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Mittwoch, 12 Februar 2020 13:45

Bayern: Vorläufige Bilanz zum Orkan Sabine

Die Deutsche Bahn zieht in Bayern eine vorläufige Schadensbilanz des Orkantiefs Sabine. Es gelang, bis Dienstagabend alle für den Personenverkehr relevanten Strecken wieder frei zu bekommen und auch beschädigte Oberleitungen und Signale zu reparieren, die allermeisten Strecken - darunter alle Hauptverbindungen zwischen Nord und Süd konnten bereits am Montagabend wieder befahren werden. Mehr als 500 DB-Mitarbeiter hatten sich seit Sonntagnacht an dieser Räumaktion beteiligt.

„Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das unermüdliche und überdurchschnittliche Engagement in diesen Stunden“, so der bayerische Bahnchef, Klaus-Dieter Josel. „Außerdem hat sich gezeigt, dass wir unmittelbar nach Streckenfreigaben wieder stabil nach Fahrplan unterwegs waren – im Fernverkehr bereits schon am Montagmittag“, so der Konzernbevollmächtige für Bayern. Damit habe sich die stundenweise Einstellung des Verkehrs bewährt, während der Sturm seinen Höhepunkt erreicht hatte. „Nach dem Sturm hatten wir Züge und Personal dort, wo wir sie benötigten. Unsere Kunden profitierten so von der raschen Wiederaufnahme des Verkehrs.“

Windgeschwindigkeiten von 160 Stundenkilometern wurden stundenweise nicht nur in Hochlagen, sondern auch im Großraum München und Augsburg erreicht. An rund 500 Stellen war das 6000 Kilometer große Streckennetz unterbrochen, teilweise für nur ein- bis zwei Stunden, teilweise längere Zeit. Dabei flogen nicht nur Bäume und Ästen in die Gleise, sondern auch Baustellenzäune, Kindertrampolins, Gartenmöbel, Planen und andere Gegenstände. „Kein einziger Fahrgast der Deutschen Bahn in Bayern war von einer Zugkollision mit einem Baum betroffen, oder war dann in einem Zug auf freier Strecke eingeschlossen“, stellt Josel mit Blick auf Kritik durch den Fahrgastverband Pro-Bahn fest. Deren Vertreter hatten die Einstellung des Zugverkehrs kritisiert. „Sicherheit ist stets das oberste Gebot im Bahnbetrieb. Darauf können sich unsere Fahrgäste weiterhin stets verlassen.“

Der Sturm zeigt auch, wie wichtig die Fortführung eines konsequenten Vegetationsmanagements entlang Bahnstrecken ist. Mit einem Millionenaufwand schneidet die Bahn sturmgefährdete Bäume und Grünzüge an den Strecken zurück. Bundesweit fließen in den nächsten fünf Jahren rund 660 Millionen Euro in die Sicherung der Schienenwege. Allerdings ist die Bahn auf die Kooperation mit privaten und öffentlichen Wald- und Grundstückseigentümern angewiesen. Für diese gilt die Verkehrssicherungspflicht ihres Eigentums.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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