english

Freitag, 24 Juli 2020 11:10

Baden-Württemberg: Karlsruhe und AVG unterzeichnen Finanzierungsvereinbarung zum barrierefreien Ausbau von Haltepunkten

Unterzeichnung AVG und LKR 2
Foto AVG.

Im Verlauf der kommenden Jahre soll der barrierefreie Ausbau von Stadtbahnhaltepunkten in der Region weiter intensiv vorangetrieben werden. Dies bekräftigten der Landkreis Karlsruhe und die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) am gestrigen Donnerstag (23. Juli) mit der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung im Vorfeld der jüngsten AVG-Aufsichtsratssitzung.

Die Vereinbarung über die Planung, den Bau und die Finanzierung des barrierefreien Umbaus zahl-reicher Haltepunkte enthält klare Ziele. So beabsichtigt die AVG alle Stationen im Landkreis Karlsruhe, die sich in ihrem Eigentum befinden, langfristig von ihr gepachtet sind und bisher noch nicht barriere-frei sind, in den kommenden Jahren umzubauen. Der Ausbau der insgesamt 88 Haltepunkte soll möglichst bis zum Jahr 2030 abgeschlossen sein.

"Die nun getroffene Vereinbarung ist ein entscheidender Baustein, um zum Wohl aller Fahrgäste lang-fristig sämtliche Haltepunkte im Gebiet des Landkreises barrierefrei umzugestalten", sagt Christian Höglmeier, technischer Prokurist und Mitglied der AVG-Geschäftsleitung, und ergänzt: "Wir haben bereits in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Haltepunkte entsprechend umgebaut – auf die-sem bereits eingeschlagenen Weg schreiten wir nun gemeinsam weiter tatkräftig voran."

"Den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu machen ist nicht nur eine Frage des Tarifes oder des Neubaus von Strecken, sondern auch die Umsetzung von Maßnahmen, die die Bedingungen vor Ort konkret verbessern. Der barrierefreie Ausbau der Haltepunkte kommt allen zugute, von Menschen mit Behinderungen über Familien mit Kinderwagen und Senioren mit Rollatoren bis hin zu Urlaubsrei-senden mit Gepäck, deshalb sind diese Maßnahmen gut angelegte Investitionen", betont Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

Er legt besonderen Wert darauf, dass die betroffenen Gemeinden eng mit einbezogen werden und regt an, planmäßige Streckensperrungen – wie in absehbarer Zeit auf der Linie S4 zwischen Bretten und Sulzfeld – zu nutzen, um sämtliche Haltepunkte umzurüsten. Der Landrat freute sich, dass bereits im kommenden Jahr mit dem Umbau begonnen wird.

Barrierefreie Stadtbahnhaltepunkte sind nicht nur aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Behinder-tengleichstellungsgesetzes aus dem Jahr 2002 von großer Bedeutung, sondern sie erhöhen grund-sätzlich für alle Fahrgäste die Attraktivität des ÖPNV im Landkreis und wirken sich positiv auf die Kundenzufriedenheit aus. Art und Umfang der jeweils erforderlichen Baumaßnahmen werden bei Planungsbeginn für jeden einzelnen Haltepunkt separat definiert.

Die Bandbreite geht hier von der Nach-rüstung von Blindenleitstreifen bis hin zum kompletten Neubau der Bahnsteige und Zugänge. Zudem gilt es für den Ausbau der Haltepunkte vorab die Förderfähigkeit der einzelnen Maßnahmen durch Bundes- und Landesmittel zu prüfen. In der getroffenen Vereinbarung ist festgehalten, dass die AVG die Federführung bei der Planung und Durchführung der Projekte übernimmt. Das kommunale Verkehrsunternehmen ist somit unter ande-rem für die Bauauschreibung, Vergabe und die Vertragsabwicklung zuständig.

Pressemeldung AVG/Landkreis Karlsruhe

Zurück