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Mittwoch, 12 Juni 2019 09:41

Baden-Württemberg: Ausschreibung Netz 18 Ermstal- und Ammertalbahn

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH haben im Amtsblatt der Europäischen Union Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf dem Netz 18 Ermstal- und Ammertalbahn ausgeschrieben (2019/S 111-272568).

Es geht um die Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Netz 18 sowie die Beschaffung der dafür erforderlichen Neufahrzeuge. Der Leistungsumfang in E-Traktion beträgt in der Inbetriebnahmestufe 1 (IBN-Stufe 1) voraussichtlich rund 1,5 Mio. Zugkilometer pro Jahr. Die Betriebsaufnahme ist im Dezember 2022 vorgesehen. Die Vertragslaufzeit (Bruttovertrag) beträgt insgesamt voraussichtlich 12 Jahre.

Neufahrzeuge

Es sind ausschließlich Neufahrzeuge vorzusehen. Das Land Baden-Württemberg bietet verschiedene Finanzierungsmodelle (Modell 1: Klassisches Modell; Modell 2: Baden-Württemberg-Modell) an, bei allen Modellen schließen die Auftraggeber mit den obsiegenden Bietern den Verkehrsvertrag ab. Beim BW-Modell tritt die SFBW als weiterer Auftraggeber auf.

Inbetriebnahmestufe 1

Der Leistungsumfang beträgt für die IBN-Stufe 1 auf den Strecken Herrenberg – Entringen – Pfäffingen – Tübingen Hbf – Reutlingen Hbf – Metzingen (Württ) – Bad Urach voraussichtlich rund 1,5 Mio. Zugkilometer pro Jahr. Diese IBN-Stufe 1 hat eine Mindestlaufzeit von 4 Jahren (Dezember 2022 bis Dezember 2026).

Inbetriebnahmestufe 2

Für die IBN-Stufe 2 steht dem Land Baden-Württemberg ein Wahlrecht zu:

a) Sollten im Dezember 2026 die Bauarbeiten der Stadtbahn in den Städten Reutlingen und/oder Tübingen erfolgreich abgeschlossen sein oder zumindest entsprechende Zweisystemfahrzeuge verfügbar sein, mit denen sich die Leistungen der IBN-Stufe 1 erbringen lassen, kann das Land die Fahrzeuge der IBN-Stufe 1 sowie das dazugehörende Personal, der Vertrieb etc. auf die Strecke Tübingen – Albstadt-Ebingen verlagern. Das EVU erbringt in diesem Fall ab Dezember 2026 die Schienenpersonennahverkehrsleistungen auf der Strecke Tübingen – Albstadt-Ebingen. Der Leistungsumfang der auf die Strecke Tübingen – Albstadt-Ebingen verlagerten Verkehrsleistung beträgt voraussichtlich rund 1,3 Mio. Zugkilometer pro Jahr. Bei der Wahl dieser Variante scheidet der Zweckverband ZÖA aus dem Kreis der Auftraggeber für dieses Netz aus.

b) Sollten hingegen die vorbezeichneten Baumaßnahmen im Dezember 2026 noch nicht erfolgreich abgeschlossen bzw. die vorbezeichneten Fahrzeuge noch nicht verfügbar sein, verbleiben die Fahrzeuge, das Personal, der Vertrieb etc. auf den Strecken der IBN-Stufe 1 und erbringen dort weiter die bisherigen Verkehrsleistungen.

c) Sollten nach dem Dezember 2026 und vor Auslaufen des Verkehrsvertrags die Stadtbahnstrecken in Reutlingen und/oder Tübingen erfolgreich fertiggestellt werden oder die vorbezeichneten Fahrzeuge verfügbar sein, kann das Land Baden-Württemberg als Aufgabenträger auch nach dem Dezember 2026 eine Verschiebung der Fahrzeuge auf den Streckenabschnitt Tübingen – Albstadt-Ebingen anordnen.

Quelle EU-Amtsblatt

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