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Donnerstag, 21 November 2019 10:00

Sachsen: Erstmals mehr als 80.000 Fahrgäste in einem Jahr mit dem EgroNet-Ticket durch das Vierländereck

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Fotos Brand-Aktuell.

In 2018 wählten im gesamten EgroNet-Gebiet 80.532 Fahrgäste ein EgroNet-Ticket für ihre Reise. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 1.009 Kunden mehr. Das konnte während der 16. Mitgliederversammlung des länderverbindenden Nahverkehrssystems "EgroNet" im Vierländereck Tschechien, Bayern, Thüringen und Sachsen, am Dienstag (19.11.2019) bilanziert werden.

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Im Evangelischen Gemeindehaus von Schwarzenbach a.d. Saale waren Kommunalpolitiker und Nahverkehrsexperten der 15 Kooperationspartner (Städte, Landkreise und Verkehrsverbünde) sowie Vertreter der 45 Verkehrsunternehmen, die im EgroNet kooperieren, zusammengekommen.

"Die wiederum gestiegenen Fahrgastzahlen zeigen, dass die Bürger gerne mit Bus, Zug und Straßenbahn fahren, um die EgroNet-Region zu erkunden. Nun ist es wichtig, dass die Elektrifizierung der Bahnstrecken nach Nürnberg und Regensburg vorangetrieben wird, um unsere EgroNet-Region wieder in den Fernverkehr zu integrieren", betonte Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises und Vorsitzender des EgroNet-Kooperationsverbundes.

Seit Einführung der neuen Tarifstruktur mit der 5-Personen-Systematik Ende 2015 wählten 46 Prozent mehr Fahrgäste die Fahrscheine aus dem EgroNet-Ticketsortiment. Im Ländervergleich ergibt sich auf tschechischem Gebiet ein Plus an 324 und auf deutschem Gebiet ein Wachstum von 685 Fahrgästen. Gut 75 Prozent der Fahrgäste haben sich zur Nutzung von EgroNet-Tickets für eine Person bzw. zwei Personen entschieden.

Um die enge Verbindung von Nahverkehr und Tourismus drehten sich in den zurückliegenden Monaten die gemeinsamen Marketing-Maßnahmen. Zahlreichen Publikationen wie die Broschüre mit "EgroNet-Tagestouren" oder der "Informationsflyer zum EgroNet-Ticket" werden gemeinsam auf Veranstaltungen, Ausstellungen und Messen in der Region, aber auch überregional, angeboten. Auch ein YouTube-Kanal wird genutzt.

Mit der ersten Augmented Reality Tour in einer Tourismusregion und entlang einer Bahnstrecke wird die Elstertalbahn von Gera über Plauen und Adorf nach Cheb (Eger) vermarktet. Dank EU-Fördermitteln wurde eine Fantasy-Geschichte rund um den Riesen Voglar produziert. Die Reisenden können entlang der an Brücken und Tunnel reichen Bahnstrecke überall in die Geschichte ein- oder aussteigen und auf den Spuren von dem Riesen touristische Highlights entdecken.

Martin Hurajcik, Verantwortlicher für Nahverkehr im Kreis Karlovy Vary (Karlsbad), wurde als stellvertretender Vorsitzender des Kooperationsverbundes neu gewählt und wird gemeinsam mit Rolf Keil das EgroNet leiten.

Die Mitgliederversammlung war auch in diesem Jahr verbunden mit dem "EgroNet Forum Mobilität". Im Mittelpunkt stand diesmal die Mobilität im ländlichen Raum. Vorgestellt wurden der Landbus und der Bürgerbus im Landkreis Hof, der RufBus im Vogtlandnetz 2019+ und digitale Bedarfsverkehre bei der DB Regio Bus, Region Bayern. Wichtigste Aufgabe dabei ist, das anzubieten, was sich die Bürger wünschen.

Zum Abschluss besuchten zahlreiche Teilnehmer der Mitgliederversammlung das Erika Fuchs Haus - Museum für Comic und Sprachkunst.

Die 17. EgroNet Mitglieder-Versammlung wird 2020 im Vogtlandkreis stattfinden. Dann wird auch der 20. Jahrestag des länderverbindenden Nahverkehrssystems gefeiert.

Das "EgroNet" war als externes Projekt für die "Expo 2000" entwickelt worden. Man kann 464 regionale Buslinien, 187 Stadtverkehrslinien und 42 Eisenbahnstrecken mit über 7.300 Haltestellen nutzen. Jeder kann im EgroNet-Gebiet von der Bahn auf Bus oder Straßenbahn umsteigen, muss aber nur einen einzigen Fahrschein lösen - das EgroNet-Ticket.

Das Tagesticket für eine Person kostet 20 Euro bzw. 200 Kronen, jede weitere Person in einer Gruppe bis 5 Personen zahlt 6 Euro bzw. 100 Kronen mehr. Erwerben kann man es in über 120 Agenturen, in den Fahrscheinautomaten der Kooperationspartner und beim Fahrpersonal. Seit Ende 2017 kann es auch als Handyticket gekauft werden.

Pressemeldung EgroNet

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