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LOK Report – Samstag, 4. September 2010
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20 Jahre Verkehrsprojekte Deutsche Einheit

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18. Qualitätskontrolle der
Bahnhöfe in Schleswig-Holstein

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Besucherrekord im DB Museum Nürnberg

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BahnhofCity Wien West feiert Dachgleiche
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Verkehr vom 04.09.10

RechteckBMVBS: Sachstandsbericht Verkehrsprojekte Deutsche Einheit
Grafik BMVBS/Deutsche BahnBundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat am 03.09.10 eine Bilanz gezogen: 20 Jahre Deutsche Einheit – das sind fast 20 Jahre Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE). Ramsauer: „Deutschland ist zusammengewachsen! Für die Infrastruktur kann ich das mit Fug und Recht sagen. Alte Ost-West-Lebensadern sind wieder geknüpft und neue entstanden. Mit den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit haben wir seit 1991 Gewaltiges geleistet.“
Bereits im April 1991 hatte die damalige Bundesregierung unter Helmut Kohl eine passende Antwort auf die desolate ostdeutsche Infrastruktur gegeben. Die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit: Insgesamt 17 Schienen-, Straßen- und Wasserverkehrswege wurden mit einem Investitionsvolumen von rund 39,4 Milliarden Euro in Angriff genommen.
Ramsauer: „Damals ging die Freude über den Fall der Mauer mit dem Reisefrust einher. Zwei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung sind sechs von neun Schienenprojekten fertig gestellt und die anderen drei im Bau. Auf allen Eisenbahnstrecken können wir deutlich mehr Verkehr aufnehmen und kürzere Fahrzeiten verzeichnen. Während man zum Beispiel 1990 noch über vier Stunden brauchte, um von Hamburg nach Berlin zu fahren, ist dies heute in 90 Minuten möglich. Rund 95 Prozent der Straßenprojekte sind unter Verkehr oder im Bau.
Auch bei der Straße ein überzeugendes Beispiel: Von Berlin nach Heiligenstadt brauchte man früher mindestens sechs Stunden, heute sind es mit dem VDE Nr. 13 nur noch rund drei Stunden.“
Auch im Wasserbereich gibt es Fortschritte. Seit 2003 verhilft das Wasserstraßenkreuz Magdeburg als Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nummer 17 der Binnenschifffahrt zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin zu Unabhängigkeit von den schwankenden Wasserständen der Elbe.
Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben – unterstützt durch die VDE – eine beachtliche wirtschaftliche Entwicklung genommen. Aber auch die ehemaligen Zonenrandgebiete von Bayern, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein profitieren heute von einer deutlich verbesserten Infrastruktur. Mehr als drei Viertel der Gesamtinvestitionen sind bereits erfolgt.
Ramsauer: „Trotz der notwendigen Konsolidierung des Bundeshaushalts werden wir die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit weiter vorantreiben. Beim VDE Nr. 8 halten wir an unserem Ziel fest, die Neubaustrecke Erfurt – Leipzig bis Ende 2015 und die Neubaustrecke Ebensfeld – Erfurt bis Ende 2017 fertig zu stellen. Bis 2016 wird auch der Eisenbahnverkehr zwischen Leipzig und Dresden durch das Verkehrsprojekt Nummer 9 einen großen qualitativen Schub erhalten. Bei den VDE- Straßenprojekten A4 und der A9 gehen wir erfolgreich mit Öffentlich-Privaten Partnerschaften (ÖPP) ganz neue Wege.“ (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, 04.09.10).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Stuttgart 21 steht für eine fatale Schienenpolitik
Anlässlich der neuesten Hinweise zur Nutzen-Kosten-Berechnung der Neubaustrecke und zu den Kosten des Großprojektes Stuttgart 21 erklären Winfried Hermann, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und Dr. Anton Hofreiter, Sprecher für Verkehrspolitik:
Bisher nicht bekannte Informationen aus Kreisen der Bahn und des Bundesverkehrsministeriums belegen, dass die beiden Projekte teurer und riskanter sind, als öffentlich zugegeben wird. Sie zeigen auch, dass sie kaum einen volkswirtschaftlichen Nutzen haben. Ein Nutzen-Kosten-Faktor für die Strecke von 1,00X bedeutet faktisch: Es gibt keinen, wenn die Neubaustrecke auch nur etwas mehr kostet als die bislang kalkulierten 2,9 Milliarden. Es ist unverantwortlich, neue Kostendaten nicht zur Kenntnis zu nehmen und starrköpfig an alten, falschen Entscheidungen festzuhalten. Es gibt auch für Bund und Bahn starke wirtschaftliche Gründe, die Projekte zu überdenken. Denn Bahn und Bund müssen die begrenzten Mittel auf wirkliche Engpässe und Problembereiche des Schienenverkehrs in Deutschland konzentrieren und dort investieren, wo es den größten Nutzen gibt, statt sie in einem Megaprojekt unwirtschaftlich zu versenken. Bundesminister Ramsauer hat noch vor wenigen Monaten angesichts knapper Investitionsmittel öffentlich erklärt, man könne nur Projekte mit einem Nutzen-Kosten-Faktor von 4 und mehr realisieren.
Seit Beginn des Abrisses am Hauptbahnhof gehen täglich zehntausende Stuttgarter auf die Straße. Sie lehnen die Milliarden-Verschwendung öffentlicher Mittel für ein Prestigeprojekt mit hohen ökologischen und baulichen Risiken und zweifelhaftem Nutzen ab. Sie wollen eine sparsame Modernisierung des Stuttgarter Knotens mit Köpfchen. Die Wut richtet sich gegen eine Politik, die über die Köpfe der Menschen Beschlüsse fasst und stur exekutiert nach dem Motto: Koste es was es wolle. Die Kalkulationen, auf denen die Beschlüsse für Stuttgart 21 gefällt wurden, sind durch eine Reihe von Gutachten widerlegt worden. Dennoch halten Bundesregierung, Deutsche Bahn und die Landesregierung an ihren Plänen fest.
Die Gesamtkosten von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm werden nach neuesten Berechnungen bis zu 11 Milliarden Euro betragen. Mit dieser Summe könnten alternativ alle zusätzlichen Infrastrukturmaßnahmen für den Schienengüterverkehr in Deutschland finanziert werden, um bis 2025 die Trassenkapazität für die prognostizierten Transportleistungen zu schaffen.
Stuttgart 21 verhindert eine klimafreundliche Verkehrspolitik - und zwar nicht nur in Baden-Württemberg, sondern in der gesamten Bundesrepublik. Wir fordern deshalb Verkehrsminister Ramsauer und DB-Chef Grube zu einem rationalen und zielorientierten Diskurs auf, um eine politisch tragfähige, verkehrlich sinnvolle und finanzierbare Lösung für die Entwicklung des Bahnknotens Stuttgart und des Korridors Stuttgart-Ulm zu finden. Bis dahin fordern wir einen sofortigen Baustopp von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Denn Gespräche machen nur Sinn, wenn nicht gleichzeitig das Objekt der Entscheidung abgeräumt wird (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 04.09.10).

RechteckDeutsche Bahn: Fahrtziel Natur-Award 2010 für herausragendes Verkehrskonzept im Allgäu
Mit dem Angebot „Bad Hindelang PLUS“ und der „Allgäu-Walser-Card“ gewann das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen den Fahrtziel Natur-Award 2010. Das Mobilitätskonzept setzte sich gegen Urlauberbus im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und Heide-Shuttle im Naturpark Lüneburger Heide durch.
Der Wettbewerb wurde zum zweiten Mal von der Kooperation Fahrtziel Natur ausgeschrieben, in der sich die großen Umweltverbände BUND, NABU, VCD und die Deutsche Bahn seit 2001 engagieren, ökologisch verträgliches Verkehrsverhalten mit aktivem Naturerlebnis zu verbinden.
Die Verleihung fand am 03.09.10 in Düsseldorf anlässlich der TourNatur 2010, Deutschlands einziger Publikumsmesse rund um Wandern und Trekking, statt. In seiner Laudatio fasste Jürgen Büchy, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH, die Begründung der Jury zusammen: „Die einzigartige Natur im und um das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen soll bewahrt werden, weshalb in der Region eine besonders vorbildliche Vernetzung von Mobilität und touristischen Angeboten geschaffen wurde. Die Verantwortlichen im Allgäu sind seit vielen Jahren immer wieder innovative Impulsgeber für die Entwicklung des nachhaltigen Tourismus in Deutschland. Insbesondere „Bad Hindelang PLUS“ liefert einen wirklichen Anreiz für Gäste, schon bei der Anreise in einen sensiblen Naturraum auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.“
Auf Basis des Allgäu-Schwaben-Taktes entwickelte die Region Allgäuer Hochalpen zahlreiche Angebote, die für Gäste die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ganzjährig attraktiv machen. Die „Allgäu-Walser-Card“ verbindet als multifunktionale Chipkarte seit vielen Jahren zu günstigen Konditionen die touristischen Angebote der Gemeinden im Oberallgäu und dem Kleinwalsertal mit einem stetig optimierten Verkehrsangebot. Im Mai 2010 wurde in Bad Hindelang das All-Inclusive-Angebot „Bad Hindelang PLUS“ eingeführt. Über 200 Vermieter bieten mit ihrer Gästekarte freie Fahrt mit allen Bussen in der Region sowie den Bad Hindelanger Bergbahnen an. Hinzu kommen weitere Angebote von Naturbad bis Skipass.
Erstmals wurde in diesem Jahr auch ein Spezialpreis für Beherbergungsbetriebe ausgeschrieben. Dieser ging an „Bavarian Forest Holidays“ von Margaret Leach und Martin Holborow. Das britische Ehepaar unterstützt die Gäste ihrer neun Appartements in Bayerisch-Eisenstein konsequent bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und beweist, dass naturverträglicher Urlaub auch in Ferienwohnungen möglich ist. „Damit leisten sie ihren ganz persönlichen Beitrag zur Förderung eines sanften Tourismus in Deutschland“, zitierte Büchy die Begründung der Jury.
Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamts, erklärte im Rahmen der Verleihung: „Der Erfolg nachhaltiger Tourismusangebote setzt voraus, dass es faire und vergleichbare Wettbewerbsbedingungen zwischen den Verkehrsträgern gibt. Wir brauchen deshalb mehr Kostenwahrheit im Verkehr, denn die heutigen Preise für ein Flugticket oder die Tankrechnung beim Auto spiegeln nicht die ökologische Wahrheit wider.“
Der Fahrtziel Natur-Award wird seit 2009 an Projekte verliehen, die in besonderer Weise Tourismus mit nachhaltigen Mobilitätslösungen verknüpfen und damit einen Beitrag zur langfristigen Sicherung des Naturerbes leisten. Der Gewinn ist ein aus Medialeistungen der Deutschen Bahn und der Umweltverbände geschnürtes Kommunikationspaket im Wert von 25.000 Euro. Der Spezialpreis richtet sich an Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen in deutschen Fahrtziel Natur-Gebieten, die ihre Gäste umfassend über die Möglichkeiten zur Anreise und Mobilität vor Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln informieren. Der Gewinner erhält Kommunikationsleistungen im Wert von 3.000 Euro.
In der druckfrischen Broschüre „Fahrtziel Natur-Award - Engagement für nachhaltige Mobilität“ stellt die Kooperation alle im Rahmen des Awards eingereichten Mobilitätsprojekte vor. Die Broschüre zeigt, dass sich der Einsatz für eine sanftere Form des Tourismus in Deutschland lohnt, und soll Aktiven in Schutzgebieten, bei Umweltverbänden, in Verkehrsbetrieben oder bei touristischen Leistungsanbietern Anregungen liefern, noch intensiver an nachhaltigen Mobilitätskonzepten zu arbeiten.
Die Partner der Kooperation „Fahrtziel Natur“ engagieren sich seit 2001 erfolgreich dafür, das Naturerbe und die Biodiversität durch aktive Förderung des nachhaltigen Tourismus langfristig zu sichern. Ziel ist eine Verlagerung des Freizeitverkehrs auf die umweltfreundliche Schiene und den Nahverkehr in den Regionen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fahrtziel-natur.de/award (Pressemeldung Deutsche Bahn, 04.09.10).

RechteckGDL/Vogtlandbahn: GDL-Warnstreik
Zu einer eindrucksvollen Demonstration gewerkschaftlicher Stärke geriet der heutige Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Vogtlandbahn (VBG). Rund 80 Prozent der Züge fielen zwischen 4 und 7. 30 Uhr ganz oder teilweise aus. Damit kam der Verkehr auf den Strecken der VBG fast vollständig zum Erliegen.
Zu einem kompletten Stillstand kam es auf den Linien VB 1, VB 4 und Alex Süd. Weitere Ausfälle gab es bei der DB Regio AG auf der Relation Helmbrechts-Münchberg-Hof, da die VBG hier als Subunternehmen Leistungen erbringt. Da der Arbeitgeber vom Arbeitskampf völlig überrascht wurde, normalisierte sich der Verkehr erst am späten Vormittag. „Der Streik war nur ein erster Warnschuss“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. „Sollte der AGVDE auch weiterhin sein eigenes Süppchen kochen, dann werden wir ihm das gründlich versalzen.“
Nach wie vor verweigern der Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen (AGVDE) und die VBG jegliche Verhandlungen zum Bundes-Rahmen-Lokomotivführertarifvertrag (BuRa-LfTV). Für mehr als 90 Prozent der Lokomotivführer führt die GDL derzeit Tarifverhandlungen zum BuRa-LfTV, und zwar mit der Deutschen Bahn sowie den fünf Konzernen Abellio, Arriva, BeNEX, Keolis und Veolia. Die VGB gehört zwar zum Arriva-Konzern, wird aber derzeit noch vom AGVDE vertreten.
Knapp 13 Euro bekommt ein Lokomotivführer bisher bei der VBG. Die GDL fordert im BuRa-LfTV jedoch 17 Euro pro Stunde als Einstiegsgehalt. „Ohne eine Angleichung der Einkommen von Lokomotivführern in allen Eisenbahnverkehrsunternehmen wird es immer wieder schwarze Schafe geben, die über niedrige Lohnkosten Wettbewerbsvorteile und höhere Gewinne erzielen wollen“ so Weselsky. Und weiter: „Dem Treiben wird die GDL ein Ende bereiten. Der Beweis wurde jetzt auch durch die Lokomotivführer der VBG erbracht“ (Pressemeldung GDL, 04.09.10).
RechteckDie Vogtlandbahn-GmbH bedauert außerordentlich, dass es im Bereich der Vogtlandbahn und des alex am heutigen Vormittag aufgrund eines nicht angekündigten Warnstreikes der GDL zu Umständen für die Fahrgäste gekommen ist. Dem Unternehmen ist diese völlig unnötige GDL-Aktion absolut unverständlich.
Bei der Vogtlandbahn-GmbH besteht ein gültiger Tarifvertrag mit der Gewerkschaft TRANSNET. Die Gewerkschaft GDL hat auch einen Tarifvertrag für die Vogtlandbahn GmbH gefordert. Durch die neueste Rechtsprechung ist es möglich auch in einem Unternehmen mehrere Tarifverträge zu haben. Nun ist unklar, ob die Vogtlandbahn jeweils einen Tarifvertrag mit der TRANSNET und GDL oder nur mit einer der beiden Gewerkschaften abschließen soll – diese Klärung kann aber nicht Aufgabe der Arbeitgeberseite sein. Die Vogtlandbahn-GmbH hat daher die Gewerkschaften in diesem Punkt angefragt. Zugleich befinden wir uns ohnehin in laufenden Verhandlungen mit den Gewerkschaftsspitzen zu einheitlichen Tarifverträgen für den Schienenpersonennahverkehr.
Am Rande dieser Verhandlungen wurde diese Problematik sogar vor circa einer Woche diskutiert – dort wurde ausdrücklich auf die vorherrschende problematische Tarifvielfalt hingewiesen.
Warum das Unternehmen durch eine Aufforderung zur Klärung des Verhandlungspartners einen Streik geradezu erzwungen haben soll – wie nun im Warnstreik durch die GDL verkündet wird – ist uns absolut unverständlich. Auch die inhaltlichen Forderungen der GDL halten wir für überzogen. Die Vogtlandbahn-GmbH zahlt im SPNV auf DB-Niveau und die höchsten Löhne im SPNV im gesamten Osten Deutschlands.
Wir haben uns immer als fairer Arbeitgeber und Tarifpartner erwiesen und wünschen uns dies auch von unseren Verhandlungspartnern auf Gewerkschaftsseite, um unseren Fahrgästen zuverlässige Verkehrsdienstleistungen anzubieten. In diesem Sinne führen wir die Gespräche weiter (Pressemeldung Vogtlandbahn, 04.09.10).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Verkehrsprojekte Deutsche Einheit immer noch nicht fertig
Verkehrsminister Volker Schlotmann kritisierte heute, dass die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit in Mecklenburg-Vorpommern 20 Jahre nach dem Ende der Teilung immer noch nicht fertig gestellt sind.
"Wir warten nach wie vor auf den kompletten Ausbau der Bahnstrecke Lübeck – Stralsund, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 1. Der Bund und die Bahn können oder wollen uns immer noch nicht sagen, wann endlich die Mittel für das Projekt bereitstehen. 20 Jahre nach dem Ende der deutsch-deutschen Teilung ist das absolut unbefriedigend", sagte er heute in Schwerin.
Er fügte hinzu: "Der Bund sollte nicht nur zu Investitionen auffordern, sondern diese Investitionen auch möglich machen. Das gilt sowohl für den Baubereich als auch für die Verkehrswege."
Die Küstenautobahn A 20, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 10, wurde bereits im Jahr 2005 fertig gestellt. Baustart für den ersten Abschnitt der rund 324 Kilometer langen Küstenautobahn war 1992. "Von der A 20 hat das ganze Land enorm profitiert. Ohne sie wäre die Tourismusentwicklung der vergangenen Jahre nicht möglich gewesen", sagte Schlotmann (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, 04.09.10).

RechteckSchleswig-Holstein: Bahnstationen erhalten erneut die Schulnote 2,49
Der Zustand der 170 Bahnstationen in Schleswig-Holstein war im Sommer 2010 gegenüber dem Winter 2009/2010 unverändert. Das ist das Ergebnis der 18. Qualitätskontrolle. Als Gesamtnote vergaben die Qualitätstester der LVS erneut die Note 2,49. Mit „sehr gut“ wurden insgesamt 11 Bahnstationen bewertet, keine Station erhielt die Note „mangelhaft“. 17 Stationen erhielten allerdings nur eine „ausreichende“ Bewertung.
Verbesserungsbedarf besteht offensichtlich bei der Fahrgastinformation. Einige der an kleineren Stationen der DB AG installierten „dynamischen Schriftanzeiger“ funktionierten bei der Kontrolle noch nicht zuverlässig. Außerdem waren einige Anzeiger nicht optimal platziert. Den Testern fiel außerdem auf, dass über Baumaßnahmen an den Stationen teilweise gar nicht informiert wurde.
Von den 11 mit „sehr gut“ bewerteten Stationen waren die Stationen Barmstedt, Boostedt und Elmshorn AKN ohne jeden Mangel. Von den mit „ausreichend“ bewerteten Stationen waren die Stationen Lensahn, Krempe und Nortorf die insgesamt am schlechtesten bewerteten, vor allem wegen großer Defizite beim Wartekomfort.
LVS-Geschäftsführer Bernhard Wewers: “Der Qualitätsbericht zeigt Licht und Schatten an den Stationen: Erfreulich ist, dass wir erneut keine Station mit „mangelhaft“ bewerten mussten. Einige Stationen befinden sich aber immer noch in einem nicht befriedigenden Zustand. Vor allem ist deutlich mehr Sorgfalt bei der Fahrgastinformation erforderlich.“
Seit 2001 ermittelt die Agentur Bahnstadt für die LVS regelmäßig zwei Mal im Jahr die Qualität der inzwischen 170 Bahnstationen in Schleswig-Holstein. Überprüft werden die Informationseinrichtungen, die Sauberkeit und der Wartekomfort: Alle Beschädigungen werden erfasst. Bei den Kontrollen ist jeweils ein Vertreter des Stationsbetreibers dabei (Pressemeldung LVS, 04.09.10).

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Museum vom 04.09.10

RechteckTermine am Wochenende
Termine von Museumsveranstaltungen am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (04.09.10).

RechteckBesucherrekord im DB Museum Nürnberg
175 Jahre nach ihrer Jungfernfahrt in Deutschland lockt die Eisenbahn wieder Tausende Menschen nach Nürnberg. Das DB Museum Nürnberg empfängt zurzeit mehr Gäste denn je. Im August wurde der Rekord geknackt: Rund 40.000 Museumsbesucher kamen in die Dauerausstellung, in die Sonderausstellungen „Planet Eisenbahn“ und „Adler, Rocket & Co.“ sowie zum Dampfloktreffen. Das ist die höchste Zahl seit dem Bahnjubiläum 1985. Zum Vergleich: 2009 lag der Monatsdurchschnitt bei rund 10.000 Besuchern.
Seit Anfang dieses Jahres sind rund 121.000 Besucher ins DB Museum gekommen. Das sind 48 Prozent oder 39.000 Besucher mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn: „Ich freue mich über den Besucherrekord. Er zeigt, dass unser Museum modern und ansprechend ist. Die beiden Sonderausstellungen treffen den Geschmack der Besucher. Hier gibt es keine verstaubte Technikgeschichte, sondern erlebbare 175 Jahre Eisenbahn!“
Neben der Dauerausstellung zeigt das DB Museum zurzeit zwei Sonderausstellungen anlässlich des Jubiläums „175 Jahre Eisenbahn in Deutschland“. Noch bis zum 27. Februar erfahren Besucher in der Schau „Planet Eisenbahn“ aus globaler Perspektive, wie sich das System Schiene über den ganzen Globus entwickelt hat und welche Zukunftsperspektiven die Eisenbahn angesichts von Klimawandel und wachsender Mobilität hat.
Unter dem Titel „Adler, Rocket & Co.“ läuft noch bis zum 31. Oktober 2010 eine Fahrzeugschau im DB Museum. Neun historische Pionier-Dampflokomotiven geben Einblicke in die Anfangsjahre der Eisenbahn in Europa. Zusammen mit acht Weggefährten aus sechs Ländern ist der Adler Teil der Fahrzeugschau (Pressemeldung Deutsche Bahn, 04.09.10).

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Sichtungen vom 04.09.10

RechteckBerlin
Foto Holger GrunowFoto Holger Grunow
Am Dienstagmittag, 31.08.2010, fuhren in Saarmund 232 903 und 155 214 in Richtung Genshagener Heide (Holger Grunow, www.tradibahner.de, 04.09.10).

RechteckBerlin
Foto Heiko GüntherFoto Heiko Günther
Am 05.08.2010 wurde auf dem Vorplatz des Alexa-Einkaufszentrums zwischen Berlin Alexanderplatz und Jannowitzbrücke eine Bühne für eine Musikveranstaltung mittels Autodrehkran errichtet, als diverse S-Bahnzüge und der D442 Moskwa - Berlin (mit 186 240) vorbeikamen (Heiko Günther, 04.09.10).

RechteckDüsseldorf
Foto FB
Am Donnerstagnachmittag konnte Triebwagen 3051 als einer der letzten Rheinbahn-Zweirichtungs-straßenbahnen der Reihe GT8S (Bestelljahr 1971) abfahrbereit an der Stumpfwendeendstelle „Hubertushain“ der Verstärkungslinie 719 nach Polizeipräsidium/Landtag digital geknipst werden, von hier aus fährt die Hauptlinie 712 noch weiter nach Ratingen-Mitte.
Das ist aber ab Montag den 06.09. auch vorerst vorbei, die Strecke der 712/719 wird dann auf Stadtbahnbetrieb umgebaut und vorerst auf Schienenersatzverkehr mit ehem. Bogestra-Bussen umgestellt. Also ist es ab dann mit der DÜWAG-Herrlichkeit vorbei (Folke Brockmann, www.deutsche-reichsbahn.webseite.ms, 04.09.10).

RechteckHainfeld
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Ab 11. Dezember 2004 wurde die Eisenbahnbahnstrecke KBS 513 zwischen Weissenbach-Neuhaus und Hainsfeld (Südwestbahn) stillgelegt. Auf dieser Strecke fährt nur das Anruftaxi "Trixi" zweimal pro Tag, welches man 60 Minuten vor Abfahrt bestellen muss (Martin Kubik, 04.09.10).

RechteckNeef
Foto Gerhard MevenFoto Gerhard Meven
zwischen Neef und Cochem entstanden die Fotos im Moseltal (Gerhard Meven, 04.09.10).

RechteckNiederheimbach
Foto  Karl-Josef HartmannFoto  Karl-Josef Hartmann
Am Donnerstag wurde auf der linken Rheinstrecke ein in Bacharach an einer Weiche aus der Schienen gesprungener Erzwagen in Höhe der Station Niederheimbach (km 142,0 ) geborgen. Der Erzwagen hat auf seiner "Fahrt" bis zur Station Niederheimbach erhebliche Schäden an den Schwellen verursacht. Der Hilfszug steht bereit und ein TransRegio 460 fährt im Schritttempo an der Unfallstelle vorbei (Karl-Josef Hartmann, 04.09.10).

RechteckOffenburg
Foto Mathias KucherFoto Mathias Kucher
Morgens um 7 Uhr am 02.09.2010 in Offenburg, ein ganz seltenes Ereignis: Die Regionalbahn Offenburg-Strasbourg, derzeit aufgrund der Bauarbeiten für die neue Rheinbrücke nur bis Kehl geführt, wurde mit einer Wendezugeinheit gefahren. Nachdem diese Zugrelationen bereits seit Jahren mit Dieseltriebzügen gefahren werden, war nun einmal wieder ein lokbespannter Zug angesagt. Die letzten regulär lokbespannten Regionalzüge waren die mit Baureihe 181 bespannten MetroRhin, aber das ist schon viele Jahre Vergangenheit (Mathias Kucher, 04.09.10).

RechteckPraha
Foto Quintus Vosman
Die CD Cargo 163 008 steht im Prager Bahnhof Bubenec und wartet auf der Nachschublokomotive, die sich noch hinten am Zug anschliesen muss. Später fuhr der Zug weiter zum Containerterminal Praha Uhrineves (Quintus Vosman, 04.09.10).

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Europa vom 04.09.10

RechteckÖsterreich: BahnhofCity Wien West feiert Dachgleiche
Foto ÖBB
ÖBB-Chef Kern, BM Bures, Bgm. Häupl bei der Gleichenfeier Bahnhofs City Wien West. Foto ÖBB.
Seit September 2008 wird der ehemalige Westbahnhof zur BahnhofCity Wien West umgebaut. Heute, Freitag, feierte das Bauprojekt in Anwesenheit von Bundesministerin Doris Bures, Bügermeister Dr. Michael Häupl und ÖBB-Vorstandsdirektor Mag. Christian Kern seine Dachgleiche. Häupl bezeichnete das Umbauprojekt als gemeinsamen Schritt ins 21. Jahrhundert und betonte, dass "Städte in Städten" in dieser Form zukünftig immer mehr an Bedeutung gewinnen würden. Im Herbst 2010 soll die neue BahnhofCity Wien West eröffnet werden, wobei einzelne Teile der Verkehrsstation und der Europaplatz bereits ab Jänner in Betrieb genommen werden. Highlight und Wahrzeichen des neuen Nahverkehrsbahnhofes wird die zweiteilige "Wolkenspange" sein, die von beiden Seiten des neuen Bürogebäudes im freien Brückenvorbau montiert wird.
Der Generalumbau des einstigen Westbahnhofes umfasst neben der Sanierung der denkmalgeschützten Bahnhofshalle auch den Neubau von zwei Bürogebäuden auf beiden Seiten sowie eine durchgängige Barrierefreiheit und eine komplette Neugestaltung aller Eingangsbereiche. Die Bahnhof City Wien West selbst wird künftig auch die Rolle eines Nahversorgers für die ansässigen BürgerInnen übernehmen, indem vielfältige Shopping-Möglichkeiten, Gastronomie und ein Hotel vor Ort geplant sind. Dafür wird es drei verschiedene Ebenen geben, wobei das Erdgeschoß die Bahnhofshalle mit allen ÖBB-Serviceinrichtungen beherbergen wird. Für die Wienerinnen und Wiener, die sehr traditionsverbunden seien, so Häupl, "wird die neue BahnhofCity Wien West jedoch wohl immer der Westbahnhof bleiben." (Pressemeldung Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
, 04.09.10).

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