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Mittwoch, 16 August 2017 10:57

Kanada: Bombardier geht vor Gericht gegen Metrolinx vor

Zum zweiten Mal in diesem Jahr zieht Bombardier gegen Metrolinx vor Gericht, dem Nahverkehrsbetreiber für die Greater Toronto and Hamilton Area (GTH). In einem am 15.08.17 beim Divisionsgericht Ontario eingereichten Antrag beschwert sich Bombardier, von Metrolinx unfair darin behindert worden zu sein, für einen lukrativen Vertrag zum Betrieb von Eisenbahndiensten im Bereich Toronto ein Gebot abzugeben.

"Metrolinx hat unsauber, willkürlich, ungerecht und unrechtmäßig Bombardier von der Teilnahme an der Ausschreibung Regional Express Rail (RER) ausgeschlossen, indem Bombardier als nicht qualifiziert bezeichnet wurde", heisst es im Antrag an das Gericht. "Bombardier hat ein Recht, in diesem Beschaffungsprozess gleichberechtigt wie seine Konkurrenten zu konkurrieren."

Bombardier hält derzeit die Verträge für den Betrieb von Metrolinx GO Transit und dem Flughafenanbinder Union Pearson Express (UPX) bis 2023. Im vergangenen Monat hat Metrolinx eine Aufforderung zur Qualifikation (Request for qualifications, RFQ) herausgegeben, um potenzielle Bieter für den RER-Dienst zu finden, bei dem die Zahl der wöchentlich GO-Dienste bis 2025 von 1.500 auf 6.000 vervierfacht werden soll. Metrolinx sagt, dass Bombardier und zwei andere mit Wartungsarbeiten beauftragte Unternehmen ausgeschlossen wurden, um Interessenkonflikte zu vermeiden.

"Eine der Hauptaufgaben des erfolgreichen Bieters ist es, eine Bewertung unseres derzeitigen Betriebs und der Dienstleister durchzuführen. Ein aktueller Betreiber kann diese Funktion nicht objektiv überwachen", teilte Metrolinx-Sprecherin Anne Marie Aikins der Zeitung The Star mit.

WKZ, Quelle The Star

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