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Montag, 29 Juli 2019 13:41

Sachsen: Gespräche zwischen SMWA, GDL, Städtebahn-Betriebsrat und dem VVO zur Städtebahn

Nach der Betriebseinstellung der Städtebahn Sachsen und der daraus folgenden Kündigung des Verkehrsvertrages durch den Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) steht die zeitnahe Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs im Vordergrund. Heute fanden dazu Gespräche zwischen dem Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL), dem Betriebsrat der Städtebahn Sachsen und dem VVO statt.

"Wir waren uns einig, dass die negativen Folgen für die Kunden der Städtebahn so gering wie möglich sein müssen und schnellstmöglich wieder Züge rollen", betonte Staatssekretär Stefan Brangs. "Mir ist aber auch wichtig, dass die Beschäftigten der Städtebahn eine Perspektive erhalten, auch wenn immer noch nicht klar ist, ob und wie es in dem Unternehmen weitergeht. Wir haben daher auch darüber gesprochen, wie ein Betriebsübergang der Mitarbeiter auf einen neuen Betreiber erfolgen kann. Der Freistaat hat dem VVO Unterstützung angeboten, da die Wiedereinrichtung des Verkehrs gerade für den ländlichen Raum von hoher Bedeutung ist." Das VVO-Dieselnetz umfasst die Strecken zwischen Dresden, Kamenz und Königsbrück, durch das Müglitztal nach Altenberg sowie zwischen Pirna und Sebnitz.

Vertreter des Betriebsrates und der GDL zeigten sich zufrieden über das erste Gespräch. "Nach den turbulenten letzten Tagen ist es nun wichtig, nach vorne zu schauen", sagte Klaus-Peter Schölzke von der GDL.  "Die Unsicherheit unter den Mitarbeitern ist groß und umso wichtiger ist es, nun die Gewissheit zu haben, dass Verbund und Freistaat ihrer sozialen Verpflichtung gerecht werden. Neben dem gesetzlich geregelten Betriebsübergang des Fahrpersonals fordern wir, dass in den Gesprächen mit anderen tarifgebundenen Unternehmen auch die Mitarbeiter in Verwaltung und Werkstatt eine Perspektive erhalten."

"Ein schneller Neustart ist nur möglich, wenn eine andere Bahngesellschaft mit dem gut ausgebildeten Personal rechnen kann", erklärte Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. "Schließlich sollen bald auf allen vier Strecken wieder wie gewohnt Züge fahren." Der VVO hat Kontakt mit geeigneten Eisenbahn-Unternehmen aufgenommen, damit nach einer Notvergabe der Zugverkehr auf den Strecken des Dieselnetzes schnellstmöglich wieder rollt. Derzeit fahren auf den vier Strecken Busse. Fahrgäste können sich über die Fahrpläne unter www.vvo-online.de informieren. Die InfoHotline unter 0351 / 852 65 55 ist täglich bis 19 Uhr erreichbar.

Pressemeldung VVO

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