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Dienstag, 23 Februar 2021 14:54

Bayern: Jugendliche entwerfen BIM-Planung für Stadt-Umland-Bahn

Virtuelle StUB Planungswerkstatt AutobahnquerungVirtuelle StUB Planungswerkstatt begruentes Parkhausdach
Autobahnquerung und grünes Parkhausdach. Fotos StUB.

Vom 18. bis 20. Februar 2021 veranstaltete der Stadtjugendring Erlangen gemeinsam mit dem Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (ZV StUB) die vierte Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche. Das Beteiligungsprojekt fand virtuell statt. Mithilfe des Videospiels Minecraft ge- stalteten die Teilnehmer*innen die Linienführung der Stadt-Umland-Bahn ab der bestehenden Haltestelle „Am Wegfeld“ im Norden Nürnbergs bis nach Tennenlohe.

Haltestellen sollten so gestaltet werden, dass sie von den umliegenden Gemeinden und Ortschaften gut und einfach erreichbar sind. Parkhäuser, die ein Umsteigen vom Auto auf die Straßenbahn ermöglichen sollen, sollten eine begrünte Bedachung haben. Diese und weitere Ideen haben die jungen Planerinnen und Planer im Alter von 10 bis 13 Jahren in ihren Modellen für die Stadt-Umland-Bahn verwirklicht. „Die Meinung der Kinder und Jugendlichen ist uns genauso wichtig, wie die der Erwachsenen. Ich bin beeindruckt, wie detailgenau die Modelle geplant wurden. Viele der Fragen, die sich die Teilneh- merinnen und Teilnehmer gestellt haben, stellen wir uns der- zeit auch“, erklärt Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen.

Viele Ideen für die Planungen der StUB

Vom 18. bis 20. Februar 2021 haben 16 Kinder und Jugendli- che den Streckenabschnitt der Stadt-Umland-Bahn vom Nor- den Nürnbergs bis nach Tennenlohe in Erlangen mithilfe des Videospiels Minecraft geplant. Dabei haben sie die jeweiligen Besonderheiten entlang der Strecke, die in der Realität etwa acht Kilometer lang ist, berücksichtigt und die Umgebung simu- liert. Bei der Gestaltung aller Modelle waren ihnen insbeson- dere die Erhaltung umliegender Bäume entlang des Linienverlaufs wichtig. Wo möglich, sollte die Straßenbahn sich den vor- handenen Straßenraum mit dem Autoverkehr teilen. Für Reut- les wünschen sich die jungen Planerinnen und Planer Park- häuser für Autos und Fahrräder inklusive Kiosk, für die Que- rung der A 3 eine eigene Brücke neben dem bestehenden Überweg für landwirtschaftlichen Verkehr, Fußgänger und Radfahrer. Brückenlichter und Straßenlaternen sollten mit So- larenergie betrieben werden. Für die Gestaltung der Strecke in Tennenlohe haben die Teilnehmenden einen Vorschlag erar- beitet, der die verschiedenen Bedürfnisse rund um die Hut- wiese berücksichtigt sowie eine gute Anbindung der Anwohne- rinnen und Anwohner an die StUB ermöglicht.

Umfassendes Beteiligungsangebot

Aufgrund der aktuellen Situation hinsichtlich des Coronavirus fand die Planungswerkstatt rein virtuell am Donnerstag- und Freitagnachmittag bzw. am Samstag statt. Mithilfe des Video- spiels Minecraft und einer Onlineplattform haben sich die jun- gen Planerinnen und Planer von Zuhause aus an der Gestal- tung des StUB-Streckenabschnitts beteiligt. „Auch ohne Fa- schingsferien wollten wir den Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Beteiligungsprojekt ermöglichen und haben die- ses zeitlich entsprechend angepasst. Neben den virtuellen Pla- nungen haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Streckenabschnitt selbst vor Ort angeschaut und erste Skizzen ihrer Ideen gezeichnet. In einem Quiz haben sie ihr Wissen rund um die StUB unter Beweis gestellt“, sagt Daniel Große- Verspohl, Geschäftsleiter des Zweckverbands Stadt-Umland- Bahn. Begleitet wurde die virtuelle Planungswerkstatt von Mit- arbeitern des Stadtjugendrings Erlangen und einem Fachpla- ner des ZV StUB, der die Teilnehmenden mithilfe von Luftbild- aufnahmen bei der Entwicklung ihrer Ideen unterstützte.

Alle Ergebnisse der vierten Planungswerkstatt werden im Rah- men einer digitalen Ausstellung ab März unter www.stadtum- landbahn.de zu sehen sein. Das nächste Beteiligungsprojekt für Kinder und Jugendliche zur Stadt-Umland-Bahn ist für die Herbstferien 2021 geplant.

Pressemeldung Zweckverband Stadt-Umland-Bahn

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