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Donnerstag, 14 November 2019 10:53

Mecklenburg-Vorpommern: Schnelle Bahnverbindung Stettin - Neubrandenburg - Teterow - Güstrow - Rostock für Pendler gefordert

Der Fahrgastverband PRO BAHN in Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Forderung des CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg für eine direkte Bahnverbindung von Stettin über Neubrandenburg, Stavenhagen, Malchin und Teterow nach Rostock.

"Denn die derzeitigen Planungen der Schweriner Landesregierung sehen für die Bahnstrecke Stettin - Pasewalk - Neubrandenburg - Güstrow - Bützow - Lübeck keine Verbesserung der Attraktivität des zukünftigen Bahnangebotes vor, obwohl die langen Reisezeiten besonders für Berufspendler keine echte Alternative zum PKW darstellen. Gerade vor dem Hintergrund der Klimaziele der Bundesregierung, den Co2-Ausstoß zu reduzieren, passt das nicht zusammen potentielle Fahrgäste zum Umstieg vom PKW auf die Bahn zu bewegen. Außerdem will der Bund die Reisendenzahl im Nah- und Fernverkehr bis 2030 verdoppeln", erklärt Marcel Drews, Landesvorsitzender von PRO BAHN in Mecklenburg-Vorpommern.

"Daher ist die Landesregierung jetzt in der Pflicht mit den Bundesgeldern, die das Land für die Ausgestaltung des Schienenpersonennahverkehr (SPNV) bekommt und die in den nächsten Jahren noch erhöht werden sollen, mindestens auf Teilstrecken für attraktivere Bahnangebote zu sorgen. Sinnvoll ist es daher aus dem heutigen Bahnangebot eine schnelle direkte SPNV-Verbindung Stettin - Rostock zu gestalten, da bislang in Güstrow der größte Teil der Fahrgäste aus Richtung Pasewalk, Neubrandenburg und Teterow nach Rostock umsteigt und das Land die derzeitige 2-stündliche Verbindung Stettin - Lübeck zugunsten einer Direktverbindung Rostock - Bützow - Lübeck langfristig nicht mehr anbieten will", erklärt Drews weiter.

Auch die vom Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg geforderte Elektrifizierung wird von PRO BAHN positiv gesehen. Nicht nur der Schienenpersonenverkehr kann davon profitieren, sondern es biete sich damit auch die Chance Güterverkehre zwischen Hamburg und der polnischen Metropolregion Stettin von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Bislang gibt es auf der Schiene von Hamburg über Güstrow und Pasewalk nach Polen keinen Güterverkehr, weil zwischen Lalendorf bei Güstrow und Stettin auf mehr als 160 km Länge die Elektrifizierung fehlt.

Pressemeldung PRO BAHN Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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