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Mittwoch, 12 August 2020 11:00

Rheinland-Pfalz: Schienenstegdämpfer im Test auf der Strecke Neustadt–Bad Dürkheim

ilena
Foto Deutsche Bahn.

Im Rahmen des Innovationsprojektes I-LENA testen der Bund und die DB in mehreren Bundesländern neueste Lärmschutzmaßnahmen an der Eisenbahninfrastruktur. Langfristiges Ziel ist es, anhand neuer Verfahren und Technologien die AnwohnerInnen entlang der Bahnstrecken vom Schienenlärm zu entlasten. Getestet werden auch innovative Schienenstegdämpfer, um störendes Kurvenquietschen zu reduzieren. Wachenheim an der Weinstraße, zwischen Neustadt und Bad Dürkheim, bietet dafür geeignete Testmöglichkeiten und Messbedingungen.

In Wachenheim werden Schienenstegdämpfer ab Ende August erprobt. Vorgesehen ist ein jeweils 140 Meter langer Test- sowie ein Referenzabschnitt. Ausgangspunkt ist die sogenannte Null-Messung bereits ab 17. August, bevor in mehreren Nachteinsätzen vom 14. bis zum 18. September die Schienenstegdämpfer probeweise verbaut werden. Für diese Nachtarbeiten bittet die DB die Anwohnerinnen und Anwohner vorab um Verständnis. Nach der Testphase werden die Schienenstegdämpfer in der letzten Oktoberwoche planmäßig wieder ausgebaut. Anschließend erfolgt die Datenauswertung und ein Ergebnisabgleich mit vergleichbaren Maßnahmen anderer Ortschaften. Ein dauerhafter Einbau von Schienenstegdämpfern ist in Wachenheim nicht geplant.

Das Projekt I-LENA

Das Innovationsprojekt I-LENA (Initiative Lärmschutz Erprobung neu und anwendungsorientiert) wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) finanziert und von der DB umgesetzt. I-LENA ermöglicht es, dass Hersteller von Lärmschutztechnologien neueste Entwicklungen im realen Betrieb auf festgelegten Streckenabschnitten der DB testen. Das BMVI stellt dazu knapp 10 Millionen Euro bereit und übernimmt die Kosten für den Ein- und Ausbau, sowie für die akustischen Messungen. Derzeit sind bundesweit knapp 30 innovative Maßnahmen zur Erprobung angemeldet, u.a. neuartige Schallschutzwände, Einrichtungen direkt am Gleis wie Schmiereinrichtungen oder Schienenstegdämpfer, mobile Lärmschutzwände für Baustellen sowie innovative Schienenschleifverfahren.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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