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Donnerstag, 24 August 2017 09:44

Argentinien: Regierung bestreitet die Schließung von Bahnlinien

Viel Wirbel um ein Dekret zur Eisenbahninfrastruktur. In dem von der Regierung im Amtsblatt veröffentlichten Dekret 652/2017 heißt es, dass "Schienen, Schwellen, Gleisanlagen und andere bewegliche Sachen der Eisenbahninfrastruktur weiter unter der Verwaltung der Administración de Infraestructuras Ferroviarias Sociedad del Estado (ADIF) bleiben". Das Dekret ergänzt das Gesetz 26.352, dass 2008 der ADIF die Verwaltung der Eisenbahninfrastruktur zuteilte.

Das Dekret hatte in argentinischen Medien die Frage aufgeworfen, ob es als Grundlage für die Schließung einer großen Anzahl weiterer Eisenbahnlinien gedacht sei. Dies wurde durch den für Planung zuständigen Staatssekretär im Ministeriums für Verkehr, Germán Bussi, aber sofort bestritten. Das Dekret löse "nur ein kleines administratives Problem" bei der Schließung von Nebenlinien, der Ausbau des Netzes der Hauptlinien werde weiterhin "ernsthaft betrieben".

Das Dekret erleichtere die administrative Verwaltung bei der Außerbetriebnahme nicht mehr benötigter Streckenteile. Früher benötigte man ein Dekret des Präsidenten, wenn man nur 100 m Strecke schließen wollte. Für Bahnhöfe in den Dörfern im Landesinneren, wo alte Wassertürme für Dampflokomotiven standen, bedurfte es eines Dekrets des Präsidenten, wenn diese entfernt werden sollten. Nun hat der Verkehrsminister Guillermo Dietrich im Auftrag des Präsidenten Mauricio Macri diesen administrativen Akt auf untere Ebenen delegiert.

Germán Bussi weiter: "Wir betreiben ernsthaft die Erholung der Eisenbahn, wir haben viele Dinge für die zerfallene Infrastruktur getan, um die strategische Rolle der Eisenbahn für das Land zu verbessern, so für den Güterverkehr den Anschluss an die Häfen und für Buenos Aires die Verbesserung des Vorortverkehrs".

WKZ, Quelle Cronica

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Letzte Änderung am Donnerstag, 24 August 2017 09:47