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Mittwoch, 19 August 2020 13:46

NRW: Ausbau ESTW Duisburg - Vollsperrung zwischen Essen und Duisburg - 80 Niederflur-Gelenkbusse im Einsatz

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Fotos Deutsche Bahn.

Die Arbeiten für eine leistungsfähige und moderne Infrastruktur, kurz für eine starke Schiene schreiten planmäßig voran. Die Deutsche Bahn (DB) bündelt in diesem Jahr in zehn Tagen im September wichtige Baumaßnahmen auf einer der Hauptstrecken in NRW zwischen Essen und Duisburg.

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Auf einem Abschnitt von insgesamt ca. 28 Kilometern werden 9.900 Meter neue Kabel verlegt, 4.500 Meter Kabelkanäle und 26 Querungen errichtet sowie 29 Weichenantriebe erneuert. Neben diesen Arbeiten im Rahmen der zweiten Ausbaustufe für das Elektronische Stellwerk (ESTW) Duisburg, wird auch in und rund um Mülheim/Ruhr viel getan: Der Bahnhof wird weiter ausgebaut, die Gleiströge saniert, Wasserleitungen und Brücken saniert und sämtliche Bahnanlagen fit für die Zukunft gemacht. Allein für das ESTW Duisburg beträgt das Investitionsvolumen in diesem Jahr mehr als 15 Millionen Euro.

„Seit 2018 haben wir viel geschafft, jetzt geht es für das ESTW in den Endspurt“ so Björn Schniederken, Projektleiter der DB Netz für das ESTW.

Die DB stellt mit der Bündelung all dieser Baumaßnahmen die Weichen in Richtung Zukunft. Mit Hilfe modernster Technik wird sichergestellt, dass der Zugverkehr verlässlicher durch das Schienennetz geleitet wird. Das bedeutet für die Fahrgäste: Ein deutlich stabileres Netz und damit mehr Zuverlässigkeit auf der Schiene. Die DB hat sich auch aufgrund anderer Baumaßnahmen z.B. im Raum Köln in diesem Jahr dazu entschieden, die Baumaßnahmen erst im September zu bündeln. Eine kürzere Sperrung bedeutet somit weniger Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste. Neben einer bestmöglichen Nutzung von Sperrpausen, arbeitet die Deutsche Bahn auch kontinuierlich an der Optimierung des Baustellenmanagements.

Aufgrund dieser Sperrung kommt es in der Zeit von Freitag, 11. September, 05:30 Uhr bis Sonntag, 20. September, 24:00 Uhr zu diversen Änderungen im Zugverkehr.

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) DB Regio NRW, Abellio Rail NRW GmbH, NordWestBahn und National Express haben in Abstimmung mit der DB Netz und dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) in den vergangenen Wochen auf Basis der in den Verkehrsverträgen vereinbarten Regelungen Ersatzkonzepte erarbeitet, um die Auswirkungen auf die Bahnkunden so gering wie möglich zu halten.

Insgesamt sind mehr als 80 Niederflur-Gelenkbusse im Einsatz. So wird es beispielsweise in Essen Hbf stündlich bis zu 22 Abfahrten geben.

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Mehr Service und Qualität bei Reisendeninformation und -lenkung

Die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr stellen anlässlich der Sperrung zusätzlich wieder erhebliche Mittel für die Reisendeninformation und –lenkung bereit. So wird die Deutsche Bahn über die durch die Verkehrsverträge aller Eisenbahnverkehrsunternehmen finanzierten Maßnahmen hinaus wieder deutlich mehr Servicepersonal mit rund 3.700 Einsatzstunden an den wichtigen Haltestellen insbesondere in Duisburg Hbf, Essen Hbf, Essen-Altenessen, Mülheim/Ruhr Hbf, Bottrop Hbf, Oberhausen Hbf und Dortmund Hbf einsetzen. Vier zusätzliche Infopunkte in den Bahnhöfen Dortmund Hbf, Essen Hbf, Duisburg Hbf und Düsseldorf Hbf werden als Anlaufpunkte für Reisende geschaffen. Darüber hinaus werden die Wegeleitung und die Information an den Bahnhöfen verstärkt: Mehr als 600 Plakate an den Stationen und in den Zügen, mehr als 80 Spannbanner an den Bahnhöfen und rund 200 Mastummantelungen sowie 1.000 Footsteps zur Beschilderung der Wege vom Bahnhof zur Ersatzhaltestelle sind geplant.

In den Bussen sind keine Fahrkarten erhältlich. Sie müssen online über die Apps der Verkehrsunternehmen oder an den Verkehrsstationen (nicht an den Ersatzhaltestellen) am Automaten oder am Schalter erworben werden. VRR- und NRW-Tickets sind ab sofort auch bequem als Handyticket über den DB Navigator erhältlich.

Kunden, in deren Zeitkarten der Preisstufen B und C der Geltungsbereich Essen/Duisburg enthalten ist, erweitern ihre Fahrtmöglichkeiten auf die Preisstufe D. Hierdurch sind alle erdenklichen Umwegeverbindungen ohne Ausnahmen zugelassen.

Streckenzeitkarten des Fernverkehrs in und aus Richtung Köln gelten auch für Fahrten über Gelsenkirchen oder Hagen/Wuppertal. Für weitere Rückfragen aller Anliegen betroffener Kunden mit Streckenzeitkarten oder Abos steht das jeweilige Abocenter zur Verfügung.

Betroffene BahnCard-100-Kunden können sich an den für sie zuständigen Kundenservice der Deutschen Bahn wenden.

Vor und nach der Vollsperrung (4. bis 11.9.) und (20.9. bis 23.9.) gibt es weitere Arbeiten im Raum Essen/Mülheim (Ruhr), die zu Zugausfällen und Schienenersatzverkehren führt. Hierüber informieren wir mit einer gesonderten Presseinformation.

Pressemeldung Deutsche Bahn (gekürzt)

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