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Montag, 22 Juni 2020 09:13

Baden-Württemberg: RAB soll Ammertalbahn interimsmäßig weiterfahren

Der Zweckverband ÖPNV im Ammertal hat im Amtsblatt der europäischen Union eine Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung zur Direktvergabe als Notmaßnahme des Verkehrs auf der Ammertalbahn an die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB) gegeben (2020/S 119-290540).

Der Zweckverband ÖPNV im Ammertal beabsichtigt als zuständige Behörde, die Schienen- und Busverkehrsleistungen auf der Ammertalbahn im Wege der Direktvergabe als Notmaßnahme für den Zeitraum vom 14.12.2020 bis 11.12.2022 an den seitherigen Betreiber als öffentlichen Dienstleistungsauftrag zu vergeben. Ab 13.12.2020 besteht keine vertragliche Grundlage mehr für die Verkehrslesitungen, so dass die unmittelbare Gefahr besteht, dass der Verkehrsdienst auf der Ammertalbahn, der insbesondere für die Beförderung von Schülerinnen und Schülern und von Berufspendlern von sehr hoher Bedeutung ist, auf längere Zeit unterbrochen wird.

Ab 12.12.2022 ist die Verkehrsbedienung auf der Strecke wieder sichergestellt, da die Verkehrsleistung im Wege einer gemeinsamen Ausschreibung des Landes Baden-Württemberg und des Zweckverbands ÖPNV im Ammertal als Teil des sog. Netzes 18 vergeben wird. Die Fahrleistung kann derzeit nur mit Dieseltriebwagen der Baureihe VT 650 (RegioShuttle) erbracht werden, da nur diese Fahrzeuge die erforderlichen Beschleunigungswerte erreichen, um den ambitionierten Fahrplan einzuhalten.

Es ist neben dem seitherigen Betreiber DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee (RAB) kein anderes Eisenbahnverkehrsunternehmen ersichtlich, das die Verkehrsleistung so kurzfristig und für einen so kurzen Zeitraum mit den für den Fahrplan erforderlichen Fahrzeugen erbringen könnte.

Es handelt sich um die Fortführung des ab Juni 2020 geltenden Fahrplans mit entsprechenden Kapazitäten und Anpassungen für eine tägliche Verstärkung ab Betriebsbeginn.Die Leistung umfasst 540 522 Zugkilometer bei 991 322 Fahrzeugkilometern, ferner den SEV, die Zugbegleitung, die Erstellung des Buchfahrplans, die Stellung des öBL, des EBL. der Fahrdienstleitung sowie die Bereitstellung der erforderlichen Fahrzeuge vom Typ RegioShuttle (VT 650). Die Leistung erfordert auch die Instandhaltung, Reinigung und Abstellung der Fahrzeuge sowie den Vertrieb, das Marketing und die Kommunikation. Bedingung ist die Verknüpfung mit dem Verkehr zwischen Bad Urach und Tübingen.

Die Planung von Netz 18 (Ermstal u. ggf. Ammertalbahn) hängt von weiteren Planungen der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb ab.

Quelle EU-Amtsblatt

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Letzte Änderung am Montag, 22 Juni 2020 10:16