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Mittwoch, 28 August 2019 13:19

Bayern: Holzzug fuhr ohne Bremsprobe fast 100 km weit

Am vergangenen Donnerstag (22.08.19) ist ein Güterzug mit Holzwagen in der tschechischen Grenzstadt Cheb fast 100 km quer durch die Oberpfalz gefahren, ohne vorher eine Bremsprobe durchgeführt zu haben. Der Zug soll mehrere Bahnhöfe mit rund 100 km/h passiert haben, berichten mehrere Medien.

Der Zug war auf dem Weg von Cheb über Marktredwitz, Wiesau, Weiden und Irrenlohe auf dem Weg nach Schwandorf. In Wiesau sollte der Zug halten. Als die Lokführer merkten, dass dies nicht möglich war, informierten sie den Fahrdienstleiter, der die sieben weiteren Kollegen an der Strecke benachrichtigte.

Erst nach 70 km oder gut einer Stunde kamen die beiden Loks und die 19 Waggons bei Irrenlohe (Kreis Schwandorf) zum Stehen. Dort übernahm ein Notfallmanager der Deutschen Bahn die Kontrolle und steuerte den Güterzug vorsichtig und mit Schrittgeschwindigkeit auf ein Abstellgleis im Bahnhof Irrenlohe.

Der Zug wurde von der Freilassinger K-Rail GmbH gefahren. Laut dessen Geschäftsführer Gunther Pitterka haben die beiden Lokführer einen Fehler beim Koppeln des Bremsschlauchs gemacht und vor dem Fahrtbeginn keine Bremsprobe durchgeführt. Pitterka kündigte an, dass die Lokführer der Dispositionsabteilung in Zukunft eine Bestätigung vorlegen müssen, dass die Bremsprobe wirklich durchgeführt wurde.

Quelle Süddeutsche Zeitung

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