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Dienstag, 17 Oktober 2017 10:17

NRW: Fahrdraht zwischen Düren und Langerwehe ausgetauscht

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Ein Stück neuer Fahrdraht für die Oberleitung. Mit Hilfe eines Hammers wird der Übergang zwischen zusammengefügten Teilen des Fahrdrahtes gerichtet.

Die Oberleitung steht unter Hochspannung von 15.000 Volt – unter normalen Umständen bedeutet das Lebensgefahr, sobald sich ein Mensch bis auf wenige Meter der Oberleitung nähert. Doch heute mussten DB-Mitarbeiter ganz nah an die Leitungen, die natürlich stromlos und geerdet waren: In der Nacht haben Mitarbeiter der Fachlinie Oberleitung der DB auf der Strecke zwischen Düren und Langerwehe auf einer Länge von 100 Metern den Fahrdraht ausgetauscht.

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Der neu gezogene Fahrdraht wird gespannt.

Um die Einschränkungen für den Kunden so gering wie möglich zu halten, arbeiten die Techniker vor allem nachts, wenn keine oder deutlich weniger Züge rollen. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Instandhaltung der Oberleitung, durch die der Strom für die Züge fließt. Zwischen Düren und Langerwehe war nun in der vergangenen Nacht eine Reparatur nötig: Hier musste der provisorisch instandgesetzte Fahrdraht ausgewechselt werden. „Hierfür haben wir den alten Fahrdraht herausgeschnitten und durch ein neues Teilstück ersetzt“, erklärt Gerd Glesmann, Bezirksleiter Oberleitung der DB Netz AG. „Die Qualität des Fahrdrahtes ist wichtig für die Befahrbarkeit durch elektrisch betriebene Züge. Im Abschnitt Düren – Langerwehe ist eine Streckengeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern möglich.“

Auf der Strecke zwischen Düren und Langerwehe sind im Juni insgesamt drei Brücken erneuert worden. Beim Einheben einer neuen Brücke ist eine Baumaschine gegen den Fahrdraht gestoßen und hat ihn beschädigt. Den Defekt konnten Techniker damals provisorisch beheben, nun musste aber eine dauerhafte Lösung her: ein neuer Fahrdraht ist deshalb in der Nähe der Eisenbahnüberführung Weierstraße in Langerwehe eingebaut worden.

Bei den Arbeiten ist schweres Gerät im Einsatz: Ein Instandhaltungsfahrzeug für Oberleitungsarbeiten (IFO) und ein sogenannter „Trommelwagen“ rücken an. Während der Arbeiten ist die Strecke zwischen Düren und Langerwehe für den Zugverkehr gesperrt. Mithilfe des IFO können die Arbeiter in bis zu 20 Metern Höhe an der Oberleitung arbeiten. Der Trommelwagen ist ein Spezialfahrzeug, auf dem eine Vorrichtung für die Fahrdrahttrommel ist und mit dessen Hilfe die Oberleitungen verlegt werden können. Neben der komplexen technischen Herausforderung gibt es für die Experten aber noch eine anderes Problem: Die Zeit. „Unser Ansporn ist es, sicher und qualitativ zu arbeiten und die Arbeiten fristgerecht abzuschließen“, erklärt Glesmann. „Alles wartet darauf, dass wir unsere Arbeiten beenden und die Strecke freigeben. Das ist natürlich ein enormer Druck.“

Denn spätestens wenn in der Hauptverkehrszeit die Züge wieder rollen, müssen die Bauarbeiten fertig sein. Damit der Reisende am Morgen auf dem Weg zur Arbeit so wenig wie möglich von diesen schweren Arbeiten mitbekommt.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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