) hergestellt. Sie dienten bei der SECR und später bei den Southern Railways und British Railways. Nach der Nationalisierung in 1948 waren noch immer 106 Exemplare (und eine weitere Lok, die als Satteltanklok umgebaut worden war) vorhanden. Obwohl die Ausmusterung in 1953 anfing, waren in 1960 noch immer 60 Maschinen in dienst. Drei davon (die 31271, 31280 und 31592) verblieben bis 1966 als Rangierlokomotiven in den Ashford Werkstätten. Die 592 verliess die SECR Longhedge-Werkstätten in 1902. Als die SECR Teil der Southern Railways wurde, wurde sie umnummeriert in 1592 und nach der Nationalisierung bei den British Railways bekam sie die Nummer 31592. Zu dieser Zeit gehörte die Lok zum BW Ramsgate, aber wurde danach nach Nine Elms und später nach Tonbridge umbeheimatet. Ihr letztes BW war Ashford, wo sie in Juli 1963 außer Dienst gestellt wurde.
Das war jedoch nicht das Ende, denn sie wurde, zusammen mit zwei Schwesterloks, als Nummer DS239 aufgenommen in den Reservebestand in Ashford.Die Wainwright 'C' Preservation Society, die in 1962 gegründet worden war, kaufte die 592 (als DS239) in Dezember 1966. Nachdem die Lok Ashford verlassen hat, wurde sie bei der Bluebell Railway untergebracht, wo sie in 1975 wieder eingesetzt wurde. Seitdem wurde einen anderen Tender aufgearbeitet und wurden viele Teile neu angefertigt.
Am 20. September 2014 wurde die 592 an die Bluebell Railway geschenkt. Eine Bedingung war dass die Lok in SECR Wainwright-Grün erhalten bleiben sollte. Die Kesselfrist läuft in Mai 2017 ab (Ad van Sten, 22.07.16).

RechteckSauschwänzlebahn



Am vorletzten Freitag gab es wieder einen Sonnen-Wolkenmix, als der Museumszug der Sauschwänzlebahn mit der Dampflok 262BB im Wutachtal unterwegs war. Am bevorstehenden Wochenende wird dort ganz groß das 25-jährige Jubiläum der SWR-Sendung Eisenbahnromantik gefeiert (Harald Becker, 22.07.16).

RechteckSteinhuder Meer: Anlieger protestieren gegen Lorenbahn auf alter Trasse
Die Pläne des Vereins Steinhuder Meer-Bahn eV, eine kurze 600-mm-Bahn für eine Lorenbahn von ihrem Standort in Steinhude bis zur Windmühle Paula zu legen haben sich zerschlagen.
Nach massiven Protesten von Anwohnern, die den ehemaligen Trassenverlauf heute als Radweg vor der Haustür haben, zieht der Verein seine Pläne zurück. Die Anlieger würden sich vom Lärm der aus einer Diesellok und Loren bestehenden Bahn, die auf dem Hof eines Landwirts vorhanden ist und verlängert werden sollte, in ihrer Ruhe bedroht fühlen, heißt es in örtlichen Zeitungsberchten vom Donnerstag.
Das kleine Freilichtmuseum mit einem historischen Zug ist inzwischen so gut wie fertig gestellt und wetterfest überdacht. In Wunstorf hat der Verein noch im ehemaligen Regieturm der Meer-Bahnsein Archiv und nutzt den Güterschuppen.
Im historischen Verwaltungsgebäude mit dem Lokfschuppen sind noch letzte Arbeiten am Gothaer Triebwagen im Gang, der in Kürze an Eisenbahnfreunde in Gotha abgegeben wird (WR, 22.07.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 8/16

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Mit der Kamera notiert

RechteckBerlin

Am Montag, 11.07.2016, war der Classic Courier als DNV 5940 von Torun in Polen nach München unterwegs und durchquerte auch die Berliner Hauptstadt in Ost-West-Richtung. Gezogen wurde der Zug von der Northrail 1142 635, die Bilder zeigen den Zug in Berlin-Karlshorst (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 22.07.16).

RechteckGiessenbach






Das charakteristische Bahnhofsgebäude von Giessenbach ist schon lange außer Verwendung. In unmittelbarer Nähe befindet sich, obwohl Scharnitzer Gemeindegebiet, das "Seefeder Heimatmuseum".
Südlich von Giessenbach wurde einiges an altem Gleisschotter unter den zahlreichen Bachdurchlässen der kleinen Seitentäler entsorgt. Mit den nächsten Starkregen gelangt dieses Material möglicherweise auch zur unterhalb gelegenen Bundesstraße.
Entlang der Strecke Scharnitz - Seefeld verläuft ein beliebter Wanderweg, eigentlich eine Forststraße, bezeichnet als (Josef-)Hirn-Weg. Die Umgebung von Scharnitz ist reich an Quellen, nicht zuletzt der Isarursprung liegt wenige Kilometer östlich im Hinterautal.
Interessanterweise wurden entlang der Strecke abwechselnd sowohl Stahlmasten als auch die bei der ÖBB üblichen Betonmasten gesetzt. Die alten Fahrleitungsmasten werden schon bald der Vergangenheit angehören (GK, 22.07.16).

RechteckMichendorf

Am 20.07.2016 kam die 1142 654-1 mit einem 10-Wagenzug durch Michendorf in Richtung Berlin (Ingo Wlodasch, 22.07.16).

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Farrail Tours

Europa

RechteckFrankreich: Vier von acht Nachtzuglinien entfallen zum 1. Oktober 2016
Vier der acht Nachtzüge (Intercités de nuit), die als Züge des territorialen Ausgleichs (Trains d'Equilibre du Territoire, TET) vom Staat subventioniert werden, sollen zum 01.10.16 abbestellt werden, wenn sich kein privater Betreiber zum Weiterbetrieb findet oder wenn die Regionen diese nicht finanziell unterstützen wollen.
Dies kündigte der Staatssekretär für Verkehr, Alain Vidalies, am Donnerstag (21.07.16) während der Vorstellung des neuen Positionspapiers (feuille de route) zur Zukunft der TET-Züge an.
1) Nachtzuglinien
1) Zwei Nachtzuglinien sollen mit einer täglichen Hin- und Rückleistung und modernisiertem Wagenmaterial erhalten bleiben:
• Paris - Briançon
• Paris - Rodez / Latour de Carol
2) Vier Nachtlinien werden nicht weitergefördert, zumal es hier bisher auch keine Bewerbungen in der Ausschreibung einer Interessensbekundung gegeben hat:
• Paris - Toulouse/Rodez - Carmaux - Albi
• Paris - Savoie
• Luxembourg - Nice / Port-Bou
• Strasbourg - Nice / Port-Bou
Zwei Nachtlinien erhalten eine Fristverlängerung:
• Paris - Tarbes - Hendaye bis zum 01.07.17, dem Start der Hochgeschwindigkeitsstrecke Sud Europe Atlantique
• Paris - Nice bis zum 01.10.17
2) Tageslinien
Drei Tageslinien werden weiterhin vom Staat als den Verkehr organisierender Behörde betrieben und bis 2025 mit neuem Rollmaterial für 200 km/h ausgerüstet werden:
• Paris-Orléans-Limoges-Toulouse
• Paris - Clermont-Ferrand
• Bordeaux - Toulouse - Marseille
Drei weitere Tageslinien sollen als Element der Raumordnung vom Staat mit neuem Material weiter betrieben werden:
• Nantes - Bordeaux
• Toulouse - Hendaye
• Nantes - Lyon
Die mögliche Fortführung weiterer Linien soll mit den Regionen als den TER-Verkehr organisierende Behörden bis zum 15.10.16 finalisiert werden (WKZ, Franz A Roski, Quelle DNA, Umweltministerium, 22.07.16).

RechteckFrankreich: STIF forciert den Ausbau von Seilbahnen

Der Vorstand des Verkehrsverbunds STIF hat auf seiner Sitzung am 13.07.16 die Durchführung neuer Studien zur Entwicklung von Seilbahnverbindungen für den Nahverkehr in der Île-de-France beschlossen. Dabei unterstützen die Region und der Verbund in Verbindung mit den betroffenen Gemeinden neue Formen des sauberen und preiswerten Transports. Als erstes Projekt wird die Verbindung "Câble A" zwischen Crêteil und Villeneuve-Saint-Georges vorgeschlagen.
Seilbahnen können eine Kapazität von 5000 Passagieren pro Stunde und Richtung in Abhängigkeit von der Technik (Mono-, Bi- oder Trikabel) erreichen. Sinnvoll sind sie insbesondere, wenn andere Methoden nicht geeignet sind, vor allem, wenn das zu erwartende Verkehrsaufkommen dem eines Spurbusses oder einer Straßenbahn entspricht und das Gebiet natürliche (Fluss, Berge, ...) oder bauliche Hindernisse (vorhandene Infrastruktur) enthält, deren Überquerung teure Strukturen oder größere Umwege erfordern würde.
Eine Seilbahn begrenzt dann die Investitionskosten und reduziert die Fahrzeiten im Vergleich zu anderen Alternativen. Das in Frankreich am weitesten vorgedrungene Projekt ist das von Brest, wo eine Seilbahn den Hafen überspannen soll und dessen Inbetriebnahme für Herbst 2016 geplant ist.
Der STIF führt für "Câble A" derzeit schon eine erste Studie über die Wahrnehmung einer Seilbahn im Großraum Paris durch. Die ersten Analysen zeigen, dass das System Seilbahn in vielen Fällen Vorteile bietet: Leichtigkeit des Reisen, Zeiterspanis, Komfort, Erreichbarkeit schwer zugänglicher Orte. Mit den Erfahrungen der ersten Studie will der STIF sein fundiertes Fachwissen für die Entwicklung dieser Art von Infrastruktur auf zwei weitere Studien ausdehnen:
• Analyse der Machbarkeit weiterer Projekte (siehe Karte) im 1. Halbjahr 2017
• Eine genauere Analyse zur Bedienung des Plateaus Saclay im Herbst 2017
Die Seilbahn zwischen Créteil und Villeneuve St.-Georges über Limeil Brévannes und Valenton ist das erste Projekt in der Region Paris, das unter dem Namen "Câble A" vom 26.09. bis 28.10.16 in die öffentliche Anhörung kommt. Die Bahn soll das Plateau von Limeil Brévannes besser zugänglich machen, die Verknüpfung zur Metro 8 und der zukünftigen Linie 15 des Grand Paris Express ermöglichen, die städtische Entwicklung des Gebietes und die Revitalisierung von benachteiligten Stadtteilen unterstützen und eine Alternative zu den örtlichen Straßen darstellen.
Nach ersten Schätzungen werden in Stoßzeiten am Morgen etwa 700 bis 1 800 Reisende nach Inbetriebnahme der Linie 15 erwartet, die geschätzte tägliche Fahrgastzahl liegt zwischen zwischen 6000 und 14 000. Kabinen mit 10 Plätzen werden etwa alle dreißig Sekunden taktgleich mit der Metro-Linie 8 verkehren. Die Herstellungskosten des Verkehrsprojektes werden auf ca. 120 Mio. Euro geschätzt (WKZ, Quelle STIF, 22.07.16).

RechteckItalien: Alba Bidco kauft GS Rail
FS Italiane und Eurostazioni spa haben am 20.07.17 den Verkauf von 100 Prozent der Aktien von GS Retail an Alba Bidco spa bekannt gegeben, einem neues Konsortium aus Antin Infrastructures, Icamap und Borletti Group. Dieses Konsortium hatte Anfang Juni das beste Angebot vorgelegt.
GS Rail verwaltet die wirtschaftliche Verwertung kommerzieller und Werbeflächen der 14 größten italienischen Bahnhöfe. GS Rail besitzt zudem die Konzession für die Sanierung und den Betrieb von zwei Bahnhöfe in der Tschechischen Republik.
Der Verkaufsprozess begann im November letzten Jahres mit der Teilnahme von mehr als 60 Investoren, von denen 17 Gruppen eine Interessenbekundung abgegeben haben. In einem nächsten Schritt haben neun Gruppierungen ein nicht-bindendes Angebot vorgelegt. Schließlich haben sich fünf Gruppen in den Datenraum eintragen lassen und vier Gruppen ein abschließendes Angebot präsentiert (WKZ, Quelle FS Ittaliane, 22.07.16).

RechteckMoldau: Trolleybussystem in Balti



Die Stadt Balti/Belzy in Nordmoldavien mit über 145.000 dort lebenden Menschen, betreibt ein intelligentes Trolleybus-System, für das die Europäische Union 35 % der Finanzierung neuer O-Busse sowie für die Modernisierung des Obusbetriebshofs beiträgt. Im Moment gibt es vier Obus-Linien (1,2,3,5) - die Linie 4 ist wegen Schwierigkeiten der Energieversorgung nicht in Betrieb. ! Die Flotte besteht aus 38 gut gehaltenen Obussen verschiedener Typen - 23 von ihnen sind Niederflurbusse (Gunter Mackinger, 22.07.16).

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