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Dienstag, 10 September 2019 10:30

Brandenburg: Pro Bahn beklagt mangelhafte Zugverbindungen von und nach Rheinsberg

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Peter Cornelius, Landesvorsitzender für Berlin-Brandenburg des Fahrgastverbandes PRO BAHN e.V. und Frank-Rudi Schwochow, Bürgermeister von Rheinsberg. Foto Florian Bruns.

Abgehängt – so kamen sich die Rheinsberger, zahlreiche Touristen und Vertreter des Fahrgastverbandes PRO BAHN an diesem Wochenende vor. Am frühen Samstagnachmittag (07.09) stellte die NEB den Zugverkehr auf der RB 54 zwischen Rheinsberg und Löwenberg für den Rest des Tages und gleich für den folgenden Sonntag (auch für den Nachmittag bis Betriebsende) ohne Vorwarnung ein.

Nicht zum ersten Mal, wie sowohl Anwohner als auch Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow dem Vorstand des PRO BAHN-Landesverband Berlin-Brandenburg berichteten. Der Vorstand des Fahrgastverbandes hatte zu einem Treffen nach Rheinsberg eingeladen, um sich vor Ort über die Erfahrungen und Wünsche der Pendler und Urlauber zu informieren. Grund hierfür waren zahlreiche vorliegende Beschwerden.

Schnell wurden die größten Probleme deutlich: Immer wieder lässt die NEB "aus betrieblichen Gründen" Züge ausfallen, mitunter mehrere hintereinander, so wie auch an diesem Wochenende.

Eine Information der Fahrgäste findet weder in Rheinsberg noch in Lindow oder Herzberg statt, da es auf den Bahnhöfen weder Personal noch elektronische Anzeigetafeln gibt. Am 07.09. gab es einen handgeschriebenen Zettel am Fahrkartenautomaten.

Bürgermeister und Bewohner kritisieren auch den regulären Fahrplan, der Pendlern aus der Region keine Möglichkeit bietet, mit der Bahn Richtung Berlin zur Arbeit zu fahren.

Der erste Zug verlässt Rheinsberg erst um 9.27 Uhr – und endet zudem bereits in Löwenberg. "Dies ist natürlich für Arbeitnehmer viel zu spät und als Umsteigeverbindung auch nicht sehr attraktiv", so PRO BAHN-Vorstand Peter Cornelius.

"Wer sich so einen Fahrplan ausdenkt, zwingt die Menschen geradezu ins Auto." Problematisch sei überdies die Ungewissheit, ob die Strecke von Löwenberg nach Rheinsberg auch in Zukunft ganzjährig bedient werde.

"Fahrgäste gewinnt man nur mit einem langfristig verlässlichen Zugangebot", so Peter Cornelius. Der PRO BAHN-Landesverband hat folgende Forderungen an das Land Brandenburg und die NEB als ausführendes Verkehrsunternehmen:

⦁ Rheinsberg braucht eine stabile, ganzjährige Zugverbindung nach Löwenberg und Berlin.
⦁ Der Fahrplan muss die Bedürfnisse von Ausflüglern und Pendlern berücksichtigen.
⦁ Eine Echtzeit-Information der Fahrgäste muss im Normalbetrieb und bei Störungen gewähr- leistet sein.
⦁ Zusätzliche Potentiale müssen erschlossen werden, z.B. durch einen neuen Halt, der das Lindower Ortszentrum sowie touristische Ziele in Lindow besser anbindet.

Pressemeldung Pro Bahn Berlin-Brandenburg

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