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Donnerstag, 18 April 2019 10:18

Baden-Württemberg: Grünes Licht für leistungsfähige BRT-Schnellbusse in Ludwigsburg

Bereits im Herbst 2020 sollen die ersten BRT-Schnellbusse in Ludwigsburg fahren. Eine wichtige Etappe auf diesem Weg hat Ludwigsburg jetzt zurückgelegt: Das Land Baden-Württemberg hat dem Antrag der Stadt auf Programmaufnahme in das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) zugestimmt.

ludwigsburg brt

Dies war die Voraussetzung, damit die von den Kommunen und dem Landkreis befürworteten leistungsstarken BRT-Busse in Kombination mit der späteren Stadtbahn durch das Land finanziell gefördert werden können. Jetzt wird die Stadt Ludwigsburg den konkreten Förderantrag stellen. Sie ist damit die erste Stadt in Deutschland, die für das BRT-System öffentliche Gelder beantragt.

Das Land Baden-Württemberg hat bereits vor einigen Jahren die Fördermöglichkeiten für solche international bewährten Systeme in die Verkehrsfinanzierung aufgenommen. Die ausgezeichneten internationalen Erfahrungen sollen nun erstmals auch in Deutschland zur Anwendung kommen. Dabei wird gleichzeitig ein zukunftsweisendes umwelt- und klimafreundliches Antriebssystem zum Einsatz kommen.

„Wir freuen uns, dass das Land Baden-Württemberg die rasche Verbesserung unseres ÖPNV mit den BRT-Bussen fördern will“, so Oberbürgermeister Werner Spec. „Mit diesem Kandidatenstatus für das BRT-System werden wir zielstrebig den konkreten Förderantrag ausarbeiten, den wir noch im Herbst 2019 beim Land einreichen werden.“ Die Planungen sehen vor, dass bereits im Herbst 2020 die ersten BRT-Busse auf einem Teilabschnitt als Vorlaufbetrieb in Ludwigsburg eingesetzt werden.

Die rasche Verbesserung des ÖPNV mit den BRT-Bussen und die damit einhergehende Verbesserung der Fahrradinfrastruktur ist ein wesentlicher Schritt des Sofortprogramms Saubere Luft in Ludwigsburg. Dies steigert die Chance entscheidend, Fahrverbote in Ludwigsburg zu vermeiden. Aber auch mit Blick auf die überfüllten Busse in den Spitzenzeiten des Berufs- und Schülerverkehrs ist die rasche Verbesserung des ÖPNV mit den deutlich längeren und komfortablen BRT-Bussen ein großer Fortschritt.

Geplant ist ein elf Kilometer langes, integriertes Verkehrssystem, das die Weststadt über den Bahnhof Ludwigsburg mit der Oststadt und Oßweil verbindet und schrittweise bis nach Remseck-Neckargröningen weitergeführt wird. Eine spätere Ergänzung nach Waiblingen und Fellbach wird vom Rems-Murr-Kreis untersucht. Die Stadt Waiblingen hat sich an einer solchen Lösung bereits in der Vergangenheit sehr interessiert gezeigt.

Im Ludwigsburger Stadtgebiet handelt es sich um die verkehrsstärkste Achse: Im Osten der Stadt überwiegen die Wohngebiete, im Westen die Arbeitsplätze. Um am Stau vorbeizukommen, fahren BRT-Busse größtenteils auf eigenen Spuren. Barrierefrei und komfortabel sollen die Fahrgäste pünktlich ans Ziel kommen, denn die Busse werden an Ampeln mit modernen digitalen Systemen konsequent bevorrechtigt.

Von den geplanten Verbesserungen – wie eigene Trassen und Bevorrechtigung an den Ampelanlagen – profitiert gleichzeitig der gesamte bisherige Busverkehr.

Bei bereits bestehenden städtebaulichen Projekten wie „Transformation West“, ZIEL (Zentrale Innenstadtentwicklung Ludwigsburg), Fuchshof oder Sport-Kultur-Schul-Areal Oßweil wird das BRT-System bereits mitgedacht.

Sämtliche Haltestellen sollen mit modernen Fahrinformationen und Bezahlsystemen ausgestattet werden, damit künftig die Zeitverluste beim bisherigen Zahlvorgang im Bus vermieden werden können. Die Haltestellen werden gleichzeitig komplett barrierefrei ausgebaut.

Pressemeldung Ludwigsburg

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