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Dienstag, 06 August 2019 13:45

Berlin/Brandenburg: Memorandum zum Ausbau der Ostbahn

Verkehrsministerin Kathrin Schneider hat am 05.08.19 bei einem Treffen in Zielona Góra gemeinsam mit Marcin Jabłoński, dem Vorstandsmitglied der Woiwodschaft Lubuskie ein Memorandum zur weiteren Perspektive der Ostbahn unterzeichnet. Die Schienenverbindung zwischen Berlin – Küstrin-Kietz – Kostrzyn – Gorzów ist eines der zentralen grenzüberschreitenden Projekte im Schienenverkehr mit Polen.

Beim Deutsch-Polnischen Bahngipfel am 8. Mai 2019 in Wroclaw / Breslau waren weitere Aktivitäten zur Unterstützung des Streckenausbaus vereinbart worden. Nach Überzeugung der Länder Berlin und Brandenburg und der Wojewodschaft Lubuskie sollte die wichtige Verkehrsader zu einer leistungsfähigen und modernen Strecke ausgebaut werden. Dazu sind ein zweigleisiger Ausbau und die Elektrifizierung notwendig. Das Land Brandenburg hat für den Ausbau der Ostbahn in den vergangenen Jahren bereits mehr als 11 Millionen Euro Landesmittel bereitgestellt. Das Land Berlin hat auf Arbeitsebene an dem Treffen teilgenommen. Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther hatte das Memorandum bereits im Vorfeld unterzeichnet.

Verkehrsministerin Kathrin Schneider: „Es geht beim Ausbau der Schienenverbindungen nach Polen um die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur, um mehr Züge und bessere Angebote. Hier haben wir in den vergangenen Jahren gut vorgelegt. Doch es muss weitergehen. Denn die Strecke ist für die grenzüberschreitende Mobilität von zentraler Bedeutung. Wir brauchen die komplette Zweigleisigkeit und die Elektrifizierung, um eine leistungsfähige, moderne Verknüpfung der Hauptstadtregion zu bekommen."

Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther: „Seit vielen Jahren engagiert sich das Land Berlin intensiv für den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Verbindung zwischen Berlin und Polen. Damit rücken Berlin und die Städte Gorzów (Landsberg), Toruń (Thorn) und Bydgoszcz (Bromberg) näher zusammen. Ich freue mich, dass Reisen zwischen Berlin und den östlichen Nachbarländern künftig schneller und damit auch komfortabler werden und Europa weiter zusammenwächst.“

In den vergangenen Jahren wurden entlang der Ostbahn (der Regionalbahn 26) bereits größere Ausbauten, teilweise mit Förderung der Länder vorangetrieben:

• den Neubau der Regionalbahnsteige in Berlin-Ostkreuz (unten) sowie den Ausbau des Gleises nach Berlin-Lichtenberg für den Personenverkehr (in Betrieb seit Dezember 2018)
• Neubau des Regionalbahnsteiges in Berlin-Mahlsdorf (in Betrieb seit Dezember 2017)
• Umbau des Bahnhofs Strausberg zur Trennung von S-Bahn und Regionalverkehr, einschließlich eines neuen Bahnsteige
• Zweigleisiger Ausbau zwischen Strausberg und Rehfelde mit einem zweiten Bahnsteig in Herrensee (2017)
• Erneuerung der Stationen Seelow-Gusow, Müncheberg, Werbig Strausberg und Herrensee
• Abschnittsweise Ausbauten zur Geschwindigkeitserhöhung
• Modernisierung der Leit-und Sicherungstechnik.

In Planung sind folgende Projekte:

• Erneuerung der Bahnsteiganlage im Bahnhof Rehfelde im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogrammes
• Neubau der zweigleisigen Oderbrücke durch die DB Netz AG
• Ausbau der Station Werbig zum Kreuzungsbahnhof

Zum 1. August 2019 gibt es auf der Regionalbahnlinie RB 26 einen zusätzlichen Zug zwischen Berlin und Müncheberg. Damit ist die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) der Forderung der Länder Berlin und Brandenburg nachgekommen, das Angebot auf der Linie zu verbessern.

Pressemeldung Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung 

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Letzte Änderung am Dienstag, 06 August 2019 13:50