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Dienstag, 08 September 2020 13:19

NRW: S9-Verlängerung nach Recklinghausen

Ab dem 11. September 2020 geht die S-Bahn-Linie S 9 auf dem Linienast zwischen Bottrop und Recklinghausen in Betrieb – der erste Teilschritt zur Reaktivierung der „Hertener Bahn“. Damit wird nun die letzte verbliebene Maßnahme des S-Bahn-Konzepts und der großen Fahrplananpassung 2019 umgesetzt. Die S-Bahn-Linie S 9 fährt einmal in der Stunde von Bottrop über Gladbeck West bis nach Recklinghausen weiter.

Vorerst wird es allerdings bei einer Verbindung ohne Zwischenhalt bleiben. Insgesamt sind in den nächsten Jahren noch drei neue Halte vorgesehen: Gelsenkirchen-Buer Nord, Herten und Herten-Westerholt. Der aktuelle Schienenersatzverkehr, der vorübergehend in diesem Abschnitt verkehrt, wird eingestellt.

Abellio hat vom VRR gesetzten Fristen nach Abmahnung eingehalten

Seit Mitte Dezember 2019 betreibt Abellio u. a. die S-Bahn-Linie S 9. In den ersten Monaten nach Start des S-Bahn-Netzes durch Abellio sorgten die schlechten und nicht akzeptablen SPNV-Leistungen sowie die ursprünglich für Anfang Mai geplante, dann aber verschobene Inbetriebnahme der S9 nach Recklinghausen für Unzufriedenheit bei den Fahrgästen – und beim VRR.

Auf den S-Bahnlinien die über den Knoten Essen verkehren, entsprachen die Qualität und Quantität der Beförderungs- und Betriebsleistung nicht den verkehrsvertraglichen Leistungspflichten, sodass der VRR Mitte Mai eine schriftliche Abmahnung an das Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio Rail NRW ausgesprochen hat. Mit der Abmahnung war Abellio gleichzeitig aufgefordert, Maßnahmen einzuleiten, um die verkehrsvertraglich geschuldete Leistung wieder vollumfänglich zu erbringen. Dieser Aufforderung ist das Unternehmen nachgekommen, indem es die vom VRR gesetzten Fristen für eine vollständige Leistung eingehalten hat.

Nun startet mit der Linie S 9 von Bottrop bis Recklinghausen die letzte von der Abmahnung betroffene Linie bereits einige Tage vor der gesetzten Frist. „Wir freuen uns, dass Abellio es geschafft hat, in den vergangenen Monaten Maßnahmen einzuleiten und umzusetzen, um die Leistungen zu stabilisieren und fristgerecht zu erfüllen“, sagt VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser. „Wir erwarten nun aber auch, dass das Unternehmen die Leistungen auf Dauer erbringt“, so Lünser weiter.

In den kommenden Wochen sorgen Baustellen auf den nördlichen Linienästen der S 9 allerdings direkt wieder für Beeinträchtigungen für die Fahrgäste. Zum einen hat die Baustelle zwischen Essen und Duisburg, die auch die Strecke zwischen Essen und Bottrop betrifft, Auswirkungen auf die S 9. Die S-Bahn endet bis zum 20. September aus Recklinghausen oder Haltern am See kommend bereits in Essen-Dellwig Ost. Zwischen Essen-Dellwig Ost und Essen Hbf fallen die Züge aus und werden im gewohnten Takt der S-Bahnen durch Busse ersetzt.

Zum anderen wird dann ab dem 21.09.2020 der Lärmschutz in Herten verbessert. Hier ist mit geringen Verspätungen zu rechnen.

Im normalen Linienverlauf verkehrt die Linie S 9 dann täglich in einem 30-Minuten-Takt zwischen Gladbeck West und Wuppertal Hbf darüber hinaus alle 60 Minuten weiter nach Hagen. Der Linienast nach Haltern am See wird wie auch bisher alle 60 Minuten bedient. Neu werden die bislang in Bottrop endenden Fahrten der Linie S 9 ebenfalls alle 60 Minuten nach Recklinghausen verlängert. Somit verkehrt die Linie S 9 an den Stationen Bottrop-Boy und Gladbeck West doppelt so häufig wie bisher, nämlich alle 30 Minuten.

Da sich hier die 30-Minuten-Takte des RE 14 (Essen – Dorsten) und der S 9 (Haltern am See bzw. Recklinghausen – Wuppertal bzw. Hagen) überlagern, ergibt sich zwischen Gladbeck West, Bottrop Hbf und Essen Hbf bzw. Essen-Steele montags bis samstags annähernd ein 15-Minuten-Takt.

Die S-Bahn-Rhein-Ruhr

Die S-Bahn Rhein Ruhr verkehrt im Ruhrgebiet seit Dezember 2019 in einem nachfragegerechten 15-/30-Minuten-Takt und wird durch schnelle und direkte Regionalverkehrslinien ergänzt. Bei der S-Bahn Rhein-Ruhr kommen zwei verschiedene Fahrzeugtypen zum Einsatz: 41 eigens angeschaffte FLIRT-Neufahrzeuge, Typ XL, der Stadler Pankow GmbH und 48 umfassend modernisierte Gebrauchtfahrzeuge des Typs ET 422 der DB Regio AG. Alle Fahrzeuge sind durch ihre moderne, einheitliche Gestaltung im Grün-Weiß des VRR als S-Bahn Rhein-Ruhr zu erkennen.

Pressemeldung VRR

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