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Dienstag, 08 September 2020 16:39

NRW: Plastikmüllfänger River Whale im Düsseldorfer Hafen

river whale im duesseldorfer hafen
Foto Neuss-Düsseldorfer Häfen.

Mit einem Pressetermin im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Geisel nahm am 8. September 2020 der Plastikmüllfänger River Whale im Düsseldorfer Handelshafen offiziell den Be-trieb auf. Das französischen Start-up-Unternehmen H2ope S.A.S. hat sich bei der Entwicklung seines schwimmenden Gerätes am Prinzip der Barten eines Wales orientiert. Der "Flusswal" filtert das Wasser und hält in seinen Fangzähnen Plastikabfall zurück.

Die Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG (NDH) haben die Jungunternehmer aus Straßburg bei ihrer Initiative unterstützt.

Etwa acht Millionen Tonnen Plastikmüll gelangten nach einer Anfang 2015 in der Zeitschrift Science veröffentlichten Studie im Jahr 2010 in die Ozeane. Rund 80 Prozent dieser Abfälle leiteten Flüsse den Mee-ren zu. Der Idee, diesen Abfall aus dem Wasser zu sammeln, bevor er sich in den Meeren unkontrolliert ausbreitet, haben sich die Gründer von H2ope verschrieben. Der Abfall soll dabei an den beiden zwei Meter langen, v-förmig angeordneten schwimmenden Armen hängen-bleiben, um anschließend an Land recycelt zu werden. Die Arme können variabel von zwei bis 5,50 Meter geöffnet werden.

Fixiert durch Gewichte passt sich der Flusswal schwimmend der Wasseroberfläche an. Seine Fangvorrichtungen, die wie Rechen aussehen, reichen bis zu 70 Zentimeter unter die Wasseroberfläche. Das Gerät benötigt keinen Antrieb und ist daher komplett klimaneutral. Die Strömung treibt die im Wasser schwimmenden Plastikteile durch die Fangarme.

Das für die Realisierung des Geräts verwendete Material ist der HDPE-Kunststoff (Polyethylen mit hoher Dichte), ein neutrales Material mit einer Lebensdauer von etwa 15 Jahren, das keine Auswirkungen auf Fauna und Flora hat, und recycelbar ist.

"Wir freuen uns, dass das Team von H2ope seinen River Whale bei uns im Düsseldorfer Hafen einsetzt und haben wo möglich gerne unterstützt beispielsweise mit einem direkten Wasserzugang über unseren Steiger. Den Kontakt zu H2ope haben die Initiatoren der Rhine-CleanUp-Projekte hergestellt, mit denen wir bereits seit einigen Jahren in Kontakt stehen. Uns als Hafenunternehmen liegen der mit beiden Projekten verbundene Umweltgedanke und die Sauberkeit unse-rer Hafenbecken sehr am Herzen", sagt NDH-Geschäftsführer Sascha Odermatt.

Pressemeldung H2ope S.A.S, Neuss-Düsseldorfer Häfen

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