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Donnerstag, 16 November 2017 16:20

NRW: Stadt Bonn und Rhein-Sieg-Kreis gegen Einstellung der Ahrtalbahn in den Nebenverkehrszeiten

Gegen eine Einstellung der Regionalbahnlinie RB 30 (Ahrtalbahn) in den Nebenverkehrszeiten im Abschnitt zwischen Remagen und Bonn sprechen sich die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis aus. Eine entsprechende Resolution haben der Rat der Stadt Bonn am Donnerstag, 9. November 2017 und der Kreisausschuss des Rhein-Sieg-Kreises am Montag, 13. November 2017, verabschiedet.

In der Resolution heißt es: „Die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis fordern die Deutsche Bahn (DB), den Bund, die Länder Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz (RLP), die SPNV-Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland (NVR) und den Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) gemeinsam auf, mindestens das im Fahrplanjahr 2018 angebotene Personenverkehrsangebot im Fern- und Nahverkehr auf der linken Rheinstrecke auch über 2018 hinaus dauerhaft sicherzustellen. Der erklärten Überlastung des Schienenwegs ist durch Infrastrukturausbaumaßnahmen zu begegnen, die möglichst vorbereitend auch das RRX-Zielnetz berücksichtigen, und auf keinen Fall durch Reduzierungen im Personenverkehr. Die beabsichtigte Einstellung der Linie 30 (Ahrtalbahn) in den Nebenverkehrszeiten auf dem Abschnitt Remagen - Bonn stellt eine erhebliche Verschlechterung der regionalen Verknüpfung untereinander und mit dem Oberzentrum Bonn dar und ist unbedingt zu vermeiden.“

Zum Hintergrund: Die DB Netz hat im Dezember 2016 den Abschnitt Hürth-Kalscheuren – Remagen (linke Rheinstrecke) gegenüber dem Eisenbahnbundesamt (EBA) und der Bundesnetzagentur (BNetzA) für überlastet erklärt. Im September 2017 hat die DB Netz Pläne vorgelegt, wie sie die Kapazität auf diesem Abschnitt wieder erhöhen möchte. Einer dieser Vorschläge sieht vor, dass die Ahrtalbahn zwischen Remagen und Bonn Hauptbahnhof montags bis freitags nur noch zwischen 5.30 und 9.30 Uhr sowie zwischen 15.30 und 19 Uhr verkehren soll, um dem Güterverkehr mehr Kapazitäten einzuräumen.

Die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis wollen über die Resolution verhindern, dass das Angebot der Ahrtalbahn - heute verkehrt die RB 30 montags bis freitags von circa 5.30 bis 23 Uhr durchgängig zwischen Bonn und dem Ahrtal - eingeschränkt wird. Zudem erfordert die weiter wachsende Nachfrage zusätzliche Leistungen im Schienen-Personen-Nahverkehr. Daher soll nach Auffassung des Stadtrates bzw. des Kreisausschusses perspektivisch sichergestellt werden, „ dass die Infrastruktur einen störungsfreien, pünktlichen und vertakteten Personenverkehr auf der linken Rheinstrecke ermöglicht, der - neben dem zu erhaltenden Fernverkehr - die beiden in Koblenz enden sollenden RRX-Linien und daneben zumindest im Bereich zw. Köln - Bonn drei Regionalzüge (RB/S) pro Stunde und Richtung berücksichtigt; also insgesamt fünf Züge des Regionalverkehrs pro Stunde und Richtung“.

Pressemeldung Stadt Bonn

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