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Donnerstag, 08 August 2019 08:42

Bayern/Baden-Württemberg: Initiative Bodensee-S-Bahn zur Regio-S-Bahn Donau-Iller

Die Initiative Bodensee-S-Bahn (IBSB) – eine seit über 17 Jahre tätige NGO zur Verbesserung des vornehmlich schienengebundenen öffentlichen Verkehrs in der Bodenseeregion  – stellt mit Befriedigung fest, dass im erweiterten Raum Ulm (endlich) eine S-Bahn installiert werden soll. Die IBSB hat sich in einem Schreiben an die Verkehrsminister von Baden-Württemberg und von Bayern sowie an den Verein „Regio-S-Bahn Donau-Iller e.V.» und die Oberbürgermeister der Städte Ulm und Neu-Ulm mit verschiedenen Ergänzungsvorschlägen gewandt.

ulm

Verbesserungsvorschläge im Netz der Regio-S-bahn Donau-Iller. Grafik Regionalverband/Initiative Bodensee-S-Bahn.

Die drei wichtigsten Vorschläge sind:

a) Verlängerung der geplanten S8 über Riedlingen hinaus nach Sigmaringen

a) Reaktivierung der Ablachtalbahn

a) Lückenschluss Ehingen – Erbach

Verlängerung der geplanten S8 über Riedlingen hinaus nach Sigmaringen

Gemäss den Studien des «Vereins Regio-S-Bahn Donau-Iller» soll auf der Donautalbahn Ulm – Ehingen – Riedlingen eine S-Bahn-Linie eingerichtet werden (1/2-h-Takt). Die IBSB fordert, dass mit dem notwendigen Ausbau der Bahnlinie nicht nur bis Riedlingen, sondern bis Sigma- ringen geführt wird. Gleichzeitig mit dem Ausbau der Donautalbahn soll diese mit Oberleitun- gen bis Sigmaringen elektrifiziert werden.
Abbildung 1: Linienkonzept der Regio-S-Bahn Donau-Iller mit verlängerter S 8 nach Sigmaringen (rot) und der neuen Bahnverbindung Ehingen – Erbach (schwarz)

Reaktivierung der Ablachtalbahn

Die Initiative Bodensee-S-Bahn (IBSB) strebt seit einigen Jahren zusammen mit den an die Strecke angrenzenden Gemeinden (Messkirch, Mühlingen, Sauldorf, etc.) und mit der Bevölke- rung die Reaktivierung der Ablachtalbahn an. Dazu gehören folgende Streckenabschnitte:

⦁ Stockach – Messkirch – Krauchenwies – Mengen
⦁ Krauchenwies – Sigmaringen

Damit besteht die Möglichkeit, die Donautalbahn in das Fernverkehrsnetz von Ulm nach Zürich resp. Basel und Konstanz einzubeziehen. Die Ablachtalbahn steht im Fokus von neuen, ra- schen Direktverbindungen, so können mit einem Ausbau und mit einer Elektrifizierung ver- schiedene geografische Räume miteinander verbunden werden, die bis heute mit der Bahn un- tereinander praktisch nicht erreichbar sind.

So besteht die Möglichkeit, die Regio-S-Bahn Donau-Iller in Mengen (neben Aulendorf und Memmingen) mit dem dortigen S-Bahn-Angebot, z.B. der Bodensee-S-Bahn, zu verbinden.

Lückenschluss Ehingen – Erbach

Eine weitere sinnvolle Ergänzung des Bahnnetzes ist die Verbindungslinie von Ehingen an der Donautalbahn nach Erbach an der (ab 2021 elektrifizierten) Südbahn.

Diese kurze Verbindungsstrecke Ehingen-Erbach ist für direkte Züge aus dem oberen Donautal Richtung Stuttgart und Aalen-Nürnberg wichtig. Mit der neuen Schlaufe ist auch ein S-Bahn- Ringverkehr für Angebotsverdichtungen möglich. Streckensperrungen auf dem nördlichen Teil der Südbahn oder auf der Donautalbahn könnten mit der neuen Schlaufe umfahren werden.

Wirtschaftlichkeit der Regio-S-Bahn Donau-Iller mit IBSB-Vorschlägen verbessern

Die Wirtschaftlichkeit einer Bahnstrecke verbessert sich, wenn mehr Verkehre darauf abgewi- ckelt werden. Mit der Integration der Donautalbahn zwischen Ulm und Mengen in den überregi- onalen Verkehr steigt die Wirtschaftlichkeit auch für die Regio-S-Bahn Donau-Iller – selbst wenn durch den Zusatzverkehr zusätzliche Ausbauten nötig werden.

Donautalbahn/Ablachtalbahn als «Überlaufstrecke» nutzen

Zu berücksichtigen ist auch, dass mit einem großzügigen Ausbau der Achse Donautalbahn – Ab-lachtalbahn die Möglichkeit geschaffen wird, im Störungsfall auf den umliegenden Bahnstre- cken die neue Achse als «Überlaufstrecke» nutzen zu können, was das ganze System zusätzlich stärkt.

Pressemeldung Initiative Bodensee-S-Bahn

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