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Mittwoch, 06 Dezember 2017 06:15

NRW: 40 Verletzte bei Auffahrunfall in Meerbusch-Osterath [Update 06:15 Uhr]

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Fotos Feuerwehr Meerbusch.

Am Dienstag (05.12.17) gegen 19.30 Uhr fuhr auf der Strecke Krefeld - Neuss bei Meerbusch-Osterath der RE 32547 des Unternehmens National Express auf einen vorausfahrenden Güterzug von DB Cargo auf. Der aus zwei Zugteilen bestehende Regionalexpress war mit 155 Reisenden besetzt. Nach Angaben der Feuerwehr Meerbusch wurden 41 Personen verletzt. Der Triebfahrzeugführer des National-Express-Zuges blieb äußerlich unverletzt, stand aber unter Schock. Die Bundespolizei hat für Angehörige eine Hotline geschaltet: 0211 179276-411.

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Die Strecke sowie die Oberleitung wurden bei dem Zusammenstoß erheblich beschädigt. Nach Bergung der Züge werden die Reparaturarbeiten schnellstmöglich beginnen. Erste Prognosen über die Dauer der Arbeiten können frühestens im Laufe des Mittwochs gegeben werden.

Zahlreiche Mitarbeiter der DB unterstützen die Einsatzkräfte vor Ort. Die Ermittlungen zur Unfallursache werden von den zuständigen Behörden geführt. Auf der betroffenen Strecke verkehren Züge der Linie RE7, die von National Express betrieben wird. Außerdem verkehren dort die Züge der von der NordWestBahn betriebenen Linie RE10.

Protokoll der Feuerwehr Meerbusch:

Abschlussmeldung 06.12.2017 06:15 Uhr

Der Feuerwehreinsatz nach dem Zugunglück nahe Meerbusch Osterath konnte im Morgen zum Mittwoch gegen 2:20 Uhr, also rund acht Stunden nach Alarmierung der ersten Kräfte, beendet werden. Nach Abgleich aller erfassten Personendaten und Verletzungskategorien gab es 173 Betroffene insgesamt, davon

• 132 Personen mit der Sichtungskategorie weiß , d.h. unverletzt
• 33 grün (leicht verletzt)
• 7 gelb (schwer verletzt)
• 1 rot (akute vitale Bedrohung)

Zu Spitzenzeiten waren rund 400 Einsatzkräfte in diesen Einsatz eingebunden.

Update 06.12.2017 00:55 Uhr

Gegen 0:45 Uhr steht fest, dass alle Personen den Zug verlassen haben. Auch die am Einsatz beteiligten Helfer werden nach und nach aus dem Geschehen entlassen und fahren wieder ihre Standorte an. Viele der ehrenamtlichen Meerbuscher Einsatzkräfte werden morgen wieder ihrem eigentlichen Beruf nachgehen – nach einer sicherlich kurzen Nacht.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch wünscht alle Verletzten eine schnelle Genesung und dass hoffentlich viele von ihnen schon wieder den Nikolaustag gemeinsam mit ihren Familien verbringen können.

Update 06.12.2017 00:15 Uhr

Wie kam es zu den unterschiedlichen gemachten Aussagen zu den verletzten Personen?

Zu Beginn des Einsatzes war es den Rettungskräften nicht möglich, nahegenug an den Zug heran zu kommen um eine genaue Beurteilung der Verletzungsmuster zu machen. In dieser Phase des Einsatzes konzentrierten sich die Retter darauf, schwerer verletzte Personen in den Wagons ausfindig zu machen. Leichtere Verletzungen, wie z.B. Prellungen, Schürfungen oder Stauchungen waren von außen nicht ausfindig zu machen. Die abgerissenen und unter Spannung stehende Oberleitung verhinderte eine genaue Diagnose.

Nachdem ab 21:15 Uhr der Zugang zum Wageninneren des Zuges möglich war erfolgte eine genaue Sichtung der verletzten und betroffenen Personen durch den Rettungsdienst. Durch diese Maßnahme wurden insbesondere nun auch die leichteren Verletzungen erkennbar und erhöhten die Zahlen der Verletzten in der Gesamtstatistik.

Pressemeldung Deutsche Bahn, Bundespolizei Sankt Augustin sowie Protokoll der Feuerwehr Meerbusch, Fotos Feuerwehr Meerbusch

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Letzte Änderung am Mittwoch, 06 Dezember 2017 07:33