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Dienstag, 17 März 2020 13:58

NRW: Halbzeit an Bahnsteig 7 vom Dortmunder Hauptbahnhof

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Fotos Deutsche Bahn.

Bis heute Nacht sahen Reisende auf Höhe von Bahnsteig 7 ein großes Loch in der Decke, wenn sie aus der Personenunterführung nach oben blickten. Doch der Blick auf den freien Himmel ist nun wieder mit tonnenschwerem Material verschlossen, damit Reisende in Zukunft wieder Bahnsteig 7 betreten können. Für die Arbeiten war die Personenunterführung seit 21 Uhr für die Reisenden gesperrt.

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An der Decke wurden zunächst vier Fertigteilbalken eingebaut. Mit einer Länge von 13,8 Metern und einem Gewicht von jeweils 14 Tonnen mussten sie von den Gleisen aus einzeln mit einem Kran eingehoben werden. Diese Balken bilden die Grundlage für die weitere Arbeit: Denn auf die Fertigteilbalken sind anschließend 13 sogenannte „Filigrandeckenplatten“ (Maße jeweils 1,15 Meter x 4,50 Meter) aufgelegt worden.

Bauarbeiten an Bahnsteig 7 in der Nacht vom 16. auf den 17. März 2020

Bauarbeiten an Bahnsteig 7 in der Nacht auf den 17. März 2020[13] Bauarbeiten an Bahnsteig 7 in der Nacht auf den 17. März 2020[14] Bauarbeiten an Bahnsteig 7 in der Nacht auf den 17. März 2020[15]
Im Laufe dieser Woche folgen weitere Arbeiten, um die Tragfähigkeit dieser Betonteile zu verstärken. Anschließend wird die neue Bahnsteigbrücke betoniert – diese bildet die Grundlage für den neuen Bahnsteig 7. Danach können die Fundamente für das Bahnsteigdach hergestellt und mit der Montage des Daches begonnen werden. Parallel dazu laufen die vorbereitenden Arbeiten für die Fahrtreppen, damit diese ab Mai montiert werden können. Derzeit geht die DB davon aus, dass der modernisierte Bahnsteig 7 wie geplant im Juli 2020 freigegeben werden kann.

Aktueller Stand der Modernisierung der Verkehrsstation Dortmund

Die Hauptbauarbeiten zur Modernisierung der Verkehrsstation am Dortmunder Hauptbahnhof laufen seit Sommer 2018. Zunächst ist Bahnsteig 8 (Gleise 26/31) zurückgebaut und erneuert worden. Auch bei diesem Bahnsteig ist das gleiche Verfahren angewandt worden wie aktuell an Bahnsteig 7. Seit September 2019 ist der modernisierte Bahnsteig 8 in Betrieb und seit Mitte Februar 2020 können Reisende diesen auch über den neuen Aufzug erreichen.

„Auch an den anderen Bahnsteigen werden die Aufzüge jeweils zum Abschluss installiert“, sagt Nicole Becker, Projektleiterin bei der Modernisierung der Verkehrsstation Dortmund. „Erst muss die Bahnsteigbrücke fertig sein und anschließend, wenn der Bahnsteig fast fertiggestellt ist, startet der Aufzugeinbau.“

Vom nördlichsten Bahnsteig 8 aus gehen die Arbeiten nun nach Süden weiter, aktuell an den Gleisen 21/23 und abschließend an den Gleisen 2/3. Seit Baubeginn ist auch die komplette Technik für die Telekommunikationsanlagen (Beschallung und Fahrgastinformation) erneuert worden. Im Empfangsgebäude ist bereits die neue Videotechnik installiert worden, außerdem können sich Reisende im Bahnhofsgebäude per WLAN verbinden.

Umbau des Hauptbahnhofs im Zeitplan

Der Bahnhof wird nach Abschluss der Modernisierung komplett barrierefrei sein. 14 Fahrtreppen und sieben neue Aufzüge sorgen dafür, dass Reisende in Zukunft ohne Treppensteigen zum Bahnsteig gelangen. Bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2024 laufen die Arbeiten unter dem „rollenden Rad“, also bei laufendem Eisenbahnbetrieb.

„Die Reisenden hatten dadurch bislang keine Einschränkungen beim Zugverkehr“, so Jörg Seelmeyer, Bahnhofsmanager der DB für den Bereich Dortmund. „Und das wichtigste ist doch, dass der Hauptbahnhof durch die Modernisierung endlich barrierefrei wird. Dortmund wird so zu einer der modernsten Verkehrsstationen Nordrhein-Westfalens!“

Die Bahnsteige erhalten jeweils eine Höhe von 76 Zentimetern, um einen stufenfreien Einstieg in die Züge zu ermöglichen. Alle Bahnsteige bekommen neue Beläge, Blindenleitstreifen und Bahnsteigdächer. Auch die Beleuchtung und Beschallung werden ausgebaut – außerdem schützen neue Wetterschutzhäuser auf den Bahnsteigen die Reisenden zusätzlich vor Wind und Regen.

Die Personenunterführung (PU) soll deutlich breiter werden – von derzeit 9,50 Meter auf über 13 Meter. Außerdem erhält die PU eine helle, moderne Wandverkleidung.

Die Investitionssumme beläuft sich auf insgesamt rund 130 Millionen Euro, getragen vom Bund, Land NRW und der Deutschen Bahn.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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