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Freitag, 06 September 2019 12:26

NRW: RRX-Pläne für den Duisburger Süden werden ab Mitte September ausgelegt

Die Infrastrukturplanungen für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) auf dem Stadtgebiet Duisburg gehen in die nächste Runde. Nachdem die Deutsche Bahn AG (DB) die Planungen im PFA 3.2 Ende 2018 zur Genehmigung beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht hat, gehen die Unterlagen nun in die Offenlage. Die Bezirksregierung Düsseldorf und die Stadt Duisburg legen vom 16. September bis zum 15. Oktober 2019 die Planfeststellungsunterlagen zum Rhein-Ruhr-Express für den Bereich zwischen der Stadtgrenze zu Düsseldorf und dem S-Bahn Haltepunkt Duisburg-Schlenk offen.

Die Planungen betreffen somit die Stadtteile Rahm, Großenbaum, Buchholz und Teile von Wanheimerort. In diesem Zeitraum können die Unterlagen bei der Stadt Duisburg sowie online unter www.rheinruhrexpress.de eingesehen werden. Bis zum 29. Oktober 2019 können die Bürgerinnen und Bürger Einwendungen und Stellungnahmen bei der Bezirksregierung Düsseldorf zu den Planungen abgeben.

Die DB Netz AG als Vorhabenträgerin und Antragstellerin bietet zur Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger vorab eine Bürgerinformationsveranstaltung an. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen am

Montag, 16. September 2019, 18:00 – 19:30 Uhr
Pädagogisches Zentrum des Bertold-Brecht Berufskollegs

Am Ziegelkamp 28, 47259 Duisburg.

Die Expertinnen und Experten der Deutschen Bahn stellen die geplanten Maßnahmen noch einmal ausführlich vor. Wie erklären zudem, welche Unterlagen zur Genehmigung eingereicht wurden und wie sich die Bürgerinnen und Bürger in den Unterlagen zurechtfinden.

Darüber hinaus bietet die DB Sprechstunden während der Offenlage an, in denen Fragen zu den Plänen an die Fachleute aus dem Projekt gerichtet werden können. Die Termine der Sprechstunden sowie eine Möglichkeit zur Online-Terminvereinbarung finden Sie online unter www.rheinruhrexpress.de.

Planungen für den RRX in Duisburg Süd

Der Planfeststellungsabschnitt 3.2 umfasst den Bereich von der Stadtgrenze zu Düsseldorf bis zum S-Bahn Haltepunkt Duisburg Schlenk. Als wesentliche Baumaßnahme ist der Neubau von zwei Gleisen auf der Westseite der bestehenden vier Gleise geplant. Der sechsgleisige Ausbau wird aus Richtung Düsseldorf bis zum Haltepunkt Duisburg-Großenbaum fortgesetzt. Zwischen Großenbaum und Buchholz ist die Strecke bereits sechsgleisig ausgebaut. Im Anschluss zwischen Duisburg-Buchholz und Duisburg-Schlenk ist die Strecke heute fünfgleisig. Hier wird das sechste Gleis in die bestehende Infrastruktur eingefügt. Dies hat auch einige Änderungen an der bestehenden Infrastruktur und an einigen Brückenbauwerken zur Folge. So muss zum Beispiel der S-Bahn-Haltepunkt Duisburg-Rahm komplett neu gebaut werden. Durch diese Maßnahme ergibt sich im Ausbaubereich Anspruch auf Schallschutz gemäß des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

Vorgesehene Schallschutzmaßnahmen im Rahmen des Ausbaus des RRX

Aufgrund der erheblichen baulichen Veränderung des Verkehrsweges ergibt sich für die Anwohner im Baubereich ein Anspruch auf Schallschutz gemäß des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in Verbindung mit der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV). Nach den Ergebnissen des Gutachtens zur zukünftigen Lärmentwicklung wird empfohlen, im Baubereich des PFA 3.2 in Duisburg 6,2 Kilometer Schallschutzwände mit einer Höhe von bis zu 4 Metern zu errichten. Dazu kommen als weitere aktive Schutzmaßnahme fast 6,7 Kilometer besonders überwachtes Gleis. Hierbei wird der akustische Zustand der Schienen jährlich gemessen und die Schienen ggfs. speziell geschliffen, um möglichst glatt zu bleiben. Darüber hinaus werden passive Maßnahmen realisiert, beispielsweise der Einbau von Schallschutzfenstern.

In den Bereichen, in denen keine Baumaßnahmen stattfinden, d.h. in der sogenannten Baulücke, besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Schallschutz. Für diese Bereiche sind jedoch Lärmschutzwände im Rahmen des freiwilligen Lärmsanierungsprogramms des Bundes geplant, um auch hier die Situation zu verbessern.

Das freiwillige Lärmsanierungsprogramm des Bundes und vorgesehene Schallschutzmaßnahmen in der Baulücke

Die Deutsche Bahn sorgt in Bereichen entlang der Bahnstrecken, in denen keine Ausbaumaßnahmen vorgesehen sind, im Auftrag der Bundesregierung für Schallschutz. Als sogenannter aktiver Schallschutz ist entlang der Strecke im Bereich Großenbaum eine Schallschutzwand östlich der Strecke mit einer Länge von 371 Metern und einer Höhe von 3 Metern geplant. Ergänzend werden in diesen Bereichen Maßnahmen des passiven Schallschutzes angeboten und gefördert. Für die Maßnahmen der Lärmsanierung wird ein separates Plangenehmigungs-/Planfeststellungsverfahren notwendig.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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