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Samstag, 04 November 2017 12:47

Sachsen: Fahrgastverband fordert rasche Entscheidung des Bundes zur Elektrifizierung Dresden – Görlitz

In den vergangenen Tagen häuften sich Meldungen über hohe Pendlerzahlen und Staus auf der A4 zwischen Dresden und Görlitz. Den Forderungen nach einer nachträglichen Anmeldung des sechsspurigen Autobahnausbaus setzt der Fahrgastverband PRO BAHN Mitteldeutschland die Priorisierung der Bahnstreckenelektrifizierung entgegen.

"Wir drängen darauf, dass die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden – Görlitz – Staatsgrenze D/PL in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird. Anstatt immer neuer Projekte anzumelden, müssen lang überfällige Vorhaben endlich entschieden werden", fordert Ronny Hausdorf, Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN Mitteldeutschland.

Eine Entscheidung ist dringend geboten. In Polen wird die letzte Elektrifizierungslücke voraussichtlich im Laufe des Jahres 2019 geschlossen, sodass von Wrocław bis zur Grenze durchgehend elektrisch gefahren werden kann. Danach wird es zunächst keine umsteigefreien Verbindungen zwischen Wrocław und Dresden mehr geben, da der Einsatz von Dieselfahrzeugen auf der Gesamtstrecke weniger umweltfreundlich und für die Betreiber teurer ist als die Nutzung von Elektrotriebwagen.

"Damit dieser Zustand nicht über mehrere Jahre andauert, muss eine rasche Entscheidung des Bundes her: Wird der Ausbau von ihm übernommen? Dann können die Vorplanungen in die nächste Stufe gehen. Andernfalls muss der Freistaat die weiteren Planungen aus eigenen Mitteln vorantreiben", stellt die stellvertretende Vorsitzende Anja Schmotz fest. Zugleich warnt sie: "Wenn der Bund hier weiter zögert, werden noch mehr Menschen in der Region auf das Auto umsteigen und Staus zu einem Dauerproblem machen, selbst mit Autobahnausbau."

Pressemeldung Fahrgastverband PRO BAHN Mitteldeutschland e.V.

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