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Freitag, 11 September 2020 12:29

Niedersachsen: LNVG bestellt weitere Doppelstockwagen zum Hanse-Netz bei Bombardier

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung zum Abschluss eines Nachtrags zum Werkliefervertrag mit der Firma Bombardier Transportation zur Lieferung von 2 Doppelstocksteuerwagen und 12 Doppelstockmittelwagen gegeben (2020/S 177-426288).

Es geht um die Beschaffung von 2 zusätzlichen Doppelstocksteuerwagen DABpbzfa sowie 12 Doppelstockmittelwagen DBpza zum Einsatz im Hansenetz.

Die Fahrzeuge sollen ab 2022 im Hansenetz eingesetzt werden. Die LNVG ist vertraglich verpflichtet, dem EVU die für den Betrieb des Netzes notwendigen Züge zur Verfügung zu stellen.

Mit Beginn des Verkehrsvertrages Hansenetz 2 im Dezember 2018 wurden Kapazitätserhöhungen vorgenommen, wodurch die damals vorhandene Reserve reduziert werden musste. Weiterhin wurden in den letzten beiden Jahren zusätzliche Zugleistungen bestellt.

Außerdem ist die HU XL Dosto erst zu Ende 2026 abgeschlossen; bis dahin wird ein Zugverband als weitere Instandhaltungsreserve für die Durchführung der HU XL Dosto benötigt. Die vorliegend zu beschaffenden Fahrzeuge werden daher dringend als weitere Instandhaltungsreserve zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der an metronom zugesagten 26 Zugverbände für den Betrieb im Hansenetz 2 und für Kapazitätserweiterungen (Erhöhung der Sitzplatzkapazität) benötigt.

Die Beschaffung ist zum Teil durch Einlösung der vorhandenen Optionen aus dem Werkliefervertrag mit Bombardier und seinen bestehenden Nachträgen möglich. Der Auftrag kann wegen seiner technischen Besonderheiten nur von Bombardier durchgeführt werden. Deshalb sieht die LNVG keine Alternative zu einer Direktbeauftragung von Bombardier.

Zwingend erforderlich ist, dass die zu fertigenden Fahrzeuge mit der von der LNVG im Hanse-Netz eingesetzten Fahrzeugflotte ohne Einschränkungen kompatibel und damit im Betrieb frei tauschbar sind. Es sollen sowohl zusätzliche Fahrten als auch Kapazitätserhöhungen (Verlängerung von Zügen) möglich sein. Dies ist nur möglich, wenn sich sämtliche Neufahrzeuge frei mit den Bestandsfahrzeugen kuppeln lassen und die gesamte Fahrzeugleittechnik (Software) miteinander kompatibel ist.

Die neuen Züge werden so ausgestattet, dass sie sich ohne Einschränkungen in die bestehende Flotte integrieren lassen. Auch eine freie Tauschbarkeit ist möglich. Bei der Beschaffung von Zügen eines anderen Herstellers wäre dieser Austausch nicht möglich. Der Ausfall eines Wagens hätte daher zur Folge, dass der Zug entweder komplett ausfallen müsste oder nicht in vollständiger Reihung, also mit deutlich verminderter Sitzplatzkapazität fahren müsste.

Quelle EU-Amtsblatt

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