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Freitag, 17 Juli 2020 12:17

Bremen/Niedersachsen: Verkehrsunternehmen begrüßen "ÖPNV-Rettungsschirm"

Mit dem Beschluss des Landes Niedersachsen zum 2. Corona Nachtragshaushalt wurden weitere Voraussetzungen für einen ÖPNV Rettungsschirm geschaffen. In Verbindung mit den Bundesmitteln stehen somit ca. 400 Mio. € in Niedersachsen zur Verfügung. Damit können die Fahrgeldausfälle kompensiert werden, die durch den coronabedingten Einbruch der Fahrgastnachfrage entstanden sind.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen begrüßt die Entscheidung des Landtages und bedankt sich beim Wirtschaftsministerium für die Unterstützung, weil damit trotz der widrigen wirtschaftlichen Umstände das hohe Niveau des ÖPNV Leistungsangebotes in Niedersachsen abgesichert wird.

Ergänzend zu den Rettungsmitteln des Bundes in Höhe von 2,5 Mrd. Euro (wovon nach Niedersachsen rund 200 Mio. Euro fließen sollen) hat gestern der niedersächsische Landtag den zweiten Corona-Nachtragshaushalt beschlossen. Dieser sieht zusätzliche Landesmittel für den ÖPNV-Rettungsschirm in Höhe von 190 Mio. Euro vor. Diese Entscheidung wird seitens der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen außerordentlich begrüßt.

Michael Neugebauer dazu: „Ich bin der Politik für diese wichtigen Signale sehr dankbar. Nur mit massiver finanzieller Unterstützung – insbesondere auch durch

Hintergrund

In einem Schreiben wendeten sich der VDV-Landesgruppenvorsitzende Michael Neugebauer sowie der Landesgruppen-Geschäftsführer Dr. Holger Kloth im März an die niedersächsische Landesregierung.

Aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie vorgenommenen Maßnahmen (Schließung von Geschäften, Schulen, Restaurants, Absage von Veranstaltungen uvm.) sowie vermehrte Kurzarbeit sind die Fahrgastzahlen im ÖPNV und im Schienenpersonennahverkehr im Frühjahr 2020 drastisch zurückgegangen. Zusätzlich verblieben viele Menschen im Homeoffice oder nutzen vermehrt den PKW oder das Fahrrad, um ein mutmaßliches Infektionsrisiko im ÖPNV zu vermeiden. Trotzdem wurde das ÖPNV-Angebot häufig nur geringfügig verringert, um Sicherheitsabstände und somit eine sichere Beförderung bestmöglich anzubieten. Inzwischen sind überall die Fahrpläne wieder auf Vorkrisen-Niveau.

Viele Verkehrsunternehmen sind mittlerweile an ihre wirtschaftlichen Grenzen gestoßen, da Fahrgastrückgänge von bis zu 90% massive Einnahmeverluste verursachten.

Pressemeldung VDV Niedersachsen

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