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Dienstag, 29 August 2017 10:27

Vereinigte Staaten: Schlechte Leistungen können Bombardier einen Metro-Auftrag im Wert von 3,2 Mrd. USD kosten

Die steigende Zahl von Verzögerungen und Kostenüberschreitungen in Amerika kommt Bombardier möglicherweise teuer zu stehen. Die Metropolitan Transportation Authority (MTA) von New York hat beschlossen, Bombardier aus dem Angebotsverfahren für den Bau von 1175-1700 Metrowagen von Typ R-211 im Wert von 3,2 Mrd. Euro auszuschließen, wie ein dem Journal de Montréal vorliegendes internes Memo des neuen Präsidenten von Bombardier für Nord- und Südamerika nahe legt.

Benoît Brossoit nimmt in einer an alle Mitarbeiter des Unternehmens gerichteten Notiz kein Blatt vor den Mund: "Unsere schlechten Leistungen und die Verzögerungen bei dem Projekt R-179 haben das Schicksal unseres Angebots besiegelt. Die Entscheidung unseres Kunden zeigt verschärft, dass der Markt nicht mehr bereit ist, Verzögerungen zu akzeptieren und sich den Auswirkungen unseres Versagens zu unterziehen."

Bombardier konnte für einen anderen Bereich der Metro in New York einen im Jahr 2012 gewonnenen Auftrag über 300 Wagen vom Typ R-179 im Wert von 740 Mio. USD, die ab 2015 ausgeliefert werden sollten, nur mit fast 24-monatiger Verzögerung ausliefern.

Die derzeitige Flotte der Metro in New York ist veraltet und anfällig für Störungen, so dass die MTA im Juni einen sechsstufigen Plan zur Modernisierung ausarbeitete. Die nun erfolgte Entscheidung, das Angebote von Bombardier nicht zu prüfen, ist von Bedeutung, da das Unternehmen und die MTA seit fast 35 Jahren in Geschäftsbeziehung stehen. Bis heute wurden nicht weniger als 1900 Metro-Wagen für News York von Bombardier gebaut.

WKZ, Quelle Journal de Montréal

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