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Freitag, 23 Oktober 2020 13:54

Thüringen: Deutsche Bahn baut vier Schallschutzwände in Erfurt-Bischleben

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Fotos Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben.

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ errichtet die Deutsche Bahn in Erfurter Stadtteil Bischleben vier Schallschutzwände von rund zwei Kilometern Länge. Der Bund investiert in diese aktive Schallschutzmaßnahme rund fünf Millionen Euro.

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Fotos Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben.

Benjamin Ahlert, Leiter Betrieb Netz Erfurt der DB Netz AG und Alexander Hilge, Beigeordneter Bau und Verkehr der Landeshauptstadt Erfurt, gaben mit dem heutigen symbolischen Spatenstich den Startschuss für die Bauarbeiten.

„Die Deutsche Bahn und der Bund unternehmen größte Anstrengungen, um Anwohnerinnen und Anwohner vom Schienenlärm zu entlasten. Die vom Bund finanzierte freiwillige Lärmsanierung sorgt für mehr Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken in unserem Schienennetz. Von den jährlichen Investitionen in Höhe von rund 150 Millionen Euro profitiert auch Erfurt-Bischleben. Dank der neuen Schallschutzwände ist die Bahn hier künftig deutlich leiser unterwegs“, so Benjamin Ahlert.

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Grafik Deutsche Bahn.

Alexander Hilge, Beigeordneter für Bau und Verkehr der Landeshauptstadt Erfurt, begrüßte die Schallschutzmaßnahmen: „Ich freue mich sehr über die hier entstehenden Schallschutzwände, die dank des Lärmsanierungsprogramms gebaut werden können. So werden nicht nur die unmittelbar an der Bahnstrecke lebenden Menschen geschützt, von dieser Maßnahme profitieren auch die Anwohnerinnen und Anwohner der dahinter liegenden Wohnungen und Häuser. Mein ausdrücklicher Dank geht daher an den Bund, der für die knapp zwei Kilometer lange Wand rund fünf Millionen Euro investiert. Mit diesem Geld wird die Lebensqualität in Erfurt-Bischleben erheblich gesteigert.“

Zusätzlich wird für ca. 116 Wohneinheiten der Anspruch auf passiven Schallschutz geprüft, beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Allein hierfür werden durch den Bund ca. 40.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Über die Lärmsanierung

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn bis einschließlich 2019 über 1,6 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von 1.844 Kilometern Schienenstrecke und rund 62.000 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2019 wurden über 50 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und rund 119 Millionen Euro ausgegeben. Durch ein neues Gesamtkonzept, das seit Anfang 2019 gültig ist, profitieren künftig rund 2.200 Städte und Gemeinden vom Lärmsanierungsprogramm. Dabei hat sich der Gesamtbedarf der zu sanierenden Strecken auf rund 6.500 Kilometer erhöht – eine Steigerung von 75 Prozent.

Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Schallschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind.

Weitere Informationen zur Lärmsanierung sind im Internet abrufbar unter www.laermsanierung.deutschebahn.com

Daten & Fakten

Aktiver Schallschutz

• Maßnahme: 4 Schallschutzwände mit einer Höhe von 3 Metern über Schienenoberkante
• Gesamtlänge: 1.912 Meter
• Schallschutzwand 1: Bereich Wasserweg bis Bf. Erfurt-Bischleben, 667 m Länge
• Schallschutzwand 2: Bereich Wasserweg bis Bahnstraße, 282 m Länge
• Schallschutzwand 3: Am Laitrand bis Gleisanschluss Gewerbepark Marlex, 128 m Länge
• Schallschutzwand 4: Gleisanschluss Gewerbepark Marlex bis nach Möbisburger Weg, 835 m Länge
• Bauzeit: September 2020 bis März 2021
• Investitionskosten: rund 5 Millionen Euro

Passiver Schallschutz

• Umfang: Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern in allen Abschnitten
• Umsetzung: nach Errichtung der Lärmschutzwände
• Investitionskosten: rund 40.000 Euro

Pressemeldung Deutsche Bahn

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Letzte Änderung am Freitag, 23 Oktober 2020 14:31