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Donnerstag, 18 April 2019 10:25

Baden-Württemberg: VCD begrüßt Förderung des BRT-Systems in Ludwigsburg als Vorstufe zur Stadtbahn

Erfreut über die Vorstellung und die beabsichtigte Förderung des innovativen Buskonzeptes in Ludwigsburg zeigt sich der Landesverband Baden-Würtemberg des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD). „Die Attraktivitätssteigerung des Busverkehrs durch Beschleunigung, Elektrifizierung und eigene, vom Autoverkehr abgetrennte Trassen ist ein wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Mobilität“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Während in anderen Ländern schon längst erfolgreich solche „Bus-Rapid-Transit“ bzw. Buskonzepte mit hoher Qualität umgesetzt seien, habe der Bus in Deutschland bislang ein eher negatives Image und es gelinge derzeit kaum, Autofahrer zum Umstieg auf den Bus zu bewegen, weiß Lieb. Insofern könne der ganzheitliche Ansatz in Ludwigsburg, der auch den Radverkehr mit einbeziehe und insgesamt zu einer signifikanten Aufwertung des öffentlichen Raumes auf der BRT-Achse durch die Stadt führe, beispielhaft sein für ein attraktives, von der Bevölkerung geschätztes Nahverkehrssystem.

Schon heute habe Ludwigsburg ein im Vergleich zur Stadtgröße engmaschiges Busnetz mit dichtem Taktverkehr, doch der Bus stehe heute wie das Auto auch im Stau, so der VCD. „Mit eigenen Bus-Trassen kann die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit gesteigert und damit der BRT auf vielen Strecken vorteilhafter als das eigene Auto sein“, erklärt Matthias Lieb. Positiv sei aus VCD-Sicht, dass die geplanten ÖV-Trassen abschnittsweise von vielen Buslinien genutzt würden, so dass es nicht nur auf einer Linie, sondern im Gesamtnetz zu Verbesserungen komme. Eine deutliche Steigerung der Fahrgastzahlen könnte dann langfristig auch eine weitere Fortentwicklung zu einem Stadtbahnnetz ermöglichen, für das heute die Fahrgastzahlen noch nicht überall ausreichend seien, so abschließend der VCD.

Pressemeldung VCD Baden-Württemberg

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