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Dienstag, 10 September 2019 09:18

Baden-Württemberg: Planungsstart für den Bahnausbau zwischen Mannheim und Karlsruhe bis Anfang 2020

Der Untersuchungsraum der Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Molzau – Graben-Neudorf – Karlsruhe wird weiter nach Norden ausgedehnt und künftig unter dem Vorhaben ABS/NBS Mannheim – Karlsruhe geführt. Darauf haben sich das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Deutsche Bahn verständigt. Das Vorhaben geht nun in die nächste Runde.

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Erste Planungsleistungen für die ABS/NBS Mannheim – Karlsruhe Anfang September ausgeschrieben

Seit Anfang September sind erste Planungsleistungen für die ABS/NBS Mannheim – Karlsruhe durch die DB Netz AG ausgeschrieben. Hierbei geht es um ergebnisoffene Untersuchungen zur Trassenfindung und technischen Machbarkeit möglicher großräumiger Varianten für zwei zusätzliche Gleise der badischen Rheintalbahn zwischen Mannheim und Karlsruhe. Die ersten Planungsleistungen für diesen Abschnitt wird die DB Netz AG voraussichtlich bis Anfang des Jahres 2020 vergeben. In den Untersuchungen werden grundsätzliche Möglichkeiten für eine Kapazitätserhöhung im Personen- und Güterverkehr für den Ausbau der Bestandsstrecken als auch möglicher Neubaustrecken mit Anschluss an die Eisenbahnknoten Mannheim und Karlsruhe erarbeitet. Der Untersuchungsraum liegt grob zwischen Rhein und Kraichgau und ist zu Beginn der Planungen mit dem Regierungspräsidium abzustimmen.

Eine Präferenzvariante kann allerdings erst ausgewählt werden, wenn die möglichen Lösungen für die gesamte Verbindung zwischen Mannheim (inklusive des Bahnknotens Mannheim) und Karlsruhe untersucht worden sind.

Optimierungsstudie des BMVI für Bahnknoten Mannheim

Für den Bahnknoten Mannheim untersucht das BMVI aktuell großräumig Varianten in einer Optimierungsstudie. Dabei sollen auch mögliche Umfahrungsvarianten (oberirdisch oder Tunnel) geprüft werden. Das Bundesministerium bezieht die betroffenen Länder, die Region und die DB Netz AG in die Erarbeitung der Studie mit ein. Ergebnis der Optimierungsstudie ist die Feststellung eines Ausbaubedarfs, der verkehrliche (z.B. Engpassauflösung, Reisezeitgewinne) und volkswirtschaftliche Ziele (Nutzen-Kosten-Verhältnis > 1) erfüllt. Darauf aufbauend können der Planungsumfang im Bahnknoten Mannheim für die DB Netz AG abgeleitet und die ersten Planungsleistungen ausgeschrieben werden. Anschließend wird die DB Netz AG i.R. der Planung mögliche Varianten detailliert untersuchen und bewerten sowie eine Vorzugslösung ableiten.

Öffentlichkeitsbeteiligung und Dialogforum

Der Planungsbeginn für den Bahnknoten Mannheim wird dann auch der Start für das Dialogforum sein. Das heißt, wenn die Rahmenbedingungen für die Planung der DB Netz AG für den Bahnknoten Mannheim geklärt und die entsprechenden Planungsleistungen ausgeschrieben und vergeben worden sind, wird das Dialogforum Mannheim – Karlsruhe seine inhaltliche Arbeit beginnen. Dieses wird dann beide Neu- und –Ausbauvorhaben bzw. Untersuchungsräume umfassen, d.h. den Knoten Mannheim und die ABS/NBS Mannheim – Karlsruhe. Ziel wird sein, unter Berücksichtigung aller Interessen das am besten geeignete, genehmigungs- und finanzierungsfähige Gesamtkonzept für den Raum Mannheim – Karlsruhe (inkl. Bahnknoten Mannheim) zu erarbeiten, um dieses dann in den weiteren Planungsprozess zu übernehmen.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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