english

Donnerstag, 23 November 2017 12:53

Baden-Württemberg: Erweiterung des Rahmenvertrags für Beratungsleistungen bei der Einführung des Landestarifs in Baden-Württemberg

Die NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH hat die Erweiterung des Rahmenvertrags für Beratungsleistungen bei der Einführung des Landestarifs in Baden-Württemberg für die Bietergemeinschaft Civity Management Consultants und Intraplan Consult GmbH in Berlin mitgeteilt (2017/S 224-467401). 

Der Rahmenvertrag zur Beratung des KC Baden-Württemberg-Tarif bei der NVBW durch civity und Intraplan wurde mit einem Limit von 200 000 EUR versehen. Der Auftraggeber ging somit davon aus, dass der Auftragswert den Schwellenwert für Leistungen nach § 106 GWB nicht überschreitet. Die Ausschreibung war daher freiwillig im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden.

Dieser Wert ist für die Beratung des KC Baden-Württemberg-Tarif nicht ausreichend und muss erweitert werden. Gründe dafür sind bei der Auftragsvergabe nicht absehbare Aufwände durch

– Deutlich über den Erwartungen liegenden Abstimmungsaufwand mit den Projektbeteiligten, insbesondere im Bereich der Vertragsverhandlungen mit den 11 Gesellschaftern und 22 beteiligten Verkehrsverbünden (noch nicht abgeschlossen)

– das forcierte Tempo bei der Gesellschaftsgründung (Gründung nun mehr als ein Jahr vor marktseitigem Start des BW-Tarifs)

– Überplanmäßig hoher Beratungsaufwand für die Eisenbahnverkehrsunternehmen und die SPNV-Aufgabenträger, insbesondere durch o Prüfung zusätzlicher fachlicher und rechtlicher Fragestellungen (Umsatzsteuerausweis, Tarif-/Beförderungsbedingungen, Markenrechtliche Einordnung Logo, CH-Tarifierung, Semesterticketeinbindung, bahn.bonus, mittelfristige Preisstrategie, Fahrausweislayout, IT-Anforderungsprofil, IT-Vergabe…) sowie Unterstützung bei der Überarbeitung von LizV und technischem Konzept und im Bereich Recruitingprozessaufbau, Führungsstruktur, Leitbild o Zusätzlich von Akteuren gewünschte Verträge und Vereinbarungen (Absichtserklärung, Prozessbeschreibungen…) o Vorziehen von Elementen der Stufe 2, welche zur Prüfung erst ab 2019 vorgesehen waren (BW-Ticket [Tarif und EAV ], Startanschlussmobilität, Kombitickets für BUGA etc., Integration RegioBus/Schiff, …)

– Notwendigkeit eines signifikant aufwändigeren Projektmanagements als absehbar, mit Bedarf für die Einrichtung eines Project Management Office einschließlich Unterstützung im Bereich Kommunikation (Kommunikation zum BW-Tarif und politische Kommunikation) im Projekt, auch vor dem Hintergrund eines vom 9.12.2018 auf Mitte Oktober 2018 vorverlegten Starts der Verkaufbarkeit des BW-Tarifs und eines jetzt vorab eingeplanten Probebetriebs

– Erhöhtem Unterstützungsbedarf des VM (Ausarbeitungen, Unterstützung Öffentlichkeitsarbeit, Fach- und Prozessberatung, body lease in bestimmten Fällen) Die genannten Randbedingungen und die bis Ende 2018 noch durchzuführenden Tätigkeiten machen eine Aufhebung des Limits notwendig.

Der Auftrag wird daher über den Schwellenwert nach § 106 GWB erweitert. Diese Erweiterung wird hiermit veröffentlicht.

Quelle EU-Amtsblatt

Zurück

Letzte Änderung am Donnerstag, 23 November 2017 13:02