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Freitag, 01 Dezember 2017 13:32

Hessen: RMV-Aufsichtsrat zieht positive erste Bilanz zum Schülerticket

In seiner Sitzung am 30. November 2017 in der Evangelischen Akademie Frankfurt hat der Aufsichtsrat des RMV eine positive erste Bilanz zum Schülerticket Hessen gezogen:  Zum 1. August dieses Jahres löste das Schülerticket Hessen zum einheitlichen Verkaufspreis von 365 Euro pro Jahr die nur zwischen Wohn- und Ausbildungsort bzw. kreis- oder stadtweit gültigen Vorgängerangebote ab.

Rund 20 Millionen Euro pro Schuljahr stellt das Land Hessen zur Verfügung, um etwaige Mindereinnahmen durch das neue Angebot mit besonders günstigem Verkaufspreis und großen Gültigkeitsgebiet auszugleichen. Da Schüler und Auszubildende auch Monatskarten kauften oder aktuell noch gültige RMV-CleverCards nutzen, kann erst nach Abschluss eines ganzen Schuljahrs eine belastbare Aussage über die finanziellen Auswirkungen des Angebotswechsels getroffen werden.

„Junge Menschen wollen mobil sein. Wir haben das Bus- und Bahnfahren jetzt so preiswert wie noch nie gemacht. Unser Schülerticket verbindet nicht nur die Region, sondern ganz Hessen. Alle Mitarbeiter haben trotz Ferienzeit im Sommer mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die Fahrkarten pünktlich zum Schulbeginn bei den Schülerinnen und Schülern sein konnten. Dafür möchten wir uns noch einmal besonders bedanken“, sagte Ulrich Krebs, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Hochtaunuskreises.

Kostenfreies WLAN in Bus und Bahn

In wenigen Tagen, zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember, startet auf dem Main-Neckar-Ried-Express zwischen Frankfurt und der Metropolregion RheinNeckar die erste Zuglinie im RMV, auf der bei allen Fahrten kostenloses WLAN verfügbar ist. „Unsere Fahrgäste wollen nicht nur von A nach B. Egal, ob zur Unterhaltung oder um während der Fahrt zu arbeiten, WLAN gehört heute für die meisten Fahrgäste zu einem hochqualitativen Nahverkehrsangebot dazu. Deshalb beginnen wir noch im Laufe des Jahres 2018 mit der Ausstattung der ersten S- Bahnfahrzeuge“, so RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Wie positiv unsere Fahrgäste WLAN aufnehmen, und dass es technisch möglich ist, eine stabile Verbindung anzubieten, zeigen unsere Erfahrungen mit der Schnellbuslinie X17, auf der unsere Fahrgäste seit Mai 2017 jederzeit kostenlos ins Internet gehen können“, so Prof. Ringat weiter.

Gruppentageskarte und Hessenticket: Schutz vor Missbrauch

Eine Änderung ergibt sich ab dem 1. Januar 2018 bei RMV- Gruppentageskarten und Hessentickets. Um den Missbrauch durch die Mitnahme wechselnder Mitfahrer zu unterbinden, sind die Namen aller Mitfahrer einzutragen. Bei gedruckten Fahrkarten werden die Namen per Hand eingetragen, beim Kauf als RMV-HandyTicket erfolgt die Eingabe direkt in der App.

Masterplan Regionalverkehr bis 2030

Heute die Mobilität von morgen zu planen, das ist Aufgabe des Regionalen Nahverkehrsplans (RNVP). Der neue „Masterplan“ für den Verkehr im ganzen RMV-Gebiet knüpft an den bestehenden an, dessen Untersuchungszeitraum bis zum Jahr 2020 reicht. Wie werden sich Beschäftigten- und Einwohnerzahlen an bestimmten Orten und damit die Nachfrage auf den Verkehrsachsen und in den Regionen entwickeln? Welche Infrastrukturausbauten sind notwendig, um der wachsenden Anzahl von Fahrgästen attraktive Fahrtangebote machen zu können? Welche neuartigen Angebote sind möglich und nötig? Zusammen mit verschiedensten Fachgremien und politischen Institutionen und unter Einbeziehung des RMV-Fahrgastbeirats wird der neue Regionale Nahverkehrsplan bis 2030 entstehen.

E-Scooter-Mitnahme in Regional- und S-Bahnen wird möglich

Ab dem neuen Jahr können E-Scooter im Regionalverkehr (RB, RE) und in den S-Bahnen mitgenommen werden, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. Entsprechend einem bundesweiten Erlass ist auch die Mitnahme in U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen an Voraussetzungen z.B. zu Größe, Gewicht und Kennzeichnung geknüpft, die die Hersteller aktuell noch nicht realisiert haben. Ziel der bundesweiten Regelung ist es, einheitliche Vorgaben für die sichere Mitnahme zu definieren. Wegen der begrenzten Belastbarkeit der Rampen in die Fahrzeuge und der Fahrdynamik gelten im Stadtverkehr andere, anspruchsvollere Voraussetzungen als im Regionalzugverkehr. Die genauen Nutzungsregeln für die E-Scooter-Mitnahme sind auf www.rmv.de hinterlegt.

Pressemeldung RMV

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